[0001] Die Erfindung betrifft eine Bohrkrone mit einer Anzahl von Rollmeißeln zum Bohren
eines Baugrundes und ein Verfahren zum Lösen einer eine Anzahl von Rollmeißeln zum
Bohren eines Baugrundes aufweisenden Bohrkrone von einem Rohrschuh in abgeteuftem
Zustand.
[0002] Im Stand der Technik sind Bohrkronen mit einer Anzahl von Rollmeißeln zum Bohren
eines Baugrundes bekannt. Derartige Bohrkronen werden jeweils an einem unteren Ende
eines Rohres befestigt. Derartige Rohre, mit denen Drehbewegung und Vorschub auf die
jeweilige Bohrkrone übertragen werden und die daher fest mit der Bohrkrone verbunden
sein müssen, werden auch als Bohrgestänge oder als Bohrrohre bezeichnet.
[0003] Als Rohrschuh wird im Folgenden ein unteres Ende eines Rohres verstanden. Der Rohrschuh
ist bevorzugt als gesondertes Bauteil ausgebildet, das mit einem herkömmlichen Rundrohr
beispielsweise mittels Verschraubung verbindbar ist.
[0004] Im Stand der Technik sind Verfahren zum Lösen einer eine Anzahl von Rollmeißeln zum
Bohren eines Baugrundes aufweisenden Bohrkrone von einem Rohr bekannt. Dabei kann
das Lösen der Bohrkrone von dem Rohr in abgeteuftem Zustand jedoch nicht mehr erfolgen.
Da bei tieferen Bohrungen üblicherweise die aus Bohrkrone und Rohr gebildete Gesamtheit
nicht mehr aus dem Baugrund gezogen werden kann, insbesondere nicht, wenn der Durchmesser
der Bohrkrone größer ist als der des Rohres, muss im Stand der Technik das Rohr im
Baugrund verbleiben. Alternativ werden im Stand der Technik aufwendige Doppelgestänge
verwendet oder es wird ein technisch aufwendiges Doppelkopfverfahren zum Bohren angewendet.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine verbesserte Bohrkrone mit einer Anzahl
von Rollmeißeln zum Bohren eines Baugrundes und ein verbessertes Verfahren zum Lösen
einer eine Anzahl von Rollmeißeln zum Bohren eines Baugrundes aufweisenden Bohrkrone
von einem Rohrschuh anzugeben.
[0006] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß hinsichtlich der Bohrkrone durch die Merkmalskombination
nach Anspruch 1 und hinsichtlich des Verfahrens durch die Merkmalskombination nach
Anspruch 13 gelöst.
[0007] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0008] Bei der Bohrkrone mit einer Anzahl von Rollmeißeln zum Bohren eines Baugrundes ist
erfindungsgemäß die Anzahl von Rollmeißeln an einem Bohrkopfkranz der Bohrkrone angeordnet
und es ist am Bohrkopfkranz ein Mittel zum internen Lösen einer lösbaren Verbindung
zwischen dem Bohrkopfkranz und einem Rohrschuh angeordnet. Unter internem Lösen ist
ein solches Lösen zu verstehen, bei dem nicht von außen auf die Bohrkrone oder auf
den Übergangsbereich des Rohrschuhs zur Bohrkrone zugegriffen werden muss. Das interne
Lösen der Verbindung zwischen dem Bohrkopfkranz und dem Rohrschuh ermöglicht es in
besonders vorteilhafter Weise, dass eine gelöste und in verbundene Einzelelemente
zerlegte Bohrkrone durch den im Baugrund befindlichen Rohrschuh und ein sehr langes,
sich ebenfalls im Baugrund befindliches Rohr entnehmbar ist, obwohl der Außendurchmesser
der Bohrkrone in ihrer unzerlegten Zusammensetzung deutlich größer ist als der Innendurchmesser
des Rohrschuhs oder des Rohres.
[0009] Die erfindungsgemäße Bohrkrone ist mittels eines Entriegelungsbolzens entriegelbar,
in verbundene Einzelelemente zerlegbar und mittels des Entriegelungsbolzens durch
den Rohrschuh hindurch entnehmbar. Diese verbundenen Einzelelemente der Bohrkrone
bilden insbesondere die aus den Bohrkopfelementen, dem Bohrkopfkranz, Verriegelungsbolzen
und der Haltehülse gebildete Gesamtheit, wobei ein Bohrkopfelement jeweils gebildet
ist aus einem Rollmeißelhalter, an welchem ein Rollmeißel befestigt ist und einer
Zugstange, mittels welcher der Rollmeißelhalter am Bohrkopfkranz insbesondere verschieblich
befestigt ist. Der Rohrschuh und der Entriegelungsbolzen sind nicht Bestandteil des
Bohrkopfkranzes.
[0010] Durch die Erfindung wird auf einfache Weise ermöglicht, ein in den Baugrund einzubauendes
Bauteil, beispielsweise ein Manschettenrohr oder ein Vereisungsrohr, in das Rohr -
und damit in den Baugrund - einzuschieben, nachdem die Bohrkrone mit den Rollmeißeln
durch das Rohr hindurch entfernt wurde, das Rohr mit dem Rohrschuh jedoch dabei im
Baugrund verbleibt.
[0011] Der besondere Vorteil ist, dass die erfindungsgemäße Bohrkrone, eine technisch anspruchvolle
und teure Konstruktion, nach Benutzung sehr einfach ausbaubar und damit wieder verwendbar
ist.
[0012] Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass der Bohrkopfkranz derart
ausgebildet ist, dass in denselben der Entriegelungsbolzen einführbar ist, mit welchem
das Mittel zum Lösen ausgelöst wird. Der Bohrkopfkranz ist bevorzugt hülsenförmig
ausgebildet. Besonders bevorzugt ist der Bohrkopfkranz zylindrisch und zentrisch in
dem Rohrschuh anordbar.
[0013] Dabei ist der Entriegelungsbolzen als Kopfkonstruktion an einem in das Rohr einzuschiebenden
Bauteil, insbesondere an einem Gestänge, befestigt. Wenn der Entriegelungsbolzen die
Bohrkrone erreicht und in dessen Bohrkopfkranz eingeführt wird, wird automatisch der
Entriegelungsbolzen mit dem Bohrkopfkranz verriegelt und es wird außerdem automatisch
die Bohrkrone vom Rohr getrennt, also das Mittel zum Lösen ausgelöst. Anschließend
kann die Bohrkrone mittels des Entriegelungsbolzens ohne das Rohr aus dem Baugrund
gezogen werden, während das Rohr im Baugrund verbleibt. Damit kann, anders als im
Stand der Technik, zumindest die Bohrkrone wiederverwendet werden, woraus sich insbesondere
bei teuren Bohrkronen große wirtschaftliche Vorteile ergeben.
[0014] Eine Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass am Bohrkopfkranz eine Anzahl von
Bohrkopfelementen angeordnet ist, wobei jedes Bohrkopfelement jeweils einen Rollmeißelhalter
umfasst, wobei an jedem Rollmeißelhalter jeweils ein Rollmeißel angeordnet ist. Dadurch
gelingt auf einfache Weise die Bildung einer Bohrkrone, welche entriegelbar, in verbundene
Einzelelemente zerlegbar und mittels eines Entriegelungsbolzens durch den Rohrschuh
hindurch entnehmbar ist. Besonders bevorzugt sind an dem Bohrkopfkranz drei Bohrkopfelemente
angeordnet.
[0015] Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass in Querrichtung die größte
Abmessung eines Bohrkopfelementes kleiner als der Außendurchmesser des Bohrkopfkranzes
ist. Dadurch sind im entriegelten Zustand der Bohrkopfkranz und jedes der Bohrkopfelemente
durch den Rohrschuh hindurch entnehmbar, wobei das Rohr und der Rohrschuh im Baugrund
verbleiben. Besonders vorteilhaft ist dabei, dass der Außendurchmesser der Gesamtheit
der verriegelten Bohrkopfelemente größer ist als der Außendurchmesser des Rohrschuhs,
wodurch eine besonders effektive Bohrung ermöglicht ist, weil die Reibung des Rohrschuhs
und des Rohres im Baugrund sehr gering ist. Dadurch sind sehr tiefe Bohrungen zu bewerkstelligen,
wobei erfindungsgemäß dennoch die Bohrkrone nach Festigstellung der Bohrung aus dem
Baugrund entnehmbar ist, wobei Rohrschuh und Rohr im Baugrund verbleiben können.
[0016] Eine besondere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass jeder Rollmeißelhalter
jeweils mittels einer Zugstange axial verschiebbar, insbesondere mit einem Anschlag,
am Bohrkopfkranz befestigt ist. Dabei weisen unterschiedliche Zugstangen unterschiedliche
Längen auf, so dass im entriegelten Zustand des Bohrkopfkranzes der Bohrkopfkranz
und insbesondere eine Vielzahl von Bohrkopfelementen, insbesondere drei Bohrkopfelemente,
nacheinander durch den Rohrschuh entnehmbar sind. Besonders vorteilhaft ist dabei,
dass dazu lediglich ein einziges Hilfsmittel, nämlich der Entriegelungsbolzen, erforderlich
ist. Dadurch, dass unterschiedliche Zugstangen unterschiedliche Längen aufweisen,
wird ermöglicht, dass die Entnahme der entriegelten Rollmeißelhalter automatisch nacheinander
erfolgt. Besonders bevorzugt ist die Differenz der Längen zweier Zugstangen etwa gleich
der Länge eines Rollmeißelhalters.
[0017] Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass das Mittel zum Lösen der
lösbaren Verbindung zwischen dem Bohrkopfkranz und dem Rohrschuh eine Anzahl radial
verschieblicher Verriegelungsbolzen umfasst. Ein Verriegelungsbolzen ist dabei von
einer verriegelnden ersten Position in eine entriegelnde zweite Position verschiebbar.
Die Verriegelungsbolzen sind dazu aus korrespondierenden Vertiefungen des Rohrschuhs
herausziehbar. Das Lösen der Bohrkrone vom Rohrschuh ist dadurch besonders einfach
möglich. Außerdem ist dadurch eine sichere Verbindung zwischen Rohrschuh und Bohrkrone
in verriegelnder Position möglich.
[0018] Bevorzugt ist dabei die Anzahl von Verriegelungsbolzen derart ausgebildet, dass sie
in ihrer verriegelnden ersten Position gegenüber einer Außenwandung eines Bohrkopfkranzes
zumindest teilweise radial überstehen und in ihrer entriegelnden zweiten Position
gegenüber der Außenwandung des Bohrkopfkranzes nicht radial überstehen. Besonders
bevorzugt ist der Innendurchmesser des Rohrschuhs geringfügig größer als der Außendurchmesser
des korrespondierenden Bohrkopfkranzes. Eine formschlüssige und sehr tragfähige Verbindung
zwischen Rohrschuh und Bohrkrone in verriegelnder Position ist dadurch besonders einfach
möglich.
[0019] Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass das Mittel
zum Lösen der lösbaren Verbindung zwischen dem Bohrkopfkranz und dem Rohrschuh eine
das Auslösen der Entriegelung bewirkende Haltehülse umfasst, die in dem Bohrkopfkranz
angeordnet ist. Die Haltehülse ist bevorzugt zur Auslösung der Entriegelung zwischen
der verriegelnden ersten Position und der entriegelnden zweiten Position axial verschiebbar.
Dadurch ist das Lösen der Bohrkrone von dem Rohrschuh besonders einfach möglich.
[0020] Eine andere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass die Anzahl radial
verschieblicher Verriegelungsbolzen durch Federkraft derart vorgespannt ist, dass
diese beim Auslösen von einer verriegelnden ersten Position in eine entriegelnde zweite
Position verschiebbar ist. Dadurch gelingt das Lösen der Bohrkrone von dem Rohrschuh
mit besonders geringer Kraftaufwendung und damit auch bei sehr großen Bohrtiefen besonders
einfach. Der Verriegelungsbolzen ist bevorzugt durch eine Schraubenfeder vorgespannt,
wodurch die Erfindung einfach vorspannbar und kompakt baubar ist.
[0021] Eine andere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass in einem unteren
Sockel des Bohrkopfkranzes eine Anzahl von Horizontalbohrungen angeordnet ist, wobei
in einer Horizontalbohrung eine Fixierkugel angeordnet ist, die in verriegelnder Position
mittels der Haltehülse in innenseitige Kugelvertiefungen der Rollmeißelhalter fixierbar
ist und in entriegelnder Position mittels der Innenwandung der Rollmeißelhalter in
eine außenseitige Ausnehmung der Haltehülse bringbar ist. Dadurch ist auf einfache
Weise ermöglicht, dass im verriegelten Zustand jeder Rollmeißelhalter drehsicher formschlüssig
zwischen Bohrkopfkranz und Rohrschuh fixiert ist, während der Bohrkopfkranz selbst
mit dem Rohrschuh mittels der Verriegelungsbolzen verriegelt ist. Besonders bevorzugt
sind im verriegelten Zustand die Rohrmeißelhalter alternierend mit Fixierleisten des
Bohrkopfkranzes angeordnet, so dass im verriegelten Zustand die Rohrmeißelhalter mit
den Fixierleisten gemeinsam eine Hülse bilden, welche zwischen Bohrkopfkranz und Rohrschuh
fixierbar ist. Dadurch können im verriegelten Zustand sehr hohe Drehmomente vom Rohr
über den Rohrschuh auf die Bohrkrone übertragen werden.
[0022] Eine andere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass der Bohrkopfkranz
mit einem Konus zur vereinfachten Einführung des Entriegelungsbolzens versehen ist.
Die Einführung des Entriegelungsbolzens ist dadurch vereinfacht, da der Entriegelungsbolzen
automatisch zentriert wird. Besonders bevorzugt weist auch der Kopf des Entriegelungsbolzens
selbst eine konische Form und/oder eine Ausrundung auf, wodurch nicht nur die Einführung
des Entriegelungsbolzens in den Bohrkopfkranz, sondern auch die axiale Durchführung
des Entriegelungsbolzens durch das Rohr besonders vereinfacht ist.
[0023] Eine andere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass die Außenwandung
der Rollmeißelhalter derart konisch ausgebildet ist, dass der Außendurchmesser nach
unten größer wird, während die korrespondierende Innenwandung des Rohrkranzes des
Rohrschuhs derart konisch ausgebildet ist, dass sich der Innendurchmesser des Rohrkranzes
nach unten ebenfalls vergrößert. Dadurch sind die Rollmeißelhalter im zusammengesetzten,
verriegelten Zustand fest zwischen Bohrkopfkranz und Rohrkranz verkeilt.
[0024] Das erfindungsgemäße Verfahren zum Lösen einer eine Anzahl von Rollmeißeln zum Bohren
eines Baugrundes aufweisenden Bohrkrone von einem Rohrschuh in abgeteuftem Zustand
ist insbesondere zum Lösen einer erfindungsgemäßen Bohrkrone von einem Rohrschuh geeignet.
Erfindungsgemäß wird eine Verbindung zwischen einem Bohrkopfkranz der Bohrkrone und
dem Rohrschuh intern gelöst, indem ein das Lösen der Bohrkrone auslösender Entriegelungsbolzen
in den Bohrkopfkranz eingeführt wird. Dabei muss nicht von außen auf die Bohrkrone
oder auf den Übergangsbereich des Rohrschuhs zur Bohrkrone zugegriffen werden, wodurch
die Bohrkrone nach Fertigstellung der Bohrung in verbundene Einzelelemente zerlegbar
und mittels des Entriegelungsbolzens durch den Rohrschuh und das Rohr hindurch in
deren eingebautem Zustand entnehmbar ist. Besonders vorteilhaft ist dabei, dass auch
wenn der Außendurchmesser der Gesamtheit der verriegelten Bohrkopfelemente größer
ist als der Außendurchmesser des Rohrschuhs, die Bohrkrone entnehmbar ist, ohne das
Rohr aus dem Baugrund ziehen zu müssen. Dadurch ist eine besonders effektive Bohrung
ermöglicht, weil die Reibung des Rohrschuhs und des Rohres im Baugrund sehr gering
ist, wodurch sehr tiefe Bohrungen zu bewerkstelligen sind. Dadurch, dass die Bohrkrone
nach Festigstellung der Bohrung aus dem Baugrund entnommen wird, während Rohrschuh
und Rohr im Baugrund verbleiben können, steht die Bohrkrone für eine weitere Benutzung
zur Verfügung.
[0025] Eine Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens sieht vor, dass durch das Einführen
des Entriegelungsbolzens in den Bohrkopfkranz zunächst eine darin angeordnete Haltehülse
zur Auslösung der Entriegelung axial von einer verriegelnden ersten Position in eine
entriegelnde zweite Position verschoben wird, wodurch der Bohrkopfkranz automatisch
vom Rohrschuh entriegelt wird. Außerdem wird der Entriegelungsbolzen mit dem Bohrkopfkranz
verriegelt und anschließend werden der Bohrkopfkranz und nacheinander die daran befestigten
Rollmeißel mittels korrespondierender Zugstangen unterschiedlicher Länge durch den
Rohrschuh entnommen. Besonders vorteilhaft ist dabei, dass dazu lediglich ein einziges
Hilfsmittel, nämlich der Entriegelungsbolzen, erforderlich ist. Dadurch, dass Zugstangen
unterschiedlicher Längen verwendet werden, wird ermöglicht, dass die Entnahme der
entriegelten Rollmeißelhalter automatisch nacheinander erfolgt.
[0026] Eine weitere Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens sieht vor, dass durch
das axiale Verschieben der Haltehülse von der verriegelnden ersten Position in die
entriegelnde zweite Position eine Anzahl radial verschieblicher und unter Vorspannung
stehender Verriegelungsbolzen entriegelt werden, wodurch sich die Verriegelungsbolzen
von einer verriegelnden ersten Position in eine entriegelnde zweite Position verschieben,
wobei in der entriegelnden zweiten Position der Bohrkopfkranz vom Rohrschuh entriegelt
ist und der Entriegelungsbolzen mit dem Bohrkopfkranz mittels der Verriegelungsbolzen
verriegelt ist.
[0027] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens sieht vor,
dass ein Entriegelungsbolzen verwendet wird, der einen Kragen aufweist, dessen Außendurchmesser
größer ist als der Innendurchmesser der Haltehülse und dessen Innendurchmesser kleiner
ist als der Innendurchmesser der Haltehülse und dass durch das Einführen des Entriegelungsbolzens
in den Bohrkopfkranz die darin angeordnete Haltehülse zur Auslösung der Entriegelung
axial von der verriegelnden ersten Position in die entriegelnde zweite Position verschoben
wird.
[0028] Eine andere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass die Anzahl von
Verriegelungsbolzen in ihrer verriegelnden ersten Position gegenüber einer Außenwandung
eines Bohrkopfkranzes zumindest teilweise radial überstehen und in ihrer entriegelnden
zweiten Position gegenüber der Außenwandung des Bohrkopfkranzes nicht radial überstehen.
Besonders bevorzugt ist der Innendurchmesser des Rohrschuhs geringfügig größer als
der Außendurchmesser des korrespondierenden Bohrkopfkranzes. Eine formschlüssige und
sehr tragfähige Verbindung zwischen Rohr und Bohrkrone in verriegelnder Position ist
dadurch besonders einfach möglich.
[0029] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im Folgenden anhand von Zeichnungen näher
erläutert.
[0030] Darin zeigen:
- Figur 1
- einen Längsschnitt für einen verriegelten Zustand einer ersten Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Bohrkrone, einen Rohrschuh und einen Entriegelungsbolzen,
- Figur 2
- eine ausschnittsweise schematische perspektivische Ansicht einer Ausführungsform eines
Bohrkopfkranzes,
- Figur 3
- eine schematische Untersicht der Ausführungsform der Bohrkrone sowie des Rohrschuhs,
- Figur 4
- einen Längsschnitt für einen entriegelten Zustand der ersten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Bohrkrone, den Rohrschuh und den Entriegelungsbolzen.
[0031] Einander entsprechende Teile sind in allen Figuren mit den gleichen Bezugszeichen
versehen.
[0032] Figur 1 zeigt einen Längsschnitt einer erfindungsgemäßen Bohrkrone 1, die zur Herstellung
eines vertikalen Bohrlochs in einem nicht gezeigten Baugrund verwendet werden soll.
Außer der Bohrkrone 1 sind im Längsschnitt ein Rohrschuh 2 mit einem Gewinde 2.1 zum
Anschluss an ein nicht gezeigtes Rohr und ein Entriegelungsbolzen 5 dargestellt. Der
Rohrschuh 2 ist ein unteres Ende eines Rohres, dessen weitere Elemente nicht dargestellt
sind.
[0033] Die Bohrkrone 1 umfasst ein erstes Bohrkopfelement 1.1, ein zweites Bohrkopfelement
1.2, ein drittes Bohrkopfelement 1.3, einen Bohrkopfkranz 1.4, Verriegelungsbolzen
3 und eine Haltehülse 4. Der Rohrschuh 2 sowie der Entriegelungsbolzen 5 sind keine
Elemente der Bohrkrone 1.
[0034] Die Bohrkopfelemente 1.1, 1.2, 1.3 sind lösbar am Bohrkopfkranz 1.4 befestigt und
befinden sich in einem verriegelten Zustand. Der Bohrkopfkranz 1.4 ist lösbar im Rohrschuh
2 befestigt und befindet sich ebenfalls in einem verriegelten Zustand. In diesem verriegelten
Zustand sind die Bohrkopfelemente 1.1, 1.2, 1.3 drehfest mit dem Rohrschuh 2 verbunden.
[0035] Das erste Bohrkopfelement 1.1 umfasst einen ersten Rollmeißel 1.1.1, einen ersten
Rollmeißelhalter 1.1.2, in welchem eine erste Kugelvertiefung 1.1.2.1 angeordnet ist,
sowie eine hier nicht gezeigte erste Zugstange 1.1.3.
[0036] Das zweite Bohrkopfelement 1.2 umfasst einen zweiten Rollmeißel 1.2.1, einen zweiten
Rollmeißelhalter 1.2.2, in welchem eine zweite hier nicht gezeigte Kugelvertiefung
1.2.2.1 angeordnet ist, sowie eine zweite Zugstange 1.2.3.
[0037] Das hier nicht gezeigte dritte Bohrkopfelement 1.3 umfasst einen hier nicht gezeigten
dritten Rollmeißel 1.3.1, einen hier nicht gezeigten dritten Rollmeißelhalter 1.3.2,
in welchem eine hier nicht gezeigte dritte Kugelvertiefung 1.3.2.1 angeordnet ist
sowie eine hier nicht gezeigte dritte Zugstange 1.3.3.
[0038] In dem dargestellten verriegelten Zustand sind die Rollmeißel 1.1.1, 1.2.1, 1.3.1
drehfest mit dem Rohrschuh 2 verbunden, so dass der Rohrschuh 2 wie ein herkömmlich
mit Rollmeißeln ausgestattetes Rohr zum Bohren eines insbesondere felsigen Baugrundes
in an sich bekannter Weise verwendbar ist.
[0039] Die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Bohrkrone 1 gestattet es, die Bohrkrone 1
nach Fertigstellung der Bohrung intern vom Rohrschuh 2 zu lösen, wobei die gelöste
Bohrkrone 1 in verbundene Einzelelemente zerlegt wird, wobei diese verbundenen Einzelelemente
nacheinander durch den Rohrschuh 2 und das Rohr entnehmbar sind, obwohl der Außendurchmesser
der Bohrkrone 1 in ihrer unzerlegten Zusammensetzung deutlich größer ist als der Innendurchmesser
des Rohrschuhs 2 oder der des Rohres. Die verbundenen Einzelelemente der Bohrkrone
1, die nacheinander durch den Rohrschuh 2 entnehmbar sind - mit Nennung in der Reihenfolge
ihrer möglichen Entnahme - sind:
- der Bohrkopfkranz 1.4 mit den darin angeordneten Verriegelungsbolzen 3 und der Haltehülse
4,
- das erste Bohrkopfelement 1.1,
- das zweite Bohrkopfelement 1.2 sowie
- das dritte Bohrkopfelement 1.3.
[0040] Im entriegelten Zustand sind der Bohrkopfkranz 1.4 und jedes der Bohrkopfelemente
1.1, 1.2, 1.3 durch den Rohrschuh (2) entnehmbar, da in Querrichtung die größte Abmessung
eines Bohrkopfelementes 1.1, 1.2, 1.3 kleiner ist als der Außendurchmesser des Bohrkopfkranzes
1.4, welcher wiederum etwas kleiner ist als der Innendurchmesser des Rohrschuhs 2.
[0041] Jeder Rollmeißelhalter 1.1.2, 1.2.2, 1.3.2 ist jeweils mittels einer Zugstange 1.1.3,
1.2.3, 1.3.3 axial verschiebbar am Bohrkopfkranz 1.4 befestigt. Dabei weisen unterschiedliche
Zugstangen 1.1.3, 1.2.3, 1.3.3 unterschiedliche Längen auf, so dass im entriegelten
Zustand des Bohrkopfkranzes 1.4 zunächst der Bohrkopfkranz 1.4 und anschließend die
Bohrkopfelemente 1.1, 1.2, 1.3 nacheinander, aber zusammenhängend, durch den Rohrschuh
2 entnehmbar sind. Jede Zugstange 1.1.3, 1.2.3, 1.3.3 ist mit ihrem unteren Ende fest
mit dem korrespondierenden Rollmeißelhalter 1.1.2, 1.2.2, 1.3.2 verbunden. Jede Zugstange
1.1.3, 1.2.3, 1.3.3 ist jeweils durch eine Vertikalbohrung 1.4.4 geführt, wobei hier
nur eine Vertikalbohrung 1.4.4 dargestellt ist. Das obere Ende jeder Zugstange 1.1.3,
1.2.3, 1.3.3 weist eine Verdickung auf, deren Außendurchmesser größer ist als der
Innendurchmesser der Vertikalbohrung 1.4.4, so dass eine Verschiebbarkeit eines Rollmeißelhalters
1.1.2, 1.2.2, 1.3.2 gegenüber dem Bohrkopfkranz 1.4 durch die Länge der jeweiligen
Zugstange 1.1.3, 1.2.3, 1.3.3 bestimmt und begrenzt ist.
[0042] Die Anzahl radial verschieblicher Verriegelungsbolzen 3 bilden ein Mittel zum Lösen
der lösbaren Verbindung zwischen dem Bohrkopfkranz 1.4 und dem Rohrschuh 2. Die Verriegelungsbolzen
3 sind von einer hier dargestellten verriegelnden ersten Position in eine in dieser
Figur nicht gezeigte entriegelnde zweite Position verschiebbar. Dazu stehen die Verriegelungsbolzen
3 in ihrer verriegelnden ersten Position gegenüber einer zylindrischen Außenwandung
des Bohrkopfkranzes 1.4 zumindest teilweise radial über; in ihrer entriegelnden zweiten
Position stehen sie gegenüber der Außenwandung des Bohrkopfkranzes 1.4 nicht radial
über.
[0043] Die Darstellung zeigt lediglich einen der Verriegelungsbolzen 3, die jeweils radial
verschieblich und jeweils mittels einer Fixierplatte 3.3 im Bohrkopfkranz 1.4 befestigt
sind. Die Fixierplatten 3.3 stehen gegenüber der Außenwandung des Bohrkopfkranzes
1.4 nicht nach außen über. Die Verriegelungsbolzen 3 befinden sich hier in ihrer verriegelnden
ersten Position, in der sie gegenüber der Außenwandung des Bohrkopfkranzes 1.4 teilweise
radial überstehen und in die korrespondierenden innenseitigen Vertiefungen 2.2.2 des
Rohrkranzes 2.2 des Rohrschuhs 2 eingreifen, so dass dieser insbesondere in axialer
Richtung gegenüber dem Bohrkopfkranz 1.4 und damit gegenüber der Bohrkrone 1 fixiert
ist. Jeder Verriegelungsbolzen 3 ist fest mit einer Fußplatte 3.1 verbunden, welche
mittels einer vorgespannten Schraubenfeder 3.2 mit einer nach innen, radial auf eine
Außenwandung einer Haltehülse 4, gerichteten Druckkraft beaufschlagt ist. Die Haltehülse
4 weist einen Außendurchmesser auf, der geringfügig kleiner ist als der Innendurchmesser
des Bohrkopfkranzes 1.4. Dadurch ist die der temporären Lagefixierung der Verriegelungsbolzen
3 und derer Fußplatten 3.1 dienende Haltehülse 4 axial in dem hohlzylindrischen Bohrkopfkranz
1.4 verschiebbar.
[0044] Der im Wesentlichen hohlzylindrische Bohrkopfkranz 1.4 ist mit drei durchgehenden
Horizontalbohrungen 1.4.1 versehen, wovon eine dargestellt ist. Die Horizontalbohrungen
1.4.1 befinden sich in einem hohlzylindrischen Sockel 1.4.2 unterhalb der Anordnung
der Verriegelungsbolzen 3 im unteren Bereich des Bohrkopfkranzes 1.4. In jeder der
Horizontalbohrungen 1.4.1 ist eine Fixierkugel 1.4.5 angeordnet, deren Durchmesser
größer ist als die Wandung des Sockels 1.4.2. Die dargestellte Fixierkugel 1.4.5 liegt
im verriegelnden Zustand innenseitig an der Außenwandung der Haltehülse 4 an und ragt
außenseitig derart in eine korrespondierende erste Kugelvertiefung 1.1.2.1 des ersten
Rollmeißelhalters 1.1.2 hinein, dass der erste Rollmeißelhalter 1.1.2 im verriegelnden
Zustand zwischen dem Rohrkranz 2.2 des Rohrschuhs 2 und dem Sockel 1.4.2 des Bohrkopfkranzes
1.4 formschlüssig fixiert ist, da der Bohrkopfkranzes 1.4 im verriegelnden Zustand
selbst mittels der Verriegelungsbolzen 3 mit dem Rohrschuh 2 verriegelt ist. In der
Haltehülse 4 ist eine Ausnehmung 4.1 angeordnet, die als umlaufende Nut derart ausgebildet
ist, dass beim Verschieben der Haltehülse 4 nach unten die Fixierkugeln 1.4.5 nach
innen, also in die Ausnehmung 4.1 hinein, verschiebbar sind. Dadurch ist im entriegelnden
Zustand der Formschluss zwischen Sockel 1.4.2 und den Rollmeißelhaltern 1.1.2, 1.2.2,
1.3.2 gelöst. Die Haltehülse 4 ist gegen ungewolltes Verschieben gesichert; optional
erfolgt diese Sicherung durch Klemmung im Bohrkopfkranz 1.4. Der Sockel 1.4.2 ist
außenseitig sich konisch nach unten verjüngend ausgebildet, während die Rollmeißelhalter
1.1.2, 1.2.2, 1.3.2 eine korrespondierende Form derart aufweisen, dass sich deren
Innenradius nach unten ebenfalls verkleinert. Dadurch ist sichergestellt, dass nach
Entriegelung der Bohrkopfkranz 1.4 leicht nach oben gezogen werden kann, während -
zumindest zu Beginn der Entnahme - die Rollmeißelhalter 1.1.2, 1.2.2, 1.3.2 in ihrer
hier gezeigten Position verharren oder sich allenfalls geringfügig axial nach innen
bewegen.
[0045] Der Rohrkranz 2.2 weist einen konischen unteren Rohrrand 2.2.1 auf, dessen Form mit
äußeren Rändern der Rollmeißelhalter 1.1.2, 1.2.2, 1.3.2 korrespondiert, so dass bei
Entnahme eines der Rollmeißelhalter 1.1.2, 1.2.2, 1.3.2 nach oben automatisch ein
Einfädeln in Richtung des Zentrums des Rohrschuhs 2 erfolgt.
[0046] Der oben in der Figur 1 dargestellte Entriegelungsbolzen 5 weist in seinem unten
dargestellten Bereich einen Kragen 5.1 auf, dessen Außendurchmesser größer ist als
der des zylinderförmigen Grundkörpers des Entriegelungsbolzens 5. Der Außendurchmesser
des Kragens 5.1 ist kleiner als der Innendurchmesser des Bohrkopfkranzes 1.4 und größer
als der Innendurchmesser der Haltehülse 4. Am vorderen, also unteren Bereich des Entriegelungsbolzens
5 ist eine Ventilkugel 5.2 mittels einer Ventilfeder 5.3 gegenüber einem mit dem Entriegelungsbolzen
5 verschraubten Kopf 5.4 verspannt, so dass ein Rückschlagventil gebildet ist, durch
das ein unter ausreichendem Druck stehendes Fluid aus dem Kopf 5.4 ausströmbar ist,
wobei ein Einströmen eines Fluides durch den Kopf 5.4 in den Entriegelungsbolzen 5
jedoch verhindert ist. Dazu ist ein Boden 1.4.3 des Bohrkopfkranzes 1.4 mit einer
Bohrung versehen.
[0047] Der Entriegelungsbolzen 5 weist an seinem oben dargestellten Ende ein Innengewinde
auf, mit dem er mit einem weiteren Bauteil, insbesondere mit einem Gestänge zum Einführen
oder mit einem Manschettenrohr oder einem Vereisungsrohr verbindbar ist, so dass der
Entriegelungsbolzen 5 mit Ventilkugel 5.2, Ventilfeder 5.3 und Kopf 5.4 einen Lanzenkopf
für das Manschettenrohr bzw. das Vereisungsrohr bilden kann. Der Entriegelungsbolzen
5 dient dazu, die Entriegelung des Bohrkopfes 1 vom Rohrschuh 2 auszulösen und mit
dem Bohrkopfkranz 1.4 eine Verriegelung einzugehen, so dass der vom Rohrschuh 2 entriegelten
Bohrkopf 1 durch den Rohrschuh 2 entnommen werden kann, wenn die Bohrung im Baugrund
fertiggestellt ist. Der Rohrschuh 2 selbst verbleibt dabei im Baugrund.
[0048] Figur 2 zeigt einen Ausschnitt einer schematischen perspektivischen Ansicht einer
Ausführungsform eines Bohrkopfkranzes 1.4 mit drei Leisten 1.4.7, von denen hier zwei
Leisten 1.4.7 sichtbar sind. Die Leisten sind außerhalb des Sockels 1.4.2 axial angeordnet
und dienen der Fixierung der hier nicht gezeigten Rollmeißelhalter 1.1.1, 1.2.1, 1.3.1,
wobei jeweils einer der Rollmeißelhalter 1.1.1, 1.2.1, 1.3.1 derart zwischen zwei
Leisten 1.4.7 anordbar ist, dass im verriegelten Zustand die drei im Wesentlichen
schalenförmigen Rollmeißelhalter 1.1.1, 1.2.1, 1.3.1 gemeinsam mit den drei Leisten
1.4.7 ein hülsenartiges Gebilde formen. Durch die Leisten 1.4.7 werden die Rollmeißelhalter
1.1.1, 1.2.1, 1.3.1 im verriegelten Zustand sicher fixiert, so dass sehr hohe Drehmomente
vom Bohrkopfkranz 1.4 auf die Bohrkopfelemente 1.2, 1.2, 1.3 übertragbar sind. Jeweils
zwischen zwei Leisten 1.4.7 sind zwei der Horizontalbohrungen 1.4.1 angeordnet, wobei
sich in jeder der sechs Horizontalbohrungen 1.4.1 im Sockel 1.4.2 des Bohrkopfkranzes
1.4 jeweils eine Fixierkugel 1.4.5 befindet. Damit ist jeder der Rollmeißelhalter
1.1.1, 1.2.1, 1.3.1 verriegelten Zustand mittels zweier Fixierkugeln 1.4.5 verriegelt.
Im Bohrkopfkranz 1.4 hängt die zweite Zugstange 1.2.3 in einer der Vertikalbohrungen
1.4.4., welche im Bereich des Sockels 1.4.2 als Schlitz ausgebildet ist.
[0049] Figur 3 zeigt eine stark vereinfachte schematische Untersicht für den verriegelten
Zustand der montierten Bohrkrone 1 mit den Bohrkopfelementen 1.1, 1.2, 1.3, die jeweils
aus den Rollmeißeln 1.1.1, 1.2.1, 1.3.1, den Rollmeißelhaltern 1.1.2, 1.2.2, 1.3.2
und den Zugstangen 1.1.3, 1.2.3, 1.3.3 gebildet sind. Oberhalb der Bohrkopfelemente
1.1, 1.2, 1.3 ist der Rohrkranz 2.2 dargestellt, dessen Außendurchmesser deutlich
kleiner ist als der Außendurchmesser der Gruppe der Rollmeißel 1.1.1, 1.2.1, 1.3.1,
wodurch eine Bohrung erfolgen kann, bei der eine sehr geringe Mantelreibung auftritt.
Zwischen jeweils zwei benachbarten Rollmeißelhaltern 1.1.2, 1.2.2, 1.3.2 befindet
sich jeweils eine Leiste 1.4.7.
[0050] Figur 4 zeigt einen Längsschnitt der oben beschriebenen erfindungsgemäßen Bohrkrone
1 im entriegelten Zustand. Außer der Bohrkrone 1 sind der Rohrschuh 2 sowie der Entriegelungsbolzen
5 dargestellt, welcher mit dem Bohrkopfkranz 1.4 verriegelt ist.
[0051] Das am Rohrschuh 2 angeschlossene Rohr ist nicht dargestellt.
[0052] Die Haltehülse 4 ist mittels des Entriegelungsbolzens 5 in dem Bohrkopfkranz 1.4
axial nach unten verschoben, wodurch die Verriegelungsbolzen 3 und die Fußplatten
3.1 radial nach innen gedrückt sind. Dadurch ist einerseits der Entriegelungsbolzen
5 mit dem Bohrkopfkranz 1.4 verriegelt und andererseits der Bohrkopfkranz 1.4 von
dem Rohrschuh 2 entriegelt.
[0053] Dadurch, dass die Haltehülse 4 mittels des Entriegelungsbolzens 5 in dem Bohrkopfkranz
1.4 axial nach unten verschoben ist, sind zudem die Fixierkugeln 1.4.5 in die Ausnehmung
4.1 der Haltehülse (4) bewegt, so dass die Rollmeißelhalter 1.1.2, 1.2.2, 1.3.2 entriegelt
sind.
[0054] Der Bohrkopfkranz 1.4 bildet mit den Bohrkopfelementen 1.1, 1.2, 1.3 in dem gezeigten
gelösten Zustand verbundene Einzelelemente. Damit ist die entriegelte Bohrkrone 1
mittels des Entriegelungsbolzens 5, dessen daran angeschlossenes Gestänge nicht gezeigt
ist, durch den Rohrschuh 2 hindurch entnehmbar, nämlich zunächst der Bohrkopfkranz
1.4, anschließend das erste Bohrkopfelement 1.1, dessen erste Zugstange 1.1.3 die
kürzeste der Zugstangen 1.1.3, 1.2.3, 1.3.3 ist, anschließend das zweite Bohrkopfelement
1.2, dessen zweite Zugstange 1.2.3 die zweitlängste der Zugstangen 1.1.3, 1.2.3, 1.3.3
ist und anschließend das hier nicht gezeigte dritte Bohrkopfelement 1.3, dessen dritte
Zugstange 1.3.3 die längste der Zugstangen 1.1.3, 1.2.3, 1.3.3 ist.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0055]
- 1
- Bohrkrone
- 1.1
- erstes Bohrkopfelement
- 1.1.1
- erster Rollmeißel
- 1.1.2
- erster Rollmeißelhalter
- 1.1.2.1
- erste Kugelvertiefung
- 1.1.3
- erste Zugstange
- 1.2
- zweites Bohrkopfelement
- 1.2.1
- zweiter Rollmeißel
- 1.2.2
- zweiter Rollmeißelhalter
- 1.2.2.1
- zweite Kugelvertiefung
- 1.2.3
- zweite Zugstange
- 1.3
- drittes Bohrkopfelement
- 1.3.1
- dritter Rollmeißel
- 1.3.2
- dritter Rollmeißelhalter
- 1.3.2.1
- dritte Kugelvertiefung
- 1.3.3
- dritte Zugstange
- 1.4
- Bohrkopfkranz
- 1.4.1
- Horizontalbohrung
- 1.4.2
- Sockel
- 1.4.3
- Boden
- 1.4.4
- Vertikalbohrung
- 1.4.5
- Fixierkugeln
- 1.4.6
- Konus
- 1.4.7
- Leisten
- 2
- Rohrschuh
- 2.1
- Gewinde
- 2.2
- Rohrkranz
- 2.2.1
- Rohrrand
- 2.2.2
- Vertiefung
- 3
- Verriegelungsbolzen
- 3.1
- Fußplatte
- 3.2
- Schraubenfeder
- 3.3
- Fixierplatte
- 4
- Haltehülse
- 4.1
- Ausnehmung
- 5
- Entriegelungsbolzen
- 5.1
- Kragen
- 5.2
- Ventilkugel
- 5.3
- Ventilfeder
- 5.4
- Kopf
1. Bohrkrone (1) mit einer Anzahl von Rollmeißeln (1.1.1, 1.2.1, 1.3.1) zum Bohren eines
Baugrundes,
dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl von Rollmeißeln (1.1.1, 1.2.1, 1.3.1) an einem Bohrkopfkranz (1.4) der
Bohrkrone (1) angeordnet ist und dass am Bohrkopfkranz (1.4) ein Mittel zum internen
Lösen einer lösbaren Verbindung zwischen dem Bohrkopfkranz (1.4) und einem Rohrschuh
(2) angeordnet ist und dass die Bohrkrone (1) in gelöstem Zustand in verbundene Einzelelemente
zerlegbar ist.
2. Bohrkrone (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der Bohrkopfkranz (1.4) derart ausgebildet ist, dass in denselben ein Entriegelungsbolzen
(5) zum Auslösen der Mittel zum Lösen einführbar ist.
3. Bohrkrone (1) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass am Bohrkopfkranz (1.4) eine Anzahl von Bohrkopfelementen (1.1, 1.2, 1.3) angeordnet
ist, wobei jedes Bohrkopfelement (1.1, 1.2, 1.3) jeweils einen Rollmeißelhalter (1.1.2,
1.2.2, 1.3.2) umfasst, wobei an jedem Rollmeißelhalter (1.1.2, 1.2.2, 1.3.2) jeweils
ein Rollmeißel (1.1.1, 1.2.1, 1.3.1) angeordnet ist.
4. Bohrkrone (1) nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass in Querrichtung die größte Abmessung eines Bohrkopfelementes (1.1, 1.2, 1.3) kleiner
ist als der Außendurchmesser des Bohrkopfkranzes (1.4), so dass im entriegelten Zustand
der Bohrkopfkranz (1.4) und jedes der Bohrkopfelemente (1.1, 1.2, 1.3) durch den Rohrschuh
(2) entnehmbar sind.
5. Bohrkrone (1) nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass jeder Rollmeißelhalter (1.1.2, 1.2.2, 1.3.2) jeweils mittels einer Zugstange (1.1.3,
1.2.3, 1.3.3) axial verschiebbar am Bohrkopfkranz (1.4) befestigt ist, wobei unterschiedliche
Zugstangen (1.1.3, 1.2.3, 1.3.3) unterschiedliche Längen aufweisen, so dass im entriegelten
Zustand des Bohrkopfkranzes (1.4) der Bohrkopfkranz (1.4) und Bohrkopfelemente (1.1,
1.2, 1.3) nacheinander durch den Rohrschuh (2) entnehmbar sind.
6. Bohrkrone (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel zum Lösen der lösbaren Verbindung zwischen dem Bohrkopfkranz (1.4) und
dem Rohrschuh (2) eine Anzahl radial verschieblicher Verriegelungsbolzen (3) umfasst,
die von einer verriegelnden ersten Position in eine entriegelnde zweite Position verschiebbar
ist.
7. Bohrkrone (1) nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl von Verriegelungsbolzen (3) in ihrer verriegelnden ersten Position gegenüber
einer Außenwandung eines Bohrkopfkranzes (1.4) zumindest teilweise radial übersteht
und in ihrer entriegelnden zweiten Position gegenüber der Außenwandung des Bohrkopfkranzes
(1.4) nicht radial übersteht.
8. Bohrkrone (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet dass das Mittel zum Lösen der lösbaren Verbindung zwischen dem Bohrkopfkranz (1.4) und
dem Rohrschuh (2) eine das Auslösen der Entriegelung bewirkende Haltehülse (4) umfasst,
die in dem Bohrkopfkranz (1.4) angeordnet ist.
9. Bohrkrone (1) nach dem vorhergehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet dass die Haltehülse (4) zur Auslösung der Entriegelung axial verschiebbar ist zwischen
der verriegelnden ersten Position und der entriegelnden zweiten Position.
10. Bohrkrone (1) nach einem der Ansprüche 6 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl radial verschieblicher Verriegelungsbolzen (3) durch Federkraft derart
vorgespannt ist, dass diese beim Auslösen von einer verriegelnden ersten Position
in eine entriegelnde zweite Position verschiebbar ist.
11. Bohrkrone (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass in einem unteren Sockel (1.4.2) des Bohrkopfkranzes (1.4) eine Anzahl von Horizontalbohrungen
(1.4.1) angeordnet ist, wobei in einer Horizontalbohrung (1.4.1) eine Fixierkugel
(1.4.5) angeordnet ist, die in verriegelnder Position mittels der Haltehülse (4) in
innenseitige Kugelvertiefungen (1.1.2.1, 1.2.2.1, 1.3.2.1) der Rollmeißelhalter (1.1.2,
1.2.2, 1.3.2) fixierbar ist und in entriegelnder Position mittels der Innenwandung
der Rollmeißelhalter (1.1.2, 1.2.2, 1.3.2) in eine außenseitige Ausnehmung (4.1) der
Haltehülse (4) bringbar ist.
12. Bohrkrone (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass der Bohrkopfkranzes (1.4) mit einem Konus (1.4.6) zur vereinfachten Einführung des
Entriegelungsbolzens (5) versehen ist.
13. Verfahren zum Lösen einer eine Anzahl von Rollmeißeln (1.1.1, 1.2.1, 1.3.1) zum Bohren
eines Baugrundes aufweisenden Bohrkrone (1) von einem Rohrschuh (2) in abgeteuftem
Zustand, insbesondere zum Lösen einer Bohrkrone (1) gemäß einem der vorhergehenden
Ansprüche von einem Rohrschuh (2), wobei eine Verbindung zwischen einem Bohrkopfkranz
(1.4) der Bohrkrone (1) und dem Rohrschuh (2) intern gelöst wird, indem ein das Lösen
der Bohrkrone (1) auslösender Entriegelungsbolzen (5) in den Bohrkopfkranz (1.4) eingeführt
wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, dass durch das Einführen des Entriegelungsbolzens (5) in den Bohrkopfkranz (1.4) zunächst
eine darin angeordnete Haltehülse (4) zur Auslösung der Entriegelung axial von einer
verriegelnden ersten Position in eine entriegelnde zweite Position verschoben wird,
wodurch der Bohrkopfkranz (1.4) automatisch vom Rohrschuh (2) entriegelt wird, dass
der Entriegelungsbolzen (5) mit dem Bohrkopfkranz (1.4) verriegelt wird und dass anschließend
der Bohrkopfkranz (1.4) und nacheinander die daran befestigten Rollmeißel (1.1.1,
1.2.1, 1.3.1) mittels korrespondierender Zugstangen (1.1.3, 1.2.3, 1.3.3) unterschiedlicher
Länge durch den Rohrschuh (2) entnommen werden.
15. Verfahren nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, dass durch das axiale Verschieben der Haltehülse (4) von der verriegelnden ersten Position
in die entriegelnde zweite Position eine Anzahl radial verschieblicher und unter Vorspannung
stehender Verriegelungsbolzen (3) entriegelt werden, wodurch sich die Verriegelungsbolzen
(3) von einer verriegelnden ersten Position in eine entriegelnde zweite Position verschieben,
wobei in der entriegelnden zweiten Position der Bohrkopfkranz (1.4) vom Rohrschuh
(2) entriegelt ist und der Entriegelungsbolzen (5) mit dem Bohrkopfkranz (1.4) mittels
der Verriegelungsbolzen (3) verriegelt ist.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Bohrkrone (1) mit einer Anzahl von Rollmeißeln (1.1.1, 1.2.1, 1.3.1) zum Bohren eines
Baugrundes, wobei die Anzahl von Rollmeißeln (1.1.1, 1.2.1, 1.3.1) an einem Bohrkopfkranz
(1.4) der Bohrkrone (1) angeordnet ist und wobei am Bohrkopfkranz (1.4) ein Mittel
zum internen Lösen einer lösbaren Verbindung zwischen dem Bohrkopfkranz (1.4) und
einem Rohrschuh (2) angeordnet ist und dass die Bohrkrone (1) in gelöstem Zustand
in verbundene Einzelelemente zerlegbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass am Bohrkopfkranz (1.4) eine Anzahl von Bohrkopfelementen (1.1, 1.2, 1.3) angeordnet
ist, wobei jedes Bohrkopfelement (1.1, 1.2, 1.3) jeweils einen Rollmeißelhalter (1.1.2,
1.2.2, 1.3.2) umfasst, wobei an jedem Rollmeißelhalter (1.1.2, 1.2.2, 1.3.2) jeweils
ein Rollmeißel (1.1.1, 1.2.1, 1.3.1) angeordnet ist,
wobei in Querrichtung die größte Abmessung eines Bohrkopfelementes (1.1, 1.2, 1.3)
kleiner ist als der Außendurchmesser des Bohrkopfkranzes (1.4), so dass im entriegelten
Zustand der Bohrkopfkranz (1.4) und jedes der Bohrkopfelemente (1.1, 1.2, 1.3) durch
den Rohrschuh (2) entnehmbar sind, und wobei jeder Rollmeißelhalter (1.1.2, 1.2.2,
1.3.2) jeweils mittels einer Zugstange (1.1.3, 1.2.3, 1.3.3) axial verschiebbar am
Bohrkopfkranz (1.4) befestigt ist, wobei unterschiedliche Zugstangen (1.1.3, 1.2.3,
1.3.3) unterschiedliche Längen aufweisen, so dass im entriegelten Zustand des Bohrkopfkranzes
(1.4) der Bohrkopfkranz (1.4) und Bohrkopfelemente (1.1, 1.2, 1.3) nacheinander durch
den Rohrschuh (2) entnehmbar sind.
2. Bohrkrone (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der Bohrkopfkranz (1.4) derart ausgebildet ist, dass in denselben ein Entriegelungsbolzen
(5) zum Auslösen der Mittel zum Lösen einführbar ist.
3. Bohrkrone (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel zum Lösen der lösbaren Verbindung zwischen dem Bohrkopfkranz (1.4) und
dem Rohrschuh (2) eine Anzahl radial verschieblicher Verriegelungsbolzen (3) umfasst,
die von einer verriegelnden ersten Position in eine entriegelnde zweite Position verschiebbar
ist.
4. Bohrkrone (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl von Verriegelungsbolzen (3) in ihrer verriegelnden ersten Position gegenüber
einer Außenwandung eines Bohrkopfkranzes (1.4) zumindest teilweise radial übersteht
und in ihrer entriegelnden zweiten Position gegenüber der Außenwandung des Bohrkopfkranzes
(1.4) nicht radial übersteht.
5. Bohrkrone (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet dass das Mittel zum Lösen der lösbaren Verbindung zwischen dem Bohrkopfkranz (1.4) und
dem Rohrschuh (2) eine das Auslösen der Entriegelung bewirkende Haltehülse (4) umfasst,
die in dem Bohrkopfkranz (1.4) angeordnet ist.
6. Bohrkrone (1) nach dem vorhergehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet dass die Haltehülse (4) zur Auslösung der Entriegelung axial verschiebbar ist zwischen
der verriegelnden ersten Position und der entriegelnden zweiten Position.
7. Bohrkrone (1) nach einem der Ansprüche 3 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl radial verschieblicher Verriegelungsbolzen (3) durch Federkraft derart
vorgespannt ist, dass diese beim Auslösen von einer verriegelnden ersten Position
in eine entriegelnde zweite Position verschiebbar ist.
8. Bohrkrone (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass in einem unteren Sockel (1.4.2) des Bohrkopfkranzes (1.4) eine Anzahl von Horizontalbohrungen
(1.4.1) angeordnet ist, wobei in einer Horizontalbohrung (1.4.1) eine Fixierkugel
(1.4.5) angeordnet ist, die in verriegelnder Position mittels der Haltehülse (4) in
innenseitige Kugelvertiefungen (1.1.2.1, 1.2.2.1, 1.3.2.1) der Rollmeißelhalter (1.1.2,
1.2.2, 1.3.2) fixierbar ist und in entriegelnder Position mittels der Innenwandung
der Rollmeißelhalter (1.1.2, 1.2.2, 1.3.2) in eine außenseitige Ausnehmung (4.1) der
Haltehülse (4) bringbar ist.
9. Bohrkrone (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass der Bohrkopfkranzes (1.4) mit einem Konus (1.4.6) zur vereinfachten Einführung des
Entriegelungsbolzens (5) versehen ist.
10. Verfahren zum Lösen einer eine Anzahl von Rollmeißeln (1.1.1, 1.2.1, 1.3.1) zum Bohren
eines Baugrundes aufweisenden Bohrkrone (1) von einem Rohrschuh (2) in abgeteuftem
Zustand, insbesondere zum Lösen einer Bohrkrone (1) gemäß einem der vorhergehenden
Ansprüche von einem Rohrschuh (2), wobei eine Verbindung zwischen einem Bohrkopfkranz
(1.4) der Bohrkrone (1) und dem Rohrschuh (2) intern gelöst wird, indem ein das Lösen
der Bohrkrone (1) auslösender Entriegelungsbolzen (5) in den Bohrkopfkranz (1.4) eingeführt
wird,
wobei durch das Einführen des Entriegelungsbolzens (5) in den Bohrkopfkranz (1.4)
zunächst eine darin angeordnete Haltehülse (4) zur Auslösung der Entriegelung axial
von einer verriegelnden ersten Position in eine entriegelnde zweite Position verschoben
wird, wodurch der Bohrkopfkranz (1.4) automatisch vom Rohrschuh (2) entriegelt wird,
dass der Entriegelungsbolzen (5) mit dem Bohrkopfkranz (1.4) verriegelt wird und dass
anschließend der Bohrkopfkranz (1.4) und nacheinander die daran befestigten Rollmeißel
(1.1.1, 1.2.1, 1.3.1) mittels korrespondierender Zugstangen (1.1.3, 1.2.3, 1.3.3)
unterschiedlicher Länge durch den Rohrschuh (2) entnommen werden.
11. Verfahren nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass durch das axiale Verschieben der Haltehülse (4) von der verriegelnden ersten Position
in die entriegelnde zweite Position eine Anzahl radial verschieblicher und unter Vorspannung
stehender Verriegelungsbolzen (3) entriegelt werden, wodurch sich die Verriegelungsbolzen
(3) von einer verriegelnden ersten Position in eine entriegelnde zweite Position verschieben,
wobei in der entriegelnden zweiten Position der Bohrkopfkranz (1.4) vom Rohrschuh
(2) entriegelt ist und der Entriegelungsbolzen (5) mit dem Bohrkopfkranz (1.4) mittels
der Verriegelungsbolzen (3) verriegelt ist.