[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur automatischen Farbvoreinstellung an Farbwerken
nach den Ansprüchen 1 und 4.
[0002] Beim mehrfarbigen Drucken wird ein Bedruckstoff nacheinander durch mehrere Farbwerke
und damit Druckwerke einer Druckmaschine bewegt bzw. gefördert, wobei dabei in jedem
Druckwerk in der Regel eine unterschiedliche Farbe aufgetragen wird. Beim autotypischen
Zusammendruck werden in der Regel die vier Skalenfarben Schwarz, Magenta, Cyan und
Gelb oder gegebenenfalls Sonderfarben gedruckt, wobei für jede dieser Farben ein separates
Farbwerk vorhanden ist.
[0003] Zur Steuerung bzw. Regelung der Farbauftragung auf den Bedruckstoff ist jedem Farbwerk
eine Farbdosiereinrichtung zugeordnet. Die Farbdosiereinrichtung eines jeden Farbwerks
umfasst mehrere Farbdosierelemente und eine Heberwalze. Die Anzahl der Farbdosierelemente
entspricht der Anzahl der Farbzonen innerhalb des Farbwerks. Die Farbdosierelemente
sind zum Beispiel als so genannte Schieber ausgebildet. Je nach Stellung der Schieber,
die für jede der Farbzonen unterschiedlich sein kann, gelangt eine entsprechende Farbmenge
auf eine Duktorwalze des Farbwerks, wobei diese Farbmenge über die Heberwalze von
der Duktorwalze auf eine erste Farbwalze des Farbwerks übertragen wird.
[0004] Die farbliche Gestaltung eines zu druckenden Druckerzeugnisses wird in der Druckvorstufe
definiert, wobei für die zu druckenden Farben und die am Druck beteiligten Farbwerke
der Druckmaschine Flächendeckungswerte festgelegt werden. Pro Bildpunkt jeder Farbzone
jedes Farbwerks wird ein Flächendeckungswert angegeben, so dass sich aus den Flächendeckungswerten
der Bildpunkte einer Farbzone ein (mittlerer) individueller Flächendeckungswert pro
Farbzone ergibt.
[0005] Zum Drucken müssen aus den in der Druckvorstufe festgelegten Flächendeckungswerten
die Farbdosierelemente und Heberwalzen in jedem Farbwerk so voreingestellt werden,
dass möglichst das erste mit dieser Voreinstellung gedruckte Druckerzeugnis einer
Vorlage aus der Druckvorstufe möglichst nahe kommt.
[0006] Allen bislang bekannten Verfahren zur automatischen Farbvoreinstellung an Farbwerken
einer Druckmaschine ist jedoch gemeinsam, dass ausschließlich druckfarbenspezifische
Einstellparameter zur automatischen Farbvoreinstellung verwendet werden. Damit ist
die Genauigkeit der aus dem Stand der Technik bekannten Verfahren zur automatischen
Farbvoreinstellung beschränkt.
[0007] So ist aus der
DE 10 2004 011 239 A1 ein Verfahren zur automatischen Farbvoreinstellung an mindestens einem Farbwerk einer
Druckmaschine bekannt. Im Sinne des Verfahrens wird an dem oder jedem Farbwerk eine
jeweilige Farbdosiereinrichtung, die eine der Farbzonenanzahl des Farbwerks entsprechende
Anzahl von Farbdosierelementen und eine Heberwalze umfasst, derart vor dem Drucken
voreingestellt, dass ein gedrucktes Druckerzeugnis einer Druckvorstufenvorlage möglichst
nahe kommt, wobei für die Farbdosierelemente und/oder die Heberwalze der Farbdosiereinrichtung
des oder jedes Farbwerks in einem ersten Schritt druckfarbenspezifische Einstellparameter
ermittelt werden, wobei für die Farbdosierelemente und/oder die Heberwalze der Farbdosiereinrichtung
des oder jedes Farbwerks in einem zweiten Schritt druckmaschinenspezifische Einstellparameter
ermittelt werden, und wobei die Voreinstellung der Farbdosierelemente und/oder der
Heberwalze der Farbdosiereinrichtung des oder jedes Farbwerks unter Verwendung der
ermittelten druckmittelspezifischen Einstellparameter und der ermittelten druckmaschinenspezifischen
Einstellparameter erfolgt.
[0008] Es wird also vorgeschlagen, einerseits druckmittelspezifische (also z.B. druckfarbenspezifische)
Einstellparameter und andererseits druckmaschinenspezifische (also z.B. auch druckwerksspezifische)
Einstellparameter zur Voreinstellung der Farbdosiereinrichtung eines Farbwerks einer
Druckmaschine zu verwenden.
[0009] Von der Güte der Farbvoreinstellung hängt ab, wie viele Korrekturen bzw. Regelungen
hinsichtlich der Farbgebung erforderlich sind, um die gedruckten Farben gemäß derjenigen
Farben auf einem als Vorgabe verwendeten Musterbogen einzustellen. Je mehr Regelzyklen
benötigt werden, desto höher sind die Rüstzeiten und der bei den ausgeführten Probedrucken
entstehende Makulaturanfall.
[0010] Es existieren verschiedene Methoden der Farbvoreinstellung. Bei einer selbstlernende
Farbvoreinstellung werden ausgehend von Defaultwerten für jede Kombination aus Druckfarbe,
Farbserie und Bedruckstoffkategorie optimierte Zusammenhänge zwischen einer für die
Farbdosierung vorgesehene Schieberstellung und einer zugehörigen Flächendeckung der
zu druckenden Farbe auf der Druckvorlage mittels mehrerer Lernvorgänge ermittelt.
Die sich daraus ergebenden Parameter werden dann im Leitstand der Druckmaschine lokal
gespeichert und stehen für die weitere Auftragsbearbeitung zur Verfügung. Auf ggf.
vorhandenen weiteren Druckmaschinen des Betreibers sind dann die gleichen Lernvorgänge
durchzuführen, da die schon vorhandenen Daten dort nicht zur Verfügung stehen.
[0011] Zu dieser Themenstellung sind weitere druckschriftliche Veröffentlichungen bekannt
geworden.
[0012] DE 29 22 964 A1 zeigt ein System zur Druckpressenvorbereitung und -steuerung bei dem Daten pressen-
und druckerzeugnisabhängige Faktoren kennzeichnen, um damit das gewünschte Druckerzeugnis
auf einer Druckpresse herzustellen. Einrichtungen zur Vorausbestimmung mechanischer
Einstellungen abhängig von eingegebenen Daten, und Einrichtungen zur Einregelung aller
mechanischen Einstellungen entsprechend den vorausbestimmten Einstellwerten.
[0013] DE 43 11 132 A1 zeigt ein Verfahren zur Farbregelung/-steuerung in einer Druckmaschine, bei dem Dichtespektren
von Probedrucken der Druckfarben mit vorgegebener Flächendeckung sowie des Papierweiß
gespeichert sind. Dichtespektren von Messstellen pro Farbzone der Vorlage und an entsprechenden
Stellen im Druckprodukt werden als Linearkombination der mit den Flächendeckungen
gewichteten Dichtespektren der Probedrucke der einzelnen Druckfarben und des Papierweiß
dargestellt. Die Flächendeckungen werden berechnet, um die Dichtespektren optimal
durch Linearkombination anzunähern. Die Farbzufuhr wird bei Abweichung der Flächendeckungen
von Druckprodukt und Vorlage geändert bis eine Angleichung der Dichtespektren erreicht
wird.
[0014] Die
DE 100 03 797 A1 zeigt eine Darstellung von Papierfarbe und Druckeigenschaften am Monitor. Zur Auswahl
von Bedruckstoffen und Druckfarben für den Mehrfarbdruck wird vor dem Andruck in einem
Rechner einerseits die Art des Bedruckstoffs und dessen Druckeigenschaften gespeichert
und auf einem Monitor dargestellt. Das zu druckende Farbbild wird nach verschiedenen
Druckverfahren und nach Druckfarben und deren Eigenschaften digital eingegeben und
auf dem Monitor dargestellt. Mit einer Eingabetastatur können Bedruckstoffart und
Druckverfahren für einen simulierten Andruck auf dem Monitor ausgewählt werden.
[0015] Die
DE 102 45 702 A1 zeigt die Anpassung der Farbsteuerung an die physikalischen Eigenschaften von Farbe
und Bedruckstoff. Ein Verfahren zur Steuerung der Farbführung bei einer Druckmaschine
mit Farbwerken nutzt einen Rechner in dem physikalische Eigenschaften von Druckfarbe
und/oder Bedruckstoffen als Daten bekannt sind. Die abgespeicherten Daten werden in
ein im Rechner abgespeichertes Farbsteuerungsmodell eingelesen und dabei die optimalen
Einstellungen bezgl. der Farbführung vor oder während des Druckvorgangs vorgenommen.
[0016] Die
DE 198 22 662 A1 zeigt eine bilddatenorientierte Druckmaschine und ein Verfahren zum Betreiben der
bilddatenorientierten Druckmaschine. In dem Verfahren wird Basiswissen über das Zusammenwirken
von Betriebsmedien in der Druckmaschine über Druckversuche oder während der Produktion
gewonnen, in einem Expertensystem abgespeichert wird und für den Druckvorgang verwendet.
[0017] Die
EP 0 976 556 A1 zeigt ein Wartungs- und Inspektionssystem für eine Druckmaschine. Ein Wartungs- und
Inspektionsrechner ermittelt aus Signalen aus der Druckmaschine den Zustand von Verbrauchsstoffen,
die Beanspruchung und den Verschleiß von Maschinenkomponenten wiedergebende Größen.
Daraus werden Zeitpunkte und Umfang entsprechender Wartungsmaßnahmen ermittelt.
[0018] Die
EP 1 466 734 A2 zeigt eine Steuerung für eine Druckmaschine. Die ist Steuerung mit einem Speicher
verbunden, in dem Datensätzen mit Einstellwerten bereits ausgeführter Druckaufträge
abgelegt sind. Über eine mit der Steuerung verbundene Eingabeeinrichtung werden Werte
für die Voreinstellung der Druckmaschine für neue Druckaufträge eingegeben. Die Steuerung
vergleicht Werte eines neuen Druckauftrags mit Werten bereits ausgeführter Druckaufträge.
so sollen Werte eingegebener Datensätze nach vorgebbaren Kriterien modifizierbar sein.
[0019] Aus
EP 2 159 683 A1 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Aufteilung eines Druckauftrages nach Eigenschaften
der Druckprodukte bekannt. Ein Verfahren zur Erzeugung eines Druckproduktes gemäß
Druckauftrag verwendet einen Regelsatz mit wenigstens einer Regel. Dabei werden Referenzobjekte
Listen basierend auf Eingangsgrößen und Ausgangsgrößen zugeordnet. Gedruckt wird auf
gemäß den Ausgangsgrößen entsprechenden Drucksystemen. Ein Jobsplitter ist zum Aufspalten
der Listen der Regelsätze und ein Modul zum Zuordnen der Listen zu Drucksystemen vorgesehen.
[0020] Aus
EP 2 147 789 A2 ist ein Verfahren zum Betreiben einer Rollendruckmaschine bekannt, wobei die Rollendruckmaschine
einen Rollenwechsler, Druckeinheiten, einen Falzaufbau und einen Falzapparat umfasst.
Zum Anfahren der Rollendruckmaschine wird bei Minimierung der Anfahrzeit und erzeugter
Makulatur eine Schrittfolge durchlaufen. Mit für Farbregisterregelung, Schnittregisterregelung
und Farbdichteregelung vorgegebenen druckmaschinenspezifischen und/oder auftragsspezifischen
Voreinstellparametern wird der Druck begonnen. Dann wird die Rollendruckmaschine gestoppt
und die so gedruckten Exemplare werden nach Farbregister, Schnittregister und der
Farbdichte beurteilt. Dabei werden abhängig von der Beurteilung während des Stillstands
der Druckmaschine Voreinstellparameter für Farbregisterregelung und/oder die Schnittregisterregelung
und/oder Farbdichteregelung angepasst. In einer zweiten Anfahrsequenz werden die während
des Stillstands angepassten Voreinstellparameter erst dann zum Drucken verwendet,
wenn vorher definierte Druckmaschinengeschwindigkeiten erreicht oder überschritten
werden.
[0021] Aus
DE 103 18 541 A1 ist ein Verfahren zur Messung, Dokumentation und Überwachung elektrischer Parameter
bekannt. Das Verfahren wird für elektrische Netz- und Leistungsparametern bei der
Druckmaschineninbetriebnahme, im Druckbetrieb und bei der Fernwartung an Druckmaschinen
mit Maschinen- und Auftragsdatenmanagement angewendet, um auch eine Störungsanalyse
zu optimieren. Dazu ist ein Multifunktionsmodul in die Maschinensteuerung integriert.
Dieses ist mit Schnittstellen zum Maschinen- und Auftragsdatenmanagementsystem versehen.
Das Verfahren weist Schritte zur Messung und Dokumentation von elektrischen Leistungsparametern
sowie Oberwellenanalyse bei der Inbetriebnahme der Druckmaschine, zur kontinuierlichen
Messung und Dokumentation der elektrischen Leistungsparameter während des Druckbetriebes
auf. Weiterhin wird die Ermittlung und Speicherung des auf die zu bearbeitenden Druckaufträge
bezogenen Energieverbrauches innerhalb des Maschinen- und Auftragsdatenmanagementsystems
durchgeführt. Weiterhin erfolgt die Übergabe der Energieverbrauchswerte für die Nachkalkulation
an das übergeordnete Produktionsplanungssystem und eine Überwachung der elektrischen
Netz- und Leistungsparameter an der Druckmaschine während der Fernwartung der Druckmaschine.
[0022] Aus
DE 198 44 495 A1 beschreibt ein Verfahren zum Profilieren / Kalibrieren einer digital ansteuerbaren
Druckmaschine mit permanenter Druckform. Das Kalibrieren der Druckmaschine mittels
Colormanagement soll verbessert werden, wobei in der Druckvorstufe im maschinenabhängigen
Format Bilddaten erstellt und mittels einer Datenverarbeitung für den Druckprozess
aufbereitet und in angepasster Form der Druckmaschine zugeführt werden. Um zur endgültigen
Datenaufbereitung für den Druck automatisch ein dem aktuellen Maschinenzustand entsprechendes
Profil zu verwenden wird die Druckmaschine mit der richtigen Farbraumumrechnung adressiert,
also kalibriert. Bei der Datenaufbereitung für die Bebilderung wird ein zum Zeitpunkt
des Drucks prognostizierter Maschinenzustand abgefragt und daraus zusammen mit der
Kenntnis der Betriebsstoffe das Maschinenprofil bestimmt, das dem für den Druckauftrag
am nächsten kommt. Dieses Profil wird dann für die Datenaufbereitung verwendet.
[0023] Aus
DE 10 2005 050 538 A1 ist ein System und ein Verfahren zur Vorbereitung und Disposition von Druckaufträgen
bekannt. Eine Steuerung ist mit mehreren Druckmaschinen gekoppelt. Mit der Steuerung
ist ein Speicher mit Datensätzen aus Basisdaten und Voreinstellwerten verbunden, die
zu auf den Druckmaschinen ausgeführten Druckaufträge gespeichert sind. Mit der Steuerung
ist eine Eingabeeinrichtung verbunden, über die Basisdaten neu auszuführender Druckaufträge
eingebbar sind. Ein Vergleicher sucht und verarbeitet auf Grundlage der für einen
neu auszuführenden Druckauftrag eingegebenen Basisdaten einen Datensatz eines bereits
ausgeführten Druckauftrags, dessen Basisdaten mit denen des neu auszuführenden Druckauftrags
soweit wie möglich übereinstimmen. Die Voreinstellwerte des ausgeführten Druckauftrags
sind dabei zur Voreinstellung des neuen Druckauftrags verwendbar. Eine Disponiereinrichtung
weist den voreingestellten und neu auszuführenden Druckauftrag einer konkreten Druckmaschine
zu. Der Vergleicher prüft nach Zuweisung eines voreingestellten Druckauftrags, ob
die zur Voreinstellung des neuen Druckauftrags verwendeten Voreinstellwerte von derselben
Druckmaschine stammen und daher verwendet werden können. Sonst werden die Voreinstelldaten
an den neuen Druckauftrag angepasst. Das kann so erfolgen, dass ein Druckauftrag von
der gleichen Druckmaschine als zum neuen Druckauftrag besser passend gesucht wird.
[0024] Daher liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein neuartiges Verfahren zur automatischen
Farbvoreinstellung an Farbwerken einer Druckmaschine zu schaffen.
[0025] Diese Aufgabe wird durch Verfahren mit den Merkmalen nach den Patentansprüchen 1
und 4 gelöst.
[0026] Erfindungsgemäß werden alle Druckmaschinen einer Druckerei oder eines Druckereiverbundes
mit einheitlichen Mitteln kalibriert. Die Kalibrierung wird für die Einstellung der
Farbzuführung in allen Druckwerken und Druckmaschinen mit einer einheitlichen Druckfarbe
und einer einheitlichen Druckform und einheitlichem Bedruckstoff ausgeführt. Die Kalibrierung
erfolgt sukzessive und Druckwerk für Druckwerk, so dass nach dem Kalibrierprozess
für alle Druckwerke aller beteiligten Druckmaschinen spezifische maschinenabhängige
Parameter zur Darstellung von Kalibrierkurven für die Voreinstellung von Farbdosiereinrichtungen
vorliegen. Die für die Farbvoreinstellung erforderlichen maschinenabhängigen Einstellparameter
werden lokal in Steuereinrichtungen für jedes Druckwerk gesondert abgespeichert. Diese
Speicherung kann an jedem Druckwerk selbst oder in der Druckmaschine koordiniert in
der Maschinensteuerung wie etwa am Leitstand erfolgen.
[0027] Dadurch werden die für die Voreinstellung der Farbdosierung in Bezug auf den abzuarbeitenden
Druckprozess für Bedruckstoff und Druckfarben erforderlichen Parameter in einem Druckerei-Netzwerk
generiert und danach als für verschiedene Druckstandards ermittelte Korrekturfaktoren
zentral registriert, gespeichert und verfügbar gemacht. Hierbei werden bei der Farbvoreinstellung
an allen unterschiedlichen Druckmaschinen die gleichen für die unterschiedlich verfügbaren
Druckstandards und Druckfarben ermittelten Korrekturfaktoren verwendet.
[0028] Die Verwendung der gespeicherten Parameter erfolgt in den mit dem Druckerei-Netzwerk
verbundenen Einrichtungen und danach in Abstimmung zwischen den jeweils verwendeten
Druckmaschinen unter Berücksichtigung von Auftragsdaten und Daten der für den Druckauftrag
zu verwendenden Materialien, insbesondere des Bedruckstoffes und der eingesetzten
Druckfarben.
[0029] Bevorzugt werden die Kenndaten für die Farbvoreinstellung in einer Stammdatenbank
mit Datensätzen zur Kennzeichnung von Parametern für verschiedene Färbungsstandards
hinterlegt.
[0030] Eine erfindungsgemäße Einrichtung zur automatischen Farbvoreinstellung weist in einer
Anzahl von Farbzonen der Farbwerke unterteilte Farbdosiereinrichtungen auf. Die Einrichtungen
verwenden druckmaschinenspezifische und druckmittelspezifische Einstellparameter,
die jeweils in einem Speicher hinterlegt werden. Zur Voreinstellung der Farbdosierelemente
treten die Farbdosiereinrichtung der Farbwerke mit den Speichern der druckmittel-
und druckmaschinenspezifischen Einstellparameter in Verbindung.
[0031] Erfindungsgemäß ist in oder in Verbindung mit jeder Druckmaschine eine erste Speichereinrichtung
vorgesehen, in der druckmaschinenspezifische Parameter für die Einstellung jedes Farbdosierelementes
wenigstens aber für jedes Farbwerk hinterlegt werden. Außerhalb der Druckmaschine,
aber in datentechnischer Verbindung mit der Druckmaschine, ist eine zweite Speichereinrichtung
vorgesehen, in der druckmittel- oder druckfarbenspezifische Parameter zu jeder in
der Druckmaschine zu verdruckenden Druckfarbe hinterlegt werden. Eine Recheneinrichtung
ist mit der ersten und der zweiten Speichereinrichtung und mit Stellantrieben der
Farbdosierelemente gekoppelt. Die Recheneinrichtung erzeugt Stellsignale aus den Daten
der ersten und der zweiten Speichereinrichtung, die zur Voreinstellung an die Stellantriebe
jedes Farbdosierelementes geleitet werden.
[0032] In vorteilhafter Weise ist die zweite Speichereinrichtung zur Speicherung und Änderung
von Daten so ausgebildet, dass die Daten zur Kennzeichnung einzelner Druckfarben nach
Färbungsstandards und/oder Bedruckstoffklassen unterschieden abgelegt werden können.
[0033] Die Korrekturwerte sind zum Zweck der Erzeugung von Voreinstellwerten der Farbdosierung
von Farbdosierelementen auf der Basis der druckmaschinenspezifischen Parameter abrufbar
gespeichert.
[0034] Weiterhin kann die zweite Speichereinrichtung die Korrekturwerte für jede gespeicherte
Druckfarbe mit Kennzeichnung der einzelnen Druckfarben nach Färbungsstandards und/oder
Bedruckstoffklassen unterschieden speichern, wobei die Korrekturwerte zum Zweck der
Erzeugung von neuen oder geänderten Parameterwerten aus Einstellwerten von Farbdosierelementen
auf der Basis von durchgeführten Druckprozessen ermittelt wurden. Dabei werden die
Korrekturwerte neu geschrieben oder auf vorhandene Werte überschreibend gespeichert,
wobei als standardmäßiger Ausgangswert jeweils ein Korrekturfaktor = 1 entsprechend
100 % angesetzt wird.
[0035] Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und
der nachfolgenden Beschreibung.
[0036] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden an Hand von zeichnerischen Darstellungen
näher erläutert. Dabei zeigen
- Figur 1
- eine Schnittdarstellung aus einem Farbwerk einer Druckmaschine im Bereich einer Farbdosiereinrichtung,
- Figur 2
- einen Teilschnitt in Figur 1 entlang der Schnittlinie II-II,
- Figur 3
- eine schematische Darstellung zur erfindungsgemäßen Anwendung des Voreinstellverfahrens
in einer Druckmaschine,
- Figur 4
- ein Schema eines Druckerei-Netzwerkes und
- Figur 5
- ein Schema zur Anwendung einer Voreinstellkorrektur in Verbindung mit verschiedenen
Färbungsstandards.
[0037] Die Erfindung wird an einer Druckmaschine 1 eingesetzt, die in Figur 3 beispielhaft
als Bogenoffsetdruckmaschine dargestellt ist. Die Druckmaschine 1 weist eine Reihe
von Druckwerken 2 bis 5 auf, in denen jeweils ein Farbwerk 10 zur Zuführung einer
Druckfarbe zu einer Druckform vorgesehen ist, die jeweils auf einem Plattenzylinder
18 in den Druckwerken 2 bis 5 angebracht ist. Von jeder Druckform wird im entsprechenden
Druckwerk 2 bis 5 der Druckmaschine 1 ein Farbbild der entsprechenden Druckfarbe über
einen Gummizylinder 19 auf an Bogen führenden Gegendruckzylindern 20 geführte Druckbogen
übertragen. Der Plattenzylinder 18, Gummizylinder 19 und Gegendruckzylinder 20 sind
in Figur 3 exemplarisch für das erste Druckwerk 2 mit Bezugszeichen markiert.
[0038] Fig. 1 und Fig. 2 zeigen ein Schema eines Farbwerks 10 einer Druckmaschine. Das Farbwerk
10 hat einen Farbkasten 11 als Farbspeicher für Druckfarbe 12, die auf eine Duktorwalze
13 übertragen wird. Die Menge an Druckfarbe 12, die aus dem Farbkasten 11 auf die
Duktorwalze 13 gelangt, wird durch die Stellung von Farbdosierelementen 14 bestimmt,
die gemäß Figur 2 jeweils einer Farbzone im Farbwerk 10 zugeordnet sind und unterschiedlich
stark geöffnet oder geschlossen sein können. Die vom Farbkasten 11 auf die Duktorwalze
13 übertragene Farbmenge erfolgt also zonal unterschiedlich in Abhängigkeit von der
Öffnungsstellung eines entsprechenden Farbdosierelements 14. Von der Duktorwalze 13
wird eine Farbschicht mittels einer Heberwalze 15 in hin- und hergehender Bewegung
abgenommen und auf eine erste Farbwalze 16 des Farbwerks 10 übertragen (Doppelpfeil
17). Es wird also auch in Abhängigkeit davon, wie lange die Heberwalze 15 an der Duktorwalze
13 anliegt, eine Farbmenge bestimmt, die die Heberwalze 15 von der Duktorwalze 13
an die Farbwalze 16 überträgt.
[0039] Die Voreinstellung der Farbdosierung zu Beginn eines Druckauftrages wird ausgehend
von Vorstufendaten vorgenommen. Aus den Vorstufendaten kann der zu erwartende Farbbedarf
einer zu druckenden Druckform je nach der Größe eines entsprechend den Farbzonen vorliegenden
einzufärbenden Bereichs (Flächendeckung) ermittelt werden. Aus dem Farbbedarf wird
dann auf Voreinstelldaten der Farbdosierung geschlossen. Hierzu ist erforderlich,
dass die Dosierfunktion, d. h. die je nach Einstellung der Farbdosierelemente 14 generierte
Farbmenge in Abhängigkeit vom Farbbedarf bekannt ist. Diese Abhängigkeit ist vorab
zu ermitteln, da sonst eine sachgerechte Voreinstellung nicht möglich ist.
[0040] Wesentlich für das erfindungsgemäß anzuwendende Verfahren ist, dass jede Druckmaschine
einer Druckmaschinengruppe, einer Druckerei oder einer Druckereigruppe nach einem
standardisierten Modus hinsichtlich ihrer Färbungseigenschaften kalibriert wird.
[0041] Für die Kalibrierung ist eine weitestgehend identische Grundeinstellung der Farbwerke
und ihrer Funktions- und Stellelemente notwendig. Dazu werden die notwendigen Justiervorgänge
für alle Druckwerke 2 bis 5 durchgeführt.
[0042] Ausgehend von einer derartigen grundlegend justierten Einstellung aller an der Färbung
und Feuchtung beteiligten Elemente der Druckwerke werden die Einstellparameter für
eine standardisierte Färbung ermittelt.
[0043] Dazu wird in jeder zu kalibrierenden Druckmaschine 1 sukzessive in jedem von deren
Druckwerken jeweils mit einer standardisierten Druckform, auf standardisiertem Bedruckstoff
und einer in allen Druckwerken 2 bis 5 gleich eingesetzten standardisierten Druckfarbe
(vorzugsweise wird Cyan verwendet) ein grundsätzlicher Parametersatz (P0, P1) für
die hinsichtlich der Farbführung relevanten Einstellungen der Farbdosiereinrichtungen
in einem Farbwerk unter definierten Rahmenbedingungen für eine Druckmaschine hergestellt.
Dieser grundsätzliche Parametersatz P0, P1 gibt die Eigenschaften für die Farbzufuhreinstellung
in einem Druckwerk zwischen den Öffnungspositionen jedes der Farbdosierelemente und
einer zugehörigen Flächendeckung (d. h. dem zu erwartenden Farbverbrauch) auf der
verwendeten Druckplatte wieder, um eine bestimmte erforderliche Farbschichtdicke auf
dem Papier zu erreichen, die für eine durch Farbdichtemessung zu ermittelnde vorgegebene
Farbdichte erforderlich ist.
[0044] Bei der Durchführung dieser Kalibriervorgänge wird vorzugsweise mittels eines automatischen
Regelverfahrens die Einstellung der Öffnungsposition der Farbdosierelemente unter
Verwendung von Offline- oder Inline-Messungen an Druckkontrollstreifen auf nach vorgegebenen
Bedingungen gedruckten Bogen durchgeführt.
[0045] In Figur 3 ist die Zuordnung der Parametersätze P0, P1 der Druckwerke 2 bis 5 durch
entsprechende Kennliniendarstellungen wiedergegeben.
[0046] Auf diese Weise werden grundlegende Voraussetzungen für eine einheitliche Farbwerksvoreinstellung
an allen Druckwerken und in allen Druckmaschinen einer Arbeitseinheit, wie etwa einer
Druckerei, für die Erreichung eines vorgegebenen Farbwertes im gedruckten Bild erreicht.
Mittels einer derartigen Normierung der Färbungseinstellungen kann für jedes Farbdosierelement
in jedem Druckwerk und an allen Druckmaschinen die gleichen Voraussetzungen zur Voreinstellung
geschaffen werden.
[0047] Das Verfahren zur Kalibrierung verwendet ein an sich bekanntes selbstlernendes Einstellverfahren
für die Gewinnung von Farbdosiereinstellungen aus Vorstufendaten verwendet wird. Bei
diesem Verfahren ist davon auszugehen, dass in allen Testschritten auch der gleiche
Testbedruckstoff verwendet wird, um die Vergleichbarkeit der gewonnenen Parameterwerte
für alle Fälle gewährleisten zu können.
[0048] Zur Voreinstellung der Farbdosierelemente 14 wird aus den bei der Kalibrierung gewonnenen
Parametern P0 und P1 jeweils eine Voreinstellkennlinie ermittelt, wobei P0 die Dosierelementstellung
für den Farbbedarf Null bei 0 % Flächendeckung FD und P1 die Steigung der Kennlinie
bei steigendem Farbbedarf bis zu 100 % Flächendeckung FD bestimmt.
[0049] Ausgehend von dem kalibrierten Ausgangszustand kann die Einrichtung einer Druckmaschine
1 für die Ausführung eines konkret vorliegenden Druckauftrages mit einer aktuellen
Auftragsdruckform und dazu gehörenden aktuellen Auftragsdruckfarben einfach erfolgen,
indem für die Voreinstellung der Farbwerke 10 der Druckmaschine 1 abhängig von der
jeweils eingesetzten Druckfarbe Korrekturfaktoren Z zur Anpassung der Voreinstellungen
an die endgültigen Einstellungen gemäß den Auftragsbedürfnissen eingesetzt werden.
[0050] Zur Ausführung der Voreinstellung der Farbwerke 10 werden ausgehend von Standardwerten
und Korrekturwerten die Einstellwerte aller Farbdosierelemente 14 auf Basis einer
Flächendeckung FD aus der Druckvorlage ermittelt.
[0051] Zu allen Farben der definierten Färbungsstandards gelten für eine optimierte Einfärbung
Zusammenhänge, die parametriert in einer Datenbank hinterlegt werden sollen, damit
jederzeit für die Einrichtung einer Druckmaschine über die Parameter auf diese Zusammenhänge
zurückgegriffen werden kann.
[0052] Die genannten parametrierten Zusammenhänge betreffen zunächst alle in einer Druckerei
vorkommenden bekannten oder auch schon verwendeten Auftragsdruckfarben. Diese werde
in einer Stammdatenbank (mit Farbdaten, Parameterdaten) 8 werden charakteristische
Werte wie Dichte, Filter und L*a*b-Wert unter einem eindeutigen Farbbezeichner oder
Farbnamen oder einer eindeutigen Druckfarbenbezeichnung hinterlegt.
[0053] Eine zusätzliche Unterscheidung erfolgt gemäß Fig. 5, indem auf Basis der Farbdaten
unterschiedliche vorgebbare Färbungsstandards F1 bis F4 und/oder unterschiedliche
Kategorien von Bedruckstoffoberflächen festgelegt werden. Je nach gewähltem Färbungsstandard
F1 bis F4 und je nach verwendeter Bedruckstoffkategorie ergeben sich in der Praxis
Änderungen der Färbungseinstellung, die zur Erreichung der Solldichte einer Druckfarbe
im Druckbild durchzuführen sind.
[0054] Grundsätzlich wurde ja bei der Kalibrierung Färbungseinstellungen der Druckmaschine
1 ausgehend von einer Standarddruckfarbe der grundlegende Zusammenhang von Flächendeckung
FD und Öffnungsstellung eines Farbdosierelements 14 je Farbwerk 10 ermittelt, so dass
bei Vorgabe einer Flächendeckungsverteilung für die Farbwerke 10 der Druckwerke 2
bis 5 eine für alle Druckwerke 2 bis 5 und Farbdosierelemente 14 eindeutige Einstellung
möglich wird.
[0055] Bei der Anwendung dieser Standarddaten auf einen Druckauftrag wird allerdings wegen
der jeweils spezifischen Druckfarben und Bedruckstoffe noch eine weitere Anpassung
der Dosierelementeinstellung notwendig.
[0056] Diese notwendige Änderung der Färbungseinstellung gegenüber dem kalibrierten Wert
wird als Korrekturfaktor Z für jede bekannte oder benutzte Druckfarbe in Kombination
mit jeder Bedruckstoffkategorie in der Stammdatenbank 8 neben den Faktoren Dichte,
Filter und Lab-Wert unter einem eindeutigen Farbbezeichner hinterlegt (siehe Figur
5).
[0057] Hierbei ist die Stammdatenbank 8 in die Färbungsstandards F1 bis F4 unterteilt, die
sich auf die zu verwendenden Farbarten oder Farbzusammenstellungen oder Druckverfahren
beziehen, die als Vorgaben für Druckaufträge zu berücksichtigen sind. Färbungsstandards
wie F1 bis F4 in Fig. 5 werden unter anderem nach ISO-Normen, nach firmengemäßen Anpassungen
von ISO-Normen, nach Firmenstandards, nach Farbarten wie UV-Farben und ähnlichen Kriterien
unterschieden. In der Stammdatenbank 8 können beliebige und beliebig viele Färbungsstandards
hinterlegt werden.
[0058] Der Korrekturfaktor Z wird wie folgt gewonnen:
- [A] Für eine bestimmte ausgewählte Kombination von Druckfarben (Färbungsstandard F1
- F4) und Bedruckstoffen wird ein Satz Druckplatten in die Druckmaschine 1 eingesetzt.
- [B] Dazu wird eine Voreinstellung der Färbung nach dem Kalibrierungsstandard (Kennlinien
K2 - K5) ausgeführt, indem die Flächendeckungen der verschiedenen Druckplatten aus
den Vorstufendaten (CIP3) zu 100 % in Stellwerte der Farbdosierelemente 14 umgerechnet
werden.
- [C] Dieser Satz Druckplatten wird ausgehend von der Voreinstellung mit den Auftragsdruckfarben
auf dem gewählten Bedruckstoff abgedruckt und dabei einer Qualitätsregelung unterzogen.
- [D] Die Qualitätsregelung wird mittels eines Farbregelsystems so lange durchgeführt
bis ein Druckbild mit bestmöglicher Einfärbung vorliegt (Gutbogen).
- [E] Nun wird die Abweichungen der Einstellwerte der Farbdosierelemente 14 aus der
Umrechnung von Flächendeckungswerten anhand der Kennlinien K2 - K5 zum ausgeregelten
Zustand der Einstellwerte festgestellt und die Abweichungen werden in Form von Abweichungsfaktoren
identifiziert und als Korrekturfaktoren Z abspeicherbar gemacht.
- [F] Die bereitgestellten Korrekturfaktoren Z werden vom Farbregelsystem nur dann gespeichert,
wenn der Drucker dies für sinnvoll hält und bestätigt.
- [G] Als Ausgangswert ist für jede Farbe ein Korrekturfaktor Z = 1 entspr. 100 % in
der Stammdatenbank vorgegeben, da eine Berechnung von Färbungswerten ausführbar sein
muss. Die Bereitstellung neuer Faktoren erfolgt in Bezug auf diese Basis der Korrekturwerte
Z in der Stammdatenbank für die jeweils verwendeten Kombinationen Färbungsstandard,
Druckfarbe und Bedruckstoffkategorie und insbesondere dann, wenn der ermittelte Korrekturwert
Z von dem in der Stammdatenbank gespeicherten Wert abweicht.
- [H] Die Korrekturfaktoren Z können also auf Anforderung des Bedieners zu jeder entsprechenden
Druckfarbe im jeweils entsprechenden Färbungsstandard und zur jeweils passenden Bedruckstoffkategorie
abgespeichert werden.
[0059] Die Gewinnung der Korrekturfaktoren Z kann standardisiert erfolgen, indem für gängige
Kombinationen von Farben und Bedruckstoffen grundlegend eine entsprechende Reihe von
Druckvorgängen unter Verwendung von Standarddruckplatten durchgeführt wird. Auf diese
Weise lässt sich schnell ein umfangreicher Satz an Korrekturfaktoren Z darstellen.
[0060] Die Gewinnung der Korrekturfaktoren Z kann aber auch direkt aus dem normalen Druckbetrieb
heraus erfolgen. In diesem Fall ist die Darstellung von anwendbaren Korrekturfaktoren
Z für unterschiedliche Druckbedingungen eher zufallsabhängig und kann nachfolgende
Anpassungsvorgänge erfordern.
[0061] Wichtig ist daher vor allem die standardisierte Hinterlegung von Korrekturfaktoren
Z, die im Rahmen der Anwendung eines Farbregelsystems an einer oder mehreren Druckmaschinen
einer Druckerei oder eines Verbundes erfolgt. Diese Korrekturfaktoren Z können dann
ständig angepasst werden, wenn der oder die Bediener Verbesserungen der Einstellung
identifizieren können, falls am Abschluss eines Regelprozesses Korrekturfaktoren Z
neu oder verändert ausgegeben werden. Eine derartige Variation der Korrekturfaktoren
Z bezieht sich aber immer auf den Ausgangszustand Z = 1 und wird nicht auf einen jeweils
letzten Stand eines bereits angepassten Korrekturfaktors Z bezogen.
[0062] Sind die erforderlichen Korrekturfaktoren Z zu den Druckfarben und Bedruckstoffkategorien
eines Druckauftrags sämtlich vorhanden, dann werden diese bei der Farbvoreinstellung
direkt aus der Stammdatenbank auf die Grundeinstellung der Farbdosierung angewendet.
[0063] Als Default-Werte für einen Korrekturfaktor Z werden die Werte Z = 1 bzw. Z = 100%
angesetzt, solange noch keine echten Korrekturen der Färbung nach einem Regelvorgang
ausgehend von der Voreinstellung ausgeführt wurden.
[0064] Die Korrektur der Voreinstellung erfolgt, in dem der Korrekturfaktor Z sowohl in
den Parameter P0 als Nullwert der jeweiligen Einstell- bzw. Umrechnungskurve K2 bis
K5 als auch in den Parameter P1 als Steigung der jeweiligen Einstell- bzw. Umrechnungskurve
K2 bis K5 eingerechnet wird. Die Einstell- bzw. Umrechnungskurven K2 bis K5 werden
also entweder sowohl angehoben und steiler gestellt oder auch sowohl abgesenkt und
flacher gestellt.
[0065] Bei einem Korrekturfaktor Z der Farbe Magenta auf einem matten Bedruckstoff in einem
bestimmten Färbungsstandard mit dem Wert 1,25 wird ein Multiplikationsfaktor von 125%
auf die standardisiert aus der entsprechenden Flächendeckung FD ermittelten Schieberstellung
angewendet, indem die Einstell- bzw. Umrechnungskurve in P0 und P1 mit 1,25 multipliziert
wird.
[0066] Die neu berechnete Schieberstellung entspricht dann weitestgehend dem Farbbedarf
bei der gewählten Auftragsfarbe und dem zu bedruckenden Bedruckstoff bzw. dessen Kategorie
der Oberflächenbeschaffenheit.
[0067] Ausgehend von gleichartig kalibrierten Druckmaschinen innerhalb einer Druckerei gelten
die ermittelten Korrekturfaktoren Z der Farbdatenbank für alle Anwendungen bei denen
der ausgewählte Färbungsstandard verwendet wird.
[0068] Durch die Druckprozesse zum Einrichten des Systems werden also druckmittelspezifische
Korrekturfaktoren Z gewonnen, die eine Abhängigkeit der Einstellungen der Farbdosierelemente
von den Normwerten der Kalibrierung im Zusammenhang der eingesetzten Auftragsdruckfarbe
und des verwendeten Bedruckstoffes bzw. von dessen Bedruckstoffkategorie beinhalten
und die zentral innerhalb eines Druckerei-Netzwerkes P-net, wie in Figur 4 dargestellt,
gespeichert wird.
[0069] Die Korrekturfaktoren Z stehen dann für die Bearbeitung von künftigen Druckaufträgen
zur Verfügung, die mit dem gleichen Färbungsstandard (auch unter Verwendung der gleichen
Bedruckstoffklasse) erfolgen sollen.
[0070] Das Druckerei-Netzwerk P-net beinhaltet dazu eine zentrale Steuerungseinrichtung
7 für die Druckerei, wobei Personal für die Bereitstellung von Auftragsdaten und die
Kontrolle von Abläufen vorgehalten wird.
[0071] In Figur 4 sind mit der Steuerungseinrichtung 7 symbolisch dargestellte Einrichtungen
einer Druckvorstufe 6, zwei Druckmaschinen 1 mit Druckwerken 2 bis 5 und je einem
Leitstand 9.1 und 9.2 und Einrichtungen für Weiterverarbeitungsvorgänge (Weiterverarbeitung
30) datentechnisch verbunden.
[0072] Zur Speicherung von Auftragsdaten und Voreinstelldaten ist ein Parameterspeicher
8 vorgesehen. Dieser ist mit der Steuerungseinrichtung 7 und den Leitständen 9.1,
9.2 gekoppelt, so dass im Parameterspeicher 8 sowohl Daten abgelegt als auch Daten
abgerufen werden können. Die Daten werden unter anderem als druckmittelspezifische
Parameter festgelegt und dienen der Berechnung der oben beschriebenen Voreinstellwerte
für die Farbdosierung.
[0073] In Figur 3 ist dazu die Übertragung der Voreinstellwerte für die Farbdosierelemente
14 ausgehend von dem Parameterspeicher 8 und in Verbindung mit einem Parameterspeicher
9 in Leitständen 9.1 bzw. 9.2 über Voreinstellfunktionen in die Farbkästen 11 der
Farbwerke 10 in den Druckwerken 2 bis 5 der Druckmaschine 1 schematisch gezeigt. Aus
dem Parameterspeicher 9 der Leitstände 9.1 bzw. 9.2 werden hierfür zur jeweils zu
verwendenden Druckmaschine 1 gehörende druckmaschinenspezifische Parameter P0, P1
bereitgestellt. Im Zusammenhang damit kann dann über die sich daraus ergebenden Voreinstellfunktionen
K2 bis K5, die hierfür jedes Druckwerk 2 bis 5 spezifisch dargestellt sind, die Voreinstellung
jedes einzelnen Farbdosierelementes 14 berechnet und am jeweiligen Farbkasten 11 eingestellt
werden.
[0074] Weiterhin ist mit dem Parameterspeicher 9 der Parameterspeicher 8 verbunden, der
die für die im jeweiligen Druckauftrag anzuwendenden Korrekturfaktoren Z entsprechend
Druckfarben und Bedruckstoffeigenschaft bereitstellt.
[0075] Damit wird dargestellt, dass bei der Dosierelementeinstellung in jedem der Druckwerke
2 bis 5 die Parameter P0 und P1 in den Einstellkurven K2 bis K5 mit einem zugehörigen
Korrekturfaktor Z beaufschlagt werden. Eigentlich ist hier von Z2 bis Z5 zusprechen,
da für jede Einstellkurve ein eigener Korrekturfaktor Z bereitgestellt und eingerechnet
wird.
[0076] In der beschriebenen Verfahrensweise zur Farbvoreinstellung ist auch eine zweite
Verfahrensvariante mit enthalten, bei der die Standardwerte der Voreinstellparameter
P0 und P1 und auch der oder die Korrekturfaktoren Z anstatt durch ein Lernverfahren
zur Farbvoreinstellung maschinell, alternativ auch von einem Bediener am Druckmaschinenleitstand
9.1 bzw. 9.2 beeinflussbar sind und auch dort direkt eingegeben werden können.
[0077] Das erfindungsgemäße Verfahren bewirkt, dass die für Kombinationen aus Druckfarbe
und Färbungsstandard, was auch eine Farbserie einschließt, sowie einer zugehörigen
Bedruckstoffkategorien ermittelten Korrekturfaktoren Z nicht nur für einzelne Maschinen
lokal gespeichert werden, sondern dass diese Faktoren für alle an das Druckerei-Netzwerk
des Betreibers angeschlossenen Druckmaschinen zur Verfügung stehen.
[0078] Die ermittelten und hinterlegten Korrekturwerte Z gelten unabhängig von der Größe
oder dem Druckformat der angeschlossenen Druckmaschinen unter der Voraussetzung, dass
diese einheitlich kalibriert wurden.
[0079] Im Verbund von Druckereien, die mit gleichen Farben und Färbungsstandards arbeiten,
können die Korrekturfaktoren Z sogar an den verschiedenen Standorten angewendet werden.
[0080] Die Stammdatenbank kann dabei zu erweiterten Nutzung der Korrekturfaktoren Z auch
außerhalb der sie generierenden Druckerei in einem externen so genannten Cloud-Datenspeicher
hinterlegt werden. Ein derartiger Cloud-Speicher ist über ein öffentliches Netzwerk
(Internet) unter gewählten Sicherheitsbedingungen nur für die Anwender einer bestimmten
Druckerei zugänglich. Auf diese Weise kann der Datenpool der Stammdatenbank (Datenspeicher
8) für weitere Anwender unter Anwendung vergleichbarer Sicherheitsbedingungen nutzbar
gemacht werden. Dies kann immer dann erfolgen, wenn eine Druckmaschine oder die Druckmaschinen
einer Druckerei mit allen Druckmaschinen nach dem weiter vorn beschriebenen Kalibrierverfahren
kalibriert wurden.
[0081] Es ist schließlich sogar denkbar, dass die Korrekturfaktoren auch für Maschinen anderer
Hersteller verwendbar sind.
[0082] Weiterhin können die Korrekturfaktoren auch bei herstellerseitig kalibrierten Druckmaschinen
mit den Stammdaten für Standarddruckfarben mit einer spezifisch konfigurierten Datenbank
dem Drucker oder der Druckerei zu Verfügung gestellt werden.
[0083] Ein Schema zur Speicherung, wie sie in dem Arbeits-/Parameterspeicher 8 gemäß Figuren
3 und 4 vorgesehen ist, ist in größerer Detaillierung in Figur 5 in einem Arbeits-/Parameterspeicher
8 mit Speicherdaten dargestellt.
[0084] Hier ist für verschiedene Färbungsstandards F1 bis F4 eine Serie von Tabellen hinterlegt,
in denen Kennwerte für Druckfarben gespeichert sind. Als Kennwerte dienen hier Farbdichte,
Filterkennung und Lab-Werte der Anordnung im Farbraum. Diese Werte sind für eine Farbkennung
"Kumuh-Lila" im Raster links unten aufgeführt. Diese Werte werden vordefiniert den
jeweiligen Klassifizierungen eines Färbungsstandards F1 bis F4 und einer Klasse einer
Bedruckstoffoberfläche zugeordnet abgespeichert.
[0085] Hinzu kommt, wie im Beispiel "Kumuh-Lila", ein Korrekturwert Z, der bei einem Abdruck
dieser Farbe "Kumuh-Lila" unter dem Färbungsstandard F4 auf einem glänzenden Bedruckstoff
ermittelt wurde. Der Korrekturwert Z ergibt sich, indem ein Voreinstellwert zur Farbdosiereinstellung
entsprechend der Verteilung der Flächendeckung einer Druckplatte anhand der Vorstufendaten
eingestellt und dann in einem Farbregelprozess bis zum Erhalt der richtigen Farbdichte
auf dem gedruckten Bogen angepasst wurde.
[0086] Die Korrekturwerte Z ergeben sich dabei normalerweise für eine Druckfarbe, also in
einem Druckwerk für alle Farbdosierelemente gleichmäßig. Unterschiede in den Korrekturwerten
Z über die Breite des Druckwerkes nach abgeschlossener Regelung können durch Mittelung
ausgeglichen werden. Ausreißer-Werte die eine extreme Korrektur nach oben oder unten
vortäuschen wollen, werden ausgeblendet oder dem Drucker zur Begutachtung vorgelegt.
[0087] Das erfindungsgemäße Verfahren wird wie im Folgenden aufgezeigt angewendet:
- I. Die Umsetzung des erfindungsgemäßen Verfahrens erfolgt durch einen strukturierten
Datenaustausch zwischen Bereichen der Druckvorstufe und den Steuerungen von Druckmaschinen
1 in einer Druckerei oder einem Druckereiverbund.
- II. Voraussetzung ist die Kalibrierung der Druck- / Farbwerke aller in einer Druckerei
/ einem Druckereiverbund an diesem Verfahren beteiligten Druckmaschinen.
- III. Die Ermittlung von Voreinstellkorrekturen erfolgt in Verbindung mit gewählten
Färbungsstandards F1 - F4 (verbunden mit gewählten Bedruckstoffkategorien). Es wird
eine gemittelte Veränderung von Dosierelementeinstellungen vom Stellwert für eine
Referenzdruckfarbe zur Einstellung für eine aktuell verwendete Druckfarbe erfasst
(z.B. bei definierter mittlerer Flächendeckung) und als Korrekturfaktor Z für die
verwendeten Druckfarben erfasst.
- IV. Die Korrekturfaktoren Z zur Voreinstellkorrektur werden nach einem zugehörigen
Färbungsstandard F1 bis F4 (incl. vorgegebener Bedruckstoffkategorie) unterschieden
und einzeln jeweils unter eindeutigen Farbbezeichnungen der verwendeten Druckfarben
in der Stammdatenbank 8 eines Druckerei-Netzwerkes abgelegt (siehe Fig. 5). Der Default-Wert
für den Korrekturfaktor Z ist 1 = 100%.
- V. Verschiedenste Druckmaschinen einer Druckerei sind nach dem gleichen Ablauf kalibrierbar,
so dass eine absolut gleichwertige Justierung der Farbdosiereinrichtung gegeben und
eine einheitliche Voreinstellung durchführbar ist.
- VI. Wird bei einem über das Druckerei-Netzwerk erzeugten Druckauftrag für eine beliebige
Druckmaschine der Druckerei eine Druckfarbe, die gemäß Pkt. IV mit dem Defaultwert
1 = 100 % oder einem von dem Defaultwert abweichenden Korrekturfaktor Z versehen ist,
verwendet, dann können die Parameter zur optimalen Voreinstellkorrektur an die jeweilige
Druckmaschine gesendet und bei der Voreinstellwerte der Farbdosierelemente berücksichtigt
werden (Fig. 3, 4).
- VII. Werden im Druckerei-Netzwerk vorliegende Voreinstelldaten in einem Druckauftrag
für eine beliebige Druckmaschine der Druckerei abgearbeitet und es wird eine Korrektur
der Farbdosiereinstellung notwendig, kann die Anpassung zur optimalen Voreinstellkorrektur
an die Stammdatenbank der Druckerei zu Abspeicherung gesendet werden. Eine Adaption
der Korrekturwerte wird dann bei künftigen Berechnungen von Voreinstellwerten für
die Einstellung der Farbdosierelemente berücksichtigt. (Fig. 3, 4).
- VIII. Die Stammdatenbank kann zu weiteren Nutzung der Korrekturfaktoren auch außerhalb
der Druckerei in einem externen Cloud-Datenspeicher, der über eine öffentliches Netzwerk
unter Sicherheitsbedingungen für die Anwender der Druckerei zugänglich ist, hinterlegt
werden und so für weitere Anwender unter Anwendung vergleichbarer Sicherheitsbedingungen
nutzbar sein.
Bezugszeichenliste
[0088]
- 1
- Druckmaschine
- 2
- Druckwerk
- 3
- Druckwerk
- 4
- Druckwerk
- 5
- Druckwerk
- 6
- Druckvorstufe
- 7
- Druckereisteuerung
- 8
- Parameterspeicher, Farbdatenbank, Stammdatenbank
- 9.1
- Druckmaschinenleitstand
- 9.2
- Druckmaschinenleitstand
- 10
- Farbwerk
- 11
- Farbkasten
- 12
- Druckfarbe
- 13
- Druckwalze
- 14
- Farbdosierelemente
- 15
- Heberwalze
- 16
- Farbwalze
- 17
- Heberbewegung
- 18
- Plattenzylinder
- 19
- Gummizylinder
- 20
- Gegendruckzylinder
- 30
- Einrichtung zur Weiterverarbeitung
- P0, P1
- druckmaschinenspezifische Parameter zur Farbdosiervoreinstellung
- Z
- druckmittelspezifische Korrekturfaktoren zur Farbdosiervoreinstellung
- K2 - K5
- Kennlinie
- F1 - F4
- Färbungsstandard
1. Verfahren zur automatischen Farbvoreinstellung an Farbwerken (10) in Druckwerken (2
bis 5) von Druckmaschinen (1), wobei an jedem Farbwerk (10) eine jeweilige Farbdosiereinrichtung,
die eine der Farbzonenanzahl des Farbwerks (10) entsprechende Anzahl von Farbdosierelementen
(14) umfasst, derart vor dem Drucken voreingestellt wird, dass ein mit dieser Voreinstellung
gedrucktes Druckerzeugnis einer Druckvorlage möglichst nahe kommt, wobei für die Farbdosierelemente
(14) der Farbwerke (10) druckwerks- und/oder druckmaschinenspezifische sowie druckmittel-
und/oder druckfarbenspezifische Einstellparameter bestimmt werden und wobei weiterhin
die Voreinstellung der Farbdosierelemente (14) der Farbdosiereinrichtung der Farbwerke
(10) unter Verwendung der druckmittel- und/oder druckfarben- sowie der druckwerks-
und/oder druckmaschinenspezifischen Einstellparameter erfolgt,
gekennzeichnet durch folgende Schritte:
a) Bereitstellen von Voreinstellwerten für die Farbwerke (10) einer Druckmaschine
(1) für einen Druckauftrag mit bestimmten Druckfarben und Bedruckstoffen ausgehend
von Vorstufendaten zum Farbverbrauch der Druckplatten des Druckauftrages mittels in
der Druckmaschine hinterlegter druckwerks- und/oder druckmaschinenspezifischer Parameter
(P0, P1),
wobei in jeder zu kalibrierenden Druckmaschine (1) sukzessive in jedem von deren Druckwerken
jeweils mit einer standardisierten Druckform, auf standardisiertem Bedruckstoff und
einer in allen Druckwerken (2 bis 5)gleich eingesetzten standardisierten Druckfarbe
ein grundsätzlicher Parametersatz (P0, P1) für die hinsichtlich der Farbführung relevanten
Einstellungen der Farbdosiereinrichtungen in einem Farbwerk unter definierten Rahmenbedingungen
für eine Druckmaschine hergestellt wird und
die Parameter (P0, P1) Eigenschaften für die Farbzufuhreinstellung in einem Druckwerk
(2 bis 5) zwischen Öffnungspositionen jedes der Farbdosierelemente (14) und einer
zugehörigen Flächendeckung auf einer in einem Druckwerk verwendeten Druckplatte wiedergeben
b) Beaufschlagung der druckwerks- und/oder druckmaschinenspezifischen Parameter (P0,
P1) mit für verschiedene Druckstandards ermittelten Korrekturwerten (Z) für eine aus
den Daten des Druckauftrages abgeleitete druckmittel- und/oder druckfarbenspezifische
Voreinstellkorrektur je Farbwerk, und
c) Ausführen der Farbdosiervoreinstellung für die Farbwerke (10) anhand der mit den
Korrekturwerten (Z) beaufschlagten Voreinstellwerte,
d) wobei die Korrekturwerte (Z) durch Vergleich von kalibrierten Voreinstellwerten für die Farbdosierelemente gegenüber
ausgeregelten Einstellwerten einer aktuell zu verwendenden Druckfarbe als Faktoren
ermittelt werden, die Bedruckstoffklassen zugeordnet werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die Korrekturwerte (Z) durch Vergleich von Einstellwerten der Farbdosierung für eine
zur Ermittlung der druckmaschinenspezifischen Parameter (P0, P1) verwendete Referenzdruckfarbe
gegenüber ausgeregelten Einstellwerten der Farbdosierung einer aktuell zu verwendenden
Druckfarbe, vorzugsweise bei einer definierten mittleren Flächendeckung, gewonnen
werden und
e) dass der/die derart gewonnenen Korrekturwerte (Z) für eine druckmittelspezifische
Voreinstellkorrektur in einem zentralen Speicher eines Druckmaschinen-/ Druckerei-Netzwerkes
entsprechend der einer definierten Zuordnung zu Daten von Druckfarben und Bedruckstoffen
abgelegt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
dass die Korrekturwerte (Z) als druckmittelspezifische Einstellparameter für die den Farbzonen
zugeordneten Farbdosierelemente (14) bestimmt werden, wobei druckmittelspezifischen
Einstellparameter zumindest von der Art einer zu verwendenden Druckfarbe und/oder
einem zu verwendenden Bedruckstoff oder einer Bedruckstoffklasse abhängig sind.
4. Verfahren zur automatischen Farbvoreinstellung an Farbwerken (10) in Druckwerken (2
bis 5) von Druckmaschinen (1), wobei an jedem Farbwerk (10) eine jeweilige Farbdosiereinrichtung,
die eine der Farbzonenanzahl des Farbwerks (10) entsprechende Anzahl von Farbdosierelementen
(14) umfasst, derart vor dem Drucken voreingestellt wird, dass ein mit dieser Voreinstellung
gedrucktes Druckerzeugnis einer Druckvorlage möglichst nahe kommt, wobei für die Farbdosierelemente
(14) der Farbwerke (10) druckwerks- und/oder druckmaschinenspezifische und druckmittel-
und/oder druckfarbenspezifische Einstellparameter bestimmt werden und wobei weiterhin
die Voreinstellung der Farbdosierelemente (14) der Farbdosiereinrichtung der Farbwerke
(10) unter Verwendung der druckmittel- und/oder druckfarben- sowie der druckwerks-
und/oder druckmaschinenspezifischen Einstellparameter erfolgt,
gekennzeichnet durch folgende Schritte:
a) Kalibrierung von Druckmaschinen (1) oder Druckmaschinengruppen durch Ermittlung von einheitlichen druckwerks- und/oder druckmaschinenspezifischen Parametern
(P0, P1) für die Farbdosiereinstellung aller Farbdosierelemente (14) aller Druckwerke
(2 bis 5) einer Druckmaschine (1) und für alle Druckmaschinen einer Druckmaschinengruppe,
wobei in jeder zu kalibrierenden Druckmaschine (1) sukzessive in jedem von deren Druckwerken
jeweils mit einer standardisierten Druckform, auf standardisiertem Bedruckstoff und
einer in allen Druckwerken (2 bis 5)gleich eingesetzten standardisierten Druckfarbe
ein grundsätzlicher Parametersatz (P0, P1) für die hinsichtlich der Farbführung relevanten
Einstellungen der Farbdosiereinrichtungen in einem Farbwerk unter definierten Rahmenbedingungen
für eine Druckmaschine hergestellt wird und
die Parameter (P0, P1) Eigenschaften für die Farbzufuhreinstellung in einem Druckwerk
(2 bis 5) zwischen Öffnungspositionen jedes der Farbdosierelemente (14) und einer
zugehörigen Flächendeckung auf einer in einem Druckwerk verwendeten Druckplatte wiedergeben,
b) Einstellen der Farbdosierelemente (14) der Farbwerke (10) einer Druckmaschine (1)
für einen Druckauftrag mit bestimmten Druckfarben und Bedruckstoffen oder Bedruckstoffen
einer bestimmten Bedruckstoffklasse mittels der druckwerks- und/oder druckmaschinenspezifischen
Parameter (P0, P1),
c) Ermittlung eines Wertes (Korrekturwert Z) für eine druckmittel- und/oder druckfarbenspezifische
Voreinstellkorrektur durch Vergleich von durchschnittlichen Voreinstellwerten für die Farbdosierelemente (14)
in Bezug auf eine zur Ermittlung der druckwerks- und/oder druckmaschinenspezifischen
Parameter (P0, P1) verwendeten Referenzdruckfarbe gegenüber den ausgeregelten Einstellwerten
einer aktuell zu verwendenden Druckfarbe, vorzugsweise bei einer definierten mittleren
Flächendeckung, vorgenommen wird und
d) Ablegen des/der derart gewonnenen Korrekturwerte (Z) für eine druckmittel- und/oder
druckfarbenspezifische Voreinstellkorrektur der Farbdosiereinstellung in einem zentralen
Speicher (8) eines Druckmaschinen-/ Druckerei-Netzwerkes (P-net) entsprechend der
einer definierten Zuordnung zu Druckfarben und Bedruckstoffen oder Bedruckstoffklassen.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
dass in Schritt a) druckmittelspezifische Einstellparameter für die den Farbzonen zugeordneten
Farbdosierelemente (14) bestimmt werden, wobei druckmittelspezifischen Einstellparameter
zumindest von der Art einer zu verwendenden Druckfarbe und/oder einem zu verwendenden
Bedruckstoff oder einer Bedruckstoffklasse abhängig sind und
dass in Schritt b) druckwerks- und/oder druckmaschinenspezifische Einstellparameter (P0,
P1) verwendet werden, die ausschließlich als für die den Farbzonen zugeordneten Farbdosierelemente
(14) gültig bestimmt werden.
6. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die Korrekturwerte (Z) für die Voreinstellkorrektur unter Berücksichtigung der druckwerks-
und/oder druckmaschinenspezifischen Einstellparameter (P0, P1) bestimmt werden.
7. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass die Korrekturwerte (Z) für die Voreinstellkorrektur als Vergleichswert aus Einstellwerten
einer standardisierten Farbdosiervoreinstellung und ausgeregelten Einstellwerten für
eine bestimmte Druckfarbe und einen bestimmten Bedruckstoff oder eine bestimmte Bedruckstoffklasse
derart ermittelt werden, dass die Vergleichswerte für eine Druckfarbe als Mittelwert
angegeben werden, wobei Vergleichswerte unter Berücksichtigung einer Toleranzgrenze
eingerechnet werden.
8. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Korrekturwerte (Z) für die Voreinstellkorrektur als Vergleichswert aus Einstellwerten
einer standardisierten Farbdosiervoreinstellung und ausgeregelten Einstellwerten für
eine bestimmte Druckfarbe und einen bestimmten Bedruckstoff oder eine bestimmte Bedruckstoffklasse
derart ermittelt werden, dass die Vergleichswerte von einem Farbregelsystem der Druckmaschine
(1) ausgegeben und dem Bedienpersonal zur Verwendung für eine Abspeicherung in einem
zentralen Speicher (8) angeboten werden.
9. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass Daten zur Voreinstellkorrektur nach einem auswählbaren Färbungsstandard unterschieden
und/oder nach einer auswählbaren Bedruckstoffoberfläche unterscheidbar gespeichert
werden und
dass die Daten zur Voreinstellkorrektur in Verbindung mit eindeutigen Farbbezeichnern
oder Farbnamen oder Druckfarbenbezeichnungen von bekannten oder verwendeten Druckfarben
in Stammdaten eines Speichers (8) eines Druckerei-Netzwerkes (P-net) abgelegt werden.
10. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass Daten zur Voreinstellkorrektur allen Druckmaschinen (1) gleicher Kalibrierung innerhalb
eines Druckmaschinen- oder Druckerei-Netzwerkes (P-net) in Verbindung mit eindeutigen
Farbbezeichnern oder Farbnamen oder Druckfarbenbezeichnungen von bekannten oder verwendeter
Druckfarben zur Verfügung gestellt werden.
1. A method for automatic ink presetting on inking units (10) in printing units (2 to
5) of printing presses (1), wherein a respective ink metering device, which comprises
a quantity of ink metering elements (14) corresponding to the ink zone quantity of
the inking unit (10), is preset at each inking unit (10) prior to the printing in
such a way that a printed print product printed with this presetting comes as close
as possible to a printing master, wherein printing unit-specific and/or printing press-specific
as well as printing means-specific and/or printing ink-specific setting parameters
are determined for the ink metering elements (14) of the inking units (10), and wherein
the presetting of the ink metering elements (14) of the ink metering device of the
inking units (10) furthermore takes place using the printing means-specific and/or
printing ink-specific as well as the printing unit-specific and/or printing press-specific
setting parameters,
characterized by the following steps:
a) providing presetting values for the inking units (10) of a printing press (1) for
a print job with certain printing inks and printing materials based on prepress data
relating to the ink consumption of the printing plates of the print job by means of
printing unit-specific and/or printing press-specific parameters (P0, P1) stored in
the printing press,
wherein in each printing press (1) to be calibrated, a basic parameter set (P0, P1)
for the settings of the ink metering devices, which are relevant with regard to the
ink guidance, is produced successively in each of the printing units of said printing
press, each with a standardized printing forme, on standardized printing material
and a standardized printing ink used identically in all printing units (2 to 5), in
an inking unit under defined basic conditions for a printing press, and
the parameters (P0, P1) reproduce properties for the ink supply setting in a printing
unit (2 to 5) between opening position of each of the ink metering elements (14) and
a corresponding surface coverage on a printing plate used in a printing unit,
b) applying correction values (Z) determined for various printing standards to the
printing unit-specific and/or printing press-specific parameters (P0, P1) for a printing
means-specific and/or printing ink-specific presetting correction derived from the
data of the print job for each inking unit, and
c) carrying out the ink metering presetting for the inking units (10) by means of
the presetting values to which the correction values (Z) are applied,
d) wherein the correction values (Z) are determined by comparing calibrated presetting
values for the ink metering elements to compensated setting values of a printing ink
to be actively used, as factors, which are assigned to printing material classes.
2. The method according to claim 1, characterized in that the correction values (Z) are obtained by comparing setting values of the ink metering
for a reference printing ink, which is to be used to determine the printing press-specific
parameters (P0, P1), to compensated setting values of the ink metering of a printing
ink to be actively used, preferably with a defined average surface coverage, and
e) that the correction value/values (Z) obtained in this way for a printing means-specific
presetting correction are stored in a central memory of a printing press/print shop
network according to a defined assignment to data of printing inks and printing materials.
3. The method according to claim 2, characterized in that the correction values (Z) are determined as printing means-specific setting parameters
for the ink metering elements (14) assigned to the ink zones, wherein printing means-specific
setting parameters depend at least on the type of a printing ink to be used and/or
on a printing material to be used or a printing material class.
4. A method for automatic ink presetting on inking units (10) in printing units (2 to
5) of printing presses (1), wherein a respective ink metering device, which comprises
a quantity of ink metering elements (14) corresponding to the ink zone quantity of
the inking unit (10), is preset at each inking unit (10) prior to the printing in
such a way that a printed print product printed with this presetting comes as close
as possible to a printing master, wherein printing unit-specific and/or printing press-specific
as well as printing means-specific and/or printing ink-specific setting parameters
are determined for the ink metering elements (14) of the inking units (10), and wherein
the presetting of the ink metering elements (14) of the ink metering device of the
inking units (10) furthermore takes place using the printing means-specific and/or
printing ink-specific as well as the printing unit-specific and/or printing press-specific
setting parameters,
characterized by the following steps:
a) calibrating printing presses (1) or printing press groups by determining uniform
printing unit-specific and/or printing press-specific parameters (P0, P1) for the
ink metering setting of all ink metering elements (14) of all printing units (2 to
5) of a printing press (1) and for all printing presses of a printing press group,
wherein in each printing press (1) to be calibrated, a basic parameter set (P0, P1)
for the settings of the ink metering devices, which are relevant with regard to the
ink guidance, is produced successively in each of the printing units of said printing
press, each with a standardized printing forme, on standardized printing material
and a standardized printing ink used identically in all printing units (2 to 5), in
an inking unit under defined basic conditions for a printing press, and
the parameters (P0, P1) reproduce properties for the ink supply setting in a printing
unit (2 to 5) between opening position of each of the ink metering elements (14) and
a corresponding surface coverage on a printing plate used in a printing unit,
b) setting the ink metering elements (14) of the inking units (10) of a printing press
(1) for a print job with certain printing inks and printing materials or printing
materials of a certain printing material class by means of the printing unit-specific
and/or printing press-specific parameters (P0, P1),
c) determining a value (correction value Z) for a printing means-specific and/or printing
ink-specific presetting correction by comparing average presetting values for the
ink metering elements (14) with regard to a reference printing ink to be used to determine
the printing unit-specific and/or printing press-specific parameters (P0, P1) with
a printing ink to be actively used, preferably at a defined average surface coverage,
and
d) storing the correction value/values (Z) obtained in this way for a printing means-specific
and/or printing ink-specific presetting correction of the ink metering setting in
a central memory (8) of a printing press/print shop network (P-net) according to a
defined assignment to printing inks and printing materials or printing material classes.
5. The method according to claim 4, characterized in that printing means-specific setting parameters for the ink metering elements (14) assigned
to the ink zones are determined in step a), wherein printing means-specific setting
parameters depend at least on the type of a printing ink to be used and/or on a printing
material to be used or a printing material class and
that printing unit-specific and/or printing press-specific setting parameters (P0,
P1), which are exclusively determined as being valid for the ink metering elements
(14) assigned to the ink zones, are used in step b).
6. The method according to one or a plurality of claims 1 to 5,
characterized in that the correction values (Z) for the presetting correction are determined in consideration
of the printing unit-specific and/or printing press-specific setting parameters (P0,
P1).
7. The method according to one or a plurality of claims 1 to 6,
characterized in that the correction values (Z) for the presetting correction are determined as comparative
value from setting values of a standardized ink metering presetting and compensated
setting values for a certain printing ink and a certain printing material or a certain
printing material class in such a way that the comparative values for a printing ink
are specified as average value, wherein comparative values are included in consideration
of a tolerance limit.
8. The method according to one or a plurality of claims 1 to 7, characterized in that the correction values (Z) for the presetting correction are determined as comparative
value from setting values of a standardized ink metering presetting and compensated
setting values for a certain printing ink and a certain printing material or a certain
printing material class in such a way that the comparative values are output by an
ink regulating system of the printing press (1) and are offered to the operating personnel
for use for a storage in a central memory (8) .
9. The method according to one or a plurality of claims 1 to 8, characterized in that data for presetting correction are distinguished according to a selectable inking
standard and/or are stored so as to be distinguishable according to a selectable printing
material surface, and
that the data for the presetting correction in connection with unambiguous color identifiers
or color names or printing ink names of known or used printing inks is stored in master
data of a memory (8) of a print shop network (P-net).
10. The method according to one or a plurality of claims 1 to 9, characterized in that data for the presetting correction is provided to all printing presses (1) of identical
calibration within a printing press or print shop network (P-net) in combination with
unambiguous color identifiers or color names or printing ink names of known or used
printing inks.
1. Procédé de préréglage automatique d'encre dans des groupes d'encrage (10) dans des
groupes d'impression (2 à 5) de machines d'impression (1), dans lequel, au niveau
de chaque groupe d'encrage (10), un dispositif respectif de dosage d'encre qui comprend
un nombre correspondant au nombre de zones d'encrage du groupe d'encrage (10) d'éléments
de dosage d'encre (14) est préréglé avant l'impression de manière à ce qu'un produit
d'impression imprimé par ce préréglage se rapproche le plus possible d'un modèle d'impression,
sachant que, pour les éléments de dosage d'encre (14) des groupes d'encrage (10),
des paramètres de réglage spécifiques aux groupes d'encrage et/ou à la machine d'impression
et spécifiques aux moyens d'impression et/ou aux encres d'impression sont définis
et sachant que, en outre, le préréglage des éléments de dosage d'encre (14) du dispositif
de dosage d'encre des groupes d'encrage (10) a lieu en utilisant les paramètres de
réglage spécifiques aux groupes d'encrage et/ou à la machine d'impression et spécifiques
aux moyens d'impression et/ou aux encres d'impression,
caractérisé par les étapes suivantes :
a) mise à disposition de valeurs de préréglage pour les groupes d'encrage (10) d'une
machine d'impression (1) pour un ordre d'impression avec certaines encres et certains
supports d'impression en partant de données de niveau préliminaire concernant la consommation
d'encre des plaques d'impression de l'ordre d'impression au moyen de paramètres (P0,
P1) spécifiques aux groupes d'impression et/ou à la machine d'impression enregistrés
dans la machine d'impression,
sachant que, dans chaque machine d'impression à calibrer (1), un jeu de paramètres
fondamental (P0, P1) est établi successivement dans chacun de ses groupes d'encrage
respectivement avec un cliché d'impression standardisé, sur un support d'impression
standardisé et avec une encre d'impression standardisée utilisée de la même manière
dans tous les groupes d'impression (2 à 5) en vue des réglages appropriés concernant
le guidage de l'encre des dispositifs de dosage d'encre dans un groupe d'encrage dans
des conditions générales définies pour une machine d'impression et que
les paramètres (P0, P1) restituent des propriétés pour le réglage de l'acheminement
d'encre dans un groupe d'impression (2 à 5) entre des positions d'ouverture de chacun
des éléments de dosage d'encre (14) et une couverture surfacique corrélative sur une
plaque d'impression utilisée dans un groupe d'impression,
b) sollicitation des paramètres (P0, P1) spécifiques aux groupes d'impressions et/ou
à la machine d'impression avec des valeurs correctives (Z) déterminées pour divers
standards d'impression pour une correction de préréglage spécifique aux moyens d'impression
et/ou aux encres d'impression et dérivée des données de l'ordre d'impression par groupe
d'impression, et
c) exécution du préréglage de dosage d'encre pour les groupes d'encrage (10) à partir
des valeurs de préréglage sollicitées avec les valeurs correctives (Z),
d) les valeurs correctives (Z) étant déterminées par comparaison de valeurs de préréglage
calibrées pour les éléments de dosage d'encre avec des valeurs de réglage réglementées
d'une encre d'impression à utiliser actuellement sous forme de facteurs qui sont associés
aux classes de supports d'impression.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que
les valeurs correctives (Z) sont obtenues par comparaison de valeurs de réglage du
dosage d'encre pour une encre d'impression de référence utilisée pour déterminer les
paramètres (P0, P1) spécifiques à la machine d'impression avec à des valeurs de réglage
réglementées du dosage d'encre d'une encre d'impression à utiliser actuellement, de
préférence avec une couverture surfacique moyenne définie, et
e) que la ou les valeurs correctives (Z) ainsi obtenues sont enregistrées pour une
correction de préréglage spécifique aux moyens d'impression dans une mémoire centrale
d'un réseau de machines d'impression/d'imprimerie en fonction d'une association définie
à des données d'encres d'impression et de supports d'impression.
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que
les valeurs correctives (Z) sont définies sous forme de paramètres de réglage spécifiques
aux moyens d'impression pour les éléments de dosage d'encre (14) associés aux zones
d'encrage, les paramètres de réglage spécifiques aux moyens d'impression dépendant
au moins du type d'encre d'impression à utiliser et/ou d'un support d'impression à
utiliser ou d'une classe de supports d'impression.
4. Procédé de préréglage automatique d'encre dans des groupes d'encrage (10) dans des
groupes d'impression (2 à 5) de machines d'impression (1), dans lequel, au niveau
de chaque groupe d'encrage (10), un dispositif respectif de dosage d'encre qui comprend
un nombre correspondant au nombre de zones d'encrage du groupe d'encrage (10) d'éléments
de dosage d'encre (14) est préréglé avant l'impression de manière à ce qu'un produit
d'impression imprimé par ce préréglage se rapproche le plus possible d'un modèle d'impression,
sachant que, pour les éléments de dosage d'encre (14) des groupes d'encrage (10),
des paramètres de réglage spécifiques aux groupes d'encrage et/ou à la machine d'impression
et spécifiques aux moyens d'impression et/ou aux encres d'impression sont définis
et sachant que, en outre, le préréglage des éléments de dosage d'encre (14) du dispositif
de dosage d'encre des groupes d'encrage (10) a lieu en utilisant les paramètres de
réglage spécifiques aux groupes d'encrage et/ou à la machine d'impression et spécifiques
aux moyens d'impression et/ou aux encres d'impression et spécifique aux groupes d'impression
et/ou à la machine d'impression,
caractérisé par les étapes suivantes :
a) calibrage de machines d'impression (1) ou de groupes de machines d'impression par
détermination de paramètres (P0, P1) uniformes spécifiques aux groupes d'impression
et/ou à la machine d'impression pour le réglage du dosage d'encre de tous les éléments
de dosage d'encre (14) de tous les groupes d'impression (2 à 5) d'une machine d'impression
(1) et pour toutes les machines d'impression d'un groupe de machines d'impression,
sachant que, dans chaque machine d'impression (1) à calibrer, un jeu de paramètres
fondamental (P0, P1) est établi successivement dans chacun de ses groupes d'encrage
respectivement avec un cliché d'impression standardisé, sur un support d'impression
standardisé et avec une encre d'impression standardisée utilisée de la même manière
dans tous les groupes d'impression (2 à 5) en vue des réglages appropriés concernant
le guidage de l'encre des dispositifs de dosage d'encre dans un groupe d'encrage dans
des conditions générales définies pour une machine d'impression et que
les paramètres (P0, P1) restituent des propriétés pour le réglage de l'acheminement
d'encre dans un groupe d'impression (2 à 5) entre des positions d'ouverture de chacun
des éléments de dosage d'encre (14) et une couverture surfacique corrélative sur une
plaque d'impression utilisée dans un groupe d'impression,
b) réglage des éléments de dosage d'encre (14) des groupes d'encrage (10) pour un
ordre d'impression avec certaines encres d'impression et certains supports d'impression
ou des supports d'impression d'une certaine classe de supports d'impression au moyen
des paramètres (P0, P1) spécifiques aux groupes d'impression et/ou à la machine d'impression
(1),
c) une détermination d'une valeur (valeur corrective Z) pour une correction de préréglage
spécifique aux moyens d'impression et/ou aux encres d'impression est effectuée par
comparaison de valeurs de préréglage moyennes pour les éléments de dosage d'encre
(14) en se référant à une encre d'impression de référence utilisée pour la détermination
des paramètres spécifiques aux groupes d'impression et/ou à la machine d'impression
avec les valeurs de réglage réglementées d'une encre d'impression à utiliser actuellement,
de préférence avec une couverture surfacique moyenne définie, et
d) enregistrement de la ou des valeurs correctives (Z) ainsi obtenues pour une correction
de préréglage spécifique aux moyens d'impression et/ou aux encres d'impression du
réglage de dosage d'encre dans une mémoire centrale (8) d'un réseau de machines d'impression/d'imprimerie
(P-net) en fonction de l'association définie à des encres d'impression et à des supports
d'impression ou à des classes de supports d'impression.
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que,
dans l'étape a), des paramètres de réglage spécifiques aux moyens d'impression sont
définis pour les éléments de dosage d'encre (14) associés aux zones d'encrage, les
paramètres de réglage spécifiques aux moyens d'impression dépendant au moins du type
d'une encre d'impression à utiliser et/ou d'un support d'impression à utiliser ou
d'une classe de support d'impression et
que, dans l'étape b), sont utilisés des paramètres de réglage (P0, P1) qui sont définis
comme étant valables exclusivement pour les éléments de dosage d'encre (14) associés
aux zones d'encrage.
6. Procédé selon une ou plusieurs des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que
les valeurs correctives (Z) pour la correction de préréglage sont définies en tenant
compte des paramètres de réglage (P0, P1) spécifiques aux groupes d'impression et/ou
à la machine d'impression.
7. Procédé selon une ou plusieurs des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que
les valeurs correctives (Z) pour la correction de préréglage sont déterminées sous
forme de valeurs comparatives à partir de valeurs de réglage d'un préréglage standardisé
de dosage d'encre et de valeurs de réglage réglementées pour une certaine encre d'impression
et un certain support d'impression ou une certaine classe de supports d'impression
de manière à ce que les valeurs comparatives pour une encre d'impression soient indiquées
sous forme de valeurs moyennes, les valeurs comparatives étant calculées en tenant
compte d'une limite de tolérance.
8. Procédé selon une ou plusieurs des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que
les valeurs correctives (Z) pour la correction de préréglage sont déterminées sous
forme de valeurs comparatives à partir de valeurs de réglage d'un préréglage standardisé
de dosage d'encre et de valeurs de réglage réglementées pour une certaine encre d'impression
et un certain support d'impression ou une certaine classe de supports d'impression
de manière à ce que les valeurs comparatives soient éditées par un système de réglage
d'encre de la machine d'impression (1) et proposées au personnel opérateur pour une
utilisation en vue d'une sauvegarde dans une mémoire centrale (8).
9. Procédé selon une ou plusieurs des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que
les données de correction de préréglage sont différenciées suivant un standard de
coloration sélectionnable et/ou sauvegardées de manière à pouvoir être différenciées
suivant une surface de support d'impression sélectionnable et
que les données de correction de préréglage sont enregistrées en liaison avec des
identifiants de couleurs ou des noms de couleurs ou des désignations d'encres d'impression
univoques d'encres d'impressions connues ou utilisées dans des données de base d'une
mémoire (8) d'un réseau d'imprimerie (P-net).
10. Procédé selon une ou plusieurs des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que
les données de correction de préréglage de toutes les machines d'impression (1) de
même calibrage sont mises à disposition dans un réseau de machines d'impression ou
d'imprimerie (P) en liaison avec des identifiants de couleurs ou des noms de couleurs
ou des désignations d'encres d'impression univoques d'encres d'impressions connues
ou utilisées.