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(11) |
EP 2 956 254 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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05.09.2018 Patentblatt 2018/36 |
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Anmeldetag: 13.02.2014 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2014/052822 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2014/125025 (21.08.2014 Gazette 2014/34) |
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BÖRDELAUFSATZ ZUM AUFWEITEN VON ZYLINDRISCHEN ROHRENDEN
FLANGING ATTACHMENT FOR EXPANDING CYLINDRICAL PIPE ENDS
OUTIL DE BORDAGE POUR ÉLARGIR DES EXTRÉMITÉS DE TUBES CYLINDRIQUES
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
13.02.2013 CH 452132013
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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23.12.2015 Patentblatt 2015/52 |
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Patentinhaber: |
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- Goop, Florian
FL-9488 Schellenberg (LI)
- Georg Fischer JRG AG
4450 Sissach (CH)
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| (72) |
Erfinder: |
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- GOOP, Florian
FL-9488 Schellenberg (LI)
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| (74) |
Vertreter: Fenner, Seraina |
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Georg Fischer AG
Amsler-Laffon-Strasse 9 8201 Schaffhausen 8201 Schaffhausen (CH) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A1-93/11889 FR-A- 1 276 048 US-A1- 2006 117 827
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DE-A1-102010 014 878 US-A- 4 831 855
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Bördelaufsatz zum Aufweiten von zylindrischen Rohrenden
für ein automatisch betreibbares Handgerät gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1. Die Erfindung betrifft auch ein Set von derartigen Bördelaufsätzen für unterschiedliche
Rohrdurchmesser.
[0002] Zur Erstellung von lösbaren Rohrverbindungen kommen vielfach sogenannte Bördelverschraubungen
zur Anwendung. Dazu werden die zylindrischen Rohre, vielfach Kupferrohre, mit einer
speziellen Überwurfmutter versehen. Das Rohrende wird mit einem dem Rohrdurchmesser
angepassten Bördelwerkzeug kegelig aufgeweitet. Mit der Überwurfmutter wird das Rohr
mit dem Bördelflansch ohne weitere Dichtungsmittel verschraubt. Diese Verbindungstechnik
kommt beispielsweise in der Kältetechnik zur Anwendung. Aber auch im Automobilsektor
wird diese Technik unter Anderem bei der lösbaren Verbindung von Bremsleitungen eingesetzt.
[0003] Aus dem Stand der Technik sind eine Vielzahl unterschiedlich ausgebildeter Bördelwerkzeuge
bekannt. Beispielsweise sind manuelle Bördelwerkzeuge bekannt, die zangenartig ausgebildet
sind. Dabei wird zunächst das Rohrende mit radial aufeinander zu bewegbaren Klemmbacken
fixiert und danach ein Bördeleisen axial auf das Rohrende zugestellt, um dieses im
gewünschten Ausmass aufzuweiten. Derartige Bördelzangen sind insbesondere für kleinere
Rohrdurchmesser und weichere Rohrmaterialien ausgelegt, da die manuelle Bedienung
einen relativ grossen Kraftaufwand erfordert.
[0004] Es sind auch bereits automatische Bördelvorrichtungen bekannt, die üblicherweise
pneumatisch angetrieben sind. Diese Bördelautomaten sind als stationäre Maschinen
ausgebildet und sind für einen Einsatz vor Ort nicht geeignet.
[0005] Es sind auch bereits Handgeräte zum Bördeln von dünnen Kupferrohren mit Durchmessern
bis ¾ Zoll bekannt. Diese Handgeräte sind jeweils für einen einzigen Rohrdurchmesser
ausgelegt. Es sind auch bereits Handgeräte erhältlich, die mit einer speziellen Klemmvorrichtung
ausgestattet sind und für unterschiedliche Rohrdurchmesser umgerüstet werden müssen.
[0006] In der
US-4,831,855 ist eine Bördelvorrichtung beschrieben, die als ein Aufsatz ausgebildet sein kann,
der an einem elektrisch angetriebenen Handbohrgerät befestigbar ist. Der Adapter weist
zwei plattenförmige Klemmbacken auf, zwischen denen ein Rohr festklemmbar ist. Dazu
sind die beiden plattenförmigen Klemmbacken miteinander verschraubbar oder über sonstige
Klemmvorrichtungen miteinander verspannbar. Die beiden plattenförmigen Klemmbacken
sind mit miteinander korrespondierenden halbschalenförmigen Aufnahmen für ein Rohr
ausgestattet. Für die Festlegung von Rohren unterschiedlicher Durchmesser sind in
den plattenförmigen Klemmbacken jeweils mehrere unterschiedlich grosse halbschalenförmige
Aufnahmen ausgespart. In einer einer Aufnahme gegenüberliegenden Gewindebohrung ist
eine Gewindestange drehbar gelagert, an deren vorderem Ende ein Bördeleisen bzw. eine
Aufweitvorrichtung angeordnet ist. Durch Drehen der Gewindestange wird das Bördeleisen
auf das aufzuweitende Rohrende zugestellt. Das Drehen der Gewindestange erfolgt beispielsweise
mittels des Spindelantriebs des Handbohrgeräts. Die Handhabung dieser als ein Aufsatz
ausgebildeten Bördelvorrichtung ist relativ umständlich. Zunächst muss das Rohr zwischen
den Klemmbacken verspannt werden. Dabei muss auf einen korrekten Abstand des Rohrendes
vom Bördeleisen geachtet werden, damit dieses im richtigen Umfang aufgeweitet werden
kann. Der Vorschub des an der Gewindestange angebrachten Bördeleisens ist zwar durch
die Steilheit des Gewindes der Gewindebohrung bzw. der Gewindestange vorgegeben. Dennoch
ist der Vorschub nicht exakt kontrollierbar, da der Antrieb der Gewindestange über
die Drehspindel des Handbohrgeräts nur relativ ungenau erfolgt. Wird das Bördeleisen
im Betrieb jeweils auf Anschlag gefahren, kann dies zu einer Beschädigung des Bördeleisens
oder sogar des Antriebs der Handbohrmaschine führen.
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, den Nachteilen der Bördelvorrichtungen
des Stands der Technik abzuhelfen. Es soll ein Bördelaufsatz zum Aufweiten von zylindrischen
Rohrenden für ein automatisch betreibbares Handgerät geschaffen werden, der einfach
und ohne grösseren Kraftaufwand handhabbar ist. Der Bördelaufsatz soll ein exaktes
und reproduzierbares Aufweiten eines zylindrischen Rohrendes erlauben. Dabei sollen
Rohrenden von Rohren unterschiedlicher Materialien, wie z.B. Kupfer, Messing, Stahl,
Kunststoff (z.B. PEX), mit oder ohne Kunststoffbeschichtung, einfach aufweitbar sein.
Der Bördelaufsatz soll mit elektrischen, pneumatischen oder hydraulischen Antrieben
betreibbar sein. Eine weitere Möglichkeit den Bördelaufsatz zu betreiben kann auch
mit einer Handzange erfolgen, vorzugsweise mit einer hydraulischen Handzange. Ein
zeitaufwendiges Umrüsten für unterschiedliche Rohrdurchmesser sollen vermieden werden
können.
[0008] Die Lösung dieser Aufgaben besteht in einem Bördelaufsatz zum Aufweiten von zylindrischen
Rohrenden für eine automatisches Handgerät, welcher die im kennzeichnenden Abschnitt
des Patentanspruchs 1 angeführten Merkmale aufweist. Weiterbildungen und/oder vorteilhafte
Ausführungsvarianten der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0009] Der erfindungsgemäss ausgebildete Bördelaufsatz ist für den Betrieb mit einem elektrisch,
pneumatisch oder hydraulisch betreibbaren Handgerät ausgebildet. Der Bördelaufsatz
zum Aufweiten von zylindrischen Rohrenden weist eine Anbindeschnittstelle für das
Handgerät, Klemmvorrichtungen für ein zylindrisches Rohr und eine Aufweitvorrichtung
auf. Die Aufweitvorrichtung ist axial auf ein von der Klemmvorrichtung fixiertes Rohrende
zustellbar, um dieses im gewünschten Umfang aufzuweiten. Erfindungsgemäss sind die
Klemmvorrichtung und die Aufweitvorrichtung über ein begrenzt axial verschiebbares
Koppelungsglied miteinander gekoppelt und sequentiell aktivierbar. Indem die Klemmvorrichtung
und die Aufweitvorrichtung miteinander gekoppelt sind, entfällt das umständliche Einspannen
des Rohres in die Klemmvorrichtung, bevor der eigentliche Aufweitvorgang erfolgen
kann. Das Klemmen des Rohres und der Aufweitvorgang erfolgen über eine einzige begrenzte
axiale Verschiebung des Kopplungselements. Dabei werden der Klemmvorgang und der Aufweitvorgang
sequentiell durch das axiale Verschieben des Kopplungselements ausgelöst. Das axiale
Verschieben des Kopplungselements erfolgt mit Hilfe des elektrisch, pneumatisch oder
hydraulisch betreibbaren Antriebsgerätes, vorzugsweise mit einem Handgerät, mit dem
der Bördelaufsatz über seine Anbindeschnittstelle verbunden ist. Das Rohrende wird
somit maschinell aufgeweitet. Damit entfallen körperliche Anstrengungen, wie sie beispielweise
bei Bedienung von bekannten Bördelzangen erforderlich sind.
[0010] Bei einem ersten Ausführungsbeispiel einer konkreten Umsetzung des dem vorgeschlagenen
Bördelaufsatzes zugrunde liegenden allgemeinen Erfindungsgedankens ist die Klemmvorrichtung
innerhalb eines zylindrischen Gehäuses angeordnet. Die Klemmvorrichtung weist eine
Zahl kreisringförmig angeordneter Klemmbacken mit Klemmbereichen auf, welche beim
Einschieben eines zylindrischen Rohres automatisch radial auf einen Mantel des Rohres
zustellbar sind, um dieses festzulegen. Die Aufweitvorrichtung ist als ein im wesentlichen
konischer Aufweitdorn ausgebildet, der auf einer im wesentlichen koaxial zu der ringförmigen
Anordnung der Klemmbacken verlaufenden Schubstange montiert und axial auf ein Rohrende
des fixierten Rohres zustellbar ist. Die Schubstange ist axial verschiebbar in einer
axialen Bohrung des als eine Steuerhülse ausgebildeten Kopplungselements angeordnet.
An ihrer Aussenfläche weist die Steuerhülse Steuerbahnen für ein radiales Verkippen
der Klemmbacken auf. Die Steuerhülse ist gegen die Rückstellkraft einer Rückstellfeder
derart begrenzt axial verschiebbar, dass das eingesetzte Rohr über die radial zustellbaren
Klemmbacken fixierbar ist bevor der Aufweitdorn axial auf das Rohrende zustellbar
ist.
[0011] Die Steuerhülse, die in der Bohrung der Steuerhülse geführte Schubstange mit dem
Aufweitdorn und die ringförmig angeordneten Klemmbacken weisen innerhalb des zylindrischen
Gehäuses eine platzsparende, im wesentlichen koaxiale Anordnung auf. Diese Anordnung
ermöglicht es, die begrenzte axiale Verschiebbarkeit der Steuerhülse über die Steuerbahnen
an der Aussenfläche der Steuerhülse in eine radiale Bewegung der Klemmbacken aufeinander
zu umzusetzen. Die Anordnung der Steuerhülse gewährleistet, dass die Schubstange mit
dem Aufweitdorn erst dann auf das Rohrende zugestellt wird, nachdem das Rohr von den
Klemmbacken ausreichend fest fixiert worden ist. Die Aktivierung des Bördelaufsatzes
ist im wesentlichen auf die begrenzte axiale Verschiebung der Steuerhülse beschränkt,
was durch das elektrisch, pneumatisch oder hydraulisch betreibbare Handgerät erledigt
wird. Das Fixieren des Rohres und das Aufweiten des Rohrendes erfolgen dabei automatisch.
Die Rückstellfeder sorgt dafür, dass die Steuerhülse am Ende des Bördelvorgangs wieder
in ihre Ausgangsstellung zurückbewegt wird. Dadurch wird auch die Schubstange mit
dem Aufweitkonus zurückgezogen, und die Klemmbacken geben das Rohr mit dem im gewünschten
Umfang aufgeweiteten Rohrende wieder frei, so dass es aus dem Bördelaufsatz herausgezogen
werden kann.
[0012] Eine Ausführungsvariante des erfindungsgemässen Bördelaufsatzes kann vorsehen, dass
die Klemmbacken innerhalb des zylindrischen Gehäuses kippbar gelagert sind. Dabei
wirken ihre von den Klemmbereichen abgewandten Endabschnitte mit den Steuerbahnen
an der Aussenfläche der Steuerhülse zusammen. Diese einfache konstruktive Auslegung
erlaubt die Übertragung von Klemmkräften im gewünschten Umfang auf das in den Aufsatz
eingesteckte Rohrende. Diese sind im wesentlichen nur abhängig vom Verlauf und von
der Steilheit der Steuerbahnen auf der Aussenfläche der Steuerhülse.
[0013] Indem in einer weiteren Ausführungsvariante der Erfindung die Endabschnitte der Klemmbacken
von Druckbolzen belastet sind, deren freie Enden vorzugsweise Aufnahmen für Wälzkörper
bilden, die in Eingriff mit den Steuerbahnen an der Aussenfläche der Steuerhülse stehen,
können die Klemmbacken sehr zuverlässig dem Verlauf Steuerbahnen folgen. Eine der
Funktion abträgliche Reibung der miteinander zusammenwirkenden Bauteile kann dadurch
weitgehend vermieden werden.
[0014] In einer weiteren vereinfachten Ausführungsvariante kann auch auf die Steuerbahnen
und Wälzkörper verzichtet werden, wobei die Kraft über die Druckbolzen direkt über
die Aussenfläche der Steuerhülse auf die Klemmbacken übertragen wird.
[0015] Die Klemmkraft, mit der die Klemmbacken das eingeschobene Rohrende festlegen, kann
über den Verlauf der Steuerbahnen an der Aussenfläche der Steuerhülse gezielt gesteuert
werden. Eine Ausführungsvariante des Bördelaufsatzes kann daher vorsehen, dass die
Steuerbahnen an der Aussenfläche der Steuerhülse wenigstens bereichsweise derart ausgebildet
sind, dass mit zunehmender axialer Verschiebung der Steuerhülse gegen die Rückstellkraft
der Rückstellfeder die Klemmkraft der Klemmbacken verstärkbar ist. Dies wird beispielsweise
durch eine Veränderung der Steigung der Steuerbahn erzielt, die aus einer abschnittsweisen
Vergrösserung des Aussendurchmessers der Steuerhülse resultiert.
[0016] In einer weiteren Ausführungsvariante des Bördelaufsatzes können in Ergänzung oder
alternativ zu den die Klemmkraft der Klemmbacken verstärkenden Massnahmen die Steuerbahnen
an der Aussenfläche der Steuerhülse einen oder mehrere Bereiche aufweisen, die derart
ausgebildet sind, dass nach Erreichen einer vorgegebenen Klemmkraft bei einem weiteren
axialen Verschieben der Steuerhülse die Klemmkraft konstant haltbar ist. Eine derartige
Ausführungsvariante der Erfindung kann beispielsweise bei Bördelaufsätzen von Interesse
sein, die vornehmlich für das Aufweiten der Rohrenden von Kunststoffrohren eingesetzt
werden sollen. Dabei kann auch noch vorgesehen sein, dass der Aufweitkonus über einen
längeren Zeitraum in Eingriff mit dem Rohrende bleibt, damit einer elastische Rückbildung
des Aufweitens entgegen gewirkt werden kann. Dies kann beispielsweise dadurch erreicht
werden, dass das Handgerät die Steuerhülse für den erforderlichen längeren Zeitraum
in der vorgeschobenen Position belässt. Sobald das Handgerät die Steuerhülse freigibt,
d.h. nicht mehr in die vorgeschobene Position zwingt, wird diese durch die Rückstellkraft
der Rückstellfeder wieder in ihre Ausgangsposition zurückbewegt. Dabei werden auch
der Aufweitkonus zurückgezogen und die Klemmbacken wieder radial auseinander bewegt,
um das Rohrende freizugeben.
[0017] Alternativ zu der rein mechanischen Betätigung der Klemmbacken über die an der Aussenfläche
der Steuerhülse angeordneten Steuerbahnen kann durch das axiale Verschieben der Steuerhülse
auch ein Auslöser betätigt werden, der einen hydraulischen Betätigungsmechnismus für
die Klemmbacken aktiviert. Beispielsweise können dann dann hydaulisch radial ausstellbare
Schiebestössel mit den Endabschnitten der Klemmbacken zusammenwirken, um die Klemmbacken
in ihre klemmende Position zu verkippen.
[0018] Eine weitere Ausführungsvariante der Erfindung kann auch vorsehen, dass die Klemmbacken
manuell geringfügig radial auseinander bewegbar sind, beispielsweise um das Einsetzen
eines Rohres in den Bördelaufsatz oder die Entnahme eines Rohres mit aufgeweitetem
Rohrende zu erleichtern. Dazu kann das zylindrische Gehäuse gegenüber den Klemmbacken
und gegen die Rückstellkraft einer Spannfeder begrenzt in Richtung der Anbindeschnittstelle
verschiebbar sein. Ein von einer Innenfläche des zylindrischen Gehäuses abragender
und wenigstens bereichsweise umlaufender Vorsprung, der normalerweise auf die Klemmbacken
drückt, wird dadurch verschoben und gibt die Klemmbacken frei. Am Einschubende des
Gehäuses ist eine mit den Klemmbacken zusammenwirkende Zwangsführung angeordnet ist,
über welche die Klemmbacken beim axialen Verschieben des Gehäuses radial nach aussen
gedrückt werden. Die Rückstellkraft der Spannfeder für das Gehäuse ist grösser als
die Rückstellkraft der Rückstellfeder für die Steuerhülse. Dadurch ist sichergestellt,
dass das Gehäuse bei der axialen Verschiebung der Steuerhülse nicht unbeabsichtigt
mit verschoben wird.
[0019] Ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung kann vorsehen, dass die Klemmbacken
derart angeordnet sind, dass ihre Längsachsen miteinander einen Winkel einschliessen,
der grösser ist als 0°. Vorzugsweise sind die Klemmbacken gegenüber der Längsachse
des Bördelaufsatzes um einen Winkel von etwa 1° bis 15 ° in Öffnungsrichtung geneigt,
sodass die Klemmbacken immer leicht V-förmig zueinander angeordnet sind. Dadurch ist
das Einsetzen eines Rohrendes in den Bördelaufsatz erleichtert.
[0020] Das axiale Verschieben der Steuerhülse kann auch noch von einer rotatorischen Komponente
begleitet sein. In einer derartigen Ausführungsvariante des erfindungsgemässen Bördelaufsatzes
ist die Steuerhülse drehbar gelagert und sind Steuerbahnen an ihrer Aussenfläche als
gekrümmte Bahnen ausgebildet.
[0021] Eine einfache Ausführungsvariante der Erfindung kann vorsehen, dass die Rückstellfeder
und die Spannfeder Schraubendruckfedern sind. Schraubendruckfedern sind in allen gewünschten
Stärken erhältlich und hinlänglich erprobt. Es versteht sich jedoch, dass mit nur
geringen konstruktiven Modifikationen, die im Bereich des Könnens des Durchschnittsfachmanns
liegen, anstelle von Schraubendruckfedern auch andere Arten von Federn oder Federelementen
eingesetzt werden können, wie z.B. Zugfedern, Kegelfedern, Blattfedern etc.
[0022] Eine Ausführungsvariante der Erfindung kann vorsehen, dass die Klemmvorrichtung des
Bördelaufsatzes wenigstens drei Klemmbacken umfasst und an der Aussenfläche der Steuerhülse
eine korrespondierende Anzahl von Steuerbahnen ausgebildet ist. Mit wenigstens drei
Klemmbacken ist ein Rohr bereits zuverlässig festlegbar.
[0023] Um die einzelnen Klemmbacken weniger massiv ausbilden zu müssen, kann in einer weiteren
Ausführungsvariante des Bördelaufsatzes vorgesehen sein, dass die Klemmvorrichtung
sechs Klemmbacken umfasst und an der Aussenfläche der Steuerhülse eine korrespondierende
Anzahl von Steuerflächen ausgebildet ist.
[0024] Für die Gewährleistung der begrenzten axiale Verschiebbarkeit der Steuerhülse kann
innerhalb des zylindrischen Gehäuses ein Endanschlag vorgesehen sein. Die Steuerhülse
ihrerseits kann einen Anschlag für die mit dem Aufweitdorn verbundene Schubstange
aufweisen.
[0025] Für die Bearbeitung, insbesondere für das Aufweiten, von Rohren mit unterschiedlichen
Aussendurchmessern ist ein Set von Bördelaufsätzen vorgesehen. Die Bördelaufsätze
sind dabei jeweils gemäss einer der vorgestellten Ausführungsvarianten ausgebildet.
Möchte der Anwender Rohre mit verschiedenen Aussendurchmessern bearbeiten, genügt
es, wenn er den Bördelaufsatz am Handgerät tauscht. Die Anbindeschnittstellen können
beispielsweise Schraubgewinde, Gabelverbindungen oder Bajonette sein, die mit korrespondierenden
Schnittstellen am Handgerät zusammenwirken. Der Wechsel des Bördelaufsatzes kann daher
sehr einfach, schnell und üblicherweise werkzeuglos erfolgen. Im Gegensatz zu aus
dem Stand der Technik bekannten Bördelgeräten ist somit nicht für jeden Rohrdurchmesser
ein eigenes Bördelgerät erforderlich. Das Handgerät kann auch eine Universalhandgerät
sein, welches abgesehen von Bördelaufsätzen auch mit anderen Aufsätzen für weitere
Bearbeitungsschritte, wie z.B. Schneiden, Verpressen, Verbinden durch Schiebehülsentechnik,
usw. ausgestattet werden kann. Dadurch kann der Einsatz des Handgeräts optimiert werden.
[0026] Ein beispielsweises Set von Bördelaufsätzen gemäss der Erfindung besteht aus Bördelaufsätze
für Rohrdurchmesser von 4 mm bis 63 mm. Damit ist der Grossteil der in der Installationstechnik
üblichen Rohrdurchmesser bearbeitbar.
[0027] Zur besseren Kennzeichnung der unterschiedlichen Bördelaufsätze für unterschiedliche
Aussendurchmesser eines Sets von Bördelaufsätzen können sich die einzelnen Bördelaufsätze
für unterschiedliche Rohrdurchmesser durch optische Kennzeichen voneinander unterscheiden.
Beispielsweise kann eine Set von Bördelaufsätzen für die einzelnen Bördelaufsätze
für unterschiedliche Rohrdurchmesser unterschiedliche Farbkennzeichnungen vorsehen,
die vorzugsweise an der Einschubseite für ein Rohr am zylindrischen Gehäuse angebracht
sind. Es können aber auch die gesamten Gehäuse der einzelnen Bördelaufsätze je nach
ihrem Durchmesser voneinander verschiedene Farben aufweisen. Anstelle von oder in
Ergänzung zu farblichen Kennzeichnungen können die einzelnen Bördelaufsätze eines
Sets jedoch auch in das Gehäuse eingeprägte Kennzeichnungen aufweisen, die beispielsweise
unmittelbar den Aussendurchmesser eines jeweils geeigneten Rohres angeben, usw.
[0028] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
eines Ausführungsbeispiels eines Bördelaufsatzes zum Aufweiten eines Rohrendes. Es
zeigen in schematischer Darstellung:
- Fig. 1
- eine auseinander gezogene perspektivische Darstellung eines Bördelaufsatzes;
- Fig. 2
- eine axial geschnittene Darstellung eines Bördelaufsatzes in der Ausgangssituation;
- Fig. 3
- eine axial geschnittene Darstellung des Bördelaufsatzes gemäss Fig. 2 mit einem eingesetzten
Rohr und bereits aufgeweitetem Rohrende;
- Fig. 4
- und 5 perspektivische Ansichten zweier Ausführungsformen eines mit einem Handgerät
verbundenen Bördelaufsatzes;
- Fig. 6
- eine Seitenansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels eines an einem Handgerät montierten
Bördelaufsatzes; und
- Fig. 7
- eine perspektivische Ansicht eines Sets von Bördelaufsätzen für unterschiedliche Rohrdurchmesser.
[0029] Ein in Fig. 1 beispielsweise dargestellter Bördelaufsatz zum Aufweiten von zylindrischen
Rohrenden trägt gesamthaft das Bezugszeichen 1. Während die Darstellung sämtliche
Bauteile dieser Ausführungsvariante eines Bördelaufsatzes zeigt, beschränkt sich die
folgende Beschreibung auf diejenigen Bauteile, die für das Verständnis der Erfindung
wesentlich sind. Der Bördelaufsatz 1 weist ein zylindrisches Gehäuse 2 auf, in dem
alle für die Funktion des Bördelaufsatzes erforderlichen Bauteile untergebracht sind.
Das zylindrische Gehäuse 2 umschliesst ein Führungsteil 3 mit einer Anschlussschnittstelle
30 für die Anbindung des Bördelaufsatzes 1 an ein elektrisch, pneumatisch oder hydraulisch
betreibbares Handgerät resp. Handzange (nicht dargestellt). Beispielsweise ist die
Anschlussschnittstelle 30 als ein Bajonett für eine korrespondierende Bajonettverschlussaufnahme
am Handwerkzeug ausgebildet. Die Anschlussschnittstelle kann beispielsweise auch als
ein Schraubgewinde ausgebildet sein. Das Führungsteil 3 besitzt eine zentrale axiale
Bohrung 4, welche eine Aufweitvorrichtung aufnimmt, die einen Aufweitkonus 5 umfasst,
der über eine Befestigungsschraube 61 mit einer Schubstange 6 verbunden ist. Mehrere
Klemmbacken 7 einer Klemmvorrichtung für ein aufzuweitendes Rohr sind kreisringförmig
um das Führungsteil 3 angeordnet und stützen sich kippbar an Anlageflächen 31 des
Führungsteils 3 ab. Die Bewegung der Klemmbacken 7 der Klemmvorrichtung und der Schubstange
6 mit dem daran befestigten Aufweitkonus 5 der Aufweitvorrichtung sind über ein Kopplungselement
miteinander gekoppelt, das als eine Steuerhülse 8 ausgebildet ist. Die Steuerhülse
8 ist gegen die Rückstellkraft einer Rückstellfeder 9 in der zentralen Bohrung 4 des
Führungsteils 3 begrenzt axial verschiebbar. Die Rückstellfeder 9, beispielsweise
eine Schraubendruckfeder, stützt sich dabei in einer ringförmigen Erweiterung (nicht
sichtbar) der zentralen axialen Bohrung 4 des Führungsteils 3 und an einem umlaufenden
Flansch 81 am vom Führungsteil 3 abgewandten Ende der Steuerhülse 8 ab. Die Steuerhülse
8 weist eine axiale Durchgangsbohrung 82 auf, welche die Schubstange 6 aufnimmt. Eine
Schraube 62 verhindert, dass die Schubstange 6 aus der zentralen Durchgangsbohrung
82 der Steuerhülse 8 gleitet. An ihrer Aussenfläche weist die Steuerhülse 82 Steuerbahnen
83 auf, über welche das Verkippen der Klemmbacken 7 steuerbar ist. Im zusammengesetzten
Zustand wirken Endabschnitte 71 der Klemmbacken 7 über Druckbolzen 73 und Wälzkörper
74, die durch im wesentlichen radial verlaufende Bohrungen 32 im Führungsteil 3 in
die zentrale Bohrung 4 ragen, mit den Steuerbahnen 83 an der Aussenfläche der Steuerhülse
8 zusammen. Die den Endabschnitten 71 der Klemmbacken 7 gegenüberliegenden Enden bilden
Klemmbereiche 72 für ein zu fixierendes Rohr. Eine Wippenauflage 11, deren Funktion
nachstehend noch näher erläutert wird, wirkt mit Klemmbacken 7 zusammen.
[0030] Das zylindrische Gehäuse 2 des Bördelaufsatzes ist gegenüber dem Führungsteil 3 und
der davon aufgenommenen Aufweitvorrichtung bzw. der ringförmig darum gruppierten Klemmbacken
7 der Klemmvorrichtung axial verschiebbar gelagert. Dazu ist innerhalb des Gehäuses
2 ein Anschlag 21 vorgesehen, an dem sich eine Spannfeder 10, beispielsweise eine
Schraubendruckfeder, abstützt. Das gegenüberliegende Ende der Spannfeder 10 stützt
sich an einer radialen Erweiterung 33 des Führungsteils 3 ab. Durch Relativverschieben
des zylindrischen Gehäuses 2 gegenüber dem Führungsteil 3 bzw. den Klemmbacken 7 werden
diese freigegeben, indem ein von der Innenwandung des Gehäuses 2 abragender, wenigstens
teilweise umlaufenden Spannring 22, der normalerweise auf die Klemmbacken 7 drückt,
ebenfalls zurückgezogen wird, beispielsweise um ein aufgeweitetes Rohrende zu entnehmen.
Am Einschubende des axial verschiebbaren Gehäuses 2 in Aussparungen 25 montierbare
Eingreifzapfen 26 greifen in Schlitzführungen 76 an der Rückseite der Klemmbacken
7 ein und bilden eine Zwangsführung für die Klemmbacken 7. Ein beim axialen Zurückziehen
des Gehäuses 2 gleiten die Eingreifzapfen 26 in den Schlitzführungen 76 in Richtung
deren Endabschnitte 71. Da die Schlitzführungen 76 von der Rückseite schräg in den
Körper der jeweiligen Klemmbacke 7 verlaufen, werden die Klemmbacken 7 beim Verschieben
des Gehäuses 2 radial nach aussen gepresst und geöffnet. Die Aussparungen 25 am Einschubende
des Gehäuses 2 werden im montierten Zustand von einem Abschlussring 13 abgedeckt.
[0031] In einer weiteren Ausführung kann auch auf die Zwangsführung der Klemmbacken 7 verzichtet
werden und mittels Druckfedern zwischen den einzelnen Klemmbacken 7 erreicht werden,
dass die Klemmbacken 7 nach aussen gepresst und geöffnet werden.
[0032] Fig. 2 zeigt einen Axialschnitt des zusammengesetzten Bördelaufsatzes 1. Gleiche
Bezugszeichen bezeichnen jeweils die gleichen Bauteile wie in Fig. 1. Die Rückstellfeder
9 hält die Steuerhülse 8 und damit auch die Schubstange 8 mit dem daran befestigten
Aufweitkonus 5 in ihrer zurückgezogenen Ausgangsposition. Dabei können, wie dargestellt,
der Flansch 81 und ein Teil der Rückstellfeder 9 aus der Anschlussschnittstelle 30
herausragen. Dabei überragt das mit dem Flansch 81 versehene Ende der Steuerhülse
8 die Schubstange 6. Die Klemmbacken 7 sind jeweils über den Druckbolzen 73 und den
Wälzkörper 74, die durch die zugehörige radiale Bohrung 32 in Führungsteil 3 ragen,
in Kontakt mit der zugehörigen Steuerbahn 83 an der Aussenfläche der Steuerhülse 8.
Insbesondere befinden sie sich jeweils an einem Einlauf der Steuerbahn 83, der vorzugsweise
eine nur geringe Steigung aufweist. Fig. 2 zeigt auch die Spannfeder 10, die sich
zwischen dem Anschlag 21 an der Innenfläche des zylindrischen Gehäuses 2 und der radialen
Erweiterung 33 des Führungsteils 3 erstreckt. Auch der von der Innenwandung abragende
Vorsprung 22, der die Klemmbacken 7 belastet, ist in der Darstellung ersichtlich.
Die Klemmbacken 7 sind vorzugsweise derart im Gehäuse 2 gehalten, dass sie mit der
Längsachse des Bördelaufsatzes 1 einen Winkel von etwa 1° bis 15° einschliessen. Dadurch
sind sie V-förmig zueinander in Öffnungsrichtung geneigt. Dies erleichtert das Einschieben
eines Rohrendes in den Bördelaufsatz 1.
[0033] Fig. 3 zeigt den Bördelaufsatz 1 in einer analog zu Fig. 2 axial geschnittenen Darstellung
am Ende des Aufweitvorgangs eines Rohrendes R. Gleiche Bauteile sind wiederum mit
den gleichen Bezugszeichen versehen wie in Fig. 1 und 2. Die Steuerhülse 8 und die
Schubstange 6 mit dem daran befestigten Aufweitkonus 5 befinden sich in ihren Endpositionen.
Diese ist beispielsweise dadurch vorgegeben, dass der Flansch 81 an der Steuerhülse
8 gegen einen Anschlag verschoben wird. Alternativ könnte auch die Rückstellfeder
9 auf "Block" komprimiert werden.
[0034] Die Betätigung des Klemmvorgangs über die kippbar gelagerten Klemmbacken 7 und der
Aufweitvorgang sind über die axiale Verschiebung der Steuerhülse 8 miteinander gekoppelt.
Beim axialen Vorschieben der Steuerhülse 8 (in Fig. 2 und 3 nach rechts) wird wegen
des Abstands zwischen dem rückwärtigen Ende der Schubstange 6 und dem den Flansch
81 aufweisenden Ende der Steuerhülse 8 (Fig. 2) zunächst nur die Steuerhülse 8 axial
verschoben. Die axiale Vorschubbewegung erfolgt beispielsweise durch einen Stössel
des Antriebs des Handgeräts, welches über die Anschlussschnittstelle 30 mit dem Bördelaufsatz
1 verbunden ist.
[0035] Beim axialen Verschieben der Steuerhülse 8 gelangen die Wälzkörper 74, die entlang
der Steuerbahnen 83 gleiten oder rollen, in einen aussendurchmessergrösseren Bereich
der Steuerhülse 8. Dadurch erhöht sich über die Druckbolzen 72 der radiale Spreizdruck
nach aussen auf die Endabschnitte 71 der Klemmbacken 7. Da die Klemmbacken 7 kippbar
gelagert sind, steigt durch den erhöhten Spreizdruck die von den Klemmbereichen 72
der Klemmbacken auf das Rohrende ausgeübte Klemmkraft. Dadurch wird das Rohrende R
fixiert. Sobald der Flansch 81 der Steuerhülse 8 bündig mit den Ende der Schubstange
6 bzw. der Schraube 62 ist, werden die Steuerhülse 8 und die Schubstange 6 mit dem
daran befestigten Aufweitkonus 5 gemeinsam axial verschoben. Der Aufweitkonus 5 wird
auf das Rohrende R zu und in dasselbe hineingestossen. Dabei erfolgt das Aufweiten
des Rohrendes R im gewünschten Ausmass. Es kann auch noch ein Anschlag für den Aufweitkonus
5 vorgesehen sein, um abhängig vom Rohrdurchmesser den Aufweitvorgang zu begrenzen.
Je nach dem Verlauf der Steuerbahnen 83 an der Aussenfläche der Steuerhülse 8 bleibt
dabei die Klemmkraft auf das Rohrende R konstant oder wird sie erhöht. Beispielsweise
kann der Verlauf der Steuerbahnen 83 derart ausgebildet sein, dass die Klemmkraft
nach dem Erreichen einer maximalen Klemmkraft konstant bleibt. In einer alternativen
Ausführungvariante kann die Klemmkraft bis zum Ende des axialen Verschiebevorgangs
der Steuerhülse 8 zunehmen. Der Grad des Anstiegs der Klemmkraft hängt bei einer konstanten
Vorschubgeschwindigkeit allein von der Steigung der Steuerbahnen 83 ab. Wird die Vorschubkraft
auf die Steuerhülse 8 und die Schubstange 6 beendet, beispielsweise indem der Stössel
des Antriebs des Handwerkzeugs zurückgezogen wird, zwingt die Rückstellfeder 9 die
Steuerhülse 8 und die Schubstange 6 wieder zurück in ihre in Fig. 2 dargestellte Ausgangslage.
[0036] In einer alternativen Ausführungsvariante des Bördelaufsatzes 1 kann die Steuerhülse
8 während ihres axialen Vorschubs auch noch von einer Drehbewegung überlagert sein.
In diesem Fall weisen die Steuerbahnen 83 an der Aussenfläche der Steuerhülse 8 einen
gekrümmten Verlauf auf. Sie können in einen zylindrischen "Freilauf" münden, in dem
eine ungehinderte Rotation der Steuerhülse 8 und der Schubstange 6 mit dem daran befestigten
Aufweitkonus ermöglicht ist. Bei einer derartigen Ausbildungsvariante des Bördelaufsatzes
1 kann der Aufweitkonus 5 zusätzlich zu seinem axialen Vorschub rotiert werden. Dies
kann beispielsweise für das Aufweiten der Rohrenden von Kunststoffrohren (z.B. PEX
Rohren) von Vorteil sein, bei denen der Aufweitkonus für eine gewisse Zeit in Eingriff
mit dem Rohrende bleiben muss, um die Aufweitung des Rohrendes permanent zu machen.
[0037] Fig. 4 zeigt einen an einem Handgerät G montierten Bördelaufsatz 1. Bei dem Handgerät
handelt es sich beispielsweise um ein Akku-betriebenes Multifunktionsgerät, das durch
unterschiedliche Aufsätze auch für weitere Aufgaben, beispielsweise zum Schneiden,
Pressen, Verbinden durch Schiebehülsentechnik, usw. einsetzbar ist. Wie die Darstellung
zeigt, ist der Bördelaufsatz 1 über einen Winkeladapter W mit dem Handgerät G verbunden,
so dass er sich in Gebrauchsstellung beispielsweise im wesentlichen waagrecht erstreckt.
Aus Gründen der Ergonomie schliesst in einer weiteren Ausführungsvariante der Erfindung,
die in Fig. 5 dargestellt ist, die Längsachse A des Bördelaufsatzes 1 mit einer Längsachse
L des Handgeräts G einen Winkel α von 90° bis 120°, vorzugsweise von 100° bis 108°
ein. Schliesslich kann der Bördelaufsatz 1 auch in senkrechter Lage mit einem Handgerät
G verbunden sein, wie am Beispiel von Fig. 6 dargestellt ist.
[0038] Fig. 7 zeigt beispielsweise ein Set von fünf Bördelaufsätzen 1a, 1b, 1c, 1d, 1e,
das für die Bearbeitung von Rohrdurchmessern von 16 mm bis 40 mm ausgebildet ist.
Die fünf Bördelaufsätze 1a, 1b, 1c, 1d, 1e weisen dabei Aufnahmedurchmesser von 16
mm, 20 mm, 26 mm, 32 mm und 40 mm auf. Zur Unterscheidung der Bördelaufsätze für unterschiedliche
Rohrdurchmesser können die einzelnen Bördelaufsätze 1a, 1b, 1c, 1d, 1e eines Sets
optische Kennzeichnungen aufweisen. Dies können beispielsweise in das Gehäuse eines
Bördelaufsatzes 1a, 1b, 1c, 1d, 1e eingeprägte Kennzeichnungen sein, die beispielsweise
unmittelbar den Aussendurchmesser eines jeweils geeigneten Rohres angeben, für den
der Bördelaufsatz vorgesehen ist. Alternativ oder in Ergänzung dazu können die Bördelaufsätze
1a, 1b, 1c, 1d, 1e eines Sets auch farblich unterschiedlich gekennzeichnet sein. Dabei
kann beispielsweise die gesamte Aussenseite des Gehäuses eingefärbt sein oder, wie
dargestellt, am Gehäuse eine ringförmige Farbcodierung angebracht sein. Die unterschiedliche
ringförmige Farbcodierung ist in Fig. 7 durch unterschiedliche Schraffierungen des
Abschlussringes 13 am Einschubende des jeweiligen Bördeaufsatzes 1a, 1b, 1c, 1d, 1e
angedeutet.
1. Bördelaufsatz zum Aufweiten von zylindrischen Rohrenden (R) für ein automatisch betreibbares
Handgerät (G), mit einer Anbindeschnittstelle (30) für das Handgerät (G), mit einer
Klemmvorrichtung für ein zylindrisches Rohr und mit einer Aufweitvorrichtung, die
axial auf ein Rohrende (R) eines von der Klemmvorrichtung fixierten Rohres zustellbar
ist, um dieses im gewünschten Umfang aufzuweiten, dadurch gekennzeichnet dass die Klemmvorrichtung und die Aufweitvorrichtung über ein begrenzt axial verschiebbares
Koppelungsglied miteinander gekoppelt und sequentiell aktivierbar sind.
2. Bördelaufsatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmvorrichtung innerhalb eines zylindrischen Gehäuses (2) angeordnet ist und
eine Zahl kreisringförmig angeordneter Klemmbacken (7) mit Klemmbereichen (72) aufweist,
welche beim Einschieben des zylindrischen Rohrendes (R) automatisch radial auf einen
Mantel des Rohres zustellbar sind, und dass die Aufweitvorrichtung als ein im wesentlichen
konischer Aufweitdorn (5) ausgebildet ist, der auf einer im wesentlichen koaxial zu
der ringförmigen Anordnung der Klemmbacken (7) verlaufenden Schubstange (6) montiert
und axial auf das Rohrende (R) des fixierten Rohres zustellbar ist, wobei die Schubstange
(6) axial verschiebbar innerhalb einer axialen Bohrung (82) des als eine Steuerhülse
(8) ausgebildeten Kopplungsglieds angeordnet ist, welche Steuerhülse (8) an ihrer
Aussenfläche Steuerbahnen (83) für ein radiales Verkippen der Klemmbacken (7) aufweist
und gegen die Rückstellkraft einer Rückstellfeder (9) derart begrenzt axial verschiebbar
ist, dass das eingesetzte Rohr über die radial zustellbaren Klemmbacken (7) fixierbar
ist bevor der Aufweitdorn (5) axial auf das Rohrende (R) zustellbar ist.
3. Bördelaufsatz gemäss Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmbacken (7) innerhalb des zylindrischen Gehäuses (2) kippbar gelagert sind
und ihre von den Klemmbereichen (72) abgewandten Endabschnitte (71) mit den Steuerbahnen
(83) an der Aussenfläche der Steuerhülse (8) zusammenwirken.
4. Bördelaufsatz gemäss Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Endabschnitte (71) der Klemmbacken (7) von Druckbolzen (73) belastet sind, deren
freie Enden Aufnahmen für Wälzkörper (74) bilden, die in Eingriff mit den Steuerbahnen
(83) an der Aussenfläche der Steuerhülse (8) stehen.
5. Bördelaufsatz gemäss einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerbahnen (83) an der Aussenfläche der Steuerhülse (8) wenigstens bereichsweise
derart ausgebildet sind, dass mit zunehmender axialer Verschiebung der Steuerhülse
(8) gegen die Rückstellkraft der Rückstellfeder (9) die Klemmkraft der Klemmbacken
(7) verstärkbar ist.
6. Bördelaufsatz gemäss einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerbahnen (83) an der Aussenfläche der Steuerhülse (8) einen oder mehrere
Bereiche aufweisen, die derart ausgebildet sind, dass nach Erreichen einer vorgegebenen
Klemmkraft bei einem weiteren axialen Verschieben der Steuerhülse (8) die Klemmkraft
konstant haltbar ist.
7. Bördelaufsatz gemäss einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmbacken mit einer Längsachse (A) des Bördelaufsatzes einen Winkel von etwa
1° bis etwa 15° einschliessen, so dass ihre Klemmbereiche (72) etwa V-förmig zueinander
geöffnet stehen.
8. Bördelaufsatz gemäss einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das zylindrische Gehäuse (2) gegenüber den Klemmbacken (7) und gegen die Rückstellkraft
einer Spannfeder (10) begrenzt in Richtung der Anbindeschnittstelle (30) verschiebbar
ist, wobei ein von einer Innenfläche des zylindrischen Gehäuses (2) abragender, wenigstens
bereichsweise umlaufender Vorsprung (22), der auf die Klemmbacken (7) drückt, verschoben
wird und die Klemmbacken (7) freigibt, und am Einschubende des Gehäuses (2) eine mit
den Klemmbacken zusammenwirkende Zwangsführung (25, 26, 76) angeordnet ist, über welche
die Klemmbacken beim axialen Verschieben des Gehäuses (2) radial nach aussen gedrückt
werden.
9. Bördelaufsatz gemäss einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerhülse (8) drehbar gelagert ist und die Steuerbahnen (83) an ihrer Aussenfläche
gekrümmte Bahnen sind.
10. Bördelaufsatz gemäss einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückstellfeder (9) und die Spannfeder (10) Schraubendruckfedern sind.
11. Bördelaufsatz gemäss einem der Ansprüche 2 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmvorrichtung wenigstens drei Klemmbacken (7) umfasst und an der Aussenfläche
der Steuerhülse (8) eine korrespondierende Anzahl von Steuerbahnen (83) ausgebildet
ist.
12. Bördelaufsatz gemäss Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmvorrichtung sechs Klemmbacken (7) umfasst und an der Aussenfläche der Steuerhülse
(8) eine korrespondierende Anzahl von Steuerflächen (83) ausgebildet ist.
13. Set von Bördelaufsätzen gemäss einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Bördelaufsätze (1a, 1b, 1c, 1d, 1e) gleichartig ausgebildet sind und
zur axialen Aufnahme von Rohrenden (R) mit unterschiedlichen Durchmessern ausgebildet
sind.
14. Set von Bördelaufsätzen gemäss Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass es Bördelaufsätze (1a, 1b, 1c, 1d, 1e) für Rohrdurchmesser von 4 mm bis 63 mm umfasst.
15. Set von Bördelaufsätzen gemäss Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass es fünf einzelne, im wesentlichen gleichartig ausgebildete Bördelaufsätze (1a, 1b,
1c, 1d, 1e) umfasst, die Aufnahmedurchmesser von 16 mm, 20 mm, 26 mm, 32 mm und 40
mm aufweisen.
1. flanging attachment for expanding cylindrical pipe ends (R) for an automatically operable
hand tool (G), having an attachment interface (30) for the hand tool (G), having a
clamping device for a cylindrical pipe, and having an expansion device, which is able
to be fed in axially onto a pipe end (R) of a pipe fastened by the clamping device,
in order to expand said pipe to the desired extent, characterized in that the clamping device and the expansion device are coupled together via a coupling
member that is displaceable axially to a limited extent and are able to be activated
sequentially.
2. Flanging attachment according to Claim 1, characterized in that the clamping device is arranged within a cylindrical housing (2) and has a number
of annularly arranged clamping jaws (7) with clamping regions (72) which are able
to be fed in radially onto a circumferential surface of the pipe automatically upon
introduction of the cylindrical pipe end (R), and in that the expansion device is configured as a substantially conical expansion mandrel (5),
which is mounted on a push rod (6) extending substantially coaxially with the annular
arrangement of the clamping jaws (7) and is able to be fed in axially onto the pipe
end (R) of the fixed pipe, wherein the push rod (6) is arranged in an axially displaceable
manner within an axial bore (82) in the coupling member configured as a control sleeve
(8), which control sleeve (8) has, on its outer surface, control tracks (83) for radially
tilting the clamping jaws (7) and is displaceable to an axially limited extent counter
to the restoring force of a restoring spring (9) such that the inserted pipe is fixable
via the clamping jaws (7) that are able to be fed in radially, before the expansion
mandrel (5) is able to be fed in axially onto the pipe end (R).
3. Flanging attachment according to Claim 2, characterized in that the clamping jaws (7) are mounted in a tiltable manner within the cylindrical housing
(2), and their end portions (71) that are remote from the clamping regions (72) interact
with the control tracks (83) on the outer surface of the control sleeve (8).
4. Flanging attachment according to Claim 3, characterized in that the end portions (71) of the clamping jaws (7) are loaded by pressure pins (73),
the free ends of which form receptacles for rolling bodies (74) which are engaged
with the control tracks (83) on the outer surface of the control sleeve (8).
5. Flanging attachment according to one of Claims 2 to 4, characterized in that the control tracks (83) are formed at least regionally on the outer surface of the
control sleeve (8) such that, with increasing axial displacement of the control sleeve
(8) counter to the restoring force of the restoring spring (9), the clamping force
of the clamping jaws (7) is able to be enhanced.
6. Flanging attachment according to one of Claims 2 to 5, characterized in that the control tracks (83) on the outer surface of the control sleeve (8) have one or
more regions which are configured such that, after a predetermined clamping force
has been reached, upon further axial displacement of the control sleeve (8), the clamping
force is able to be kept constant.
7. Flanging attachment according to one of Claims 2 to 6, characterized in that the clamping jaws enclose an angle of about 1° to about 15° with a longitudinal axis
(A) of the flanging attachment, such that their clamping regions (72) are open in
an approximately V-shaped manner with respect to one another.
8. Flanging attachment according to one of Claims 2 to 7, characterized in that the cylindrical housing (2) is displaceable with respect to the clamping jaws (7)
and counter to the restoring force of a tension spring (10) to a limited extent in
the direction of the attachment interface (30), wherein an at least regionally circumferential
protrusion (22) that projects from an inner surface of the cylindrical housing (2)
and pushes against the clamping jaws (7) is displaced and releases the clamping jaws
(7), and a positive guide (25, 26, 76) that interacts with the clamping jaws is arranged
at the insertion end of the housing (2), the clamping jaws being pushed radially outwards
via said positive guide (25, 26, 76) during axial displacement of the housing (2).
9. Flanging attachment according to one of Claims 2 to 8, characterized in that the control sleeve (8) is mounted in a rotatable manner and the control tracks (83)
are tracks that are curved on the outer surface thereof.
10. Flanging attachment according to one of Claims 2 to 9, characterized in that the restoring spring (9) and the tension spring (10) are helical compression springs.
11. Flanging attachment according to one of Claims 2 to 10, characterized in that the clamping device comprises at least three clamping jaws (7) and a corresponding
number of control tracks (83) are formed on the outer surface of the control sleeve
(8) .
12. Flanging attachment according to Claim 11, characterized in that the clamping device comprises six clamping jaws (7) and a corresponding number of
control surfaces (83) are formed on the outer surface of the control sleeve (8).
13. Set of flanging attachments according to one of Claims 1 to 12, characterized in that the individual flanging attachments (1a, 1b, 1c, 1d, 1e) are configured in an identical
manner and are configured to axially receive pipe ends (R) with different diameters.
14. Set of flanging attachments according to Claim 13, characterized in that it comprises flanging attachments (1a, 1b, 1c, 1d, 1e) for pipe diameters from 4
mm to 63 mm.
15. Set of flanging attachments according to Claim 13, characterized in that it comprises five individual, substantially identically configured flanging attachments
(1a, 1b, 1c, 1d, 1e), which have receiving diameters of 16 mm, 20 mm, 26 mm, 32 mm
and 40 mm.
1. Outil de bordage pour élargir des extrémités de tubes cylindriques (R) pour un appareil
manuel à commande automatique (G), comprenant une interface de liaison (30) pour l'appareil
manuel (G), un dispositif de serrage pour un tube cylindrique et un dispositif d'élargissement
qui peut être avancé axialement vers une extrémité de tube (R) d'un tube fixé par
le dispositif de serrage afin d'élargir celui-ci à une périphérie souhaitée, caractérisé en ce que le dispositif de serrage et le dispositif d'élargissement sont accouplés l'un à l'autre
par le biais d'un organe d'accouplement déplaçable axialement dans une mesure limitée
et peuvent être activés séquentiellement.
2. Outil de bordage selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de serrage est disposé à l'intérieur d'un boîtier cylindrique (2) et
présente un certain nombre de mâchoires de serrage (7) disposées sous forme annulaire
avec des zones de serrage (72) qui, lors de l'insertion de l'extrémité de tube cylindrique
(R), peuvent être avancées automatiquement radialement vers une enveloppe du tube
et en ce que le dispositif d'élargissement est réalisé sous forme de mandrin d'élargissement essentiellement
conique (5) qui est monté sur une tige de poussée (6) s'étendant essentiellement coaxialement
à l'agencement annulaire des mâchoires de serrage (7) et qui peut être avancée axialement
vers l'extrémité de tube (R) du tube fixé, la tige de poussée (6) étant disposée de
manière déplaçable axialement à l'intérieur d'un alésage axial (82) de l'organe d'accouplement
réalisé sous forme de manchon de commande (8), lequel manchon de commande (8) présente
au niveau de sa surface extérieure des pistes de commande (83) pour un basculement
radial des mâchoires de serrage (7) et peut être déplacé axialement dans une mesure
limitée à l'encontre de la force de rappel d'un ressort de rappel (9) de telle sorte
que le tube inséré puisse être fixé par le biais des mâchoires de serrage (7) pouvant
être avancées radialement avant que le mandrin d'écartement (5) ne soit avancé axialement
vers l'extrémité de tube (R).
3. Outil de bordage selon la revendication 2, caractérisé en ce que les mâchoires de serrage (7) sont supportées de manière basculante à l'intérieur
du boîtier cylindrique (2), et leurs portions d'extrémité (71) opposées aux zones
de serrage (72) coopèrent avec les pistes de commande (83) au niveau de la surface
extérieure du manchon de commande (8).
4. Outil de bordage selon la revendication 3, caractérisé en ce que les portions d'extrémité (71) des mâchoires de serrage (7) sont sollicitées par des
boulons de pression (73) dont les extrémités libres forment des logements pour les
corps de roulement (74) qui sont en prise avec les pistes de commande (83) au niveau
de la surface extérieure du manchon de commande (8).
5. Outil de bordage selon l'une quelconque des revendications 2 à 4, caractérisé en ce que les pistes de commande (83) au niveau de la surface extérieure du manchon de commande
(8) sont réalisées au moins en partie de telle sorte que la force de serrage des mâchoires
de serrage (7) puisse être augmentée avec le déplacement axial croissant du manchon
de commande (8) à l'encontre de la force de rappel du ressort de rappel (9).
6. Outil de bordage selon l'une quelconque des revendications 2 à 5, caractérisé en ce que les pistes de commande (83) présentent au niveau de la surface extérieure du manchon
de commande (8) une ou plusieurs zones qui sont réalisées de telle sorte qu'après
l'obtention d'une force de serrage prédéfinie, la force de serrage puisse être maintenue
constante pour un déplacement axial supplémentaire du manchon de commande (8).
7. Outil de bordage selon l'une quelconque des revendications 2 à 6, caractérisé en ce que les mâchoires de serrage forment avec un axe longitudinal (A) de l'outil de bordage
un angle d'environ 1° à environ 15° de telle sorte que leurs zones de serrage (72)
soient ouvertes l'une par rapport à l'autre approximativement en forme de V.
8. Outil de bordage selon l'une quelconque des revendications 2 à 7, caractérisé en ce que le boîtier cylindrique (2) peut être déplacé par rapport aux mâchoires de serrage
(7) et à l'encontre de la force de rappel d'un ressort de serrage (10) de manière
limitée dans la direction de l'interface de liaison (30), une saillie (22) au moins
en partie périphérique faisant saillie depuis une surface interne du boîtier cylindrique
(2) et pressant sur les mâchoires de serrage (7) étant déplacée et libérant les mâchoires
de serrage (7), et à l'extrémité d'insertion du boîtier (2), étant disposé un guidage
forcé (25, 26, 76) coopérant avec les mâchoires de serrage, par le biais duquel les
mâchoires de serrage sont pressées radialement vers l'extérieur lors du déplacement
axial du boîtier (2) .
9. Outil de bordage selon l'une quelconque des revendications 2 à 8, caractérisé en ce que le manchon de commande (8) est supporté à rotation et les pistes de commande (83)
sont des pistes courbées au niveau de leurs surfaces extérieures.
10. Outil de bordage selon l'une quelconque des revendications 2 à 9, caractérisé en ce que le ressort de rappel (9) et le ressort de serrage (10) sont des ressorts de compression
hélicoïdaux.
11. Outil de bordage selon l'une quelconque des revendications 2 à 10, caractérisé en ce que le dispositif de serrage comprend au moins trois mâchoires de serrage (7) et un nombre
correspondant de pistes de commande (83) est réalisé au niveau de la surface extérieure
du manchon de commande (8).
12. Outil de bordage selon la revendication 11, caractérisé en ce que le dispositif de serrage comprend six mâchoires de serrage (7) et un nombre correspondant
de surfaces de commande (83) est réalisé au niveau de la surface extérieure du manchon
de commande (8).
13. Ensemble d'outils de bordage selon l'une quelconque des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que les outils de bordage individuels (1a, 1b, 1c, 1d, 1e) sont réalisés de manière identique
et sont réalisés de manière à recevoir axialement des extrémités de tubes (R) ayant
des diamètres différents.
14. Ensemble d'outils de bordage selon la revendication 13, caractérisé en ce qu'il comprend des outils de bordage (1a, 1b, 1c, 1d, 1e) pour des diamètres de tube
de 4 mm à 63 mm.
15. Ensemble d'outils de bordage selon la revendication 13, caractérisé en ce qu'il comprend des outils de bordage individuels (1a, 1b, 1c, 1d, 1e) essentiellement
réalisés de manière identique, qui présentent des diamètres de réception de 16 mm,
20 mm, 26 mm, 32 mm et 40 mm.
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