[0001] Die Erfindung betrifft eine Montagebaugruppe zur Montage einer Verriegelungseinrichtung
in oder an einem Flügel einer Tür, eines Fensters oder dergleichen.
[0002] Es sind Verriegelungseinrichtungen bekannt, die zur Erhöhung der Sicherheit eine
oder mehrere vertikal bewegliche Riegelstangen aufweisen, die, wenn der Flügel verriegelt
ist, in Riegelausnehmungen in der oberen Türzarge und im Boden eingreifen. Die Riegelstangen
sind mit Anschlusseinrichtungen eines in einem Schlosskasten gelagerten Schlosses
verbindbar. Das Schloss ist als Einsteckschloss ausgebildet. Da die Riegelstangen
sowie das Schloss mit dem Schlosskasten im eingebauten Zustand im Rahmen des Flügels
anzuordnen sind, sind sie bei der Montage nicht einsehbar, so dass das Einfädeln der
Riegelstangen in den Rahmen sowie das Verbinden der Riegelstangen mit den Anschlusseinrichtungen
des Schlosses bislang im Stand der Technik ein zeitaufwändiges Probieren erfordert.
[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine einfach montierbare, funktionssichere
Verriegelungseinrichtung zu erhalten.
[0004] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe mit dem Gegenstand des Patentanspruchs 1 gelöst.
Es handelt sich dabei um eine Montagebaugruppe zur Montage einer Verriegelungseinrichtung,
vorzugsweise Schlosseinrichtung, in oder an einem Flügel einer Tür, eines Fensters
oder dergleichen. Die Montagebaugruppe weist dabei ein Einsteckschloss, mindestens
eine Riegelstange und ein der Riegelstange zugeordnetes flexibles Führungselement
auf. Bei bevorzugten Ausführungen sind zwei Riegelstangen vorgesehen, nämlich eine
vertikale obere Riegelstange und eine vertikale untere Riegelstange. Die eine oder
mehrere Riegelstangen und das Einsteckschloss sind verdeckt im Flügel anordenbar,
und zwar derart, dass das Einsteckschloss mit seinem Schlosskasten in einem Aufnahmeraum
im Flügel einsetzbar ist und die eine oder mehrere verdeckt im Flügel angeordneten
Riegelstangen mit ihrem Anschlussende an einer Anschlusseinrichtung des Einsteckschlosses
anschließbar ist und dabei mit ihrem freien Riegelende durch eine Durchgriffsöffnung
des Flügels herausragt. Die Riegelstange ist mit einem Schaltschloss kuppelbar oder
gekuppelt. Das Schaltschloss wirkt mit dem freien Riegelende zusammen.
[0005] Wesentlich ist, dass an oder in der mindestens einen Riegelstange eine Führungseinrichtung
ausgebildet ist, in der das zugeordnete flexible Führungselement zumindest entlang
eines Abschnitts der axialen Längserstreckung der Riegelstange geführt anordenbar
ist und dabei das der Anschlusseinrichtung zugeordnete Ende des flexiblen Führungselements
ein Schlaufenende aufweist, das von der Riegelstange wegsteht und das dem Schlaufenende
entferntes Ende des flexiblen Führungselements aus der Führungseinrichtung herausreicht.
Die Anschlusseinrichtung des Einsteckschlosses und/oder der Schlosskasten des Einsteckschlosses
weist ein vorzugsweise bolzenförmig oder hakenförmig ausgebildetes Einhängeelement
auf, in das das Schlaufenende einhängbar ist. Das flexible Führungselement ist für
die Montage der Riegelstange, die vorzugsweise mitsamt dem daran montierten Schaltschloss
erfolgt, durch das flexible Führungselement ganz wesentlich vereinfacht, da mit Hilfe
des flexiblen Führungselements der Anschluss der Riegelstange mit ihrem Anschlussende
an der Anschlusseinrichtung des Einsteckschlosses auf einfache Weise bei im Flügel
eingestecktem Einsteckschloss durchführbar ist.
[0006] Die beschriebene Montagebaugruppe ermöglicht eine einfache Montage der Verriegelungseinrichtung,
da die Riegelstange beim Einkuppeln an das Einsteckschloss durch das flexible Führungselement
geführt ist. Dadurch ist die Durchführung der Montage verdeckt im Flügel, vorzugsweise
in einem vertikalen Hohlprofil des Flügelrahmens, schnell und zuverlässig machbar.
Das Einsteckschloss kann, wie vorangehend bereits erwähnt, so ausgebildet sein, dass
eine obere vertikale Riegelstange und eine untere vertikale Riegelstange vorgesehen
und anschließbar sind oder aber auch nur eine dieser Riegelstangen vorgesehen und
anschließbar ist. Der Montagevorgang erfolgt jeweils in entsprechender Weise.
[0007] Bei der Montage ist es von Vorteil, wenn vorgesehen ist, dass das flexible Führungselement
an der Außenseite oder möglicherweise auch im Innenraum des Schaltschlosses geführt
ist und im Bereich des daran angeschlossenen Abschnitts der Riegelstange entweder
in der Riegelstange, vorzugsweise in einer durchgehenden axialen Bohrung der Riegelstange,
geführt ist oder zumindest abschnittsweise an der Außenseite der Riegelstange geführt
ist. Diese Führung des flexiblen Führungselements an der Außenseite ist zu verstehen
im Sinne einer Halterung des flexiblen Führungselements während der Montage, vorzugsweise
während des Einführens der Riegelstange in den Flügel. Sie ist bei der Montage erforderlich,
wenn die Riegelstange mitsamt dem flexiblen Führungselement bei der Montage in den
Flügel eingeführt wird, um sodann in einem weiteren Schritt die am Anschlussende der
Riegelstange abstehende Schlaufe an der Anschlusseinrichtung des Einsteckschlosses
einzuhängen. Bei dem in den Flügel Einführen der Riegelstange mitsamt dem flexiblen
Führungselement kann die Führung des flexiblen Führungselements an der Außenseite
oder im Innenraum der Riegelstange erfolgen. Soweit die Führung an der Außenseite
der Riegelstange oder des Schaltschlosses erfolgt, kann die Führung im Sinne einer
Halterung des flexiblen Führungselements in einer separaten an der Außenseite angeordneten
Führungseinrichtung erfolgen oder aber auch ohne separate Führungseinrichtung erfolgen,
nämlich lediglich dadurch, dass das flexible Führungselement an der Außenseite beim
in den Flügel Einführen der Riegelstange mit Spannschloss manuell an der Außenseite
der Riegelstange und des Schaltschlosses entsprechend gespannt gehalten wird. Von
Vorteil ist es dabei, wenn das flexible Führungselement bereits beim Einführen so
positioniert ist, dass die am Anschlussende der Riegelstange abstehende Schlaufe des
flexiblen Führungselements dort fest positioniert ist, sodass beim Einführen der Riegelstange
mitsamt dem flexiblen Führungselement das flexible Führungselement gespannt gehalten
werden kann und positioniert bleibt, um die Schlaufe in das Einhängeelement einhängen
zu können.
[0008] Was das Schaltschloss und das freie Riegelende der Riegelstange betrifft: Das Schaltschloss
wirkt mit dem freien Riegelende der zugeordneten Riegelstange zusammen. Das freie
Riegelende kann durch das freie Ende der Riegelstange selbst gebildet sein. Es kann
aber auch ein separates freies Riegelende vorgesehen sind, z.B. durch eine separate
Falle gebildet, die am Ende der Riegelstange bewegbar gelagert angeordnet und durch
die Riegelstange gesteuert wird. Die Falle kann als ein Bestandteil des Schaltschlosses
ausgebildet sein. Die Falle kann hierbei relativ zur Riegelstange bewegbar ausgebildet
sein. Sie kann relativ zur Riegelstange schwenkbar ausgebildet sein, vorzugsweise
um eine quer zur axialen Erstreckungs- und Bewegungsrichtung der Riegelstange angeordnete
Schwenkachse. Sie kann zusätzlich oder alternativ in der axialen Erstreckungs-und
Bewegungsrichtung der Riegelstange relativ zur Riegelstange verschiebbar ausgebildet
sein.
[0009] Dies bedeutet, dass das Schaltschloss als Hilfsfalle ausgebildet sein kann, die abhängig
von ihrer in Schließlage der Tür durch den Anschlag am Rahmen erfolgten Betätigung
mit der Riegelstange zusammenwirkt. Das Schaltschloss kann aber auch als ein Schaltschloss
mit bewegbar gelagerter Falle ausgebildet sein. Das Schaltschloss kann mit schwenkbar
und/oder linear verschiebbar gelagerter Falle ausgebildet sein.
[0010] Bei der Falle handelt es sich vorzugsweise um einen Riegel oder ein riegelartiges
Glied, das eine Einlaufschräge aufweist für das Einlaufen des Flügels in die Schließlage
beim Schließen der Tür. Die Falle ist bewegbar gelagert und vorzugsweise in die Verriegelungs-
und/oder Ausfahrrichtung durch eine Feder und/oder durch Schwerkraft beaufschlagt.
Die Schwerkraftbeaufschlagung in die Verriegelungs- und/oder Ausfahrrichtung ist insbesondere
in Ausführungen umgesetzt, bei denen die Falle in der Verriegelungs- und/oder Ausfahrstellung
in eine bodenseitige Verrieglungsaufnahme eingereift. Es sind aber auch Ausführungen
möglich, bei denen die Schwerkraftbeaufschlagung der Falle nach oben in eine obenseitige
Verriegelungsaufnahme erfolgt, z.B. über eine schwerkraftbeaufschlagte Hebeleinrichtung.
Ferner sind Ausführungen vorgesehen, bei denen die Falle durch Feder- und/oder Schwerkraftbeaufschlagung
in ihre Entriegelungsstellung beaufschlagt wird.
[0011] Bei bevorzugten Ausführungen ist vorgesehen, dass die Falle linear verschiebbar in
axialer Richtung der Riegelstange in Ausfahr- und Verriegelungsrichtung federbeaufschlagt
und/oder schwerkraftbeaufschlagt ausgebildet ist. Alternativ oder zusätzlich kann
vorgesehen sein, dass die Falle schwenkbar in axialer Richtung der Riegelstange in
Ausfahr- und/oder Verriegelungsrichtung federbeaufschlagt ausgebildet ist. Alternativ
oder zusätzlich kann auch vorgesehen sein, dass die Falle schwenkbar in eine Schwenkrichtung
in Ausfahr- und/oder Verriegelungsrichtung federbeaufschlagt ausgebildet ist.
[0012] Die Feder zur Beaufschlagung der Falle kann am oder im Gehäuse des Schaltschlosses
abgestützt sein und/oder am Türflügel, an dem die Riegelstange mit dem Schaltschloss
gelagert ist. Die Falle ist vorzugsweise ebenfalls im Schaltschloss gelagert.
[0013] Besonders bevorzugte Ausführungen sehen vor, dass ein Kupplungsglied zwischen der
Riegelstange einerseits und dem Schaltschloss und/oder der Falle andererseits geschaltet
ist und zumindest ein Abschnitt des Kupplungsglieds aus einem bei einer vorbestimmten
erhöhten Temperatur - z.B. in einem Brandfall - schmelzendes Material aufweist und
so ausgebildet ist, dass bei nicht geschmolzenem Material das Kupplungsglied die Riegelstange
mit dem Schaltschloss und/oder mit der Falle verbindet und bei geschmolzenem Material
des Kupplungsglieds die Verbindung gelöst ist. Es kann hierbei vorgesehen sein, dass
die Falle und/oder das Schaltschloss durch eine Feder und/oder durch die Schwerkraft
in die Verriegelungsstellung beaufschlagt ist und bei geschmolzenem Material des Kupplungsglieds
alleine durch eine Betätigung der Riegelstange nicht entriegelbar ist.
[0014] Das Kupplungsglied mit dem im Brandfall schmelzenden Material kann unterschiedlich
ausgebildet sein. Z.B. kann das Kupplungsglied als Kupplungsabschnitt zwischen Riegelstangenabschnitten
ausgebildet sein. Es sind aber auch Ausführungen bevorzugt vorgesehen, bei denen das
Kupplungsglied als ein Verbindungs- und/oder Steuerelement des Schaltschlosses ausgebildet
ist, das zwischen der Riegelstange und der Falle einwirkt. Bei dem schmelzbaren Material
kann es sich vorzugsweise um Kunststoff handeln.
[0015] Bei bevorzugten Ausführungen kann vorgesehen sein, dass das Schaltschloss ein Blockierelement
aufweist, das in einem Gehäuse des Schaltschlosses verschiebbar geführt ist und an
einem an dem Schaltschloss anschließbaren Abschnitt der Riegelstange anschließbar
ist. Hierbei kann vorteilhafterweise vorgesehen sein, dass zwischen dem Blockierelement
und dem daran angeschlossenen Abschnitt der Riegelstange ein Verbindungsteil angeordnet
oder anordenbar ist. Dieses Verbindungsteil kann einteilig oder mehrteilig ausgebildet
sein, besonders bevorzugt als Hülse mit im Wesentlichen zylindrischer Konfiguration.
[0016] Dieses Verbindungsteil kann als eine Führungseinrichtung des flexiblen Führungselements
ausgebildet sein. Die Führung kann im Innenraum des hülsenförmigen Verbindungsteils
ausgebildet sein, beispielsweise mit einem Zuleitungseingang über eine seitliche Öffnung,
die in den durchgehenden Innenraum des hülsenförmigen Verbindungsteils mündet. Bei
bevorzugten Ausführungen kann das Verbindungsteil an seinem einen Ende eine Anschlusseinrichtung
für das Blockierelement und an seinem anderen Ende eine Anschlusseinrichtung für die
Riegelstange aufweisen und zwischen diesen beiden Enden eine radiale Öffnung aufweisen,
die in den hohlen Innenraum des Verbindungsteils mündet unter Ausbildung einer Führungseinrichtung
des flexiblen Führungselements.
[0017] Bei bevorzugten Ausführungen, die als Brandschutzausführungen einsetzbar sind, ist
vorgesehen, dass das Verbindungsteil oder/und das Blockierteil als Kupplungsteil ausgebildet
ist, das aus einem Material ausgebildet ist, das im Brandfall bei vorbestimmter erhöhter
Temperatur schmilzt oder zumindest einen Abschnitt aufweist, der aus einem Material
ausgebildet ist, das im Brandfall schmilzt. Die Ausgestaltung ist so, dass im Brandfall
aufgrund des Schmelzens des Materials die Kupplung zwischen einerseits dem Schaltschloss
und/oder der Falle und andererseits der zugeordneten Riegelstange gelöst wird. Die
in die Verriegelungsstellung vorzugsweise federbeaufschlagte und/oder schwerkraftbeaufschlagte
Falle ist sodann über normale Betätigung der abgekoppelten Riegelstange nicht mehr
entriegelbar.
[0018] Die eingangs genannte Aufgabe, eine einfach montierbare, funktionssichere Verriegelungseinrichtung
zu erhalten, wird insbesondere auch mit dem Gegenstand des Patentanspruchs 12 gelöst.
Bei der Lösung handelt es sich um eine Montagebaugruppe zur Montage einer Verriegelungseinrichtung
in oder an einem Flügel einer Tür, eines Fensters oder dergleichen. Die Montagebaugruppe
weist ein Einsteckschloss, mindestens eine Riegelstange und ein der Riegelstange zugeordnetes
flexibles Führungselement auf. Die mindestens eine Riegelstange und das Einsteckschloss
sind so ausgebildet, dass sie verdeckt im Rahmen des Flügels anordenbar sind, und
zwar derart, dass das Einsteckschloss mit seinem Schlosskasten in einen Aufnahmeraum
in dem Flügel einsetzbar ist und die mindestens eine verdeckt im Flügel angeordnete
Riegelstange mit ihrem Anschlussende an eine Anschlusseinrichtung des Einsteckschlosses
anschließbar ist und dabei mit ihrem anderen freien Ende, dem sogenannten Riegelende,
durch eine Durchtrittsöffnung des Flügels herausragt. Wesentlich ist, dass an oder
in der mindestens einen Riegelstange eine Führungseinrichtung ausgebildet ist, in
der das zugeordnete flexible Führungselement zumindest entlang eines Abschnitts der
axialen Längserstreckung der Riegelstange geführt anordenbar ist und dabei sein der
Anschlusseinrichtung zugewandtes Ende ein Schlaufenende aufweist, das von der Riegelstange
wegsteht und sein dem Schlaufenende entferntes Ende aus der Führungseinrichtung herausreicht.
Dabei ist wesentlich, dass die Anschlusseinrichtung und/oder der Schlosskasten ein
Einhängeelement, vorzugsweise ein bolzenförmig oder hakenförmig ausgebildetes Einhängeelement
aufweist, in das das Schlaufenende des flexiblen Führungselements einhängbar ist.
[0019] Die erfindungsgemäße Montagebaugruppe ermöglicht eine Montage der Verriegelungseinrichtung
ohne zeitaufwändiges Probieren, da die Riegelstange beim Einkoppeln an das Einsteckschloss
durch das Führungselement geführt ist. Dadurch ist die Durchführung der Montage verdeckt
im Flügel, vorzugsweise in einem vertikalen Hohlprofil des Flügelrahmens schnell und
zuverlässig machbar. Das Einsteckschloss ist vorzugsweise so ausgebildet, dass es
eine Anschlusseinrichtung für eine obere vertikale Riegelstange und eine Anschlusseinrichtung
für eine untere vertikale Riegelstange aufweist. Bei solchen Ausführungen kann das
Einsteckschloss also mit einer oberen Riegelstange und mit einer unteren Riegelstange
ausgerüstet werden. Es ist aber auch möglich, diese Ausführungen nur mit einer Riegelstange
auszustatten, d.h. entweder nur an der oberen Anschlusseinrichtung eine obere Riegelstange
oder nur an der unteren Anschlusseinrichtung eine untere Riegelstange anzuschließen.
Der Montagevorgang erfolgt jeweils in entsprechender Weise, d.h. für den Fall, dass
nur eine Riegelstange angeschlossen wird, umfasst die Montagebaugruppe neben dem Einsteckschloss
nur eine Riegelstange mit dem zugeordneten flexiblen Führungselement. Für den Fall,
dass zwei Riegelstangen angeschlossen werden, umfasst die Montagebaugruppe das Einsteckschloss
und zwei Riegelstangen, die jeweils mit einem zugeordneten flexiblen Führungselement
zu versehen sind.
[0020] Bei bevorzugten Ausführungen sind Form und Anordnung des Einhängeelements besonders
vorteilhaft. Es kann vorzugsweise vorgesehen sein, dass das Einhängeelement einen
Einhängeabschnitt aufweist, der im wesentlichen quer zur axialen Erstreckung der mindestens
einen Riegelstange angeordnet ist. Es kann auch vorgesehen sein, dass das Einhängeelement
als Querbolzen mit einem freien Einhängeende und/oder als Haken mit einem freien Einhängeende
ausgebildet ist.
[0021] Grundsätzlich ist es möglich, das Einhängeelement fest mit der Anschlusseinrichtung
oder fest mit dem Schlosskasten anzuordnen, d.h. es sind Ausführungen mit einem an
der Anschlusseinrichtung festen Einhängeelement aber auch Ausführungen mit einem schlosskastenfesten
Einhängelement möglich.
[0022] Bei besonders bevorzugten Ausführungen ist vorgesehen, dass die Anschlusseinrichtung
als Körper ausgebildet ist, der an seiner der anzuschließenden Riegelstange zugeordneten
Stirnseite das mit der Anschlusseinrichtung feste Einhängeelement und/oder einen Hohlraum
aufweist, in dem das mit der Anschlusseinrichtung feste Einhängeelement angeordnet
ist. In bevorzugter Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass der Körper der Anschlusseinrichtung
als ein rohrförmiger oder hülsenförmiger Körper ausgebildet ist, der an der der anzuschließenden
Riegelstange zugewandten Stirnseite als Kopplungseinrichtung ausgebildet ist und im
Innenraum das Einhängeelement trägt.
[0023] Bei besonders bevorzugten Ausführungen kann vorgesehen sein, dass der Körper der
Anschlusseinrichtung eine Öffnung aufweist, die bei in dem Schlosskasten eingesetztem
Körper der Anschlusseinrichtung mit einer in dem Schlosskasten ausgebildeten Beobachtungsöffnung
fluchtet, so dass der Einhängevorgang des Schlaufenendes an dem Einhängeelement bei
der Montage beobachtbar ist.
[0024] Was Ausführungen mit schlosskastenfest ausgebildeten Einhängeelement betrifft, kann
vorzugsweise vorgesehen sein, dass das mit dem Schlosskasten feste Einhängeelement
im Innenraum des Schlosskastens an einer Innenwandung des Schlosskastens angeordnet
ist. Es kann auch vorgesehen sein, dass der Schlosskasten eine Beobachtungsöffnung
aufweist, die so angeordnet ist, dass der Einhängevorgang des Schlaufenendes an dem
Einhängeelement bei der Montage beobachtbar ist.
[0025] Grundsätzlich sind auch Ausführungen möglich, bei denen vorgesehen ist, dass das
mit dem Schlosskasten feste Einhängeelement an der Außenseite des Schlosskastens an
einer Außenwandung des Schlosskastens angeordnet ist.
[0026] Was die Ausgestaltung der Riegelstangen angeht, ist der Einsatz der erfindungsgemäßen
Montagebaugruppe nicht auf spezielle Ausführungen von Riegelstangen begrenzt. Es ist
beispielsweise möglich, dass die Riegelstange über ihre gesamte axiale Erstreckung
als Rohr oder zumindest im Bereich ihres Anschlussendes als Rohr ausgebildet ist und
der Innenraum des Rohrs als die Führungseinrichtung für das flexible Führungselement
ausgebildet ist.
[0027] Es kann aber auch vorgesehen sein, dass die Riegelstange über ihre gesamte axiale
Erstreckung oder zumindest über einen Abschnitt ihrer axialen Erstreckung als Vollmaterialstange
ausgebildet ist und das flexible Führungselement an der Außenseite der Stange als
Führungseinrichtung für das flexible Führungselement oder mit einer separaten Führungseinrichtung
für das flexible Führungselement ausgebildet ist. Es kann vorgesehen sein, dass die
Riegelstange im Bereich ihres freien Anschlussendes als Anschlussrohrabschnitt ausgebildet
ist und über ihre übrige axiale Erstreckung als Vollmaterialstange ausgebildet ist.
[0028] Bei bevorzugten Ausführungen kann vorgesehen sein, dass der Anschlussrohrabschnitt
im Bereich seines von der Anschlusseinrichtung abgewandten Endes, das mit der Vollmaterialstange
verbunden ist, ein radiales Loch aufweist, das in den Innenraum des Anschlussrohrabschnitts
mündet und das elastische Führungselement in dem Anschlussrohrabschnitt so angeordnet
ist, dass das Schlaufenende aus dem freien Ende des Anschlussrohrabschnitts herausragt
und das von dem Schlaufenende entfernte Ende des flexiblen Führungselements aus dem
radialen Loch herausreicht.
[0029] Was die Anordnung des flexiblen Führungselements an oder in der Riegelstange betrifft,
ist es für die Herstellung der mit dem flexiblen Führungselement versehenen Riegelstange
als vormontierte Unterbaueinheit vorteilhaft, wenn vorgesehen ist, dass die Führungseinrichtung
so ausgebildet ist, dass in der Riegelstange zumindest im Bereich ihres der Anschlusseinrichtung
zugewandten Anschlussendes eine Öffnung ausgebildet ist, aus der das Schlaufenende
herausragt und dass das flexible Führungselement zumindest in einem Abschnitt der
axialen Erstreckung der Riegelstange an der Außenseite der Riegelstange geführt ist.
[0030] Grundsätzlich sind Ausführungen der Montagebaueinheit möglich, bei denen vorgesehen
ist, dass die obere Riegelstange als Rohr ausgebildet ist oder die untere Riegelstange
zumindest in einem Abschnitt ihrer axialen Erstreckung als Vollmaterialstange ausgebildet
ist.
[0031] Besonders bevorzugt sind Ausführungen, bei denen die Riegelstange, insbesondere als
obere Riegelstange ausgebildet, an ihrem freien Riegelende eine schwenkbare Falle
aufweist, wobei die schwenkbare Falle in ein rahmenseitiges Schließblech am oberen
horizontalen Rahmenholm eingreift. Die Riegelstange kann in diesem Fall als durchgehendes
Rohr mit oben angeordneter Schwenkfalle ausgeführt sein, oder aber auch als Stange
aus Vollmaterial. Das flexible Führungselement kann in der als Rohr ausgebildeten
Riegelstange angeordnet werden, d.h. die gesamte rohrförmige Riegelstange durchgreifend,
sodass am schlossgehäuseseitigen Ende die Schlaufe austritt und am anderen Ende unmittelbar
im Bereich des Anschlusses der Schwenkfalle das freie Ende des flexiblen Führungselements
austritt.
[0032] Es sind auch Ausführungen möglich, bei denen das flexible Führungselement lediglich
in einem Teilabschnitt im Inneren des Rohrs geführt ist und also das freie Ende z.B.
in einem mittleren axialen Abschnitt der Riegelstange austritt.
[0033] Bei Ausführungen, bei denen die Riegelstange als Vollmaterialstange ausgebildet ist,
ist vorgesehen, dass die Stange zumindest in einem Abschnitt ihrer axialen Erstreckung
rohrförmig ausgebildet ist und das flexible Führungselement in diesem Abschnitt geführt
ist und am Ende des Abschnitts austritt.
[0034] Bei den vorangehend beschriebenen Ausführungen mit Schwenkfalle kann vorgesehen sein,
dass die Schwenkfalle durch die Riegelstange gesteuert wird, und zwar hinsichtlich
einer Steuerung der Schwenkbarkeit der Falle oder hinsichtlich einer Verschiebbarkeit
der Falle relativ zur Riegelstange und/oder relativ zum Flügel.
[0035] Bei Ausführungen, bei denen die Riegelstange eine Schwenkfalle aufweist, kann die
Schwenkfalle außer ihrer Schwenkbarkeit um eine Achse quer zur Längsachse der Riegelstange
auch in axialer Richtung relativ zur Riegelstange verschiebbar sein. Es sind aber
auch Ausführungen möglich, bei denen am freien Ende der Riegelstange eine Falle bewegbar
gelagert ist, die ausschließlich in der axialen Richtung der Riegelstange linear bewegbar
ist, vorzugsweise jeweils federbeaufschlagt in Ausfahrrichtung.
[0036] Unter dem Begriff Falle wird ein Riegel oder riegelartiges Glied verstanden, das
eine Einlaufschräge für das Schließen der Tür aufweist, bewegbar gelagert ist und
dabei durch eine Feder in Verriegelungsrichtung beaufschlagt ist.
[0037] Bei sämtlichen Ausführungen mit Schaltschlössern, und zwar Ausführungen, bei denen
am freien Ende eine bewegliche Falle schwenkbar und/oder linear verschiebbar gelagert
ist, kann eine Montagebaugruppe gebildet werden, bei der die Riegelstange mit dem
betreffenden Schaltschloss gekuppelt oder kuppelbar ist.
[0038] Bei bevorzugten Ausführungen mit Schaltschloss kann vorgesehen sein, dass das Schaltschloss
als ein Schaltschloss mit schwenkbarer Falle ausgebildet ist.
[0039] Bei weiteren bevorzugten Ausführungen kann vorgesehen sein, dass das Schaltschloss
ein Blockierelement aufweist, das im Gehäuse des Schaltschlosses verschiebbar geführt
ist und an einem an dem Schaltschloss anschließbaren Abschnitt der Riegelstange anschließbar
ist. In bevorzugter Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass zwischen dem Blockierelement
und dem daran angeschlossenen Abschnitt der Riegelstange ein Verbindungsblock schaltbar
ist.
[0040] Eine besonders günstige Handhabung bei der Montage wird erhalten, wenn vorgesehen
ist, dass das flexible Führungselement an der Außenseite oder im Innenraum des Schaltschlosses
geführt ist und im Bereich des daran angeschlossenen Abschnitts der Riegelstange entweder
in der Riegelstange, vorzugsweise in einer durchgehenden axialen Bohrung der Riegelstange,
geführt ist oder zumindest abschnittsweise an der Außenseite der Riegelstange geführt
ist.
[0041] Die eingangs genannte Aufgabe, eine einfach montierbare, funktionssichere Verriegelungseinrichtung
zu schaffen, wird auch gelöst mit dem Gegenstand des Patentanspruchs 17. Es handelt
sich dabei um eine Schlosseinrichtung mit einem Einsteckschloss mit darin gelagerter
Schlossmechanik, die vorzugsweise einen Riegelauswerfer und/oder vorzugsweise einen
Fallenauswerfer und/oder vorzugsweise einen Riegel und/oder vorzugsweise eine Falle
aufweist, und mit einer Betätigungseinrichtung, die vorzugsweise eine Nuss aufweist,
und mit einer oberen Riegelstangenanschlusseinrichtung mit einer oberen Riegelstange
und/oder einer unteren Riegelstangenanschlusseinrichtung mit einer unteren Riegelstange.
An mindestens einer der Riegelstangen ist ein Schaltschloss mit einer relativ zur
Riegelstange bewegbaren Falle kuppelbar angeordnet. Wesentlich bei dieser Lösung ist,
dass ein Kupplungsglied zwischen der Riegelstange einerseits und dem Schaltschloss
und/oder der Falle andererseits geschaltet ist und zumindest ein Abschnitt des Kupplungsglieds
aus einem bei einer vorbestimmten erhöhten Temperatur - z.B. in einem Brandfall -
schmelzendes Material aufweist und so ausgebildet ist, dass bei nicht geschmolzenem
Material das Kupplungsglied die Riegelstange mit dem Schaltschloss und/oder der Falle
zu deren Betätigung durch die Riegelstange verbindet und bei geschmolzenem Material
des Kupplungsglieds die Verbindung gelöst ist. Hierbei kann vorzugsweise vorgesehen
sein, dass die Falle und/oder das Schaltschloss durch eine Feder und/oder die Schwerkraft
in die Verriegelungsstellung beaufschlagt ist und bei geschmolzenem Material des Kupplungsglieds
alleine durch Betätigung der Riegelstange nicht entriegelbar ist.
[0042] Besonders bevorzugte Ausführungen der Schlosseinrichtung werden erhalten mit Einsatz
einer Montagebaugruppe mit den Ausgestaltungsmerkmalen, wie vorangehend beschrieben.
Es sind hierbei auch Schlossausführungen mit inbegriffen, die nicht über eine Montagebaugruppe
mit flexiblem Führungselement montiert sind, insbesondere auch nicht mit flexiblem
Führungselement und den beschriebenen Führungseinrichtungen und Einhängeeinrichtungen
montiert sind. Es handelt sich bei den genannten mit inbegriffenen Schlosseinrichtungen
vorzugsweise um Schlosseinrichtungen mit einem Einsteckschloss mit darin aufgenommener
Schlossmechanik und einer Anschlusseinrichtung für eine untere Riegelstange und/oder
einer Anschlusseinrichtung für eine obere Riegelstange. Die Riegelstange bzw. die
Riegelstangen sowie das Einsteckschloss sind vorzugsweise verdeckt in dem Flügel anordenbar,
und zwar derart, dass das Einsteckschloss mit seinem Schlosskasten in einem Aufnahmeraum
im Flügel einsetzbar ist und die vorzugsweise verdeckt im Flügel angeordnete Riegelstange
bzw. Riegelstangen sind mit ihrem Anschlussende an zugeordneten Anschlusseinrichtungen
am Einsteckschloss anschließbar und ragen dabei mit ihrem freien Riegelende durch
eine zugeordnete Durchgriffsöffnung des Flügels heraus. Die mindestens eine Riegelstange
ist mit einem Schaltschloss der vorangehend beschriebenen Art gekuppelt oder kuppelbar.
Wesentlich ist, dass diese Schlossausführungen ein Kuppelglied oder ein Verbindungsglied
aufweisen mit jeweils einem Abschnitt aus einem bei einer vorbestimmten erhöhten Temperatur,
z.B. in einem Brand fall, schmelzendem Material. Die vorbestimmte Temperatur kann
z.B. bei ca. 100° Celsius liegen. Für die Schlosseinrichtung und die einzelnen Komponenten
gelten die Ausgestaltungen soweit sie vorangehend für die Montagebaueinheiten beschrieben
sind. Ein wesentlicher Aspekt ist, dass nicht nur Schlosseinrichtungen mit verdeckt
liegenden Riegelstangen mit Einsteckschlössern, sondern auch Schlosseinrichtungen
mit aufliegenden Riegelstangen und/oder aufliegenden Schlössern mit umfasst sind.
[0043] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nun anhand von Zeichnungen näher
erläutert. Es zeigen
- Fig. 1
- einen Flügel einer Tür einer erfindungsgemäßen Montagebaugruppe in perspektivischer
Darstellung;
- Fig. 2
- einen Teilschnitt des Flügels in Fig. 1 in perspektivischer Darstellung;
- Fig. 3a
- die Montagebaugruppe in Fig. 1 in einem ersten Schritt der Montage; jeweils für die
obere und die untere Riegelstange in separaten Ausschnitten dargestellt;
- Fig. 3b
- die Montagebaugruppe in Fig. 1 in einem weiteren Schritt der Montage, jeweils nur
für die untere Riegelstange dargestellt;
- Fig. 3c
- die Montagebaugruppe in Fig. 1 im montierten Zustand, jeweils nur für die untere Riegelstange
dargestellt;
- Fig. 4
- die Anschlusseinrichtung beim Einhängen des Schlaufenendes des flexiblen Führungselements
während der Montage der Riegelstange im Montageschritt der Fig. 3b in Schnittdarstellung:
der
- Fig. 5a
- eine Riegelstange mit Vollmaterialstange mit eingefädeltem flexiblen Führungselement
als Schlaufe in perspektivischer Darstellung;
- Fig. 5b
- eine Riegelstange mit rohrförmiger Stange mit eingefädeltem flexiblen Führungselement
als Schlaufe in perspektivischer Darstellung;
- Fig. 6
- ein Ausführungsbeispiel mit Riegelstange mit Schaltschloss mit schwenkbarer Schlossfalle
mit flexiblem Führungselement in der Montagestellung.
- Fig. 7a - 7f
- Verfahrensschritte der Montage bei Konzept 1;
- Fig. 8
- unterschiedlicher Verfahrensschritt bei Konzept 2;
- Fig. 9
- unterschiedlicher Verfahrensschritt bei Konzept 3;
- Fig. 10
- unterschiedlicher Verfahrensschritt bei Konzept 4;
- Fig. 11a bis d
- Detaildarstellungen eines zwischen Schaltschloss und Riegelstange montierbaren Kupplungsteils
aus schmelzbarem Material zum Einsatz in Brandschutzausführungen.
[0044] Fig. 1 zeigt eine Tür mit einem ortsfesten Türrahmen 1r und einem daran in Türbändern
1 b schwenkbar gelagerten Türflügel 1. Der Türflügel 1 weist eine Verriegelungseinrichtung
mit einem Einsteckschloss 20 mit vertikalen Riegelstangen 22o, 22u auf. Das Einsteckschloss
20 besteht aus einem Schlosskasten 20k mit darin gelagerter Schlossmechanik. Die vertikalen
Riegelstangen sind als obere Riegelstange 22o und als untere Riegelstange 22u ausgebildet.
In dem dargestellten Fall ist die obere Riegelstange 22o als rohrförmige Stange ausgebildet
und die untere Riegelstange 22u als Vollmaterialstange ausgebildet. Die Riegelstangen
22o, 22u sind jeweils über eine zugeordnete Anschlusseinrichtung 21 o bzw. 21 u an
der Schlossmechanik anschließbar. Der Schlosskasten 20k weist jeweils eine Durchtrittsöffnung
für die Anschlusseinrichtung 21o, 21 u auf, und zwar eine Durchtrittsöffnung an seiner
oberen Stirnseite für die Anschlusseinrichtung 21 o der oberen Riegelstange 22o und
eine Durchtrittsöffnung an seiner unteren Stirnseite für die Anschlusseinrichtung
21 u der unteren Riegelstange 22u.
[0045] Die Verriegelungseinrichtung mit dem Einsteckschloss und den Riegelstangen 20o, 20u
wird über eine erfindungsgemäße Montagebaugruppe montiert. Die Montagebaugruppe umfasst
das Einsteckschloss 20 mit Anschlusseinrichtung 21 o und Anschlusseinrichtung 21 u
sowie die obere Riegelstange 22o und die untere Riegelstange 22u und jeweils den Riegelstangen
zugeordnete flexible Führungselemente 23. Das heißt, der oberen Riegelstange 22o ist
ein flexibles Führungselement 23 und der unteren Riegelstange 22u ist ein flexibles
Führungselement 23 zugeordnet. Das flexible Führungselement 23 ist in dem dargestellten
Fall jeweils als Kunststofffaden ausgebildet, das schlaufenförmig gelegt eingesetzt
wird.
[0046] Die Montage der Verriegelungseinrichtung mithilfe der Montagebaugruppe wird im Folgenden
anhand der Fig. 3a bis 3c, Fig. 4 und Fig. 5a und 5b im einzelnen beschrieben. Die
Fig. 1 und 2 zeigen die Verriegelungseinrichtung im fertig montierten Zustand der
Tür.
Bei dem in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Türflügel 1 als Anschlagschwenkflügel
und die Tür als einflüglige Tür ausgebildet. Das Schloss ist in dem in Figur 1 dargestellten
Fall als Aktivflügelschloss mit einer federnd gelagerten Schlossfalle 20f mit Einlaufschräge
beim Schließen der Tür und einen Riegel 20r zum Verriegeln der Tür ausgebildet. Zur
Betätigung weist das Schloss eine Handhabe 20h auf. In dem dargestellten Fall weist
das Schloss einen Schließzylinder 20z auf, um den Riegel 20r mittels eines Schlüssels
zu betätigen. Der Riegel kann auch als selbstverriegelnder Riegel ausgebildet sein.
Es sind auch Ausführungen des Schlosses möglich, bei denen anstelle des Riegels ein
Fallenriegel vorgesehen ist. Es sind Ausführungen möglich, bei denen anstelle der
Schlossfalle und des Riegels ein selbstverriegelnder Fallenriegel vorgesehen ist.
Es sind auch Ausführungen möglich, bei denen die Tür als zweiflüglige Tür mit einem
Passivflügel und einem Aktivflügel ausgebildet ist und das Einsteckschloss mit den
Riegelstangen als Passivflügelschloss ausgebildet in dem Passivflügel montiert ist.
In dem Aktivflügel ist dann ein Aktivflügelschloss montiert, das mit oder ohne Riegelstangen
ausgerüstet sein kann. Der Riegel und die Schlossfalle des Aktivflügelschlosses greifen
in der Schließstellung der Tür in das Passivflügelschloss ein. Es sind hierbei Ausführungen
möglich, bei denen das Passivflügelschloss eine Aushebeeinrichtung aufweist, um den
Riegel und die Schlossfalle zum Entriegeln der Tür auszuheben.
[0047] Was den Aufbau der Tür betrifft: In dem in den Figuren dargestellten Fall weist der
Türflügel 1 einen umlaufenden Rahmen 11 auf, der als Hohlprofilrahmen ausgebildet
ist. In dem Hohlraum des vertikalen hauptschließkantenseitigen Holms des Hohlprofils
11 p ist das Einsteckschloss 20 mit den Riegelstangen 22o, 20u montiert.
[0048] Es wird Bezug genommen auf Fig. 2. Der Schlosskasten 20k ist über eine seitliche
Öffnung in den taschenförmigen Aufnahmeraum 11 h im Profil 11 p eingesteckt. Die obere
Riegelstange 22o ist in dem Hohlraum des vertikalen Profils 11 p verschiebbar geführt
angeordnet. Die Riegelstange 22o ist über die Anschlusseinrichtung 21 o mit der in
dem Schlosskasten 20k gelagerten Schlossmechanik verbunden. Entsprechendes gilt für
die untere Riegelstange 22u.
[0049] Die obere Riegelstange 22o und die untere Riegelstange 22u sind so miteinander gekoppelt,
dass sie bei ihrer Betätigung gegensinnig bewegbar sind, d.h. dass beide simultan
ausgefahren oder beide simultan eingefahren werden. Entsprechend werden dabei die
zugeordneten Anschlusseinrichtungen 21o, 21 u aus dem Schlosskasten 20k ausgefahren
oder eingefahren. Wenn die Anschlusseinrichtung 21o und die damit verbundene obere
Riegelstange 22o in ihrer eingefahrenen Stellung ist, fluchtet die obere Stirnfläche
der Riegelstange 22 mit der oberen Stirnfläche des Flügelrahmens 11. In der ausgefahrenen
Stellung steht die Riegelstange 22 aus der oberen Stirnfläche des Flügelrahmens 11
raus und greift in eine Verriegelungseinrichtung im ortsfesten Türrahmen 1 r ein.
Entsprechendes gilt für die untere Riegelstange 22u. Sie greift in ihrer ausgefahrenen
Stellung in eine Verriegelungsausnehmung im Boden ein.
[0050] Im Folgenden wird die Montage der Verriegelungseinrichtung unter Verwendung der Montagebaugruppe
beschrieben. Die Montagebaugruppe umfasst, wie bereits erwähnt, das Einsteckschloss
20 mit den Anschlusseinrichtungen 21 u, 21 o und der oberen Riegelstange 22o mit dem
zugeordneten flexiblen Führungselement 23 und die untere Riegelstange 22u mit dem
zugeordneten flexiblen Führungselement 23.
Wesentlich ist, dass das flexible Führungselement 23 als Schlaufe ausgebildet ist,
d.h. an seinem einen Ende ein Schlaufenende 23s aufweist und die beiden von dem Schlaufenende
23s sich erstreckenden Schenkel des flexiblen Führungselements parallel in die gleiche
Richtung verlaufen, d.h. das Schlaufenende 23s eine Umfaltung des flexiblen Führungselements
um 360° darstellt. Ferner ist wesentlich, dass das flexible Führungselement 23 in
die Riegelstange 22o, 22u so eingefädelt wird, dass das Schlaufenende 23s am Anschlussende
der Riegelstange 22o, 22u frei heraussteht.
[0051] Bei der Anordnung des flexiblen Führungselements 23 in der Riegelstange 22o, 22u
ist zu unterscheiden zwischen der Anordnung in einer als Rohr ausgebildeten Riegelstange
und einer als vollen Stange ausgebildeten Riegelstange.
[0052] Wenn die Riegelstangen, wie im Falle der oberen Riegelstange 22o als rohrförmige
Riegelstange ausgebildet ist, wird das als Schlaufe gelegte flexible
[0053] Führungselement 23 in die rohrförmige Riegelstange axial über die gesamte Länge der
Riegelstange eingefädelt, so dass am freien Anschlussende der Riegelstange 22o das
Schlaufenende 23s heraussteht und am gegenüberliegenden Verriegelungsende der Riegelstange
die beiden freien Schenkelenden herausstehen. Die Situation ist in Fig. 5b dargestellt.
[0054] Im Fall, dass das flexible Führungselement 23 einer Riegelstange zugeordnet werden
soll, die als volle Riegelstange ausgebildet ist, wie dies bei der dargestellten unteren
Riegelstange 22u der Fall ist, wird die Situation in Fig. 5a gezeigt. Wie erkennbar,
ist die Riegelstange 22u als Vollmaterialstange ausgebildet. Sie weist jedoch im Bereich
des Anschlussendes einen rohrförmigen Endabschnitt 22ue auf, der als axiale Verlängerung
der Vollmaterialstange diese fortsetzt. Dieser rohrförmige Endabschnitt 22ue weist
nahe des Verbindungsbereichs zu der Vollmaterialstange ein radiales Loch 22ur auf,
das in den axialen Innenraum des rohrförmigen Endabschnitts einmündet. Das als Schlaufe
gelegte flexible Führungselement 23 ist in den rohrförmigen Endabschnitt 22ue so eingefädelt,
dass das Schlaufenende 23s an dem freien Ende des rohrförmigen Endabschnitts 22ue
axial heraussteht und die freien Schenkelenden aus dem radialen Loch 22ur herausstehen.
[0055] Die Anschlusseinrichtung 21 u für die untere Riegelstange ist in Fig. 4 gezeigt.
Sie ist als ein im Wesentlichen rohr- oder hülsenförmiger Körper ausgebildet, an dessen
einem Ende die untere Riegelstange 22u anschließbar ist und dessen anderes Ende an
die im Schlosskasten 20k gelagerte Schlossmechanik angekuppelt ist. Der Körper der
Anschlusseinrichtung weist für den Anschluss der unteren Riegelstange 22u ein Innengewinde
21g auf. Die untere Riegelstange 22u weist wie in Fig. 5a gezeigt an ihrem Anschlussende
ein entsprechendes Außengewinde 22g auf. Wesentlich ist, dass in dem Innenraum des
Körpers der Anschlusseinrichtung 21 u ein Einhängeelement 25 angeordnet ist. Dieses
Einhängeelement 25 ist im dargestellten Fall als Bolzen ausgebildet, der an seinem
einen Ende mit der Innenwandung des Innenraums des Anschlusskörpers verbunden ist
und das andere Ende als freies Ende aufweist. Der Bolzen ist als Querbolzen ausgebildet,
d.h. er erstreckt sich quer zur axialen Erstreckung der Riegelstange. Wenn die Riegelstange
22u mit ihrem Anschlussende an den Anschlusskörper 21 u angeschlossen wird, wird zunächst
in einem ersten Schritt das aus dem Anschlussende der Riegelstange herausstehende
Schlaufenende 23s durch die mit dem Innengewinde versehene Anschlussöffnung in den
Innenraum des Körpers eingeführt und in das Einhängeelement 25 eingehängt. Die Situation
des Einhängens ist in Fig. 4 gezeigt. Um den Einhängevorgang zu kontrollieren, weist
der Schlosskasten 20k, in dem Bereich, in dem der Körper der Anschlusseinrichtung
21 u gelagert ist, eine Beobachtungsöffnung 20kb auf, die mit einem radialen Loch
21 ub im Körper der Anschlusseinrichtung 21 u in der betreffenden Position fluchtet.
[0056] Die Anschlusseinrichtung 21o für die obere Riegelstange 22o ist entsprechend ausgebildet,
wie die in Fig. 4 dargestellte Anschlusseinrichtung 21 u. Sie unterscheidet sich lediglich
darin, dass der ebenfalls rohr- oder hülsenförmige Körper ein Außengewinde an seinem
Anschlussende aufweist, um das mit einem Innengewinde versehene Anschlussende der
oberen Riegelstange 22o anzuschliessen. Die obere Riegelstange 22o ist über ihre gesamte
axiale Erstreckung rohrförmig ausgebildet und weist an ihrem Anschlussende ein Innengewinde
auf. Es sei verwiesen auf Fig. 5b. Der Einhängevorgang erfolgt ebenfalls unter Kontrolle
über die miteinander fluchtenden Beobachtungsöffnungen in gleicher Weise wie in Verbindung
mit Fig. 4 für die untere Riegelstange erörtert.
[0057] Die Montage erfolgt also dadurch, dass in einem ersten Schritt die betreffende Riegelstange
22u, 22o mit dem zugeordneten flexiblen Führungselement 23 ausgestattet wird unter
Ausbildung von vormontierten Baueinheiten, wie sie in den Fig. 5a und 5b gezeigt sind.
[0058] In einem zweiten Schritt wird die derart mit dem flexiblen Führungselement 23 ausgestattete
Riegelstange 22u, 22o durch die untere Durchtrittsöffnung des Flügels bzw. durch die
obere Durchtrittsöffnung des Flügels durchgesteckt, so dass die untere Riegelstange
22u ausgestattet mit dem flexiblen Führungselement 23 in dem unteren vertikalen Aufnahmekanal
im Flügelprofil und die obere Riegelstange 22o ausgestattet mit dem flexiblen Führungselement
23 in dem oberen vertikalen Aufnahmekanal im Flügelprofil zu liegen kommt. Die Schenkelenden
des flexiblen Führungselements 23 der rohrförmigen oberen Riegelstange 22o ragen dabei
aus dem Riegelstangenende heraus. Im Falle der unteren Riegelstange 22u sind die Schenkelenden
des flexiblen Führungselements 23 in dem unteren Abschnitt, in dem die Riegelstange
als Vollmaterialstange ausgebildet ist, an der Außenseite der Riegelstange in dem
Aufnahmekanal angeordnet, so dass die Schenkelenden zusammen mit dem Riegelstangenende
aus der unteren Durchtrittsöffnung des Flügels herausragen.
[0059] Im dritten Schritt wird das flexible Führungselement 23 an dem aus der betreffenden
Riegelstange jeweils herausstehenden Schlaufenende 23s durch die im Flügelrahmen ausgebildete
Aufnahmeöffnung des Einsteckschlosses soweit herausgezogen, um das Schlaufenende 23s
in die zugeordnete Anschlusseinrichtung des Einsteckschlosses einzuführen. Das Einsteckschloss
20 ist dabei noch außerhalb des Flügels 1 angeordnet, wie in Fig. 3a gezeigt. Der
Einhängevorgang des Schlaufenendes 23s an dem Einhängelement 25 in der zugeordneten
Anschlusseinrichtung 21 u, 21 o erfolgt wie in Fig. 4 gezeigt ist.
[0060] Wesentlich für diesen Montageschritt ist, dass die Länge des Führungselements 23
ausreichend lang gewählt ist, so dass bei dem Einhängevorgang die Schenkelenden des
flexiblen Führungselements 23 weiterhin aus der Riegelstange und der oberen bzw. unteren
Durchtrittsöffnung des Flügels herausstehen und zwar soweit, dass sie durch die jeweilige
im Flügel ausgebildete Durchtrittsöffnung der betreffenden Riegelstange herausreichen.
[0061] Dies ist erforderlich, um nach dem Einhängevorgang, d.h. nachdem die die Schlaufe
mit ihrer Schlaufenausformung in dem Einhängeelement 25 der betreffenden Anschlusseinrichtung
eingehängt ist, das Einsteckschloss 20 durch die stulpseitige Rahmenöffnung in den
Aufnahmeraum im Flügel hineinzustecken und dabei durch Anziehen an den Schenkelenden
die Schlaufen straff zu ziehen. Dieser Montageschritt ist in Fig. 3b gezeigt.
[0062] Die Riegelstangen 22o, 22u können sodann entlang der straffen Führungselemente in
das Anschlussende der zugeordneten Anschlusseinrichtungen 21 u und 21o eingeführt
und die Schraubverbindung hergestellt werden, womit der Anschluss der Riegelstangen
an das Einsteckschloss erfolgt. Dieser Montagschritt ist in Fig. 3c gezeigt.
[0063] Nach erfolgter Montage kann das flexible Führungselement 23 aus der zugeordneten
Riegelstange herausgezogen werden. Das flexible Führungselement 23 der oberen Riegelstange
22o wird an den aus dem oberen Ende der Riegelstange 22o herausstehenden Schenkelenden
herausgezogen, d.h. an einem beliebigen der beiden Schenkelenden wird gezogen und
dabei die Schlaufe aufgelöst. Das flexible Führungselement 23 der unteren Riegelstange
22u wird an den aus der unteren Durchtrittsöffnung des Flügels herausstehenden Schenkelenden
herausgezogen, d.h. an einem beliebigen der beiden Schenkelenden wird gezogen und
dabei die Schlaufe aufgelöst.
[0064] Figur 6 zeigt als weiteres Ausführungsbeispiel eine Riegelstange 22o, die mit einem
Schaltschloss 26 mit Schwenkfalle 26f, auch Schnäpperschloss genannt, verbunden ist.
Das Schaltschloss 26 weist ein Gehäuse 26g auf, in dem die Schwenkfalle 26f in vertikaler
Richtung verschieblich gelagert ist. Die Schwenkfalle 26f ist um eine zur Längserstreckung
der Riegelstange 22o quer angeordnete Schwenkachse schwenkbar gelagert. In dem Schaltschloss
26 ist ein Blockierelement 26b in vertikaler Richtung verschieblich gelagert, mit
dem die Verschwenkbarkeit der schwenkbaren Falle 26f blockiert oder freigegeben werden
kann.
[0065] Bei dem in Figur 6 dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Blockierelement 26b
über einen Block 27 als Verbindungsglied an der Riegelstange 22o befestigt. Hierbei
ist das Blockierelement 25b über eine Gewindeverbindung am Block 27 befestigt. Der
Block 27 ist mittels einer Splint-Verbindung 27s an der Riegelstange 22o befestigt.
Hierdurch wird eine feste Verbindung zwischen Riegelstange 22o, dem Block 27 und dem
Blockierelement 26b des Schaltschlosses 26 erhalten.
[0066] Die Montage der Riegelstange 220 bei dem in Figur 6 dargestellten Ausführungsbeispiel
erfolgt folgendermaßen. In einem ersten Schritt wird das Blockierelement 26b mit dem
Block 27 verschraubt. Dann wird der Block 27 mittels der genannten Splint-Verbindung
27s am oberen Ende der Riegelstange 22o befestigt. Das flexible Führungselement 23
wird mit seinem Schlaufenende 23s voran in eine dafür vorgesehene Öffnung im Block
27 eingeführt. In einem nächsten Schritt wird das flexible Führungselement durch die
rohrförmige Riegelstange 23o hindurchgeführt, bis das Schlaufenende 23s am unteren
Ende der Riegelstange herausragt. Daraufhin wird das Schlaufenende 23s des flexiblen
Führungselements in die zugeordnete Anschlusseinrichtung des Einsteckschlosses 20
eingeführt.
[0067] Die Riegelstange 22o ist in dem Ausführungsbeispiel als Rohr ausgebildet. Zur Montage
der Riegelstange 22o ist, wie Figur 6 zeigt, das flexible Führungselement 23 durch
die Riegelstange 22o hindurchgeführt. Das Schlaufenende 23s des Führungselements 23
tritt am schlossseitigen Ende der Riegelstange 22o aus, wobei das schlaufenförmige
Ende 23s an einem Einhängeelement in der Anschlusseinrichtung des Schlosses eingehängt
ist. Am gegenüberliegenden Ende der rohrförmigen Riegelstange 22o tritt das freie
Ende des flexiblen Führungselements 23 aus, und zwar in dem dargestellten Fall unmittelbar
in dem Anschlussbereich der Schwenkfalle 26f.
[0068] Es sind diverse abgewandelte Konzepte vorgesehen. Es wird Bezug genommen auf die
Figuren 7 bis 10 in Verbindung mit Figur 6:
Konzept 1 (siehe Figuren 7a bis 7f):
[0069]
- Die Riegelstange 22o geht aus von einer Vollstange. Die Vollstange wird in Länge geschnitten.
- In die Vollstange wird eine zentrale axiale Bohrung eingebracht.
- Der Verbindungsblock 27 wird an dem Blockierelement 26b durch Verschrauben befestigt.
- Das flexible Führungselement 23 wird in Form einer Schlaufe mit zwei ungefähr gleichlangen
Endabschnitten an dem dem Schlaufenende 23s gegenüberliegenden Ende mit dem Schlaufenende
23s voran durch den Verbindungsblock 27 hindurch in die Bohrung der Riegelstange 22o
eingefädelt, solange bis das Schlaufenende 23s am freien Ende der Riegelstange 22o
heraussteht.
- Der Verbindungsblock 27 wird mittels der Splintverbindung 27s an dem Schaltschlossgehäuse
26g befestigt.
- Die Riegelstange 22o wird sodann in den Flügelrahmen 11 des Flügels 1 in die vorbereitete
parallel zum Stulp verlaufende Längsausnehmung eingeführt, bis das Schlaufenende 23s
in die Schlossgehäuseaufnahme 11sa in dem Flügel 1 hineinragt.
- Das Schlaufenende 23s wird aus der Schlossgehäuseaufnahme soweit herausgezogen, dass
das Schlaufenende 23s in das Einhängeelement 25 im oder am Schlosskasten 20k einhängbar
ist. Es erfolgt sodann die Einhängung des Schlaufenendes 23s. Im Falle einer oberen
und unteren Riegelstangeneinrichtung 22o, 22u erfolgt in gleicher Weise das Einführen
der zweiten Riegelstange und die Einhängung des betreffenden Schlaufenendes an dem
zugeordneten zweiten Einhängeelement 25 im Schlosskasten 20k.
- Der Schlosskasten 20k wird sodann im eingehängten Schlaufenende bzw. eingehängten
Schlaufenenden in die Schlosskastenaufnahme 11sa im Flügel 1 eingesetzt.
- Die Schlaufen 23s werden jeweils durch Anziehen an den freien Enden des flexiblen
Führungselements 23 straff gezogen und die Riegelstangen an ihrem zugeordneten Anschluss
im Schlosskasten 20k zum Anschluss gebracht und in dem dargestellten Ausführungsbeispiel
mittels Inbusschlüssel Klemmverbindung an den Anschlussstellen hergestellt. In dem
dargestellten Fall wird der Inbus in die zugeordnete stulpseitige Inbusöffnung durch
Drehen angezogen.
- An den freien Enden an der oberen bzw. unteren Flügelkante werden Endlager bildende
Abschlussführungsstücke 11 e für die Falle 20f der oberen Riegelstangeneinrichtung
22o bzw. für das freie Verriegelungsende der unteren Riegelstangeneinrichtung 22u
durch Schraubverbindung befestigt.
Konzept 2:
[0070] Dieses Konzept 2 (siehe Fig. 8) unterscheidet sich vom Konzept 1 lediglich darin,
dass die zentrale Bohrung in der Riegelstange 22o, 22u nicht durch Bohren eingebracht
werden muss, sondern dass bereits eine rohrförmige Riegelstange verwendet wird, d.h.
eine Riegelstange, die bereits eine derartige zentrale Bohrung aufweist. Ein weiterer
Unterschied zu Konzept 1 ist, dass am freien Ende der Riegelstange 22o, an dem das
Schlaufenende 23s herausgeführt ist, das Schlaufenende 23s in einem Schraubeinsatz
22se eingefädelt ist und an dessen freien Ende heraussteht. Der Schraubeinsatz 22se
weist ein Außengewindeende auf, welches in das freie Ende der Riegelstange 22o in
ein dort ausgebildetes Innengewinde einschraubbar ist. Das von der Riegelstange 22o
abgewandte freie Ende des Schraubeinsatzes 22se ist am Schlosskasten an dem Riegelstangenanschlussbereich
anschließbar. Dieser Anschluss erfolgt in gleicher Weise wie beim Konzept 1.
Konzept 3 (siehe Fig. 9):
[0071] Dieses Konzept 3 unterscheidet sich von Konzept 2 darin, dass in Konzept 3 die Riegelstange
22o an dem Verbindungsblock 27 nicht über eine Splintverbindung anschließbar ist,
sondern über einen Schraubeinsatz 22sa, der vergleichbar mit dem Schraubeinsatz 22se
ein Anschlussende mit Außengewinde aufweist, das in ein Innengewinde in der Riegelstange
22o einschraubbar ist. Der Schraubeinsatz 22sa ist an seinem anderen Ende mit dem
Verbindungsblock 27 fest verbunden. Er kann einstückig mit dem Verbindungsblock 27
verbunden sein oder auch in den Verbindungsblock 27 verschraubbar sein oder möglicherweise
auch über eine Splintverbindung mit dem Verbindungsblock 27 verbunden sein.
Konzept 4 (siehe Fig. 10):
[0072] Dieses Konzept 4 unterscheidet sich von Konzept 2 darin, dass bei Konzept 4 kein
separater Verbindungsblock 27 vorgesehen ist, sondern dass das Blockierelement 26b
mit der Riegelstange 22o unmittelbar über eine Schraubverbindung verbindbar ist. Hierfür
weist die Riegelstange 22o an ihrem dem Schaltschloss zugewandten Ende ein Innengewinde
auf, in das das mit Außengewinde versehene Ende des Blockierelements einschraubbar
ist.
Konzept 5 (siehe Fig. 11a bis 11d)
[0073] Dieses Konzept 5 unterscheidet sich vom Konzept 3 dadurch, dass der das Kupplungsteil
zwischen dem Blockierteil 26 und der Riegelstange 22o darstellende Verbindungsblock
27 gegenüber der Ausführung in der Darstellung in Fig. 9 abgewandelt ist. Der Verbindungsblock
27 in Fig. 11 ist dahingehend abgewandelt, dass er als einstückiges Kunststoffteil
ausgebildet ist, und zwar aus einem Kunststoff, der im Brandfall, d.h. bei Erreichen
einer vorbestimmt hohen Umgebungstemperatur, schmilzt.
[0074] Von der Formgestaltung ist der Verbindungsblock 27 (im Folgenden als Verbindungsteil
27 bezeichnet) in Fig. 11 als zylindrische Hülse ausgebildet. Der obere Teil der Hülse
weist ein Innengewinde 27i zur Aufnahme des Außengewindes des Blockierelements 26b
auf und der untere Teil weist an seiner Außenseite eine sägezahnartige Rillenstruktur
27r auf, die den entsprechenden rohrförmigen Anschlussabschnitt der Riegelstange 22o
aufnimmt. In seinem axial mittleren Bereich weist das Verbindungsteil 27 zwischen
den beiden Anschlussenden eine seitliche Öffnung 27o auf, die in den axial durchgehenden
Innenraum des Kunststoffteils einmündet und zur Durchführung des flexiblen Führungselements
23 dient.
Bezugszeichenliste
[0075]
- 1
- Türflügel
- 1b
- Türband
- 1r
- ortsfester Türrahmen
- 11
- Flügelrahmen
- 11sa
- Schlossgehäuseaufnahme
- 11d
- obere Durchtrittsöffnung
- 11p
- Profil
- 11e
- Endlager
- 20
- Einsteckschloss
- 20f
- Schlossfalle
- 20h
- Handhabe
- 20k
- Schlosskasten
- 20kb
- Beobachtungsöffnung im Schlosskasten
- 20r
- Riegel
- 20z
- Schließzylinder
- 21g
- Anschlussgewinde
- 21o
- Anschlusseinrichtung für die obere Riegelstange
- 21u
- Anschlusseinrichtung für die untere Riegelstange
- 21ub
- Beobachtungsöffnung der Anschlusseinrichtung 21 u
- 22g
- Anschlussgewinde der Riegelstange 22u
- 22o
- obere vertikale Riegelstange
- 22se
- Schraubeinsatz
- 22sa
- Schraubeinsatz
- 22u
- untere vertikale Riegelstange
- 22ue
- rohrförmiger Endabschnitt
- 22ur
- radiales Loch
- 23
- flexibles Führungselement
- 23s
- Schlaufenende
- 25
- Einhängeelement
- 26
- Schaltschloss
- 26b
- Blockierelement
- 26bs
- Anschluss-Außengewinde
- 26f
- Kippfalle
- 26g
- Schaltschlossgehäuse
- 27
- Verbindungsblock (Verbindungsteil)
- 27i
- Innengewinde für Blockierelement
- 27o
- seitliche Öffnung
- 27r
- Anschlussrillen für Riegelstange 22o
1. Montagebaugruppe zur Montage einer Verriegelungseinrichtung in oder an einem Flügel
(1) einer Tür, eines Fensters oder dergleichen,
wobei die Montagebaugruppe ein Einsteckschloss (20), mindestens eine Riegelstange
(22u, 22o) und ein der Riegelstange (22o, 22u) zugeordnetes flexibles Führungselement
(23) aufweist,
wobei die mindestens eine Riegelstange (22o, 22u) und das Einsteckschloss (20) verdeckt
in dem Flügel (1) anordenbar sind, derart, dass das Einsteckschloss (20) mit seinem
Schlosskasten (20k) in einem Aufnahmeraum im Flügel (1) einsetzbar ist und die mindestens
eine verdeckt im Flügel (1) angeordnete Riegelstange (22o, 22u) mit ihrem Anschlussende
an einer Anschlusseinrichtung (21o, 21 u) des Einsteckschlosses (20) anschließbar
ist und dabei mit ihrem freien Riegelende durch eine Durchtrittsöffnung (11d) des
Flügels (1) herausragt, wobei die mindestens eine Riegelstange (22o, 22u) mit einem
Schaltschloss gekuppelt oder kuppelbar ist,
wobei vorgesehen ist,
dass an oder in der mindestens einen Riegelstange (22o, 22u) eine Führungseinrichtung
ausgebildet ist, in der das zugeordnete flexible Führungselement (23) zumindest entlang
eines Abschnitts der axialen Längserstreckung der Riegelstange (22o, 22u) geführt
anordenbar ist und dabei sein der Anschlusseinrichtung (21o, 21 u) zugeordnetes Ende
ein Schlaufenende (23s) aufweist, das von der Riegelstange (22o, 22u) wegsteht und
sein dem Schlaufenende (23s) entferntes Ende aus der Führungseinrichtung herausreicht,
und
dass die Anschlusseinrichtung (21o, 21u) und/oder der Schlosskasten (20k) ein vorzugsweise
bolzenförmig oder hakenförmig ausgebildetes Einhängeelement (25) aufweist, in das
das Schlaufenende (23s) einhängbar ist.
2. Montagebaugruppe nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das flexible Führungselement (23) an der Außenseite und/oder im Innenraum des Schaltschlosses
(26a) geführt ist und im Bereich des daran angeschlossenen Abschnitts der Riegelstange
entweder in der Riegelstange, vorzugsweise in einer durchgehenden axialen Bohrung
der Riegelstange, geführt ist oder zumindest abschnittsweise an der Außenseite der
Riegelstange geführt ist.
3. Montagebaugruppe nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Schaltschloss als ein Schaltschloss mit bewegbar gelagerter Falle, vorzugsweise
schwenkbar und/oder linear verschiebbar gelagerter Falle ausgebildet ist.
4. Montagebaugruppe nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die Falle als eine linear verschiebbare Falle in axialer Richtung der Riegelstange
in Ausfahr- und/oder Verriegelungsrichtung federbeaufschlagt und/oder schwerkraftbeaufschlagt
ausgebildet ist; und/
oder
- dass die Falle als eine schwenkbare Falle in axialer Richtung der Riegelstange in Ausfahr-
und/oder Verriegelungsrichtung federbeaufschlagt und/oder schwerkraftbeaufschlagt
ausgebildet ist;
und/oder
- dass die Falle als eine schwenkbare Falle in eine Schwenkrichtung in Ausfahr- und/oder
Verriegelungsrichtung federbeaufschlagt und/oder schwerkraftbeaufschlagt ausgebildet
ist.
5. Montagebaugruppe nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Schaltschloss (26) ein Blockierelement (26b) aufweist, das in einem Gehäuse (26g)
des Schaltschlosses (26) verschiebbar geführt ist und an einem an dem Schaltschloss
(26) anschließbaren Abschnitt der Riegelstange (22o) anschließbar ist.
6. Montagebaugruppe nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen dem Blockierelement (26) und dem daran angeschlossenen Abschnitt der Riegelstange
(22o) ein Verbindungsteil (27) angeordnet oder anordenbar ist.
7. Montagebaugruppe nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Verbindungsteil (27) als eine Führungseinrichtung des flexiblen Führungselements
ausgebildet ist.
8. Montagebaugruppe nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Verbindungsteil (27) an seinem einen Ende eine Anschlusseinrichtung für das Blockierelement
(26b) und an seinem anderen Ende eine Anschlusseinrichtung (22sa) für die Riegelstange
(22o) aufweist und zwischen diesen beiden Enden eine radiale Öffnung aufweist, die
in den hohlen Innenraum des Verbindungsteils (27) mündet unter Ausbildung einer Führungseinrichtung
des flexiblen Führungselements.
9. Montagebaugruppe nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Kupplungsglied zwischen der Riegelstange einerseits und dem Schaltschloss und/oder
der Falle andererseits geschaltet ist und zumindest ein Abschnitt des Kupplungsglieds
aus einem bei einer vorbestimmten erhöhten Temperatur, wie sie als Umgebungstemperatur
in einem Brandfall auftritt, schmelzendes Material aufweist und so ausgebildet ist,
dass bei nicht geschmolzenem Material das Kupplungsglied die Riegelstange mit dem
Schaltschloss und/oder der Falle zur Betätigung durch die Riegelstange verbindet und
bei geschmolzenem Material die Verbindung gelöst ist.
10. Montagebaugruppe nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Falle und/oder das Schaltschloss durch eine Feder und/oder die Schwerkraft in
die Verriegelungsstellung beaufschlagt wird und bei geschmolzenem Material des Kupplungsglieds
alleine durch die Betätigung der Riegelstange nicht entriegelbar ist bzw. sind.
11. Montagebaugruppe nach einem der Ansprüche 6 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Verbindungsteil (27) als Kupplungsteil ausgebildet ist, das zumindest einen Abschnitt
aufweist, der aus einem bei vorbestimmter erhöhter Temperatur schmelzenden Material
ausgebildet ist.
12. Montagebaugruppe zur Montage einer Verriegelungseinrichtung in oder an einem Flügel
(1) einer Tür, eines Fensters oder dergleichen,
wobei die Montagebaugruppe ein Einsteckschloss (20), mindestens eine Riegelstange
(22u, 22o) und ein der Riegelstange (22o, 22u) zugeordnetes flexibles Führungselement
(23) aufweist,
wobei die mindestens eine Riegelstange (22o, 22u) und das Einsteckschloss (20) verdeckt
in dem Flügel (1) anordenbar sind, derart, dass das Einsteckschloss (20) mit seinem
Schlosskasten (20k) in einem Aufnahmeraum im Flügel (1) einsetzbar ist und die mindestens
eine verdeckt im Flügel (1) angeordnete Riegelstange (22o, 22u) mit ihrem Anschlussende
an einer Anschlusseinrichtung (21o, 21 u) des Einsteckschlosses (20) anschließbar
ist und dabei mit ihrem freien Riegelende durch eine Durchtrittsöffnung (11d) des
Flügels (1) herausragt,
wobei vorgesehen ist,
dass an oder in der mindestens einen Riegelstange (22o, 22u) eine Führungseinrichtung
ausgebildet ist, in der das zugeordnete flexible Führungselement (23) zumindest entlang
eines Abschnitts der axialen Längserstreckung der Riegelstange (22o, 22u) geführt
anordenbar ist und dabei sein der Anschlusseinrichtung (21o, 21 u) zugeordnetes Ende
ein Schlaufenende (23s) aufweist, das von der Riegelstange (22o, 22u) wegsteht und
sein dem Schlaufenende (23s) entferntes Ende aus der Führungseinrichtung herausreicht,
und
dass die Anschlusseinrichtung (21o, 21u) und/oder der Schlosskasten (20k) ein vorzugsweise
bolzenförmig oder hakenförmig ausgebildetes Einhängeelement (25) aufweist, in das
das Schlaufenende (23s) einhängbar ist.
13. Montagebaugruppe nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Einhängeelement (25) mit der Anschlusseinrichtung (21o, 21 u) fest oder mit dem
Schlosskasten (20k) fest angeordnet ist.
14. Montagebaugruppe nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Körper der Anschlusseinrichtung (21o, 21 u) eine Öffnung aufweist, die bei in
den Schlosskasten (20k) eingesetztem Körper der Anschlusseinrichtung (21o, 21 u) mit
der in dem Schlossgehäuse (20k) ausgebildeten Beobachtungsöffnung (20kb) fluchtet,
sodass der Einhängevorgang des Schlaufenendes (23s) an dem Einhängeelement (25) bei
der Montage beobachtbar ist.
15. Montagebaugruppe nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Schlosskasten (20k) eine Beobachtungsöffnung (21 b) aufweist, die so angeordnet
ist, dass der Einhängevorgang des Schlaufenendes (23s) an dem Einhängeelement (25)
bei der Montage beobachtbar ist.
16. Montagebaugruppe nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Riegelstange (22o, 22u) über ihre gesamte axiale Erstreckung als Rohr oder zumindest
im Bereich ihres Anschlussendes als Rohr ausgebildet ist und der Innenraum des Rohrs
als die Führungseinrichtung für das flexible Führungselement (23) ausgebildet ist,
oder
dass die Riegelstange (22o, 22u) über ihre gesamte axiale Erstreckung oder zumindest über
einen Abschnitt ihrer axialen Erstreckung als Vollmaterialstange ausgebildet ist und
das flexible Führungselement an der Außenseite der Stange als Führungseinrichtung
für das flexible Führungselement oder mit einer separaten Führungseinrichtung für
das flexible Führungselement ausgebildet ist.
17. Schlosseinrichtung mit einem Einsteckschloss mit darin gelagerter Schlossmechanik,
die vorzugsweise einen Riegelauswerfer und/oder vorzugsweise einen Fallenauswerfer
und/oder vorzugsweise einen Riegel und/oder vorzugsweise eine Falle aufweist, und
mit einer Betätigungseinrichtung, die vorzugsweise eine Nuss aufweist, und mit einer
oberen Riegelstangenanschlusseinrichtung mit einer oberen Riegelstange und/oder einer
unteren Riegelstangenanschlusseinrichtung mit einer unteren Riegelstange,
wobei an mindestens einer der Riegelstangen ein Schaltschloss mit einer relativ zur
Riegelstange bewegbaren Falle kuppelbar angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Kupplungsglied (27) zwischen der Riegelstange einerseits und dem Schaltschloss
und/oder der Falle andererseits geschaltet ist und zumindest ein Abschnitt des Kupplungsglieds
(27) aus einem bei einer vorbestimmten erhöhten Temperatur, wie sie als Umgebungstemperatur
in einem Brandfall auftritt, schmelzendes Material aufweist und so ausgebildet ist,
dass bei nicht geschmolzenem Material das Kupplungsglied (27) die Riegelstange mit
dem Schaltschloss und/oder der Falle zur Betätigung durch die Riegelstange verbindet
und bei geschmolzenem Material die Verbindung gelöst ist.
18. Schloss nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Falle und/oder das Schaltschloss durch eine Feder und/oder die Schwerkraft in
die Verriegelungsstellung beaufschlagt wird und bei geschmolzenem Material des Kupplungsglieds
alleine durch die Betätigung der Riegelstange nicht entriegelbar ist bzw. sind.
19. Schloss nach einem der Ansprüche 17 oder 18,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Schloss unter Einsatz der Montagebaugruppe nach einem der vorangehenden Ansprüche
1 bis 16 ausgebildet ist.