[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aufschneiden mindestens eines
Lebensmittelriegels mit einer Aufschneidevorrichtung, bei der mindestens ein Lebensmittelriegel
in jeweils einer Spur mit jeweils einem Transportmittel in Richtung eines rotierend
angetriebenen Schneidmessers transportiert wird, das in einer Schneidebene an den
vorderen Ende des Lebensmittelriegels Lebensmittelscheiben von dem Lebensmittelriegel
abtrennt, die zu Portionen zusammengefasst und abtransportiert werden, wobei das Schneidmesser
zur Erzeugung der Portion und/oder zum Abtransport der Portion Leerschnitte durchführt,
bei denen sich das Schneidmesser bewegt aber von dem Lebensmittelriegel keine Lebensmittelscheiben
abgetrennt werden.
[0002] Ein derartiges Verfahren ist aus dem Stand der Technik, beispielsweise der
EP 2 420 361 A1 oder der
WO 00/59689 A1, bekannt, hat jedoch den Nachteil, dass es insbesondere beim mehrspurigen Aufschneiden
von sehr langen, schweren Lebensmittelriegeln immer wieder zu Schnitzelbildung kommt.
Des Weiteren sind die Verfahren gemäß dem Stand der Technik nicht flexibel genug und/oder
der Lebensmittelriegel wird zu starken Beschleunigungen ausgesetzt.
[0003] Es war deshalb die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Verfahren zur Verfügung
zu stellen, das die Nachteile des Standes der Technik nicht aufweist.
[0004] Gelöst wird die Aufgabe mit einem Verfahren gemäß Patentanspruch 1.
[0005] Die zu diesem Gegenstand der vorliegenden Erfindung gemachten Ausführungen gelten
für die anderen Gegenstände der vorliegenden Erfindung gleichermaßen und umgekehrt.
[0006] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aufschneiden eines Lebensmittelriegels
mit einer Aufschneidevorrichtung. Bei einer derartigen Aufschneidevorrichtung handelt
es sich vorzugsweise um einen sogenannten Slicer, insbesondere einen Hochleistungsslicer,
bei dem pro Lebensmittelriegel mehr als sechshundert, teilweise mehr als tausend Lebensmittelscheiben
pro Minute abgetrennt werden. Bei einer derartigen Aufschneidevorrichtung werden ein,
vorzugsweise jedoch mehrere Lebensmittelriegel, beispielsweise Wurst-, Käseoder Schinkenriegel,
kontinuierlich oder intermittierend von einem Transportband in Richtung eines rotierend
angetriebenen Schneidmessers transportiert, das in einer Schneidebene an dem vorderen
Ende des Lebensmittelriegels Lebensmittelscheiben von diesem abtrennt. Bei dem Schneidmessers
kann es sich beispielsweise um ein Kreis- oder Sichelmesser handeln. Die Lebensmittelscheiben
werden auf einem Portioniermittel, beispielsweise ein Portionierband oder ein Portioniertisch,
zu Portionen von mehreren, beispielsweise zehn, Lebensmittelscheiben portioniert und
dann als Portionen abtransportiert. Es werden auf dem Portioniermittel mehrere Portionen
gleichzeitig erzeugt und abtransportiert. Da, bekanntermaßen, die Frequenz der abgeschnittenen
Lebensmittelscheiben für die Portionierung und/oder für den Abtransport zu hoch sind,
müssen Leerschnitte durchgeführt werden, bei denen das Messer seine normale Bewegung,
beispielsweise seine Rotationsbewegung, weiter durchführt, von dem Lebensmittelriegel
aber keine Lebensmittelscheiben abgetrennt werden.
[0007] Diese Leerschnitte werden nun dadurch erreicht, dass das Schneidmesser von dem vorderen
Ende des Lebensmittels und aus der Schneidebene weggezogen und zumindest das vordere
Ende des Lebensmittelriegels von der Schneidebene wegbewegt werden. Sowohl das Schneidmesser
als auch das vordere Ende des Lebensmittelriegels führen folglich eine Bewegung durch,
die den Abstand zwischen Schneidmesser und Vorderkante des Lebensmittelriegels erhöhen.
Vorzugsweise ist sowohl die Bewegung des Schneidmessers als auch des Lebensmittelriegels
linear, ganz besonders bevorzugt parallel zu einander vorgesehen. Vorzugsweise wird
das Schneidmesser entlang oder parallel zu seiner Rotationsachse verschoben. Die Rückzugsbewegung
des vorderen Endes des Schneidmessers kann durch einen Rückzug des gesamten Lebensmittelriegels
und/oder einer Stauchung des vorderen Endes des Lebensmittelriegels erfolgen. Der
Lebensmittelriegel und/oder ein Teil des Lebensmittelriegels wird vorzugsweise gemeinsam
mit seiner Auflage, beispielsweise einem Transportband, bewegt.
[0008] Vorzugsweise beginnt die Bewegung des Schneidmessers bevor die Bewegung des vorderen
Endes des Lebensmittelriegels in Gang gesetzt wird. Diese bevorzugte Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung hat den Vorteil, dass für die mindestens abschnittswese
Bewegung des Lebensmittelriegels mehr Zeit zur Verfügung steht, ohne dass Schnitzel
gebildet werden. Dadurch muss der Lebensmittelriegel oder Teile des Lebensmittelriegels
weniger stark beschleunigt werden, so dass die aufzuwendenden Kräfte geringer sind
und/oder Oszillationen des Lebensmittelriegels und/oder der gesamten Vorrichtung zumindest
vermindert werden.
[0009] Es werden mehrere Lebensmittelriegel zumindest zeitweise gleichzeitig aufgeschnitten.
[0010] Es ist vorgesehen, dass bei mindestens einer Schneidbewegung des Schneidmessers,
die zum Aufschneiden einer Portion vonnöten ist, von mindestens einem Lebensmittelriegel
eine Scheibe abgetrennt wird, während von einem anderen Lebensmittelriegel, der sich
ebenfalls in der Aufschneidevorrichtung befindet, keine Lebensmittelscheibe abgetrennt
wird. Dadurch ist es möglich, eine Portion mit unterschiedlichen Lebensmittelscheiben
beispielsweise Wurst und Käse zu erzeugen, wobei die Wurstscheiben zumindest teilweise
vor den Käsescheiben abgeschnitten werden oder umgekehrt. Darüber hinaus ist es möglich
die Anzahl der jeweiligen Lebensmittelscheibe pro Sorte zu variieren. Beispielsweise
ist es möglich, dass eine Portion fünf Scheiben Wurst und nur drei Scheiben Käse aufweist,
obwohl die Lebensmittelscheiben für eine Portion in einer Vorrichtung aufgeschnitten
werden.
[0011] Erfindungsgemäss wird dies erreicht, indem die Anzahl von Leerschnitten je Spur und/oder
der Transport des jeweiligen Lebensmittelriegels pro Spur individuell gewählt wird.
Bei den Spuren, bei denen keine Lebensmittelscheibe abgeschnitten werden sollen, wird
der jeweilige Lebensmittelriegel von der Schneidebene weggezogen und der Vorschub
abgeschaltet werden. Bei dieser Spur führt das Schneidmesser folglich Leerschnitte
durch, während es bei mindestens einer anderen Spur Lebensmittelscheiben von einem
anderen Lebensmittelriegel abtrennt.
[0012] Desweiteren ist es mit dem Verfahren möglich mehrere Portionen gleichzeitig aufzuschneiden,
bei denen die Produkte in mehreren Reihen angeordnet sind, wobei der Abstand der Lebensmittelscheiben
auf dem Portioniermittel vorzugsweise geringer ist als der Abstand der Lebensmittelriegel
und/oder bei denen mindestens zwei unterschiedliche Produkte in einer Portion vorhanden
sind.
[0013] Vorzugsweise wird zur Durchführung eines Leerschnitts das Schneidmesser und/oder
zu mindestens das vordere Ende des jeweiligen Lebensmittelriegels voneinander wegbewegt.
Erfindungsgemäß werden für eine Portion Lebensmittelscheiben von mehreren Lebensmittelriegeln
abgetrennt, wobei die Anzahl von Lebensmittelscheiben pro Lebensmittelriegel unterschiedlich
ist, wobei aber bei der letzten Schnittbewegung für die jeweilige Portion von allen
in einer Spur befindlichen Lebensmittelriegeln eine Scheibe abgeschnitten wird.
[0014] Gemäß einem bevorzugten Gegenstand der vorliegenden Erfindung werden die Lebensmittelriegel
an dem den vorderen abgewandten Ende des Lebensmittelriegels zu unterschiedlichen
Zeiten jeweils von einem Greifer ergriffen.
[0015] Die zu diesem Gegenstand der vorliegenden Erfindung gemachten Ausführungen gelten
für die anderen Gegenstände der vorliegenden Erfindung gleichermaßen und umgekehrt.
[0016] Der Greifer hat insbesondere die Funktion den Lebensmittelriegel, wenn er schon weitgehend
aufgeschnitten ist beim weiteren Aufschneiden in seiner Position zu stabilisieren,
so dass er sich nicht schräg stellt und/oder das sogenannte Reststück, das nicht aufgeschnitten
werden kann, von dem Schneidmesser wegzuziehen und auf der jeweiligen Spur zu entfernen,
beispielsweise in einen Behälter oder dergleichen abzuwerfen.
[0017] Diese Ausführungsform erlaubt eine sehr große Flexibilität insbesondere dann, wenn
die jeweiligen Lebensmittelriegel unterschiedlich lang sind und/oder wenn sie unterschiedlich
schnell aufgeschnitten werden.
[0018] Da bei jedem Lebensmittelriegel, in der Regel, ein unaufgeschnittenes Endstück verbleibt,
dass jeweils von dem Greifer zurückgezogen wird, erfolgt dieser Rückzug in den jeweiligen
Spuren bevorzugt zumindest teilweise zu unterschiedlichen Zeitpunkten.
[0019] Vorzugsweise werden die Greifer aller Spuren an einer einzigen Zentraleinheit verschieblich
gelagert und werden vorzugsweise von dieser geführt. Vorzugsweise weist jeder Greifer
einen eigenen Antrieb auf, mit dem es möglich ist diesen Greifer individuell, d. h.
unabhängig von den anderen Greifern zu mindestens um eine gewisse Weglänge relativ
zu der Zentraleinheit zu verschieben. Vorzugsweise können die Greifer von einer greifenden
in einen nicht greifenden Zustand, besonders bevorzugt jeweils individuell, überführt
werden.
[0020] Vorzugsweise ist die Zentraleinheit ebenfalls entlang der Aufschneidevorrichtung
verschieblich vorgesehen.
[0021] Im Folgenden werden die Erfindungen anhand der Figuren 1 - 6 erläutert. Diese Erläuterungen
sind lediglich beispielhaft und schränken den allgemeinen Erfindungsgedanken nicht
ein. Diese Erläuterungen gelten für alle Gegenstände der vorliegenden Erfindung gleichermaßen.
Figur 1a - d zeigt eine erste Ausführungsform eines nicht-erfindungsgemäßen Verfahren.
Figur 2a - c zeigt eine weitere Ausführungsform der nicht-erfindungsgemäßen Verfahren; bei dem
für eine Portion unterschiedliche Arten von Lebensmittelriegeln aufgeschnitten werden.
Figur 3a, b zeigt eine Ausführungsform der nicht-erfindungsgemäßen Verfahren, bei der eine Lebensmittelportion
unterschiedliche Sorten von Lebensmittelscheiben aufweist.
Figur 4a, b zeigt eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens, bei der pro Lebensmittelriegel
eine unterschiedliche Anzahl an Lebensmittelscheiben für eine Portion abgeschnitten
wird.
Figur 5a - d zeigt die Bewegung der Greifer während des mehrspurigen Aufschneidens von Lebensmittelriegeln.
Figur 6 zeigt eine Ausführungsform einer Spur einer Aufschneidevorrichtung.
[0022] Figur 1 zeigt eine erste Ausführungsform eines nicht-erfindungsgemäßen Verfahrens.
Dies wird mit einer vierspurigen Aufschneidevorrichtung durchgeführt, in der vier
Lebensmittelriegel A - D unabhängig voneinander mit jeweils einem Transportmittel
(nicht dargestellt) in Richtung eines Schneidmessers 1 transportiert werden können,
das in der Schneidebene 6 Lebensmittelscheiben von dem vorderen Ende des jeweiligen
Lebensmittelriegels abtrennen kann. Der Fachmann versteht, dass die Aufschneidevorrichtung
mehr oder weniger Spuren 3'- 3"", beispielsweise aber auch nur eine Spur aufweisen
kann. Das Schneidmesser 6 ist vorzugsweise rotierend angetrieben. Bei der Darstellung
gemäß Figur a befinden sich die Lebensmittelriegel B und D in einer zurückgezogenen
Stellung, bei der der Vorschub der Transportmittel der jeweiligen Spur 3", 3"" nicht
aktiviert ist. Die Lebensmittelriegel A und C werden jedoch, wie jeweils durch den
Pfeil innerhalb des Lebensmittelriegels dargestellt, in Richtung des Lebensmittelriegels
kontinuierlich oder intermittierend transportiert, so dass das Schneidmesser 1 in
der Schneidebene 6 bei jeder Umdrehung jeweils eine Lebensmittelscheibe (nicht dargestellt)
von den vorderen Ende der Lebensmittelriegel A und C abtrennt. Soll nun ein Wechsel
der aufzuschneidenden Lebensmittelriegel erfolgen, so wird dies vorzugsweise wie in
den Figuren 1 b bis d dargestellt durchgeführt. Dafür wird sowohl das Schneidmesser
1 von der Schneidebene 6 und dem vorderen Ende der Lebensmittelriegel wie in Figur
1b dargestellt wegbewegt als auch wie in Figur 1c gezeigt der sich im Aufschnitt befindliche
Lebensmittelriegel, hier A und C ein Stück von der Schneidebene 6 zurückgezogen. Dadurch
das zunächst das Schneidmesser 1 von der Schneidebene 6 wegbewegt worden ist, steht
für die Rückzugsbewegung der Lebensmittelriegel A und C mehr Zeit als das normale
Zeitfenster bei einer vollständigen Bewegung, beispielsweise einer Drehoder Planetenbewegung,
zur Verfügung, so dass diese nicht innerhalb von einer Umdrehung des Schneidmessers
oder weniger zurückgezogen werden muss, ohne dass Schnitzel gebildet werden, sondern
mehr Zeit zur Verfügung steht. Bei den Darstellungen gemäß den Figuren 1b und c führt
das Messer Leerschnitte durch, d.h. es dreht sich, ohne dass Lebensmittelscheiben
von den Lebensmittelriegeln abgetrennt werden. Sodann (vgl. Figur 1d) wird das Schneidmesser
1 wieder in die Schneidebene zurückgefahren und jetzt die Lebensmittelriegel B und
D in Richtung des Schneidmessers transportiert, so dass das Schneidmesser von diesen
Riegeln Lebensmittelscheiben abtrennt. Durch das Verfahren ist es möglich mehrere
Spuren mit Lebensmittelriegeln zu beschicken und nicht bei jeder Bewegung des Messers
immer von allen Lebensmittelriegeln Scheiben abzutrennen. Des Weiteren ist es mit
dem Verfahren möglich den Aufschnitt zwischen den jeweiligen Lebensmittelscheiben
zu variieren und/oder eine unterschiedliche Anzahl an Lebensmittelscheiben von den
jeweiligen Lebensmittelriegeln abzutrennen. Figur1 dient auch als Illustration, wenn
nur ein Lebensmittelriegel in einer Spur aufgeschnitten wird. Auch in diesem Fall
wird zur Durchführung von Leerschnitten sowohl das Schneidmesser 1 von der Schneidebene
6 wegbewegt, als auch zu mindestens das vordere Ende des Lebensmittelriegels A von
der Schneidebene zurückgezogen. Diese Ausführungsform, wenn lediglich nur ein Lebensmittelriegel
aufgeschnitten wird, hat den Vorteil, dass die Bewegung des Lebensmittelriegels langsamer
erfolgen kann und/oder dass auch dann keine Schnitzel gebildet werden, selbst wenn
der Aufschneideprozess relativ lang unterbrochen wird.
[0023] Figur 2 zeigt im Wesentlichen das Verfahren gemäß Figur 1. In dem vorliegendem Fall
weist die Aufschneidemaschine ebenfalls vier Spuren 3' - 3"" auf, wobei zwei Spuren
3', 3‴ jeweils mit einem Lebensmittelriegel mit einem runden Querschnitt und zwei
Spuren 3", 3"" jeweils mit einem Lebensmittelriegel mit einem viereckigen Querschnitt
beladen sind. Bei der Darstellung gemäß Figur 2a werden die Lebensmittelriegel mit
dem runden Querschnitt solange aufgeschnitten bis hinreichend viele Lebensmittelscheiben
mit einem runden Querschnitt abgeschnitten sind. Sodann wird, wie in Figur 2b dargestellt
ist, das Schneidmesser 1 von der Schneidebene 6 um ein lineares Wegstück wegbewegt,
die Riegel in den Spuren 3', 3‴ rückgezogen und die Riegel B und D mit den viereckigem
Querschnitt nach vorne geschoben. Anschließend oder gleichzeitig wird das Schneidmesser
1 wieder in die Schneidebene 6 zurückbewegt (Fig. 2c) und der Aufschnitt der Riegel
B und D kann beginnen, indem sie in Richtung des Schneidmessers transportiert werden.
Der Fachmann erkennt, dass das Rückziehen der Riegel A und C sowie das Vorschieben
der Riegel B und D nacheinander oder gleichzeitig erfolgen kann. Das Rückziehen der
Lebensmittelriegel, die gerade aufgeschnitten wurden, erfolgt vorzugsweise jedoch
nachdem das Schneidmesser von der Schneidebene weggezogen worden ist. Der Fachmann
versteht, dass das hier dargestellte Verfahren auch ohne einen Rückzug des Schneidmessers
aus der Schneidebene durchgeführt werden kann.
[0024] Figur 3 zeigt eine weitere Ausführungsform der nicht-erfindungsgemäßen Verfahren,
beispielsweise des Verfahrens gemäß Figur 2a. Wiederum werden vier Lebensmittelriegel
in vier Spuren aufgeschnitten und die Lebensmittelscheiben auf einem Portioniertisch
10, beispielsweise einem x-Y-Tisch, hier geschindelt abgelegt. Es könnten aber beispielsweise
nur zwei Spuren sein. Die Lebensmittelriegel A weisen einen runden Querschnitt und
die Lebensmittelriegel B einen viereckigen Querschnitt auf. In dem vorliegenden Fall
werden zwei Portionen geleichzeitig aufgeschnitten. Zunächst werden, wie in Figur
3a dargestellt, die Lebensmittelriegel A aufgeschnitten, wobei nach jeder Scheibe,
wie durch den Pfeil auf dem Portioniertisch 10 dargestellt, dieser um eine gewisse
Wegstrecke nach vorne rückt um eine geschindelte Portion zu erzielen. Die Lebensmittelriegel
B befinden sich dabei in einer zurückgezogenen Position. Sodann wird vorzugsweise
das Schneidmesser 1 von der Schneidebene 6 in Richtung des Schneidtisches um ein lineares
Wegstück verschoben, so dass es Leerschnitte durchführt. Des Weiteren wird der Portioniertisch,
wie durch den Pfeil 12 dargestellt, um eine gewisse Wegstrecke nach rechts gerückt.
Des Weiteren werden wie in Figur 3b dargestellt die Lebensmittelriegel A zurückgezogen
und die Lebensmittelriegel B nach vorne geschoben. Außerdem wird vorzugsweise der
Portioniertisch 10 wieder in Richtung der Lebensmittelriegel verschoben. Sodann transportieren
die Transportbänder die Lebensmittelriegel B in Richtung des Schneidmessers, das Lebensmittelscheiben
von diesen abschneidet, die geschindelt auf dem Portioniertisch 10 abgelegt werden.
So ist es möglich, eine oder mehrere Portion(en) aus Lebensmittelscheiben von zwei
unterschiedlichen Lebensmittelriegeln zu erhalten, ohne dass es zu Schnitzelbildung
kommt.
[0025] Figur 4 zeigt eine Anwendungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens. In dem vorliegendem
Fall soll eine Lebensmittelportion aufgeschnitten werden, die aus sechs Lebensmittelscheiben
A' drei Lebensmittelscheiben B' und einer Lebensmittelscheibe C' besteht. Dies wird
dadurch erreicht, dass zunächst lediglich die beiden Lebensmittelriegel A sowie der
Lebensmittelriegel B aufgeschnitten werden, was in Figur 4a dargestellt ist, während
sich der Lebensmittelriegel C in einer zurückgezogenen Position befindet. Das Schneidmesser
schneidet folglich nicht von allen Lebensmittelriegeln eine Scheibe ab. In der Zeit,
in der sich das Schneidmesser nicht im Eingriff mit den Lebensmittelriegeln befindet,
wird der Lebensmittelriegel C, für die letzte Schneidbewegung (den letzte Schnitt)
für diese Portion, nach vorne geschoben und bei diesem letzten Schnitt (vgl. Fig.
4b) werden von allen vier Lebensmittelriegeln Scheiben abgeschnitten. Sodann wird
das vordere Ende des Lebensmittelriegels C wieder aus der Schneidebene 6 zurückgezogen
und eine neue Portion kann aufgeschnitten werden. Das Zurückziehen des Lebensmittelriegels
C erfolgt vorzugsweise nachdem das Schneidmesser aus der Schneidebene wegbewegt wurde.
Dadurch ergibt sich ein hinreichend großer Zeitraum um zum einen die fertiggestellte
Lebensmittelportion von der Aufschneidevorrichtung weg zu transportieren und zum anderen
um den Lebensmittelriegel C zurückzuziehen. Ist es notwendig für die Bildung einer
Portion, dass alle Lebensmittelriegel gleichzeitig aufgeschnitten werden, so erfolgt
dies erfindungsgemäss zumindest bei dem letzten Schnitt für die jeweilige Portion,
weil danach mehr Zeit vorhanden ist, für den nächsten Schnitt der nächsten Portion
den nicht mehr benötigten Lebensmittelriegel wieder zurückzuziehen. Dieses Verfahren
funktioniert aber auch ohne eine Bewegung des Schneidmessers aus der Schneidebene.
[0026] Figur 5 zeigt eine weitere Anwendungsform der Verfahren. In dem vorliegendem Fall
ist pro Spur ein Greifer 9 angeordnet, der mit dem hinteren Ende 17 des jeweiligen
in der Spur vorhandenen Lebensmittelriegels A- C in Eingriff gebracht werden kann,
um diese, insbesondere wenn deren Aufschnitt schon sehr weit fortgeschritten ist,
in ihrer Lage zu stabilisieren und/oder um das verbleibende Reststück von dem Schneidmesser
zurückzuziehen. In dem vorliegendem Fall sind alle Greifer 9 an einer Zentraleinheit
15 vorgesehen, die vorzugsweise in Richtung der Schneidebene und zurück verschieblich
oder ortsfest vorgesehen ist. Relativ zu dieser Zentraleinheit 15 können die Greifer
9 beispielsweise durch ein motorischen Antrieb unabhängig voneinander bewegt werden.
Die Zentraleinheit 15 führt die Greifer 9 vorzugsweise bei ihrer Bewegung relativ
zur Zentraleinheit. Die Greifer ergreifen das hintere Ende des Lebensmittelriegels
jeweils erst nachdem deren Aufschnitt begonnen hat vorzugsweise erst nachdem deren
Aufschnitt fast vollständig komplettiert ist. Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur
5 werden zur Bildung einer Portion von den Lebensmittelriegeln A und B jeweils zwei
Scheiben von dem Lebensmittelriegel C jedoch nur eine Scheibe abgeschnitten. Dadurch
wird der Lebensmittelriegel C langsamer aufgeschnitten als die Lebensmittelriegel
A und B.
[0027] Bei der Darstellung gemäß Figur 5 sind die Lebensmittelriegel A und B vergleichsweise
weit aufgeschnitten, während bei dem Lebensmittelriegel C noch ein langer unaufgeschnittener
Anteil vorhanden ist. Folglich werden die Greifer 9, die hinter den Lebensmittelriegeln
A und B angeordnet sind, relativ zu der Zentraleinheit 15 nach vorne bewegt, um in
Eingriff mit den Lebensmittelriegeln A und B zu kommen. Der Greifer hinter dem Lebensmittelriegel
C bleibt hingegen in einer rückgezogenen Position und wird nicht in Eingriff mit den
Lebensmittelriegeln gebracht. In diesem Zustand wird das Aufschneiden der Lebensmittelriegel
fortgesetzt, bis die Lebensmittelriegel A und B vollständig, bis auf ein Reststück,
aufgeschnitten sind. Sodann wird das verbleibende Reststück der Lebensmittelriegel
A und B von den jeweiligen Greifern zurückgezogen und vorzugsweise über einem Abwurfschacht
(nicht dargestellt) abgeworfen. Danach wird der jeweilige Greifer vorzugsweise in
seine "Home-Position" verfahren. Die so frei gewordenen Spuren können mit einem neuen
Lebensmittelriegel beladen werden, was in Figur 5c dargestellt ist. Diese neuen Lebensmittelriegel
A und B werden sodann aufgeschnitten. Des Weiteren ist in Figur 5c zu erkennen, dass
nunmehr der Lebensmittelriegel C sehr weit aufgeschnitten ist, so dass der sich dahinter
befindliche Greifer in Kontakt mit diesem Lebensmittelriegel gebracht wird, während
die Greifer 9, die sich hinter den Lebensmittelriegeln A und B befinden, nicht mit
diesem in Eingriff sind.
[0028] Figur 5d zeigt den Zustand in dem alle hinteren Enden aller Lebensmittelriegel jeweils
mit einem Greifer 9 in Eingriff sind.
[0029] Das Beispiel gemäß 5 zeigt, dass es möglich und sinnvoll ist die Enden der Lebensmittelriegel
zu unterschiedlichen Zeitpunkten zu ergreifen. Dies ist insbesondere dadurch möglich,
dass die Enden der Lebensmittelriegel erst dann ergriffen werden, wenn deren Aufschnitt
schon im Gang und/oder nahezu vollendet ist.
[0030] Figur 6 zeigt eine Spur 3'- 3"" einer Aufschneidemaschine, mit der das erfindungsgemäße
Verfahren durchgeführt werden kann. Ein Lebensmittelriegel A, B, C liegt auf einem
Förderband auf und wird von diesem in Richtung eines Schneidmessers 1 transportiert.
Der Transport wird durch ein zweites am oberen Ende des Lebensmittelriegels anliegendes
Förderband 5 unterstützt, das vorzugsweise den Lebensmittelriegel gegen das untere
Förderband 5 drückt. Die Förderbänder 5 transportieren den Lebensmittelriegel 5 in
Richtung des Schneidmessers 1, das rotierend angetrieben ist und bei jeder Drehbewegung
eine Lebensmittelscheibe von dem vorderen Ende des Lebensmittelriegels abtrennt, wenn
sich das Schneidmesser in der Schneidebene befindet und der Lebensmittelriegel in
Richtung des Schneidmessers transportiert wird. Zur Durchführung von Leerschnitten
wird das Schneidmesser wie durch den Pfeil dargestellt von dem Lebensmittelriegel
und der Schneidebene um ein lineares Wegstück, parallel zu seiner Rotationsachse für
einen bestimmten Zeitraum verschoben. Sobald keine Leerschnitte mehrgewünscht sind,
wird das Messers entlang desselben Weges wieder in die Schneidebene zurückgefahren.
Des Weiteren wird bedarfsweise zumindest das vordere Ende 16 des Lebensmittelriegels
5 von der Schneidebene zurückgezogen. Es ist jedoch auch möglich die gesamte Bandkonstruktion
samt Lebensmittelriegel zurückzuziehen. Im Bereich des hinteren Endes 17 ist ein Greifer
9 angeordnet der bedarfsweise, insbesondere dann, wenn der Lebensmittelriegel schon
sehr weit aufgeschnitten ist, mit diesem in Eingriff gebracht wird. Vorzugsweise weist
der Greifer 9 Krallen auf, die mit dem hinteren Ende 17 form- und/oder kraftschlüssig
sowie reversibel in Verbindung gebracht werden. Sobald der Lebensmittelriegel weitgehend
aufgeschnitten ist, so dass nur noch ein Reststück verbleibt, wird dieses Reststück
von dem Greifer 9 von der Schneidebene zurückgezogen und vorzugsweise über einem Abwurfschacht
(nicht dargestellt) abgeworfen.
Bezugszeichenliste:
[0031]
- 1
- Schneidmesser
- 2
- Aufschneidevorrichtung
- 3
- Spur
- 3'- 3""
- Spur
- 4
- Schneidebene
- 5
- Transportmittel
- 6
- Schneideebene
- 7
- Bewegung des Schneidmessers von der Schneidebene und/oder dem vorderen Ende des Lebensmittelriegels
weg
- 8
- Rückzugsbewegung des vorderen Ende des Lebensmittelriegels
- 9
- Greifer
- 10
- Tisch, Portionierband
- 11
- Pfeil, Bewegung des Tisches 10 in Transportrichtung der Lebensmittelriegel
- 12
- Pfeil, Bewegung des Tisches 10 quer zur Transportrichtung der Lebensmittelriegel
- 13
- Führungsmittel, Verbindungsmittel
- 14
- -
- 15
- Zentraleinheit der Greifer
- 16
- Vorderes Ende des Lebensmittelriegels
- 17
- Hinteres Ende des Lebensmittelriegels
- A,B,C
- Lebensmittelriegel
- A', B', C'
- Lebensmittelscheibe von dem Lebensmittelriegel A, B, C
1. Verfahren zum Aufschneiden von Lebensmittelriegeln (A, B, C) mit einer Aufschneidevorrichtung
(2), die mehrere Spuren (3' - 3"") aufweist, in die jeweils ein Lebensmittelriegel
(A, B, C) geladen und unabhängig von der oder den anderen Spuren (3' - 3"") in Richtung
eines rotierend angetriebenen Schneidmessers (1) transportiert wird, das in einer
Schneidebene (6) an dem vorderen Ende des jeweiligen Lebensmittelriegels (A, B, C)
Lebensmittelscheiben (A', B', C') abtrennt, die auf einem Portioniermittel pro Spur
zu mehreren Portionen gleichzeitig zusammengefast und abtransportiert werden, wobei
bei den Schneidbewegungen zum Aufschneiden einer vollständigen Portion nicht bei allen
Lebensmittelriegeln dieselbe Anzahl an Lebensmittelscheiben abgeschnitten und zumindest
zeitweise gleichzeitig unterschiedliche Lebensmittelriegel aufgeschnitten werden,
wobei die Anzahl von Leerschnitten für jede Spur individuell gewählt wird, dadurch gekennzeichnet, dass für eine Portion Lebensmittelscheiden (A', B', C') von mehreren Lebensmittelriegeln
abgetrennt werden, wobei die Anzahl von Lebensmittelscheiben pro Lebensmittelriegel
unterschiedlich ist und das bei der letzten Schnittbewegung für die jeweilige Portion
von allen Lebensmittelriegeln eine Scheibe abgeschnitten wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Durchführung eines Leerschnitts das Schneidmesser (1) und/oder zumindest das
vordere Ende des gerade aufgeschnittenen Lebensmittelriegels voneinander weg bewegt
werden.
3. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lebensmittelriegel an dem dem vorderen Ende (16) abgewandten Ende (17) des Lebensmittelriegels
(A, B, C) zu unterschiedlichen Zeiten jeweils von einem Greifer (9) ergriffen werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass bei jedem Lebensmittelriegel ein unaufgeschnittenes Endstück verbleibt, das jeweils
von einem Greifer (9) zurückgezogen wird und dieser Rückzug in den jeweiligen Spuren
(3' - 3"") zumindest teilweise zu unterschiedlichen Zeitpunkten erfolgt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Greifer (9) alle an einer Zentraleinheit verschieblich gelagert werden.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 - 5, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Greifer (9) einen eigenen Antrieb aufweist.
1. Method for slicing food bars (A, B, C), having a slicing device (2) which has multiple
lanes (3' - 3""), into which in each case one food bar (A, B, C) is loaded and transported
independently of the other lane or lanes (3' - 3"") in the direction of a rotationally
driven cutting blade (1) which cuts off food slices (A', B', C') in a cutting plane
(6) at the front end of each particular food bar (A, B, C), said food slices (A',
B', C') being combined simultaneously into a plurality of portions per lane on a portioning
means and transported away, wherein, during the cutting movements for slicing a complete
portion, the same number of food slices is not cut off for all food bars and at least
occasionally different food bars are sliced at the same time, wherein the number of
unproductive cuts is selected individually for each lane, characterized in that for one portion, food slices (A', B', C') are cut off from a plurality of food bars,
wherein the number of food slices per food bar is different, and in that during the last cutting movement, for each particular portion, a slice is cut off
from all food bars.
2. Method according to Claim 1, characterized in that, in order to carry out an unproductive cut, the cutting blade (1) and/or at least
the front end of the food bar that has just been sliced are moved away from one another.
3. Method according to either of the preceding claims, characterized in that the food bars are each grasped by a gripper (9) at different times at that end (17)
of the food bar (A, B, C) that is remote from the front end (16).
4. Method according to Claim 3, characterized in that, for each food bar, there remains an unsliced end piece which is pulled back in each
case by a gripper (9) and this pull-back takes place in the respective lanes (3' -
3"") at least to some extent at different times.
5. Method according to either of Claims 3 and 4, characterized in that the grippers (9) are all mounted in a movable manner on a central unit.
6. Method according to one of Claims 3-5, characterized in that each gripper (9) has a separate drive.
1. Procédé de tranchage de barres d'aliments (A, B, C) au moyen d'un dispositif de tranchage
(2) qui comporte une pluralité de pistes (3' - 3""), dans chacune desquelles une barre
d'aliments (A, B, C) est chargée et, indépendamment de l'autre piste ou des autres
pistes (3' - 3""), est transportée en direction d'un couteau de découpe (1) qui est
entraîné en rotation et qui tranche des rondelles d'aliments (A', B', C') dans un
plan de coupe (6) à l'extrémité avant de la barre d'aliments respective (A, B, C),
lesquelles rondelles sont rassemblées simultanément, et emportées, sur un moyen de
portionnement pour chaque piste afin de former une pluralité de portions, pendant
les mouvements de tranchage d'une portion complète le même nombre de tranches d'aliments
n'étant pas tranché pour toutes les barres d'aliments et différentes barres d'aliments
étant tranchées au moins temporairement en même temps, le nombre de découpes à vide
étant sélectionné individuellement pour chaque piste, caractérisé en ce que des rondelles d'aliments (A', B', C') sont tranchées par une pluralité de barres
d'aliments pour une portion, le nombre de rondelles d'aliments par barre d'aliments
étant différent et une rondelle étant tranchée lors du dernier mouvement de découpe
pour la portion respective de toutes les barres d'aliments.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que, pour effectuer une découpe à vide, le couteau de découpe (1) et/ou au moins l'extrémité
avant de la barre d'aliments qui vient d'être tranchée sont écartés l'un de l'autre.
3. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les barres d'aliments à l'extrémité (17) de la barre d'aliments (A, B, C) qui est
dirigée à l'opposé de l'extrémité avant (16) sont chacune saisies par un moyen de
préhension (9) à des instants différents.
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce qu'il reste à chaque barre d'aliments un embout non tranché qui est retiré par un moyen
de préhension (9) et ce retrait dans les pistes respectives (3' - 3"") est effectué
au moins partiellement à des instants différents.
5. Procédé selon l'une des revendications 3 ou 4, caractérisé en ce que les moyens de préhension (9) sont tous montés de manière coulissante sur une unité
centrale.
6. Procédé selon l'une des revendications 3 à 5, caractérisé en ce que chaque moyen de préhension (9) comporte son propre entraînement.