[0001] Die Erfindung betrifft eine Schmuckkette, wie beispielsweise eine Hals-, Hand- oder
Fußgelenkskette nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie ein Verfahren zur Herstellung
einer solchen Schmuckkette. Diese Schmuckkette weist ein elastisches Trägerelement
auf, an dem eine umlaufende Anordnung von Schmuckelementen gehalten ist. Ferner weist
die Schmuckkette Verbindungselemente auf, durch die sich das elastische Trägerelement
jeweils hindurch erstreckt. Dabei sind an den Verbindungselementen jeweils zwei benachbarte
Schmuckelemente derart beweglich gehalten, dass diese durch Aufspreizen des elastischen
Trägerelementes bis zu einem Maximalabstand zueinander beabstandet werden können.
[0002] Derartige Schmuckketten lassen sich beim An- oder Ablegen sowie beim Tragen bis zu
einer bestimmten Weite aufspreizen, um auch im geschlossen umlaufenden Zustand über
den Kopf, die Hand oder der Fuß gestreift werden zu können beziehungsweise mit exakt
angepasster Weite an dem betreffenden Körperteil anzuliegen.
[0003] Durch die umlaufend im gegenseitigen Eingriff stehenden Schmuck- und Verbindungselemente
wird dabei das elastische Trägerelement, das beispielsweise durch ein elastisches
Band aus zumindest teilweise elastomerem Kunststoff oder durch ein längliches Federelement
gebildet ist, vorzugsweise vollständig aufgenommen. Hierdurch ist das Trägerelement
nach außen hin nicht sichtbar und kann dadurch die Optik der Schmuckkette, insbesondere
wenn diese eine gewisse Hochwertigkeit vermitteln soll, nicht beeinträchtigen.
[0004] Aus
EP 2 712 513 A2 ist ein elastisches Tennisarmband bekannt, bei dem auf ein umlaufendes Federelement
eine Vielzahl von quaderförmigen Verbindungselementen aufgezogen ist, in die hierzu
jeweils eine zylindrische Durchgangsbohrung eingelassen ist. Die Verbindungselemente
weisen an ihren Enden jeweils einen Kragen auf, so dass auf jeweils zwei benachbarte
Verbindungselemente ein zweiteiliges kastenförmiges Schmuckelement derart aufgesteckt
werden kann, dass dieses mit beiden Verbindungselementen in einem begrenzt beweglichen
Eingriff steht.
[0005] Nachteilig an der bekannten Schmuckkette ist hierbei, dass die Herstellung der Schmuckelemente
und deren Anbringung an den Verbindungselementen sehr aufwändig sind. Zudem ist die
Gestaltungsfreiheit hinsichtlich der Schmuckelemente und der Schmuckkette insgesamt
aufgrund der speziellen Befestigungsweise der Schmuckelemente relativ stark eingeschränkt.
[0006] Die Aufgabe der Erfindung ist es, bei einer gattungsgemäßen Schmuckkette die genannten
Nachteile zu vermeiden und eine einfachere Herstellung zu ermöglichen.
[0007] Diese Aufgabe wird durch eine Schmuckkette mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Dabei sind die Verbindungselemente durch Bruchabschnitte eines Hohlprofilkörpers gebildet,
der auf dem elastischen Trägerelement angeordnet ist, im Sinne von darauf aufgeschobenen
oder aufgezogenen. Hierdurch ist es möglich die für die Schmuckkette benötigten Verbindungselemente
aus lediglich einem Hohlprofilkörper herzustellen, an dem bereits vorab das Trägerelement
angebracht worden ist. Dieser kann dann in vorbestimmten Abschnittslängen gebrochen
werden, um durch die dabei entstehenden Bruchabschnitte die Verbindungselemente zu
bilden, die bereits mit dem elastischen Trägerelement verbunden sind. Auf diese Weise
ist eine einfache und insbesondere maschinelle Herstellung und Anbringung der einzelnen
Verbindungselemente möglich, wodurch die Herstellungskosten deutlich reduziert werden
können.
[0008] In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform weisen die Bruchabschnitte Enden
auf, die jeweils durch eine aufgebrochene Sollbruchstelle gebildet sind, wodurch die
durch Abbrechen hergestellten Verbindungselemente mit einer exakten vorbestimmten
Länge versehen werden können.
[0009] Vorteilhafterweise weisen die Bruchabschnitte an beiden Enden jeweils eine Querschnittserweiterung
auf, wodurch an den Enden der Bruchabschnitte die Herstellung eines Formschlusses
mit jeweils einem Schmuckelement zur Begrenzung der Relativbewegung zweier benachbarter
Schmuckelemente besonders einfach umsetzbar ist.
[0010] Dabei ist es günstig, wenn die Sollbruchstelle und/oder die Querschnittserweiterung
durch einen kaltverformten Bereich gebildet ist. Hierdurch können die Verbindungselemente
aus einem handelsüblichen Hohlprofilkörper hergestellt werden, der erst beim Herstellen
der Schmuckkette in die abzubrechenden Abschnitte eingeteilt und mit den benötigten
Querschnittserweiterungen versehen wird.
[0011] Vorteilhafterweise ist der Hohlprofilkörper dabei durch einen Hohldraht gebildet,
wodurch einerseits die Herstellung der Verbindungselemente mit einer geringen maximalen
Querschnittserstreckung von beispielsweise nicht mehr als 2 mm und andererseits ein
einfaches Durchfädeln des elastischen Trägerelementes möglich ist.
[0012] Zudem ist es günstig, wenn der Hohlprofilkörper aus Edelmetall oder einer Edelmetalllegierung
hergestellt ist. Auf diese Weise können auch die Verbindungselemente aus einem hochwertigen
Material hergestellt werden, wodurch die Schmuckkette in ihrer Gesamtheit einen hochwertigen
Eindruck vermitteln kann.
[0013] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weisen die Schmuckelemente jeweils
zwei Eingriffsöffnungen auf, in die zwei benachbarte Verbindungselemente hineinragen.
Die Querschnittserweiterungen der beiden betreffenden Enden dieser Verbindungselemente
sind dabei innerhalb eines Hohlraumes der Schmuckelemente aufgenommen, wobei die Querschnittserweiterungen
eine größere Erstreckung in Querrichtung zur Haupterstreckungsrichtung der Verbindungselemente
aufweisen als die Eingriffsöffnungen des Schmuckelementes. Hierdurch ist auf einfache
Weise eine begrenzt bewegliche Lagerung der beiden jeweils benachbarten Verbindungselemente
an dem dazwischen angeordneten Schmuckelement möglich, wobei die Verbindungselemente
dabei durch Aufspreizen des elastischen Trägerelementes soweit voneinander weg beabstandet
werden können, dass deren Querschnittserweiterungen an den Eingriffsöffnungen des
Hohlkörpers in Anschlag kommen. Hierdurch ist eine stabile Lagerung der Verbindungselemente
gegenüber den Schmuckelementen und eine sichere Begrenzung der Aufspreizbarkeit der
Schmuckkette insgesamt gewährleistet.
[0014] Vorteilhafterweise sind die Schmuckelemente durch ein um das elastische Trägerelement
und die Verbindungselemente herum insbesondere kalt verformtes Längenmaterial gebildet.
Auf diese Weise können auch die Schmuckelemente besonders einfach und insbesondere
maschinell ausgeformt werden, wobei sie direkt auf den Verbindungselementen platziert
werden können. Hierdurch entfällt eine separate, insbesondere manuelle Anbringung
der Schmuckelemente an der übrigen Schmuckkette, was wiederum eine besonders kostengünstige
Fertigstellung derselben ermöglicht.
[0015] Ferner ist es günstig, wenn das Längenmaterial aus einem Metallband gebildet ist,
was eine besonders einfache maschinelle Umformung des Längenmaterials und vielseitige
Formgebung der Schmuckelemente ermöglicht.
[0016] Vorteilhafterweise ist das Metallband dabei aus einem Edelmetall oder einer Edelmetalllegierung
hergestellt, was die Herstellung besonders hochwertiger Schmuckelemente ermöglicht.
[0017] Ferner ist es günstig, wenn die Schmuckelemente rotationssymmetrisch ausgebildet
sind, was ein leichteres An- und Ablegen sowie einen hohen Tragekomfort der Schmuckkette
gewährleistet.
[0018] Ferner wird die oben genannte Aufgabe durch ein Verfahren zur Herstellung einer Schmuckkette
in einer der oben genannten Ausführungsformen gelöst, bei dem in einem ersten Schritt
das elastische Trägerelement in den Hohlprofilkörper eingezogen wird. In einem nachfolgenden
zweiten Schritt werden dann die Querschnittserweiterungen nacheinander an einer vom
Hohlprofilkörper mit dem innenliegenden elastischen Trägerelement durchlaufenen maschinellen
Vorrichtung vorzugsweise durch Kaltverformung in den Hohlprofilkörper eingearbeitet.
Dabei wird zwischen den beiden zueinander benachbart ausgebildeten Querschnittserweiterungen
zweier benachbarter Bruchabschnitte zudem eine Sollbruchstelle ausgebildet. In einem
nachfolgenden Schritt werden diese Sollbruchstellen durch wiederkehrendes Auslenken
des Hohlprofilkörpers in Querrichtung nacheinander aufgebrochen und die Bruchabschnitte
dadurch vereinzelt. Dieser Vorgang ermöglicht die Herstellung der einzelnen Verbindungselemente
mit bereits eingezogenem elastischem Trägerelement, was die Herstellung der Schmuckkette
insgesamt stark vereinfacht.
[0019] Vorteilhafterweise wird in einem dem zweiten Schritt nachfolgenden weiteren Schritt
das Längenmaterial fortlaufend um den Hohlprofilkörper herum verformt. Dies kann beispielsweise
durch eine maschinelle Vorrichtung erfolgen, die das bandförmige Längenmaterial insbesondere
durch Kaltumformung fortlaufend in ein im Wesentlichen zylindrisches Profil zwingt,
das den Hohlprofilkörper umhüllt. Hierdurch kann der Hohlprofilkörper beziehungsweise
können die daraus hergestellten Verbindungselemente mit dem bereits aufgenommenen
elastischen Element besonders einfach innerhalb der Schmuckelemente angeordnet werden.
[0020] Dabei ist es günstig, wenn in einem weiteren nachfolgenden Schritt die Schmuckelemente
durch insbesondere kaltes Umformen des Längenmaterials zu Hohlkörpern durch eine vom
Längenmaterial durchlaufene maschinelle Vorrichtung hergestellt werden. Zwischen den
Hohlkörpern werden dabei zweite Sollbruchstellen ausgebildet, die zur späteren Vereinzelung
der Schmuckelemente durch Aufbrechen dienen. Durch die Kaltumformung können die Hohlkörper
beziehungsweise die späteren Schmuckelemente dabei mit bereits aufgenommenen Verbindungselementen
in eine nahezu beliebige Form gebracht werden, was eine besonders große Gestaltungsfreiheit
bei der Herstellung der Schmuckkette ermöglicht.
[0021] Zudem ist es günstig, wenn in einem weiteren nachfolgenden Schritt die zweiten Sollbruchstellen
durch wiederkehrendes Auslenken des kaltverformten Längenmaterials in Querrichtung
nacheinander aufgebrochen und die ausgeformten Hohlkörper dadurch vereinzelt werden.
Dieser Vorgang ermöglicht die Herstellung der einzelnen Schmuckelemente mit bereits
aufgenommenen Verbindungselementen, was die Herstellung der Schmuckkette insgesamt
stark vereinfacht.
[0022] In den Figuren ist eine beispielhafte Ausführungsform der Erfindung dargestellt.
Es zeigen:
- Figur 1
- eine Ansicht einer erfindungsgemäßen Schmuckkette,
- Figur 2
- eine Ansicht eines vergrößerten Abschnittes der Schmuckkette nach Fig. 1 in einem
entspannten Zustand eines elastischen TrägerElementes,
- Figur 3
- eine Ansicht des Abschnittes nach Fig. 2 in einem gespreizten Zustand des elastischen
Trägerelementes,
- Figur 4
- eine teilweise geschnittene und weiter vergrößerte Ansicht eines Schmuckelementes
des Abschnittes nach Fig. 2,
- Figur 5
- eine teilweise geschnittene Ansicht eines Abschnittes eines Längenmaterials zur Herstellung
von Schmuckelementen mit einem darin aufgenommenen Hohlprofilkörper zur Herstellung
von Verbindungselementen und
- Figur 6
- eine Anlage zur Durchführung eines Verfahrens zur Herstellung der Schmuckkette nach
Fig. 1.
[0023] Fig. 1 zeigt eine Schmuckkette 2 am Beispiel einer Handgelenkskette mit einem nahezu
vollständig umlaufenden elastischen Element 4, das beispielsweise durch ein elastisches
Kunststoffband gebildet ist. An dem elastischen Element 4 ist dabei eine umlaufende
Anordnung von Schmuckelementen 6, 6A gehalten, die beispielsweise kugelförmig ausgebildet
sind.
[0024] Die Schmuckelemente 6 weisen hierbei beispielsweise eine übereinstimmende Größe auf,
wobei das einzige größere Schmuckelement 6A zur Aufnahme zweier Schmuckelemente 6
dient, die jeweils an einem Ende des elastischen Elementes 4 angeordnet sind. Das
Schmuckelement 6A wirkt hierdurch als fester Verschluss der Schmuckkette 2, durch
den diese eine im normalen Gebrauch nicht zu öffnende umlaufende Form aufweist.
[0025] Zudem weist die Schmuckkette 2 eine ebenfalls nahezu vollständig umlaufende Anordnung
von Verbindungselementen 8 auf, von denen jedes mit zwei benachbarten Schmuckelementen
6 in Eingriff steht und durch die sich das elastische Element 4 hindurch erstreckt,
wie insbesondere aus Fig. 2 zu entnehmen ist. In dem hierin gezeigten entspannten
Zustand des elastischen Elementes sind die Verbindungselemente 8 in die beiden jeweils
benachbarten Schmuckelemente 6, die durch Hohlkörper 20 gebildet sind, soweit hinein
verschoben, dass die Schmuckelemente 6 aneinander anliegen können.
[0026] Wie aus Fig. 3 zu entnehmen ist, wirken die Verbindungselemente 8 beim Aufspreizen
der Schmuckkette 2 als Endanschläge, die einen Maximalabstand Imax definieren, bis
zu dem zwei benachbarte Schmuckelemente 6 beim dabei erfolgenden Dehnen des elastischen
Trägerelementes 4 zueinander beabstandet werden können.
[0027] Wie aus Fig. 4 zu entnehmen ist, sind die Verbindungselemente 8 hierzu jeweils an
zwei Eingriffsöffnungen 10 der beiden jeweils benachbarten Schmuckelemente 6 verlagerbar
gehalten. Die Verbindungselemente 8 selbst sind dabei, wie insbesondere aus Fig. 5
zu entnehmen ist, durch Bruchabschnitte 12 eines Hohlprofilkörpers 14 gebildet, deren
Enden durch aufgebrochene Sollbruchstellen 16 gebildet sind. Der ursprüngliche Hohlprofilkörper
14 kann dabei beispielsweise durch einen aus Edelmetall oder einer Edelmetalllegierung
hergestellten Hohldraht gebildet sein.
[0028] Zudem sind, wie aus Fig. 4 zu entnehmen ist, an den Enden Querschnittserweiterungen
18 ausgebildet, die eine Quererstreckung qV aufweisen, die größer ist als eine entsprechende
Quererstreckung qE der Eingriffsöffnungen 10. Hierdurch bilden die Querschnittserweiterungen
18 der Verbindungselemente 8 beim Aufspreizen des elastischen Elementes 4 die Endanschläge
gegenüber den Eingriffsöffnungen 10.
[0029] Wie insbesondere aus Fig. 5 zu entnehmen ist, sind die Querschnittserweiterungen
18 der Verbindungselemente 8 durch Bereiche an den Enden der Bruchabschnitte 12 gebildet,
die durch Kaltverformung neben der Sollbruchstelle 16 in den ursprünglich zusammenhängenden
Hohlprofilkörper 14 eingearbeitet sind.
[0030] Die Hohlkörper 20, aus denen die Schmuckelemente 6 hergestellt werden, sind ebenfalls
durch Kaltverformung eines Edelmetalls oder einer Edelmetalllegierung hergestellt,
wobei sie neben der dargestellten Kugelform alternativ auch jede andere Form aufweisen
können. Vorzugsweise weisen die Schmuckelemente 6 dabei jedoch eine rotationssymmetrische
Form auf, die neben der dargestellten Kugelform beispielsweise auch durch eine Ellipsoid-
oder Linsenform gebildet sein kann.
[0031] Wie insbesondere aus Fig. 5 zu entnehmen ist, sind die Hohlkörper 20 dabei aus einem
zusammenhängenden Längenmaterial 22, wie beispielsweise aus einem Metallband oder
einem länglichen Metallblech aus einem Edelmetall oder einer Edelmetalllegierung gebildet,
in dem der Hohlprofilkörper 14 mit innen liegendem elastischen Element 4 aufgenommen
ist.
[0032] Die Hohlkörper 20 sind dabei über eingeschnürte Bereiche miteinander verbunden, die
zweite Sollbruchstellen 24 bilden, die zur Vereinzelung der Schmuckelemente 6 aufgebrochen
werden müssen.
[0033] Das Verfahren zur Herstellung der Schmuckkette 2 wird nachfolgend anhand der schematischen
Darstellung einer Anlage 26 zur Durchführung eines entsprechenden Herstellungsverfahrens
in Fig. 6 erläutert.
[0034] Hierbei wird vorbereitend zunächst das elastische Element 4 in einem ersten Schritt
derart in den Hohlprofilkörper 14 eingebracht, dass es sich über dessen gesamte Länge
erstreckt. Anschließend durchläuft der Hohlprofilkörper 14 mit dem darin aufgenommenen
elastischen Element 4, wie dargestellt, eine erste maschinelle Vorrichtung 28 zur
Durchführung eines zweiten Verfahrensschrittes. Diese Vorrichtung 28 weist dabei beispielsweise
zwei gegeneinander verfahrbare Pressen 30 auf, die die Querschnittserweiterungen 18
und die Sollbruchstellen 16 durch Kaltverformung in den Hohlprofilkörper 14 einarbeiten.
Auf diese Weise werden somit auch bereits die Bruchabschnitte 12 festgelegt, die später
zu den Verbindungselementen 8 vereinzelt werden.
[0035] Nach der Einarbeitung der Sollbruchstellen 16 und der Querschnittserweiterungen 18
durchläuft der Hohlprofilkörper 14 eine zweite maschinelle Vorrichtung 32 an der das
Längenmaterial 22 dem Hohlprofilkörper 14 zugeführt wird. Die zweite maschinelle Vorrichtung
32 weist dabei Umformmittel 34 auf, mittels denen das Längenmaterial 22, das quer
zur Längsrichtung eine vielfache Erstreckung gegenüber dem Hohlprofilkörper 14 aufweist,
durch Kaltumformung zylinderförmig um den Hohlprofilkörper 14 herum gehüllt wird.
[0036] Die hierbei hergestellte Anordnung aus dem Hohlprofilkörper 14 und dem verformtem
Längenmaterial 22 durchläuft dann eine dritte maschinelle Vorrichtung 36, die mehrere
Umformwerkzeuge 38 aufweist, die nacheinander auf das Längenmaterial 22 einwirken.
Die Umformwerkzeuge 38 sind hierbei derart aufeinander abgestimmt, dass sie das Längenmaterial
22, das den Hohlprofilkörper 14 umhüllt, durch Kaltumformung fortschreitend in die
gewünschte Form der Hohlkörper 20 umformt. Die auf diese Weise entstehenden beispielsweise
kugelförmigen Hohlkörper 20 sind dabei durch Einschnürungen miteinander verbunden,
die die zweiten Sollbruchstellen 24 bilden. Gegenüber dem Hohlkörperprofil 14 sind
die Hohlkörper 20 dabei derart angeordnet, dass jeweils eine der Sollbruchstellen
16 mit den beiden dazugehörigen Querschnittserweiterungen 18 jeweils innerhalb eines
der Hohlkörper 20 angeordnet ist.
[0037] Mit dieser Relativausrichtung wird die Anordnung aus Hohlkörpern 20 und Hohlprofilkörper
14 einer vierten maschinellen Vorrichtung 40 zugeführt, die beispielsweise rohrförmige
Führungsmittel 42 und quer zu diesen verfahrbaren Auslenkmittel 44 aufweist. Mittels
diesen kann die Anordnung aus Hohlkörpern 20 und Hohlprofilkörper 14 derart wiederkehrend
quer zur Längserstreckung des Hohlprofilkörpers 14 ausgelenkt werden, dass sowohl
die ersten Sollbruchstellen 16 als auch die zweiten Sollbruchstellen 24 aufgebrochen
werden.
[0038] Die auf diese Weise vereinzelten Bruchabschnitte 12 des Hohlprofilkörpers 14 bilden
nun die Verbindungselemente 8, wobei sich das elastische Element 4 nach wie vor durchgehend
durch diese erstreckt. Gleichzeitig entstehen bei diesem Schritt durch die Vereinzelung
der Hohlkörper 20 gleichzeitig die Schmuckelemente 6 mit den Eingriffsöffnungen 10,
in denen jeweils eines der Verbindungselemente 8 begrenzt verschiebbar gehalten ist.
[0039] Die auf diese Weise gewonnene Ausgangskette muss zur Herstellung der umlaufenden
Schmuckkette 2 nun nur noch auf die passende Länge zugeschnitten werden, falls sie
nicht bereits in der vorgesehenen Länge hergestellt worden ist. Anschließend müssen
dann die beiden Enden des elastischen Elementes 4 in einer bekannten und geeigneten
Weise. gegenüber den an diesen Enden angeordneten Schmuckelementen 6 oder Verbindungselementen
8 festgelegt werden und diese dann wiederum beispielsweise über einen geeigneten Verschluss
aneinander befestigt werden, wie beispielsweise durch Aufnahme in das große Schmuckelement
6A, gemäß Fig. 1.
1. Schmuckkette (2)
mit einem elastischen Trägerelement (4), an dem eine umlaufende Anordnung von Schmuckelementen
(6) gehalten ist,
und mit Verbindungselementen (8), durch die sich das elastische Trägerelement (4)
jeweils hindurch erstreckt und an denen jeweils zwei benachbarte Schmuckelemente (6)
gehalten sind, wobei die benachbarten Schmuckelemente (6) durch Aufspreizen des elastischen
Trägerelementes (4) bis zu einem Maximalabstand (Imax) zueinander beabstandbar sind,
dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungselemente durch Bruchabschnitte (12) eines auf dem elastischen Trägerelement
(4) angeordneten Hohlprofilkörpers (14) gebildet sind.
2. Schmuckkette nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bruchabschnitte (12) Enden aufweisen, die jeweils durch eine aufgebrochene Sollbruchstelle
(16) gebildet sind.
3. Schmuckkette nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bruchabschnitte (12) an beiden Enden jeweils eine Querschnittserweiterung (18)
aufweisen.
4. Schmuckkette nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Sollbruchstelle (16) und/oder die Querschnittserweiterung (18) durch einen kaltverformten
Bereich gebildet ist.
5. Schmuckkette nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlprofilkörper (14) durch einen Hohldraht gebildet ist.
6. Schmuckkette nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlprofilkörper (14) aus Edelmetall oder einer Edelmetalllegierung hergestellt
ist.
7. Schmuckkette nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Schmuckelemente (6) jeweils zwei Eingriffsöffnungen (10) aufweisen, in die zwei
benachbarte Verbindungselemente (8) derart hineinragen, dass deren benachbarte Querschnittserweiterungen
(18) innerhalb des Schmuckelementes (6) aufgenommen sind, wobei die Querschnittserweiterungen
(18) eine Quererstreckung (qV) aufweisen, die größer ist als eine Quererstreckung
(qE) der Eingriffsöffnungen (10).
8. Schmuckkette nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Schmuckelemente (6) durch ein um das elastische Trägerelement (4) und die Verbindungselemente
(8) herum verformtes Längenmaterial (22) gebildet sind.
9. Schmuckkette nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Längenmaterial (22) aus einem Metallband gebildet ist.
10. Schmuckkette nach Anspruch 9, gekennzeichnet, dass das Metallband aus einem Edelmetall
oder einer Edelmetalllegierung hergestellt ist.
11. Schmuckkette nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Schmuckelemente (6) rotationssymmetrisch ausgebildet sind.
12. Verfahren zur Herstellung einer Schmuckkette nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass
in einem ersten Schritt das elastische Trägerelement (4) in den Hohlprofilkörper (14)
eingezogen wird,
in einem zweiten Schritt die Querschnittserweiterungen (18) in den Hohlprofilkörper
(14) eingearbeitet werden, wobei zwischen den beiden Querschnittserweiterungen (18)
jeweils zweier benachbarter Bruchabschnitte (12) eine Sollbruchstelle (16) ausgebildet
wird und
in einem nachfolgenden Schritt die Sollbruchstellen (16) durch Auslenken des Hohlprofilkörpers
(14) wiederkehrend aufgebrochen werden.
13. Herstellungsverfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass in einem dem zweiten Schritt nachfolgenden weiteren Schritt das Längenmaterial (22)
um den Hohlprofilkörper (14) herum verformt wird.
14. Herstellungsverfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass in einem weiteren nachfolgenden Schritt die Schmuckelemente (6) durch Umformen des
Längenmaterials (22) zu Hohlkörpern (20) hergestellt und dabei zwischen den Hohlkörpern
(20) zweite Sollbruchstellen (24) zur Vereinzelung der Schmuckelemente (6) ausgebildet
werden.
15. Herstellungsverfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass in einem weiteren nachfolgenden Schritt die zweiten Sollbruchstellen (24) durch Auslenken
des Längenmaterials (22) aufgebrochen werden.