[0001] Die Erfindung betrifft ein Schiff mit einem Antrieb. Der Antrieb umfasst eine Antriebsmaschine
und ein Propulsionsorgan. Das Propulsionsorgan besteht aus drei Hauptkomponenten:
Rotor, Stator, Düse. Die Düse ummantelt den Rotor und den Stator, der in Strömungsrichtung
folgt. Auf Grund der Verzögerungscharakteristik der Düse im Bereich des Rotors wird
das Druckniveau angehoben und ermöglicht somit eine höhere Leistungsdichte bei Vermeidung
von Kavitation. Die Nachschaltung des Stator führt zu einer Entdrallung der Strömung
und damit zur Erhöhung des generierten Schubs bei gleicher Eingangsleistung.
[0002] Als Antriebsmaschine kommt dabei jede Art von Kraftmaschine in Betracht, beispielsweise
ein Dieselmotor oder eine Gasturbine sowie ein Elektromotor.
[0003] Der Antrieb ist für schnelle Schiffe mit einer maximalen Geschwindigkeit im Bereich
von 25 bis 40 kn vorgesehen, wie beispielsweise Mega-Yachten oder Patrouillenboote.
In diesem Bereich kommt es bei konventionellen Schraubenpropeller zu Wirkungsgradeinbußen
im Zuge von Kavitation. Water Jets zeigen in diesem Bereich auch noch geringe Wirkungsgrade,
da sie hohe Einlasskanalverluste haben.
[0004] WO 2012/052155 A1 beschreibt ein Schiff mit einem Antrieb, umfassend eine Antriebsmaschine und ein
Propulsionsorgan bestehend aus drei Hauptkomponenten: Rotor, Stator, Düse. Die Düse
ummantelt den Rotor und den Stator, der in Strömungsrichtung folgt, ferner eine Welle,
die den Rotor trägt und mit diesem dreh- und schubfest verbunden ist. Dabei ist der
Düsenkörper in ein vorderes und ein hinteres Düsenteil unterteilt.
[0005] Das in Fahrtrichtung gesehen vordere Düsenteil ist am Schiffsrumpf befestigt. Das
in Fahrtrichtung gesehen hintere Düsenteil ist am Schiffsrumpf lösbar befestigt.
[0006] Sowohl bei der Erstmontage der Schiffswelle mit dem darauf sitzenden Rotor als auch
bei Wartung und Inbetriebnahme muss das hintere Düsenteil zusammen mit dem von diesem
getragenen Lager vom Heck her auf die Welle aufgeschoben werden. Hier muss der aus
Leitschaufeln (Statorschaufeln) und Statornabe bestehende Stator in eine Position
gebracht werden, dass das sich in der Statornabe befindende Statorlager mit der Welle
fluchtet. Dies ist ein aufwändiges, schwieriges und zeitraubendes Manöver. Eine derartige
Ausführung mit einem lösbaren, Austrittsschaufeln tragenden und von einer Düse entfernbaren
Ring ist ferner aus der
EP 1,878,656 oder der
GB 1,131,611 vorbekannt. Der Erfindung liegtdie Aufgabe zugrunde, ein Schiff gemäß dem Oberbegriff
von Anspruch 1derartzu gestalten, dass Montage und Demontage von Welle und Stator
schnell und einfach durchgeführt werden können. Diese Aufgabe wird mittels der Merkmale
von Anspruch 1gelöst. Somit wird folgendes vorgesehen:
- Stator, Statornabe mit integrierten Lager und der einteilige Düsenkörper bilden eine
einzige vormontierte Baueinheit;
- Die Baueinheit ist mittelbar oder unmittelbar am Heck montierbar und demontierbar;
- Die Welle ist relativ zur Baueinheit in Richtung der Längsachse der Welle verfahrbar.
Die Erfindung ist anhand der Zeichnungen näher erläutert. Darin ist im Einzelnen folgendes
dargestellt:
- Figur 1
- zeigt einen Längsschnitt durch den Rumpf eines Schiffes.
- Figur 2
- zeigt einen Längsschnitt durch den Heckbereich des Schiffes.
- Figur 3
- zeigt eine Heckansicht des Schiffes.
[0007] Aus Figur 1 erkennt man dem prinzipiellen Aufbau eines Schiffes. Im in Fahrtrichtung
gesehen hinteren Bugbereich ist eine Antriebsmaschine 1 angeordnet, die vorliegend
als Dieselmotor mit nachgeschaltetem Getriebe 1.1 ausgeführt ist. Die Antriebsmaschine
1 kann im Heckbereich oder im Bugbereich des Schiffes oder Mitschiffs angeordnet werden.
Als Antriebsmaschine kann ebenso eine Gasturbine oder ein Elektromotor Verwendung
finden. Auch andere Antriebe sind denkbar. Mit dem Getriebe 1.1 steht eine Welle 2
in Triebverbindung, so dass Drehmoment von der Antriebsmaschine 1 auf die Welle 2
übertragbar ist. Dabei kann die Welle 2 aus mehreren einzelnen Wellen bestehen, die
über Kupplungen miteinander in Triebverbindung stehen. Ebenso können Bremseinrichtungen
oder zusätzliche Getriebe beziehungsweise Einrichtungen zur Drehzahl und/oder Drehmomentwandlung
zwischen diesen Wellen vorgesehen sein. Die vorwiegend waagrecht verlaufende Welle
2 durchbricht die Schiffshaut und tritt aus dem Schiffsrumpf aus, sodass diese im
Heck unter Wasser verläuft. Dabei kann die Welle 2 bereits hinter dem Austrittsbereich
gelagert sein. Eine solche zusätzliche Abstützung stellt eine Lagerung 3 dar, und
zwar ein sogenanntes Stevenrohrlager 3. Das Stevenrohrlager 3 ist mit dem Schiffsrumpf
fest verbunden.
[0008] Im Heckbereich befindet sich ein Rotor 5, der mit der Welle 2 dreh- und schubfest
verbunden ist. In Fahrrichtung gesehen hinter dem Rotor 5 befindet sich ein Stator
6. Dieser Umfasst eine Anzahl von Leitschaufeln 6.1 sowie eine Statornabe 6.2. Rotor
5 und Stator 6 sind von einem Düsenkörper 7 umschlossen. Dieser ist einteilig. Er
ist mit dem Stator über dessen Leitschaufeln 6.1 fest verbunden. Im oberen Bereich
des Düsenkörpers 7 befindet sich eine Konsole 6.3. Diese ist einerseits mit dem Düsenkörper
7 fest verbunden, und andererseits ist sie mit dem Heck des Schiffs fest verbindbar
und zwar auf lösbare Weise. Siehe die Schrauben 6.4
[0009] Die folgenden Bauteile bilden miteinander eine in montiertem Zustand feste Baueinheit:
Der Stator 6 mit seinen Leitschaufeln 6.1, das Statorlager 6.2, der Düsenkörper 7
und die Konsole 6.3. Diese Baueinheit lässt sich vormontieren und in montiertem Zustand
insgesamt am Heck montieren.
[0010] Außerdem sind die Welle 2 sowie die Baueinheit zusammenfügbar und voneinander trennbar.
Dies kann dadurch verwirklicht werden, dass die Baueinheit fest steht, beispielsweise
bereits am Heck montiert ist, und dass die Welle in Richtung ihrer Längsachse zum
Bug hin verschiebbar ist. Die Welle ist verschiebbar, somit kann die Baueinheit zunächst
am Heck montiert werden, und zwar durch Montage der Konsole 6.3.
[0011] Die erfindungsgemäße Gestaltung ist bei der Montage besonders vorteilhaft, da die
Baueinheit mittels weniger Schrauben 6.4 am Heck ausgerichtet werden kann. Damit wird
sichergestellt, dass alle Lagerstellen der Welle 2 fluchten. Ist die Baueinheit positioniert,
so kann der Zwischenraum zwischen Konsole 6.3 und Heck mit einer aushärtenden Flüssigkeit
vergossen werden. Nach dem Aushärten werden die übrigen Schrauben verspannt und die
Baueinheit ist montiert und ausgerichtet.
[0012] Die Welle 2 ist im Bereich der Antriebsmaschine 1 durch ein Schublager 8 gelagert.
[0013] Figur 2 zeigt den Heckbereich des Schiffes. Man erkennt wiederum die Welle 2. Deren
austragendes freies Ende 2.1 ist von der Lagerbuchse 6.5 der Statornabe 6.2 aufgenommen.
Die Außenkanten 5.1 des Rotors 5 befinden sich nahe an der Innenfläche des Düsenkörpers
7. Die Leitschaufeln 6.1 sind mit der Innenwandung des Düsenkörpers 7 fest verbunden.
[0014] Montage und Demontage des Rotors können wie folgt ablaufen:
Durch Verschieben der Welle 2 in Richtung des Bugs wird der Rotor außerhalb der Düse
positioniert. In dieser Position wird er in vertikaler Richtung gehalten. Mittels
einer entsprechenden Vorrichtung wird die dreh- und schubfeste Verbindung von Rotor
5 und Welle 2 gelöst. Die Welle kann nun weiter in Richtung Bug verschoben werden
und der Rotor in vertikaler Richtung entfernt werden.
Die Montage wird entgegengesetzt des beschriebenen Vorgangs durchgeführt.
[0015] Das Statornabe 6.2 weist eine Lagerbuchse 6.5 aus geeignetem Material auf. Zwischen
der Lagerbuchse 6.5 und der Mantelfäche des Wellenendes 2.4 befindet sich ein her
nicht gezeigter Lagerspalt.
[0016] Aufgrund der erfindungsgemäßen Anordnung findet ein äußerst vorteilhafter Schmiervorgang
statt, der wie folgt abläuft: Rotor 5 erzeugt in bekannter Weise einen Wasserstrom.
Der Wasserstrom der über den Spalt zwischen Rotor 5 und Statornabe 6.2 strömt, induziert
einen Unterdruck. Dieser Unterdruck erzeugt wiederum eine Strömung durch den Lagerspalt
in entgegengesetzter Richtung (Innenströmung) in Fahrtrichtung. Hierdurch wird eine
perfekte Schmierung und Kühlung erreicht.
[0017] Schiffe werden klassisch mit ein bis vier Propulsionsorganen betrieben.
Bezugszeichen liste
[0018]
- 1
- Antriebsmaschine
- 1.1
- Getriebe
- 2
- Welle
- 2.1
- freies Wellenende
- 3
- Stevenrohrlager
- 5
- Rotor
- 6
- Stator
- 6.1
- Leitschaufel
- 6.2
- Statornabe
- 6.3
- Konsole
- 6.4
- Schrauben
- 6.5
- Lagerbuchse
- 7
- Düsenkörper
- 8
- Schublager
1. Schiff, umfassend die folgenden Merkmale beziehungsweise Bauteile:
1.1 einen Schiffsrumpf, umfassend einen Bug und ein Heck
1.2 einen im Heckbereich angeordneten Rotor (5);
1.3 einem dem Rotor (5) zugeordneten Stator (6), umfassend eine Anzahl von Leitschaufeln
(6.1);
1.4 einen einteiligen Düsenkörper (7);
1.5 der Düsenkörper (7) umschließt den Rotor (5) und den Stator (6);
1.6 eine im Bugbereich angeordnete Antriebsmaschine (1);
1.7 eine Welle (2) zum Übertragen von Drehmoment vom Antriebsmaschine (1) zum Rotor
(5);
1.8 die Welle (2) ist gelagert in einer Lagerbuchse (6.5), das in der Statornabe (6.2)
angeordnet ist, ferner in einem im Bereich der Antriebsmaschine (1) angeordneten Schublager
(8);
gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:
1.9 Stator (6), Statornabe (6.2) und Düsenkörper (7) bilden eine einzige vormontierbare
Baueinheit;
1.10 die Baueinheit ist mittelbar oder unmittelbar am Heck montierbar und demontierbar;
die Welle (2) ist relativ zur Baueinheit in Richtung der Längsachse der Welle (2) verschiebbar; 1.12 der Düsenkörper (7) ist
mit einer Konsole (6.3) fest verbunden oder umfasst eine solche ,die am Heck des Schiffsrumpfes
montierbar und demontierbar ist.
2. Schiff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als weiteres Lager für die Welle (2) ein Stevenrohrlager (3) vorgesehen ist, das
sich zwischen dem Statorlager (6.2) und dem Schublager (9) befindet.
3. Schiff nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Statorlager (6.2) ein wassergeschmiertes und wassergekühltes Lager ist, umfassend
eine Lagerbuchse (6.5), die mit der Mantelfläche der Welle (2) einen Lagerspalt bildet,
und dass der Lagerspalt während des Betriebes von einem zum Bug hin strömenden Wasserstrom
durchspült ist.
1. Ship, comprising the following features or components:
1.1 a ship's hull, comprising a bow and a stern;
1.2 a rotor (5) which is arranged in the stern region;
1.3 a stator (6) which is assigned to the rotor (5), comprising a number of guide
blades (6.1);
1.4 a single-piece nozzle body (7);
1.5 the nozzle body (7) encloses the rotor (5) and the stator (6);
1.6 a propulsion machine (1) which is arranged in the bow region;
1.7 a shaft (2) for the transmission of torque from the propulsion machine (1) to
the rotor (5);
1.8 the shaft (2) is mounted in a bearing bush (6.5) which is arranged in a stator
hub (6.2), and, furthermore, in the thrust bearing (8) which is arranged in the region
of the propulsion machine (1) ;
characterized by the following features:
1.9 the stator (6), the stator hub (6.2) and the nozzle body (7) form a single structural
unit which can be pre-assembled;
1.10 the structural unit can be mounted and dismantled indirectly or directly on the
stern;
1.11 the shaft (2) can be displaced in the direction of the longitudinal axis of the
shaft (2) relative to the structural unit;
1.12 the nozzle body (7) is connected fixedly to a bracket (6.3) or comprises a bracket
of this type which can be mounted and dismantled on the stern of the ship's hull.
2. Ship according to Claim 1, characterized in that a stern tube bearing (3) is provided as a further bearing for the shaft (2), which
stern tube bearing (3) is situated between the stator bearing (6.2) and the thrust
bearing (9).
3. Ship according to either of Claims 1 and 2, characterized in that the stator bearing (6.2) is a water-lubricated and water-cooled bearing, comprising
a bearing bush (6.5) which forms a bearing gap with the shell surface of the shaft
(2), and in that the bearing gap is flushed during operation by a water stream which flows towards
the bow.
1. Bateau, présentant les caractéristiques ou éléments suivants :
1.1 une coque de bateau, comprenant une proue et une poupe
1.2 un rotor (5), placé dans la région de la poupe ;
1.3 un stator (6) associé au rotor (5), comprenant un nombre d'aubes de guidage (6.1)
;
1.4 un corps de buse (7) en monobloc ;
1.5 le corps de buse (7) entoure le rotor (5) et le stator (6) ;
1.6 un groupe propulseur (1) groupe propulseur (1) placé dans la région de la proue
;
1.7 un arbre (2), destiné à transmettre un couple de rotation du groupe propulseur
(1) sur le rotor (5) ;
1.8 l'arbre (2) est logé dans un coussinet (6.5), qui est placé dans le moyeu de stator
(6.2), par ailleurs un palier de butée (8) placé dans la région du groupe propulseur
(1) ;
caractérisé par les caractéristiques suivantes :
1.9 le stator (6), le moyeu de stator (6.2) et le corps de buse (7) forme un ensemble
modulaire unique pouvant être prémonté ;
1.10 l'ensemble modulaire est montable et démontable indirectement ou directement
sur ou de la poupe ;
1.11 l'arbre (2) est déplaçable par rapport à l'ensemble modulaire, en direction de
l'axe longitudinal de l'arbre (2) ;
1.12 le corps de buse (7) est fixement relié avec une console (6.3) ou en comporte
une telle qui est montable et démontable sur ou de la poupe de la coque de bateau.
2. Bateau selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'en tant que palier supplémentaire pour l'arbre (2) est prévu un tube d'étambot (3)
qui se trouve entre le palier de stator (6.2) et le palier de butée (9).
3. Bateau selon l'une quelconque des revendications 1 à 2, caractérisé en ce que le palier de stator (6.2) est un palier lubrifié à l'eau et refroidi par eau, comprenant
un coussinet (6.5), qui avec la surface d'enveloppe de l'arbre (2) forme une fente
de palier, et pendant le fonctionnement, la fente de palier est traversée par un flux
d'eau circulant en direction de la proue.