[0001] Die Erfindung betrifft eine Auszugsführung für ein bewegbares Möbelteil, insbesondere
einen Schubkasten, mit einer Korpusschiene, einer Mittelschiene, einer an dem bewegbaren
Möbelteil befestigbaren Laufschiene und einer Endlagendämpfungseinheit. Dabei ist
die Endlagendämpfungseinheit an der Mittelschiene angeordnet, wobei ein erster Aktivator
mittelbar oder unmittelbar an der Korpusschiene und ein zweiter Aktivator mittelbar
oder unmittelbar an der Laufschiene so angeordnet sind, dass der erste Aktivator in
einer Endlage und der zweite Aktivator in einer anderen Endlage der Auszugsführung
im Eingriff mit der Endlagendämpfungseinheit ist.
[0002] Derartige Auszugsführungen mit drei zueinander bewegbaren Führungsschienen ermöglichen
es, ein bewegbares Möbelteil, beispielsweise einen Schubkasten, auch als Schublade
bezeichnet, einen Geräteträger o.ä. leichtgängig ausziehbar zu lagern und vollständig
aus einem Möbelkorpus auszufahren. Auszugsführungen mit drei Führungsschienen werden
daher auch als Vollauszüge bezeichnet. Um einen unter Umständen materialschädigenden
harten Anschlag bei einem Einfahren eines Möbelteils zu verhindern, ist es bekannt,
Auszugsführungen mit einem Schließdämpfer zu versehen. Derartige Schließdämpfer werden
häufig mit einem Einzugsmechanismus kombiniert, durch den ein Möbelteil, zum Beispiel
ein Schubkasten, bei Annäherung an die eingefahrene Position in die Schließstellung
einzieht.
[0003] Weiterhin ist aus der Druckschrift
DE 20 2005 014 050 U1 eine Auszugsführung für Möbelteile bekannt, bei der bei Annäherung an eine vollständig
ausgezogene Stellung der Möbelführung die Öffnungsbewegung gedämpft wird. Zu diesem
Zweck ist eine der Einzugsdämpfung vergleichbare Öffnungsdämpfung bei der Auszugsführung
vorgesehen. Auch diese Öffnungsdämpfung kann mit einem Selbstauszugsmechanismus verbunden
sein, der verhindert, dass das gelagerte bewegbare Möbelteil aus der vollständigen
Öffnungsstellung heraus durch ein versehentliches Anstoßen zu leicht wieder zufährt.
[0004] Die Druckschrift offenbart weiterhin eine Auszugsführung, bei der durch Verwendung
von zwei Endlagendämpfungseinheiten sowohl die Schließ-, als auch die Öffnungsbewegung
gedämpft wird. Die dazu notwendige Anordnung von zwei Endlagendämpfungseinheiten,
ggf. jeweils kombiniert mit einem Selbstein- bzw. -auszugsmechanismus, ist jedoch
material- und damit kostenaufwendig. Zudem steht die Verwendung von zwei Endlagendämpfungseinheiten
einer platzsparenden und kompakten Ausgestaltung der Auszugsführung entgegen.
[0005] Die Druckschrift
EP 1 475 014 A1 betrifft eine Auszugsführung für Schubladen mit einem Anschlagdämpfer. Die Auszugsführung
kann als Einfach- oder als Vollauszug ausgebildet sein. Der Anschlagdämpfer ist in
einem Laufwagen der Auszugsführung angeordnet, wobei der Laufwagen bei einem Vollauszug
zwischen zwei der Schienen, also z.B. zwischen einer Korpusschiene und einer Mittelschiene
oder zwischen der Mittelschiene und einer Laufschiene angeordnet ist. Um eine Dämpfung
in beiden Endstellungen zu erzielen, wird ein doppelseitig wirksamer Dämpfer im Laufwagen
eingesetzt. Die Verwendung von Dämpfern im Laufwagen führt allerdings zu einem relativ
großen Laufwagen, was wiederum einer kompakten Ausgestaltung der Auszugsführung entgegen
steht.
[0006] In der Druckschrift
WO 01/50916 A1 ist eine als Vollauszug ausgestaltete Auszugsführung für Schubladen beschrieben,
bei der zwischen zwei der drei Schienen eine Dämpfungsvorrichtung wirkt. Bei einer
Ausgestaltung ist die Dämpfungsvorrichtung an der Mittelschiene angeordnet, wobei
sowohl an der Korpus-, als auch an Laufschiene Anschläge für die Dämpfungsvorrichtung
vorhanden sind. Die Dämpfungsvorrichtung ist damit sowohl zwischen der Korpusschiene
und der Mittelschiene, als auch zwischen der Mittelschiene und der Laufschiene wirksam
und dämpft jeweils die Bewegung der Schublade auf die Endstellung zu. Durch Verwendung
nur einer Dämpfungseinheit werden Material und Kosten eingespart und eine kompakte
Bauweise ermöglicht.
[0007] Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Auszugsführung der eingangs
genannten Art zu schaffen, bei der mit einer Endlagendämpfungseinheit in beiden Endlagen
sowohl die Schließ-, als auch die Öffnungsbewegung gedämpft wird.
[0008] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Auszugsführung mit den Merkmalen von Anspruch
1.
[0009] Eine erfindungsgemäße Auszugsführung der eingangs genannten Art zeichnet sich dadurch
aus, dass die Endlagendämpfungseinheit eine Mitnehmergabel aufweist, wobei der erste
und der zweite Aktivator wechselseitig im Eingriff mit der Mitnehmergabel sind. Dadurch,
dass eine beidseitig kraftschlüssige Mitnehmergabel anstelle eines nur einseitig kraftschlüssigen
Anschlags eingesetzt wird, kann in beiden Endlagen eine Dämpfung in beide Bewegungsrichtungen
erfolgen. Zudem kann optional auch ein Selbsteinzugsmechanismus bzw. ein Selbstauszugsmechanismus
umgesetzt werden.
[0010] Dadurch, dass die Endlagendämpfungseinheit an der Mittelschiene angeordnet ist und
jede der beiden sich relativ zur Mittelschiene bewegenden Schienen, die Korpusschiene
und die Laufschiene, einen Aktivator aufweist, der mit der Mittelschiene zusammenwirkt,
kann eine Endlagendämpfungseinheit zur Dämpfung in beiden Endlagen eingesetzt werden.
Durch Verwendung nur einer Dämpfungseinheit werden Material und Kosten eingespart
und eine kompakte Bauweise ermöglicht. Da die Laufschiene beim Ein- oder Ausfahren
der Auszugsführung in der Regel gegenüber der Mitteschiene nur den halben Auszugsweg
zurücklegt, wird auch eine geringere Dämpfungsstrecke benötigt, wodurch die Dämpfungseinheit
nochmals kompakter ausgebildet werden kann. Der erste bzw. der zweite Aktivator kann
dabei unmittelbar an der entsprechenden Schiene angeordnet sein, aber auch mittelbar.
Beispielsweise kann der erste Aktivator auch an einer mit der Korpusschiene verbundenen
Montagelasche angebracht sein. Da die Korpusschiene relativ zum Möbelkorpus festliegt,
ist es auch möglich, den ersten Aktivator am Möbelkorpus zu befestigen. Ebenso kann
der zweite Aktivator auch an dem bewegbaren Möbelteil, beispielsweise einem Schubkasten,
montiert sein. Da das bewegbare Möbelteil an der Laufschiene befestigt ist, ist der
zweite Aktivator in dem Fall mittelbar an der Laufschiene angebracht.
[0011] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Auszugsführung weist die Endlagendämpfungseinheit
einen Dämpfer, insbesondere Lineardämpfer auf, der die Bewegung der Mitnehmergabel
in einer Richtung dämpft. Bevorzugt ist die Bewegungsrichtung der Mitnehmergabel während
eines Dämpfvorgangs bei Bewegung der Auszugsführung in jede der Endlagen relativ zur
Endlagendämpfungseinheit gleich. Auf diese Weise kann die eine Dämpfungseinheit einfach
und ohne komplizierte Umlenkvorrichtungen zur Dämpfung der Aus- und auch der Einzugsbewegung
erfolgen.
[0012] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Auszugsführung weist die Endlagendämpfungseinheit
einen Kraftspeicher, insbesondere eine Einzugsfeder, auf, der auf die Mitnehmergabel
wirkt. So wird neben der Dämpfung der Bewegung bei Annäherung an die Endpositionen
auch eine Selbstein- bzw. Auszugsfunktion durch die Endlagendämpfungseinheit realisiert.
Bevorzugt wird dabei der Kraftspeicher bei einem Ausfahren aus der vollständig eingefahrenen
Position der Auszugsführung heraus und bei einem Einfahren aus der vollständig ausgefahrenen
Position der Auszugsführung heraus geladen.
[0013] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Auszugsführung weist diese Synchronisationsmittel
auf, die eine Bewegung der Korpusschiene relativ zu der Mittelschiene und der Mittelschiene
relativ zur Laufschiene miteinander synchronisieren. Die Synchronisationsmittel können
beispielsweise zwei an der Mittelschiene angeordnete Rollen und ein um diese umlaufendes
Band umfassen, das sowohl an die Korpusschiene als auch an die Laufschiene angebunden
ist. Durch die Synchronisationsmittel wird erreicht, dass bei Bewegung der Laufschiene
sich die Mittelschiene ebenfalls gegenüber der Korpusschiene bewegt. Durch die Relativbewegung
der Mittelschiene gegenüber der Korpusschiene wird sichergestellt, dass der erste
Aktivator an der Korpusschiene und die an der Mittelschiene angeordneten Endlagendämpfungseinheit
miteinander wechselwirken können.
[0014] In einer dazu alternativen, weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Auszugsführung
kann eine Abfolgesteuerung vorgesehen sein, die die Abfolge der Bewegung der Korpusschiene,
der Mittelschiene und der Laufschiene zueinander steuert. Bevorzugt weist die Abfolgesteuerung
wenigstens einen Rastmechanismus auf, der die Mittelschiene und/oder die Laufschiene
ab einer definierten Auszugsposition freigibt. Wie die Synchronisationsmittel kann
auch durch die Ablaufsteuerung erreicht werden, dass bei einem Auszug der Auszugsführung
eine Relativbewegung zwischen Korpus- und Mittelschiene und zwischen Mittel- und Laufschiene
gegeben ist.
[0015] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Auszugsführung wird der erste und/oder
zweite Aktivator von einem u-förmig gebogenen Drahtabschnitt gebildet, der auf der
Korpusschiene bzw. der Laufschiene angebracht ist. In einer dazu alternativen Ausgestaltung
ist der erste und/oder zweite Aktivator eine aus der Korpusschiene bzw. der Laufschiene
gestanzte und herausgebogene Lasche.
[0016] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen sind Gegenstand der abhängigen
Ansprüche.
[0017] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen mithilfe von Figuren
näher erläutert. Die Figuren zeigen:
- Fig. 1a
- eine perspektivische Darstellung einer Auszugsführung;
- Fig. 1b, 1c
- Darstellungen von zwei Details aus Fig. 1 a;
- Fig. 2a
- eine rückwärtige perspektivische Ansicht der Auszugsschiene aus Fig. 1a;
- Fig. 2b
- eine Darstellung eines Details aus Fig. 2a;
- Fig. 2c
- eine Darstellung der Endlagendämpfungseinheit aus Fig. 2a;
- Fig. 3a
- eine rückwärtige Ansicht der Endlagendämpfungseinheit der Fig. 2c;
- Fig. 3b
- eine Explosionsdarstellung der Endlagendämpfungseinheit der Fig. 2c;
- Fig. 4
- die Auszugsführung der Fig. 1 a in einer Mittelstellung;
- Fig. 5a
- eine rückwärtige Ansicht der Führungsschiene der Fig. 3 in der Mittelstellung;
- Fig. 5b
- die Darstellung eines Details aus der Fig. 5a;
- Fig. 5c
- die Endlagendämpfungseinheit in der Mittelstellung der Auszugsführung gem. Fig. 5a;
- Fig. 6
- die Auszugsführung der Fig. 1a in einer vollständig ausgezogenen Stellung;
- Fig. 7a
- eine rückwärtige Ansicht der Auszugsführung der Fig. 6 in der vollständig ausgezogenen
Stellung;
- Fig. 7b
- eine Darstellung eines Details aus Fig. 7a;
- Fig. 7c
- die Endlagendämpfungseinheit der Fig. 7a;
- Fig. 8a
- eine rückwärtige Ansicht einer Auszugsführung ohne Mittelschiene;
- Fig. 8b, 8c
- Darstellungen von zwei Details aus Fig. 8a;
- Fig. 9a
- eine rückwärtige Ansicht einer Auszugsführung, dargestellt ohne Mittelschiene in einem
zweiten Ausführungsbeispiel und
- Fig. 9b u. 9c
- Darstellungen von zwei Details aus Fig. 9a.
[0018] In den nachfolgend beschriebenen Figuren sind zwei Ausführungsbeispiele einer Auszugsführung
näher beschrieben. Die Fig. 1 bis 8 betreffen dabei ein erstes Ausführungsbeispiel,
in Fig. 9 ist ein gegenüber dem ersten leicht modifiziertes zweites Ausführungsbeispiel
wiedergegeben. In allen Figuren bezeichnen gleiche Bezugszeichen gleiche oder gleich
wirkende Elemente.
[0019] Fig. 1 a zeigt in einer symmetrischen perspektivischen Darstellung das erste Ausführungsbeispiel
einer Auszugsführung. Die Auszugsführung weist drei Führungsschienen auf, eine Korpusschiene
10, eine Mittelschiene 20 und eine Laufschiene 30.
[0020] Die Mittelschiene 20 ist gegenüber der Korpusschiene 10 und gegenüber der Laufschiene
30 jeweils über in den Figuren nicht sichtbare Wälzkörper, beispielsweise Kugeln oder
Rollen, verschiebbar geführt. Die verwendeten Wälzkörper sind vorzugsweise in Wälzkörperkäfigen
gehalten. Es können ein oder mehrere derartige Wälzkörperkäfige für jedes der Schienenpaare
(Korpusschiene 10/Mittelschiene 20 bzw. Mittelschiene 20/Laufschiene 30) vorgesehen
sein.
[0021] In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Korpusschiene in etwa c-förmig ausgeführt,
wobei an der der offenen Seite des c-förmigen Profils gegenüberliegenden Längsseite
der Korpusschiene 10 zwei Montagelaschen 11 befestigt sind. Diese dienen der Festlegung
der Korpusschiene 10 an einem Möbelkorpus, beispielsweise einem Küchenschrank.
[0022] Die Laufschiene 30 ist in ihrem Profil ebenfalls in etwa c-förmig ausgestaltet, wobei
sie nach unten hin zur Mittelschiene 20 geöffnet ist. Die Laufschiene 30 weist an
ihren Enden Befestigungsmittel 31 auf, mit denen sie an einem bewegbaren Möbelteil,
beispielsweise einem Schubkasten, festgelegt werden kann. Im dargestellten Ausführungsbeispiel
sind die Befestigungsmittel 31 eine Einstecklasche sowie ein mit Rastkerben versehener
Einschnitt. Es versteht sich, dass die Ausgestaltung der Befestigungsmittel 31 ebenso
wie die der Montagelaschen 11 im Rahmen der Erfindung variiert werden kann. Bei dem
dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Mittelschiene 20 vertikal zwischen der Korpusschiene
10 und der Laufschiene 30 angeordnet. Die Anordnung der Führungsschienen zueinander
ist dabei ebenso wie die Profilierung der Führungsschienen rein beispielhaft.
[0023] Weiter weist die Auszugsführung Synchronisationsmittel 21 auf, die eine spiegelbildlich
synchrone Bewegung der Korpusschiene 10 und der Laufschiene 30 relativ zu der Mittelschiene
20 bewirken. Bei einer Auszugsführung der dargestellten Art ist eine synchrone Bewegung
der Schienen zueinander grundsätzlich gegeben, wenn die Wälzkörper zwischen den einzelnen
Schienenpaaren bei einer Betätigung der Auszugsführung sich ohne Schlupf bewegen.
Die Synchronisationsmittel 21 stellen eine derartige Bewegung ohne Schlupf der Wälzkörper
sicher.
[0024] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind als Synchronisationsmittel 21 zwei Rollen
22 mit einem umlaufenden Band 23 an der Mittelschiene 20 vorgesehen. Jeweils eine
der Rollen 22 ist im Endbereich der Mittelschiene 20 angeordnet. Die Endbereiche der
Mittelschiene 20 mit den Rollen 22 sind in den Detaildarstellungen der Fig. 1b und
1c wiedergegeben. Verweise auf derartige Ausschnittsvergrößerungen sind in den Figuren
durch entsprechende römische Zahlen gekennzeichnet.
[0025] Das umlaufende Band 23 ist an einem ersten Bandmitnehmer 13 befestigt, der an der
Korpusschiene 10 als eine kleine, nach oben in Richtung der Mittelschiene 20 abstehende
Lasche ausgebildet ist (vgl. Fig. 1 b). Analog ist von der Laufschiene 30 ein zweiter
Bandmitnehmer 33 als eine nach unten abstehende Lasche ausgebildet, an der das umlaufende
Band ebenfalls befestigt ist. Im Rahmen der Anmeldung können andere geeignete und
bekannte Synchronisationsmittel 21 verwendet werden, beispielsweise basierend auf
umlaufende Zahnriemen oder basierend auf an der Korpusschiene und der Laufschiene
ausgebildeten Zahnstangen, die miteinander über an der Mittelschiene befestigten Zahnrändern
wechselwirken.
[0026] Alternativ kann anstelle der Synchronisationsmittel 21 auch eine Abfolgesteuerung
vorgesehen sein, die die Abfolge der Bewegung der Korpusschiene 10, der Mittelschiene
20 und der Laufschiene 30 zueinander steuert. Eine solche Abfolgesteuerung weist beispielsweise
wenigstens einen Rastmechanismus auf, der die Mittelschiene 20 und/oder die Laufschiene
30 ab einer definierten Auszugsposition freigibt. Wie die Synchronisationsmittel 21
kann auch durch die Ablaufsteuerung erreicht werden, dass bei einem Auszug der Auszugsführung
eine Relativbewegung zwischen Korpus- und Mittelschiene und zwischen Mittel- und Laufschiene
gegeben ist.
[0027] Fig. 2a zeigt die Auszugsführung der Fig. 1a in einer rückwärtigen Ansicht. Die Montagelaschen
11 der Korpusschiene 10 sind gekürzt dargestellt, um dahinterliegende Elemente darstellen
zu können. Die Mittelschiene 20 weist ein im Wesentlichen u-förmiges Profi auf, wobei
die beiden Schenkel des Us Laufflächen darstellen, über die die Mittelschiene 20 mit
den zuvor genannten Wälzkörperkäfigen relativ zur Korpusschiene 10 bzw. Laufschiene
30 gelagert ist. An der Basis des u-förmigen Profils sind die in Fig. 1a sichtbaren
Rollen 22 als Synchronisationsmittel 21 befestigt.
[0028] In die offene Seite des u-förmigen Profils der Mittelschiene 20 ist, wie in Fig.
2a im Überblick und in Fig. 2b im Detail erkennbar, eine Endlagendämpfungseinheit
200 eingesetzt und festgelegt. Die Endlagendämpfungseinheit 200 ist in der Fig. 2c
in einer ebenfalls perspektivischen isometrischen Darstellung freigestellt von der
Mittelschiene und ohne Korpusschiene 10 und ohne Laufschiene 30 abgebildet.
[0029] Um mit der Endlagendämpfungseinheit 200 zusammenwirken zu können, ist an der Korpusschiene
10 ein erster Aktivator 12 und an der Laufschiene 30 ein zweiter Aktivator 32 befestigt,
der in dem dargestellten ersten Ausführungsbeispiel aus einem Drahtabschnitt besteht,
dessen Enden um etwa 90 Grad umgebogen sind. Auf diese Weise sind u-förmige erste
und zweite Aktivatoren 12, 32 gebildet. Diese sind auf die Korpusschiene 10 bzw. die
Laufschiene 30 aufgeschweißt, beispielweise punktgeschweißt, wobei die umgebogenen
freien Enden jeweils von der Korpusschiene 10 bzw. der Laufschiene 30 wegweisen.
[0030] Der erste und der zweite Aktivator 12, 32 sind auf einander zuweisenden Flächen der
Korpusschiene 10 bzw. der Laufschiene 30 derart angeordnet, dass sie in ein und derselben
vertikalen Ebene positioniert sind. In der in den Fig. 1 und 2 dargestellten Auszugsposition
der Führungsschiene befindet sich der zweite Aktivator 32 der Laufschiene 30 gerade
im Eingriff mit der Endlagendämpfungseinheit 200. Entsprechend ist der zweite Aktivator
32 in der Fig. 2c dargestellt.
[0031] Der Aufbau der Endlagendämpfungseinheit 200 geht aus Fig. 2c zusammen mit den Fig.
3a und 3b hervor. Fig. 3a zeigt die Endlagendämpfungseinheit 200 in einer rückwärtigen
Ansicht und Fig. 3b in Art einer Explosionsdarstellung.
[0032] Die Endlagendämpfungseinheit 200 weist ein Gehäuse 201 auf, das beispielsweise einstückig
in einem Kunststoffspritzgussverfahren gefertigt ist. Das Gehäuse 201 weist Befestigungsmittel
202, beispielsweise Rastnasen, auf, mittels derer eine Befestigung der Endlagendämpfungseinheit
200 in der Mittelschiene 20 erfolgt. In das Gehäuse 201 ist ein Lineardämpfer 203
eingelegt, der einen Dämpfungszylinder und eine aus diesem herausragende Kolbenstange
aufweist. Mit einem am Ende der Kolbenstange befestigten Kugelkopf ist der Lineardämpfer
203 mit einer Mitnehmergabel 204 gekoppelt, die sich entlang einer Krückstockkurve
205 bewegt. Weiterhin ist eine Einzugsfeder 206 in das Gehäuse 201 eingesetzt, von
der in den Fig. 3a und 3b nur die Federansätze dargestellt sind. Die Feder 206 ist
mit einem Ende am Gehäuse 201 und mit ihrem anderen Ende in einer Aufnahme der Mitnehmergabel
204 festgelegt. Die Mitnehmergabel 204 wird durch die Feder 206 in Richtung des Lineardämpfers
203 gezogen. In einer gespannten Position der Feder 206 kann die Mitnehmergabel 204
in das Ende der Krückstockkurve 205 einrasten und somit in der gespannten Position
verbleiben.
[0033] Die Fig. 1 und 2 zeigen die Auszugsführung in einer vollständig eingezogenen Position,
die der geschlossenen Position des getragenen Möbelteils, beispielsweise eines Schubkastens,
entspricht. Der an der Laufschiene 30 befestigte zweite Aktivator 32 hat beim Annähern
an diese Endstellung die Mitnehmergabel 204 aus ihrer Verrastung am Ende der Krückstockkurve
205 gelöst und wurde von der Feder 206 in die Endposition gezogen und durch den Lineardämpfer
203 gedämpft. Beim Ausziehen des Möbelteils, beispielsweise des Schubkastens, wird
entsprechend die Feder 206 durch die vom zweiten Aktivator 32 mitbewegte Mitnehmergabel
204 gespannt, bis die Mitnehmergabel 204 am Ende der Krückstockkurve 205 einrastet,
dabei mit ihrem vorderen Ende horizontal abkippt und den zweiten Aktivator 32 freigibt.
Bei einem weiteren Ausziehen der Laufschiene 30 bewegt sich diese frei gegenüber der
Mittelschiene 20 und diese wiederum frei gegenüber der Korpusschiene 10, wobei die
Feder 206 der Endlagendämpfungseinheit 200 in der gespannten Position verbleibt.
[0034] In den Fig. 4 und 5 ist in analoger Weise wie in den Fig. 1 und 2 die Führungsschiene
in einer mittleren Auszugsposition dargestellt. In dieser Position ist die beschriebene
freie Bewegung aller Schienen gegeben. Dabei legt die Mittelschiene 20 verglichen
mit der Laufschiene 30 relativ zur Korpusschiene 10 den halben Verschiebeweg zurück.
Dieses hat im Hinblick auf die Endlagendämpfungseinheit 200 den Vorteil, dass der
Verschiebeweg der Mitnehmergabel 204 innerhalb der Endlagendämpfungseinheit 200 nur
halb so groß zu sein braucht, wie der Dämpfungsweg der Laufschiene 30. Entsprechend
kompakt kann die Endlagendämpfungseinheit 200 ausgeführt sein.
[0035] Wie in den Fig. 5a und insbesondere 5b gut ersichtlich ist, können der erste Aktivator
12 und der zweite Aktivator 32 einander passieren, ohne sich zu berühren, obwohl sie
in der gleichen Vertikalebene angeordnet sind. Die Fig. 5c zeigt die Endlagendämpfungseinheit
200 mit der Mitnehmergabel 204 in der eingerasteten Position, in der die Feder 206
gespannt ist.
[0036] Einem weiteren Ausziehen der Laufschiene 30, also dem Öffnen des Möbelteils, beispielsweise
des Schubkastens, in Richtung der max. geöffneten Position gelangt nun der erste Aktivator
12 der Korpusschiene 10 in Eingriff mit der Mitnehmergabel 204 der Endlagendämpfungseinheit
200. Ebenso wie der zweite Aktivator 32 bei der Schließbewegung löst nunmehr der erste
Aktivator 12 die Mitnehmergabel 204 aus ihrer Rastposition, woraufhin die Mitnehmergabel
204 den ersten Aktivator 12 umgreift, der von der Feder 206 nunmehr in Richtung des
Lineardämpfers 203 gezogen wird. Die sich ergebende Endstellung der Auszugsführung
ist wiederum in analoger Weise wie in den Fig. 1 und 2 in den Fig. 6 und 7a wiedergegeben.
Im Vergleich mit Fig. 2c ist aus Fig. 7c ersichtlich, dass der erste Aktivator 12
in den unteren Abschnitt der Mitnehmergabel 204 eingreift, wohingegen (vgl. Fig. 2c)
der zweite Aktivator 32 in den oberen Bereich der Mitnehmergabel 204 eingreift.
[0037] Beim Wiedereinfahren der Laufschiene 30, also beim Wiedereinschieben des ausgezogenen
Möbelteils, wird die Feder 206 der Endlagendämpfungseinheit 200 zunächst durch den
von der vom ersten Aktivator 12 mitgenommenen Mitnehmergabel 204 gespannt, bis sie
ihre Rastposition am Ende der Krückstockkurve 205 erreicht und den ersten Aktivator
12 bei weiterer Bewegung freigibt. Damit ist wieder der in den Fig. 4 und 5 wiedergegebene
Zustand erreicht, indem die Feder 206 der Endlagendämpfungseinheit 200 gespannt ist
und sich die Auszugsführung in einer mittleren Auszugsposition befindet. Nachfolgend
kann, je nach Bewegungsrichtung der Auszugsführung ein Einzug in die vollständig geschlossene
oder die vollständig geöffnete Position mit entsprechender Dämpfung erfolgen.
[0038] In der Fig. 8 ist in einer Übersichtszeichnung in Fig. 8a sowie zwei Detailansichten
der Fig. 8b und 8c nochmals die Anordnung des ersten und zweiten Aktivators 12, 32
in dem ersten Ausführungsbeispiel dargestellt. Der besseren Übersichtlichkeit halber
ist in dieser Fig. die Mittelschiene 20 ebenso wie die Endlagendämpfungseinheit 200
ausgeblendet.
[0039] In gleicher Weise wie die Fig. 8 zeigt die Fig. 9 in einem Übersichtsbild (Fig. 9a)
und zwei Detailbildern (Fig. 9b, 9c) ein zweites Ausführungsbeispiel einer anmeldungsgemäßen
Auszugsführung. In Ihrem Grundaufbau entspricht die Auszugsführung in dem zweiten
Ausführungsbeispiel dem des ersten Ausführungsbeispiels, auf das hiermit verwiesen
wird.
[0040] Unterschiedlich ist bei dem zweiten Ausführungsbeispiel die Ausgestaltung des ersten
und zweiten Aktivators 12, 32. Diese sind hier nicht auf die Korpusschienen 10 bzw.
die Laufschienen 30 aufgeschweißte u-förmige Elemente, sondern aus den Laufschienen
ausgestanzte und ausgebogene Laschen. Wie zuvor sind die beiden Aktivatoren 12, 32
in einer Vertikalebene angeordnet und in ihrer Länge so bemessen, dass sie in einer
mittleren Auszugsstellung der Auszugsführung vertikal beabstandet sich aneinander
vorbei bewegen. In ihrer Funktion, also dem Eingreifen und dem Endrasten der Mitnehmergabel
204 der Endlagendämpfungseinheit 200, entsprechen die laschen-förmigen Aktivatoren
12, 32 genau den u-förmigen des ersten Ausführungsbeispiels.
[0041] In einer alternativen Ausgestaltung ist es auch möglich, die beiden Aktivatoren 12,
32 in beabstandeten Vertikalebene anzuordnen, so dass sie horizontal beabstandet aneinander
vorbeilaufen können. Der Horizontalabstand der beiden Aktivatoren 12, 32 wird so gewählt,
dass beide Aktivatoren 12, 32 in die Mitnehmergabel 204 eingreifen können. In dieser
Ausgestaltung können die beiden Aktivatoren 12, 32 länger ausgebildet sein, beispielsweise
so, dass sie in der gesamten Höhe der Mitnehmergabel 204 von dieser umfasst werden.
Bezugszeichenliste
[0042]
- 10
- Korpusschiene
- 11
- Montagelasche
- 12
- erster Aktivator
- 13
- erster Bandmitnehmer
- 20
- Mittelschiene
- 21
- Synchronisationsmittel
- 22
- Rolle
- 23
- umlaufendes Band
- 30
- Laufschiene
- 31
- Befestigungsmittel
- 32
- zweiter Aktivator
- 33
- zweiter Bandmitnehmer
- 200
- Endlagendämpfungseinheit
- 201
- Gehäuse
- 202
- Befestigungsmittel
- 203
- Lineardämpfer
- 204
- Mitnehmergabel
- 205
- Krückstockkurve
- 206
- Einzugsfeder
1. Auszugsführung für ein bewegbares Möbelteil, insbesondere ein Schubkasten, mit einer
Korpusschiene (10), einer Mittelschiene (20) und einer Laufschiene (30) sowie einer
Endlagendämpfungseinheit (200), wobei die Endlagendämpfungseinheit (200) an der Mittelschiene
(20) angeordnet ist, und wobei ein erster Aktivator (12) mittelbar oder unmittelbar
an der Korpusschiene (10) und ein zweiter Aktivator (32) mittelbar oder unmittelbar
an der Laufschiene (30) so angeordnet sind, dass der erste Aktivator (12) in einer
Endlage und der zweite Aktivator (32) in einer anderen Endlage der Auszugsführung
im Eingriff mit der Endlagendämpfungseinheit (200) ist, dadurch gekennzeichnet, dass
die Endlagendämpfungseinheit (200) eine Mitnehmergabel (204) aufweist, wobei der erste
und der zweite Aktivator (12, 32) wechselseitig im Eingriff mit der Mitnehmergabel
(204) sind.
2. Auszugsführung nach Anspruch 1, bei der der erste und der zweite Aktivator (12, 32)
wechselweise mit der Endlagendämpfungseinheit (200) im Eingriff sind.
3. Auszugsführung nach Anspruch 1 oder 2, bei der die Endlagendämpfungseinheit (200)
einen Dämpfer, insbesondere Lineardämpfer (203) aufweist, der die Bewegung der Mitnehmergabel
(204) in einer Richtung dämpft.
4. Auszugsführung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei der die Bewegungsrichtung der
Mitnehmergabel (204) während eines Dämpfvorgangs beim Verfahren der Auszugsführung
in jede der Endlagen relativ zur Endlagendämpfungseinheit (200) gleich ist.
5. Auszugsführung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei der die Endlagendämpfungseinheit
(200) einen Kraftspeicher, insbesondere eine Einzugsfeder (206), aufweist, der auf
die Mitnehmergabel (204) wirkt.
6. Auszugsführung nach Anspruch 5, bei der der Kraftspeicher bei einem Ausfahren aus
der vollständig eingefahrenen Position der Auszugsführung heraus geladen wird und
bei der der Kraftspeicher bei einem Einfahren aus der vollständig ausgefahrenen Position
der Auszugsführung heraus geladen wird.
7. Auszugsführung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, aufweisend Synchronisationsmittel
(21), die eine Bewegung der Korpusschiene (10) relativ zu der Mittelschiene (20) und
der Mittelschiene (20) relativ zur Laufschiene (30) miteinander synchronisieren.
8. Auszugsführung nach Anspruch 7, aufweisend zwei an der Mittelschiene (20) angeordnete
Rollen (22) und ein um diese umlaufendes Band (23), das sowohl an die Korpusschiene
(10) als auch an die Laufschiene (30) angebunden ist.
9. Auszugsführung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, aufweisend eine Abfolgesteuerung
aufweist, die die Abfolge der Bewegung der Korpusschiene (10), der Mittelschiene (20)
und der Laufschiene (30) zueinander steuert.
10. Auszugsführung nach Anspruch 9, bei der die Abfolgesteuerung wenigstens einen Rastmechanismus
aufweist, der die Mittelschiene (20) und/oder die Laufschiene (30) ab einer definierten
Auszugsposition freigibt.
11. Auszugsführung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, bei der der erste und/oder zweite
Aktivator (12, 32) von einem u-förmig gebogenen Drahtabschnitt gebildet ist, der auf
der Korpusschiene (10) bzw. der Laufschiene (30) angebracht ist.
12. Auszugsführung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, bei der der erste und/oder zweite
Aktivator (12, 32) eine aus der Korpusschiene (10) bzw. der Laufschiene (30) gestanzte
und herausgebogene Lasche ist.
1. A pull-out guide for a movable furniture part, especially a drawer, comprising a body
rail (10), a centre rail (20), and a running rail (30), as well as an end position
dampening unit (200), wherein the end position dampening unit (200) is arranged on
the centre rail (20), and wherein a first activator (12) is directly or indirectly
arranged on the body rail (10) and a second activator (32) directly or indirectly
arranged on the running rail (30) in such a way that the first activator (12) is in
engagement with the end position dampening unit (200) in one end position of the pull-out
guide and the second activator (32) is in engagement therewith in another end position
of the pull-out guide, characterized in that
the end position dampening unit (200) comprises a driving fork (204), wherein the
first and the second activator (12, 32) are mutually in engagement with the driving
fork (204).
2. A pull-out guide according to claim 1, wherein the first and the second activator
(12, 32) are in engagement in an alternating fashion with the end position dampening
unit (200).
3. A pull-out guide according to claim 1 or 2, wherein the end position dampening unit
(200) comprises a damper, especially a linear damper (203), which dampens the movement
of the driving fork (204) in one direction.
4. A pull-out guide according to one of the claims 1 to 3, wherein the direction of movement
of the driving fork (204) during a damping process is the same during the displacement
of the pull-out guide into each of the end positions relative to the end position
dampening unit (200).
5. A pull-out guide according to one of the claims 1 to 3, wherein the end position dampening
unit (200) comprises an energy storage unit, especially a retraction spring (206),
which acts on the driving fork (204).
6. A pull-out guide according to claim 5, wherein the energy storage unit is loaded during
extension from the fully retracted position of the pull-out guide and the energy storage
unit is loaded during a retraction from the fully extended position of the pull-out
guide.
7. A pull-out guide according to one of the claims 1 to 6, comprising synchronisation
means (21) which synchronise a movement of the body rail (10) relative to the centre
rail (22) and the centre rail (20) relative to the running rail (30) to each other.
8. A pull-out guide according to claim 7, comprising two rollers (22) arranged on the
centre rail (20) and a belt (23) which revolves around said rollers and which is connected
both to the body rail (10) and also the running rail (30).
9. A pull-out guide according to one of the claims 1 to 6, comprising a sequence control
which controls the sequence of the movement of the body rail (10), the centre rail
(20) and the running rail (30) with respect to each other.
10. A pull-out guide according to claim 9, wherein the sequence control comprises at least
one latching mechanism which releases the centre rail (20) and/or the running rail
(30) from a defined extension position.
11. A pull-out guide according to one of the claims 1 to 10, wherein the first and/or
second activator (12, 32) is formed by a wire section which is bent in a U-shaped
manner and which is attached to the body rail (10) or the running rail (30).
12. A pull-out guide according to one of the claims 1 to 10, wherein the first and/or
second activator (12, 32) is a tab which is punched and bent out of the body rail
(10) and the running rail (30).
1. Guide d'extraction pour une partie de meuble mobile, en particulier un tiroir, avec
un rail (10) sur le corps du meuble, un rail intermédiaire (20) et un rail de glissement
(30) et avec une unité d'amortissement en fin de course (200), dans lequel l'unité
d'amortissement en fin de course (200) est disposée sur le rail intermédiaire (20)
et dans lequel un premier activateur (12) est disposé directement ou indirectement
sur le rail sur le corps (10) et un deuxième activateur (32) est disposé directement
ou indirectement sur le rail de glissement (30) de telle manière que le premier activateur
(12) soit en prise avec l'unité d'amortissement en fin de course (200) dans une position
de fin de course du guide d'extraction et le deuxième activateur (32) dans une deuxième
position de fin de course, caractérisé en ce que l'unité d'amortissement en fin de course (200) comporte une fourche d'entraînement
(204), le premier activateur et le deuxième (12, 32) étant alternativement en prise
avec la fourche d'entraînement (204).
2. Guide d'extraction selon la revendication 1, dans lequel le premier activateur et
le deuxième (12, 32) sont en prise alternativement avec l'unité d'amortissement en
fin de course (200).
3. Guide d'extraction selon la revendication 1 ou 2, dans lequel l'unité d'amortissement
en fin de course (200) comporte un amortisseur, en particulier un amortisseur linéaire
(203) qui amortit le mouvement de la fourche d'entraînement (204) dans un sens.
4. Guide d'extraction selon l'une des revendications 1 à 3, dans lequel le sens de mouvement
de la fourche d'entraînement (204) pendant un processus d'amortissement lors du déplacement
du guide d'extraction est le même dans chacune des positions de fin de course par
rapport à l'unité d'amortissement en fin de course (200).
5. Guide d'extraction selon l'une des revendications 1 à 3, dans lequel l'unité d'amortissement
en fin de course (200) présente un accumulateur de force, en particulier un ressort
de rappel (206) qui agit sur la fourche d'entraînement (204).
6. Guide d'extraction selon la revendication 5, dans lequel l'accumulateur de force est
chargé lors de l'extraction à partir de la position complètement rétractée du guide
d'extraction et dans lequel l'accumulateur de force est chargé lors de la rétraction
à partir de la position entièrement extraite du guide d'extraction.
7. Guide d'extraction selon l'une des revendications 1 à 6, comportant des moyens de
synchronisation (21) qui synchronisent le mouvement du rail sur le corps (10) par
rapport au rail intermédiaire (20) et celui du rail intermédiaire (20) par rapport
au rail de glissement (30).
8. Guide d'extraction selon la revendication 7, comportant deux galets (22) disposés
sur le rail intermédiaire (20) et une courroie (23) entourant ceux-ci qui est attachée
aussi bien au rail sur le corps (10) qu'au rail de glissement (30).
9. Guide d'extraction selon l'une des revendications 1 à 6, comportant une dispositif
de contrôle de séquence qui contrôle la séquence de déplacement du rail sur le corps
(10), du rail intermédiaire (20) et du rail de glissement (30).
10. Guide d'extraction selon la revendication 9, dans lequel le dispositif de contrôle
de séquence comporte au moins un mécanisme d'enclenchement qui libère le rail intermédiaire
(20) et/ou le rail de glissement (30) à partir d'une position d'extraction définie.
11. Guide d'extraction selon l'une des revendications 1 à 10, dans lequel le premier activateur
et/ou le deuxième (12, 32) sont formés par une section de fil métallique courbée en
U qui est posée sur le rail sur le corps (10) et/ou le rail de glissement (30).
12. Guide d'extraction selon l'une des revendications 1 à 10, dans lequel le premier activateur
et/ou le deuxième (12, 32) sont des languettes découpées à l'emporte-pièce et recourbées
vers l'extérieur à partir du rail sur le corps (10) et/ou du rail de glissement (30).