[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Visualisierung der Abstützposition und/oder
des Ausfahrweges zumindest einer Stütze eines Fahrzeuges, insbesondere einer Stütze
eines Fahrzeuges mit einer darauf aufgebauten Hubarbeitsbühne, wobei die Stütze, insbesondere
seitlich, aus dem Fahrzeug aus ihrer eingefahrenen Position in ihre Abstützposition
und bei Nichtgebrauch wieder zurück verfahrbar ist.
[0002] Eine Hubarbeitsbühne umfasst üblicherweise ein auf dem Fahrzeug montiertes Untergestell.
Hierbei handelt es sich um eine Art Hilfsrahmen, auf den eine Hubeinrichtung montiert
ist. Die Hubeinrichtung ist am Untergestell befestigt und trägt eine Arbeitsbühne.
Die Hubeinrichtung dient dazu, die Arbeitsbühne in die gewünschte Arbeitsposition
bewegen zu können, und kann beispielsweise als ein einfacher oder aus mehreren Bestandteilen
bestehender, teleskopierbarer oder gelenkiger Ausleger oder ein Scherenmechanismus
oder eine Kombination ausgebildet sein. An dem freien Ende des letzten Bestandteils
ist üblicherweise die Arbeitsbühne montiert. In Abhängigkeit von unterschiedlichen
Randbedingungen und Parametern, wie z. B. Beschaffenheit des Untergrundes, Reichweite
und/oder Ausrichtung, muss eine Stütze mehr oder weniger ausgefahren werden.
[0003] Das entsprechende Positionieren eines Fahrzeuges ist üblicherweise recht aufwändig,
da ein Benutzer insbesondere den Bereich auf der Beifahrerseite des Fahrzeuges schwer
einsehen kann. Daher wird das Fahrzeug zunächst geparkt. Anschließend muss der Benutzer
sich in den entsprechenden Bereich begeben, um überprüfen zu können, ob in dieser
Parkposition ein Ausfahren jeder Stütze möglich ist oder sich beispielsweise ein Hindernis
im Ausfahrweg befindet.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, die vorgenannten Nachteile zu vermeiden und ein Verfahren
anzugeben, das das Abstellen eines Fahrzeuges und das anschließende Ausfahren der
Stützen vereinfacht.
[0005] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass der an das Fahrzeug angrenzende Bereich,
in den die betreffende Stütze ausgefahren werden soll, mit zumindest einer Erfassungseinrichtung,
insbesondere einer Kamera, erfasst und auf einer Anzeigeeinrichtung, insbesondere
als Bildschirm ausgebildeten Anzeigeeinrichtung, angezeigt wird und dass gleichzeitig
auf der Anzeigeeinrichtung entweder
- zumindest die Abstützposition bei maximalem Ausfahren sowie insbesondere der bis zum
Erreichen der Abstützposition bei maximalem Ausfahren zu absolvierende Ausfahrweg
dargestellt werden
oder aber
- zumindest die im konkreten Einsatzfall beabsichtigte Abstützposition sowie insbesondere
der bis zum Erreichen der im konkreten Einsatzfall beabsichtigten Abstützposition
zu absolvierende Ausfahrweg dargestellt werden.
[0006] Das erfindungsgemäße Verfahren erlaubt ein einfaches Abstellen des Fahrzeuges und
das anschließende Ausfahren der Stützen auch auf bzw. entlang einer viel befahrenen
Straße, da beispielsweise der Bereich der Beifahrerseite, in den üblicherweise zumindest
eine Stütze ausgefahren werden muss, auf der Anzeigeeinrichtung angezeigt wird. Unter
Stützen werden sämtliche Gegenstände verstanden, die der Abstützung des Fahrzeuges
dienen und die zum Zwecke des Abstützens aus der Kontur des Fahrzeuges heraus bewegt
werden. Der Ausfahrweg ist abhängig von der konstruktiven Ausgestaltung der verwendeten
Stützen. So können die Stützen beispielsweise horizontal ausgefahren, ausgeschwenkt
oder heruntergeschwenkt werden. Selbstverständlich sind auch Kombinationen möglich.
[0007] Gleichzeitig wird entweder zumindest die Abstützposition bei maximalem Ausfahren
sowie insbesondere der bis zum Erreichen der Abstützposition bei maximalem Ausfahren
zu absolvierende Ausfahrweg dargestellt oder zumindest die im konkreten Einsatzfall
beabsichtigte Abstützposition sowie insbesondere der bis zum Erreichen der im konkreten
Einsatzfall beabsichtigten Abstützposition zu absolvierende Ausfahrweg dargestellt.
[0008] Der Benutzer erkennt damit direkt, ob beispielsweise ein Hindernis ein Ausfahren
grundsätzlich verhindert oder ob sich beispielsweise im Bereich der beabsichtigten
Abstützposition ein Gully befindet, der ein Abstützen in diesem Bereich unmöglich
macht. In diesem Fall muss das Fahrzeug lediglich ein wenig vor - oder zurückbewegt
werden. Beim Verfahren kann der Bereich neben dem Fahrzeug in der Anzeigeeinrichtung
weiter beobachtet und das Fahrzeug bei Erreichen der richtigen Position gestoppt werden.
[0009] Zumindest eine Abstützposition und/oder zumindest ein Ausfahrweg kann auf der Oberfläche
der Anzeigeeinrichtung dargestellt werden. So können beispielsweise die Abstützpositionen
und/oder zumindest ein Ausfahrweg durch einen Klebestreifen auf der Oberfläche der
Anzeigeeinrichtung dargestellt werden. Auch andere Darstellungsweisen, wie beispielsweise
ein Aufmalen, ein Einfräsen oder dergleichen, sind denkbar. Selbstverständlich kann
auch auf den Bildschirm eine Folie aufgelegt werden, auf der die Abstützposition und/oder
der Ausfahrweg dargestellt sind. Selbstverständlich können beispielsweise auf der
Folie mehrere Abstützpositionen je Stütze dargestellt sein, die sich in einem unterschiedlichen
Abstand zur Längsachse des Fahrzeuges befinden.
[0010] Die Anzeigeeinrichtung kann als Bildschirm ausgebildet sein und zumindest eine Abstützposition
und/oder zumindest ein Ausfahrweg können auf dem Bildschirm eingeblendet werden. In
diesem Fall wird beispielsweise die Abstützposition direkt mit in den Bildschirm eingeblendet,
so dass der Benutzer sofort erkennt, ob beispielsweise die Parkposition des Fahrzeuges
in Bezug auf die erforderliche Abstützposition geeignet ist.
[0011] Für zumindest eine Stütze kann die im konkreten Einsatzfall beabsichtigte Abstützposition
manuell festgelegt werden.
[0012] Für zumindest eine Stütze kann mittels einer Rechnereinheit unter Berücksichtigung
von für den konkreten Einsatzfall gemessener und/oder eingegebener Randbedingungen
die zumindest erforderliche Abstützposition ermittelt werden. Bei den Randbedingungen
kann es sich beispielsweise um die Reichweite des Korbs, das Gewicht der in dem Korb
befindlichen Personen, eventuelle Windlasten, die Beschaffenheit des Untergrundes
oder dergleichen, handeln. Die zumindest erforderliche Abstützposition wird dann in
der Anzeigeeinrichtung gegebenenfalls in Verbindung mit dem Ausfahrweg dargestellt.
[0013] Dabei kann eine mit der Rechnereinheit verbundene Eingabeeinrichtung vorgesehen sein,
die ein Eingeben der Zielkoordinaten und/oder von Daten, wie beispielsweise zur Bodenbeschaffenheit,
zur Größe einer beabsichtigt einzusetzenden Stützfläche, zum Gewicht oder dergleichen,
zur Bestimmung der zumindest erforderlichen Abstützposition erlaubt.
[0014] Zumindest eine Detektionseinrichtung kann vorgesehen sein, die ein in dem zu absolvierenden
Ausfahrweg befindliches Hindernis und/oder eine nicht geeignete beabsichtigte Abstützposition
detektiert. Wird ein Hindernis in dem Ausfahrweg detektiert, kann im einfachsten Fall
ein Signal ausgegeben werden. Es bietet sich an, wenn die Detektionseinrichtung nur
solche Hindernisse detektiert, die zur Erreichung der beabsichtigten Abstützposition
nicht durch die Stütze überfahren werden können.
[0015] Die Detektionseinrichtung kann mit der Rechnereinheit verbunden sein und bei Detektion
eines Hindernisses und/oder einer nicht geeigneten beabsichtigten Abstützposition
kann der Ausfahrvorgang gestoppt werden.
[0016] Die Erfindung betrifft auch ein Fahrzeug, insbesondere ein Fahrzeug mit einer darauf
aufgebauten Hubarbeitsbühne, mit zumindest einer Stütze, die, insbesondere seitlich,
aus dem Fahrzeug aus ihrer eingefahrenen Position in ihre Abstützposition und bei
Nichtgebrauch wieder zurück verfahrbar ist.
[0017] Eine Hubarbeitsbühne umfasst üblicherweise ein auf dem Fahrzeug montiertes Untergestell.
Hierbei handelt es sich um eine Art Hilfsrahmen, auf den eine Hubeinrichtung montiert
ist. Die Hubeinrichtung ist am Untergestell befestigt und trägt eine Arbeitsbühne.
Die Hubeinrichtung dient dazu, die Arbeitsbühne in die gewünschte Arbeitsposition
bewegen zu können, und kann beispielsweise als ein einfacher oder aus mehreren Bestandteilen
bestehender, teleskopierbarer oder gelenkiger Ausleger oder ein Scherenmechanismus
oder eine Kombination ausgebildet sein. An dem freien Ende des letzten Bestandteils
ist üblicherweise die Arbeitsbühne montiert. In Abhängigkeit von unterschiedlichen
Randbedingungen und Parametern, wie z. B. Beschaffenheit des Untergrundes, Reichweite
und/oder Ausrichtung, muss eine Stütze mehr oder weniger ausgefahren werden.
[0018] Das entsprechende Positionieren eines Fahrzeuges ist üblicherweise recht aufwändig,
da ein Benutzer insbesondere den Bereich auf der Beifahrerseite des Fahrzeuges schwer
einsehen kann. Daher wird das Fahrzeug zunächst geparkt. Anschließend muss der Benutzer
sich in den entsprechenden Bereich begeben, um überprüfen zu können, ob in dieser
Parkposition ein Ausfahren jeder Stütze möglich ist oder sich beispielsweise ein Hindernis
im Ausfahrweg befindet. Aufgabe der Erfindung ist es, die vorgenannten Nachteile zu
vermeiden und ein Fahrzeug anzugeben, die das Abstellen und das anschließende Ausfahren
der Stützen vereinfacht.
[0019] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass das Fahrzeug zum einen eine den an das Fahrzeug
angrenzenden Bereich, in den die betreffende Stütze ausgefahren werden soll, erfassende
Erfassungseinrichtung, insbesondere eine Kamera, und zum anderen eine, insbesondere
in einem Fahrerhaus des Fahrzeuges angeordnete, Anzeigeeinrichtung, insbesondere als
Bildschirm ausgebildete Anzeigeeinrichtung, aufweist, wobei in der Anzeigeeinrichtung
zum einen das von der Erfassungseinrichtung erfasste Bild angezeigt wird und zum anderen
entweder
- zumindest die Abstützposition bei maximalem Ausfahren sowie insbesondere der bis zum
Erreichen der Abstützposition bei maximalem Ausfahren zu absolvierende Ausfahrweg
dargestellt werden
oder aber
- zumindest die im konkreten Einsatzfall beabsichtigte Abstützposition sowie insbesondere
der bis zum Erreichen der im konkreten Einsatzfall beabsichtigten Abstützposition
zu absolvierende Ausfahrweg dargestellt werden.
[0020] Zur Ermittlung der zumindest erforderlichen Abstützposition wenigstens einer Stütze
kann eine mit der Anzeigeeinrichtung verbundene Rechnereinheit vorgesehen sein, die
unter Berücksichtigung von für den konkreten Einsatzfall gemessener und/oder eingegebener
Randbedingungen ermittelt wird. Unter Stützen werden sämtliche Gegenstände verstanden,
die der Abstützung des Fahrzeuges dienen und die zum Zwecke des Abstützens aus der
Kontur des Fahrzeuges heraus bewegt werden. Der Ausfahrweg ist abhängig von der konstruktiven
Ausgestaltung der verwendeten Stützen. So können die Stützen beispielsweise horizontal
ausgefahren, ausgeschwenkt oder heruntergeschwenkt werden. Selbstverständlich sind
auch Kombinationen möglich.
[0021] Zumindest eine Stütze kann eine insbesondere in Richtung des Ausfahrweges weisende
Detektionseinrichtung aufweisen, die vorzugsweise mit der Rechnereinheit verbunden
ist.
[0022] Dabei bietet es sich an, wenn eine mit der Rechnereinheit verbundene Eingabeeinrichtung
zur Eingabe der Zielkoordinaten und/oder von Daten, wie beispielsweise zur Bodenbeschaffenheit,
zur Größe einer beabsichtigt einzusetzenden Stützfläche, zum Gewicht oder dergleichen,
zur Bestimmung der zumindest erforderlichen Abstützposition vorgesehen ist.
[0023] Es bietet sich an, wenn die Anzeigeeinrichtung als Touchscreen ausgebildet ist. Hierdurch
kann beispielsweise durch Berühren die gewünschte Abstützposition festgelegt oder
eine von der Rechnereinheit ermittelte Abstützposition verändert werden.
[0024] Im Folgenden werden in den Zeichnungen dargestellte Ausführungsbeispiele der Erfindung
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Draufsicht auf ein Fahrzeug mit ausgefahrenen Stützen,
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf ein Fahrzeug sowie angedeuteten Ausfahrwegen und angedeuteten
Abstützpositionen,
- Fig. 3+4
- schematische Darstellungen der Komponenten zur Durchführung des Verfahrens,
- Fig. 5
- eine Seitenansicht auf den Endbereich einer Stütze mit einer frontseitig angeordneten
Detektionseinrichtung und
- Fig. 6-8
- Draufsichten auf unterschiedliche Bildschirminhalte der Anzeigeeinrichtung.
[0025] In allen Figuren werden für gleiche bzw. gleichartige Bauteile übereinstimmende Bezugszeichen
verwendet.
[0026] Fig. 1 zeigt ein Fahrzeug 1, das ein Fahrerhaus 2 aufweist. Auf dem Fahrzeug 1 befindet
sich eine nicht dargestellte Hubarbeitsbühne, die auf einem auf dem Fahrzeug 1 montierten
Untergestell montiert ist. Die Hubarbeitsbühne umfasst u. a. eine Hubeinrichtung,
die am Untergestell befestigt ist und die endseitig eine Arbeitsbühne, beispielsweise
einen Korb, trägt. Die Hubeinrichtung weist beispielsweise einen aus mehreren Bestandteilen
bestehenden, teleskopierbaren Ausleger, an dessem freien Ende des letzten Bestandteils
die Arbeitsbühne montiert ist, auf.
[0027] Auf beiden Seiten des Fahrzeuges sind je zwei Stützen 3 vorgesehen, die in dem dargestellten
Ausführungsbeispiel rechtwinklig zur Fahrzeugachse aus einer eingefahrenen Position
in die dargestellte Abstützposition ausgefahren werden können.
[0028] Für die Beifahrerseite ist eine Erfassungseinrichtung 4 in Form einer Kamera dargestellt,
die den an das Fahrzeug angrenzenden seitlichen Bereich erfasst und auf einer in Fig.
1 nicht dargestellten Anzeigeeinrichtung 5 anzeigt. Die Anzeigeeinrichtung 5 ist vorzugsweise
im Fahrerhaus 2 angeordnet, so dass ein Benutzer vom Fahrersitz aus die Anzeigeeinrichtung
5 sehen und eventuell auch bedienen kann.
[0029] Fig. 2 stellt wiederum eine Draufsicht dar, wobei aber hier für jede Fahrzeugseite
eine Erfassungseinrichtung 4 eingezeichnet ist. Im Gegensatz zu dem Ausführungsbeispiel
nach Fig. 1 fahren die vorderen Stützen in einem Winkel ungleich 90° zur Längsachse
des Fahrzeuges 1 in Richtung des Fahrerhauses 2 aus, während die hinteren Stützen
in einem 90°-Winkel zur Längsachse ausgefahren werden. Darüber hinaus sind nicht nur
die vier Abstützpositionen 6, sondern auch die zu absolvierenden Ausfahrwege 7 dargestellt.
Dabei ist der Ausfahrweg 7 auf die breiteste Stelle der betreffenden Stütze 3 dargestellt,
die sich üblicherweise im Bereich der unterseitigen Stützfläche 8 befindet. Es liegt
auf der Hand, dass die Breite des Ausfahrweges 7 über die Höhe einer Stütze 3 gesehen
nicht immer gleich ist.
[0030] In Fig. 2 ist zusätzlich im Bereich der vorderen rechten Stütze 3 ein Hindernis 9
dargestellt. Das Hindernis 9 wird von der Erfassungseinrichtung 4 erfasst und ebenfalls
auf der Anzeigeeinrichtung 5 angezeigt. Somit erkennt der Benutzer des Fahrzeuges
1 direkt, dass bei einem weiteren Herausfahren über die gestrichelt dargestellte Abstützposition
hinaus die Stütze 3 mit dem Hindernis 9 kollidiert. Fig. 3 zeigt die Komponenten zur
Durchführung des Verfahrens. Die Erfassungseinrichtung 4, die in dem dargestellten
Beispiel als Kamera ausgebildet ist, ist mit einer Rechnereinheit 10 verbunden. Die
Kamera liefert stehende Bilder, vorzugsweise Videos, von dem erfassten Bereich.
[0031] Die Rechnereinheit 10 ist wiederum mit der Anzeigeeinrichtung 5, beispielsweise einem
Bildschirm, verbunden. Bei dem Bildschirm kann es sich beispielsweise um einen Touchscreen
handeln. Die Anzeigeeinrichtung 5 befindet sich vorzugsweise im unmittelbaren Bedienbereich
des Benutzers, beispielsweise im Fahrerhaus 2. Bei der Anzeigeeinrichtung 5 kann es
sich auch um den Bildschirm eines Navigationsgerätes handeln.
[0032] Zur Bedienung jeder Stütze 3 ist eine Bedieneinheit 11 dargestellt. Der Einfachheit
halber ist lediglich zu einer Stütze 3 ein Aktor 12 dargestellt, der mittels der Bedieneinheit
11 angesteuert werden kann. Bei dem Aktor 12 kann es sich beispielsweise um einen
Hydraulikzylinder handeln.
[0033] Das durch die Erfassungseinrichtung 4 aufgenommene Bild wird, gegebenenfalls nach
einer Bearbeitung in der Rechnereinheit 10, an die Anzeigeeinrichtung 5 gesendet und
hier angezeigt. Mittels der Bedieneinheit 11 können gegebenenfalls auch die Erfassungseinrichtung
4 und/oder die Darstellung in der Anzeigeeinrichtung 5 gesteuert werden. Die Rechnereinheit
10 kann auch zum Berechnen gewünschter Zusatzinformationen verwendet werden, die zusätzlich
alphanummerisch oder graphisch in der Anzeigeeinrichtung 5 angezeigt werden.
[0034] Zusätzlich ist eine Detektionseinrichtung 13, beispielsweise in Form eines Sensors,
vorgesehen, die ebenfalls mit der Rechnereinheit 10 verbunden ist und Hindernisse
9 im Bereich des Ausfahrweges 7 detektiert. Die Informationen der Detektionseinrichtung
13 werden in der Rechnereinheit 10 ausgewertet. Sie können auch alphanummerisch oder
graphisch in der Anzeigeeinrichtung 5 mitangezeigt werden. Die Bedieneinheit 10 kann
auch zur Modifikation der Signale der Detektionseinrichtung 13 dienen.
[0035] In Fig. 4 ist eine erweiterte Ausführungsform dargestellt. Hier ist der Rechnereinheit
10 eine Datenbank 14 zugeordnet. Auch kann zusätzlich noch die Möglichkeit einer Verbindung
mit dem Internet 15 vorgesehen sein. In der Datenbank 14 können spezifische Daten,
Informationen oder Leistungsparameter verschiedener Abstützkonfigurationen hinterlegt
sein. Im Falle einer Verbindung mit dem Internet 15 können weitere Daten, wie Ortskoordinaten,
abgefragt werden.
[0036] In Fig. 5 ist der Endbereich einer Stütze 3 dargestellt, die im Bereich ihres freien
Endes eine Detektionseinrichtung 13 aufweist. Die Stütze 3 ist in Richtung des Pfeils
16 aus- bzw. einfahrbar. Bei Herausfahren detektiert die Detektionseinrichtung 13
zunächst das linke Hindernis 9. Da die Höhe dieses Hindernisses 9 aber geringer als
der Abstand zwischen der Unterkante der Stützfläche 8 der Stütze 3 und dem Untergrund
17 ist, kann die Stütze 3 das linke Hindernis 9 beim Ausfahren "überfahren". Die Detektionseinrichtung
13 detektiert dann das weitere rechte Hindernis 9, das sich in dem Ausfahrweg 7 befindet.
Da das rechte Hindernis 9 eine größere Höhe aufweist, wird das weitere Ausfahren so
frühzeitig gestoppt, dass eine Kollision verhindert wird. In Abhängigkeit der aktuell
kombinierten Parameter, Daten und/oder Informationen ist eine visuelle und/oder akustische
Warnung möglich. Die Bedienung kann auch eingeschränkt oder unterbunden werden.
[0037] In den Fig. 6 bis 8 sind verschiedene Draufsichten auf den Bildschirminhalt der Anzeigeeinrichtung
5 dargestellt. Die Erfassungseinrichtung 4 ist in diesen Ausführungsbeispielen so
angeordnet, dass sie das Fahrzeug 1 von oben erfasst, so dass alle Bereiche um das
Fahrzeug 1 herum angezeigt werden.
[0038] In Fig. 6 sind zu unterschiedlich weit von dem Fahrzeug 1 entfernt angeordneten Abstützpositionen
6 die maximal zulässigen Stützkräfte für jede Abstützposition 6 angezeigt. Dieser
Wert wird über die Rechnereinheit 10 ermittelt. In diese Bestimmung fließen verschiedene
Informationen, Randbedingungen und Daten, wie Ausrichtung des Fahrzeuges 1 zum Untergrund
17, Ausrichtung der Arbeitsbühne zum Fahrzeug 1, Art und Nutzlast des Lastaufnahmemittels,
Beschaffenheit des Untergrundes 17 oder dergleichen, ein.
[0039] Der Bildschirminhalt nach Fig. 7 zeigt für jede Stütze 3 zwei im unterschiedlichen
Abstand zum Fahrzeug 1 angeordnete Abstützpositionen 6. Mittels der Rechnereinheit
10 wird dem Benutzer in diesem Fall direkt die mit dieser Abstützposition 6 maximal
erzielbare Reichweite angezeigt. In diese Bestimmung fließen verschiedene Informationen,
Randbedingungen und Daten, wie Ausrichtung des Fahrzeuges 1 zum Untergrund 17, Ausrichtung
der Arbeitsbühne zum Fahrzeug 1, Art und Nutzlast des Lastaufnahmemittels, Beschaffenheit
des Untergrundes 17 oder dergleichen, ein. Werden die Stützen 3 in die erste Abstützposition
6 gebracht, ist eine Reichweite von 17,3 m erzielbar, während ein weiteres Ausfahren
der Stütze 3 eine Reichweite von 21,5 m ermöglicht.
[0040] Ferner ist im Bereich der rechten vorderen Stütze 3 ein Hindernis 9 dargestellt.
Der Benutzer erkennt auf der Anzeigeeinrichtung 5 direkt, dass die rechte vordere
Stütze 3 nicht in die äußere Abstützposition 6 verfahren werden kann, da es dann zu
einer Kollision kommt.
[0041] Fig. 8 zeigt den Bildschirminhalt, wenn die Rechnereinheit 10 direkt die Größe der
erforderlichen Abstützfläche 18 ermittelt hat. Die Größe der erforderlichen Stützfläche
18, die beispielsweise durch auf den Untergrund 17 abgelegte Holzbretter erzeugt wird,
hängt u. a. von der Beschaffenheit des Untergrundes 17 ab.
1. Verfahren zur Visualisierung der Abstützposition (6) und/oder des Ausfahrweges (7)
zumindest einer Stütze (3) eines Fahrzeuges (1), insbesondere einer Stütze eines Fahrzeuges
(1) mit einer darauf aufgebauten Hubarbeitsbühne, wobei die Stütze (3), insbesondere
seitlich, aus dem Fahrzeug (1) aus ihrer eingefahrenen Position in ihre Abstützposition
(6) und bei Nichtgebrauch wieder zurück verfahrbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass der an das Fahrzeug (1) angrenzende Bereich, in den die betreffende Stütze (3) ausgefahren
werden soll, mit zumindest einer Erfassungseinrichtung (4), insbesondere einer Kamera,
erfasst und auf einer Anzeigeeinrichtung (5), insbesondere als Bildschirm ausgebildeten
Anzeigeeinrichtung (5), angezeigt wird und dass gleichzeitig auf der Anzeigeeinrichtung
(5) entweder
- zumindest die Abstützposition (6) bei maximalem Ausfahren sowie insbesondere der
bis zum Erreichen der Abstützposition (6) bei maximalem Ausfahren zu absolvierende
Ausfahrweg (7) dargestellt werden
oder aber
- zumindest die im konkreten Einsatzfall beabsichtigte Abstützposition (6) sowie insbesondere
der bis zum Erreichen der im konkreten Einsatzfall beabsichtigten Abstützposition
(6) zu absolvierende Ausfahrweg (7) dargestellt werden.
2. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Abstützposition (6) und/oder zumindest ein Ausfahrweg (7) auf der
Oberfläche der Anzeigeeinrichtung (5) dargestellt wird.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeigeeinrichtung (5) als Bildschirm ausgebildet ist und zumindest eine Abstützposition
(6) und/oder zumindest ein Ausfahrweg (7) auf dem Bildschirm eingeblendet wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass für zumindest eine Stütze (3) die im konkreten Einsatzfall beabsichtigte Abstützposition
(6) manuell festgelegt wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass für zumindest eine Stütze (3) mittels einer Rechnereinheit (10) unter Berücksichtigung
von für den konkreten Einsatzfall gemessener und/oder eingegebener Randbedingungen
die zumindest erforderliche Abstützposition (6) ermittelt wird.
6. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine mit der Rechnereinheit (10) verbundene Eingabeeinrichtung vorgesehen ist, die
ein Eingeben der Zielkoordinaten und/oder von Daten, wie beispielsweise zur Bodenbeschaffenheit,
zur Größe einer beabsichtigt einzusetzenden Stützfläche (18), zum Gewicht oder dergleichen,
zur Bestimmung der zumindest erforderlichen Abstützposition (6) erlaubt.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Detektionseinrichtung (13) vorgesehen ist, die ein in dem zu absolvierenden
Ausfahrweg (7) befindliches Hindernis (9) und/oder eine nicht geeignete beabsichtigte
Abstützposition (6) detektiert.
8. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, soweit dieser auf einen der Ansprüche
5 bis 6 rückbezogen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Detektionseinrichtung (13) mit der Rechnereinheit (10) verbunden ist und bei
Detektion eines Hindernisses (9) und/oder einer nicht geeigneten beabsichtigten Abstützposition
(6) der Ausfahrvorgang gestoppt wird.
9. Fahrzeug (1), insbesondere Fahrzeug (1) mit einer darauf aufgebauten Hubarbeitsbühne,
mit zumindest einer Stütze (3), die, insbesondere seitlich, aus dem Fahrzeug (1) aus
ihrer eingefahrenen Position in ihre Abstützposition (6) und bei Nichtgebrauch wieder
zurück verfahrbar ist, insbesondere zur Durchführung eines Verfahrens nach den vorhergehenden
Ansprüchen,
dadurch gekennzeichnet, dass das Fahrzeug (1) zum einen eine den an das Fahrzeug (1) angrenzenden Bereich, in
den die betreffende Stütze (3) ausgefahren werden soll, erfassende Erfassungseinrichtung,
(4) insbesondere eine Kamera, und zum anderen eine, insbesondere in einem Fahrerhaus
(2) des Fahrzeugs (1) angeordnete, Anzeigeeinrichtung (5), insbesondere als Bildschirm
ausgebildete Anzeigeeinrichtung (5), aufweist, wobei in der Anzeigeeinrichtung (5)
zum einen das von der Erfassungseinrichtung (4) erfasste Bild angezeigt wird und zum
anderen entweder
- zumindest die Abstützposition (6) bei maximalem Ausfahren sowie insbesondere der
bis zum Erreichen der Abstützposition (6) bei maximalem Ausfahren zu absolvierende
Ausfahrweg (7) dargestellt werden
oder aber
- zumindest die im konkreten Einsatzfall beabsichtigte Abstützposition (6) sowie insbesondere
der bis zum Erreichen der im konkreten Einsatzfall beabsichtigten Abstützposition
(6) zu absolvierende Ausfahrweg (7) dargestellt werden.
10. Fahrzeug (1) nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Ermittlung der zumindest erforderlichen Abstützposition (6) wenigstens einer
Stütze (3) eine mit der Anzeigeeinrichtung (5) verbundene Rechnereinheit (10) vorgesehen
ist.
11. Fahrzeug (1) nach einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Stütze (3) eine insbesondere in Richtung des Ausfahrweges (7) weisende
Detektionseinrichtung (13) aufweist, die vorzugsweise mit der Rechnereinheit (10)
verbunden ist.
12. Fahrzeug (1) nach einem der Ansprüche 10 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass eine mit der Rechnereinheit (10) verbundene Eingabeeinrichtung zur Eingabe der Zielkoordinaten
und/oder von Daten, wie beispielsweise zur Bodenbeschaffenheit, zur Größe einer beabsichtigt
einzusetzenden Stützfläche (18), zum Gewicht oder dergleichen, zur Bestimmung der
zumindest erforderlichen Abstützposition (6) vorgesehen ist.
13. Fahrzeug (1) nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeigeeinrichtung (5) als Touchscreen ausgebildet ist.