[0001] Die Erfindung betrifft einen Schiebeplanenaufbau eines Nutzfahrzeugs, insbesondere
Lastkraftwagens, Anhängers oder Sattelaufliegers, mit wenigstens einer Schiebeplaneneinheit
und wenigstens einer Eckrunge, wobei die Schiebeplaneneinheit wenigstens ein mit einer
Plane verbundenes Planenspannprofil aufweist, wobei im geschlossenen Zustand der Schiebeplaneneinheit
die Plane teilweise um das Planenspannprofil gewickelt und das Planenspannprofil in
einer Aufnahme der Eckrunge aufgenommen ist.
[0002] Nutzfahrzeuge im Sinne der Erfindung werden insbesondere zum Gütertransport im öffentlichen
Straßenverkehr verwendet. Diese können im Falle von Lastkraftwagen selbst motorgetrieben
sein oder von einem motorgetriebenen Zugfahrzeug gezogen werden, wie beispielsweise
bei einem Anhänger oder Sattelauflieger. Die vorgenannten Nutzfahrzeuge weisen einen
Schiebeplanenaufbau auf, der sich dadurch auszeichnet, dass wenigstens eine Seite
des Nutzfahrzeugs mit einer Plane verschlossen werden kann, wobei sich die Plane längs
der entsprechenden Seite des Nutzfahrzeugs zu wenigstens einer Seite aufschieben und
wieder in die Gegenrichtung zuschieben lässt. Bei sogenannten Curtainsidern weist
wenigstens eine Längsseite des Nutzfahrzeugs eine entsprechende Schiebeplaneneinheit
auf, dessen Plane über Schlitten in einem Längsholm des Dachs verschieblich gehalten
ist.
[0003] Die Schiebeplaneneinheit von Curtainsidern umfasst neben der Plane auch zwei Planenspannprofile
in Form von Planenspannrohren, die an den beiden Längsenden der Plane mit dieser verbunden
sind. Die Planenspannprofile können jeweils in eine Aufnahme einer Eckrunge eingeführt
und dort an den oberen und unteren Enden der Planenspannprofile mit den zugehörigen
Eckrungen verbunden werden. Die Eckrungen sind typischerweise an allen vier Ecken
des Schiebeplanenaufbaus vorgesehen und stützen das Dach des Schiebeplanenaufbaus.
Die beiden Eckrungen einer Längsseite des Schiebeplanenaufbaus sind über Längsholme
des Dachs miteinander verbunden. Die Verbindung zwischen den Planenspannprofilen und
den Eckrungen erfolgt so, dass die Planenspannprofile in den Aufnahmen der Eckrungen
um ihre Längsachse gedreht werden können. Dadurch wird die Plane teilweise um das
Planenspannprofil gewickelt, so dass sich die Plane zwischen den beiden Eckrungen
spannt und daher im Fahrtwind nicht flattert. Wenn das Planenspannprofil soweit gedreht
wurde, dass die Plane hinreichend stramm gespannt ist, kann das Planenspannprofil
arretiert werden, um ein versehentliches Abwickeln der Planen zu verhindern.
[0004] Obwohl die Planenspannprofile an ihrem oberen und unteren Ende insbesondere formschlüssig
mit den Eckrungen verbunden sind, können die Planenspannprofile aus den Aufnahmen
springen, wenn sehr große Kräfte auf die gespannte Plane und damit auf die Planenspannprofile
wirken. Dies ist beispielsweise beim Transport der Nutzfahrzeuge auf Güterzügen der
Fall. So wird ein beachtlicher Unterdruck zwischen zwei sich auf benachbarten Gleisen
in entgegengesetzte Richtungen passierenden Güterzüge erzeugt. Dieser Unterdruck kann
dazu führen, dass die Planenspannprofile zwischen dem oberen und dem unteren Ende
nach außen gebogen werden und dort aus der Aufnahme herausragen. Wenn die Planenspannprofile
aufgrund von elastischen Rückstellkräften nicht wieder in die Ausgangslage bzw. in
die Aufnahme zurück gelangen, ragen die Planenspannprofile in den Fahrtwind. Zusätzlich
lässt die Spannung der Planen nach, so dass diese stärker im Fahrtwind flattern. Die
Planenspannprofile können auch so weit gebogen werden, dass die Planenspannprofile
sich aus den Halterungen am oberen und am unteren Ende der zugehörigen Eckrungen lösen.
Dann flattert die Plane zusammen mit dem Planenspannprofil im Fahrtwind, was nicht
nur aus aerodynamischen Gründen unerwünscht ist, sondern zudem zu erheblichen Beschädigungen
etwa am Nutzfahrzeug oder der transportierten Ladung führen kann.
[0005] Um dies zu vermeiden ist bereits vorgeschlagen worden, Spanngurte auf den Seitenplaneneinheiten
von einer Eckrunge zur nächsten zu spannen, die ein Ausbiegen der Planenspannprofile
nach außen verhindern. Dies ist jedoch kostenintensiv und aufwendig. Ferner ist in
der
DE 20 2013 001 899 U1 eine schwenkbare Sicherungsvorrichtung beschrieben worden, die in ihrer Sperrstellung
ein Anheben des unteren Endes des Planenspannprofils verhindert. Dort kann das Planenspannprofil
somit nicht außer Eingriff mit der Halterung für das Planenspannprofil an der Eckrunge
gelangen. Die entsprechende Sicherungsvorrichtung kann jedoch nicht verhindern, dass
sich das Planenspannprofil an seinem oberen Ende von der Eckrunge löst. Dort könnte
eine entsprechende Sicherungsvorrichtung zwar vorgesehen aber nicht ohne Weiteres
bedient werden. Die Sicherungsvorrichtung ist zudem aufwendig in der Fertigung und
der Handhabung. Es kann zudem nicht ausgeschlossen werden, dass die Sicherungsvorrichtung
bewusst oder unbewusst ungenutzt bleibt.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, den eingangs genannten
und zuvor näher erläuterten Schiebeplanenaufbau derart auszugestalten und weiterzubilden,
dass die Planenspannprofile zuverlässiger und einfacher in den Aufnahmen der Eckrungen
gehalten werden können.
[0007] Diese Aufgabe ist bei einem Schiebeplanenaufbau gemäß des Oberbegriffs von Anspruch
1 dadurch gelöst, dass im geschlossenen Zustand der Schiebeplaneneinheit wenigstens
ein an der Plane und/oder an wenigstens einem Planenspannprofil festgelegtes Arretiermittel
in der Aufnahme der Eckrunge derart aufgenommen ist, dass das wenigstens eine Arretiermittel
ein Herausziehen des wenigstes einen Planenspannprofils im Bereich des Arretiermittels
aus der Aufnahme verhindert.
[0008] Die Erfindung hat erkannt, dass die Planen und/oder die Planenspannprofile selbst
mit einem Arretiermittel versehen werden können, das im geschlossenen Zustand der
Schiebeplaneneinheit das Planenspannprofil in der Aufnahme der Eckrunge fixiert. Das
Arretiermittel muss lediglich entsprechende Abmessungen haben und mit dem Aufwickeln
der Plane in die Aufnahme der Eckrunge eingeführt werden. Dies kann bedarfsweise ohne
zusätzliche Bedienschritte erfolgen, da die Plane beim Schließen der Schiebeplaneneinheit
ohnehin zum Strammziehen der Plane teilweise auf das Planenspannprofil aufgewickelt
werden muss. Somit kann die Arretierung des Planenspannprofils auch nicht vergessen
werden.
[0009] Das Arretiermittel füllt einen Teil des freien Querschnitts der Aufnahme aus. Der
freie Querschnitt muss recht großzügig bemessen sein, um die Schiebeplaneneinheit
problemlos einführen und den aufzuwickelnden Teil der Plane aufnehmen zu können. Durch
das teilweise Ausfüllen der Aufnahme durch das Arretiermittel wird das Planenspannprofil
jedoch in der Aufnahme derart blockiert, dass das Planenspannprofil nicht ohne die
Plane zuvor wieder teilweise vom Planenspannprofil abzuwickeln, insbesondere zerstörungsfrei,
aus der Aufnahme entnommen werden kann.
[0010] Wenn das Arretiermittel am Planenspannprofil festgelegt ist, muss es nicht unbedingt
in erster Linie darauf ankommen, dass die Plane teilweise abgewickelt wird, sondern
eher auf das Drehen des Planenspannprofils beim Abwickeln der Plane, wodurch das Arretiermittel
aus der Aufnahme gelangt. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn die Plane entlang
des Planenspannprofils auf Höhe des Arretiermittels eine Aussparung aufweist. Dann
kann das Arretiermittel in der Aussparung aufgenommen werden und gelangt, bedarfsweise,
beim Aufwickeln der Plane auf das Planenspannprofil kein Teil der Plane zwischen das
Arretiermittel und die Aufnahme. Eine Faltenbildung der Plane kann so an der entsprechenden
Stelle verhindert werden.
[0011] Das Herausziehen des Planenspannprofils aus der Aufnahme wird mittels des Arretiermittels
insbesondere dadurch verhindert, dass das Arretiermittel den Freiraum des Planenspannprofils
in der Aufnahme einschränkt. Das Arretiermittel steht also dem Planenspannprofil im
Weg, wenn auf das Planenspannprofil eine hinreichende Auszugskraft ausgeübt wird.
[0012] Bei der Plane handelt es sich vorzugsweise um eine aus dem Stand der Technik bekannte
Plane aus Kunststoff, die Verstärkungselemente, etwa in Form von Fasern aufweisen
kann. Diese Verstärkungselemente können ebenfalls aus einem Kunststoff gefertigt sein.
Es kommen aber auch andere Materialien in Frage. Weiter vorzugsweise ist die Plane
über Schlitten in einem Längsholm des Dachs des Nutzfahrzeugs geführt, und zwar längs
des Längsholms. Auf diese Weise kann die Plane längs des Längsholms in einer und/oder
die andere Richtung aufgeschoben werden. Zur Fixierung der Plane an ihrem unteren
Ende können Spanngurte vorgesehen sein, die bedarfsweise an einem unteren Längsträgerprofil
festgelegt werden können.
[0013] Das Planenspannprofil ist vorzugsweise rohrförmig, also in Form eines Planenspannrohrs,
ausgebildet. Das Planenspannrohr weist dabei insbesondere einen im Wesentlichen kreisförmigen
Querschnitt auf. Alternativ oder zusätzlich kann das Planenspannprofil mit einem in
Längsrichtung des Planenspannprofils verlaufenden Spalt ausgebildet sein, durch den
die Plane in das Planenspannprofil geführt ist. Im Planenspannprofil kann die Plane
dann über einen Keder gehalten sein. Ein Keder ist dabei eine Verdickung der Plane,
etwa in Form einer Wulst, die im Planenspannprofil aufgenommen ist und deren Abmessungen
einen Durchtritt durch den Spalt des Planenspannprofils verhindern. Der Plane ist
dann zwar nicht unbedingt in Längsrichtung des Planenspannprofils festgelegt aber
dennoch zuverlässig am Planenspannprofil gehalten. Grundsätzlich sind aber auch andere
Ausgestaltungen des Planenspannprofils denkbar, die zudem nicht rohrförmig sein müssen.
[0014] Bei einer ersten bevorzugten Ausgestaltung des Schiebeplanenaufbaus kann wenigstens
ein Arretiermittel über einen Keder am Planenspannprofil festgelegt sein. Der Keder
kann dabei an einer Hinterschneidung eines Spalts, insbesondere desselben Spalts,
an dem auch die Plane festgelegt ist, gehalten sein. Das Arretiermittel ist dann unabhängig
von der Plane und sehr stabil am Planenspannprofil gehalten. Das Arretiermittel kann
unmittelbar oder über ein Zwischenstück mit dem Keder verbunden sein. Das Zwischenstück
lässt sich dann zusammen mit der Plane aufwickeln, bis das Arretiermittel in die Aufnahme
gelangt. Ohne Zwischenstück liegt das Arretiermittel bedarfsweise auch bei ungespannter
Plane an der Außenseite des Planenspannprofils an. Dies kann insbesondere dann zweckmäßig
sein, wenn das Planenspannprofil zum Spannen der Plane nur geringfügig gedreht werden
muss. Auch dann wird jedoch das Arretiermittel durch Drehen des Planenspannprofils
in die Aufnahme bewegt. Das Arretiermittel kann auch durch andere Mittel als einen
Keder am Planenspannprofil festgelegt sein. Das Arretiermittel kann beispielsweise
mit dem Planenspannprofil verschraubt, vernietet, verklebt und/oder verschweißt sein,
um den Herstellungsaufwand gering zu halten.
[0015] In diesem Zusammenhang ist es weiter bevorzugt, wenn die Plane an der entsprechenden
Stelle eine Aussparung aufweist. Diese Aussparung kann das Festlegen des Arretiermittels
am Planenspannprofil ermöglichen. Bedarfsweise kann wenigstens der Keder der Plane
entlang des Planenspannprofils unterbrochen sein, insbesondere wenn der Keder der
Plane und der Keder des Arretiermittels im gleichen Spalt aufgenommen sind. An der
Stelle des Spalts, an dem der Keder der Plane unterbrochen ist, kann dann der Keder
des Arretiermittels vorgesehen sein. Die Aussparung der Plane kann aber auch so groß
sein, und zwar insbesondere in Längsrichtung der Plane, dass das Arretiermittel in
der Aussparung aufgenommen werden kann und, bedarfsweise, nicht zwischen das Arretiermittel
und die Aufnahme gelangt.
[0016] Alternativ oder zusätzlich ist im geschlossenen Zustand der Schiebeplaneneinheit
das wenigstens eine Arretiermittel in der Aufnahme der Eckrunge derart aufgenommen,
dass das wenigstens eine Arretiermittel durch die Anlage des Arretiermittels an die
Eckrunge ein Herausziehen des Planenspannprofils im Bereich des Arretiermittels aus
der Aufnahme verhindert. Das Arretiermittel füllt dann also nicht nur einen erheblichen
Teil des freien Querschnitts der Aufnahme aus, sondern gelangt auch mit der Aufnahme
bzw. mit der Eckrunge in Anlage, um zu verhindern, dass das Planenspannprofil aus
der Aufnahme gelangt. Dies kann bedeuten, dass das Arretiermittel auf der Außenseite
der Plane angeordnet ist oder dass das Arretiermittel am Planenspannprofil festgelegt
ist, wobei die Plane in diesem Bereich eine Aussparung aufweisen kann. Beides ist
vorteilhaft, weil die Gefahr der Faltenbildung der Plane beim Aufwickeln auf das Planenspannprofil
geringer ist. Es kann aber auch bedeuten, dass das Arretiermittels um weniger als
eine Umdrehung auf das Planenspannprofil aufgewickelt ist. Andernfalls kann das Arretiermittel
ohne gesonderte Maßnahmen von der Plane abgedeckt werden. Die Anlage des Arretiermittels
an der Eckrunge bietet allgemein den Vorteil, dass bei Anlage an der Eckrunge eine
höhere Reibung oder eine definiertere Deformation des Arretiermittels erzielt werden
kann. Zudem wird vermieden, dass eine unerwünschte Deformation des Arretiermittels
durch Einklemmen des Arretiermittels zwischen zwei Lagen des auf das Planenspannprofil
aufgewickelten Teils der Plane auftritt.
[0017] Das Arretierelement muss im geschlossenen Zustand der Schiebeplaneneinheit jedoch
nicht dauerhaft in Anlage an der Eckrunge sein. Es reicht aus, dass dies der Fall
ist, wenn auf das Planenspannprofil eine hinreichende Auszugskraft ausgeübt wird.
Spätestens dann gelangt das Arretierelement gegen die Eckrunge und versperrt dem Planenspannprofil
so den Weg, um aus der Aufnahme der Eckrunge herausrutschen zu können. Dabei kann
das Arretierelement zu diesem Zweck in geeigneter Weise an die Innenkontur der Aufnahme
für das Planenspannprofil angepasst sein. Welche Form des Arretiermittel dabei zweckmäßig
ist, kann stark von der Ausgestaltung der Aufnahme abhängen.
[0018] Alternativ oder zusätzlich kann im geschlossenen Zustand der Schiebeplaneneinheit
das wenigstens eine Arretiermittel in der Aufnahme der Eckrunge derart aufgenommen
sein, dass das Arretiermittel ein Herausziehen des Planenspannprofils im Bereich des
Arretiermittels aus der Aufnahme durch einen Reibschluss und/oder Formschluss des
Arretiermittels mit der Aufnahme bzw. der Eckrunge verhindert. Im geschlossenen Zustand
der Schiebeplaneneinheit ist das Planenspannprofil also vorzugsweise reibschlüssig
und/oder formschlüssig in der Aufnahme gehalten. Dies ermöglicht eine einfache und
zugleich zuverlässige Arretierung des Planenspannprofils in der Aufnahme der Eckrunge.
Dabei muss der Formschluss und/oder der Reibschluss im geschlossenen Zustand der Schiebeplaneneinheit
nicht zwangsläufig dauerhaft gegeben sein. Es reicht bedarfsweise aus, dass sich der
Formschluss und/oder Reibschluss einstellt, wenn auf das Planenspannprofil eine hinreichende
Auszugskraft wirkt, und zwar bevor das Planenspannprofil in einem Querschnitt oder
über die gesamte Länge des Planenspannprofils, bedarfsweise vollständig, aus der Aufnahme
der Eckrunge gelangt. Auf diese Weise kann beispielsweise sichergestellt werden, dass
das Arretiermittel einfach und ohne erhöhten Kraftaufwand durch Aufwickeln der Plane
um das Planenspannprofil in die Aufnahme der Eckrunge eingeführt werden kann.
[0019] Zur sicheren Arretierung des Planenspannprofils in der Aufnahme bietet es sich zusätzlich
oder alternativ an, wenn das wenigstens eine Planenspannprofil, bedarfsweise mit der
teilweise aufgewickelten Plane, im geschlossenen Zustand der Schiebeplaneneinheit
eine Hinterschneidung der Aufnahme hintergreift. Es besteht dabei vorzugsweise ein
Formschluss zwischen dem Planenspannprofil, bedarfsweise zwischen dem Planenspannprofil
zusammen mit dem aufgewickelten Teil der Plane, in einer Richtung zur Außenseite des
Schiebeplanenaufbaus und senkrecht zu dem nicht auf das wenigstens eine Plananspannrohr
aufgewickelten Teil der Plane. Das Planenspannprofil kann also nicht einfach senkrecht
zur der durch die Plane verschlossenen Seite des Schiebeplanenaufbaus aus der Aufnahme
gezogen werden. Das Planenspannprofil muss vielmehr erst die Hinterschneidung passieren
und damit zunächst in einer Richtung parallel zum nicht aufgewickelten Teil der Plane
verschoben werden, und zwar entgegen der Rückstellkraft des gespannten und nicht aufgewickelten
Teils der Plane. Dadurch werden einerseits die Kräfte vergrößert, die erforderlich
sind, um das Planenspannprofil aus der Aufnahme zu ziehen. Andererseits kann diese
Verschiebung des Planenspannprofils dazu genutzt werden, das Planenspannprofil mittels
des Arretiermittels in der Aufnahme zu sichern.
[0020] Damit das Planenspannprofil einerseits sicher in der Aufnahme der Eckrunge gehalten
und andererseits problemlos zum Schließen der entsprechenden Seitenwand in die Aufnahme
eingeführt werden kann, ist es zweckmäßig, wenn das Arretiermittel dicker ist als
die Plane, und zwar in einer Richtung senkrecht zur Plane gesehen. Dann wird durch
das Arretiermittel ein nicht unerheblicher Teil des nach dem Einführen des Planenspannprofils
verbleibenden Teils des freien Querschnitts der Aufnahme der Eckrunge durch das Arretiermittel
ausgefüllt. Dies gilt insbesondere dann, wenn das Arretiermittel in der entsprechenden
Richtung gesehen wenigstens dreimal so dick oder gar wenigstens fünfmal so dick ist
wie die Plane.
[0021] Um eine beispielsweise jahreszeitlich bedingte Längenveränderung der Plane der Schiebeplaneneinheit
auszugleichen, kann das Arretiermittel bedarfsweise in seiner Position längs der Plane
und/oder relativ zum Planenspannprofil verstellt werden. Das Arretierelement kann
also bedarfsweise in verschiedenen Positionen festgelegt werden, wobei diese Positionen
vorzugsweise unterschiedliche Abstände zum Planenspannprofil aufweisen. Wenn sich
die Plane beispielsweise im Sommer längt, muss die Plane beim Strammziehen weiter
auf das Planenspannprofil aufgewickelt werden. Das Arretiermittel sollte dann im abgewickelten
Zustand der Plane weiter vom Planenspannprofil beabstandet sein als im Winter, um
zu jeder Jahreszeit in der Aufnahme etwa die gleiche Position einzunehmen.
[0022] Das Arretiermittel kann wenigstens zu der dem Planenspannprofil zugewandten oder
der dem Planenspannprofil abgewandten Seite keilförmig oder abgerundet ausgebildet
sein. So kann beispielsweise die Arretierung des Planenspannprofils in der Aufnahme
der Eckrunge sichergestellt werden, obwohl die Plane eine Längenveränderung erfahren
hat oder die Plane auf die an gegenüberliegenden Seiten der Plane vorgesehenen Planenspannprofilen
ungleichmäßig aufgewickelt worden ist. Gleichzeitig kann so bedarfsweise eine einfache
und zuverlässige Aufnahme des Arretiermittels in der Aufnahme erreicht werden.
[0023] Besonders vorteilhaft ist es, wenn das Arretiermittel aus Kunststoff gefertigt ist.
So kann das Arretiermittel ausreichend widerstandsfähig und elastisch ausgebildet
werden, um eine zuverlässige Arretierung des Planenspannprofiles in der Aufnahme sicherzustellen.
[0024] Alternativ oder zusätzlich kann über die Höhe der Plane eine Mehrzahl von Arretiermitteln
an der Plane und/oder dem Planenspannprofil festgelegt sein. Die Arretierung des Planenspannprofiles
mittels Arretiermitteln kann dann an mehreren Stellen entlang des Planenspannprofiles
erfolgen. Alternativ kann sich das Arretiermittel aber auch um wenigstens einen erheblichen
Teil, vorzugsweise wenigstens 25% oder gar wenigstens 50%, der Länge des Planenspannprofiles
entlang desselben erstrecken, und zwar vorzugsweise parallel zum Planenspannprofil.
[0025] Um eine sichere Arretierung des Planenspannprofiles zu gewährleisten, kann wenigstens
ein Arretiermittel eine Reihe von Lamellen aufweisen, die in einer Richtung senkrecht
zum Planenspannprofil hintereinander angeordnet sind. Durch das Verbiegen der Lamellen
beim Einführen in die Aufnahme oder beim Ausziehen des Planenspannprofils aus der
Aufnahme, kann diesem ein großer Widerstand entgegengesetzt werden. Außerdem ist es
infolge der Lamellen bedarfsweise weniger entscheidend, wie weit das Arretiermittel
in die Aufnahme eingeführt wird. Diese vorgenannten Vorteile ergeben sich zudem insbesondere
dann, wenn die Lamellen jeweils beabstandet voneinander vorgesehen sind.
[0026] Bei geeigneter Ausgestaltung und Anordnung des Arretiermittels kann dieses im geschlossenen
Zustand der Schiebeplaneneinheit lediglich teilweise in der Aufnahme der Eckrunge
aufgenommen sein. Dies kann nützlich sein, um eine Längenveränderung der Plane oder
ein unterschiedliches Aufwickeln der Plane auf zwei Planenspannprofile auszugleichen.
Das Arretierelement kann dann bedarfsweise mehr oder weniger weit in die Aufnahme
eingeführt werden, das Planenspannprofil in der Aufnahme aber in jedem Fall sicher
arretieren.
[0027] Die wenigstens eine Schiebeplaneneinheit kann grundsätzlich nur an einer Seite mit
einem Planenspannprofil in einer Aufnahme einer Eckrunge festgelegt werden. Es kann
aber auch vorgesehen sein, dass die wenigstens eine Schiebeplaneneinheit an zwei,
vorzugsweise gegenüberliegenden, Seiten mit jeweils einem Planenspannprofil in jeweils
einer Aufnahme jeweils einer Eckrunge festgelegt wird. Dies vereinfacht die Handhabung
der Schiebeplaneneinheit, da die Schiebeplaneneinheit dann zum Öffnen und Schließen
der Schiebeplaneneinheit an beiden Seiten in gleicher Weise gehandhabt wird. Dabei
bietet es sich zudem an, wenn im geschlossenen Zustand der Schiebeplaneneinheit jedes
Planenspannprofil mit der teilweise aufgewickelten Plane in jeweils einer Aufnahme
jeweils einer Eckrunge aufgenommen ist und jeweils wenigstens ein an der Plane und/oder
am Planenspannprofil festgelegtes Arretiermittel in jeder Aufnahme derart aufgenommen
ist, dass das wenigstens eine Arretiermittel ein Herausziehen des jeweiligen Planenspannprofils
im Bereich des jeweiligen Arretiermittels aus der Aufnahme beispielsweise durch Anlage
an die jeweilige Eckrunge verhindert. Auf diese Weise können beide Planenspannprofile
in gleicher Weise gegenüber einem unerwünschten Herausziehen aus der jeweiligen Aufnahme
der jeweiligen Eckrunge gesichert werden. Dies führt zu einer weiter vereinfachten
Bedienung der Schiebeplaneneinheit.
[0028] Die Erfindung wird nachfolgend anhand einer lediglich Ausführungsbeispiele darstellenden
Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigt
- Fig. 1
- einen Sattelauflieger mit einem ersten erfindungsgemäßen Schiebeplanenaufbau in einer
perspektivischen Ansicht,
- Fig. 2
- das Detail II des hinteren Endes der linken Seitenwand des Schiebeplanenaufbaus aus
Fig. 1 mit nicht strammgezogener Plane in einer Seitenansicht,
- Fig.3
- das Detail aus Fig. 2 in einer horizontalen Schnittansicht entlang der Schnittebene
III-III,
- Fig. 4
- das Detail II des hinteren Endes der linken Seitenwand des Schiebeplanenaufbaus aus
Fig. 1 mit strammgezogener Plane in einer Seitenansicht,
- Fig. 5
- das Detail aus Fig. 4 in einer horizontalen Schnittansicht entlang der Schnittebene
V-V,
- Fig. 6
- ein Detail einer Schiebeplaneneinheit mit einem verschiebbaren Arretiermittel in Seitenansicht,
- Fig. 7
- ein Detail einer Schiebeplaneneinheit mit einem Lamellen aufweisenden Arretiermittel
in Seitenansicht und
- Fig. 8
- ein Detail eines zweiten erfindungsgemäßen Schiebeplanenaufbaus gemäß Fig. 2 mit nicht
strammgezogener Plane in einer Seitenansicht und
- Fig. 9
- das Detail gemäß Fig. 8 mit strammgezogener Plane in einer Seitenansicht.
[0029] In der Fig. 1 ist ein Nutzfahrzeug N in Form eines Sattelaufliegers mit einem Schiebeplanenaufbau
1 dargestellt. Das Nutzfahrzeug N wird von einer Zugmaschine Z gezogen. Der Schiebeplanenaufbau
1 umschließt einen Laderaum zum Transport von Gütern im öffentlichen Straßenverkehr
und umfasst eine feste Stirnwand 2, ein durch eine Plane verschlossenes Dach 3, eine
Flügeltüren aufweisende Rückwand 4 und über Schiebeplaneneinheiten 5 verschlossene
Seitenwände 6. Zur Aussteifung des Dachs 3 weist das Dach 3 quer verlaufende Spriegel
und an den Außenseiten in Längsrichtung des Nutzfahrzeugs N ausgerichtete Längsholme
auf. Die Spriegel werden dabei von den Längsholmen getragen, die ihrerseits wenigstens
teilweise durch in den vier Ecken des Schiebeplanenaufbaus 1 vorgesehen Eckrungen
7 gestützt werden.
[0030] An den Längsholmen sind Schlitten verschiebbar gehalten, welche die Planen 8 der
Schiebeplaneneinheiten 5 tragen. Die Schlitten erlauben das Aufschieben und Zuschieben
der Planen 8 längs der jeweiligen Seitenwand 6. Bei aufgeschobener Plane 8 kann der
Laderaum von der entsprechenden Seite beladen oder entladen werden. Zum Verschließen
der Seitenwände 6 sind die Planen 8 an ihren Längsenden jeweils mit einem Planenspannprofil
9 in Form eines Planenspannrohrs, also mit im Wesentlichen kreisförmigem Querschnitt,
verbunden, das in eine Aufnahme 10 in den entsprechenden Eckrungen 7 eingeführt werden
kann. Zudem kann jedes Planenspannprofil 9 am oberen und unteren Ende mit der Eckrunge
7 lösbar verbunden werden, um ein versehentliches Herausrutschen der Planenspannprofile
9 aus den Aufnahmen 10 zu vermeiden.
[0031] Wie dies insbesondere in der Fig. 2 und 3 dargestellt ist, ist beim dargestellten
und insoweit bevorzugten Schiebeplanenaufbau 1 der untere Teil der Planenspannprofile
9 jeweils mit einem Spannmechanismus 11 in Form einer Ratsche verbunden. Über einen
Hebel 12 des Spannmechanismus 11 kann das entsprechende Planenspannprofil 9 um seine
Längsache gedreht und sodann arretiert werden. Durch das Drehen des Planenspannprofils
9 wird die Plane 8 teilweise um das Planenspannprofil 9 herum gewickelt und somit
gespannt, damit die Plane 8 während des Transports nicht im Fahrtwind flattert. Die
Plane 8 ist dabei über einen Keder 16 in Form einer Wulst im Planenspannprofil 9 gehalten,
da der Keder 16 dicker ist als die Breite des Spalts 17, durch den die Plane 8 in
das Planenspannprofil 9 eingeführt ist, kann die Plane 8 beim Spannen nicht aus dem
Planenspannprofil 9 herausgezogen werden.
[0032] Um zu verhindern, dass die Planenspannprofile 9 während des Transports ganz oder
teilweise aus den entsprechenden Aufnahmen 10 herausgezogen werden können, sind beim
dargestellten und insoweit bevorzugten Schiebeplanenaufbau 1 an den Planen 8 Arretiermittel
13 vorgesehen, die den mit den Planenspannprofilen 9 verbundenen Rändern der Planen
8 zugeordnet sind. Die einem Rand zugeordneten Arretiermittel 13 sind dabei jeweils
übereinander angeordnet. Die Position der Arretiermittel 13 ist so gewählt, dass die
Arretiermittel 13 beim Strammziehen der Planen 8 durch teilweises Aufwickeln der Plane
8 um die Planenspannprofile 9 in die Aufnahme 10 der Eckrungen 7 gelangen und dort
den freien Querschnitt der Aufnahme 10 teilweise ausfüllen. Dies ist in den Fig. 4
und 5 näher dargestellt.
[0033] Die Arretiermittel 13 sind dann so in den Aufnahmen 10 angeordnet, dass sich die
Arretiermittel 13 an der Aufnahme 10 bzw. an der Eckrunge 7 abstützen, wenn auf die
Planenspannprofile 9 eine hinreichende Auszugskraft wirkt. Unter einer Auszugskraft
wird dabei eine Kraft verstanden, die in eine Richtung aus der entsprechenden Aufnahme
10 heraus gerichtet ist, und zwar insbesondere durch die Öffnung der Aufnahme 10 zur
Außenseite des Schiebeplanenaufbaus 1. Ohne die Arretiermittel 13 könnte die Auszugskraft
dazu führen, dass das entsprechende Planenspannprofil 9 einerseits in einem Querschnitt
oder über die ganze Länge sowie andererseits ganz oder teilweise aus der Aufnahme
10 herausgezogen wird. Beim dargestellten und insoweit bevorzugten Schiebeplanenaufbau
1 hintergreifen die Planenspannprofile 9 teilweise Hinterschneidungen 14 der Eckrungen
7, die durch Vorsprünge 15 der Eckrungen 7 gebildet werden. Infolge der Hinternschneidung
14, des entsprechenden Vorsprungs 15 und/oder des Formschlusses zwischen dem Planenspannprofil
9 und der Eckrunge 7, kann das Planenspannprofil 9 nicht senkrecht zur jeweiligen
Seitenwand 6 aus der Aufnahme 10 herausgezogen werden. Um die Hinterschneidung 14
bzw. den Vorsprung 15 der Eckrunge 7 zu passieren, muss das Planenspannprofil 9 vielmehr
zunächst teilweise parallel zur Seitenwand 6 bzw. zum abgespannten Teil der Plane
8 bewegt werden, und zwar entgegen der Rückstellkraft des abgespannten Teils der Plane
8. Diese Bewegung des Planenspannprofils 9 wird jedoch durch das in der Aufnahme 10
aufgenommene Arretiermittel 13 verhindert. Das Arretiermittel 13 blockiert den freien
Querschnitt der Aufnahme 10 für das Planenspannprofil 9 in der entsprechenden Richtung.
Dadurch wird erreicht, dass das Planenspannprofil 9 die Hinterschneidung 14 der Eckrunge
7 im geschlossenen Zustand der Schiebeplaneneinheit 5 zuverlässig hintergreift und
somit nicht aus der Aufnahme 10 herausgezogen werden kann.
[0034] Das Arretiermittel 13 ist beim dargestellten und insoweit bevorzugten Schiebeplanenaufbau
1 je nach der Wirkrichtung der Auszugskraft reibschlüssig oder formschlüssig in der
Aufnahme 10 gehalten, und zwar insbesondere dann, wenn eine hinreichend hohe Auszugskraft
auf das Planenspannprofil 9 wirkt. Es ist nämlich ohne entsprechende Auszugskraft
nicht erforderlich, dass das Arretiermittel 13 in Anlage an die Aufnahme 10 und/oder
die Eckrunge 7 gelangt. Dies kann sogar unerwünscht sein, um ein sicheres und einfaches
Einführen des Arretiermittels 13 in die Aufnahme 10 zu gewährleisten. Das Planenspannprofil
9 ist beim dargestellten und insoweit bevorzugten Schiebeplanenaufbau 1 dagegen in
jedem Fall formschlüssig in der Aufnahme 10 der Eckrunge 7 gehalten.
[0035] In der Fig. 6 ist eine Schiebeplaneneinheit 5' mit einem in Längsrichtung der Seitenwand
verstellbaren Arretiermittel 13' dargestellt. Dabei ist an der Plane 8', eine Lasche
16' vorgesehen. Die Lasche 16' ist an den beiden Längsenden 17' mit der Plane 8' verbunden,
beispielsweise verschweißt. Das Arretiermittel 13' kann dabei die Lasche 16' teilweise
hintergreifen, um diese stets an der Lasche 16' zu halten. Bedarfsweie kann die Lasche
16' auch durch eine Öffnung des Arretiermittels 13' hindurchgeführt sein. Die Lasche
13' weist in Längsrichtung mehrere Öffnungen 18' auf, die der lösbaren Fixierung des
Arretiermittels 13' in unterschiedlichen Positionen an der Lasche 16' dienen. Die
Position des Arretiermittels 13' kann somit bedarfsweise verändert werden, um etwa
Längenveränderungen der Plane 8' auszugleichen. Dazu muss das Arretiermittel 13' lediglich
über eine andere Öffnung 18' oder über andere Öffnungen 18' an einer anderen Stelle
entlang der Lasche 16' festgelegt werden.
[0036] In der Fig. 7 ist eine weitere Schiebeplaneneinheit 5" mit einem Lamellen 19" aufweisenden
Arretiermittel 13" dargestellt. Die Lamellen 19" sind im geöffneten Zustand der Schiebeplaneneinheit
5" nach außen bezogen auf die Plane 8" gerichtet und in Längsrichtung der Plane 8"
voneinander beabstandet. Infolge der Lamellen 19" kann das Arretiermittel 13" einfach
und zuverlässig wenigstens teilweise in die Aufnahme einer Eckrunge eingeführt werden.
Zudem kann das Arretiermittel 13" dann selbst im nur teilweise in die Aufnahme eingeführten
Zustand das Planenspannprofil sicher in der Aufnahme halten.
[0037] Sowohl das in der Fig. 6 als auch das in der Fig. 7 dargestellte Arretiermittel 13',13"
ist in einer dem Planenspannprofil zugewandten und in einer dem Planenspannprofil
abgewandten Richtung keilförmig oder abgerundet ausgebildet. Das Arretiermittel 13',13"
kann so einfacher und zuverlässiger in die Aufnahme eingeführt werden und sich dort
besser zwischen dem Planenspannprofil und der Eckrunge verkeilen.
[0038] In den Fig. 8 und 9 ist ein Detail eines Schiebeplanenaufbaus 1'" dargestellt, der
im Prinzip dem Schiebeplanenaufbau 1 gemäß Fig. 1 bis 5 entspricht. Allerdings ist
das Arretiermittel 13"' nicht an der Plane 8"', sondern am Planenspannprofil 9"' festgelegt.
Die Plane 8'" weist an ihrem seitlichen Rand einen Keder in Form einer Wulst auf,
mit dem die Plane 8'" im Planenspannprofil 9'" aufgenommen ist. Die an den Keder angrenzende
Plane 8"' ist durch einen Spalt 17'" des Planenspannprofils 9"' nach außen geführt,
der so schmal ist, dass der Keder nicht durch den Spalt 17'" hindurchgezogen werden
kann, sondern fest im Planenspannprofil 9'" gehalten ist. Im Bereich des Arretiermittels
13'" ist die Plane 8"" mitsamt dem Keder unterbrochen und bildet eine Aussparung 18"'.
Dort ist anstelle des Keders der Plane 8'" ein Keder im Planenspannprofil 9"' vorgesehen,
der das Arretiermittel 13"' analog zur Plane 8'" am Planenspannprofil 9'" fixiert.
Dabei ist der Keder über ein flaches Zwischenstück 19"', dessen Dicke etwa der Dicke
der Plane 8'" entsprechen kann, mit dem Keder verbunden. Auf das Zwischenstück 19'"
kann bedarfsweise aber auch verzichtet werden. Beim Aufwickeln und Strammziehen der
Plane 8'" wird auch das Zwischenstück 19'" mit aufgewickelt, bis das Arretiermittel
13'" wie in der Fig. 9 dargestellt in die Aufnahme 10'" der zugeordneten Eckrunge
7'" gelangt. Dort fixiert das Arretiermittel 13"' das Planenspannprofil 9"' wie zuvor
bereits beschrieben.
[0039] Alternativ kann anstelle des Arretiermittels auch das äußere Ende der Lasche gemäß
Fig. 6, insbesondere in einer Aussparung der Plane, am Planenspannprofil fixiert sein.
Das Arretiermittel kann dann vorzugsweise in Längsrichtung der Plane in unterschiedlichen
Positionen lösbar an der Lasche festgelegt werden.
1. Schiebeplanenaufbau (1,1"') eines Nutzfahrzeugs (N), insbesondere Lastkraftwagens,
Anhängers oder Sattelaufliegers, mit wenigstens einer Schiebeplaneneinheit (5,5',5")
und wenigstens einer Eckrunge (7,7'"), wobei die Schiebeplaneneinheit (5,5',5") wenigstens
ein mit einer Plane (8,8',8",8"') verbundenes Planenspannprofil (9,9"') aufweist,
wobei im geschlossenen Zustand der Schiebeplaneneinheit (5,5',5") die Plane (8,8',8",8"')
teilweise um das Planenspannprofil (9"') gewickelt und das Planenspannprofil (9,9"')in
einer Aufnahme (10,10"') der Eckrunge (7,7"') aufgenommen ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
im geschlossenen Zustand der Schiebeplaneneinheit (5,5',5") wenigstens ein an der
Plane (8,8',8",8"') und/oder am Planenspannprofil (9,9"') festgelegtes Arretiermittel
(13,13',13",13"') in der Aufnahme (10) der Eckrunge (7,7"') derart aufgenommen ist,
dass das wenigstens eine Arretiermittel (13,13',13",13'") ein Herausziehen des Planenspannprofils
(9,9"') im Bereich des Arretiermittel (13,13',13",13"') aus der Aufnahme (10,10"')
verhindert.
2. Schiebeplanenaufbau nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
wenigstens ein Arretiermittel (13"') über einen Keder am Planenspannprofil (9"') festgelegt
ist.
3. Schiebeplanenaufbau nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Plane (8"') im Bereich des wenigstens einen Arretiermittels (13"') und/oder der
Verbindung zwischen dem Arretiermittel (13"') und dem Planenspannprofil (9"') eine
Aussparung (18"') aufweist.
4. Schiebeplanenaufbau nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
im geschlossenen Zustand der Schiebeplaneneinheit (5,5',5") das wenigstens eine Arretiermittel
(13,13',13",13"') in der Aufnahme (10,10"') der Eckrunge (7,7"') derart aufgenommen
ist, dass das wenigstens eine Arretiermittel (13,13',13",13"') durch die Anlage des
Arretiermittel (13,13',13",13"') an die Eckrunge (7,7"') ein Herausziehen des Planenspannprofils
(9,9"') im Bereich des Arretiermittels (13,13',13",13'") aus der Aufnahme (10,10'")
verhindert.
5. Schiebeplanenaufbau nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
im geschlossenen Zustand der Schiebeplaneneinheit das wenigstens eine Arretiermittel
(13,13',13",13'") in der Aufnahme (10,10"') der Eckrunge (7,7"') derart aufgenommen
ist, dass das Arretiermittel (13,13',13",13"') ein Herausziehen des Planenspannprofils
(9,9"') im Bereich des Arretiermittels (13,13',13",13"') aus der Aufnahme (10,10"')
durch einen Reibschluss und/oder Formschluss des Arretiermittels (13,13',13",13"')
mit der Aufnahme (10,10"') verhindert.
6. Schiebeplanenaufbau nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
das wenigstens eine Planenspannprofil (9,9"') mit der teilweise aufgewickelten Plane
(8,8',8",8"') im geschlossenen Zustand der Schiebeplaneneinheit (5,5',5") in einer
Richtung zur Außenseite des Schiebeplanenaufbaus (1,1"') und senkrecht zu dem nicht
auf das wenigstens eine Planenspannprofil (9,9'") aufgewickelten Teil der Plane (8,8',8",8"')
eine Hinterschneidung (14) der Aufnahme (10,10"') wenigstens hintergreift.
7. Schiebeplanenaufbau nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Arretiermittel (13,13',13",13"') senkrecht zur Plane (8,8',8",8'") dicker, wenigstens
dreimal dicker, insbesondere wenigstens fünfmal dicker, als die Plane (8,8',8",8"')
ist.
8. Schiebeplanenaufbau nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Arretiermittel (13') in verschiedenen Positionen mit unterschiedlichen Abständen
zum Planenspannprofil (9) festlegbar ist.
9. Schiebeplanenaufbau nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Arretiermittel (13,13',13",13"') wenigstens zu der dem Planenspannprofil (9,9"')
zugewandten oder der dem Planenspannprofil (9,9'") abgewandten Seite keilförmig oder
abgerundet ausgebildet ist.
10. Schiebeplanenaufbau nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Arretiermittel (13,13',13",13"') aus Kunststoff gefertigt ist.
11. Schiebeplanenaufbau nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
über die Höhe der Plane (8,8',8",8"') eine Mehrzahl von Arretiermitteln (13,13',13",13'")
an der Plane (8,8',8"8'") und/oder an dem Planenspannprofil (9,9"') festgelegt ist.
12. Schiebeplanenaufbau nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
das wenigstens eine Arretiermittel (13") eine Reihe von Lamellen (19") aufweist, die
in einer Richtung senkrecht zum Planenspannprofil (9) hintereinander und, vorzugsweise,
jeweils beabstandet voneinander, vorgesehen sind.
13. Schiebeplanenaufbau nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
das wenigstens eine Arretiermittel (13,13',13",13"') im geschlossenen Zustand der
Schiebeplaneneinheit (5,5',5") lediglich teilweise in der Aufnahme (10,10"') der Eckrunge
(7,7'"') aufgenommen ist.
14. Schiebeplanenaufbau nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
die wenigstens eine Schiebeplaneneinheit (5,5',5") an gegenüberliegenden Seiten jeweils
ein mit der Plane (8,8',8",8'") verbundenes Planenspannprofil (9,9"') aufweist, dass
im geschlossenen Zustand der Schiebeplaneneinheit (5,5',5") jedes Planenspannprofil
(9,9"') mit der teilweise aufgewickelten Plane (8,8',8",8"') in jeweils einer Aufnahme
(10,10"') jeweils einer Eckrunge (7,7"') aufgenommen ist und dass im geschlossenen
Zustand der Schiebeplaneneinheit (5,5',5") jeweils wenigstens ein an der Plane (8,8',8",8'")
und/oder am Planenspannprofil (9,9"') festgelegtes Arretiermittel (13,13',13",13"')
in jeder Aufnahme (10,10'") derart aufgenommen ist, dass das wenigstens eine Arretiermittel
(13,13',13",13"') ein Herausziehen des jeweiligen Planenspannprofils (9,9'") im Bereich
des jeweiligen Arretiermittels (13,13',13",13"') aus der Aufnahme (10,10"') verhindert.