[0001] Die Erfindung betrifft ein autonomes fahrerloses Transportfahrzeug und ein autonomes
fahrerloses Transportsystem zum Beispiel für den innerbetrieblichen Materialtransport.
[0002] Für den innerbetrieblichen Materialtransport, zum Beispiel in einem Produktionsbetrieb
wie in der Automobilindustrie, werden häufig Schleppfahrzeuge mit gezogenen Sequenzwagen
verwendet. Die Sequenzwagen können beispielsweise Formhimmel oder Mittelkonsolen transportieren.
Bei einer hohen Anzahl an Sequenzwagen ist auch eine hohe Anzahl an benötigten Schleppfahrzeugen
erforderlich. Dies bedeutet, dass das Verkehrsaufkommen innerhalb der Montage sich
stetig steigert. Dabei ergeben sich aufgrund der Anlieferungsprozesse fertigungsbedingte
Wartezeiten des Schleppers, bei denen das Fahrzeug zusätzlich Nutzfläche beziehungsweise
Warteplätze in der Werkhalle benötigt.
[0004] EP 0 290 634 A1 zeigt ein Verfahren zum Führen eines ohne Fahrer frei beweglichen Fahrzeugs, bei
dem am Fahrzeug angeordnete optische Sensoren eine längs der Fahrbahn angeordnete
unterbrochene Markierung aufnehmen, um so das Fahrzeug zu führen.
[0005] EP 0 477 154 offenbart ein autonomes fahrerloses Transportfahrzeug mit einem elektrischen Antriebssystem
und einem Energiespeicher für das Antriebssystem, wobei eine Hubgabel für den Transport
vorgesehen ist und wobei das Antriebssystem außerhalb der Hubgabel angeordnet ist.
[0006] Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, den Materialtransport zu verbessern.
Diese Aufgabe wird gelöst mit einem autonomen fahrerlosen Transportfahrzeug gemäß
Anspruch 1 beziehungsweise einem autonomen fahrerlosen Transportsystem nach Anspruch
8. Das erfindungsgemäße autonome fahrerlose Transportfahrzeug mit einem elektrischen
Antriebssystem und einem Energiespeicher für das Antriebssystem sieht vor, dass eine
Hubgabel für den Transport vorgesehen ist, dass das Antriebssystem außerhalb der Hubgabel
angeordnet ist und dass eine vertikale Höhe der Hubgabel größer ist als vertikale
Höhen des Energiespeichers und des Antriebssystems.
[0007] Das erfindungsgemäße Transportfahrzeug hat den Vorteil, dass aufgrund der niedrigen
Bauhöhe des Transportfahrzeugs dieses unter Behälter- beziehungsweise Transportsysteme
fahren kann und diese dann anheben kann. Die Höhe des Transportfahrzeugs beträgt zwischen
10 und 30 cm, vorzugsweise 15 cm. Dies ermöglicht eine erhebliche Platzeinsparung
im Produktionsbetrieb, da das Transportfahrzeug die Transportwagen nun nicht mehr
schleppt, sondern direkt unter einem Transportwagen fährt.
[0008] In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Energiespeicher
zwischen den Gabelzinken der Hubgabel angeordnet ist. Damit befindet sich der Energiespeicher,
beispielsweise eine Batterie oder einer oder mehrere Kondensatoren, in einer sicheren
Position. Zudem ist bei dieser mittigen Anordnung der Schwerpunkt günstig.
[0009] In weiterer bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass ein Navigationssystem
mit mindestens einem Sensor vorgesehen ist. Das Navigationssystem erkennt Objekte
und/oder Weg- oder Routenmarkierungen und ermöglicht so eine Positionsbestimmung sowie
eine Routennavigation. Damit kann sich das Fahrzeug autonom navigieren. Als Navigationssysteme
kommen beispielweise Laser-, Spiegel- oder Sternennavigation, Navigation mittels Referenzfahrt
wie mit Kamerasystemen oder Magnetpunktnavigation in Frage. Ein Leitrechner des Fahrzeugs
hat eine oder mehrere Schnittstellen für das Navigationssystem, so dass dieses modular
nach Anforderung ausgewählt und eingesetzt werden kann.
[0010] Es kann vorgesehen sein, dass mindestens ein Sensor in einem hinter der Hubgabel
angeordneten und die Hubgabel in der Höhe überragenden Turm angeordnet ist. Der Turm
ermöglicht eine bessere Übersicht, was insbesondere für Lasernavigation wichtig ist.
[0011] Vorzugsweise ist ein Leitrechner vorgesehen. Der Leitrechner unterstützt eine vollständig
autonome Bewegung des Fahrzeugs. Der Leitrechner kann Programme ausführen, Sensordaten
verarbeiten und daraus Wegrouten berechnen sowie auf Benutzereingaben reagieren. Zudem
kann der Leitrechner den Antrieb und die Hubgabel steuern sowie den Energiespeicher
überwachen und regeln.
[0012] Besonders vorteilhaft ist, dass ein Hubsystem der Hubgabel mechanisch ausgeführt
ist. Damit kann auch bei sehr geringer Bauhöhe und mit wenig benötigter Energie eine
große Masse angehoben werden. Denkbar ist zum Beispiel ein Spindelantrieb mit Kniehebel.
Vorzugsweise ist für jede Gabelzinke ein identischer Antrieb vorgesehen. Alternativ
können hydraulische oder pneumatische Hubsysteme eingesetzt werden.
[0013] In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Antriebssystem
vier, an Eckbereichen des Transportfahrzeugs angeordnete Radelemente aufweist, von
denen mindestens eins ein angetriebenes Antriebselement ist. Dieses modulare Antriebssystem
kann je nach Anwendungsfall angepasst werden. So kann das Transportfahrzeug ab zwei
Antriebselementen auf der Stelle drehen, was zu einem sehr kleinen Wenderadius führt.
Ein Radelement, das nicht angetrieben ist, hat zum Beispiel eine drehbare Rolle.
[0014] Das Antriebselement kann einen Vortriebsmotor und einen Drehmotor aufweisen. Dies
erlaubt auch in Zusammenarbeit mit einem oder zwei Getrieben ein kompaktes Antriebselement,
welches ein oder mehrere Antriebsräder antreibt und zum Lenken die Winkelstellung
verändern kann.
[0015] Das erfindungsgemäße autonome fahrerlose Transportsystem umfasst mindestens ein Transportfahrzeug
wie zuvor beschrieben. Es gelten die gleichen Vorteile und Modifikationen wie zuvor
beschrieben.
[0016] In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass ein induktives Ladesystem
für den Energiespeicher des Transportfahrzeugs vorgesehen ist. Das induktive Ladesystem
arbeitet berührungslos und kann in den Fahrweg oder in bestimmte Bereiche des Fahrwegs
wie Entlade-, Belade- und/oder Wartepositionen integriert sein. So kann ein kontinuierlicher
Betrieb des Fahrzeugs erfolgen, da der Energiespeicher im normalen Fahrbetrieb geladen
wird.
[0017] Die verschiedenen in dieser Anmeldung genannten Ausführungsformen der Erfindung sind,
sofern im Einzelfall nicht anders ausgeführt, mit Vorteil miteinander kombinierbar.
[0018] Die Erfindung wird nachfolgend in Ausführungsbeispielen anhand der zugehörigen Zeichnungen
erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Darstellung eines autonomen fahrerlosen Transportfahrzeugs;
- Figur 2
- eine Hubgabel des Transportfahrzeugs;
- Figur 3
- eine untere Ansicht eines Antriebssystems des Transportfahrzeugs;
- Figur 4
- eine obere Ansicht eines Antriebssystems des Transportfahrzeugs;
- Figur 5
- eine schematische Darstellung eines Transportfahrzeugs mit Navigationsturm;
- Figur 6
- eine schematische Darstellung eines Transportfahrzeugs mit zu transportierendem Behälter;
und
- Figur 7
- eine Seitenansicht des Transportfahrzeugs mit zu transportierendem Behälter.
[0019] Figur 1 zeigt ein autonomes fahrerloses Transportfahrzeug 10 wie es für den innerbetrieblichen
Waren- oder Materialtransport eingesetzt wird. Das Transportfahrzeug 10 ist flurgebunden,
das heißt, dass es sich in der Ebene des Bodens frei bewegen kann, also insbesondere
unabhängig von einem Schienensystem ist.
[0020] Das Transportsystem 10 hat ein rahmenförmiges Chassis 12, welches die einzelnen Komponenten
des Transportfahrtzeugs 10 aufnimmt und diese Komponenten zum Schutz umgibt. Zentraler
Bestandteil des Transportfahrzeugs 10 ist die Hubgabel 14. Die Hubgabel 14 hat zwei
identische Gabelzinken 16. Die Hubgabel 14 entspricht in ihren Abmessungen insbesondere
dem Abstand der beiden Gabelzinken 16 von üblichen Hubgabeln, wie sie beispielsweise
mit Gabelstaplern verwendet werden. Dies garantiert weitgehende Kompatibilität des
Transportfahrzeugs 10 mit bestehenden Transportsystemen. Im Unterschied zu einem Gabelstapler
sind die beiden Gabelzinken 16 der Hubgabel 14 jedoch nicht an einem gemeinsamen Gabelschlitten
befestigt.
[0021] Das Transportfahrzeug 10 ist mit einem modularen Antriebssystem 18 ausgestattet.
Das Antriebssystem 18 befindet sich in Eckbereichen des rechteckigen Chassis 12 und
damit außerhalb der Hubgabel 14 beziehungsweise außerhalb der Gabelzinken 16. In einem
mittleren Bereich des Chassis 12, das heißt zwischen der Hubgabel 14 beziehungsweise
zwischen den beiden Gabelzinken 16, ist ein Energiespeicher 20, hier in Form einer
Batterie, beispielsweise eine Lithium-Ionenbatterie angeordnet. Der Energiespeicher
20 kann auch beispielsweise aus Superkondensatoren aufgebaut sein. In der Mitte zwischen
der Hubgabel 14 ist der teilweise empfindliche Energiespeicher 20 optimal geschützt.
[0022] Das Transportfahrzeug 10 umfasst Sensoren 22 zur Umfeldüberwachung, mit deren Hilfe
Kollisionen vermieden werden und/oder eine Fahrroute des Transportfahrzeuges 10 gefunden
wird. Ein Navigationssystem 24 verarbeitet die Sensordaten und übernimmt die Autonome,
das heißt selbstständige Navigation des Transportfahrzeugs 10. Ein Leitrechner 26
steuert das Transportfahrzeug 10 und überwacht und steuert die einzelnen Subsysteme
des Transportfahrzeugs 10, insbesondere das Antriebssystem 18 und die Hubgabel 14.
Auch der Energiespeicher 20, die Sensoren 22 und das Navigationssystem 24 können von
dem Leitrechner 26 überwacht und/oder gesteuert werden. Das Navigationssystem 24 kann
Bestandteil des Leitrechners 26 sein.
[0023] Das modulare Antriebssystem 18 erlaubt eine Anpassung des Transportfahrzeugs 10 an
unterschiedliche Einsatzzwecke, wie beispielsweise Manövrierfähigkeit, Geschwindigkeit
oder Beschleunigung. Dazu umfasst das Antriebssystem 18 ein oder mehrere Antriebselemente
28 und nicht ein oder mehrere Radelemente 30. Die Antriebselemente 28 sind angetrieben
und ermöglichen sowohl den Vortrieb des Transportfahrzeugs 10 als auch eine Drehung
des Transportfahrzeugs 10. Das Radelement 30 weist eine freibewegliche Rolle auf,
welche der durch das oder die Antriebselemente 28 vorgegebenen Bewegung folgt. Im
in Figur 1 dargestellten Beispiel sind zwei Antriebselemente 28 und entsprechend zwei
Radelemente 30 vorgesehen. Beispielsweise ist es auch möglich, vier Antriebselemente
28 vorzusehen.
[0024] Das Transportfahrzeug 10 ist modular aufgebaut, das heißt, dass alle in dem Chassis
12 befindlichen Komponenten des Transportfahrzeugs 10 entsprechend dem jeweiligen
Einsatzzweck ausgewählt und eingebaut werden können. Dies gilt insbesondere für das
Antriebssystem 18, den Energiespeicher 20, die Sensoren 22 und das Navigationssystem
24. Aber auch der Leitrechner 26 oder die Hubgabel 14 können entsprechend den Einsatzzwecken
verändert werden.
[0025] Das Transportfahrzeug 10 zeichnet sich durch seine niedrige Bauweise aus. Es ist
so konzipiert, dass die Höhe in vertikaler Richtung der Hubgabel 14, insbesondere
der Oberflächen der Gabelzinken 16, höher ist als die sonstigen Komponenten des Transportfahrzeugs
10, die sich im Bereich der Hubgabel 14 befinden. Diese Komponenten umfassen insbesondere
das Antriebssystem 18, den Energiespeicher 20 und auch die Sensoren 22. Dadurch ist
gewährleistet, dass das Transportfahrzeug 10 nahezu vollständig unter ein zu beförderndes
Gut, wie beispielsweise einen Sequenzwagen umfahren kann. Lediglich ein relativ kleiner
Bereich des Transportfahrzeugs 10, der hinter der Hubgabel 14 angeordnet ist, verbleibt
dann außerhalb des Sequenzwagens.
[0026] In Figur 2 ist die Hubgabel 14 mit einem Gabelzinken 16 und einem Hubsystem 32 zum
Anheben des Gabelzinkens 16 dargestellt. Das in Figur 2 dargestellte System ist in
dem Transportfahrzeug 10, wie in Figur 1 dargestellt, in zweimaliger Ausführung vorhanden.
Damit die beiden Gabelzinken 16 synchron bewegt werden, sind die beiden Hubsysteme
32 der beiden Gabelzinken 16 entweder mittels einer elektronischen Steuerung oder
mechanisch synchronisiert. Das Hubsystem 32 umfasst eine rotierende Spindel 34, an
der zwei Kniehebel 36 in bekannter Weise angeordnet sind. Ein auf die Spindel wirkender
Motor 38 versetzt die Spindel 34 in Bewegung, wodurch die Kniehebel 36 aufgestellt
oder abgesenkt werden. Über den Kontakt mit den Kniehebeln 36 wird der Gabelzinken
16 nach oben bewegt. Nach unten bewegt sich der Gabelzinken 16 aufgrund seiner Gewichtskraft.
Es kann vorgesehen sein, dass sich die Kniehebel 36 in einer unteren Stellung frei
vom Gabelzinken 16 befinden, der dann an einem hinteren Ende auf einem Anschlag aufliegt.
Dies ermöglicht, dass der Gabelzinken 16 und damit die Hubgabel 14 auch in Transportbehältern
mit Transportlaschen, welche den Gabelzinken 16 von allen Seiten umgeben, möglich
ist. Das hier gezeigte Hubsystem 32 hat eine hohe Energieeffizienz und erlaubt das
Anheben von großen Lasten.
[0027] In den Figuren 3 und 4 ist das Antriebselement 28 des Antriebssystems 18 dargestellt.
Das Antriebselement 28 hat einen Vortriebsmotor 40 und einen Drehmotor 42. Der Vortriebsmotor
40 ist an eine Vortriebsübersetzung 44 angeschlossen. Die Vortriebsübersetzung 44
kann Zahnräder und/oder Reibräder aufweisen. Analog ist der Drehmotor 42 mit einer
Drehübersetzung 46 verbunden. Auch die Drehübersetzung 46 kann Zahnräder und/oder
Reibräder aufweisen. Um die Bauhöhe gering zu halten, sind die Vortriebsübersetzung
44 und die Drehübersetzung 46 zumindest teilweise auf gemeinsamen Drehachsen gelagert,
wobei sich die Vortriebsübersetzung 44 unabhängig von der Drehübersetzung 46 bewegen
kann. In dem hier vorgestellten Beispiel ist die Drehübersetzung 46 oberhalb der Vortriebsübersetzung
44 angeordnet.
[0028] Die Vortriebsübersetzung 44 führt zu einem Kegelrad 48, das um eine senkrechte Achse
dreht und mit einem Reibrad 50 in Eingriff ist. Das Reibrad 50 ist drehfest auf einer
Achse 52 angeordnet. Die Achse 52 ist die Achse zweier Laufräder 54. Somit wird über
die Vortriebsübersetzung 44, das Kegelrad 48, das Reibrad 50 und die Achse 52 eine
Vorwärts- oder Rückwärtsbewegung des Vortriebsmotors 40 entsprechend an die Laufräder
54 übertragen.
[0029] Die Drehübersetzung 46 ist mit einem um eine senkrechte Achse rotierenden Drehflansch
56 verbunden. An dem Drehflansch 56 ist drehfest ein Gehäuse 58 befestigt, in dem
das Kegelrad 48, das Reibrad 50 sowie die Achse 52 angeordnet sind. Über den Drehmotor
42 und die Drehübersetzung 46 kann die Winkelposition des Gehäuses 58 und damit der
Laufräder 54 eingestellt werden. Entsprechend ist ein Bewegungsbereich 60 für die
Laufräder 54 ermöglicht. Die Rotationsachsen des Kegelrades 48 und des Drehflansches
56 fallen zusammen, wobei die beiden Komponenten jedoch unabhängig voneinander gedreht
werden können.
[0030] In Figur 5 ist ein weiteres Beispiel eines Transportfahrzeugs 10 dargestellt. Das
Chassis 12 mit den darin angeordneten Komponenten entspricht der Darstellung in Figur
1. Hier sind das Antriebssystem 18 und der Energiespeicher 20 zum Schutz mit Abdeckungen
abgedeckt. Hinter der Hubgabel 14 ist ein Turm 62 angeordnet. Der Turm 62 dient als
Erhöhung für einen Sensor 22, beispielsweise einen Lasernavigationssensor, um diesem
einen besseren Überblick zu verschaffen. Weiter ist in dem Turm 62 ein Bedienfeld
64 für einen Benutzer angeordnet. Der Leitrechner 26 und das Navigationssystem 24
sind ebenfalls in dem Turm 62 angeordnet. Schließlich sind an gut erreichbaren Punkten
des Turms 62 Notaus-Taster 66 angeordnet, um in einem Notfall das Transportfahrzeug
10 sofort anhalten zu können.
[0031] In Figur 6 ist ein weiteres Beispiel eines Transportfahrzeugs 10 mit einem zu transportierenden
Transportwagen 68 dargestellt. An einer Unterseite des Transportwagens 68 sind Laschen
70 angeordnet, die zur Aufnahme der Gabelzinken 16 dienen. Die Sensoren 22 des Transportfahrzeugs
10 sind an seitlich ausliegenden und im hinteren Bereich befestigten Trägern 72 befestigt.
In dem hinteren Bereich sind das Bedienfeld 64 und die Notaus-Taster 66 angeordnet.
Dort ist zwischen den Hubgabeln 16 ein Gehäuse 74 zur Aufnahme des Navigationssystems
und des Steuerrechners angeordnet.
[0032] In Figur 7 ist das Transportfahrzeug 10 dargestellt, das sich nun unter dem Transportwagen
68 befindet. Es ist deutlich zu erkennen, dass das Transportfahrzeug 10 aufgrund seiner
sehr geringen Bauhöhe direkt unter den Transportwagen 68 fahren und ihn anschließend
anheben kann. Ebenfalls gut zu erkennen ist, dass das Antriebssystem 18 und der Energiespeicher
20 niedriger sind oder anders ausgedrückt eine geringere Höhe haben als die Hubgabel
14.
[0033] Ein oder vorzugsweise mehrere Transportfahrzeuge 10 können ein autonomes fahrerloses
Transportsystem bilden, wobei jedes Transportfahrzeug 10 einen Transportwagen 68 oder
eine ähnliche Last befördert. Die Transportfahrzeuge 10 bringen dabei Material oder
Halbzeuge zu einer Verarbeitungseinheit und können gegebenenfalls Halbzeug oder Zwischenprodukte
von einer Bearbeitungseinheit zu einer weiteren Bearbeitungseinheit oder zu einer
Lagerposition bringen. Die Transportfahrzeuge 10 navigieren dabei autonom und können
sich entlang freier oder fester Ruten bewegen. Über ein induktives berührungsloses
Ladesystem wird der Energiespeicher 20 des Transportfahrzeugs 10 aufgeladen. Um die
Betriebszeiten des Transportfahrzeugs 10 zu maximieren, befindet sich das induktive
Ladesystem in einem Fahrweg des Transportfahrzeugs 10. Vorzugsweise ist das Ladesystem
in Bereichen angeordnet, in denen das Transportfahrzeug 10 steht. Dies können Beladepositionen,
Entladepositionen oder Wartepositionen sein.
Bezugszeichenliste
[0034]
- 10
- Transportfahrzeug
- 12
- Chassis
- 14
- Hubgabel
- 16
- Gabelzinken
- 18
- Antriebssystem
- 20
- Energiespeicher
- 22
- Sensor
- 24
- Navigationssystem
- 26
- Leitrechner
- 28
- Antriebselement
- 30
- Radelement
- 32
- Hubsystem
- 34
- Spindel
- 36
- Kniehebel
- 38
- Motor
- 40
- Vortriebsmotor
- 42
- Drehmotor
- 44
- Vortriebsübersetzung
- 46
- Drehübersetzung
- 48
- Kegelrad
- 50
- Reibrad
- 52
- Achse
- 54
- Laufrad
- 56
- Drehflansch
- 58
- Gehäuse
- 60
- Bewegungsbereich
- 62
- Turm
- 64
- Bedienfeld
- 66
- Notaus-Taster
- 68
- Transportwagen
- 70
- Lasche
- 72
- Träger
- 74
- Gehäuse
1. Autonomes fahrerloses Transportfahrzeug (10) mit einem elektrischen Antriebssystem
(18) und einem Energiespeicher (20) für das Antriebssystem (18), wobei eine Hubgabel
(14) für den Transport vorgesehen ist, und wobei das Antriebssystem (18) außerhalb
der Hubgabel (14) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine vertikale Höhe der Hubgabel (14) größer ist als vertikale Höhen des Energiespeichers
(20) und des Antriebssystems (18).
2. Transportfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Energiespeicher (20) zwischen Gabelzinken (16) der Hubgabel (14) angeordnet ist.
3. Transportfahrzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Navigationssystem (24) mit mindestens einem Sensor (22) vorgesehen ist.
4. Transportfahrzeug nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Sensor (22) in einem hinter der Hubgabel (14) angeordneten und die
Hubgabel (14) in der Höhe überragenden Turm (62) angeordnet ist.
5. Transportfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Leitrechner (26) vorgesehen ist.
6. Transportfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein Hubsystem (32) der Hubgabel (14) mechanisch ist.
7. Transportfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebssystem (18) vier, an Eckbereichen des Transportfahrzeugs (10) angeordnete
Radelemente (30) aufweist, von denen mindestens eins ein angetriebenes Antriebselement
(28) ist.
8. Transportfahrzeug nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebselement (28) einen Vortriebsmotor (40) und einen Drehmotor (42) aufweist.
9. Autonomes fahrerloses Transportsystem, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Transportfahrzeug (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 8 vorgesehen
ist.
10. Transportsystem nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein induktives Ladesystem für den Energiespeicher (20) des Transportfahrzeugs (10)
vorgesehen ist.
1. Autonomous driverless transport vehicle (10) having an electric drive system (18)
and an energy accumulator (20) for the drive system (18), wherein a lifting fork (14)
is provided for transport, and wherein the drive system (18) is arranged outside the
lifting fork (14), characterized in that a vertical height of the lifting fork (14) is greater than vertical heights of the
energy accumulator (20) and of the drive system (18).
2. Transport vehicle according to Claim 1, characterized in that the energy accumulator (20) is arranged between fork prongs (16) of the lifting fork
(14).
3. Transport vehicle according to Claim 1 or 2, characterized in that a navigation system (24) having at least one sensor (22) is provided.
4. Transport vehicle according to Claim 3, characterized in that at least one sensor (22) is arranged in a tower (62) which is arranged behind the
lifting fork (14) and projects beyond the lifting fork (14) in terms of height.
5. Transport vehicle according to one of Claims 1 to 4, characterized in that a master computer (26) is provided.
6. Transport vehicle according to one of Claims 1 to 5, characterized in that a lifting system (32) of the lifting fork (14) is mechanical.
7. Transport vehicle according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the drive system (18) has four wheel elements (30) which are arranged at corner regions
of the transport vehicle (10), and at least one of which is a driven drive element
(28).
8. Transport vehicle according to Claim 7, characterized in that the drive element (28) has a propulsion motor (40) and a rotation motor (42).
9. Autonomous driverless transport system, characterized in that at least one transport vehicle (10) according to one of Claims 1 to 8 is provided.
10. Transport system according to Claim 9, characterized in that an inductive charging system is provided for the energy accumulator (20) of the transport
vehicle (10).
1. Véhicule de transport autonome sans conducteur (10) comportant un système d'entraînement
électrique (18) et un accumulateur d'énergie (20) destiné au système d'entraînement
(18), dans lequel il est prévu une fourche de levage (14) destinée au transport, et
dans lequel
le système d'entraînement (18) est disposé à l'extérieur de la fourche de levage (14),
caractérisé en ce qu'une hauteur verticale de la fourche de levage (14) est supérieure aux hauteurs verticales
de l'accumulateur d'énergie (20) et du système d'entraînement (18).
2. Véhicule de transport selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'accumulateur d'énergie (20) est disposé entre des fourchons (16) de la fourche
de levage (14).
3. Véhicule de transport selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'il est prévu un système de navigation (24) muni d'au moins un capteur (22).
4. Véhicule de transport selon la revendication 3, caractérisé en ce qu'au moins un capteur (22) est disposé dans une tour (62) située à l'arrière de la fourche
de levage (14) et dépassant en hauteur la fourche de levage (14).
5. Véhicule de transport selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'il est prévu un calculateur de commande (26).
6. Véhicule de transport selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'un système de levage (32) de la fourche de levage (14) est mécanique.
7. Véhicule de transport selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le système d'entraînement (18) comprend quatre éléments de roue (30) disposés dans
les zones d'angle du véhicule de transport (10), dont au moins un est un élément d'entraînement
(28) entraîné.
8. Véhicule de transport selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'élément d'entraînement (28) comprend un moteur de propulsion (40) et un moteur
de rotation (42).
9. Système de transport autonome sans conducteur, caractérisé en ce qu'il est prévu au moins un véhicule de transport (10) selon l'une quelconque des revendications
1 à 8.
10. Système de transport selon la revendication 9, caractérisé en ce qu'il est prévu un système de charge à induction destiné à un accumulateur d'énergie
(20) du véhicule de transport (10).