[0001] Die Erfindung betrifft eine Steckverbinderanordnung mit einem Steckverbinder und
einem Gegensteckverbinder, die jeweils ein Isolierstoffgehäuse und Steckkontaktelemente
in dem Isolierstoffgehäuse haben und zum Zusammenstecken und zum elektrischen Kontaktieren
zugeordneter Steckkontaktelemente im zusammengesteckten Zustand ausgebildet sind,
wobei der Gegensteckverbinder mindestens eine Rastlasche und der Steckverbinder mindestens
ein Rastelement hat, das mit der Rastlasche im zusammengesteckten Zustand zur Befestigung
des Steckverbinders an dem Gegensteckverbinder zusammenwirkend ausgebildet ist, und
wobei mindestens ein zum Entriegeln der Rastlasche vorgesehenes Löseelement verschiebbar
an dem Steckverbinder angeordnet ist.
[0002] Zur Befestigung eines Steckverbinders an einem zugeordneten Gegensteckverbinder im
zusammengesteckten Zustand aneinander sind Verriegelungsmechanismen erforderlich.
[0003] Die Erfindung betrifft weiterhin ein Löseelement für eine solche Steckverbinderanordnung.
[0004] DE 10 2005 058 969 B4 beschreibt eine solche Verriegelungsvorrichtung für einen Steckerteil und eine Grundleiste
eines elektrischen Steckverbinders, bei der ein Schieber in Längsrichtung am Steckerteil
verschiebbar geführt ist. Ein schwenkbar am Steckerteil angeordnetes Schließglied
greift mit Zapfen in schräg verlaufende Langlöcher des Schiebers ein, sodass der Schwenkarm
mit seinem Rasthaken am freien Ende bei Verschiebung des Schiebers verschwenkt wird
und an einer Rastnase der Grundleiste verrastet werden kann.
DE 10 2006 054 648 B4 zeigt eine elektrische Steckverbinderkupplung mit einer Rastzunge als Verbindungsmittel
und mit mindestens einem an der Gehäuseschmalseite eines Steckergehäuses verschiebbar
geführten Löseelement. Das der Rastzunge zugewandte freie Ende des Löseelementes ist
konisch zulaufend, um die Rastzunge zu untergreifen und die Verbindung zwischen Steckverbinder
und Gegensteckverbinder aufzuheben.
[0005] DE 10 2009 018 715 A1 offenbart eine Befestigungsvorrichtung zum Befestigen eines Anschlusssteckers an
einem Grundgehäuse. Der Anschlussstecker hat ein Steckergehäuse mit einem Schraubenschacht.
Das Befestigungselement zum Befestigen des Anschlusssteckers an dem Grundgehäuse ist
einerseits an dem Schraubenschacht des Steckergehäuses und andererseits an einer Außenfläche
des Grundgehäuses befestigbar. Damit werden für das Befestigungselement keine zusätzlichen
Aufnahmeelemente mehr benötigt.
[0006] DE 10 2012 208 661 A1 beschreibt einen sekundären Sicherheitslöser zum Entriegeln und Entsperren eines
Ladekabels mit einem Verriegelungsbolzen zur Verriegelung des Ladekabels in dem Ladeanschluss.
[0007] WO 2009/149401 A1 offenbart eine Steckverbinderanordnung mit einer elastischen Verriegelungslasche,
die von einem schwenkbar gelagerten Entriegelungsarm untergriffen wird, um durch Verschwenken
des Entriegelungsarmes die Verriegelungslasche zu öffnen.
[0008] EP 2 337 163 A1 zeigt eine Steckverbinderanordnung mit einem Verriegelungsarm, der mit seinem einen
freien Ende an einem Stecker anliegt und mit seinem gegenüberliegendem freien Ende
mit einem Gegenstecker verrastet. Das Löseelement wird dabei auf die Steckverbinderanordnung
aufgesetzt und wird nicht weiter an der Steckverbinderanordnung geführt. Das Löseelement
ist in der Art eines Kniehebelmechanismus ausgestaltet, um bei Ausüben einer Druckkraft
auf das Löseelement den Steckverbinder von dem Gegensteckverbinder zu lösen.
[0009] Ausgehend hiervon ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine verbesserte Steckverbinderanordnung
und ein verbessertes Löseelement zu schaffen, das bei einem einfachen und kompakten
Aufbau eine komfortable Entriegelung einer Rastlasche eines Gegensteckverbinders ermöglicht.
[0010] Die Aufgabe wird mit der Steckverbinderanordnung mit den Merkmalen des Anspruchs
1 sowie mit dem Löseelement mit den Merkmalen des Anspruchs 13 gelöst. Vorteilhafte
Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen beschrieben.
[0011] Es wird vorgeschlagen, dass das Löseelement ein Betätigungsorgan hat, das ein mit
dem Löseelement verbundenen ersten Betätigungsabschnitt und ein relativ beweglich
zum ersten Betätigungsabschnitt gelagerten und mit dem Steckverbinder zusammenwirkenden
zweiten Betätigungsabschnitt aufweist. Der erste Betätigungsabschnitt und der zweite
Betätigungsabschnitt bilden dabei einen Kniehebelmechanismus zur Verschiebung des
Löseelementes bei Krafteinwirkung auf das Betätigungsorgan.
[0012] Ein Kniehebelmechanismus im Sinne der vorliegenden Erfindung hat somit zwei gelenkig
miteinander verbundene Hebel, die durch den ersten und zweiten Betätigungsabschnitt
gebildet werden. Durch eine an der gelenkigen Verbindung zwischen erstem und zweitem
Betätigungsabschnitt angreifende Kraft wird das Betätigungsorgan, d.h. der Kniehebel
gestreckt und bei vergrößerter Kraftverstärkung bewegt. Hierdurch wird eine Verschiebung
des Löseelementes zur Rastlasche hin bewirkt.
[0013] Die Rastlasche und das korrespondierende Rastelement verbinden den Steckverbinder
und den Gegensteckverbinder im zusammengesteckten Zustand so miteinander, dass diese
nicht ohne Entriegelung der Rastlasche voneinander getrennt werden können. Unter dem
Begriff "verriegeln und entriegeln" wird somit eine Verbindung von Steckverbinder
und Gegensteckverbinder miteinander im weitesten Sinne verstanden. Die Rastlasche
und das Rastelement bilden dabei einen das Abziehen eines Steckverbinders vom Gegensteckerbinder
verhindernden Anschlag.
[0014] Mit Hilfe des einen Kniehebelmechanismus ausbildenden Betätigungsorgans kann ein
sehr kompaktes und mit geringem Kraftaufwand betätigbares Löseelement geschaffen werden,
das bei Druck auf das Betätigungsorgan eine ausreichende Kraft auf die Rastlasche
ausübt, um diese zu entriegeln.
[0015] Besonders vorteilhaft ist es, wenn der erste Betätigungsabschnitt des Betätigungsorgans
als federelastischer Abschnitt integral mit dem Löseelement ausgeformt ist. Das Löseelement
kann hierbei bspw. aus einem Kunststoff gebildet sein, wobei der erste Betätigungsabschnitt
als federelastische Lasche von dem Grundkörper des Löseelementes abragt.
[0016] Denkbar ist auch, dass der erste Betätigungsabschnitt und der zweite Betätigungsabschnitt
des Betätigungsorgans einstückig als Abschnitt eines elastischen Federarms ausgebildet
sind. Der erste und zweite Betätigungsabschnitt sind somit fügestellenfrei als Bereiche
eines elastischen Federarms ausgestaltet. Die für den Kniehebelmechanismus erforderliche
gelenkige Verbindung zweier Hebelarme wird dabei durch die Elastizität des Federarms
bewirkt. Das Gelenk des Kniehebels wird dabei durch den elastischen Verbindungsbereich
zwischen den Endbereichen des Federarms gebildet.
[0017] Besonders vorteilhaft ist es, wenn der federelastische Abschnitt oder der elastische
Federarm eine von der Rastlasche eines auf den Steckverbinder aufgesteckten Gegensteckverbinders
weg gerichtete Rückstellkraft auf das Löseelement ausübt. Damit wird sichergestellt,
dass das Löseelement immer automatisch ohne zusätzliche Betätigung oder weitere Rückstellelemente
in die Ausgangsposition zurückfährt. Die Elastizität des Federarms oder des federelastischen
Abschnitts wird auf diese Weise nicht nur zur Bildung eines Gelenks für den Kniehebel
genutzt, sondern auch zur Rückstellung des Löseelements in die Ausgangsposition.
[0018] In einer Ausführungsform kann der erste Betätigungsabschnitt des Betätigungsorgans
drehgelenkig mit dem zweiten Betätigungsabschnitt des Betätigungsorgans verbunden
sein. Bei dieser Ausführungsform ist immer ein Drehgelenk zwischen dem ersten Betätigungsabschnitt
und dem zweiten Betätigungsabschnitt vorhanden. Ein solches Drehgelenk kann am Einfachsten
dadurch realisiert sein, dass der erste Betätigungsabschnitt auf dem als hiervon separates
Teil ausgebildeten zweiten Betätigungsabschnitt aufliegt und z.B. über ein Filmscharnier
oder durch Verrastung in einem Schwenklager drehgelenkig verbunden ist.
[0019] Die für den Kniehebelmechanismus erforderliche Verbindung zwischen dem zweiten Betätigungsabschnitt
des Betätigungsorgans und dem Steckverbinder kann in einer Ausführungsform dadurch
realisiert werden, dass der Steckverbinder einen Anschlag hat. Der zweite Betätigungsabschnitt
des Betätigungsorgans und der Anschlag sind dabei so aufeinander ausgerichtet, dass
sich das freie Ende des zweiten Betätigungsabschnitts bei Krafteinwirkung auf das
Betätigungsorgan an dem Anschlag abstützt und sich das Löseelement zum Entriegeln
der Rastlasche verschiebt. Der zweite Betätigungsabschnitt des Betätigungsorgans ist
somit nicht fest mit dem Steckverbinder z.B. über ein Gelenk verbunden, sondern wirkt
erst bei Krafteinwirkung auf das Betätigungsorgan dadurch mit dem Steckverbinder zusammen,
dass das freie Ende des zweiten Betätigungsabschnitts an dem Anschlag anstößt und
sich das Betätigungsorgan auf diese Weise an dem Steckverbinder abstützt.
[0020] Besonders vorteilhaft ist es, wenn eine erhabene Nase beabstandet von dem Anschlag
von dem Isolierstoffgehäuse hervorragt. Die Nase begrenzt dann zusammen mit dem Anschlag
einen Zwischenraum, in den das freie Ende des zweiten Betätigungsabschnittes eintaucht.
Der zweite Betätigungsabschnitt liegt dabei auf dem freien Ende der Nase auf, die
auf der gleichen Seite wie der Anschlag von dem Isolierstoffgehäuse hervorragt. Damit
wird der zweite Betätigungsabschnitt in dem Zwischenraum gehalten und das Löseelement
wird im ungesteckten Zustand des Steckverbinders an dem Steckverbinder in einer weitestgehend
fixen Lage positioniert. Eine Bewegung des Löseelementes am Steckverbindergehäuse
wird damit unterbunden und es wird sichergestellt, dass das Ende des Löseelementes
nach dem Entriegelungsvorganges stets in die gleiche Position zurückkehrt.
[0021] In einer anderen Ausführungsform ist neben dem Anschlag, das heißt benachbart oder
angrenzend zum Anschlag eine Vertiefung im Isolierstoffgehäuse vorgesehen, in die
das freie Ende des zweiten Betätigungsabschnitts eintaucht. Auch hierdurch wird erreicht,
dass das Löseelement im ungesteckten Zustand des Steckverbinders an dem Steckverbinder
in einer vorgegebenen fixen Lage positioniert wird.
[0022] Alternativ hierzu ist aber auch denkbar, dass der zweite Betätigungsabschnitt des
Betätigungsorgans mit dem Steckverbinder verbunden ist. Der zweite Betätigungsabschnitt
kann dabei z.B. integral aus dem Kunststoffmaterial des Isolierstoffgehäuses des Steckverbinders
ausgeformt sein und von dem Isolierstoffgehäuse abragen. Das für den Kniehebelmechanismus
erforderliche Gelenk zwischen dem zweiten Betätigungsabschnitt und dem Steckverbinder
kann entweder über eine Filmscharnierverbindung oder über die Federelastizität des
zweiten Betätigungsabschnitts geschaffen werden.
[0023] Die verschiebliche Lagerung des Löseelementes an dem Steckverbinder gelingt vorzugsweise
dadurch, dass der Steckverbinder Führungselemente, wie bspw. profilierte Führungsschienen
hat, an denen das Löseelement mit einem hieran angepassten Führungsprofil linear verschiebbar
gelagert ist. Diese Führungselemente können bspw. L-förmige Führungsstege, d.h. von
der Außenfläche des Isolierstoffgehäuses des Steckverbinders abragende Stege mit vorstehendem
Führungsabsatz sein. An den Innenwänden des Löseelementes wären dann damit zusammenwirkende
Absätze vorhanden, die die Führungsabsätze untergreifen.
[0024] Besonders vorteilhaft ist es, wenn an den einander gegenüberliegenden Seitenflächen
des Isolierstoffgehäuses des Steckverbinders jeweils ein Löseelement verschiebbar
gelagert ist. Damit werden Steckverbinder und Gegensteckverbinder beidseits im zusammengesteckten
Zustand miteinander verbunden und können durch Übergreifen des Steckverbinders durch
aufeinander zu gerichteten Druck auf die jeweiligen Betätigungsorgane mit einer Hand
entriegelt werden.
[0025] Das Löseelement hat vorzugsweise an seiner der Rastlasche des Gegensteckverbinders
zugewandten Seite eine sich zum freien Ende des Löseelementes hin verjüngende Entriegelungskontur.
Bei Verschieben des Löseelementes ist das Löseelement mit dieser keilförmigen Entriegelungskontur
zwischen die Rastlasche und das Isolierstoffgehäuse des Steckverbinders führbar.
[0026] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen mit den beigefügten
Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- - perspektivische Ansicht eines Steckverbinders mit daran verschiebbar angeordneten
Löseelementen;
- Figur 2
- - Seitenansicht einer Steckverbinderanordnung mit einem Steckverbinder und einem Gegensteckverbinder
sowie einem Löseelement an dem Steckverbinder;
- Figur 3
- - Seiten-Schnittsansicht in der Draufsicht auf die Steckverbinderanordnung aus Figur
2 im verriegelten Zustand;
- Figur 4
- - Seiten-Schnittsansicht in der Draufsicht auf die Steckverbinderanordnung aus Figur
2 im entriegelten Zustand;
- Figur 5
- - Funktionsskizze des Kniehebelmechanismusses für das Löseelement;
- Figur 6
- - Draufsicht auf die Steckverbinderanordnung aus Figur 2 im verriegelten Zustand;
- Figur 7
- - Draufsicht auf die Steckverbinderanordnung aus Figur 2 im entriegelten Zustand;
- Figur 8
- - Schnittansicht durch den Steckverbinder mit verschiebbar darauf angeordnetem Löseelement;
- Figur 9
- - Draufsicht auf das Löseelement für die Steckverbinderanordnung aus Figuren 1 bis
8;
- Figur 10
- - perspektivische Ansicht des Löseelementes aus Figur 9;
- Figur 11
- - Seiten-Schnittansicht des Löseelementes aus Figur 10;
- Figur 12
- - Seitenansicht des Löseelementes aus Figuren 10 und 11;
- Figur 13
- - Ansicht auf die Unterseite des Löseelementes aus Figuren 9 bis 12;
- Figur 14
- - Draufsicht auf das Löseelement im unbetätigten, auf einen nicht dargestellten Steckverbinder
montierten Zustand;
- Figur 15
- - Seiten-Schnittansicht durch das Löseelement aus Figur 14;
- Figur 16
- - Seitenansicht des Löseelementes aus Figuren 14 und 15;
- Figur 17
- - Ansicht auf die Unterseite des Löseelementes aus Figuren 14 bis 16;
- Figur 18
- - perspektivische Ansicht des Löseelementes im unmontierten Zustand;
- Figur 19
- - Seiten-Schnittansicht durch das Löseelement aus Figur 18;
- Figur 20
- - Seitenansicht des Löseelementes aus Figuren 18 und 19;
- Figur 21
- - Ansicht auf die Unterseite des Löseelementes aus Figuren 18 bis 20 im unmontierten
Zustand;
- Figur 22a
- - Seiten-Schnittansicht durch eine Steckverbinderanordnung mit einer Nase am Steckverbinder
im verriegelten Zustand;
- Figur 22b
- - Seiten-Schnittansicht durch die Steckverbinderanordnung aus Figur 22a im entriegelten
Zustand;
- Figur 23a
- - Seiten-Schnittansicht durch eine modifizierte Ausführungsform einer Steckverbinderanordnung
mit Vertiefung am Steckverbinder im verriegelten Zustand;
- Figur 23b
- - Seiten-Schnittansicht durch die Steckverbinderanordnung aus Figur 23a im entriegelten
Zustand
- Figur 24
- - perspektivische Ansicht einer zweiten Ausführungsform einer Steckverbinderanordnung.
[0027] Figur 1 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Steckverbinders 1 mit einem Isolierstoffgehäuse
2, in das Steckkontakte 3 eingebaut sind. Die Steckkontakte 3 sind über konturierte
Steckhülsen 4 an der Frontseite des Isolierstoffgehäuses 2 zugänglich, um mit korrespondierenden
Steckkontakten eines frontseitig auf den Steckverbinder 1 aufgesteckten Gegensteckverbinders
in elektrisch leitenden Kontakt zu treten.
[0028] In dem dargestellten Ausführungsbeispiel können die Steckkontakte 3 jeweils durch
nicht sichtbare Leitereinführungsöffnungen an der Rückseite mit zugeordneten elektrischen
Leitern kontaktiert werden. Im Innenraum des Isolierstoffgehäuses sind hierzu Federklemmen
eingebaut, die zum Anklemmen eines elektrischen Leiters vorgesehen sind.
[0029] Selbstverständlich sind im Rahmen der vorliegenden Erfindung auch andere Ausführungsformen
von Steckverbindern denkbar.
[0030] Um nun eine Verbindung eines auf den Steckverbinder 1 aufgesteckten Gegensteckverbinder
(nicht dargestellt) mit dem Steckverbinder 1 zu ermöglichen und ein unerwünschtes
Abziehen des Gegensteckverbinders vom Steckverbinder 1 zu verhindern, ist an den einander
gegenüberliegenden Seitenwänden 6 des Isolierstoffgehäuses 2 jeweils ein Rastelement
7 in Form einer vorspringenden Rastnase vorhanden. Diese Rastelemente 7 wirken jeweils
mit einer zugeordneten Rastlasche eines Gegensteckverbinders (nicht dargestellt) zusammen.
Dabei hintergreift eine Rastlasche das vorspringende Rastelement 7, welches als Anschlag
für die Rastlasche dient und ein ungewolltes Abziehen eines aufgesetzten Gegensteckverbinders
vom Steckverbinder 1 verhindert.
[0031] Dadurch wird der Gegensteckverbinder an dem Steckverbinder 1 im weitestgehenden Sinne
"verrastet", d.h. vor unerwünschtem Abziehen gesichert.
[0032] Um nun diese Verriegelung aufzuheben ist jeweils an den beiden Seitenwänden 6 des
(in dem dargestellten Ausführungsbeispiel mehrteiligen) Isolierstoffgehäuses 2 jeweils
ein Löseelement 8 verschiebbar gelagert. Diese Löseelemente 8 haben jeweils ein Betätigungsorgan
9, das in dem dargestellten Ausführungsbeispiel integral mit dem Grundkörper 10 des
Löseelementes 8 z.B. aus Kunststoff im Spritzgussverfahren ausgeformt ist. Unter "integral"
wird die fügestellenfreie Ausbildung vorzugsweise aus demselben Material in einem
Teil verstanden.
[0033] Das Betätigungsorgan 9 ist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel als einteiliger
elastischer Federarm ausgebildet, der mit einem ersten Betätigungsabschnitt 11 mit
dem Grundkörper 10 des Löseelementes 8 verbunden ist. Hierzu erstreckt sich der Federarm
von dem ersten Betätigungsabschnitt 11 abgehend von dem Grundkörper und ist integral
hiermit geformt. An diesen ersten Betätigungsabschnitt 11 schließt sich nach einer
Biegung ein zweiter Betätigungsabschnitt 12 an, dessen freier Endbereich in eine Öffnung
des Grundkörpers 10 eintaucht. Das freie Ende des zweiten Betätigungsabschnitts 12
liegt dann an dem Isolierstoffgehäuse 2 an, zumindest wenn eine in Richtung Isolierstoffgehäuse
gerichtete Kraft auf das Betätigungsorgan 9 ausgeübt wird.
[0034] Mit diesem aus dem ersten und zweiten Betätigungsabschnitt 11, 12 (z.B. zumindest
durch das als elastischer Federarm gebildete Betätigungsorgan 9) wird ein Kniehebelmechanismus
bereitgestellt. Der erste und zweite Betätigungsabschnitt 11, 12 stellen dabei die
Endbereiche des elastischen Federarms dar, die bedingt durch die Elastizität des Federarms
beweglich miteinander verbunden sind. Durch eine auf das Betätigungsorgan 9 in Richtung
Isolierstoffgehäuse gerichtete Kraft, die z.B. mit einem Finger einer Person ausgeübt
werden kann, wird das Löseelement 8 in Richtung Rastelement 7 verschoben, da sich
dann der zweite Betätigungsabschnitt 12 an einem nicht sichtbaren Anschlag am Isolierstoffgehäuse
2 abstützt. Die zum Isolierstoffgehäuse 2 hin gerichtete Betätigungskraft wird dabei
verstärkt in eine Linearbewegung des Löseelementes 8 nach dem Prinzip eines Kniehebelmechanismus
umgesetzt.
[0035] Erkennbar ist, dass der Grundkörper 10 des Löseelementes 8 an seiner dem Rastelement
7 zugewandten Seite verjüngt (konisch) zuläuft. Dieses verjüngte Ende 14 kann dann
zwischen der Seitenwand 6 des Isolierstoffgehäuses 2 und einer das Rastelement 7 übergreifenden
Rastlasche (nicht dargestellt) geführt werden. Durch die Keilform wird dann bei Verschiebung
des Löseelementes 8 in Richtung Rastelement 7 die Rastlasche angehoben und von dem
Rastelement 7 entriegelt.
[0036] Figur 2 lässt eine Seitenansicht einer Steckverbinderanordnung 15 mit dem oben beschriebenen
Steckverbinder 1 und einem auf den Steckverbinder 1 aufgesteckten Gegensteckverbinder
16 erkennen. Unter "Aufstecken" wird auch ein Einstecken verstanden, da unerheblich
ist, ob das Isolierstoffgehäuse des Gegensteckverbinders das Isolierstoffgehäuse 2
des Steckverbinders 1 umschließt oder in einer Öffnung des Isolierstoffgehäuses 2
des Steckverbinders 1 eintaucht. Ein Aufstecken ist somit in dem Sinne zu verstehen,
dass der Gegensteckverbinder 16 und der Steckverbinder 1 so ineinander greifen, dass
die einander zugeordneten Steckkontakte 3 in Eingriff miteinander gelangen und eine
elektrisch leitende Verbindung zwischen den korrespondierenden Steckkontakten 3 von
Steckverbinder 1 und Gegensteckverbinder 16 hergestellt wird. In diesem Steckzustand
verrastet eine am Isolierstoffgehäuse 17 des Gegensteckverbinders 16 ausgebildete
elastische Rastlasche 18 mit dem zugeordneten Rastelement 7 des Steckverbinders. In
dem dargestellten Ausführungsbeispiel erfolgt diese Verrastung (Verriegelung) dadurch,
dass das als Rastnase ausgeführte Rastelement 7 in eine Rastöffnung 19 der Rastlasche
18 eintaucht und hierdurch ein Anschlag gebildet wird. Denkbar ist aber auch eine
andere Art der Verriegelung, z.B. indem die Rastlasche 18 eine vorstehende Rastnase
hat, die in eine zugeordnete Rastöffnung (z.B. Rastmulde) an der Seitenwand 6 des
Isolierstoffgehäuses 2 des Steckverbinders 1 eintaucht. In der dargestellten Steckposition
ist das Löseelement 8 mit Hilfe der Federelastizität des Betätigungsorgans 9 und gegebenenfalls
auch unterstützt durch eine von der Rastlasche 18 auf das Löseelement 8 ausgeübte
Kraft von dem Rastelement 7 und der Rastlasche 18 weg in Richtung der Rückseite des
Steckverbinders 1 verschoben.
[0037] Figur 3 lässt eine Seiten-Schnittansicht der Steckverbinderanordnung 15 aus Figur
2 im Steckzustand erkennen. Deutlich wird, dass die Rastlasche 18 bündig auf der Seitenwand
6 des Isolierstoffgehäuses 2 des Steckverbinders 1 aufliegt und das Rastelement 7
(Rastnase) in die Rastöffnung 19 der Rastlasche 18 eintaucht. An das freie Ende der
Rastlasche 18 grenzt das keilförmig zulaufende Betätigungsende 14 des Löseelementes
8 an. Das elastische Betätigungsorgan 9 und die elastische Rastlasche 18 üben in der
Steckposition eine solche Kraft auf das Löseelement 8 aus, dass das Löseelement 8
von der Rastlasche 18 weg bis zu einer Schrägfläche 20 an der Seitenwand 6 des Isolierstoffgehäuses
2 parallel zur Oberfläche der Seitenwand 6 verschoben wird. Diese Linearverschiebung
wird dadurch ermöglicht, dass an der Seitenwand 6 des Isolierstoffgehäuses 2 des Steckverbinders
1 Führungselemente 21 in Form von Profilschienen abragen, die mit einem korrespondierenden
Führungsprofil 22 an den Innenwänden des Grundkörpers 10 des Löseelementes 8 zusammenwirken.
Das Führungsprofil 22 ist hierbei als sich parallel zur Oberfläche der Seitenwand
6 erstreckender Führungsabsatz ausgebildet, der einen vorspringenen Führungsabsatz
des Führungsprofils 21 des Steckverbinders 1 untergreift. Damit wird eine Schienenführung
des Löseelementes 8 parallel zur Oberfläche des Isolierstoffgehäuses 2 bereitgestellt.
[0038] Erkennbar ist weiterhin, dass im rückwärtigen Bereich entfernt von dem Rastelement
7 ein vorstehender Anschlag 23 für das freie Ende des zweiten Betätigungsabschnitts
12 des Betätigungsorgans 9 vorhanden ist. In der dargestellten Steckposition liegt
das freie Ende des zweiten Betätigungsabschnitts 12 nicht an diesem Anschlag an.
[0039] Figur 4 lässt eine Seiten-Schnittansicht der Steckverbinderanordnung 15 aus Figur
2 nunmehr im Zustand der Entriegelung der Rastlasche 18 erkennen. Deutlich wird, dass
der zweite Betätigungsabschnitt 12 durch Ausübung einer Betätigungskraft F in dem
elastischen mittleren, quasi ein Gelenk für den Kniehebelmechanismus bildenden Bereich
des Betätigungsorgans 9 in Richtung Seitenwand 6 des Isolierstoffgehäuses 2 des Steckverbinders
1 nunmehr zu dem Anschlag 23 hin wandert und an diesen anstößt. Hierdurch wird das
Löseelement in Richtung Rastelement 7 verschoben, indem die Betätigungskraft F durch
die gelenkige Verbindung von erstem Betätigungsabschnitt 11 und zweitem Betätigungsabschnitt
12 in eine verstärkte lineare Verschiebekraft umgesetzt wird. Das keilförmige Betätigungsende
14 des Grundkörpers 10 wandert unter das freie Ende der Rastlasche 18 und hebt die
Rastlasche 18 von dem Isolierstoffgehäuse 2 weg an. Das keilförmige Betätigungsende
14 des Löseelementes 8 liegt hierbei mit seinem freien Ende auf der Seitenwand 6 des
Isolierstoffgehäuses 2 auf. Damit gelangt das Rastelement 7 aus dem Eingriff der Rastöffnung
19 der Rastlasche 18, sodass der durch die Rastlasche 18 gebildete Anschlag aufgehoben
und die Steckverbindung entriegelt wird. Der Gegensteckverbinder 16 kann dann einfach
von dem Steckverbinder 1 abgezogen werden.
[0040] Figur 5 zeigt eine schematische Skizze des durch den ersten und zweiten Betätigungsabschnitt
11, 12 des Betätigungsorgans 9 geschaffenen Kniehebelmechanismus. Der erste und zweite
Betätigungsabschnitt 11, 12 sind dabei mit einem Gelenk 24 miteinander verbunden.
Das dem Gelenk 24 gegenüberliegende Ende des zweiten Betätigungsabschnitts 12 ist
zumindest bei Betätigung des Kniehebelmechanismus drehgelenkig (schwenkbar) mit dem
Isolierstoffgehäuse 2 an einer Verbindungsstelle 25 verbunden. Diese Verbindungsstelle
25 kann bspw. durch den oben beschriebenen Anschlag 23 bereitgestellt werden, ohne
dass es einer festen Verbindung zwischen zweitem Betätigungsabschnitt 12 und dem Isolierstoffgehäuse
2 bedarf.
[0041] Das dem Gelenk 24 gegenüberliegende Ende des ersten Betätigungsabschnitts 11 ist
mit dem keilförmig zulaufenden Betätigungsende 14 des Löseelementes verbunden.
[0042] Durch Einwirkung einer Betätigungskraft F in Richtung Isolierstoffgehäuse 2 wandert
das keilförmig zulaufende Betätigungsende 14 in Richtung Rastelement 7 (Rastnase),
um die Rastlasche 18 des darauf aufgesteckten Gegensteckverbinders 16 anzuheben und
zu entriegeln. Dabei wird die Kraft mit Hilfe der zwei gelenkig miteinander verbundenen
Hebelarme (erster und zweiter Betätigungsabschnitt 11, 12) in eine verstärkte, linear
in Richtung Rastelement 7 wirkende Entriegelungskraft parallel zur Oberfläche des
Isolierstoffgehäuses 2 umgesetzt.
[0043] Figur 6 lässt eine Draufsicht auf die Steckverbinderanordnung 15 aus Figur 2 erkennen.
Deutlich wird, dass der Gegensteckverbinder 16 auf den Steckverbinder 1 aufgesteckt
ist. Die Rastlaschen liegen dabei bündig zur Außenwand des Isolierstoffgehäuses 17
des Gegensteckverbinders 16 und sind daher nicht sichtbar. Deutlich wird jedoch, dass
die freien Enden der als Rastnasen ausgebildeten Rastelemente des Steckverbinders
1 aus der Kontur des Gegensteckverbinders 16 hervorstehen, da diese in die Rastöffnung
19 der zugeordneten Rastlaschen 18 des Gegensteckverbinders 16 eintauchen.
[0044] Weiterhin wird deutlich, dass an einem keilförmigen Betätigungsende 14 des Löseelementes
8 eine vorstehende Betätigungsnase 27 vorhanden ist. Mit Hilfe dieser stärker abgewinkelten,
hochstehenden Betätigungsnase 27 wird erreicht, dass bei geringerer Verschiebung des
Löseelementes 8 die Rastlasche 18 weit genug angehoben werden kann.
[0045] Deutlich wird weiterhin, dass das als elastischer Federarm ausgebildete Betätigungsorgan
9 in der dargestellten Steckposition gekrümmt ist und aus dem Grundkörper 10 des Löseelementes
8 hervorsteht.
[0046] Figur 7 lässt eine Draufsicht auf die Steckverbinderanordnung 15 aus Figuren 2 und
6 im entriegelten Zustand gemäß Figur 4 erkennen. Deutlich wird, dass nunmehr das
vorher gekrümmte Betätigungsorgan 9 in Richtung Grundkörper 10 des Löseelementes 8
und des daran angrenzenden Isolierstoffgehäuses 2 des Steckverbinders 1 gedrückt wurde.
Dabei verschiebt sich das Löseelement 8 leicht in Richtung Rastelement 7 bzw. des
Gegensteckverbinders 16. Dabei gleitet das freie Ende der Rastlasche 18 auf dem keilförmigen
Betätigungsende 14 und dessen Betätigungsvorsprung 27 und wird von dem Rastelement
7 zur Entriegelung weg geschwenkt. Dies wird durch eine hinreichende Elastizität der
Rastlasche 18 ermöglicht. Die Rastlasche 18 ist hierbei bevorzugt integral mit dem
Isolierstoffgehäuse 17 des Gegensteckverbinders in einem Stück gefertigt.
[0047] Figur 8 lässt eine Schnittansicht durch das linear verschiebbar auf dem Isolierstoffgehäuse
2 des Steckverbinders 1 geführten Löseelementes 8 erkennen. Deutlich wird, dass an
der Innenwand des Grundkörpers 10 des Löseelementes 8 benachbart zum Isolierstoffgehäuse
2 Führungsprofile 22 abragen, die zugeordnete Führungsabsätze 28 der Führungselemente
21 (Profilschienen) untergreifen, um dadurch das Löseelement 8 linear verschiebbar
an dem Isolierstoffgehäuse 2 des Steckverbinders 1 zu lagern.
[0048] Erkennbar ist auch, dass das als elastischer Federarm ausgebildete Betätigungsorgan
9 aus der Öffnung 13 im Grundkörper 10 des Löseelementes 8 herausragt und mit dem
freien Ende des zweiten Betätigungsabschnitts 12 auf dem Isolierstoffgehäuse 2 aufliegt.
[0049] Figur 9 lässt eine Draufsicht auf das Löseelement des vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiels
erkennen. Hierbei wird deutlich, dass das Betätigungsorgan 9 als einstückig mit dem
Grundkörper 10 aus Kunststoff im Spritzguss hergestellte elastischer Federarm ausgebildet
ist, der von dem Grundkörper 10 abragt und durch die Öffnung 13 von dem Grundkörper
10 freigestellt ist. Der Federarm ist im mittleren Bereich, der den ersten Betätigungsabschnitt
11 und den zweiten Betätigungsabschnitt 12 miteinander verbindet, verbreitert, um
dadurch eine größere Fläche zur Betätigung mit dem Finger eines Benutzers bereitzustellen.
[0050] Deutlich wird auch, dass von der Innenwand des Grundkörpers 10 Führungsprofile 22
in Form von Stegen hervorragen, die sich parallel zu der Bodenebene des Löseelementes
8 erstrecken.
[0051] Figur 10 lässt eine perspektivische Ansicht des Löseelementes 8 im betätigten Zustand
erkennen, bei dem das Betätigungsorgan 9 in Richtung Isolierstoffgehäuse 2 des Steckverbinders
1 (nicht dargestellt) gedrückt ist. Deutlich wird, dass der zweite Betätigungsabschnitt
12 durch die Öffnung 13 im Grundkörper 10 hindurch taucht.
[0052] Erkennbar ist auch, dass an der Unterseite das keilförmige Betätigungsende in einer
schrägen Fläche 29, die an die schräge Fläche 20 des Isolierstoffgehäuses 2 (vgl.
Figuren 3 und 4) angepasst ist in eine höhenversetzte Auflageebene übergeht.
[0053] Aus der Seiten-Schnittansicht gemäß Figur 11 wird deutlich, dass das freie Ende des
zweiten Betätigungsabschnitts 12 auf der höhenversetzten Ebene der Unterseite des
Grundkörpers 10 endet, um auf dem angrenzenden, nicht dargestellten Isolierstoffgehäuse
2 des Steckverbinders 1 aufzuliegen. Hierzu wird der zweite Betätigungsabschnitt 12
durch einen vorstehenden Führungsfinger 30 zwischen dem zweiten Betätigungsabschnitt
12 und dem Grundkörper 10 in Richtung der unten offenen Ebene des Grundkörpers 10
geführt.
[0054] Figur 12 lässt eine Seitenansicht des Löseelementes 8 erkennen. Deutlich wird, dass
der Grundkörper 10 durch Seitenwände abgeschlossen ist. Erkennbar ist auch, dass die
untere Ebene durch die schräg verlaufende Fläche 29 in zwei höhenversetzte Absätze
aufgeteilt ist.
[0055] Figur 13 lässt eine Ansicht von der Unterseite des Löseelementes 8 erkennen. Deutlich
wird hierbei, dass der zweite Betätigungsabschnitt 12 durch die Öffnung 13 des Grundkörpers
10 hindurch taucht. Erkennbar ist auch, dass der erste Betätigungsabschnitt 11 ein
Teil des Grundkörpers 10 bildet und von der Oberseite des an sich rechteckförmigen
Grundkörpers 10 in Form eines elastischen Federarms abragt. Der zweite Betätigungsabschnitt
12 ist der freie Endbereich dieses elastischen Federarms, der integral, d.h. fügestellenfrei,
mit dem Grundkörper 10 vorzugsweise aus Kunststoffmaterial im Spritzguss ausgeformt
ist.
[0056] Figur 14 zeigt eine Draufsicht auf das Löseelement 8 im unbetätigten Zustand, bei
dem das Löseelement 8 eigentlich auf einem nicht dargestellten Steckverbinder montiert
ist. Erkennbar ist im Vergleich zum Zustand in Figur 10, dass das Betätigungsorgan
9 nunmehr mit einer Wölbung aus der Öffnung 13 des Grundkörpers 10 herausragt und
über die durch die Öffnung 13 aufgespannte Ebene hervorsteht. Das freie Ende des als
Federarm ausgebildeten Betätigungsorgans 9, d.h. der zweite Betätigungsabschnitt 12
ist hierbei im Vergleich zur Situation in Figur 10 weiter in Richtung des ersten Betätigungsabschnitts
11 verlagert. Dies führt zu der Krümmung im elastischen Verbindungsbereich zwischen
ersten und zweiten Betätigungsabschnitt 11, 12 und zu der dargestellten Verformung.
[0057] Figur 15 zeigt eine Seiten-Schnittansicht des Löseelementes 8 aus Figur 14. Hierbei
wird nochmals deutlicher, dass der zweite Betätigungsabschnitt 12 im Vergleich zu
Figur 11 weiter in Richtung ersten Betätigungsabschnitt 11 verlagert ist. Das freie
Ende des zweiten Betätigungsabschnitts 12 bewegt sich dabei in dem dargestellten Ausführungsbeispiel
etwa auf der Höhe unterhalb des vorstehenden Führungsfingers 30 des Grundkörpers 10,
der in Richtung des zweiten Betätigungsabschnitts 12 weist.
[0058] Figur 16 lässt eine Seitenansicht des Löseelementes 8 aus den Figuren 14 und 15 erkennen.
Hierbei wird nochmals deutlich, dass das Betätigungsorgan 9 in der dargestellten unbetätigten,
auf einen Steckverbinder montierten Position gekrümmt ist und mit seiner Krümmung
aus der Oberseite des Grundkörpers 10, die durch die von der Öffnung 13 an der Oberseite
des Grundkörpers 10 aufgespannten Ebene definiert ist, herausragt. Damit kann das
Löseelement 8 im Bereich der Wölbung des Betätigungsorgans 9, die aus dem Grundkörper
10 herausragt, leicht von Hand betätigt werden, indem mit einem Finger Druck auf diesen
gewölbten, elastischen Teil des Betätigungsorgans 9 ausgeübt wird. Diese Krümmung
des Betätigungsorgans 9 wird dadurch erreicht, dass das freie Ende des zweiten Betätigungsabschnitts
12 an der Unterseite des Grundkörpers 10 an der Unterseite, die dem gewölbten Abschnitt
des Betätigungsorgans 9, der den ersten und zweiten Betätigungsabschnitt 11, 12 verbindet,
gegenüberliegt, auf einem Steckverbinder aufliegt. Das elastische Betätigungsorgan
9 wird somit aufgrund seiner Federelastizität in diese gewölbte Position verlagert.
Dies wird auch dadurch erreicht, dass die einstückige Verbindung des ersten Betätigungsabschnitts
11 mit dem Grundkörper 10 ein Federelement bildet.
[0059] Figur 17 lässt eine Ansicht auf die Unterseite des Löseelementes 8 aus Figuren 14
bis 16 erkennen. Hierbei wird im Vergleich zur Darstellung aus Figur 13 deutlich,
dass der zweite Betätigungsabschnitt 12 und insbesondere das freie Ende des zweiten
Betätigungsabschnitts 12 weiter in Richtung ersten Betätigungsabschnitt 11 verlagert
ist. Die in dieser Aufsicht auf die Unterseite des Löseelementes 8 erkennbare Länge
des Betätigungsorgans 9 ist somit im Vergleich zu dem betätigten Zustand des Betätigungsorgans
9 (Figur 13) verkürzt. Dies resultiert in der aus Figuren 14 bis 16 erkennbaren Krümmung
des Betätigungsorgans 9.
[0060] Figur 18 lässt eine perspektivische Ansicht des Löseelementes 8 im unmontierten Zustand
erkennen. Dabei ist die Unterseite des Grundkörpers 10 frei, sodass das freie Ende
des Betätigungsorgans 9, d.h. der zweite Betätigungsabschnitt 12 aus der Ebene des
Grundkörpers 10 an der Unterseite herausragt.
[0061] Dies wird aus der Seiten-Schnittansicht des Löseelementes 8 in Figur 19 und aus der
Seitenansicht aus Figur 20 deutlicher. Es ist erkennbar, dass das Betätigungsorgan
9 in diesem unbetätigten Zustand zumindest im Bereich der Verbindung zwischen ersten
und zweiten Betätigungsabschnitt 11, 12 gekrümmt ist. Das federelastische Betätigungsorgan
9 nimmt somit in diesem unbetätigten Zustand eine Kontur an, bei der sich der erste
Betätigungsabschnitt 11 zunächst annähernd geradlinig in Verlängerung des daran angrenzenden
Wandabschnitts des Grundkörpers 10, der das verjüngte Ende 14 bildet, erstreckt. Hieran
schließt sich ein über die Ebene auf der Oberseite des Grundkörpers 10 hinausragender,
gekrümmter Verbindungsabschnitt an, der dann in den zweiten Betätigungsabschnitt 12
übergeht. Der freie Endbereich des zweiten Betätigungsabschnitts 12 erstreckt sich
dabei wieder geradlinig aus der unteren Ebene des Grundkörpers 10 heraus und ragt
aus der unteren Ebene des Grundkörpers 10 hervor.
[0062] Figur 21 lässt eine Ansicht auf die Unterseite des Löseelementes 8 aus Figuren 18
bis 20 erkennen. Hierbei wird deutlich, dass das freie Ende des zweiten Betätigungsabschnitts
12 im Vergleich zu den auf einem Steckverbinder montierten Zustand des Löseelementes
8 einerseits im unbetätigten Zustand gemäß Figur 17 und andererseits im betätigten
Zustand in Figur 13 noch weiter zum ersten Betätigungsabschnitt 11 hin verlagert ist.
Die in der Draufsicht auf die Unterseite des Betätigungsorgans 9 sichtbare Länge des
Betätigungsorgans 9 ist damit noch weiter gegenüber den Zuständen bzw. Positionen
in Figuren 13 und 17 verkürzt.
[0063] Figur 22a zeigt eine Seiten-Schnittansicht einer modifizierten Ausführungsform einer
Steckverbinderanordnung 1 mit einem daran angeordneten Löseelement 8. Das Isolierstoffgehäuse
2 des Steckverbinders 1 hat unter Bildung eines Zwischenraums eine von dem Anschlag
23 beabstandete Nase 40, die auf derselben Oberseite wie der Anschlag 23 von der Oberseite
des Isolierstoffgehäuses 2 hervorragt. In diesem durch die zusätzliche Nase 40 und
den Anschlag 23 begrenzten Zwischenraum ragt das freie Ende des zweiten Betätigungsabschnittes
12 des Löseelementes 8 hinein.
[0064] In dem dargestellten Verriegelungszustand liegt die Rastlasche 18 des Gegensteckverbinders
16 auf dem Isolierstoffgehäuse 2 auf und ist mit dem Rastelement 7 verrastet. Das
Betätigungsorgan 9 ist nach oben gebogen. Dies ist vergleichbar mit der Ausführungsform
aus Figur 3 ohne zusätzliche Nase 40. Deutlich wird, dass in diesem Zustand das freie
Ende der Nase 40 an der Innenseite des zweiten Betätigungsabschnitts 12 anliegt.
[0065] Figur 22b zeigt die modifizierte Steckverbinderanordnung 15 mit zusätzlicher Nase
40 im entriegelten Zustand. Dabei ist das Betätigungsorgan 9 in der Ausführungsform
in Figur 4 ohne zusätzliche Nase 40 in Richtung Isolierstoffgehäuse 2 gedrückt und
hebt die Rastlasche 18 an. Dies wird dadurch erreicht, dass der Grundkörper 10 in
Richtung Anschlag 23 wandert, so dass das keilförmige Betätigungsende 14 unter die
Rastlasche 18 greift. Dabei wird der Grundkörper 10 mithilfe der zusätzlichen Nase
an dem zwischenliegenden zweiten Betätigungsabschnitt 12 festgeklemmt und in seiner
Position fixiert. Dies kann durch den optionalen zusätzlichen Führungsfinger 30 verstärkt
werden, der von dem Grundkörper 10 nach unten in Richtung Nase 40 ragt. Das Löseelement
8 wird damit im ungesteckten Zustand des Steckverbinders 1 an dem Steckverbinder 1
in einer weitestgehend fixen Lage positioniert. Damit wird erreicht, dass sich das
Löseelement 8 stets in einer gleichen Position relativ am Steckverbindergehäuse 1
befindet. Es wird damit ein Schlackern des Löseelementes 8 am Isolierstoffgehäuse
2 des Steckverbinders 1 unterbunden. Das Betätigungsende 14 des Löseelementes 8 kehrt
nach dem Entriegelungsvorgang stets in die gleiche Position zurück.
[0066] Figur 23a lässt eine andere Ausführungsform des Steckverbinders 1 erkennen, bei der
ebenfalls das Löseelement 8 im ungesteckten Zustand des Steckverbinders 1 an dem Steckverbinder
in einer weitestgehend fixen Lage positioniert wird. Dies wird dadurch erreicht, dass
an der Außenseite des Isolierstoffgehäuses 2 neben dem Anschlag 23 eine Vertiefung
41 vorgesehen ist. Ein gegenüber der ursprünglichen Ausführungsform gemäß Figur 3
und 4 verlängertes Ende des zweiten Betätigungsabschnittes 12 taucht in diese Vertiefung
41 ein.
[0067] Figur 23a zeigt das Löseelement 8 in der verriegelten Position. Dabei ist der Grundkörper
10 von dem Anschlag 23 weg nach hinten verschoben.
[0068] Figur 23b zeigt die entriegelte Position, bei der das Betätigungsende 24 mit seinem
Betätigungsvorsprung 27 die Rastlasche 28 untergreift und aus der Verrastung mit dem
Rastelement 7 herausführt. Dabei liegt der zweite Betätigungsabschnitt 12 mit seiner
Stirnkante an dem Anschlag 23 an und an der dem Anschlag 23 gegenüberliegenden Seite
an der Randkante der Vertiefung 41 auf. Auf diese Weise wird der Grundkörper 10 in
seiner Position fixiert, indem der Grundkörper 10 mithilfe des optionalen Führungsfingers
30 durch den zwischen der Randkante der Vertiefung 41 und dem Führungsfinger 30 festgeklemmten
zweiten Betätigungsabschnitt 12 lagefixiert (festgeklemmt) wird.
[0069] Figur 24 lässt eine zweite Ausführungsform einer Steckverbinderanordnung 35 erkennen.
Wiederum ist der Steckverbinder 1 aus einem mehrteiligen Isolierstoffgehäuse 2 mit
darin eingebauten Leiteranschlusskontakten gebildet. Der Gegensteckverbinder 16 hat
wiederum mindestens an einer Seite eine elastische Rastlasche 18 mit einer Rastöffnung
19, die mit einem Rastelement 7 in Form einer vorstehenden keilförmigen Rastnase zusammenwirkt,
um den Steckverbinder 1 an dem Gegensteckverbinder 16 festzulegen. Das freie Ende
36 der Rastlasche 18 ist vorzugsweise konisch verjüngt und so gewölbt, dass das Betätigungsende
14 des Grundkörpers 10 eines verschiebbar auf dem Steckverbinder 1 gelagerten Löseelementes
8 die Rastlasche 18 untergreift und von dem Rastelement 7 abhebt und entriegelt.
[0070] Im Unterschied zu der oben beschriebenen ersten Ausführungsform hat das Löseelement
8 kein einteiliges Betätigungsorgan sondern ein mehrteiliges Betätigungsorgan 9. Dieses
ist aus einem ersten Betätigungsabschnitt 11 gebildet, der wiederum integral, d.h.
fügestellenfrei, mit dem Grundkörper 10 ausgebildet ist und einen aus der Ebene des
Grundkörpers 10 schräg hervorstehenden Betätigungsabschnitt zum Beaufschlagen mit
einer Betätigungskraft durch den Finger eines Benutzers bereitstellt. An der Unterseite
dieses ersten Betätigungsabschnitts 11, die der Seitenwand 6 des Steckverbinders 1
gegenüberliegt bzw. zu dieser Seitenwand 6 hinweist, ist der zweite Betätigungsabschnitt
12 als separates Teil ausgebildet, das drehgelenkig mit dem ersten Betätigungsabschnitt
11 in Verbindung steht. Dieser zweite Betätigungsabschnitt 12 stützt sich an der Seitenwand
6 des Isolierstoffgehäuses 2 des Steckverbinders 1 ab und kann optional mit dem Isolierstoffgehäuse
2 z.B. über ein Filmscharnier oder ein anderes Gelenk verbunden sein.
[0071] Im Unterschied zur ersten Ausführungsform sind der erste und zweite Betätigungsabschnitt
11, 12 nicht über einen elastischen, gekrümmten Abschnitt des Betätigungsorgans 9
miteinander verbunden. Vielmehr ist der zweite Betätigugnsabschnitt 12 relativ starr
und lediglich der erste Betätigungsabschnitt 11 in einem elastischen, ein Drehgelenk
bildenden Übergangsabschnitt zum Grundkörper 10 ausgeformt. Der mit dem zweiten Betätigungsabschnitt
12 zusammenwirkende Bereich des ersten Betätigungsabschnitts 11 ist ebenfalls relativ
starr. Der Kniehebelmechanismus wird durch die drehgelenkige Verbindung des ersten
und zweiten Betätigungsabschnitts im Auflager des zweiten Betätigungsabschnitts 12
auf der Innenwand des ersten Betätigungsabschnitts 11 bereitgestellt. Bei der erste
Ausführungsform wird die den Kniehebelmechanismus ausbildende gelenkige Verbindung
zwischen ersten und zweiten Betätigungsabschnitt 11, 12 hingegen über den elastisch
gekrümmten Verbindungsabschnitt zwischen ersten und zweiten Betätigungsabschnitt 11,
12 geschaffen.
1. Steckverbinderanordnung (15, 35) mit einem Steckverbinder (1) und einem Gegensteckverbinder
(16), die jeweils ein Isolierstoffgehäuse (2, 17) und Steckkontaktelemente (3) in
dem Isolierstoffgehäuse (2, 17) haben und zum Zusammenstecken und zum elektrischen
Kontaktieren zugeordneter Steckkontaktelemente (3) im zusammengesteckten Zustand ausgebildet
sind, wobei der Gegensteckverbinder (16) mindestens eine Rastlasche (18) und der Steckverbinder
(1) mindestens ein Rastelement (7) hat, das mit der Rastlasche (18) im zusammengesteckten
Zustand zur Befestigung des Steckverbinders (1) an dem Gegensteckverbinder (16) zusammenwirkend
ausgebildet ist, und wobei mindestens ein zum Entriegeln der Rastlasche (18) vorgesehenes
Löseelement (8) verschiebbar an dem Steckverbinder (1) angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass das Löseelement (8) ein Betätigungsorgan (9) hat, das einen mit dem Löseelement (8)
verbundenen ersten Betätigungsabschnitt (11) und einen relativ beweglich zum ersten
Betätigungsabschnitt (11) gelagerten und mit dem Steckverbinder (1) zusammenwirkenden
zweiten Betätigungsabschnitt (12) aufweist, wobei der erste Betätigungsabschnitt (11)
und der zweite Betätigungsabschnitt (12) einen Kniehebelmechanismus zur Verschiebung
des Löseelementes (8) bei Krafteinwirkung auf das Betätigungsorgan (9) bilden.
2. Steckverbinderanordnung (15, 35) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Betätigungsabschnitt (11) als federelastischer Abschnitt integral mit dem
Löseelement (8) ausgeformt ist.
3. Steckverbinderanordnung (15) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Betätigungsabschnitt (11) und der zweite Betätigungsabschnitt (12) des
Betätigungsorgans (9) einstückig als Abschnitt eines elastischen Federarmes ausgebildet
sind.
4. Steckverbinderanordnung (15, 35) nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der federelastische Abschnitt oder der elastische Federarm eine von der Rastlasche
(18) eines auf den Steckverbinder (1) aufgesteckten Gegensteckverbinder (16) weg gerichtete
Rückstellkraft auf das Löseelement (8) ausübt.
5. Steckverbinderanordnung (35) nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass der erste Betätigungsabschnitt (11) des Betätigungsorgans (9) drehgelenkig mit dem
zweiten Betätigungsabschnitt (12) des Betätigungsorgans (9) verbunden ist.
6. Steckverbinderanordnung (15, 35) nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass der Steckverbinder (1) einen Anschlag (23) hat und dass der zweite Betätigungsabschnitt
(12) des Betätigungsorgans (9) und der Anschlag (23) so aufeinander ausgerichtet sind,
dass sich das freie Ende des zweiten Betätigungsabschnittes (12) bei Krafteinwirkung
auf das Betätigungsorgan (9) an dem Anschlag (23) abstützt und sich das Löseelement
(8) zum Entriegeln der Rastlasche (18) verschiebt.
7. Steckverbinderanordnung (15, 35) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine erhabene Nase (40) beabstandet von dem Anschlag (23) von dem Isolierstoffgehäuse
(2, 17) hervorragt und die Nase (40) zusammen mit dem Anschlag (23) einen Zwischenraum
begrenzt, in den das freie Ende des zweiten Betätigungsabschnittes (12) eintaucht.
8. Steckverbinderanordnung (15, 35) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Isolierstoffgehäuse (2, 17) neben dem Anschlag (23) eine Vertiefung (41) hat
und das freie Ende des zweiten Betätigungsabschnittes (12) in die Vertiefung (41)
eintaucht.
9. Steckverbinderanordnung (15, 35) nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Betätigungsabschnitt (12) des Betätigungsorgans (9) mit dem Steckverbinder
(1) verbunden ist.
10. Steckverbinderanordnung (15, 35) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Steckverbinder (1) Führungselemente (21) hat und das mindestens eine Löseelement
(8) linear verschiebbar an den Führungselementen (21) gelagert ist.
11. Steckverbinderanordnung (15, 35) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass an einander gegenüberliegenden Seitenflächen (6) des Isolierstoffgehäuses (2) des
Steckverbinders (1) jeweils ein Löseelement (8) verschiebbar gelagert ist.
12. Steckverbinderanordnung (15, 35) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Löseelement (8) an seiner der Rastlasche (18) des Gegensteckverbinders (16) zugewandten
Seite eine sich zum freien Ende hin verjüngende Entriegelungskontur (14) hat, die
bei Verschieben des Löseelementes (8) zwischen die Rastlasche (18) und das Isolierstoffgehäuse
(2) des Steckverbinders (1) führbar ist.
13. Löseelement (8) für eine Steckverbinderanordnung (15, 35) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Löseelement (8) ein Betätigungsorgan (9) hat, das einen mit dem Löseelement (8)
verbundenen ersten Betätigungsabschnitt (11) und einen relativ beweglich zum ersten
Betätigungsabschnitt (11) gelagerten und mit dem Steckverbinder (1) zusammenwirkenden
zweiten Betätigungsabschnitt (12) aufweist, wobei der erste Betätigungsabschnitt (11)
und der zweite Betätigungsabschnitt (12) einen Kniehebelmechanismus zur Verschiebung
des Löseelementes (8) bei Krafteinwirkung auf das Betätigungsorgan (9) bilden.
14. Löseelement (8) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Betätigungsabschnitt (11) als integral mit dem Löseelement (8) ausgeformter
federelastischer Abschnitt ausgebildet ist.
15. Löseelement (8) nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Betätigungsabschnitt (11) und der zweite Betätigungsabschnitt (12) des
Betätigungsorgans (9) einstückig als Abschnitte eines elastischen Federarms ausgebildet
sind.
16. Löseelement (8) nach einem der Ansprüche 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Betätigungsabschnitt (11) drehgelenkig mit dem zweiten Betätigungsabschnitt
(12) verbunden ist.