[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Auszugsystem mit einem Auszug, der aus einem
Möbel ausziehbar ist, mit einem Montageelement für das Auszugsystem und mit einem
von dem Montageelement verschiedenen Bestandteil des Auszugsystems.
[0002] Ein solches Auszugsystem kann beispielsweise als ein Abfalltrennsystem ausgebildet
sein, das aus dem Korpus eines Unterschranks ausziehbar ist.
[0003] Die Unterschranktür wird dabei von dem Abfalltrennsystem gehalten. Um die richtige
Montageposition des Abfalltrennsystems an der Unterschranktür aufzufinden, ist es
erforderlich, verschiedene Maße im Unterschrank durch Messungen zu ermitteln und/oder
verschiedene Abmessungen auf der Unterschranktür anzuzeichnen. Danach wird eine Papier-Bohrschablone
auf die Unterschranktür aufgelegt, welche die gewünschten Positionen für die Bohrungen
zeigt, in die Befestigungsmittel des Abfalltrennsystems bei der Montage des Abfalltrennsystems
an der Unterschranktür eingreifen.
[0004] Die Montage des Abfalltrennsystems an der Unterschranktür gestaltet sich daher zeitaufwändig
und fehleranfällig, da zunächst gemessen und eingezeichnet werden muss, bevor eine
Bohrschablone angelegt werden kann. Außerdem sind die bekannten Bohrschablonen aus
einem leicht verformbaren oder knickbaren Material, beispielsweise aus Papier oder
Karton, das insbesondere bei Feuchtigkeit wellig wird und so dem Monteur das Anlegen
der Bohrschablone an die Unterschranktür und das Anzeichnen erschwert.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Montage eines Auszugsystems
der eingangs genannten Art an einem Möbel zu vereinfachen.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Auszugsystem nach Anspruch 1.
[0008] Der erfindungsgemäßen Lösung liegt das Konzept zugrunde, einen Bestandteil des Auszugsystems
selbst, welcher im montierten Zustand des Auszugsystems mit dem Möbel verbunden ist,
zum Auffinden einer Montageposition eines Bestandteils des Auszugsystems an einem
Bestandteil des Möbels zu verwenden, beispielsweise zum Auffinden einer Montageposition
eines Auszugrahmens des Auszugs an einer Tür des Möbels.
[0009] Das nach der Montage im betriebsfertigen Auszugsystem verbleibende Montageelement
kann neben seiner Funktion im betriebsfertigen Auszugsystem somit während der Montage
des Auszugsystems die Funktion einer Positionierungshilfe erfüllen und somit beispielsweise
eine sonst erforderliche Bohrschablone ersetzen.
[0010] Da somit ein Teil des Auszugsystems selbst als Bohrschablone dient, wird ein beim
Stand der Technik nur für die Montage des Auszugsystems verwendetes Teil (nämlich
die Bohrschablone), das im betriebsfertigen Auszugsystem nicht mehr vorhanden ist,
eingespart.
[0011] Durch die Verwendung des Montageelements zum Auffinden einer Montageposition eines
Bestandteils des Auszugsystems an einem Bestandteil des Möbels können Mess- und Vorzeichnungsvorgänge
vor oder während der Montage entfallen.
[0012] Das Montageelement ist vorzugsweise als ein festes und formstabiles Bauteil ausgebildet,
welches sich vorzugsweise weder verknicken lässt noch bei Feuchtigkeit wellig wird.
Das Auffinden der Montageposition des Bestandteils des Auszugsystems mit Hilfe des
Montageelements gestaltet sich daher besonders einfach, schnell und zuverlässig.
[0013] Im betriebsfertig montierten Zustand des Auszugsystems kann das Montageelement ein
oder mehrere andere Funktionen haben, beispielsweise als Aufnahme für eine Auszugführung
des Auszuges und/oder als Führung für ein Ausziehelement, beispielsweise einen Ablageboden,
dienen.
[0014] Bei der Erfindung ist vorgesehen, dass das Montageelement mindestens eine Fremdpositionierungshilfe
zum Auffinden einer Montageposition eines von dem Montageelement verschiedenen Bestandteils
des Auszugsystems an einem Bestandteil des Möbels umfasst.
[0015] Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die Fremdpositionierungshilfe zum Auffinden
einer Montageposition eines Bestandteils des Auszugsystems, beispielsweise eines Auszugrahmens,
an einer Tür des Möbels, beispielsweise eines Unterschrankes, ausgebildet ist.
[0016] Alternativ oder ergänzend hierzu kann das Montageelement auch eine Fremdpositionierungshilfe
zum Auffinden einer Montageposition eines Bestandteils des Auszugsystems, beispielsweise
einer Auszugführung, an einer Wand eines Korpus des Möbels, beispielsweise eines Unterschranks,
umfassen.
[0017] Bei der Erfindung ist vorgesehen, dass das Montageelement im montierten Zustand des
Auszugsystems an einem Bestandteil des Möbels angeordnet ist, der verschieden ist
von dem Bestandteil des Möbels, an dem der mittels einer Fremdpositionierungshilfe
des Montageelements positionierte Bestandteil des Auszugsystems angeordnet ist.
[0018] Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass das Montageelement im montierten Zustand
des Auszugsystems an einer Seitenwand eines Korpus des Möbels angeordnet ist, welche
verschieden ist von einer Tür des Möbels, an welcher der mittels einer Fremdpositionierungshilfe
des Montageelements positionierte Bestandteil des Auszugsystems, beispielsweise ein
Auszugrahmen, angeordnet ist.
[0019] Ferner kann vorgesehen sein, dass das Montageelement mindestens eine Eigenpositionierungshilfe
zum Auffinden einer Montageposition des Montageelements an einem Bestandteil des Möbels
umfasst. Die mittels der Eigenpositionierungshilfe des Montageelements aufgefundene
Montageposition des Montageelements kann auch als Eigenpositionierungsstellung des
Montageelements bezeichnet werden.
[0020] Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass die Eigenpositionierungshilfe, die beispielsweise
ein oder mehrere Ausrichtkanten des Montageelements umfasst, zum Auffinden einer Montageposition
des Montageelements an einem Korpus des Möbels, insbesondere an einer Seitenwand des
Korpus, ausgebildet ist.
[0021] Der Begriff "Positionierungshilfe", wie er in dieser Beschreibung und in den beigefügten
Ansprüchen verwendet wird, umfasst die Begriffe "Fremdpositionierungshilfe" und "Eigenpositionierungshilfe"
[0022] Mindestens eine Positionierungshilfe des Montageelements kann eine Positionieröffnung
und/oder eine Positionierkante umfassen.
[0023] Ferner kann vorgesehen sein, dass mindestens eine Positionierungshilfe des Montageelements
ein Anlegeelement, beispielsweise eine Anlegekante, zum Anlegen eines anderen Bestandteils
des Auszugsystems, beispielsweise eines Positionierteils des Auszugsystems, an das
Montageelement umfasst.
[0024] Ferner kann vorgesehen sein, dass mindestens eine Positionierungshilfe des Montageelements
ein Ausrichtelement, beispielsweise eine Ausrichtmarkierung und/oder eine Ausrichtkante,
zum Ausrichten des Montageelements in Bezug auf einen Bestandteil des Möbels, beispielsweise
in Bezug auf eine Tür oder eine Wand eines Korpus des Möbels, und/oder in Bezug auf
einen anderen Bestandteil des Auszugsystems, beispielsweise in Bezug auf ein Positionierteil
des Auszugsystems, umfasst.
[0025] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Auszugsystem
mindestens ein Positionierteil umfasst, das bei der Montage des Auszugsystems mit
dem Montageelement zusammenwirkt, um eine Fremdpositionierungsstellung des Montageelements
oder eine Eigenpositionierungsstellung des Montageelements aufzufinden.
[0026] Ein solches Positionierteil wird im Folgenden auch als ein Montageelement-Positionierteil
bezeichnet, weil es zur Positionierung des Montageelements dient.
[0027] Insbesondere kann das Auszugsystem ein Montageelement-Positionierteil umfassen, das
bei der Montage des Auszugsystems mit dem Montageelement zusammenwirkt, um eine Fremdpositionierungsstellung
des Montageelements an einer Tür des Möbels aufzufinden.
[0028] Alternativ oder ergänzend hierzu kann vorgesehen sein, dass das Auszugsystem mindestens
ein Positionierteil umfasst, das bei der Montage des Auszugsystems mit dem Montageelement
zusammenwirkt, um ausgehend von einer Fremdpositionierungsstellung des Montageelements,
beispielsweise an einer Tür des Möbels, eine Montageposition eines anderen Bestandteils
des Auszugsystems, beispielsweise eines Auszugrahmens, an dem Möbel, insbesondere
an einer Tür des Möbels, aufzufinden.
[0029] Wenn ein solches Positionierteil zum Auffinden einer Bohrungsposition für die Montage
des anderen Bestandteils des Auszugsystems an dem Möbel dient, kann es insbesondere
als ein Bohrungs-Positionierteil bezeichnet werden.
[0030] Ein solches Bohrungs-Positionierteil kann insbesondere dazu verwendet werden, um
bei unterschiedlichen Ausführungsvarianten des Möbels und/oder des Auszugsystems,
beispielsweise bei unterschiedlichen Schrankbreiten von zum Beispiel 45 cm, 50 cm
oder 60 cm, die jeweils richtigen Bohrungspositionen aufzufinden.
[0031] Das Montageelement ist besonders vielseitig verwendbar, wenn es mit einem Positionierteil
kombinierbar ist, das mehrere Positionierelemente umfasst, die verschiedenen Ausführungsvarianten
des Möbels und/oder verschiedenen Ausführungsvarianten des Auszugsystems zugeordnet
sind.
[0032] Die Positionierelemente, die verschiedenen Ausführungsvarianten zugeordnet sind,
können insbesondere verschiedene Positionieröffnungen oder verschiedene Anschlagleisten
des jeweiligen Positionierteils sein.
[0033] Verschiedene Ausführungsvarianten des Möbels können sich insbesondere hinsichtlich
der Gesamtbreite des Möbels (beispielsweise Gesamtbreiten von 45 cm, 50 cm oder 60
cm) und/oder hinsichtlich der Wandstärke des Möbels (beispielsweise Wandstärken von
16 mm oder 19 mm) voneinander unterscheiden.
[0034] Ferner kann vorgesehen sein, dass mindestens ein Positionierteil in mehreren Positionierstellungen
relativ zu dem Möbel und/oder relativ zu dem Montageelement verwendbar ist, wobei
die Positionierstellungen verschiedenen Ausführungsvarianten des Möbels und/oder verschieden
Ausführungsvarianten des Auszugsystems zugeordnet sind.
[0035] Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass das Positionierteil in einer ersten Positionierstellung
für eine Ausführungsvariante des Möbels mit einer geringeren Wandstärke (beispielsweise
16 mm) und in einer zweiten Positionierstellung für eine Ausführungsvariante des Möbels
mit höherer Wandstärke (beispielsweise 19 mm) verwendbar ist.
[0036] Dabei kann insbesondere vorgesehen sein, dass die erste Positionierstellung und die
zweite Positionierstellung durch eine Drehung des Positionierteils um einen Winkel
von ungefähr 180° ineinander überführbar sind.
[0037] Hinsichtlich der Funktion des Montageelements in dem betriebsfertigen Auszugsystem
kann insbesondere vorgesehen sein, dass das Montageelement eine Führung für ein aus
dem Möbel ausziehbares Ausziehelement, beispielsweise einen Ablageboden, und/oder
eine Aufnahme für eine Auszugführung des Auszugsystems umfasst.
[0038] Eine solche Auszugführung ist vorzugsweise als eine Teleskop-Auszugführung ausgebildet.
[0039] Ferner ist es günstig, wenn das Montageelement mit einem Wandverstärkungsteil kombinierbar
ist, durch welches im montierten Zustand des Auszugsystems eine wirksame Wandstärke
des Montageelements zumindest bereichsweise erhöhbar ist. Auf diese Weise können insbesondere
unterschiedliche Wandstärken bei verschiedenen Ausführungsvarianten des Möbels ausgeglichen
werden.
[0040] Besonders günstig ist es, wenn das Wandverstärkungsteil zugleich ein Positionierteil
ist, das bei der Montage des Auszugsystems mit dem Montageelement zusammenwirkt, um
ausgehend von einer Fremdpositionierungsstellung des Montageelements, beispielsweise
an einer Tür des Möbels, eine Montageposition eines anderen Bestandteils des Auszugsystems,
beispielsweise eines Auszugrahmens, an dem Möbel, insbesondere an einer Tür des Möbels,
aufzufinden.
[0041] Insbesondere kann das Wandverstärkungsteil zugleich als ein Bohrungs-Positionierteil
ausgebildet sein.
[0042] Die vorliegende Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Montieren eines Auszugsystems
mit einem Auszug, der aus einem Möbel ausziehbar ist, an diesem Möbel.
[0043] Der vorliegenden Erfindung liegt die weitere Aufgabe zugrunde, ein solches Verfahren
zu schaffen, durch welches die Montage des Auszugsystems besonders einfach durchführbar
ist.
[0044] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Verfahren zum Montieren eines
Auszugsystems nach Anspruch 13.
[0045] Das Montageelement bleibt vorzugsweise auch im betriebsfertig montierten Zustand
des Auszugsystems mit dem Möbel verbunden.
[0046] Das vorstehend erläuterte Montageelement eignet sich insbesondere zur Verwendung
in dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Montieren eines Auszugsystems.
[0047] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung sind Gegenstand der nachfolgenden Beschreibung
und der zeichnerischen Darstellung eines Ausführungsbeispiels.
[0048] In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische perspektivische Darstellung eines Möbels, insbesondere eines Küchenmöbels,
beispielsweise eines Unterschrankes, und eines an dem Möbel montierten Auszugsystems
mit einem Auszug, der aus einem Korpus des Möbels ausziehbar ist und an dem eine Tür
des Möbels festgelegt ist;
- Fig. 2
- einen schematischen vertikalen Längsschnitt durch das Möbel mit dem Auszugsystem aus
Fig. 1;
- Fig. 3
- eine schematische Seitenansicht einer Auszugführung des Auszugsystems aus den Fig.
1 und 2;
- Fig. 4
- eine schematische Draufsicht von oben auf die Auszugführung aus Fig. 3, mit der Blickrichtung
in Richtung des Pfeiles 4 in Fig. 3;
- Fig. 5
- eine schematische Vorderansicht der Auszugführung aus den Fig. 3 und 4, mit der Blickrichtung
in Richtung der Pfeile 5 in den Fig. 3 und 4;
- Fig. 6
- eine schematische perspektivische Darstellung des Korpus des Möbels aus den Fig. 1
und 2 und eines an der Innenseite einer Seitenwand des Korpus montierten Montageelementes;
- Fig. 7
- eine vergrößerte Darstellung des Bereichs I aus Fig. 6;
- Fig. 8
- eine vergrößerte Darstellung des Bereichs II aus Fig. 6;
- Fig. 9
- eine schematische perspektivische Darstellung des Montageelements aus Fig. 6 mit Blick
auf dessen Innenseite;
- Fig. 10
- eine schematische Seitenansicht des Montageelements aus Fig. 9 mit Blick auf dessen
Innenseite;
- Fig. 11
- eine schematische perspektivische Darstellung des Montageelements und mehrerer an
das Montagelement gekoppelter Positionierteile, wobei das Montageelement in einer
Fremdpositionierungsstellung an der Tür des Möbels angeordnet ist;
- Fig. 12
- eine vergrößerte Darstellung des Bereichs III aus Fig. 11;
- Fig. 13
- eine vergrößerte Darstellung des Bereichs IV aus Fig. 11;
- Fig. 14
- eine schematische perspektivische Darstellung des Montageelements aus Fig. 11 mit
Positionierteilen, die bei der Montage des Auszugsystems mit dem Montageelement zusammenwirken,
um eine Fremdpositionierungsstellung des Montageelements aufzufinden, und mit zwei
weiteren Positionierteilen, die bei der Montage des Auszugsystems mit dem Montageelement
zusammenwirken, um ausgehend von der Fremdpositionierungsstellung des Montageelements
eine Montageposition eines anderen Bestandteils des Auszugsystems, beispielsweise
eines Auszugrahmens, an dem Möbel, insbesondere an der Tür des Möbels, aufzufinden,
mit Blick auf die Innenseite des Montageelements;
- Fig. 15
- eine schematische perspektivische Darstellung eines der Positionierteile zum Auffinden
einer Montageposition eines anderen Bestandteils des Auszugsystems, mit der Blickrichtung
auf eine Vorderseite des Positionierteils;
- Fig. 16
- eine schematische perspektivische Darstellung des Positionierteils aus Fig. 15, mit
der Blickrichtung auf eine Rückseite des Positionierteils;
- Fig. 17
- eine schematische perspektivische Darstellung eines der Positionierteile zum Auffinden
der Fremdpositionierungsstellung des Montageelements in einer ersten Positionierstellung,
welche einer ersten Wandstärke des Möbels zugeordnet ist;
- Fig. 18
- eine schematische perspektivische Darstellung des Positionierteils aus Fig. 17 in
einer zweiten Positionierstellung, welche einer zweiten Wandstärke des Möbels zugeordnet
ist;
- Fig. 19
- eine schematische perspektivische Darstellung des Montageelements aus Fig. 9 mit Blick
auf dessen Außenseite;
- Fig. 20
- eine vergrößerte Darstellung des Bereichs V aus Fig. 19;
- Fig. 21
- eine schematische perspektivische Darstellung des Bereichs V aus Fig. 19, nachdem
eines der Positionierteile zum Auffinden der Fremdpositionierungsstellung des Montageelements
an einer Positionierteilaufnahme des Montageelements angeordnet worden ist;
- Fig. 22
- eine schematische perspektivische Darstellung des Montageelements aus Fig. 14 mit
den Positionierteilen, die bei der Montage des Auszugsystems mit dem Montageelement
zusammenwirken, um eine Fremdpositionierungsstellung des Montageelements aufzufinden,
und mit zwei weiteren Positionierteilen, die bei der Montage des Auszugsystems mit
dem Montageelement zusammenwirken, um ausgehend von der Fremdpositionierungsstellung
des Montageelements eine Montageposition eines anderen Bestandteils des Auszugsystems,
beispielsweise eines Auszugrahmens, an dem Möbel, insbesondere an der Tür des Möbels,
aufzufinden, mit Blick auf die Außenseite des Montageelements;
- Fig. 23
- eine schematische Seitenansicht des Montageelements aus Fig. 9, mit Blick auf dessen
Innenseite, wobei zwei Positionierteile, die bei der Montage des Auszugsystems mit
dem Montageelement zusammenwirken, um ausgehend von der Fremdpositionierungsstellung
des Montageelements eine Montageposition eines anderen Bestandteils des Auszugsystems
aufzufinden, in einer Montagestellung so an dem Montageelement angeordnet worden sind,
dass sie eine Wandverstärkung des Montageelements bilden, wenn das Montageelement
zusammen mit einem Möbel verwendet wird, welches eine geringe Wandstärke aufweist.
- Fig. 24
- eine schematische Seitenansicht des Montageelements und einer daran montierten Auszugführung;
- Fig. 25
- eine vergrößerte Darstellung des Bereichs VI aus Fig. 24; und
- Fig. 26
- eine vergrößerte Darstellung des Bereichs VII aus Fig. 24.
[0049] Gleiche oder funktional äquivalente Elemente sind in allen Figuren mit denselben
Bezugszeichen bezeichnet.
[0050] Ein in den Fig. 1 bis 11 dargestelltes Möbel 100, insbesondere ein Küchenmöbel, beispielsweise
in Form eines Unterschranks 102, umfasst einen Korpus 104 mit einer vorderen Zugangsöffnung
106 und eine Tür 108 zum Verschließen der Zugangsöffnung 106.
[0051] Der Korpus 104 umfasst einen Sockel 110, eine auf dem Sockel 110 ruhende Bodenwand
112, zwei einander gegenüberliegende, von der Bodenwand 112 aus sich nach oben erstreckende
Seitenwände 114, eine die beiden Seitenwände 114 miteinander verbindende Rückwand
116 und eine ebenfalls die beiden Seitenwände 114 miteinander verbindende, die Zugangsöffnung
106 nach oben hin begrenzende Vorderwand 118.
[0052] Wie am besten aus Fig. 2 zu ersehen ist, kann der Korpus 104 nach oben hin durch
eine Deckenwand oder eine Arbeitsplatte 119 verschlossen sein und ist die Tür 108
mittels eines Auszugsystems 120 mit dem Korpus 104 des Möbels 100 verbunden, und zwar
derart, dass die Tür 108 in einer, vorzugsweise im Wesentlichen horizontal und vorzugsweise
im Wesentlichen senkrecht zu einer Vorderseite 122 der Tür 108 ausgerichteten, Auszugrichtung
124 im Wesentlichen linear von dem Korpus 104 weg und entgegen der Auszugrichtung
124 zu dem Korpus 104 hin bewegbar ist.
[0053] Das Auszugsystem 120 umfasst einen in der Auszugrichtung 124 aus einem Innenraum
126 des Korpus 104 ausziehbaren Auszug 128, der mittels zwei Auszugführungen 130 an
den beiden Seitenwänden 114 des Korpus 104 gehalten ist.
[0054] Wie am besten aus Fig. 1 zu ersehen ist, umfasst der Auszug 128 einen Auszugrahmen
132, an dem ein oder mehrere Auszugbehälter 134 angeordnet, insbesondere eingehängt,
werden können.
[0055] Die Auszugbehälter 134 können beispielsweise Sammelbehälter eines Abfallsammelsystems
sein.
[0056] An einer Vorderseite des Auszugrahmens 132 ist die Tür 108 des Möbels 100 mittels
(nicht dargestellter) Befestigungsmittel, insbesondere Befestigungsschrauben, festgelegt,
die in Bohrungen an der Innenseite 184 der Tür 108 eingreifen. Die Positionen dieser
Bohrungen definieren die Montageposition des Auszugrahmens 132 an der Tür 108.
[0057] Jede der in den Fig. 3 bis 5 einzeln dargestellten Auszugführungen 130 ist als eine
Teleskop-Auszugführung ausgebildet und umfasst eine stationäre, korpusseitige Führungsschiene
136, eine längs der Auszugrichtung 124 verschieblich an der korpusseitigen Führungsschiene
136 gehaltene mittlere Führungsschiene 138 und eine längs der Auszugrichtung 124 verschieblich
an der mittleren Führungsschiene 138 gehaltene auszugseitige Führungsschiene 140.
[0058] Der Auszugrahmen 132 ist zwischen den auszugseitigen Führungsschienen 140 angeordnet
und an denselben festgelegt.
[0059] Die auszugseitigen Führungsschienen 140 sind vorzugsweise mittels jeweils einer Wälzkörperanordnung
an der jeweils zugeordneten mittleren Führungsschiene 138 verschieblich gelagert,
und die mittleren Führungsschienen 138 sind vorzugsweise mittels jeweils einer Wälzkörperanordnung
verschieblich an der jeweils zugeordneten korpusseitigen Führungsschiene 136 gelagert.
[0060] Jede korpusseitige Führungsschiene 136 ist mittels einer vorderen Montagelasche 142
und mittels einer hinteren Montagelasche 144 an der Innenseite der jeweils zugeordneten
Seitenwand 114 des Korpus 104 festgelegt.
[0061] Wie am besten aus Fig. 2 zu ersehen ist, weisen die vordere Montagelasche 142 und
die hintere Montagelasche 144 jeder Auszugführung 130 jeweils mehrere Durchtrittsöffnungen
146 auf, welche mit jeweils einem von zwei Längsschlitzen 148 fluchten, die an einem
Montageelement 150 vorgesehen sind, das ebenfalls, vorzugsweise mit mehreren Befestigungsmitteln
152, insbesondere Befestigungsschrauben, an der jeweils zugeordneten Seitenwand 114
des Korpus 104 festgelegt ist.
[0062] Im montierten Zustand des Auszugsystems 120 erstrecken sich (nicht dargestellte)
Befestigungsmittel, insbesondere Befestigungsschrauben, der Auszugführung 130 durch
jeweils eine Durchtrittsöffnung 146 und einen zugeordneten Längsschlitz 148 hindurch.
[0063] Die Längsschlitze 148 erstrecken sich im montierten Zustand im Wesentlichen parallel
zu der Auszugrichtung 124.
[0064] Das in den Fig. 9 und 10 einzeln dargestellte Montageelement 150 ist beispielsweise
als eine im Wesentlichen rechteckige Montageplatte ausgebildet und umfasst einen oberen
Abschnitt 154, in dem die Längsschlitze 148 angeordnet sind, und einen unteren Abschnitt
156, der von dem oberen Abschnitt 154 durch eine sich längs der Auszugrichtung 124
erstreckende Abstützleiste 160 getrennt ist.
[0065] Die Auszugführung 130 stützt sich im montierten Zustand an der Oberseite der Abstützleiste
160 ab.
[0066] Der untere Abschnitt 156 des Montageelements 150 umfasst einen vorderen Eckbereich
162 und einen hinteren Eckbereich 164, welche durch einen dazwischen angeordneten,
vorzugsweise dickeren, Mittelteil 166 des unteren Abschnitts 156 voneinander getrennt
sind.
[0067] In seinem unteren Abschnitt ist jeder Eckbereich 162, 164 mit jeweils einer Montageöffnung
172 versehen, durch welche sich im montierten Zustand des Auszugsystems 120 jeweils
eines der Befestigungsmittel 152 hindurcherstreckt (siehe insbesondere Fig. 8).
[0068] Diese Montageöffnungen 172 sind vorzugsweise als Langlöcher ausgebildet, wobei die
Längsachse der Langlöcher sich insbesondere im Wesentlichen parallel zur Auszugrichtung
124 erstreckt, um eine Justierung des Montageelements 150 längs dieser Richtung zu
ermöglichen.
[0069] Ein im Wesentlichen geradlinig verlaufender unterer Rand des Montageelements 150
bildet eine untere Ausrichtkante 174 des Montageelements 150.
[0070] An der Mitte der unteren Ausrichtkante 174 ist eine Ausrichtmarkierung 176, beispielsweise
in Form eines im Wesentlichen senkrecht zur unteren Ausrichtkante 174 verlaufenden
Striches oder Wulstes oder einer in dieser Weise verlaufenden Nut, angeordnet.
[0071] Um zu erreichen, dass das Montageelement 150 für die linke Seitenwand 114 und das
Montageelement 150 für die rechte Seitenwand 114 des Korpus 104 identisch miteinander
ausgebildet sind, so dass die Anzahl verschieden gestalteter Bestandteile, die für
das Auszugsystem 120 benötigt werden, verringert wird, ist jedes Montageelement 150
vorzugsweise im Wesentlichen spiegelsymmetrisch bezüglich seiner senkrecht zur Auszugrichtung
124 verlaufenden Quermittelebene 178 (siehe Fig. 10) ausgebildet.
[0072] Diese Quermittelebene 178 verläuft vorzugsweise durch die Ausrichtmarkierung 176.
[0073] Der untere Abschnitt 156 und der obere Abschnitt 154 des Montageelements 150 werden
nach vorne durch eine vordere Ausrichtkante 180, die vorzugsweise im Wesentlichen
geradlinig verläuft, begrenzt.
[0074] Der obere Abschnitt 154 des Montageelements 150 ist vorzugsweise mit drei weiteren
Montageöffnungen 172 versehen, die im montierten Zustand des Auszugsystems 120 von
Befestigungsmitteln 152 durchsetzt werden (siehe insbesondere Fig. 7).
[0075] Dabei dient ein (nicht dargestelltes) Befestigungsmittel, welches die mittlere der
Montageöffnungen 172 im oberen Abschnitt 154 des Montageelements 150 durchsetzt, dazu,
eine Vorwölbung des Montageelements 150 zu verhindern. Auf diese mittlere Montageöffnung
172a kann gegebenenfalls auch verzichtet werden.
[0076] Auch die Montageöffnungen 172 im oberen Abschnitt 154 des Montageelements 150 sind
vorzugsweise als Langlöcher ausgebildet, deren Längsachse sich insbesondere im Wesentlichen
parallel zur Auszugrichtung 124 erstreckt.
[0077] Die vorderen und hinteren Montageöffnungen 172b im oberen Abschnitt 154 des Montagelements
150 dienen ferner auch als obere Positionieröffnungen 182, die bei der Montage des
Auszugsystems 120 als Fremdpositionierungshilfe zum Auffinden einer Montageposition
des Auszugrahmens 132 an der dem Korpus 104 zugewandten Innenseite 184 der Tür 108
verwendet werden, was nachstehend noch näher erläutert werden wird.
[0078] Ferner ist das Montageelement 150 in seinem oberen Abschnitt 154 mit unteren Positionieröffnungen
186 und mit mittleren Positionieröffnungen 187 versehen, welche im montierten Zustand
des Auszugsystems 120 nicht von Befestigungsmitteln durchsetzt werden, sondern lediglich
als Fremdpositionierungshilfe zur Auffindung der Montageposition des Auszugrahmens
132 an der Innenseite 184 der Tür 108 benötigt werden.
[0079] Außerdem ist das Montageelement 150 in seinem oberen Abschnitt 154 mit weiteren Durchtrittsöffnungen
versehen, die als Vorsprung-Aufnahmen 168 zum Aufnehmen von Vorsprüngen 260 eines
später noch zu beschreibenden Bohrungs-Positionierteils 248, als Positionierzapfen-Aufnahmen
169 zum Aufnehmen eines Positionierzapfens 251 des Bohrungs-Positionierteils 248 beziehungsweise
als Anschlagelement-Aufnahmen 170 zum Aufnehmen von Anschlagelementen 262 des Bohrungs-Positionierteils
248 dienen, wenn das Bohrungs-Positionierteil 248 als Wandverstärkung an dem Montageelement
angeordnet wird, was später noch näher erläutert werden wird.
[0080] Ferner ist das Montageelement 150, beispielsweise im oberen Randbereich des oberen
Abschnitts 154, mit einer Führung 188 für ein in der Auszugrichtung 124 aus dem Korpus
104 des Möbels 100 ausziehbares Ausziehelement 190 versehen.
[0081] Das Ausziehelement 190 kann beispielsweise als ein, vorzugsweise im Wesentlichen
rechteckiger, Ablageboden 192 (siehe Fig. 1) ausgebildet sein.
[0082] Das Ausziehelement 190 ist mit zwei einander gegenüberliegenden Randbereichen 194
in der Auszugrichtung 124 verschiebbar an jeweils einer Führung 188 der beiden Montageelemente
150 gehalten.
[0083] Jede Führung 188 kann insbesondere ein das Ausziehelement 190 untergreifendes Führungsunterteil
196 und ein das Ausziehelement 190 übergreifendes Führungsoberteil 198 umfassen, wobei
der Randbereich 194 des Ausziehelements 190 verschieblich zwischen dem Führungsunterteil
196 und dem Führungsoberteil 198 aufgenommen ist.
[0084] Wie am besten aus den Fig. 24 bis 26 zu ersehen ist, liegt die korpusseitige Führungsschiene
136 der Auszugführung 130 im montierten Zustand des Auszugsystems 120 mit einem vorderen
Vorsprung 200 an der Unterseite der korpusseitigen Schiene 136 an einer vorderen Stufe
202 einer gestuften vorderen Ausnehmung 220 an der Oberseite der Abstützleiste 160
des Montageelements 150 und mit einem hinteren Vorsprung 204 an der Unterseite der
korpusseitigen Führungsschiene 136 an einer hinteren Stufe 206 einer gestuften hinteren
Ausnehmung 221 an der Oberseite der Abstützleiste 160 des Montageelements 150 an.
[0085] Die vordere Stufe 202 und die hintere Stufe 206 bilden somit Positionierkanten 208
des Montageelements 150, welche als Fremdpositionierungshilfe zur Auffindung der Montageposition
der vorderen Montagelasche 142 und der hinteren Montagelasche 144 der Auszugführung
130 an der Seitenwand 114 des Korpus 104 des Möbels 100 dienen.
[0086] Das Montageelement 150 ist vorzugsweise starr und/oder steif ausgebildet.
[0087] Das Montageelement 150 ist vorzugsweise aus einem formstabilen Material, insbesondere
aus einem metallischen Material oder einem Kunststoffmaterial, gebildet.
[0088] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung ist das Montageelement 150 als ein Spritzgießteil
aus einem Kunststoffmaterial, beispielsweise aus Polypropylen, ausgebildet.
[0089] Bei der Montage des vorstehend beschriebenen Auszugsystems 120 an dem Möbel 100 wird
wie folgt vorgegangen:
[0090] Zunächst wird eines der Montageelemente 150 dazu verwendet, die Montageposition des
Auszugrahmens 132 an der Innenseite 184 der Tür 108 aufzufinden.
[0091] Hierzu wird, wie in Fig. 11 dargestellt, das Montagelement 150 in einer Fremdpositionierungsstellung
an der Innenseite 184 der Tür 108 angeordnet.
[0092] Um die Fremdpositionierungsstellung des Montageelements 150 aufzufinden, werden zwei
Montageelement-Positionierteile 222 verwendet, von denen eines in den Fig. 17 und
18 einzeln dargestellt ist.
[0093] Das Montageelement-Positionierteil 222 ist beispielsweise im Wesentlichen in Form
einer rechteckigen Platte 224 mit einem verstärkten Rand 226 ausgebildet.
[0094] Auf einer in Fig. 17 dargestellten ersten Seite ist das Montageelement-Positionierteil
222 mit einer ersten Anschlagleiste 228 versehen, welche längs des unteren Randes
des Montageelement-Positionierteils 222 verläuft.
[0095] Ferner ist das Montageelement-Positionierteil 222 auf dieser ersten Seite mit einer
ersten Markierung 230 versehen, die beispielsweise der Wandstärke des Möbels 100 in
Millimetern bei einer ersten Ausführungsvariante des Möbels 100 entspricht, bei deren
Montage das Montageelement-Positionierteil 222 in einer ersten Positionierstellung
verwendet wird, in welcher die erste Seite des Montageelement-Positionierteils 222
mit der ersten Markierung 230 der Tür abgewandt ist, wenn das Montageelement-Positionierteil
222 an der Tür 108 angeordnet wird (siehe Fig. 13).
[0096] Auf einer der ersten Seite gegenüberliegenden zweiten Seite, die in Fig. 18 dargestellt
ist, ist das Montageelement-Positionierteil 222 mit einer zweiten Markierung 232 versehen,
welche beispielsweise der Wandstärke des Möbels 100 in Millimetern bei einer zweiten
Ausführungsvariante des Möbels 100 entspricht, bei deren Montage das Montageelement-Positionierteil
222 in einer zweiten Positionierstellung verwendet wird, in welcher die zweite Seite
des Montageelement-Positionierteils 222 mit der zweiten Markierung 232 der Tür 108
abgewandt ist, wenn das Montageelement-Positionierteil 222 an der Tür 108 angeordnet
wird.
[0097] Die zweite Seite des Montageelement-Positionierteils 222 ist mit einer zweiten Anschlagleiste
234 versehen, welche an einer anderen Höhenposition angeordnet ist als die gegenüberliegende
erste Anschlagleiste 228.
[0098] Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die zweite Anschlagleiste 234 höher liegt
als die erste Anschlagleiste 228.
[0099] Insbesondere kann der Unterschied in der Höhenposition der ersten Anschlagleiste
228 und der zweiten Anschlagleiste 234 im Wesentlichen dem Unterschied in der Wandstärke
des Möbels 100 bei der ersten Ausführungsvariante und bei der zweiten Ausführungsvariante
des Möbels 100 entsprechen.
[0100] Wenn die Wandstärke des Möbels 100 bei der ersten Ausführungsvariante beispielsweise
16 mm und bei der zweiten Ausführungsvariante beispielsweise 19 mm beträgt, so beträgt
die Höhendifferenz zwischen der ersten Anschlagleiste 228 und der zweiten Anschlagleiste
234 vorzugsweise ungefähr 3 mm.
[0101] Ein oberer Abschnitt des verstärkten Randes 226 des Montageelement-Positionierteils
222 bildet eine Anlagefläche 236 für das Montageelement 150.
[0102] In einem oberen Abschnitt 235 des Montageelement-Positionierteils 222, der von einem
unteren Abschnitt 237, in welchem die Markierungen 230, 232 angeordnet sind, durch
eine parallel zu den Anschlagleisten 228, 234 verlaufende Verstärkungsleiste 238 getrennt
sein kann, sind ein oder mehr Positionierschlitze 239 vorgesehen, welche sich vorzugsweise
im Wesentlichen senkrecht zu den Anschlagleisten 228, 234 erstrecken.
[0103] Wie am besten aus den Fig. 19 bis 22 zu ersehen ist, sind an der Außenseite des Montageelements
150 im Bereich der unteren Ausrichtkante 174 desselben zwei Positionierteil-Aufnahmen
240 vorgesehen, welche jeweils im Wesentlichen komplementär zum oberen Abschnitt 235
eines Montageelement-Positionierteils 222 ausgebildet sind.
[0104] In jede der Positionierteil-Aufnahmen 240 stehen jeweils zwei Positioniervorsprünge
241 und ein Abstützvorsprung 243 vor. Wie aus den Fig. 21 und 22 zu ersehen ist, kann
jedes Montageelement-Positionierteil 222 so auf die Positioniervorsprünge 241 aufgeschoben
werden, dass sich die Positioniervorsprünge 241 durch die Positionierschlitze 239
des Montageelement-Positionierteils 222 hindurch erstrecken und der Abstützvorsprung
243 das Montageelement-Positionierteil 222 abstützt.
[0105] Jedes Montageelement-Positionierteil 222 kann somit an einer zugeordneten Positionierteil-Aufnahme
240 derart angeordnet werden, dass es (beispielsweise durch Presspassung) lösbar an
dem Montageelement 150 gehalten ist und mit der Anlagefläche 236 an einem oberen Rand
der Positionierteil-Aufnahme 240 anliegt.
[0106] Um das Montageelement 150 mittels des vorstehend beschriebenen Montageelement-Positionierteils
222 in seiner Fremdpositionierungsstellung an der Innenseite 184 der Tür 108 anzuordnen,
wird wie folgt vorgegangen:
Zunächst wird die Breite B der Tür 108 gemessen.
[0107] An einem unteren Rand 242 der Tür 108 wird mittig zwischen den beiden Seitenrändern
244 der Tür 108, also bei der halben Breite B/2, eine Markierung angebracht, beispielsweise
ein Bleistiftstrich.
[0108] Die Montageelement-Positionierteile 222 werden so an den Positionierteil-Aufnahmen
240 des Montageelements 150 angeordnet, dass die Markierung, welche die Wandstärke
der zu montierenden Ausführungsvariante des Möbels 100 angibt, an der Innenseite des
Montageelements 150 sichtbar ist.
[0109] Bei der Montage der Ausführungsvariante des Möbels 100 mit der Wandstärke 19 mm wird
das Montageelement-Positionierteil 222 also in der zweiten Positionierstellung angeordnet,
in welcher die zweite Markierung 232 ("19") an der Innenseite des Montageelements
150 sichtbar ist (siehe die Fig. 11 und 13).
[0110] Nun wird das Montageelement 150 so an die Innenseite 184 der Tür 108 angelegt, dass
die mittige Ausrichtmarkierung 176 am unteren Rand des Montageelements 150 mit der
Markierung bei der halben Breite B/2 fluchtet und dass die der Tür zugewandten Anschlagleisten
der Montageelement-Positionierteile 222, im zeichnerisch dargestellten Ausführungsbeispiel
also die ersten Anschlagleisten 228, am unteren Rand 242 der Tür 108 anliegen. Wenn
dies der Fall ist, ist das Montageelement 150 mittig zwischen den Seitenrändern 244
der Tür und im gewünschten Abstand vom unteren Rand 242 der Tür 108 in seiner Fremdpositionierungsstellung
positioniert.
[0111] Ausgehend von dieser Fremdpositionierungsstellung des Montageelements 150 wird nun
die Montageposition des Auszugrahmens 132 an der Innenseite 184 der Tür 108 wie folgt
aufgefunden:
[0112] Bei einer schmalen Ausführungsvariante des Möbels 100, welche beispielsweise eine
Möbelbreite von 45 cm aufweist, liegen die oberen Positionieröffnungen 182, die mittleren
Positionieröffnungen 187 und die unteren Positionieröffnungen 186 des Montageelements
150 in der Fremdpositionierungsstellung an der Stelle, an welcher an der Innenseite
184 der Tür 108 die Bohrungen für die Befestigungsmittel des Auszugsrahmens 132 gesetzt
werden müssen.
[0113] In diesem Fall ist kein weiteres Positionierteil zum Auffinden der Montageposition
des Auszugrahmens 132 erforderlich.
[0114] Vielmehr können die Positionen der zu setzenden Bohrungen durch die Positionieröffnungen
182, 187 und 186 des Montageelements 150 hindurch, beispielsweise mittels eines Bleistifts
oder mittels eines Körners, markiert werden. Nach dem Entfernen des Montageelements
150 mit den Montageelement-Positionierteilen 222 von der Tür 108 können dann die erforderlichen
Bohrungen an den markierten Stellen gesetzt werden, wodurch die Montageposition des
Auszugrahmens 132 an der Tür 108 festgelegt ist.
[0115] Wenn hingegen eine breitere Ausführungsvariante des Möbels 100 zu montieren ist,
beispielsweise eine mittlere Ausführungsvariante mit einer Möbelbreite von 50 cm oder
eine breite Ausführungsvariante mit einer Möbelbreite von 60 cm, so werden für das
Auffinden der Montageposition des Auszugrahmens 132 ausgehend von der Fremdpositionierungsstellung
des Montageelements 150 zwei der einzeln in den Fig. 15 und 16 dargestellten Bohrungs-Positionierteile
248 verwendet.
[0116] Jedes Bohrungs-Positionierteil 248 ist im Wesentlichen als eine rechteckige Platte
250 ausgebildet.
Das Bohrungs-Positionierteil 248 ist mit mehreren, beispielsweise drei, Positionieröffnungen
254 versehen, die den gewünschten Positionen der Bohrungen für die mittlere Ausführungsvariante
des Möbels 100 zugeordnet sind, und mit mehreren, beispielsweise drei, Positionieröffnungen
256, welche den gewünschten Positionen der Bohrungen für die breite Ausführungsvariante
des Möbels 100 zugeordnet sind.
[0117] Ferner ist das Bohrungs-Positionierteil 148 mit einem Längsschlitz 258 versehen,
welcher mit jeweils einem Längsschlitz 148 des Montageelements 150 fluchtet, wenn
das Bohrungs-Positionierteil 148 als Wandverstärkung an dem Montageelement 150 montiert
wird.
[0118] Wie am besten aus Fig. 16 zu ersehen ist, ist das Bohrungs-Positionierteil 248 an
seiner Rückseite im Bereich der Positionieröffnungen 254 für die mittlere Ausführungsvariante
und im Bereich der Positionieröffnungen 256 für die breite Ausführungsvariante mit,
vorzugsweise hohlzylindrischen, Vorsprüngen 260 versehen, über welche sich das Bohrungs-Positionierteil
248 an der Innenseite 184 der Tür 108 abstützt (siehe Fig. 11 und Fig. 12).
[0119] Zwischen den Positionieröffnungen 254 für die mittlere Ausführungsvariante und einem
seitlichen Rand 259 des Bohrungs-Positionierteils 248 ist das Bohrungs-Positionierteil
248 mit zwei Anschlagelementen 262 versehen, ,welche an einem seitlichen Rand 270
des Montageelements 150 anliegen, wenn die Rückseite des Bohrungs-Positionierteils
148 im Bereich des seitlichen Randes 259 an dem Montageelement 150 aufliegt und ein
Positionierzapfen 251, der an der Rückseite des Bohrungs-Positionierteils zwischen
den Positionieröffnungen 254 für die mittlere Ausführungsvariante und dem seitlichen
Rand 259 vorgesehen ist, sich in die mittlere Positionieröffnung 187 des Montageelements
150 hinein erstreckt.
[0120] Um die Positionieröffnungen des Bohrungs-Positionierteils 248, welche den verschiedenen
Ausführungsvarianten des Möbels 100 zugeordnet sind, für den Monteur leicht unterscheidbar
zu machen, kann vorgesehen sein, dass benachbart zu den Positionieröffnungen 254 für
die mittlere Ausführungsvariante eine erste Breitenmarkierung 264 angeordnet ist,
welche beispielsweise die Breite der mittleren Ausführungsvariante des Möbels 100
in Zentimetern, im vorliegenden Ausführungsbeispiel 50, angibt.
[0121] Ferner kann das Bohrungs-Positionierteil 248 benachbart zu den Positionieröffnungen
256 für die breite Ausführungsvariante mit einer zweiten Breitenmarkierung 266 versehen
sein, welche beispielsweise die Breite des Möbels 100 in Zentimetern bei dieser breiten
Ausführungsvariante, im vorliegenden Ausführungsbeispiel 60, angibt.
[0122] Zur Auffindung der Montageposition des Auszugrahmens 132 an der Innenseite 184 der
Tür 108 mittels der beiden Bohrungs-Positionierteile 248, ausgehend von der Fremdpositionierungsstellung
des Montageelements 150 an der Tür 108, wird wie folgt vorgegangen:
[0123] Die (vorzugsweise im Wesentlichen identisch miteinander ausgebildeten) Bohrungs-Positionierteile
248 werden an einander gegenüberliegenden seitlichen Rändern des Montageelements 150
so an das Montageelement 150 angelegt, dass die Positionierzapfen 251 in die jeweils
zugeordneten mittleren Positionieröffnungen 187 des Montageelements 150 eingreifen
und die Anschlagelemente 262 am jeweiligen seitlichen Rand 270 des Montageelements
150 anliegen.
[0124] Nun befinden sich die Positionieröffnungen 254 und 256 für die mittlere und die breite
Ausführungsvariante des Möbels 100 an denjenigen Stellen, an denen die Bohrungen für
die Befestigungsmittel des Auszugrahmens 132 bei der jeweiligen Ausführungsvariante
zu setzen sind.
[0125] Der Monteur wählt nunmehr, in Abhängigkeit von der zu montierenden Ausführungsvariante
des Möbels 100, die jeweils zugeordneten Positionieröffnungen 254 oder 256 aus und
markiert die jeweils gewünschten Positionen für die Bohrung durch die jeweiligen Positionieröffnungen
254 beziehungsweise 256 hindurch, beispielsweise mittels eines Bleistifts oder mittels
eines Körners.
[0126] Für die Auffindung der gewünschten Bohrungspositionen bei der schmalen Ausführungsvariante
werden unmittelbar die oberen Positionieröffnungen 182, die mittleren Positionieröffnungen
187 und die unteren Positionieröffnungen 186 des Montageelements 150 verwendet.
[0127] Nach Entfernen des Montageelements 150 mit den Montageelement-Positionierteilen 222
und der Bohrungs-Positionierteile 248 von der Tür 108 können dann die Bohrungen an
den jeweils markierten Stellungen gesetzt werden, wodurch die Montageposition des
Auszugrahmens 132 festgelegt ist.
[0128] Nun werden die Montageelement-Positionierteile 222 von dem Montageelement 150 abgenommen,
und jedes Montageelement 150 wird in einer Eigenpositionierungsstellung an der jeweils
zugeordneten Seitenwand 114 des Korpus 104 des Möbels 100 angeordnet, und zwar vorzugsweise
derart, dass das Montageelement 150 mit seiner unteren Ausrichtkante 174 auf der Bodenwand
112 des Korpus 104 aufsitzt und die vordere Ausrichtkante 180 des Montageelements
150 mit einem vorderen Rand 272 der jeweiligen Seitenwand 114 fluchtet.
[0129] Somit dienen die untere Ausrichtkante 174 und die vordere Ausrichtkante 180 des Montageelements
150 als Eigenpositionierungshilfe zum Auffinden der Montageposition des Montageelements
150 an der jeweils zugeordneten Seitenwand 114 des Korpus 104 des Möbels 100.
[0130] In dieser Montageposition wird jedes Montageelement 150 mittels der Befestigungsmittel
152 an der jeweils zugeordneten Seitenwand 114 festgelegt.
[0131] Anschließend wird an die Innenseite jeder Seitenwand 114 jeweils eine Auszugführung
130 so angelegt, dass die vordere Montagelasche 142 und die hintere Montagelasche
144 im Wesentlichen flächig an dem jeweiligen Montageelement 150 anliegen und der
vordere Vorsprung 200 der korpusseitigen Führungsschiene 136 an der vorderen Stufe
202 der vorderen Ausnehmung 220 der Abstützleiste 160 anliegt und der hintere Vorsprung
204 der korpusseitigen Führungsschiene 136 an der hinteren Stufe 206 der hinteren
Ausnehmung 221 der Abstützleiste 160 anliegt.
[0132] Somit dienen die Positionierkanten 208 des Montageelements 150 als Fremdpositionierungshilfe
zur Auffindung der Montageposition der Auszugführung 130 an der jeweils zugeordneten
Seitenwand 114 des Korpus 104 des Möbels 100.
[0133] In der so aufgefundenen Montageposition wird die Auszugführung 130 mittels geeigneter
Befestigungsmittel an der jeweils zugeordneten Seitenwand 114 festgelegt.
[0134] Wie bereits ausgeführt, kann das Möbel 100 in einer ersten Ausführugsvariante mit
einer geringeren Wandstärke (von beispielsweise 16 mm) oder in einer zweiten Ausführungsvariante
mit einer größeren Wandstärke (von beispielsweise 19 mm) verwendet werden.
[0135] Um zu erreichen, dass auch bei Verwendung des Möbels in der ersten Ausführungsvariante
mit der geringeren Wandstärke die Auszugführungen 130 in genau derselben Position
relativ zu der Längsmittelebene des Korpus 104 angeordnet sind wie bei der zweiten
Ausführungsvariante mit der größeren Wandstärke, können die Bohrungs-Positionierteile
248 dazu verwendet werden, die Wandstärke des Montageelements 150 in denjenigen Bereichen
zu erhöhen, in denen die Auszugführung 130 mit ihren Montagelaschen 142 und 144 an
dem Montageelement 150 anliegt.
[0136] Für eine solche Wandverstärkung des Montageelements 150 werden die Bohrungs-Positionierteile
248 in der in Fig. 23 dargestellten Montageposition an dem Montageelement 150 angeordnet.
[0137] In dieser Montageposition greifen die Vorsprünge 260 an der Rückseite der Bohrungs-Positionierteile
248 in die Vorsprung-Aufnahmen 168 des Montageelements 150, die Anschlagelemente 262
an der Rückseite der Bohrungs-Positionierteile 248 in die Anschlag-Aufnahmen 170 des
Montageelements 150 und die Positionierzapfen 251 an der Rückseite der Bohrungs-Positionierteile
248 in die Positionierzapfen-Aufnahmen 169 des Montageelements ein, so dass jedes
Bohrungs-Positionierteil 248 mit seiner Rückseite im Wesentlichen flächig an der Innenseite
des Montageelements 150 anliegt.
[0138] Die Materialstärke der Bohrungs-Positionierteile 248 entspricht dem Unterschied in
der Wandstärke der ersten Ausführungsvariante und der zweiten Ausführungsvariante
des Möbels 100 und beträgt somit beispielsweise 3 mm, so dass der Unterschied in den
Wandstärken der beiden Ausführungsvarianten des Möbels 100 durch die Anordnung der
Bohrungs-Positionierteile 248 an den Montageelementen 150 gerade ausgeglichen wird.
[0139] Die Bohrungs-Positionierteile 248 dienen somit im montierten Zustand des Auszugsystems
120 als Wandverstärkungsteile 274.
[0140] Wenn die Bohrungs-Positionierteile 248 in der Montageposition an dem jeweils zugeordneten
Montageelement 150 angeordnet sind, fluchten die Längsschlitze 258 der Bohrungs-Positionierteile
248 mit den Längsschlitzen 148 des Montageelements 150, so dass die Montagelaschen
142 und 144 der Auszugführung 130 mittels Befestigungsmitteln, die sich durch die
Durchtrittsöffnungen 146 der Montagelaschen 142, 144, die Längsschlitze 258 der Bohrungs-Positionierteile
248 und die Längsschlitze 148 des Montageelements 150 hindurch in die jeweils zugeordnete
Seitenwand 114 des Korpus 104 hinein erstrecken, an der Seitenwand 114 festgelegt
werden können, wobei die Montagelaschen 142 und 144 an der (vorzugsweise im Wesentlichenen
ebenen) Vorderseite der Bohrungs-Positionierteile 248, vorzugsweise im Wesentlichen
flächig, anliegen.
[0141] Nun wird der Auszugrahmen 132 unter Nutzung der in der vorstehend erläuterten Weise
erzeugten Bohrungen mit der Tür 108 verbunden und an den auszugseitigen Führungsschienen
140 der beiden Auszugführungen 130 festgelegt.
[0142] Schließlich werden die Auszugbehälter 134 an dem Auszugrahmen 132 eingehängt und
das Ausziehelement 190, insbesondere der Ablageboden 192, in die Führungen 188 an
den beiden Montageelementen 150 eingeschoben.
[0143] Damit ist die Montage des Auszugsystems 120 und des Möbels 100 abgeschlossen.
1. Auszugsystem mit einem Auszug (128), der aus einem Möbel (100) ausziehbar ist, mit
einem Montageelement (150) für das Auszugsystem (120) und mit einem von dem Montageelement
(150) verschiedenen Bestandteil des Auszugsystems (120),
wobei das Montageelement (150) im montierten Zustand des Auszugsystems (120) mit dem
Möbel (100) verbunden ist und
das Montageelement (150) mindestens eine Positionierungshilfe zum Auffinden einer
Montageposition eines Bestandteils des Auszugsystems (120) an einem Bestandteil des
Möbels (100) umfasst,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Montageelement (150) mindestens eine Fremdpositionierungshilfe zum Auffinden
einer Montageposition des von dem Montageelement (150) verschiedenen Bestandteils
des Auszugsystems (120) an einem Bestandteil des Möbels (100) umfasst,
wobei das Montageelement (150) im montierten Zustand des Auszugsystems (120) an einem
Bestandteil des Möbels (100) angeordnet ist, der verschieden ist von dem Bestandteil
des Möbels (100), an dem der mittels einer Fremdpositionierungshilfe des Montageelements
(150) positionierte Bestandteil des Auszugsystems (120) angeordnet ist.
2. Auszugsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fremdpositionierungshilfe zum Auffinden einer Montageposition eines Bestandteils
des Auszugsystems (120) an einer Tür (108) des Möbels (100) ausgebildet ist.
3. Auszugsystem nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Montageelement (150) mindestens eine Eigenpositionierungshilfe zum Auffinden
einer Montageposition des Montageelements (150) an einem Bestandteil des Möbels (100)
umfasst.
4. Auszugsystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Eigenpositionierungshilfe zum Auffinden einer Montageposition des Montageelements
(150) an einem Korpus (104) des Möbels (100) ausgebildet ist.
5. Auszugsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Positionierungshilfe des Montageelements eine Positionieröffnung
(182, 186, 187) und/oder eine Positionierkante (208) umfasst.
6. Auszugsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Positionierungshilfe des Montageelements (150) ein Anlegeelement
zum Anlegen eines anderen Bestandteils des Auszugsystems (120) an das Montageelement
(150) umfasst.
7. Auszugsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Positionierungshilfe des Montageelements (150) ein Ausrichtelement
zum Ausrichten des Montageelements (150) in Bezug auf einen Bestandteil des Möbels
(100) und/oder in Bezug auf einen anderen Bestandteil des Auszugsystems (120) umfasst.
8. Auszugsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Auszugsystem (120) mindestens ein Positionierteil (222) umfasst, das bei der
Montage des Auszugsystems (120) mit dem Montageelement (150) zusammenwirkt, um eine
Fremdpositionierungsstellung des Montageelements (150) oder eine Eigenpositionierungsstellung
des Montageelements (150) aufzufinden.
9. Auszugsystem nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Auszugsystem (120) mindestens ein Positionierteil (248) umfasst, das bei der
Montage des Auszugsystems (120) mit dem Montageelement (150) zusammenwirkt, um ausgehend
von einer Fremdpositionierungsstellung des Montageelements (150) eine Montageposition
eines anderen Bestandteils des Auszugsystems (120) an dem Möbel (100) aufzufinden.
10. Auszugsystem nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Positionierteil (248) mehrere Positionierelemente (254, 256) umfasst,
die verschiedenen Ausführungsvarianten des Möbels (100) und/oder verschiedenen Ausführungsvarianten
des Auszugsystems (120) zugeordnet sind.
11. Auszugsystem nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Positionierteil (222) in mehreren Positionierstellungen relativ zu
dem Möbel (100) und/oder relativ zu dem Montageelement (150) verwendbar ist, wobei
die Positionierstellungen verschiedenen Ausführungsvarianten des Möbels (100) und/oder
verschiedenen Ausführungsvarianten des Auszugsystems (120) zugeordnet sind.
12. Auszugsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Montageelement (150) eine Führung (188) für ein aus dem Möbel (100) ausziehbares
Ausziehelement (190) und/oder eine Aufnahme (146, 148) für eine Auszugführung (130)
des Auszugsystems (120) umfasst.
13. Verfahren zum Montieren eines Auszugsystems (120) mit einem Auszug (128), der aus
einem Möbel (100) ausziehbar ist, an dem Möbel (100), umfassend Folgendes:
- Auffinden einer Montageposition eines von einem Montageelement (150) des Auszugsystems
(120) verschiedenen Bestandteils des Auszugsystems (120) an einem Bestandteil des
Möbels (100) unter Verwendung einer Fremdpositionierungshilfe des Montageelements
(150); und
- Verbinden des Montageelements (150) mit dem Möbel (100);
wobei das Montageelement (150) im montierten Zustand des Auszugsystems (120) an einem
Bestandteil des Möbels (100) angeordnet ist, der verschieden ist von dem Bestandteil
des Möbels (100), an dem der mittels einer Fremdpositionierungshilfe des Montageelements
(150) positionierte Bestandteil des Auszugsystems (120) angeordnet ist.
1. A pull-out system having a pull-out unit (128) that is configured to be pulled out
of a piece of furniture (100), having a mounting element (150) for
the pull-out system (120), and having a constituent part of the pull-out system (120)
that is different from the mounting element (150),
wherein, in the mounted condition of the pull-out system (120), the mounting element
(150) is connected to the piece of furniture (100) and
the mounting element (150) includes at least one positioning aid for locating a mounting
position of a constituent part of the pull-out system (120) on a constituent part
of the piece of furniture (100),
characterised in that
the mounting element (150) includes at least one extrinsic positioning aid for locating
a mounting position of the constituent part of the pull-out system (120) that is different
from the mounting element (150) on a constituent part of the piece of furniture (100),
wherein, in the mounted condition of the pull-out system (120), the mounting element
(150) is arranged on a constituent part of the piece of furniture (100) that is different
from the constituent part of the piece of furniture (100) on which the constituent
part of the pull-out system (120) that was positioned by means of an extrinsic positioning
aid of the mounting element (150) is arranged.
2. A pull-out system according to Claim 1, characterised in that the extrinsic positioning aid is configured for locating a mounting position of a
constituent part of the pull-out system (120) on a door (108) of the piece of furniture
(100).
3. A pull-out system according to one of Claims 1 or 2, characterised in that the mounting element (150) includes at least one intrinsic positioning aid for locating
a mounting position of the mounting element (150) on a constituent part of the piece
of furniture (100).
4. A pull-out system according to Claim 3, characterised in that the intrinsic positioning aid is configured for locating a mounting position of the
mounting element (150) on a carcass (104) of the piece of furniture (100).
5. A pull-out system according to one of Claims 1 to 4, characterised in that at least one positioning aid of the mounting element includes a positioning opening
(182, 186, 187) and/or a positioning edge (208).
6. A pull-out system according to one of Claims 1 to 5, characterised in that at least one positioning aid of the mounting element (150) includes an abutment element
for bringing another constituent part of the pull-out system (120) into abutment against
the mounting element (150).
7. A pull-out system according to one of Claims 1 to 6, characterised in that at least one positioning aid of the mounting element (150) includes an orientation
element for orienting the mounting element (150) in relation to a constituent part
of the piece of furniture (100) and/or in relation to another constituent part of
the pull-out system (120).
8. A pull-out system according to one of Claims 1 to 7, characterised in that the pull-out system (120) includes at least one positioning part (222) which, during
mounting of the pull-out system (120), cooperates with the mounting element (150)
in order to locate an extrinsic positioning location of the mounting element (150)
or an intrinsic positioning location of the mounting element (150).
9. A pull-out system according to Claim 8, characterised in that the pull-out system (120) includes at least one positioning part (248) which, during
mounting of the pull-out system (120), cooperates with the mounting element (150)
in order, starting from an extrinsic positioning location of the mounting element
(150), to locate a mounting position of another constituent part of the pull-out system
(120) on the piece of furniture (100).
10. A pull-out system according to one of Claims 8 or 9, characterised in that at least one positioning part (248) includes a plurality of positioning elements
(254, 256) which are associated with different construction variants of the piece
of furniture (100) and/or different construction variants of the pull-out system (120).
11. A pull-out system according to one of Claims 8 to 10, characterised in that at least one positioning part (222) is usable in a plurality of positioning locations
in relation to the piece of furniture (100) and/or in relation to the mounting element
(150), wherein the positioning locations are associated with different construction
variants of the piece of furniture (100) and/or different construction variants of
the pull-out system (120).
12. A pull-out system according to one of Claims 1 to 11, characterised in that the mounting element (150) includes a guide (188) for a pull-out element (190) that
is configured to be pulled out of the piece of furniture (100) and/or a receptacle
(146, 148) for a pull-out guide (130) of the pull-out system (120).
13. A method for mounting on a piece of furniture (100) a pull-out system (120), having
a pull-out unit (128) that is configured to be pulled out of the piece of furniture
(100), including the following:
- locating, on a constituent part of the piece of furniture (100), a mounting position
of a constituent part of the pull-out system (120) that is different from a mounting
element (150) of the pull-out system (120), using an extrinsic positioning aid of
the mounting element (150); and
- connecting the mounting element (150) to the piece of furniture (100);
wherein, in the mounted condition of the pull-out system (120), the mounting element
(150) is arranged on a constituent part of the piece of furniture (100) that is different
from the constituent part of the piece of furniture (100) on which the constituent
part of the pull-out system (120) that was positioned by means of an extrinsic positioning
aid of the mounting element (150) is arranged.
1. Système de tiroir comprenant un tiroir (128) qui peut être sorti d'un meuble (100),
un élément de montage (150) pour le système de tiroir (120) et un composant du système
de tiroir (120) différent de l'élément de montage (150),
dans lequel l'élément de montage (150), une fois le système de tiroir (120) monté,
est relié au meuble (100) et l'élément de montage (150) comprend au moins un auxiliaire
de positionnement pour localiser une position de montage d'un composant du système
de tiroir (120) sur un composant du meuble (100),
caractérisé
en ce que l'élément de montage (150) comporte au moins un auxiliaire de positionnement extérieur
pour localiser une position de montage du composant du système de tiroir (120), différent
de l'élément de montage (150), sur un composant du meuble (100),
dans lequel l'élément de montage (150), une fois le système de tiroir (120) monté,
est agencé sur un composant du meuble (100) qui est différent du composant du meuble
(100) sur lequel est agencé le composant du système de tiroir (120) positionné au
moyen d'un auxiliaire de positionnement extérieur de l'élément de montage (150).
2. Système de tiroir selon la revendication 1,
caractérisé en ce que l'auxiliaire de positionnement extérieur est conçu pour localiser une position de
montage d'un composant du système de tiroir (120) sur une porte (108) du meuble (100).
3. Système de tiroir selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que l'élément de montage (150) comprend au moins un auxiliaire de positionnement propre
destiné à localiser une position de montage de l'élément de montage (150) sur un composant
du meuble (100).
4. Système de tiroir selon la revendication 3,
caractérisé en ce que l'auxiliaire de positionnement propre est conçu pour localiser une position de montage
de l'élément de montage (150) sur un corps (104) du meuble (100).
5. Système de tiroir selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'au moins un auxiliaire de positionnement de l'élément de montage comprend une ouverture
de positionnement (182, 186, 187) et/ou un bord de positionnement (208).
6. Système de tiroir selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'au moins un auxiliaire de positionnement de l'élément de montage (150) comprend un
élément d'application destiné à appliquer un autre composant du système de tiroir
(120) sur l'élément de montage (150).
7. Système de tiroir selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'au moins un auxiliaire de positionnement de l'élément de montage (150) comprend un
élément d'orientation destiné à orienter l'élément de montage (150) par rapport à
un composant du meuble (100) et/ou par rapport à un autre composant du système de
tiroir (120).
8. Système de tiroir selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le système de tiroir (120) comprend au moins une pièce de positionnement (222), qui,
lors du montage du système de tiroir (120), coopère avec l'élément de montage (150),
afin de localiser une position de positionnement extérieur de l'élément de montage
(150) ou une position de positionnement propre de l'élément de montage (150).
9. Système de tiroir selon la revendication 8,
caractérisé en ce que le système de tiroir (120) comprend au moins une pièce de positionnement (248), qui,
lors du montage du système de tiroir (120), coopère avec l'élément de montage (150),
afin de localiser, à partir d'une position de positionnement extérieur de l'élément
de montage (150), une position de montage d'un autre composant du système de tiroir
(120) sur le meuble (100).
10. Système de tiroir selon l'une quelconque des revendications 8 ou 9, caractérisé en ce qu'au moins une pièce de positionnement (248) comprend plusieurs éléments de positionnement
(254, 256), qui sont associés à différentes variantes de réalisation du meuble (100)
et/ou à différentes variantes de réalisation du système de tiroir (120).
11. Système de tiroir selon l'une quelconque des revendications 8 à 10, caractérisé en ce qu'au moins une pièce de positionnement (222) peut être utilisée dans plusieurs positions
de positionnement par rapport au meuble (100) et/ou par rapport à l'élément de montage
(150), dans lequel les positions de positionnement sont associées à différentes variantes
de réalisation du meuble (100) et/ou à différentes variantes de réalisation du système
de tiroir (120).
12. Système de tiroir selon l'une quelconque des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que l'élément de montage (150) comprend un guidage (188) pour un élément de tiroir (190)
pouvant être sorti du meuble (100) et/ou un logement (146, 148) pour un guidage de
tiroir (130) du système de tiroir (120).
13. Procédé de montage d'un système de tiroir (120), comprenant un tiroir (128) qui peut
être sorti d'un meuble (100), sur le meuble (100), comprenant les étapes suivantes
:
- la localisation d'une position de montage d'un composant du système de tiroir (120),
différent d'un élément de montage (150) du système de tiroir (120), sur un composant
du meuble (100) au moyen d'un auxiliaire de positionnement extérieur de l'élément
de montage (150) ; et
- la liaison de l'élément de montage (150) au meuble (100) ;
dans lequel l'élément de montage (150), une fois le système de tiroir (120) monté,
est agencé sur un composant du meuble (100) qui est différent du composant du meuble
(100) sur lequel est agencé le composant du système de tiroir (120) positionné au
moyen d'un auxiliaire de positionnement extérieur de l'élément de montage (150).