(19)
(11) EP 2 942 474 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
11.11.2015  Patentblatt  2015/46

(21) Anmeldenummer: 14167345.9

(22) Anmeldetag:  07.05.2014
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E21B 10/20(2006.01)
E21B 10/66(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME

(71) Anmelder: Züblin Spezialtiefbau Ges.m.b.H.
1220 Wien (AT)

(72) Erfinder:
  • Lintschinger, Markus
    5582 St. Michael /LG (AT)

(74) Vertreter: Liedtke, Markus et al
Liedtke & Partner Patentanwälte Gerhart-Hauptmann-Strasse 10-11
99096 Erfurt
99096 Erfurt (DE)

 
Bemerkungen:
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
 


(54) Bohrkrone mit einer Anzahl von Rollmeißeln zum Bohren eines Baugrundes und Verfahren zum Lösen einer eine Anzahl von Rollmeißeln zum Bohren eines Baugrundes aufweisenden Bohrkrone von einem Rohrschuh in abgeteuftem Zustand


(57) Die Erfindung betrifft eine Bohrkrone (1) mit einer Anzahl von Rollmeißeln (1.1.1, 1.2.1, 1.3.1) zum Bohren eines Baugrundes. Die Anzahl von Rollmeißeln (1.1.1, 1.2.1, 1.3.1) ist an einem Bohrkopfkranz (1.4) der Bohrkrone (1) angeordnet und es ist ein Mittel zum internen Lösen einer lösbaren Verbindung zwischen dem Bohrkopfkranz (1.4) und einem Rohrschuh (2) vorgesehen. Die Erfindung betrifft außerdem ein Verfahren zum Lösen einer eine Anzahl von Rollmeißeln (1.1.1, 1.2.1, 1.3.1) zum Bohren eines Baugrundes aufweisenden Bohrkrone (1) von einem Rohrschuh (2) in abgeteuftem Zustand, wobei eine Verbindung zwischen einem Bohrkopfkranz (1.4) der Bohrkrone (1) und dem Rohrschuh (2) intern gelöst wird, indem ein das Lösen der Bohrkrone (1) auslösender Entriegelungsbolzen (5) in den Bohrkopfkranz (1.4) eingeführt wird.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft eine Bohrkrone mit einer Anzahl von Rollmeißeln zum Bohren eines Baugrundes und ein Verfahren zum Lösen einer eine Anzahl von Rollmeißeln zum Bohren eines Baugrundes aufweisenden Bohrkrone von einem Rohrschuh in abgeteuftem Zustand.

[0002] Im Stand der Technik sind Bohrkronen mit einer Anzahl von Rollmeißeln zum Bohren eines Baugrundes bekannt. Derartige Bohrkronen werden jeweils an einem unteren Ende eines Rohres befestigt. Derartige Rohre, mit denen Drehbewegung und Vorschub auf die jeweilige Bohrkrone übertragen werden und die daher fest mit der Bohrkrone verbunden sein müssen, werden auch als Bohrgestänge oder als Bohrrohre bezeichnet.

[0003] Als Rohrschuh wird im Folgenden ein unteres Ende eines Rohres verstanden. Der Rohrschuh ist bevorzugt als gesondertes Bauteil ausgebildet, das mit einem herkömmlichen Rundrohr beispielsweise mittels Verschraubung verbindbar ist.

[0004] Im Stand der Technik sind Verfahren zum Lösen einer eine Anzahl von Rollmeißeln zum Bohren eines Baugrundes aufweisenden Bohrkrone von einem Rohr bekannt. Dabei kann das Lösen der Bohrkrone von dem Rohr in abgeteuftem Zustand jedoch nicht mehr erfolgen. Da bei tieferen Bohrungen üblicherweise die aus Bohrkrone und Rohr gebildete Gesamtheit nicht mehr aus dem Baugrund gezogen werden kann, insbesondere nicht, wenn der Durchmesser der Bohrkrone größer ist als der des Rohres, muss im Stand der Technik das Rohr im Baugrund verbleiben. Alternativ werden im Stand der Technik aufwendige Doppelgestänge verwendet oder es wird ein technisch aufwendiges Doppelkopfverfahren zum Bohren angewendet.

[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine verbesserte Bohrkrone mit einer Anzahl von Rollmeißeln zum Bohren eines Baugrundes und ein verbessertes Verfahren zum Lösen einer eine Anzahl von Rollmeißeln zum Bohren eines Baugrundes aufweisenden Bohrkrone von einem Rohrschuh anzugeben.

[0006] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß hinsichtlich der Bohrkrone durch die Merkmalskombination nach Anspruch 1 und hinsichtlich des Verfahrens durch die Merkmalskombination nach Anspruch 13 gelöst.

[0007] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

[0008] Bei der Bohrkrone mit einer Anzahl von Rollmeißeln zum Bohren eines Baugrundes ist erfindungsgemäß die Anzahl von Rollmeißeln an einem Bohrkopfkranz der Bohrkrone angeordnet und es ist am Bohrkopfkranz ein Mittel zum internen Lösen einer lösbaren Verbindung zwischen dem Bohrkopfkranz und einem Rohrschuh angeordnet. Unter internem Lösen ist ein solches Lösen zu verstehen, bei dem nicht von außen auf die Bohrkrone oder auf den Übergangsbereich des Rohrschuhs zur Bohrkrone zugegriffen werden muss. Das interne Lösen der Verbindung zwischen dem Bohrkopfkranz und dem Rohrschuh ermöglicht es in besonders vorteilhafter Weise, dass eine gelöste und in verbundene Einzelelemente zerlegte Bohrkrone durch den im Baugrund befindlichen Rohrschuh und ein sehr langes, sich ebenfalls im Baugrund befindliches Rohr entnehmbar ist, obwohl der Außendurchmesser der Bohrkrone in ihrer unzerlegten Zusammensetzung deutlich größer ist als der Innendurchmesser des Rohrschuhs oder des Rohres.

[0009] Die erfindungsgemäße Bohrkrone ist mittels eines Entriegelungsbolzens entriegelbar, in verbundene Einzelelemente zerlegbar und mittels des Entriegelungsbolzens durch den Rohrschuh hindurch entnehmbar. Diese verbundenen Einzelelemente der Bohrkrone bilden insbesondere die aus den Bohrkopfelementen, dem Bohrkopfkranz, Verriegelungsbolzen und der Haltehülse gebildete Gesamtheit, wobei ein Bohrkopfelement jeweils gebildet ist aus einem Rollmeißelhalter, an welchem ein Rollmeißel befestigt ist und einer Zugstange, mittels welcher der Rollmeißelhalter am Bohrkopfkranz insbesondere verschieblich befestigt ist. Der Rohrschuh und der Entriegelungsbolzen sind nicht Bestandteil des Bohrkopfkranzes.

[0010] Durch die Erfindung wird auf einfache Weise ermöglicht, ein in den Baugrund einzubauendes Bauteil, beispielsweise ein Manschettenrohr oder ein Vereisungsrohr, in das Rohr - und damit in den Baugrund - einzuschieben, nachdem die Bohrkrone mit den Rollmeißeln durch das Rohr hindurch entfernt wurde, das Rohr mit dem Rohrschuh jedoch dabei im Baugrund verbleibt.

[0011] Der besondere Vorteil ist, dass die erfindungsgemäße Bohrkrone, eine technisch anspruchvolle und teure Konstruktion, nach Benutzung sehr einfach ausbaubar und damit wieder verwendbar ist.

[0012] Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass der Bohrkopfkranz derart ausgebildet ist, dass in denselben der Entriegelungsbolzen einführbar ist, mit welchem das Mittel zum Lösen ausgelöst wird. Der Bohrkopfkranz ist bevorzugt hülsenförmig ausgebildet. Besonders bevorzugt ist der Bohrkopfkranz zylindrisch und zentrisch in dem Rohrschuh anordbar.

[0013] Dabei ist der Entriegelungsbolzen als Kopfkonstruktion an einem in das Rohr einzuschiebenden Bauteil, insbesondere an einem Gestänge, befestigt. Wenn der Entriegelungsbolzen die Bohrkrone erreicht und in dessen Bohrkopfkranz eingeführt wird, wird automatisch der Entriegelungsbolzen mit dem Bohrkopfkranz verriegelt und es wird außerdem automatisch die Bohrkrone vom Rohr getrennt, also das Mittel zum Lösen ausgelöst. Anschließend kann die Bohrkrone mittels des Entriegelungsbolzens ohne das Rohr aus dem Baugrund gezogen werden, während das Rohr im Baugrund verbleibt. Damit kann, anders als im Stand der Technik, zumindest die Bohrkrone wiederverwendet werden, woraus sich insbesondere bei teuren Bohrkronen große wirtschaftliche Vorteile ergeben.

[0014] Eine Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass am Bohrkopfkranz eine Anzahl von Bohrkopfelementen angeordnet ist, wobei jedes Bohrkopfelement jeweils einen Rollmeißelhalter umfasst, wobei an jedem Rollmeißelhalter jeweils ein Rollmeißel angeordnet ist. Dadurch gelingt auf einfache Weise die Bildung einer Bohrkrone, welche entriegelbar, in verbundene Einzelelemente zerlegbar und mittels eines Entriegelungsbolzens durch den Rohrschuh hindurch entnehmbar ist. Besonders bevorzugt sind an dem Bohrkopfkranz drei Bohrkopfelemente angeordnet.

[0015] Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass in Querrichtung die größte Abmessung eines Bohrkopfelementes kleiner als der Außendurchmesser des Bohrkopfkranzes ist. Dadurch sind im entriegelten Zustand der Bohrkopfkranz und jedes der Bohrkopfelemente durch den Rohrschuh hindurch entnehmbar, wobei das Rohr und der Rohrschuh im Baugrund verbleiben. Besonders vorteilhaft ist dabei, dass der Außendurchmesser der Gesamtheit der verriegelten Bohrkopfelemente größer ist als der Außendurchmesser des Rohrschuhs, wodurch eine besonders effektive Bohrung ermöglicht ist, weil die Reibung des Rohrschuhs und des Rohres im Baugrund sehr gering ist. Dadurch sind sehr tiefe Bohrungen zu bewerkstelligen, wobei erfindungsgemäß dennoch die Bohrkrone nach Festigstellung der Bohrung aus dem Baugrund entnehmbar ist, wobei Rohrschuh und Rohr im Baugrund verbleiben können.

[0016] Eine besondere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass jeder Rollmeißelhalter jeweils mittels einer Zugstange axial verschiebbar, insbesondere mit einem Anschlag, am Bohrkopfkranz befestigt ist. Dabei weisen unterschiedliche Zugstangen unterschiedliche Längen auf, so dass im entriegelten Zustand des Bohrkopfkranzes der Bohrkopfkranz und insbesondere eine Vielzahl von Bohrkopfelementen, insbesondere drei Bohrkopfelemente, nacheinander durch den Rohrschuh entnehmbar sind. Besonders vorteilhaft ist dabei, dass dazu lediglich ein einziges Hilfsmittel, nämlich der Entriegelungsbolzen, erforderlich ist. Dadurch, dass unterschiedliche Zugstangen unterschiedliche Längen aufweisen, wird ermöglicht, dass die Entnahme der entriegelten Rollmeißelhalter automatisch nacheinander erfolgt. Besonders bevorzugt ist die Differenz der Längen zweier Zugstangen etwa gleich der Länge eines Rollmeißelhalters.

[0017] Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass das Mittel zum Lösen der lösbaren Verbindung zwischen dem Bohrkopfkranz und dem Rohrschuh eine Anzahl radial verschieblicher Verriegelungsbolzen umfasst. Ein Verriegelungsbolzen ist dabei von einer verriegelnden ersten Position in eine entriegelnde zweite Position verschiebbar. Die Verriegelungsbolzen sind dazu aus korrespondierenden Vertiefungen des Rohrschuhs herausziehbar. Das Lösen der Bohrkrone vom Rohrschuh ist dadurch besonders einfach möglich. Außerdem ist dadurch eine sichere Verbindung zwischen Rohrschuh und Bohrkrone in verriegelnder Position möglich.

[0018] Bevorzugt ist dabei die Anzahl von Verriegelungsbolzen derart ausgebildet, dass sie in ihrer verriegelnden ersten Position gegenüber einer Außenwandung eines Bohrkopfkranzes zumindest teilweise radial überstehen und in ihrer entriegelnden zweiten Position gegenüber der Außenwandung des Bohrkopfkranzes nicht radial überstehen. Besonders bevorzugt ist der Innendurchmesser des Rohrschuhs geringfügig größer als der Außendurchmesser des korrespondierenden Bohrkopfkranzes. Eine formschlüssige und sehr tragfähige Verbindung zwischen Rohrschuh und Bohrkrone in verriegelnder Position ist dadurch besonders einfach möglich.

[0019] Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass das Mittel zum Lösen der lösbaren Verbindung zwischen dem Bohrkopfkranz und dem Rohrschuh eine das Auslösen der Entriegelung bewirkende Haltehülse umfasst, die in dem Bohrkopfkranz angeordnet ist. Die Haltehülse ist bevorzugt zur Auslösung der Entriegelung zwischen der verriegelnden ersten Position und der entriegelnden zweiten Position axial verschiebbar. Dadurch ist das Lösen der Bohrkrone von dem Rohrschuh besonders einfach möglich.

[0020] Eine andere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass die Anzahl radial verschieblicher Verriegelungsbolzen durch Federkraft derart vorgespannt ist, dass diese beim Auslösen von einer verriegelnden ersten Position in eine entriegelnde zweite Position verschiebbar ist. Dadurch gelingt das Lösen der Bohrkrone von dem Rohrschuh mit besonders geringer Kraftaufwendung und damit auch bei sehr großen Bohrtiefen besonders einfach. Der Verriegelungsbolzen ist bevorzugt durch eine Schraubenfeder vorgespannt, wodurch die Erfindung einfach vorspannbar und kompakt baubar ist.

[0021] Eine andere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass in einem unteren Sockel des Bohrkopfkranzes eine Anzahl von Horizontalbohrungen angeordnet ist, wobei in einer Horizontalbohrung eine Fixierkugel angeordnet ist, die in verriegelnder Position mittels der Haltehülse in innenseitige Kugelvertiefungen der Rollmeißelhalter fixierbar ist und in entriegelnder Position mittels der Innenwandung der Rollmeißelhalter in eine außenseitige Ausnehmung der Haltehülse bringbar ist. Dadurch ist auf einfache Weise ermöglicht, dass im verriegelten Zustand jeder Rollmeißelhalter drehsicher formschlüssig zwischen Bohrkopfkranz und Rohrschuh fixiert ist, während der Bohrkopfkranz selbst mit dem Rohrschuh mittels der Verriegelungsbolzen verriegelt ist. Besonders bevorzugt sind im verriegelten Zustand die Rohrmeißelhalter alternierend mit Fixierleisten des Bohrkopfkranzes angeordnet, so dass im verriegelten Zustand die Rohrmeißelhalter mit den Fixierleisten gemeinsam eine Hülse bilden, welche zwischen Bohrkopfkranz und Rohrschuh fixierbar ist. Dadurch können im verriegelten Zustand sehr hohe Drehmomente vom Rohr über den Rohrschuh auf die Bohrkrone übertragen werden.

[0022] Eine andere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass der Bohrkopfkranz mit einem Konus zur vereinfachten Einführung des Entriegelungsbolzens versehen ist. Die Einführung des Entriegelungsbolzens ist dadurch vereinfacht, da der Entriegelungsbolzen automatisch zentriert wird. Besonders bevorzugt weist auch der Kopf des Entriegelungsbolzens selbst eine konische Form und/oder eine Ausrundung auf, wodurch nicht nur die Einführung des Entriegelungsbolzens in den Bohrkopfkranz, sondern auch die axiale Durchführung des Entriegelungsbolzens durch das Rohr besonders vereinfacht ist.

[0023] Eine andere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass die Außenwandung der Rollmeißelhalter derart konisch ausgebildet ist, dass der Außendurchmesser nach unten größer wird, während die korrespondierende Innenwandung des Rohrkranzes des Rohrschuhs derart konisch ausgebildet ist, dass sich der Innendurchmesser des Rohrkranzes nach unten ebenfalls vergrößert. Dadurch sind die Rollmeißelhalter im zusammengesetzten, verriegelten Zustand fest zwischen Bohrkopfkranz und Rohrkranz verkeilt.

[0024] Das erfindungsgemäße Verfahren zum Lösen einer eine Anzahl von Rollmeißeln zum Bohren eines Baugrundes aufweisenden Bohrkrone von einem Rohrschuh in abgeteuftem Zustand ist insbesondere zum Lösen einer erfindungsgemäßen Bohrkrone von einem Rohrschuh geeignet. Erfindungsgemäß wird eine Verbindung zwischen einem Bohrkopfkranz der Bohrkrone und dem Rohrschuh intern gelöst, indem ein das Lösen der Bohrkrone auslösender Entriegelungsbolzen in den Bohrkopfkranz eingeführt wird. Dabei muss nicht von außen auf die Bohrkrone oder auf den Übergangsbereich des Rohrschuhs zur Bohrkrone zugegriffen werden, wodurch die Bohrkrone nach Fertigstellung der Bohrung in verbundene Einzelelemente zerlegbar und mittels des Entriegelungsbolzens durch den Rohrschuh und das Rohr hindurch in deren eingebautem Zustand entnehmbar ist. Besonders vorteilhaft ist dabei, dass auch wenn der Außendurchmesser der Gesamtheit der verriegelten Bohrkopfelemente größer ist als der Außendurchmesser des Rohrschuhs, die Bohrkrone entnehmbar ist, ohne das Rohr aus dem Baugrund ziehen zu müssen. Dadurch ist eine besonders effektive Bohrung ermöglicht, weil die Reibung des Rohrschuhs und des Rohres im Baugrund sehr gering ist, wodurch sehr tiefe Bohrungen zu bewerkstelligen sind. Dadurch, dass die Bohrkrone nach Festigstellung der Bohrung aus dem Baugrund entnommen wird, während Rohrschuh und Rohr im Baugrund verbleiben können, steht die Bohrkrone für eine weitere Benutzung zur Verfügung.

[0025] Eine Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens sieht vor, dass durch das Einführen des Entriegelungsbolzens in den Bohrkopfkranz zunächst eine darin angeordnete Haltehülse zur Auslösung der Entriegelung axial von einer verriegelnden ersten Position in eine entriegelnde zweite Position verschoben wird, wodurch der Bohrkopfkranz automatisch vom Rohrschuh entriegelt wird. Außerdem wird der Entriegelungsbolzen mit dem Bohrkopfkranz verriegelt und anschließend werden der Bohrkopfkranz und nacheinander die daran befestigten Rollmeißel mittels korrespondierender Zugstangen unterschiedlicher Länge durch den Rohrschuh entnommen. Besonders vorteilhaft ist dabei, dass dazu lediglich ein einziges Hilfsmittel, nämlich der Entriegelungsbolzen, erforderlich ist. Dadurch, dass Zugstangen unterschiedlicher Längen verwendet werden, wird ermöglicht, dass die Entnahme der entriegelten Rollmeißelhalter automatisch nacheinander erfolgt.

[0026] Eine weitere Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens sieht vor, dass durch das axiale Verschieben der Haltehülse von der verriegelnden ersten Position in die entriegelnde zweite Position eine Anzahl radial verschieblicher und unter Vorspannung stehender Verriegelungsbolzen entriegelt werden, wodurch sich die Verriegelungsbolzen von einer verriegelnden ersten Position in eine entriegelnde zweite Position verschieben, wobei in der entriegelnden zweiten Position der Bohrkopfkranz vom Rohrschuh entriegelt ist und der Entriegelungsbolzen mit dem Bohrkopfkranz mittels der Verriegelungsbolzen verriegelt ist.

[0027] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens sieht vor, dass ein Entriegelungsbolzen verwendet wird, der einen Kragen aufweist, dessen Außendurchmesser größer ist als der Innendurchmesser der Haltehülse und dessen Innendurchmesser kleiner ist als der Innendurchmesser der Haltehülse und dass durch das Einführen des Entriegelungsbolzens in den Bohrkopfkranz die darin angeordnete Haltehülse zur Auslösung der Entriegelung axial von der verriegelnden ersten Position in die entriegelnde zweite Position verschoben wird.

[0028] Eine andere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass die Anzahl von Verriegelungsbolzen in ihrer verriegelnden ersten Position gegenüber einer Außenwandung eines Bohrkopfkranzes zumindest teilweise radial überstehen und in ihrer entriegelnden zweiten Position gegenüber der Außenwandung des Bohrkopfkranzes nicht radial überstehen. Besonders bevorzugt ist der Innendurchmesser des Rohrschuhs geringfügig größer als der Außendurchmesser des korrespondierenden Bohrkopfkranzes. Eine formschlüssige und sehr tragfähige Verbindung zwischen Rohr und Bohrkrone in verriegelnder Position ist dadurch besonders einfach möglich.

[0029] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im Folgenden anhand von Zeichnungen näher erläutert.

[0030] Darin zeigen:
Figur 1
einen Längsschnitt für einen verriegelten Zustand einer ersten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Bohrkrone, einen Rohrschuh und einen Entriegelungsbolzen,
Figur 2
eine ausschnittsweise schematische perspektivische Ansicht einer Ausführungsform eines Bohrkopfkranzes,
Figur 3
eine schematische Untersicht der Ausführungsform der Bohrkrone sowie des Rohrschuhs,
Figur 4
einen Längsschnitt für einen entriegelten Zustand der ersten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Bohrkrone, den Rohrschuh und den Entriegelungsbolzen.


[0031] Einander entsprechende Teile sind in allen Figuren mit den gleichen Bezugszeichen versehen.

[0032] Figur 1 zeigt einen Längsschnitt einer erfindungsgemäßen Bohrkrone 1, die zur Herstellung eines vertikalen Bohrlochs in einem nicht gezeigten Baugrund verwendet werden soll. Außer der Bohrkrone 1 sind im Längsschnitt ein Rohrschuh 2 mit einem Gewinde 2.1 zum Anschluss an ein nicht gezeigtes Rohr und ein Entriegelungsbolzen 5 dargestellt. Der Rohrschuh 2 ist ein unteres Ende eines Rohres, dessen weitere Elemente nicht dargestellt sind.

[0033] Die Bohrkrone 1 umfasst ein erstes Bohrkopfelement 1.1, ein zweites Bohrkopfelement 1.2, ein drittes Bohrkopfelement 1.3, einen Bohrkopfkranz 1.4, Verriegelungsbolzen 3 und eine Haltehülse 4. Der Rohrschuh 2 sowie der Entriegelungsbolzen 5 sind keine Elemente der Bohrkrone 1.

[0034] Die Bohrkopfelemente 1.1, 1.2, 1.3 sind lösbar am Bohrkopfkranz 1.4 befestigt und befinden sich in einem verriegelten Zustand. Der Bohrkopfkranz 1.4 ist lösbar im Rohrschuh 2 befestigt und befindet sich ebenfalls in einem verriegelten Zustand. In diesem verriegelten Zustand sind die Bohrkopfelemente 1.1, 1.2, 1.3 drehfest mit dem Rohrschuh 2 verbunden.

[0035] Das erste Bohrkopfelement 1.1 umfasst einen ersten Rollmeißel 1.1.1, einen ersten Rollmeißelhalter 1.1.2, in welchem eine erste Kugelvertiefung 1.1.2.1 angeordnet ist, sowie eine hier nicht gezeigte erste Zugstange 1.1.3.

[0036] Das zweite Bohrkopfelement 1.2 umfasst einen zweiten Rollmeißel 1.2.1, einen zweiten Rollmeißelhalter 1.2.2, in welchem eine zweite hier nicht gezeigte Kugelvertiefung 1.2.2.1 angeordnet ist, sowie eine zweite Zugstange 1.2.3.

[0037] Das hier nicht gezeigte dritte Bohrkopfelement 1.3 umfasst einen hier nicht gezeigten dritten Rollmeißel 1.3.1, einen hier nicht gezeigten dritten Rollmeißelhalter 1.3.2, in welchem eine hier nicht gezeigte dritte Kugelvertiefung 1.3.2.1 angeordnet ist sowie eine hier nicht gezeigte dritte Zugstange 1.3.3.

[0038] In dem dargestellten verriegelten Zustand sind die Rollmeißel 1.1.1, 1.2.1, 1.3.1 drehfest mit dem Rohrschuh 2 verbunden, so dass der Rohrschuh 2 wie ein herkömmlich mit Rollmeißeln ausgestattetes Rohr zum Bohren eines insbesondere felsigen Baugrundes in an sich bekannter Weise verwendbar ist.

[0039] Die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Bohrkrone 1 gestattet es, die Bohrkrone 1 nach Fertigstellung der Bohrung intern vom Rohrschuh 2 zu lösen, wobei die gelöste Bohrkrone 1 in verbundene Einzelelemente zerlegt wird, wobei diese verbundenen Einzelelemente nacheinander durch den Rohrschuh 2 und das Rohr entnehmbar sind, obwohl der Außendurchmesser der Bohrkrone 1 in ihrer unzerlegten Zusammensetzung deutlich größer ist als der Innendurchmesser des Rohrschuhs 2 oder der des Rohres. Die verbundenen Einzelelemente der Bohrkrone 1, die nacheinander durch den Rohrschuh 2 entnehmbar sind - mit Nennung in der Reihenfolge ihrer möglichen Entnahme - sind:
  • der Bohrkopfkranz 1.4 mit den darin angeordneten Verriegelungsbolzen 3 und der Haltehülse 4,
  • das erste Bohrkopfelement 1.1,
  • das zweite Bohrkopfelement 1.2 sowie
  • das dritte Bohrkopfelement 1.3.


[0040] Im entriegelten Zustand sind der Bohrkopfkranz 1.4 und jedes der Bohrkopfelemente 1.1, 1.2, 1.3 durch den Rohrschuh (2) entnehmbar, da in Querrichtung die größte Abmessung eines Bohrkopfelementes 1.1, 1.2, 1.3 kleiner ist als der Außendurchmesser des Bohrkopfkranzes 1.4, welcher wiederum etwas kleiner ist als der Innendurchmesser des Rohrschuhs 2.

[0041] Jeder Rollmeißelhalter 1.1.2, 1.2.2, 1.3.2 ist jeweils mittels einer Zugstange 1.1.3, 1.2.3, 1.3.3 axial verschiebbar am Bohrkopfkranz 1.4 befestigt. Dabei weisen unterschiedliche Zugstangen 1.1.3, 1.2.3, 1.3.3 unterschiedliche Längen auf, so dass im entriegelten Zustand des Bohrkopfkranzes 1.4 zunächst der Bohrkopfkranz 1.4 und anschließend die Bohrkopfelemente 1.1, 1.2, 1.3 nacheinander, aber zusammenhängend, durch den Rohrschuh 2 entnehmbar sind. Jede Zugstange 1.1.3, 1.2.3, 1.3.3 ist mit ihrem unteren Ende fest mit dem korrespondierenden Rollmeißelhalter 1.1.2, 1.2.2, 1.3.2 verbunden. Jede Zugstange 1.1.3, 1.2.3, 1.3.3 ist jeweils durch eine Vertikalbohrung 1.4.4 geführt, wobei hier nur eine Vertikalbohrung 1.4.4 dargestellt ist. Das obere Ende jeder Zugstange 1.1.3, 1.2.3, 1.3.3 weist eine Verdickung auf, deren Außendurchmesser größer ist als der Innendurchmesser der Vertikalbohrung 1.4.4, so dass eine Verschiebbarkeit eines Rollmeißelhalters 1.1.2, 1.2.2, 1.3.2 gegenüber dem Bohrkopfkranz 1.4 durch die Länge der jeweiligen Zugstange 1.1.3, 1.2.3, 1.3.3 bestimmt und begrenzt ist.

[0042] Die Anzahl radial verschieblicher Verriegelungsbolzen 3 bilden ein Mittel zum Lösen der lösbaren Verbindung zwischen dem Bohrkopfkranz 1.4 und dem Rohrschuh 2. Die Verriegelungsbolzen 3 sind von einer hier dargestellten verriegelnden ersten Position in eine in dieser Figur nicht gezeigte entriegelnde zweite Position verschiebbar. Dazu stehen die Verriegelungsbolzen 3 in ihrer verriegelnden ersten Position gegenüber einer zylindrischen Außenwandung des Bohrkopfkranzes 1.4 zumindest teilweise radial über; in ihrer entriegelnden zweiten Position stehen sie gegenüber der Außenwandung des Bohrkopfkranzes 1.4 nicht radial über.

[0043] Die Darstellung zeigt lediglich einen der Verriegelungsbolzen 3, die jeweils radial verschieblich und jeweils mittels einer Fixierplatte 3.3 im Bohrkopfkranz 1.4 befestigt sind. Die Fixierplatten 3.3 stehen gegenüber der Außenwandung des Bohrkopfkranzes 1.4 nicht nach außen über. Die Verriegelungsbolzen 3 befinden sich hier in ihrer verriegelnden ersten Position, in der sie gegenüber der Außenwandung des Bohrkopfkranzes 1.4 teilweise radial überstehen und in die korrespondierenden innenseitigen Vertiefungen 2.2.2 des Rohrkranzes 2.2 des Rohrschuhs 2 eingreifen, so dass dieser insbesondere in axialer Richtung gegenüber dem Bohrkopfkranz 1.4 und damit gegenüber der Bohrkrone 1 fixiert ist. Jeder Verriegelungsbolzen 3 ist fest mit einer Fußplatte 3.1 verbunden, welche mittels einer vorgespannten Schraubenfeder 3.2 mit einer nach innen, radial auf eine Außenwandung einer Haltehülse 4, gerichteten Druckkraft beaufschlagt ist. Die Haltehülse 4 weist einen Außendurchmesser auf, der geringfügig kleiner ist als der Innendurchmesser des Bohrkopfkranzes 1.4. Dadurch ist die der temporären Lagefixierung der Verriegelungsbolzen 3 und derer Fußplatten 3.1 dienende Haltehülse 4 axial in dem hohlzylindrischen Bohrkopfkranz 1.4 verschiebbar.

[0044] Der im Wesentlichen hohlzylindrische Bohrkopfkranz 1.4 ist mit drei durchgehenden Horizontalbohrungen 1.4.1 versehen, wovon eine dargestellt ist. Die Horizontalbohrungen 1.4.1 befinden sich in einem hohlzylindrischen Sockel 1.4.2 unterhalb der Anordnung der Verriegelungsbolzen 3 im unteren Bereich des Bohrkopfkranzes 1.4. In jeder der Horizontalbohrungen 1.4.1 ist eine Fixierkugel 1.4.5 angeordnet, deren Durchmesser größer ist als die Wandung des Sockels 1.4.2. Die dargestellte Fixierkugel 1.4.5 liegt im verriegelnden Zustand innenseitig an der Außenwandung der Haltehülse 4 an und ragt außenseitig derart in eine korrespondierende erste Kugelvertiefung 1.1.2.1 des ersten Rollmeißelhalters 1.1.2 hinein, dass der erste Rollmeißelhalter 1.1.2 im verriegelnden Zustand zwischen dem Rohrkranz 2.2 des Rohrschuhs 2 und dem Sockel 1.4.2 des Bohrkopfkranzes 1.4 formschlüssig fixiert ist, da der Bohrkopfkranzes 1.4 im verriegelnden Zustand selbst mittels der Verriegelungsbolzen 3 mit dem Rohrschuh 2 verriegelt ist. In der Haltehülse 4 ist eine Ausnehmung 4.1 angeordnet, die als umlaufende Nut derart ausgebildet ist, dass beim Verschieben der Haltehülse 4 nach unten die Fixierkugeln 1.4.5 nach innen, also in die Ausnehmung 4.1 hinein, verschiebbar sind. Dadurch ist im entriegelnden Zustand der Formschluss zwischen Sockel 1.4.2 und den Rollmeißelhaltern 1.1.2, 1.2.2, 1.3.2 gelöst. Die Haltehülse 4 ist gegen ungewolltes Verschieben gesichert; optional erfolgt diese Sicherung durch Klemmung im Bohrkopfkranz 1.4. Der Sockel 1.4.2 ist außenseitig sich konisch nach unten verjüngend ausgebildet, während die Rollmeißelhalter 1.1.2, 1.2.2, 1.3.2 eine korrespondierende Form derart aufweisen, dass sich deren Innenradius nach unten ebenfalls verkleinert. Dadurch ist sichergestellt, dass nach Entriegelung der Bohrkopfkranz 1.4 leicht nach oben gezogen werden kann, während - zumindest zu Beginn der Entnahme - die Rollmeißelhalter 1.1.2, 1.2.2, 1.3.2 in ihrer hier gezeigten Position verharren oder sich allenfalls geringfügig axial nach innen bewegen.

[0045] Der Rohrkranz 2.2 weist einen konischen unteren Rohrrand 2.2.1 auf, dessen Form mit äußeren Rändern der Rollmeißelhalter 1.1.2, 1.2.2, 1.3.2 korrespondiert, so dass bei Entnahme eines der Rollmeißelhalter 1.1.2, 1.2.2, 1.3.2 nach oben automatisch ein Einfädeln in Richtung des Zentrums des Rohrschuhs 2 erfolgt.

[0046] Der oben in der Figur 1 dargestellte Entriegelungsbolzen 5 weist in seinem unten dargestellten Bereich einen Kragen 5.1 auf, dessen Außendurchmesser größer ist als der des zylinderförmigen Grundkörpers des Entriegelungsbolzens 5. Der Außendurchmesser des Kragens 5.1 ist kleiner als der Innendurchmesser des Bohrkopfkranzes 1.4 und größer als der Innendurchmesser der Haltehülse 4. Am vorderen, also unteren Bereich des Entriegelungsbolzens 5 ist eine Ventilkugel 5.2 mittels einer Ventilfeder 5.3 gegenüber einem mit dem Entriegelungsbolzen 5 verschraubten Kopf 5.4 verspannt, so dass ein Rückschlagventil gebildet ist, durch das ein unter ausreichendem Druck stehendes Fluid aus dem Kopf 5.4 ausströmbar ist, wobei ein Einströmen eines Fluides durch den Kopf 5.4 in den Entriegelungsbolzen 5 jedoch verhindert ist. Dazu ist ein Boden 1.4.3 des Bohrkopfkranzes 1.4 mit einer Bohrung versehen.

[0047] Der Entriegelungsbolzen 5 weist an seinem oben dargestellten Ende ein Innengewinde auf, mit dem er mit einem weiteren Bauteil, insbesondere mit einem Gestänge zum Einführen oder mit einem Manschettenrohr oder einem Vereisungsrohr verbindbar ist, so dass der Entriegelungsbolzen 5 mit Ventilkugel 5.2, Ventilfeder 5.3 und Kopf 5.4 einen Lanzenkopf für das Manschettenrohr bzw. das Vereisungsrohr bilden kann. Der Entriegelungsbolzen 5 dient dazu, die Entriegelung des Bohrkopfes 1 vom Rohrschuh 2 auszulösen und mit dem Bohrkopfkranz 1.4 eine Verriegelung einzugehen, so dass der vom Rohrschuh 2 entriegelten Bohrkopf 1 durch den Rohrschuh 2 entnommen werden kann, wenn die Bohrung im Baugrund fertiggestellt ist. Der Rohrschuh 2 selbst verbleibt dabei im Baugrund.

[0048] Figur 2 zeigt einen Ausschnitt einer schematischen perspektivischen Ansicht einer Ausführungsform eines Bohrkopfkranzes 1.4 mit drei Leisten 1.4.7, von denen hier zwei Leisten 1.4.7 sichtbar sind. Die Leisten sind außerhalb des Sockels 1.4.2 axial angeordnet und dienen der Fixierung der hier nicht gezeigten Rollmeißelhalter 1.1.1, 1.2.1, 1.3.1, wobei jeweils einer der Rollmeißelhalter 1.1.1, 1.2.1, 1.3.1 derart zwischen zwei Leisten 1.4.7 anordbar ist, dass im verriegelten Zustand die drei im Wesentlichen schalenförmigen Rollmeißelhalter 1.1.1, 1.2.1, 1.3.1 gemeinsam mit den drei Leisten 1.4.7 ein hülsenartiges Gebilde formen. Durch die Leisten 1.4.7 werden die Rollmeißelhalter 1.1.1, 1.2.1, 1.3.1 im verriegelten Zustand sicher fixiert, so dass sehr hohe Drehmomente vom Bohrkopfkranz 1.4 auf die Bohrkopfelemente 1.2, 1.2, 1.3 übertragbar sind. Jeweils zwischen zwei Leisten 1.4.7 sind zwei der Horizontalbohrungen 1.4.1 angeordnet, wobei sich in jeder der sechs Horizontalbohrungen 1.4.1 im Sockel 1.4.2 des Bohrkopfkranzes 1.4 jeweils eine Fixierkugel 1.4.5 befindet. Damit ist jeder der Rollmeißelhalter 1.1.1, 1.2.1, 1.3.1 verriegelten Zustand mittels zweier Fixierkugeln 1.4.5 verriegelt. Im Bohrkopfkranz 1.4 hängt die zweite Zugstange 1.2.3 in einer der Vertikalbohrungen 1.4.4., welche im Bereich des Sockels 1.4.2 als Schlitz ausgebildet ist.

[0049] Figur 3 zeigt eine stark vereinfachte schematische Untersicht für den verriegelten Zustand der montierten Bohrkrone 1 mit den Bohrkopfelementen 1.1, 1.2, 1.3, die jeweils aus den Rollmeißeln 1.1.1, 1.2.1, 1.3.1, den Rollmeißelhaltern 1.1.2, 1.2.2, 1.3.2 und den Zugstangen 1.1.3, 1.2.3, 1.3.3 gebildet sind. Oberhalb der Bohrkopfelemente 1.1, 1.2, 1.3 ist der Rohrkranz 2.2 dargestellt, dessen Außendurchmesser deutlich kleiner ist als der Außendurchmesser der Gruppe der Rollmeißel 1.1.1, 1.2.1, 1.3.1, wodurch eine Bohrung erfolgen kann, bei der eine sehr geringe Mantelreibung auftritt. Zwischen jeweils zwei benachbarten Rollmeißelhaltern 1.1.2, 1.2.2, 1.3.2 befindet sich jeweils eine Leiste 1.4.7.

[0050] Figur 4 zeigt einen Längsschnitt der oben beschriebenen erfindungsgemäßen Bohrkrone 1 im entriegelten Zustand. Außer der Bohrkrone 1 sind der Rohrschuh 2 sowie der Entriegelungsbolzen 5 dargestellt, welcher mit dem Bohrkopfkranz 1.4 verriegelt ist.

[0051] Das am Rohrschuh 2 angeschlossene Rohr ist nicht dargestellt.

[0052] Die Haltehülse 4 ist mittels des Entriegelungsbolzens 5 in dem Bohrkopfkranz 1.4 axial nach unten verschoben, wodurch die Verriegelungsbolzen 3 und die Fußplatten 3.1 radial nach innen gedrückt sind. Dadurch ist einerseits der Entriegelungsbolzen 5 mit dem Bohrkopfkranz 1.4 verriegelt und andererseits der Bohrkopfkranz 1.4 von dem Rohrschuh 2 entriegelt.

[0053] Dadurch, dass die Haltehülse 4 mittels des Entriegelungsbolzens 5 in dem Bohrkopfkranz 1.4 axial nach unten verschoben ist, sind zudem die Fixierkugeln 1.4.5 in die Ausnehmung 4.1 der Haltehülse (4) bewegt, so dass die Rollmeißelhalter 1.1.2, 1.2.2, 1.3.2 entriegelt sind.

[0054] Der Bohrkopfkranz 1.4 bildet mit den Bohrkopfelementen 1.1, 1.2, 1.3 in dem gezeigten gelösten Zustand verbundene Einzelelemente. Damit ist die entriegelte Bohrkrone 1 mittels des Entriegelungsbolzens 5, dessen daran angeschlossenes Gestänge nicht gezeigt ist, durch den Rohrschuh 2 hindurch entnehmbar, nämlich zunächst der Bohrkopfkranz 1.4, anschließend das erste Bohrkopfelement 1.1, dessen erste Zugstange 1.1.3 die kürzeste der Zugstangen 1.1.3, 1.2.3, 1.3.3 ist, anschließend das zweite Bohrkopfelement 1.2, dessen zweite Zugstange 1.2.3 die zweitlängste der Zugstangen 1.1.3, 1.2.3, 1.3.3 ist und anschließend das hier nicht gezeigte dritte Bohrkopfelement 1.3, dessen dritte Zugstange 1.3.3 die längste der Zugstangen 1.1.3, 1.2.3, 1.3.3 ist.

BEZUGSZEICHENLISTE



[0055] 
1
Bohrkrone
1.1
erstes Bohrkopfelement
1.1.1
erster Rollmeißel
1.1.2
erster Rollmeißelhalter
1.1.2.1
erste Kugelvertiefung
1.1.3
erste Zugstange
1.2
zweites Bohrkopfelement
1.2.1
zweiter Rollmeißel
1.2.2
zweiter Rollmeißelhalter
1.2.2.1
zweite Kugelvertiefung
1.2.3
zweite Zugstange
1.3
drittes Bohrkopfelement
1.3.1
dritter Rollmeißel
1.3.2
dritter Rollmeißelhalter
1.3.2.1
dritte Kugelvertiefung
1.3.3
dritte Zugstange
1.4
Bohrkopfkranz
1.4.1
Horizontalbohrung
1.4.2
Sockel
1.4.3
Boden
1.4.4
Vertikalbohrung
1.4.5
Fixierkugeln
1.4.6
Konus
1.4.7
Leisten
2
Rohrschuh
2.1
Gewinde
2.2
Rohrkranz
2.2.1
Rohrrand
2.2.2
Vertiefung
3
Verriegelungsbolzen
3.1
Fußplatte
3.2
Schraubenfeder
3.3
Fixierplatte
4
Haltehülse
4.1
Ausnehmung
5
Entriegelungsbolzen
5.1
Kragen
5.2
Ventilkugel
5.3
Ventilfeder
5.4
Kopf



Ansprüche

1. Bohrkrone (1) mit einer Anzahl von Rollmeißeln (1.1.1, 1.2.1, 1.3.1) zum Bohren eines Baugrundes,
dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl von Rollmeißeln (1.1.1, 1.2.1, 1.3.1) an einem Bohrkopfkranz (1.4) der Bohrkrone (1) angeordnet ist und dass am Bohrkopfkranz (1.4) ein Mittel zum internen Lösen einer lösbaren Verbindung zwischen dem Bohrkopfkranz (1.4) und einem Rohrschuh (2) angeordnet ist und dass die Bohrkrone (1) in gelöstem Zustand in verbundene Einzelelemente zerlegbar ist.
 
2. Bohrkrone (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der Bohrkopfkranz (1.4) derart ausgebildet ist, dass in denselben ein Entriegelungsbolzen (5) zum Auslösen der Mittel zum Lösen einführbar ist.
 
3. Bohrkrone (1) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass am Bohrkopfkranz (1.4) eine Anzahl von Bohrkopfelementen (1.1, 1.2, 1.3) angeordnet ist, wobei jedes Bohrkopfelement (1.1, 1.2, 1.3) jeweils einen Rollmeißelhalter (1.1.2, 1.2.2, 1.3.2) umfasst, wobei an jedem Rollmeißelhalter (1.1.2, 1.2.2, 1.3.2) jeweils ein Rollmeißel (1.1.1, 1.2.1, 1.3.1) angeordnet ist.
 
4. Bohrkrone (1) nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass in Querrichtung die größte Abmessung eines Bohrkopfelementes (1.1, 1.2, 1.3) kleiner ist als der Außendurchmesser des Bohrkopfkranzes (1.4), so dass im entriegelten Zustand der Bohrkopfkranz (1.4) und jedes der Bohrkopfelemente (1.1, 1.2, 1.3) durch den Rohrschuh (2) entnehmbar sind.
 
5. Bohrkrone (1) nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass jeder Rollmeißelhalter (1.1.2, 1.2.2, 1.3.2) jeweils mittels einer Zugstange (1.1.3, 1.2.3, 1.3.3) axial verschiebbar am Bohrkopfkranz (1.4) befestigt ist, wobei unterschiedliche Zugstangen (1.1.3, 1.2.3, 1.3.3) unterschiedliche Längen aufweisen, so dass im entriegelten Zustand des Bohrkopfkranzes (1.4) der Bohrkopfkranz (1.4) und Bohrkopfelemente (1.1, 1.2, 1.3) nacheinander durch den Rohrschuh (2) entnehmbar sind.
 
6. Bohrkrone (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel zum Lösen der lösbaren Verbindung zwischen dem Bohrkopfkranz (1.4) und dem Rohrschuh (2) eine Anzahl radial verschieblicher Verriegelungsbolzen (3) umfasst, die von einer verriegelnden ersten Position in eine entriegelnde zweite Position verschiebbar ist.
 
7. Bohrkrone (1) nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl von Verriegelungsbolzen (3) in ihrer verriegelnden ersten Position gegenüber einer Außenwandung eines Bohrkopfkranzes (1.4) zumindest teilweise radial übersteht und in ihrer entriegelnden zweiten Position gegenüber der Außenwandung des Bohrkopfkranzes (1.4) nicht radial übersteht.
 
8. Bohrkrone (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet dass das Mittel zum Lösen der lösbaren Verbindung zwischen dem Bohrkopfkranz (1.4) und dem Rohrschuh (2) eine das Auslösen der Entriegelung bewirkende Haltehülse (4) umfasst, die in dem Bohrkopfkranz (1.4) angeordnet ist.
 
9. Bohrkrone (1) nach dem vorhergehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet dass die Haltehülse (4) zur Auslösung der Entriegelung axial verschiebbar ist zwischen der verriegelnden ersten Position und der entriegelnden zweiten Position.
 
10. Bohrkrone (1) nach einem der Ansprüche 6 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl radial verschieblicher Verriegelungsbolzen (3) durch Federkraft derart vorgespannt ist, dass diese beim Auslösen von einer verriegelnden ersten Position in eine entriegelnde zweite Position verschiebbar ist.
 
11. Bohrkrone (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass in einem unteren Sockel (1.4.2) des Bohrkopfkranzes (1.4) eine Anzahl von Horizontalbohrungen (1.4.1) angeordnet ist, wobei in einer Horizontalbohrung (1.4.1) eine Fixierkugel (1.4.5) angeordnet ist, die in verriegelnder Position mittels der Haltehülse (4) in innenseitige Kugelvertiefungen (1.1.2.1, 1.2.2.1, 1.3.2.1) der Rollmeißelhalter (1.1.2, 1.2.2, 1.3.2) fixierbar ist und in entriegelnder Position mittels der Innenwandung der Rollmeißelhalter (1.1.2, 1.2.2, 1.3.2) in eine außenseitige Ausnehmung (4.1) der Haltehülse (4) bringbar ist.
 
12. Bohrkrone (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass der Bohrkopfkranzes (1.4) mit einem Konus (1.4.6) zur vereinfachten Einführung des Entriegelungsbolzens (5) versehen ist.
 
13. Verfahren zum Lösen einer eine Anzahl von Rollmeißeln (1.1.1, 1.2.1, 1.3.1) zum Bohren eines Baugrundes aufweisenden Bohrkrone (1) von einem Rohrschuh (2) in abgeteuftem Zustand, insbesondere zum Lösen einer Bohrkrone (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche von einem Rohrschuh (2), wobei eine Verbindung zwischen einem Bohrkopfkranz (1.4) der Bohrkrone (1) und dem Rohrschuh (2) intern gelöst wird, indem ein das Lösen der Bohrkrone (1) auslösender Entriegelungsbolzen (5) in den Bohrkopfkranz (1.4) eingeführt wird.
 
14. Verfahren nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, dass durch das Einführen des Entriegelungsbolzens (5) in den Bohrkopfkranz (1.4) zunächst eine darin angeordnete Haltehülse (4) zur Auslösung der Entriegelung axial von einer verriegelnden ersten Position in eine entriegelnde zweite Position verschoben wird, wodurch der Bohrkopfkranz (1.4) automatisch vom Rohrschuh (2) entriegelt wird, dass der Entriegelungsbolzen (5) mit dem Bohrkopfkranz (1.4) verriegelt wird und dass anschließend der Bohrkopfkranz (1.4) und nacheinander die daran befestigten Rollmeißel (1.1.1, 1.2.1, 1.3.1) mittels korrespondierender Zugstangen (1.1.3, 1.2.3, 1.3.3) unterschiedlicher Länge durch den Rohrschuh (2) entnommen werden.
 
15. Verfahren nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, dass durch das axiale Verschieben der Haltehülse (4) von der verriegelnden ersten Position in die entriegelnde zweite Position eine Anzahl radial verschieblicher und unter Vorspannung stehender Verriegelungsbolzen (3) entriegelt werden, wodurch sich die Verriegelungsbolzen (3) von einer verriegelnden ersten Position in eine entriegelnde zweite Position verschieben, wobei in der entriegelnden zweiten Position der Bohrkopfkranz (1.4) vom Rohrschuh (2) entriegelt ist und der Entriegelungsbolzen (5) mit dem Bohrkopfkranz (1.4) mittels der Verriegelungsbolzen (3) verriegelt ist.
 


Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.


1. Bohrkrone (1) mit einer Anzahl von Rollmeißeln (1.1.1, 1.2.1, 1.3.1) zum Bohren eines Baugrundes, wobei die Anzahl von Rollmeißeln (1.1.1, 1.2.1, 1.3.1) an einem Bohrkopfkranz (1.4) der Bohrkrone (1) angeordnet ist und wobei am Bohrkopfkranz (1.4) ein Mittel zum internen Lösen einer lösbaren Verbindung zwischen dem Bohrkopfkranz (1.4) und einem Rohrschuh (2) angeordnet ist und dass die Bohrkrone (1) in gelöstem Zustand in verbundene Einzelelemente zerlegbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass am Bohrkopfkranz (1.4) eine Anzahl von Bohrkopfelementen (1.1, 1.2, 1.3) angeordnet ist, wobei jedes Bohrkopfelement (1.1, 1.2, 1.3) jeweils einen Rollmeißelhalter (1.1.2, 1.2.2, 1.3.2) umfasst, wobei an jedem Rollmeißelhalter (1.1.2, 1.2.2, 1.3.2) jeweils ein Rollmeißel (1.1.1, 1.2.1, 1.3.1) angeordnet ist,
wobei in Querrichtung die größte Abmessung eines Bohrkopfelementes (1.1, 1.2, 1.3) kleiner ist als der Außendurchmesser des Bohrkopfkranzes (1.4), so dass im entriegelten Zustand der Bohrkopfkranz (1.4) und jedes der Bohrkopfelemente (1.1, 1.2, 1.3) durch den Rohrschuh (2) entnehmbar sind, und wobei jeder Rollmeißelhalter (1.1.2, 1.2.2, 1.3.2) jeweils mittels einer Zugstange (1.1.3, 1.2.3, 1.3.3) axial verschiebbar am Bohrkopfkranz (1.4) befestigt ist, wobei unterschiedliche Zugstangen (1.1.3, 1.2.3, 1.3.3) unterschiedliche Längen aufweisen, so dass im entriegelten Zustand des Bohrkopfkranzes (1.4) der Bohrkopfkranz (1.4) und Bohrkopfelemente (1.1, 1.2, 1.3) nacheinander durch den Rohrschuh (2) entnehmbar sind.
 
2. Bohrkrone (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der Bohrkopfkranz (1.4) derart ausgebildet ist, dass in denselben ein Entriegelungsbolzen (5) zum Auslösen der Mittel zum Lösen einführbar ist.
 
3. Bohrkrone (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel zum Lösen der lösbaren Verbindung zwischen dem Bohrkopfkranz (1.4) und dem Rohrschuh (2) eine Anzahl radial verschieblicher Verriegelungsbolzen (3) umfasst, die von einer verriegelnden ersten Position in eine entriegelnde zweite Position verschiebbar ist.
 
4. Bohrkrone (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl von Verriegelungsbolzen (3) in ihrer verriegelnden ersten Position gegenüber einer Außenwandung eines Bohrkopfkranzes (1.4) zumindest teilweise radial übersteht und in ihrer entriegelnden zweiten Position gegenüber der Außenwandung des Bohrkopfkranzes (1.4) nicht radial übersteht.
 
5. Bohrkrone (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet dass das Mittel zum Lösen der lösbaren Verbindung zwischen dem Bohrkopfkranz (1.4) und dem Rohrschuh (2) eine das Auslösen der Entriegelung bewirkende Haltehülse (4) umfasst, die in dem Bohrkopfkranz (1.4) angeordnet ist.
 
6. Bohrkrone (1) nach dem vorhergehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet dass die Haltehülse (4) zur Auslösung der Entriegelung axial verschiebbar ist zwischen der verriegelnden ersten Position und der entriegelnden zweiten Position.
 
7. Bohrkrone (1) nach einem der Ansprüche 3 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl radial verschieblicher Verriegelungsbolzen (3) durch Federkraft derart vorgespannt ist, dass diese beim Auslösen von einer verriegelnden ersten Position in eine entriegelnde zweite Position verschiebbar ist.
 
8. Bohrkrone (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass in einem unteren Sockel (1.4.2) des Bohrkopfkranzes (1.4) eine Anzahl von Horizontalbohrungen (1.4.1) angeordnet ist, wobei in einer Horizontalbohrung (1.4.1) eine Fixierkugel (1.4.5) angeordnet ist, die in verriegelnder Position mittels der Haltehülse (4) in innenseitige Kugelvertiefungen (1.1.2.1, 1.2.2.1, 1.3.2.1) der Rollmeißelhalter (1.1.2, 1.2.2, 1.3.2) fixierbar ist und in entriegelnder Position mittels der Innenwandung der Rollmeißelhalter (1.1.2, 1.2.2, 1.3.2) in eine außenseitige Ausnehmung (4.1) der Haltehülse (4) bringbar ist.
 
9. Bohrkrone (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass der Bohrkopfkranzes (1.4) mit einem Konus (1.4.6) zur vereinfachten Einführung des Entriegelungsbolzens (5) versehen ist.
 
10. Verfahren zum Lösen einer eine Anzahl von Rollmeißeln (1.1.1, 1.2.1, 1.3.1) zum Bohren eines Baugrundes aufweisenden Bohrkrone (1) von einem Rohrschuh (2) in abgeteuftem Zustand, insbesondere zum Lösen einer Bohrkrone (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche von einem Rohrschuh (2), wobei eine Verbindung zwischen einem Bohrkopfkranz (1.4) der Bohrkrone (1) und dem Rohrschuh (2) intern gelöst wird, indem ein das Lösen der Bohrkrone (1) auslösender Entriegelungsbolzen (5) in den Bohrkopfkranz (1.4) eingeführt wird,
wobei durch das Einführen des Entriegelungsbolzens (5) in den Bohrkopfkranz (1.4) zunächst eine darin angeordnete Haltehülse (4) zur Auslösung der Entriegelung axial von einer verriegelnden ersten Position in eine entriegelnde zweite Position verschoben wird, wodurch der Bohrkopfkranz (1.4) automatisch vom Rohrschuh (2) entriegelt wird, dass der Entriegelungsbolzen (5) mit dem Bohrkopfkranz (1.4) verriegelt wird und dass anschließend der Bohrkopfkranz (1.4) und nacheinander die daran befestigten Rollmeißel (1.1.1, 1.2.1, 1.3.1) mittels korrespondierender Zugstangen (1.1.3, 1.2.3, 1.3.3) unterschiedlicher Länge durch den Rohrschuh (2) entnommen werden.
 
11. Verfahren nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass durch das axiale Verschieben der Haltehülse (4) von der verriegelnden ersten Position in die entriegelnde zweite Position eine Anzahl radial verschieblicher und unter Vorspannung stehender Verriegelungsbolzen (3) entriegelt werden, wodurch sich die Verriegelungsbolzen (3) von einer verriegelnden ersten Position in eine entriegelnde zweite Position verschieben, wobei in der entriegelnden zweiten Position der Bohrkopfkranz (1.4) vom Rohrschuh (2) entriegelt ist und der Entriegelungsbolzen (5) mit dem Bohrkopfkranz (1.4) mittels der Verriegelungsbolzen (3) verriegelt ist.
 




Zeichnung
















Recherchenbericht









Recherchenbericht