TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Filteranlage zur Filtrierung von, insbesondere
kontaminierten, Luftstäuben, die Feststoffpartikel und/ oder mit, insbesondere Wasser,
vernebelte Aerosolpartikel enthalten, welche Partikel insbesondere beim Abfräsen von
asbesthaltigen Belägen durch Fräsmaschinen anfallen, mit einer Gehäuseeinheit mit
einem Ansauganschluss zum Anschluss einer zu einer Fräsmaschine führenden Absaugleitung,
einem Ansaugaggregat zum Ansaugen der Luftstäube in das Innere der Gehäuseeinheit,
und einer innerhalb der Gehäuseeinheit angeordneten ersten Filtereinrichtung, über/durch
die die Luftstäube zum Abscheiden der Partikel geleitet werden.
[0002] Die vorliegende Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zur Filtrierung von, insbesondere
kontaminierten, Luftstäuben, die Feststoffpartikel und/oder mit, insbesondere Wasser,
vernebelte Aerosolpartikel enthalten, welche Partikel insbesondere bei der Beseitigung
von asbesthaltigen Belägen durch Fräsmaschinen anfallen, insbesondere unter Einsatz
einer obigen Filteranlage.
STAND DER TECHNIK
[0003] Bei der Sanierung von asbesthaltigen Belägen, die hohe Gesundheitsrisiken bergen,
werden Fräsmaschinen eingesetzt, die den Asbestbelag abfräsen. Da das Material Asbest
höchst gesundheitsgefährdend ist, sind dabei äußerst strenge Vorschriften einzuhalten,
damit bei der Sanierung keine asbesthaltigen Partikel in die Umwelt gelangen und beispielsweise
die die Sanierung durchführenden Personen gefährden. So fallen bei dem Einsatz von
Fräsmaschinen im Bereich des Fräskopfes mit Asbestfasern kontaminierte Luftstäube
an, die zuverlässig entsorgt werden müssen. Damit diese gefährlichen Stäube nicht
bereits beim Fräsvorgang in die Atmosphäre treten, ist die dem deutschen Patent Nr.
199 53 548 offenbarte Fräseinrichtung bekannt, bei der im Bereich des Fräskopfes eine Flüssigkeitsglocke
ausgebildet wird, um die auftretenden Staubpartikel zu binden und anschließend abzusaugen
und einer Filteranlage zuzuführen.
[0004] Dabei werden an die Fräsmaschine Filteranlagen angeschlossen, die für eine Reinigung
beziehungsweise Filtrierung der kontaminierten Stäube sorgen müssen. Derartige Filteranlagen
müssen eine dauerhaft zuverlässige Funktion gewährleisten und den höchsten Ansprüchen
bezüglich der gesundheitsrechtlich einzuhaltenden Vorschriften genügen.
[0005] Bekannte Filteranlagen sind relativ großvolumig, bedürfen eines großen Montageaufwandes,
sind hinsichtlich eines optimalen Reinigungsgrades nicht dauerhaft wirtschaftlich
einsetzbar, erfordern einen hohen Überwachungs- und Wartungsaufwand und müssen aufgrund
des nicht optimalen Reinigungsgrades die zugeführte Abluft nach außen, das heißt außerhalb
des sanierten Raumes, abführen, um eine Gefährdung des Arbeitspersonals auszuschließen.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0006] Ausgehend von dem genannten Stand der Technik liegt der vorliegenden Erfindung das
technische Problem beziehungsweise die Aufgabe zugrunde, eine Filteranlage der eingangs
genannten Art anzugeben, die wirtschaftlich hergestellt werden kann, wirtschaftlich
eingesetzt werden kann, den höchsten gesundheitsrechtlichen Anforderungen genüge tut,
eine dauerhaft zuverlässige Funktion gewährleistet, eine einfache Bedienung ermöglicht
und eine mögliche Gefährdung des Bedienpersonals durch Kontaktierung mit kontaminierten
Material so gut wie ausschließt, mithin ohne gesundheitliche Risiken des Bedienpersonals
in einfacher Art und Weise betrieben werden kann. Der vorliegenden Erfindung liegt
weiterhin das Problem beziehungsweise die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren anzugeben,
mit dem die vorstehenden beschriebenen Aufgaben einer Filteranlage gelöst werden können
und optimale Filtrierungsergebnisse dauerhaft erzielt werden können.
[0007] Die erfindungsgemäße Filteranlage ist demgemäß durch die Merkmale des unabhängigen
Anspruchs 1 gegeben. Vorteilhafte Ausgestaltung und Weiterbildungen sind Gegenstand
der von dem unabhängigen Anspruch 1 direkt oder indirekt abhängigen Ansprüche 2 bis
16.
[0008] Das erfindungsgemäße Verfahren ist demgemäß durch die Merkmale des unabhängigen Anspruchs
17 gegeben. Vorteilhafte Ausgestaltung und Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Verfahrens
sind durch die von dem unabhängigen Anspruch 17 direkt oder indirekt abhängigen Ansprüche
18 bis 20 gegeben.
[0009] Die erfindungsgemäße Filteranlage zeichnet sich demgemäß dadurch aus, dass eine erste
und zweite durch eine Filterplatte, an der in entsprechenden Ausnehmungen die erste
Filtereinrichtung angeordnet ist, getrennte nach außen luftdichte Unterdruckkammern
vorhanden sind, das Ansaugaggregat mit der zweiten Unterdruckkammer in Kommunikationsverbindung
steht und dadurch die Absaugluft über die erste Unterdruckkammer über die Filtereinrichtung
und die zweite Unterdruckkammer ansaugt, ein Kanalsystem vorhanden ist, das an das
Absaugaggregat angeschlossen ist und in das die vom Absaugaggregat angesaugte, durch
die erste Filtereinrichtung gefilterte Abluft anschließend gedrückt wird, und eine
zweite Filtereinrichtung vorhanden ist, die an das Kanalsystem angeschlossen ist und
die zugeführte Abluft nach außen nochmals gefiltert abgibt.
[0010] Eine besonders bevorzugte Ausführung, die im praktischen Einsatz eine Effizienz aufweist,
zeichnet sich dadurch aus, dass das Ansaugaggregat als Turbine, insbesondere Seitenkanalturbine,
ausgebildet ist, die die Absaugluft über die erste und zweite Unterdruckkammer über
die erste Filtereinrichtung ansaugt und in das Kanalsystem zur Ausleitung über die
zweite Filtereinrichtung drückt, wobei die Turbine bevorzugt im Leistungsbereich zwischen
4000 m
3/h bis 8000 m
3/h, insbesondere bei 4500 m
3/h, auf Ansaugvolumen arbeitet.
[0011] Eine dauerhaft zuverlässige Funktion wird gemäß einer besonders bevorzugten Weiterbildung
der erfindungsgemäßen Filteranlage dadurch erzielt, dass die erste Filtereinrichtung
zumindest eine oder mehrere Filterpatronen aufweist, deren luftdurchlässige Wandung
flüssigkeitsresistent ausgebildet ist. Dabei kann die Filterwandung der ersten Filtereinrichtung
beziehungsweise die Filterpatronen in besonders vorteilhafter Art und Weise eine Kunststoffbeschichtung,
insbesondere aus PTFE, aufweisen, die gewährleistet, dass bei flüssigkeitsbehafteten
Aerosolen, die sich in der angesaugten Luft befinden, die Filtrierfunktion zuverlässig
aufrechterhalten werden kann und ein dauerhafter Filterbetrieb möglich ist.
[0012] Eine besonders bevorzugte Ausgestaltung, die einen dauerhaft zuverlässigen Betrieb
gewährleistet und optimale Filtrationsergebnisse erzielt, zeichnet sich dadurch aus,
dass ein Druckluftaggregat mit einem Druckluftleitungssystem vorhanden ist, mittels
dem die erste Filtereinrichtung beziehungsweise deren Filterpatronen durch Beaufschlagung
mit Druckluft entgegen der Durchströmrichtung der Abluft nach jeweils vorgebbaren
Zeitintervallen impulsartig abgereinigt wird, wobei gemäß einer besonders vorteilhaften
Ausgestaltung das Druckluftaggregat als Lamellenverdichter ausgebildet ist.
[0013] Bezüglich optimaler Filtrationsergebnisse im Dauerbetrieb hat es sich als besonders
vorteilhaft herausgestellt, das Druckluftaggregat so auszugestalten, dass der Arbeitsdruck
des Druckaggregats im Bereich zwischen 5 bis 20 bar, insbesondere bei 10 bar, liegt.
[0014] Um dem Geräuschpegel im Arbeitsbetrieb zu senken, was insbesondere dann erforderlich
ist, wenn Sanierungsarbeiten in Räumen durchgeführt werden, die angrenzend von im
normalen Arbeitsbetrieb belegten Räumen durchgeführt werden müssen, zeichnet sich
eine vorteilhafte Ausgestaltung dadurch aus, dass innerhalb des Kanalsystems zwischen
dem Ansaugaggregat und der zweiten Filtereinrichtung eine Schalldämpfereinrichtung
vorhanden ist.
[0015] Eine besonders wirtschaftliche Ausgestaltung, die gleichzeitig optimale Filtrierungsergebnisse
ermöglicht, zeichnet sich dadurch aus, dass die zweite Filtereinrichtung zumindest
eine flächige Filtermatte aufweist, wobei die Filtermatten beispielsweise als Papierfiltermatten
ausgebildet sein können.
[0016] Eine konstruktiv besonders einfache Ausgestaltung, die eine schnelle und zuverlässige
Entsorgung des ausgefilterten Materials ermöglicht, zeichnet sich dadurch aus, dass
unterhalb der ersten Unterdruckkammer eine Materialsammeleinheit, insbesondere Auslasstrichtereinheit,
für das ausgefilterte Material vorhanden ist, aus dem das gefilterte Material bedarfsweise
in anschließbare oder entsprechend anordenbare Behälter, beispielsweise Big Bags,
abfüllbar ist.
[0017] Um auch beim Entsorgungsvorgang die hohen geforderten Ansprüche hinsichtlich Vermeidung
einer Kontaminierung der Umwelt mit Schadstoff belasteten Partikeln zu erfüllen, zeichnet
sich eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung dadurch aus, dass die Materialsammeleinheit
unterseitig eine dichtend öffen- und schließbare Verschlussklappe, insbesondere Jaudklappe,
aufweist.
[0018] Optimale Filtrationsergebnisse lassen sich gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung
dadurch umsetzen, dass der Abscheidegrad der ersten und der zweiten Filtereinrichtung
über 99 %, insbesondere über 99,9 %, liegt.
[0019] Eine konstruktiv besonders vorteilhafte Ausgestaltung, die die Filtrationswirkung
insbesondere bezüglich schwergewichtiger Partikel gewährleistet, und dabei den mechanischen
Abnutzungsgrad innerhalb des Filtrationsweges der unter hohem Druck angesaugten Partikel
der Luftstäube weiter vermindert und dadurch eine dauerhaft zuverlässige Funktion
gewährleistet und Wartungs- und Reparaturarbeitsintervallzeiten verlängert, zeichnet
sich dadurch aus, dass im Inneren der Gehäuseeinheit unmittelbar im Anschlussbereich
des Ansauganschlusses eine Prallplatte angeordnet ist, gegen die die angesaugten Luftstäube
beim Eintritt in die erste Unterdruckkammer prallen, wobei die Prallplatte gemäß einem
bevorzugten Ausführungsbeispiel aus Gewebegummi besteht.
[0020] Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung, die den Einsatz vor Ort für das Bedienpersonal
vom Aufwand her wesentlich verbessert, zeichnet sich dadurch aus, dass die Filteranlage
mobil beziehungsweise verfahrbar ausgebildet ist. Diese Ausgestaltung verbessert die
Variabilität hinsichtlich der Entsorgung des filtrierten Materials.
[0021] Bezüglich einer einfachen Bedienung bei gleichzeitiger Gewährleistung einer dauerhaft
zuverlässigen Funktion zeichnet sich eine besonders bevorzugte Ausgestaltung dadurch
aus, dass eine bedienbare Steuereinrichtung vorhanden ist, die mit dem Absaugaggregat
und dem Druckluftaggregat in Kommunikationsverbindung steht.
[0022] Das erfindungsgemäße Verfahren zur Filtrierung von, insbesondere kontaminierten,
Luftstäuben, die Feststoffpartikel und/oder mit, insbesondere Wasser, vernebelte Aerosolpartikel
enthalten, welche Partikel insbesondere bei der Beseitigung von asbesthaltigen Belägen
durch Fräsmaschinen anfallen, insbesondere unter Einsatz der erfindungsgemäßen Filteranlage
zeichnet sich dadurch aus, dass die Luftstäube mittels eines, insbesondere als Turbine,
ausgebildeten Absaugaggregats in das Innere einer Gehäuseeinheit einer Filteranlage
angesaugt werden, über eine erste Filtereinrichtung geführt werden, deren luftdurchlässige
Wandung flüssigkeitsresistent ausgebildet ist, anschließend durch das Ansaugaggregat
in ein Kanalsystem gedrückt werden, das Kanalsystem die über das Ansaugaggregat eingedrückte
Luft einer zweiten Filtereinrichtung zuführt und die zweite Filtereinrichtung die
zugeführte Luft in die Atmosphäre gefiltert abgibt.
[0023] Hinsichtlich einer dauerhaft zuverlässigen Funktion und Aufrechterhaltung der Filtrierwirkung
zeichnet sich eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens
dadurch aus, dass die Filtereinrichtung durch jeweils in vorgebbaren Zeitintervallen
entgegen der Strömungsrichtung in die Filtereinrichtung eingeleitete Druckluft abgereinigt
wird.
[0024] Um die Geräuschreduzierung im Sanierungsbetrieb zu gewährleisten, zeichnet sich eine
vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens dadurch aus, dass die
von der Turbine in das Kanalsystem gedrückte weiter zu reinigende Luft über eine Schalldämpfereinrichtung
geführt wird.
[0025] Verfahrensmäßig lassen sich optimale Ergebnisse hinsichtlich der Filtration und damit
einer Umweltbelastung dadurch erzielen, dass die Turbine, insbesondere Seitenkanalturbine,
in einem Leistungsbereich von 4000 m
3/h bis 8000 m
3/h bezüglich der abgesaugten Luftmenge und das Druckaggregat, insbesondere der Lamellenverdichter,
in einem Arbeitsdruckbereich von 5 bar bis 20 bar arbeitet.
[0026] Die erfindungsgemäße Filteranlage und das erfindungsgemäße Verfahren gewährleisten
höchste Standards bezüglich der Vermeidung einer möglichen Umweltbelastung bei Sanierungen
von kontaminierten Belägen von Böden unter Einsatz einer Fräsmaschine. Unter Gewährleistung
dieser strengen Vorgaben ist ein wirtschaftlicher Einsatz ermöglicht, und erfordert
einen relativ geringen Aufwand beim Einsatz vor Ort, wobei gleichzeitig eine einfache
und zuverlässige Entsorgung des kontaminierten Materials ermöglicht wird. Durch die
Hintereinanderschaltung von zwei Filtereinrichtungen, die auf die physikalischen Eigenschaften
der zu filtrierenden Medien abgestimmt ist, ist ein optimales Filtrationsergebnis
möglich, wodurch eine gesundheitliche Gefährdung der Bedienpersonen durch die beim
Fräsvorgang entstehenden gesundheitsgefährlichen Stäube verhindert werden kann.
[0027] Weitere Ausführungsformen und Vorteile der Erfindung ergeben sich durch die in den
Ansprüchen ferner aufgeführten Merkmale sowie durch das nachstehend angegebene Ausführungsbeispiel.
Die Merkmale der Ansprüche können in beliebiger Weise miteinander kombiniert werden,
insoweit sie sich nicht offensichtlich gegenseitig ausschließen.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG
[0028] Die Erfindung sowie vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen derselben
werden im Folgenden anhand des in der Zeichnung dargestellten Beispiels näher beschrieben
und erläutert. Die der Beschreibung und der Zeichnung zu entnehmenden Merkmale können
einzeln für sich oder zu mehreren in beliebiger Kombination erfindungsgemäß angewandt
werden. Es zeigen:
- Fig. 1
- stark schematisierte Darstellung einer Filteranlage zum Filtrieren von kontaminierten
Luftstäuben, die über eine erste Filtereinrichtung mittels eines als Turbine ausgebildeten
Absaugaggregats abgesaugt werden und über eine zweite Filtereinrichtung geführt werden,
- Fig. 2
- stark schematisierte Darstellung des Anschlusses einer Filteranlage gemäß Fig. 1 an
eine Fräsmaschine, die über einen Fräskopf einen asbesthaltigen Belag fräst,
- Fig. 3
- stark schematisierte Darstellung eines konstruktiven Ausführungsbeispiels einer Filteranlage
gemäß Fig. 1 in Schnittdarstellung,
- Fig. 4
- schematischer Querschnitt durch eine Filterpatrone der ersten Filtereinrichtung und
- Fig. 5
- Perspektivdarstellung des konstruktiven Ausführungsbeispiels gemäß Fig. 3 einer Filteranlage
in einer Außenansicht.
WEGE ZUM AUSFÜHREN DER ERFINDUNG
[0029] In Fig. 2 ist stark schematisiert der Einsatz einer erfindungsgemäßen Filteranlage
10 beim Abfräsen eines auf einem Boden 64 angeordneten Asbestbelags 62 durch eine
Fräsmaschine 66 dargestellt. Die verfahrbare (Pfeil F1) Fräsmaschine 66 weist unterseitig
einen Fräskopf 68 auf, der den Asbestbelag 62 abfräst. Bedingt durch den Fräsvorgang
werden im Bereich des Fräskopfes 68 Asbestfasern frei gesetzt, die abgesaugt und entsorgt
werden müssen. Beim Fräsvorgang wird der Asbestbelagbereich im Bereich des Fräskopfes
68 mit einer Wasserglocke beaufschlagt, um den Asbeststaub und das abgefräste Asbestmaterial
zu binden. So entsteht innerhalb des Fräskopfbereiches 68, der nach außen hin abgedichtet
ist, eine kontaminierte Luftatmosphäre mit Feststoffpartikeln und Aerosolen. Diese
verschmutzte Luft wird über eine flexible Absaugleitung 70 der Filteranlage 10 zugeführt
(Pfeil AL), die ebenfalls verfahrbar (Pfeil F2) ausgebildet ist. Innerhalb der Filteranlage
10 wird die verschmutzte Luft über Filtereinrichtungen gereinigt und als gereinigte
Luft in die Atmosphäre abgegeben (Pfeil GL). Das innerhalb der Filteranlage 10 ausgefilterte
Material M wird bedarfsweise in Behälter abgefüllt, wobei dabei zu beachten ist, dass
auch beim Abfüllvorgang keinerlei verschmutztes oder kontaminiertes Material in die
Umwelt gelangt.
[0030] In Fig. 1 sind stark schematisiert die wesentlichen Bauteile der Filteranlage 10
dargestellt. Die Filteranlage 10 weist eine quaderförmige Gehäuseeinheit 12 auf, innerhalb
derer im rechten unteren Bereich eine erste Unterdruckkammer 14 und darüber, getrennt
durch eine Filterplatte 26 eine zweite Unterdruckkammer 16 vorhanden ist. Zwischen
der ersten Unterdruckkammer 14 und der zweiten Unterdruckkammer 16 ist an einer Ausnehmung
der Filterplatte 26 eine erste Filtereinrichtung 20 angeschlossen.
[0031] Links neben den beiden Kammern 14, 16 ist ein dritter Gehäusebereich 18 innerhalb
der Gehäuseeinheit 12 vorhanden, in dem ein Ansaugaggregat 24 angeordnet, das als
Seitenkanalturbine ausgebildet ist, dessen Ansauganschluss über einen Überströmkanal
mit der zweiten Unterdruckkammer 16 in Kommunikationsverbindung steht. Am Ausblasausgang
des Ansaugaggregats 24 (Turbine) ist ein Kanalsystem 28 angeschlossen, in das die
vom Ansaugaggregat 24 angesaugte durch die erste Filtereinrichtung 20 vorgefilterte
Luft gedrückt wird und einer oberseitig an der Gehäuseeinheit 12 vorhandenen zweiten
Filtereinrichtung 22 zugeführt wird.
[0032] Des Weiteren ist innerhalb des dritten Gehäusebereichs 18 ein Druckluftaggregat 30
vorhanden, mit dem über ein Druckluftleitungssystem 36 der Innenraum der Filtereinrichtung
20 bedarfsweise mit Druckluft beaufschlagbar ist.
[0033] Schließlich ist noch eine Steuereinrichtung 40 vorhanden, über die die Aktivität
des Ansaugaggregats 24 und des Druckluftaggregats 30 steuerbar ist.
[0034] Prinzipiell läuft der Filtervorgang wie folgt ab. Durch Einschalten des Ansaugaggregats
24 wird in der zweiten Unterdruckkammer 16 ein Unterdruck und damit auch über die
erste Filtereinrichtung 20 ein Unterdruck in der ersten Druckkammer 14 erzeugt. Dadurch
wird die verschmutzte Luft AL in der Ansaugleitung 70 angesaugt und gelangt zunächst
in das Innere der ersten Unetrdruckkammer 14 (Pfeil L1). Dann wird die verschmutzte
Luft AL über die erste Filtereinrichtuung 20 in die zweite Unterdruckkammer 16 angesaugt
und gelangt schließlich zum Ansauganschluss des Ansaugaggregats 24 (Pfeil L2).
[0035] Das als Seitenkanalturbine ausgebildete Ansaugaggregat 24 drückt dann die durch die
erste Filtereinrichtung 20 vorgereinigte Luft in das Kanalsystem 28 (Pfeil L3), so
dass diese nachdem sie die zweite Filtereinrichtung 22 passiert hat als gereinigte
Luft (Pfeil GL) nach außen in die Atmosphäre tritt.
[0036] Nach Ablauf eines vorgegebenen Zeitintervalls veranlasst die Steuereinrichtung 20,
dass die vom Druckluftaggregat 30 erzeugte Druckluft impulsartig in das Innere der
ersten Filtereinrichtung 20, entgegen der Strömungsrichtung der angesaugten Luft eingeleitet
wird, wodurch die Wandung der ersten Filtereinrichtung 20 von anhaftenden Partikeln
befreit wird.
[0037] Die im Inneren der ersten Unterdruckkammer 14 im Bodenbereich anfallenden aus der
verschmutzten Luft herausgefilteren Partikel, das heißt das herausgefilterte Material
M, wird bedarfsweise über einen in Fig. 1 nicht näher dargestellten Klappenmechanismus
nach außen in beispielsweise Big Bags entsorgt.
[0038] In Fig. 3 ist stark schematisiert ein konstruktives Ausführungsbeispiel der Filteranlage
10 dargestellt, die im Wesentlichen die in Fig. 1 beschriebenen Bauteile enthält,
die an dieser Stelle nicht nochmals erläutert werden. Ergänzend ist in Fig. 3 im Bereich
der zweiten Unterdruckkammer 16 ein Druckluftspeicher 38 angeordnet, der über das
Druckluftleitungssystem 36 mit dem Druckluftaggregat 30 in Verbindung steht und der
über ein weiteres Druckluftleitungssystem 36 mit Ventileinheiten 58 kommuniziert,
wobei die Ventileinheiten 58 Filterpatronen 21 der ersten Filtereinrichtung 20 zugeordnet
sind. Die Ventileinheiten 58 werden von der Steuereinrichtung 40 nach Ablauf eines
vorgegebenen Zeitintervalls angesteuert und beaufschlagen das Innere der Filterpatronen
21 impulsartig entgegen der Strömung der angesaugten Luft mit Druckluft zu Abreinigungszwecken.
[0039] Zur Geräuschreduzierung ist das Kanalsystem 28 über eine in dem dritten Gehäusebereich
18 vorhandene Schalldämpfereinrichtung 32 geführt.
[0040] Die zweite Filtereinrichtung 22 besteht aus zwei zu einer Dreiecksspitze zusammenlaufenden
Filtermatten 23.
[0041] Die Absaugleitung 70 ist über einen Ansauganschluss 34 an die Gehäuseeinheit 12 angeschlossen.
Dabei kann die Gehäuseeinheit 12 mehrere im Durchmesser unterschiedliche verschließbare
Ansauganschlüsse 34 zur Erhöhung der Variabilität des Anschlusses möglicher Absaugleitungen
aufweisen.
[0042] Beabstandet zum Ansauganschluss 34 ist innerhalb der ersten Unterdruckkammer 14 eine
Prallplatte 42 angeschlossen, gegen die die angesaugte Luft beim Eintritt in die erste
Unterdruckkammer 14 prallt und die bevorzugt aus Gewebegummi besteht.
[0043] Unterseitig ist in jedem Eckbereich der Gehäuseeinheit 12 eine Fußeinheit 50 angeordnet,
die unterseitig ein Rad 44 aufweist, so dass die Filteranlage 10 insgesamt mobil beziehungsweise
verfahrbar ausgebildet ist. Zudem sind im unteren inneren Randbereich der Fußeinheiten
50 jeweils Aufnahmeeinheiten 48 angeschlossen, die zur Aufnahme einer Gabelstaplers
ausgebildet sind, so dass die gesamte Filteranlage 10 bedarfsweise von einem Gabelstapler
angehoben werden kann.
[0044] Die untere Wandung der ersten Unterdruckkammer 14 wird durch eine Materialsammeleinheit
52 gebildet, die als Auslasstrichter ausgebildet ist und über eine in Fig. 3 nicht
näher dargestellte Verschlusseinheit 56 mit der Gehäuseeinheit 12 lösbar verbunden
ist.
[0045] Die untere Stirnseite der Materialsammeleinheit 52 ist mit einer lösbaren Verschlussklappe
54 ausgerüstet, die als sogenannte Jaudklappe ausgebildet ist und ein problemloses
Abfüllen eines angeschlossenen Behälters, beispielsweise Big Bags 60, ermöglicht ohne
das kontaminiertes gefiltertes Material in die Umwelt gelangt.
[0046] Im konkreten Ausführungsbeispiel gestaltet sich der Ablauf der Vorgänge innerhalb
der Filteranlage 10 wie folgt:
Nach dem Aktivieren des Ansaugaggregats 24 (Seitenkanalturbine) werden die asbesthaltigen
Stäube und/oder die mit Wasser vernebelten Aerosole über die Absaugleitung 70 in das
Innere der ersten Unterdruckkammer 14 abgesaugt. Die als Vorfilter ausgebildete erste
Filtereinrichtung 20 besteht im Ausführungsbeispiel aus acht einzelnen Filterpatronen
21, deren Filterwandungsstuktur kunststoffbeschichtet ausgebildet ist, beispielsweise
mit PTFE, so dass die Filterwandung auch bei Filterung von Aerosolen beständig ihre
Filterfunktion gewährleisten kann und keinen Schaden nimmt. Die Filterpatronen sind
dabei so ausgebildet, dass sie einen Abscheidegrad von zumindest 99,5 % gewährleisten.
Dabei kommen im Ausführungsbeispiel Filterpatronen in der Ausführung F9 gemäß DIN
EN 60335-2-69 Annexx AA zum Einsatz.
[0047] Die beiden Filtermatten 23 der als Ausgangsfilter ausgebildeten Filtereinrichtung
22 entsprechen der Filterklasse H14 gemäß DIN EN 1822 und weisen einen Abscheidegrad
von mindestens 99,99 % auf.
[0048] Die Filterpatronen 21 werden in einem Zyklus von beispielsweise 20 Sekunden mit von
dem Druckluftaggregat 30 erzeugten Druckluft entgegen der Strömungsfilterrichtung
beaufschlagt, so dass die Luftgängigkeit der Filterpatronen 21 dauerhaft gewährleistet
ist.
[0049] Das Ansaugaggregat 24 (Turbine) arbeitet bevorzugt mit einer Leistung von 4500 m
3/h. Wie erwähnt, wird die Abreinigungsdruckluft zyklisch gesteuert, wobei pro Filterpatrone
21 ein pneumatisches Pilotventil 58 vorhanden ist, dass über den Druckluftspeicher
38 mit beispielsweise 10 bar gespeist wird. Die Steuerung der Abreinigungsluft kann
über eine elektronische Impulssteuerung erfolgen oder variabel (zeitabhängig) einstellbar
sein. Als Druckluftaggregat 30 wird bevorzugt ein integrierter Lamellenverdichter
eingesetzt, der druckabhängig (maximal 11 bar) geschaltet wird.
[0050] Die unterhalb der Gehäuseeinheit 52 angeordnete Materialsammeleinheit ist über Verschlusseinheiten
56, beispielsweise Schnappverschlüsse, an der Gehäuseeinheit 12 gesichert. Die Materialsammeleinheit
52 weist in ihrem Bodenbereich eine Jaudklappe auf. Durch diese Materialsammeleinheit
52 werden die asbesthaltigen ausgefilterten Materialien in sogenannte Big Bags 60
abgefüllt, ohne das eine Gefährdungspotenzial (Austritt von Phasern oder belasteten
Materialien) eintritt. Dazu wird die Filteranlage 10 mittels eines Gabelstaplers oder
sonstiger Hebevorrichtungen angehoben und der Big Bag 60 an der Materialsammeleinheit
52 über die Jaudklappe (Verschlussklappe 54) angeschlossen. Nach dem Abfüllvorgang
wird die Jaudklappe 54 geschlossen. Anschließend wird die Big Bag 60 von der Materialsammeleinheit
52 gelöst und verschlossen. Bei nicht kontaminierten Material ist es auch möglich,
das Material direkt in eine untergefahrene Schubkarre oder sonstige fahrbare Ladeeinheit
zu füllen.
[0051] Fig. 5 zeigt eine konstruktive Ausbildung der Filteranlage 10 gemäß Fig. 3 in einer
perspektivischen Außenansicht. Gleiche Bauteile tragen dasselbe Bezugszeichen und
werden nichtt nochmals erläutert.
[0052] In Fig. 4 ist stark schematisiert ein Querschnitt einer an die Filterplatte 26 angeschlossene
Filterpatrone 21 dargestellt. Die Filterplatte 26 weist eine Ausnehmung 75 auf. Unterhalb
der Ausnehmung 75 ist die Filterpatrone 21 mit ihrem oberseitigen Dichtflansch 23
an die Unterseite der Filterplatte 26 dichtend angeschlossen. Die mit Kunststoff beschichtete
Filterwandung 72 wird durch einen innenseitig angeordneten Stützkorb 74 gestützt.
[0053] Der Anschluss der Filterpatrone 21 an die Filterplatte 26 erfolgt über einen U-förmigen
Bügel 76, dessen oberseitige freie Schenkel eine nach außen weisende Krageinheit 77
aufweisen, die oberseitig an der Filterplatte 26 aufliegen. Der Stegbereich des Bügels
76 ist über eine Schraube 78 mit dem Boden der Filterpatrone 21 verschraubt, wodurch
eine Verspannung der Filterpatrone 26 über deren Dichtflansch 73 mit der Filterplatte
26 erfolgt. Sowohl der Bügel 76 als auch die Schraube 78 sind bevorzugt aus V2A-Stahl.
Innerhalb des Bügels 76 ist im oberen Drittelbereich eine nach oben sich verjüngende
Kegelleiteinheit 79 angeordnet, die zyklisch eingeblasene Druckluft (D) zur Filterwandung
72 hin umleitet.
1. Filteranlage (10) zur Filtrierung von, insbesondere kontaminierten, Luftstäuben, die
Feststoffpartikel und/oder mit, insbesondere Wasser, vernebelte Aerosolpartikel enthalten,
welche Partikel insbesondere beim Abfräsen von asbesthaltigen Belägen durch Fräsmaschinen
anfallen, mit
- einer Gehäuseeinheit (12) mit zumindest einem Ansauganschluss (34) zum Anschluss
einer zu einer Fräsmaschine führenden Absaugleitung,
- einem Ansaugaggregat (14) zum Ansaugen der Luftstäube in das Innere der Gehäuseeinheit
(12), und
- einer innerhalb der Gehäuseeinheit (12) angeordneten ersten Filtereinrichtung (20),
über/durch die die Luftstäube zum Abscheiden der Partikel geleitet werden,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- eine erste und zweite durch eine Filterplatte (20), an der in entsprechenden Ausnehmungen
die erste Filtereinrichtung (20) angeordnet ist, getrennte Unterdruckkammern (14,
16) vorhanden sind,
- das Ansaugaggregat (24) mit der zweiten Unterdruckkammer (16) in Kommunikationsverbindung
steht und dadurch die Absaugluft über die erste Unterdruckkammer (14) über die Filtereinrichtung
(22) und die zweite Unterdruckkammer (16) ansaugt,
- ein Kanalsystem (28) vorhanden ist, das an das Absaugaggregat (24) angeschlossen
ist und in das die vom Absaugaggregat (24) angesaugte, durch die erste Filtereinrichtung
(20) gefilterte Abluft anschließend gedrückt wird, und
- eine zweite Filtereinrichtung (22) vorhanden ist, die an das Kanalsystem (28) angeschlossen
ist und die zugeführte Abluft nach außen nochmals gefiltert abgibt.
2. Filteranlage nach Anspruch 1,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- das Ansaugaggregat (24) als Turbine, insbesondere Seitenkanalturbine, ausgebildet
ist, die die Absaugluft über die erste und zweite Unterdruckkammer (14, 16) über die
erste Filtereinrichtung (20) ansaugt und in das Kanalsystem (28) zur Ausleitung über
die zweite Filtereinrichtung (22) drückt.
3. Filteranlage nach Anspruch 2,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- der Leistungsbereich der Turbine im Bereich zwischen 4000 m3/h bis 8000 m3/h, insbesondere bei circa 4500 m3/h, liegt.
4. Filteranlage nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- die erste Filtereinrichtung (20) zumindest eine oder mehrere Filterpatronen (21)
aufweist, deren luftdurchlässige Wandung flüssigkeitsresistent ausgebildet ist.
5. Filteranlage nach Anspruch 4,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- die erste Filtereinrichtung (20) beziehungsweise die Filterpatrone (22) eine kunststoffbeschichtete
Wandung, insbesondere mit PTFE beschichtete Wandung, aufweist.
6. Filteranlage nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- ein Druckluftaggregat (30) mit einem Druckluftleitungssystem (36) vorhanden ist,
mittels dem die erste Filtereinrichtung (20) beziehungsweise deren Filterpatronen
(21) durch Beaufschlagung mit Druckluft entgegen der Durchströmrichtung der Abluft
nach jeweils vorgebbaren Zeitintervallen impulsartig abgereinigt wird.
7. Filteranlage nach Anspruch 6,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- das Druckluftaggregat (30) als Lamellenverdichter ausgebildet ist.
8. Filteranlage nach Anspruch 6 oder 7,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- der Arbeitsdruck des Druckaggregats (30) im Bereich zwischen 5 bis 20 bar, insbesondere
bei 10 bar, liegt.
9. Filteranlage nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche
- dadurch gekennzeichnet, dass
- innerhalb des Kanalsystems (28) zwischen dem Ansaugaggregat (24) und der zweiten
Filtereinrichtung (22) eine Schalldämpfereinrichtung (32) vorhanden ist.
10. Filteranlage nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche
- dadurch gekennzeichnet, dass
- die zweite Filtereinrichtung (22) zumindest eine flächige Filtermatte (23) aufweist.
11. Filteranlage nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche
- dadurch gekennzeichnet, dass
- unterhalb der ersten Unterdruckkammer (14) eine Materialsammeleinheit (52), insbesondere
Auslasstrichtereinheit, für das ausgefilterte Material (M) vorhanden ist, aus dem
das gefilterte Material bedarfsweise in anschließbare oder entsprechend anordenbare
Behälter abfüllbar ist.
12. Filteranlage nach Anspruch 11,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- die Materialsammeleinheit (52) unterseitig eine dichtend öffen- und schließbare
Verschlussklappe (54), insbesondere Jaudklappe, aufweist.
13. Filteranlage nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche
- dadurch gekennzeichnet, dass
- der Abscheidegrad der ersten und der zweiten Filtereinrichtung (20, 22) über 99
%, insbesondere über 99,9 %, liegt.
14. Filteranlage nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche
- dadurch gekennzeichnet, dass
- im Inneren der Gehäuseeinheit (12) unmittelbar im Anschlussbereich des Ansauganschlusses
(34) eine Prallplatte (42) angeordnet ist, gegen die die angesaugten Luftstäube beim
Eintritt in die erste Unterdruckkammer (14) prallen.
15. Filteranlage nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche
- dadurch gekennzeichnet, dass
- die Filteranlage mobil beziehungsweise verfahrbar ausgebildet ist.
16. Filteranlage nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche
- dadurch gekennzeichnet, dass
- eine bedienbare Steuereinrichtung (40) vorhanden ist, die mit dem Absaugaggregat
(24) und dem Druckluftaggregat (30) in Kommunikationsverbindung steht.
17. Verfahren zur Filtrierung von, insbesondere kontaminierten, Luftstäuben, die Feststoffpartikel
und/oder mit, insbesondere Wasser, vernebelte Aerosolpartikel enthalten, welche Partikel
insbesondere bei der Beseitigung von asbesthaltigen Belägen durch Fräsmaschinen anfallen,
insbesondere unter Einsatz einer Filteranlage nach einem oder mehreren der vorstehenden
Ansprüche,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- die Luftstäube mittels eines, insbesondere als Turbine, ausgebildeten Absaugaggregats
in das Innere einer Gehäuseeinheit (12) einer Filteranlage (10) angesaugt werden,
über eine erste Filtereinrichtung (20) geführt werden, deren luftdurchlässige Wandung
flüssigkeitsresistent ausgebildet ist,
- anschließend durch das Ansaugaggregat (24) in ein Kanalsystem (28) gedrückt werden,
- das Kanalsystem (28) die über das Ansaugaggregat (24) eingedrückte Luft einer zweiten
Filtereinrichtung (22) zuführt und
- die zweite Filtereinrichtung (22) die zugeführte Luft in die Atmosphäre gefiltert
abgibt.
18. Verfahren nach Anspruch 17,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- die Filtereinrichtung durch jeweils in vorgebbaren Zeitintervallen entgegen der
Strömungsrichtung impulsartig eingeleitete Druckluft abgereinigt wird.
19. Verfahren nach Anspruch 17 oder 18,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- die durch das Kanalsystem (28) gedrückte Luft über eine Schalldämpfereinrichtung
(32) geführt wird.
20. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 17 bis 19,
- dadurch gekennzeichnet, dass
- das gefilterte Material jeweils nach Ablauf eines vorgegebenen Zeitintervalls in
Behälter abgefüllt und anschließend entsorgt wird.