[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Tragvorrichtung für Balkone, Terrassen
und andere an einer Konstruktion befestigbare Bauteile.
[0002] Bei vorhandenen Gebäuden wird oftmals nachträglich ein weiteres Bauteil, zum Beispiel,
ein Balkon oder ähnliches hinzugefügt.
[0003] In solchen Fällen stellt sich das Problem der Wärmebrücken, da in die schon bestehende
Struktur üblicherweise Metallstäbe eingebracht werden, die als Tagstrukturen verwendet
werden. Das mit den Gebäudefassaden verbundene Bauteil befindet sich im unmittelbaren
Kontakt. Es ist daher ein Wärmeaustausch nach außen gegeben. Um diesen Wärmeaustauscher
zu vermeiden kann zwischen dem Bauteil, zum Beispiel dem Balkon, und der Fassade ein
Streifen aus Dämmmaterial zwischengeschaltet werden.
[0004] Wegen dieser Wärmebrücken entstehen nicht nur Wärmeverluste, sondern die in den Platten
eingegossenen Tragstäbe sind auch Belastungen ausgesetzt, die sich auf die Geometrie
der Stäbe selbst, vor allem auf die gegenseitige Position zwischen den Stäben auswirken.
[0005] Im Dokument
DE 197 05 698 A1 wird ein vorgefertigtes Dämmelement beschrieben, das zwischen einer tragenden Gebäudedecke
und einer Balkonplattform im Zuge der Betonierung der Gebäudedecke und der Balkonplattform
einzubetonieren ist. Es handelt sich daher um ein Dämmelement, das sowohl in einer
Gebäudedecke als auch in einer Balkonplattform einzugießen ist. Die Balkonplattform
wird daher während der Ausführung eines neuen Gebäudes hergestellt.
[0006] Das Dokument
EP 0 745 733 A1 offenbart ein Kragplatten- und/oder Fugenelement für bewehrte Baukonstruktionen.
Dabei handelt es sich um ein Zwischenelement, das zwischen einer Decke und einer Balkonplatte
als Dämmmittel eingesetzt wird, wobei Querkraftstäbe zu einer optimalen Übertragung
der Querkräfte in entsprechenden Ebenen im Zug- und im Druckbereich führen sollen.
[0007] Im Dokument
CH 678 076 A5 ist ein Isolationselement für Kragplattenanschlüsse wiedergegeben, bei dem ein Körper
aus isolierendem Material von Stahlhülsen durchdrungen wird. Diese Stahlhülsen dienen
dazu, Armierungsstähle aufzunehmen, die beidseitig des Isolationselementes in der
Kragplatte einerseits und der in der Gebäudedecke andererseits eingegossen werden
können. Die Hülsen sind daher dazu bestimmt, dass Isolationselemente zwischen Kragplatte
und Gebäudedecke zwischenschaltet werden können.
[0008] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt daher in der Herabsetzung von Wärmebrücken
in von der Stirnseite eines Gebäudes ausladenden Strukturen und in der Stabilisierung
der Struktur selbst, wobei die geometrische Ausgestaltung der Struktur mit einem Höchstmaß
sichergestellt werden soll.
[0009] Diese Aufgabe wird durch eine von der Stirnseite eines Gebäudes ausladende Tragvorrichtung
, insbesondere eines Balkons mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
[0010] Erfindungsgemäß wird eine Tragvorrichtung für Balkone, Terrassen und andere an einer
Konstruktion auskragend befestigbare Bauteile vorgeschlagen, umfassend mindestens
zwei jeweils vertikal übereinander liegende zu einander parallel beabstandete Stäbe,
die eine Kragplatte tragen, wobei in der Platte Buchsen eingefügt sind, die den die
Platte tragenden Stäben entsprechen und auf die Stäbe aufgeschoben werden. Zwischen
den übereinander liegenden Buchsen ist ein Verbindungselement vorgesehen, das durch
einen V förmigen Bügel gebildet wird, dessen Scheitel an einer der Buchsen und die
freien Enden an der anderen Buchse befestigt sind.
[0011] In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Scheitel des Bügels an der oberen Buchse
befestigt ist.
[0012] In einer Variante sind die Schenkel des Bügels in Endabschnitte umgebogen, die in
einer gedachten Basis des Bügels liegen, die auf der zu verbindenden Buchse liegen.
[0013] Bevorzugter Weise sind die Enden bzw. Endabschnitte des Bügels an der entsprechenden
Buchse angeschweißt.
[0014] Bevorzugter Weise sind die Buchsen in der Platte eingegossen.
[0015] Vorteilhafterweise wird die Platte durch ein Dämmmaterial gebildet.
[0016] Um die Struktur zu stabilisieren, ist zwischen den vertikal angeordneten Buchsen
ein Verbindungselement derart angeordnet, dass der Abstand zwischen den beiden parallelen
Buchsen in einer vertikalen Ebene stabilisiert ist.
[0017] Weitere Merkmale und Vorteile der erfindungsgemäßen Struktur gehen aus den Patentansprüchen
und aus der folgenden Beschreibung unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung hervor.
Es zeigen
Figur 1 einen Grundriss einer teilweisen Platte für eine aus der Gebäudestirnseite
ausladende Struktur, wie zum Beispiel ein Balkon,
Figur 2 einen vertikalen Schnitt aus Figur 1, und
Figur 3 eine Schnitt längs der Schnittlinie III- III aus Figur 2.
[0018] In den Figuren ist mit der Bezugsziffer 1 eine teilweise Platte gezeigt, so wie sie
von einer nicht gezeigten Gebäudestirnseite zur Bildung des Bodens eines Balkons vorspringen
kann.
[0019] Die Platte 1 wird von einer Vielzahl von nicht gezeigten Stäben getragen, die am
Gebäude unter Zwischenschaltung von Buchsen 2 und 3 befestigt sind.
[0020] Die Stäbe und daher die Buchsen 2 und 3 sind in einer vertikalen Ebene zu einander
parallel beabstandet angeordnet und die Buchsen 2 und 3 sind in der Platte 1 eingegossen.
[0021] Die Buchsen 2 und 3 sind mittels eines V förmigen Bügels 4 überdies miteinander verbunden,
dessen Scheitel 7 an der Buchse 3 und dessen Schenkel 5 und 6 an der Buchse 2 befestigt,
zum Beispiel verschweißt sind.
[0022] Bezugsziffernliste
- 1
- Platte
- 2
- Buchse
- 3
- Buchse
- 4
- Verbindungselement
- 5
- Schenkel
- 6
- Schenkel
- 7
- Scheitel
- 8
- Ende
- 9
- Ende
1. Tragvorrichtung für Balkone, Terrassen und andere an einer Konstruktion auskragend
befestigbare Bauteile, umfassend mindestens zwei jeweils vertikal übereinander liegende
zu einander parallel beabstandete Stäbe, die eine Kragplatte (1) tragen, wobei in
der Platte (1) Buchsen eingefügt sind, die den die Platte (1) tragenden Stäben entsprechen
und auf die Stäbe aufgeschoben werden dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den übereinander liegenden Buchsen (2 und 3) ein Verbindungselement (4)
vorgesehen ist, das durch einen V förmigen Bügel gebildet wird, dessen Scheitel (7)
an einer der Buchsen (2 oder 3) und die freien Enden (8 und 9) an der anderen Buchse
(3 oder 2) befestigt sind.
2. Tragvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Scheitel (7) des Bügels (7) an der oberen Buchse (3) befestigt ist.
3. Tragvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schenkel des Bügels (7) in Endabschnitte umgebogen sind, die in einer gedachten
Basis des Bügels (7) liegen, die auf der zu verbindenden Buchse (2 bzw.3) liegen.
4. Tragvorrichtung nach den vorstehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass die Enden bzw. Endabschnitte des Bügels (7) an der entsprechenden Buchse angeschweißt
sind.
5. Tragvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet dass die Buchsen (2 und 3) in der Platte (1) eingegossen sind.
6. Tragvorrichtung nach den vorstehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass die Platte (1) durch ein Dämmmaterial gebildet ist.