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(11) |
EP 2 957 337 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.09.2017 Patentblatt 2017/37 |
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Anmeldetag: 01.06.2015 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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VAKUUMMISCHSYSTEM UND VERFAHREN ZUM MISCHEN VON POLYMETHYLMETHACRYLAT-KNOCHENZEMENT
VACUUM MIXING SYSTEM AND METHOD FOR MIXING OF POLYMETHYLMETHACRYLATE BONE CEMENT
SYSTÈME DE MÉLANGE SOUS VIDE ET PROCÉDÉ DE MÉLANGE DE CIMENT OSSEUX EN POLYMÉTHACRYLATE
DE MÉTHYLE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
18.06.2014 DE 102014108569
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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23.12.2015 Patentblatt 2015/52 |
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Patentinhaber: Heraeus Medical GmbH |
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61273 Wehrheim (DE) |
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Erfinder: |
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- Vogt, Sebastian
99092 Erfurt (DE)
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Vertreter: Heraeus IP |
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Heraeus Holding GmbH
Schutzrechte
Heraeusstraße 12-14 63450 Hanau 63450 Hanau (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 2 589 821 US-A- 4 975 028 US-B1- 6 536 937
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DE-B3-102009 031 178 US-A- 5 571 282
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Vakuummischsystem zum Mischen von Polymethylmethacrylat-Knochenzement
(PMMA-Knochenzement) aus zwei Ausgangskomponenten, insbesondere zum Mischen eines
medizinischen Knochenzements, und zur Lagerung der Ausgangskomponenten.
[0002] Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Mischen von Polymethylmethacrylat-Knochenzement.
[0003] Gegenstand der Erfindung ist somit ein Vakuummischsystem für die Lagerung, Vermischung
und gegebenenfalls auch den Austrag von Polymethylmethacrylat-Knochenzement. Weiterhin
betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Transfer von Monomerflüssigkeit in das Vakuummischsystem
und ein Verfahren zum Vermischen der Komponenten von Polymethylmethacrlyat-Knochenzement.
[0004] Polymethylmethacrylat-(PMMA)-Knochenzemente gehen auf die grundlegenden Arbeiten
von Sir Charnley zurück. PMMA-Knochenzemente bestehen aus einer flüssigen Monomerkomponente
und einer Pulverkomponente. Die Monomerkomponente enthält im Allgemeinen das Monomer
Methylmethacrylat und einen darin gelösten Aktivator (N,N-Dimethyl-p-toluidin). Die
Pulverkomponente, auch als Knochenzementpulver bezeichnet, weist ein oder mehrere
Polymere, einen Röntgenopaker und den Initiator Dibenzoylperoxid auf. Die Polymere
der Pulverkomponente werden auf Basis von Methylmethacrylat und Comonomeren, wie Styren,
Methylacrylat oder ähnlichen Monomeren durch Polymerisation, vorzugsweise Suspensionspolymerisation,
hergestellt. Beim Vermischen der Pulverkomponente mit der Monomerkomponente entsteht
durch Quellung der Polymere der Pulverkomponente im Methylmethacrylat ein plastisch
verformbarer Teig, der eigentliche Knochenzement. Beim Vermischen der Pulverkomponente
mit der Monomerkomponente reagiert der Aktivator N,N-Dimethyl-p-toluidin mit Dibenzoylperoxid
unter Bildung von Radikalen. Die gebildeten Radikale initiieren die radikalische Polymerisation
des Methylmethacrylats. Mit fortschreitender Polymerisation des Methylmethacrylats
erhöht sich die Viskosität des Zementteigs, bis dieser erstarrt.
[0005] Das am häufigsten in Polymethylmethacrylat-Knochenzementen verwendete Monomer ist
Methylmethacrylat. Redoxinitiatorsysteme bestehen üblicherweise aus Peroxiden, Beschleunigern
sowie gegebenenfalls geeigneten Reduktionsmitteln.
[0006] Eine Radikalbildung erfolgt nur dann, wenn alle Bestandteile der Redoxinitiatorsysteme
zusammenwirken. Deshalb werden die Bestandteile des Redoxinitiatorsystems in den separaten
Ausgangskomponenten so angeordnet, dass diese keine radikalische Polymerisation auslösen
können. Die Ausgangskomponenten sind bei geeigneter Zusammensetzung lagerstabil. Erst
bei Vermischung der beiden Ausgangskomponenten zu einem Zementteig reagieren die zuvor
getrennt in den beiden Pasten, Flüssigkeiten oder Pulvern gelagerten Bestandteile
des Redoxinitiatorsystems, wobei Radikale gebildet werden, welche die radikalische
Polymerisation des wenigstens einen Monomers auslösen. Die radikalische Polymerisation
führt dann unter Verbrauch des Monomers zu Bildung von Polymeren, wobei der Zementteig
aushärtet.
[0007] PMMA-Knochenzemente können in geeigneten Mischbechern mit Hilfe von Spateln durch
Vermischen des Zementpulvers mit der Monomerflüssigkeit vermischt werden. Nachteilig
ist an dieser Vorgehensweise, dass Lufteinschlüsse im gebildeten Zementteig vorhanden
sein können, die später eine Destabilisierung des Knochenzements verursachen können.
Aus diesem Grund wird das Vermischen von Knochenzementpulver mit der Monomerflüssigkeit
in Vakuummischsystemen bevorzugt, weil durch Mischen im Vakuum Lufteinschlüsse aus
dem Zementteig weitgehend entfernt werden und damit eine optimale Zementqualität erreicht
wird. Im Vakuum gemischte Knochenzemente haben eine deutlich verringerte Porosität
und zeigen daher verbesserte mechanische Eigenschaften. Es wurden eine Vielzahl von
Vakuum-Zementiersystemen offen gelegt, von denen exemplarisch folgende genannt sind:
US 6,033,105 A,
US 5,624,184 A,
US 4,671,263 A,
US 4,973,168 A,
US 5,100,241 A,
WO 99/67015 A1,
EP 1 020 167 A2,
US 5,586,821 A,
EP 1 016 452 A2,
DE 36 40 279 A1,
WO 94/26403 A1,
EP 1 005 901 A2,
US 5,344,232 A. Bei den dargelegten Vakuum-Zementiersystemen ist es erforderlich, zur Erzeugung
des Unterdrucks eine externe Vakuumpumpe anzuschließen. Diese werden im Allgemeinen
mit Druckluft unter Nutzung des Venturi-Prinzips betrieben. Die für den Betrieb der
Vakuumpumpen notwendige Druckluft wird entweder aus stationären Druckluftanlagen oder
auch aus elektrisch betriebenen Kompressoren bezogen. Daneben ist es auch möglich,
für die Vakuumerzeugung elektrisch betriebene Vakuumpumpen zu verwenden.
[0008] Eine Weiterentwicklung in der Zementiertechnik stellen Zementiersysteme dar, in denen
sowohl das Zementpulver als auch die Monomerflüssigkeit bereits in separaten Kompartimenten
der Mischsysteme verpackt sind und die erst unmittelbar vor der Zementapplikation
im Zementiersystem miteinander vermischt werden. Solche Full-Prepacked-Mischsysteme
wurden mit der
EP 0 692 229 A1, der
DE 10 2009 031 178 B3, der
US 5,997,544 A, der
US 6,709,149 B1, der
DE 698 12 726 T2 und der
US 5,588,745 A vorgeschlagen. Auch bei diesen Mischsystemen ist eine externe Vakuumquelle notwendig.
Das Patent
DE 10 2009 031 178 B3 offenbart dabei eine gattungsgemäße Vakuummischvorrichtung mit einem zweiteiligen
Austragskolben, der auch für eine erfindungsgemäße Vakuummischvorrichtung einsetzbar
ist.
[0009] Die
US 6,536,937 B1, die ein Vakuummischsystem nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und ein Verfahren
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 16 offenbart, ein Vakuummischsystem, bei dem eine
Pumpe über einen Motor mit Energie aus einem elektrischen Energiespeicher betrieben
wird. Aus der
EP 2 589 821 A1 sind eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Erzeugung von Vakuum für Vakuumzementiersysteme
bekannt, bei dem die Strömung aus einer Druckgaspatrone zum Erzeugen eines Unterdrucks
genutzt wird. Die
US 5,571,282 A offenbart einen motorisierten Mischer für Knochenzemente.
[0010] Bei der Verwendung von Vakuummischsystemen zur Zementierung müssen externe Vakuumpumpen
beigestellt werden. Diese Vakuumpumpen sind kostenintensiv und müssen nach der Anwendung
gereinigt werden. Weiterhin sind Vakuumschläuche zur Verbindung der Vakuumpumpen mit
den Vakuummischsystemen notwendig. Diese Vakuumschläuche müssen den Vakuummischsystemen
beigelegt sein. Vor dem Mischen mit einem Vakuummischsystem muss daher zuerst die
Vakuumpumpe im Operations-Saal (OP-Saal) aufgebaut und an eine Energiequelle, wie
Druckluft oder an elektrischen Strom angeschlossen werden. Danach wird die Vakuumpumpe
mit einem Vakuumschlauch mit dem Vakuummischsystem verbunden. Diese Montageschritte
kosten wertvolle OP-Zeit und sind potentiell fehlerbehaftet. Die Vakuumpumpe und die
Verbindungsleitungen zum Vakuummischsystem und zu externen Energiequellen und Versorgungsleitungen
benötigen Platz und stellen potentielle Stolperfallen und Hindernisse dar, die den
gelegentlich hektischen Ablauf während einer Operation stören können.
[0011] Ein interessantes Konzept wird mit der
EP 1 886 647 A1 vorgeschlagen. Das Zementpulver ist dabei in einer evakuierten Kartusche gelagert
und die Monomerflüssigkeit befindet sich in einem separaten Behälter. Beim Öffnen
der unter Unterdruck stehenden Kartusche wird die Monomerflüssigkeit in die Kartusche
gesaugt ohne dass Luft einströmt. Es entsteht ein von Lufteinschlüssen freier Knochenzementteig.
Dieses Konzept erfordert es, dass die Kartusche während der Lagerung vor ihrer Verwendung
vakuumdicht verschlossen bleibt und keine unsterile Luft eindringen kann. Die Kartusche
muss dazu stabil hermetisch abgedichtet sein. Nachteilig ist hieran also, dass der
Aufbau aufwendig ist und dass der Inhalt der Kartusche nach dem Einsaugen der Monomerflüssigkeit
nicht von einem extern zu bedienenden Mischsystem durchmischt werden kann, da eine
Durchführung für einen Mischstab oder ein Mischrohr nicht ohne weiteres dauerhaft
vakuumdicht ist.
[0012] Die Aufgabe der Erfindung besteht also darin, die Nachteile des Stands der Technik
zu überwinden. Insbesondere sollen die Nachteile der bekannten Vakuummischsysteme
mit externer Vakuumquelle überwunden werden. Die Erfindung hat insbesondere die Aufgabe
ein Vakuummischsystem zu entwickeln, bei dem erst unmittelbar vor dem Vermischen der
Zementkomponenten ein Unterdruck erzeugt wird. Die Vorrichtung soll maximal vereinfacht
sein und es erlauben, zumindest einmalig einen Unterdruck in einer Zementkartusche
gegenüber der umgebenden Atmosphäre zu erzeugen. Weiterhin kann es vorteilhaft sein,
wenn das Vakuummischsystem in der Lage ist, einen Transfer von Monomerflüssigkeit
aus einem Monomerbehälter in eine mit Zementpulver gefüllte Kartusche zu ermöglichen.
Es soll dann ferner ein Verfahren bereitgestellt werden, das einen Monomertransfer
und ein Vakuummischen in Full-Prepacked-Mischsystemen ermöglicht. Weiterhin soll das
zu entwickelnde Vakuummischsystem, hauptsächlich aus kostengünstigem Kunststoff gefertigt
werden können.
[0013] Des Weiteren soll eine kostengünstig zu fertigende und zuverlässig funktionierende
Vorrichtung zum Mischen eines medizinischen Zements und gegebenenfalls zur Lagerung
der Ausgangskomponenten sowie ein Verfahren zum Mischen des Knochenzements gefunden
werden, bei dem eine möglichst einfache manuelle Bedienung zum Mischen der Ausgangskomponenten
angewendet werden kann, möglichst ohne dass eine externe oder zusätzliche Energiequelle
verwendet werden muss und ohne dass Lufteinschlüsse in dem Mischgut entstehen können.
[0014] Die Hauptkomponente des Polymethylmethacrylat-Knochenzements als Mischgut soll ein
Pulver sein und die zweite Komponente soll in Form einer Flüssigkeit vorliegen. Die
beiden Ausgangskomponenten des Knochenzements sollen bevorzugt in dem Vakuummischsystem
getrennt gelagert werden können und durch Anwendung der Vorrichtung sicher zusammengeführt
werden können.
[0015] Die Aufgaben der Erfindung werden gelöst durch ein Vakuummischsystem zum Mischen
von Polymethylmethacrylat-Knochenzement aufweisend zumindest eine Kartusche mit einem
evakuierbaren Innenraum zum Mischen des Knochenzements, eine Pumpe zum Erzeugen eines
Unterdrucks und eine Verbindungsleitung, die den Innenraum der zumindest einen Kartusche
mit der Pumpe zum Erzeugen eines Unterdrucks verbindet, wobei das Vakuummischsystem
ein gespanntes Rückstellelement zum Antreiben der Pumpe aufweist, der mit der Pumpe
verbunden oder verbindbar ist und in dem Energie für wenigstens einen Pumpvorgang
der Pumpe gespeichert ist, wobei bei dem Pumpvorgang durch einen Verbrauch von Energie
aus dem gespannten Rückstellelement mit der Pumpe ein Unterdruck erzeugbar ist, so
dass mit dem Unterdruck durch die Verbindungsleitung Gas aus dem Innenraum der zumindest
einen Kartusche evakuierbar ist.
[0016] Der Begriff Unterdruck bezieht sich vorliegend immer auf einen relativ zur umgebenden
Atmosphäre bezogenen Druck, der kleiner ist als der umgebende Atmosphärendruck.
[0017] Bevorzugt kann vorgesehen sein, dass die Pumpe in das Vakuummischsystem integriert
ist.
[0018] Der Polymethylmethacrylat-Knochenzement wird bevorzugt aus zumindest zwei Komponenten
gemischt beziehungsweise ist aus zumindest zwei Komponenten herstellbar. Besonders
bevorzugt ist eine Komponente flüssig und eine andere Komponente pulverförmig.
[0019] Bevorzugt kann vorgesehen sein, dass der Druck in dem Innenraum der zumindest einen
Kartusche durch den Pumpvorgang um wenigstens 50% reduzierbar ist, bevorzugt um wenigstens
90% reduzierbar ist.
[0020] Die Ausgangskomponenten für das Mischgut, insbesondere für den PMMA-Knochenzement,
sind erfindungsgemäß bereits in den Kartuschen enthalten.
[0021] Die Vorrichtung ist erfindungsgemäß bevorzugt auch zum Lagern der Ausgangskomponenten
geeignet, insbesondere dann, wenn die Behälter in die Vorrichtung eingesetzt sind
oder die Behälter ein fester Teil der Vorrichtung sind. Besonders bevorzugt ist das
Mischgut ein Knochenzement, insbesondere ein PMMA-Knochenzement.
[0022] Mit einer Weiterbildung der Erfindung kann auch vorgesehen sein, dass mit dem Unterdruck
durch die Verbindungsleitung Gas aus dem Innenraum der zumindest einen Kartusche evakuierbar
ist und Gas aus einer Leitung zwischen dem Innenraum und einem Flüssigkeitsbehälter
evakuierbar ist und mit dem Unterdruck eine mit einer ersten Komponente des PMMA-Knochenzements
in der Kartusche zu mischenden Flüssigkeit aus dem Flüssigkeitsbehälter in den Innenraum
der Kartusche zu ziehen ist.
[0023] Mit einer Weiterentwicklung des Vakuummischsystems wird vorgeschlagen, dass die Pumpe
einen gasdichten Pumpraum aufweist und in der Pumpe ein beweglicher Kolben oder eine
bewegliche Wandung als Begrenzung des Pumpraums vorgesehen ist, wobei der Kolben oder
die Wandung mit der Energie des gespannten Rückstellelements in einer Richtung, bevorzugt
unidirektional, antreibbar ist, so dass durch die Bewegung des Kolbens oder der Wandung
der Pumpraum vergrößert wird und mit dem dadurch im Pumpraum entstehenden Unterdruck
der Innenraum der zumindest einen Kartusche durch die Verbindungsleitung evakuierbar
ist.
[0024] Alternativ kann auch vorgesehen sein, dass die Pumpe ein sich drehendes Rad, einen
periodisch arbeitenden Kolben oder eine periodisch arbeitende Membran aufweist. Die
Ausführung mit einem beweglichen Kolben oder einer beweglichen Wandung wird jedoch
erfindungsgemäß bevorzugt, da der Aufbau deutlich einfacher, fehlerunanfälliger (drehende
Teile könnten blockieren) und damit kostengünstiger ist, aber gleichzeitig für die
kurzzeitige Erzeugung eines Unterdrucks im Innenraum der Kartusche bereits ausreichend
ist. Aufgrund der speziellen Anforderungen, wie die des geringen Volumens des Innenraums
der Kartusche, sind aufwendigere Pumpensysteme nicht notwendig.
[0025] Bei dieser Ausführung kann auch vorgesehen sein, dass die Volumenvergrößerung des
Pumpraums mindestens so groß ist wie das freie Volumen des Innenraums der Kartusche,
bevorzugt die Volumenvergrößerung des Pumpraums mindestens so groß ist wie die Summe
des Volumens des Innenraums der Kartusche, in dem eine erste pulverförmige Komponente
des PMMA-Knochenzements enthalten ist, und des Volumens der Verbindungsleitung und
des Volumens einer Leitung zwischen dem Innenraum und einem Flüssigkeitsbehälter und
des Volumens einer mit der ersten Komponente des PMMA-Knochenzements in der Kartusche
zu mischenden Flüssigkeit in dem Flüssigkeitsbehälter, wobei die Flüssigkeit eine
zweite Komponente des PMMA-Knochenzements ist.
[0026] Hierdurch wird sichergestellt, dass die Pumpe den Innenraum der Kartusche evakuieren
kann. Dabei ist das Volumen des Pumpraums vor dem Pumpvorgang idealerweise möglichst
klein. Es kann also bevorzugt vorgesehen sein, dass das Volumen des Pumpraums nach
dem Pumpvorgang zumindest 5 mal größer ist als das Volumen des Pumpraums vor dem Pumpvorgang,
besonders bevorzugt zumindest 10 mal größer ist als das Volumen des Pumpraums vor
dem Pumvorgang.
[0027] Gemäß einer Weiterbildung der vorliegenden Erfindung kann vorgesehen sein, dass das
Vakuummischsystem eine Mischvorrichtung zum Mischen des Inhalts der zumindest einen
Kartusche aufweist, wobei bevorzugt die Mischvorrichtung im Innenraum der Kartusche
angeordnet ist und/oder manuell oder durch einen Motor antreibbar ist.
[0028] Bevorzugt weist die Kartusche eine druckdichte Durchführung auf, durch die ein Stab
oder ein Mischrohr durchgeführt ist, mit dem die Mischvorrichtung von außerhalb der
Kartusche zu bedienen ist. Dazu ist der Stab oder das Mischrohr bevorzugt drehbar
und in Längsrichtung verschiebbar in der Durchführung gelagert. Mit der Mischvorrichtung
kann der Inhalt der Kartusche gut durchmischt werden.
[0029] Ferner kann erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass das Vakuummischsystem weniger als
30 kg Gesamtgewicht hat, besonders bevorzugt weniger als 10 kg Gesamtgewicht hat.
[0030] Diese geringen Gewichte sind mit dem erfindungsgemäßen Aufbau der Mischvorrichtung
mit gespanntem Rückstellelement und der Pumpe möglich. Das geringe Gewicht hat den
Vorteil, dass die Mischvorrichtung mitgenommen werden kann und ohne Anschluss an Versorgungsleitungen
und ohne große Vorbereitungen einsetzbar ist.
[0031] Ein besonders einfach anzuwendendes Vakuummischsystem kann dadurch erzeugt werden,
dass das Vakuummischsystem ein manuell bedienbares Bedienelement aufweist, durch dessen
Bedienung die Energie aus dem gespannten Rückstellelement freisetzbar ist, wobei durch
die freigesetzte Energie die Pumpe anzutreiben ist und die angetriebene Pumpe den
Innenraum der Kartusche evakuiert. Hierdurch wird die Bedienung des Vakuummischsystems
vereinfacht. Trotz des kompakten Aufbaus kann so eine einfache Bedienung sichergestellt
werden.
[0032] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das
gespannte Rückstellelement eine gespannte Feder ist, besonders bevorzugt eine gespannte
Stahlfeder ist.
[0033] Gespannte Rückstellelemente halten die Energie auch über längere Zeiten. Zudem reicht
die geringe gespeicherte Energiemenge aus, um einen ausreichenden Unterdruck zum Evakuieren
des Innenraums der Kartusche sicherzustellen.
[0034] Andere Energiespeicher sind Batterien, Akkumulatoren oder Kondensatoren, mit denen
beispielsweise über eine elektromagnetische Wechselwirkung ein kurzzeitiger Impuls
zum Antreiben der Pumpe auslösbar ist. Ebenso könnte eine chemische Treibladung als
Energiespeicher dienen, um die Pumpe anzutreiben. Diese Energiespeicher sind jedoch
wesentlich aufwendiger und schwieriger Umzusetzen als Rückstellelemente wie Federn.
Daher sind gespannte Rückstellelemente wie Federn erfindungsgemäß besonders bevorzugt.
[0035] Es wird des Weiteren vorgeschlagen, dass in dem Innenraum der Kartusche ein beweglicher
Austragskolben zum Austragen des gemischten Knochenzements aus der Kartusche angeordnet
ist, wobei der Austragskolben vorzugsweise lösbar arretiert oder arretierbar ist,
um eine Bewegung des Austragskolbens unter Einwirkung des Unterdrucks zu verhindern.
[0036] Mit dem Austragskolben wird die Bedienung des Vakuummischsystems vereinfacht.
[0037] Ferner kann erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass die Pumpe durch das gespannte Rückstellelement,
insbesondere durch ein gespanntes Federelement anzutreiben ist, wobei bevorzugt eine
Expansion oder ein Zusammenziehen des Rückstellelements, insbesondere des Federelements
einen Unterdruck in dem Innenraum der Kartusche gegenüber der umgebenden Atmosphäre
erzeugt.
[0038] Dieser Aufbau ist besonders einfach und kostengünstig zu realisieren. Gleichzeitig
kann mit diesem Aufbau aber auch ein zuverlässig arbeitendes Vakuummischsystem aufgebaut
werden, das relativ unanfällig für Fehlfunktionen ist.
[0039] Gemäß einer Weiterentwicklung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Kartusche
eine mit Zementpulver gefüllte Zementkartusche ist und das Vakuummischsystem einen
von der Zementkartusche separaten Behälter aufweist, in dem eine Monomerflüssigkeit
enthalten ist, wobei der Behälter durch ein zu öffnendes Trennelement flüssigkeitsundurchlässig
mit dem Innenraum der Zementkartusche verbunden ist und der Innenraum der Zementkartusche
mit der Pumpe gasdurchlässig verbunden ist oder verbindbar ist.
[0040] Bei einer besonders bevorzugten Ausführung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass
die Pumpe aufgebaut ist mit:
- A) einem Hohlzylinder, wobei der Hohlzylinder mit dem Innenraum der Kartusche verbunden
oder verbindbar ist,
- B) einem gasdichten Verschluss an einem Hohlzylinderende,
- C) einem Kolben, der im Hohlzylinder gasdicht, axial beweglich angeordnet ist,
- D) mindestens einem Federelement als gespanntem Rückstellelement, das zwischen dem
Kolben und dem Verschluss angeordnet ist,
- E) einem Verbindungselement, das mit dem Kolben lösbar verbunden ist, das den Kolben
im Hohlzylinder positionsfest hält und das Federelement gespannt oder komprimiert
hält, wobei das Verbindungselement durch eine gasdichte Durchführung aus dem Hohlzylinder
herausgeführt ist und von Außen vom Kolben lösbar ist, wobei nach Lösung der Verbindung
des Verbindungselements durch Expansion des Federelements der Kolben axial entgegengesetzt
zum Verschluss bewegbar ist.
[0041] Dieser Aufbau ist besonders einfach und die Teile hierfür können aus Kunststoff durch
Spritzgießen gefertigt werden.
[0042] Bei dieser Ausführung kann vorgesehen sein, dass im Lagerungszustand das Federelement
komprimiert ist und mit dem Kolben der Pumpe durch das arretierte Verbindungselement
im komprimierten Zustand gehalten wird.
[0043] Ferner kann dabei vorgesehen sein, dass nach der Expansion des Federelements innerhalb
des Hohlzylinders der Kolben so verschoben ist, dass das Volumen des vom Hohlzylinder,
dem Verschluss und dem Kolben gebildeten Pumpraums mindestens gleich dem Volumen des
Innenraums der zu evakuierenden Kartusche ist.
[0044] Durch die Abstimmung der Volumina wird erreicht, dass die Pumpe für den genannten
Zweck ausreichend dimensioniert ist.
[0045] Des Weiteren kann vorgesehen sein, dass am Ende des Hohlzylinders ein Begrenzungselement
angeordnet ist, dass die Bewegung des Kolbens derart begrenzt, dass dieser nicht aus
dem Hohlzylinder austreten kann.
[0046] Gemäß einer Weiterentwicklung kann vorgesehen sein, dass der Kolben an der dem Verschluss
abgewandten Seite einen optischen Marker enthält, der bei erfolgter maximaler Bewegung
des Kolbens, an der Außenseite des Vakuummischsystems visuell erkennbar ist und dadurch
die Position des Kolbens nach seiner maximalen Bewegung anzeigt.
[0047] Hierdurch kann der Benutzer von Außen den Zustand des Vakuummischsystems erkennen.
[0048] Die der vorliegenden Erfindung zugrundeliegenden Aufgaben werden auch gelöst durch
ein Verfahren zur Vermischung von Polymethylmethacrylat-Knochenzement in einem Innenraum
einer Kartusche eines Vakuummischsystems, insbesondere eines erfindungsgemäßen Vakuummischsystems,
bei dem eine in einem in dem Vakuummischsystem integrierten Energiespeicher gespeicherte
Energie zum Antreiben einer Pumpe des Vakuummischsystems verwendet wird, wobei mit
der derart angetriebenen Pumpe der Innenraum der Kartusche evakuiert wird und in dem
Innenraum der Kartusche ein Knochenzement gemischt wird, wobei das Volumen eines Pumpraums
der Pumpe durch Entspannung eines Rückstellelements als integriertem Energiespeicher
vergrößert wird und durch den dadurch entstehenden Unterdruck der Innenraum der Kartusche
evakuiert wird.
[0049] Es kann mit einer Weiterbildung vorgesehen sein, dass ein Zementpulver in dem Innenraum
der Kartusche enthalten ist und ein Gas aus dem Innenraum der Kartusche mit der Pumpe
evakuiert wird, eine Monomerflüssigkeit in den Innenraum der Kartusche eingeleitet
wird und die Monomerflüssigkeit mit dem Zementpulver in dem evakuierten Innenraum
gemischt wird.
[0050] Dabei kann vorgesehen sein, dass ein Verbindungselement von einem Kolben der Pumpe
gelöst wird, anschließend ein komprimiertes Rückstellelement den Kolben axial in einem
Hohlzylinder der Pumpe bewegt, wodurch ein Unterdruck gegenüber der umgebenden Atmosphäre
erzeugt wird, dabei durch eine Verbindungsleitung Gas aus dem Innenraum der Kartusche
in den Hohlzylinder gesaugt wird, anschließend manuell oder motorgetrieben mit einer
Mischvorrichtung ein Zementpulver mit einer Monomerflüssigkeit vermischt wird, anschließend
die Kartusche mit dem gemischten Zementteig entnommen wird und durch axiale Bewegung
eines Austragskolbens der Zementteig aus der Kartusche gepresst wird. Ferner kann
vorgesehen sein, dass das Zementpulver in der Kartusche angeordnet ist, die Monomerflüssigkeit
in einem von der Kartusche separaten Behälter angeordnet ist, wobei die Monomerflüssigkeit
über ein Trennelement von dem Zementpulver in der Kartusche getrennt wird, das Trennelement
geöffnet wird, bevor das Verbindungselement von dem Kolben gelöst wird, so dass eine
flüssigkeitsdurchlässige Verbindung zwischen dem Innenraum der Kartusche und dem Behälter
gebildet wird, danach das komprimierte Federelement den Kolben axial im Hohlzylinder
bewegt, wodurch ein Unterdruck gegenüber der umgebenden Atmosphäre erzeugt wird, dabei
durch die Verbindungsleitung Gas aus dem Innenraum der Kartusche in den Hohlzylinder
gesaugt wird und durch den in dem Innenraum der Kartusche gebildeten Unterdruck Monomerflüssigkeit
in die Kartusche gesaugt wird.
[0051] Der Erfindung liegt die überraschende Erkenntnis zugrunde, dass es mit Hilfe einer
Pumpe und eines integrierten Energiespeichers in Form eines gespannten Rückstellelements,
in dem eine ausreichende Menge Energie gespeichert ist, um den Innenraum der Kartusche
mit der Pumpe zu evakuieren, gelingt, ein von äußeren Energiequellen und anderen Versorgungsleitungen
unabhängiges Vakuummischsystem bereitzustellen. Das erfindungsgemäße Vakuummischsystem
kann kompakt, leicht und platzsparend aufgebaut werden. Die Pumpe kann mit einfachsten
Mitteln aufgebaut werden, so dass das gesamte Vakuummischsystem als Einmalsystem verwendet
werden kann. Die Energie kann ferner und erfindungsgemäß bevorzugt auch dazu eingesetzt
werden, um mit der Pumpe eine Monomerflüssigkeit in das Zementpulver zu überführen.
Die beiden Komponenten des PMMA-Knochenzements können dann im Vakuum beziehungsweise
in dem Unterdruck gemischt werden.
[0052] Das erfindungsgemäße Vakuummischsystem hat ferner den Vorteil, dass die aus der Kartusche
evakuierten Gase nicht an die Umgebung abgegeben werden, da diese Gase dann nicht
gefiltert werden müssen, um unerwünschte Bestandteile (wie beispielsweise Methylmethacrylat-Dämpfe)
zu entfernen. Stattdessen verbleiben die Gase einfach in der Pumpe beziehungsweise
dem Pumpraum.
[0053] In Zementiersystemen nach der vorliegenden Erfindung ist eine Vorrichtung zur Erzeugung
eines Vakuums beziehungsweise zur Erzeugung eines Unterdrucks enthalten, die zur temporären
Erzeugung eines Unterdrucks vor und während der Vermischung einer pulverförmigen Komponente
mit einer flüssigen Monomerkomponente des Polymethylmethacrylat-Knochenzements geeignet
ist.
[0054] Die der Erfindung zugrundeliegende Idee basiert auf der Erkenntnis, dass nur eine
relativ geringe Energiemenge notwendig ist, um das Vakuum beziehungsweise den Unterdruck
in einer Kartusche zu erzeugen, der notwendig ist, um die Ausgangskomponenten eines
Knochenzements unter dem Unterdruck oder dem Vakuum zu mischen. Die Energiemenge,
um die Monomerflüssigkeit in das Zementpulver zu überführen, ist ebenfalls gering.
Diese geringe Energiemenge kann in einem internen Energiespeicher des Vakuummischsystems
gespeichert sein, mit dem die Pumpe angetrieben wird. Bereits die Energiemenge, die
in einer gespannten Stahlfeder oder einem anderen Rückstellelement gespeichert ist,
reicht erfindungsgemäß aus, um die Energie für einen Antrieb eines erfindungsgemäßen
Vakuummischsystems bereitzustellen.
[0055] Im Folgenden werden weitere Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand von vier schematisch
dargestellten Figuren erläutert, ohne jedoch dabei die Erfindung zu beschränken. Dabei
zeigt:
- Figur 1:
- eine schematische Querschnittansicht eines erfindungsgemäßen Vakuummischsystems im
Sterilisierungszustand vor dem Pumpvorgang;
- Figur 2:
- das Vakuummischsystem nach Figur 1 mit geschlossenem zweiteiligem Kolbensystem bereit
zum Evakuieren der Kartusche;
- Figur 3:
- das Vakuummischsystem nach Figur 1 und 2 mit ausgelöster Pumpe und evakuierter Kartusche
nach dem Pumpvorgang; und
- Figur 4:
- eine schematische Querschnittansicht eines weiteren alternativen erfindungsgemäßen
Vakuummischsystems.
[0056] Die Figuren 1 bis 3 zeigen eine schematische Querschnittansicht eines erfindungsgemäßen
Vakuummischsystems vor dem Pumpvorgang. Das Vakuummischsystem besteht im Wesentlichen
aus drei Teilen, einem Kartuschensystem 1, einem Flüssigkeitsbehälter 2 und einem
Fußteil 3. Dabei ist das Kartuschensystem 1 mit dem Flüssigkeitsbehälter 2 über das
Fußteil 3 verbunden. Das Fußteil 3 bildet dabei unter anderem den Standfuß des kompakten
Vakuummischsystems.
[0057] Das Kartuschensystem 1 weist eine zylindrische Kartusche 4 mit kreisförmiger Grundfläche
auf, die an dem Fußteil 3 senkrecht befestigt wird. Dazu ist an der Vorderseite der
Kartusche 4 eine Öffnung mit einem Innengewinde vorgesehen, die auf einen Stutzen
am Fußteil 3 mit einem Außengewinde aufgeschraubt ist. Im Inneren der Kartusche 4
ist ein Zementpulver (nicht gezeigt) enthalten. Zudem ist im Inneren der Kartusche
4 eine Mischvorrichtung 6 mit zwei oder mehr Mischflügeln 6 angeordnet, die an einem
Mischrohr 8 befestigt sind. Das Mischrohr 8 ist drehbar und in Längsrichtung verschiebbar
durch einen Sterilisationskolben 9 hindurchgeführt. Die Durchführung ist hierzu druckdicht
und gasdicht. Der Sterilisationskolben 9 weist eine Membran (nicht gezeigt) auf, die
für ein sterilisierendes Gas durchlässig ist aber für das Zementpulver nicht durchlässig
ist. Der Sterilisationskolben 9 wird nach dem Einfüllen des Zementpulvers in die Kartusche
4 eingesetzt und schließt den Innenraum der Kartusche 4 nach außen ab. Anschließend
kann der Inhalt der Kartusche 4 durch die durchlässige Membran mit Ethylendioxid sterilisiert
werden.
[0058] Ein Dichtungskolben 10 kann in den Sterilisationskolben 9 gedrückt und mit diesem
gas- und druckdicht verbunden werden. Die aneinander befestigten Kolben 9, 10 bilden
dann zusammen einen Austragskolben 9, 10, mit dem der Inhalt der Kartusche 4 durch
die bodenseitige Öffnung herausgepresst werden kann. Zunächst ist der Sterilisationskolben
9 aber an der gegenüberliegenden Seite (in Figuren 1 bis 3 oben) arretiert, wobei
die Arretierung lösbar ist.
[0059] An dem Mischrohr 8 ist außerhalb der Kartusche 4 ein Griffstück 11 befestigt, mit
dem die Mischflügel 6 im Inneren der Kartusche 4, also im Innenraum der Kartusche
4 manuell drehbar und in Längsrichtung der Kartusche 4 verschiebbar sind.
[0060] In dem Dichtungskolben 10 ist eine Durchführung vorgesehen, die an eine Verbindungsleitung
12 in Form einer flexiblen Vakuumleitung 12 angeschlossen ist. Der Dichtungskolben
10 ist ansonsten dicht. Die Vorderseite der Kartusche 4 (in den Figuren 1 bis 3 unten)
ist durch das Fußteil 3 über eine Flüssigkeitsleitung 14 druckdicht mit dem Flüssigkeitsbehälter
2 verbunden. In der Flüssigkeitsleitung 14 ist ein Siphon 16 vorgesehen, mit dem verhindert
wird, dass ein in dem Flüssigkeitsbehälter 2 enthaltenes Monomer (nicht gezeigt) ungewollt
bis in die Kartusche 4 vordringen kann. Die Vakuumleitung 12 ist ebenfalls in das
Fußteil 3 geführt und dort in dem Fußteil 3 bis zu einer Pumpe 18 geführt, so dass
die Durchführung im Dichtungskolben 10 über die Vakuumleitung 12 druckdicht mit der
Pumpe 18 genauer mit dem Innenraum der Pumpe 18 verbunden ist.
[0061] Die Pumpe 18 weist einen stabilen Hohlzylinder 20 auf, der über einen Kolben 22 druckdicht
in zwei Teile getrennt ist. In dem hinteren Teil (in den Figuren 1 bis 3 links) des
Innenraums im Hohlzylinder 20 ist die Mündung 24 beziehungsweise der Anschluss 24
für die Vakuumleitung 12 vorgesehen. Dieser Teil des Innenraums des Hohlzylinders
20 bildet einen Pumpraum 26. Ein Unterdruck im Pumpraum 26 kann damit durch die Vakuumleitung
12 bis in den Innenraum der Kartusche 4 wirken, beziehungsweise ein Gas aus dem Innenraum
der Kartusche 4 evakuiert werden, wenn der Dichtungskolben 10, wie in den Figuren
2 und 3 gezeigt, mit dem Sterilisationskolben 9 verbunden ist.
[0062] Das Vakuummischsystem zeichnet sich durch eine gespannte Stahlfeder 28 aus, die im
Pumpraum 26 um eine Schraube 30 und um eine zylindrische Verlängerung am Kolben 22
herum angeordnet ist. Die Schraube 30 ist gas- und druckdicht sowie drehbar durch
eine Durchführung in den Pumpraum 26 geführt. Die Schraube 30 bildet dafür einen Verschluss
des Pumpraums 26 beziehungsweise des Innenraums des Hohlzylinders 20. Dadurch ist
der Pumpraum 26 bis auf den Anschluss 24 dicht. Die Schraube 30 ist mit einem Außengewinde
32 in ein Innengewinde 33 in der zylindrischen Verlängerung des Kolbens 22 geschraubt
und hält damit den Kolben 22 in Position. Die Stahlfeder 28 ist zwischen dem Kolben
22 und der Seite (der Grundfläche) des Hohlzylinders 20 mit der Durchführung für die
Schraube 30 (diese Seite ist in den Figuren 1 bis 3 auf der linken Seite des Hohlzylinders
20 eingezeichnet) zusammengepresst beziehungsweise gespannt. Die Stahlfeder 28 wird
also als Druckfeder 28 verwendet. In der Spannung der Druckfeder 28 ist eine Energiemenge
gespeichert, die ausreicht, um mit der Pumpe 18 den Innenraum der Kartusche 4, die
Vakuumleitung 12 und die Flüssigkeitsleitung 14 zu evakuieren und die Monomerflüssigkeit
aus dem Flüssigkeitsbehälter 2 durch die Flüssigkeitsleitung 14 in den Innenraum der
Kartusche 4 zu ziehen.
[0063] An der der Schraube 28 gegenüberliegenden Seite des Kolbens 22 ist ein Fortsatz 34
in Form eines Stifts 34 angeordnet, der durch eine Öffnung 36 in der Grundfläche des
Hohlzylinders 20, die der Grundfläche mit der Durchführung für die Schraube 30 gegenüberliegt,
aus dem Hohlzylinder 20 heraustreten kann. Wenn der Stift 34 aus der Öffnung 36 herausragt,
kann von Außen unmittelbar erkannt werden, dass die Pumpe 18 ausgelöst hat und der
Pumpvorgang abgeschlossen ist.
[0064] In dem Flüssigkeitsbehälter 2 ist eine Glasampulle 40 mit einem abbrechbaren Kopf
42 angeordnet. In der Glasampulle 40 ist die Monomerflüssigkeit enthalten. Der Kopf
42 der Glasampulle 40 kann durch Drehen eines Drehhebels 44 abgebrochen oder abgeschert
werden. Der Drehhebel 44 öffnet damit die Verbindung und stellt so eine Verbindung
zwischen der Monomerflüssigkeit und der Flüssigkeitsleitung 14 her. Zusätzlich kann
am Eingang von dem Flüssigkeitsbehälter 2 in die Flüssigkeitsleitung 14 auch noch
ein Ventilelement (nicht gezeigt) vorgesehen sein, das mit dem Drehhebel 44 geöffnet
werden kann. Der Flüssigkeitsbehälter 2 ist mit einem Deckel 46 gas- und druckdicht
verschlossen, nachdem die Glasampulle 40 in den Flüssigkeitsbehälter 2 eingesetzt
wurde. Nach dem Aufbrechen der Glasampulle 40 ist die Monomerflüssigkeit in dem Flüssigkeitsbehälter
2 verfügbar und kann durch die Flüssigkeitsleitung 14 in den Innenraum der Ampulle
4 geleitet werden, in dem ein Unterdruck in dem Innenraum der Ampulle 4 verwendet
wird, um die Monomerflüssigkeit aus dem Flüssigkeitsbehälter 2 in den Innenraum der
Ampulle 4 zu saugen. Im Innenraum der Ampulle 4 kann die Monomerflüssigkeit dann mit
dem Zementpulver mit der Mischvorrichtung 6 unter Vakuum beziehungsweise unter Unterdruck
gemischt werden, um den Knochenzement beziehungsweise eine Knochenzementpaste zu erzeugen.
[0065] Das Vakuummischsystem zeichnet sich erfindungsgemäß durch das folgende Verfahren
aus. Die Pumpe 18 wird ausgelöst, indem die Schraube 30 mit dem Außengewinde 28 aus
dem Innengewinde 33 des Kolbens 22 herausgedreht wird. Dies wird gemacht, wenn die
Kartusche 4 durch Einsetzen des Dichtungskolbens 10 Einsatzbereit ist, wie in Figur
2 gezeigt. Nach dem Lösen der Schraube 30 wird die Energie der komprimierten Stahlfeder
28 freigesetzt und der Kolben 22 wird in Richtung der Öffnung 36 beschleunigt. Durch
diese Bewegung wird der Pumpraum 26 vergrößert. Dadurch wird der Druck im Pumpraum
26 verringert. Gas strömt aus der Vakuumleitung 12, dem Innenraum der Kartusche 4
und der Flüssigkeitsleitung 14 in den Pumpraum. Der Innenraum der Kartusche 4 wird
so evakuiert.
[0066] Der Kolben 22 wird bis zum Ende des Hohlzylinders 20 (in den Figuren 1 bis 3 rechts)
beschleunigt, bis der Stift 34 aus der Öffnung 36 herausragt. Diese Anordnung ist
in Figur 3 gezeigt. Die Volumenzunahme des Pumpraums 26 muss ausreichen, um das Gas
aus der Vakuumleitung 12, dem Innenraum der Kartusche 4 und der Flüssigkeitsleitung
14 zu evakuieren und die Monomerflüssigkeit aus dem Flüssigkeitsbehälter 2 in den
Innenraum der Kartusche 4 zu ziehen. Bevorzugt ist der expandierte Pumpraum 26, wie
in Figur 3 gezeigt, dazu größer als die Volumina der Leitungen 12, 14, des Innenraums
der Kartusche 4 und des Flüssigkeitsvolumens der Monomerflüssigkeit. Hierbei sei daran
erinnert, dass die Figuren 1 bis 3 bezüglich der Größenverhältnisse des Pumpraums
26 und der anderen Volumina nur schematisch dargestellt sind.
[0067] Wenn die Ausgangskomponenten im Innenraum der Kartusche 4 gemischt wurden, wird das
Mischrohr 8 soweit es geht aus dem Innenraum der Kartusche 4 nach oben herausgezogen
und kann dann an einer Sollbruchstelle abgebrochen werden. Der Dichtungskolben 10
wird gegen den Sterilisationskolben 9 gedreht und somit die Gasdurchführung durch
den Dichtungskolben 10 verschlossen. Die Vakuumleitung 12 wird vom Dichtungskolben
10 abgezogen. Die Kartusche 4 wird vom Fußteil 3 abgeschraubt und in das Innengewinde
ein Austragsrohr (nicht gezeigt) eingeschraubt, durch das der gemischte Knochenzement
appliziert werden kann. Der aus dem Sterilisationskolben 9 und dem Dichtungskolben
10 zusammengesetzte Förderkolben oder Austragskolben wird entrastet und kann mit einem
Applikationsgerät (nicht gezeigt) ins Innere der Kartusche 4 getrieben werden. Dadurch
wird der Inhalt der Kartusche 4, also der unter Unterdruck gemischte Knochenzement
aus der gegenüberliegenden Öffnung und durch das aufgeschraubte Austragsrohr ausgepresst.
[0068] Die Bauteile des Vakuummischsystems können bis auf die Glasampulle 40 und die Stahlfeder
28 und die Ausgangskomponenten des Knochenzements durch Spritzgießen aus einem Kunststoff
gefertigt werden. Die Leitungen 12, 14 können aus einem anderen Kunststoff bestehen.
Die Vakuumleitung 12 muss flexibel sein, um den Dichtungskolben 10 beweglich auf dem
Mischrohr 8 anordnen zu können.
[0069] Die Leitungen 12, 14 und die Pumpe 18 sind bis auf den Kopf der Schraube 30 in einem
Gehäuse aus Kunststoff angeordnet, das einen flachen Boden aufweist, damit das Vakuummischsystem
auf einer flachen Unterlage aufgestellt werden kann.
[0070] Mit dem beschriebenen Vakuummischsystem können die beiden Ausgangskomponenten des
Knochenzements gelagert und zu einem beliebigen späteren Zeitpunkt unter Vakuum gemischt
werden. Dabei muss das Vakuummischsystem an keine externe Versorgung (Strom, Wasser
oder Druckgas) angeschlossen werden. Die zum Erzeugen des Unterdrucks notwendige Energie
ist in der gespannten Stahlfeder 28 als Energiespeicher gespeichert. Alternativ zu
der Druckfeder 28 könnte auch eine gespannte Zugfeder eingesetzt werden, die zwischen
der Öffnung 36 und dem Kolben 22 im Innenraum des Hohlzylinders 20 auf Zug gespannt
ist, oder es könnte eine gespannte Gasfeder eingesetzt werden. Der Aufbau mit einer
Stahlfeder 28 insbesondere mit einer Druckfeder 28 ist jedoch einfacher und kostengünstiger.
[0071] Die Figur 4 zeigt eine schematische Querschnittansicht eines weiteren erfindungsgemäßen
Vakuummischsystems mit vereinfachtem Aufbau. Das Vakuummischsystem umfasst ein Kartuschensystem
51, das auf einem Standfuß 53 aufgeschraubt ist. Das Kartuschensystem 51 umfasst eine
Kartusche 54 mit einem zylindrischen Innenraum. Der Innenraum der Kartusche 54 ist
an der Vorderseite (in Figur 4 unten) geschlossen, wobei die vordere Austragsöffnung
ein Innengewinde aufweist und die Kartusche 54 mit dem Innengewinde auf ein Außengewinde
am Standfuß 53 aufgeschraubt ist.
[0072] Im Innenraum sind Mischflügel 56 einer Mischvorrichtung 56 an einem im Innenraum
der Kartusche 54 in Längsrichtung beweglichen und axial drehbaren Mischrohr 58 angeordnet.
Das Mischrohr 58 ist dazu durch einen zweiteiligen Austragskolben 59, 60 geführt,
der aus einem Sterilisationskolben 59 und einem Dichtungskolben 60 besteht. Die Funktion
der beiden Austragskolbenteile 59, 60 entspricht der Funktion der Austragskolbenteile
9, 10 gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel. Das Mischrohr 58 endet an einem Griffstück
61, mit dem die Mischvorrichtung 56 von außerhalb der Kartusche 54 bedienbar ist.
[0073] Im Gegensatz zu der Ausführung nach den Figuren 1 bis 3 hat diese Ausführung keine
Flüssigkeitsleitung, die in dem Anschlussbereich (in Figur 4 unten) in die Kartusche
54 einmünden müsste. Bei der Ausführung nach Figur 4 werden alle Komponenten des Knochenzements
einfach an der Rückseite der Kartusche 54 (in Figur 4 oben) in den Innenraum der Kartusche
54 eingefüllt. Dazu sind die beiden Kolbenteile 59, 60 zunächst von der Kartusche
54 gelöst. Nach dem Einfüllen der Ausgangskomponenten wird zuerst der Sterilisationskolben
59 eingesetzt, der Inhalt kurz sterilisiert (hierzu ist der Sterilisationskolben 59
für Ethylendioxid durchlässig) und anschließend der Dichtungskolben 60 mit einer daran
angeschlossenen flexiblen Verbindungsleitung 62 beziehungsweise Vakuumleitung 62 in
den Sterilisationskolben 59 eingesetzt und mit diesem über eine Rastung verbunden.
Durch das Einsetzen des Dichtungskolbens 60 wird der Innenraum der Kartusche 54 nach
außen, bis auf den Anschluss für die Vakuumleitung 62 nach außen gas- und druckdicht
abgedichtet.
[0074] Die Vakuumleitung 62 ist mit einer Pumpe 68 verbunden, die mit einem an den Grundflächen
einseitig bereichsweise geöffneten (in Figur 4 unten geöffneten) Hohlzylinder 70 aufgebaut
ist, der senkrecht mit dem Standfuß 53 verbunden ist. Die Pumpe 68 weist zudem einen
Kolben 72 auf, der in einem nicht arretierten Zustand (in Figur 4 nicht gezeigt) im
Hohlzylinder 70 axial beweglich ist und der den Innenraum des Hohlzylinders 70 in
zwei voneinander gas- und druckdichte Teile unterteilt. Über einen Anschluss 74 mündet
die Vakuumleitung 62 in einen Pumpraum 76, der nach außen gas- und druckdicht abgeschlossen
ist. Zwischen dem Kolben 72 und der oberen Deckgrundfläche des Hohlzylinders 70 (in
Figur 4 oben) ist im Pumpraum 76 eine gespannte Druckfeder 78 angeordnet, die den
Kolben 72 in Richtung der dem Standfuß 53 zugewandten Grundfläche des Hohlzylinders
70 drückt. Der Grund dafür, dass sich der Kolben 72 im arretierten Zustand nicht aufgrund
der Druckfeder 78 bewegt, liegt daran, dass der Kolben 72 mit einer von außen manuell
bedienbaren Schraube 80 gesichert ist. Die Schraube 80 weist dazu ein Außengewinde
82 auf, das in ein Innengewinde 83 in einem axialen Rohrstück des Kolbens 72 greift
und diesen dadurch in Position hält. Die Schraube 80 ist gas- und druckdicht und drehbar
durch die obere Deckfläche des Hohlzylinders 70 geführt. Durch Drehen der Schraube
80 kann diese von dem Kolben 72 gelöst werden und die Pumpe 68 wird ausgelöst. Die
Schraube 80 dient somit als manuelles Bedienelement zum Abrufen der Energie aus der
Druckfeder 78, die als Energiespeicher dient.
[0075] Die Druckfeder 78 beschleunigt den entarretierten beziehungsweise gelösten Kolben
72 in Richtung des Standfußes 53. Während die Luft aus dem, dem Standfuß 53 zugewandten
Teil des Innenraums des Hohlzylinders 70 durch eine Öffnung 86 entweicht, nimmt der
Druck in dem expandierenden Pumpraum 76 ab. Dadurch werden Gase aus der Vakuumleitung
62 und durch die Vakuumleitung 62 aus dem Innenraum der Kartusche 54 evakuiert. Der
Kolben 72 wird von der Druckfeder 78 bis zum Anschlag an die dem Standfuß 53 zugewandten
Grundfläche des Hohlzylinders 70 gedrückt. Dabei wird ein Fortsatz 84 an der dem Standfuß
53 zugewandten Seite des Kolbens 72 durch die Öffnung 86 gedrückt und kippt dort einen
Kipphebel 87. Durch die Bewegung und die Position des Kipphebels 87 kann von außen
erkannt werden, dass und ob die Pumpe 68 den Pumpvorgang abgeschlossen hat. Die Volumenvergrößerung
des Pumpraums 76 durch den Pumpvorgang reicht dazu aus, ein ausreichendes Vakuum in
dem Innenraum der Kartusche 54 zu erzeugen. Ein Vakuum kann bereits dann ausreichend
sein, wenn der Druck in dem Innenraum der Kartusche 54 um wenigstens 50% reduziert
wird, bevorzugt jedoch um wenigstens 90% reduziert wird.
[0076] Nachdem der Innenraum der Kartusche 54 evakuiert wurde, können die darin eingefüllten
Ausgangskomponenten mit der Mischvorrichtung 56 durch Bewegen des Mischrohrs 58 mit
dem Griff 61 durchmischt werden. Anschließend wird der Dichtungskolben 60 gegen den
Sterilisationskolben 59 gedreht und somit die Gasdurchführung durch den Dichtungskolben
60 verschlossen. Die Vakuumleitung 62 wird vom Dichtungskolben 60 abgezogen beziehungsweise
entfernt. Die Kartusche 54 wird vom Standfuß 53 abgeschraubt und in das Innengewinde
ein Austragsrohr (nicht gezeigt) eingeschraubt, durch das der gemischte Knochenzement
aus der Kartusche 54 appliziert werden kann. Der aus dem Sterilisationskolben 59 und
dem Dichtungskolben 60 zusammengesetzte Austragskolben 59, 60 wird entrastet und kann
mit einem Applikationsgerät, das heißt mit einer üblichen Auspressvorrichtung (nicht
gezeigt), ins Innere der Kartusche 54 getrieben werden. Dadurch wird der Inhalt der
Kartusche 54 also der unter Unterdruck gemischte Knochenzement aus der gegenüberliegenden
Öffnung und durch das aufgeschraubte Austragsrohr ausgepresst.
[0077] Die Bauteile des Vakuummischsystems können bis auf die Ausgangskomponenten des Knochenzements
durch Spritzgießen eines Kunststoffs gefertigt werden. Bevorzugt besteht aber auch
die Druckfeder 78 aus Stahl. Die Vakuumleitung 62 kann aus einem anderen Kunststoff
bestehen. Die Vakuumleitung 62 muss flexibel sein, um den Dichtungskolben 60 beweglich
auf dem Mischrohr 58 anordnen zu können.
[0078] Das Vakuummischsystem muss an keine externe Versorgung (Strom, Wasser oder Druckgas)
angeschlossen werden, um voll funktionsfähig zu sein. Dadurch stört das Vakuummischsystem
weniger als herkömmliche Vakuummischsysteme und ist auch mobil jederzeit einsetzbar.
Die zum Erzeugen des Unterdrucks beziehungsweise Vakuums notwendige Energie ist in
der gespannten Druckfeder 78 als Energiespeicher gespeichert, die sich leicht durch
bedienen der Schraube 80 auslösen lässt. Alternativ zu der Druckfeder 78 könnte auch
eine gespannte Zugfeder oder eine gespannte Gasfeder eingesetzt werden. Der Aufbau
mit einer Druckfeder 78 aus Stahl ist einfacher und kostengünstiger und daher bevorzugt.
[0079] Die in der voranstehenden Beschreibung, sowie den Ansprüchen, Figuren und Ausführungsbeispielen
offenbarten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln, als auch in jeder beliebigen
Kombination für die Verwirklichung der Erfindung in ihren verschiedenen Ausführungsformen
wesentlich sein.
Bezugszeichenliste
[0080]
- 1, 51
- Kartuschensystem
- 2
- Flüssigkeitsbehälter
- 3
- Fußteil
- 4, 54
- Kartusche
- 6, 56
- Mischflügel
- 8, 58
- Mischrohr
- 9, 59
- Sterilisationskolben
- 10, 60
- Dichtungskolben
- 11, 61
- Griffstück
- 12, 62
- Verbindungsleitung / Vakuumleitung
- 14
- Flüssigkeitsleitung
- 16
- Siphon
- 18, 68
- Pumpe
- 20, 70
- Hohlzylinder
- 22, 72
- Kolben
- 24, 74
- Mündung / Anschluss
- 26, 76
- Pumpraum
- 28, 78
- Feder
- 30, 80
- Verbindungselement / Schraube
- 32, 82
- Außengewinde
- 33, 83
- Innengewinde
- 34, 84
- Fortsatz / Stift
- 36, 86
- Öffnung
- 40
- Glasampulle
- 42
- Kopf der Glasampulle
- 44
- Drehhebel
- 46
- Deckel
- 53
- Standfuß
- 87
- Kipphebel
- 90
- Gewindeaufsatz
1. Vakuummischsystem zum Mischen von Polymethylmethacrylat-Knochenzement aufweisend
zumindest eine Kartusche (4, 54) mit einem evakuierbaren Innenraum zum Mischen des
Knochenzements,
eine Pumpe (18, 68) zum Erzeugen eines Unterdrucks und
eine Verbindungsleitung (12, 62), die den Innenraum der zumindest einen Kartusche
(4, 54) mit der Pumpe (18, 68) zum Erzeugen eines Unterdrucks verbindet,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Vakuummischsystem ein gespanntes Rückstellelement (28, 78) zum Antreiben der Pumpe
(18, 68) aufweist, das mit der Pumpe (18, 68) verbunden oder verbindbar ist und in
dem Energie für wenigstens einen Pumpvorgang der Pumpe (18, 68) gespeichert ist, wobei
bei dem Pumpvorgang durch einen Verbrauch von Energie aus dem gespannten Rückstellelement
(28, 78) mit der Pumpe (18, 68) ein Unterdruck erzeugbar ist, so dass mit dem Unterdruck
durch die Verbindungsleitung (12, 62) Gas aus dem Innenraum der zumindest einen Kartusche
(4, 54) evakuierbar ist.
2. Vakuummischsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Pumpe (18, 68) einen gasdichten Pumpraum (26, 76) aufweist und in der Pumpe (18,
68) ein beweglicher Kolben (22, 72) oder eine bewegliche Wandung als Begrenzung des
Pumpraums (26, 76) vorgesehen ist, wobei der Kolben (22, 72) oder die Wandung mit
der Energie des gespannten Rückstellelements (28, 78) in einer Richtung, bevorzugt
unidirektional, antreibbar ist, so dass durch die Bewegung des Kolbens (22, 72) oder
der Wandung der Pumpraum (26, 76) vergrößert wird und mit dem dadurch im Pumpraum
(26, 76) entstehenden Unterdruck der Innenraum der zumindest einen Kartusche (4, 54)
durch die Verbindungsleitung (12, 62) evakuierbar ist.
3. Vakuummischsystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass
die Volumenvergrößerung des Pumpraums (26, 76) mindestens so groß ist wie das freie
Volumen des Innenraums der Kartusche (4, 54), bevorzugt die Volumenvergrößerung des
Pumpraums (26, 76) mindestens so groß ist wie die Summe des Volumens des Innenraums
der Kartusche (4, 54), in dem eine erste pulverförmige Komponente des PMMA-Knochenzements
enthalten ist, und des Volumens der Verbindungsleitung (12, 62) und des Volumens einer
Leitung (14) zwischen dem Innenraum und einem Flüssigkeitsbehälter (2) und des Volumens
einer mit der ersten Komponente des PMMA-Knochenzements in der Kartusche (4, 54) zu
mischenden Flüssigkeit in dem Flüssigkeitsbehälter (2), wobei die Flüssigkeit eine
zweite Komponente des PMMA-Knochenzements ist.
4. Vakuummischsystem nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass
das Vakuummischsystem eine Mischvorrichtung (6, 56) zum Mischen des Inhalts der zumindest
einen Kartusche (4, 54) aufweist, wobei bevorzugt die Mischvorrichtung (6, 56) im
Innenraum der Kartusche (4, 54) angeordnet ist und manuell oder durch einen Motor
antreibbar ist.
5. Vakuummischsystem nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass
das Vakuummischsystem weniger als 30 kg Gesamtgewicht hat, besonders bevorzugt weniger
als 10 kg Gesamtgewicht hat.
6. Vakuummischsystem nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass
das Vakuummischsystem ein manuell bedienbares Bedienelement (30, 80) aufweist, durch
dessen Bedienung die Energie aus dem gespannten Rückstellelement (28, 78) freisetzbar
ist, wobei durch die freigesetzte Energie die Pumpe (18, 68) anzutreiben ist und die
angetriebene Pumpe (18, 68) den Innenraum der Kartusche (4, 54) evakuiert.
7. Vakuummischsystem nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass
das gespannte Rückstellelement (28, 78) eine gespannte Feder (28, 78), besonders bevorzugt
eine gespannte Stahlfeder (28) ist.
8. Vakuummischsystem nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass
in dem Innenraum der Kartusche (4, 54) ein beweglicher Austragskolben (9, 10, 59,
60) zum Austragen des gemischten Knochenzements aus der Kartusche (4, 54) angeordnet
ist, wobei der Austragskolben (9, 10, 59, 60) vorzugsweise lösbar arretiert oder arretierbar
ist, um eine Bewegung des Austragskolbens (9, 10, 59, 60) unter Einwirkung des Unterdrucks
zu verhindern.
9. Vakuummischsystem nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass
die Pumpe (18, 68) durch das gespannte Rückstellelement (28, 78), insbesondere durch
ein gespanntes Federelement (28, 78) anzutreiben ist, wobei bevorzugt eine Expansion
oder ein Zusammenziehen des Rückstellelements (28, 78), insbesondere des Federelements
(28, 78) einen Unterdruck in dem Innenraum der Kartusche (4, 54) gegenüber der umgebenden
Atmosphäre erzeugt.
10. Vakuummischsystem nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass
die Kartusche (4, 54) eine mit Zementpulver gefüllte Zementkartusche (4, 54) ist und
das Vakuummischsystem einen von der Zementkartusche (4, 54) separaten Behälter (2)
aufweist, in dem eine Monomerflüssigkeit enthalten ist, wobei der Behälter (2) durch
ein zu öffnendes Trennelement (44) flüssigkeitsundurchlässig mit dem Innenraum der
Zementkartusche (4, 54) verbunden ist und der Innenraum der Zementkartusche (4, 54)
mit der Pumpe (18, 68) gasdurchlässig verbunden ist oder verbindbar ist.
11. Vakuummischsystem nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass
die Pumpe (18, 68) aufgebaut ist mit
einem Hohlzylinder (20, 70), wobei der Hohlzylinder (20, 70) mit dem Innenraum der
Kartusche (4, 54) verbunden oder verbindbar ist,
einem gasdichten Verschluss an einem Hohlzylinderende,
einem Kolben (22, 72), der im Hohlzylinder (20, 70) gasdicht, axial beweglich angeordnet
ist,
mindestens einem Federelement (28, 78) als gespanntem Rückstellelement (28, 78), das
zwischen dem Kolben (22, 72) und dem Verschluss angeordnet ist,
einem Verbindungselement (30, 80), das mit dem Kolben (22, 72) lösbar verbunden ist,
das den Kolben (22, 72) im Hohlzylinder (20, 70) positionsfest hält und das Federelement
(28, 78) gespannt oder komprimiert hält, wobei das Verbindungselement (30, 80) durch
eine gasdichte Durchführung aus dem Hohlzylinder (20, 70) herausgeführt ist und von
Außen vom Kolben (22, 72) lösbar ist,
wobei nach Lösung der Verbindung des Verbindungselements (30, 80) durch Expansion
des Federelements (28, 78) der Kolben (22, 72) axial entgegengesetzt zum Verschluss
bewegbar ist.
12. Vakuummischsystem nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass
im Lagerungszustand das Federelement (28, 78) komprimiert ist und mit dem Kolben (22,
72) der Pumpe (18, 68) durch das arretierte Verbindungselement (30, 80) im komprimierten
Zustand gehalten wird.
13. Vakuummischsystem nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass
nach der Expansion des Federelements (28, 78) innerhalb des Hohlzylinders (20, 70)
der Kolben (22, 72) so verschoben ist, dass das Volumen des vom Hohlzylinder (20,
70), dem Verschluss und dem Kolben (22, 72) gebildeten Pumpraums (26, 76) mindestens
gleich dem Volumen des Innenraums der zu evakuierenden Kartusche (4, 54) ist.
14. Vakuummischsystem nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch
gekennzeichnet, dass
am Ende des Hohlzylinders (20, 70) ein Begrenzungselement angeordnet ist, dass die
Bewegung des Kolbens (22, 72) derart begrenzt, dass dieser nicht aus dem Hohlzylinder
(20, 70) austreten kann.
15. Vakuummischsystem nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch
gekennzeichnet, dass
der Kolben (22, 72) an der dem Verschluss abgewandten Seite einen optischen Marker
(34, 87) enthält, der bei erfolgter maximaler Bewegung des Kolbens (22, 72), an der
Außenseite des Vakuummischsystems visuell erkennbar ist und dadurch die Position des
Kolbens (22, 72) nach seiner maximalen Bewegung anzeigt.
16. Verfahren zur Vermischung von Polymethylmethacrylat-Knochenzement in einem Innenraum
einer Kartusche (4, 54) eines Vakuummischsystems, insbesondere eines Vakuummischsystems
nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei eine in einem in dem Vakuummischsystem
integrierten Energiespeicher (28, 78) gespeicherte Energie zum Antreiben einer Pumpe
(18, 68) des Vakuummischsystems verwendet wird, wobei mit der derart angetriebenen
Pumpe (18, 68) der Innenraum der Kartusche (4, 54) evakuiert wird und in dem Innenraum
der Kartusche (4, 54) ein Knochenzement gemischt wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Volumen eines Pumpraums (26, 76) der Pumpe (18, 68) durch Entspannung eines Rückstellelements
(28, 78) als integriertem Energiespeicher (28, 78) vergrößert wird und durch den dadurch
entstehenden Unterdruck der Innenraum der Kartusche (4, 54) evakuiert wird.
17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass
ein Zementpulver in dem Innenraum der Kartusche (4, 54) enthalten ist und ein Gas
aus dem Innenraum der Kartusche (4, 54) mit der Pumpe (18, 68) evakuiert wird, eine
Monomerflüssigkeit in den Innenraum der Kartusche (4, 54) eingeleitet wird und die
Monomerflüssigkeit mit dem Zementpulver in dem evakuierten Innenraum der Kartusche
(4, 54) gemischt wird.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dass
die Pumpe (18, 68) aufgebaut ist mit
einem Hohlzylinder (20, 70), wobei der Hohlzylinder (20, 70) mit dem Innenraum der
Kartusche (4, 54) verbunden oder verbindbar ist,
einem gasdichten Verschluss an einem Hohlzylinderende,
einem Kolben (22, 72), der im Hohlzylinder (20, 70) gasdicht, axial beweglich angeordnet
ist,
mindestens einem Federelement (28, 78) als gespanntem Rückstellelement (28, 78), das
zwischen dem Kolben (22, 72) und dem Verschluss angeordnet ist,
einem Verbindungselement (30, 80), das mit dem Kolben (22, 72) lösbar verbunden ist,
das den Kolben (22, 72) im Hohlzylinder (20, 70) positionsfest hält und das Federelement
(28, 78) gespannt oder komprimiert hält, wobei ein Verbindungselement (30, 80) von
einem Kolben (22, 72) der Pumpe (18, 68) gelöst wird,
anschließend ein komprimiertes Rückstellelement (28, 78) den Kolben (22, 72) axial
in einem Hohlzylinder (20, 70) der Pumpe (18, 68) bewegt, wodurch ein Unterdruck gegenüber
der umgebenden Atmosphäre erzeugt wird,
dabei durch eine Verbindungsleitung (12, 62) Gas aus dem Innenraum der Kartusche (4,
54) in den Hohlzylinder (20, 70) gesaugt wird,
anschließend manuell oder motorgetrieben mit einer Mischvorrichtung (6, 56) ein Zementpulver
mit einer Monomerflüssigkeit vermischt wird,
anschließend die Kartusche (4, 54) mit dem gemischten Zementteig entnommen wird und
durch axiale Bewegung eines Austragskolbens (9, 10, 59, 60) der Zementteig aus der
Kartusche (4, 54) gepresst wird.
19. Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass
das Zementpulver in der Kartusche (4, 54) angeordnet ist,
die Monomerflüssigkeit in einem von der Kartusche (4, 54) separaten Behälter (2) angeordnet
ist, wobei die Monomerflüssigkeit über ein Trennelement (44) von dem Zementpulver
in der Kartusche (4, 54) getrennt wird,
das Trennelement (44) geöffnet wird, bevor das Verbindungselement (30, 80) von dem
Kolben (22, 72) gelöst wird, so dass eine flüssigkeitsdurchlässige Verbindung zwischen
dem Innenraum der Kartusche (4, 54) und dem Behälter (2) gebildet wird,
danach das komprimierte Federelement (28, 78) den Kolben (22, 72) axial im Hohlzylinder
(20, 70) bewegt, wodurch ein Unterdruck gegenüber der umgebenden Atmosphäre erzeugt
wird,
dabei durch die Verbindungsleitung (12, 62) Gas aus dem Innenraum der Kartusche (4,
54) in den Hohlzylinder (20, 70) gesaugt wird und durch den in dem Innenraum der Kartusche
(4, 54) gebildeten Unterdruck Monomerflüssigkeit in die Kartusche (4, 54) gesaugt
wird.
1. Vacuum mixing system for the mixing of polymethylmethacrylate bone cement, comprising
at least one cartridge (4, 54) with an internal space, which can be evacuated, for
mixing of the bone cement,
a pump (18, 68) for generation of a negative pressure, and
a connecting conduit (12, 62) connecting the internal space of the at least one cartridge
(4, 54) to the pump (18, 68) for generation of a negative pressure,
characterised in that
the vacuum mixing system comprises a tensioned restoring element (28, 78) for driving
the pump (18, 68) that is or can be connected to the pump (18, 68) and in which energy
for at least one pumping process of the pump (18, 68) is stored, whereby a consumption
of energy from the tensioned restoring element (28, 78) by the pump (18, 68) during
the pumping process allows a negative pressure to be generated such that the negative
pressure can be used to evacuate gas from the internal space of the at least one cartridge
(4, 54) through the connecting conduit (12, 62).
2. Vacuum mixing system according to claim 1, characterised in that the pump (18, 68) comprises a gas-tight pump space (26, 76) and in that a mobile plunger (22, 72) or a mobile wall is provided in the pump (18, 68) as limitation
of the pump space (26, 76), whereby the plunger (22, 72) or the wall can be driven
in a direction, preferably unidirectionally, by the energy of the tensioned restoring
element (28, 78) such that the pump space (26, 76) is increased by the motion of the
plunger (22, 72) or of the wall and such that the negative pressure thus arising in
the pump space (26, 76) can be used to evacuate the internal space of the at least
one cartridge (4, 54) through the connecting conduit (12, 62).
3. Vacuum mixing system according to claim 2, characterised in that the increase in the volume of the pump space (26, 76) is at least as large as the
free volume of the internal space of the cartridge (4, 54), preferably the increase
in the volume of the pump space (26, 76) is at least as large as the sum of the volume
of the internal space of the cartridge (4, 54), which contains a first powdered component
of the PMMA bone cement, plus the volume of the connecting conduit (12, 62) plus the
volume of a conduit (14) between the internal space and a liquid container (2) plus
the volume of a liquid in the liquid container (2) that is to be mixed with the first
component of the PMMA bone cement in the cartridge (4, 54), whereby the liquid is
a second component of the PMMA bone cement.
4. Vacuum mixing system according to any one of the preceding claims,
characterised in that
the vacuum mixing system comprises a mixing device (6, 56) for mixing the content
of the at least one cartridge (4, 54), whereby the mixing device (6, 56) preferably
is arranged in the internal space of the cartridge (4, 54) and can be driven manually
or by a motor.
5. Vacuum mixing system according to any one of the preceding claims,
characterised in that
the total weight of the vacuum mixing system is less than 30 kg, in particular the
total weight is less than 10 kg.
6. Vacuum mixing system according to any one of the preceding claims,
characterised in that
the vacuum mixing system comprises an operating element (30, 80) that can be operated
manually, by the operation of which the energy can be released from the tensioned
restoring element (28, 78), whereby the pump (18, 68) can be driven by the released
energy and the driven pump (18, 68) evacuates the internal space of the cartridge
(4, 54).
7. Vacuum mixing system according to any one of the preceding claims,
characterised in that
the tensioned restoring element (28, 78) is a tensioned spring (28, 78) particularly
preferably is a tensioned steel spring (28).
8. Vacuum mixing system according to any one of the preceding claims,
characterised in that
a mobile dispensing plunger (9, 10, 59, 60) for dispensation of the mixed bone cement
from the cartridge (4, 54) is arranged in the internal space of the cartridge (4,
54), whereby the dispensing plunger (9, 10, 59, 60) preferably is or can be locked
detachably in order to prevent the dispensing plunger (9, 10, 59, 60) from moving
in response to the effect of the negative pressure.
9. Vacuum mixing system according to any one of the preceding claims,
characterised in that
the pump (18, 68) can be driven by the tensioned restoring element (28, 78), in particular
by a tensioned spring element (28, 78), whereby, preferably, an expansion or a contraction
of the restoring element (28, 78), in particular of the spring element (28, 78), generates
a negative pressure in the internal space of the cartridge (4, 54) with respect to
the ambient atmosphere.
10. Vacuum mixing system according to any one of the preceding claims,
characterised in that
the cartridge (4, 54) is a cement powder-filled cement cartridge (4, 54) and in that the vacuum mixing system comprises a container (2) that contains a monomer liquid
and is separate from the cement cartridge (4, 54), whereby the container (2) is connected
to the internal space of the cement cartridge (4, 54) in liquid-impermeable manner
by a separating element (44) that can be opened, and in that the internal space of the cement cartridge (4, 54) is or can be connected to the
pump (18, 68) in gas-permeable manner.
11. Vacuum mixing system according to any one of the preceding claims,
characterised in that
the pump (18, 68) is designed to include
a hollow cylinder (20, 70), whereby the hollow cylinder (20, 70) is or can be connected
to the internal space of the cartridge (4, 54),
a gas-tight closure on one end of the hollow cylinder,
a plunger (22, 72) that is arranged in the hollow cylinder (20, 70) such as to be
gas-tight and axially mobile,
at least one spring element (28, 78) as tensioned restoring element (28, 78) that
is arranged between the plunger (22, 72) and the closure,
a connecting element (30, 80) that is detachably connected to the plunger (22, 72)
and keeps the plunger (22, 72) fixed in place in the hollow cylinder (20, 70) and
keeps the spring element (28, 78) tensioned or compressed, whereby the connecting
element (30, 80) is guided out of the hollow cylinder (20, 70) through a gas-tight
feedthrough, and can be detached from the plunger (22, 72) on the outside,
whereby, after the connection of the connecting element (30, 80) is detached, the
plunger (22, 72) is axially mobile opposite with respect to the closure due to expansion
of the spring element (28, 78).
12. Vacuum mixing system according to claim 11, characterised in that
in the storage state, the spring element (28, 78) is compressed and is kept in the
compressed state by the plunger (22, 72) of the pump (18, 68) by means of the locked
connecting element (30, 80).
13. Vacuum mixing system according to claim 11 or 12, characterised in that, after the expansion of the spring element (28, 78) inside the hollow cylinder (20,
70), the plunger (22, 72) is shifted appropriately such that the volume of the pump
space (26, 76) formed by the hollow cylinder (20, 70), the closure, and the plunger
(22, 72) is at least equal to the volume of the internal space of the cartridge (4,
54) to be evacuated.
14. Vacuum mixing system according to any one of the claims 11 to 13, characterised in that
a limiting element is arranged at the end of the hollow cylinder (20, 70) and limits
the motion of the plunger (22, 72) appropriately such that same cannot exit from the
hollow cylinder (20, 70).
15. Vacuum mixing system according to any one of the claims 11 to 14, characterised in that
plunger (22, 72) contains, on its side facing away from the closure, an optical marker
(34, 87) that is visually detectable on the outside of the vacuum mixing system after
maximum motion of the plunger (22, 72) took place and thus indicates the position
of the plunger (22, 72) after its maximum motion took place.
16. Method for the mixing of polymethylmethacrylate bone cement in an internal space of
a cartridge (4, 54) of a vacuum mixing system, in particular of a vacuum mixing system
according to any one of the preceding claims, whereby an energy stored in an energy
storage device (28, 78) that is integrated in the vacuum mixing system is used to
drive a pump (18, 68) of the vacuum mixing system, whereby the internal space of the
cartridge (4, 54) is evacuated by the pump (18, 68) that is driven by this means and
whereby a bone cement is mixed in the internal space of the cartridge (4, 54),
characterised in that
the volume of a pump space (26, 76) of the pump (18, 68) is increased through relaxation
of a restoring element (28, 78) as integrated energy storage device (28, 78) and in that the internal space of the cartridge (4, 54) is being evacuated by the thus arising
negative pressure.
17. Method according to claim 16, characterised in that
the internal space of the cartridge (4, 54) contains a cement powder and in that a gas is evacuated from the internal space of the cartridge (4, 54) by means of the
pump (18, 68), a monomer liquid is guided into the internal space of the cartridge
(4, 54), and the monomer liquid is mixed with the cement powder in the evacuated internal
space of the cartridge 4, 54).
18. Method according to any one of the claims 16 or 17, characterised in that the pump (18, 68) is designed to include
a hollow cylinder (20, 70), whereby the hollow cylinder (20, 70) is or can be connected
to the internal space of the cartridge (4, 54),
a gas-tight closure on one end of the hollow cylinder,
a plunger (22, 72) that is arranged in the hollow cylinder (20, 70) such as to be
gas-tight and axially mobile,
at least one spring element (28, 78) as tensioned restoring element (28, 78) that
is arranged between the plunger (22, 72) and the closure,
a connecting element (30, 80) that is detachably connected to the plunger (22, 72)
and keeps the plunger (22, 72) fixed in place in the hollow cylinder (20, 70) and
keeps the spring element (28, 78) tensioned or compressed, whereby a connecting element
(30, 80) is being detached from a plunger (22, 72) of the pump (18, 68),
subsequently a compressed restoring element (28, 78) moves the plunger (22, 72) axially
in a hollow cylinder (20, 70) of the pump (18, 68), whereby a negative pressure with
respect to the ambient atmosphere is being generated, in the process, gas is aspirated
from the internal space of the cartridge (4, 54) through a connecting conduit (12,
62) into the hollow cylinder (20, 70), subsequently, a cement powder is mixed, manually
or driven by a motor, with a monomer liquid by means of a mixing device (6, 56), subsequently,
the cartridge (4, 54) with the mixed cement dough is taken out, and
the cement dough is expelled from the cartridge (4, 54) by axial motion of a dispensing
plunger (9, 10, 59, 60).
19. Method according to claim 18, characterised in that
the cement powder is arranged in the cartridge (4, 54),
the monomer liquid is arranged in a container (2) that is separate from the cartridge
(4, 54), whereby the monomer liquid is separated from the cement powder in the cartridge
(4, 54) by means of a separating element (44), the separating element (44) is opened
before the connecting element (30, 80) is detached from the plunger (22, 72) such
that a liquid-permeable connection is formed between the internal space of the cartridge
(4, 54) and the container (2),
subsequently, the compressed spring element (28, 78) moves the plunger (22, 72) axially
in the hollow cylinder (20, 70), whereby a negative pressure with respect to the ambient
atmosphere is generated,
in the process, gas is aspirated from the internal space of the cartridge (4, 54)
through the connecting conduit (12, 62) into the hollow cylinder (20, 70), and monomer
liquid is aspirated into the cartridge (4, 54) by means of the negative pressure generated
in the internal space of the cartridge (4, 54).
1. Système de mélange sous vide pour le mélange de ciment osseux de polyméthylméthacrylate
présentant
au moins une cartouche (4, 54) avec un espace interne pouvant être évacué pour le
mélange du ciment osseux,
une pompe (18, 68) pour la génération d'une dépression et
une conduite de connexion (12, 62) qui connecte l'espace interne de l'au moins une
cartouche (4, 54) à la pompe (18, 68) pour la génération d'une dépression,
caractérisé en ce que
le système de mélange sous vide présente un élément de rappel tendu (28, 78) pour
l'entraînement de la pompe (18, 68) qui est connecté ou peut être connecté à la pompe
(18, 68) et dans lequel de l'énergie est emmagasinée pour au moins un processus de
pompage de la pompe (18, 68), dans lequel une dépression peut être générée lors du
processus de pompage par une consommation d'énergie provenant de l'élément de rappel
tendu (28, 78) avec la pompe (18, 68) de sorte que du gaz provenant de l'espace interne
de l'au moins une cartouche (4, 54) peut être évacué avec la dépression à travers
la conduite de connexion (12, 62).
2. Système de mélange sous vide selon la revendication 1, caractérisé en ce que la pompe (18, 68) présente un espace de pompage étanche au gaz (26, 76) et un piston
mobile (22, 72) ou une paroi mobile est prévu(e) dans la pompe (18, 68) comme délimitation
de l'espace de pompage (26, 76), dans lequel le piston (22, 72) ou la paroi peut être
entraîné(e) avec l'énergie de l'élément de rappel tendu (28, 78) dans une direction,
de préférence unidirectionnelle, de sorte que l'espace de pompage (26, 76) est agrandi
par le déplacement du piston (22, 72) ou de la paroi et l'espace interne de l'au moins
une cartouche (4, 54) peut être évacué à travers la conduite de connexion (12, 62)
avec la dépression se produisant de ce fait dans l'espace de pompage (26, 76).
3. Système de mélange sous vide selon la revendication 2, caractérisé en ce que l'agrandissement de volume de l'espace de pompage (26, 76) est au moins aussi grand
que le volume libre de l'espace interne de la cartouche (4, 54), de préférence l'agrandissement
de volume de l'espace de pompage (26, 76) est au moins aussi grand que la somme du
volume de l'espace interne de la cartouche (4, 54) dans lequel un premier composant
pulvérulent du ciment osseux de PMMA est contenu et du volume de la conduite de connexion
(12, 62) et du volume d'une conduite (14) entre l'espace interne et un récipient de
fluide (2) et du volume d'un fluide à mélanger avec le premier composant du ciment
osseux de PMMA dans la cartouche (4, 54) dans le récipient de fluide (2), dans lequel
le fluide est un second composant du ciment osseux de PMMA.
4. Système de mélange sous vide selon une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le système de mélange sous vide présente un dispositif de mélange (6, 56) pour le
mélange du contenu de l'au moins une cartouche (4, 54), dans lequel le dispositif
de mélange (6, 56) est de préférence disposé dans l'espace interne de la cartouche
(4, 54) et peut être entraîné manuellement ou par un moteur.
5. Système de mélange sous vide selon une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le système de mélange sous vide a moins de 30 kg de poids total, a de manière particulièrement
préférée moins de 10 kg de poids total.
6. Système de mélange sous vide selon une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le système de mélange sous vide présente un élément de commande (30, 80) pouvant être
commandé manuellement par la commande duquel l'énergie provenant de l'élément de rappel
tendu (28, 78) peut être libérée, dans lequel la pompe (18, 68) est à entraîner par
l'énergie libérée et la pompe entraînée (18, 68) évacue l'espace interne de la cartouche
(4, 54).
7. Système de mélange sous vide selon une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'élément de rappel tendu (28, 78) est un ressort tendu (28, 78), de manière particulièrement
préférée un ressort d'acier tendu (28).
8. Système de mélange sous vide selon une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
un piston d'extraction mobile (9, 10, 59, 60) pour l'extraction du ciment osseux mélangé
de la cartouche (4, 54) est disposé dans l'espace interne de la cartouche (4, 54),
dans lequel le piston d'extraction (9, 10, 59, 60) est de préférence bloqué ou peut
être bloqué de manière à pouvoir être détaché pour empêcher un déplacement du piston
d'extraction (9, 10, 59, 60) sous l'effet de la dépression.
9. Système de mélange sous vide selon une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la pompe (18, 68) est à entraîner par l'élément de rappel tendu (28, 78), notamment
par un élément de ressort tendu (28, 78), dans lequel une expansion ou une contraction
de l'élément de rappel (28, 78), notamment de l'élément de ressort (28, 78), génère
de préférence une dépression dans l'espace interne de la cartouche (4, 54) par rapport
à l'atmosphère environnante.
10. Système de mélange sous vide selon une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la cartouche (4, 54) est une cartouche de ciment (4, 54) remplie de poudre de ciment
et le système de mélange sous vide présente un récipient (2) séparé de la cartouche
de ciment (4, 54) dans lequel un fluide monomère est contenu, dans lequel le récipient
(2) est connecté à l'espace interne de la cartouche de ciment (4, 54) de manière imperméable
au fluide à travers un élément de séparation à ouvrir (44) et l'espace interne de
la cartouche de ciment (4, 54) est connecté ou peut être connecté à la pompe (18,
68) de manière perméable au gaz.
11. Système de mélange sous vide selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que
la pompe (18, 68) est construite avec
un cylindre creux (20, 70), dans lequel le cylindre creux (20, 70) est connecté ou
peut être connecté à l'espace interne de la cartouche (4, 54),
une fermeture étanche au gaz à une extrémité du cylindre creux,
un piston (22, 72) qui est disposé de manière mobile axialement, de manière étanche
au gaz dans le cylindre creux (20, 70),
au moins un élément de ressort (28, 78) comme élément de rappel tendu (28, 78) qui
est disposé entre le piston (22, 72) et la fermeture,
un élément de connexion (30, 80) qui est connecté au piston (22, 72) de manière à
pouvoir être détaché, qui maintient le piston (22, 72) de manière fixe en position
dans le cylindre creux (20, 70) et maintient l'élément de ressort (28, 78) tendu ou
comprimé, dans lequel l'élément de connexion (30, 80) est guidé hors du cylindre creux
(20, 70) à travers un passage étanche au gaz et peut être détaché du piston (22, 72)
de l'extérieur,
dans lequel après détachement de la connexion de l'élément de connexion (30, 80) par
expansion de l'élément de ressort (28, 78), le piston (22, 72) peut être déplacé axialement
à l'opposé de la fermeture.
12. Système de mélange sous vide selon la revendication 11, caractérisé en ce que
l'élément de ressort (28, 78) est comprimé à l'état de stockage et est maintenu dans
l'état comprimé avec le piston (22, 72) de la pompe (18, 68) par l'élément de connexion
bloqué (30, 80).
13. Système de mélange sous vide selon la revendication 11 ou 12, caractérisé en ce que
après l'expansion de l'élément de ressort (28, 78) au sein du cylindre creux (20,
70), le piston (22, 72) est poussé de sorte que le volume de l'espace de pompage (26,
76) formé par le cylindre creux (20, 70), la fermeture et le piston (22, 72) est au
moins identique au volume de l'espace interne de la cartouche (4, 54) à évacuer.
14. Système de mélange sous vide selon une des revendications 11 à 13,
caractérisé en ce que
un élément de délimitation est disposé à l'extrémité du cylindre creux (20, 70), que
le déplacement du piston (22, 72) est limité de telle sorte que celui-ci ne peut pas
sortir du cylindre creux (20, 70).
15. Système de mélange sous vide selon une des revendications 11 à 14,
caractérisé en ce que
le piston (22, 72) contient un marqueur optique (34, 87) sur le côté détourné de la
fermeture qui est reconnaissable visuellement sur le côté externe du système de mélange
sous vide lors du déplacement maximal effectué du piston (22, 72) et indique de ce
fait la position du piston (22, 72) après son déplacement maximal.
16. Procédé de mélange de ciment osseux de polyméthylméthacrylate dans un espace interne
d'une cartouche (4, 54) d'un système de mélange sous vide, notamment d'un système
de mélange sous vide selon une des revendications précédentes, dans lequel
une énergie emmagasinée dans un réservoir d'énergie (28, 78) intégré dans le système
de mélange sous vide est utilisée pour l'entraînement d'une pompe (18, 68) du système
de mélange sous vide, dans lequel l'espace interne de la cartouche (4, 54) est évacué
avec la pompe (18, 68) entraînée de cette manière et un ciment osseux est mélangé
dans l'espace interne de la cartouche (4, 54),
caractérisé en ce que
le volume d'un espace de pompage (26, 76) de la pompe (18, 68) est agrandi par détente
d'un élément de rappel (28, 78) comme réservoir d'énergie intégré (28, 78) et l'espace
interne de la cartouche (4, 54) est évacué par la dépression se produisant de ce fait.
17. Procédé selon la revendication 16, caractérisé en ce que une poudre de ciment est contenue dans l'espace interne de la cartouche (4, 54) et
un gaz est évacué de l'espace interne de la cartouche (4, 54) avec la pompe (18, 68),
un fluide monomère est introduit dans l'espace interne de la cartouche (4, 54) et
le fluide monomère est mélangé à la poudre de ciment dans l'espace interne évacué
de la cartouche (4, 54).
18. Procédé selon une des revendications 16 ou 17, caractérisé en ce que la pompe (18, 68) est construite avec
un cylindre creux (20, 70), dans lequel le cylindre creux (20, 70) est connecté ou
peut être connecté à l'espace interne de la cartouche (4, 54),
une fermeture étanche au gaz à une extrémité du cylindre creux,
un piston (22, 72) qui est disposé de manière mobile axialement, de manière étanche
au gaz dans le cylindre creux (20, 70),
au moins un élément de ressort (28, 78) comme élément de rappel tendu (28, 78) qui
est disposé entre le piston (22, 72) et la fermeture,
un élément de connexion (30, 80) qui est connecté au piston (22, 72) de manière à
pouvoir être détaché, qui maintient le piston (22, 72) de manière fixe en position
dans le cylindre creux (20, 70) et maintient l'élément de ressort (28, 78) tendu ou
comprimé, dans lequel un élément de connexion (30, 80) est détaché d'un piston (22,
72) de la pompe (18, 68),
un élément de rappel comprimé (28, 78) déplace ensuite le piston (22, 72) axialement
dans un cylindre creux (20, 70) de la pompe (18, 68), moyennant quoi une dépression
est générée par rapport à l'atmosphère environnante, du gaz est ce faisant aspiré
de l'espace interne de la cartouche (4, 54) dans le cylindre creux (20, 70) à travers
une conduite de connexion (12, 62), une poudre de ciment est ensuite mélangée à un
fluide monomère manuellement ou de manière motorisée avec un dispositif de mélange
(6, 56), la cartouche (4, 54) est ensuite prélevée de la pâte de ciment mélangée et
la pâte de ciment est pressée hors de la cartouche (4, 54) par déplacement axial d'un
piston d'extraction (9, 10, 59, 60).
19. Procédé selon la revendication 18, caractérisé en ce que la poudre de ciment est disposée dans la cartouche (4, 54),
le fluide monomère est disposé dans un récipient (2) séparé de la cartouche (4, 54),
dans lequel le fluide monomère est séparé de la poudre de ciment dans la cartouche
(4, 54) par le biais d'un élément de séparation (44), l'élément de séparation (44)
est ouvert avant que l'élément de connexion (30, 80) ne soit détaché du piston (22,
72) de sorte qu'une connexion perméable au fluide est formée entre l'espace interne
de la cartouche (4, 54) et le récipient (2),
l'élément de ressort comprimé (28, 78) déplace ensuite le piston (22, 72) axialement
dans le cylindre creux (20, 70), moyennant quoi une dépression est générée par rapport
à l'atmosphère environnante,
du gaz est ce faisant aspiré de l'espace interne de la cartouche (4, 54) dans le cylindre
creux (20, 70) à travers la conduite de connexion (12, 62) et du fluide monomère est
aspiré dans la cartouche (4, 54) par la dépression formée dans l'espace interne de
la cartouche (4, 54).
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