Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft einen Deckel für einen Behälter, insbesondere für eine Dose,
der einen Deckelspiegel mit einer ersten den Deckelspiegel durchdringenden Öffnung;
ein auf einer Innenseite des Deckelspiegels angeordnetes Innenelement mit einer das
Innenelement durchdringenden Ventilierungsöffnung, die mit der ersten Öffnung ausgerichtet
ist; und ein auf einer Außenseite des Deckelspiegels angeordnetes Betätigungselement
umfasst, und wobei ein Schließelement zum Verschließen der Ventilierungsöffnung vorgesehen
ist.
Stand der Technik
[0002] Deckel für einen Behälter der eingangs genannten Art sind aus dem Stand der Technik
bekannt. Das Schließelement in Form eines Zapfens wird dabei üblicherweise mit einem
gewissen Kraftaufwand in die Ventilierungsöffnung gedrückt und dadurch befestigt,
dass zum Beispiel eine Dichtung seitlich gegen den Zapfen drückt. Eine Ausführung
eines Verschlusses für die Ventilierungsöffnung mit einem Zapfen ist beispielsweise
in
EP 2711307 offenbart. Die Ventilierungsöffnungen nach dem Stand der Technik haben einen hinreichend
kleinen Querschnitt, damit diese sicher verschlossen bleibt, auch wenn sich z.B. ein
kohlensäurehaltiges Getränk im Behälter befindet und dadurch ein Innendruck vorhanden
ist. Der Innendruck kann jedoch auch durch eine Erwärmung eines im Behälter befindlichen
Luftanteils entstehen. Wenn die Ventilierungsöffnung jedoch einen größeren Querschnitt
haben soll, um etwa das Einführen eines Trinkhalms zu ermöglichen, kann der Druck
auf den Zapfen so groß sein, dass er aufgedrückt wird, was nachteilig ist.
Beschreibung der Erfindung
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, den genannten Nachteil zu überwinden und ein sicheres
mehrfaches Verschließen der Ventilierungsöffnung zu ermöglichen.
[0004] Diese Aufgabe wird gelöst durch einen Deckel für einen Behälter gemäß Anspruch 1.
[0005] Der erfindungsgemäße Deckel für einen Behälter, insbesondere für eine Dose, umfasst:
einen Deckelspiegel mit einer ersten den Deckelspiegel durchdringenden Öffnung; ein
auf einer Innenseite des Deckelspiegels angeordnetes Innenelement mit einer das Innenelement
durchdringenden Ventilierungsöffnung, die mit der ersten Öffnung ausgerichtet ist;
ein auf einer Außenseite des Deckelspiegels angeordnetes Betätigungselement, welches
bevorzugt aus Kunststoff ausgebildet ist, wobei das Betätigungselement einen ersten
und einen zweiten Gelenkbereich aufweist, welche das Betätigungselement in einen ersten,
einen zweiten und einen dritten Abschnitt unterteilen, und der zweite Abschnitt zwischen
dem ersten und dem dritten Abschnitt angeordnet ist; wobei der erste Abschnitt des
Betätigungselements am Deckelspiegel anliegend angeordnet ist; der zweite Abschnitt
des Betätigungselements relativ zum ersten Abschnitt um den ersten Gelenkbereich verschwenkbar
ist und der zweite Abschnitt ein Schließelement, insbesondere einen Zapfen, zum Verschließen
der Ventilierungsöffnung aufweist; der dritte Abschnitt des Betätigungselements relativ
zum zweiten Abschnitt um den zweiten Gelenkbereich verschwenkbar ist und der dritte
Abschnitt ein erstes Kopplungselement aufweist; und das Innenelement ein zweites Kopplungselement
aufweist, das mit dem ersten Kopplungselement koppelbar ist.
[0006] Durch das Vorsehen der ersten und zweiten miteinander koppelbaren Kopplungselemente
am dritten Abschnitt bzw. am Innenelement wird eine Verbindung zwischen dem dritten
Abschnitt und dem Innenelement hergestellt.
[0007] Der erfindungsgemäße Deckel kann dahingehend weitergebildet werden, dass das erste
und zweite Kopplungselement im gekoppelten Zustand bei einer Druckausübung auf das
Schließelement ausgehend von einem Innenraum des Behälters eine Rückhaltekraft bereitstellen,
insbesondere eine Rückhaltekraft senkrecht zum Deckelspiegel, die das Herausdrücken
des Schließelements aus der Ventilierungsöffnung verhindert. Dadurch wird verhindert,
dass beispielsweise bei einem Zapfen als Schließelement dieser bei einem auf den Zapfen
ausgeübten Druck von der Innenseite des Behälters her (beispielsweise durch ein darin
eingeschlossenes kohlensäurehaltiges Getränk) aus der Ventilierungsöffnung herausgedrückt
wird.
[0008] Gemäß einer anderen Weiterbildung können das erste und das zweite Kopplungselement
komplementär zueinander ausgebildet und miteinander in Eingriff bringbar sein. Dadurch
kann auf einfache Weise eine Verbindung zwischen dem dritten Abschnitt und dem Innenelement
hergestellt werden.
[0009] In einer anderen Weiterbildung kann das erste Kopplungselement als eine oder mehrere
Ösen und das zweite Kopplungselement als eine oder mehrere Rastnasen ausgebildet sein
oder umgekehrt, wobei jeweilige Rastnasen mit jeweiligen Ösen in Eingriff bringbar
sind. Dies ist eine fertigungstechnisch gut zu realisierende Ausgestaltung der Kopplungselemente.
[0010] Eine andere Weiterbildung besteht darin, dass die Kopplung zwischen dem ersten und
dem zweiten Kopplungselement selbsthemmend sein kann, insbesondere derart, dass eine
Druckkraft auf das Schließelement so auf das erste Kopplungselement übertragen wird,
dass sie entgegen einer Entkopplungsrichtung der Kopplungselemente wirkt. Auf diese
Weise wird verhindert, dass eine Druckausübung von der Innenseite des Behälters her
ein unabsichtliches Öffnen, also Herausdrücken des Schließelements, zur Folge hat,
beispielsweise durch Verbiegen des Betätigungselements und damit verbundenes Entkoppeln
der Kopplungselemente.
[0011] Gemäß einer anderen Weiterbildung können die Gelenkbereiche geradlinig ausgebildet
sein, insbesondere parallel zueinander.
[0012] Nach einer anderen Weiterbildung können die Gelenkbereiche als Bereiche des Betätigungselements
mit reduzierter Materialstärke ausgebildet sein, insbesondere als Auskerbungen, die
vorzugsweise auf einer dem Deckelspiegel abgewandten Seite vorgesehen sind. Auf diese
Weise können die Gelenkbereiche fertigungstechnisch einfach realisiert werden.
[0013] Eine andere Weiterbildung besteht darin, dass im zweiten Gelenkbereich ein oder mehrere
Verstrebungen zwischen dem zweiten und dritten Abschnitt vorgesehen sein können, welche
ausgehend von einer ebene Ausrichtung des zweiten und dritten Abschnitts die Verschwenkbarkeit
in eine erste Richtung ermöglichen, insbesondere durch Stauchbarkeit oder Einknickbarkeit
der Verstrebungen, und die Verschwenkbarkeit in eine zweite Richtung entgegengesetzt
zur ersten Richtung erschweren, insbesondere indem die Kraftaufwendung bei einem Verschwenken
in die zweite Richtung relativ zur Kraftaufwendung bei einem Verschwenken in die erste
Richtung größer ist. Das hat den Vorteil, dass bei geöffnetem Verschluss ein Abknicken
des dritten Abschnitts entgegen der Aufklapprichtung erschwert wird. Zudem oder alternativ
kann ein Einknicken oder Stauchen der Verstrebungen als Originalitätssicherung dienen,
um einen bereits geöffneten und wieder verschlossenen Behälter zu erkennen.
[0014] Die zuvor genannte Weiterbildung kann ihrerseits dahingehend weitergebildet werden,
dass die erste Richtung vom Deckelspiegel weg gerichtet sein kann, wobei insbesondere
die erste Richtung eine Aufklapprichtung des dritten Abschnitts bei einem Öffnen des
Behälters ist. Auf diese Weise wird ein unerwünschtes Einklappen des dritten Abschnitts
in Richtung zum Deckelspiegel vermieden oder zumindest erschwert.
[0015] Gemäß einer anderen Weiterbildung können das erste und zweite Kopplungselement mehrfach
nacheinander miteinander koppelbar und wieder entkoppelbar sein und dadurch eine Wiederverschließbarkeit
der Ventilierungsöffnung bereitstellen. Somit kann die Ventilierungsöffnung mehrmals
geöffnet und wieder verschlossen werden, wodurch insbesondere z.B. ein Ausgasen von
CO
2 aus einem kohlensäurehaltigen Getränk in einem bereits geöffneten Behälter vermieden
wird.
[0016] Nach einer anderen Weiterbildung kann im Deckelspiegel eine zweite Öffnung vorgesehen
sein und durch ein Wegklappen des Innenelements von der Innenseite des Deckelspiegels
kann eine Fluidverbindung zwischen der zweiten Öffnung und einem Behälterinneren herstellbar
sein. Diese zweite Öffnung kann beispielsweise ein Ausgieß- und/oder Trinköffnung
sein. Diese zweite Öffnung wird an der Innenseite des Deckelspiegels durch das Innenelement
abgedichtet und sie kann durch Wegklappen des Innenelements vom Deckelspiegel weg
in das Innere des Behälters freigegeben werden, so dass beispielsweise die Flüssigkeit
in dem Behälter ausgegossen werden kann.
[0017] Die zuvor genannte Weiterbildung kann ihrerseits dahingehend weitergebildet werden,
dass der erste Abschnitt des Betätigungselements mit dem Innenelement verbunden oder
kontaktierbar ist, insbesondere eine gleitende Bewegung zueinander ermöglichend, und
das Innenelement durch eine Verschiebung des ersten Abschnitts des Betätigungselements
wegklappbar ist. Auf diese Weise wird ein Wegklappen des Innenelements auf eine praktikable
Weise durch ein Verschieben des Betätigungselements, insbesondere des ersten Abschnitts
davon, erzielt.
[0018] Alternativ dazu kann der Deckel weiterhin ein inneres Gleitelement umfassen, welches
an der Innenseite des Deckelspielgels angeordnet ist, wobei der erste Abschnitt des
Betätigungselements mit dem inneren Gleitelement verbunden ist und eine Einheit aus
dem ersten Abschnitt des Betätigungselements und dem inneren Gleitelement entlang
des Deckelspiegels verschiebbar ist, wobei weiterhin das innere Gleitelement mit dem
Innelement verbunden oder kontaktierbar ist, insbesondere eine gleitende Bewegung
zueinander ermöglichend, und das Innenelement durch eine Verschiebung der Einheit
wegklappbar ist.
[0019] Die beiden zuvor genannten Weiterbildungen können ihrerseits dahingehend weitergebildet
werden, dass eine Verschiebung des ersten Abschnitts erst nach einem Aufklappen des
dritten Abschnitts und einem nachfolgenden Aufklappen des zweiten Abschnitts möglich
ist, insbesondere nachdem dadurch das erste und zweite Kopplungselement entkoppelt
sind und daran anschließend das Schließelement aus der Ventilierungsöffnung und der
ersten Öffnung entfernt ist. Dies hat den Vorteil, dass ein unbeabsichtigtes Verschieben
nicht möglich ist, wenn die Ventilierungsöffnung noch verschlossen ist.
[0020] Die Erfindung stellt ebenfalls einen Behälter bereit, insbesondere eine Dose, umfassend:
einen Grundkörper; und einen erfindungsgemäßen Deckel oder eine seiner oben aufgeführten
Weiterbildungen.
[0021] Die genannten Weiterbildungen können einzeln eingesetzt oder wie beansprucht geeignet
miteinander kombiniert werden.
[0022] Weitere Merkmale und beispielhafte Ausführungsformen sowie Vorteile der vorliegenden
Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es versteht sich,
dass die Ausführungsformen nicht den Bereich der vorliegenden Erfindung erschöpfen.
Es versteht sich weiterhin, dass einige oder sämtliche der im Weiteren beschriebenen
Merkmale auch auf andere Weise miteinander kombiniert werden können.
Zeichnungen
[0023]
- Fig. 1
- zeigt eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Deckels.
- Fig. 2
- zeigt eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Deckels.
- Fig. 3
- zeigt eine dritte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Deckels.
- Fig. 4
- zeigt eine vierte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Deckels.
- Fig. 5
- zeigt eine fünfte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Deckels.
Ausführungsformen
[0024] In Fig. 1 ist schematisch eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Deckels
100 dargestellt.
[0025] Der erfindungsgemäße Deckel 100 umfasst in dieser ersten Ausführungsform einen Deckelspiegel
110 mit einer den Deckelspiegel durchdringenden ersten Öffnung 115; ein auf einer
Innenseite des Deckelspiegels 110 angeordnetes Innenelement 120 mit einer das Innenelement
120 durchdringenden Ventilierungsöffnung (Druckausgleichsöffnung) 125, die mit der
ersten Öffnung 115 ausgerichtet ist; ein auf einer Außenseite des Deckelspiegels angeordnetes
Betätigungselement 130, welches beispielsweise aus Kunststoff ausgebildet ist, wobei
das Betätigungselement 130 einen ersten Gelenkbereich 141 und einen zweiten Gelenkbereich
142 aufweist, welche das Betätigungselement 130 in einen ersten Abschnitt 131, einen
zweiten Abschnitt 132 und einen dritten Abschnitt 133 unterteilen, und der zweite
Abschnitt 132 zwischen dem ersten Abschnitt 131 und dem dritten Abschnitt 133 angeordnet
ist; wobei der erste Abschnitt 131 des Betätigungselements 130 am Deckelspiegel 110
anliegend angeordnet ist; der zweite Abschnitt 132 des Betätigungselements 130 relativ
zum ersten Abschnitt 131 um den ersten Gelenkbereich 141 verschwenkbar ist und der
zweite Abschnitt 132 einen Zapfen 135 zum Verschließen der Ventilierungsöffnung 125
aufweist; der dritte Abschnitt 133 des Betätigungselements 130 relativ zum zweiten
Abschnitt 132 um den zweiten Gelenkbereich 142 verschwenkbar ist und der dritte Abschnitt
133 ein erstes Kopplungselement 161 aufweist; und das Innenelement 120 ein zweites
Kopplungselement aufweist 162, das mit dem ersten Kopplungselement 161 koppelbar ist.
[0026] Das Betätigungselement 130 ist mit dem Innenelement 120 z.B. durch eine Vernietung
150 des ersten Abschnitts 131 durch den Deckelspiegel 110 mit dem Innenelement 120
verbunden. In dieser ersten Ausführungsform des Deckels 100 ist das erste Kopplungselement
161 an dem Betätigungselement 130 beispielhaft als Öse 161 ausgebildet und das zweite
Kopplungselement 162 an dem Innenelement 120 ist als Nase ausgebildet, die in die
Öse eingreifen kann. Wenn von Innen (in Fig. 1 unter dem Deckelspiegel 120) eine Kraft
auf den Zapfen 135 ausgeübt wird, kann sich der zweite Abschnitt 132 des Betätigungselements
130 leicht nach außen wölben. Dies führt dazu, dass die Öse 161 an das Innenelement
120 und die Nase 162 heran gedrückt wird, also entgegen der Entkopplungsrichtung.
Die Ventilierungsöffnung ist deshalb selbsthemmend verschlossen. Zum Öffnen wird das
in Fig. 1 linksseite Ende des Betätigungselements ergriffen und angehoben wodurch
es zu einem Lösen der Kopplungsverbindung zwischen Öse 161 und Nase 162 kommt und
gleichzeiting eine Klappbewegung des dritten Abschnitts 133 um den zweiten Gelenkbereich
142 durchgeführt wird.
[0027] In Fig. 2 A, B, C ist schematisch eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Deckels 200 dargestellt. Die mit Fig. 1 vergleichbaren Elemente sind mit einem um
die Zahl 100 erhöhten Bezugszeichen versehen.
[0028] Zur Vereinfachung der Darstellung ist hier der Deckelspiegel weggelassen. Das erste
Kopplungselement umfasst in dieser Ausführungsform zwei Ösen 261 und das zweite Kopplungselement
umfasst zwei Rastnasen 262. Die Fig. 2 A, B, C zeigen jeweils eine unterschiedliche
perspektivische Ansicht, wobei in Fig. 2C ein geschlossener Zustand dargestellt ist.
[0029] In Fig. 3 ist eine dritte Ausführungsform gezeigt. Die mit Fig. 1 vergleichbaren
Elemente sind mit einem um die Zahl 200 erhöhten Bezugszeichen versehen.
[0030] In dieser Ausführungsform sind zwischen dem zweiten Abschnitt 332 und dem dritten
Abschnitt 333 Stege 370 vorgesehen (nur eine Seite in Fig. 3 dargestellt). Diese Stege
370 knicken beim Öffnen ein und stellen somit eine Originalitätssicherung dar, da
ein bereits durchgeführtes Öffnen daran erkennbar ist. Weiterhin verhindern die Stege
370 ein Klappen des dritten Abschnitts 333 um den zweiten Gelenkbereich 342 in Richtung
Deckelspiegel.
[0031] In Fig. 4 ist eine vierte Ausführungsform gezeigt. Die mit Fig. 1 vergleichbaren
Elemente sind mit einem um die Zahl 300 erhöhten Bezugszeichen versehen.
[0032] In dieser vierten Ausführungsform ist das Innenelement 420 nach innen klappbar, um
dadurch eine Ausgießöffnung (nicht dargestellt) freizugeben. Nach einem Aufklappen
des dritten Abschnitts 433 und des zweiten Abschnitts 432 des Betätigungselements
430 kann dieses entlang der Deckelspiegeloberfläche verschoben werden, wodurch mittels
auf schrägen Flächen des Innenelements 420 laufenden Gleitnasen 480 des Betätigungselements
430 ein Wegklappen des Innenelements 420 vom Deckelspiegel 410 bewirkt wird. Dadurch
wird eine im geschlossenen Zustand vorhandene Dichtwirkung des Innenelements gegen
den Deckelspiegel aufgehoben und eine Fluidverbindung zwischen Innenraum und Außenraum
geschaffen.
[0033] In Fig. 5 ist eine fünfte Ausführungsform gezeigt. Die mit Fig. 1 vergleichbaren
Elemente sind mit einem um die Zahl 400 erhöhten Bezugszeichen versehen.
[0034] In dieser fünften Ausführungsform ist das Betätigungselement 530 im Bereich des ersten
Abschnitts 531 mit einem inneren Gleitelement 590 verbunden, z.B. durch Vernieten,
welches an der Innenseite des Deckelspiegels 510 anliegt. Die Verbindungselemente
550 (z.B. Nieten) sind in schlitzförmigen Aussparungen des Deckelspiegels 510 bewegbar,
so dass die Einheit aus Betätigungselement 530 und innerem Gleitelement 590 (nach
Ausklappen des dritten und des zweiten Abschnitts des Betätigungselements) entlang
des Deckelspiegels 510 verschoben werden kann. Das inneren Gleitelement 590 kann zudem
Gleitnasen 580 aufweisen, die bei Verschiebung auf schrägen Flächen 521 des Innenelements
520 auflaufen und dieses nach Innen wegklappen kann, entsprechend zur Funktionsweise
in der vierten Ausführungsform mit den Gleitnasen 480 des Betätigungselements 430.
1. Deckel für einen Behälter, insbesondere für eine Dose, umfassend:
einen Deckelspiegel mit einer ersten den Deckelspiegel durchdringenden Öffnung;
ein auf einer Innenseite des Deckelspiegels angeordnetes Innenelement mit einer das
Innenelement durchdringenden Ventilierungsöffnung, die mit der ersten Öffnung ausgerichtet
ist;
ein auf einer Außenseite des Deckelspiegels angeordnetes Betätigungselement, welches
bevorzugt aus Kunststoff ausgebildet ist, wobei das Betätigungselement einen ersten
und einen zweiten Gelenkbereich aufweist, welche das Betätigungselement in einen ersten,
einen zweiten und einen dritten Abschnitt unterteilen, und der zweite Abschnitt zwischen
dem ersten und dem dritten Abschnitt angeordnet ist; wobei
der erste Abschnitt des Betätigungselements am Deckelspiegel anliegend angeordnet
ist;
der zweite Abschnitt des Betätigungselements relativ zum ersten Abschnitt um den ersten
Gelenkbereich verschwenkbar ist und der zweite Abschnitt ein Schließelement, insbesondere
einen Zapfen, zum Verschließen der Ventilierungsöffnung aufweist;
der dritte Abschnitt des Betätigungselements relativ zum zweiten Abschnitt um den
zweiten Gelenkbereich verschwenkbar ist und der dritte Abschnitt ein erstes Kopplungselement
aufweist; und
das Innenelement ein zweites Kopplungselement aufweist, das mit dem ersten Kopplungselement
koppelbar ist.
2. Deckel nach Anspruch 1, wobei das erste und zweite Kopplungselement im gekoppelten
Zustand bei einer Druckausübung auf das Schließelement ausgehend von einem Innenraum
des Behälters eine Rückhaltekraft bereitstellen, insbesondere eine Rückhaltekraft
senkrecht zum Deckelspiegel, die das Herausdrücken des Schließelements aus der Ventilierungsöffnung
verhindert.
3. Deckel nach Anspruch 1 oder 2, wobei das erste und das zweite Kopplungselement komplementär
zueinander ausgebildet und miteinander in Eingriff bringbar sind.
4. Deckel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das erste Kopplungselement als eine
oder mehrere Ösen und das zweite Kopplungselement als eine oder mehrere Rastnasen
ausgebildet sind oder umgekehrt, und wobei jeweilige Rastnasen mit jeweiligen Ösen
in Eingriff bringbar sind.
5. Deckel nach einem Ansprüche 1 bis 4, wobei die Kopplung zwischen erstem und zweitem
Kopplungselement selbsthemmend ist, insbesondere so, dass eine Druckkraft auf das
Schließelement so auf das erste Kopplungselement übertragen wird, dass sie entgegen
einer Entkopplungsrichtung der Kopplungselemente wirkt.
6. Deckel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Gelenkbereiche geradlinig ausgebildet
sind, insbesondere parallel zueinander.
7. Deckel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Gelenkbereiche als Bereiche des
Betätigungselements mit reduzierter Materialstärke ausgebildet sind, insbesondere
als Auskerbungen, die vorzugsweise auf einer dem Deckelspiegel abgewandten Seite vorgesehen
sind.
8. Deckel nach Anspruch 7, wobei im zweiten Gelenkbereich ein oder mehrere Verstrebungen
zwischen dem zweiten und dritten Abschnitt vorgesehen sind, welche ausgehend von einer
ebene Ausrichtung des zweiten und dritten Abschnitts die Verschwenkbarkeit in eine
erste Richtung ermöglichen, insbesondere durch Stauchbarkeit oder Einknickbarkeit
der Verstrebungen, und die Verschwenkbarkeit in eine zweite Richtung entgegengesetzt
zur ersten Richtung erschweren, insbesondere indem die Kraftaufwendung bei einem Verschwenken
in die zweite Richtung relativ zur Kraftaufwendung bei einem Verschwenken in die erste
Richtung größer ist.
9. Deckel nach Anspruch 8, wobei die erste Richtung vom Deckelspiegel weg gerichtet ist,
insbesondere wobei die erste Richtung eine Aufklapprichtung des dritten Abschnitts
bei einem Öffnen des Behälters ist.
10. Deckel nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei das erste und zweite Kopplungselement
mehrfach nacheinander miteinander koppelbar und wieder entkoppelbar sind und dadurch
eine Wiederverschließbarkeit der Ventilierungsöffnung bereitstellen.
11. Deckel nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei im Deckelspiegel eine zweite Öffnung
vorgesehen ist und durch ein Wegklappen des Innenelements von der Innenseite des Deckelspiegels
eine Fluidverbindung zwischen der zweiten Öffnung und einem Behälterinneren herstellbar
ist.
12. Deckel nach Anspruch 11, wobei der erste Abschnitt des Betätigungselements mit dem
Innenelement verbunden oder kontaktierbar ist, insbesondere eine gleitende Bewegung
zueinander ermöglichend, und das Innenelement durch eine Verschiebung des ersten Abschnitts
des Betätigungselements wegklappbar ist.
13. Deckel nach Anspruch 11, weiterhin ein inneres Gleitelement umfassend, welches an
der Innenseite des Deckelspielgels angeordnet ist, wobei der erste Abschnitt des Betätigungselements
mit dem inneren Gleitelement verbunden ist und eine Einheit aus dem ersten Abschnitt
des Betätigungselements und dem inneren Gleitelement entlang des Deckelspiegels verschiebbar
ist, wobei weiterhin das innere Gleitelement mit dem Innelement verbunden oder kontaktierbar
ist, insbesondere eine gleitende Bewegung zueinander ermöglichend, und das Innenelement
durch eine Verschiebung der Einheit wegklappbar ist.
14. Deckel nach Anspruch 12 oder 13, wobei eine Verschiebung des ersten Abschnitts erst
nach einem Aufklappen des dritten Abschnitts und einem nachfolgenden Aufklappen des
zweiten Abschnitts möglich ist, insbesondere nachdem dadurch das erste und zweite
Kopplungselement entkoppelt sind und daran anschließend das Schließelement aus der
Ventilierungsöffnung und der ersten Öffnung entfernt ist.
15. Behälter, insbesondere eine Dose, umfassend:
einen Grundkörper; und
einen Deckel nach einem der Ansprüche 1 bis 14.