[0001] Die Offenbarung bezieht sich auf eine Tankinnenauskleidung und ein Verfahren zum
Herstellen einer Tankinnenauskleidung.
Hintergrund
[0002] Eine Tankinnenhülle wird entsprechend der Maße eines Tanks aus Kunststoffbahnen gefertigt.
Sie dient zur Ausstattung des Tanks mit einer zweiten Wand. Hierfür wird zunächst
einmal eine Zwischenlage in den Tank eingebaut, beispielsweise Vlies. Dieses Vlies
ist auch unter Druck luftleitend. Danach wird die Hülle in den Tank eingebaut. Sie
wird durch ein Vakuum an der Tankwand festgehalten und zwar unabhängig vom Füllstand
des Tanks. Das System wird von einem Leckanzeiger überwacht. Sollte ein Leck auftreten,
wird dies vom Leckanzeiger durch eine Druckveränderung registriert und ein Alarm wird
ausgelöst. Tankinnenhüllen sind in der Regel für die Sanierung bestehender Tanks vorgesehen.
[0003] Um Zündgefahren infolge elektrostatischer Aufladungen in explosionsgefährdeten Bereichen
in Stahltanks zur Lagerung von Benzin zu vermeiden, sind entsprechende Vorkehrungen
zu treffen. Beispielsweise soll die Tankinnenhülle geerdet werden und über einen Oberflächenwiderstand
von weniger als 10
9 Ω (gemessen bei 23 °C und 50 % relativer Luftfeuchte) verfügen.
[0004] Bei einer Tankinnenhülle aus Kunststoff kann durch die Zugabe von Zuschlagstoffen
wie beispielsweise Asche oder Grafit, die dem Kunststoff beigemischt werden, eine
ausreichende elektrische Leitfähigkeit erreicht werden. Durch die Zuschlagstoffe können
sich aber die Materialeigenschaften des Kunststoffs negativ verändern. So kann es
zu einer Abnahme des Diffusionsverhaltens oder der Beständigkeit des Kunststoffs gegen
Benzin kommen.
[0005] Das Dokument
EP 0 014 491 A1 offenbart einen doppelwandigen Behälter zur Lagerung von brennbaren Medien. In eine
innen liegende Kunststoffwandung ist ein metallisches Drahtgitter eingesumpft.
[0006] Das Dokument
EP 0 758 620 A1 offenbart eine Innenauskleidung für einen Tank mit einer benzinbeständigen Innenhülle.
Die Innenhülle weist auf ihrer der Tankwand zugewandten Seite eine diffusionsdichte
Schicht auf. Auf der dem Tankinnenraum zugewandten Seite weist die Innenhülle eine
elektrisch leitfähige Schicht auf. Die elektrisch leitfähige Schicht kann mit Polyanilin
gebildet sein.
[0007] Das Dokument
DE 91 09 544 U1 offenbart eine Innenhülle für einen Tank aus einem thermoplastischen Elastomer.
[0008] Das Dokument
DE 23 58 198 A1 offenbart ein Verfahren zum elektrisch leitenden Verbinden von GFK-Teilen.
Zusammenfassung
[0009] Aufgabe ist es, verbesserte Technologien zum Auskleiden eines Tanks anzugeben.
[0010] Es sind eine Tankinnenauskleidung nach Anspruch 1 und ein Verfahren zum Herstellen
einer Tankinnenauskleidung nach Anspruch 8 offenbart.
[0011] Das Fluid kann ein Gas oder eine Flüssigkeit sein, beispielsweise ein Kraftstoff
wie Benzin, Diesel, Bio-Diesel oder Ethanol. Die Tankinnenauskleidung kann zum Auskleiden
eines Tanks verwendet werden, beispielsweise eines Kraftstofftanks. Der Tank kann
eine zylindrische Form haben. Bei dem Tank kann es sich um einen Stahltank handeln.
Der Tank kann ein Fassungsvermögen von 3.000 1 bis 100.000 1 haben. Alternativ kann
die Hülle für flexible Kraftstofftanks eingesetzt werden, die in der Formel 1 oder
im Flugzeugbau eingesetzt werden. Derartige Tanks sind wesentlich kleiner als die
Lagertanks beispielsweise auf Tankstellen. Der flexible Tank kann ein Fassungsvermögen
von 100 1 bis 1.000 1 haben. Der flexible Kraftstofftank kann aus einem flexiblen
Material gefertigt werden, welches aus Bahnen verschweißt, verklebt oder vulkanisiert
wird. Auf die Bahnen kann nachträglich außen eine ableitfähige Schicht aufgebracht
werden. Die Vorteile sind ähnlich wie bei einer Tankinnenhülle für einen zylindrischen
Tank. Die Hülle (z.B. Folie) für den flexiblen Tank kann selbsttragend sein oder sich
an vorhandenen Strukturen abstützen - beispielsweise beim Flügel eines Flugzeugs an
den Strukturen des Flügels im Flugzeug.
[0012] Die Hülle kann aus einer Folie oder aus einem beschichteten Gewebe bestehen. Es können
mehrere Materialabschnitte zu der Hülle verbunden sein. In dem Fall kann die Hülle
mit Nähten aus den Abschnitten zusammengesetzt sein. Die Folie oder das beschichtete
Gewebe können aus einem Kunststoff bestehen, in den ggf. Sperrschichten eingebunden
sind.
[0013] Die elektrische Leitfähigkeit der Ableitschicht kann durch die Zugabe von Additiven
erhöht werden. Die Ableitschicht kann Ruß, Grafit und / oder Nanotubes enthalten.
[0014] Die Hülle kann mehrschichtig gebildet sein. Zwischen zwei Kunststoffschichten (z.B.
Folienbahnen) kann eine Sperrschicht angeordnet sein.
[0015] Die Ableitschicht kann ableitfähig sein. Ableitfähig ist ein Stoff oder ein Material
mit einem spezifischen Widerstand von mehr als 10
4Ωm und weniger als 10
9 Ωm. Der spezifische Widerstand ist der elektrische Widerstand eines Stoffes oder
Materials gemessen an einer Probe der Einheitslänge und der Einheitsquerschnittsfläche.
Des Weiteren ist ein Gegenstand oder eine Einrichtung mit einem Oberflächenwiderstand
zwischen 10
4 Ω und 10
9 Ω, gemessen bei 23 °C und 50 % relativer Luftfeuchte, oder mit einem Oberflächenwiderstand
zwischen 10
4 Ω und 10
11 Ω, gemessen bei 23 °C und 30 % relativer Luftfeuchte, ableitfähig. Ableitfähige Stoffe
oder Gegenstände und Einrichtungen aus ableitfähigen Materialien speichern keine elektrische
Ladung, wenn sie mit Erde in Kontakt stehen. Als ableitfähig werden auch Gegenstände
und Einrichtungen bezeichnet, wenn sie aus ableitfähigen Materialien bestehen. Der
Oberflächenwiderstand ist der elektrische Widerstand gemessen auf der Oberfläche eines
Gegenstandes. Er wird zwischen zwei parallelen Elektroden geringer Breite und jeweils
100 mm Länge, die 10 mm auseinander liegen und mit der zu messenden Oberfläche Kontakt
haben, gemessen. Die Messspannung beträgt 100 V. Mit sinkender Luftfeuchte nimmt der
Oberflächenwiderstand in der Regel beträchtlich zu (vgl. Technische Regeln für Betriebssicherheit,
TRBS 2153,
Vermeidung von Zündgefahren infolge elektrostatischer Aufladungen", GMB1 Nr. 15/16
vom 9. April 2009, S. 278).
[0016] Die Ableitschicht ist auf einer dem Innenraum abgewandten Oberfläche der Hülle angeordnet.
Die dem Innenraum abgewandte Oberfläche der Hülle wird auch als Außenseite bezeichnet.
Die Ableitschicht auf der Außenseite der Hülle hat den Vorteil, dass die Ableitschicht
nicht direkt dem Fluid - beispielsweise Benzin - ausgesetzt ist. Dadurch kann das
Fluid die Ableitschicht nicht so leicht angreifen und z. B. die Schicht abspülen,
aufweichen oder ggf. Schweißnähte der Schicht aufweichen. Ferner kann für die Hülle
ein Material, beispielsweise eine Folie, verwendet werden, das sich preiswerter produzieren
lässt. Wird die Ableitschicht nach der Produktion der Hülle aufgebracht, hat dies
den Vorteil, dass z.B. auch Hochfrequenzschweißverfahren für die Produktion der Tankinnenauskleidung
nutzbar ist. Die auf der Außenseite der Hülle angeordnete Ableitschicht kann einen
Oberflächenwiderstand kleiner als 10
9 Ω oder kleiner als 10
8 Ω haben, gemessen bei 23 °C und 50 % relativer Luftfeuchte. Die Ableitschicht kann
fest mit der Hülle verbunden sein.
[0017] Die Hülle kann aus einem oder mehreren flexiblen Materialien gefertigt sein. Die
Hülle kann aus mehreren miteinander verschweißten Folienbahnen gebildet sein, wobei
die Ableitschicht wenigstens abschnittsweise auf die Folienbahnen aufgebracht ist.
Die Ableitschicht kann auf Schweißnähten der Folienbahnen angeordnet sein.
[0018] Es kann vorgesehen sein, dass die Hülle zunächst vollständig hergestellt wird, beispielsweise
durch Verschweißen von mehreren Folienbahnen. Anschließend kann die Ableitschicht
wenigstens abschnittsweise auf die Außenseite der fertigen Hülle aufgebracht werden,
beispielsweise in Form eines Lacks. Wenn die Ableitschicht auf einzelne Folienbahnen
aufgebraucht ist, beispielsweise durch Kaschieren, sind diese Folienbahnen ggf. schwerer
zu verarbeiten und die Schweißnähte sind ggf. nicht so stabil.
[0019] Die Ableitschicht kann die Oberfläche der Hülle im Wesentlichen vollständig bedecken.
Es kann vorgesehen sein, das die Außenseite der Hülle vollständig von der Ableitschicht
bedeckt ist.
[0020] Ein Vlies wird in der Regel als Zwischenschicht zwischen der Hülle und dem Tank eingebaut.
Bei Verwendung eines leitfähigen Vlieses, das fest mit der Außenseite der Hülle verbunden
ist und unabhängig von einem Unterdruck zwischen der Hülle und einer Tankinnenwand
auf der Hülle hält, kann die Hülle aus einem nicht leitfähigen Material gefertigt
sein. Gerade die leitfähigen Zusätze in Folien (für die Hülle) können ihre Benzinbeständigkeit
einschränken. Verzichtet man auf diese Zusätze, werden die Kosten für die teilweise
sehr teuren Zusätze eingespart. Zusätzlich kann man dadurch auch eher auf Standardfolien
zugreifen, da nicht alle Folienhersteller leitfähige Folien produzieren können bzw.
nicht mit allen Herstellungsanlagen solche leitfähigen Zusätze verarbeitet werden
können.
[0021] Bei Verwendung eines Lackes wird beispielsweise nach dem Verschweißen der Folienbahnen
die Hülle von außen mit einem leitfähigen Lack beschichtet (z.B. mit Oberflächenwiderstand
von mindestens 10
8 Ω, gemessen bei 23° C und 50% relativer Luftfeuchtigkeit). Dies hat den Vorteil,
dass die leitfähige Beschichtung mit dem Lack das Schweißergebnis beim Verschweißen
der Folienbahnen nicht beeinträchtigen kann, da sie nach dem Schweißvorgang aufgebracht
wird. Außerdem können auch Hochfrequenzschweißverfahren genutzt werden, die in der
Regel beim Verschweißen von leitfähigen Folienbahnen nur eingeschränkt funktionieren.
Hinzu kommt, dass auch hier die Beschichtung oder Lackierung außen aufgebracht wird,
wodurch sie dem Medium im Inneren der Hülle nicht ausgesetzt ist. Dort könnte sie
sowohl durch Abrieb infolge von Strömung der Flüssigkeit als auch durch Einwirken
der Flüssigkeit auf die Beschichtung angegriffen werden, was ggf. zum Lösen der Beschichtung
führen kann. Die Ableitschicht kann über den Dom geerdet werden, indem sie mit der
Hülle auf dem Dom verschraubt wird, also mit der Außenseite (leitfähige Seite) auf
dem Dom des Tanks aufliegt oder an diesen angepresst wird.
[0022] Die Ableitschicht kann beispielsweise während der Produktion auf die Außenseite der
Hülle aufgebracht werden, beispielsweise geklebt werden z. B. ein ableitfähiges Vlies
wird aufgeklebt, oder in einem weiteren Produktionsgang z. B. durch Kaschierung (mit
Oberflächenwiderstand von mindestens 10
8 Ω - gemessen bei 23° C und 50% relativer Luftfeuchtigkeit). In diesem Fall wird also
eine Folie zu einer Tankinnenauskleidung verarbeitet, die schon über eine leitfähige
Außenschicht verfügt.
[0023] Die Folie der Hülle kann derart produziert werden, dass eine Seite der Folie mit
einer oder mehreren Sperrschichten gebildet wird, und die Folie durch ein Additiv
leitfähig geformt wird. Diese Seite der Folie wird dann bei der Produktion der Innenauskleidung
berücksichtigt und so verschweißt, dass die Innauskleidung außen komplett leitfähig
ist, d.h. die leitfähige Seite außen angeordnet ist und ggf. mit einer zusätzlichen
Schicht nach dem Verschweißen elektrisch verbunden wird, beispielsweise durch das
Aufbringen einer Lackschicht.
[0024] Es kann aber auch sein, dass die gesamte Folie außer die Sperrschicht bzw. die Sperrschichten
leitfähig ausgestattet wird. Dann muss bei der Produktion der Innenauskleidung nicht
darauf geachtet werden, welche Seite der Folie leitfähig ist. Es kann darauf geachtet
werden, dass sich die gesamten leitfähigen Flächen beispielsweise über den Dom des
Tanks erden lassen. Dies kann man über die Anordnung der Folienbahnen erreichen.
[0025] Die Folienbahnen können jeweils zum Klöpperboden zulaufen und werden dann am Klöpperboden
derart angeordnet, dass alle Folienbahnen, die längs durch den Tank laufen (jeweils
mit der Länge des Tanks) an der Innenauskleidung außen miteinander verbunden werden.
[0026] Nach einer anderen Ausführungsform kann die Ableitschicht auf einer dem Innenraum
zugewandten Oberfläche der Hülle wenigstens abschnittsweise angeordnet sein. Die dem
Innenraum zugewandte Oberfläche der Hülle wird auch als Innenseite bezeichnet.
[0027] Die Ableitschicht kann in einem Bodenbereich der Hülle angeordnet sein. Insbesondere
kann die Ableitschicht im Bodenbereich auf der Innenseite der Hülle angeordnet sein,
derart, dass oberhalb des Bodenbereichs befindliche Bereiche der Innenseite frei von
einem elektrisch leitfähigen Material sind. Beispielsweise kann eine obere Hälfte
der Hülle frei von einem elektrisch leitfähigen Material sein. Die Ableitschicht kann
einen Oberflächenwiderstand von weniger als 10
6 Ω aufweisen. Über das Material der Ableitschicht sollen elektrische Ladungen im Fluid,
die sich beispielsweise beim Befüllen ergeben, abgeleitet werden.
[0028] Die Ableitschicht kann mit einem oder mehreren Streifen aus dem elektrisch leitfähigen
Material gebildet sein. Der/die Streifen können sich über die Länge der Hülle erstrecken.
Für die weitere Ableitschicht gelten die Ausführungen zur Ableitschicht analog. Insbesondere
kann die weitere Ableitschicht als Lackschicht auf die Innenseite der Hülle aufgetragen
werden.
[0029] Auf der Innenseite der Hülle kann eine Folienbahn mit einer Breite von mindestens
15 cm und einer Ableitfähigkeit (Oberflächenwiderstand) von 10
6 Ω im unteren Fünftel des Tanks und über die gesamte zylindrische Länge des Tanks
an die bestehende Tankinnenhülle angeordnet werden. Die Folienbahn kann beispielsweise
auf die Hülle geschweißt werden. Dabei sollte die Folienbahn nicht genau an der tiefsten
Stelle angebracht sein. Das Material der Folienbahn kann so beschaffen sein, dass
die Bahn thermisch mit der Tankinnenhülle verschweißt wird. Die Folienbahn kann dann
über einen Klöpperboden des Tanks oder über Seitenwände des Tanks im Bereich des Doms
nach oben geführt und beispielsweise über den Dom oder den Tank geerdet werden.
[0030] Es kann ebenfalls vorgesehen sein, dass auf der Innenseite und der Außenseite der
Hülle jeweils wenigstens abschnittsweise eine Ableitschicht angeordnet ist. Die Ableitschichten
können aus dem gleichen oder aus verschiedenen Materialien gebildet sein.
[0031] Alternativ oder ergänzend kann ein flexibles Material mit einem Durchmesser von mindestens
4 mm und einer elektrischen Ableitfähigkeit von 10
6 Ω im Innenraum der Hülle im unteren Fünftel des Tanks angeordnet werden. Es kann
über den gesamten Boden der Hülle geführt und dort befestigt werden, beispielsweise
mit Laschen. Das flexible Material sollte nicht im untersten Bereich liegen. Dann
kann das Material, beispielsweise ein Kunststoffband, über den Klöpperboden oder über
die Wand zum Dom des Tanks geführt und dort geerdet werden.
[0032] Des Weiteren kann ein weiteres Material mit einem Durchmesser von mindestens 4 mm
und einer elektrischen Ableitfähigkeit von mindestens 10
6 Ω verwendet werden, beispielsweise ein Rohr. Das Rohr kann parallel zum Tankboden
im Innenraum der Hülle im unteren Sechstel des Tanks über die gesamte Länge des Tanks
verlaufen und in den Tank hineinragen. Durch Stützen auf dem Boden des Tanks kann
es auch stabilisiert werden, damit es nicht über die gesamte Tanklänge freitragend
angebracht ist. Das Rohr kann an einer Befüllleitung befestigt sein und darüber abgeleitet
werden. Alternativ kann beispielsweise ein weiteres Rohr vom Tankdeckel aus das leitfähige
Rohr über dem Boden des Tanks halten und es über den Domdeckel ableiten.
[0033] Wahlweise kann ein flexibles Material mit einem Durchmesser von mindestens 4 mm und
einer elektrischen Ableitfähigkeit von 10
6 Ω auf der Seite des Tanks angebracht sein, die dem Dom abgewandt ist. Dabei kann
es sich beispielsweise um ein Seil handeln, das derart am Dom befestigt ist, dass
es beispielsweise Spannungen über den Dom in den Tank ableiten kann.
[0034] Alternativ kann ein Rohr oder ein flexibles Material auch mittels eines Schwimmers
immer auf einer im Wesentlichen gleichen Höhe im Tank gehalten werden. Auch in diesem
Fall kann es dann beispielsweise über den Dom geerdet werden.
[0035] Bei der Verwendung eines Materials im Innenraum der Hülle in Art eines Rohrs, eines
Kabels (flexibles Material) oder eines Seils kann auf das Anordnen der Ableitschicht
auf der Oberfläche der Hülle verzichtet werden. Hiermit sind Ausführungsformen geschaffen,
bei denen die Hülle ohne Ableitschicht die Tankinnenauskleidung bildet. Für die Ableitung
kann das Material im Innenraum sorgen.
[0036] Die Ableitschicht kann geerdet sein, beispielsweise am Dom des Tanks. Die Folienbahnen
der Hülle können derart im Tank angeordnet sein, dass sich die Ableitschicht an einem
Punkt erden lässt, beispielsweise am Dom.
[0037] Eine Dicke der Hülle kann kleiner als 2 mm sein.
[0038] Die Ableitschicht kann auf die Hülle geschweißt oder geklebt sein.
[0039] Die in Verbindung mit der Tankinnenauskleidung offenbarten Merkmale können ebenfalls
für das Herstellungsverfahren Verwendung finden und umgekehrt.
Beschreibung von Ausführungsformen
[0040] Im Folgenden werden beispielhafte Ausführungsformen unter Bezugnahme auf Figuren
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Tank mit einer Innenauskleidung nach dem Stand der Technik,
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung einer mehrschichtigen Tankinnenauskleidung,
- Fig. 3
- einen Tank mit einer Tankinnenauskleidung mit angeschweißtem elektrisch leitfähigem
Streifen,
- Fig. 4
- einen Tank mit einer Tankinnenauskleidung mit einem Kabel,
- Fig. 5
- einen Tank mit einem leitfähigem Ableiter an einer Saugleitung,
- Fig. 6
- einen weiteren Tank mit einem Ableiter und
- Fig. 7
- einen Tank mit einem leitfähigen Seil.
[0041] Im Folgenden werden für gleiche Komponenten gleiche Bezugszeichen verwendet.
[0042] Fig. 1 zeigt den Aufbau einer Innenauskleidung in einem Tank nach dem Stand der Technik.
In das obere Ende eines im Wesentlichen zylindrischen Tanks üblicher Bauweise ist
ein Dom 17 mit einem Flansch eingeschweißt, an den ein Deckel 18 eingeschraubt werden
kann. An der Innenwand des Tanks liegt eine Zwischenlage 14 aus einem ggf. leitfähigen
und luftdurchlässigen Material (z.B. mit einem Oberflächenwiderstand von mindestens
10
9 Ω - gemessen bei 23° C und 50% relativer Luftfeuchtigkeit) und an der Innenseite
der Zwischenlage eine flexible Innenauskleidung 13 an. Im oberen Teil des Doms 17
ist die Zwischenschicht in der Regel durch eine Schicht aus Moosgummi oder dergleichen
ersetzt (nicht dargestellt), damit der Zwischenraum zwischen der Innenauskleidung
13 und der Tankwand 15 nach oben abgedichtet ist. Diese Schicht dient außerdem als
Auflage für einen Spannring 16, mit dem die Innenauskleidung 13 fest im Dom 17 eingespannt
wird. Der Spannring 16 kann ein V-förmiger Spannring mit Rundschnur sein. Durch ein
Vakuum zwischen der Innenauskleidung 13 und der Tankwand 15 wird die Innenauskleidung
13 an der Tankwand gehalten. Außerdem können die Innenauskleidung 13 und die Tankwand
15 überwacht werden.
[0043] Fig. 2 zeigt den Aufbau einer mehrschichtigen Innenauskleidung 5. Auf einer Seite
ist eine elektrisch leitfähige Schicht 12 angeordnet, beispielsweise aus einem ableitfähigen
Material. Es folgen eine Folienschicht 6, beispielsweise aus Kunststoff, sowie eine
Sperrschicht 7. Schließlich sind eine weitere Folienschicht 10 (aus dem gleichen oder
einem anderen Kunststoff wie Folienschicht 6) und eine weitere elektrisch leitfähige
Schicht 11 gebildet. Die weitere elektrisch leitfähige Schicht 11 kann aus dem gleichen
Material oder einem hiervon verschiedenen Material wie die elektrisch leitfähige Schicht
12 sein.
[0044] Fig. 3 zeigt eine weitere Ausführungsform auf der Innenseite der Innenauskleidung
13 ist ein elektrisch leitfähiger Streifen 20 angeordnet, beispielsweise angeschweißt.
Der Streifen 20 ist im Bodenbereich 21 des Tanks 15 angeordnet und erstreckt sich
über die Länge des Tanks 15. Der Streifen ist am Dom 17 geerdet.
[0045] Fig. 4 zeigt eine Ausführungsform, wobei ein Kabel 22 mittels Haltern 23 am Boden
des Tanks 15 befestigt ist. Das Kabel 22 ist aus einem elektrisch leitfähigen Material.
Das Kabel ist am Dom 17 geerdet. Das Kabel 22 erstreckt sich über die gesamte Länge
des Tanks 15. Die Halter 23 können in regelmäßigen Abständen zueinander angeordnet
sein.
[0046] In Fig. 5 ist ein Tank 15 mit einem leitfähigen Ableiter 25 gezeigt. Der Ableiter
25 ist an einer Saugleitung 24 befestigt, welche am Dom 17 geerdet ist.
[0047] Fig. 6 zeigt einen Tank 15 mit einem Ableiter 25, der am Dom 17 geerdet ist.
[0048] Fig. 7 zeigt einen Tank 15 mit einem leitfähigen Seil 26. Das Seil 26 ist an einer
Stelle in Kontakt mit dem Boden der Innenauskleidung. Das Seil ist am Dom 17 geerdet.
[0049] Die in der Beschreibung, den Ansprüchen und den Figuren offenbarten Merkmale können
für die Verwirklichung von Ausführungsformen einzeln oder in jeder beliebiger Kombination
miteinander relevant sein.
Bezugszeichenliste:
[0050]
- 1.
- Außen vom Tank
- 2.
- Innen im Tank
- 5.
- Innenauskleidung
- 6.
- Folienschicht
- 7.
- Sperrschicht
- 8.
- Innenauskleidung außen
- 9.
- Innenauskleidung innen
- 10.
- weitere Folienschicht
- 11.
- weitere elektrisch leitfähige Schicht
- 12.
- elektrisch leitfähige Schicht
- 13.
- Innenauskleidung
- 14.
- Zwischenlage
- 15.
- Tank
- 16.
- Spannring
- 17.
- Dom
- 18.
- Dorndeckel
- 20.
- leitfähiger Streifen
- 21.
- Bodenbereich des Tanks
- 22.
- Kabel
- 23.
- Halter
- 24.
- Saugleitung
- 25.
- Ableiter
- 26.
- leitfähiges Seil
1. Tankinnenauskleidung mit einer Hülle (6), welche einen Innenraum (2) zur Aufnahme
eines Fluids umgibt, wobei auf einer Oberfläche der Hülle (6) wenigstens abschnittsweise
eine Ableitschicht (12) angeordnet ist, welche ein elektrisch leitfähiges Material
aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die mit einem Lack gebildete Ableitschicht (12) wenigstens abschnittsweise auf einer
dem Innenraum (2) abgewandten Oberfläche der Hülle (6) angeordnet ist.
2. Tankinnenauskleidung nach Anspruch 1, wobei die Hülle (6) aus mehreren miteinander
verschweißten Folienbahnen gebildet ist und die Ableitschicht (12) wenigstens abschnittsweise
auf die Folienbahnen aufgebracht ist.
3. Tankinnenauskleidung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Ableitschicht
(12) einen Oberflächenwiderstand von weniger als 109 Ω aufweist.
4. Tankinnenauskleidung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Material der
Ableitschicht (12) ableitfähig ist.
5. Tankinnenauskleidung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Ableitschicht
(12) geerdet ist.
6. Tankinnenauskleidung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei eine Dicke der
Hülle (6) kleiner als 2 mm ist.
7. Tankinnenauskleidung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Folienbahnen
längs verlaufen und über einen Klöpperboden eines Tanks elektrisch miteinander verbunden
sind.
8. Verfahren zum Herstellen einer Tankinnenhülle, umfassend:
- Bereitstellen einer Hülle (6) mit einem Innenraum (2) zur Aufnahme eines Fluids
und
- Aufbringen einer Ableitschicht (12) auf wenigstens einen Abschnitt einer Oberfläche
der Hülle (6),
wobei die Ableitschicht (12) ein elektrisch leitfähiges Material aufweist,
wobei die Hülle (6) mittels Verschweißen von mehreren Folienbahnen gefertigt wird,
dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Verschweißen die Ableitschicht (12) in Form eines Lacks auf eine dem Innenraum
(2) abgewandten Oberfläche der Hülle (6) aufgebracht wird.
1. A tank inner lining with an inner cover (6) surrounding the inner region (2) for receiving
a fluid, wherein the surface of the inner cover (6) has a conductive coating (12)
being arranged on a surface of the inner cover (6), at least in sections, which comprises
an electrically conductive material, characterized in that the conductive coating (12), composed of a varnish, is arranged at last in sections
on a surface of the inner cover (6) opposite of the inner region (2).
2. Tank inner lining according to claim 1, wherein the inner cover (6) is formed by a
plurality of film sheets welded together, and the conductive coating (12) is applied
at least in sections onto these film sheets.
3. Tank inner lining according to one of the preceding claims, wherein the conductive
coating (12) has a surface resistivity of less than 109 Ω.
4. Tank inner lining according to one of the preceding claims, wherein the material of
the conductive coating (12) is conductive.
5. Tank inner lining according to one of the preceding claims, wherein the conductive
coating (12) being grounded.
6. Tank inner lining according to one of the preceding claims, wherein a thickness of
the inner cover (6) is less than 2 mm.
7. Tank inner lining according to one of the preceding claims, wherein the film sheets
run longitudinally and are electrically connected to one another via a torispherical
head of a tank.
8. A method of manufacturing a tank inner lining comprising:
- providing an inner cover (6) with an inner region (2) for receiving a fluid and
- applying a conductive coating (12) to at least a section of a surface of the inner
cover (6),
wherein the conductive coating (12) comprises an electrically conductive material,
wherein the inner cover (6) is produced by welding several film sheets together,
characterized in that, after welding, the conductive coating (12) is applied in form of a varnish to a
surface of the inner cover (6) opposite to the inner region (2).
1. Revêtement intérieur de réservoir avec une enveloppe intérieure (6) entourant une
zone intérieure (2) destiné à contenir un fluide. Sur la surface de l'enveloppe intérieure
(6) est disposé au moins par sections un revêtement conducteur (12), qui comporte
un matériau électriquement conducteur, caractérisé en ce que le revêtement conducteur (12), réalisé d'un vernis, est disposé au moins par sections
sur une surface de l'enveloppe intérieure (6) opposé à la zone intérieure (2).
2. Revêtement intérieur de réservoir selon la revendication 1, dans lequel l'enveloppe
intérieure (6) est composée de plusieurs bandes de feuilles soudées entre elles et
le revêtement conducteur (12) est appliqué au moins par sections sur les bandes de
feuilles.
3. Revêtement intérieur de réservoir selon l'une quelconque des revendications précédentes,
dans lequel le revêtement conducteur (12) comporte une résistivité de surface inférieure
à 109 Ω.
4. Revêtement intérieur de réservoir selon l'une quelconque des revendications précédentes,
dans lequel le matériau du revêtement conducteur (12) est conductif.
5. Revêtement intérieur de réservoir selon l'une quelconque des revendications précédentes,
dans lequel le revêtement conducteur (12) est mis à la terre.
6. Revêtement intérieur de réservoir selon l'une quelconque des revendications précédentes,
dans lequel l'épaisseur de l'enveloppe intérieure (6) est inférieure à 2 mm.
7. Revêtement intérieur de réservoir selon l'une quelconque des revendications précédentes,
dans lequel les bandes de feuilles s'étendent longitudinalement et sont unies électriquement
à travers un fond bombé d'un réservoir.
8. Procédé destiné à la production d'une enveloppe intérieure avec les étapes suivantes:
- préparation d'une enveloppe intérieure (6) avec une zone intérieure (2) destiné
à contenir un fluide et
- application d'un revêtement conducteur (12) sur au moins une section d'une surface
de l'enveloppe (6),
dans lequel le revêtement conducteur (12) contient un matériau électriquement conducteur
et l'enveloppe (6) est produite au moyen de soudage de plusieurs bandes de feuilles,
caractérisée en ce que le revêtement conducteur (12) est appliqué en forme d'un vernis après le soudage
sur une surface de l'enveloppe (6) opposée à la zone intérieure (2).