[0001] Die Erfindung betrifft ein Spiel mit einer Halterung zur Aufnahme einer Grundplatte
und mit wenigstens einer Grundplatte, die wechselbar in der Halterung gehalten ist,
wobei die Grundplatte an ihrer Oberseite mit einer Nut versehen ist, die in Form eines
Labyrinthes einen Hauptweg von einem Ausgangspunkt zu einem Zielpunkt bildet und zusätzliche
Wege durch Abzweige bildet, die alternativ zum Hauptweg zum Zielpunkt führen oder
Sackgassen bilden und mit einem Spielstein, beispielweise in Form einer Kugel, welcher
entlang der Nut vom Ausgangspunkt zum Zielpunkt zu bewegen ist, indem die Grundplatte
aus einer waagerechten Ebene in unterschiedliche Richtungen zu verkippen ist, wobei
die Halterung als Schuber ausgebildet ist
[0002] Solche Spiele, in der Regel als Labyrinth bezeichnet, sind aus dem druckschriftlich
nicht belegbaren Stand der Technik bekannt. Üblicherweise handelt es sich um hölzerne
Kästen, die mit einem beweglichen Rahmen versehen sind, der die Grundplatte mit dem
Labyrinth aufnimmt. Der bewegliche Rahmen ist über eine Mechanik, die über Drehknöpfe
bedient wird, verbunden und kann aus einer Horizontalebene heraus verkippt werden.
Das Eigengewicht des Spielsteins, in der Regel eine Kugel, führt dann zu einer Bewegung
in Kipprichtung. Ziel ist es, die Kugel möglichst schnell von einem Ausgangspunkt
zu einem Zielpunkt zu bewegen.
[0003] Die Labyrinthbahn, also die in die Grundplatte eingebrachte Nut, kann zur Steigerung
der Schwierigkeit und somit der Herausforderung des Spiels mit Hindernissen versehen
sein. In der Regel handelt es sich hierbei um Löcher, durch die die Kugel hindurchfällt
und in einen Aufnahmeraum gelangt. Aus diesem tritt sie dann an einer definierten
Stelle heraus. Nachdem die Kugel durch ein solches Loch gefallen ist, muss das Spiel
von vorne begonnen werden. Häufig wird statt des Einbringens einer Nut in Vollmaterial
auch eine Platte mit Stegen versehen, so dass hierdurch die Laufbahn der Kugel definiert
wird.
[0004] Es ist bekannt, die Grundplatten in einem solchen Halter auswechselbar zu gestalten
und auf diese Weise Labyrinthspiele mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad durch
austauschende Grundplatten zu erhalten.
[0005] Es existieren auch einfachere Varianten des Labyrinthspiels. Hierbei wird lediglich
eine Grundplatte ohne weitere Mechanik in der Hand verkippt um einen Spielstein, auch
hier bevorzugt eine Kugel von einem Startpunkt zu einem Zielpunkt zu bewegen. Schließlich
ist es bekannt, kleinere Labyrinthspiele aus Kunststoff herzustellen und die eigentliche
Grundplatte mit der Labyrinthbahn mit einer Kunststoffabdeckung aus klarsichtigem
Material zu belegen. Grundplatte und Kunststoffabdeckung sind untrennbar miteinander
verbunden.
[0006] Der zuerst genannte Stand der Technik ist in vielerlei Hinsicht vorteilhaft, insbesondere
bietet er durch die wechselbare Grundplatte einen langanhaltenden Spielspaß und die
Möglichkeit, verschiedene Spielschwierigkeitsgrade zu realisieren. Von Nachteil ist
jedoch, dass die Mechanik zur Bewegung der Grundplatte technisch vergleichsweise aufwendig
ist und bei der üblichen Fertigung aus Holz das Labyrinthspiel ein hohes Gewicht und
damit eine eingeschränkte Mobilität aufweist.
[0007] Der weiter genannte Stand der Technik hat den erheblichen Nachteil, dass nach einigen
Spieldurchgängen die Herausforderung und damit der Spielspaß nachlässt.
[0008] Es ist aus
US 4 066 265 A bekannt, eine Grundplatte wechselbar in einem sie umgebenden Schuber anzuordnen.
[0009] DE 2 461 197 A1 offenbart ein Labyrinthspiel mit einer in einem Gestell beweglich gehaltenen Grundplatte.
Die Grundplatte weist eine begrenzt abhebbare Abdeckung auf. Die Geometrie der Kugeln
und Laufbahnen ermöglichen es, die Kugeln mittels der Abdeckung zu bremsen.
[0010] US 4 311 310 A zeigt ein Labyrinthspiel, welches mit Elektronikkomponenten versehen ist und akustische
wie optische Spielhinweise ausgibt. Ein ähnliches Labyrintspiel zeigt
FR 2 508 811 A1, wobei hier die Grundplatte wechselbar ausgestaltet ist.
[0011] Allen vorgenannten Spielen ist gemein, dass sie ein rein mechanisches Spielerlebnis
bieten und dieses den geänderten Spielgewohnheiten teilweise nicht mehr gerecht wird.
[0012] Es ist deshalb zunächst Aufgabe der Erfindung, ein in seiner Fertigung und seinem
Aufbau einfach und somit letztenendes auch kostengünstig herzustellendes Labyrinthspiel
vorzuschlagen, das die Möglichkeit eines hohen Spielwertes durch den Austausch der
das Labyrinth bereitstellenden Grundplatte bietet.
[0013] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung soll darüber hinaus den veränderten
Spielgewohnheiten Rechnung getragen werden.
[0014] Die Erfindung löst die Aufgabe zunächst mit einem Labyrinthspiel mit den Merkmalen
des Anspruches 1.
[0015] Für eine Halterung in Form eines Schubers, in welchen verschiedene Grundplatten eingesetzt
werden, lässt sich ein wechselndes Spielerlebnis schaffen, ohne dass die komplexe
Steuermechanik aus dem vorgenannten Stand der Technik notwendig ist. Dabei deckt der
Schuber die Nut in der Ober- und Unterseite ab, so dass der Spielstein innerhalb der
Labyrinthbahn gesichert ist und nicht herausfallen kann. Des Weiteren wird die Grundplatte
als Kunststoffkörper hergestellt, wobei hier in erster Linie daran gedacht ist, die
Labyrinthbahn in einen Schaumstoffkörper durch Fräsen einzubringen. Die Halterung
in Form eines Schubers ist im einfachsten Fall aus einem klarsichtigen Kunststoff
hergestellt, der in etwa einen C-förmigen Querschnitt aufweist und so mit einem ersten
Bereich die Labyrinthbahn abdeckt und mit zwei kürzeren Armen die Grundplatte untergreift.
Alternativ kann die Halterung als Rechteckzylinder ausgebildet sein.
[0016] Dann ist vorgesehen, dass die Grundplatte mit wenigstens einem Loch versehen ist,
das in der Nut angeordnet ist und durch welches der Spielstein hindurchfallen kann,
wobei vorgesehen sein kann, dass Halterung oder Grundplatte einen Auffangraum für
den Spielstein aufweist, welcher mit dem Loch in Verbindung steht und in den der durch
das Loch hindurchfallende Spielstein gelangt.
[0017] Ferner ist vorgesehen, dass der Auffangraum von einer Ausnehmung gebildet ist, die
in die Unterseite der Grundplatte eingearbeitet ist und welche von der Halterung abgedeckt
ist, wobei insbesondere vorgesehen ist, dass zwischen Aufnahmeraum und Ausgangspunkt
ein Kanal angeordnet ist - gegebenenfalls durch eine von der Halterung verdeckte Nut
gebildet - über den der Spielstein vom Aufnahmeraum zum Ausganspunkt bewegbar ist.
[0018] Auf diese Weise wird die aus dem Stand der Technik bekannte Form von Hindernissen
auch beim Erfindungsgegenstand in Form von Durchbrechungen der Grundplatte verwirklicht.
Der Rückführkanal für eine durch ein Loch hindurchgefallene Kugel / den Spielstein
kann in die Grundplatte eingearbeitet sein, wobei in bevorzugter Weise es sich hier
um Ausnehmungen bzw. Ausfräsungen auf der Unterseite Grundplatte handelt. Da diese
zur Unterseite hin in der Regel offen sind, wäre die Halterung dann derart zu verändern,
dass diese die Unterseite der Grundplatte bzw. die dort vorgesehenen Ausnehmungen,
Nuten und Kanäle verschließt. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass der Spielstein
im Spiel gehalten ist.
[0019] Um das erfindungsgemäße Labyrinthspiel an die Spielgewohnheiten anzupassen, ist vorgesehen,
dass die Halterung eine Elektronik enthält, die die Zeit erfasst, die während der
Bewegung des Spielsteins zwischen dem Ausgangspunkt und dem Zielpunkt vergeht. Diese
wird über eine Anzeigeeinheit dargestellt.
[0020] In dieser sehr einfach gestalteten Ausführungsform ist zunächst vorgesehen, dass
lediglich die Zeit gemessen wird die ein Spieler benötigt, um den Spielstein vom Ausgangspunkt
zum Zielpunkt zu verbringen.
[0021] Um Zeiten verschiedener Spieler vergleichen zu können oder die Verbesserung der eigenen
Spielleistung messen zu können, ist vorgesehen, dass die Elektronik mit einer Speichereinheit
gekoppelt ist, die die Zeiten mehrerer Bewegungen des Spielsteines zwischen dem Ausgangspunkt
und dem Zielpunkt speichert. Über die Anzeigeeinheit sind diese darstellbar.
[0022] Dabei ist es selbstverständlich denkbar, dass verschiedene Zeiten durch Ergänzung
um Individualisierungsmerkmale wie Symbole, Namen oder ähnliches voneinander unterscheidbar
und wiedererkennbar abspeicherbar sind.
[0023] Es ist ferner vorgesehen, dass die Elektronik unterschiedliche Grundplatten über
eine Kodierung an der jeweiligen Grundplatte identifiziert.
[0024] Auf diese Weise sind verschiedene Erweiterungen der Spielelektronik denkbar. Unter
anderem ist es denkbar, dass die gemessenen Zeiten nicht nur nach Spieler oder Spieleinheit
unterscheidbar sind so, sondern auch verschiedenen Grundplatten zugeordnet werden
können.
[0025] Es kann von Vorteil sein, wenn die Speichereinheit Teil der Grundplatten ist.
[0026] Auf diese Weise sind die erfassten Spieldaten der Grundplatte zugeordnet, was die
elektronische Schaltung der Halterung in ihrem Aufbau vereinfache kann. Darüber hinaus
ist es möglich, dass die Speichereinheit auch die Kodierung der Grundplatte enthält.
[0027] Schließlich ist daran gedacht, dass die Elektronik der Halterung mit einem Datenverarbeitungsgerät
wie Computer, Tablet oder Smartphone gekoppelt ist. Dieses Datenverarbeitungsgerät
empfängt dann die von der Spielelektronik erfassten Daten, zeigt diese an, ordnet
die Daten einander zu, lässt eine individuelle Markierung der Daten nach Spiel, Spieler
oder andere Kriterien zu.
[0028] Auch ist es möglich, über ein solches Datenverarbeitungsgerät und eine Kopplung mit
Netzwerken und zentralen Datenverarbeitungsanlagen, wie Internet und Servern oder
sogenannten Clouddienstleistungen, Spielstände und Spielerfolge anderen Personen zugänglich
zu machen, Spielwettkämpfe zu organisieren, Spielpartner zu finden, auf interessante
neue Grundplatten hingewiesen zu werden und ähnliches. Auch ist es denkbar, dass sich
über das Datenverarbeitungsgerät und ein darauf laufendes Konfigurationsprogramm eigene
Layouts für Labyrinthspiele erstellen lassen, die dann zu einem Hersteller von Grundplatten
übertragen und dort produziert werden können.
[0029] Weitere Vorteile der Erfindung, zusätzliche Ausführungsformen und ein besseres Verständnis
vermittelt die nachfolgende Beschreibung der Erfindung. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Grundplatte des erfindungsgemäßen Labyrinth-Spiels,
- Fig. 2
- die Grundplatte gemäß Figur 1 nebst Halterung in Form eines Klarsichtschubers,
- Fig. 3
- eine alternative Ausführungsform des erfindungsgemäßen Spiels.
[0030] Das Labyrinth-Spiel der Erfindung ist in den Figuren insgesamt mit der Bezugsziffer
10 versehen.
[0031] In Figur 1 ist die Grundplatte 11 des Labyrinth-Spiels 10 dargestellt. Wie der dortigen
Darstellung zu entnehmen ist, ist die Grundplatte zumindest einseitig mit einer Reihe
von Nuten 12 versehen, die einen Labyrinthweg bilden. Ein nicht dargestellter Spielstein
ist von einem Ausgangspunkt 13 zu einem Zielpunkt 14 zu bewegen. Hierzu wird der Spielstein
am Ausgangspunkt 13 in die Nut 12 eingelegt. Beim Spielstein handelt es sich in der
Regel um eine Kugel. Durch Verkippen der Grundplatte 11 aus der Horizontalen heraus
wird der Spielstein in Bewegung gesetzt und rollt entlang der Nutbahnen. Aufgabe des
Spielers ist es, den Spielstein möglichst schnell zum Zielpunkt 14 entlang der Nut
12 zu bewegen. Entlang dieser Spielbahn gibt es eine Reihe von Abzweigen, die teilweise
auf längerem Weg zum Zielpunkt 14 führen, teilweise in Sackgassen enden, so dass der
Spielstein zur Abzweigung zurück bewegt werden muss. Zur Erschwernis des Spieles und
somit zur Steigerung der Herausforderung sind Hindernisse in Form von Löchern in die
Nuten eingearbeitet. Die Löcher 15 tragen die Bezugsziffer 15. Diese Löcher stellen
Hindernisse dar, denen der Spieler durch geschickte Führung des Spielsteins ausweichen
muss.
[0032] Gelingt dem Spieler das Ausweichen nicht, fällt die Kugel in das jeweilige Loch.
In einer bevorzugten Variante des Spiels gelangt die Kugel durch das Loch in einen
nicht näher dargestellten Aufnahmeraum, von dem aus sie zum Ausgangspunkt 13 oder
zu einem Entnahmepunkt geführt wird, beispielsweise durch unterseitig auf der Grundplatte
11 angeordnete Kanäle. Ausgehend vom Ausgangspunkt 13 wäre das Spiel dann erneut zu
beginnen. Wird die Kugel zu einem Entnahmepunkt geführt, ist sie händisch zum Ausgangspunkt
13 zurückzusetzen. Festzuhalten ist, dass die Löcher 15 nicht zwingend erforderlich
sind, die Herausforderung des Spiels und somit das Spielerlebnis jedoch erhöhen.
[0033] Die Grundplatte 11 ist bevorzugt aus Kunststoff gebildet. Besonders bevorzugt ist
es dabei ein Schaumstoffmaterial zu nutzen, in welches die Nut 12, welche die Spielbahn
bildet, eingefräst wird.
[0034] Figur 2 zeigt das Spiel 10 bestehen aus Grundplatte 11, ergänzt um eine Halterung
16. Die Halterung bildet einen Schuber, der eine in etwa C-förmige Querschnittskontur
bildet oder alternativ als Rechteckzylinder ausgebildet ist. Der Schuber 16 umfasst
zwei gegenüberliegende Stirnseiten 17, die Stirnwände aufweisen können, eine Deckwand
18, zwei einander gegenüberliegende Seitenwände 19 so wie wenigstens eine der Deckwand
18 gegenüberliegende Bodenwand 20 aus.
[0035] Die Deckwand 18 liegt auf der mit der Spielbahn bzw. Nut 12 versehenen Oberseite
der Grundplatte 11 auf, die Bodenwand 20 ist auf der Unterseite der Grundplatte 11
angeordnet. Deckwand 18 und Bodenwand 20 sind über die Seitenwände 19 miteinander
verbunden.
[0036] Wenigstens eine der Stirnwände 17 ist weggebrochen, so dass eine Einschuböffnung
21 gebildet ist, durch die die Grundplatte 11 in den Schuber 16 einsetzbar ist. Die
Bodenwand 20 kann durchgehend ausgestaltet sein und die gesamte Unterseite der Grundplatte
11 abdecken. Im Falle eine C-profilartigen Querschnitts der Halterung 16 ist die Bodenwand
20 von zwei auf der Unterseite der Grundplatte 11 angeordneten, untereinander unverbundenen
Armen gebildet.
[0037] Die Halterung bzw. der Schuber 16 dienen dazu, die Grundplatte 11 zu schützen, insbesondere
wenn diese aus einem Kunststoffschaum gebildet und deshalb weich und verformbar ist.
Sie dient insbesondere aber auch dazu, den Spielstein in der Nut 12 zu halten und
vor einem Herausfallen aus der Spielbahn zu schützen.
[0038] Figur 3 zeigt schließlich eine alternative Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Spieles 10. Dargestellt ist hier wiederum die Grundplatte 11, welche gänzlich in die
Halterung 16 in Form eines Schubers eingesetzt ist. An Hand der Darstellung der Figur
3 ist ersichtlich, wie ein Schuber mit C-förmiger Querschnittskontur ausgebildet ist.
Insbesondere sind der Figur 3 die Haltearme 22 zu entnehmen, die jeweils einen Bodenwandabschnitt
bilden.
[0039] Im Unterschied zum ersten Ausführungsbeispiel umfasst die Halterung 16 in Figur 3
eine Elektronikkomponente 23, die im vorliegenden Fall gegenüber der Einschuböffnung
21 angeordnet ist. Am Ausgangspunkt 13 wie am Zielpunkt 14 sind bei dieser zweiten
Ausführungsform Sensoren 24 angeordnet, die das Verlassen des Spielsteins am Ausgangspunkt
13 sowie das Einlaufen des Spielsteins am Zielpunkt 14 erfassen. Auf diese Weise ist
es möglich, die Zeit eines Spieldurchlaufes des Spielsteins vom Ausgangspunkt 13 bis
zum Zielpunkt 14 zu messen. Speichereinheiten können vorgesehen sein, die eine Anzahl
von Zeiten unterschiedlicher Spieldurchläufe speichern, so dass man die Leistungssteigerung
eigener Spieldurchläufe oder aber die unterschiedlichen Leistungen verschiedener Spieler
visualisieren kann. Auch eine individualisierende Kennzeichnung verschiedener Zeiten
durch Hinzufügen von Symbolen, Buchstabenkombinationen oder ähnlichem ist denkbar.
Hierfür weist die Elektronikkomponente 23 Anzeigeeinheiten 25 und/oder 26 sowie Bedienelemente
27 auf.
[0040] Es ist möglich, dass die Elektronikkomponente kabel- oder kabellos mit einem Datenverarbeitungsgerät,
wie Tablet, Computer oder Smartphone verbindbar ist. Auf einem solchen Datenverarbeitungsgerät
kann dann ein Programm zum Empfangen der Daten des Labyrinthspiels 10 installiert
sein, welches beispielsweise die Spielzeit verschiedener Spiel misst, anzeigt und
eine Individualisierung zulässt. Die Grundplatten 11, welche wechselbar in der Halterung
16 eingesetzt sind, können jeweils eine eindeutige Kennung aufweisen. Über diese Kennung
kann die Elektronikkomponente 23 verschiedene Grundplatten 11 eindeutig identifizieren
und diesen Grundplatten 11 Spielzeiten und Spielerfolge zuordnen. Diese Kennung kann
von Speichereinheit realisiert werden, die gleichzeitig die Spielstände von den Spielern,
die auf dieser Grundplatte 11 gespielt wurden, vorhält. Eine solche Speichereinheit
kann zusätzlich zur Speichereinheit der Elektronikkomponente oder des Datenverarbeitungsgerätes
genutzt werden oder als einzige Speichereinheit des Spiels diese Daten bereitstellen.
Es ist selbstverständlich möglich, die eindeutige Kennung einer jeden Grundplatte
11 durch andere Mittel, beispielsweise Strichcodes, Transponder oder ähnliches zu
realisieren.
[0041] Schließlich ist es denkbar, über ein Datenverarbeitungsgerät mit entsprechender Softwarekomponente
selbst Grundplatten 11 mit Labyrinthbahnen 12 zu konfigurieren. Dabei ist eine freie
Konfiguration ebenso denkbar, wie eine Konfiguration aus geschickt zusammengestellten
Einzelmustern, die über definierte Anschlussstücke verfügen, so dass nach Art eines
Puzzlespiels aus einzelnen Elementen Gesamtspielbahnen 12 erstellt werden können.
Diese lassen sich von der Software dann an den Hersteller solcher Grundplatten zur
Fertigung übermitteln.
[0042] Insbesondere das Labyrinthspiel 10 unter Nutzung einer Elektronikkomponente 23 mit
Anbindung an ein Datenverarbeitungsgerät vereint die Vorteile elektronischer Spiele
mit den Vorteilen mechanischer Spiele. Die wesentlichen Vorteile der elektronischen
Spiele ist die Speicherung von Spielständen und eine Spielanimation in Form von Tönen,
Beleuchtung, etc., die durch die Elektronikkomponente an der Halterung 16 realisiert
werden können. Hinzu kommt die Vernetzung über soziale Netzwerke, Clouddienstleistungen
und das Internet mit anderen Spielern.
[0043] Das Spiel 10 selbst als mechanische Komponente hat gegenüber elektronischen Spielen
den großen Vorteil eines haptischen Spielerlebnisses. So sind die physikalischen Vorgänge,
hier hervorgerufen durch das Verkippen der Grundplatte 11, das Grundplattenmaterial
und das Gewicht der Kugel und ihr Zusammenwirken den Simulationsmöglichkeiten elektronischer
Spiele überlegen.
[0044] Zusammenfassend weist die Erfindung zwei wesentliche Vorteile auf. Zum einen wird
mit dem ersten Ausführungsbeispiel ein kostengünstig herzustellendes, individualisierbares
robustes, transportables und einfach zu nutzendes Labyrinthspiel geschaffen.
[0045] Die zweite Ausführungsform der Erfindung verbindet darüber hinaus auf vorteilhafterweise
das traditionelle Labyrinthspiel mit den Spielbedürfnissen der Menschen, die im täglichen
Umgang moderne elektronische Gerät nutzen.
Bezugszeichenliste:
[0046]
- 10
- Spiel
- 11
- Grundplatte
- 12
- Nut
- 13
- Ausgangspunkt
- 14
- Zielpunkt
- 15
- Loch
- 16
- Halterung
- 17
- Stirnwand
- 18
- Deckwand
- 19
- Seitenwand
- 20
- Bodenwand
- 21
- Einschuböffnung
- 22
- Haltearm
- 23
- Elektronikkomponente
- 24
- Sensor
- 25
- Anzeigeneinheit
- 26
- Anzeigeneinheit
- 27
- Bedienelement
1. Spiel (10) mit einer Halterung zur Aufnahme einer Grundplatte (11) und mit wenigstens
einer Grundplatte (11), die wechselbar in der Halterung (16) gehalten ist, wobei die
Grundplatte (11) an ihrer Oberseite mit einer Nut (22) versehen ist, die in Form eines
Labyrinthes einen Hauptweg von einem Ausgangspunkt (13) zu einem Zielpunkt (14) bildet
und zusätzliche Wege durch Abzweige bildet, die alternativ zum Hauptweg zum Zielpunkt
(14) führen oder Sackgassen bilden und mit einem Spielstein, beispielweise in Form
einer Kugel, welcher entlang der Nut (22) vom Ausgangspunkt (13) zum Zielpunkt (14)
zu bewegen ist, indem die Grundplatte (11) aus einer waagerechten Ebene in unterschiedliche
Richtungen zu verkippen ist, wobei die Halterung (16) als Schuber ausgebildet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Halterung (16) einen als Rechteckzylinder ausgebildeten Schuber bildet oder
als ein Schuber mit C-förmiger Querschnittskontur ausgebildet ist,
- der Schuber aus einem durchsichtigen Material gebildet ist, welcher die Oberseite
der wechselbaren Grundplatte (11) und die dort eingebrachte Nut (22) sowie die Unterseite
der Grundplatte (11) abdeckt, wobei der Spielstein in der Nut (22) gegen ein Herausfallen
gesichert ist,
- die Grundplatte (11), die Labyrinthbahn sowie die Labyrinthwände aus einem Schaumstoffmaterial
bestehen.
2. Spiel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundplatte (11) mit wenigstens einem Loch (15) versehen ist, das in der Nut
(22) angeordnet ist und durch welche der Spielstein hindurchfallen kann.
3. Spiel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass Halterung (16) oder Grundplatte (11) einen Auffangraum für den Spielstein aufweist,
welcher mit dem Loch (15) in Verbindung steht und in den der durch das Loch (15) hindurchfallende
Spielstein gelangt.
4. Spiel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Auffangraum von einer Ausnehmung gebildet ist, die in die Unterseite der Grundplatte
(11) eingearbeitet ist und welche von der Halterung (16) abgedeckt ist.
5. Spiel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Aufnahmeraum und Ausgangspunkt 13 ein Kanal angeordnet ist - gegebenenfalls
durch eine von der Halterung (16) verdeckte Nut gebildet - über den der Spielstein
vom Aufnahmeraum zum Ausganspunkt (13) bewegbar ist.
6. Spiel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (16) eine Elektronik (23) enthält, die die Zeit erfasst, die während
der Bewegung des Spielsteins zwischen dem Ausgangspunkt (13) und dem Zielpunkt (14)
vergeht.
7. Spiel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektronik (23) mit einer Speichereinheit gekoppelt ist, die die Zeiten mehrerer
Bewegungen des Spielsteines zwischen dem Ausgangspunkt (23) und dem Zielpunkt (14)
speichert.
8. Spiel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektronik (23) unterschiedliche Grundplatten (11) über eine Kodierung an der
jeweiligen Grundplatte (11) identifiziert.
9. Spiel nach Anspruch 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Speichereinheit Teil Grundplatte (11) ist.
10. Spiel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektronik (23) mit einem Datenverarbeitungsgerät, wie Computer, Tablet oder
Smartphone, gekoppelt ist, welches die erfassten Daten anzeigt, speichert und einander
zuordnet.
11. Spiel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in die aus einem Schaumstoffmaterial gebildete Grundplatte (11) Labyrithbahnen durch
Fräsen eingebracht sind.