| (19) |
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(11) |
EP 2 944 713 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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18.07.2018 Patentblatt 2018/29 |
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Anmeldetag: 11.05.2015 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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SPINNSTELLE FÜR EINE LUFTSPINNMASCHINE SOWIE BETRIEB EINER SOLCHEN
SPINNING UNIT FOR AN AIR JET SPINNING MACHINE AND ITS OPERATION
POSTE DE FILAGE POUR UNE MACHINE DE FILAGE À JET D'AIR ET UTILISATION DE CELLE-CI
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
13.05.2014 CH 7162014
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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18.11.2015 Patentblatt 2015/47 |
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Patentinhaber: MASCHINENFABRIK RIETER AG |
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8406 Winterthur (CH) |
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Erfinder: |
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- Fischer, Andreas
8266 Steckborn (CH)
- Hehl, Jörg
70771 Leinfelden-Echterdingen (DE)
- Schäffler, Gernot
73116 Wäschenbeuren (DE)
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| (74) |
Vertreter: Baudler, Ron |
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Canzler & Bergmeier
Patentanwälte Partnerschaft mbB
Friedrich-Ebert-Straße 84 85055 Ingolstadt 85055 Ingolstadt (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 2 620 532 FR-A1- 2 704 005 US-B1- 6 513 315
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DE-A1-102004 044 345 JP-A- 2008 095 208
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Spinnstelle einer Luftspinnmaschine mit einer
Spinndüse, die der Herstellung eines Garns aus einem der Spinndüse zugeführten Faserverband
dient, wobei die Spinndüse einen Einlass für den Faserverband, eine innenliegende
Wirbelkammer, ein in die Wirbelkammer ragendes und einen Abzugskanal für das Garn
aufweisendes Garnbildungselement sowie einen Auslass für das im Inneren der Spinndüse
erzeugte Garn aufweist. Darüber hinaus wird ein Verfahren zum Betrieb einer Luftspinnmaschine
mit wenigstens einer Spinnstelle vorgeschlagen, wobei die Spinnstelle wenigstens eine
Spinndüse aufweist, wobei der Spinndüse während des Betriebs der Spinnstelle über
einen Einlass ein Faserverband zugeführt wird, und wobei der Faserverband im Bereich
eines in eine Wirbelkammer der Spinndüse ragenden Garnbildungselements eine Drehung
erhält, so dass aus dem Faserverband ein Garn gebildet wird, das die Spinndüse über
einen Abzugskanal des Garnbildungselements und schließlich über einen Auslass verlässt.
[0002] Luftspinnmaschinen mit entsprechenden Spinnstellen sind im Stand der Technik bekannt
und dienen der Herstellung eines Garns aus einem länglichen Faserverband. Die äußeren
Fasern des Faserverbands werden hierbei mit Hilfe einer durch die Luftdüsen innerhalb
der Wirbelkammer erzeugten Wirbelluftströmung im Bereich einer Fasereintrittsöffnung
des Garnbildungselements um die innenliegenden Kernfasern gewunden und bilden schließlich
die für die gewünschte Festigkeit des Garns ausschlaggebenden Umwindefasern. Hierdurch
entsteht ein Garn mit einer echten Drehung, welches schließlich über einen Abzugskanal
aus der Wirbelkammer abgeführt und z. B. auf eine Hülse aufgewickelt werden kann.
[0003] Generell ist im Sinne der Erfindung unter dem Begriff Garn also ein Faserverband
zu verstehen, bei dem zumindest ein Teil der Fasern um einen innenliegenden Kern gewunden
sind. Umfasst ist somit ein Garn im herkömmlichen Sinne, das beispielsweise mit Hilfe
einer Webmaschine zu einem Stoff verarbeitet werden kann. Ebenso betrifft die Erfindung
jedoch auch Luftspinnmaschinen, mit deren Hilfe sogenanntes Vorgarn (andere Bezeichnung:
Lunte) hergestellt werden kann. Diese Art Garn zeichnet sich dadurch aus, dass sie
trotz einer gewissen Festigkeit, die ausreicht, um das Garn zu einer nachfolgenden
Textilmaschine zu transportieren, noch immer verzugsfähig ist. Das Vorgarn kann also
mit Hilfe einer Verzugseinrichtung, z. B. dem Streckwerk, einer das Vorgarn verarbeitenden
Textilmaschine, beispielsweise einer Ringspinnmaschine, verzogen werden, bevor es
endgültig versponnen wird.
[0004] Bei der Herstellung von Chemiefasern, beispielsweise Polyester, oder Gemischen aus
Natur- und Chemiefasern entstehen Ablagerungen auf der Oberfläche des Garnbildungselements.
Die Herstellung von Chemiefasern umfasst eine sogenannte Präparation der Endlosfasern
während des Herstellungsprozesses. Dabei wird auf die Endlosfasern ein Präparationsmittel,
meist Öle mit verschiedenartigen Zusätzen, aufgebracht, welches eine Behandlung, wie
beispielsweise Strecken der Endlosfasern bei hohen Geschwindigkeiten, ermöglicht.
Diese Präparationsmittel bleiben teilweise an den Chemiefasern auch in der weiteren
Behandlung haften und führen in der Luftspinnmaschine zu Verunreinigungen. Die der
Luftspinnmaschine in Form eines Faserverbandes zugeführten Fasern werden in der Regel
durch ein Lieferwalzenpaar der Spinndüse zugeführt. Das Lieferwalzenpaar kann einem
Ausgangswalzenpaar eines Streckwerks entsprechen. Zur Anwendung kommende Streckwerke
dienen einer Verfeinerung des vorgelegten Faserverbandes vor dem Eintritt in die Spinndüse.
[0005] Im Eintrittsbereich der Spinndüse ist in der Regel ein Faserführungselement angeordnet,
über welches der Faserverband in die Spinndüse und schließlich in den Bereich des
Garnbildungselements geführt wird. Als Garnbildungselemente werden mehrheitlich Spindeln
mit einem innenliegenden Abzugskanal verwendet. An der Spitze des Garnbildungselementes
wird durch die Gehäusewandung der Spinndüse Druckluft derart eingebracht, dass sich
die genannte rotierende Wirbelluftströmung ergibt. Dies führt dazu, dass aus dem das
Faserführungselement verlassenden Faserverband einzelne außenliegende Fasern abgetrennt
und über die Spitze des Garnbildungselementes umgeschlagen werden. Im weiteren Verlauf
rotieren diese herausgelösten Fasern auf der Oberfläche des Garnbildungselementes.
In der Folge werden durch die Vorwärtsbewegung der innenliegenden Kernfasern des Faserverbandes
die rotierenden Fasern um die Kernfasern gewunden und dadurch das Garn gebildet. Durch
die Bewegung der einzelnen Fasern über die Oberfläche des Garnbildungselementes bilden
sich auf dem Garnbildungselement jedoch auch Ablagerungen aufgrund der Anhaftungen
an den Fasern aus dem Herstellungsprozess. Ablagerungen auf dem Garnbildungselement
können auch durch beschädigte Fasern hervorgerufen werden. Ablagerungen können aus
denselben Gründen auch auf der Oberfläche des Spinndüseninnenraumes entstehen. Diese
Anhaftungen führen zu einer Verschlechterung der Oberflächenbeschaffenheit des Garnbildungselementes
und verursachen eine Verschlechterung der hergestellten Garnqualität. Eine regelmäßige
Reinigung der betroffenen Oberflächen ist daher notwendig, um eine gleichbleibende
Qualität der gesponnen Garne aufrechterhalten zu können.
[0006] Die Reinigung der Oberflächen des Garnbildungselementes kann manuell durch einen
periodischen Ausbau des Garnbildungselementes erfolgen, was jedoch zu einem nicht
unerheblichen Wartungsaufwand, verbunden mit einem entsprechenden Betriebsausfall,
führt.
[0007] Die
EP 2 450 478 offenbart hingegen eine Vorrichtung, welche es erlaubt, eine automatische Reinigung
ohne Stillsetzen der Maschine auszuführen. Zu diesem Zweck wird der für die Bildung
der Wirbelluftströmung innerhalb der Spinndüse verwendeten Druckluft ein Additiv beigemischt.
Das Additiv wird durch die Druckluft an das Garnbildungselement geführt und bewirkt
eine Reinigung der Oberfläche des Garnbildungselementes.
[0008] Eine weitere Ausführung einer Reinigung des Garnbildungselementes offenbart die
JP-2008-095-208. Ein Additiv wird ebenfalls der für die Verwirbelung in der Spinndüse verwendeten
Druckluft zugeführt und mit dieser Druckluft in die Spinndüse und damit an das Garnbildungselement
geführt. Die Dosierung und Zugabe des Additivs ist in der offenbarten Ausführung für
jede Spinnstelle separat vorgesehen.
[0009] Nachteilig an den offenbarten Reinigungssystemen ist, dass die Dosierung des Additivs
von der Druckluftversorgung der Luftdüsen abhängt. Eine hiervon unabhängige Dosierung
scheidet somit aus.
[0010] Das gleiche Problem tritt prinzipiell auch auf, wenn Additiv dem Faserverband zugeführt
werden soll, um die Eigenschaften des daraus hergestellten Garns, beispielsweise im
Hinblick auf dessen Haarigkeit oder Festigkeit, zu verbessern, da die Dosierung in
diesem Fall besonders genau regelbar sein sollte, um zu verhindern, dass auf einzelne
Faserverbandabschnitte mehr oder weniger als die vorgegebenen Additivsollmenge aufgebracht
wird.
[0011] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Lösung vorzuschlagen, die eine
besonders gleichbleibende und exakt zu regulierende Versorgung der Spinndüse mit Additiv
ermöglicht.
[0012] Die Aufgabe wird gelöst durch eine Spinnstelle einer Luftspinnmaschine und ein Verfahren
mit den Merkmalen der unabhängigen Patentansprüche.
[0013] Erfindungsgemäß zeichnet sich die Spinnstelle dadurch aus, dass ihr eine Additivversorgung
zugeordnet ist, die ausgebildet ist, die Spinndüse mit einem Additiv zu versorgen.
Die Additivversorgung umfasst zumindest eine Additivversorgungsleitung, die mit einem
Additivkanal des Garnbildungselements strömungstechnisch in Verbindung steht. Der
Additivkanal mündet in die Wirbelkammer der Spinndüse oder den Abzugskanal des Garnbildungselements,
so dass ein über die Additivversorgungsleitung in den Additivkanal eingebrachtes Additiv
in den Abzugskanal und/oder die Wirbelkammer eingebracht werden kann.
[0014] Im Ergebnis kann das Additiv nun unabhängig von der Druckluftversorgung der Luftdüsen
der Wirbelkammer eingebracht werden, so dass eine besondere genau zu dosierende Additivzufuhr
ermöglicht wird. Vorzugsweise endet der Additivkanal des Garnbildungselements im Bereich
des Abzugskanals, d. h., er weist eine Additivaustrittsöffnung auf, die sich im Bereich
der Innenwandung des Abzugskanals befindet. Die gedachte Verlängerung einer Mittelachse
des Additivkanals schneidet sich in diesem Fall vorzugsweise mit der Mittelachse des
Abzugskanals. Insbesondere ist es von Vorteil, wenn der Additivkanal im Bereich einer
Spitze bzw. einer Fasereintrittsöffnung des Garnbildungselements in den Abzugskanal
mündet und schräg gegen die Eintrittsrichtung der Fasern in den Abzugskanal gerichtet
ist, wobei der Abzugskanal und der Additivkanal (zumindest teilweise) als Bohrung
ausgebildet sein können. Als Additive können im Übrigen flüssige oder auch feste Substanzen,
bzw. Mischungen derselben, zum Einsatz kommen, wobei Wasser oder eine wässrige Lösung
bevorzugt wird.
[0015] Um die Menge des abgegebenen Additivs regeln zu können, ist es zudem von Vorteil,
wenn die Additivversorgung, insbesondere die Additivversorgungsleitung, eine Dosiereinrichtung
zur Regelung des Volumenstroms und/oder des Massenstroms des über den Additivkanal
abgegebenen Additivs aufweist. Bei der Dosiereinrichtung handelt es sich beispielsweise
um ein Ventil oder eine Dosierpumpe, welche manuell oder mit Hilfe einer Steuerung
regelbar sind, um die Menge des das Ventil, respektive die Dosierpumpe passierenden
Additivs ändern zu können, wobei das Ventil, respektive die Dosierpumpe beispielsweise
in die Additivversorgungsleitung integriert ist. Alternativ oder zusätzlich ließe
sich die Additivzufuhr in quantitativer Hinsicht auch durch die Anpassung des in der
Wirbelkammer vorherrschenden Unterdrucks steuern, wobei der Unterdruck durch eine
mit der Wirbelkammer in Verbindung stehende Unterdruckquelle erzeugt wird.
[0016] Auch ist es von Vorteil, wenn der Additivkanal zumindest abschnittsweise innerhalb
des Garnbildungselements verläuft. Beispielsweise wäre es denkbar, den Additivkanal
als Bohrung auszubilden, die das Garnbildungselement bzw. dessen vorderen, die Fasereintrittsöffnung
aufweisenden, Bereich von außen bis hin zum Abzugskanal durchdringt (wobei generell
auch mehr als ein Additivkanal vorhanden sein könnte). Ebenso kann der Additivkanal
aus mehreren in Verbindung stehenden Abschnitten bestehen. Beispielsweise wäre es
denkbar, dass das Garnbildungselement einen Grundkörper und eine am Grundkörper fixierte
und die genannte Fasereintrittsöffnung aufweisende Spitze aufweist. Der Abzugskanal
könnte sich in diesem Fall aus einer innerhalb der Spitze angeordneten Bohrung und
einem weiteren Abschnitt zusammensetzen, der innerhalb des Grundkörpers verläuft (wobei
auch dieser Abschnitt durch eine Bohrung gebildet sein könnte). Im Übergangsbereich
zwischen Grundkörper und Spitze könnte sich in diesem Fall ein den Abzugskanal umgebender,
vorzugsweise ringförmig ausgebildeter, Übergangsabschnitt des Additivkanals befinden,
in den sowohl der Kanalabschnitt der Spitze als auch der Kanalabschnitt des Grundkörpers
münden. Dies hätte schließlich den Vorteil, dass beide Kanalabschnitte unabhängig
von einem Verdrehen der Spitze um die Mittelachse des Abzugskanals stets über den
Übergangsabschnitt in Verbindung stehen.
[0017] Ferner bringt es Vorteile mit sich, wenn der Additivkanal mit dem Abzugskanal (insbesondere
deren jeweilige Mittelachsen) zumindest abschnittsweise einen Winkel einschließt,
dessen Betrag zwischen 3° und 12°, vorzugsweise zwischen 5° und 10°, liegt. Der Additivkanal
ist zudem vorzugsweise gegen die Transportrichtung des Garns innerhalb des Abzugskanals
gerichtet, so dass das Additiv (schräg) gegen die genannte Transportrichtung in den
Abzugskanal abgegeben wird und hierbei mit den Fasern des zugeführten Faserverbands
bzw. Garns in Kontakt gelangt. Schließlich ist es von Vorteil, wenn der Additivkanal
und der Abzugskanal zumindest abschnittsweise in einer gemeinsamen Ebene liegen.
[0018] Vorteilhaft ist es, wenn der Additivkanal im Bereich einer Fasereintrittsöffnung
des Garnbildungselements in den Abzugskanal mündet. In diesem Fall gelangt das Additiv
auch in den Bereich der äußeren Oberfläche des Garnbildungselements und kann damit
der Reinigung dieser Fläche dienen (der Transport des Additivs vom Abzugskanal und
damit vom Inneren des Garnbildungselements in den Bereich seiner äußeren Oberfläche
erfolgt in diesem Fall durch den in der Wirbelkammer herrschenden Unterdruck, der
beim Betrieb der Spinndüse durch einen Luftabzug aus der Wirbelkammer entsteht). Insbesondere
sollte der Additivkanal derart in den Abzugskanal münden, dass der resultierende Verbindungsbereich
von Additivkanal und Abzugskanal weniger als 10 mm, bevorzugt weniger als 5 mm, von
der Fasereintrittsöffnung des Garnbildungselements entfernt ist.
[0019] Ebenso bringt es Vorteile mit sich, wenn der Additivkanal zumindest teilweise innerhalb
einer den Abzugskanal umgebenden Wandung des Garnbildungselements verläuft und in
eine Austrittsöffnung mündet, die sich im Bereich einer äußeren Oberfläche des Garnbildungselements
befindet. Der Additivkanal geht in diesem Fall nicht in den Abzugskanal über. Vielmehr
befindet sich die genannte Austrittsöffnung vorzugsweise im außen liegenden Bereich
des die Fasereintrittsöffnung aufweisenden Frontbereichs des Garnbildungselements
bzw. dessen Spitze. Das Additiv wird in diesem Fall direkt auf den Bereich der äußeren
Oberfläche des Garnbildungselements aufgebracht, der bei der Garnherstellung mit den
im Bereich der Fasereintrittsöffnung des Garnbildungselements um den inneren Kern
des zugeführten Faserverbands herumgeschlungenen Faserenden in Kontakt kommt. Das
Additiv kommt damit auch in diesem Fall mit den Fasern und der äußeren Oberfläche
des Garnbildungselements in Kontakt, so dass je nach Menge des zugegebenen Additivs
eine Verbesserung der Garnqualität und/oder eine Reinigung des Garnbildungselements
erfolgt.
[0020] Vorteilhaft ist es zudem, wenn der Additivkanal zusätzlich mit einer Druckluftleitung
der Spinnstelle in Fluidverbindung steht, so dass über die Druckluftleitung eingebrachte
Druckluft über den Additivkanal in den Abzugskanal und/oder die Wirbelkammer eingebracht
werden kann. Das Einbringen von Druckluft ist insbesondere während eines Anspinnvorgangs
an der entsprechenden Spinnstelle von Vorteil, bei dem ein Garnende entgegen der im
Spinnbetrieb vorherrschenden Transportrichtung über den Auslass der Spinndüse in den
Abzugskanal eingebracht wird. Die über den Additivkanal eingebrachte Druckluft erzeugt
in diesem Fall eine Luftströmung, die innerhalb des Abzugskanals in Richtung dessen
Fasereintrittsöffnung gerichtet ist. Das eingebrachte, vorzugsweise von einer Spule
kommende, Garnende wird während des Anspinnvorgangs von der genannten Luftströmung
erfasst und durch den Abzugskanal transportiert. Nach Verlassen des Abzugskanals über
die Fasereintrittsöffnung kann das Garnende schließlich über den Einlass der Spinndüse
nach außen transportiert werden (wobei auch dies durch die genannte Luftströmung unterstützt
wird) und mit einem Endabschnitt eines Faserverbands verbunden werden. Schließlich
werden die zuvor deaktivierten Luftdüsen der Spinndüse wieder mit Druckluft beaufschlagt
und die Druckluftzufuhr über den Additivkanal unterbunden, so dass das mit dem Faserverband
verbundene Garnende und damit auch der Faserverband wieder in Transportrichtung in
die Wirbelkammer gelangt und der Spinnbetrieb wieder aufgenommen werden kann.
[0021] Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Druckluftleitung und/oder der Additivversorgungsleitung
wenigstens ein Ventil zugeordnet ist, welches zwei unterschiedliche Ventilstellungen
einnehmen kann, wobei der Additivkanal in Abhängigkeit der Ventilstellung entweder
mit der Druckluftleitung oder der Additivversorgungsleitung strömungstechnisch in
Verbindung steht. Während die erste Stellung im Verlauf des beschriebenen Anspinnvorgangs
gewählt werden kann, kann der Spinndüse in der zweiten Stellung Additiv zugeführt
werden, wobei dies während des dem Anspinnvorgang folgenden Spinnbetriebs von Vorteil
ist. Das Ventil könnte beispielsweise manuell betätigbar sein.
[0022] Ebenso ist es äußert vorteilhaft, wenn das Ventil mit einer Steuerung in Verbindung
steht, die ausgebildet ist, das Ventil während eines Spinnbetriebs der Spinnstelle
zumindest zeitweise in einer ersten Ventilstellung zu halten, in der der Additivkanal
mit der Additivversorgungsleitung strömungstechnisch in Verbindung steht. Ebenso sollte
die Steuerung ausgebildet sein, das Ventil während eines Anspinnbetriebs der Spinnstelle
zumindest zeitweise in einer zweiten Ventilstellung zu halten, in der der Additivkanal
mit der Druckluftleitung strömungstechnisch in Verbindung steht. Die Ventilstellung
wird in diesem Fall automatisch von der Steuerung gewählt, so dass Additiv der Spinndüse
nur dann zugeführt wird, wenn kein Anspinnvorgang durchgeführt wird und umgekehrt.
[0023] Das erfindungsgemäße Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass der Spinndüse der
entsprechenden Luftspinnmaschine während des Betriebs der Spinnstelle zumindest zeitweise
ein Additiv mit Hilfe einer Additivversorgung zugeführt wird, wobei das zugeführte
Additiv über einen Additivkanal des Garnbildungselements in den Abzugskanal und/oder
die Wirbelkammer abgegeben wird. Hinsichtlich möglicher körperlicher Merkmale der
Luftspinnmaschine bzw. deren Komponenten wird auf die bisherige bzw. nachfolgende
Beschreibung verwiesen, wobei das Verfahren bei einer Luftspinnmaschine zum Einsatz
kommen kann, die ein oder mehrere der entsprechenden Merkmale aufweisen kann. Insbesondere
können je nach Anwendungsfall unterschiedliche Additive zum Einsatz kommen, wobei
auch hier auf die restliche Beschreibung verwiesen wird. In jedem Fall wird das Additiv
gemäß vorliegender Erfindung unabhängig von der während des Spinnbetriebs über die
Luftdüsen der jeweiligen Spinndüse eingebrachten Druckluft in die Spinndüse eingebracht,
so dass eine vom Luftdruck der genannten Druckluft unabhängige Dosierung des Additivs
möglich ist.
[0024] Besonders vorteilhaft ist es, wenn über den Additivkanal während eines Spinnbetriebs
der Spinnstelle zumindest zeitweise Additiv über den Additivkanal abgegeben wird,
und wenn während eines Anspinnbetriebs der Spinnstelle zumindest zeitweise Druckluft
über den Additivkanal abgegeben wird.
[0025] Der Additivkanal wird in diesem Fall entweder für die Additivabgabe oder eine Druckluftabgabe
verwendet, wobei die Druckluftabgabe eine Rückführung eines Garnendes vom Auslass
der Spinndüse in einen dem Einlass derselben vorgeordneten Bereich ermöglicht. Insbesondere
ist es von Vorteil, wenn je nach Betriebsmodus der Spinnstelle entweder Additiv oder
Druckluft über den Additivkanal abgegeben wird.
[0026] Vorteilhaft ist es, wenn der Additivkanal mit einer Additivversorgungsleitung und
einer Druckluftleitung strömungstechnisch in Verbindung steht. Zudem sollte der Additivversorgungsleitung
und/oder der Druckluftleitung zumindest ein Ventil zugeordnet sein, wobei das Ventil
mit Hilfe einer Steuerung während eines Spinnbetriebs der Spinndüse zumindest zeitweise
in einer ersten Ventilstellung gehalten wird, in der der Additivkanal mit der Additivversorgungsleitung
strömungstechnisch in Verbindung steht. Alternativ hierzu sollte das Ventil mit Hilfe
der Steuerung während eines Anspinnbetriebs der Spinndüse zumindest zeitweise in einer
zweiten Ventilstellung gehalten werden, in der der Additivkanal mit einer Druckluftleitung
strömungstechnisch in Verbindung steht. Die Stellung des entsprechenden Ventils wird
also durch die Steuerung geregelt, so dass ein automatischer Betrieb des Ventils möglich
ist.
[0027] Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Volumen- und/oder Massenstrom des über den
Additivkanal abgegebenen Additivs mit Hilfe einer Dosiereinrichtung geregelt wird.
Bei der Dosiereinrichtung kann es sich beispielsweise um ein Ventil oder eine Dosierpumpe
handeln, wobei ein Ventil zusätzlich zwischen mehreren Stellungen bewegbar ist. Hinsichtlich
weiterer möglicher Details der Dosiereinrichtung wird auf die restliche Beschreibung
verwiesen.
[0028] Ebenso ist es vorteilhaft, wenn der Volumenstrom des abgegebenen Additivs zumindest
zeitweise einen Betrag zwischen 0,001 ml/min und 7,0 ml/min, bevorzugt zwischen 0,01
ml/min und 5,0 ml/min, besonders bevorzugt zwischen 0,05 und 3,0 ml/min, aufweist
und/oder wenn der Massenstrom des zugeführten Additivs zumindest zeitweise einen Betrag
zwischen 0,001 g/min und 7,0 g/min, bevorzugt zwischen 0,01 g/min und 5,0 g/min, besonders
bevorzugt zwischen 0,05 g/min und 3,0 g/min, aufweist. Während höhere Werte (während
eines Reinigungsbetriebs) eine Reinigung des Garnbildungselements der Spinndüse erlauben,
sind kleinere Werte im Spinnbetrieb von Vorteil, in dem das Additiv lediglich der
Verbesserung der Garneigenschaften dient. Eine die Dosierung des Additivs bewirkende
Dosiereinrichtung sollte daher eine Regulierung des Volumen- bzw. Massenstroms über
die genannten Spannbreiten erlauben, um die einzelnen Spinndüsen sowohl im Normalbetrieb
als auch im Reinigungsbetrieb betreiben zu können.
[0029] Vorteilhaft ist es in diesem Zusammenhang, wenn der Volumenstrom (bzw. Massenstrom)
des zugeführten Additivs während des Normalbetriebs der Luftspinnmaschine einen Betrag
zwischen 0,001 ml/min (bzw. g/min) und 1,5 ml/min (bzw. g/min), bevorzugt zwischen
0,01 ml/min (bzw. g/min) und 1,0 ml/min (bzw. g/min) aufweist, und wenn der Volumenstrom
(bzw. Massenstrom) des zugeführten Additivs während eines Reinigungsbetriebs der Luftspinnmaschine
einen Betrag zwischen 2,0 ml/min (bzw. g/min) und 7,0 ml/min (bzw. g/min), bevorzugt
zwischen 3,0 ml/min (bzw. g/min) und 7,0 ml/min (bzw. g/min), aufweist.
[0030] Der genaue Wert kann in Abhängigkeit der Eigenschaften des Faserverbands und/oder
dessen Zuführgeschwindigkeit in die Spinnstelle und/oder der Abzugsgeschwindigkeit
des Garns aus der Spinnstelle gewählt werden und kann daher je nach Anwendungsfall
schwanken. Ebenso kann der Wert in Abhängigkeit der Dauer des Reinigungsbetriebs bzw.
der Dauer des Normalbetriebs zwischen zwei Reinigungsabschnitten gewählt werden.
[0031] Weitere Vorteile der Erfindung sind in den nachfolgenden Ausführungsbeispielen beschrieben.
Es zeigen:
- Figur 1
- einen Ausschnitt einer Spinnstelle einer Luftspinnmaschine,
- Figur 2
- einen weiteren Ausschnitt einer Spinnstelle einer Luftspinnmaschine,
- Figur 3
- ein Garnbildungselement einer erfindungsgemäßen Spinnstelle,
- Figur 4
- eine weitere Ausführungsform eines Garnbildungselements einer erfindungsgemäßen Spinnstelle,
- Figur 5
- eine weitere Ausführungsform eines Garnbildungselements einer erfindungsgemäßen Spinnstelle,
und
- Figur 6
- eine Prinzipskizze eines Ausschnitts einer Luftspinnmaschine mit einer erfindungsgemäßen
Spinnstelle.
[0032] Figur 1 zeigt einen Ausschnitt einer Spinnstelle einer erfindungsgemäßen Luftspinnmaschine
(wobei die Luftspinnmaschine selbstverständlich eine Vielzahl von, vorzugsweise benachbart
zueinander angeordneten, Spinnstellen aufweisen kann). Die Luftspinnmaschine kann
bei Bedarf ein Streckwerk 20 mit mehreren Streckwerkswalzen 19 (die teilweise mit
einem Riemchen 28 umschlungen sein können) umfassen, welches mit einem Faserverband
3, beispielsweise in Form eines doublierten Streckenbands, beliefert wird. Ferner
umfasst die gezeigte Spinnstelle eine in Figur 2 näher dargestellte Spinndüse 1 mit
einer innenliegenden Wirbelkammer 5, in welcher der Faserverband 3 bzw. mindestens
ein Teil der Fasern des Faserverbands 3 nach Passieren eines Einlasses 4 der Spinndüse
1 mit einer Drehung versehen wird (die genaue Wirkungsweise der Spinndüse 1 wird im
Folgenden noch näher beschrieben).
[0033] Darüber hinaus kann die Luftspinnmaschine ein der Spinndüse 1 nachgeordnetes und
zwei Abzugswalzen 26 aufweisendes Abzugswalzenpaar sowie eine dem Abzugswalzenpaar
nachgeschaltete Spulvorrichtung 27 zum Aufspulen des die Spinnstelle verlassenden
Garns 2 auf eine Hülse umfassen. Die erfindungsgemäße Spinnstelle muss nicht zwangsweise
ein Streckwerk 20 aufweisen. Auch ist das Abzugswalzenpaar nicht zwingend notwendig.
[0034] Die gezeigte Spinnstelle arbeitet generell nach einem Luftspinnverfahren. Zur Bildung
des Garns 2 wird der Faserverband 3 über ein, mit einer den genannten Einlass 4 bildenden
Eintrittsöffnung versehenes, Faserführungselement 18 in die Wirbelkammer 5 der Spinndüse
1 geführt. Dort erhält es eine Drehung, d. h. mindestens ein Teil der freien Faserenden
des Faserverbands 3 wird von einer Wirbelluftströmung, die durch entsprechend in einer
die Wirbelkammer 5 umgebenden Wirbelkammerwandung angeordnete Luftdüsen 22 erzeugt
wird, erfasst (wobei die Luftdüsen 22 über einen Luftversorgungskanal 23 in Verbindung
stehen können, der wiederum mit einer Druckluftleitung 25 verbunden ist, die über
eine Druckluftversorgung 29 mit Druckluft gespeist wird; vergleiche auch Figur 6 sowie
die zugehörige Beschreibung).
[0035] Ein Teil der Fasern wird hierbei aus dem Faserverband 3 zumindest ein Stück weit
herausgezogen und um den Frontbereich eines in die Wirbelkammer 5 ragenden Garnbildungselements
6 gewunden. Dadurch, dass der Faserverband 3 durch eine Fasereintrittsöffnung 32 des
Garnbildungselements 6 über einen innerhalb des Garnbildungselements 6 angeordneten
Abzugskanal 24 aus der Wirbelkammer 5 und schließlich über einen Auslass 7 aus der
Spinndüse 1 abgezogen wird, werden schließlich auch die freien Faserenden in Richtung
der Fasereintrittsöffnung 32 gezogen und schlingen sich dabei als sogenannte Umwindefasern
um die zentral verlaufenden Kernfasern - resultierend in einem die gewünschte Drehung
aufweisenden Garn 2. Die über die Luftdüsen 22 eingebrachte Druckluft verlässt die
Spinndüse 1 schließlich über den Abzugskanal 24 sowie einen eventuell vorhandene Luftauslass
21, der bei Bedarf mit einer Unterdruckquelle verbunden sein kann.
[0036] Generell sei an dieser Stelle klargestellt, dass es sich bei dem hergestellten Garn
2 grundsätzlich um einen beliebigen Faserverband 3 handeln kann, der sich dadurch
auszeichnet, dass ein außenliegender Teil der Fasern (sogenannte Umwindefasern) um
einen inneren, vorzugsweise ungedrehten oder bei Bedarf ebenfalls gedrehten Teil der
Fasern, herumgeschlungen ist, um dem Garn 2 die gewünschte Festigkeit zu verleihen.
Umfasst ist von der Erfindung also auch eine Luftspinnmaschine, mit deren Hilfe sich
sogenanntes Vorgarn herstellen lässt. Bei Vorgarn handelt es sich um ein Garn 2 mit
einem relativ geringen Anteil an Umwindefasern, bzw. um ein Garn 2, bei dem die Umwindefasern
relativ locker um den inneren Kern geschlungen sind, so dass das Garn 2 verzugsfähig
bleibt. Dies ist dann entscheidend, wenn das hergestellte Garn 2 an einer nachfolgenden
Textilmaschine (beispielsweise einer Ringspinnmaschine) nochmals mit Hilfe eines Streckwerks
verzogen werden soll bzw. muss, um entsprechend weiterverarbeitet werden zu können.
[0037] Im Hinblick auf die Luftdüsen 22 sei an dieser Stelle zudem rein vorsorglich erwähnt,
dass diese in der Regel so ausgerichtet sein sollten, dass die austretenden Luftstrahlen
gleichgerichtet sind, um gemeinsam eine gleichgerichtete Luftströmung mit einem Drehsinn
zu erzeugen. Vorzugsweise sind die einzelnen Luftdüsen 22 hierbei rotationssymmetrisch
zueinander angeordnet und münden tangential in die Wirbelkammer 5.
[0038] Erfindungsgemäß ist der Spinnstelle nun eine in Figur 6 angedeutete Additivversorgung
8 zugeordnet, die ein oder mehrere das Additiv bereitstellende Additivspeicher 9 (beispielsweise
in Form eines das Additiv und ein gasförmiges Druckmedium aufweisenden Druckbehälters)
sowie eine oder mehrerer, vorzugsweise zumindest teilweise flexible, Additivversorgungsleitungen
14 umfasst, über die der jeweilige Additivspeicher 9 mit einem Additivkanal 10 strömungstechnisch
in Verbindung steht (hinsichtlich möglicher Additive wird auf die bisherige Beschreibung
verwiesen).
[0039] Darüber hinaus ist vorgesehen, dass sich der genannte Additivkanal 10 zumindest teilweise
innerhalb des Garnbildungselements 6 erstreckt, wobei der Additivkanal 10 beispielsweise
als Bohrung vorliegen kann. Wie diesbezüglich Figur 3 zu entnehmen ist, kann der Additivkanal
10 ausgehend von einem Anschluss 30 (der wiederum mit der Additivversorgungsleitung
14 strömungstechnisch in Verbindung steht) in den Abzugskanal 24 münden, wobei der
Übergang vom Additivkanal 10 in den Abzugskanal 24 vorzugsweise im Bereich der Fasereintrittsöffnung
32 des Garnbildungselements 6 angeordnet ist. Zudem sollte der (leidglich in Figur
3 kenntlich gemachte) Winkel α zwischen dem Abzugskanal 24 und dem Additivkanal 10
in der in der allgemeinen Beschreibung genannten Größenordnung liegen. Ein über den
Additivkanal 10 eingebrachtes Additiv gelangt in diesem Beriech mit den Fasern des
Garns 2 in Kontakt und bewirkt hierbei eine qualitative Verbesserung der Garneigenschaften
(Festigkeit, Haarigkeit, etc.). Wird die Menge des Additivs während eines Reinigungsbetriebs
der Spinndüse 1 entsprechend erhöht, so gelangt das Additiv durch den in der Wirbelkammer
5 vorherrschenden Unterdruck auch in den Bereich der äußeren Oberfläche 13 des Garnbildungselements
6 und bewirkt dort eine Reinigung derselben.
[0040] Alternativ zu der in Figur 3 gezeigten Ausführungsform ist es ebenso denkbar, dass
die Austrittsöffnung 15 des Additivkanals 10 im Bereich der genannten äußeren Oberfläche
13 des Garnbildungselements 6 angeordnet ist, wobei der Additivkanal 10 vorzugsweise
ebenfalls in einer den Abzugskanal 24 umgebenden Wandung 12 des Garnbildungselements
6 angeordnet ist (siehe Figur 4). Das Additiv gelangt auch in diesem Fall mit den
in den Abzugskanal 24 eintretenden Fasern in Kontakt und zudem besonders zuverlässig
in den Bereich der äußeren Oberfläche 13 des Garnbildungselements 6.
[0041] Eine weitere Ausführungsform eines möglichen Garnbildungselements 6 ist in Figur
5 gezeigt. Das dort gezeigte Garnbildungselement 6 ist im Gegensatz zu den Figuren
3 und 4 mehrteilig ausgebildet. Insbesondere umfasst das Garnbildungselement 6 einen
Grundkörper 33 und eine hiermit (beispielsweise lösbar) verbundene Spitze 34. Entsprechend
umfasst auch der Additivkanal 10 mehrere Abschnitte, wobei im Übergangsbereich zwischen
Grundkörper 33 und Spitze 34 ein ringförmiger Kanal 35 vorhanden sein kann, um sicher
zu stellen, dass die genannten Abschnitte des Additivkanals 10 unabhängig von einer
relativen Verdrehung von Grundkörper 33 und Spitze 34 stets in strömungstechnischer
Verbindung stehen.
[0042] Abschließend zeigt Figur 6 eine Prinzipskizze eines Ausschnitts einer Luftspinnmaschine
gemäß vorliegender Erfindung. Wie dieser Figur entnommen werden kann, ist es denkbar,
dass eine erste (in Figur 6: untere) Druckluftleitung 25 vorhanden ist, die einerseits
mit einer Druckluftversorgung 29 der Spinnmaschine und andererseits, wie in Figur
2 gezeigt, mit den Luftdüsen 22 der Spinndüse 1 in Verbindung steht. Über diese Druckluftleitung
25 sind schließlich während des Spinnbetriebs die einzelnen Luftdüsen 22 mit Druckluft
beaufschlagbar.
[0043] Ferner ist ein Additivspeicher 9 vorhanden, der über eine Additivversorgungsleitung
14 strömungstechnisch mit dem in den Figuren 3 bis 5 gezeigten Anschluss 30 des Additivkanals
10 in Verbindung steht, wobei die Additivversorgungsleitung 14 eine Dosiereinrichtung
17 umfassen kann, um den Volumen- und oder Massenstrom des zugeführten Additivs regeln
zu können (die Dosiereinrichtung 17 kann hierfür mit der Steuerung 16 in Verbindung
stehen, um eine automatische Regelung zu ermöglichen).
[0044] Darüber hinaus kann eine weitere (in Figur 6: die Druckluftversorgung 29 nach oben
verlassende) Druckluftleitung 25 vorhanden sein, die strömungstechnisch ebenfalls
mit dem in den Figuren 3 bis 5 gezeigten Anschluss 30 verbunden sein kann. Der Additivkanal
10 kann in diesem Fall auch mit Druckluft beaufschlagt werden, um den oben beschriebenen
Anspinnvorgang durchführen zu können.
[0045] Um festlegen zu können, ob der Additivkanal 10 mit Druckluft oder Additiv beschickt
wird, ist es schließlich sinnvoll, die genannte weitere Druckluftleitung 25 und die
Additivversorgungsleitung 14 mit einem Ventil 11 auszurüsten, welches je nach Ventilstellung
eine Abgabe von Additiv oder Druckluft in die gemeinsame, vom Ventil 11 abzweigende,
Zuführleitung 31 erlaubt (wobei die Zuführleitung 31 in diesem Fall mit dem genannten
Anschluss 30 verbunden ist). Die Festlegung der Ventilstellung erfolgt schließlich
vorzugsweise mit Hilfe der Steuerung 16.
[0046] Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispiele
beschränkt. Abwandlungen im Rahmen der Patentansprüche sind ebenso möglich wie eine
beliebige Kombination der beschriebenen Merkmale, auch wenn sie in unterschiedlichen
Teilen der Beschreibung bzw. den Ansprüchen oder in unterschiedlichen Ausführungsbeispielen
dargestellt und beschrieben sind, vorausgesetzt, dass die Abwandlungen nicht gegen
die Lehre der unabhängigen Patentansprüche verstoßen.
Bezugszeichenliste
[0047]
- 1.
- Spinndüse
- 2.
- Garn
- 3.
- Faserverband
- 4.
- Einlass
- 5.
- Wirbelkammer
- 6.
- Garnbildungselement
- 7.
- Auslass
- 8.
- Additivversorgung
- 9.
- Additivspeicher
- 10.
- Additivkanal
- 11.
- Ventil
- 12.
- den Abzugskanal umgebende Wandung des Garnbildungselements
- 13.
- äußere Oberfläche des Garnbildungselements
- 14.
- Additivversorgungsleitung
- 15.
- Austrittsöffnung des Additivkanals
- 16.
- Steuerung
- 17.
- Dosiereinrichtung
- 18.
- Faserführungselement
- 19.
- Streckwerkswalze
- 20.
- Streckwerk
- 21.
- Luftauslass
- 22.
- Luftdüse
- 23.
- Luftversorgungskanal
- 24.
- Abzugskanal
- 25.
- Druckluftleitung
- 26.
- Abzugswalze
- 27.
- Spulvorrichtung
- 28.
- Riemchen
- 29.
- Druckluftversorgung
- 30.
- Anschluss
- 31.
- Zuführleitung
- 32.
- Fasereintrittsöffnung
- 33.
- Grundkörper des Garnbildungselements
- 34.
- Spitze des Garnbildungselements
- 35.
- Kanal
- α
- Winkel zwischen dem Abzugskanal und dem Additivkanal
1. Spinnstelle für eine Luftspinnmaschine
- mit einer Spinndüse (1), die der Herstellung eines Garns (2) aus einem der Spinndüse
(1) zugeführten Faserverband (3) dient,
- wobei die Spinndüse (1) einen Einlass (4) für den Faserverband (3),
- eine innenliegende Wirbelkammer (5),
- ein in die Wirbelkammer (5) ragendes und einen Abzugskanal (24) für das Garn (2)
aufweisendes Garnbildungselement (6) sowie
- einen Auslass (7) für das im Inneren der Spinndüse (1) erzeugte Garn (2) aufweist,
und
- wobei der Spinndüse (1) eine Additivversorgung (8) zugeordnet ist, die ausgebildet
ist, die Spinndüse (1) mit einem Additiv zu versorgen,
dadurch gekennzeichnet,
- dass das Garnbildungselement (6) wenigstens einen Additivkanal (10) aufweist, der in die
Wirbelkammer (5) oder den Abzugskanal (24) mündet,
- wobei die Additivversorgung (8) zumindest eine Additivversorgungsleitung (14) umfasst,
die mit dem Additivkanal (10) strömungstechnisch in Verbindung steht, so dass ein
über die Additivversorgungsleitung (14) in den Additivkanal (10) eingebrachtes Additiv
in den Abzugskanal (24) und/oder die Wirbelkammer (5) einbringbar ist.
2. Spinnstelle gemäß dem vorangegangenen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Additivkanal (10) zumindest abschnittsweise innerhalb des Garnbildungselements
(6) verläuft.
3. Spinnstelle gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Additivkanal (10) mit dem Abzugskanal (24) zumindest abschnittsweise einen Winkel
(a) einschließt, dessen Betrag zwischen 3° und 12°, vorzugsweise zwischen 5° und 10°,
liegt.
4. Spinnstelle gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Additivkanal (10) im Bereich einer Fasereintrittsöffnung (32) des Garnbildungselements
(6) in den Abzugskanal (24) mündet.
5. Spinnstelle gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Additivkanal (10) zumindest teilweise innerhalb einer den Abzugskanal (24) umgebenden
Wandung (12) des Garnbildungselements (6) verläuft und in eine Austrittsöffnung (15)
mündet, die sich im Bereich einer äußeren Oberfläche (13) des Garnbildungselements
(6) befindet.
6. Spinnstelle gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Additivkanal (10) zusätzlich mit einer Druckluftleitung (25) der Spinnstelle
in Fluidverbindung steht, so dass über die Druckluftleitung (25) eingebrachte Druckluft
über den Additivkanal (10) in den Abzugskanal (24) und/oder die Wirbelkammer (5) einbringbar
ist.
7. Spinnstelle gemäß dem vorangegangenen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckluftleitung (25) und/oder der Additivversorgungsleitung (14) wenigstens
ein Ventil (11) zugeordnet ist, welches zwei unterschiedliche Ventilstellungen einnehmen
kann, wobei der Additivkanal (10) in Abhängigkeit der Ventilstellung entweder mit
der Druckluftleitung (25) oder der Additivversorgungsleitung (14) strömungstechnisch
in Verbindung steht.
8. Spinnstelle gemäß dem vorangegangenen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventil (11) mit einer Steuerung (16) in Verbindung steht, die ausgebildet ist,
das Ventil (11) während eines Spinnbetriebs der Spinnstelle zumindest zeitweise in
einer ersten Ventilstellung zu halten, in der der Additivkanal (10) mit der Additivversorgungsleitung
(14) strömungstechnisch in Verbindung steht, und das Ventil (11) während eines Anspinnbetriebs
der Spinnstelle zumindest zeitweise in einer zweiten Ventilstellung zu halten, in
der der Additivkanal (10) mit der Druckluftleitung (25) strömungstechnisch in Verbindung
steht.
9. Luftspinnmaschine, dadurch gekennzeichnet, dass sie wenigstens eine Spinnstelle gemäß einem der vorangegangenen Ansprüchen umfasst.
10. Verfahren zum Betrieb einer Luftspinnmaschine mit wenigstens einer Spinnstelle,
- wobei die Spinnstelle wenigstens eine Spinndüse (1) aufweist,
- wobei der Spinndüse (1) während des Betriebs der Spinnstelle über einen Einlass(4)
ein Faserverband (3) zugeführt wird,
- wobei der Faserverband (3) im Bereich eines in eine Wirbelkammer (5) der Spinndüse
(1) ragenden Garnbildungselements (6) eine Drehung erhält, so dass aus dem Faserverband
(3) ein Garn (2) gebildet wird, das die Spinndüse (1) über einen Abzugskanal (24)
des Garnbildungselements (6) und schließlich über einen Auslass (7) verlässt, und
- wobei der Spinndüse (1) während des Betriebs der Spinnstelle zumindest zeitweise
ein Additiv mit Hilfe einer Additivversorgung (8) zugeführt wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass das zugeführte Additiv über einen Additivkanal (10) des Garnbildungselements (6)
in den Abzugskanal (24) und/oder die Wirbelkammer (5) abgegeben wird.
11. Verfahren gemäß dem vorangegangenen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass über den Additivkanal (10) während eines Spinnbetriebs der Spinnstelle zumindest
zeitweise Additiv über den Additivkanal (10) abgegeben wird, und dass während eines
Anspinnbetriebs der Spinnstelle zumindest zeitweise Druckluft über den Additivkanal
(10) abgegeben wird.
12. Verfahren gemäß Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Additivkanal (10) mit einer Additivversorgungsleitung (14) und einer Druckluftleitung
(25) strömungstechnisch in Verbindung steht, dass der Additivversorgungsleitung (14)
und/oder der Druckluftleitung (25) zumindest ein Ventil (11) zugeordnet ist, dass
das Ventil (11) mit Hilfe einer Steuerung (16) während eines Spinnbetriebs der Spinndüse
(1) zumindest zeitweise in einer ersten Ventilstellung gehalten wird, in der der Additivkanal
(10) mit der Additivversorgungsleitung (14) strömungstechnisch in Verbindung steht,
und dass das Ventil (11) während eines Anspinnbetriebs der Spinndüse (1) zumindest
zeitweise in einer zweiten Ventilstellung gehalten wird, in der der Additivkanal (10)
mit einer Druckluftleitung (25) strömungstechnisch in Verbindung steht.
13. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Volumen- und/oder Massenstrom des über den Additivkanal (10) abgegebenen Additivs
mit Hilfe einer Dosiereinrichtung (17) geregelt wird.
14. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Volumenstrom des abgegebenen Additivs zumindest zeitweise einen Betrag zwischen
0,001 ml/min und 7,0 ml/min, bevorzugt zwischen 0,01 ml/min und 5,0 ml/min, besonders
bevorzugt zwischen 0,05 und 3,0 ml/min, aufweist und/oder dass der Massenstrom des
zugeführten Additivs zumindest zeitweise einen Betrag zwischen 0,001 g/min und 7,0
g/min, bevorzugt zwischen 0,01 g/min und 5,0 g/min, besonders bevorzugt zwischen 0,05
g/min und 3,0 g/min, aufweist.
15. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Volumenstrom des abgegebenen Additivs während eines Spinnbetriebs der Spinnstelle
einen Betrag zwischen 0,001 ml/min und 1,5 ml/min, bevorzugt zwischen 0,01 ml/min
und 1,0 ml/min aufweist, und dass der Volumenstrom des zugeführten Additivs während
eines Reinigungsbetriebs der Spinnstelle einen Betrag zwischen 2,0 ml/min und 7,0
ml/min, bevorzugt zwischen 3,0 ml/min und 7,0 ml/min, aufweist.
16. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 10 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Massenstrom des abgegebenen Additivs während eines Spinnbetriebs der Spinnstelle
einen Betrag zwischen 0,001 g/min und 1,5 g/min, bevorzugt zwischen 0,01 g/min und
1,0 g/min aufweist, und dass der Massenstrom des zugeführten Additivs während eines
Reinigungsbetriebs der Spinnstelle einen Betrag zwischen 2,0 g/min und 7,0 g/min,
bevorzugt zwischen 3,0 g/min und 7,0 g/min, aufweist.
1. Spinning unit for an air jet spinning machine
- with a spinning nozzle (1), which is used to manufacture a yarn (2) from a fiber
strand (3) fed to a spinning nozzle (1),
- wherein the spinning nozzle (1) has an inlet (4) for the fiber strand (3),
- an internally located vortex chamber (5),
- a yarn forming element (6) protruding into the vortex chamber (5) having a draw-off
channel (24) for the yarn (2) and
- an outlet (7) for the yarn (2) produced inside the spinning nozzle (1), and
- wherein an additive supply (8) is assigned to the spinning nozzle (1) designed to
supply the spinning nozzle (1) with an additive,
characterized in that,
- the yarn forming element (6) has at least one additive duct (10) that ends in the
vortex chamber (5) or the draw-off channel (24),
- wherein the additive supply (8) encompasses at least one additive supply line (14)
that is fluidically connected to the additive duct (10), so that an additive introduced
through the additive supply line (14) into the additive duct (10) can be introduced
into the draw-off channel (24) and/or the vortex chamber (5).
2. Spinning unit according to the preceding claim, characterized in that the additive duct (10) runs inside the yarn forming element (6), at least in sections.
3. Spinning unit according to claim 1 or 2, characterized in that the additive duct (10) encloses, at least in sections, an angle (α) with the draw-off
channel (24) that has a magnitude between 3° and 12°, preferably between 5° and 10°.
4. Spinning unit according to one of the preceding claims, characterized in that the additive duct (10) ends in the draw-off channel (24) in the area of a fiber inlet
opening (32) of the yarn forming element (6).
5. Spinning unit according to one of the claims 1 to 3, characterized in that the additive duct (10) runs, at least partially, inside a wall (12) of the yarn forming
element (6) surrounding the draw-off channel (24) and ends in an outlet opening (15)
located in the area of an outer surface (13) of the yarn forming element (6).
6. Spinning unit according to one of the preceding claims, characterized in that the additive duct (10) is also fluidically connected with a compressed air line (25)
of the spinning unit, so that the compressed air introduced via the compressed air
line (25) can be introduced into the draw-off channel (24) and/or vortex chamber (5)
through the additive duct (10).
7. Spinning unit according to the preceding claim, characterized in that at least one valve (11) that can be set to two different valve positions is assigned
to the compressed air line (25) and/or the additive supply line (14), in which case
the additive duct (10) is fluidically connected either to the compressed air line
(25) or the additive supply line (14) depending on the position of the valve.
8. Spinning unit according to the preceding claim, characterized in that the valve (11) is connected to a control mechanism (16) designed to keep the valve
(11) during spinning operation of the spinning unit, at least part of the time, in
a first valve position in which the additive duct (10) is fluidically connected to
the additive supply line (14), and to keep the valve (11) during a piecing process
of the spinning unit, at least part of the time, in a second valve position in which
the additive duct (10) is fluidically connected to the compressed air line (25).
9. Air jet spinning machine, characterized in that the air jet spinning machine has at least one spinning unit according to one of the
preceding claims.
10. Process for operating an air jet spinning machine with at least one spinning unit,
- whereat the spinning unit has at least one spinning nozzle (1),
- whereat a fiber strand (3) is fed to the spinning nozzle (1) via an inlet (4) while
the spinning unit is being operated,
- whereat the fiber strand (3) is imparted a twist in the area of a yarn forming element
(6) that protrudes into a vortex chamber (5) of the spinning nozzle (1), so that a
yarn (2) is formed from the fiber strand (3), that exits the spinning nozzle (1) through
a draw-off channel (24) of the yarn forming element (6) and finally through an outlet
(7), and
- whereat an additive is fed to the spinning nozzle (1) with the help of an additive
supply (8), at least part of the time, while the spinning unit is being operated,
characterized in that,
the supplied additive is delivered through an additive duct (10) of the yarn forming
element (6) into the draw-off channel (24) and/or vortex chamber (5).
11. Process according to the preceding claim, characterized in that an additive is delivered, at least part of the time, through the additive duct (10)
during a spinning process of the spinning unit, and that compressed air is delivered,
at least part of the time, through the additive duct (10) during a piecing process
of the spinning unit.
12. Process according to claim 10 or 11, characterized in that the additive duct (10) is fluidically connected to an additive supply line (14) and
a compressed air line (25), that at least one valve (11) is assigned to the additive
supply line (14) and/or the compressed air line (25), that during a spinning process
of the spinning nozzle (1) the valve (11) is kept, at least part of the time, in a
first valve position in which the additive duct (10) is fluidically connected to the
additive supply line (14) with the help of a control mechanism (16), and that during
a piecing process of the spinning nozzle (1) the valve (11) is kept, at least part
of the time, in a second valve position in which the additive duct (10) is fluidically
connected to a compressed air line (25).
13. Process according to one of the claims 10 to 12, characterized in that the volumetric and/or mass flow of the additive delivered via the additive duct (10)
is regulated with the help of a dosing device (17).
14. Process according to one of the claims 10 to 13, characterized in that the volumetric flow of the delivered additive reaches, at least part of the time,
a rate between 0.001 ml/min and 7.0 ml/min, preferably between 0.01 ml/min and 5.0
ml/min, very preferably between 0.05 and 3.0 ml/min, and/or that the mass flow of
the additive added reaches, at least part of the time, a rate between 0.001 g/min
and 7.0 g/min, preferably between 0.01 g/min and 5.0 g/min, very preferably between
0.05 g/min and 3.0 g/min.
15. Process according to one of the claims 10 to 14, characterized in that the volumetric flow of the additive delivered reaches a rate between 0.001 ml/min
and 1.5 ml/min, preferably between 0.01 ml/min and 1.0 ml/min during a spinning process
of the spinning unit, and that the volumetric flow of the additive added reaches a
rate between 2.0 ml/min and 7.0 ml/min, preferably between 3.0 ml/min and 7.0 ml/min
during a cleaning process of the spinning unit.
16. Process according to one of the claims 10 to 15, characterized in that the mass flow of the additive delivered reaches a rate between 0.001 g/min and 1.5
g/min, preferably between 0.01 g/min and 1.0 g/min during a spinning process of the
spinning unit, and that the mass flow of the additive added reaches a rate between
2.0 g/min and 7.0 g/min, preferably between 3.0 g/min and 7.0 g/min during a cleaning
process of the spinning unit.
1. Poste de filage pour un métier à filer à jet d'air
- avec une filière de filage (1) qui sert à la fabrication d'un fil (2) à partir d'un
ensemble de fibres (3) délivré à la filière de filage (1),
- dans lequel la filière de filage (1) comporte une admission (4) pour l'ensemble
de fibres (3),
- une chambre de turbulence intérieure (5),
- un élément de formation de fil (6) faisant saillie dans la chambre de turbulence
(5) et comportant un canal d'extraction (24) pour le fil (2) ainsi que
- une sortie (7) pour le fil (2) produit à l'intérieur de la filière de filage (1),
et
- dans lequel une alimentation en additif (8) est attribuée à la filière de filage
(1), laquelle se présente sous une forme pour alimenter la filière de filage (1) avec
un additif,
caractérisé en ce que
- l'élément de formation de fil (6) comporte au moine un canal d'additif (10), lequel
débouche dans la chambre de turbulence (5) ou le canal d'extraction (24),
- dans lequel l'alimentation en additif (8) comprend au moins une conduite d'alimentation
(14) en additif, qui est en relation en technique d'écoulement avec le canal d'additif
(10) de sorte qu'un additif introduit dans le canal d'additif (10) via la conduite
d'alimentation (14) en additif puisse être introduit dans le canal d'extraction (24)
et/ou la chambre de turbulence (5).
2. Poste de filage selon la revendication précédente, caractérisé en ce que le canal d'additif (10) s'étend au moins en certains de ses segments au sein de l'élément
de formation de fil (6).
3. Poste de filage selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le canal d'additif (10) forme avec le canal d'extraction (24) au moins en certains
segments un angle (a), dont la valeur se situe entre 3° et 12°, de préférence entre
5° et 10°.
4. Poste de filage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le canal d'additif (10) débouche dans le canal d'extraction (24) dans la zone d'un
orifice d'entrée (32) de fibres de l'élément de formation de fil (6).
5. Poste de filage selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le canal d'additif (10) s'étend au moins partiellement au sein d'une paroi (12) de
l'élément de formation de fil (6) entourant le canal d'extraction (24) et débouche
dans un orifice de sortie (15) qui se situe dans la zone d'une surface extérieure
(13) de l'élément de formation de fil (6).
6. Poste de filage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le canal d'additif (10) est en outre en relation fluidique avec une conduite d'air
comprimé (25) du poste de filage, de sorte que l'air comprimé introduit via la conduite
d'air comprimé (25) puisse être introduit via le canal d'additif (10) dans le canal
d'extraction (24) et/ou la chambre de turbulence (5).
7. Poste de filage selon la revendication précédente, caractérisé en ce qu'une soupape (11) au moins est attribuée à la conduite d'air comprimé (25) et/ou la
conduite d'alimentation (14) en additif, laquelle peut adopter deux positions de soupape
différentes, dans lequel le canal d'additif (10), en fonction de la position de la
soupape, est en relation fluidique soit avec la conduite d'air comprimé (25), soit
avec la conduite d'alimentation (14) en additif.
8. Poste de filage selon la revendication précédente, caractérisé en ce que la soupape (11) est en relation avec une commande (16) qui se présente sous une forme
pour maintenir la soupape (11) au moins temporairement dans une première position
de soupape pendant le fonctionnement de filage du poste de filage, dans laquelle le
canal d'additif (10) est en relation fluidique avec la conduite d'alimentation (14)
en additif, et pour maintenir la soupape (11), pendant un fonctionnement de rattachement
par filage du poste de filage, au moins temporairement dans une seconde position de
soupape dans laquelle le canal d'additif (10) est en relation fluidique avec la conduite
d'air comprimé (25).
9. Métier à filer à jet d'air, caractérisé en ce qu'il comporte au moins un poste de filage selon l'une des revendications précédentes.
10. Procédé pour exploiter un métier à filer à jet d'air avec au moins un poste de filage,
- dans lequel le poste de filage comporte au moins une filière de filage (1),
- dans lequel un ensemble de fibres (3) est délivré à la filière de filage (1) via
une admission (4) pendant le fonctionnement du poste de filage,
- dans lequel l'ensemble de fibres (3) obtient une rotation dans la zone d'un élément
de formation de fil (6) faisant saillie dans une chambre de turbulence (5) de la filière
de filage (1), de sorte qu'un fil (2) soit formé à partir de l'ensemble de fibres
(3), qui quitte la filière de filage (1) via un canal d'extraction (24) de l'élément
de formation de fil (6) et, finalement, via une sortie (7), et
- dans lequel un additif est délivré au moins temporairement à la filière de filage
(1) à l'aide d'une alimentation en additif (8) pendant le fonctionnement du poste
de filage,
- caractérisé en ce que
- l'additif introduit est délivré dans le canal d'additif (24) et/ou la chambre de
turbulence (5) via un canal d'additif (10) de l'élément de formation de fil (6).
11. Procédé selon la revendication précédente, caractérisé en ce que pendant un fonctionnement de filage du poste de filage, de l'additif est délivré
au moins temporairement via le canal d'additif (10), et que pendant un fonctionnement
de rattachement par filage du poste de filage, de l'air comprimé est délivré au moins
partiellement via le canal d'additif (10).
12. Procédé selon la revendication 10 ou 11, caractérisé en ce que le canal d'additif (10) est en relation fluidique avec une conduite d'alimentation
(14) en additif et une conduite d'air comprimé (25), qu'une soupape (11) au moins
est attribuée à la conduite d'alimentation (14) en additif et/ou la conduite d'air
comprimé (25), que la soupape (11), pendant un fonctionnement de filage de la filière
de filage (1), est maintenue à l'aide d'une commande (16) au moins temporairement
dans une première position de soupape, dans laquelle le canal d'additif (10) est en
relation fluidique avec la conduite d'alimentation (14) en additif, et que la soupape
(11), pendant un fonctionnement de rattachement par filage de la filière de filage
(1), est maintenue au moins temporairement dans une seconde position de soupape, dans
laquelle le canal d'additif (10) est en relation fluidique avec une conduite d'air
comprimé (25).
13. Procédé selon l'une des revendications 10 à 12, caractérisé en ce que le débit volumique et/ou massique de l'additif délivré via le canal d'additif (10)
est réglé à l'aide d'un dispositif de dosage (17).
14. Procédé selon l'une des revendications 10 à 13, caractérisé en ce que le débit volumique de l'additif délivré présente au moins temporairement une valeur
comprise entre 0,001 ml/min et 7,0 ml/min, de préférence, entre 0,01 ml/min et 5,0
ml/min, de manière particulièrement préférée, entre 0,05 et 3,0 ml/min, et/ou que
le débit massique de l'additif introduit présente au moins temporairement une valeur
comprise entre 0,001 g/min et 7,0 g/min, de préférence, entre 0,01 g/min et 5,0 g/min,
de manière particulièrement préférée, entre 0,05 g/min et 3,0 g/min.
15. Procédé selon l'une des revendications 10 à 14, caractérisé en ce que le débit volumique de l'additif délivré présente pendant un fonctionnement de filage
du poste de filage une valeur comprise entre 0,001 ml/min et 1,5 ml/min, de préférence,
entre 0,01 ml/min et 1,0 ml/min, et que le débit volumique de l'additif introduit
pendant un fonctionnement de nettoyage du poste de filage présente une valeur comprise
entre 2,0 ml/min et 7,0 ml/min, de préférence, entre 3,0 ml/min et 7,0 ml/min.
16. Procédé selon l'une des revendications 10 à 15, caractérisé en ce que le débit massique de l'additif délivré présente pendant un fonctionnement de filage
du poste de filage une valeur comprise entre 0,001 g/min et 1,5 g/min, de préférence,
entre 0,01 g/min et 1,0 g/min, et que le débit massique de l'additif introduit pendant
un fonctionnement de nettoyage du poste de filage présente une valeur comprise entre
2,0 g/min et 7,0 g/min, de préférence, entre 3,0 g/min et 7,0 g/min.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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