[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Profilschiene zum Ausbilden einer Schließfachanlage
mit mehreren Schließfächern gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Außerdem
betrifft die vorliegende Erfindung eine Schließfachanlage mit mehreren Schließfächern
gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 11.
[0002] Schließfachanlagen, wie sie beispielsweise an Bahnhöfen, Flughäfen und in Umkleideräumen
vorzufinden sind, oder die in Gestalt sogenannter Paketstationen zur Zwischenlagerung
von Versandgut oder in Gestalt von Safe-Anlagen ausgebildet sind, gewinnen zunehmend
an Bedeutung. Derartige Schließfachanlagen weisen eine Vielzahl von Schließfächern
auf, in denen beispielsweise Gepäckstücke, Kleidungsstücke, Versandgut oder Wertgegenstände
(zwischen-) gelagert werden können. Ein Schließfach ist also in der Regel für eine
bestimmte Zeit befüllt und kann von einem Berechtigten geöffnet und entleert werden.
[0003] Die Schließfächer derartiger Schließfachanlagen sind üblicherweise verschließbar
und dazu beispielsweise mit elektromechanischen Riegelwerken ausgestattet, jedenfalls
aber mit mechanischen Riegelwerken.
[0004] Die Zuverlässigkeit und die Robustheit dieser Riegelwerke haben eine große Bedeutung.
Zur Wartung und/oder Instandsetzung eventuell beschädigter Riegelwerke sind im Wesentlichen
zwei Ansätze aus dem Stand der Technik bekannt.
[0005] Bei einem ersten Ansatz erfolgt ein Zugang zum Riegelwerk aus dem Schließfach heraus,
dem das Riegelwerk zugeordnet ist. Dabei sind das Riegelwerk und meist auch eine entsprechende
Verkabelung direkt aus dem zugeordneten Schließfach zugänglich. Mit anderen Worten
ist das Riegelwerk also in dem Fach selbst verbaut. Dieser Ansatz hat jedoch Nachteile:
Eine Manipulation des Riegelwerks durch einen berechtigten Benutzer des Schließfaches
kann nicht ausgeschlossen werden. Um eine Manipulation zu vermeiden, werden beispielsweise
manipulationshemmende Verschraubungen eingesetzt, was jedoch einen unzureichenden
Schutz darstellt. Die zum Öffnen derartiger Verschraubungen erforderlichen Werkzeuge
sind in der Regel ohne größere Schwierigkeiten zu beschaffen. Ein weiterer Nachteil
ergibt sich dadurch, dass das zu reparierende Riegelwerk häufig nicht mehr dazu geeignet
ist, eine verschlossene Schließfachtür korrekt zu öffnen, sodass damit der Zugang
zum Schließfach und damit zum reparierenden Riegelwerk verwehrt ist. Daher sind bei
dem eben dargestellten ersten Ansatz häufig mechanische Notentriegelungen vorgesehen,
die im Schadensfall benutzt werden können. Derartige Notentriegelungen verursachen
jedoch weitere Kosten und zusätzlichen Herstellungs- und Installationssaufwand.
[0006] Bei dem zweiten vorbekannten Ansatz erfolgt der Servicezugang zum wartungsbedürftigen
Riegelwerk von außerhalb des dem Riegelwerk zugeordneten Schließfachs. Dieser Ansatz
ist deutlich sicherer gegen Manipulationen. Da aber Schließfachanlagen häufig mehrere
Reihen nebeneinander angeordnete Fächer umfassen, kann es erforderlich sein, eine
komplette Fachreihe aus der Schließfachanlage hervorzuziehen, um einen Servicezugang
zu einem zu reparierenden Riegelwerk zu schaffen. Dies ist selbstverständlich mit
einem hohen Montageaufwand verbunden, weshalb auch der eben dargestellte zweite Ansatz
Nachteile aufweist.
[0007] Eine Schließfachanlage ist beispielsweise aus der
EP 1 959 406 A1 bekannt. Dort sind die einzelnen Schließfächer mit einem elektromechanischen Riegelwerk
ausgestattet, die mittels einer Sprachsteuereinheit von Benutzern der Schließfachanlage
geöffnet und/oder geschlossen werden können. Eine weitere Schließfachanlage ist aus
der
EP 0 413 720 B1 bekannt. Dort wird vorgeschlagen, die Riegelwerke der einzelnen Schließfächer in
einer jeweiligen Schließfachtür zu integrieren. Ein ähnlicher Ansatz ist aus der
DE 8 610 759 U1 bekannt.
[0008] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein technisches Mittel vorzuschlagen,
mit dem zum einen ein Riegelwerk einer Schließfachanlage gegen Manipulationsversuche
in sicherer Weise geschützt und zum anderen einen Servicezugang zu dem Riegelwerk
in einfacher Weise bereitgestellt werden kann.
[0009] Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Profilschiene gemäß dem Patentanspruch 1. Merkmale
vorteilhafter Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0010] Die Profilschiene ist zum Ausbilden einer Schließfachanlage ausgebildet, die mehrere
Schließfächer umfasst. Bei der Schließfachanlage handelt es sich beispielsweise um
eine sogenannte Packstation (auch als Paketstation bezeichnet), also um eine Schließfachanlage
mit mehreren Schließfächern, in denen Pakete oder ähnliches Versandgut zwischengelagert
werden kann. Bei der Schließfachanlage kann es sich aber auch um eine Schließfachanlage
zur Zwischenlagerung von Gepäckstücken, Kleidungsstücken oder Wertgegenständen handeln.
Die vorliegende Erfindung ist auf keine bestimmte Schließfachanlage beschränkt.
[0011] Jedes der Schließfächer der Schließfachanlage weist eine Schließfachtür auf, die
mit einem Rahmen der Schließfachanlage eine Verriegelung ausbilden kann. Für diese
Zwecke ist für jedes der Schließfächer ein Riegelwerk vorgesehen.
[0012] Das Riegelwerk ist beispielsweise als Schloss ausgestaltet. Der Begriff "Riegelwerk"
soll nicht etwa suggerieren, dass die Schließfächer ausschließlich jeweils mit einem
Riegel oder ähnlichen mechanischen oder elektromechanischen Verschlusselementen verschlossen
werden können. Es kommen vielmehr auch andere Schließmechanismen in Betracht, die
dazu geeignet sind, eine lösbare Verriegelung zwischen der Schließfachtür einerseits
und dem Rahmen der Schließfachanlage zu schaffen.
[0013] Die Profilschiene ist ausgestaltet, ein derartiges Riegelwerk eines der Schließfächer
der Schließfachanlage innerhalb der Profilschiene zu integrieren. Die Profilschiene,
die die Schließfachanlage mitausbildet und insbesondere nicht Teil einer Schließfachtür
ist, beinhaltet also das Riegelwerk.
[0014] Zur Abdeckung des in der Profilschiene integrierten Riegelwerks ist eine Lamellenvorrichtung
vorgesehen, die in Richtung der Längserstreckung der Profilschiene verschiebbar angeordnet
ist. Darüber hinaus ist die Lamellenvorrichtung an einer Arretierstelle der Profilschiene
gegen eine derartige Längsverschiebung arretierbar.
[0015] In dieser Weise schafft die Profilschiene zum einen eine hohe Sicherheit gegen Manipulationsversuche
und zum anderen ist ein Servicezugang zu einem eventuell beschädigten Riegelwerk in
einfacher Weise möglich, nämlich indem die Lamellenvorrichtung nach Lösung der Arretierung
an der Arretierstelle in Richtung der Längserstreckung der Profilschiene verschoben
wird, sodass dadurch das in der Profilschiene integrierte Riegelwerk nicht mehr durch
die Lamellenvorrichtung abgedeckt ist und von einem autorisierten Personal gewartet
werden kann.
[0016] Nachfolgend werden weitere Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Profilschiene
beschrieben. Die zusätzlichen Merkmale dieser weiteren Ausführungsform können miteinander
als auch mit dem bereits oben beschriebenen optionalen Merkmalen zur Ausbildung weiterer
Ausführungsbeispiele kombiniert werden, sofern sie nicht ausdrücklich als alternativ
zueinander beschrieben sind.
[0017] Um die Sicherheit gegen Manipulationsversuche weiter zu erhöhen, ist es bevorzugt,
dass die Lamellenvorrichtung nur entlang der Längserstreckung der Profilschiene verschiebbar
und im Übrigen unbeweglich in der Profilschiene angeordnet ist und insbesondere nicht
in andere Richtung aus der Profilschiene entfernbar ist. Die durch die Lamellenvorrichtung
geschaffene Abdeckung des integrierten Riegelwerks kann also allenfalls nach Lösung
der Arretierung der Lamellenvorrichtung an der Arretierstelle und nach Längsverschiebung
der Lamellenvorrichtung entlang der Längserstreckung der Profilschiene reversibel
entfernt werden. Die Lamellenvorrichtung ist bevorzugt derart ausgestaltet und derart
an der Profilschiene angeordnet, dass sämtliche andere Versuche zur Entfernung der
durch die Lammellenvorrichtung geschaffenen Abdeckung eine Zerstörung der Lamellenvorrichtung
bedingen.
[0018] Die Arretierstelle zum Arretieren der Lamellenvorrichtung gegen eine Längsverschiebung
ist bevorzugt außerhalb der Schließfächer der Schließfachanlage angeordnet, beispielsweise
an einem Endstück der Profilschiene, welches aus einem Deckenbereich der Schließfachanlage
hinausragt. Beispielsweise wird die Lamellenvorrichtung an der Arretierstelle der
Profilschiene mit der Profilschiene verschraubt, sodass eine Längsverschiebung der
Lamellenvorrichtung ohne vorherige Lösung der Verschraubung nicht möglich ist.
[0019] Die Profilschiene weist beispielsweise einen im Wesentlichen U-förmigen Querschnitt
auf. Beispielsweise weist die Profilschiene wenigstens zwei Profilschenkel auf und
ist ausgestaltet, das Riegelwerk in einem durch die wenigstens zwei Profilschenkel
beschränkten Zwischenraum zu integrieren. Einer der beiden Profilschenkel weist beispielsweise
eine Aussparung auf, um einen Riegelwerkeinlass auszubilden, sodass ein Riegel durch
den Riegelwerkeinlass in das Riegelwerk eingelassen werden kann, um mit dem Riegelwerk
eine Verriegelung auszubilden. Der Riegel (worunter auch ein sonstiges Verschlusselement,
beispielsweise ein Verschlussbügel oder Haken, zu verstehen ist) ist beispielsweise
an einer Schließfachtür angeordnet. Beispielsweise ist ein mechanisches oder elektromechanisches
Mittel vorgesehen, dass sicherstellt, dass der Riegel beim Schließen der Schließfachtür
in das Riegelwerk eingelassen wird, um dort mit dem Riegelwerk die Verriegelung auszubilden.
[0020] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist die Lamellenvorrichtung eine
Vielzahl von in Richtung der Längserstreckung der Profilschiene verschiebbar angeordneten
Lamellenelemente auf, die bevorzugt für eine wenigstens teilweise gegenseitig überlappende
Anordnung ausgestaltet sind, um eine im Wesentlichen aussparungsfreie Seitenabdeckung
der Profilschiene zu schaffen.
[0021] Beispielsweise weist die Profilschiene dazu eine Führungsmittel, wie eine Führungsnut,
auf, sodass die einzelnen Lamellenelemente der Lamellenvorrichtung entlang der Längserstreckung
der Profilschiene verschoben werden können.
[0022] Bevorzugt sind die Lamellenelemente der Lamellenvorrichtung derart in der Profilschiene
angeordnet, dass diese zwar entlang der Längserstreckung der Profilschiene verschoben
werden können, aber nicht seitlich aus dem Profil entnommen werden können.
[0023] Um die im Wesentlichen aussparungsfreie Seitenabdeckung der Profilschiene zu schaffen,
ist es zweckmäßig, dass die Lamellenelemente derart ausgebildet und derart in der
Profilschiene angeordnet sind, dass sie sich an ihren Berührungsflachen überlappen
können. Bei einer Störung des in der Profilschiene integrierten Riegelwerks wird die
Arretierung der Lamellenvorrichtung an der Profilschiene an der Arretierstelle durch
eine autorisierte Servicekraft gelöst, sodass die einzelnen Lamellenelemente beispielsweise
um eine Strecke verschoben werden können, die der Höhe eines einzelnen Lamellenelements
entspricht, um so Zugang zu dem gestörten Riegelwerk zu schaffen.
[0024] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Profilschiene ausgestaltet,
einen Teil einer Seitenwand der Schließfachanlage auszubilden, wobei die Seitenwand
die Schließfachanlage in einen ersten Bereich und einen zweiten Bereich unterteilt
und wobei der erste Bereich wenigstens ein erstes Schließfach aufweist und der zweite
Bereich wenigstens ein zweites Schließfach, das horizontal benachbart zu dem ersten
Schließfach angeordnet ist.
[0025] Beispielsweise weist also der erste Bereich der Schließfachanlage mehrere erste Schließfächer
auf, die übereinander angeordnet sind. Der zweite Bereich der Schließfachanlage, der
durch die besagte Seitenwand vom ersten Bereich der Schließfachanlage getrennt ist,
weist beispielsweise mehrere zweite Schließfächer auf, die übereinander angeordnet
sind. Ein jeweiliges erstes Schließfach ist somit horizontal benachbart zu einem der
zweiten Schließfächer. Die Profilschiene ist bevorzugt derart ausgestaltet, dass sie
einen Teil der Seitenwand der Schließfachanlage ausbildet, beispielsweise derart,
dass eine Frontseite der Profilschiene durch einen der beiden Profilschenkel gebildet
wird und einen Teil der Frontseite der gesamten Schließfachanlage bildet.
[0026] Die Profilschiene ist bevorzugt für eine vertikale Anordnung ausgestaltet, also derart,
dass die Längserstreckung der Profilschiene parallel zur Vertikalen liegt.
[0027] In der Profilschiene sind bevorzugt mehrere Riegelwerke der Schließfachanlage integrierbar.
[0028] Es ist ferner bevorzugt, dass das integrierte Riegelwerk dem wenigstens einen zweiten
Schließfach zugeordnet ist und dass eine im Wesentlichen aussparungsfreie Rückseite
der Profilschiene in einen Innenraum dieses zweiten Schließfachs weist. Die Profilschiene
erlaubt also einen Zugang zu einem beschädigten Riegelwerk bevorzugt lediglich von
einem benachbarten Schließfach aus, nicht jedoch über den Innenraum des Schließfachs,
dem das Riegelwerk zugeordnet ist. Das dem zweiten Schließfach zugeordnete Riegelwerk
ist also nicht von dem zweiten Schließfach aus zugänglich, weil es dort durch im Wesentlichen
aussparungsfreie Rückseite der Profilschiene abgedeckt ist. Ein Zugang zu dem Riegelwerk
des zweiten Schließfaches kann bei dieser Ausführungsform lediglich durch den Innenraum
des benachbarten ersten Schließfachs erfolgen, indem die Lamellenelemente der Lamellenvorrichtung
entlang der Längserstreckung der Profilschiene verschoben werden, um so die Abdeckung
zu dem Riegelwerk des zweiten Schließfaches temporär zu entfernen. Nach Reparatur
des Riegelwerks werden die Lamellenelemente der Lamellenvorrichtung wieder zurück
verschoben, sodass dass Riegelwerk durch die Lamellenelemente abgedeckt ist und sicher
gegen Manipulationsversuche Dritter ist.
[0029] Erfindungsgemäß vorgeschlagen wird ferner eine Schließfachanlage mit mehreren Schließfächern,
wobei die Schließfachanlage eine Profilschiene gemäß dem ersten Aspekt der vorliegenden
Erfindung umfasst. Die Schließfachanlage des zweiten Aspektes der vorliegenden Erfindung
teilt die Vorteile der Profilschiene des ersten Aspektes der vorliegenden Erfindung.
Die Schließfachanlage weist bevorzugte Ausführungsformen auf, die sinngemäß den oben
beschriebenen Ausführungsformen der Profilschiene des ersten Aspektes der vorliegenden
Erfindung entsprechen, insbesondere, wie sie in den abhängigen Ansprüchen definiert
sind. Insoweit wird auf das Vorstehende verwiesen.
[0030] Wie beispielsweise im vorherigen Absatz mit Bezug auf die Profilschiene erläutert
worden ist, ist die Schließfachanlage bei einer Ausführungsform derart ausgestaltet,
dass das in der Profilschiene integrierte Riegelwerk dem wenigstens einen zweiten
Schließfach zugeordnet ist, und dass eine im Wesentlichen aussparungsfreie Rückseite
der Profilschiene in einen Innenraum dieses zweiten Schließfachs weist und die Lamellenvorrichtung
der Profilschiene in einen Innenraum des ersten Schließfachs weist. Somit erfolgt
der Zugang zum Riegelwerk des ersten Schließfaches von dem Innenraum des zweiten horizontal
benachbarten Schließfachs aus. Bei einer weiteren Ausführungsform der Schließfachanlage
erfolgt der Zugang zum Riegelwerk des ersten Schließfachs vom Innenraum des ersten
Schließfachs aus. Bei dieser Ausführungsform ist also vorgesehen, dass das in der
Profilschiene integrierte Riegelwerk dem wenigstens einen ersten Schließfach zugeordnet
ist, und dass eine im Wesentlichen aussparungsfreie Rückseite der Profilschiene in
einen Innenraum des wenigstens einen zweiten Schließfachs weist und die Lamellenvorrichtung
der Profilschiene in einen Innenraum des wenigstens einen ersten Schließfachs weist.
Beide Varianten können in einer Schließfachanlage implementiert sein.
[0031] Der der Erfindung zugrunde liegende Gedanke soll nachfolgend anhand der in den Figuren
dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert werden. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische und schematische Ansicht einer exemplarischen Schließfachanlage
mit einer exemplarischen Profilschiene mit nicht verschobenen Lammellenelementen;
- Fig. 2
- eine perspektivische und schematische Ansicht der Schließfachanlage, wobei ein erstes
Lamellenelement verschoben worden ist;
- Fig. 3
- eine perspektivische und schematische Ansicht der Schließfachanlage, wobei das erste
und ein zweites Lamellenelement verschoben worden sind;
- Fig. 4
- eine perspektivische und schematische Ansicht der Schließfachanlage, wobei mehrere
Lamellenelemente verschoben worden sind; und
- Fig. 5
- eine schematische Querschnittsansicht einer exemplarischen Profilschiene.
[0032] Die Fig. 1 zeigt eine perspektivische und schematische Ansicht einer exemplarischen
Schließfachanlage 2 mit zwei exemplarischen Profilschienen 1 und 1'. Die Profilschienen
1 und 1' sind im Wesentlichen identisch zueinander aufgebaut, wobei im Folgenden lediglich
auf die Profilschiene 1 Bezug genommen wird. Das dazu Gesagte gilt sinngemäß auch
für die Profilschiene 1'.
[0033] Die Profilschiene 1 umfasst eine Lamellenvorrichtung 11, die eine Vielzahl von Lamellenelementen
11-1 bis 11-6 aufweist. Ebenso umfasst die Profilschiene 1' eine Lamellenvorrichtung
11', die eine Vielzahl von Lamellenelementen 11'-1 bis 11'-7 aufweist
[0034] Bei der Fig. 1 sind die Lamellenelemente 11-1 bis 11-6 und 11'-1 bis 11'-7 nicht
verschoben, bei der Fig. 2 ist nur das Lamellenelement 11-1 verschoben, bei der Fig.
3 sind die Lamellenelemente 11-1 und 11-2 verschoben und bei der Fig. 4 sind die Lamellenelemente
11-1 bis 11-5 verschoben worden. Die Fig. 5 zeigt die Profilschiene 1 in einer Querschnittsansicht.
Bei sämtlichen Figuren sind die Lamellenelemente 11'-1 bis 11'-7 der Profilschiene
1' nicht verschoben.
[0035] Im Folgenden wird auf sämtliche Figuren 1 bis 5 Bezug genommen.
[0036] Die Schließfachanlage 2 ist beispielsweise eine Packstation zum Zwischenlagern von
Versandgut. Die Schließfachanlage 2 weist eine Vielzahl von Schließfächern 21, 22,
23, 24, 25, 26 und 27 auf. Die Schließfächer 25 und 26 sind lediglich in den Fig.
3 und 4 zu sehen und das Schließfach 27 lediglich in der Fig. 4.
[0037] Das Schließfach 21 ist begrenzt durch ein Deckenelement 211, ein Rückwandelement
212, ein Deckenelement 221 und ein Seitenwandelement 2124. In den Figuren nicht dargestellt
sind ein gegenüberliegendes Seitenwandelement sowie eine Schließfachtür.
[0038] Analoges gilt sinngemäß für die übrigen Schließfächer 22 bis 27. So ist beispielsweise
das Schließfach 22 begrenzt durch das Deckenelement 221, ein Rückwandelement 222,
ein Seitenwandelement 2223 und ein weiteres Deckenelement 251. Das Schließfach 24
ist begrenzt durch ein Deckenelement 241, ein Seitenwandelement 243, ein Deckenelement
231 und das Schließfach 23 ist begrenzt durch das Deckenelement 231, ein Seitenwandelement
233 und durch das Seitenwandelement 2223 sowie ein weiteres Deckenelement 261 etc.
[0039] Die beiden Deckenelemente 211 und 241 können ein monolithisches Schließfachdach ausbilden
und müssen nicht notwendigerweise voneinander separierte Elemente sein. Gleiches gilt
sinngemäß für die Rückwandelemente 212, 222 und 252, die beispielsweise einen monolithische
Rückwand der Schließfachanlage 2 ausbilden und nicht etwa als voneinander separierte
Bauelemente ausgestaltet sein müssen. Dies gilt auch für die Seitenwandelemente 2124,
2223, 2526, 243 und 233; beispielsweise sind die beiden Seitenwandelemente 2124, 2223
und 2526 Teil einer ersten Seitenwand 282 und die Seitenwandelemente 243 und 233 Teil
einer zweiten Seitenwand 292.
[0040] Die Profilschiene 1 bildet einen weiteren Teil der ersten Seitenwand 282 aus und
die Profilschiene 1' einen weiteren Teil der zweiten Seitenwand 292. Eine Seitenabdeckung
14 der Profilschiene 1 weist in die Innerräume der Schließfächer 21, 22 und 25 und
eine Rückseite 16 der Profilschiene 1 (vgl. Fig. 5) weist in die Innenräume der Schließfächer
24, 23, 26 und 27. Die Seitenabdeckung 14 der Profilschiene 1 wird geschaffen durch
die Lamellenvorrichtung 11, was weiter unten näher erläutert ist.
[0041] Die erste Seitenwand 282, die die Profilschiene 1 umfasst, grenzt also einen ersten
Bereich 2-A der Schließfachanlage 2 von einem zweiten Bereich 2-B der Schließfachanlage
2 ab. In dem ersten Bereich 2-A sind die Schließfächer 21, 22 und 25 übereinander
angeordnet. Im Folgenden werden diese Schließfächer auch als erste Schließfächer 21,
22 und 25 bezeichnet. In dem zweiten Bereich 2-B der Schließfachanlage 2 sind die
Schließfächer 24, 23, 26 und 27 übereinander angeordnet; diese Schließfächer werden
im Folgenden auch als zweite Schließfächer 24, 23 und 26 bezeichnet.
[0042] Dem zweiten Schließfach 24 ist ein erstes Riegelwerk 31 zugeordnet (s. Fig. 3) und
dem zweiten Schließfach 23 ist ein zweites Riegelwerk 32 (s. Fig. 4) zugeordnet. Das
erste Riegelwerk 31 und das zweite Riegelwerk 32 sind beide innerhalb der Profilschiene
1 integriert, was mit Bezug auf die Fig. 5 etwas näher erläutert werden soll.
[0043] Die Profilschiene 1 weist einen im Wesentlichen U-förmigen Querschnitt auf, der definiert
ist durch zwei Profilschenkel 17-1 und 17-2 sowie durch die Rückseite 16 der Profilschiene
1. Die beiden Profilschenkel 17-1 und 17-2 sowie die Rückseite 16 der Profilschiene
1 begrenzen einen Zwischenraum 18. Innerhalb dieses Zwischenraums 18 sind die beiden
Riegelwerke 31 und 32 angeordnet, wobei bei der in der Fig. 5 gezeigten Querschnittsansicht
lediglich das erste Riegelwerk 31 skizziert ist.
[0044] Eine vollständige Abdeckung der beiden Riegelwerke 31 und 32 wird durch die Lamellenvorrichtung
11 geschaffen. Die Lamellenvorrichtung 11 weist besagte Lamellenelemente 11-1 bis
11-6 auf, die entlang der Richtung der Längserstreckung L der Profilschiene 1 verschiebbar
angeordnet sind.
[0045] Um die Lamellenelemente 11-1 bis 11-6 entlang der Richtung der Längserstreckung L
zu verschieben, sind an den Profilschenkeln 17-1 und 17-2 Führungsmittel in Gestaltung
von Führungsnuten 15-1 und 15-2 vorgesehen, in die die Lamellenelemente 11-1 bis 11-6
eingreifen. Aufgrund einer derartigen Konstruktion ist sichergestellt, dass die Lamellenelemente
11-1 bis 11-6 der Lamellenvorrichtung 11 lediglich entlang der Richtung der Längserstreckung
L der Profilschiene 1 verschiebbar sind, jedoch in keiner anderen Richtung beweglich
sind. Insbesondere können die Lamellenelemente 11-1 bis 11-6 nicht seitlich aus der
Profilschiene 1 entnommen werden. Dadurch sind die beiden Riegelwerke 31 und 32 manipulationssicher
innerhalb der Profilschiene 1 integriert.
[0046] Bei den gezeigten Ausführungsbeispielen sind die Lamellenelemente 11-1 bis 11-6 in
etwa rechteckförmig und im Wesentlichen planar ausgebildet. Die vorliegende Erfindung
ist jedoch nicht auf eine derartige Form der Lamellenelemente 11-1 bis 11-6 beschränkt.
Beispielsweise sind die Lamellenelemente 11-1 bis 11-6 jeweils komplementär zur Profilschiene
1 ausgebildet und weisen jeweils einen etwa U-förmigen Querschnitt auf, der in den
Zwischenraum 18 eingreifen kann. Bei dieser Variante können anstelle der Führungsnuten
15-1 und 15-2 parallel zur Rückseite 18 ausgebildete Überhänge an den Profilschenkeln
17-1 und 17-2 vorgesehen sein, die die Lamellenelemente 11-1 bis 11-6 zum einen entlang
der Längserstreckung der Profilschiene 1 führen und zum anderen eine andersartige
Bewegung der Lammellenelemente 11-1 bis 11-6 unterbindet.
[0047] Die nähere Ausgestaltung der Riegelwerke 31 und 32 ist vorliegend weniger relevant.
Die Riegelwerke 31 und 32 müssen nicht identisch zueinander ausgestaltet sein. Beispielsweise
sind die Riegelwerke 31 und 32 jeweils als Schloss ausgestaltet.
[0048] Um beispielsweise das zweite Schließfach 24 zu verschließen wird dazu eine Tür (die
in den Figuren nicht dargestellt ist) geschlossen. Ein in der Schließfachtür integrierter
Riegel oder ein sonstiges Verschlusselement wird bei der Schwenkbewegung der Schließfachtür
durch einen Riegelwerkeinlass 311 in das Riegelwerk 31 eingelassen, um dort mit dem
Riegelwerk 31 eine lösbare Verriegelung auszubilden. Der Riegelwerkeinlass 311 ist
beispielsweise durch eine am Profilschenkel 17-1 vorgesehene Aussparung ausgebildet,
wie es schematisch in der Fig. 5 dargestellt ist. Der Profilschenkel 17-1 der Profilschiene
1 bildet sogleich eine Frontseite 13 der Profilschiene 1 aus. Für das zweite Riegelwerk
32 ist an entsprechender Stelle ein zweiter Riegelwerkeinlass 321 vorgesehen.
[0049] Sofern kein Servicezugriff auf die Riegelwerke 31 und 32 notwendig ist, ist keines
der Lamellenelemente 11-1 bis 11-6 verschoben. Vielmehr sind die Lamellenelemente
11-1 bis 11-6 leicht überlappend zueinander angeordnet, um so die im Wesentlichen
aussparungsfreie Seitenabdeckung 14 zu schaffen. Darüber hinaus sind die Lamellenelemente
11-1 bis 11-6 an einer Arretierstelle 12 der Profilschiene gegen eine Verschiebung
in Richtung der Längserstreckung arretiert. Eine Längsverschiebung in Richtung der
Längserstreckung L der Profilschiene 1 ist folglich nicht möglich. Eine derartige
Arretierung kann beispielsweise sichergestellt werden, indem an der Arretierstelle
12 das erste Lamellenelement 11-1 mit dem Profilschenkel 17-2 verschraubt wird. Der
Zustand, bei dem die Lamellenelemente 11-1 bis 11-6 nicht verschoben sind, ist in
der Fig. 1 dargestellt.
[0050] Muss nun das erste Riegelwerk 31 oder das zweite Riegelwerk 32 gewartet werden, so
kann die Arretierung an der Arretierstelle 12 gelöst werden und das erste Lamellenelement
11-1 in Richtung der Längserstreckung L der Profilschiene 1 verschoben werden, was
in der Fig. 2 schematisch dargestellt ist. Durch die Verschiebung des ersten Lamellenelements
11-1 entsteht eine erste Aussparung 13-1, die den Blick auf die Rückseite 16 der Profilschiene
1 freigibt. Um Zugang zu dem ersten Riegelwerk 31 zu erlangen, muss nun noch das zweite
Lamellenelement 11-2 verschoben werden. Dies ist in der Fig. 3 schematisch dargestellt.
Durch das Verschieben des zweiten Lamellenelements 11-2 entsteht eine zweite Aussparung
13-2, die den Zugriff auf das erste Riegelwerk 31 erlaubt. In diesem Zustand kann
also das erste Riegelwerk 31, das - wie gesagt - dem zweiten Schließfach 24 zugeordnet
ist, von dem Innenraum des ersten Schließfachs 21 aus gewartet oder ausgetauscht werden.
Nach Fertigstellung der Arbeiten können die Lamellenelemente 11-1 und 11-2 wieder
zurückverschoben werden, um das Riegelwerk 31 gegen Manipulationsversuchte zu schützen.
[0051] Soll das zweite Riegelwerk 32 gewartet oder ausgetauscht werden, müssen entsprechend
dem Vorstehenden alle darüber liegenden Lamellenelemente 11-1 bis 11-5 in Richtung
der Längserstreckung L der Profilschiene 1 verschoben werden. Dieser Zustand ist in
der Fig. 4 dargestellt. Durch das Verschieben dieser Lamellenelemente 11-1 bis 11-5
entsteht eine dritte Aussparung 13-3, die einen Zugriff auf das zweite Riegelwerk
32 erlaubt. Hier erfolgt der Zugriff auf das zweite Riegelwerk 32, das dem zweiten
Schließfach 23 zugeordnet ist, von dem Innenraum des ersten Schließfachs 22 aus.
[0052] Bei den oben beschriebenen Ausführungsbeispielen erfolgte der Zugriff auf ein jeweiliges
Riegelwerk 31, 32 eines bestimmten Schließfaches von einem jeweils benachbarten Schließfach
aus. Es ist aber auch - wie im allgemeinen Teil der Beschreibung erläutert worden
ist - möglich, dass die Schließfachanlage 2 so konzipiert wird, dass nach Verschiebung
der Lamellenelemente 11-1 bis 11-6 der Zugriff auf das Riegelwerk von dem Innenraum
des Schließfachs erfolgt, welchem das Riegelwerk auch zugeordnet ist. Die Schließfachanlage
2 kann grundsätzlich beide Anordnungsvarianten implementieren.
[0053] Jedenfalls ist ein Zugriff auf die Riegelwerke 31 und 32 nur dann möglich, wenn die
Lamellenelemente 11-1 bis 11-6 der Lamellenvorrichtung 11 der Profilschiene 1 verschoben
werden. Die Lamellenelemente 11-1 bis 11-5 werden (abgesehen von dem ersten Lamellenelement
11-1) vorzugsweise nicht mit der Profilschiene 1 verschraubt. Es ist also nicht möglich,
die Lamellenelemente 11-1 bis 11-6 seitlich aus der Profilschiene 1 zu entfernen.
Ein Zugriff auf ein Riegelwerk ohne Verschiebung der Lamellenelemente 11-1 bis 11-6
würde also eine Zerstörung eines jeweiligen Lamellenelements erfordern, was für einen
Dritten jedoch einen erheblichen Aufwand erzeugen würde. Von daher ist die vorgeschlagene
Lösung weitgehend manipulationssicher.
Bezugszeichenliste
[0054]
- 1, 1'
- Profilschienen
- 11, 11'
- Lamellenvorrichtungen
- 11-1, ..., 11-6
- Lamellenelemente der Lamellenvorrichtung 11
- 11'-1, ..., 11'-7
- Lamellenelemente der Lamellenvorrichtung 11'
- 12
- Arretierstelle
- 13
- Frontseite der Profilschiene 1
- 13-1
- Erste Aussparung
- 13-2
- Zweite Aussparung
- 13-3
- Dritte Aussparung
- 14
- Seitenabdeckung der Profilschiene 1
- 15-1, 15-2
- Führungsnut
- 16
- Rückseite der Profilschiene 1
- 17-1, 17-2
- Profilschenkel der Profilschiene 1
- 18
- Zwischenraum
- L
- Richtung der Längserstreckung der Profilschiene 1
- 2
- Schließfachanlage
- 2-A
- Erster Bereich der Schließfachanlage 2
- 2-B
- Zweiter Bereich der Schließfachanlage 2
- 21, 22, 25
- Erste Schließfächer
- 23, 24, 26, 27
- Zweite Schließfächer
- 211, 221, 231, 241, 251, 261, 271
- Deckenelemente
- 212, 222, 252
- Rückwandelemente
- 2124, 2223, 2526, 233, 243
- Seitenwandelemente
- 282
- Erste Seitenwand
- 292
- Zweite Seitenwand
- 31, 32
- Riegelwerke
- 311, 321
- Riegelwerkeinlasse
1. Profilschiene (1) zum Ausbilden einer Schließfachanlage (2) mit mehreren Schließfächern
(21, ..., 27),
dadurch gekennzeichnet, dass
die Profilschiene (1) ausgestaltet ist, ein Riegelwerk (31) eines der Schließfächer
(21) innerhalb der Profilschiene (1) zu integrieren, wobei die Profilschiene (1) zur
Abdeckung des integrierten Riegelwerks (31) eine Lamellenvorrichtung (11) aufweist,
die in Richtung der Längserstreckung (L) der Profilschiene (1) verschiebbar angeordnet
ist, und wobei die Lamellenvorrichtung (11) an einer Arretierstelle (12) der Profilschiene
(1) gegen eine Längsverschiebung arretierbar ist.
2. Profilschiene (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lamellenvorrichtung (11) eine Vielzahl von in Richtung der Längserstreckung (L)
der Profilschiene (1) verschiebbar angeordneten Lamellenelemente (11-1, ..., 11-6)
aufweist, die für eine wenigstens teilweise gegenseitige überlappende Anordnung ausgestaltet
sind, um eine im Wesentliche aussparungsfreie Seitenabdeckung (14) der Profilschiene
(1) zu schaffen.
3. Profilschiene (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Profilschiene (1) einen im Wesentlichen U-förmigen Querschnitt aufweist.
4. Profilschiene (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Profilschiene (1) wenigstens zwei Profilschenkel (17-1, 17-2) aufweist und ausgestaltet
ist, das Riegelwerk (31) in einem durch die wenigstens zwei Profilschenkel (17-1,
17-2) begrenzten Zwischenraum (18) zu integrieren.
5. Profilschiene (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass einer der wenigstens zwei Profilschenkel (17-1) wenigstens eine Aussparung zum Ausbilden
eines Riegelwerkeinlasses (311) aufweist, sodass ein Riegel durch den wenigstens einen
Riegelwerkeinlass (311) in das Riegelwerk (31) eingelassen werden kann, um mit dem
Riegelwerk (31) eine Verriegelung auszubilden.
6. Profilschiene (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Profilschiene (1) ein Führungsmittel, beispielsweise eine Führungsnut (15-1,
15-2), zum Führen der Lamellenvorrichtung (11) entlang der Längserstreckung (L) der
Profilschiene (1) aufweist.
7. Profilschiene (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Profilschiene (1) ausgestaltet ist, einen Teil einer Seitenwand (282) der Schließfachanlage
(2) auszubilden, wobei die Seitenwand (282) die Schließfachanlage (2) in einen ersten
Bereich (2-A) und in einen zweiten Bereich (2-B) unterteilt, und wobei der erste Bereich
(2-A) wenigstens ein erstes Schließfach (21) aufweist und der zweite Bereich (2-B)
wenigstens ein zweites Schließfach (24), das horizontal benachbart zu dem wenigstens
einen ersten Schließfach (21) angeordnet ist.
8. Profilschiene (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das integrierte Riegelwerk (31) dem wenigstens einen zweiten Schließfach (24) zugeordnet
ist, eine im Wesentlichen aussparungsfreie Rückseite (16) der Profilschiene (1) in
einen Innenraum dieses zweiten Schließfachs (24) weist und die Lamellenvorrichtung
(11) der Profilschiene (1) in einen Innenraum des ersten Schließfachs (21) weist.
9. Profilschiene (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lamellenvorrichtung (11) nur entlang der Längserstreckung (L) der Profilschiene
(1) verschiebbar und im Übrigen unbeweglich angeordnet ist und insbesondere nicht
in anderer Richtung aus der Profilschiene (1) entfernbar ist.
10. Profilschiene (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Arretierstelle (12) der Profilschiene (1) außerhalb der Schließfächer (21, ...,
26) angeordnet ist.
11. Schließfachanlage (2) mit mehreren Schließfächern (21, ..., 26), dadurch gekennzeichnet, dass die Schließfachanlage wenigstens eine Profilschiene (1, 1') gemäß einem der vorstehenden
Ansprüche aufweist.
12. Schließfachanlage (2) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass eine Seitenwand (282) der Schließfachanlage (2) die Schließfachanlage (2) in einen
ersten Bereich (2-A) und in einen zweiten Bereich (2-B) unterteilt, und wobei der
erste Bereich (2-A) wenigstens ein erstes Schließfach (21) aufweist und der zweite
Bereich (2-B) wenigstens ein zweites Schließfach (24), das horizontal benachbart zu
dem wenigstens einen ersten Schließfach (21) angeordnet ist, und wobei die Profilschiene
(1) einen Teil der Seitenwand (282) ausbildet.
13. Schließfachanlage (2) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das in der Profilschiene (1) integrierte Riegelwerk (31) dem wenigstens einen zweiten
Schließfach (24) zugeordnet ist, eine im Wesentlichen aussparungsfreie Rückseite (16)
der Profilschiene (1) in einen Innenraum dieses zweiten Schließfachs (24) weist und
die Lamellenvorrichtung (11) der Profilschiene (1) in einen Innenraum des ersten Schließfachs
(21) weist.
14. Schließfachanlage (2) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das in der Profilschiene (1) integrierte Riegelwerk (31) dem wenigstens einen ersten
Schließfach (21) zugeordnet ist, eine im Wesentlichen aussparungsfreie Rückseite (16)
der Profilschiene (1) in einen Innenraum des wenigstens einen zweiten Schließfachs
(24) weist und die Lamellenvorrichtung (11) der Profilschiene (1) in einen Innenraum
des wenigstens einen ersten Schließfachs (24) weist.