[0001] Die Erfindung betrifft eine Trocknungsvorrichtung für eine Zwischenfarbwerkstrocknung
einer Druckmaschine sowie ein System mit der genannten Trocknungsvorrichtung. Ferner
bezieht sich die Erfindung auf ein Verfahren zum Betrieb der genannten Trocknungsvorrichtung.
[0002] Aus dem Stand der Technik ist es bekannt zwischen den Farbwerken einer Druckmaschine
Trocknungsvorrichtungen vorzusehen, um das auf das Substrat aufgebrachte Farbmittel
zu trocknen. Zudem ist es bekannt, dass die Trocknungsleistung der Trocknungsvorrichtung
von einem Bediener der Druckmaschine eingestellt wird. Die Trocknungsvorrichtung kann
in einer möglichen Ausgestaltung mit einem Gebläse ausgestattet sein, das Luft in
Richtung Substrat während der Trocknung zuführt. Aus dem Stand der Technik ist es
bekannt, dass der Bediener die Blasluftgeschwindigkeit und/oder die Blaslufttemperatur
individuell einstellen kann. Bei lösungsmittelbasierten Farbmitteln wird die zur Trocknung
verwendete Luftzuführung auch zum Abführen/Verdünnen der Lösungsmitteldämpfe verwendet.
An die Einstellung unterschiedlich aufgebauter Trocknungsvorrichtungen sind im Druckprozess
der Druckmaschine hohe Anforderungen zu stellen. Bereits beim Einrichten der Druckmaschine
hat der Bediener Einstellungen an der Trocknungsvorrichtung vorzunehmen, um nach möglichst
geringer Zeit und Anzahl von Makulaturläufen die erforderliche Qualität produzieren
zu können. Eine zu hoch gewählte Einstellung der Trocknerleistung bedingt nicht nur
einen hohen Energieverbrauch, sondern hierdurch kann auch nachteiligerweise der Druckprozess
negativ beeinflusst werden. Eine zu gering gewählte Einstellung der Trocknerleistung
ist ebenfalls zu vermeiden, da sonst die Gefahr eines Verschmierens des frisch gedruckten
Substrats während des Transportes über die rotierenden Zylinder entsteht.
[0003] Die
DE 10 2010 046 756 A1 offenbart eine Trocknungsvorrichtung einer Druckmaschine, bei der Substrat über eine
Zuführvorrichtung transportierbar und mit einem Farbmittel bedruckbar ist. Eine Luftzuführeinheit
dient zur Zuführung von Luft in Richtung Substrat, um eine Trocknung des Farbmittels
zu bewirken. Des Weiteren ist eine Absaugeinheit zur Abführung der Luft vorgesehen.
Die Trocknungsvorrichtung besitzt zwei Düseneinheiten zum Ausblasen von erwärmter
Blasluft auf die Oberfläche des zu trocknenden Materials. Die Düseneinheit weist einen
Ventilator auf, der über eine Steuerleitung mit einer zentralen Steuer- und Regeleinheit
verbunden ist. Der Ventilator dient zur Verdichtung der Blasluft, die aus der Düseneinheit
austritt.
[0004] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die oben genannten Nachteile zu vermeiden,
insbesondere eine Trocknungsvorrichtung, ein System mit einer Trocknungsvorrichtung
sowie ein Verfahren zum Betrieb einer Trocknungsvorrichtung zu schaffen, sodass signifikante
Energieeinsparungen beim Betreiben des Trocknungsvorganges erzielbar sind und gleichzeitig
eine hohe Druckqualität gewährleistet ist.
[0005] Die genannte Aufgabe wird durch eine Trocknungsvorrichtung mit sämtlichen Merkmalen
des Patentanspruches 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in
den abhängigen Ansprüchen angegeben. Zudem wird die Erfindung durch ein System mit
sämtlichen Merkmalen des Anspruches 4 gelöst. In den abhängigen Patentansprüchen 5
bis 8 sind vorteilhafte Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Systems vorgeschlagen.
Ferner wird die Aufgabe durch ein Verfahren gemäß sämtlicher Merkmale des Patentanspruches
9 gelöst. In den abhängigen Verfahrensansprüchen sind mögliche Ausführungsformen beschrieben.
[0006] Erfindungsgemäß ist eine Trocknungsvorrichtung für eine Zwischenfarbwerkstrocknung
einer Druckmaschine vorgesehen, bei der ein Substrat über rotierende Zylinder transportierbar
und mit Farbmittel bedruckbar ist, wobei die Trocknungsvorrichtung eine Luftzuführeinheit
zur Zuführung von Luft in Richtung Substrat aufweist, um eine Trocknung des Farbmittels
zu bewirken. Zudem weist die erfindungsgemäße Trocknungsvorrichtung eine Absaugeinheit
zur Abführung der Luft auf, wobei erfindungsgemäß eine Kontrolleinheit vorgesehen
ist, die in Abhängigkeit von Betriebsparametern derart die Luftzuführeinheit steuert
und/oder regelt, dass sich ändernde Trocknungszonen am Substrat einstellbar sind.
Besonders vorteilhaft ist, dass die Kontrolleinheit individuell vom Druckbild am Substrat
die sich bildenden Trocknungszonen einstellen und verändern kann. Zwischen jedem Farbwerk
der Druckmaschine ist vorteilhafterweise eine Trocknungsvorrichtung vorgesehen. Erfindungsgemäß
ist vorgesehen, dass unterschiedliche sich ändernde Trocknungszonen zwischen den Farbwerken
sich einstellen, da jedes Farbwerk individuell eigene Druckbilder auf das Substrat
aufbringt, die sich von den Druckbildern der übrigen Farbwerke unterscheiden. Bei
den Betriebsparametern kann es sich um Größen handeln, die bereits innerhalb der Druckmaschine,
insbesondere der Trocknungsvorrichtung gespeichert sind. Ebenfalls umfasst die Erfindung
Betriebsparameter, die während des Betriebes der Druckmaschine, insbesondere der Trocknungsvorrichtung
ermittelt und/oder gemessen und/oder errechnet werden. Auch eine Kombination der soeben
genannten Betriebsparameter ist ebenfalls denkbar. Bei der Druckmaschine kann es sich
z. B. um eine Flexodruckmaschine handeln, bei der erfindungsgemäß der Energieverbrauch
über die automatische Einstellung der Trocknungszonen wesentlich reduziert werden
kann, wobei gleichzeitig effektiv die im Farbmittel enthaltenen Lösemittel, wie z.
B. Ethanol, etc. effektiv dem Substrat entnommen werden können. Die Handhabe für den
Bediener wird ferner erheblich erleichtert, da die Trocknungsvorrichtung automatisch
die Trocknungsleistung in Abhängigkeit vom Druckbild, das durch das Farbmittel auf
dem Substrat definiert ist, einstellt. Somit kann eine intelligente Trocknungssteuerung
geschaffen werden, die zwischen jedem Farbwerk der Druckmaschine automatisch unterschiedliche
Trocknungszonen einstellt. Über die Betriebsparameter wird die Luftzuführeinheit und/oder
die Absaugeinheit intelligent gesteuert und/oder geregelt, sodass eine zu hoch gewählte
Einstellung oder zu niedrig gewählte Einstellung der Trocknerleistung nahezu ausgeschlossen
ist, wodurch der Energieaufwand der erfindungsgemäßen Trocknungsvorrichtung während
der Trocknung bzw. während des Betriebes der Druckmaschine optimierbar ist.
[0007] Erfindungsgemäß weist die Luftzuführeinheit bewegbare Klappen auf, wodurch eine verändernde
Strömungsrichtung für den Austritt der Luft aus der Luftzuführeinheit erzielbar ist.
Beispielsweise ist es denkbar, dass die Breite der Luftzuführeinheit im Wesentlichen
der Breite des Substrates entspricht. Ebenfalls kann es vorgesehen sein, dass die
Breite der Luftzuführeinheit individuell entsprechend der Breite des zu transportierenden
Substrates einstellbar ist. Dieses gilt entsprechend für die Absaugeinheit, die mit
der Luftzuführeinheit in einem gemeinsamen Bauteil angeordnet sein kann. Die Klappen
werden erfindungsgemäß über die Kontrolleinheit geregelt und/oder gesteuert, wobei
eine oder mehrere Klappen auch komplett geschlossen sein können, sodass an diesen
Stellen keine Luft aus der Trocknungsvorrichtung in Richtung Substrat strömen kann.
Je nach Stellung der Klappen kann die Strömungsrichtung der Luft individuell eingestellt
werden, wodurch unterschiedliche Trocknungszonen sich zwischen dem Substrat und der
Trocknungsvorrichtung, insbesondere der Luftzuführeinheit und/oder der Absaugeinheit
sich einstellen.
[0008] Vorteilhafterweise können mehrere Module vorgesehen sein, die jeweils einzeln eine
Luftzuführeinheit und eine Absaugeinheit aufweisen, wobei die Module individuell durch
die Kontrolleinheit ansteuerbar sind, insbesondere dass der Volumenstrom und/oder
die Temperatur und/oder die Strömungsrichtung der austretenden Luft in Richtung Substrat
jedes Moduls individuell einstellbar ist. Es ist denkbar, dass mittig eine Luftzuführeinheit
innerhalb der Trocknungsvorrichtung vorgesehen ist, die dafür sorgt, dass ein genügend
großer Volumenstrom Luft in Richtung Substrat strömen kann. Die Luftzuführeinheit
kann einen Zuführkanal aufweisen, durch den die Luft in Richtung Substrat strömt.
Dieser Zuführkanal kann durch eine oder mehrere Klappen geöffnet, geschlossen und/oder
teilweise geöffnet werden. Die Absaugeinheit kann einen oder mehrere Absaugkanäle
umfassen, durch die die Luft mit angereichertem Lösemittel abgesaugt werden kann.
Zum Beispiel ist es denkbar, dass mittig ein Zuführkanal in der Trocknungsvorrichtung
vorgesehen ist, wobei zwei Absaugkanäle in der Trocknungsvorrichtung vorgesehen sind,
zwischen denen der Zuführkanal verläuft.
[0009] Ebenfalls schließt die Erfindung mit ein, dass der Abstand zwischen dem Substrat
und der Trocknungsvorrichtung einstellbar ist, welches über die genannten Betriebsparameter
bestimmbar ist.
[0010] Die oben genannte Aufgabe wird ferner durch ein System mit sämtlichen Merkmalen des
unabhängigen Patentanspruches 4 gelöst. In den abhängigen Systemansprüchen sind mögliche
Ausführungsformen beschrieben.
[0011] Erfindungsgemäß wird ein System mit einer Trocknungsvorrichtung zur Zwischenfarbwerkstrocknung
einer Druckmaschine vorgeschlagen, bei der ein Substrat über rotierende Zylinder transportierbar
und mit Farbmittel bedruckbar ist, wobei über die Farbmittel ein Druckbild auf dem
Substrat aufbringbar ist. Das System weist eine Luftzuführeinheit zur Zuführung von
Luft in Richtung Substrat auf, um eine Trocknung des Farbmittels zu bewirken. Zudem
umfasst das System eine Absaugeinheit zur Abführung der Luft sowie eine Messeinheit,
mit der zumindest ein Teil von Betriebsparametern während des Betriebes der Druckmaschine
und/oder der Trocknungsvorrichtung bestimmbar ist. Erfindungsgemäß ist eine Kontrolleinheit
vorgesehen, die in Abhängigkeit von Betriebsparametern derart die Luftzuführeinheit
und/oder die Absaugeinheit steuert und/oder regelt, dass sich ändernde Trocknungszonen
am Substrat einstellbar sind. Besonders vorteilhaft ist, dass eine optimierte Trocknung
des Farbmittels zwischen den Farbwerken erzielbar ist, wobei gleichzeitig der Energieverbrauch
des Systems reduziert werden kann, da die Trocknungsvorrichtung individuell für jedes
Farbwerk gesteuert und/oder geregelt werden kann, wobei die Betriebsparameter die
Trocknungsleistung bzgl. jedes Farbwerks bestimmen. Die Vorteile der zuvor erwähnten
Trocknungsvorrichtung sind auch im Rahmen des erfindungsgemäßen Systems an dieser
Stelle ebenfalls anwendbar.
[0012] Vorteilhafterweise kann die Messeinheit einen optischen Sensor aufweisen, dessen
Messbereich auf das Substrat und/oder auf zumindest einen Zylinder gerichtet ist,
wobei insbesondere der optische Sensor eine Kameraeinheit und/oder ein Sensor zur
Erfassung des Glanzgrades des aufgetragenen Farbmittels ist. Über den optischen Sensor
ist ein oder mehrere Betriebsparameter messbar bzw. ermittelbar, wodurch zwischen
den Farbwerken die Trocknungszone und/oder Trocknungszonen eingestellt werden können.
Der optische Sensor kann z. B. eine Zeilenkamera sein. Der optische Sensor kann Informationen
über das Druckbild auf dem Substrat, die Größe der bedruckten Fläche auf dem Substrat
ermitteln. Zudem ist es ebenfalls denkbar, dass der Bedruckungsgrad des Druckbildes
über den optischen Sensor ermittelbar ist, wobei der Bedruckungsgrad über die Dichte
der auf dem Druckbild vorhandenen Rasterpunkte bestimmt wird. Hierbei ist es denkbar,
dass das Druckbild ein grobes Raster oder ein feines Raster aufweist, wodurch die
Farbe des Druckbildes einstellbar ist. Die Definition des Bedruckungsgrades ist beispielsweise
mit der Pixelauflösung beim Monitor vergleichbar. Der optische Sensor kann unmittelbar
auf das Substrat gerichtet sein, um direkt Informationen bzgl. des Druckbildes zu
erhalten, wobei diese Informationen als Betriebsparameter für die Einstellung der
Trocknungszonen dienen. Ebenfalls kann es vorgesehen sein, dass der optische Sensor
auf einen der Zylinder gerichtet ist, beispielsweise auf einen Formatzylinder und/oder
auf eine Rasterwalze der Druckmaschine, sodass auch bei dieser Ausführungsform Informationen
bzgl. des Druckbildes am Substrat herleitbar sind, die wiederum als Betriebsparameter
für die Kontrolleinheit dienen um individuell Trocknungszonen am Substrat einzustellen.
[0013] Ferner ist es denkbar, dass der Druckmaschine mindestens ein Farbbehälter zugeordnet
ist, in das das Farbmittel einbringbar ist, wobei der Farbbehälter eine Identifizierungseinheit
aufweist, aus der ein Farbrezepturcode herauslesbar ist, der als Betriebsparameter
für die Kontrolleinheit dient, insbesondere dass die Identifizierungseinheit einen
RFID-Chip aufweist, in dem der Farbrezepturcode gespeichert ist. Alternativ und/oder
zusätzlich kann eine Identifizierungseinheit für das Substrat vorgesehen sein, die
insbesondere an einem Träger des Substrates angeordnet ist oder die im oder am Substrat
angeordnet ist, wobei aus der Identifizierungseinheit ein Substratcode herauslesbar
ist. Neben der Farbrezeptur kann auch das Substrat als solches ein großer Einflussfaktor
für eine Einstellung der Trocknungsleistung sein. Der Farbrezepturcode sowie der Substratcode
können während des Betriebes der Druckmaschine automatisch herausgelesen werden und
der erfindungsgemäßen Trocknungsvorrichtung übermittelt werden, die anschließend eine
automatische Einstellung der Trocknungsleistung vornimmt.
[0014] Vorteilhafterweise kann die Messeinheit in der Absaugeinheit angeordnet sein, wodurch
die vom Substrat absaugbare Luft analysierbar ist. Die Messeinheit kann die Luft bzgl.
des Lösemittels messen, wobei anschließend auf die Farbrezeptur geschlossen werden
kann, welches ein Betriebsparameter für die Kontrolleinheit ist. Zum Beispiel ist
es denkbar, dass ein Gaschromatograph das in der Luft enthaltene Lösemittel bestimmt.
[0015] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Druckmaschine mehrere Farbwerke aufweist,
wobei jedem Farbwerk eine Trocknungsvorrichtung zugeordnet ist. Jede Trocknungsvorrichtung
kann aus unterschiedlichen Modulen ausgeführt sein, die jeweils einzeln für sich wiederum
eine Luftzuführeinheit sowie eine Absaugeinheit aufweisen können. Somit kann die Druckmaschine
mit einem Trocknungssystem mit einer Vielzahl an Trocknungsvorrichtungen ausgebildet
sein, die jeweils zwischen zwei Farbwerken den Trocknungsvorgang des auf das Substrat
aufgebrachte Farbmittel ausführen.
[0016] Es kann weiterhin zweckmäßig sein, einen Wärmetauscher innerhalb des Systems zu integrieren,
der entstehende Abwärme der Druckmaschine der Trocknungsvorrichtung zur Verfügung
stellt. Diese Abwärme kann der Luftzuführeinheit zur Verfügung gestellt werden, aus
der ein definierter Volumenstrom mit einer entsprechenden Temperatur produziert wird,
der in Richtung Substrat für den Trocknungsvorgang strömt.
[0017] Ein weiterer Vorteil der Erfindung ergibt sich, wenn ein Wärmetauscher vorgesehen
ist, der entstehende Abwärme der Druckmaschine der Trocknungsvorrichtung, insbesondere
der Luftzuführeinheit zur Verfügung stellt. Durch eine entsprechende Erhöhung der
Temperatur erfolgt eine Erhöhung der Wärmezufuhr in die Luft, die durch die Luftzuführeinheit
in Richtung Substrat geblasen wird, wodurch die Trocknung beschleunigt werden kann.
Durch den Einsatz eines Wärmetauschers kann der Energieaufwand des erfindungsgemäßen
Systems weiter optimiert werden.
[0018] Die oben genannte Aufgabe wird des Weiteren durch ein Verfahren zum Betrieb einer
Trocknungsvorrichtung gemäß sämtlicher Merkmale des unabhängigen Patentanspruches
9 gelöst. Hierbei wird ein Verfahren zur Zwischenfarbwerkstrocknung einer Druckmaschine
vorgeschlagen, bei der ein Substrat über rotierende Zylinder transportiert wird und
mit Farbmittel bedruckt wird. Erfindungsgemäß weist die Trocknungsvorrichtung eine
Luftzuführeinheit zur Zuführung von Luft in Richtung Substrat auf, um eine Trocknung
des Farbmittels zu bewirken. Zudem umfasst die Trocknungsvorrichtung eine Absaugeinheit
zur Abführung der Luft sowie eine Messeinheit, mit der zumindest ein Teil von Betriebsparametern
während des Betriebes der Druckmaschine bestimmt wird. Des Weiteren ist erfindungsgemäß
eine Kontrolleinheit vorgesehen, die in Abhängigkeit von Betriebsparametern derart
die Luftzuführeinheit steuert und/oder regelt, dass ändernde Trocknungszonen am Substrat
einstellbar sind. Besonders vorteilhaft ist, dass jede Trocknungsvorrichtung, die
zwischen jeweils zwei Farbwerken angeordnet ist, individuell eine Trocknungszone am
Substrat entstehen lässt, um gezielt eine Trocknung des Druckbildes bzw. des Farbmittels
auf dem Substrat zu erzielen, wobei durch den Trocknungsvorgang Lösemittel verdunsten
und durch die Absaugeinheit entfernt werden. Hierdurch kann gezielt der Energieaufwand
zum Betreiben der Trocknungsvorrichtung minimal gehalten werden, da in Abhängigkeit
von Betriebsparametern die Kontrolleinheit die Trocknungsleistung steuern kann. Das
bedeutet aber auch, dass jede Trocknungsvorrichtung mit unterschiedlichen Trocknungsleistungen
betrieben werden kann, da jedes Farbwerk unterschiedliche Farbmittel benutzt sowie
unterschiedliche Druckbilder, unterschiedliche Größen der Druckbilder, unterschiedliche
Schicht Dicken beim Farbmittelauftrag und/oder unterschiedliche Bedruckungsgrade entstehen
lässt, die über Betriebsparameter berücksichtigt werden, um optimale Trocknungszonen
am Substrat zwischen jedem Farbwerk einstellen zu können. Auch hier greifen die Vorteile,
die bereits für das erfindungsgemäße System bzw. für die erfindungsgemäße Trocknungsvorrichtung
beschrieben worden sind.
[0019] Vorteilhafterweise kann in Abhängigkeit vom auf dem Substrat aufgetragenen Farbmittel
die Trocknungsvorrichtung gesteuert werden, insbesondere die Luftzuführeinheit und/oder
die Absaugeinheit gesteuert werden. Vorteilhafterweise kann die Messeinheit beispielsweise
die Schichtdicke des Farbauftrages an Farbmittel und/oder die bedruckte Fläche an
Farbmittel und/oder den Bedruckungsgrad ermitteln, die als Betriebsparameter mit einfließen,
um die Trocknungszonen am Substrat einzustellen sowie letztendlich die Trocknungsleistung
der Trocknungsvorrichtung zwischen jedem Farbwerk zu bestimmen.
[0020] Ebenfalls ist es denkbar, dass zumindest ein Teil der Betriebsparameter über eine
Schnittstelle der Trocknungsvorrichtung und/oder der Druckmaschine übermittelt wird.
Beispielsweise ist es denkbar, dass der Farbrezepturcode und/oder der Substratcode
oder Daten über das Druckmotiv als Betriebsparameter über die sogenannte Schnittstelle
der Trocknungsvorrichtung und/oder der Druckmaschine eingelesen werden. Das Druckmotiv,
das beispielsweise am Formatzylinder, insbesondere am Klischee des Formatzylinders
angeordnet ist, kann in Form einer Bilddatei ausgewertet werden, welches als Betriebsparameter
mit einfließt, um individuelle Trocknungszonen am Substrat einzustellen. Die genannten
Bilddateien können bereits in digitaler Form vorliegen und über die Schnittstelle
der Trocknungsvorrichtung und/oder der Druckmaschine übermittelt werden.
[0021] Alternativ ist es denkbar, dass die Messeinheit das Druckmotiv am Formatzylinder
und/oder am Klischee des Formatzylinders ermittelt und hieraus digitale Daten erstellt,
die als Betriebsparameter zur Steuerung der Trocknungsvorrichtung ihre Verwendung
finden.
[0022] Erfindungsgemäß ist der Betriebsparameter zumindest eine der folgenden Größen:
- Ort und Größe des Farbmittelauftrages am Substrat und/oder am Zylinder;
- Trocknungsgeschwindigkeit des Farbmittels;
- Schichtdicke des Farbauftrages am Substrat;
- Bedruckungsgrad;
- Glanzgrad des Farbmittelauftrages am Zylinder und/oder am Substrat;
- Lösemittelanteil der Luft in der Absaugeinheit;
- Transportgeschwindigkeit des Substrates;
- Temperatur der Luft in der Absaugeinheit.
[0023] Vorteilhafterweise kann der Betriebsparameter zumindest eine der folgenden Größen
sein:
- Farbrezeptur des Farbmittels und/oder Material des Substrates;
- Temperatur der Luft in der Luftzuführeinheit.
[0024] Die genannten Betriebsparameter können beispielsweise direkt über die erfindungsgemäße
Messeinheit während des Betriebes der Druckmaschine ermittelt oder gemessen werden.
Ebenfalls besteht die Möglichkeit, dass über die Messung von definierten Größen mit
Hilfe der Messeinheit ein Teil der genannten Betriebsparameter errechnet oder über
Datenbanken, die im erfindungsgemäßen System hinterlegt sind, ermittelt werden. Über
die Betriebsparameter regelt erfindungsgemäß die Kontrolleinheit die Luftzuführeinheit
sowie die Absaugeinheit steuern und/oder regeln, das bedeutet, dass unter anderem
der Volumenstrom der Luft, die für den Trocknungsvorgang zuständig ist, entsprechend
eingestellt wird, wobei gleichzeitig eine Lufttemperaturregelung mit einfließen kann,
um eine zufriedenstellende Trocknung des Farbmittels zu erreichen. Falls die Trocknungsleistung
jedoch nicht ausreichen sollte, um ein gegebenes Druckbild bei einer eingestellten
Transportgeschwindigkeit des Substrates zu trocknen, kann die Kontrolleinheit derart
ausgelegt sein, dass die Transportgeschwindigkeit auf eine definierte Geschwindigkeit
herabgesetzt wird, bei der das Druckbild noch gerade getrocknet werden kann, bevor
es insbesondere in das nächste Farbwerk gelangt.
[0025] Weiterhin kann das erfindungsgemäße Verfahren derart ausgeführt sein, dass die Trocknungsvorrichtung
in einem Umluftverfahren betrieben wird oder in einem Umluftverfahren mit einem zuschaltbaren
Frischluftverfahren betrieben wird.
[0026] Vorteilhafterweise hat sich gezeigt, dass zufriedenstellende Trocknungsergebnisse
bei Lufttemperaturen zwischen 60° bis 90° erzielt werden können, wobei es nicht zu
Schädigungen am Substratmaterial führt. Hierbei ist zu beachten, dass unterschiedliche
Substratmaterialien zum Einsatz kommen können, wie beispielsweise Papier, Folie aus
Kunststoff etc. in Abhängigkeit vom Substratmaterial, welches als Betriebsparameter
in die Berechnung der Trocknungsleistung mit einfließt, kann neben der Einstellung
des Volumenstroms eine entsprechende Temperaturregelung für die jeweilige Trocknungszone
erfolgen.
[0027] Weiterhin kann es vorteilhaft sein, dass am Substrat und/oder an einem Formatzylinder
und/oder an einer Rasterwalze des Farbwerkes der Druckmaschine der Ort und Größe des
Farbmittelauftrages und/oder der Glanzgrad und/oder die Trocknungsgeschwindigkeit
bestimmt werden, wobei insbesondere der Ort und die Größe des Farbauftrages und/oder
die Trocknungsgeschwindigkeit über die Reflexion von Licht an der Oberfläche des Formatzylinders
und/oder der Rasterwalze bestimmt wird. Der Glanzgrad kann beispielsweise über einen
optischen Sensor gemessen werden. Beispielsweise kann der optische Sensor über die
Reflektion von Licht an der Farbmitteloberfläche auf der Rasterwalze und/oder am Formatzylinder
den Glanzgrad bestimmen. Das bedeutet, die Bereiche der Rasterwalze, bei denen keine
Farbe auf den Formatzylinder übertragen wird, weisen einen unterschiedlichen Glanzgrad
auf als die Bereiche, bei denen ein Farbübertrag auf den Formatzylinder erfolgt. Somit
kann auf den Ort und auf die Größe des Farbmittelauftrages auf das Substrat bzw. auf
das Druckbild geschlossen werden. Ebenfalls ist es denkbar, dass eine Abschätzung
der Trocknungsgeschwindigkeit durch Messen der Reflektion von Licht an der Farbmitteloberfläche
auf der Rasterwalze und/oder am Formatzylinder erfolgt, wobei beispielsweise Kennzahlen
oder Kennlinien in eine Art von Datenbank innerhalb des erfindungsgemäßen Systems
bereits abgelegt sind. Über Messpunkte, die eine Funktion der Reflektion von Licht
an der Farbmitteloberfläche und der Zeit sind, kann auf eine hierzu zugeordnete Trocknungsgeschwindigkeit
geschlossen werden. Die Trocknungsgeschwindigkeit stellt wiederum einen Betriebsparameter
dar, der die Trocknungsleistung der Trocknungsvorrichtung bestimmt, das bedeutet dass
anhand der Trocknungsgeschwindigkeit die Trocknungsvorrichtung den Volumenstrom, Temperatur
der Luft entsprechend einstellt, die die Luftzuführeinheit in Richtung Substrat verlässt
und durch die Absaugeinheit wieder abgeführt wird.
[0028] Erfindungsgemäß kann die Trocknungsvorrichtung in einem reinen Umluftverfahren betrieben
werden. Ebenfalls ist es denkbar, dass die Trocknungsvorrichtung in einem Umluftverfahren
mit einem zuschaltbaren Frischluftverfahren betrieben wird. Hierbei ist zu beachten,
dass im reinen Umluftverfahren die Luft sich stetig mit dem Lösemittel bei der Trocknung
anreichern kann, wobei mit höherem Anteil an Lösemittel in der Luft der Abtransport
des Lösemittels aus dem Farbmittel verschlechtert wird, wodurch die tatsächliche Trocknungsgeschwindigkeit
des Substrates sich verringert. Somit kann es sinnvoll sein, einen definierten Frischluftanteil
beizumischen, um die Konzentration des Lösemittels in der Umluft zu verringern. Nachteilig
kann sein, dass je nach Temperatur der Frischluft die Umluft wiederum aufzuheizen
ist, um eine gewünschte Trocknungsleistung am Substrat zu erzielen. Vorteilhafterweise
weist die Trocknungsvorrichtung einen Temperatursensor sowie eine Messeinheit auf,
die die Anteile an Lösemittel in der Luft bestimmen kann.
[0029] Ebenfalls ist es denkbar, dass zur Berechnung der erforderlichen Trocknungsleistung
der einzelnen Trocknungsvorrichtungen unterschiedliche Verfahren zum Einsatz kommen,
die hinsichtlich der zu erzielenden Trocknungsleistung aus den unterschiedlichen Verfahren
zu einem Sollwert zusammengefasst werden können. Hierdurch lassen sich Messfehler
in den einzelnen Verfahren reduzieren. Kann beispielsweise die bedruckte Fläche und/oder
der Bedruckungsgrad sowohl mit einem Sensor gemessen werden als auch aus einer Bilddatei
bestimmt werden, kann das erfindungsgemäße Verfahren, insbesondere die intelligente
Kontrolleinheit zur Steuerung und Regelung der einzelnen Trocknungsvorrichtungen die
gewichteten Mittel der gemessenen und der bestimmten Werte bzgl. der bedruckten Fläche
und/oder des Bedruckungsgrades verwenden. Beispielsweise kann der Wert der bedruckten
Fläche zu ungefähr 60% aus dem gemessenen Wert und ungefähr 40% aus dem der Bilddatei
bestimmten Wert zu einem Wert verdichtet werden.
[0030] Erfindungsgemäß kann der Bereich des Substrats, der durch die Trocknungsvorrichtung
getrocknet wird, auf den Bereich zur Trocknung beschränkt werden, der im vorhergehenden
Farbwerk oder den vorhergehenden Farbwerken bedruckt worden ist. Wird beispielsweise
in dem oder den vorhergehenden Farbwerken nur der rechte und der linke Rand des Substrats
bedruckt, kann die Luftzuführeinheit der nachfolgenden Trocknungsvorrichtung nur am
rechten und linken Rand aktiv sein. Je nach Komplexität des Druckbildes kann es auch
vorteilhaft sein während des Vorbeilaufens des Druckbildes an der Trocknungsvorrichtung
die Düsen oder Klappen zu öffnen bzw. zu schließen, um gezielt eine Luftströmung auf
die Bereiche des Substrats zu richten, die mit einem Druckbild versehen sind. Eine
Messeinheit kann hierfür vorgesehen sein, die die Größe und den Ort des Druckbildes
am Substrat zuvor bestimmt und der Kontrolleinheit mitteilt.
[0031] Erfindungsgemäß können Bilddaten des Klischees des Formatzylinders als Betriebsparameter
dienen, insbesondere um den Ort und die Größe, insbesondere das Druckbild am Substrat
zu ermitteln, welches durch einen Farbmittelauftrag erfolgt ist.
[0032] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnungen mögliche Ausführungsbeispiele
der Erfindung im Einzelnen beschrieben sind. Dabei können die in den Ansprüchen und
in der Beschreibung erwähnten Merkmale jeweils einzeln für sich oder in beliebiger
Kombination erfindungswesentlich sein. Es zeigen:
- Fig. 1.1
- eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Systems mit einer Druckmaschine,
die mit Trocknungsvorrichtungen zwischen den Farbwerken ausgeführt ist,
- Fig. 1.2
- eine weitere Alternative des in Figur 1.1 dargestellten Systems,
- Fig. 1.3
- eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Systems gemäß Figur 1.1
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung einer Trocknungsvorrichtung, die hinter einem Farbwerk
einer Druckmaschine angeordnet ist,
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung der Trocknungsvorrichtung, die mit einer Luftzuführeinheit
und einer Absaugeinheit ausgebildet ist,
- Fig. 4
- eine weitere Darstellung einer erfindungsgemäßen Trocknungsvorrichtung mit einer Luftzuführeinheit
sowie einer Absaugeinheit,
- Fig. 5
- eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Systems mit einer Trocknungsvorrichtung
und einer Messeinheit, die einer Rasterwalze zugeordnet ist,
- Fig. 6
- ein Diagramm, aus dem eine Abschätzung der Trocknungsgeschwindigkeit ermittelbar ist,
- Fig. 7
- eine weitere schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Systems mit einer Trocknungsvorrichtung,
die in Datenkommunikation mit einer Kontrolleinheit und einer Messeinheit steht,
- Fig. 8
- eine weitere Ansicht auf die in Figur 7 gezeigte Trocknungsvorrichtung und
- Fig. 9
- eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Bestimmung einer
optimalen Trocknungsleistung, die jedem Farbwerk zugeordnet ist.
[0033] In Figur 1.1 bis 1.3 ist jeweils eine erfindungsgemäße Druckmaschine 1 gezeigt, die
aus einer Vielzahl von Farbwerken 7 ausgebildet ist. In den dargestellten Figuren
sind exemplarisch fünf Farbwerke 7.1 bis 7.5 gezeigt, wobei die Anzahl der Farbwerke
7 ohne Weiteres variieren kann, welches den Kern der Erfindung nicht betrifft.
[0034] Zwischen den Farbwerken 7 ist eine erfindungsgemäße Trocknungsvorrichtung 10 jeweils
angeordnet. Die Druckmaschine 1 transportiert ein Substrat 2, welches beispielsweise
ein Papiermaterial, Papierbogen, eine Kunststofffolie etc. sein kann über rotierende
Zylinder 3.1, 3.2, 3.3, wobei die Farbwerke 7 ein Druckbild auf die Oberfläche des
Substrats 2 aufbringen. Hierbei wird ein Farbmittel 4 über die rotierenden Zylinder
3.1, 3.2, 3.3 auf die Oberfläche des Substrats 2 aufgebracht. In den gezeigten Ausführungsbeispielen
setzt sich jedes Farbwerk 7 aus einer Rasterwalze 3.1 und einem Formatzylinder 3.2
zusammen, wobei die Rasterwalze 3.1 die Farbmittel 4 aus einem Farbbehälter 31 erhält.
Die Druckmaschine 1 kann jedoch weitere konstruktive Ausgestaltungen hinsichtlich
der Art der rotierenden Zylinder, der Anzahl der Zylinder etc. aufweisen. Der wesentliche
Kern aller erfindungsgemäßen Ausführungsformen ist jedoch, dass eine erfindungsgemäße
Trocknungsvorrichtung 10 zwischen den Farbwerken 7 angeordnet ist, die in Abhängigkeit
von Betriebsparametern derart gesteuert wird, dass sich ändernde Trocknungszonen 13,
wie sie in Figur 8 beispielhaft gezeigt sind, am Substrat 2 einstellen, worauf im
Folgenden noch eingegangen wird.
[0035] Wie in Figur 2, Figur 3, Figur 7 und Figur 8 besonders verdeutlicht ist, weist die
Trocknungsvorrichtung 10 eine Luftzuführeinheit 11 und eine Absaugeinheit 12 auf,
die im vorliegenden Ausführungsbeispiel in einer Baugruppe integriert sind. Die Luftzuführeinheit
11 bewirkt eine Zuführung von Luft 5 in Richtung Substrat 2, um eine gezielte Trocknung
des Farbmittels 4 auf dem Substrat 2 zu erzielen. Die Luftzuführeinheit 11 weist einen
Zuführkanal 15 auf, der mittig zu der Absaugeinheit 12 verläuft, die dafür zuständig
ist, die Luft 5 abzuführen. Die Luftzuführeinheit 11 weist einen Zuführkanal 15 auf
und die Absaugeinheit 12 hingegen ist mit zwei zueinander beabstandeten Absaugkanälen
16 ausgeführt, wobei der Zuführkanal 15 zwischen den Absaugkanälen 16 verläuft. Während
der Trocknung entsteht eine Verdunstung der im Druckbild enthaltenden Lösemittel.
Die Luft 5 reichert sich mit den Lösemitteln an, die über die Absaugeinheit 12 abgesaugt
werden. Eine der Besonderheiten der Erfindung ist, dass die Trocknungsvorrichtung
10 eine Kontrolleinheit 20 aufweist, die in Abhängigkeit von Betriebsparametern B
derart die Luftzuführeinheit 11 und/oder die Absaugeinheit 12 steuert und/oder regelt,
dass sich hinsichtlich des aufgetragenen Druckbildes nach jedem Farbwerk 7 entsprechende
Trocknungszonen 13 gebildet werden, um eine optimierte und selektive Trocknung am
Substrat 2 zwischen den jeweiligen Farbwerken 7 zu erzielen. Hierdurch lässt sich
der Energieaufwand beim Betreiben der Druckmaschine 1 erheblich reduzieren, insbesondere
deswegen, weil unbedruckte Bereiche am Substrat 2 keine oder wenig Trocknung durch
die Trocknungsvorrichtung 10 erfahren.
[0036] Um jedoch eine optimale Trocknung zwischen den Farbwerken 7 zu bewirken sind eine
Vielzahl an Betriebsparametern B zu berücksichtigen, die für die Ermittlung der optimalen
Trocknungsleistung L notwendig sind, worauf im Folgenden nun eingegangen wird.
[0037] Gemäß Figur 2, Figur 4 und Figur 8 ist die Luftzuführeinheit 11 sowie die Absaugeinheit
12 quer zur Transportrichtung des Substrats 2 ausgerichtet. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel
ist die Trocknungsvorrichtung 10, die sich aus Luftzuführeinheit 11 und Absaugeinheit
12 zusammensetzt, stabartig ausgebildet. Die Breite der Transportvorrichtung 10 kann
größer sein als die Breite des Substrats 2, welches in Figur 2 veranschaulicht ist.
[0038] Gemäß Figur 4 ist zu erkennen, dass die Luftzuführeinheit 11 bewegbare Klappen 14
aufweist, wodurch über die jeweilige Stellung der Klappen 14 unterschiedliche Trocknungszonen
13 einstellbar sind. Wie in Figur 4 schematisch gezeigt weist die Trocknungsvorrichtung
10 mehrere Module 30.1, 30.2, 30.3 auf, die jeweils einzeln eine Luftzuführeinheit
11 und eine Absaugeinheit 12 aufweisen. Die Module 30.1, 30.2, 30.3 können individuell
ansteuerbar sein, sodass der Volumenstrom und/oder die Temperatur und/oder die Strömungsrichtung
der austretenden Luft 5 in Richtung Substrat 2 jedes Moduls 30.1, 30.2, 30.3 einstellbar
ist.
[0039] Die Klappen 14 können auf der dem Substrat 2 zugewandten Seite der Trocknungsvorrichtung
10 angeordnet sein, alternativ und/oder zusätzlich können die Klappen 14 auch an der
dem Substrat 2 abgewandten Seite der Trocknungsvorrichtung 10 angeordnet sein. Befinden
sich die Klappen 14 eines Moduls 30 in ihrer geschlossenen Stellung, erfolgt kein
Luftaustritt aus diesem Modul 30. Über diese Klappensteuerung kann somit gezielt über
die Breite des Substrats 2 eine effiziente Farbmitteltrocknung ausgeführt werden (siehe
Figur 8). Anhand von Betriebsparametern B bestimmt eine Kontrolleinheit 20 der Trocknungsvorrichtung
10 die Trocknungsleistung L der Trocknungsvorrichtung 10, welches schematisch in Figur
9 gezeigt ist. Um eine effiziente Trocknung zwischen den Farbwerken 7 durchzuführen,
ist es zunächst erforderlich die notwendigen Betriebsparameter B zu beschaffen, welches
im Bezugszeichen 60 visualisiert ist. Folgende Betriebsparameter B beeinflussen die
Trocknung bzw. die Einstellung der Trocknungsleistung der Trocknungsvorrichtung 10:
- Ort und Größe des Farbmittelauftrages am Substrat 2 und/oder am Zylinder;
- Trocknungsgeschwindigkeit des Farbmittels 4;
- Schichtdicke des Farbauftrages am Substrat 2;
- Bedruckungsgrad;
- Farbrezeptur des Farbmittels 4 und/oder Material des Substrates 2;
- Glanzgrad des Farbmittelauftrages am Zylinder 3.1 und/oder am Substrat 2;
- Lösemittelanteil der Luft 5 in der Absaugeinheit 12;
- Transportgeschwindigkeit des Substrates 2;
- Temperatur der Luft 5 in der Absaugeinheit 12 und/oder in der Luftzuführeinheit 11.
[0040] Beispielsweise ist es denkbar, dass ein Teil dieser genannten Betriebsparameter B
über eine Messung gemäß Bezugszeichen 50 (Figur 9) ermittelt werden. Hierfür kann
eine Messeinheit 40 vorgesehen sein, die beispielsweise mit einem optischen Sensor
41 ausgestaltet ist. Die Messeinheit 40 ist gemäß Figur 1.1 auf das Substrat 2 zwischen
jeweils zwei Farbwerken 7 gerichtet. Diese Messeinheit 40 kann den Ort und die Größe
des Farbmittelauftrages am Substrat 2 bestimmen, welches auch in Figur 7 schematisch
gezeigt ist. Anschließend werden diese Informationen der Kontrolleinheit 20 übermittelt,
die daraufhin die Trocknungsvorrichtung 10 bzgl. der Trocknungsleistung L entsprechend
einstellt. Gleichzeitig ist es denkbar, dass in Abhängigkeit von anderen Parametern
die Temperatur der in Richtung Substrat 2 strömenden Luft 5 innerhalb der Trocknungsvorrichtung
10 eingestellt und/oder geregelt wird. Gemäß Figur 8 ist schematisch gezeigt, dass
das erfindungsgemäße System mit einem Wärmetauscher 35 ausgeführt sein kann, der die
in der Druckmaschine 1 entstehende Abwärme der Trocknungsvorrichtung 10 bzw. der Luftzuführeinheit
11 zur Verfügung stellt.
[0041] Alternativ kann die Messeinheit 40 die Oberfläche des Formatzylinders 3.2 und/oder
die Oberfläche der Rasterwalze 3.1 optisch überprüfen, welches in Figur 1.2 bzw. Figur
1.3 gezeigt ist. Über die erfassten Bilddaten können Rückschlüsse auf den Ort und
die Größe des Druckbildes zwischen den Farbwerken 7 gemacht werden, sodass die Kontrolleinheit
20 eine entsprechende Steuerung und Regelung der Trocknungsvorrichtung 10 unternimmt.
[0042] In einem weiteren Ausführungsbeispiel gemäß Figur 6 ist es denkbar anhand einer Messung
der Reflektion von Licht an der Farboberfläche der Rasterwalze 3.1 und/oder des Formatzylinders
3.2 die Trocknungsgeschwindigkeit des Farbmittels 4 zu bestimmen. Die Messeinheit
40 gemäß Figur 1.2 bzw. Figur 1.3 ermittelt die Reflektion des Lichtes, wobei nun
anhand von bereits vorhandenen Messkurven unterschiedliche Trocknungsgeschwindigkeiten
durch die Kontrolleinheit 20 abgeschätzt werden können. In Figur 6 sind exemplarisch
drei im Wesentlichen übereinander liegende Messpunkte dargestellt. Der obere Messpunkt
liegt auf einer Trocknungsfunktion, die einer langsamen Trocknungsgeschwindigkeit
zugeordnet ist. Die mittlere Trocknungsfunktion stellt eine normale Trocknungsgeschwindigkeit
dar. Die untere Trocknungsfunktion stellt eine hohe Trocknungsgeschwindigkeit dar.
Da der Betriebsparameter der Trocknungsgeschwindigkeit ebenfalls eine wesentliche
Größe zur Beeinflussung der einzustellenden Trocknungsleistung der Trocknungsvorrichtung
10 ist, kann es sinnvoll sein auch Betriebsparameter erfindungsgemäß bei der selektiven
Energiezufuhr für den Trocknungsvorgang mit einzubeziehen.
[0043] Über die Messeinheit 40 kann des Weiteren der Bedruckungsgrad, der Glanzgrad und/oder
die Schichtdicke des Farbauftrages des Farbmittels 4 am Substrat 2 ermittelt werden,
die wie soeben beschrieben wesentliche Betriebsparameter B zur Ermittlung der Trocknungsleistung
L sein können. Ebenfalls kann über die Messeinheit 40 ein Lösemittelanteil der Luft
5 in der Absaugeinheit 12 ermittelt werden, wodurch beispielsweise die Trocknungsgeschwindigkeit
und/oder die erforderliche Trocknungsleistung L der Trocknungsvorrichtung 10 bestimmbar
ist.
[0044] Hinsichtlich der Figur 9 ist es ebenfalls denkbar, dass die Betriebsparameter B zumindest
zum Teil bereits dem erfindungsgemäßen System vorliegen (siehe Bezugszeichen 51).
Beispielsweise ist es denkbar, dass jeder Farbbehälter 31 eines jeden Farbwerkes 7
eine Identifizierungseinheit 32 aufweist, aus der ein Farbrezepturcode herauslesbar
ist, der als Betriebsparameter B für die Kontrolleinheit 20 dient. Hierbei kann die
Identifizierungseinheit 32 einen RFID-Chip aufweisen, indem der Farbrezepturcode gespeichert
ist. Über den Farbrezepturcode kann eine entsprechende Berücksichtigung bzgl. der
Trocknungsleistung L erfolgen. Auch für das Substrat 2 kann eine Identifizierungseinheit
im erfindungsgemäßen System vorgesehen sein, wie beispielsweise an einem Träger des
Substrats 2, insbesondere an seinem Wickel angeordnet sein kann. Die Identifizierungseinheit
kann ferner im oder am Substrat 2 direkt angeordnet sein, wobei aus der Identifizierungseinheit
ein Substratcode herauslesbar ist, den die Kontrolleinheit 20 für die Berücksichtigung
der Trocknungsleistung L erhält.
[0045] Gemäß Figur 1.2 ist es denkbar, dass die Messeinheit 40, die dem Formatzylinder 3.2
zugeordnet ist, bewegbar und/oder schwenkbar ist, sodass in einer anderen Stellung
die Messeinheit 40 auch auf das Substrat 2 und somit auf das Druckbild gerichtet sein
kann oder auch eine Stellung einnehmen kann, in der die Rasterwalze 3.1 optisch analysiert
und/oder überwacht werden kann.
[0046] Der Farbrezepturcode kann über die Identifizierungseinheit 32 herausgelesen werden
und der Kontrolleinheit 20 übermittelt werden.
[0047] Die Beschaffung der notwendigen Betriebsparameter (Bezugszeichen 60) kann somit gemäß
der beschriebenen Verfahren 50, 51, 52 aus Figur 9 erfolgen. Die Eingabe von Betriebsparametern
(Bezugszeichen 52) kann z. B. über eine nicht explizit dargestellte Schnittstelle
durch den Bediener der Druckmaschine 1 erfolgen. Anschließend erfolgt durch die Kontrolleinheit
20 eine optimale Einstellung der jeweiligen Trocknungsvorrichtung 10, um selektiv
und energieoptimiert das Substrat 2 über die sich ändernden Trocknungszonen 13 zu
trocknen.
[0048] In Figur 5 ist im Wesentlichen das Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1.3 gezeigt, bei
dem die Trocknungsvorrichtung 10 auf das Substrat 2 gerichtet ist und gleichzeitig
die Messeinheit 40 die Oberfläche der Rasterwalze 3.1 analysiert, wie bereits zuvor
beschrieben. Die optische Überprüfung der Oberfläche der Rasterwalze 3.1 kann über
einen Reflektionssensor, Glanzsensor oder über eine Kameraeinheit, insbesondere Zahlenkamera
erfolgen.
[0049] Wie in Figur 9 schematisch dargestellt ist, erfolgt für jede Trocknungsvorrichtung
10 eine individuelle Ermittlung der Trocknungsleistung L, sodass zwischen den Farbwerken
7 unterschiedliche Trocknungszonen 13 sich einstellen. Das bedeutet, dass auch innerhalb
einer Trocknungsvorrichtung 10 in Abhängigkeit vom sich bewegenden Substrat 2 die
Trocknungszonen 13 gemäß Figur 8 variieren können, dass bedeutet, dass die Anzahl
der Trocknungszonen steigen oder fallen kann bzw. die Größe der Trocknungszonen ebenfalls
variieren kann. Dieses ist abhängig von den oben genannten Betriebsparametern, insbesondere
von Ort und Größe des Farbmittelauftrages, der Schichtdicke des Farbauftrages, Bedruckungsgrad,
der Farbrezeptur des Farbmittels 4, dem Material des Substrats 2, dem Lösemittelanteil
des Farbmittels 4, der Transportgeschwindigkeit des Substrats 2 etc.
[0050] Je nach der ermittelten Größe der Trocknungsleistung L, die für jede Trocknungsvorrichtung
10 einzustellen ist, kann es notwendig sein, zusätzlich die Temperatur der Luft 5
in der Luftzuführeinheit 11 einzustellen und/oder auch die Transportgeschwindigkeit
des Substrates 2 entsprechend anzupassen.
[0051] In einer nicht explizit dargestellten Ausführungsform kann es ebenfalls vorgesehen
sein, dass die Kontrolleinheit 20 zentral in und/oder an der Druckmaschine oder in
einer der Trocknungsvorrichtungen 10 angeordnet ist, die für sämtliche Trocknungsvorrichtungen
10 die erforderliche Trocknungsleistung L bestimmt. Ebenfalls ist es denkbar, dass
die Messeinheit 40 sowie die Trocknungsvorrichtung 10 in einem gemeinsamen Bauteil
integriert sind.
Bezugszeichenliste
[0052]
- 1
- Druckmaschine
- 2
- Substrat
- 3.1
- Zylinder, Rasterwalze
- 3.2
- Formatzylinder
- 3.3
- Druckzylinder
- 4
- Farbmittel
- 5
- Luft
- 7
- Farbwerk
- 7.1
- Farbwerk
- 7.2
- Farbwerk
- 7.3
- Farbwerk
- 7.4
- Farbwerk
- 7.5
- Farbwerk
- 10
- Trocknungsvorrichtung
- 11
- Luftzuführeinheit
- 12
- Absaugeinheit
- 13.1
- Trocknungszone
- 13.2
- Trocknungszone
- 13.3
- Trocknungszone
- 14
- Klappe
- 15
- Zuführkanal
- 16
- Absaugkanal
- 20
- Kontrolleinheit
- 30.1
- Modul
- 30.2
- Modul
- 30.3
- Modul
- 31
- Farbbehälter
- 32
- Identifizierungseinheit
- 35
- Wärmetauscher
- 40
- Messeinheit
- 41
- optischer Sensor, Kamera
- 50
- Messung von Betriebsparametern
- 51
- Vorliegen von Betriebsparametern
- 52
- Eingabe von Betriebsparametern
- 60
- Beschaffung von Betriebsparametern
- 70
- Ermittlung der Trocknungsleistung L
- B
- Betriebsparameter
- L
- Trocknungsleistung
1. Trocknungsvorrichtung (10), für eine Zwischenfarbwerkstrocknung, die zwischen Farbwerken
einer Druckmaschine (1) anordbar ist, bei der ein Substrat (2) über rotierende Zylinder
(3.1, 3.2, 3.3) transportierbar und mit Farbmittel (4) bedruckbar ist, mit einer Luftzuführeinheit
(11) zur Zuführung von Luft (5) in Richtung Substrat (2), um eine Trocknung des Farbmittels
(4) zu bewirken,
einer Absaugeinheit (12) zur Abführung der Luft (5),
einer Kontrolleinheit (20), die in Abhängigkeit von Betriebsparametern (B) derart
die Luftzuführeinheit (11) steuert und/oder regelt, dass sich ändernde Trocknungszonen
(13.1, 13.2, 13.3) am Substrat (2) einstellbar sind, wobei die Luftzuführeinheit (11)
bewegbare Klappen (14) aufweist, wodurch eine verändernde Strömungsrichtung für den
Austritt der Luft (5) aus der Luftzuführeinheit (11) erzielbar ist,
wobei der Betriebsparameter (B) zumindest eine der folgenden Größen ist:
- Ort und Größe des Farbmittelauftrages am Substrat (2) und/oder am Zylinder;
- Trocknungsgeschwindigkeit des Farbmittels (4);
- Schichtdicke des Farbauftrages am Substrat (2);
- Bedruckungsgrad;
- Glanzgrad des Farbmittelauftrages am Zylinder (3.1) und/oder am Substrat (2);
- Lösemittelanteil der Luft (5) in der Absaugeinheit (12);
- Transportgeschwindigkeit des Substrates (2);
- Temperatur der Luft (5) in der Absaugeinheit (12).
2. Trocknungsvorrichtung (10) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Luftzuführeinheit (11) quer zur Transportrichtung des Substrates (2) ausgerichtet
ist, wobei insbesondere die Luftzuführeinheit (11) stabartig ausgebildet ist.
3. Trocknungsvorrichtung (10) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass mehrere Module (30.1, 30.2, 30.3) vorgesehen sind, die jeweils einzeln eine Luftzuführeinheit
(11) und eine Absaugeinheit (12) aufweisen, wobei die Module (30.1, 30.2, 30.3) individuell
durch die Kontrolleinheit (20) ansteuerbar sind, insbesondere dass der Volumenstrom
und/oder die Temperatur und/oder die Strömungsrichtung der austretenden Luft (5) in
Richtung Substrat (2) jedes Moduls (30.1, 30.2, 30.3) individuell einstellbar ist.
4. System mit einer Druckmaschine (1) und einer Trocknungsvorrichtung (10) zur Zwischenfarbwerkstrocknung
der Druckmaschine (1), bei der ein Substrat (2) über rotierende Zylinder (3.1, 3.2,
3.3) transportierbar und mit Farbmittel (4) bedruckbar ist, mit einer Luftzuführeinheit
(11) zur Zuführung von Luft (5) in Richtung Substrat (2), um eine Trocknung des Farbmittels
(4) zu bewirken,
einer Absaugeinheit (12) zur Abführung der Luft (5),
einer Messeinheit (40), mit der zumindest ein Teil von Betriebsparametern (B) während
des Betriebs der Druckmaschine (1) bestimmbar ist, und
einer Kontrolleinheit (20), die in Abhängigkeit von Betriebsparametern (B) derart
die Luftzuführeinheit (11) steuert und/oder regelt, dass sich ändernde Trocknungszonen
(13.1, 13.2, 13.3) am Substrat (2) einstellbar sind, wobei die Luftzuführeinheit (11)
bewegbare Klappen (14) aufweist, wodurch eine verändernde Strömungsrichtung für den
Austritt der Luft (5) aus der Luftzuführeinheit (11) erzielbar ist, wobei die Druckmaschine
(1) mehrere Farbwerke (7.1, 7.2, 7.3, 7.4, 7.5) aufweist, wobei jedem Farbwerk (7)
eine Trocknungsvorrichtung (10) zugeordnet ist,
wobei der Betriebsparameter (B) zumindest eine der folgenden Größen ist:
- Ort und Größe des Farbmittelauftrages am Substrat (2) und/oder am Zylinder;
- Trocknungsgeschwindigkeit des Farbmittels (4);
- Schichtdicke des Farbauftrages am Substrat (2);
- Bedruckungsgrad;
- Glanzgrad des Farbmittelauftrages am Zylinder (3.1) und/oder am Substrat (2);
- Lösemittelanteil der Luft (5) in der Absaugeinheit (12);
- Transportgeschwindigkeit des Substrates (2);
- Temperatur der Luft (5) in der Absaugeinheit (12).
5. System nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Messeinheit (40) einen optischen Sensor (41) aufweist, dessen Messbereich auf
das Substrat (2) und/oder auf zumindest einen Zylinder (3.1, 3.2, 3.3) gerichtet ist,
wobei insbesondere der optische Sensor (41) eine Kameraeinheit und/oder ein Sensor
zur Erfassung des Glanzgrades des aufgetragenen Farbmittels (4) ist.
6. System nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Druckmaschine (1) mindestens ein Farbbehälter (31) zugeordnet ist, in das das
Farbmittel (4) einbringbar ist, wobei der Farbbehälter (31) eine Identifizierungseinheit
(32) aufweist, aus der ein Farbrezepturcode herauslesbar ist, der als Betriebsparameter
(B) für die Kontrolleinheit (20) dient, insbesondere dass die Identifizierungseinheit
(32) einen RFID-Chip aufweist, in dem der Farbrezepturcode gespeichert ist.
7. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Identifizierungseinheit für das Substrat (2) vorgesehen ist, die insbesondere
an einem Träger des Substrates (2) angeordnet ist oder die im oder am Substrat (2)
angeordnet ist, wobei aus der Identifizierungseinheit ein Substratcode herauslesbar
ist.
8. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Messeinheit (40) in der Absaugeinheit (12) angeordnet ist, wodurch die vom Substrat
(2) absaugbare Luft (5) analysierbar ist, und/oder dass ein Wärmetauscher (35) vorgesehen
ist, der entstehende Abwärme der Druckmaschine (1) der Luftzuführeinheit (11) zur
Verfügung stellt.
9. Verfahren zum Betrieb einer Trocknungsvorrichtung (10) zur Zwischenfarbwerkstrocknung
einer Druckmaschine (1), bei der ein Substrat (2) über rotierende Zylinder (3.1, 3.2,
3.3) transportiert wird und mit Farbmittel (4) bedruckt wird, mit
einer Luftzuführeinheit (11) zur Zuführung von Luft (5) in Richtung Substrat (2),
um eine Trocknung des Farbmittels (4) zu bewirken,
einer Absaugeinheit (12) zur Abführung der Luft (5),
einer Messeinheit (40), mit der zumindest ein Teil von Betriebsparametern (B) während
des Betriebs der Druckmaschine (1) bestimmt wird, und einer Kontrolleinheit (20),
die in Abhängigkeit von Betriebsparametern (B) derart die Luftzuführeinheit (11) steuert
und/oder regelt, dass ändernde Trocknungszonen (13.1, 13.2, 13.3) am Substrat (2)
einstellbar sind, wobei in Abhängigkeit vom auf dem Substrat (2) aufgetragenen Farbmittel
(4) die Trocknungsvorrichtung (10) gesteuert wird, insbesondere die Luftzuführeinheit
(11) und/oder die Absaugeinheit (12) gesteuert werden, wobei die Luftzuführeinheit
(11) bewegbare Klappen (14) aufweist, wodurch eine verändernde Strömungsrichtung für
den Austritt der Luft (5) aus der Luftzuführeinheit (11) erzielbar ist, wobei der
Betriebsparameter (B) zumindest eine der folgenden Größen ist:
- Ort und Größe des Farbmittelauftrages am Substrat (2) und/oder am Zylinder;
- Trocknungsgeschwindigkeit des Farbmittels (4);
- Schichtdicke des Farbauftrages am Substrat (2);
- Bedruckungsgrad;
- Glanzgrad des Farbmittelauftrages am Zylinder (3.1) und/oder am Substrat (2);
- Lösemittelanteil der Luft (5) in der Absaugeinheit (12);
- Transportgeschwindigkeit des Substrates (2);
- Temperatur der Luft (5) in der Absaugeinheit (12).
10. Verfahren nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest ein Teil der Betriebsparameter (B) über eine Schnittstelle der Trocknungsvorrichtung
(10) und/oder der Druckmaschine (1) übermittelt wird und/oder dass die Trocknungsvorrichtung
(10) in einem Umluftverfahren betrieben wird oder in einem Umluftverfahren mit einem
zuschaltbaren Frischluftverfahren betrieben wird.
11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Betriebsparameter (B) zumindest eine der folgenden Größen ist:
- Farbrezeptur des Farbmittels (4) und/oder Material des Substrates (2);
- Temperatur der Luft (5) in der Luftzuführeinheit (11).
12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass am Substrat (2) und/oder an einem Formatzylinder (3.2) und/oder an einer Rasterwalze
(3.1) des Farbwerkes (7.1, 7.2, 7.3, 7.4, 7.5) der Druckmaschine (1) der Ort und Größe
des Farbmittelauftrages und/oder der Glanzgrad und/oder die Trocknungsgeschwindigkeit
bestimmt werden, wobei insbesondere der Ort und die Größe des Farbauftrages und/oder
die Trocknungsgeschwindigkeit über die Reflexion von Licht an der Oberfläche des Formatzylinders
(3.2) und/oder der Rasterwalze (3.1) bestimmt wird.
13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass Bilddaten des Klischees des Formatzylinders (3.2) als Betriebsparameter (B) dienen,
insbesondere um den Ort des Farbmittelauftrages am Substrat (2) zu ermitteln.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 13 zum Betreiben eines System nach einem
der Ansprüche 4 bis 8 und/oder zum Betreiben einer Trocknungsvorrichtung (10) nach
einem der Ansprüche 1 bis 3.
1. A drying device (10), for drying between inking units, which can be arranged between
inking units of a printing machine (1), in which a substrate (2) can be transported
via rotating cylinders (3.1, 3.2, 3.3) and can be printed with coloring agents (4),
said drying device comprising an air supply unit (11) for supplying air (5) in the
direction of the substrate (2), in order to dry the coloring agent (4),
a suction unit (12) for evacuating the air (5),
a control unit (20), which controls and/or regulates the air supply unit (11) depending
on the operational parameters (B) in such a manner that drying zones (13. 1, 13.2,
13.3) on the substrate (2), which can change, can be adjusted, wherein the air supply
unit (11) has movable flaps (14), whereby a changing flow direction for the exit of
the air (5) from the air supply unit (11) can be achieved, wherein the operational
parameter (B) is at least one of the following variables:
- location and size of the coloring agent application on the substrate (2) and/or
on the cylinder;
- drying speed of the coloring agent (4);
- layer thickness of the ink application on the substrate (2);
- degree of printing;
- degree of gloss of the coloring agent application on the cylinder (3.1) and/or on
the substrate (2);
- solvent content of the air (5) in the suction unit (12);
- transport speed of the substrate (2);
- temperature of the air (5) in the suction unit (12).
2. A drying device (10) according to Claim 1,
characterized in,
that the air supply unit (11) is aligned transversely to the transport direction of the
substrate (2), wherein in particular the air supply unit (11) is designed to be rod-like.
3. A drying device (10) according to Claim 1 or 2,
characterized in,
that a plurality of modules (30.1, 30.2, 30.3) are provided, which in each case separately
have an air supply unit (11) and a suction unit (12), wherein the modules (30.1, 30.2,
30.3) are individually controllable by means of the control unit (20), in particular,
that the volume flow and/or the temperature and/or the flow direction of the exiting
air (5) in the direction of the substrate (2) of each module (30.1, 30.2, 30.3) can
be individually adjusted.
4. A system with a printing machine (1) and a drying device (10) for drying between inking
units of the printing machine (1), in which a substrate (2) can be transported via
rotating cylinders (3.1, 3.2, 3.3) and can be printed with coloring agents (4), comprising
an air supply unit (11) for supplying air (5) in the direction of the substrate (2),
in order to dry the coloring agent (4),
a suction unit (12) for evacuating the air (5),
a measuring unit 40), with which at least one part of the operational parameters (B)
can be determined during the operation of the printing machine (1),
a control unit (20), which controls and/or regulates the air supply unit (11) depending
on the operational parameters (B) in such a manner that drying zones (13. 1, 13.2,
13.3) on the substrate (2), which can change, can be adjusted, wherein the air supply
unit (11) has movable flaps (14), whereby a changing flow direction for the exit of
the air (5) from the air supply unit (11) can be achieved, wherein the printing machine
(1) has a plurality of inking units (7.1, 7.2, 7.3, 7.4, 7.5),
wherein a drying device (10) is assigned to each ink unit (7),
wherein the operational parameter (B) is at least one of the following variables:
- location and size of the coloring agent application on the substrate (2) and/or
on the cylinder;
- drying speed of the coloring agent (4);
- layer thickness of the ink application on the substrate (2);
- degree of printing;
- degree of gloss of the coloring agent application on the cylinder (3.1) and/or on
the substrate (2);
- solvent content of the air (5) in the suction unit (12);
- transport speed of the substrate (2);
- temperature of the air (5) in the suction unit (12).
5. A system according to Claim 4,
characterized in
that the measuring unit (40) has an optical sensor (41), the measuring range of which
is directed to the substrate (2) and/or to at least one cylinder (3.1, 3.2, 3.3),
wherein in particular the optical sensor (41) is a camera unit and/or a sensor for
detecting the degree of gloss of the applied coloring agent (4).
6. A system according to Claim 4 or 5,
characterized in,
that at least one ink container (31) is assigned to the printing machine (1), into which
the coloring agent (4) can be introduced, wherein the ink container (31) has an identification
unit (32), from which a color formula code can be read out, which serves as operational
parameter (B) for the control unit (20), in particular that the identification unit
(32) has a RFID chip, in which the color formula code is stored.
7. A system according to any one of the preceding claims,
characterized in,
that an identification unit is provided for the substrate (2), which in particular is
arranged on a carrier of the substrate (2) or which is arranged in or on the substrate
(2), wherein a substrate code can be read out from the identification unit.
8. A system according to any one of the preceding claims,
characterized in,
that the measuring unit (40) is arranged in the suction unit (12), whereby the air (5)
which can be extracted from the substrate (2) can be analyzed, and/or that a heat
exchanger (35) is provided, which provides resulting waste heat of the printing machine
(1) to the air supply unit (11).
9. A method for operating a drying device (10) for drying between inking units of a printing
machine (1), in which a substrate (2) is transported via rotating cylinders (3.1,
3.2, 3.3), said drying device comprising
an air supply unit (11) for supplying air (5) in the direction of the substrate (2),
in order to dry the coloring agent (4),
a suction unit (12) for evacuating the air (5),
a measuring unit (40), with which at least one part of operational parameters (B)
is determined during the operation of the printing machine (1), and
a control unit (20), which controls and/or regulates the air supply unit (11) depending
on the operational parameters (B) in such a manner that changing drying zones (13.
1, 13.2, 13.3) on the substrate (2) can be adjusted, wherein the drying device (10)
is controlled depending on the coloring agent (4) applied to the substrate (2), in
particular the air supply unit (11) has movable flaps (14), whereby a changing flow
direction for the exit of the air (5) from the air supply unit (11) can be achieved,
wherein the operational parameter (B) is one of the following variables:
- location and size of the coloring agent application on the substrate (2) and/or
on the cylinder;
- drying speed of the coloring agent (4);
- layer thickness of the ink application on the substrate (2);
- degree of printing;
- degree of gloss of the coloring agent application on the cylinder (3.1) and/or on
the substrate (2);
- solvent content of the air (5) in the suction unit (12);
- transport speed of the substrate (2);
- temperature of the air (5) in the suction unit (12).
10. A method according to Claim 9,
characterized in,
that at least one part of the operational parameter (B) is transmitted via an interface
of the drying device (10) and/or the printing machine (1) and/or that the drying device
(10) is operated in an air recirculation process or is operated in an air recirculation
process with a switchable fresh air process.
11. A method according to Claim 9 or 10,
characterized in,
that the operating parameter (B) is at least one of the following variables:
- Color formula of the coloring agent (4) and/or material of the substrate (2);
- temperature of the air (5) in the air supply unit (11).
12. A method according to any one of the preceding claims,
characterized in,
that on the substrate (2) and/or on a format cylinder (3.2) and/or on a screen roller
(3.1) of the inking units (7.1, 7.2, 7.3, 7.4, 7.5) of the printing machine (1) the
location and size of the coloring agent application and/or of the degree of gloss
and/or the drying speed is determined, wherein in particular, the location and the
size of the ink application and/or the drying speed is determined via the reflection
of light on the surface of the format cylinder (3.2) and/or the screen roller (3.1).
13. A method according to any one of the preceding claims,
characterized in,
that image data of the plate of the format cylinder (3.2) serves as operational parameter
(B), in particular, in order to determine the location of the coloring agent application
on the substrate (2).
14. A method according to any one of Claims 9 to 13 for operating a system according to
any one of Claims 4 to 8 and/or for operating a drying device (10) according to any
one Claims 1 to 3.
1. Dispositif de séchage (10) pour un séchage intermédiaire de dispositifs d'encrage,
qui peut être disposé entre des dispositifs d'encrage d'une imprimante (1), dans lequel
un substrat (2) peut être transporté par l'intermédiaire de cylindres rotatifs (3.1,
3.2, 3.3) et peut être imprimé avec des encres (4), avec une unité d'alimentation
en air (11) pour l'introduction d'air (5) en direction du substrat (2), afin de provoquer
un séchage de l'encre (4),
une unité d'aspiration (12) pour l'évacuation de l'air (5),
une unité de contrôle (20) qui commande et/ou régule l'unité d'alimentation en air
(11) en fonction de paramètres de fonctionnement (B) de façon à ce que des zones de
séchage variables (13.1, 13.2, 13.3) puissent être réglées sur le substrat (2), l'unité
d'alimentation en air (11) comprenant des clapets mobiles (14) qui permettent d'obtenir
une direction d'écoulement variable pour la sortie de l'air (5) hors de l'unité d'alimentation
en air (11),
le paramètre de fonctionnement (B) étant au moins une des grandeurs suivantes :
- lieu et taille de l'application de l'encre sur le substrat (2) et/ou sur le cylindre
;
- vitesse de séchage de l'encre (4) ;
- épaisseur de couche de l'application de l'encre sur le substrat (2) ;
- degré d'impression ;
- degré de brillance de l'application d'encre sur le cylindre (3.1) et/ou sur le substrat
(2) ;
- part de solvant dans l'air (5) dans l'unité d'aspiration (12) ;
- vitesse de transport du substrat (2) ;
- température de l'air (5) dans l'unité d'aspiration (12).
2. Dispositif de séchage (10) selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'unité d'alimentation en air (11) est orientée transversalement par rapport à la
direction de transport du substrat (2), plus particulièrement l'unité d'alimentation
en air (11) étant conçue sous la forme d'une barre.
3. Dispositif de séchage (10) selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
plusieurs modules (30.1, 30.2, 30.3) sont prévus, qui comprennent chacun une unité
d'alimentation en air (11) et une unité d'aspiration (12), les modules (30.1, 30.2,
30.3) pouvant être contrôlés individuellement par l'unité de contrôle (20), plus particulièrement
le débit volumique et/ou la température et/ou la direction d'écoulement de l'air sortant
(5) en direction du substrat (2) de chaque module (30.1, 30.2, 30.3) pouvant être
réglés individuellement.
4. Système avec une imprimante (1) et un dispositif de séchage (10) pour le séchage intermédiaire
de dispositifs d'encrage de l'imprimante (1), dans lequel un substrat (2) peut être
transporté par l'intermédiaire de cylindres rotatifs (3.1, 3.2, 3.3) et peut être
imprimé avec des encres (4), avec une unité d'alimentation en air (11) pour l'introduction
d'air (5) en direction du substrat (2), afin de provoquer un séchage de l'encre (4),
une unité d'aspiration (12) pour l'évacuation de l'air (5),
une unité de mesure (40), avec laquelle au moins une partie des paramètres de fonctionnement
(B) peut être déterminée pendant le fonctionnement de l'imprimante (1) et
une unité de contrôle (20) qui commande et/ou régule l'unité d'alimentation en air
(11) en fonction de paramètres de fonctionnement (B) de façon à ce que des zones de
séchage variables (13.1, 13.2, 13.3) puissent être réglées sur le substrat (2), l'unité
d'alimentation en air (11) comprenant des clapets mobiles (14) qui permettent d'obtenir
une direction d'écoulement variable pour la sortie de l'air (5) hors de l'unité d'alimentation
en air (11),
l'imprimante (1) comprenant plusieurs dispositifs d'encrage (7.1, 7.2, 7.3, 7.4, 7.5),
un dispositif de séchage (10) correspondant à chaque dispositif d'encrage (7),
le paramètre de fonctionnement (B) étant au moins une des grandeurs suivantes :
- lieu et taille de l'application de l'encre sur le substrat (2) et/ou sur le cylindre
;
- vitesse de séchage de l'encre (4) ;
- épaisseur de couche de l'application de l'encre sur le substrat (2) ;
- degré d'impression ;
- degré de brillance de l'application d'encre sur le cylindre (3.1) et/ou sur le substrat
(2) ;
- part de solvant dans l'air (5) dans l'unité d'aspiration (12) ;
- vitesse de transport du substrat (2) ;
- température de l'air (5) dans l'unité d'aspiration (12).
5. Système selon la revendication 4,
caractérisé en ce que
l'unité de mesure (40) comprend un capteur optique (41), dont la zone de mesure est
orientée vers le substrat (2) et/ou vers au moins un cylindre (3.1, 3.2, 3.3), plus
particulièrement le capteur optique (41) étant une unité de caméra et/ou un capteur
pour la mesure de la brillance de l'encre (4) appliqué.
6. Système selon la revendication 4 ou 5,
caractérisé en ce que
à l'imprimante (1) correspond au moins un réservoir d'encre (31), dans lequel l'encre
(4) peut être introduite, le réservoir d'encre (31) comprenant une unité d'identification
(32) dans laquelle peut être lu un code de recette d'encre, qui sert de paramètre
de fonctionnement (B) pour l'unité de contrôle (20), plus particulièrement en ce que l'unité d'identification (32) comprend une puce RFID dans laquelle est enregistré
le code de recette d'encre.
7. Système selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
une unité d'identification est prévue pour le substrat (2), qui est disposée plus
particulièrement sur un support du substrat (2) ou qui est disposée dans ou sur le
substrat (2), un code de substrat pouvant être lu dans l'unité d'identification.
8. Système selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'unité de mesure (40) est disposée dans l'unité d'aspiration (12), l'air (5) pouvant
être aspiré hors du substrat (2) pouvant être analysé, et/ou en ce qu'un échangeur thermique (35) est prévu, qui met à la disposition de l'unité d'alimentation
en air (11) la chaleur dégagée par l'imprimante (1).
9. Procédé d'exploitation d'un dispositif de séchage (10) pour le séchage intermédiaire
de dispositifs d'encrage d'une imprimante (1), dans lequel un substrat (2) est transporté
par l'intermédiaire de cylindres rotatifs (3.1, 3.2, 3.3) et est imprimé avec des
encres (4), avec
une unité d'alimentation en air (11) pour l'introduction d'air (5) en direction du
substrat (2), afin de provoquer un séchage de l'encre (4),
une unité d'aspiration (12) pour l'évacuation de l'air (5),
une unité de mesure (40), avec laquelle au moins une partie des paramètres de fonctionnement
(B) peut être déterminée pendant le fonctionnement de l'imprimante (1) et
une unité de contrôle (20) qui commande et/ou régule l'unité d'alimentation en air
(11) en fonction de paramètres de fonctionnement (B) de façon à ce que des zones de
séchage variables (13.1, 13.2, 13.3) puissent être réglées sur le substrat (2), le
dispositif de séchage (10) étant commandé en fonction de l'encre (4) appliquée sur
le substrat (2), plus particulièrement l'unité d'alimentation en air (11) et/ou l'unité
d'aspiration (12) étant commandées, l'unité d'alimentation en air (11) comprenant
des clapets mobiles (14) qui permettent d'obtenir une direction d'écoulement variable
pour la sortie de l'air (5) hors de l'unité d'alimentation en air (11),
le paramètre de fonctionnement (B) étant au moins une des grandeurs suivantes :
- lieu et taille de l'application de l'encre sur le substrat (2) et/ou sur le cylindre
;
- vitesse de séchage de l'encre (4) ;
- épaisseur de couche de l'application de l'encre sur le substrat (2) ;
- degré d'impression ;
- degré de brillance de l'application d'encre sur le cylindre (3.1) et/ou sur le substrat
(2) ;
- part de solvant dans l'air (5) dans l'unité d'aspiration (12) ;
- vitesse de transport du substrat (2) ;
- température de l'air (5) dans l'unité d'aspiration (12).
10. Procédé selon la revendication 9,
caractérisé en ce que,
au moins une partie des paramètres de fonctionnement (B) soit transmise par l'intermédiaire
d'une interface du dispositif de séchage (10) et/ou de l'imprimante (1) et/ou en ce que le dispositif de séchage (10) fonctionne selon un procédé de circulation d'air ou
selon un procédé de circulation d'air avec raccordement possible d'un procédé d'introduction
d'air frais.
11. Procédé selon la revendication 9 ou 10,
caractérisé en ce que
le paramètre de fonctionnement (B) est au moins une des grandeurs suivantes :
- recette de l'encre (4) et/ou matériau du substrat (2) ;
- température de l'air (5) dans l'unité d'alimentation en air (11).
12. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
sur le substrat (2) et/ou sur un cylindre de format (3.2) et/ou sur un rouleau encreur
(3.1) du dispositif d'encrage (7.1, 7.2, 7.3, 7,4, 7.5) de l'imprimante (1), le lieu
et la taille de l'application de l'encre et/ou la brillance et/ou la vitesse de séchage
sont déterminés, plus particulièrement le lieu et la taille de l'application d'encre
et/ou la vitesse de séchage étant déterminés à l'aide de la réflexion de lumière sur
la surface du cylindre de format (3.2) et/ou du rouleau encreur (3.1).
13. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
les données d'image du cliché du cylindre de format (3.2) servent de paramètres de
fonctionnement (B), plus particulièrement pour déterminer le lieu de l'application
d'encre sur le substrat (2).
14. Procédé selon l'une des revendications 9 à 13 pour l'exploitation d'un système selon
l'une des revendications 4 à 8 et/ou pour l'exploitation d'un dispositif de séchage
(10) selon l'une des revendications 1 à 3.