[0001] Die Erfindung betrifft eine Vakuumpumpe mit einem Gehäuse, mindestens einer in dem
Gehäuse angeordneten, über einen Antrieb drehbar angetriebenen Welle sowie mit einem
mit der mindestens einen Welle gekoppelten Getriebe, wobei in einem das Getriebe aufweisenden
Gehäuseteil des Gehäuses ein Schmiermittelspeicher zur Aufnahme eines Schmiermittels
angeordnet ist und wobei der das Getriebe aufweisende Gehäuseteil über einen am übrigen
Gehäuse festlegbaren Getriebedeckel gegenüber der Umgebung verschließbar ist.
[0002] Die Entwicklung der Vakuumpumpen geht hin zu Vakuumpumpen mit einer hoher Leistungsdichte
und einem kompakten Pumpengehäuse. Aufgrund der geringen Gehäuseaußenfläche stellt
hierbei die Kühlung des Pumpengehäuses trotz deren Verrippung eine besondere Herausforderung
dar. Überschreitet die Leistungsdichte ein gewisses Maß, kann durch freie Konvektion
keine gleichmäßige Temperaturverteilung über die verschiedenen Bauteile mehr gewährleistet
werden. Dies ist aber bei Vakuumpumpen erforderlich, um bei den relativ engen Spalten
zwischen den bewegten Bauteilen ein Anlaufen der Teile untereinander mit möglichen
Folgeschäden für das gesamte System zu vermeiden.
[0003] Während die Gehäusebauteile Temperaturen von über 100 °C in der Regel ohne Schaden
überstehen, stoßen Betriebsmittel, wie beispielsweise die zur Schmierung der Wellenlager
und Getriebezahnräder dienenden Schmiermittel bei erhöhten Temperaturen an ihre Grenzen.
Diese altern vorzeitig und Bauteile, die von optimalen Schmiereigenschaften abhängig
sind, wie beispielsweise Getriebezahnräder, Wälzlager und auch berührende Dichtungen,
weisen eine verkürzte Lebensdauer auf und bedingen kürzere Serviceintervalle.
[0004] Aus der Praxis ist es bekannt, Vakuumpumpen mit einer Wasserkühlung zu versehen.
Diese Kühlungsart erfordert aber ein speziell darauf ausgelegtes Design des gesamten
Systems und ist für den Betreiber der Pumpen mit deutlich erhöhten Betriebskosten
verbunden.
[0005] Eine Mehrwellenvakuumpumpe ist beispielsweise aus der
DE 295 22 263 U1 bekannt. Mehrwellenvakuumpumpen sind beispielsweise Wälzkolbenvakuumpumpen.
[0006] Von dem Stand der Technik ausgehend liegt der Erfindung das technische Problem zugrunde,
eine Vakuumpumpe zu schaffen, die bei kompakter Bauweise gute Kühleigenschaften aufweist.
[0007] Dieses technische Problem wird mit einer Vakuumpumpe mit den Merkmalen gemäß Anspruch
1 gelöst.
[0008] Die erfindungsgemäße Vakuumpumpe mit einem Gehäuse, mindestens einer in dem Gehäuse
angeordneten, über einen Antrieb drehbar angetriebenen Welle sowie mit einem mit der
mindestens einen Welle gekoppelten Getriebe, wobei in einem das Getriebe aufweisenden
Gehäuseteil des Gehäuses ein Schmiermittelspeicher zur Aufnahme eines Schmiermittels
angeordnet ist und wobei der das Getriebe aufweisende Gehäuseteil über einen am übrigen
Gehäuse festlegbaren Getriebedeckel gegenüber der Umgebung verschließbar ist, zeichnet
sich dadurch aus, dass der Getriebedeckel einen lösbar mit dem Getriebedeckel verbindbaren
Teilbereich aufweist, der mit Kühlrippen versehen ist.
[0009] Durch die Anordnung der Kühlrippen an einem Teilbereich des Getriebedeckels wird
die Oberfläche des Getriebedeckels und somit die zum Wärmeaustausch mit der Umgebung
zur Verfügung stehende Gehäusefläche vergrößert. Die Ausbildung der Kühlrippen an
einem separaten am Getriebedeckel lösbar festlegbaren Teilbereich hat den Vorteil,
dass dieser Teilbereich je nach Anwendungsbereich aus einem anderen Material als der
übrige Getriebedeckel bestehen kann und auch die Form und innere Ausgestaltung der
Kühlrippen individuell den jeweiligen Anforderungen anpassbar ist.
[0010] Vorteilhafterweise besteht der die Kühlrippen aufweisende Teilbereich des Getriebedeckels
aus einem Material mit einer hohen Wärmeleitfähigkeit.
[0011] Gemäß einer praktischen Ausführungsform der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die
Kühlrippen als Ausbuchtungen und/oder Einbuchtungen in dem Teilbereich des Getriebedeckels
ausgebildet sind. Die Kühlrippen vergrößern die zum Wärmeaustausch zur Verfügung stehende
äußere Oberfläche des Getriebedeckels beziehungsweise des gesamten Gehäuses der Vakuumpumpe.
[0012] Zur Optimierung des Wärmeaustauschs über die Kühlrippen wird mit der Erfindung vorgeschlagen,
dass die Kühlrippen ein hohes Aspektverhältnis aufweisen, das heißt, dass das Verhältnis
Höhe zu Breite beziehungsweise Tiefe zu Breite groß ist, was einer großen Oberfläche
der Kühlrippe in Bezug auf die Grundfläche der Kühlrippe entspricht.
[0013] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung sind die Kühlrippen im Querschnitt
vieleckförmig oder ovalförmig ausgebildet.
[0014] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die
Kühlrippen im Querschnitt dreieckförmig ausgebildet sind.
[0015] Bei der Ausbildung der Kühlrippen als Ausbuchtungen und/oder Einbuchtungen in dem
Teilbereich des Getriebedeckels wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, dass die Kühlrippen
als Hohlrippen ausgebildet sind. Im Falle der Ausbildung der Kühlrippen als Ausbuchtungen
kann warmes Schmiermittel und warme Luft aus dem den Schmiermittelspeicher aufweisenden
Gehäuseteil in die hohlen Ausbuchtungen eintreten und über die große Oberfläche der
Kühlrippe Wärme an die kühlere Umgebung abgeben.
[0016] Im Falle der Ausbildung der Kühlrippen als Einbuchtungen ragt die mit kühler Umgebungsluft
gefüllte hohle Kühlrippe in den warmen Gehäuseteil und ermöglicht über die große Oberfläche
der Kühlrippe Wärme aus dem Inneren des warmen Gehäuseteils nach außen abzuleiten.
[0017] Gemäß einer alternativen Ausführungsform der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die
als Ausbuchtungen ausgebildeten Kühlrippen aus Vollmaterial bestehen. Die Länge beziehungsweise
Höhe einer aus Vollmaterial hergestellten Kühlrippe ist deutlich geringer als die
einer hohlen Rippe, da der durch Wärmeleitung herbeigeführte Wärmeaustausch mit der
kühleren Umgebung nur über eine begrenzte Länge sinnvoll durchführbar ist.
[0018] Um die Fluiddichtigkeit des Gehäuses und insbesondere des Getriebedeckels zu gewährleisten,
wird mit der Erfindung vorgeschlagen, dass der mit den Kühlrippen versehene Teilbereich
des Getriebedeckels über Dichtungselemente, vorzugsweise O-Ringe, gegenüber dem Getriebedeckel
abgedichtet ist.
[0019] Zur Verbesserung des Wärmeaustauschs wird mit der Erfindung weiterhin vorgeschlagen,
dass auf der Außenseite des Gehäuses mindestens ein Lüfter zum Kühlen der Außenseite
des Gehäuses angeordnet ist. Dieser Lüfter kann beispielsweise mit dem Antrieb der
Vakuumpumpe gekoppelt sein und von diesem angetrieben werden.
[0020] Die Kühlleistung des Lüfters im Bereich des mit den Kühlrippen versehenen Getriebedeckels
lässt sich erfindungsgemäß dadurch steigern, dass der Luftstrom des Lüfters über Leitbleche
den auf dem Teilbereich des Getriebedeckels angeordneten Kühlrippen zuführbar ist.
[0021] Schließlich wird mit der Erfindung vorgeschlagen, dass mindestens ein Leitblech als
Luftleitkanal ausgebildet ist und bei Bedarf über den mindestens einen Luftleitkanal
auch warme Luft vom Gehäuse fort absaugbar ist.
[0022] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich anhand der zugehörigen Zeichnungen,
in denen verschiedene Ausführungsbeispiele einer erfindungsgemäßen Vakuumpumpe nur
beispielhaft dargestellt sind, ohne die Erfindung auf diese Ausführungsbeispiele zu
beschränken. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- einen schematischen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße Vakuumpumpe;
- Fig. 2
- eine vergrößerte Ansicht des Details II, eine erste Ausführungsform darstellend;
- Fig. 3
- eine Ansicht gemäß Fig. 2, jedoch eine zweite Ausführungsform darstellend;
- Fig. 4
- eine Ansicht gemäß Fig. 2, jedoch eine dritte Ausführungsform darstellend;
- Fig. 5
- eine teilweise perspektivische Außenansicht des Gehäuses einer erfindungsgemäßen Vakuumpumpe;
- Fig. 6
- eine Ansicht gemäß Fig. 5, jedoch das Gehäuse mit Luftleitblechen darstellend.
[0023] Fig. 1 zeigt im Schnitt eine Vakuumpumpe 1, deren Gehäuse 2 im Wesentlichen zwei
Gehäuseteile 3 und 4 aufweist, nämlich Schöpfräume 3 und einen mit einem Schmiermittelspeicher
5 versehenen Getrieberaum 4.
[0024] Die in Fig. 1 dargestellte Vakuumpumpe ist eine Wälzkolbenvakuumpumpe.
[0025] Im Gehäuse 2 sind zwei Wellen 6 und 7 über Wälzlager 8 horizontal drehbar gelagert
angeordnet. Die Welle 6 wird über einen Antrieb 9, beispielsweise einen Asynchronmotor,
angetrieben. Auf der vom Antrieb 9 angetriebenen Welle 6 ist als Bestandteil eines
Getriebes 10 im Getrieberaum 4 ein Zahnrad 11 angeordnet, das bei der dargestellten
Ausführungsform einer Zweiwellen-Vakuumpumpe 1 mit einem auf der Welle 7 gelagerten
zweiten Zahnrad 12 in Eingriff steht.
[0026] Wie weiterhin aus Fig. 1 ersichtlich, ist der das Getriebe 10 aufweisende Gehäuseteil
4 über einen am übrigen Gehäuse 2 festlegbaren Getriebedeckel 13 gegenüber der Umgebung
verschließbar.
[0027] Auf den die Schöpfräume 3 durchsetzenden Teilen der Wellen 6 und 7 sind Kolben 14
und 15 angeordnet, die bei der Drehung der Wellen 6 und 7 den Pumpeffekt bewirken
und über mindestens eine Ansaugöffnung (nicht dargestellt) Fluid in die Schöpfräume
3 ansaugen und über mindestens eine Ausstoßöffnung (nicht dargestellt) wieder aus
den Schöpfräumen 3 austragen.
[0028] Die Kolben 14, 15 sind als zweibogige Rotoren ausgebildet.
[0029] Die Form der Kolben 14, 15 hat annähernd die Form der Ziffer "8".
[0030] Die Kolben 14, 15 sind in einer durch das Gehäuseteil 3 gebildeten Rotorkammer angeordnet
mit einem minimalen Abstand zwischen einer Umfangsfläche des Gehäuseteiles 3 und den
Kolben 14, 15. Darüber hinaus haben die Kolben 14, 15, wenn sie miteinander eingreifen,
einen minimalen Abstand zwischen sich ausgebildet, um zu verhindern, dass sie direkt
miteinander eingreifen, beziehungsweise sich behindern. Bei dem Betrieb der Wälzkolbenvakuumpumpe
1 wird die Antriebswelle 6 durch den Antrieb 9, beispielsweise einen Elektromotor
gedreht. Hierdurch wird die Abtriebswelle 7 in Gegenrichtung zu der Antriebswelle
6 durch die Eingreifbeziehung zwischen einem Antriebszahnrad 11 und einem Abtriebszahnrad
12 gedreht und der Antriebsrotor 15 und der Abtriebsrotor 14 werden demzufolge gedreht.
[0031] Sowohl die Zahnräder 11 und 12 als auch die Wälzlager 8 müssen mit einem Schmiermittel
versorgt werden, um diese zu kühlen und einen erhöhten Verschleiß zu vermeiden. Zu
diesem Zweck weist der Getrieberaum 4 einen mit einem Schmiermittel befüllten Schmiermittelspeicher
5 auf. In den Schmiermittelspeicher 5 taucht eine auf der Welle 6 angeordnete Schleuderscheibe
16 ein, die das Schmiermittel in dem gesamten Getrieberaum 4 verteilt und insbesondere
den Wälzlagern 8 und den Zahnrädern 11 und 12 zuführt.
[0032] Während die Bauteile des Gehäuses 2 und 13 Temperaturen von über 100 °C in der Regel
ohne Schaden überstehen, stoßen Betriebsmittel, wie beispielsweise die zur Schmierung
der Wälzlager 8 dienenden Schmiermittel bei erhöhten Temperaturen an ihre Grenzen.
Diese altern vorzeitig und Bauteile, die von optimalen Schmiereigenschaften abhängig
sind, wie beispielsweise die Getriebezahnräder 11 und 12, Wälzlager 8 und auch berührende
Dichtungen, weisen eine verkürzte Lebensdauer auf und bedingen kürzere Serviceintervalle.
[0033] Aus diesem Grunde ist es erforderlich den Getrieberaum 4 und/oder das in dem Schmiermittelspeicher
5 befindliche Schmiermittel direkt oder indirekt zu kühlen.
[0034] Wie aus den Fig. 5 und 6 ersichtlich, sind auf der Außenseite des Gehäuses 2 Kühlrippen
17 angeordnet, die die äußere Oberfläche des Gehäuses 2 vergrößern und so einen besseren
Wärmeaustausch mit der Umgebung ermöglichen. Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform
weist die Vakuumpumpe 1 einen mit dem Antrieb 9 gekoppelten Lüfter 18 auf, über den
ein Luftstrom erzeugt wird, der zum Kühlen entlang der Kühlrippen führbar ist.
[0035] Als Besonderheit weisen die dargestellten Ausführungsformen einer Vakuumpumpe Kühlrippen
19 im Bereich des Getriebedeckels 13 auf, die auf einen lösbar mit dem Getriebedeckel
13 verbindbaren Teilbereich 20 angeordnet sind. Dieser mit den Kühlrippen 19 versehene
Teilbereich 20 des Getriebedeckels 13 ist über vorzugsweise O-Ringe ausgebildete Dichtungselemente
21 gegenüber dem Getriebedeckel 13 abgedichtet, wie in Fig. 2 dargestellt.
[0036] Durch die Anordnung der Kühlrippen 19 an einem Teilbereich 20 des Getriebedeckels
13 wird die Oberfläche des Getriebedeckels und somit die zum Wärmeaustausch mit der
Umgebung zur Verfügung stehende Gehäusefläche vergrößert. Die Ausbildung der Kühlrippen
19 an einem separaten, am Getriebedeckel 13 lösbar festlegbaren Teilbereich 20 hat
den Vorteil, dass dieser Teilbereich 20 je nach Anwendungsbereich aus einem anderen
Material als der übrige Getriebedeckel 13 bestehen kann und auch die Form und innere
Ausgestaltung der Kühlrippen 19 individuell den jeweiligen Anforderungen anpassbar
ist.
[0037] Die insbesondere im Bereich des Antriebs 9 am Gehäuse 2 ausgebildeten Kühlrippen
17 sind unmittelbarer Bestandteil des Gehäuses 2 und somit auch aus demselben Material
wie das Gehäuse 2 gefertigt.
[0038] Der Getriebedeckel 13 muss eine solche Festigkeit aufweisen, dass der Antrieb 9,
der am Getriebedeckel 13 gelagert ist, diesen nicht verzieht und von diesem getragen
wird. Aus diesem Grunde besteht der eigentliche Getriebedeckel 13 vorzugsweise aus
Gussmaterial, besonders bevorzugt aus Eisenguss.
[0039] Da der mit den Kühlrippen 19 versehene Teilbereich 20 des Getriebedeckels 13 diese
Tragefunktion nicht aufbringen muss, kann hier sowohl die Materialwahl als auch die
konstruktive Ausgestaltung der Kühlrippen 19 auf die individuellen Anforderungen des
Wärmeaustauschs abgestimmt werden. Vorzugsweise besteht der mit den Kühlrippen 19
versehene Teilbereich 20 des Getriebedeckels 13 aus einem Material mit einer hohen
Wärmeleitfähigkeit.
[0040] Bei den in den Fig. 1 bis 6 dargestellten Ausführungsformen weisen die Kühlrippen
19 eine im Querschnitt dreieckige Form auf. Zur Optimierung des Wärmeaustauschs über
die Kühlrippen 19 weisen die Kühlrippen 19 ein hohes Aspektverhältnis auf, das heißt,
dass das Verhältnis Höhe zu Breite beziehungsweise Tiefe zu Breite groß ist, was einer
großen Oberfläche der Kühlrippe 19 in Bezug auf die Grundfläche der Kühlrippe 19 entspricht.
[0041] In den Fig. 2 bis 4 sind beispielhaft drei verschiedene Ausführungsformen zur Ausbildung
der an dem Teilbereich 20 des Getriebedeckels 13 ausgebildeten Kühlrippen 19 dargestellt.
[0042] Bei der in Fig. 2 dargestellten ersten Ausführungsform sind die Kühlrippen 19 als
hohle dreieckförmige Ausbuchtungen und Einbuchtungen ausgebildet.
[0043] Im Falle der Ausbildung der Kühlrippen 19 als hohle Ausbuchtungen kann warmes Schmiermittel
und warme Luft aus dem Schmiermittelspeicher 5 beziehungsweise dem Getrieberaum 4
in die hohlen Ausbuchtungen eintreten und über die große Oberfläche der Kühlrippen
19 Wärme an die kühlere Umgebung abgeben.
[0044] Im Falle der Ausbildung der Kühlrippen als Einbuchtungen ragt die mit kühler Umgebungsluft
gefüllte hohle Kühlrippe 19 in den warmen Getrieberaum 4 hinein und ermöglicht über
die große Oberfläche der Kühlrippe 19, Wärme aus dem Inneren des warmen Getrieberaums
4 nach außen abzuleiten.
[0045] Bei der in Fig. 3 dargestellten zweiten Ausführungsform sind die Kühlrippen 19 ausschließlich
als hohle dreieckförmige Ausbuchtungen ausgebildet. Hier erfolgt der Wärmeaustausch
wie bereits zuvor beschrieben dadurch, dass warmes Schmiermittel und warme Luft aus
dem Schmiermittelspeicher 5 beziehungsweise dem Getrieberaum 4 in die hohlen Ausbuchtungen
eintritt und über die große Oberfläche der Kühlrippen 19 Wärme an die kühlere Umgebung
abgeben wird.
[0046] Bei der in Fig. 4 dargestellten dritten Ausführungsform sind die Kühlrippen 19 ebenfalls
ausschließlich als dreieckförmige Ausbuchtungen ausgebildet, jedoch in diesem Falle
nicht als Hohlrippen, sondern aus Vollmaterial bestehend.
[0047] Die Länge beziehungsweise Höhe einer aus Vollmaterial hergestellten Kühlrippe 19
ist deutlich geringer als die einer hohlen Rippe, da der durch Wärmeleitung herbeigeführte
Wärmeaustausch mit der kühleren Umgebung nur über eine begrenzte Länge sinnvoll durchführbar
ist.
[0048] Die Kühlleistung des Lüfters 18 lässt sich insbesondere im Bereich des mit den Kühlrippen
19 versehenen Teilbereichs 20 des Getriebedeckels 13 dadurch steigern, dass der Luftstrom
des Lüfters 18 über Leitbleche 22, wie in Fig. 6 dargestellt, den auf dem Teilbereich
20 des Getriebedeckels 13 angeordneten Kühlrippen 19 zugeführt wird.
[0049] Alternativ zum Zuführen von kühler Luft hin zu den Kühlrippen 19 können die Leitbleche
22 auch als Luftleitkanal ausgebildet sein, um bei Bedarf mittels des Lüfters 18 über
den Luftleitkanal warme Luft vom Gehäuse 2 fort abzusaugen.
[0050] Die Form und Anzahl der Kühlrippen 17 und 19 sowie die Form der Leitbleche 22 ist
jeweils an die individuellen Anforderungen der jeweiligen Vakuumpumpe 1 und deren
Betriebssituation anpassbar. So ist es beispielsweise möglich, Löcher mit variablem
Öffnungsquerschnitt in den Leitblechen 22 vorzusehen, um je nach Erfordernis mehr
oder weniger Kaltluft zuführen zu können.
[0051] Weiterhin ist es gemäß einer alternativen Ausführungsform selbstverständlich auch
möglich, einen oder mehrere externe Lüfter vorzusehen, um insbesondere lokale Temperaturüberhöhungen
abzuschwächen.
Bezugszeichen
[0052]
- 1
- Vakuumpumpe
- 2
- Gehäuse
- 3
- Gehäuseteil des Schöpfraumes
- 4
- Gehäuseteil des Getrieberaumes
- 5
- Schmiermittelspeicher
- 6
- Welle
- 7
- Welle
- 8
- Wälzlager
- 9
- Antrieb
- 10
- Getriebe
- 11
- Zahnrad
- 12
- Zahnrad
- 13
- Getriebedeckel
- 14
- Kolben
- 15
- Kolben
- 16
- Schleuderscheibe
- 17
- Kühlrippe
- 18
- Lüfter
- 19
- Kühlrippe
- 20
- Teilbereich
- 21
- Dichtungselement
- 22
- Leitblech
1. Vakuumpumpe mit einem Gehäuse, mindestens einer in dem Gehäuse angeordneten, über
einen Antrieb drehbar angetriebenen Welle sowie mit einem mit der mindestens einen
Welle gekoppelten Getriebe, wobei in einem das Getriebe aufweisenden Gehäuseteil des
Gehäuses ein Schmiermittelspeicher zur Aufnahme eines Schmiermittels angeordnet ist
und wobei der das Getriebe aufweisende Gehäuseteil über einen am übrigen Gehäuse festlegbaren
Getriebedeckel gegenüber der Umgebung verschließbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass der Getriebedeckel (13) einen lösbar mit dem Getriebedeckel (13) verbindbaren Teilbereich
(20) aufweist, der mit Kühlrippen (19) versehen ist.
2. Vakuumpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlrippen (19) als Ausbuchtungen und/oder Einbuchtungen in dem Teilbereich (20)
des Getriebedeckels (13) ausgebildet sind.
3. Vakuumpumpe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlrippen (19) ein hohes Aspektverhältnis aufweisen.
4. Vakuumpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlrippen (19) im Querschnitt vieleckförmig oder ovalförmig ausgebildet sind.
5. Vakuumpumpe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlrippen (19) im Querschnitt dreieckförmig ausgebildet sind.
6. Vakuumpumpe nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die als Ausbuchtungen und/oder Einbuchtungen ausgebildeten Kühlrippen (19) hohl sind.
7. Vakuumpumpe nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die als Ausbuchtungen ausgebildeten Kühlrippen (19) aus Vollmaterial bestehen.
8. Vakuumpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der mit den Kühlrippen (19) versehene Teilbereich (20) des Getriebedeckels (13) über
Dichtungselemente (21), vorzugsweise O-Ringe, gegenüber dem Getriebedeckel (13) abgedichtet
ist.
9. Vakuumpumpe nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Dichtungselement (21) als O-Ring ausgebildet ist.
10. Vakuumpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Außenseite des Gehäuses (2) mindestens ein Lüfter (18) zum Kühlen der Außenseite
des Gehäuses (2) angeordnet ist.
11. Vakuumpumpe nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftstrom des Lüfters (18) über Leitbleche (22) den auf dem Teilbereich (20)
des Getriebedeckels (13) angeordneten Kühlrippen (19) zuführbar ist.
12. Vakuumpumpe nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Leitblech (22) als Luftleitkanal ausgebildet ist.
13. Vakuumpumpe nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Leitblech (22) Öffnungen mit einem variablen Öffnungsquerschnitt aufweist.
14. Vakuumpumpe nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass über den mindestens einen Luftleitkanal warme Luft vom Gehäuse (2) fort absaugbar
ist.
15. Vakuumpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der mit den Kühlrippen (19) versehene Teilbereich (20) des Getriebedeckels (13) aus
einem Material mit einer hohen Wärmeleitfähigkeit besteht.