[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Förderflüssigkeit fördernden
Förderpumpe, welche ein Laufrad und einen elektronisch kommutierten Elektromotor für
den Drehantrieb des Laufrads umfasst, wobei die Förderpumpe in einem Drehzahlbereich
des Laufrads zwischen einer oberen Drehzahl und einer endlichen ersten unteren Drehzahl
betreibbar ist.
[0002] Die Erfindung betrifft ferner eine Förderpumpe zur Förderung von Flüssigkeit, mit
einer Steuerungs- und/oder Regelungseinrichtung, welche einen Elektromotor ansteuert,
wobei durch die Steuerungs- und/oder Regelungseinrichtung eine Durchflussmenge an
Förderflüssigkeit einstellbar ist.
[0003] Weiterhin betrifft die Erfindung eine Verwendung der entsprechenden Förderpumpe.
[0004] Weiterhin betrifft die Erfindung ein Frischwassermodul und eine Solaranlage.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs genannten Art
bereitzustellen, bei welchem die Förderpumpe einen erweiterten Regelungsbereich bezüglich
der Durchflussmenge an Förderflüssigkeit aufweist.
[0006] Diese Aufgabe wird bei dem eingangs genannten Verfahren erfindungsgemäß dadurch gelöst,
dass ein erster Durchfluss-Regelungsbereich vorgesehen ist, in dem die Förderpumpe
kontinuierlich betrieben wird und das Laufrad kontinuierlich drehend angetrieben wird,
ein zweiter Durchfluss-Regelungsbereich vorgesehen ist, in dem die Förderpumpe intermittierend
betrieben wird und das Laufrad gepulst drehend angetrieben wird, wobei eine Pulsamplitude
der Drehung größer ist als eine endliche zweite untere Drehzahl und zwischen Drehzahlpulsen
Pausenzeiten mit einer Drehzahl Null oder mindestens näherungsweise Null liegen, und
ein dritter Durchfluss-Regelungsbereich vorgesehen ist, in dem die Förderpumpe intermittierend
betrieben wird und das Laufrad gepulst drehend angetrieben wird, und eine Pulsamplitude
der Drehung bei der zweiten unteren Drehzahl liegt und zwischen Drehzahlpulsen Pausenzeiten
mit der Drehzahl Null oder mindestens näherungsweise Null liegen.
[0007] Üblicherweise können Förderpumpen nur zwischen einer ersten unteren Drehzahl (minimale
Drehzahl) und einer oberen Drehzahl (maximale Drehzahl) betrieben werden oder es ist
nicht sinnvoll, die Förderpumpe unterhalb der ersten unteren Drehzahl zu betreiben.
Grundsätzlich lässt sich die Drehzahl einer Förderpumpe regeln. Die hydraulische Leistung
nimmt mit der dritten Potenz der Drehzahl zu. Bei einem System mit konstantem hydraulischen
Widerstand hängt die Durchflussmenge mit der dritten Wurzel von der hydraulischen
Leistung ab. Dies bedeutet, dass in einem solchen System sich die Durchflussmenge
bei der Leistungssteigerung proportional zur Drehzahl verhält.
[0008] Bei der erfindungsgemäßen Lösung ist der erste Durchfluss-Regelungsbereich vorhanden,
in dem der Durchfluss kontinuierlich über Einstellung der Drehzahl eingestellt wird.
[0009] Wenn ein Betrieb unterhalb der ersten unteren Drehzahl nicht möglich ist oder nicht
sinnvoll ist, dann wird über den zweiten Durchfluss-Regelungsbereich auf einen gepulsten
Drehzahlbetrieb umgestellt. In dem gepulsten Drehzahlbereich und dabei in dem zweiten
Durchfluss-Regelungsbereich wird die Förderpumpe bezüglich der Drehzahl intermittierend
betrieben, wobei zwischen benachbarten Drehzahlpulsen Pausenzeiten liegen, in denen
die Förderpumpe abgeschaltet ist, d. h. in den Pausenzeiten ist die Drehzahl Null
oder mindestens näherungsweise Null.
[0010] Insbesondere erfolgt in dem zweiten Durchfluss-Regelungsbereich eine Einstellung
der Durchflussmenge über Pulsamplituden.
[0011] Der Durchflussmengen-Regelungsbereich wird weiter erweitert durch den dritten Durchfluss-Regelungsbereich,
in welchem ebenfalls ein intermittierender Betrieb vorliegt, wobei dann, da die Pulsamplituden
eine gewisse untere Grenze (zweite untere Drehzahl) erreicht haben, die Drehzahl nicht
weiter absenkbar ist. Es wird dann durch Veränderung der Pulsintervalle (Pulse plus
Pausenzeit) die Durchflussmenge eingestellt. Es lassen sich so auch noch kleinere
Durchflussmengen einstellen.
[0012] Durch die erfindungsgemäße Lösung lässt sich der Durchfluss-Regelungsbereich auch
zu kleineren Durchflussmengen hin erweitern. Dies kann für manche Anwendungen, wie
beispielsweise bei Solaranlagen oder Frischwassermodulen, sinnvoll oder vorteilhaft
sein, um beispielsweise Effizienz oder Komfort zu verbessern.
[0013] Das erfindungsgemäße Verfahren lässt sich auch bei Hocheffizienzpumpen durchführen,
die über ihren gesamten Drehzahlbereich einen hohen Wirkungsgrad aufweisen. Die entsprechende
Hocheffizienzpumpe weist einen elektronisch kommutierten Elektromotor auf, welcher
ein Laufrad der Pumpe antreibt.
[0014] Die eingangs genannte Aufgabe wird erfindungsgemäß ferner dadurch gelöst, dass ein
erster Durchfluss-Regelungsbereich vorgesehen ist, in dem die Förderpumpe kontinuierlich
betrieben wird und das Laufrad kontinuierlich drehend angetrieben wird, und ein zweiter
Durchfluss-Regelungsbereich vorgesehen ist, in dem die Förderpumpe intermittierend
betrieben wird und das Laufrad gepulst drehend angetrieben wird, wobei eine Pulsamplitude
der Drehung größer oder gleich als/wie eine endliche zweite untere Drehzahl ist und
zwischen Drehzahlpulsen Pausenzeiten mit einer Drehzahl Null oder mindestens näherungsweise
Null liegen, und dass beim Übergang von dem ersten Durchfluss-Regelungsbereich zu
dem zweiten Durchfluss-Regelungsbereich im zweiten Durchfluss-Regelungsbereich die
Drehzahl in der Pulsamplitude auf eine größere Drehzahl angehoben wird, wobei die
angehobene Drehzahl insbesondere mindestens 1,5-fach so groß ist wie eine Ausgangsdrehzahl.
[0015] Durch das Anheben der Drehzahl wird erreicht, dass der Übergang von dem ersten Durchfluss-Regelungsbereich
zu dem zweiten Durchfluss-Regelungsbereich "sanft" ist mit minimierten Volumensprüngen.
Im Mittel ist die Durchflussmenge im ersten Durchfluss-Regelungsbereich und dann im
zweiten Durchfluss-Regelungsbereich angepasst.
[0016] Günstig ist es, wenn ein Drehzahlbereich des ersten Durchfluss-Regelungsbereichs
zwischen der oberen Drehzahl und der ersten unteren Drehzahl liegt. Grundsätzlich
lässt sich die Förderpumpe in dem ersten Durchfluss-Regelungsbereich auch unter einer
für ein Anlaufen der Förderpumpe notwendigen Drehzahl betreiben. Die erste untere
Drehzahl kann damit also auch unter einer für das Anlaufen notwendigen Drehzahl liegen.
Dadurch wiederum lässt sich für den ersten Durchfluss-Regelungsbereich eine große
Variationsbreite bezüglich der Einstellbarkeit der Durchflussmenge erreichen.
[0017] Insbesondere wird in dem ersten Durchfluss-Regelungsbereich zur Einstellung der Durchflussmenge
die Drehzahl variiert und dabei kontinuierlich variiert, d. h. die Drehzahl ist nicht
gepulst. Der lineare Zusammenhang zwischen Drehzahl und Durchflussmenge (bei einem
System mit konstantem hydraulischen Widerstand) wird genutzt.
[0018] Günstig ist ist, wenn in dem zweiten Durchfluss-Regelungsbereich Pulsintervalle im
Wesentlichen zeitlich konstant sind (sie können auch leicht verkürzt werden, um entsprechende
Beschleunigungszeiten auszugleichen). Es lässt sich dadurch über die Pulsamplitude
die entsprechende Durchflussmenge einstellen.
[0019] Insbesondere wird in dem zweiten Durchfluss-Regelungsbereich zur Einstellung der
Durchflussmenge die Pulsamplitude variiert.
[0020] Es ist ferner günstig, wenn in dem dritten Durchfluss-Regelungsbereich Pulsintervalle
zeitlich variiert werden. Zur Einstellung der Durchflussmenge (zu kleineren Durchflussmengen
hin) lassen sich insbesondere Pausenzeiten vergrößern.
[0021] Insbesondere werden Pausenzeiten variiert, um einen vergrößerten Einstellungsbereich
für die Durchflussmenge zu erreichen.
[0022] In dem dritten Durchfluss-Regelungsbereich werden zur Einstellung der Durchflussmenge
die zeitlichen Längen von Pulsintervallen und insbesondere die zeitliche Länge von
Pausenzeiten variiert.
[0023] Bei einem ersten Ausführungsbeispiel ist die erste untere Drehzahl eine vorgegebene
minimale Drehzahl und die Förderpumpe lässt sich nicht unterhalb der ersten unteren
Drehzahl betreiben. Insbesondere entspricht dann die zweite untere Drehzahl der ersten
unteren Drehzahl.
[0024] Bei einem zweiten Ausführungsbeispiel ist die zweite untere Drehzahl eine Drehzahl,
bei welcher die Förderpumpe sicher anläuft. Es wird dadurch sichergestellt, dass im
intermittierenden Betrieb die Förderpumpe sicher anläuft. Es ist dabei in dem ersten
Durchfluss-Regelungsbereich möglich, die Förderpumpe unterhalb der zweiten unteren
Drehzahl zu betreiben. Dadurch lässt sich eine Vergrößerung des einstellbaren Durchflussmengenbereichs
erreichen.
[0025] Insbesondere ist die einstellbare Durchflussmenge im zweiten Durchfluss-Regelungsbereich
kleiner als im ersten Durchfluss-Regelungsbereich und im gegebenenfalls vorhandenen
dritten Durchfluss-Regelungsbereich ist die einstellbare Durchflussmenge kleiner als
im zweiten Durchfluss-Regelungsbereich.
[0026] Es kann vorgesehen sein, dass in dem zweiten Durchfluss-Regelungsbereich zur Durchflussmengenverringerung
die Drehzahl in der Pulsamplitude verringert und insbesondere linear verringert wird.
Es lässt sich so eine Durchflussmenge zu kleineren Durchflussmengen hin einstellen.
[0027] Es ist ferner günstig, wenn in dem dritten Durchfluss-Regelungsbereich eine Länge
von Pausenzeiten eingestellt wird, wobei insbesondere zur Durchflussmengenverringerung
Pausenzeiten verlängert werden. Dadurch lässt sich auf einfache Weise eine Durchflussmengeneinstellung
mit hohem Regelungsbereich erreichen.
[0028] Insbesondere ist eine Steuerungs- und/oder Regelungseinrichtung vorgesehen, durch
welche über entsprechende Steuersignale an den Elektromotor eine Drehzahl gesteuert
und/oder geregelt wird und welche eine Durchflussmenge an Förderflüssigkeit einstellt.
Die Steuerungs- und/oder Regelungseinrichtung umfasst dabei insbesondere eine Ansteuerung
der Förderpumpe und beispielsweise eine Ansteuerung für einen Elektromotor der Förderpumpe.
Durch sie lässt sich auch die Durchflussmenge an Förderflüssigkeit regeln.
[0029] Es ist günstigerweise vorgesehen, dass in dem zweiten Durchfluss-Regelungsbereich
und/oder in dem dritten Durchfluss-Regelungsbereich, d. h. in dem oder den Regelungsbereichen,
in denen die Pumpe zyklisch (intermittierend) betrieben wird, bei einer Veränderung
eines Steuersignals an den Elektromotor um einen bestimmten Betrag ein aktueller Zyklus
unterbrochen wird. Es wird dann ein aktueller Zyklus abgebrochen, um eine möglichst
schnelle Anpassung an die neuen Verhältnisse zu erreichen und die Durchflussmenge
möglichst genau einstellen zu können. Beispielsweise erfolgt das Unterbrechen des
aktuellen Zyklus, wenn eine entsprechende Signalschwelle bezogen auf die Durchflussmenge
um mehr als 5 % nach oben bzw. nach unten abweicht. Es ist dabei möglich, dass die
gleiche Schwelle für das Abweichen nach oben als auch nach unten verwendet wird oder
unterschiedliche Schwellen für das Abweichen nach oben und für das Abweichen nach
unten verwendet werden.
[0030] Für eine genaue und schnelle Einstellung der Durchflussmenge ist es günstig, wenn
bei einer Veränderung des Steuersignals um einen bestimmten Betrag bei Erhöhung der
Durchflussmenge ein neuer Zyklus mit einer Laufphase der Pumpe begonnen wird. Bei
der Laufphase liegt die Pumpe oberhalb der entsprechenden minimalen Drehzahl und es
erfolgt ein Pumpbetrieb. Es werden dadurch "Wartezeiten" vermieden und es erfolgt
eine schnelle Anpassung.
[0031] Aus dem gleichen Grund ist es günstig, wenn bei einer Veränderung des Steuersignals
um einen bestimmten Betrag bezüglich Erniedrigung der Durchflussmenge ein neuer Zyklus
mit einer Pausenzeit begonnen wird. Ein neuer Zyklus wird also mit einem "Nichtbetrieb"
der Pumpe begonnen, d. h. die Drehzahl des Laufrads ist Null oder mindestens näherungsweise
Null. Dadurch wird eine schnelle Anpassung an eine erniedrigte Durchflussmenge erreicht.
[0032] Insbesondere ist die Steuerungs- und/oder Regelungseinrichtung in die Förderpumpe
integriert. Beispielsweise ist sie in die Motorschaltung eines Elektromotors der Förderpumpe
integriert. Dadurch ergibt sich ein kompakter Aufbau.
[0033] Eine Zeitskala des intermittierenden Betriebs ist an eine erforderliche Verweildauer
von Förderflüssigkeit in einer Wärmeübertragungseinrichtung im Verhältnis zu einer
Zykluszeit angepasst. Wenn Förderflüssigkeit eine Wärmeübertragungseinrichtung durchströmt,
dann sollte die Verweildauer nicht zu kurz sein (damit eine effektive Wärmeabgabe
bzw. Wärmeaufnahme erfolgen kann). Dadurch gibt es für den intermittierenden Betrieb
bestimmte Zeitanforderungen.
[0034] Es ist ferner günstig, wenn beim Übergang von dem ersten Durchfluss-Regelungsbereich
(mit kontinuierlichem Betrieb) zu dem zweiten Durchfluss-Regelungsbereich (mit intermittierendem
Betrieb) über eine Pulsamplitude und/oder Pausenzeiten eine Volumenanpassung durchgeführt
wird. Es sollen keine zu großen Volumendifferenzen auftreten, um eine möglichst stetige
mittlere Durchflussmenge zu erreichen. Durch eine Anpassung kann erreicht werden,
dass zumindest im zeitlichen Mittel ein stetiger Übergang bezüglich der Durchflussmenge
vorliegt.
[0035] Günstig ist es, wenn die Förderpumpe Förderflüssigkeit durch mindestens eine Wärmeübertragungseinrichtung
fördert. Es lässt sich so eine effektive Wärmeabgabe bzw. Wärmeaufnahme erreichen.
[0036] Insbesondere ist die mindestens eine Wärmeübertragungseinrichtung ein Wärmeübertrager
einer Solaranlage oder eines Frischwassermoduls. Üblicherweise lässt sich der hydraulische
Widerstand eines solchen Systems nicht oder nur sehr wenig variieren. Durch das erfindungsgemäße
Verfahren lässt sich dann eine solche Solaranlage oder ein solches Frischwassermodul
mit hohem Durchflussmengen-Regelungsbereich betreiben, wobei keine erheblichen Wirkungsgradverluste
eintreten.
[0037] Erfindungsgemäß wird eine Förderpumpe zur Förderung von Flüssigkeiten der eingangs
genannten Art bereitgestellt, bei der durch die Steuerungs- und/oder Regelungseinrichtung
das erfindungsgemäße Verfahren durchführbar ist bzw. durchgeführt wird.
[0038] Diese Förderpumpe weist die im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Verfahren erläuterten
Vorteile auf.
[0039] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen wurden ebenfalls bereits im Zusammenhang mit
dem erfindungsgemäßen Verfahren erläutert.
[0040] Insbesondere ist die Steuerungs- und/oder Regelungseinrichtung mindestens teilweise
in die Förderpumpe und insbesondere in den Elektromotor der Förderpumpe (und dort
insbesondere in eine Motorschaltung) integriert. Dadurch ergibt sich ein kompakter
Aufbau. Beispielsweise ist derjenige Teil der Steuerungs- und/oder Regelungseinrichtung
in die Förderpumpe integriert, welche den intermittierenden Betrieb steuert bzw. regelt.
[0041] Die erfindungsgemäße Förderpumpe lässt sich vorteilhafterweise verwenden in einer
Heizanlage, in welcher ein hydraulischer Widerstand nicht oder nicht wesentlich einstellbar
und/oder variierbar ist. Eine solche Heizanlage ist beispielsweise eine Solaranlage
oder umfasst ein Frischwassermodul.
[0042] Erfindungsgemäß lässt sich die Förderpumpe auf vorteilhafte Weise verwenden in einer
Solaranlage zur Förderung von Förderflüssigkeit zur Wärmeaufnahme durch Solarstrahlung
und/oder zur Wärmeabgabe bzw. in einem Frischwassermodul zur Förderung von Förderflüssigkeit
durch eine Wärmeübertragungseinrichtung zur Wärmeübertragung an Frischwasser.
[0043] Insbesondere wird eine erfindungsgemäße Förderpumpe bei einem Frischwassermodul verwendet,
welches eine Wärmeübertragungseinrichtung umfasst, wobei die Förderpumpe an der Wärmeübertragungseinrichtung
Frischwasser aufheizt.
[0044] Erfindungsgemäß wird auch eine Solaranlage bereitgestellt, welche mindestens einen
Solarkollektor und eine erfindungsgemäße Förderpumpe umfasst, wobei die Förderpumpe
Förderflüssigkeit durch den mindestens einen Solarkollektor zur Wärmeaufnahme durch
Solarstrahlung fördert und/oder Förderflüssigkeit durch eine Wärmeübertragungseinrichtung
zur Wärmeabgabe fördert.
[0045] Die nachfolgende Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen dient im Zusammenhang
mit den Zeichnungen der näheren Erläuterung der Erfindung. Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Ansicht einer Heizanlage mit einer Solaranlage und einem Frischwassermodul;
- Figur 2
- schematische Durchfluss-Regelungsbereiche für den Betrieb einer Förderpumpe mit dem
zeitlichen Verlauf der Drehzahl n;
- Figur 3
- schematisch den Zusammenhang zwischen Durchflussmenge A und der Drehzahl n in einem
ersten Durchfluss-Regelungsbereich bei einem ersten Ausführungsbeispiel;
- Figur 4
- den Zusammenhang zwischen Durchflussmenge A und der Drehzahl bei einem zweiten Ausführungsbeispiel;
und
- Figur 5
- eine Schnittansicht eines Ausführungsbeispiels einer Förderpumpe.
[0046] Ein Ausführungsbeispiel einer Heizanlage, welches in Figur 1 schematisch gezeigt
und dort mit 10 bezeichnet ist, ist eine Solaranlage 12 mit mindestens einem Solarkollektor
14. Der Solarkollektor 14 ist an einen Förderkreis 16 gekoppelt. Der Förderkreis 16
weist eine Förderpumpe 18 auf. Die Förderpumpe 18 fördert eine Förderflüssigkeit durch
den mindestens einen Solarkollektor 14 zur Wärmeaufnahme durch Solarstrahlung 20.
Die Förderflüssigkeit ist beispielsweise ein Thermoöl oder eine Glykol-Wasser-Mischung.
[0047] Es ist eine (erste) Wärmeübertragungseinrichtung 22 vorgesehen. Die Wärmeübertragungseinrichtung
22 ist von durch die Förderpumpe 18 geförderter Förderflüssigkeit durchströmt. An
ihr wird durch Solarstrahlung 20 aufgenommene Wärme an einen Heizkreis 24 abgegeben.
Der Heizkreis 24 umfasst einen Pufferspeicher 26 für Heizwasser. Der Pufferspeicher
26 speichert aufgeheiztes Wasser.
[0048] Der Pufferspeicher 26 weist einen Ausgang 32 für den Heizkreis 24 auf. Über den Ausgang
32 lässt sich aufzuheizende Förderflüssigkeit (insbesondere Wasser) aus dem Pufferspeicher
26 auskoppeln. An den Ausgang 32 ist eine Leitung 34 angeschlossen, welche durch die
Wärmeübertragungseinrichtung 22 geführt ist. Förderflüssigkeit in der Leitung 34 wird
in der Wärmeübertragungseinrichtung 22 aufgeheizt.
[0049] Ein Ausgang 36 der Wärmeübertragungseinrichtung 22 im Heizkreis 24 steht mit dem
Pufferspeicher 26 über eine Leitung 40 in Verbindung.
[0050] Über die Leitung 40 lässt sich aufgeheizte Förderflüssigkeit (insbesondere Wasser)
in den Pufferspeicher 26 an einem Eingang 42 einkoppeln.
[0051] Der Eingang 42 ist insbesondere bezogen auf die Schwerkraftrichtung oberhalb des
Ausgangs 32 angeordnet.
[0052] Die Heizanlage 10 weist ein Frischwassermodul 50 auf. Bei diesem Frischwassermodul
50 wird warmes Frischwasser nicht zwischengespeichert, sondern bei Bedarf an einer
(zweiten) Wärmeübertragungseinrichtung 52 aufgeheizt. Die Wärmeübertragungseinrichtung
52 ist beispielsweise als Plattenwärmeübertrager ausgebildet.
[0053] Die Wärmeübertragungseinrichtung 52 weist einen ersten Eingang 54 auf, über welchen
aufzuheizendes Frischwasser in die Wärmeübertragungseinrichtung 52 eingekoppelt wird.
Dem ersten Eingang 54 ist ein erster Ausgang 56 zugeordnet, an welchem aufgeheiztes
Brauchwasser (Frischwasser bzw. Trinkwasser) auskoppelbar ist und Armaturen zuführbar
ist.
[0054] Die Wärmeübertragungseinrichtung 52 weist weiterhin einen zweiten Eingang 58 auf,
welcher fluidwirksam mit dem Pufferspeicher 26 verbunden ist. Förderflüssigkeit aus
dem Pufferspeicher 26 lässt sich dadurch der Wärmeübertragungseinrichtung 52 zuführen
und über den zweiten Eingang 58 in diese einkoppeln.
[0055] Die Wärmeübertragungseinrichtung 52 hat ferner einen zweiten Ausgang 60, welcher
dem zweiten Eingang 58 zugeordnet ist. Förderflüssigkeit vom Pufferspeicher 26 durchströmt
die Wärmeübertragungseinrichtung 52 zwischen dem zweiten Eingang 58 und dem zweiten
Ausgang 60. Es ist in der Wärmeübertragungseinrichtung 52 eine Wärmeübertragungsstrecke
gebildet, durch die Wärme an Brauchwasser, welches von dem ersten Eingang 54 zu dem
ersten Ausgang 56 strömt, übertragen wird.
[0056] Von dem zweiten Ausgang 60 führt eine Leitung 62 zu dem Pufferspeicher 26.
[0057] Zur Förderung von Förderflüssigkeit durch die Wärmeübertragungseinrichtung 52 ist
an der Leitung 62 eine Förderpumpe 64 angeordnet. Die Förderpumpe 64 kann dabei auch
dem zweiten Eingang 58 vorgeschaltet sein.
[0058] Der Förderpumpe 64 und/oder der Förderpumpe 18 ist eine Steuerungs- und/oder Regelungseinrichtung
66 zugeordnet. Diese Steuerungs- und/oder Regelungseinrichtung 66 ist insbesondere
in die Förderpumpe 64 bzw. 18 integriert. Sie steuert bzw. regelt den Betrieb der
entsprechenden Förderpumpe 64 bzw. 18. Durch sie ist insbesondere auch eine Durchflussmenge
A in dem Förderkreis 16 bzw. in einem Förderkreis 68 an dem Frischwassermodul 50 steuerbar
bzw. regelbar.
[0059] Der Förderkreis 68 ist dabei der Förderkreis von Heizwasser aus dem Pufferspeicher
26 durch die Wärmeübertragungseinrichtung 52 hindurch zwischen dem zweiten Eingang
58 und dem zweiten Ausgang 60 und über die Leitung 62 zurück zu dem Pufferspeicher
26.
[0060] Ein Ausführungsbeispiel einer Förderpumpe 18 bzw. 64 (Figur 7) weist einen Elektromotor
70 mit einem Rotor 72 auf. Der Elektromotor 70 umfasst ferner einen Stator 74. Er
weist ferner eine Motorschaltung 76 auf. Diese umfasst die Steuerungs- und/oder Regelungseinrichtung
66 vorzugsweise in dem Umfang, welcher den intermittierenden Betrieb der Förderpumpe
18 bzw. 64 steuert bzw. regelt. Ein "Systemteil" der Steuerung bzw. Regelung, welches
das Gesamtsystem steuert bzw. regelt, ist vorzugsweise außerhalb der Förderpumpe angeordnet.
[0061] Der Rotor 72 ist beispielsweise an einem konvexen Lagerkörper 78 drehbar gelagert.
Mit dem Rotor 72 drehfest verbunden ist ein Laufrad 80. Der Rotor 72 weist Permanentmagnete
82 auf.
[0062] Der Elektromotor 70 ist elektronisch kommutiert. Dadurch ist die Förderpumpe 18 bzw.
64 eine Hocheffizienzpumpe, welche über den gesamten Drehzahlbereich einen hohen Wirkungsgrad
aufweist.
[0063] Die Drehzahl n der Förderpumpe 18 bzw. 64 lässt sich in einem relativ breiten Bereich
regeln. Die hydraulische Leistung P der entsprechenden Förderpumpe 18 bzw. 64 nimmt
mit der dritten Potenz der Drehzahl n zu:

[0064] Bei einem konstanten hydraulischen System, bei dem sich der hydraulische Widerstand
nicht verändert, ist die Durchflussmenge A proportional zur dritten Wurzel der Leistung
P:

[0065] Dies bedeutet, dass für ein solches konstantes hydraulisches System die Durchflussmenge
A mindestens näherungsweise proportional zur Drehzahl ist.
[0066] Bei einem ersten Ausführungsbeispiel einer Förderpumpe 18 bzw. 64 ist diese Förderpumpe
18, 64 mit einer Drehzahl n zwischen einer endlichen ersten unteren Drehzahl 84 und
einer oberen Drehzahl 86 betreibbar (vgl. Figur 3). Die erste untere Drehzahl 84 ist
dabei eine minimale Drehzahl, unter welcher die Förderpumpe 18, 64 nicht betrieben
werden kann, d. h. die minimale Drehzahl des Laufrads 80 ist die erste untere Drehzahl
84. Eine größere Drehzahl als die obere Drehzahl 86 ist ebenfalls nicht möglich.
[0067] Im Bereich zwischen der ersten unteren Drehzahl 84 und der oberen Drehzahl 86 besteht
ein mindestens näherungsweise linearer Zusammenhang zwischen der Durchflussmenge A
und der Drehzahl n. In einem kontinuierlichen Betrieb ist durch entsprechende Einstellung
der Drehzahl n die Durchflussmenge A regelbar.
[0068] Bei einem typischen Ausführungsbeispiel beträgt die erste untere Drehzahl 84 (minimale
Drehzahl) 800 U/min und die obere Drehzahl 86 beträgt 3000 U/min. Es lässt sich dadurch
bei einem kontinuierlichen Betrieb der Förderpumpe 18 bzw. 64 bei Drehzahlen zwischen
der ersten unteren Drehzahl 84 und der oberen Drehzahl 86 eine Variation der Durchflussmenge
im Verhältnis 1:3,75 erreichen.
[0069] Bei bestimmten Anwendungen ist es sinnvoll oder notwendig, eine größere Variationsbreite
für die Durchflussmenge zuzulassen. Zu solchen Anwendungen gehören beispielsweise
Solaranlagen (wie die Solaranlage 12) oder Frischwassermodule (wie das Frischwassermodul
50). Es lässt sich dadurch unter anderem die Effizienz und/oder der Komfort verbessern.
[0070] Bei dem ersten Ausführungsbeispiel gemäß Figur 3 würde eine Vergrößerung der Variationsbreite
in der Durchflussmenge im kontinuierlichen Betrieb eine Absenkung der Drehzahl unter
die erste untere Drehzahl 84 benötigen, was nicht möglich ist.
[0071] Erfindungsgemäß sind zur Vergrößerung der Durchflussmengenvariation unterschiedliche
Durchfluss-Regelungsbereiche vorgesehen.
[0072] Grundsätzlich umfasst die Förderpumpe 18 bzw. 64 einen ersten Durchfluss-Regelungsbereich,
welcher dem kontinuierlichen Betrieb (vgl. Figur 5) entspricht. Der erste Durchfluss-Regelungsbereich
ist der kontinuierliche Betriebsbereich der Förderpumpe 18, 64. In den Figuren 2 bis
4 ist der erste Durchfluss-Regelungsbereich mit dem Bezugszeichen 88 bezeichnet. Das
Laufrad 80 wird in dem ersten Durchfluss-Regelungsbereich 88 kontinuierlich angetrieben.
Eine Durchflussverringerung erfolgt durch Erniedrigung der Drehzahl n (vgl. Figur
3).
[0073] Um kleinere Durchflussmengen A zu erzielen, wird die Förderpumpe 18, 64 intermittierend
betrieben. Bei dem ersten Ausführungsbeispiel (Figur 2) schließt sich zu kleineren
Durchflussmengen A hin ein zweiter Durchfluss-Regelungsbereich 90 an. In diesem zweiten
Durchfluss-Regelungsbereich 90 wird die Förderpumpe 18, 64 bezüglich ihrer Drehzahlen
n gepulst betrieben. Die Steuerungs- und/oder Regelungseinrichtung 66 steuert mit
Steuersignalen den Elektromotor 70 so an, dass das entsprechende Laufrad 80 gepulst
angetrieben wird mit einer Pulsamplitude 92, wobei zwischen benachbarten Pulsen eine
Pausenzeit 94 liegt. Entsprechende Pulse 96 sind insbesondere mindestens näherungsweise
rechteckförmig. In Pausenzeiten 94 ist die Drehzahl der Förderpumpe 18 bzw. 64 mindestens
näherungsweise Null.
[0074] Es wird dann die Drehzahl pulsartig erhöht auf eine Pulsamplitude 92, welche größer
ist als die zweite untere Drehzahl 100 und beispielsweise mindestens 1,5-fach größer
ist.
[0075] Bei einer Variante ist die angehobene Drehzahl mindestens näherungsweise zweifach
so groß wie die zweite untere Drehzahl 100 (welche der ersten unteren Drehzahl 84
entspricht).
[0076] Wenn im zweiten Durchfluss-Regelungsbereich 90 die Durchflussmenge A weiter verringert
werden soll, dann wird bei dem ersten Ausführungsbeispiel die Pulsamplitude 92 verringert.
Insbesondere ist die Verringerung linear. Dies ist in Figur 3 durch die Linie 102
angedeutet.
[0077] Es ist dabei vorgesehen, dass die Pausenzeiten 94 im zweiten Durchfluss-Regelungsbereich
90 konstant gehalten werden oder leicht verkürzt werden. Diese Verkürzung ist in Figur
2 durch die gebrochenen Linien 104 angedeutet. Durch die Verkürzung 104 wird eine
Zykluslänge als Abfolge von Puls und Pausenzeit 94 geringfügig verkürzt, weil eine
Beschleunigungsphase bei geringerer Enddrehzahl kürzer ausfällt.
[0078] Die Verkürzung ist klein gegenüber der Länge eines Pulses und beträgt beispielsweise
höchstens 20 % dessen Länge.
[0079] Die Steuerungs- und/oder Regelungseinrichtung 66 steuert mit ihren Steuersignalen
den Elektromotor 70 an. In dem zweiten Durchfluss-Regelungsbereich 90 kann grundsätzlich
eine Änderung der Durchflussmenge bezüglich Durchflusserhöhung oder Durchflussverringerung
erfolgen. Erfindungsgemäß ist es vorgesehen, dass, wenn während eines Betriebs in
dem zweiten Durchfluss-Regelungsbereich 90 eine solche Änderung erfolgt, der momentane
Zyklus unterbrochen wird. Bei einer Vergrößerung der Durchflussmenge, wenn das Steuersignal
sich um einen bestimmten Betrag ändert, wird dabei ein neuer Zyklus mit einer Laufphase
der Förderpumpe 18 bzw. 64 begonnen, um unter Minimierung der Einstellzeiten den gewünschten
höheren Durchfluss zu erhalten.
[0080] Bei einer gewünschten Erniedrigung der Durchflussmenge wird nach Unterbrechung des
momentanen Zyklus mit einer Pausenzeit begonnen, um hier ebenfalls eine schnelle Anpassung
an die gewünschte verringerte Durchflussmenge zu erhalten.
[0081] Die Schwelle bezüglich der Änderung des Steuerungssignals nach oben und nach unten
kann für beide Änderungsrichtungen gleich sein oder unterschiedlich sein. Bei einem
Ausführungsbeispiel beträgt die Schwelle der Änderung 5 %.
[0082] Der Betriebsbereich der Förderpumpe 18 bzw. 64 weist einen dritten Durchfluss-Regelungsbereich
106 (Figur 2) auf. Dieser dritte Durchfluss-Regelungsbereich 106 schließt sich an
den zweiten Durchfluss-Regelungsbereich 90 an, wobei in dem dritten Durchfluss-Regelungsbereich
106 kleinere Durchflussmengen A einstellbar sind als in dem zweiten Durchfluss-Regelungsbereich
90. Auch im dritten Durchfluss-Regelungsbereich 106 ist der Betrieb der Förderpumpe
18 bzw. 64 intermittierend.
[0083] Bei dem ersten Ausführungsbeispiel einer Förderpumpe 18 bzw. 64, bei welchem die
erste untere Drehzahl 84 eine minimale Drehzahl ist, wird in dem dritten Durchfluss-Regelungsbereich
106 durch die Steuerungs- und/oder Regelungseinrichtung 66 die Pulsamplitude 92 konstant
festgelegt. Sie liegt auf der zweiten unteren Drehzahl 100 (welche der ersten unteren
Drehzahl 84 entspricht). In Figur 2 ist dies mit dem Bezugszeichen 107 angedeutet.
[0084] In dem dritten Durchfluss-Regelungsbereich 106 werden zeitliche Pulsintervalle eingestellt.
Die Pulsintervalle setzen sich zusammen aus zeitlicher Pulslänge und Pausenlänge.
In dem dritten Durchfluss-Regelungsbereich 106 wird die Durchflussmenge A über die
zeitliche Einstellung von Pulsintervallen und insbesondere von Pausenzeiten 94 eingestellt.
In Figur 2 sind zwei unterschiedliche Pausenzeiten T
Pause(1) und T
Pause(2) gezeigt. Je größer die Pausenzeit, desto kleiner lässt sich die Durchflussmenge einstellen.
[0085] Beim Übergang von dem ersten Durchfluss-Regelungsbereich 88 (kontinuierlicher Betrieb)
zu dem zweiten Durchfluss-Regelungsbereich 90 (intermittierender Betrieb) wird eine
Volumenanpassung durchgeführt, so dass eine möglichst kleine Volumendifferenz entsteht
und ein "transparenter" Übergang für eine Steuerung bzw. Regelung erfolgt. Durch Anheben
der Pulsamplitude 92 über die zweite untere Drehzahl 100 und insbesondere auf das
mindestens 1,5-fache ergibt sich diese Anpassung. Die Anpassung erfolgt insbesondere
derart, dass der zeitlich gemittelte Durchfluss im kontinuierlichen Betrieb (im ersten
Durchfluss-Regelungsbereich 88) und bezüglich der Durchflussmenge oberen Ende im zweiten
Durchfluss-Regelungsbereich 90 mindestens näherungsweise gleich ist.
[0086] Die absoluten Zeiten T
Puls, und auch die Pausenzeiten sind angepasst an eine Verweildauer für Förderflüssigkeit
insbesondere in einer Wärmeübertragungseinrichtung 22 bzw. 52. Eine Zeitspanne eines
intermittierenden Zyklus in dem zweiten Durchfluss-Regelungsbereich 90 und dem dritten
Durchfluss-Regelungsbereich 106 orientiert sich an den Erfordernissen des entsprechenden
Systems.
[0087] Wenn beispielsweise bei dem Frischwassermodul 50 die Wärmeübertragungseinrichtung
52 als Plattenwärmeübertrager ausgebildet ist, dann ist ein Inhalt an Förderflüssigkeit
(Wasser) von einem Liter pro Seite typisch. Wenn die Maximalleistung eines solchen
Systems 40 Liter pro Minute beträgt, dann beträgt die Leistung bei der ersten unteren
Drehzahl 84 10,7 l/min für die oben genannten typischen minimalen und maximalen Drehzahlen
(40/3,75 l/min). Es ergibt sich dadurch eine Verweildauer von Frischwasser in der
Wärmeübertragungseinrichtung 52 von ca. 6 Sekunden.
[0088] Bei einem zweiten Ausführungsbeispiel einer Förderpumpe 18 bzw. 64 weist diese eine
erste untere Drehzahl 108 auf, welche keine minimale Drehzahl ist. Die Förderpumpe
18, 64 lässt sich auch noch unterhalb dieser ersten unteren Drehzahl 108 (Figur 4)
betreiben. Es lässt sich jedoch nicht sicherstellen, dass die Förderpumpe 18, 64 dann
noch sicher anläuft. Jedoch ist bei einer Drehzahl S (vgl. Figur 4) sichergestellt,
dass die Förderpumpe 18 bzw. 64 sicher anläuft und beschleunigt. Diese Drehzahl S
stellt eine zweite untere Drehzahl 110 dar, bei welcher sichergestellt ist, dass die
Förderpumpe 18, 64 anläuft.
[0089] Bei dieser zweiten Ausführungsform wird die Förderpumpe 18, 64 so betrieben (Figur
2), dass von dem ersten Durchfluss-Regelungsbereich 88 (kontinuierlicher Bereich)
zu dem zweiten Durchfluss-Regelungsbereich 90 bei Erreichen der ersten unteren Drehzahl
108 übergegangen wird. Es wird dann im intermittierenden Betrieb durch die Steuerungs-
und/oder Regelungseinrichtung 66 auf eine Drehzahl angehoben, welche oberhalb der
zweiten unteren Drehzahl 110 liegt. Es ist dadurch ein sicherer Anlauf gegeben.
[0090] Grundsätzlich erfolgt dann eine Pulsung wie oben beschrieben. Die Pulsamplitude 92
liegt im zweiten Durchfluss-Regelungsbereich 90 oberhalb der zweiten unteren Drehzahl
110. Eine Durchflusseinstellung erfolgt über die Pulsamplitude.
[0091] In dem dritten Durchfluss-Regelungsbereich 106 wird die Pulsamplitude 92 konstant
gehalten. Die Pulsamplitude wird dabei bei der zweiten unteren Drehzahl 110 konstant
gehalten, um ein sicheres Anlaufen des Laufrads nach einer Pausenzeit zu ermöglichen.
[0092] Erfindungsgemäß wird durch den intermittierenden Betrieb mit dem zweiten Durchfluss-Regelungsbereich
90 und dem dritten Durchfluss-Regelungsbereich 106 die Variationsbreite zu kleineren
Durchflussmengen A hin erweitert.
[0093] Diese Erweiterung der Regelungsmöglichkeiten bezüglich der Durchflussmenge A ist
dabei an einer Hocheffizienzpumpe mit elektronisch kommutiertem Elektromotor 70 durchführbar,
bei der der Wirkungsgrad über alle Drehzahlen mindestens näherungsweise (beispielsweise
mit einer Variationsbreite von höchstens 20 %) gleich bleibt.
[0094] Die erfindungsgemäße Lösung ist insbesondere geeignet für Systeme mit konstantem
hydraulischen Widerstand. Insbesondere wird eine entsprechend betriebene Förderpumpe
18, 64 im Zusammenhang mit einer Solaranlage 12 bzw. einem Frischwassermodul 50 eingesetzt.
Bezugszeichenliste
[0095]
- 10
- Heizanlage
- 12
- Solaranlage
- 14
- Solarkollektor
- 16
- Förderkreis
- 18
- Förderpumpe
- 20
- Solarstrahlung
- 22
- Wärmeübertragungseinrichtung
- 24
- Heizkreis
- 26
- Pufferspeicher
- 32
- Ausgang
- 34
- Leitung
- 36
- Ausgang
- 40
- Leitung
- 42
- Eingang
- 48
- Pufferspeicher
- 50
- Frischwassermodul
- 52
- Wärmeübertragungseinrichtung
- 54
- erster Eingang
- 56
- erster Ausgang
- 58
- zweiter Eingang
- 60
- zweiter Ausgang
- 62
- Leitung
- 64
- Förderpumpe
- 66
- Steuerungs- und/oder Regelungseinrichtung
- 68
- Förderkreis
- 70
- Elektromotor
- 72
- Rotor
- 74
- Stator
- 76
- Motorschaltung
- 78
- Lagerkörper
- 80
- Laufrad
- 82
- Permanentmagnet
- 84
- erste untere Drehzahl
- 86
- obere Drehzahl
- 88
- erster Durchfluss-Regelungsbereich
- 90
- zweiter Durchfluss-Regelungsbereich
- 92
- Pulsamplitude
- 94
- Pausenzeit
- 96
- Pulse
- 100
- zweite untere Drehzahl
- 102
- Linie
- 104
- "Verkürzung"
- 106
- dritter Durchfluss-Regelungsbereich
- 107
- "konstante Pulsamplitude"
- 108
- erste untere Drehzahl
- 110
- zweite untere Drehzahl
1. Verfahren zum Betreiben einer Förderflüssigkeit fördernden Förderpumpe (18; 64), welche
ein Laufrad (80) und einen elektronisch kommutierten Elektromotor (70) für den Drehantrieb
des Laufrads (80) aufweist, wobei die Förderpumpe in einem Drehzahlbereich des Laufrads
(80) zwischen einer oberen Drehzahl (86) und einer endlichen ersten unteren Drehzahl
(84; 108) betreibbar ist, umfassend:
- einen ersten Durchfluss-Regelungsbereich (88), in dem die Förderpumpe (18; 64) kontinuierlich
betrieben wird und das Laufrad (80) kontinuierlich drehend angetrieben wird;
- einen zweiten Durchfluss-Regelungsbereich (90), in dem die Förderpumpe (18; 64)
intermittierend betrieben wird und das Laufrad (80) gepulst drehend angetrieben wird,
wobei eine Pulsamplitude (92) der Drehung größer ist als eine endliche zweite untere
Drehzahl (100; 110) und zwischen Drehzahlpulsen Pausenzeiten (94) mit einer Drehzahl
(n) Null oder mindestens näherungsweise Null liegen;
- einen dritten Durchfluss-Regelungsbereich (106), in dem die Förderpumpe (18; 64)
intermittierend betrieben wird und das Laufrad (80) gepulst drehend angetrieben wird,
wobei eine Pulsamplitude der Drehung bei der zweiten unteren Drehzahl (100; 110) liegt
und zwischen Drehzahlpulsen Pausenzeiten mit der Drehzahl Null oder mindestens näherungsweise
Null liegen.
2. Verfahren zum Betreiben einer Förderflüssigkeit fördernden Förderpumpe (18; 64), welche
ein Laufrad (80) und einen elektronisch kommutierten Elektromotor (70) für den Drehantrieb
des Laufrads (80) aufweist, wobei die Förderpumpe in einem Drehzahlbereich des Laufrads
(80) zwischen einer oberen Drehzahl (86) und einer endlichen ersten unteren Drehzahl
(84; 108) betreibbar ist, umfassend:
- einen ersten Durchfluss-Regelungsbereich (88), in dem die Förderpumpe (18; 64) kontinuierlich
betrieben wird und das Laufrad (80) kontinuierlich drehend angetrieben wird;
- einen zweiten Durchfluss-Regelungsbereich (90), in dem die Förderpumpe (18; 64)
intermittierend betrieben wird und das Laufrad (80) gepulst drehend angetrieben wird,
wobei eine Pulsamplitude (92) der Drehung größer oder gleich ist als/wie eine endliche
zweite untere Drehzahl (100; 110) und zwischen Drehzahlpulsen Pausenzeiten (94) mit
einer Drehzahl (n) Null oder mindestens näherungsweise Null liegen;
oder nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass beim Übergang von dem ersten Durchfluss-Regelungsbereich (88) zu dem zweiten Durchfluss-Regelungsbereich
(90) im zweiten Durchfluss-Regelungsbereich (90) die Drehzahl in der Pulsamplitude
(92) auf eine größere Drehzahl angehoben wird, wobei die angehobene Drehzahl insbesondere
mindestens 1,5-fach so groß ist wie die Drehzahl im ersten Durchfluss-Regelungsbereich
(88) am Übergang zu dem zweiten Durchfluss-Regelungsbereich (90).
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Drehzahlbereich des ersten Durchfluss-Regelungsbereichs (88) zwischen der oberen
Drehzahl (86) und der ersten unteren Drehzahl (84; 108) liegt.
4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem ersten Durchfluss-Regelungsbereich (88) zur Einstellung der Durchflussmenge
(A) die Drehzahl (n) variiert wird und/oder dass in dem zweiten Durchfluss-Regelungsbereich
(90) Pulsintervalle im Wesentlichen zeitlich konstant sind und/oder dass in dem zweiten
Durchfluss-Regelungsbereich (90) zur Einstellung der Durchflussmenge (A) die Pulsamplitude
(92) variiert wird.
5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem dritten Durchfluss-Regelungsbereich (106) Pulsintervalle zeitlich variiert
werden, und insbesondere, dass Pausenzeiten (94) variiert werden, und insbesondere,
dass in dem dritten Durchfluss-Regelungsbereich (106) zur Einstellung der Durchflussmenge
(A) die zeitliche Länge von Pulsintervallen und insbesondere von Pausenzeiten (94)
variiert werden.
6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite untere Drehzahl (100; 110) größer oder gleich ist als/wie die erste untere
Drehzahl (84; 108).
7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste untere Drehzahl (84) eine vorgegebene minimale Drehzahl der Förderpumpe
(18; 64) ist und insbesondere die zweite untere Drehzahl (100) der ersten unteren
Drehzahl (84) entspricht.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite untere Drehzahl (110) eine Drehzahl (n) ist, bei welcher die Förderpumpe
(18; 64) sicher anläuft.
9. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem zweiten Durchfluss-Regelungsbereich (90) die einstellbare Durchflussmenge
(A) kleiner ist als im ersten Durchfluss-Regelungsbereich (88), und gegebenenfalls
im dritten Durchfluss-Regelungsbereich (106) einstellbare Durchflussmenge (A) kleiner
ist als im zweiten Durchfluss-Regelungsbereich (90) und/oder dass in dem zweiten Durchfluss-Regelungsbereich
(90) zur Durchflussmengenverringerung die Drehzahl (n) in der Pulsamplitude (92) verringert
und insbesondere linear verringert wird und/oder dass in dem dritten Durchfluss-Regelungsbereich
(106) eine Länge von Pausenzeiten (TPause) eingestellt wird, wobei insbesondere zur Durchflussmengenverringerung Pausenzeiten
verlängert werden.
10. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Steuerungs- und/oder Regelungseinrichtung (66), durch welche eine Drehzahl (n) gesteuert und/oder geregelt wird und welche eine Durchflussmenge
(A) an Förderflüssigkeit einstellt, und insbesondere, dass in dem zweiten Durchfluss-Regelungsbereich
(90) und/oder dem dritten Durchfluss-Regelungsbereich (106) bei einer Veränderung
eines Steuersignals der Steuerungs- und/oder Regelungseinrichtung (66) um einen bestimmten
Betrag ein aktueller Zyklus unterbrochen wird, und insbesondere, dass bei einer Veränderung
des Steuersignals um einen bestimmten Betrag bezüglich einer Erhöhung der Durchflussmenge
(A) ein neuer Zyklus mit einer Laufphase der Förderpumpe (18; 64) begonnen wird, und
insbesondere, dass bei einer Veränderung des Steuersignals um einen bestimmten Betrag
bezüglich Erniedrigung der Durchflussmenge (A) ein neuer Zyklus mit einer Pausenzeit
begonnen wird, und insbesondere, dass die Steuerungs- und/oder Regelungseinrichtung
(66) mindestens teilweise in die Förderpumpe (18; 64) integriert ist.
11. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass beim Übergang von dem ersten Durchfluss-Regelungsbereich (88) zu dem zweiten Durchfluss-Regelungsbereich
(90) über eine Pulsamplitude (92) und/oder Pausenzeiten (94) eine Volumenanpassung
durchgeführt wird.
12. Förderpumpe zur Förderung von Flüssigkeit, mit einer Steuerungs- und/oder Regelungseinrichtung
(66), welche einen Elektromotor (70) ansteuert, wobei durch die Steuerungs- und/oder
Regelungseinrichtung (66) eine Durchflussmenge (A) an Förderflüssigkeit einstellbar
ist und die Steuerungs- und/oder Regelungseinrichtung (66) das Verfahren gemäß einem
der vorangehenden Ansprüche durchführt.
13. Verwendung der Förderpumpe nach Anspruch 12 zur Förderung von Förderflüssigkeit in
einer Heizanlage (10), in welcher ein hydraulischer Widerstand nicht oder nicht wesentlich
einstellbar und/oder variierbar ist oder Verwendung der Förderpumpe nach Anspruch
12 in einer Solaranlage (12) zur Förderung von Förderflüssigkeit zur Wärmeaufnahme
durch Solarstrahlung (20) und/oder zur Wärmeabgabe oder Verwendung der Förderpumpe
nach Anspruch 12 in einem Frischwassermodul (50) zur Förderung von Förderflüssigkeit
durch eine Wärmeübertragungseinrichtung (52) zur Wärmeübertragung an Frischwasser.
14. Frischwassermodul, umfassend eine Wärmeübertragungseinrichtung und eine Förderpumpe
(64) nach Anspruch 12, wobei die Förderpumpe (64) an der Wärmeübertragungseinrichtung
(52) Frischwasser aufheizt.
15. Solaranlage, umfassend mindestens einen Solarkollektor (14) und eine Förderpumpe (18)
nach Anspruch 12, wobei die Förderpumpe (18) Förderflüssigkeit durch den mindestens
einen Solarkollektor (14) zur Wärmeaufnahme durch Solarstrahlung fördert und/oder
Förderflüssigkeit durch eine Wärmeübertragungseinrichtung (22) zur Wärmeabgabe fördert.