| (19) |
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(11) |
EP 2 948 729 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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30.08.2017 Patentblatt 2017/35 |
| (22) |
Anmeldetag: 09.01.2014 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2014/050339 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2014/114502 (31.07.2014 Gazette 2014/31) |
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| (54) |
BEHÄLTNIS ZUM AUFBEWAHREN VON BOLDMUNITION AUF EINEM SCHIFF
CONTAINER FOR STORING BOLD AMMUNITION ON A SHIP
CONTENEUR DE STOCKAGE DE MUNITIONS DE TYPE BOLD SUR UN BATEAU
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
23.01.2013 DE 102013201012
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.12.2015 Patentblatt 2015/49 |
| (73) |
Patentinhaber: ThyssenKrupp Marine Systems GmbH |
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24143 Kiel (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- KNUHR, Kay
24222 Schwentinental (DE)
- WIRIG, Robert
29594 Nindorf (DE)
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| (74) |
Vertreter: thyssenkrupp Intellectual Property GmbH |
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ThyssenKrupp Allee 1 45143 Essen 45143 Essen (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-C- 733 945 US-B1- 8 237 588
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DE-U1-202010 017 459
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Behältnis zum Aufbewahren von Boldmunition auf einem Schiff,
insbesondere auf einem Unterseeboot. Den Ausgangspunkt bildet hierbei das Gebrauchsmuster
DE 20 2010 017 459 U1, das ein Behältnis zum Aufbewahren von Munition mit einer an einem Fahrzeug zu befestigenden
Halterung offenbart.
[0002] Auf Schiffen und insbesondere auf Unterseebooten ist das Platzangebot äußerst begrenzt.
Es ist daher unumgänglich, vorhandene Freiräume möglichst optimal zu nutzen und gleichzeitig
darauf zu achten, dass dadurch die tägliche Arbeit im Schiff bzw. Unterseeboot nicht
gestört wird. Bei Boldmunition, insbesondere unter Wasser verschossener Munition,
ist es unabdingbar, dass die Munition im Einsatzfall schnell und leicht zu entnehmen
ist und andererseits eine sichere Lagerung sichergestellt wird.
[0003] Vor diesem Hintergrund liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Behältnis zum
Aufbewahren von Boldmunition auf einem Schiff, insbesondere auf einem Unterseeboot,
zu schaffen, welches einerseits eine sichere Lagerung und andererseits eine gute Zugänglichkeit
ermöglicht, und dies bei möglichst geringem Platzbedarf.
[0004] Diese Aufgabe wird mit einem Behältnis mit den in Anspruch 1 angegebenen Merkmalen
gelöst. Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen,
der nachfolgenden Beschreibung und der Zeichnung.
[0005] Das erfindungsgemäße Behältnis zum Aufbewahren von Boldmunition auf einem Schiff,
insbesondere auf einem Unterseeboot, ist mit einem Deckel versehen, der in geschlossenem
Zustand hermetisch mit dem Behältnis verbunden ist und in geöffnetem Zustand die Entnahme
der Boldmunition erlaubt. Es weist ein Chassis auf, mit dem das Behältnis an einer
Schiffswand befestigbar und in zwei Positionen lagerbar ist, einer ersten schockfesten
Lagerposition und einer zweiten Entnahmeposition. Durch den hermetisch geschlossenen
Zustand von Behältnis mit Deckel wird erreicht, dass keine Flüssigkeiten oder Gase
ungewollt von außen in das Behältnis eindringen bzw. von innen aus diesem austreten
können. Die schockfeste Anbringung des Chassis an einer Schiffswand sichert eine schockfeste
Lagerung der Munition im Schiff. Die Lagerposition des Behältnisses ermöglicht eine
raumsparende Anordnung im Schiff und eine schockfeste Lagerung der Boldmunition an
der Schiffswand, während die Entnahmeposition dazu dient, die Boldmunition möglichst
schnell und leicht aus dem Behältnis entnehmen beziehungsweise in dieses einlegen
zu können.
[0006] Die möglichst leichte Entnahme kann vorteilhaft dadurch erreicht werden, dass in
der Entnahmeposition zumindest ein Teil des Behältnisses weiter von der Wand beabstandet
ist als in der Lagerposition. Das Behältnis erfährt so eine Schrägstellung, so dass
nach Entfernen des Deckels leicht in das Behältnis gegriffen werden kann, um die Boldmunition
zu entnehmen. Die Boldmunition kann bis in den Deckel ragen, so dass nach Entfernen
des Deckels die Munition in der Entnahmeposition leicht greifbar und herausziehbar
ist.
[0007] Zur Sicherstellung des hermetisch geschlossenen Zustandes von Behältnis mit Deckel
sind gemäß einer Weiterbildung der Erfindung Verschlussmittel zwischen Deckel und
Behältnis vorgesehen. Beispielsweise kann ein Verschlussmittel als Schnappverschluss
ausgelegt sein. Vorteilhaft ist dabei ein Verschlussmittel auf der der Wand abgewandten
Seite des Behältnisses und ein weiteres Verschlussmittel auf der der Wand zugewandten
Seite des Behältnisses angeordnet. Des Weiteren kann auch auf einer Seite statt eines
Verschlusses eine Formschlussverbindung zwischen Behältnis und Deckel durch entsprechend
vorhandene Formschlussmittel, z. B. ein deckelseitig angeformter Haken, der in einen
behältnisseitig angeformten Vorsprung eingreift, vorhanden sein, so dass auf der dazu
gegenüberliegenden Seite zumindest ein Verschlussmittel ausreicht, um den hermetischen
Verschluss zu erreichen. Insgesamt ist die Anzahl der Verschlussmittel zweckmäßigerweise
so zu wählen, dass einerseits der hermetisch geschlossene Zustand zwischen Behältnis
und Deckel gewährleistet ist und andererseits der Deckel schnell und leicht vom Behältnis
entfernbar ist.
[0008] Der Wechsel der Position des Behältnisses von der schockfesten Lagerposition zu der
Entnahmeposition ist vorteilhaft dadurch zu erreichen, dass das Chassis mit dem Behältnis
über ein Scharnier an der Unterseite schwenkbeweglich verbunden ist und ein vorzugsweise
als Gurtband ausgebildetes Zugmittel zur Begrenzung der Schwenkbewegung vorgesehen
ist. Die Begrenzung der Schwenkbewegung bewirkt, dass bei der Entnahme der Boldmunition
das Behältnis nicht weiter als zur leichten Entnahme vorgesehen schwenken kann, also
die Munition nicht versehentlich aus dem Behältnis herausfallen kann.
[0009] Der hermetische Abschluss zwischen Deckel und Behältnis kann dadurch erreicht werden,
dass zwischen Behältnis und Deckel eine vorzugsweise einteilig umlaufende Dichtung
angeordnet ist.
[0010] Eine weitere Anforderung an das Behältnis ist, dass die Boldmunition in dem Behältnis
brand- und explosionssicher gelagert ist. Hierzu weist das Behältnis vorteilhaft einen
vorzugsweise an der Unterseite angebrachten unteren fluidleitenden Anschluss und einen
vorzugsweise rückseitig im Bereich des oberen Drittels des Behältnisses angebrachten
oberen fluidleitenden Anschluss auf. Die Anschlüsse dienen zum Verbinden mit einer
außerhalb des Behältnisses im Schiff vorhandenen Feuerlöschanlage. Vorteilhaft führt
einer der Anschlüsse im Inneren des Behältnisses zu einem Sprinkler oder einer Löschdüse.
Der obere Anschluss kann so zur Besprenkelung der im Kasten befindlichen Munition
mit Löschmittel genutzt werden. Über den unteren Anschluss kann das Löschmittel abgezogen
werden. So ist eine Flutung des Behältnisses mit Löschmittel über die Anschlüsse möglich,
aber auch eine Durchleitung von Fluid z. B. zur Kühlung.
[0011] Zur Sicherung der Positionierung des Behältnisses in der schockfesten Lagerposition
ist vorteilhaft mindestens ein Verriegelungsmittel vorgesehen, welches beispielsweise
als Riegel ausgelegt sein kann, der verschiebbar an der Außenseite des Behältnisses
geführt ist und zumindest eine ausgefahrene Verriegelungsposition und eine zurückgezogene
Position besitzt und in der ausgefahrenen Verriegelungsposition formschlüssig in eine
Ausnehmung im Chassis als Riegelaufnahme eingreift. Das Verriegelungsmittel sollte
dabei einerseits leicht zu öffnen sein, damit man im Nutzungsfall das Behältnis schnell
und einfach aus der Lagerposition lösen und in die Entnahmeposition bringen kann.
Andererseits muss aber auch gewährleistet sein, dass das Verriegelungsmittel sich
nicht von selbst oder unbeabsichtigt löst, was durch Verschwenken des am Riegel befestigten
Griffteils in eine entsprechende Ausnehmung erfolgen kann.
[0012] Eine weitere Anforderung zur sicheren Lagerung der Boldmunition ist, dass zumindest
zeitweise der Zugriff auf die Munition auf einen bestimmten Personenkreis beschränkt
ist. Solche Situationen können beispielsweise dann eintreten, wenn das Schiff bzw.
das Unterseeboot im Hafen liegt oder eine Reparatur im Schiff notwendig ist, so dass
der Zutritt von dritten Personen auf das Schiff nicht auszuschließen ist. Eine Gefährdung
durch ungewolltes Öffnen des Behältnisses kann ebenso verhindert werden. Vorteilhaft
verfügt deshalb Behältnis oder Deckel über ein Schloss, welches das Behältnis mit
Deckel in Verschlussstellung verschließt.
[0013] Zur sicheren Lagerung ebenso wie der leichten Entnahme von Boldmunition aus dem Behältnis
ist es vorteilhaft, wenn im Inneren des Behältnisses ein an die Form der Boldmunition
angepasster Einsatz angeordnet ist.
[0014] Die Erfindung ist nachfolgend anhand von in der Zeichnung dargestelltem Ausführungsbeispiel
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Vorderansicht des Behältnisses mit Deckel und Chassis in geschlossenem Zustand,
- Fig. 2
- eine Seitenansicht des Behältnisses mit Deckel und Chassis in der Entnahmeposition,
- Fig. 3
- einen Schnitt des Behältnisses mit Deckel und Chassis längs der Schnittlinie III -
III in Fig. 1 in der Lagerposition,
- Fig. 4
- eine vergrößerte Darstellung der Einzelheit IV in Fig. 3,
- Fig. 5
- eine vergrößerte Darstellung der Einzelheit V in Fig. 3,
- Fig. 6
- einen Schnitt des Behältnisses und Chassis längs der Schnittlinie IV - IV in Fig.
1,
- Fig. 7
- eine vergrößerte Darstellung der Einzelheit VII in Fig. 6 und
- Fig. 8
- eine Draufsicht des Behältnisses mit Deckel und Chassis in geschlossenem Zustand.
[0015] Das Behältnis 2 weist eine quaderförmige Form auf und ist an seiner offenen Oberseite
durch einen Deckel 4 abgeschlossen. Das Behältnis 2 ist innerhalb eines Chassis 6
angeordnet, welches das Behältnis umlaufend in Form eines Rahmens umgibt, und an einer
Wand eines Schiffes befestigt. Das Chassis 6 hat von vorne gesehen (Fig. 1) eine rechteckige
Form und weist an seiner zur Wand gerichteten Seite in den Eckpunkten des Behältnisses
2 rückseitig am Chassis 6 angeordnet zwei untere Schockdämpfer 12 und zwei obere Schockdämpfer
14 auf, mit denen das Chassis 6 und somit auch das darin angeordnete Behältnis 2 mit
Deckel 4 schockfest an der Schiffswand befestigt ist.
[0016] Der Deckel 4 weist eine obere Wandung 7 und eine untere Wandung 9 auf. Beide Wandungen
7, 9 sind parallel zueinander mit Abstand angeordnet. Die obere Wandung 7 ist größer
als die untere Wandung 9 und überragt diese zu den Seiten. Beide Wandungen 7, 9 sind
über eine umlaufende innere Seitenwand miteinander verbunden. Der Deckel 4 bildet
somit einen Hohlkörper. Die obere Wandung 7 ist zusätzlich mit einer äußeren Seitenwand
umlaufend verbunden, wobei die äußere Seitenwand beabstandet um die innere Seitenwand
verläuft und die innere Seitenwand vollständig nach außen hin verdeckt. Zwischen innerer
und äußerer Seitenwand des Deckels 4 ist somit ein nutartiger Freiraum ausgebildet,
welcher den Hohlkörper umläuft und in den das obere Ende 10 der Außenwand des Behältnisses
2 bei geschlossenem Deckel eingreift.
[0017] Nach dem oberen Ende 10 der Außenwand des Behältnisses 2 ist an der Innenseite ein
Flansch 11 angeordnet, der die Öffnung 8 umgibt. Dieser innere Flansch 11 bildet die
Auflagefläche für eine um die Öffnung 8 umlaufende Dichtung 16.
[0018] Im geschlossenen Zustand von Behältnis 2 und Deckel 4 greift das obere Ende 10 der
Außenwand des Behältnisses 2 in dem nutartigen Freiraum im Deckel 4 ein; dabei liegt
der Randbereich der unteren Wandung des Deckels 4 umlaufend auf der Dichtung 16 des
Behältnisses 2 auf bzw. presst die Dichtung 16 gegen die Auflagefläche des inneren
Flansches 11.
[0019] Das Behältnis 2 und der Deckel 4 werden mit jeweils zwei an Vorder- und Rückseite
des Behältnisses 2 angebrachten Schnappverschlüssen 17 verbunden, die jeweils in einen
Haken 19 am Deckel 4 greifen, und im gespannten Zustand Deckel 4 und Behältnis 2 über
die dazwischen eingegliederte umlaufende Dichtung 16 hermetisch geschlossen miteinander
verbinden.
[0020] Das Behältnis 2 ist an der Unterseite über ein Scharnier 18 schwenkbeweglich mit
dem Chassis 6 verbunden. So kann das Behältnis 2 aus einer schockfesten Lagerposition
am Chassis 6 (Fig. 3 und 6) in eine Entnahmeposition geschwenkt werden (Fig. 2), in
welcher die Munition leicht aus dem Behältnis 2 zu entnehmen ist. Die Schwenkbewegung
wird dabei durch zwei Gurtbänder begrenzt, welche das Chassis 6 mit der Rückseite
des Behältnisses 2 auf Höhe des oberen Drittels des Behältnisses 2 verbinden.
[0021] An der Vorderseite (Fig. 1) des Behältnisses 2 befinden sich im oberen Drittel zwei
horizontal angeordnete und verschiebbar in einem Riegelbeschlag geführte bolzenartige
Riegel 20. Diese an der Vorderseite in Riegelbeschlägen verschiebbar geführten Riegel
20 greifen in der schockfesten Lagerposition in zu den Riegeln 20 fluchtende Ausnehmungen
in den Seiten des Chassis 6 ein. Durch diese Ausnehmungen sind Riegelaufnahmen 22
gebildet, welche den oberen Teil des Behältnisses 2 formschlüssig mit dem Chassis
6 verbinden, wenn die Riegel 20 in diese eingreifen. In zurückgezogener Position,
d. h. wenn diese nicht in die Ausnehmungen im Chassis 6 eingreifen, kann das Behältnis
aus der Lagerposition in die Entnahmeposition geschwenkt werden und umgekehrt.
[0022] An der Unterseite des Behältnisses 2 befindet sich mittig ein unterer Anschluss 24,
der seitlich abgewinkelt ist. Ein oberer Anschluss 26 befindet sich auf der Rückseite
des Behältnisses 2 mittig nahe dem oberen Ende des Behältnisses 2 unterhalb des Deckels
4. Dieser Anschluss 26 ist nach unten gerichtet abgewinkelt. Im Inneren des Behältnisses
2 ist der obere Anschluss 26 mit einem Sprinkler 28 verbunden, welcher sich auf derselben
Höhe wie der Anschluss 26 befindet.
[0023] Zum Abschließen des Deckels 4 mit dem Behältnis 2 ist ein Schloss 30 zwischen unterer
Wandung 9 und oberer Wandung 7 des Deckels 4 fest eingelassen. Das Schloss 30 liegt
dabei an der Innenseite der oberen Wandung 7 an. In verschließender Stellung greift
ein Riegel des Schlosses 30 durch fluchtend zum Riegel angeordnete Ausnehmungen in
der vorderen Seitenwand des Behältnisses 2 und der inneren Seitewandung des Deckels
4. Vorn vorne und von der Seite gesehen sind die Ausnehmungen durch die äußere Seitenwandung
des Deckels 4 verdeckt. Die obere Wandung 7 des Deckels 4 weist einen Durchlass 32
auf, welcher mit einer Schlüsselaufnahme des Schlosses 30 fluchtet. Schloss 30 und
Durchlass 32 sind dabei so platziert, dass von oben gesehen der Durchlass 32 im Deckel
4 mittig zwischen den beiden Schmalseiten des Deckels 4 derart weit in Richtung der
Vorderseite des Behältnisses eingebracht ist, dass insbesondere in der Lagerposition
aber auch in der Entnahmeposition des Behältnisses 2 ein Schlüssel leicht in die Schlüsselaufnahme
gesteckt werden kann, ohne dabei durch das Chassis 6 behindert zu werden. Das Chassis
6 ist in geschlossenem Zustand des Deckels so weit von der oberen Wandung 7 des Deckels
4 beabstandet, dass der Schlüssel in der Schlüsselaufnahme behinderungsfrei gedreht
werden kann.
[0024] Im Behältnis 2 ist ein Einsatz 34 angeordnet, welcher sechs Aussparungen ausformt,
in welche die aufzubewahrende Munition formschlüssig gelagert ist.
Bezugszeichenliste
[0025]
- 2
- - Behältnis
- 4
- - Deckel
- 6
- - Chassis
- 7
- - obere Wandung
- 8
- - Öffnung des Behältnisses
- 9
- - untere Wandung
- 10
- - oberes Ende
- 11
- - innerer Flansch
- 12, 14
- - Schockdämpfer
- 15
- - Verschlussmittel
- 16
- - Dichtung
- 17
- - Schnappverschluss
- 18
- - Scharnier
- 19
- - Haken
- 20
- - Bolzenriegel
- 21
- - Gurtband
- 22
- - Riegelaufnahme
- 24
- - unterer Anschluss
- 26
- - oberer Anschluss
- 28
- - Sprinkler
- 30
- - Schloss
- 32
- - Durchlass für Schlüsselaufnahme
- 34
- - Einsatz
1. Behältnis (2) zum Aufbewahren von Boldmunition auf einem Schiff, insbesondere auf
einem Unterseeboot, mit einem Deckel (4), der in geschlossenem Zustand hermetisch
mit dem Behältnis (2) verbunden ist und in geöffnetem Zustand die Entnahme der Boldmunition
erlaubt, und mit einem Chassis (6), mit welchem das Behältnis (2) an einer Schiffswand
befestigbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Behältnis (2) in dem Chassis (6) in zwei Positionen lagerbar ist, einer ersten
schockfesten Lagerposition und einer zweiten Entnahmeposition.
2. Behältnis (2) mit Deckel (4) und Chassis (6) nach Anspruch 1, bei welchem, bei Befestigung
des Chassis (6) an einer Wand, in der Entnahmeposition zumindest ein Teil des Behältnisses
(2) weiter von der Wand beabstandet ist als in der Lagerposition.
3. Behältnis (2) mit Deckel (4) und Chassis (6) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
bei dem mindestens ein Verschlussmittel (15) zwischen Deckel (4) und Behältnis (2)
vorgesehen ist.
4. Behältnis (2) mit Deckel (4) und Chassis (6) nach Anspruch 3, bei dem ein Verschlussmittel
(15) auf der der Wand abgewandten Seite des Behältnisses (2) und vorzugsweise ein
weiteres Verschlussmittel (15) auf der der Wand zugewandten Seite des Behältnisses
(2) angeordnet ist.
5. Behältnis (2) mit Deckel (4) und Chassis (6) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
bei welchem das Chassis (6) mit dem Behältnis (2) über ein Scharnier (18) an der Unterseite
schwenkbeweglich verbunden ist und ein vorzugsweise als Gurtband (21) ausgebildetes
Zugmittel zur Begrenzung der Schwenkbewegung vorgesehen ist.
6. Behältnis (2) mit Deckel (4) und Chassis (6) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
bei dem das Behältnis (2) einen vorzugsweise an der Unterseite angebrachten unteren
fluidleitenden Anschluss (24) und einen, vorzugsweise rückseitig im Bereich des oberen
Drittels des Behältnisses (2) angebrachten oberen fluidleitenden Anschluss (26) aufweist.
7. Behältnis mit Deckel (4) und Chassis (6) nach Anspruch 6, bei dem zumindest einer
der Anschlüsse (24, 26) im Inneren des Behältnisses (2) zu einem Sprinkler (28) oder
einer Löschdüse führt.
8. Behältnis mit Deckel und Chassis nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei dem Verriegelungsmittel
vorgesehen sind, mit denen das Behältnis (2) in der Lagerposition verriegelbar ist.
9. Behältnis mit Deckel und Chassis nach Anspruch 8, bei dem ein Verriegelungsmittel
durch einen verschiebbar an der Außenseite des Behältnisses (2) geführten Riegel (20)
und eine vorzugsweise durch eine Ausnehmung im Chassis (6) gebildete Riegelaufnahme
(22) vorgesehen ist, in welche der Riegel formschlüssig einführbar ist.
10. Behältnis mit Deckel und Chassis nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei dem mindestens
ein Schloss (30) vorgesehen ist, mit welchem das Behältnis (2) mit Deckel (4) in der
Verschlussstellung abschließbar ist.
11. Behältnis mit Deckel und Chassis nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei dem im
Inneren des Behältnisses (2) ein an die Form der Boldmunition angepasster Einsatz
(34) angeordnet ist.
1. Container (2) for storing bold ammunition on a ship, in particular on a submarine,
said container having a cover (4), which is connected hermetically to the container
(2) in the closed state and in the open state allows the bold ammunition to be removed,
and having a chassis (6) by means of which the container (2) is fastenable to a side
of a ship, characterized in that the container (2) is storable in the chassis (6) in two positions, a first shock-proof
storage position and a second removal position.
2. Container (2) having a cover (4) and chassis (6) according to Claim 1, where, when
the chassis (6) is fastened to a side of a ship, at least part of the container (2)
is spaced further from the side of the ship in the removal position than in the storage
position.
3. Container (2) having a cover (4) and chassis (6) according to one of the preceding
claims, where at least one closure means (15) is provided between the cover (4) and
the container (2).
4. Container (2) having a cover (4) and chassis (6) according to Claim 3, where a closure
means (15) is arranged on the side of the container (2) remote from the side of the
ship and preferably a further closure means (15) is arranged on the side of the container
(2) facing the side of the ship.
5. Container (2) having a cover (4) and chassis (6) according to one of the preceding
claims, where the chassis (6) is pivotably connected to the container (2) by means
of a hinge (18) on the underside surface and a traction means, which is preferably
realized as webbing (21), is provided for limiting the pivoting movement.
6. Container (2) having a cover (4) and chassis (6) according to one of the preceding
claims, where the container (2) comprises a bottom fluid-conducting connection (24)
which is preferably mounted on the underside surface and a top fluid-conducting connection
(26) which is preferably mounted on the rear in the region of the top third of the
container (2).
7. Container having a cover (4) and chassis (6) according to Claim 6, where at least
one of the connections (24, 26) leads to a sprinkler (28) or an extinguishing nozzle
in the interior of the container (2).
8. Container having a cover and chassis according to one of the preceding claims, where
locking means are provided by way of which the container (2) is lockable in the storage
position.
9. Container having a cover and chassis according to Claim 8, where a locking means is
provided by a locking bar (20), which is guided displaceably on the outside surface
of the container (2), and a locking bar receiving means (22), which is preferably
formed by a recess in the chassis (6) into which the locking bar is introducible in
a positive-locking manner.
10. Container having a cover and chassis according to one of the preceding claims, where
at least one lock (30) is provided by means of which the container (2) with the cover
(4) is lockable in the locking position.
11. Container having a cover and chassis according to one of the preceding claims, where
an insert (34) which is adapted to the form of the bold ammunition is arranged in
the interior of the container (2).
1. Conteneur (2) pour le stockage de munitions de type Bold sur un bateau, en particulier
sur un sous-marin, avec un couvercle (4) qui à l'état fermé est assemblé hermétiquement
au conteneur (2) et à l'état ouvert permet le prélèvement de munition de type Bold,
et avec un châssis (6), avec lequel le conteneur (2) peut être fixé à une paroi du
bateau, caractérisé en ce que le conteneur (2) peut être monté dans le châssis (6) dans deux positions, une première
position de stockage résistant aux chocs et une deuxième position de prélèvement.
2. Conteneur (2) avec un couvercle (4) et un châssis (6) selon la revendication 1, dans
lequel, lors de la fixation du châssis (6) à une paroi, au moins une partie du conteneur
(2) est plus éloignée de la paroi dans la position de prélèvement que dans la position
de stockage.
3. Conteneur (2) avec un couvercle (4) et un châssis (6) selon l'une quelconque des revendications
précédentes, dans lequel il est prévu au moins un moyen de fermeture (15) entre le
couvercle (4) et le conteneur (2).
4. Conteneur (2) avec un couvercle (4) et un châssis (6) selon la revendication 3, dans
lequel un moyen de fermeture (15) est disposé sur le côté du conteneur (2) situé à
l'opposé de la paroi et de préférence un autre moyen de fermeture (15) est disposé
sur le côté du conteneur (2) tourné vers la paroi.
5. Conteneur (2) avec un couvercle (4) et un châssis (6) selon l'une quelconque des revendications
précédentes, dans lequel le châssis (6) est assemblé au conteneur (2) de façon pivotante
au moyen d'une charnière (18) sur le côté inférieur et il est prévu un moyen de traction
réalisé de préférence sous la forme d'une sangle (21) pour limiter le mouvement de
pivotement.
6. Conteneur (2) avec un couvercle (4) et un châssis (6) selon l'une quelconque des revendications
précédentes, dans lequel le conteneur (2) présente un raccord de conduite de fluide
inférieur (24) installé de préférence sur le côté inférieur et un raccord de conduite
de fluide supérieur (26) installé de préférence à l'arrière dans la région du tiers
supérieur du conteneur (2).
7. Conteneur avec un couvercle (4) et un châssis (6) selon la revendication 6, dans lequel
au moins un des raccords (24, 26) conduit à l'intérieur du conteneur (2) à un arroseur
(28) ou à une buse d'extinction.
8. Conteneur avec un couvercle et un châssis selon l'une quelconque des revendications
précédentes, dans lequel il est prévu des moyens de verrouillage, avec lesquels le
conteneur (2) peut être verrouillé dans la position de stockage.
9. Conteneur avec un couvercle et un châssis selon la revendication 8, dans lequel il
est prévu un moyen de verrouillage par un verrou (20) guidé de façon coulissante sur
le côté extérieur du conteneur (2) et un logement de verrou (22) formé de préférence
par un évidement dans le châssis (6), dans lequel le verrou peut être introduit par
emboîtement.
10. Conteneur avec un couvercle et un châssis selon l'une quelconque des revendications
précédentes, dans lequel il est prévu au moins une serrure (30), avec laquelle le
conteneur (2) peut être fermé avec le couvercle (4) dans la position de fermeture.
11. Conteneur avec un couvercle et un châssis selon l'une quelconque des revendications
précédentes, dans lequel un insert (34) adapté à la forme des munitions de type Bold
est disposé à l'intérieur du conteneur (2).


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