| (19) |
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(11) |
EP 2 956 282 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.09.2016 Patentblatt 2016/38 |
| (22) |
Anmeldetag: 22.01.2014 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2014/051185 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2014/124783 (21.08.2014 Gazette 2014/34) |
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| (54) |
SCHALUNGSVORRICHTUNG ZUR HERSTELLUNG VON BETON-FERTIGTEILEN
FORMWORK DEVICE FOR PRODUCING PREFABRICATED CONCRETE PARTS
SYSTÈME DE COFFRAGE PERMETTANT DE PRODUIRE DES ÉLÉMENTS PRÉFABRIQUÉS EN BÉTON
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
12.02.2013 DE 102013002326
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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23.12.2015 Patentblatt 2015/52 |
| (73) |
Patentinhaber: Weckenmann Anlagentechnik GmbH & Co. KG |
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72358 Dormettingen (DE) |
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Erfinder: |
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- WECKENMANN, Hermann
72358 Dormettingen (DE)
- WECKENMANN, Wolfgang
72358 Dormettingen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Müller, Gottfried |
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Meissner, Bolte & Partner
Patentanwälte
Am Ochsenberg 16 73614 Schorndorf 73614 Schorndorf (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 2 417 475 DE-A1-102007 019 383
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DE-A1- 2 541 330 FR-A1- 2 958 873
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Schalungsvorrichtung zur Herstellung von Beton-Fertigteilen.
[0002] Bekannt sind Schalungsvorrichtungen zur Herstellung von Beton-Fertigteilen mit vertikal
aufgestellten Schalungen, die einen zwischenliegenden Aufnahmeraum begrenzen, in welchen
zur Herstellung eines Wand-, Boden- oder Deckenteils Beton eingefüllt wird. Derartige
Schalungsvorrichtungen weisen als stationärer Mittelkern eine fest verankerte Mittelschalung
auf, an der zusätzliche Einrichtungen wie eine hydraulische Spannvorrichtung und Steuerungseinrichtungen
angeordnet sein können. Des Weiteren sind verfahrbare Außen- bzw. Zwischenschalungen
vorgesehen, die auf Bodenschienen, welche in Querrichtung verlaufen, verstellt werden
können. Über die hydraulische Spannvorrichtung können die Zwischen- bzw. Außenschalungen
fest mit der stationären Mittelschalung verbunden werden.
[0003] Aus der
DE 25 41 330 A1 ist eine transportable Schalungsvorrichtung zur Herstellung von Beton-Fertigteilen
bekannt. Die Schalungsvorrichtung befindet sich auf einem fahrbaren Auflieger und
umfasst mehrere Schalungen, die senkrecht stehend auf dem Auflieger angeordnet sind
und sich quer zur Längsachse des Aufliegers erstrecken. Auf dem Auflieger befinden
sich Laufschienen, auf denen die Schalungen zur Einstellung des zwischenliegenden
Abstandes verfahren werden können. Zur Herstellung eines Beton-Fertigteils wird der
Auflieger auf den Boden abgesenkt und werden die Schalungen auf den gewünschten Abstand
gebracht, woraufhin der Beton eingegossen wird.
[0005] Die
FR 2 958 873 A1 offenbart eine transportable Schalungsvorrichtung zur Herstellung von Beton-Fertigteilen
mit einer Mittelschalung auf einem auf den Boden abstellbaren Grundgerüst und einer
Außenschalung, die auf quer verlaufenden Schienen auf dem Grundgerüst verfahrbar ist.
[0006] Eine Schalungsvorrichtung, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1, wird in der
DE 10 2007 019 383 A1 beschrieben, die auf einem Grundträger eine Innenschalung und eine Außenschalung
aufweist, wobei die Innenschalung auf einem Rollensystem auf dem Grundträger gelagert
und relativ zur Außenschalung verschoben werden kann. Der Erfindung liegt die Aufgabe
zugrunde, mit einfachen Maßnahmen eine flexibel einsetzbare Schalungsvorrichtung zur
Herstellung von Beton-Fertigteilen zu schaffen.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst. Die
Unteransprüche geben zweckmäßige Weiterbildungen an.
[0008] Die erfindungsgemäße Schalungsvorrichtung zur Herstellung von Beton-Fertigteilen
ist transportabel ausgeführt und weist mindestens eine vertikale Mittelschalung auf,
die fest auf einem fahrbaren Auflieger angeordnet ist. Des Weiteren umfasst die Schalungsvorrichtung
mindestens eine vertikale Außenschalung, die auf Schienen auf einer verstellbaren
Arbeitsplattform verfahrbar ist, wobei die Arbeitsplattform in montierter Position
an den Auflieger angrenzt und ggf. mit diesem verbunden ist, welcher Träger der Mittelschalung
ist. Die Arbeitsplattform ist separat vom Auflieger ausgebildet. Die Schalungen stehen
vertikal und begrenzen dementsprechend einen vertikalen Aufnahmeraum zur Aufnahme
von Beton.
[0009] Die vertikalen Schalungen bilden Schalwände bzw. -tafeln und begrenzen in Querrichtung
den zwischenliegenden Beton-Aufnahmeraum, welcher zusätzlich am Boden von einer horizontalen
Bodenschalung und an den beiden Stirnseiten von jeweils einer Stirnschalung begrenzt
ist. Die Bodenschalung und die Stirnschalungen hängen an einer vertikalen Schalung
und können in der Höhe (Bodenschalung) bzw. in Längsrichtung (Stirnschalungen) zur
Einstellung der Größe des Beton-Aufnahmeraums verstellt werden.
[0010] Die Schalungsvorrichtung ist vollständig transportabel ausgebildet und kann in Einzelteilen
zum Einsatzort transportiert werden. Die Transportfähigkeit wird zum einen durch die
Mittelschalung auf dem fahrbaren Auflieger gewährleistet und zum andern durch die
separate Ausführung der Arbeitsplattform, welche Träger der Schienen ist, auf denen
die Außenschalung verfahrbar ist. Aus den Einzelbestandteilen kann die Schalungsvorrichtung
vor Ort zusammengesetzt werden, so dass man mit geringem Aufwand an beliebigen Einsatzorten
in kurzer Zeit eine Schalungsvorrichtung zur Erzeugung von Beton-Fertigteilen aufstellen
kann. Die Transportfähigkeit ist hierbei trotz des hohen Gewichtes der Schalungen
gewährleistet. Die Mittelschalung ist fest auf dem Auflieger angeordnet und wird gemeinsam
mit diesem transportiert. Gegebenenfalls können auf dem Auflieger zusätzlich eine
oder mehrere weitere Schalungen transportiert werden, welche im montierten Zustand
als verfahrbare Schalung auf der Arbeitsplattform angeordnet sind. Die Arbeitsplattform
mit den darauf angeordneten Schienen für die Verfahrbarkeit der Schalungen kann ihrerseits
aus Einzelbestandteilen zusammengesetzt werden, die in einfacher Weise transportiert
werden können. Möglich ist es aber auch, die Arbeitsplattform als Ganzes transportabel
auszubilden, beispielsweise dadurch, dass auch die Arbeitsplattform als fahrbarer
Auflieger ausgeführt ist.
[0011] Die Arbeitsplattform kann verstellbar ausgebildet sein, insbesondere höheneinstellbar,
um am Aufstellungsort Höhenunterschiede zum Auflieger ausgleichen zu können und insbesondere
die Schienen in eine horizontale Position sowie in eine vorbestimmte Höhe zum Auflieger
zu bringen. Die Einstellbarkeit in der Höhe wird über eine Höheneinstelleinrichtung
gewährleistet, welche beispielsweise als eine Mehrzahl von in der Höhe einstellbaren
Füßen an der Unterseite der Arbeitsplattform ausgeführt ist.
[0012] Gemäß einer zweckmäßigen Ausführung sind zu beiden Seiten des die Mittelschalung
tragenden Aufliegers Arbeitsplattformen andockbar, die jeweils Schienen aufweisen,
auf denen mindestens eine Schalung verfahrbar ist. Dies ermöglicht es, beide Seiten
der Mittelschalung für die Herstellung von Beton-Fertigteilen zu nutzen. Hierbei kann
es zweckmäßig sein, auf dem Auflieger zwei parallel angeordnete Mittelschalungen vorzusehen,
die jeweils einer Schalung auf der links und rechts angedockten Arbeitsplattform zugeordnet
sind.
[0013] In den Auflieger können quer zur Mittelschalung Schienenabschnitte integriert sein,
die sich bis zum seitlichen Rand des Aufliegers erstrecken und in der montierten Position
mit den Schienen in der Arbeitsplattform fluchten. Der Schienenweg erstreckt sich
in dieser Ausführung somit nicht nur entlang der Arbeitsplattform, sondern zusätzlich
auch noch im Seitenbereich des Aufliegers bis in die Nähe der Mittelschalung, so dass
die auf der Arbeitsplattform verfahrbare Schalung bis auf den Auflieger verstellt
werden kann. Dies ermöglicht es, auch verhältnismäßig dünnwandige Beton-Fertigteile
herzustellen.
[0014] Auf der Arbeitsplattform können gegebenenfalls mehrere Schalungen angeordnet sein,
von denen die dem Auflieger abgewandte Schalung eine Außenschalung bildet und die
zwischen der Außenschalung und der Arbeitsplattform angeordnete Schalung eine Zwischenschalung.
Gegebenenfalls sind mehrere Zwischenschalungen vorgesehen, wobei jeweils zwischen
zwei benachbarten Schalungen Betonaufnahmeräume für die Herstellung von Beton-Fertigteilen
gebildet sind. Sämtliche Schalungen auf der Arbeitsplattform sind auf den Schienen
verfahrbar.
[0015] Der Auflieger kann, gemäß einer weiteren zweckmäßigen Ausführung, Träger eines Hydraulikaggregats
sein, der mindestens einen Hydraulikzylinder beaufschlagt, welcher mit einer Schalung
auf der Arbeitsplattform koppelbar ist. Über den Hydraulikzylinder kann die Schale
auf der Arbeitsplattform mit einer Zugkraft in Richtung des Aufliegers beaufschlagt
werden. Hierdurch wird ein Gegendruck erzeugt, welcher dem von dem eingefüllten Beton
ausgeübten Druck entgegenwirkt und die Schalungen in Position hält. Über den Hydraulikzylinder
wird insbesondere die Außenschalung gehalten, wobei die Zwischenschalungen aufgrund
ihrer Position zwischen der Mittelschalung und der Außenschalung ebenfalls mit einer
Haltekraft beaufschlagt werden. Der Hydraulikzylinder kann unmittelbar an der Mittelschalung
oder über eine Haltevorrichtung unmittelbar auf dem Auflieger befestigt sein.
[0016] Gemäß einer weiteren zweckmäßigen Ausführung ist in mindestens eine Schalung eine
Heizeinrichtung integriert. Die Heizeinrichtung kann in die Mittelschalung und/oder
in eine oder mehrere Schalungen auf der Arbeitsplattform integriert sein. Die Heizeinrichtung
ermöglicht, bei einer entsprechenden Temperatur des Heizmediums, welches durch die
Schalung geführt wird, gegebenenfalls auch ein Kühlen, so dass sowohl ein Einsatz
an Orten mit tiefer Temperatur als auch an Orten mit hoher Temperatur möglich ist.
[0017] Des Weiteren kann es zweckmäßig sein, zumindest in eine Schalung auf dem Auflieger
eine Vibrationseinrichtung (Rüttler) zu integrieren, um eine Verdichtung des eingefüllten
Betons zu erreichen.
[0018] Zumindest eine Schalung auf der Arbeitsplattform, vorteilhafterweise die Außenschalung,
kann elektromotorisch angetrieben sein, so dass die Verstellbewegung der Schalung
auf den Schienen der Arbeitsplattform mithilfe eines Elektromotors möglich ist. Gegebenenfalls
ist auch eine oder sind mehrere Zwischenschalungen auf der Arbeitsplattform elektromotorisch
antreibbar. Grundsätzlich möglich ist aber auch eine Verstellbewegung der Außenschalung
und/oder der Zwischenschalung auf der Arbeitsplattform auf den Schienen ohne Elektromotor.
[0019] Gemäß einer weiteren zweckmäßigen Ausführung weist die Schalungsvorrichtung ein Hebezeug
auf, beispielsweise einen Portalkran, über den insbesondere eine Betonverfüllvorrichtung
bewegbar ist, beispielsweise ein Betonierkübel oder ein Betonverteiler. Das Hebezeug
ist bevorzugt ebenso wie die Arbeitsplattform separat vom Auflieger und auch separat
von der Arbeitsplattform ausgebildet und wird vor Ort an der Schalungsvorrichtung
montiert bzw. zu dieser verfahren. Dies erlaubt einen separaten Transport des Hebezeugs.
Es ist aber auch möglich, das Hebezeug auf dem Auflieger oder der Arbeitsplattform
anzuordnen.
[0020] Das Hebezeug kann, wie vorbeschrieben, als ein Portalkran ausgeführt sein. In Betracht
kommen aber auch sonstige Ausführungen eines Hebezeugs, beispielsweise ein Turmdrehkran
oder ein Mobilkran.
[0021] Die Betonverfüllvorrichtung kann gegebenenfalls auch eine Betonpumpe mit einem Verteilermast
aufweisen.
[0022] Der Auflieger ist zweckmäßigerweise auf Rädern verfahrbar ausgebildet, so dass der
Auflieger auf Straßen bewegt werden kann. Der Auflieger ist als ein Sattelauflieger
für einen Sattelschlepper ausgeführt oder als ein Anhänger, beispielsweise für einen
Tieflader.
[0023] Gemäß bevorzugter Ausführung bezieht sich die Erfindung auf eine transportable Schalungsvorrichtung
zur Herstellung von Beton-Fertigteilen und weist mindestens eine vertikale Mittelschalung,
mindestens eine vertikale Außenschalung, mindestens eine Bodenschalung und seitliche
Stirnschalungen auf, die zusammen während der Herstellung zwischen sich zeitweise
einen Beton-Aufnahmeraum für das zu fertigende Beton-Fertigteil begrenzen, wobei die
mindestens eine Mittelschalung fest und in Längsrichtung auf einem verfahrbaren Auflieger
angeordnet ist und die Boden- und die Stirnschalungen an einer der vertikalen Schalungen
befestigt sind. Jeweils eine Außenschalung ist auf Schienen verfahrbar auf einer verstellbaren,
transportablen Arbeitsplattform angeordnet, die so ausgebildet ist, dass sie während
der Herstellung des Beton-Fertigteils an die Längsseiten des Aufliegers angrenzt,
jedoch separat vom Auflieger transportierbar ist.
[0024] Weitere Vorteile und zweckmäßige Ausführungen ergeben sich aus den weiteren Ansprüchen,
der Figurenbeschreibung und der Zeichnung, in der eine transportable Schalungsvorrichtung
perspektivisch dargestellt ist.
[0025] Die Figur zeigt eine transportable Schalungsvorrichtung zur Herstellung von Beton-Fertigteilen
wie Betondecken, -wänden oder -böden, die aus verschiedenen Einzelvorrichtungen zusammengesetzt
ist, welche jeweils für sich transportabel ausgebildet sind.
[0026] Auf dem Auflieger 2 befindet sich eine zentrale Einrichtung 3, welche zwei parallel
angeordnete, vertikal stehende Mittelschalungen 4, 5 umfasst sowie des Weiteren eine
Steuerungseinrichtung und ein Hydraulikaggregat. Diese Komponenten der zentralen Einrichtung
3 sind fest auf dem Auflieger 2 verankert. Je mindestens ein vom Hydraulikaggregat
verstellbarer Hydraulikzylinder ist an jeder Mittelschalung 4, 5 angeordnet. Je ein
Gegenstück zu den Hydraulikzylindern befindet sich an jeder Außenschalung; bei einer
Betätigung der Hydraulikzylinder werden die Außenschalungen in Richtung auf die Mittelschalung
gezogen.
[0027] Die Mittelschalungen 4, 5 liegen parallel zueinander sowie parallel und mit Abstand
zu den Seitenkanten des Aufliegers. Zwischen den Seitenkanten und den Mittelschalungen
können Schienenstücke in die Oberseite des Aufliegers 2 integriert sein, die sich
bis zu der jeweiligen Mittelschalung 4, 5 bzw. kurz vor der Mittelschalung erstrecken.
[0028] Die Schalungsvorrichtung 1 umfasst des Weiteren zwei Arbeitsplattformen 6, 7, die
sich jeweils an eine Längseite des Aufliegers 2 anschließen. Die Arbeitsplattformen
6, 7 sind separat vom Auflieger 2 ausgebildet und können aus einzelnen Komponenten
zusammengesetzt sein. An der Unterseite jeder Arbeitsplattform 6, 7 befinden sich
eine Reihe von höhenverstellbaren Füßen 8, die eine Höheneinstelleinrichtung bilden
und eine Anpassung bzw. einen Höhenausgleich bei unebenem Untergrund ermöglichen.
[0029] Jede Arbeitsplattform 6, 7 weist zwei Schienen 9, 10 auf, die sich quer zur Längserstreckung
des Aufliegers 2 und der Mittelschalungen 4, 5 erstrecken. Auf den Schienen 9, 10
sind mehrere Schalungen 11, 12, 13 verfahrbar, von denen die Schalung 11 eine Außenschalung
und die Schalungen 12, 13 Zwischenschalungen bilden. Die Außenschalung 11 liegt auf
der den Mittelschalungen 4, 5 abgewandten Seite, die Zwischenschalungen 12, 13 jeweils
zwischen der Außenschalung 11 und der Mittelschalung 4, 5. Die Schienen 9, 10 korrespondieren
bzw. fluchten mit den Schienenstücken, welche auf dem Auflieger 2 angebracht sind,
so dass zumindest die nächstliegende Zwischenschalung 13 über die Schiene 9, 10 auch
auf die Schienenstücke auf dem Auflieger 2 geschoben werden können. Die Außenschalung
11, die Mittelschalungen 4, 5 und die Zwischenschalungen 12, 13 sind vertikal angeordnet.
[0030] Es kann zweckmäßig sein, zumindest für die Außenschalung 11 einen elektromotorischen
Antrieb 14 vorzusehen, über den die Außenschalung 11 auf den Schienen 9, 10 verfahrbar
ist. Gegebenenfalls weisen auch die Zwischenschalungen 12, 13 einen elektromotorischen
Antrieb auf.
[0031] Die zentrale Einrichtung 3 auf dem Auflieger 2 umfasst des Weiteren eine Steuerungseinrichtung
sowie eine Hydraulikeinheit, die einen Hydraulikzylinder aufweist, der quer zur Ebene
der Schalungen verstellbar ist und dazu dient, die Außenschalung 11 sowie die Zwischenschalungen
12, 13 in ihrer Sollposition zu arretieren, so dass diese Schalungen den Gegendruck
aufnehmen können, welcher von dem eingefüllten Beton in den Aufnahmeräumen zwischen
benachbarten Schalungen erzeugt wird.
[0032] In die Schalungen sind zweckmäßigerweise Vibrationseinrichtungen integriert, bei
deren Betätigung eine Verdichtung des Betons erreicht wird.
[0033] Die Zwischenschalungen 12, 13 sowie die Außenschalung 11 werden in eine Position
verfahren entsprechend der gewünschten Dicke der Schalungen, welche zwischen jeweils
zwei parallel liegenden Schalungen hergestellt werden.
[0034] Zweckmäßigerweise sind alle oder ein Teil der Schalungen beheizbar ausgebildet, indem
Heizschlangen durch das Innere der Schalungen geführt sind, durch die ein Heizmedium
fließt. Je nach Temperatur des Heizmediums kann dieses auch zur Kühlung eingesetzt
werden.
[0035] Die Schalungsvorrichtung weist als weitere Einrichtung einen Portalkran 15 auf, der
ebenfalls eine eigenständige Einheit bildet und unabhängig von den weiteren Bauteilen
der Schalungsvorrichtung transportiert und in einer den Auflieger sowie die Arbeitsplattformen
übergreifenden Position aufgebaut wird. Am Portalkran 15 kann ein Betonierkübel transportiert
und in Position über den jeweiligen Betonaufnahmeraum zwischen zwei darunterliegenden
Schalungen gebracht werden. Der Portalkran 15 kann im Übrigen sämtliche schweren Lasten
transportieren, unter anderem Schalungen anheben und auf die Schienen auf den Arbeitsplattformen
stellen bzw. von diesen entfernen.
1. Transportable Schalungsvorrichtung zur Herstellung von Beton-Fertigteilen, mit mindestens
einer vertikalen Mittelschalung (4, 5) und mindestens einer vertikalen Außenschalung
(11), die einen zwischenliegenden Betonaufnahmeraum für ein zu fertigendes Beton-Fertigteil
begrenzen, wobei die Mittelschalung (4, 5) fest auf einem fahrbaren Auflieger (2)
angeordnet ist und die Außenschalung (11) auf Schienen (9, 10) auf einer verstellbaren
Arbeitsplattform (6, 7) verfahrbar ist, die an den Auflieger (2) angrenzt, jedoch
separat vom Auflieger (2) ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der die Mittelschalung (4, 5) tragende Auflieger (2) als ein Sattelauflieger für
einen Sattelschlepper oder als ein Anhänger ausgebildet ist.
2. Schalungsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass in den Auflieger (2) quer zur Mittelschalung (4, 5) Schienenabschnitte integriert
sind, die in der montierten Position mit den Schienen (9, 10) in der Arbeitsplattform
(6, 7) fluchten.
3. Schalungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwei parallele Mittelschalungen (4, 5) fest auf dem verfahrbaren Auflieger (2) angeordnet
sind und dass an beiden Seiten des Aufliegers (2) Arbeitsplattformen (6, 7) mit jeweils
einer auf Schienen (9, 10) verfahrbaren Außenschalung (11) anzuordnen sind.
4. Schalungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass auf der Arbeitsplattform (6, 7) zusätzlich zur Außenschalung (11) eine vertikale
Zwischenschalung (12, 13) angeordnet ist, die auf den Schienen (9, 10) verfahrbar
angeordnet ist.
5. Schalungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Auflieger (2) Träger eines Hydraulikaggregats ist, wobei mindestens ein Hydraulikzylinder
des Hydraulikaggregats mit einer Schalung auf der Arbeitsplattform (6, 7) koppelbar
ist, um die Schalung mit einer Zugkraft in Richtung des Aufliegers (2) zu beaufschlagen.
6. Schalungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass in mindestens eine Schalung (4, 5, 11, 12, 13) eine Heizeinrichtung integriert ist.
7. Schalungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass in mindestens eine Schalung (4, 5) auf dem Auflieger (2) eine Vibrationseinrichtung
integriert ist.
8. Schalungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Arbeitsplattform (6, 7) eine Höheneinstelleinrichtung aufweist.
9. Schalungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schalung auf der Arbeitsplattform (6, 7) elektromotorisch angetrieben und auf
den Schienen (9, 10) der Arbeitsplattform (6, 7) verfahrbar ist.
10. Schalungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Hebezeug, beispielsweise ein Portalkran (15), der Schalungsvorrichtung (1) zugeordnet
ist.
1. Transportable formwork device for producing prefabricated concrete parts, comprising
at least one vertical central formwork structure (4, 5) and at least one vertical
outer formwork structure (11) which delimit an intermediate concrete-receiving space
for a prefabricated concrete part to be made, wherein the central formwork structure
(4, 5) is arranged fixedly on a mobile support (2) and the outer formwork structure
(11) can be moved on rails (9, 10) on an adjustable working platform (6, 7) which
adjoins the support (2), but is designed separately from the support (2),
characterized in that
the support (2) carrying the central formwork structure (4, 5) is designed as a semitrailer
for a semitrailer tractor or as a trailer.
2. Formwork device according to Claim 1,
characterized in that
rail sections are integrated in the support (2) transversely to the central formwork
structure (4, 5) and, in the mounted position, are aligned with the rails (9, 10)
in the working platform (6, 7).
3. Formwork device according to Claim 1 or 2,
characterized in that
two parallel central formwork structures (4, 5) are arranged fixedly on the mobile
support (2), and in that working platforms (6, 7) each having an outer formwork structure (11) moveable on
rails (9, 10) can be arranged on both sides of the support (2).
4. Formwork device according to one of Claims 1 to 3,
characterized in that,
in addition to the outer formwork structure (11), a vertical intermediate formwork
structure (12, 13) which is arranged moveably on the rails (9, 10) is arranged on
the working platform (6, 7).
5. Formwork device according to one of Claims 1 to 4,
characterized in that
the support (2) is a bearer of a hydraulic unit, wherein at least one hydraulic cylinder
of the hydraulic unit can be coupled to a formwork structure on the working platform
(6, 7) in order to subject the formwork structure to a pulling force in the direction
of the support (2).
6. Formwork device according to one of Claims 1 to 5,
characterized in that
a heating device is integrated in at least one formwork structure (4, 5, 11, 12, 13).
7. Formwork device according to one of Claims 1 to 6,
characterized in that
a vibration device is integrated in at least one formwork structure (4, 5) on the
support (2).
8. Formwork device according to one of Claims 1 to 7,
characterized in that
the working platform (6, 7) has a height-adjusting device.
9. Formwork device according to one of Claims 1 to 8,
characterized in that
the formwork structure on the working platform (6, 7) is driven by electric motor
and is moveable on the rails (9, 10) of the working platform (6, 7).
10. Formwork device according to one of Claims 1 to 9, characterized in that
a hoist, for example a gantry crane (15), is assigned to the formwork device (1).
1. Dispositif de coffrage transportable pour la fabrication de pièces préfabriquées en
béton, comprenant au moins un coffrage central vertical (4, 5) et au moins un coffrage
extérieur vertical (11), qui délimitent un espace de réception de béton situé entre
eux pour la fabrication d'une pièce préfabriquée en béton, le coffrage central (4,
5) étant disposé fixement sur une remorque déplaçable (2) et le coffrage extérieur
(11) pouvant être déplacé sur des rails (9, 10) sur une plate-forme de travail réglable
(6, 7), qui est adjacente à la remorque (2) mais qui est réalisée de manière séparée
de la remorque (2),
caractérisé en ce que
la remorque (2) portant le coffrage central (4, 5) est réalisée sous forme de semi-remorque
pour un tracteur à semi-remorque ou sous forme de remorque.
2. Dispositif de coffrage selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
des portions de rail sont intégrées dans la remorque (2) transversalement au coffrage
central (4, 5), lesquelles, dans la position de montée, sont alignées avec les rails
(9, 10) dans la plate-forme de travail (6, 7).
3. Dispositif de coffrage selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
deux coffrages centraux parallèles (4, 5) sont disposés fixement sur la remorque déplaçable
(2) et en ce que des plates-formes de travail (6, 7) ayant chacune un coffrage extérieur (11) déplaçable
sur des rails (9, 10) doivent être disposées sur les deux côtés de la remorque (2).
4. Dispositif de coffrage selon l'une quelconque des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que
un coffrage intermédiaire vertical (12, 13) est disposé en plus du coffrage extérieur
(11) sur la plate-forme de travail (6, 7), lequel est disposé de manière à pouvoir
être déplacé sur les rails (9, 10).
5. Dispositif de coffrage selon l'une quelconque des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que
la remorque (2) est un support d'un groupe hydraulique, au moins un cylindre hydraulique
du groupe hydraulique pouvant être accouplé à un coffrage sur la plate-forme de travail
(6, 7), afin de solliciter le coffrage avec une force de traction dans la direction
de la remorque (2).
6. Dispositif de coffrage selon l'une quelconque des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce
qu'un dispositif de chauffage est intégré dans au moins un coffrage (4, 5, 11, 12, 13).
7. Dispositif de coffrage selon l'une quelconque des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce
qu'un dispositif de vibrations est intégré dans au moins un coffrage (4, 5) sur la remorque
(2).
8. Dispositif de coffrage selon l'une quelconque des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce que
la plate-forme de travail (6, 7) présente un dispositif d'ajustement en hauteur.
9. Dispositif de coffrage selon l'une quelconque des revendications 1 à 8,
caractérisé en ce que
le coffrage est entraîné sur la plate-forme de travail (6, 7) par un moteur électrique
et peut être déplacé sur les rails (9, 10) de la plate-forme de travail (6, 7).
10. Dispositif de coffrage selon l'une quelconque des revendications 1 à 9,
caractérisé en ce
qu'un engin de levage, par exemple une grue à portique (15), est associé au dispositif
de coffrage ( 1 ) .

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