[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Schließzylindersystem, insbesondere ein Schließzylindersystem
mit einer modular ausgebildeten Schließzylinderabdeckung, und ein Verfahren zum Herstellen
des Schließzylindersystems.
[0002] Die bei Kraftfahrzeugen verwendeten Schließzylindersysteme sind regelmäßig aus Kunststoff
oder Metall-Legierungen (beispielsweise ZAMAK-Legierung) gefertigt. Aus optischen
Gründen ist es vielfach gewünscht, den sichtbaren Einschubbereich dekorativ zu gestalten,
beispielsweise indem die Oberfläche dieses Bereiches verchromt wird.
[0003] Wenn der sichtbare Einschubbereich des Schließzylindersystems von dem Schließzylinder
selber gebildet wird, muss in einem solchen Fall der vollständige Schließzylinder
verchromt werden. Kommt es bei der Verchromung zu einem Oberflächenmangel im sichtbaren
Einschubbereich muss der vollständige Schließzylinder verworfen bzw. neu aufgearbeitet
werden. Ferner ist die Verchromung des gesamten Schließzylinders aus Kostengründen
und unter dem Gesichtspunkt der Materialverschwendung nicht optimal, da für einen
Großteil des Schließzylinders die optische Überarbeitung überflüssig ist.
[0004] Aus diesem Grunde geht man dazu über, Schließzylindersysteme mit einem Schließzylinder
und einer Schließzylinderabdeckung bereitzustellen, wobei lediglich die Schließzylinderabdeckung
optisch überarbeitet, beispielsweise verchromt, wird. In einem solchen Fall kann man
den Schließzylinder und die Schließzylinderabdeckung aus unterschiedlichen Materialien
bereitstellen. So ist es beispielsweise möglich, den Schließzylinder aus einem günstigen
Werkstoff zu gestalten, und bei der Schließzylinderabdeckung auf den höherwertigen
Werkstoff mit einer entsprechend höherwertigen Optik zurückzugreifen. Beispiele von
Schließzylindern mit Schließzylinderabdeckungen sind aus den Dokumenten
WO 98/19031,
WO 2004/081323,
US 1422520 und
US1422594 bekannt. Bei einem Schließzylindersystem mit Schließzylinderabdeckung und Schließzylinder
besteht das Problem der dauerhaften sicheren Befestigung der Schließzylinderabdeckung
an dem Schließzylinder selber. Bei bekannten Schließzylindersystemen ist die Befestigung
nicht ausreichend und/oder technisch aufwendig.
[0005] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein modulares Schließzylindersystem
bereitzustellen, bei welchem eine Schließzylinderabdeckung dauerhaft und technisch
einfach an dem Schließzylinder befestigbar ist.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Schließzylindersystem gemäß Anspruch
1. Das erfindungsgemäße Schließzylindersystem umfasst einen Schließzylinder mit einem
Schlüsselkanal und einem eine Schlüsselkanalöffnung aufweisenden Schlüsseleinschubende,
wobei bei dem Schlüsseleinschubende zumindest ein Zylinder-Verbindungsmittel ausgebildet
ist.
[0007] Das Schließzylindersystem umfasst ferner eine Schließzylinderabdeckung mit einer
Schlüsselöffnung, wobei bei der dem Schließzylinder zugewandten Seite bzw. Fläche
der Schließzylinderabdeckung zumindest ein Abdeckungs-Verbindungsmittel ausgebildet
ist. Bei dem Schlüsseleinschubende bzw. bei der dem Schließzylinder zugewandten Seite
der Schließzylinderabdeckung ist zumindest eine Nase bzw. zumindest eine Nasenanschlagfläche
angeordnet, wobei die Nase, die Nasenanschlagsfläche und die Verbindungsmittel derart
ausgebildet sind, dass a) die Schließzylinderabdeckung auf den Schließzylinder aufschiebbar
ist und bei fluchtender Ausrichtung der Schlüsselöffnung mit der Schlüsselkanalöffnung
die Verbindungsmittel ineinandergreifen und einen in Axialrichtung wirkenden Formschluss
zwischen dem Schließzylinder und der Schließzylinderabdeckung bewirken und b) die
Nase (bei fluchtender Ausrichtung der Schlüsselöffnung mit der Schlüsselkanalöffnung)
benachbart zu der Nasenanschlagsfläche angeordnet ist, so dass die Schließzylinderabdeckung
an dem Schließzylinder befestigbar ist, indem die Nase an der benachbarten Nasenanschlagsfläche
verstemmt wird.
[0008] Das Schließzylindersystem weist erfindungsgemäß zumindest eine Nase und zumindest
eine Nasenanschlagsfläche auf. Im nachfolgenden werden lediglich die Begriffe "Nase"
und "Nasenanschlagsfläche" verwendet, diese Formulierung umfasst jedoch auch Schließzylindersysteme
mit mehreren Nasen und / oder Anschlagsflächen. Die Verteilung der Nase bzw. der Nasenanschlagsfläche
ist beliebig, d.h. die Nase kann sowohl bei dem Schließzylinder als auch der Schließzylinderabdeckung
angeordnet sein. Wesentlich ist lediglich, dass die Nasenanschlagsfläche dann bei
dem "anderen" Bauteil, also quasi "gegenüber" angeordnet ist.
[0009] Bei dem Verstemmen wird eine kraft- und formschlüssige Verbindung zwischen dem Schließzylinder
und der Schließzylinderabdeckung durch ein plastisches Verformen der Nase hin zu der
Nasenanschlagsfläche hergestellt. Die Nase ist dazu aus einem geeigneten, verstemmbaren
Material, wie z. B. Kunststoff oder Metall, gefertigt. In Abhängigkeit von dem Material
der Nase kann diese auch heißverstemmt werden. Durch die beiden Verbindungsmittel,
die bei dem Schlüsseleinschubende des Schließzylinders und bei der dem Schließzylinder
zugewandten Seite der Schließzylinderabdeckung angeordnet sind, wird eine in Axialrichtung
wirkende formschlüssige Verbindung zwischen dem Schließzylinder und der Schließzylinderabdeckung
hergestellt, wobei dies mit einfachen, dem Fachmann bekannten Verbindungsmitteln ausgeführt
werden kann.
[0010] Die Kombination mit der verstemmbaren Nase und der entsprechenden Nasenanschlagsfläche
gewährleistet eine dauerhafte Verbindung zwischen der Schließzylinderabdeckung und
dem Schließzylinder, die nicht mehr lösbar ist. Durch das Verstemmen der Nase ist
die Abdeckung dauerhaft und wirkungsvoll an dem Schließzylinder befestigt. Die Verbindungsmittel
sorgen aufgrund ihrer erfindungsgemäßen Ausbildung bei fluchtender Ausrichtung der
Schlüsselöffnung mit der Schlüsselkanalöffnung für einen in Axialrichtung wirkenden
Formschluss, die Verstemmung sorgt u.a. dafür, das diese Ausrichtung beibehalten bleibt.
[0011] Das erfindungsgemäße Schließzylindersystem gewährleistet, dass die Abdeckung einfach
und dauerhaft an dem Schließzylinder befestigt werden kann. Die erfindungsgemäße Ausbildung
der Verbindungsmittel gewährleistet eine einfache Herstellung der in Axialrichtung
wirkenden formschlüssigen Verbindung (nämlich durch einfachen Einschieben), die Verstemmung
sorgt dafür, dass diese Verbindung erhalten bleibt. Das Verstemmen der Nase ist mit
einfachen Mitteln zu erreichen, es sind keine weiteren Bauteile notwendig.
[0012] Die Schließzylinderabdeckung kann in Abhängigkeit von den Anforderungen des Verbauungsortes
optisch hochwertig gestaltet werden, während der Schließzylinder selber unbearbeitet
bleiben kann, da die Schließzylinderabdeckung der einzige Bereich ist, welcher für
einen Benutzer sichtbar ist. Durch die Trennung der Schließzylinderabdeckung von dem
Schließzylinder bei der Herstellung und der "Veredelung" ist gewährleistet, dass bei
einer missglückten optischen Überarbeitung der Schließzylinderabdeckung nicht das
komplette Schließzylindersystem verworfen oder neu überarbeitet werden muss. Lediglich
die Schließzylinderabdeckung muss in einem solchen Fall neu gestaltet werden.
[0013] Die Gestaltung des Zylinder-Verbindungsmittels und des Abdeckungs-Verbindungsmittels
ist weitgehend beliebig, solange gewährleistet ist, dass bei fluchtender Ausrichtung
der Schlüsselöffnung mit bzw. an der Schlüsselkanalöffnung eine in Axialrichtung des
Schließzylindersystems wirkende formschlüssige Verbindung zwischen dem Schließzylinder
und der Schließzylinderabdeckung hergestellt ist. Bei einer besonders einfach gestalteten
Ausführungsform des erfindungsgemäßen Schließzylindersystems ist es vorgesehen, dass
des Zylinder-Verbindungsmittel und das Abdeckungs-Verbindungsmittel als jeweils zum
Umfang des Schließzylinders bzw. der Abdeckung offene Nuten ausgeführt sind. Diese
sind zur Schaffung der axial wirkenden formschlüssigen Verbindung einfach ineinander
schiebbar und werden dann bei entsprechender Ausrichtung der Bauteile aneinander verstemmt.
[0014] Bei der einfachsten Ausgestaltung der Verbindungsmittel ist die Schließzylinderabdeckung
hinsichtlich des Schließzylinders lediglich in eine Richtung (quer zur Axialrichtung)
über die Ausrichtung der Nuten festgelegt. Um die Schließzylinderabdeckung bereits
vor der Verstemmung definierter an dem Schließzylinder anzuordnen, ist es bei einer
bevorzugten Ausführungsform vorgesehen, dass das Zylinder-Verbindungsmittel und das
Abdeckungs-Verbindungsmittel als jeweils zum Umfang offenes Paar gegenüberliegender
Nuten ausgebildet sind. Sobald die Schließzylinderabdeckung auf den Schließzylinder
aufgeschoben ist, ist die Schließzylinderabdeckung in beiden Richtungen orthogonal
zu der Einschubrichtung festgelegt, lediglich eine Bewegung in und entgegen die Einschubrichtung
ist weiterhin möglich.
[0015] Um die Ausrichtung der Schlüsselöffnung mit der Schlüsselkanalöffnung bei Aufschieben
der Schließzylinderabdeckung auf den Schließzylinder zu vereinfachen, ist es bei einer
bevorzugten Ausführungsform vorgesehen, dass das Zylinder-Verbindungsmittel und das
Abdeckungs-Verbindungsmittel jeweils zumindest einen Anschlag aufweisen, wobei die
Anschläge derart angeordnet sind, dass ein Aufschieben der Schließzylinderabdeckung
auf den Schließzylinder über die fluchtende Ausrichtung der Schlüsselöffnung mit der
Schlüsselkanalöffnung hinaus verhindert ist. Bei dieser Ausführungsform sind die Anschläge
also derart ausgebildet, dass bei vollständigem Aufschieben der Schließzylinderabdeckung
auf den Schließzylinder die fluchtende Ausrichtung bereitgestellt ist. Für den Fall,
dass sowohl die Schließzylinderabdeckung als auch der Schließzylinder selber kreiszylinderförmig
ausgebildet sind und beide Öffnungen durch den Mittelpunkt geführt sind, gewährleistet
eine entsprechende Ausführungsform eine koaxiale Ausrichtung der Schließzylinderabdeckung
mit dem Schließzylinder selber.
[0016] Bei einer derartigen Ausgestaltung des Schließzylindersystems ist es ferner bevorzugt,
dass die Nase und die Nasenanschlagsfläche derart angeordnet sind, dass die Verstemmung
in Einschieberichtung gegen die Anschläge wirkt.
[0017] Bei einer entsprechenden Ausführungsform ist die Anordnung der Nase bzw. der Nasenanschlagfläche
auf die Gestaltung der Verbindungselemente abgestellt, d. h. die Nasen sind bei der
"Schwachstelle" der Verbindung angeordnet und können so besonders wirkungsvoll die
Verbindung zwischen der Schließzylinderabdeckung dem Schließzylinder selber gewährleisten.
[0018] Damit die Nase verstemmt werden kann, ist es notwendig, dass ein gewisser Bereich
um die Nase zugänglich ist. Dies kann beispielsweise erreicht werden, wenn bei einer
zylinderförmig ausgebildeten Schließzylinderabdeckung bzw. einem zylinderförmig ausgebildeten
Schließzylinder die Nase vom Umfang des Schließzylinders bzw. der Schließzylinderabdeckung
absteht. Dies würde jedoch bedeutet, dass in einer Aufnahme für das Schließzylindersystem
eine Ausnehmung für die (verstemmte) Nase vorhanden sein muss, da diese über den Umfang
des Schließzylinders herausragt. Um die Notwendigkeit einer solchen Ausnehmung in
der Schließzylinderaufnahme, die ebenfalls die Ausrichtung des Schließzylinders in
der Schließzylinderaufnahme bestimmt, zu vermeiden, ist es bei einer bevorzugten Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Schließzylindersystems vorgesehen, dass der Schließzylinder
und die Schließzylinderabdeckung jeweils eine zum Umfang offene Ausnehmung aufweisen,
wobei in den Ausnehmungen die Nase und Nasenanschlagfläche angeordnet sind.
[0019] Um ein Heißverstemmen der Schließzylinderabdeckung an dem Schließzylinder zu ermöglichen,
ist es bei einer bevorzugten Ausführungsform vorgesehen, dass die Nase zumindest abschnittsweise
aus einem thermoplastischen Kunststoff besteht.
[0020] Die Aufgabe wird ferner gelöst durch ein Verfahren gemäß Patentanspruch 9. Erfindungsgemäß
wird zum Herstellen eines Schließzylindersystems ein Schließzylinder mit einem Schlüsselkanal
und einem eine Schlüsselkanalöffnung aufweisenden Schlüsseleinschubende, wobei bei
dem Schlüsseleinschubende zumindest ein Zylinder-Verbindungsmittel und eine Nase ausgebildet
ist, und eine Schließzylinderabdeckung mit einer Schlüsselöffnung, wobei bei der dem
Schließzylinder zugewandten Seite der Schließzylinderabdeckung zumindest ein Abdeckungs-Verbindungsmittel
und eine Nase ausgebildet ist, bereitgestellt, wobei eine Nase und eine Nasenanschlagfläche
bei dem Schlüsseleinschubende sowie bei der dem Schließzylinder zugewandten Seite
bzw. Fläche der Schließzylinderabdeckung angeordnete sind.
[0021] Der Schließzylinder und die Schließzylinderabdeckung werden ineinandergeschoben,
bis die Schlüsselkanalöffnung mit der Schlüsselöffnung fluchtet, wobei bei dem Ineinanderschieben
durch Ineinandergreifen der Verbindungsmittel eine in Axialrichtung wirkende formschlüssige
Verbindung zwischen dem Schließzylinder und der Schließzylinderabdeckung hergestellt
und die Nase benachbart zu der Nasenanschlagsfläche angeordnet wird. Schließlich wird
die Nase an bzw. mit der Nasenanschlagsfläche verstemmt.
[0022] Im Nachfolgenden wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung anhand einer
bevorzugten Ausführungsform beschrieben, wobei in der Zeichnung
Figur 1A eine Schrägansicht der Ausführungsform zeigt,
Figur 1B eine Seitenansicht der Ausführungsform zeigt,
die Figuren 2A - 2C verschiedene Schrägansichten der Ausführungsform mit fortgelassener
Schließzylinderabdeckung zeigen,
die Figuren 3A - 3C verschiedene Ansichten einer Ausführungsform der Schließzylinderabdeckung
zeigen,
die Figuren 4A - 4C verschiedene Schrägansichten der Ausführungsform zeigen, bei welcher
die Schließzylinderabdeckung lediglich teilweise auf den Schließzylinder aufgeschoben
ist,
Figur 5 eine Schnittansicht des Schließzylinders zeigt, und
Figuren 6A und 6B jeweils Schnittansichten der Ausführungsform mit aufgesetzter Schließzylinderabdeckung
zeigen.
[0023] Figuren 1A und 1B zeigen eine Schrägansicht bzw. eine Seitenansicht einer Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Schließzylindersystems 1. Das Schließzylindersystem 1 umfasst
einen Schließzylinder 10 sowie eine Schließzylinderabdeckung 30, wobei der Schließzylinder
sowie die Schließzylinderabdeckung als eigenständige Bauelemente ausgeführt sind.
[0024] Die Schließzylinderabdeckung 30 weist zentral eine Schlüsselöffnung 32 auf, die sich
durch die Abdeckung erstreckt und durch welche ein Schlüssel zum Ent- oder Verriegeln
eingeführt werden kann. Bei der gezeigten Ausführungsform ist die Schließzylinderabdeckung
in Form eines flachen Kreiszylinders ausgebildet, eine solche Ausgestaltung ist jedoch
nicht zwingend erforderlich. Die Schließzylinderabdeckung kann auch, sollte dies gewünscht
sein, oval oder z.B. quadratisch ausgebildet sein.
[0025] Das Schließzylindersystem umfasst ferner einen Schließzylinder 10 mit einem Schließzylinderkanal
11, der in Figur 1B lediglich angedeutet ist. Der Schließzylinder 10 ist im Wesentlichen
kreiszylindrisch mit unterschiedlichen Radien ausgeführt. Auch diese Ausgestaltung
ist nicht zwingend erforderlich, bei Schließzylindern aber üblich.
[0026] Die Schließzylinderabdeckung 30 ist als auf den Schließzylinder 10 aufgeschoben dargestellt,
wobei die Schlüsselöffnung 32 der Abdeckung 30 mit einer (nicht dargestellten) Schlüsselkanalöffnung
des Schließzylinders fluchtet.
[0027] Bei der der Schließzylinderabdeckung zugewandten (Stirn)Fläche des Schließzylinders
(Einschubende) ist in einer am Umfang des Schließzylinders ausgebildeten Ausnehmung
15 eine Nase 14 ausgebildet. Benachbart zu der Ausnehmung 15 ist an der dem Schließzylinder
zugewandten Fläche der Schließzylinderabdeckung eine Ausnehmung 35 mit einer Nasenanschlagsfläche
34 ausgebildet. Bei der gezeigten Ausführungsform ist die Nasenanschlagfläche 34 nicht
eben, sondern zur Mitte hin leicht ansteigend ausgebildet, wie dies in den nachfolgenden
Figuren deutlich zu erkennen ist.
[0028] Bei der gezeigten Darstellung des Schließzylindersystems ist die Schließzylinderabdeckung
(noch) nicht mit dem Schließzylinder verstemmt. Eine solche Verstemmung wird herbeigeführt,
indem die Nase 14 mit einem geeigneten Werkzeug in die Ausnehmung 35 und an die Nasenanschlagfläche
34 gedrückt wird. Nach dem Verstemmen der Schließzylinderabdeckung an dem Schließzylinder
ist ein Lösen der Schließzylinderabdeckung von dem Schließzylinder nicht mehr möglich,
wobei die Mittel, die die Schließzylinderabdeckung an dem Schließzylinder halten,
in den nachfolgenden Figuren veranschaulicht werden.
[0029] Bei der gezeigten Ausführungsform ist die Nase bei dem Schließzylinder und die Nasenanschlagfläche
bei der Schließzylinderabdeckung angeordnet. Bei anderen Ausführungsformen kann die
Anordnung dieser beiden Bauelemente vertauscht sein. Es ist auch denkbar, dass bei
der Schließzylinderabdeckung oder dem Schließzylinder zwei Nasen ausgebildet sind,
die an der gleichen bzw. mit der gleichen Nasenanschlagfläche oder zwei unterschiedlichen
Nasenanschlagflächen verstemmt werden.
[0030] Die Figuren 2A - 2C zeigen verschiedene Schrägansichten des Schließzylinders 10 bei
fortgelassener Schließzylinderabdeckung. Bei dem Einschubende 13 ist das Zylinder-Verbindungsmittel
20 ausgebildet, welches bei der gezeigten Ausführungsform als ein Paar gegenüberliegender
Nuten bei dem Einschubende ausgebildet ist und einen Einschnitt in das Einschubende
darstellt. Das Zylinder-Verbindungsmittel 20 weist bei der gezeigten Ausführungsform
zwei Anschläge 21 und 21' auf, die die Bewegungsmöglichkeit der Zylinderabdeckung
begrenzen. Bei dem Einschubende des Kreiszylinders, welches den Hauptbestandteil des
Kreiszylinders deutlich überkragt, ist ein Kreissegment bzw. Kreisabschnitt fortgelassen,
und ein Anschlag ist an der entsprechend ausgebildeten Kreissehne angeordnet, die
durch den Einschnitt zweigeteilt ist. Das Zylinder-Verbindungsmittel umfasst einen
weiteren Anschlag 21', der durch die Rückwand des für das Zylinder-Verbindungsmittel
bei dem Einschubende in dem Kreiszylinder ausgebildeten Einschnitts gebildet ist.
Bei den Figuren 2A - 2C ist ferner die in einer Ausnehmung 15, die bei dem Umfang
des Kreiszylinders direkt unterhalb des Einschnitts ausgebildet ist, angeordnete Nase
14 zu erkennen, wobei wieder der nicht verstemmte Zustand der Nase dargestellt ist.
[0031] Bei der gezeigten Ausführungsform ist das Zylinder-Verbindungsmittel als eine Art
Einschuböffnung ausgebildet, in welche ein entsprechend ausgebildetes Abdeckungs-Verbindungsmittel
eingeschoben werden kann. Eine derartige Ausbildung der beiden Verbindungsmittel ist
jedoch nicht unbedingt erforderlich, sondern stellt lediglich eine Möglichkeit der
Ausbildung der Verbindungsmittel dar, die eine sehr sichere und kompakte Verbindung
sicherstellt.
[0032] Alternativ können die beiden Verbindungsmittel beispielsweise auch als simple Nuten
ausgebildet sein, die bei entsprechender Ausrichtung der Abdeckung an dem Schließzylinder
(die Schlüsselkanalöffnung fluchtet mit der Schlüsselöffnung) für den axialen Formschluss
sorgen, wobei die Ausrichtung selber durch die Verstemmung beibehalten wird.
[0033] Die Figuren 3A - 3C zeigen verschiedene Schrägansichten der Zylinderabdeckung 30
mit einem bei der dem Einschubende gegenüberliegenden Fläche der Zylinderabdeckung
angeordneten Abdeckungs-Verbindungsmittel 40. Das Abdeckungs-Verbindungsmittel 40
ist bei der gezeigten Ausführungsform, in Anpassung an das Zylinder-Verbindungsmittel,
als ein Paar parallele, gegenüberliegende Nuten ausgeführt. Das Abdeckungs-Verbindungsmittel
umfasst ferner zwei Anschläge 41, 41', die entsprechend der Ausgestaltung des Einschnitts
bei dem Einschubende des Schließzylinders, also des Zylinder-Verbindungsmittels, ausgebildet
sind.
[0034] Die Figuren 4A - 4C zeigen verschiedene Schrägansichten des erfindungsgemäßen Schließzylinders,
wobei bei diesen Darstellungen die Schließzylinderabdeckung 30 lediglich ungefähr
halb auf den Schließzylinder aufgeschoben ist, wobei bei diesen Darstellungen gut
zu erkennen ist, wie das Schließzylinder-Verbindungsmittel 20, das Abdeckungs-Verbindungsmittel
40 und die entsprechenden Anschläge 21, 41 zusammenwirken. Insbesondere bei Figur
4C ist zu erkennen, dass die Nasenanschlagfläche 34, die in der Ausnehmung 35 ausgebildet
ist, nicht eben ausgeformt ist, sondern zur Mitte hin leicht ansteigt, so dass die
Nase besonders gut an der Fläche bzw. in der Ausnehmung und an der Fläche verstemmt
werden kann. Bei alternativen Ausführungsformen kann die Nasenanschlagsfläche auch
derart ausgebildet sein, dass eine Art Öffnung in der Schließzylinderabdeckung ausgebildet
ist, in welche die (dann längere) Nase verstemmt wird.
[0035] Bei der gezeigten Ausführungsform sind, wie dies auch schon bei vorhergehenden Figuren
zu erkennen war, die Nase 14 und die Nasenanschlagfläche 34 in entsprechenden Ausnehmungen
15 und 35 im Umfang des Schließzylinders bzw. der Schließzylinderabdeckung angeordnet.
Bei alternativen Ausführungsformen können diese Ausnehmungen auch fortgelassen werden,
wobei dann jedoch die verstemmte Nase über den Umfang des Schließzylinders zumindest
auf der Höhe der Verstemmung herausragt.
[0036] Bei den Figuren 4A - 4C ist auch Zwischenstadium bei der Herstellung des erfindungsgemäßen
Schließzylindersystems dargestellt. Zur Herstellung des Schließzylindersystems wird
zunächst ein Schließzylinder 10 sowie eine Schließzylinderabdeckung 30, die wie zuvor
beschrieben ausgebildet sind, bereitgestellt. Die bereitgestellte Schließzylinderabdeckung
ist zu diesem Zeitpunkt den Vorgaben entsprechend veredelt (beispielsweise verchromt),
der Schließzylinder hingegen ist nicht veredelt, sondern liegt in seinem Ausgangszustand
vor.
[0037] Der Schließzylinder 10 und die Schließzylinderabdeckung 30 werden dann ineinander
geschoben werden, bis die Schlüsselkanalöffnung 12 mit der Schlüsselöffnung 32 fluchtet,
wobei bei dem Ineinanderschieben durch Ineinandergreifen der Verbindungsmittel 20,
40 eine in Axialrichtung wirkende formschlüssige Verbindung zwischen dem Schließzylinder
10 und der Schließzylinderabdeckung 30 hergestellt wird, wie dies insbesondere den
beiden Figuren 4B und 4C zu entnehmen ist. Sobald die Abdeckung entsprechend aufgeschoben
ist, also eine Fluchtung der Schlüsselöffnung 32 an bzw. mit der Schlüsselkanalöffnung
vorliegt (dargestellt in Figuren 1A und 1B), wird die Nase 14 an der Nasenanschlagsfläche
34 verstemmt.
[0038] Figur 5 zeigt eine Schnittansicht durch den Schließzylinder 10, bei welcher noch
einmal das als Paar gegenüberliegender Nuten ausgebildete Zylinder-Verbindungsmittel
20 mit dem dazugehörigen Anschlag 21 veranschaulicht ist. In Figur 5 ist der Schlüsselkanal
11 sowie die Schlüsselkanalöffnung 12 zu erkennen.
[0039] Die Figuren 6A und 6B zeigen verschiedene Schnittansichten durch das erfindungsgemäße
Schließzylindersystem. Figur 6A veranschaulicht, wie anhand der speziellen Ausgestaltung
des Zylinderverbindungsmittels 20 und des Abdeckungs-Verbindungsmittels 40 als (bei
dieser Ausführungsform) gegenüber angeordnete Nuten der in Axialrichtung wirkende
Formschluss zwischen der Schließzylinderabdeckung und dem Schließzylinder (über die
Verbindungsmittel) erfolgt. Bei Figur 6A ist ebenfalls gut zu erkennen, dass im aufgeschobenen
Zustand der Schließzylinderabdeckung die Schlüsselöffnung 32 mit der Schlüsselkanalöffnung
12 fluchtet. Figur 6B zeigt einen Schnitt durch, unter anderem, die Nase 14 und die
Nasenanschlagfläche 14, wobei bei dieser Darstellung gut zu erkennen ist, dass die
Nasenanschlagfläche 34 leicht gekrümmt ausgebildet ist, und zum Einschubende hin eine
leichte Hinterschneidung aufweist, was für eine besonders wirksame Verstemmung der
Nase an der Nasenanschlagfläche sorgt.
1. Schließzylindersystem (1), aufweisend
einen Schließzylinder (10) mit einem Schlüsselkanal (11) und einem eine Schlüsselkanalöffnung
(12) aufweisenden Schlüsseleinschubende (13), wobei bei dem Schlüsseleinschubende
zumindest ein Zylinder-Verbindungsmittel (20) ausgebildet ist, und
eine Schließzylinderabdeckung (30) mit einer Schlüsselöffnung (32), wobei bei der
dem Schließzylinder (10) zugewandten Seite der Schließzylinderabdeckung (30) zumindest
ein Abdeckungs-Verbindungsmittel (40) ausgebildet ist,
zumindest eine Nase (14) und zumindest eine Nasenanschlagfläche (34), welche bei dem
Schlüsseleinschubende (13) sowie bei der dem Schließzylinder (10) zugewandten Seite
der Schließzylinderabdeckung (30) angeordnet sind, wobei die Verbindungsmittel (20,
40), die zumindest eine Nase (14) und die zumindest eine Nasenanschlagsfläche derart
ausgebildet sind, dass die Schließzylinderabdeckung (30) auf den Schließzylinder (10)
aufschiebbar ist und bei fluchtender Ausrichtung der Schlüsselöffnung (32) mit der
Schlüsselkanalöffnung (12)
die Verbindungsmittel (20, 40) ineinandergreifen und einen in Axialrichtung wirkenden
Formschluss zwischen dem Schließzylinder (10) und der Schließzylinderabdeckung (30)
bewirken, und
die zumindest eine Nase (14) benachbart zu der zumindest einen Nasenanschlagfläche
(34) angeordnet ist, so dass die Schließzylinderabdeckung (30) an dem Schließzylinder
(10) verstemmbar ist.
2. Schließzylindersystem (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Zylinder-Verbindungmittel (20) und das Abdeckungs-Verbindungsmittel (40) als
jeweils zum Umfang des Schließzylinders (10) bzw. der Abdeckung (30) offene Nuten
ausgeführt sind.
3. Schließzylindersystem (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Zylinder-Verbindungsmittel (20) und das Abdeckungs-Verbindungsmittel (40) als
jeweils zum Umfang offenes Paar gegenüberliegender Nuten ausgebildet ist.
4. Schließzylindersystem (1) nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Zylinder-Verbindungsmittel (20) und das Abdeckungs-Verbindungsmittel (40) jeweils
einen Anschlag (21, 41) aufweisen, die derart angeordnet sind, dass ein Aufschieben
der Schließzylinderabdeckung (30) auf den Schließzylinder (10) über die fluchtende
Ausrichtung der Schlüsselöffnung (32) mit der Schlüsselkanalöffnung (12) verhindert
ist.
5. Schließzylindersystem (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Nase (14) sowie die Nasenanschlagsfläche (34) gegenüber den Anschlägen (21, 41)
ausgebildet sind.
6. Schließzylindersystem (1) nach einem der Ansprüche 1 - 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Nase (14) und die Nasenanschlagsfläche (34) derart angeordnet sind, dass die
Verstemmung in Einschieberichtung wirkt.
7. Schließzylindersystem (1) nach einem der Ansprüche 1 - 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Nase (14) zumindest abschnittsweise aus einem thermoplastischen Kunststoff gebildet
ist.
8. Schließzylindersystem (1) nach einem der Ansprüche 1 - 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Nasenanschlagfläche (34) zumindest abschnittsweise zur Achse der Schließzylinderabdeckung
(30) geneigt ist.
9. Verfahren zum Herstellen eines Schließzylindersystems (1), wobei
ein Schließzylinder (10) mit einem Schlüsselkanal (11) und einem eine Schlüsselkanalöffnung
(12) aufweisenden Schlüsseleinschubende (13), wobei bei dem Schlüsseleinschubende
zumindest ein Zylinder-Verbindungsmittel (20) ausgebildet ist, und
eine Schließzylinderabdeckung (30) mit einer Schlüsselöffnung (32), wobei bei der
dem Schließzylinder (10) zugewandten Seite der Schließzylinderabdeckung (30) zumindest
ein Abdeckungs-Verbindungsmittel (40) ausgebildet ist, bereitgestellt werden, wobei
eine Nase (14) und eine Nasenanschlagfläche (34) bei dem Schlüsseleinschubende (13)
sowie bei der dem Schließzylinder (10) zugewandten Seite der Schließzylinderabdeckung
(30) ngeordnet sind, der Schließzylinder (10) und die Schließzylinderabdeckung (30)
ineinander geschoben werden bis die Schlüsselkanalöffnung (12) mit der Schlüsselöffnung
fluchtet,
bei dem Ineinanderschieben durch Ineinandergreifen der Verbindungsmittel (20, 40)
eine in Axialrichtung wirkende formschlüssige Verbindung zwischen dem Schließzylinder
(10) und der Schließzylinderabdeckung (30) hergestellt wird und die Nase (14) benachbart
zu der Nasenanschlagfläche (34) angeordnet wird, und
die Nase (14) an der Nasenanschlagsfläche (34) verstemmt wird.
1. A lock cylinder system (1), having
a lock cylinder (10), having a keyway (11) and a key insertion end (13) having a keyway
opening (12), at least one cylinder connection means (20) being constructed at the
keyway end, and
a lock cylinder cover (30) having a key opening (32), at least one cover connection
means (40) being constructed at the side of the lock cylinder cover (30) facing the
lock cylinder (10),
at least one lug (14) and at least one lug stop surface (34), which are arranged at
the key insertion end (13) and also at the side of the lock cylinder cover (30) facing
the lock cylinder (10),
the connection means (20, 40), the at least one lug (14) and the at least one lug
stop surface being constructed in such a manner that the lock cylinder cover (30)
can be pushed onto the lock cylinder (10) and, in the case of flush alignment of the
key opening (32) with the keyway opening (12),
the connection means (20, 40) engage into one another and effect a positive fit between
the lock cylinder (10) and the lock cylinder cover (30) acting in the axial direction,
and
the at least one lug (14) being arranged adjacently to the at least one lug stop surface
(34), so that the lock cylinder cover (30) can be fixed in place on the lock cylinder
(10).
2. The lock cylinder system (1) according to Claim 1, characterized in that the cylinder connection means (20) and the cover connection means (40) are realized
as grooves respectively open to the circumference of the lock cylinder (10) and the
cover (30).
3. The lock cylinder system (1) according to Claim 1, characterized in that the cylinder connection means (20) and the cover connection means (40) is constructed
as a pair of opposite grooves respectively open to the circumference.
4. The lock cylinder system (1) according to Claim 2 or 3, characterized in that the cylinder connection means (20) and the cover connection means (40) have a stop
(21, 41) in each case, which are arranged in such a manner that pushing the lock cylinder
cover (30) onto the lock cylinder (10) is prevented by means of the flush alignment
of the key opening (32) with the keyway opening (12).
5. The lock cylinder system (1) according to Claim 4, characterized in that the lug (14) and the lug stop surface (34) are constructed opposite the stops (21,
41).
6. The lock cylinder system (1) according to one of Claims 1-5, characterized in that the lug (14) and the lug stop surface (34) are arranged in such a manner that the
fixing in place acts in the insertion direction.
7. The lock cylinder system (1) according to one of Claims 1-6, characterized in that the lug (14) is formed from a thermoplastic plastic at least in certain sections.
8. The lock cylinder system (1) according to one of Claims 1-7, characterized in that the lug stop surface (34) is inclined towards the axis of the lock cylinder cover
(30) at least in certain sections.
9. A method for producing a lock cylinder system (1),
a lock cylinder (10), having a keyway (11) and a key insertion end (13) having a keyway
opening (12), at least one cylinder connection means (20) being constructed at the
keyway end, and
a lock cylinder cover (30) having a key opening (32), at least one cover connection
means (40) being constructed at the side of the lock cylinder cover (30) facing the
lock cylinder (10), being provided, a lug (14) and a lug stop surface (34) being arranged
at the key insertion end (13) and at the side of the lock cylinder cover (30) facing
the lock cylinder (10),
the lock cylinder (10) and the lock cylinder cover (30) being pushed into one another
until the keyway opening (12) is flush with the key opening,
during telescoping by means of engagement in one another of the connection means (20,
40), a positive-fitting connection acting in the axial direction being produced between
the lock cylinder (10) and the lock cylinder cover (30) and the lug (14) being arranged
adjacently to the lug stop surface (34), and
the lug (14) being fixed in place on the lug stop surface (34).
1. Système de cylindre de fermeture (1), comportant
un cylindre de fermeture (10) avec un passage de clé (11) et une extrémité d'insertion
de clé (13) comportant un orifice de passage de clé (12), près de l'extrémité d'insertion
de clé étant conçu au moins un moyen d'assemblage du cylindre (20) et
un cache de cylindre de fermeture (30) avec une entrée de clé (32), sur le côté faisant
face au cylindre de fermeture (10) du cache de cylindre de fermeture (30) étant conçu
au moins un moyen d'assemblage formant cache (40),
au moins un tenon (14) et au moins une surface de butée du tenon (34), lesquels sont
placés près de l'extrémité d'insertion de clé (13) ainsi que du côté faisant face
au cylindre de fermeture (10) du cache de cylindre de fermeture (30),
les moyens d'assemblage (20, 40), l'au moins un tenon (14) et l'au moins une surface
de butée du tenon étant conçus de telle sorte que le cache de cylindre de fermeture
(30) soit emboîtable sur le cylindre de fermeture (10) et lors d'une orientation en
alignement de l'entrée de clé (32) avec l'orifice de passage de clé (12),
les moyens d'assemblage (20, 40) s'engagent l'un dans l'autre et provoquent une complémentarité
de forme agissant en direction axiale entre le cylindre de fermeture (10) et le cache
de cylindre de fermeture (30) et
l'au moins un tenon (14) étant placé au voisinage de l'au moins une surface de butée
du tenon (34), de sorte que le cache de cylindre de fermeture (30) puisse être maté
sur le cylindre de fermeture (10).
2. Système de cylindre de fermeture (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le moyen d'assemblage de cylindre (20) et le moyen d'assemblage formant cache (40)
sont conçus sous la forme de rainures respectivement ouvertes vers la circonférence
du cylindre de fermeture (10) ou du cache (30).
3. Système de cylindre de fermeture (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le moyen d'assemblage du cylindre (20) et le moyen d'assemblage formant cache (40)
sont conçus sous la forme d'une paire de rainures en vis-à-vis, respectivement ouvertes
vers la circonférence.
4. Système de cylindre de fermeture (1) selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce que le moyen d'assemblage du cylindre (20) et le moyen d'assemblage formant cache (40)
comportent respectivement une butée (21, 41) qui est placée de telle sorte qu'un emboîtement
du cache de cylindre de fermeture (30) sur le cylindre de fermeture (10) soit empêché
par l'orientation en alignement de l'entrée de clé (32) avec l'orifice de passage
de clé (12).
5. Système de cylindre de fermeture (1) selon la revendication 4, caractérisé en ce que le tenon (14), ainsi que la surface de butée du tenon (34) sont conçus en vis-à-vis
des butées (21, 41).
6. Système de cylindre de fermeture (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à
5, caractérisé en ce que le tenon (14) et la surface de butée du tenon (34) sont placés de telle sorte que
le matage agisse dans la direction d'insertion.
7. Système de cylindre de fermeture (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à
6, caractérisé en ce que le tenon (14) est réalisé au moins en partie en une matière thermoplastique.
8. Système de cylindre de fermeture (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à
7, caractérisé en ce que la surface de butée du tenon (34) est inclinée au moins en partie vers l'axe du cache
de cylindre de fermeture (30).
9. Procédé destiné à fabriquer un système de cylindre de fermeture (1), lors duquel on
met à disposition
un cylindre de fermeture (10) avec un passage de clé (11) et une extrémité d'insertion
de clé (13) comportant un orifice de passage de clé (12), près de l'extrémité d'insertion
de clé étant conçu au moins un moyen d'assemblage du cylindre (20), et
un cache de cylindre de fermeture (30) avec une entrée de clé (32), sur le côté faisant
face au cylindre de fermeture (10) du cache de cylindre de fermeture (30) étant conçu
au moins un moyen d'assemblage formant cache (40), un tenon (14) et une surface de
butée du tenon (34) étant placés près de l'extrémité d'insertion de clé (13), ainsi
que près du côté faisant face au cylindre de fermeture (10) du cache de cylindre de
fermeture (30),
on emboîte l'un dans l'autre le cylindre de fermeture (10) et le cache de cylindre
de fermeture (30) jusqu'à ce que l'orifice de passage de clé (12) soit aligné sur
l'entrée de clé,
sachant que lors de l'insertion par engagement l'un dans l'autre des moyens d'assemblage
(20, 40), il est créé un assemblage agissant par complémentarité de forme dans la
direction axiale entre le cylindre de fermeture (10) et le cache de cylindre de fermeture
(30) et le tenon (14) se place au voisinage de la surface de butée du tenon (34),
et
le tenon (14) se mate sur la surface de butée du tenon (34).