[0001] Die Erfindung betrifft eine Steckverbinderanordnung mit einem Steckverbinder und
einem Gegensteckverbinder, die jeweils ein Isolierstoffgehäuse und Steckkontakte in
dem Isolierstoffgehäuse und korrespondierend zueinander zum Zusammenstecken und zum
elektrisch leitenden Verbinden zugeordneter Steckkontakte im zusammengesteckten Zustand
ausgestaltete Steckkonturen haben und mit mindestens einem Kodierelement, das verschiebbar
an den Steckkonturen des Steckverbinders und Gegensteckverbinders aufnehmbar ist und
eine zulässige Steckposition für das Zusammenstecken von Steckverbinder und Gegensteckverbinder
festlegt.
[0002] Die Erfindung betrifft weiterhin ein Kodierelement für eine solche Steckverbinderanordnung
sowie ein Verfahren zur Kodierung einer solchen Steckverbinderanordnung mit mindestens
einem solchen Kodierelement.
[0003] Bei Steckverbinderanordnungen sind die Steckkonturen durch Ausformung der Isolierstoffgehäuse
jeweils so passend aufeinander abgestimmt, dass ein Steckverbinder nur in einer zulässigen
Steckposition mit einem Gegensteckverbinder verbunden werden kann und ein Fehlstecken
sicher verhindert wird.
[0004] Es gibt aber Einsatzbereiche, bei denen gleichartige Steckverbinder bzw. Gegensteckverbinder
für unterschiedliche Funktionen genutzt werden und ein Vertauschen gleichartiger Steckverbinder
sicher verhindert werden muss. Hierzu ist bekannt, die Steckverbinder und/oder Gegensteckverbinder
mit separaten Kodierelementen zu versehen, die bedarfsweise an der Steckkontur der
Isolierstoffgehäuse angebracht werden.
[0005] DE 10 2011 051 567 B4 zeigt eine Steckverbindungsanordnung mit einem Kodierelement, das als länglich geformter
Kodierstift zur Anordnung in einer nutförmigen Ausnehmung der Steckverbindungsanordnung
ausgebildet ist. Das Kodierelement hat eine sich verändernde Breite und einen nach
Außen gewölbten Bereich. Zwischen den sich gegenüberliegenden Seitenflächen im Bereich
der Auswölbung ist eine Aussparung vorgesehen, die eine Federwirkung auf das Kodierelement
hat, um die gewölbten Seitenflächen passgenau in die nutförmige Ausnehmung einzubringen
und dort zu halten.
[0006] Aus
EP 2 091 108 A1 ist eine Steckverbindung bekannt, bei der Kodierelemente als vormontierbare Einheit
an jeweils zumindest einem der Steckverbinderteile vormontiert werden. Beim erstmaligen
axialen Zusammenstecken der beiden Steckverbinderteile legt sich eines von zwei zur
Kodiervorrichtung vormontierten Kodierelemente an dem jeweils anderen Steckverbinderteil
fest und verbleibt nach dem ersten Lösen der zusammengesteckten Steckverbinderteile
an diesem anderen Steckverbinderteil. Zwei eine Kodiervorrichtung bildende zusammengehörige
Kodierelemente werden somit zuerst zusammen an einem ersten Steckverbinderteil montiert
und mit diesem ausgeliefert. Bei erstmaliger Nutzung werden die beiden Kodierelemente
dann vereinzelt und eines der Kodierelemente von dem ersten Steckverbinderteil mit
dem korrespondierenden Kodierelement und mit dem zweiten Steckverbinderteil verrastet.
Beim späterem Gebrauch der Steckverbinder wird durch die nunmehr separierten Kodierelemente
eine Kodierung erreicht.
[0007] EP 0 235 339 A1 offenbart einen mehrpoligen Steckverbinder, deren Steckerteil und Buchsenteil eine
aufeinander abgestimmte Kontur haben, die zusammen Steckaufnahmen für daran einsetzbare
Kodierelemente bilden. Hierzu sind an der Oberseite des Steckerteils bzw. an der oberen
Innenwand des Buchsenteils Schwalbenschwanzführungen sowie zusätzliche Nuten und Rippen
vorhanden. Die Kodierelemente werden in die Schwalbenschwanzführungen eingeschoben.
[0008] GB 1 568 189 A zeigt eine Steckverbinderanordnung mit einem Kodierelement, das ein verjüngtes Ende
hat. Das Kodierelement wird mit dem breiteren Ende in einen Steckverbinder eingesetzt
und dort gehalten. Beim Aufstecken eines Gegensteckverbinders taucht das verjüngte
Ende in eine Kontur des Gegensteckverbinders ein, ohne eine Kraftverbindung einzugehen.
[0009] Ausgehend hiervon ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine verbesserte Steckverbinderanordnung
sowie ein verbessertes Kodierelement sowie ein Verfahren zum Kodieren einer Steckverbinderanordnung
zu schaffen.
[0010] Die Aufgabe wird mit der Steckverbinder mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie mit
dem Kodierelement mit den Merkmalen des Anspruchs 12 sowie durch das Verfahren mit
den Merkmalen des Anspruchs 17 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind in den
Unteransprüchen beschrieben.
[0011] Für eine aus einem Steckverbinder und einem Gegensteckverbinder sowie mindestens
einem Kodierelement gebildete Steckverbinderanordnung wird vorgeschlagen, dass die
Steckkonturen sowohl des Steckverbinders als auch des Gegensteckverbinders Verbindungselemente
haben. Weiterhin hat das mindestens eine Kodierelement mindestens zwei voneinander
beabstandete Verbindungselemente. Die Verbindungselemente des Kodierelementes sind
zur lösbaren formschlüssigen und/oder kraftschlüssigen Verbindung mit einem jeweils
zugeordneten Verbindungselement des Steckverbinders oder Gegensteckverbinders ausgebildet.
Das mindestens eine Kodierelement ist dabei von Außen in einem Zustand, bei dem der
Steckverbinder und der Gegensteckverbinder zumindest teilweise zusammengesteckt sind,
zugänglich und verschiebbar. Damit kann die formschlüssige lösbare Verbindung der
zugeordneten Verbindungselemente von Kodierelement und Steckverbinder gelöst werden
und das Kodierelement nach einer Verschiebung in Richtung des Gegensteckverbinders
mittels der zugeordneten Verbindungselemente des Kodierelementes und des Gegensteckverbinders
nunmehr mit dem Gegensteckverbinder verbunden werden.
[0012] Gemäß der Lehre der vorliegenden Erfindung ist das Kodierelement damit entweder mit
dem Steckverbinder oder mit dem Gegensteckverbinder formschlüssig und/oder kraftschlüssig
verbindbar. Diese formschlüssige Verbindung kann aufgehoben werden, um das Kodierelement
wahlweise entweder mit dem Steckverbinder oder mit dem Gegensteckverbinder formschlüssig
und/oder kraftschlüssig zu verbinden.
[0013] Das Kodierelement wird somit sozusagen umgerastet, um damit eine bestimmte Kodierung
von Steckverbinder und Gegensteckverbinder festzulegen.
[0014] Im Auslieferungszustand wird das Kodierelement form- und/oder kraftschlüssig verbunden
am dem Steckverbinder oder Gegensteckverbinder ausgeliefert. Bei der ersten Inbetriebnahme
kann dann ein Umrasten von mindestens einem ausgewählten Kodierelement erfolgen, das
dann vom Steckverbinder gelöst und mit dem Gegensteckverbinder verbunden wird oder
umgekehrt. Denkbar ist auch, dass vor dem Zusammenstecken ausgewählte, mit ausgelieferte
und verbundene Kodierelemente vom Steckverbinder bzw. Gegensteckverbinder vollkommen
entfernt werden. Das Verschieben und "Umrasten" des Kodierelementes wird dadurch ermöglicht,
dass das Kodierelement jeweils ein Verbindungselement für den Steckverbinder und für
den Gegensteckverbinder hat, die voneinander beabstandet sind. Die Verbindungselemente
können sich hierzu beispielsweise in Längserstreckungsrichtung des Kodierelementes
gegenüberliegen, d.h. an den diametral gegenüberliegenden Endbereichen des Kodierelementes
angeordnet sein. Denkbar ist aber auch, dass sich die Verbindungselemente quer zur
Längserstreckungsrichtung gegenüberliegen. Sie können dann bedarfsweise noch in Längserstreckungsrichtung
beabstandet sein.
[0015] Das Kodierelement hat somit eine Führungskontur zur linear verschiebbaren Aufnahme
an einem Steckverbinder und einem Gegensteckverbinder der Steckverbinderanordnung
sowie voneinander beabstandete Verbindungselemente (z.B. an einander gegenüberliegenden
Endabschnitten) zur lösbaren formschlüssigen und/oder kraftschlüssigen Verbindung
mit einem jeweils zugeordneten Steckverbinder oder Gegensteckverbinder. Im zusammengesteckten
Zustand von Steckverbinder und Gegensteckverbinder ist das Kodierelement somit entweder
lösbar und form- und/oder kraftschlüssig mit dem Steckverbinder oder mit dem Gegensteckverbinder
verbunden. Die Verbindung kann durch Verschiebung des Kodierelementes nach Aufhebung
der lösbaren Verbindung gewechselt werden.
[0016] Die Kodierung einer Steckverbinderanordnung erfolgt somit durch
- formschlüssiges und/oder kraftschlüssiges lösbares Verbinden des mindestens einen
Kodierelementes an dem Steckverbinder;
- Zusammenstecken des Steckverbinders mit einem Gegensteckverbinder und
- Lösen der Verbindung mindestens eines ausgewählten Kodierelementes mit dem Steckverbinder,
Verschieben des ausgewählten Kodierelementes in Richtung Gegensteckverbinder und formschlüssiges
und/oder kraftschlüssiges lösbares Verbinden des ausgewählten Kodierelementes mit
dem Gegensteckverbinder.
[0017] Die Kodierelemente können somit bereits werksseitig an einem ersten Steckverbinderbauteil
montiert werden. Vom Nutzer kann die Kodierung je nach Bedarf individuell durch Verschieben
und Verrasten der ausgewählten Kodierelemente an dem zweiten Steckverbinderbauteil
eingestellt werden. Damit sind keine separaten Kodierelemente als vom Benutzer noch
zu montierende Einzelteile mehr vorhanden.
[0018] Unter einem Steckverbinder wird ein Steckerteil oder Buchsenteil und unter einem
Gegensteckverbinder das hierzu korrespondierende Steckverbinderteil, d. h. bei einem
Stecker ein Buchsenteil oder bei einer Buchse das Steckerteil verstanden.
[0019] Unter einer lösbaren Verbindung ist zu verstehen, dass das Verbindungselement des
Steckerteils oder Gegensteckerteils so mit dem Verbindungselement des Kodierelementes
ineinander greift, dass die beiden Verbindungspartner, nämlich der Steckverbinder
oder Gegensteckverbinder und das hiermit verbundene Kodierelement nicht mehr ohne
weiteres voneinander gelöst werden können. Dies gelingt z. B. dadurch, dass ein Abschnitt
des einen Verbindungselementes einem Abschnitt des anderen Verbindungselementes bei
Herausziehen des Kodierelementes im Weg steht und somit ein Anschlag, d.h. eine Verrastung
gebildet wird. Denkbar ist aber auch, dass die Verbindung durch einen Kraftschluss
bereitgestellt wird, bei der ein Verbindungselement eine Kraft auf das zugeordnete
andere Verbindungselement ausübt. Dies kann beispielsweise durch einen Federarm des
Kodierelementes erfolgen, der durch Reibschluss eine lösbare Verbindung zwischen Kodierelement
und Steckverbinder bzw. Gegensteckverbinder bereitstellt. Denkbar ist aber auch eine
Kombination einer formschlüssigen und einer kraftschlüssigen lösbaren Verbindung.
[0020] Die Verbindungselemente des Steckverbinders und des Gegensteckverbinders sind vorzugsweise
als Rastmulden ausgebildet. Die Verbindungselemente des mindestens einen Kodierstiftes
sind hingegen als Rastfinger ausgebildet. Die Rastfinger und Rastmulden haben dabei
eine zum Einstecken eines Rastfingers in eine Rastmulde und zum lösbaren Verbinden
des in die Rastmulde eingesteckten Rastfingers mittels eines Rastanschlages und/oder
durch Kraftschluss angepasste Kontur. So ist denkbar, dass der Rastfinger in eine
Rastmulde eingesteckt und mit Hilfe eines vorspringenden Abschnitts oder Federarms
ein Reibschluss auf die Innenwand der Rastmulde ausgeübt wird. Dieser muss zum Lösen
der Verbindung und Verschieben des Kodierelements überwunden werden. Eine solche Verschiebung
kann z. B. mit Hilfe eines von Außen auf das Kodierelement einwirkenden Schraubendrehers
erreicht werden. Das Kodierelement ist dabei dennoch immer noch so an dem Steckverbinder
oder Gegensteckverbinder gesichert, dass es im nicht zusammengesteckten Zustand nicht
ohne weiteres herausfällt.
[0021] Der Rastfinger und die Rastmulde können in einer anderen Ausführungsform aber auch
einen Rastanschlag zur Ausbildung einer formschlüssigen Verbindung bilden. Hierzu
kann der Rastfinger einen Rastvorsprung haben, der mit einer Vertiefung in der Rastmulde
zusammenwirkt. Die Rastfinger erstrecken sich dabei vorzugsweise in Längserstreckungsrichtung
des Kodierstiftes. Dabei ist vorzugsweise beidseits des Kodierstiftes an den einander
diametral gegenüberliegende Enden jeweils ein Rastfinger vorhanden. Diese Rastfinger
haben dabei seitlich vorstehende Rastvorsprünge, mit denen das Kodierelement lösbar
und formschlüssig an dem zugeordneten Verbindungselement des Steckverbinders oder
Gegensteckverbinders festgelegt werden kann.
[0022] Die Rastmulden sind vorzugsweise als Nuten mit Vertiefungen an den Nutwänden zur
Aufnahme zugeordneter Rastvorsprünge eines in die Rastmulde eingesteckten Rastfingers
eines Kodierelementes ausgebildet.
[0023] Denkbar ist aber auch eine umgekehrte Variante, bei der die Verbindungselemente des
Steckverbinders und Gegensteckverbinders als Rastfinger und die Verbindungselemente
des Kodierelementes als Rastmulden ausgebildet sind. Die Rastfinger und die Rastmulden
haben dabei eine zum Einstecken eines Rastfingers in eine Rastmulde und zum lösbaren
formschlüssigen und/oder kraftschlüssigen Verbinden des in eine Rastmulde eingesteckten
Rastfingers mittels eines Rastanschlags und/oder durch Kraftschluss angepassten Kontur.
[0024] Eine weiter bevorzugte Ausführungsform sieht vor, dass das Kodierelement auf einander
diametral gegenüberliegenden Seiten, die im eingesteckten Zustand einerseits dem Steckverbinder
und andererseits dem Gegensteckverbinder zugewandt sind, jeweils eine sich in Längserstreckungsrichtung
des Kodierelementes verlaufende Arretiernut hat. Von der angrenzenden Fläche des Steckverbinders
und des Gegensteckverbinders ragen Arretiernasen ab. In Abhängigkeit der Steckposition
ragt eine Arretiernase in eine zugeordnete Arretiernut hinein und bildet einen Anschlag,
der das Kodierelement in der Steckposition entweder an dem Steckverbinder oder an
dem Gegensteckverbinder sichert. Die andere Arretiernase ragt dabei nicht in die zugeordnete
Arretiernut hinein.
[0025] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Steckkonturen des Steckverbinders und des
Gegensteckverbinders Linearführungen zur linear verschiebbaren Aufnahme mindestens
eines Kodierelementes haben.
[0026] Das mindestens eine Kodierelement hat dann eine an die Linearführung angepasste Führungskontur.
Damit wird das mindestens eine Kodierelement linear verschiebbar an einem Steckverbinder
und dem Gegensteckverbinder gehalten und geführt.
[0027] Die Führungskontur des mindestens einen Kodierelementes und die Linearführungen können
dabei bevorzugt eine Schwalbenschwanzführung bilden. Damit wird das Kodierelement
nicht nur linear geführt sondern auch an einem Steckverbinder bzw. Gegensteckverbinder
gehalten.
[0028] Die Schwalbenschwanzführung kann dadurch realisiert werden, dass das Kodierelement
auf einander gegenüberliegenden Seitenflächen jeweils eine sich in Längserstreckungsrichtung
des Kodierelementes erstreckenden Nut mit schräg oder gekrümmt aufeinander zu verlaufenden
Wänden hat.
[0029] Besonders vorteilhaft ist es, wenn das mindestens eine Kodierelement an einander
gegenüberliegenden Seiten vorstehende Haltenoppen hat. Die Linearführungen weisen
dabei einen Halteabschnitt auf, in dem eine durch die Linearführung gebildete Halteleiste
kraftschlüssig an einem zugeordneten Haltenoppen eines eingeführten und mit dem Steckverbinder
oder Gegensteckverbinder verbundenen Kodierstiftes anliegt. Die Linearführungen haben
weiterhin einen verbreiterten Entnahmeabschnitt, in dem die Linearführung nicht im
Eingriff mit einem zugeordneten Haltenoppen steht. Durch die kraftschlüssige Verbidnung
der mindestens einen Halteleiste des Steckverbinders mit einer zugeordneten Haltenoppe
des Kodierelementes wird das Kodierelement mit dem Steckverbinder verbunden. Dann
besteht auch im Steckzustand des Gegensteckverbinders, der auf dem Steckverbinder
aufgesteckt ist, keine form- und/oder kraftschlüssige Verbindung des Kodierelementes
mit dem Gegensteckverbinder. Erst durch Umrasten kann bei Verschiebung des Kodierelementes
die kraftschlüssige Verbindung mit dem Steckverbinder aufgehoben und eine kraftschlüssige
Verbindung von Halteleisten des Gegensteckverbinders mit zugeordneten Haltenoppen
des Kodierelementes hergestellt werden. Nach Verschiebung des Kodierelementes und
Verbindung mit dem Steckverbinder oder Gegensteckverbinder wird der Haltenoppen somit
in eine Position verlagert, bei der er kraftschlüssig an der Halteleiste im schmaleren
Halteabschnitt anliegt.
[0030] Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn an den diametral gegenüberliegenden Seitenwänden
jeweils zwei Haltenoppen vorhanden sind. Die Paare von Haltenoppen sind dann an einer
Seitenwand jeweils höhenversetzt sowie in Längserstreckungsrichtung des Kodierelementes
versetzt zueinander angeordnet. Damit ist die Einsteckrichtung und Einstecklage des
Kodierelementes beliebig.
[0031] Das mindestens eine Kodierelement ist besonders vorteilhaft spiegel- oder punktsymmetrisch
ausgestaltet, so dass das Kodierelement unbeschadet der Einsteckrichtung und der Orientierung
in eine zugeordnete Linearführung des Steckverbinders oder Gegensteckverbinders eingeschoben
und dort verrastet werden kann.
[0032] Unter "Verrasten" wird ein lösbares Verbinden im weitestgehenden Sinne verstanden,
wie ein formschlüssiges Verbinden, z. B. mit Hilfe eines Anschlages, ein kraftschlüssiges
Verbinden oder eine Kombination hiervon.
[0033] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels mit den beigefügten
Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- - perspektivische Ansicht einer Steckverbinderanordnung mit einem Steckverbinder,
einem Gegensteckverbinder und mit verschiebbaren Kodierelementen;
- Figur 2
- - Draufsicht auf die Steckverbinderanordnung aus Figur 1;
- Figur 3
- - perspektivische Ansicht eines Kodierelementes für die Steckverbinderanordnung aus
Figur 1 und 2;
- Figur 4
- - Draufsicht auf das Kodierelement auf Figur 3,
- Figur 5
- - Seitenansicht des Kodierelementes aus Figur 3 und 4;
- Figur 6
- - Frontansicht des Kodierelementes aus Figuren 3 bis 5;
- Figur 7
- - perspektivische Ansicht des Steckverbinders der Steckverbinderanordnung aus Figur
1 mit einem Kodierelement;
- Figur 8
- - perspektivische Ansicht des Steckverbinders aus Figur 7 von der anderen Seite;
- Figur 9
- - Frontansicht der Einsteckseite des Gegensteckverbinders der Steckverbinderanordnung
aus Figur 1 und 2;
- Figur 10
- - Draufsicht auf den Gegensteckverbinder aus Figur 9;
- Figur 11
- - perspektivische Ansicht des Gegensteckverbinders aus Figuren 9 und 10;
- Figur 12
- - perspektivische Ausschnittsansicht der Steckkontur des Steckverbinders aus Figur
7 und 8;
- Figur 13
- - Ausschnitts-Schnittansicht des Steckkontur des Gegensteckverbinders;
- Figur 14
- - Seitenansicht des Gegensteckverbinders mit Rastlasche;
- Figur 15
- - perspektivische Ansicht eines Steckverbinders für die Steckverbinderanordnung aus
Figur 1 im Auslieferungszustand mit drei Kodierelementen;
- Figur 16
- - Draufsicht auf den Steckverbinder aus Figur 15;
- Figur 17
- - Frontansicht auf die Einsteckseite des Steckverbinders aus Figuren 15 und 16;
- Figur 18
- - Seitenansicht des Steckverbinders aus Figuren 15 bis 17;
- Figur 19
- - perspektivische Ansicht einer weiteren Ausführungsform eines Kodierelementes;
- Figur 20
- - Perspektivische Ausschnittsansicht der Steckkontur eines Steckverbinders mit Kodierelementes
gemäß Figur 19;
- Figur 21
- - Seiten-Schnittansicht eines an der Steckkontur eines Steckverbinders verrastetem
Kodierelementes.
[0034] Figur 1 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Steckverbinderanordnung 1 mit einem
Steckverbinder 2 und einem Gegensteckverbinder 3, die eine zum Zusammenstecken und
elektrisch leitenden Verbinden zugeordneter Steckkontakte von Steckverbinder 2 und
Gegensteckverbinder 3 ausgebildete Steckkontur haben. Der Steckverbinder 2 hat ein
Isolierstoffgehäuse 4 mit darin aufgenommen, nicht sichtbaren Steckkontakten und mit
Leitereinführungsöffnungen auf der Rückseite (nicht sichtbar). Die Leitereinführungsöffnungen
sind zum Einstecken von elektrischen Leitern vorgesehen, um eingeführte elektrische
Leiter elektrisch leitend mit einem zugeordneten Steckkontakt im Isolierstoffgehäuse
z. B. mittels eines Federklemmanschlusses, eines Schraubanschlusses, eines Schneid-Klemmanschlusses
oder ähnlichem zu kontaktieren. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind im Innenraum
des Isolierstoffgehäuses 4 Federklemmkontakte angeordnet, die beispielsweise mit Betätigungsmitteln
betätigt werden können. Der Gegensteckverbinder 3 ist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel
als Leiterplattensteckverbinder ausgebildet, bei dem Anschlusskontakte 5 aus dem Isolierstoffgehäuse
6 des Gegensteckverbinders 3 herausragen. Diese Anschlusskontakte 5 sind mit Steckkontakten
im Innenraum des Isolierstoffgehäuses 6 des Gegensteckverbinders 3 verbunden, um im
dargestellten zusammengesteckten Zustand elektrisch leitend in Kontakt mit korrespondierenden
Steckkontakten des Steckverbinders 2 zu treten.
[0035] Die Steckkontur 7 des Steckverbinders 2 sowie die korrespondierende Steckkontur 8
des Gegensteckverbinders 3 haben z. B. an ihrer Oberseite nicht sichtbare Linearführungen
zur linear verschiebbaren Aufnahme mindestens eines Kodierelementes 9. Diese Linearführungen
sind in dem dargestellten Ausführungsbeispiel als Nut mit schräg verlaufenden Abschnitten
der Seitenwände ausgebildet, um eine Schwalbenschwanzführung zu bilden. Denkbar ist
auch eine T-Nut als Führungsprofil oder ähnliches.
[0036] Die Kodierelemente 9 haben dann eine entsprechende, hieran angepasste Kontur, um
in der Schwalbenschwanzführung linear verschiebbar gelagert zu werden. Deutlich wird,
dass die Linearführungen in ihren Endbereichen Aufnahmetaschen 10 mit Verbindungselementen
11 a, 11 b haben, mit denen die sich in Längserstreckungsrichtung diametral gegenüberliegenden
und in entgegengesetzte Richtungen voneinander weisenden freien Enden 12a, 12b der
Kodierelemente 9 durch Formschluss lösbar verbunden werden können. Diese Verbindungselemente
11a, 11 b der Aufnahmetaschen 10 sind beispielsweise als Rastmulden ausgebildet, die
einen Rastanschlag für ein in die Rastmulde eingetauchtes Verbindungselement 13a,
13b eines Kodierelementes 9 bereitstellen, welches beispielsweise mittels Rastvorsprüngen
am jeweiligen freien Ende 12a, 12b als Rastfinger ausgebildet sein kann. Damit wird
durch Formschluss ein Anschlag gebildet, der ein einfaches Verschieben des Kodierelementes
9 ohne weitere Kraftbeaufschlagung von Außen verhindert.
[0037] Im Auslieferungszustand werden die Kodierelemente 9 bereits in den Steckverbinder
2 oder den Gegensteckverbinder 3 eingesetzt und dort mit ihren korrespondierenden
Verbindungselementen 11a, 13a; 11 b, 13b miteinander durch Formschluss und/oder durch
Kraftschluss lösbar verbunden. Die Rastfinger (d.h. die Verbindungselemente 13a, 13b)
sind im Bereich der Verbindungselemente 11 a, 11 b der Aufnahmetaschen 10 der Linearführungen
in dem dargestellten Steckzustand von Außen zugänglich. Damit kann ein Kodierelement
9 bedarfsweise "umgerastet" werden, indem z. B. mit Hilfe eines Schraubendrehers der
Formschluss und/oder Kraftschluss zwischen Kodierelement 9 und Verbindungselement
13a bzw. 13b aufgehoben wird und das Kodierelement 9 zu dem gegenüberliegenden Verbindungselement
13b bzw. 13a zur dortigen Verrastung (d. h. lösbaren formschlüssigen und/oder kraftschlüssigen
Verbindung) in der Linearführung verschoben wird. Dies ist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel
derart erfolgt, dass das in Blickrichtung vordere Kodierelement 9 zum Gegensteckverbinder
3 hin umgerastet und nunmehr mit dem Gegensteckverbinder 3 verbunden ist. Die anderen
beiden Kodierelemente 9n sind hingegen immer noch wie im Auslieferungszustand mit
dem Steckverbinder 2 verbunden. Damit wird eine Kodierung von Steckverbinder 2 und
Gegensteckverbinder 3 erreicht, die ein Zusammenstecken nur eines entsprechend kodierten
Steckverbinders 2 mit dem Gegensteckverbinder 3 erlaubt und somit ein Fehlstecken
von nicht zueinander passenden Steckverbindern 2 und Gegensteckverbindern 3 verhindert.
[0038] Erkennbar ist weiterhin, dass an der Seitenwand des Isolierstoffgehäuses 6 des Gegensteckverbinders
3 eine Rastlasche 14 vorhanden ist. An der Seitenwand des Isolierstoffgehäuses 4 des
Steckverbinders 2 ist eine vorstehende Rastnase 15 angeordnet. Im dargestellten Steckzustand
taucht die vorstehende Rastnase 15 in eine Rastöffnung 16 der Rastlasche 14 ein, um
auf diese Weise ein ungewünschtes Abziehen des Gegensteckverbinders 3 vom Steckverbinder
2 zu verhindern. Eine solche Rastlasche 14 kann auch zusätzlich auf der gegenüberliegenden
Seite des Gegensteckverbinders 3 vorhanden sein. Entsprechend ist dann auch an der
gegenüberliegenden Seitenwand des Isolierstoffgehäuses 4 des Steckverbinders 2 eine
Rastnase 15 vorhanden.
[0039] Das Umrasten der Kodierelemente 9 wird somit, wie aus der Figur 1 ersichtlich ist,
im Steckzustand ermöglicht, bei dem Steckverbinder 2 und Gegensteckverbinder 3 zusammengesteckt
sind und eine elektrisch leitende Verbindung zugeordneter Steckkontakte dadurch hergestellt
ist.
[0040] Figur 2 lässt eine Draufsicht auf die Steckverbinderanordnung 1 aus Figur 1 erkennen.
Hierbei wird nochmals deutlich, dass die Kodierelemente 9 im dargestellten Steckzustand
von Außen zugänglich sind und in der jeweils zugeordneten Linearführung, von denen
nur die Aufnahmetaschen 10 sichtbar sind, verschoben werden können. Hierzu können
die freien Enden 12a, 12b der Kodierelemente 9, welche die Verbindungselemente 13a,
13b (d.h. die Rastfingern) haben, z. B. mit einem Schraubendreher mit einer Verschiebekraft
beaufschlagt werden, um damit die lösbare Verbindung zwischen den als Rastfinger und
als Rastmulde ausgeführten zusammenwirkenden Verbindungselementen 11 a, 13a; 11 b,
13b aufzuheben und das Kodierelement 9 zur lösbaren Verbindung mit dem gegenüberliegenden
Steckverbinder 2 oder Gegensteckverbinder 3 zu verschieben. Deutlich wird, dass zwischen
der Stirnseite des freien Endes der Kodierelemente 9 im verrasteten Zustand und den
Aufnahmetaschen 10 an den auslaufenden Enden der Linearführung noch ein Spalt 17 vorhanden
ist, der ein Eintauchen eines Betätigungswerkzeuges (z. B. Schraubendreher) in diesen
Spalt 17 ermöglicht.
[0041] Deutlich wird auch, dass in dem dargestellten Rastzustand die Rastlasche 14 bündig
mit der Seitenwand des Isolierstoffgehäuses 6 des Gegensteckverbinders 3 abschließt
und die Rastnase 15 des Steckverbinders 2 etwas aus der Ebene des Oberfläche der Rastlasche
14 hinausragt. Dabei sind diametral einander gegenüberliegend an beiden Seitenwänden
des Steckverbinders 2 solche Rastnasen 15 und an dem Gegensteckverbinder 3 entsprechende
Rastlaschen 14 vorhanden.
[0042] Figur 3 lässt eine perspektivische Ansicht eines Kodierelementes 9 erkennen. Dieses
Kodierelement 9 ist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel punktsymmetrisch ausgebildet.
Das Kodierelement 9 ist prinzipiell als ein sich in Längserstreckungsrichtung L erstreckender
rechteckförmiger Stab ausgebildet, der an den einander gegenüberliegenden freien Enden
12a, 12b jeweils einen Rastfinger als Verriegelungselement 13a, 13b mit diametral
gegenüberliegen, seitlich vorstehenden Rastvorsprüngen 18 hat. Diese einander gegenüberliegenden
Rastfinger mit ihren Rastvorsprüngen 18 bilden Verbindungselemente 13a, 13b, die zum
lösbaren formschlüssigen Verbinden mit den Rastmulden (d.h. den Verbindungselementen
11 a, 11 b) in den einander diametral gegenüberliegenden Aufnahmetaschen 10 an den
auslaufenden Enden der Linearführungen des Steckverbinders 2 und Gegensteckverbinders
3 vorgesehen sind.
[0043] Dadurch, dass die Kodierelemente 9 aus einem elastisch verformbaren Kunststoffmaterial
gebildet sind, können die Rastvorsprünge 18 in die zugeordnete, im Vergleich zum Hauptabschnitt
der Linearführung schmalere Aufnahmetasche 10 am Ende der Linearführungen eingepresst
werden, bis sie in die zugeordneten Rastmulden (d.h. den Verbindungselementen 11a,
11 b) eintauchen und dort ein Rastanschlag zum formschlüssigen Verbinden von Kodierelement
9 und Aufnahmetasche 10 der Linearführung bereitgestellt wird. Alternativ können anstelle
der Rastfinger und Rastmulden auch Rasthaken oder Rastlaschen vorgesehen sein, die
mit Rastvorsprüngen zusammenwirken, um einen formschlüssigen Anschlag und ggf. eine
kraftschlüssige Verbindung bereitstellen. Denkbar ist auch eine umgekehrte Variante,
bei der Rastmulden an den freien Enden 12a, 12b der Kodierelemente 9 vorhanden sind,
die eine form- und/oder kraftschlüssige Verbindung mit Rastvorsprüngen in den Aufnahmetaschen
10 eingehen können.
[0044] Deutlich wird weiterhin, dass die diametral einander gegenüberliegenden Seitenwände
19 der Kodierelemente 9 schräg zueinander verlaufend ausgebildet sind, um eine Führungskontur
zu bilden, die an die Kontur der Linearführungen angepasst ist. Im dargestellten Ausführungsbeispiel
wird durch die schräg oder gekrümmt verlaufenden Seitenwände 19 an den diametral gegenüberliegenden
Seitenwänden 19 des Kodierelementes 9 eine Nut geschaffen, die eine Schwalbenschwanzführung
mit der Linearführung des Steckverbinders 2 und Gegensteckverbinders 3 bereitstellt.
Erkennbar ist weiterhin, dass an den Seitenwänden 19 in Längserstreckungsrichtung
L versetzt auf zwei unterschiedlichen Höhenebenen, d. h. auch höhenversetzt jeweils
zwei Haltenoppen 20 angeordnet sind, die von der Ebene der an der Seitenwand 19 ausgebildeten
Führungskontur hervorstehen. Auf der diametral gegenüberliegenden Seite sind jeweils
zwei solche Haltenoppen 20 im Bezug auf die Oberseite und Unterseite des Kodierelementes
9 auf einer Ebene höhenversetzt und in Längserstreckungsrichtung L versetzt zueinander
angeordnet. Die Haltenoppen 20 sind dabei so angeordnet, dass das Kodierelement 9
punktsymmetrisch ausgeführt ist.
[0045] Aus der Draufsicht auf Figur 4 auf das Kodierelement 9 aus Figur 3 wird diese punktsymmetrische
Ausgestaltung des Kodierelementes 9 deutlicher. Es ist erkennbar, dass das jeweils
eine Paar von Haltenoppen 20 auf den diametral gegenüberliegenden Seiten auf einer
gemeinsamen Höhenebene parallel zur Oberseite des Kodierelementes 9 liegen und in
Längserstreckungsrichtung L versetzt zueinander angeordnet sind. Denkbar ist aber
auch, dass die Haltenoppen 20 übereinander angeordnet sind. Auf einer weiteren gemeinsamen
Höhenebene befindet sich diametral gegenüberliegend ein weiteres Paar von Haltenoppen
20, die ihrerseits wiederum versetzt zueinander in Längserstreckungsrichtung angeordnet
ist. Jeweils eine Haltenoppe 20 liegt dabei einer Haltenoppe 20 diametral gegenüber,
die versetzt zur Höhenebene angeordnet ist. Bei Drehen des Kodierelementes 9 um 180°
um die Längsachse, als auch um 180° um die Querachse wird somit die durch die punktsymmetrische
Ausbildung dieselbe Kontur bereitgestellt. Somit kann das Kodierelement 9 auf Umschlag,
d.h. in jeder beliebigen Lage ohne vorherige Orientierung in die Linearführung eingesetzt
werden.
[0046] Deutlich wird weiterhin, dass die Rastvorsprünge 18 der Rastfinger 13 im Querschnitt
einen ovalen Rastvorsprung bereitstellen.
[0047] Figur 5 zeigt das Kodierelement 9 in der Seitenansicht. Dabei wird deutlich, dass
die beiden Haltenoppen 20 auf einer Seite jeweils auf zwei höhenversetzt zueinander
angeordneten Ebenen einerseits angrenzend an die Oberseite und andererseits angrenzend
an die Unterseite des Kodierelementes 9 angeordnet sind.
[0048] Figur 6 lässt eine Frontansicht des Kodierelementes 9 aus Figuren 3 bis 5 erkennen.
Hierbei wird deutlich, dass an den diametral einander gegenüberliegenden Seitenwänden
19 jeweils eine V-förmige Nut durch schräg aufeinander zu laufende Wände gebildet
wird. Damit wird eine Schwalbenschwanzführung des Kodierelementes 9 bereitgestellt.
[0049] Figur 7 lässt eine perspektivische Ansicht des Steckverbinders 2 der Steckverbinderanordnung
1 mit nur einem Kodierelement 9 erkennen. Es wird deutlich, dass dieses Kodierelement
9 in seiner Länge so ausgebildet ist, dass es im gesteckten Zustand eines Gegensteckverbinders
3 noch in Richtung Gegensteckverbinder 3 verschoben werden kann. In dem dargestellten
Ausführungsbeispiel endet das freie Ende 12b des am Steckverbinder 2 verrasteten Kodierelementes
9 am freien Ende der Steckkontur 7 des Steckverbinders 2.
[0050] Deutlich wird weiterhin, dass die nunmehr sichtbaren Linearführungen 21 an der Steckkontur
7 auf der Oberseite des Steckverbinders 2 Halteleisten 22 haben. In der Linearführung
21 sind jeweils einander gegenüberliegende und auf einander zu weisende Halteleisten
22 so angeordnet, dass diese in die Führungskontur eines eingeführten Kodierelementes
9 eintauchen und das Kodierelement 9 zumindest in der dargestellten mit dem Steckverbinder
2 verbunden Rastposition halten.
[0051] Erkennbar ist weiterhin, dass die Halteleisten 22 sich nicht über die gesamte Länge
der Linearführung 21 des Steckverbinders 2 erstrecken, sondern vor dem freien Ende
des Steckverbinders 2 enden. Die Halteleisten 22 greifen erst dann an die Haltenoppen
an, wenn das Kodierelement 9 in Richtung Verbindungselement 11a, 11 b, d. h. in Richtung
der Rastmulde in der Aufnahmetasche 10 der Linearführung 21 verschoben wird. Diese
Rastmulde ist beidseits in den Seitenwänden der Aufnahmetaschen 10 an den Enden der
die Linearführung 21 bildenden Nut angeordnet.
[0052] Erkennbar ist weiterhin, dass im Innenraum des Isolierstoffgehäuses 4 Steckkontakte
23 angeordnet sind. Hierzu hat die Steckkontur 7 aus Isolierstoffmaterial integral,
d. h. fügestellenfrei mit dem Isolierstoffgehäuse 4 gebildete Schutzhülsen 24, die
die zugeordneten Steckkontakte 23 umgeben. Der Gegensteckverbinder 3 wird nun mit
seinen korrespondierenden Steckkontakten in die Öffnung der Schutzhülsen 24 eingeführt,
so dass die Steckkontakte des Gegensteckverbinders 3 im Steckzustand elektrisch leitend
in Kontakt mit den Steckkontakten 23 des Steckverbinders 2 treten.
[0053] Figur 8 lässt eine perspektivische Ansicht des Steckverbinders 2 aus Figur 7 von
der anderen Seite erkennen. Deutlich wird, dass auch hier an der Seitenwand des Isolierstoffgehäuses
4 eine Rastnase 15 angeordnet ist.
[0054] Erkennbar ist auch, dass an der im Vergleich zu Figur 7 sichtbaren gegenüberliegenden
Seite der Linearführung 21 ebenfalls eine Halteleiste 22 mit verkürzter Länge vorhanden
ist. Die Länge dieser Halteleiste 22 ist kürzer als auf der gegenüberliegenden Seite
oder umgekehrt. Dies liegt an den in Längserstreckungsrichtung L des Kodierelementes
9 versetzt auf einer gemeinsamen Ebene angeordneten Haltenoppen 20.
[0055] Die Linearführung 21 wird dann durch eine entsprechende Führungskontur auf der Innenseite
des Isolierstoffgehäuses 6 des Gegensteckverbinders 3 ergänzt, um eine Schwalbenschwanzführung
bereitzustellen. Deutlich wird, dass das Kodierelement 9 aus der Ebene der Oberseite
der Steckkontur 7 des Steckverbinders 2, die durch die Schutzhülsen 24 gebildet wird,
hinausragt.
[0056] Figur 9 lässt eine Frontansicht der Einsteckseite des Gegensteckverbinders 3 der
Steckverbinderanordnung 1 aus Figuren 1 und 2 erkennen. Hierbei wird deutlich, dass
an der Innenwand der Oberseite des Isolierstoffgehäuses 6 eine Linearführung 21 für
jeden Anschlusspol, d.h. für jeden der nebeneinander angeordneten Steckkontakte 26
vorhanden ist. Diese Linearführungen 21 werden durch eine Nut gebildet, die sich zum
Nutgrund hin konisch verbreitert und schräg verlaufende, die Halteleisten 27 aufweisende
Seitenwände hat. Damit kann der obere, aus der Ebene der Steckkontur 7 des Steckverbinders
2 hinausragende Teil eines auf dem Steckverbinder 2 aufgesteckten Kodierelementes
9 an dieser Linearführung 21 ebenfalls verschieblich geführt werden. Deutlich wird,
dass diese Linearführung 21 in ein Verriegelungselement 11 b übergeht, das in der
als Sackloch ausgebildeten Aufnahmetasche 10 und zum lösbaren Verbinden des Kodierelementes
9 durch Formschluss und/oder durch Kraftschluss eingerichtet ist.
[0057] Erkennbar ist auch, dass die Steckkontakte 26 des Gegensteckverbinders 3 als Messerkontakte
hervorstehen, um mit einander gegenüberliegenden Federbügeln des Steckverbinders 2,
die einen Gabelkontakt bilden, in elektrisch leitenden Kontakt zu treten.
[0058] Figur 10 lässt eine Draufsicht auf den Gegensteckverbinder 3 aus Figur 1, 2 und 9
erkennen. Deutlich wird, dass die Linearführungen 21 jeweils in der Aufnahmetasche
10 mit dem als Rastmulde ausgeführten Verriegelungselement 11 b ausläuft, wobei die
Aufnahmetaschen 10 von der Oberseite aus zugänglich, d. h. offen sind. Erkennbar ist
auch, dass mehrere solcher Linearführungen 21 nebeneinander angeordnet sind. Für jeden
Steckkontakt 26 ist eine Linearführung 21 vorgesehen, wobei die Linearführungen 21
in Querrichtung versetzt zur Längserstreckungsrichtung L der zugeordneten Steckkontakte
26 und der damit verbundenen Anschlusskontakte 5 angeordnet sind.
[0059] Figur 11 lässt eine perspektivische Ansicht des Gegensteckverbinders 3 aus Figuren
9 und 10 erkennen. Dabei werden nochmals die durch die konisch zulaufende Nut gebildeten
Linearführungen 21 deutlicher, welche geneigte Wandabschnitte zur Bildung einer Schwalbenschwanzführung
für ein jeweils eingestecktes Kodierelement 9 haben. Ans den Wandabschnitten sind
Halteleisten 27 angeordnet. Erkennbar ist auch, dass an den diametral gegenüberliegenden
Seiten des Isolierstoffgehäuses 6 jeweils elastisch federnde Rastlaschen 14 vorhanden
sind. Die perspektivische Ansicht aus Figur 11 zeigt nur das Isolierstoffgehäuse 6
ohne die hierin eingesetzten Steckkontakte.
[0060] Figur 12 lässt eine entsprechende perspektivische Ausschnittsansicht der Steckkontur
7 des Steckverbinders 2 aus Figuren 7 und 8 erkennen. Hierbei wird deutlich, dass
die Halteleisten 22 den Aufnahmekanal der Linearführung 21 verengen, so dass die Halteleisten
22 kraftschlüssig in Verbindung mit den Haltenoppen 20 eines Kodierelementes 9 treten
können. Deutlich wird, dass die diametral einander gegenüberliegenden Halteleisten
22 an der Linearführung 21 eine unterschiedliche Länge haben, die an die Position
der zugeordneten Haltenoppen 20 so angepasst sind, dass entweder in der Verriegelungsposition
am Steckverbinder 2 oder in der Verriegelungsposition am Gegensteckverbinder 3 eine
kraftschlüssige Verbindung zwischen Steckverbinder 2 und Kodierelement 9 oder zwischen
Gegensteckverbinder 3 und Kodierelement 9 sichergestellt ist. Die Halteleisten 22
sind dabei an die Haltenoppen 20 so angepasst, dass in keinem Fall eine kraftschlüssige
Verbindung zwischen dem Kodierelement 9 und sowohl dem Steckverbinder 2, als auch
dem Gegensteckverbinder 3 hergestellt wird. Die Halteleisten 22 sind dabei an den
Schwalbenschwanzleisten angeordnet, welche die Schwalbenschwanzführung für die Kodierelemente
9 bereitstellen.
[0061] Erkennbar ist auch, dass für jeden Pol, d. h. für jeden Steckkontakt jeweils eine
eigene Schutzhülse 24 vorhanden ist. In dem Zwischenraum 28 zwischen zwei aneinander
angrenzenden Schutzhülsen 24 ist eine Zwischenwand 29 des Gegensteckverbinders 3 (vgl.
Figur 11) einführbar.
[0062] Figur 13 lässt eine Ausschnitts-Schnittansicht der Steckkontur 8 des Gegensteckverbinders
3 erkennen. Deutlich wird, dass durch die Halteleisten 27 eine zum Nutgrund konisch
zu verbreiternde Nut gebildet wird. Damit wird die eine Hälfte eines Kodierelementes
9 mit seiner Haltekontur aufgenommen, die durch die einander diametral gegenüberliegenden
schräg verlaufenden Wände 19 gebildet ist.
[0063] Ein dem Gegensteckverbinder 3 zugewandter Rastfinger (d.h. das freie Ende 12a, 12b
mit dem Verriegelungselement 13a, 13b) kann dann in die Aufnahmetasche 10 eintauchen
und an dem zugeordneten Verriegelungselement 11a, 11 b, das durch die Rastmulde in
der Aufnahmetasche 10 gebildet ist, verrasten.
[0064] Figur 14 lässt eine Seitenansicht des Gegensteckverbinders 3 erkennen. Hierbei wird
deutlich, dass an der Seitenwand des Isolierstoffgehäuses 6 des Gegensteckverbinders
3 eine elastisch federnde Rastlasche 14 freigeschnitten ist. Dies kann durch entsprechende
Formgebung beim Spritzgussverfahren zur Herstellung des Isolierstoffgehäuses 6 aus
einem Kunststoffmaterial erfolgen.
[0065] Figur 15 lässt eine perspektivische Ansicht des Steckverbinders 2 für die Steckverbinderanordnung
1 aus Figur 1 im Auslieferungszustand mit drei Kodierelementen 9 erkennen, die mit
dem Isolierstoffgehäuse 4 des Steckverbinders 2 lösbar verbunden sind. Hierzu tauchen
die Rastfinger, d.h. die als Verriegelungselemente 13a, 13b ausgebildeten freien Enden
12a, 12b des Kodierelementes 9 an der dem freien Ende der Steckkontur 7 gegenüberliegenden
Seite in die Verriegelungselemente 11 a, 11 b der Linearführung 21 ein und werden
dort durch einen Rastanschlag gesichert. Die Kodierelemente 9 sind somit im Auslieferungszustand
unverlierbar mit dem Steckverbinder 2 verbunden und brauchen nicht als separate Einzelteile,
die verloren gehen können, separat ausgeliefert werden.
[0066] Figur 16 lässt eine Draufsicht auf den Steckverbinder 2 aus Figur 15 erkennen. Dabei
wird deutlich, dass jeweils ein Rastfinger am freien Ende 12a, 12b eines Kodierelementes
9 in eine schmale, das Verriegelungselement 13a, 13b in Form einer Rastmulde aufweisenden
Nut (d.h. in die Aufnahmetasche 10) eintaucht und dort lösbar formschlüssig und aufgrund
der Elastizität der vorstehenden Rastvorsprünge 18 ggf. auch kraftschlüssig verbunden
ist. Bei einer Verbindung des Kodierelementes 9 mit dem Steckverbinder 2 ist das diametral
gegenüberliegenden Verriegelungselement 13b an dem Rastfinger des Kodierelementes
9 hingegen nicht form- und/oder kraftschlüssig verbunden. Nach Aufheben der lösbaren
Verbindung des Verriegelungselementes 13a mit dem Steckverbinder 2 kann das gegenüberliegende
Verriegelungselement 13b nach Verschiebung eines Kodierelementes 9 mit einem aufgesteckten
Gegensteckverbinder 3 verbunden werden.
[0067] Figur 17 lässt eine Frontansicht auf die Einsteckseite des Steckverbinders 2 aus
Figuren 15 und 16 erkennen. Dabei wird deutlich, dass die Kodierelemente 9 durch eine
Schwalbenschwanzführung an der Oberseite der Schutzhülsen 24 des Steckverbinders 2
linear verschiebbar geführt werden. Erkennbar ist auch, dass die Steckkontakte 23
von der Frontseite durch den Innenraum der Schutzhülsen 24 zugänglich sind und als
diametral gegenüberliegende Federbügel zur Aufnahme eines Kontaktmessers in den Zwischenraum
ausgestaltet sind.
[0068] Weiterhin wird deutlich, dass die Kodierelemente 9 bzw. die Linearführungen 21 für
die Kodierelemente 9 seitlich versetzt zu den Steckkontakten 23 angeordnet sind. Durch
unterschiedliche Versetzungen können die Kodiermöglichkeiten erhöht werden.
[0069] Figur 18 lässt eine Seitenansicht des Steckverbinders 2 aus Figuren 15 bis 17 erkennen.
Hierbei wird nochmals deutlich, dass an der Seitenwand der äußeren Schutzhülsen 24
bzw. der Steckkontur 7 eine Rastnase 15 mit in Steckrichtung schräg zulaufender Auslaufschräge
angeordnet ist.
[0070] Erkennbar ist weiterhin, dass die Kodierelemente 9 über die Ebene der Oberseite der
Schutzhülsen 24, d. h. der Steckkontur 7 hinaus ragen, um mit einer Linearführung
des Gegensteckverbinders 3 zusammenzuwirken.
[0071] Figur 19 lässt eine perspektivische Ansicht einer weiteren Ausführungsform eines
Kodierelementes 9 erkennen. Dabei ist auf der Oberseite und auf der Unterseite eine
sich in Längserstreckungsrichtung L des Kodierelementes 9 erstreckende Arretiernut
30 vorhanden. Diese verläuft über den zentralen Bereich bis zu den freien Enden 12a,
12b hin. Die freien Enden 12a, 12b haben ihrerseits - anders als bei der vorbeschriebenen
Ausführungsform - keine Verriegelungselemente z.B. in Form von Vorwölbungen. Die form-
und/oder kraftschlüssige Verbindung des Kodierelementes 9 entweder an einem Steckverbinder
2 oder an einem Gegensteckverbinder 3 erfolgt mit Hilfe der Arretiernuten 30, indem
eine zugeordnete Arretiernase 31 am Steckverbinder 2 oder am Gegensteckverbinder 3
in die Arretiernut 30 eintaucht.
[0072] Figur 20 zeigt eine perspektivische Ausschnittsansicht der Steckkontur eines Steckverbinders
2 mit Kodierelementen 9 gemäß Figur 19. Es wird deutlich, dass am Boden der Linearführung
21 jeweils eine Arretiernase 31 über die Ebene des Bodens der Linearführung 21 hinausragt.
Damit wird ein Anschlag zwischen dem Kodierelement 9 und dem Steckverbinder 2 gebildet.
In gleicher Weise ist auch beim Gegensteckverbinder 3 eine Arretiernase 31 vorgesehen.
Die Arretiernasen 31 sind dabei so angeordnet und auf die Länge der Arretiernut 30
abgestimmt, dass im Steckzustand, bei dem der Gegensteckverbinder 3 auf den Steckverbinder
2 aufgesteckt ist, nur eine Arretiernase 31 in die Arretiernut 30 eintaucht. Damit
wird sichergestellt, dass das Kodierelement 9 nicht gleichzeitig mit dem Steckverbinder
2 und dem Gegensteckverbinder 3 verbunden werden kann.
[0073] Figur 21 zeigt eine Seiten-Schnittansicht eines an der Steckkontur eines Steckverbinders
2 verrastetem Kodierelementes 9. Hierbei wird deutlich, dass die Arretiernase 31 im
Zustand der formschlüssigen Verbindung in die Arretiernut 30 eintaucht und einen Anschlag
bildet. Ein Umrasten des Kodierelementes 9 ist nur dadurch möglich, dass eine ausreichende
Kraft in Längserstreckungsrichtung L auf das Kodierelement 9 ausgeübt wird, dass der
durch die Arretiernase 31 bereitgestellte Sperranschlag überwunden wird und die Arretiernase
31 aus der Arretiernut 30 herausgeführt wird, so dass die Arretiernase 31 vor dem
freien Ende 12a, 12b des Kodierelementes 9 platziert ist. In dieser Position taucht
dann aber die diametral gegenüberliegende und an der anderen Oberseite der Linearführung
21 angeordnete Arretiernase 31 des Gegensteckverbinders 3 (nicht gezeigt) in die gegenüberliegende
Arretiernut 30 ein, um das Kodierelement mit dem Gegensteckverbinder formschlüssig
zu verbinden.
1. Steckverbinderanordnung (1) mit einem Steckverbinder (2) und einem Gegensteckverbinder
(3), die jeweils ein Isolierstoffgehäuse (4, 6) und Steckkontakte (23, 26) in dem
Isolierstoffgehäuse (4, 6) sowie korrespondierend zueinander zum Zusammenstecken und
zum elektrisch leitenden Verbinden zugeordneter Steckkontakte (23, 26) im zusammengesteckten
Steckzustand ausgestaltete Steckkonturen (7, 8) haben, und mit mindestens einem Kodierelement
(9), das verschiebbar an den Steckkonturen (7, 8) des Steckverbinders (2) und Gegensteckverbinders
(3) aufnehmbar ist und eine zulässige Steckposition für das Zusammenstecken von Steckverbinder
(2) und Gegensteckverbinder (3) festlegt, dadurch gekennzeichnet, dass die Steckkonturen (7, 8) sowohl des Steckverbinders (2), als auch des Gegensteckverbinders
(3) Verbindungselemente (11 a, 11 b, 22; 31) haben, dass das mindestens eine Kodierelement
(9) mindestens zwei voneinander beabstandete Verbindungselemente (13a, 13b; 20; 30)
hat, wobei die Verbindungselemente (13a, 13b; 20; 30) des Kodierelementes (9) zur
lösbaren formschlüssigen und/oder kraftschlüssigen Verbindung mit einem jeweils zugeordneten
Verbindungselement (11 a, 11b; 22; 31) des Steckverbinders (2) oder Gegensteckverbinders
(3) ausgebildet sind, und dass das mindestens eine Kodierelement (9) von Außen im
Zustand, bei dem der Steckverbinder (2) und der Gegensteckverbinder (3) zumindest
teilweise zusammengesteckt sind, zugänglich und verschiebbar ist, um eine Verbindung
der zugeordneten Verbindungselemente (11 a, 11 b, 13a, 13b; 20, 22; 30, 31) von Kodierelement
(9) und Steckverbinder (2) zu lösen und das Kodierelement (9) nach Verschiebung in
Richtung des Gegensteckverbinders (3) mittels der zugeordneten Verbindungselemente
(11a, 11 b, 13a, 13b; 20, 22; 30, 31) des Kodierelementes (9) und des Gegensteckverbinders
(3) an dem Gegensteckverbinder (3) zu verbinden.
2. Steckverbinderanordnung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungselemente (11 a, 11 b) des Steckverbinders (2) und Gegensteckverbinders
(3) als Rastmulden und die Verbindungselemente (13a, 13b) des mindestens einen Kodierelementes
(9) als Rastfinger mit einer zum Eintauchen in eine jeweils zugeordnete Rastmulde
und zum vor Herausziehen gesicherten formschlüssigen und/oder kraftschlüssigen lösbaren
Verbinden angepasste Kontur ausgebildet sind.
3. Steckverbinderanordnung (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Rastfinger in Längserstreckungsrichtung (L) des Kodierelementes (9) erstrecken
und seitlich vorstehende Rastvorsprünge (18) haben.
4. Steckverbinderanordnung (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastmulden als Vertiefungen an Seitenwänden von Aufnahmetaschen (10) zur Aufnahme
zugeordneter Rastvorsprünge (18) eines in die Aufnahmetasche (10) eingesteckten Rastfingers
eines Kodierelementes (9) ausgebildet sind.
5. Steckverbinderanordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungselemente (11a, 11 b) des Steckverbinders (2) und Gegensteckverbinders
(3) als Rastfinger und die Verbindungselemente (13a, 13b) des Kodierelementes (9)
als Rastmulden ausgebildet sind, wobei die Rastfinger und die Rastmulden eine zum
Einstecken eines Rastfingers in eine Rastmulde und zum lösbaren formschlüssigen Verbinden
des in eine Rastmulde eingesteckten Rastfingers mittels eines Rastanschlages und/oder
durch Kraftschluss angepasste Kontur haben.
6. Steckverbinderanordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steckkonturen (7, 8) des Steckverbinders (2) und des Gegensteckverbinders (3)
Linearführungen (21) zur linear verschiebbaren Aufnahme mindestens eines Kodierelementes
(9) haben, und dass das mindestens eine Kodierelement (9) eine an die Linearführungen
(21) angepasste Führungskontur hat.
7. Steckverbinderanordnung (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungskontur des mindestens einen Kodierelementes (9) und die Linearführungen
(21) eine Schwalbenschwanzführung bilden.
8. Steckverbinderanordnung (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Kodierelement (9) auf einander gegenüberliegenden Seitenflächen eine sich jeweils
in Längserstreckungsrichtung (L) des Kodierelementes erstreckende Nut mit schräg oder
gekrümmt verlaufenden Wänden (19) hat.
9. Steckverbinderanordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Kodierelement (9) an einander gegenüberliegenden Seiten vorstehende
Haltenoppen (20) hat und dass die Linearführungen (21) einen Verbindungsabschnitt,
in dem eine durch die Linearführung (21) gebildete Halteleiste (22) einen zugeordneten
Haltenoppen (20) eines eingeführten und mit dem Steckverbinder (2) oder Gegensteckverbinder
(3) verbundenen Kodierelementes (21) kraftschlüssig verbinden kann, sowie einen Führungsabschnitt
haben, in dem die Linearführung (10) nicht in kraftschlüssiger Verbindung mit einem
zugeordneten Haltenoppen (20) steht.
10. Steckverbinderanordnung (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass an den diametral gegenüberliegenden Seitenwänden (19) des Kodierelementes (9) jeweils
zwei Haltenoppen (20) sind, wobei die Paare von Haltenoppen (20) an einer Seitenwand
(19) jeweils höhenversetzt sowie in Längserstreckungsrichtung (L) des Kodierelementes
(11) versetzt zueinander angeordnet sind.
11. Steckverbinderanordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kodierelement (9) an seiner Oberseite und der diametral gegenüberliegenden Unterseite
jeweils eine Arretiernut (30) hat, die sich in Längserstreckungsrichtung (L) des Kodierelementes
(9) erstreckt, und dass der Steckverbinder (2) und der Gegensteckverbinder (3) jeweils
mindestens eine vorspringende Arretiernase (31) hat, wobei die Arretiernuten (30)
und die Arretiernasen (31) angeordnet sind, um das Kodierelement entweder an dem Steckverbinder
(2) durch Eintauchen der Arretiernase (31) des Steckverbinders (2) in eine zugeordnete
Arretiernut (30) oder an dem Gegensteckverbinder (3) durch Eintauchen der Arretiernase
(31) des Gegensteckverbinders (3) in eine zugeordnete Arretiernut (30) zu verbinden.
12. Steckverbinderanordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Kodierelement (9) spiegelsymmetrisch oder punktsymmetrisch ausgebildet
ist.
13. Kodierelement (9) für eine Steckverbinderanordnung (1) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kodierelement (9) eine Führungskontur zur linear verschiebbaren Aufnahme an einem
Steckverbinder (2) und einem Gegensteckverbinder (3) der Steckverbinderanordnung (1)
und mindestens zwei voneinander beabstandete Verbindungselemente (13a, 13b; 20; 30)
zur lösbaren formschlüssigen und/oder kraftschlüssigen Verbindung mit einem jeweils
zugeordneten Verbindungselement (11a, 11b; 22; 31) eines Steckverbinders (2) oder
Gegensteckverbinders (3) hat.
14. Kodierelement (9) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungselemente (13a, 13b) des Kodierelementes (9) als Rastfinger an den
einander gegenüberliegenden freien Enden (12a, 12b) zum Eintauchen in eine zugeordnete
Aufnahmetasche (10) eines Steckverbinders (2) oder Gegensteckverbinders (3) und zum
formschlüssigen und/oder kraftschlüssigen Verbinden mit mindestens einer Rastmulde
der Aufnahmetasche (10) oder einem Rastvorsprung ausgebildet ist und seitlich vorstehende
Rastvorsprünge (18), Rastlaschen oder Rasthaken hat.
15. Kodierelement (9) nach einem der Ansprüche 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Kodierelement (9) auf einander gegenüberliegenden Seitenflächen eine sich in
Längserstreckungsrichtung (L) des Kodierelementes (9) erstreckende Nut mit schräg
oder gekrümmt aufeinander zu verlaufenden Wänden (19) hat.
16. Kodierelement (9) nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Kodierelement (9) an den diametral gegenüberliegenden Seiten zwei Haltenoppen
(20) hat, wobei die Paare von Haltenoppen (20) an einer Seitenwand (19) jeweils höhenversetzt
sowie in Längserstreckungsrichtung (L) des Kodierelementes (9) versetzt zueinander
angeordnet sind.
17. Kodierelement (9) nach einem der Ansprüche 13 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Kodierelement (9) an seiner Oberseite und an der diametral gegenüberliegenden
Unterseite jeweils eine Arretiernut (30) hat, die sich in Längserstreckungsrichtung
(L) des Kodierelementes (9) erstreckt.
18. Kodierelement (9) nach einem der Ansprüche 13 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Kodierelement (9) spiegelsymmetrisch oder punktsymmetrisch ausgestaltet ist.
19. Verfahren zur Kodierung einer Steckverbinderanordnung (1) nach einem der Ansprüche
1 bis 12 mit mindestens einem Kodierelement (9),
gekennzeichnet durch:
- formschlüssiges und/oder kraftschlüssiges lösbares Verbinden des mindestens einen
Kodierelementes (9) an dem Steckverbinder (2);
- Zusammenstecken des Steckverbinders (2) mit einem Gegensteckverbinder (3) und
- Lösen der Verbindung mindestens eines ausgewählten Kodierelementes (11) mit dem
Steckverbinder (2), Verschieben des ausgewählten Kodierelementes (9) in Richtung Gegensteckverbinder
(3) und formschlüssiges und/oder kraftschlüssiges lösbares Verbinden des ausgewählten
Kodierelementes (9) mit dem Gegensteckverbinder (3).