[0001] Die Erfindung betrifft ein Kochfeld mit einer Kochfeldplatte und einer Beleuchtungsvorrichtung,
welche zumindest eine Lichtquelle aufweist, die derart angeordnet ist, dass Licht
der Lichtquelle über einen seitlichen Rand der Kochfeldplatte in die Kochfeldplatte
einkoppelbar ist.
[0002] Eine derartige Ausgestaltung ist beispielsweise aus der
EP 2 381 177 A1 bekannt. Bei diesen Ausgestaltungen ist diese Kochfeldplatte aus Glaskeramik ausgebildet,
welches dann funktionell auch als Lichtleiter gestaltet ist. Die Lichtquellen sind
dort beabstandet zu diesem schmalen seitlichen Rand der Kochfeldplatte angeordnet,
und ihre Hauptabstrahlrichtung ist senkrecht zum ausschließlich geradlinigen vertikalen
Konturenverlauf des Rands ausgebildet.
[0003] Darüber hinaus ist ein Kochfeld mit einer seitlichen Lichteinstrahlung aus der
EP 1 376 872 B1 bekannt. Auch dort wird das Licht einer Lichtquelle an dem schmalen Rand in die Kochfeldplatte
eingekoppelt und pflanzt sich in dieser unter mehrfacher Totalreflexion fort. Dieses
eingekoppelte Licht wird praktisch über die gesamten Ausmaße der Kochfeldplatte darin
total reflektiert und gelangt zu einer Streuzone, an welcher es dann so gestreut wird,
dass es an einer Schaltfläche austritt und damit diese Schaltfläche gegenüber der
Umgebung hell erscheint. Um Reflexionsverluste am Rand dieser Kochfeldplatte zu minimieren,
wird das Licht der Lichtquelle in einem möglichst stumpfen Winkel auf den Rand gelenkt.
An der dem Rand abgewandten Seite der Lichtquelle ist eine Verspiegelung vorgesehen,
durch welche erreicht werden soll, dass das Licht der Lichtquelle möglichst überwiegend
in die Kochfeldplatte eintritt.
[0004] Bei den bekannten Ausgestaltungen führt die seitliche Einleuchtung zu sehr undefinierten
Lichtausbreitungen in der gesamten Kochfeldplatte, wodurch sich über diese großen
Wegstrecken nachlassende Helligkeiten zur Mitte der Kochfeldplatte hin ebenso ergeben
wie undefinierte Helligkeitsverteilungen über die gesamte Fläche. Durch diese Ausgestaltungen
werden uneinheitliche Helligkeitszonen wahrgenommen, die jedoch gleichmäßig erscheinen
sollten. Daher ist es im Stand der Technik unmöglich beziehungsweise ausgeschlossen,
dass spezifische Streifen abseits der Mitte der Kochfeldplatte individuell und mit
relativ homogener Lichtverteilung erzeugt werden können.
[0005] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Kochfeld zu schaffen, bei welchem
bei einer Lichteinkopplung über einen schmalen Seitenrand eine örtlich spezifiziertere
Erzeugung einer Helligkeitszone und eine gleichmäßigere Lichtverteilung einer derartigen
Zone erreicht werden kann.
[0006] Diese Aufgabe wird durch ein Kochfeld gemäß den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
[0007] Ein erfindungsgemäßes Kochfeld umfasst eine Kochfeldplatte und eine Beleuchtungsvorrichtung,
welche zumindest eine Lichtquelle aufweist. Die Lichtquelle ist derart angeordnet,
dass Licht von dieser Lichtquelle über einen seitlichen Rand der Kochfeldplatte in
die Kochfeldplatte einkoppelbar ist. Ein wesentlicher Gedanke der Erfindung ist darin
zu sehen, dass das Kochfeld ein Lichteinkoppelelement zum Einkoppeln des Lichts in
die Kochfeldplatte aufweist. Dieses Lichteinkoppelelement ist so ausgebildet, dass
es eine der Lichtquelle zugewandte Einkoppelfläche aufweist, die in einem Winkel ungleich
90° zu einer Unterseite der Kochfeldplatte angeordnet ist. Durch eine derartige spezifische
Ausgestaltung des Kochfelds ist eine sehr definierte Richtungsvorgabe für das eingekoppelte
Licht erreichbar, sodass die örtliche Lage, insbesondere randseitige Helligkeitszonen,
sehr definiert erzeugt werden können. Durch diese Ausgestaltung ist dann auch erreicht,
dass derartige Helligkeitszonen eine sehr gleichmäßige und somit homogene Lichtverteilung
aufweisen und daher für einen Beobachter als einheitliches beleuchtetes optisches
Element wahrnehmbar sind. Dadurch werden optisch angezeigte Informationen über eine
innere Beleuchtung des Kochfelds einem Nutzer sowohl örtlich präziser als auch bezüglich
der eindeutigen gesamten Wahrnehmbarkeit des beleuchteten Bereichs verbessert dargestellt.
[0008] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass das Lichteinkoppelelement durch die Kochfeldplatte
selbst gebildet ist und die Einkoppelfläche durch zumindest einen Teilbereich der
Erstreckung des Rands gebildet ist. Bei einer derartigen Ausgestaltung ist somit die
Kochfeldplatte als einstückiges Teil bereitgestellt, welches an diesem schmalen seitlichen
Rand mit der genannten Einkoppelfläche ausgebildet ist und somit diese Einkoppelfläche
quasi auch integriert in dem Bereich der Kochfeldplatte ausgebildet ist. Bei dieser
Ausgestaltung ist daher die Kochfeldplatte selbst entsprechend zu fertigen und auszugestalten.
[0009] Bei einer alternativen Ausführung ist vorgesehen, dass das Lichteinkoppelelement
ein separater Lichtleiter ist, der an dem Rand der Kochfeldplatte anliegend angeordnet
ist. Vorzugsweise ist hier vorgesehen, dass dieser separate Lichtleiter zerstörungsfrei
unlösbar an diesem Rand direkt anliegend angeordnet ist. Beispielsweise kann er daran
angeklebt sein. Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass eine mechanische Verbindung
zwischen dem Lichtleiter und der Kochfeldplatte derart ausgebildet ist, dass an den
Anliegeflächen, an denen der Lichtleiter und der Rand der Kochfeldplatte direkt aneinander
anliegen, kein zusätzliches Verbindungselement angeordnet ist. Dadurch wird die optische
Beeinflussung des Lichts bezüglich der Ablenkung vermieden.
[0010] Durch ein Lichteinkoppelelement, welches als separates Bauteil zur Kochfeldplatte
bereitgestellt ist, kann die übliche Form der Kochfeldplatte ausgebildet und bereitgestellt
werden, sodass der Fertigungsprozess der Kochfeldplatte für sich betrachtet nicht
umgestellt werden muss.
[0011] Vorzugsweise ist die Einkoppelfläche zumindest bereichsweise eben ausgebildet. Bei
dieser Ausgestaltung ist somit in einer Längsschnittdarstellung der Kochfeldplatte
dann eine sich zum Rand hin verjüngende Formgebung erreicht oder bei einer Ausgestaltung
mit einem separaten Lichtleiter, der an dem Rand der Kochfeldplatte anliegend angeordnet
ist, ein auf der dem Rand abgewandten Seite ebenfalls sich verjüngender Lichtleiter
gebildet.
[0012] Insbesondere ist vorgesehen, dass die Lichtquelle so orientiert ist, dass das von
ihr emittierte Licht mit Primärstrahlen in einem Winkel unterschiedlich zu 90° zu
der Einkoppelfläche auftrifft. Durch diese Ausgestaltung wird dann beim Einkoppeln
des Lichts über die Einkoppelfläche in definierter Art und Weise eine Lichtablenkung
erzielt, sodass die oben genannten präzisen örtlichen Helligkeitszonen, insbesondere
die randnahen Helligkeitszonen, in der Kochfeldplatte in den Ausmaßen sehr definiert
und im Hinblick auf ihre gleichmäßige Helligkeitserscheinung verbessert erzeugt werden
können. Vorzugsweise ist ein Winkel zwischen einem in Längsschnitt durch die Kochfeldplatte
geraden Konturenverlauf der ebenen Einkoppelfläche und einer Unterseite der Kochfeldplatte
zwischen 25° und 65°, insbesondere zwischen 30° und 60°. Diese spezifische Winkelgeometrie
ist besonders vorteilhaft, um Helligkeitszonen zu erzeugen, die bereits am Rand der
Kochfeldplatte beginnen und in dem Zusammenhang sehr schmal sind. Diese dann erzeugten
Helligkeitszonen erstrecken sich somit nicht unerwünscht weit in die Kochfeldplatte
hinein, sodass auch hier kein unerwünschter Helligkeitsverlust und keine, wie im Stand
der Technik auftretend, sehr inhomogene Helligkeitsverteilung in einer Helligkeitszone
auftritt.
[0013] In einer weiteren Ausführung kann vorgesehen sein, dass die Einkoppelfläche zumindest
bereichsweise gekrümmt ist. Auch dadurch lassen sich ganz spezifische örtliche Lagen
von Helligkeitszonen und ausmaßmäßig sehr fokussierte und präzise umrissene Helligkeitszonen
erzeugen, die auch dann wiederum eine sehr gleichmäßige Lichtverteilung aufweisen.
[0014] Vorzugsweise ist bei einer derartigen Ausgestaltung die Einkoppelfläche im Längsschnitt
der Kochfeldplatte mit einem konvexen Konturenverlauf ausgebildet. Insbesondere ist
dieser konvexe Konturenverlauf mit einem gleichen Radius über die gesamte Länge des
Konturenverlaufs ausgebildet. Es wird durch eine derartige Ausgestaltung dann quasi
eine Art Sammellinse gebildet, durch welche die oben genannten Vorteile auch hier
vollumfänglich zum Tragen kommen.
[0015] In einer vorteilhaften Ausführung weist der konvexe Konturenverlauf einen Radius
zwischen 2,5mm und 6,5mm, insbesondere zwischen 3mm und 6mm, auf. Auch dadurch werden
gerade die mit dem Rand der Kochfeldplatte beginnenden und senkrecht zu diesem Rand
bemessen sehr schmalen Helligkeitszonen ermöglicht, die dann als Streifen mit sehr
gleicher homogener Lichtverteilung erscheinen.
[0016] Insbesondere ist die Einkoppelfläche derart ausgebildet, dass das eingekoppelte Licht
zur Unterseite der Kochfeldplatte hin abgelenkt beziehungsweise gebrochen wird. Vorzugsweise
ist somit die Ausgestaltung der Einkoppelfläche mit zumindest bereichsweiser ebener
Ausgestaltung und/oder zumindest bereichsweise gekrümmter Ausgestaltung einer Unterseite
der Kochfeldplatte abgewandt an der Kochfeldplatte selbst oder einem daran anliegenden
Lichtleiter ausgebildet. Durch diese Ausgestaltung der spezifischen Einkoppelfläche
werden die oben genannten spezifischen Ausgestaltungen von Helligkeitszonen, insbesondere
randseitige schmale Helligkeitsstreifen, im besonderen Maße gezielt und definiert
erreicht und dies auch mit sehr homogener Lichtverteilung ermöglicht.
[0017] Vorzugsweise ist die zumindest eine Lichtquelle auf der dem Rand der Kochfeldplatte
abgewandten Seite und von oben durch eine Abdeckung abgedeckt. Dadurch können unerwünschte
Lichtaustritte seitlich und nach oben vermieden und ein möglichst großer Anteil des
emittierten Lichts zur Einkoppelfläche geleitet werden.
[0018] Es kann vorgesehen sein, dass die Abdeckung an der der Lichtquelle zugewandten Innenseite
Licht reflektierend ausgebildet ist. In dem Zusammenhang kann eine spezifische Verspiegelung
oder eine anderweitige, Licht reflektierende Beschichtung vorgesehen sein. Auch die
Ausgestaltung mit einem anderweitigen optischen Element, beispielsweise einem Prisma
oder einer Linse oder einem weiteren Lichtleiter, kann in dem Zusammenhang vorgesehen
sein.
[0019] Vorzugsweise ist durch die Beleuchtungsvorrichtung ein an den Rand angrenzender Flächenbereich
der Kochfeldplatte beleuchtet, wobei der Flächenbereich in der Fläche der Kochfeldplatte
betrachtet in einer Richtung senkrecht zum Rand maximal bis zu 20% der Erstreckung
des Ausmaßes der Kochfeldplatte in dieser senkrechten Richtung ausgebildet ist. Es
ist somit hier eine ganz spezifische Helligkeitszone definiert, die als ganz schmaler
randseitiger Streifen ausgebildet sein soll. Durch derartige Helligkeitszonen kann
randseitig eine Information über beispielsweise eine Kochzone der Kochfeldplatte angezeigt
werden. Durch einen diesbezüglich randseitigen schmalen optischen Streifen beziehungsweise
eine derartige Helligkeitszone kann beispielsweise der ausgewählte oder bereits laufende
aktive Betrieb einer Kochzone angezeigt werden.
[0020] Vorzugsweise weist die Kochfeldplatte eine Dicke zwischen 3,5mm und 5mm, insbesondere
4mm, auf. Gerade diese spezifische Dicke der Kochfeldplatte ermöglicht mit den oben
genannten vorteilhaften Werten für einen Radius einer gekrümmten Einkoppelfläche und/oder
eine Winkelstellung einer ebenen Einkoppelfläche zur Unterseite der Kochfeldplatte
besonders randnahe, streifenförmige Helligkeitszonen mit besonderer homogener Lichtverteilung.
[0021] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass eine Unterseite der Kochfeldplatte mit einer Licht
undurchlässigen, insbesondere reflektierenden Schicht, beschichtet ist. Durch diese
Ausgestaltung wird das eingekoppelte Licht maximal wieder zur Oberseite hin reflektiert,
sodass die besonders helle Ausgestaltung einer Helligkeitszone mit besonderer gleichmäßiger
homogener Lichtverteilung erzeugt werden kann. Grundsätzlich ist auch eine anderweitige
Ausgestaltung der Kochfeldplatte dahingehend möglich, dass sie an der Unterseite Licht
undurchlässig ausgebildet ist. So kann in dem Zusammenhang auch ein separates, Licht
undurchlässiges Bauteil an der Unterseite der Kochfeldplatte angeordnet sein.
[0022] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen, den Figuren und der
Figurenbeschreibung. Die vorstehend in der Beschreibung genannten Merkmale und Merkmalskombinationen,
sowie die nachfolgend in der Figurenbeschreibung genannten und/oder in den Figuren
alleine gezeigten Merkmale und Merkmalskombinationen sind nicht nur in der jeweils
angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung
verwendbar, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen. Es sind somit auch Ausführungen
von der Erfindung als umfasst und offenbart anzusehen, die in den Figuren nicht explizit
gezeigt und erläutert sind, jedoch durch separierte Merkmalskombinationen aus den
erläuterten Ausführungen hervorgehen und erzeugbar sind.
[0023] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand schematischer Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Draufsicht auf ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Kochfelds;
- Fig. 2
- eine schematische Längsschnittdarstellung durch ein Ausführungsbeispiel einer Kochfeldplatte
des Kochfelds gemäß Fig. 1;
- Fig. 3
- eine Schnittdarstellung entsprechend der Ansicht in Fig. 2 mit einem dazu unterschiedlichen
Ausführungsbeispiel einer Ausgestaltung der Kochfeldplatte;
- Fig. 4
- eine schematische Schnittdarstellung durch ein erstes Ausführungsbeispiel des Kochfelds
gemäß Fig. 1;
- Fig. 5
- eine schematische Schnittdarstellung durch ein zweites Ausführungsbeispiel des Kochfelds
gemäß Fig. 1;
- Fig. 6
- eine schematische Schnittdarstellung durch ein drittes Ausführungsbeispiel des Kochfelds
gemäß Fig. 1;
- Fig. 7
- eine schematische Schnittdarstellung durch ein viertes Ausführungsbeispiel des Kochfelds
gemäß Fig. 1;
- Fig. 8
- eine Schnittdarstellung durch ein fünftes Ausführungsbeispiel eines Kochfelds gemäß
Fig. 1;
- Fig. 9
- eine schematische Schnittdarstellung durch ein sechstes Ausführungsbeispiel des Kochfelds
gemäß Fig. 1; und
- Fig. 10
- eine schematische Schnittdarstellung durch ein siebtes Ausführungsbeispiel des Kochfelds
gemäß Fig. 1.
[0024] In den Figuren werden gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit den gleichen Bezugszeichen
versehen.
[0025] In Fig. 1 ist ein Kochfeld 1 in einer Draufsicht gezeigt. Das Kochfeld 1 umfasst
eine Kochfeldplatte 2, die aus Glaskeramik oder Glas ausgebildet ist. Auf einer Oberseite
3 der Kochfeldplatte 2 sind, in Anzahl, Position und geometrischer Ausgestaltung lediglich
beispielhaft zu verstehen, Kochzonen 4, 5, 6 und 7 ausgebildet beziehungsweise kenntlich
gemacht. Die Kochfeldplatte 2 weist neben der dem Nutzer zugewandten Oberseite 3 eine
gegenüberliegende Unterseite 8 (Fig. 2 und Fig. 3) auf. Umlaufend ist darüber hinaus
ein die Oberseite 3 und die Unterseite 8 verbindender schmaler Rand 9 ausgebildet.
[0026] Wie in der Draufsicht gemäß Fig. 10 zu erkennen ist, ist die Kochfeldplatte 2 auch
noch von einem Rahmen 10 umgeben. Der Rahmen 10 deckt darunter angeordnete Komponenten,
wie beispielsweise Lichtquellen einer Beleuchtungsvorrichtung, ab.
[0027] In Fig. 2 ist in einer schematischen Längsschnittdarstellung und somit in einer Schnittebene,
die in Fig. 1 senkrecht zur Figurenebene steht, die Kochfeldplatte 2 gezeigt. Der
Rand 9 weist bei dieser Ausgestaltung eine Einkoppelfläche 11 zum Einkoppeln von Licht
der Beleuchtungsvorrichtung auf, die eben ausgebildet ist. Dies bedeutet, dass in
dieser Längsschnittdarstellung diese Einkoppelfläche 11 einen geraden Konturenverlauf
aufweist. Insbesondere ist vorgesehen, dass ein Winkel α zwischen der Einkoppelfläche
11 und der Unterseite 8 zwischen 25° und 65°, insbesondere zwischen 30° und 60°, beträgt.
Wie zu erkennen ist, ist bei dieser Ausführung die Einkoppelfläche 11 nicht über die
gesamte Höhe zwischen der Oberseite 3 und der Unterseite 8 ausgebildet, sondern teilweise
über die gesamte Erstreckung des Rands 9 ausgebildet. Es kann jedoch auch vorgesehen
sein, dass diese Schräge betreffend die Einkoppelfläche 11 über die gesamte Verbindungsstrecke
zwischen der Oberseite 3 und der Unterseite 8 ausgebildet ist.
[0028] In der gezeigten Ausführung ist die Einkoppelfläche 11 der Unterseite 8 abgewandt
ausgebildet.
[0029] Es kann vorgesehen sein, dass dieses Lichteinkoppelelement, welches die Einkoppelfläche
11 aufweist, gemäß der Darstellung in Fig. 2 quasi integriert in die Kochfeldplatte
2 und somit durch diese selbst ausgebildet ist. Es kann jedoch auch vorgesehen sein,
dass ein entsprechendes Lichteinkoppelelement separat zur Kochfeldplatte 2 ausgebildet
ist und direkt an dem Rand 9 anliegend angeordnet ist.
[0030] In Fig. 3 ist in einer entsprechenden Längsschnittdarstellung ein weiteres Ausführungsbeispiel
für ein Lichteinkoppelelement mit einer Einkoppelfläche 11 gezeigt. Bei dieser Ausführung
ist in der Unterschiedlichkeit zu Fig. 2 die Einkoppelfläche 11 nicht eben ausgebildet,
sondern gekrümmt. In der Längsschnittdarstellung ist somit eine Einkoppelfläche 11
gebildet, die einen bogenförmigen Konturenverlauf aufweist, der insbesondere konvex
gestaltet ist. Vorzugsweise ist ein Radius r zwischen 2,5mm und 6,5mm, insbesondere
zwischen 3mm und 6mm ausgebildet. Der Radius r ist vorzugsweise über die gesamte Strecke
der Einkoppelfläche 11 und somit über den gesamten gekrümmten Konturenverlauf konstant.
[0031] Auch hier kann vorgesehen sein, dass sich die Einkoppelfläche 11 mit ihrer gekrümmten
Ausgestaltung über die gesamte Verbindungsstrecke zwischen der Oberseite 3 und der
Unterseite 8 erstreckt und nicht nur teilweise davon sich erstreckt.
[0032] In Fig. 4 ist in einer schematischen Längsschnittdarstellung ein Ausführungsbeispiel
des Kochfelds 1 entlang der Schnittlinie A-A gezeigt. Der Übersichtlichkeit dienend
sind die in Fig. 4 gezeigten Komponenten nicht mit Schnittflächen versehen, sodass
der Strahlenverlauf des Lichts der Lichtquelle 12 besser nachvollziehbar ist. Wie
zu erkennen ist, ist bei dieser Ausgestaltung die Einkoppelfläche 11 über die gesamte
Verbindungsstrecke zwischen der Oberseite 3 und der Unterseite 8 ausgebildet, sodass
hier am Rand 9 eine Spitze beziehungsweise keilförmige Ausgestaltung der Kochfeldplatte
2 gebildet ist. Es ist zu erkennen, dass ein Winkel α zwischen dem Rand 9 und somit
auch der Einkoppelfläche 11 und einer Unterseite 8 ein spitzer Winkel ist, der hier
30° beträgt. Das Kochfeld 1 ist darüber hinaus beispielhaft auf einer Arbeitsplatte
13 montiert, wobei dies lediglich beispielhaft zu verstehen ist und auch die direkte
Auflage der Kochfeldplatte 2 auf der Arbeitsplatte 13 beispielhaft zu verstehen ist.
Üblicherweise können hier auch andere Bauteile, wie beispielsweise ein Montagerahmen
oder dergleichen, vorgesehen sein, die dann als zusätzliche Trägerkomponenten dienen
und über welche dann das Kochfeld 1 mit der Arbeitsplatte 13 verbunden ist.
[0033] Eine Beleuchtungsvorrichtung 14 umfasst vorzugsweise mehrere Lichtquellen 12, die
beispielsweise auch Leuchtdioden sein können. Sie sind, wie in Fig. 4 zu erkennen,
seitlich zur Kochfeldplatte 2 angeordnet und in vertikaler Richtung auch so positioniert,
dass sie innerhalb einer Dicke d, die vorzugsweise 4mm beträgt, angeordnet sind und
somit quasi auf gleicher Höhenlage angeordnet sind. Die Lichtquelle 12 ist durch den
Rahmen 10, der eine Abdeckung darstellt, abgedeckt. Sowohl auf der der Kochfeldplatte
2 gegenüberliegenden Seite, als auch nach oben ist somit ein Lichtaustritt verhindert.
Vorzugsweise ist auch vorgesehen, dass eine Innenseite 10a des Rahmens 10 Licht reflektierend
ausgebildet ist, wobei hier eine entsprechende Beschichtung vorgesehen sein kann und/oder
auch bei einem metallischen Material, beispielsweise Edelstahl, eine entsprechende
Lichtreflexion gegeben ist. Dadurch wird das von der Lichtquelle 12 emittierte Licht
umfänglich zur Einkoppelfläche 11 geleitet.
[0034] Es kann auch vorgesehen sein, dass die Innenseite 10a geschwärzt ist oder aufgeraut
ist oder anderweitig so ausgestaltet ist, dass Reflexionen möglichst unterbunden werden.
Dies ist dann vorteilhaft, wenn bspw. aufgrund der Geometrie der Innenseite 10a und
der Position der Lichtquelle 12 sowie ggf. der Einkoppelfläche 11 ungünstige Reflexionen
und durch die Sekundärstrahlung dann auch ungünstige Lichteinkopplung und Verteilung
in der Kochfeldplatte 2 auftreten würde.
[0035] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass eine Hauptabstrahlrichtung 12a des Lichts 12b mit
den Primärstrahlen in einem Winkel ungleich 90° zur Einkoppelfläche 11 eintreffen.
Dadurch wird das eingekoppelte Licht 12c in definierter Weise zum Boden und somit
zur Unterseite 8 der Kochfeldplatte2 abgelenkt. Durch diese Ausgestaltung wird erreicht,
dass unmittelbar an den Rand 9 angrenzend eine Helligkeitszone 15 (Fig. 1) erzeugt
werden kann, die dann auch in einer Richtung senkrecht zu dem Rand 9 und in der Fläche
der Kochfeldplatte 2 betrachtet und somit in Fig. 1 in x-Richtung sehr schmal erzeugt
werden kann. Wie dies in Fig. 1 beispielhaft gezeigt ist, entstehen somit randseitig
sehr schmale Helligkeitszonen, die im Ausführungsbeispiel dann zumindest einen aktiven
oder ausgewählten Zustand einer der Kochzonen 4 bis 7 optisch kenntlich machen können.
Dazu sind für jede der Kochzonen 4 bis 7 einzelne Helligkeitszonen 15, 16, 17 und
18 vorgesehen. Zum einen ist es mit dieser Ausgestaltung daher möglich, bereits mit
dem Rand 9 beginnende entsprechende streifenförmige und in der Ausdehnung in x-Richtung
sehr schmale Helligkeitszonen 15 bis 18 zu erzeugen, die dann darüber hinaus auch
noch jeweils mit einer sehr homogenen Lichtverteilung erscheinen.
[0036] Wie in Fig. 4 darüber hinaus auch dargestellt ist, wird auch Licht, welches als Primärstrahlen
an der Einkoppelfläche 11 von der Lichtquelle 12 eintreffen, reflektiert, sodass entsprechende
Sekundärstrahlen 12d entstehen, die dann beispielsweise an der Innenseite 10a reflektiert
werden und dann auch wiederum als Sekundärstrahlen in die Kochfeldplatte 2 über die
Einkoppelfläche 11 eingekoppelt werden.
[0037] In Fig. 5 ist eine Schnittdarstellung analog zu Fig. 4 gezeigt, bei welcher im Unterschied
zur Darstellung in Fig. 4 lediglich der Winkel α unterschiedlich ist und hier 45°
beträgt. Durch diese Winkelvergrößerung wird auch die Umlenkung des auftreffenden
Lichts an der Einkoppelfläche 11 geändert, wodurch sich dann auch die Erstreckung
der Helligkeitszone 15 in x-Richtung ändert und insbesondere aufweitet.
[0038] In Fig. 6 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel gezeigt, bei welchem im Unterschied
zu Fig. 4 und Fig. 5 der Winkel α 60° beträgt. Wie aufgrund der Verläufe der Lichtstrahlen
zu erkennen ist, wird dadurch die Weite der Helligkeitszone 15 in x-Richtung nochmals
verbreitert.
[0039] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass diese Weite der Helligkeitszonen, und in den genannten
Beispielen die Helligkeitszone 15, in Breitenrichtung der Kochfeldplatte 2 und somit
in x-Richtung, die in der Fläche der Kochfeldplatte 2 senkrecht zu dem Rand 9, über
welchen das Licht auch eingekoppelt ist, orientiert ist, maximal 20% der gesamten
Erstreckung beziehungsweise des gesamten Ausmaßes der Kochfeldplatte 2 in dieser senkrechten
Richtung beträgt.
[0040] In Fig. 7 ist in einer weiteren Schnittdarstellung entsprechend den Ausführungen
in Fig. 4 bis Fig. 6 das Kochfeld 1 gezeigt. Im Unterschied zu den Ausführungen gemäß
Fig. 4 bis Fig. 6 ist hier vorgesehen, dass ein Lichteinkoppelelement nicht in der
Kochfeldplatte 2 integriert ist, sondern durch einen separaten Lichtleiter gebildet
ist. In dem Zusammenhang ist im Unterschied zu den Lichteinkoppelelementen 16, wie
sie in den Fig. 4 bis Fig. 6 dargestellt sind, durch diesen separaten Lichtleiter
ein separates Lichteinkoppelelement 17 gebildet, welches direkt an dem Rand 9 der
Kochfeldplatte 2 anliegt. Auf der dem Rand 9 abgewandten Seite und somit der der Lichtquelle
12 zugewandten Seite weist dieses Lichteinkoppelelement 17 dann eine Ausgestaltung
auf, die eine Einkoppelfläche 11 umfasst, die wiederum in einem Winkel ungleich 90°
zu einer Unterseite 8 der Kochfeldplatte 2 angeordnet ist. Bei der Ausgestaltung in
Fig. 7 ist diese Einkoppelfläche 11 entsprechend den Ausführungen in Fig. 4 bis 6
ausgebildet und somit als geradliniger Konturenverlauf in der Längsschnittdarstellung
ausgebildet, welche sich dann auch insbesondere über die gesamte Verbindungsstrecke
zwischen einer Oberseite und einer Unterseite des Lichteinkoppelelements 17 erstreckt,
wobei dieses Lichteinkoppelelement 17 in vertikaler Richtung und somit in z-Richtung
über die gleiche Höhe erstreckt ist beziehungsweise gleiche Dicke wie die Kochfeldplatte
2 mit ihrer Dicke d aufweist.
[0041] Auch bei dieser Ausgestaltung gemäß Fig. 7 kann die Einkoppelfläche 11 anderweitig
gestaltet sein und beispielsweise einen in der Längsschnittdarstellung zumindest bereichsweise
gekrümmten Konturenverlauf aufweisen, so dass insbesondere eine Sammellinse gebildet
ist.
[0042] Gekrümmte Konturenverläufe der Einkoppelfläche 11 sind in den nachfolgend zu erläuternden
Ausführungsbeispielen gemäß Fig. 8 bis Fig. 10 dargestellt. So ist in dem Zusammenhang
in der Darstellung gemäß Fig. 8 eine Längsschnittdarstellung gezeigt, die bezüglich
der Komponenten und deren Anordnung entsprechend zu den Ausführungen gemäß Fig. 4
bis Fig. 7 gebildet sind. Unterschied zu den Ausführungen dort ist hier, dass die
Einkoppelfläche 11 konvex gekrümmt ist und sich in Fig. 8 nicht über die gesamte Verbindungsstrecke
zwischen der Oberseite 3 und der Unterseite 8 der Kochfeldplatte 2 erstreckt. Die
Dicke d beträgt hier ebenfalls wiederum vorzugsweise 4mm, und der Radius r beträgt
bei dem Ausführungsbeispiel in Fig. 8 vorzugsweise 3mm. In Fig. 9 ist ein Ausführungsbeispiel
gezeigt, bei welchem die Einkoppelfläche 11 über die gesamte Verbindungsstrecke zwischen
der Oberseite 3 und der Unterseite 8 gekrümmt ist und in dem Zusammenhang ein Radius
r von 4mm ausgebildet ist.
[0043] Wiederum im Unterschied dazu ist in Fig. 10 ein Ausführungsbeispiel gezeigt, bei
welchem der Radius r 6mm beträgt.
Bezugszeichenliste
[0044]
- 1
- Kochfeld
- 2
- Kochfeldplatte
- 3
- Oberseite
- 4, 5, 6, 7
- Kochzonen
- 8
- Unterseite
- 9
- Rand
- 10
- Rahmen
- 10a
- Innenseite
- 11
- Einkoppelfläche
- 12
- Lichtquelle
- 12a
- Hauptabstrahlrichtung
- 12b
- Licht
- 12c
- Licht
- 13
- Arbeitsplatte
- 14
- Beleuchtungsvorrichtung
- 15, 16, 17, 18
- Helligkeitszonen
- α
- Winkel
- d
- Dicke
- r
- Radius
1. Kochfeld (1) mit einer Kochfeldplatte (2) und einer Beleuchtungsvorrichtung (14),
welche zumindest eine Lichtquelle (12) aufweist, die derart angeordnet ist, dass Licht
(12a) der Lichtquelle (12) über einen seitlichen Rand (9) der Kochfeldplatte (2) in
die Kochfeldplatte (2) einkoppelbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass ein Lichteinkoppelelement (16, 17) zum Einkoppeln des Lichts (12a) in die Kochfeldplatte
(2) eine der Lichtquelle (12) zugewandte Einkoppelfläche (11) aufweist, die in einem
Winkel ungleich 90° zu einer Unterseite (8) der Kochfeldplatte (2) angeordnet ist.
2. Kochfeld (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Lichteinkoppelelement (16) durch die Kochfeldplatte (2) selbst gebildet ist und
die Einkoppelfläche (11) durch zumindest einen Teilbereich der Erstreckung des Rands
(9) gebildet ist.
3. Kochfeld (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Lichteinkoppelelement (17) ein separater Lichtleiter ist, der an dem Rand (9)
anliegend angeordnet ist.
4. Kochfeld (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einkoppelfläche (11) zumindest bereichsweise eben ist.
5. Kochfeld nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Winkel (α) zwischen einem im Längsschnitt durch die Kochfeldplatte (2) geraden
Konturenverlauf der Einkoppelfläche (11) und der Unterseite (8) zwischen 25° und 65°,
insbesondere zwischen 30° und 60°, beträgt.
6. Kochfeld (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einkoppelfläche (11) zumindest bereichsweise gekrümmt ist.
7. Kochfeld (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Einkoppelfläche (11) im Längsschnitt der Kochfeldplatte (2) einen konvexen Konturenverlauf
aufweist, insbesondere einen konvexen Konturenverlauf mit einem gleichen Radius (r)
über die gesamte Länge des Konturenverlaufs.
8. Kochfeld (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der konvexe Konturenverlauf einen Radius (r) zwischen 2,5mm und 6,5mm, insbesondere
zwischen 3mm und 6mm, aufweist.
9. Kochfeld (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einkoppelfläche (11) derart ausgebildet ist, dass das eingekoppelte Licht zur
Unterseite (8) der Kochfeldplatte (1) hin gebrochen wird.
10. Kochfeld (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtquelle (12) auf der dem Rand (9) der Kochfeldplatte (2) abgewandten Seite
und von oben durch eine Abdeckung (10) abgedeckt ist.
11. Kochfeld (1) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (10) an der der Lichtquelle (12) zugewandten Innenseite (10a) Licht
reflektierend ausgebildet ist.
12. Kochfeld (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Beleuchtungsvorrichtung (14) ein an den Rand (9) angrenzender Flächenbereich
(15 bis 18) der Kochfeldplatte (2) beleuchtet ist, wobei der Flächenbereich (15 bis
18) in der Fläche der Kochfeldplatte (2) betrachtet in einer Richtung senkrecht zum
Rand (9) maximal bis zu 20% der Erstreckung des Ausmaßes der Kochfeldplatte (2) in
dieser senkrechten Richtung ausgebildet ist.
13. Kochfeld (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kochfeldplatte (2) eine Dicke (d) zwischen 3,5mm und 5mm, insbesondere 4mm, aufweist.
14. Kochfeld (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Unterseite (8) der Kochfeldplatte (2) mit einer Licht undurchlässigen, insbesondere
reflektierenden Schicht beschichtet ist.