[0001] Die Erfindung betrifft ein Antriebssystem für ein Tor.
[0002] Ein derartiges Antriebssystem dient generell zur Betätigung eines Tors, mit welchem
eine Öffnung eines Gebäudes verschlossen werden kann. Insbesondere kann das Tor als
Garagentor, insbesondere als Sektionaltor ausgebildet sein.
[0003] Mit einem derartigen Antriebssystem kann automatisiert ein Tor betätigt werden, um
einerseits durch Öffnen des Tors Zugang zum Gebäude zu erhalten und andererseits den
Zugang zum Gebäude durch Schließen des Tors zu verhindern.
[0004] Dennoch stellt das Tor keinen ausreichenden Einbruchschutz dar, da generell die Gefahr
eines mechanischen Aufhebelns des Tors besteht. Der elektrische Antrieb weist nämlich
typischerweise eine nur unzureichende Selbsthemmung auf, so dass ein Einbrecher gegen
den Widerstand des elektrischen Antriebs das Tor aufschieben und so Zugang zu dem
Gebäude erlangen kann.
[0005] Andererseits besteht ein Problem darin, dass durch ein dichtes Abschließen des Tors
im Gebäude vorhandene Feuchtigkeit nicht entweichen kann, so dass sich innerhalb des
Gebäudes Schimmel bilden kann.
[0006] Die
WO 2012/156 154 A1 betrifft ein Tor mit einem Antriebssystem zum Antrieb eines Torblatts, mit welchem
eine Toröffnung verschließbar ist, wobei mittels des Antriebssystems das Torblatt
zwischen unterschiedlichen Sollpositionen verfahrbar ist, und wobei in einer Sollposition
eine Lüftungsfunktion dadurch realisiert ist, dass das Torblatt die Toröffnung nicht
vollständig abschließt sondern einen Lüftungsschlitz zwischen dem unteren Rand des
Torblatts und einem die Toröffnung begrenzenden Boden freilässt. Weiterhin ist eine
Umweltparameter erfassende Sensorik vorgesehen, wobei in Abhängigkeit von mittels
der Sensorik generierten Sensorsignale das Torblatt betätigt wird.
[0007] Die
DE 20 2006 013 676 U1 betrifft ein Tor, insbesondere ein Sektionaltor, mit einem Torblatt, das mittels
eines Antriebes von einer Offenendstellung in eine Schließendstellung verfahrbar ist,
und mit einer Steuereinheit zur Steuerung des Antriebes. Die Steuereinheit weist eine
Lüftungsansteuerungseinrichtung zum gezielten, insbesondere automatischen Steuern
des Antriebes derart auf, dass der Antrieb das Torblatt in eine vorbestimmte, zwischen
der Offenendstellung und der Schließendstellung befindliche Lüftungsstellung verfährt.
Weiterhin ist eine Verriegelungsvorrichtung vorgesehen, mit der das Torblatt in der
Lüftungsstellung gesichert werden kann. Diese Verriegelungsvorrichtung umfasst eine
Arretiereinrichtung mit einem Drehsiegel, der in Eingriff mit einem ortfesten Anschlag
gebracht werden kann.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Antriebssystem bereitzustellen, welches
bei geringem konstruktivem Aufwand eine hohe Funktionalität aufweist.
[0009] Zur Lösung dieser Aufgabe sind die Merkmale des Anspruchs 1 vorgesehen. Vorteilhafte
Ausführungsformen und zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
beschrieben.
[0010] Die Erfindung betrifft ein Antriebssystem für ein eine Öffnung eines Gebäudes abschließendes
Tor, mit einer einen elektrischen Antrieb aufweisenden Antriebseinheit. Mittels des
Antriebssystems kann das Tor zwischen einer Öffnungsstellung und einer Schließstellung
verfahren werden. Das Tor kann weiterhin in eine Lüftungsstellung eingefahren werden,
in welcher das Tor nur einen Lüftungsschlitz an der Öffnung des Gebäudes offen lässt.
In der Lüftungsstellung und/oder in der Schließstellung ist das Tor gegen ein manuelles
Öffnen dadurch gesichert, dass ein Verriegelungselement den elektrischen Antrieb blockiert,
dass das Verriegelungselement zwischen einer Entriegelungsstellung und einer Verriegelungsstellung
bewegbar ist, wobei nur in der Verriegelungsstellung das Verriegelungselement den
elektrischen Antrieb blockiert, und dass der elektrische Antrieb dadurch blockiert
ist. Das Verriegelungselement liegt in seiner Verriegelungsstellung an einem mit dem
Rotor des elektrischen Antriebs verbundenen Anschlag an.
[0011] Der Grundgedanke der Erfindung besteht somit darin, die Schließfunktion des Tors
so auszubilden, dass mit dieser eine erhöhte Funktionalität des Antriebssystems insbesondere
im Hinblick auf Sicherheitsaspekte erzielt wird.
[0012] Ein erster Aspekt der vorliegenden Erfindung besteht in der Bereitstellung eines
Einbruchsschutzes, der in einfacher und effizienter Weise durch ein den elektrischen
Antrieb blockierendes Verriegelungselement erzielt wird.
[0013] Ein wesentlicher Vorteil der Erfindung besteht darin, dass das Verriegelungselement
direkt mit einem Element am elektrischen Antrieb in Eingriff gebracht werden kann,
um so den elektrischen Antrieb selbst zu blockieren. Das Verriegelungselement ist
dabei so stabil ausgebildet, dass es den elektrischen Antrieb bis zu dessen Selbstzerstörung
blockieren kann. Damit wird eine effektive mechanische Verriegelung des Tors gewährleistet,
so dass ein unbefugtes Aufschieben sicher vermieden werden kann. Insbesondere lässt
sich so ein geprüfter Einbruchsschutz derart realisieren, dass der mit dem Verriegelungselement
blockierte elektrische Antrieb Kräften von über 300 kg widerstehen kann.
[0014] Erfindungsgemäß ist das Verriegelungselement zwischen einer Entriegelungsstellung
und einer Verriegelungsstellung bewegbar, wobei nur in der Verriegelungsstellung das
Verriegelungselement den elektrischen Antrieb blockiert.
[0015] Dabei ist der elektrische Antrieb dadurch blockiert, dass das Verriegelungselement
in seiner Verriegelungsstellung an einem mit dem Rotor des elektrischen Antriebs verbundenen
Anschlag anliegt.
[0016] Ein wesentlicher Vorteil des so ausgebildeten Verriegelungsmechanismus besteht darin,
dass durch eine geeignete Steuerung der Bewegung des Verriegelungselements der elektrische
Antrieb zu beliebigen Zeiten blockiert und damit das Tor an beliebigen Positionen
gesichert werden kann. So kann je nach Applikation das Tor entweder in seiner Schließstellung
oder in einer frei dimensionierbaren Lüftungsstellung durch ein Blockieren des elektrischen
Antriebs mittels des Verriegelungselements gesichert werden.
[0017] Gemäß einer konstruktiv vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist das Verriegelungselement
einen Hubmagneten auf.
[0018] Der dem Verriegelungselement zugeordnete Anschlag ist von einer mit dem Rotor des
elektrischen Antriebs mitrotierenden Anschlagscheibe gebildet.
[0019] Der so ausgebildete Verriegelungsmechanismus weist einen konstruktiv einfachen Aufbau
auf und gewährleistet zudem ein sicheres Verriegeln des elektrischen Antriebs.
[0020] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung kann das Tor sensorgesteuert zwischen einer
Schließstellung, in der das Tor die Gebäudeöffnung vollständig abschließt, und einer
Lüftungsstellung, in der das Tor noch einen Lüftungsschlitz freilässt, verfahren werden.
[0021] Dadurch kann auf einfache Weise eine Schimmelbildung innerhalb des Gebäudes verhindert
werden. Diese erfindungsgemäße Einrichtung ist insbesondere für Garagen einsetzbar,
da dort oft nasse oder mit Schnee bedeckte Kraftfahrzeuge eingefahren werden, die
zu einer erhöhten Feuchtigkeitsbildung führen, so dass dort eine erhöhte Gefahr einer
Schimmelbildung besteht.
[0022] Vorteilhaft ist der elektrische Antrieb auf einem Laufwagen angeordnet, der an das
Tor gekoppelt ist und zum Schließen und Öffnen auf einer Führungsschiene verfahrbar
ist, wobei auf dem Laufwagen der Sensor angeordnet ist.
[0023] Die Sensorsteuerung funktioniert generell derart, dass bei Feststellen einer erhöhten
Feuchtigkeit im Gebäude mittels des Sensors das Tor von der Schließstellung in die
Lüftungsstellung verfahren wird.
[0024] Vorteilhaft wird dabei das Tor von der Lüftungsstellung in die Schließstellung verfahren,
wenn die mit dem Sensor gemessene Feuchtigkeit den Schwellwert unterschreitet.
[0025] Demgegenüber wird das Tor von der Schließstellung in die Lüftungsstellung verfahren,
wenn die mit dem Sensor gemessene Feuchtigkeit einen Schwellwert überschreitet.
[0026] Somit wird dann, wenn im Gebäude, insbesondere in der Garage, keine erhöhte Feuchtigkeit
mit dem Sensor festgestellt wird, das Tor in der Schließstellung gehalten, das heißt
das Tor verschließt dann die Gebäudeöffnung vollständig. Wird dagegen eine oberhalb
des Schwellwerts liegende Feuchtigkeit registriert, wird das Tor selbsttätig aus der
Schließstellung in die Lüftungsstellung verfahren, so dass Feuchtigkeit über den Lüftungsschlitz
aus dem Gebäude nach außen abgeführt wird. Sobald dann die Feuchtigkeit im Gebäude
unterhalb des Schwellwerts liegt, wird das Tor wieder in die Schließstellung verfahren.
[0027] Diese Steuerung kann dahingehend noch erweitert werden, dass das in die Lüftungsstellung
verfahrene Tor wieder in die Schließstellung zurückverfahren wird. Mit dem Sensor
wird ein weiteres Ansteigen der Feuchtigkeit über den Schwellwert hinaus für eine
bestimmte Zeit oder über einen weiteren, oberhalb des Schwellwerts liegenden zweiten
Grenzwert registriert. Nach einer vorgegebenen Zeitdauer wird das Tor wieder in die
Lüftungsstellung zurückverfahren.
[0028] Damit wird der Fall abgedeckt, dass beispielsweise, verursacht durch starken Regen,
die Feuchtigkeit außerhalb des Gebäudes größer ist als die Feuchtigkeit innerhalb
des Gebäudes. In diesem Fall ist ein Verfahren des Tors aus der Schließstellung in
die Lüftungsstellung kontraproduktiv, da Feuchtigkeit nicht über die Lüftungsstellung
aus dem Gebäude ausgeführt wird sondern zusätzliche Feuchtigkeit in dieses eindringt.
Daher wird bei einem Registrieren eines Anstiegs der Feuchtigkeit das Tor wieder aus
der Lüftungsstellung in die Schließstellung verfahren und erst nach einer gewissen
Zeitspanne, die mehrere Stunden betragen kann, das Tor wieder in die Lüftungsstellung
verfahren.
[0029] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist das Antriebssystem wenigstens
ein sichtbare Richtstrahlen emittierendes Sendeelement auf. Mittels dessen wird wenigstens
eine Sollposition für wenigstens einen im Gebäude zu positionierenden Gegenstand angezeigt.
[0030] Besonders vorteilhaft wird in diesem Fall mit dem Antriebssystem ein Tor einer Garage
betätigt. Mit den Richtstrahlen des oder eines Sendeelements wird als Sollposition
die Parkposition eines Kraftfahrzeugs angezeigt.
[0031] Mit dem vom Antriebssystem gesteuerten Sendeelement wird somit ein erheblicher Zusatznutzen
für den jeweiligen Anwender geschaffen. Insbesondere kann ein Anwender bei Einfahren
seines Kraftfahrzeugs in seine Garage sofort die gewünschte und vorteilhaft von ihm
vorgebbare Parkposition anhand der sichtbaren Richtstrahlen visuell genau kontrollieren.
[0032] Vorteilhaft ist das oder jedes Sendeelement von einer Laserdiode gebildet.
[0033] Die Laserdiode erzeugt scharf gebündelte Richtstrahlen, mit denen die jeweilige Sollposition
exakt angezeigt werden kann.
[0034] Besonders vorteilhaft ist das oder jedes Sendeelement am Laufwagen der Antriebseinheit
direkt oder mit diesem mitfahrend angeordnet und wird dabei von einer Elektronikeinheit
in diesem Laufwagen gesteuert. Die Steuerung erfolgt dann bevorzugt derart, dass das
Tor von der Schließstellung in die Lüftungsstellung verfahren wird, wenn die mit dem
Sensor gemessene Feuchtigkeit einen Schwellwert überschreitet.
[0035] Durch die Ankopplung des oder jedes Sendeelements an dem Laufwagen ist keine separate
Versorgung für diese Sendeelemente vorzusehen, was den konstruktiven Aufwand erheblich
reduziert.
[0036] Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Zeichnungen erläutert. Es zeigen:
- Figur 1:
- Schematische Darstellung eines Antriebssystems für ein Garagentor.
- Figur 2:
- Antriebssystem gemäß Figur 1 bei geöffnetem Garagentor und aktivierter Parkpositionsanzeige.
- Figur 3:
- Elektrischer Antrieb für das Antriebssystem gemäß Figur 1 mit einer Anschlagscheibe
und einem zugeordneten Verriegelungselement.
- Figur 4:
- Einzeldarstellung der Anschlagscheibe gemäß Figur 3.
[0037] Figur 1 zeigt schematisch ein Antriebssystem 1 für ein Tor 2, das im vorliegenden
Fall als Garagentor in Form eines Sektionaltors ausgebildet ist.
[0038] Das Tor 2 ist an beiden Rändern in jeweils einer Führungsschiene 3 geführt. Jede
Führungsschiene 3 weist ein in vertikaler Richtung verlaufendes Schienensegment und
ein in horizontaler Richtung verlaufendes Schienensegment auf. Das horizontale und
vertikale Schienensegment sind über ein bogenförmiges Schienensegment verbunden.
[0039] Figur 1 zeigt das Tor 2 in seiner Schließstellung, in welcher das Tor 2 zwischen
den vertikalen Schienensegmenten der Führungsschiene 3 angeordnet ist und eine Türöffnung
der Garage verschließt. In einer Öffnungsstellung ist das Tor 2 zwischen den horizontalen
Schienensegmenten der Führungsschiene 3 angeordnet, die unter der Decke der Garage
verlaufen.
[0040] Mittels des Antriebssystems 1 kann das Tor 2 zwischen der Schließposition und der
Öffnungsposition verfahren werden.
[0041] Das Antriebssystem 1 weist einen an einer der Führungsschienen 3 verfahrbaren Torantrieb
4 als Bestandteil einer Antriebseinheit auf, der einen in einem Laufwagen 5 integrierten
elektrischen Antrieb 6, das heißt Elektromotor, aufweist. Der Torantrieb 4 ist mittels
eines Schubarms 7 gelenkig mit dem oberen Rand des Tors 2 verbunden.
[0042] Weiterhin umfasst das Antriebssystem 1 als Bestandteil der Antriebseinheit eine Steuereinheit
8, die über nicht dargestellte Stromzuleitungsmittel mit dem Torantrieb 4 verbunden
ist. Die Steuereinheit 8, die im vorliegenden Fall an der Innenseite einer Wand der
Garage montiert ist, generiert Steuersignale zum Verfahren des Torantriebs 4. In oder
an der Steuereinheit 8 befindet sich ein Empfänger 9, der dazu ausgebildet ist, Funksignale
zu empfangen. Die am Empfänger 9 registrierten Funksignale werden in der Steuereinheit
8 ausgewertet.
[0043] Diesem Empfänger 9 sind ein oder mehrere Handsender zugeordnet. Jeder Handsender
weist ein mit Tasten betätigbares Funksendeelement auf. Das Funksendeelement emittiert
Funksignale, die vom Empfänger 9 empfangen und von der Steuereinheit 8 in Steuerbefehle
zum Verfahren des Tors 2 umgesetzt werden.
[0044] Das Tor 2 kann mittels des Antriebssystems 1 nicht nur in eine Öffnungsstellung und
eine Schließstellung, sondern auch in eine Lüftungsstellung verfahren werden. In der
Lüftungsstellung schließt das Tor 2 die Türöffnung der Garage, anders als in der Schließstellung,
nicht vollkommen ab, sondern lässt einen Lüftungsschlitz offen, über welchen ein Luftaustausch
zwischen dem Innenraum der Garage und dem Außenbereich erfolgen kann. Der Lüftungsschlitz
kann durch Schrägstellen der obersten Sektion des Sektionaltors und/oder leichtes
Anheben der Torunterkante vom Garagenboden erzielt werden.
[0045] Das Antriebssystem 1 führt ein sensorgesteuertes Verfahren des Tors 2 zwischen der
Schließstellung und der Lüftungsstellung durch, um eine Schimmelbildung innerhalb
der Garage zu verhindern. Die Steuerung erfolgt in Abhängigkeit der Sensorsignale
eines Feuchtigkeitssensors 10, der die Feuchtigkeit im Innenraum der Garage misst.
Der Feuchtigkeitssensor 10 ist im vorliegenden Fall auf dem Laufwagen 5 angeordnet.
Die Steuerung kann durch die Steuereinheit 8 oder besonders vorteilhaft durch eine
im Laufwagen 5 integrierte Elektronikeinheit erfolgen.
[0046] Die Steuerung erfolgt derart, dass die mit dem Feuchtigkeitssensor 10 ermittelte
Feuchtigkeit mit einem Schwellwert verglichen wird. Liegt die ermittelte Feuchtigkeit
unterhalb des Schwellwerts, wird das Tor 2 in die Schließstellung verfahren. Liegt
jedoch die ermittelte Feuchtigkeit oberhalb des Schwellwerts, so wird das Tor 2 in
die Lüftungsstellung verfahren, so dass über den Lüftungsschlitz Feuchtigkeit aus
dem Innenraum der Garage entweichen kann. Ist jedoch die Feuchtigkeit im Außenbereich
größer als die im Innenraum der Garage, beispielsweise bei starkem Regen, so würde
bei geöffneter Lüftungsstellung die Feuchtigkeit in der Garage ansteigen. Auch dies
wird mit dem Feuchtigkeitssensor 10 erfasst, so dass dann über die Elektronikeinheit
das Tor 2 in die Schließstellung verfahren wird, um dann zu einem späteren Zeitpunkt
das Tor 2 wieder in die Lüftungsstellung zu verfahren.
[0047] Auf dem Laufwagen 5 ist weiterhin ein Sendeelement in Form einer Laserdiode 11 angeordnet,
das ebenfalls von der Elektronikeinheit gesteuert wird. Die Laserdiode 11 emittiert,
wie in Figur 2 dargestellt, scharf gebündelte, sichtbare Richtstrahlen 12. Diese Richtstrahlen
12 werden zur Anzeige, das heißt Visualisierung der Parkposition eines in die Garage
eingefahrenen Kraftfahrzeugs 13 verwendet. Alternativ kann das Sendelement am Schubarm
7 angeordnet sein.
[0048] Die Steuerung der Laserdiode 11 erfolgt derart, dass diese bei Öffnen des Tors 2
aktiviert wird und dann in der Öffnungsstellung die Parkposition durch einen Lichtfleck
auf der Motorhaube des Kraftfahrzeugs 13 anzeigt.
[0049] Das Antriebssystem 1 weist weiterhin eine Einbruchssicherung auf, deren Komponenten
in den Figuren 3 und 4 dargestellt sind. Figur 3 zeigt schematisch den Elektromotor
der Antriebseinheit. Auf dem Rotor ist als erste Komponente der Einbruchssicherung,
fest mit diesem verbunden, eine Anschlagscheibe 14 vorgesehen, die in Figur 4 in einer
Einzeldarstellung dargestellt ist. Die kreisförmige Anschlagscheibe 14 weist seitlich
ausmündend jeweils zwei Paare von Anschlagelementen 15 auf, die um 180° versetzt angeordnet
sind. Die Anschlagelemente 15 sind jeweils von Ausbuchtungen in einem Vorsprung der
Anschlagscheibe 14 gebildet.
[0050] Als weitere Komponente der Einbruchssicherung ist der Anschlagscheibe 14 ein Verriegelungselement
16 mit einem Hubmagneten 17 zugeordnet, welches von der Steuereinheit 8 gesteuert
wird. Der Hubmagnet 17 kann zwischen einer Entriegelungsstellung und einer Verriegelungsstellung
verfahren werden. Figur 3 zeigt den Hubmagnet 17 in seiner Entriegelungsstellung,
in welcher sich der Hubmagnet 17 außerhalb des Bereichs der Anschlagscheibe 14 befindet,
so dass der Rotor des Elektromotors frei drehen kann. Wird der Hubmagnet 17 in die
Verriegelungsstellung gebracht, ragt er in den Bereich der Anschlagscheibe 14. Spätestens
nach einer halben Umdrehung des Rotors liegt der Hubmagnet 17 an einem der Anschlagelemente
15 an, so dass der Elektromotor vollständig blockiert ist, das heißt der Rotor kann
nicht weiter drehen.
[0051] Vorteilhaft wird der Hubmagnet 17 dann in eine Verriegelungsstellung eingefahren,
wenn sich das Tor 2 in der Lüftungsstellung befindet. Damit kann das Tor 2 in der
Lüftungsstellung nicht mehr angehoben werden. Die Verriegelung des Elektromotors über
das Verriegelungselement 16 kann in frei wählbaren Positionen des Tors 2 erfolgen,
beispielsweise auch in der Schließstellung des Tors 2.
Sommer Antriebs- und Funktechnik GmbH
[0052] 73230 Kirchheim/Teck, DE
Bezugszeichenliste
[0053]
- (1)
- Antriebssystem
- (2)
- Tor
- (3)
- Führungsschiene
- (4)
- Torantrieb
- (5)
- Laufwagen
- (6)
- Motor
- (7)
- Schubarm
- (8)
- Steuereinheit
- (9)
- Empfänger
- (10)
- Feuchtigkeitssensor
- (11)
- Laserdiode
- (12)
- Richtstrahlen
- (13)
- Kraftfahrzeug
- (14)
- Anschlagscheibe
- (15)
- Anschlagelement
- (16)
- Verriegelungselement
- (17)
- Hubmagnet
1. Antriebssystem (1) für ein eine Öffnung eines Gebäudes abschließendes Tor (2), mit
einer einen elektrischen Antrieb aufweisenden Antriebseinheit, mittels derer das Tor
(2) zwischen einer Öffnungsstellung und einer Schließstellung verfahren werden kann,
wobei das Tor (2) in eine Lüftungsstellung eingefahren werden kann, in welcher das
Tor (2) nur einen Lüftungsschlitz an der Öffnung des Gebäudes offen lässt, wobei in
der Lüftungsstellung und/oder in der Schließstellung das Tor (2) gegen ein manuelles
Öffnen dadurch gesichert ist, wobei ein Verriegelungselement (16) den elektrischen
Antrieb blockiert, wobei das Verriegelungselement (16) zwischen einer Entriegelungsstellung
und einer Verriegelungsstellung bewegbar ist, wobei nur in der Verriegelungsstellung
das Verriegelungselement (16) den elektrischen Antrieb blockiert, dadurch gekennzeichnet, dass der elektrische Antrieb dadurch blockiert ist, dass das Verriegelungselement (16)
in seiner Verriegelungsstellung an einem mit dem Rotor des elektrischen Antriebs verbundenen
Anschlag anliegt.
2. Antriebssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren des Tors (2) zwischen der Schließstellung und der Lüftungsstellung
in Abhängigkeit der Sensorsignale eines die Feuchtigkeit im Gebäude messenden Sensors
(10) erfolgt.
3. Antriebssystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der elektrische Antrieb auf einem Laufwagen (5) angeordnet ist, der an das Tor (2)
gekoppelt ist und zum Schließen und Öffnen auf einer Führungsschiene (3) verfahrbar
ist, wobei auf dem Laufwagen (5) der Sensor (10) angeordnet ist.
4. Antriebssystem nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Tor (2) von der Lüftungsstellung in die Schließstellung verfahren wird, wenn
die mit dem Sensor (10) gemessene Feuchtigkeit einen Schwellwert unterschreitet.
5. Antriebssystem nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das in die Lüftungsstellung verfahrene Tor (2) wieder in die Schließstellung zurückverfahren
wird, wenn mit dem Sensor (10) ein weiteres Ansteigen der Feuchtigkeit über den Schwellwert
hinaus für eine bestimmte Zeit oder über einen weiteren, oberhalb des Schwellwerts
liegenden zweiten Grenzwert registriert wird, und dass nach einer vorgegebenen Zeitdauer
das Tor (2) wieder in die Lüftungsstellung zurückverfahren wird.
6. Antriebssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag von einer mit dem Rotor des elektrischen Antriebs mitrotierenden Anschlagscheibe
(14) gebildet ist.
7. Antriebssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Verriegelungselement (16) einen Hubmagneten (17) aufweist.
8. Antriebssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass dieses wenigstens ein sichtbare Richtstrahlen (12) emittierendes Sendeelement aufweist,
mittels dessen wenigstens eine Sollposition für wenigstens einen im Gebäude zu positionierenden
Gegenstand angezeigt wird.
9. Antriebssystem nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das oder jedes Sendeelement von einer Laserdiode (11) gebildet ist.
10. Antriebssystem nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass das oder jedes Sendeelement mitfahrend am Laufwagen (5) angeordnet ist.
11. Antriebssystem nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das oder jedes Sendeelement von einer Elektronikeinheit im Laufwagen (5) gesteuert
ist.
12. Antriebssystem nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das oder jedes Sendeelement über die Elektronikeinheit nur während des Öffnens des
Tors (2) aktiviert wird und in der Öffnungsstellung die Sollposition mittels der Richtstrahlen
(12) anzeigt.
13. Antriebssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass mit diesem ein Tor (2) einer Garage betätigt wird, und dass mit den Richtstrahlen
(12) des oder eines Sendeelements als Sollposition die Parkposition eines Kraftfahrzeugs
(13) angezeigt wird.
1. Drive system (1) for an door (2) closing an opening of a building, comprising a drive
unit which comprises an electric drive and by means of which the door (2) can be moved
between an open setting and a closed setting, wherein the door (2) can be moved into
a ventilating setting in which the door (2) leaves open only a ventilating slit at
the opening of the building, wherein the door (2) is secured in the ventilating setting
and/or in the closed setting against manual opening, wherein a locking element (16)
blocks the electric drive, wherein the locking element (16) is movable between an
unlocking setting and a locking setting, wherein the locking element (16) blocks the
electric drive only in the locking setting, characterised in that the electric drive is blocked in that the locking element (16) in its locking setting bears against an abutment connected
with the rotor of the electric drive.
2. Drive system according to claim 1, characterised in that the movement of the door (2) between the closed setting and the ventilating setting
takes place in dependence on the sensor signals of a sensor (10) measuring the humidity
in the building.
3. Drive system according to claim 2, characterised in that the electric drive is arranged on a carriage (5) which is coupled to the door (2)
and is movable on a guide rail (3) for the closing and opening, wherein the sensor
(10) is arranged on the carriage (5).
4. Drive system according to one of claims 2 and 3, characterised in that the door (2) is moved from the ventilating setting to the closed setting when the
humidity measured by the sensor (10) falls below a threshold value.
5. Drive system according to claim 4, characterised in that the door (2) moved into the ventilating setting is moved again to the closed setting
when a further rise in the moisture above the threshold value for a defined period
of time or above a further, second limit value lying above the threshold value is
registered by the sensor (10) and that after a predetermined period of time the door
(2) is moved back into the ventilating setting.
6. Drive system according to any one of claims 1 to 5, characterised in that the abutment is formed by an abutment disc (14) co-rotating with the rotor of the
electric drive.
7. Drive system according to any one of claims 1 to 6, characterised in that the locking element (16) comprises a solenoid (17).
8. Drive system according to any one of claims 1 to 7, characterised in that this comprises at least one transmitting element which emits visible directional
beams (12) and by means of which at least one target position for at least one object
to be positioned in the building is indicated.
9. Drive system according to claim 8, characterised in that the or each transmitter element is formed by a laser diode (11).
10. Drive system according to one of claims 8 and 9, characterised in that the or each transmitter element is arranged at the carriage (5) to travel therewith.
11. Drive system according to claim 10, characterised in that the or each transmitter element is controlled by an electronic unit in the carriage
(5).
12. Drive system according to claim 11, characterised in that the or each transmitter element is activated by way of the electronic unit only during
opening of the door (10) and in the open setting indicates the target position by
means of the directional beams (12).
13. Drive system according to any one of claims 1 to 12, characterised in that a door (2) of a garage is actuated by this and that the parking position of a motor
vehicle (13) is indicated as target position by the directional beams (12) of the
or a transmitter element.
1. Système d'entraînement (1) destiné à une porte (2) occultant une baie d'un bâtiment,
muni d'une unité d'entraînement présentant un entraînement électrique et au moyen
de laquelle la porte (2) peut être déplacée entre une position d'ouverture et une
position de fermeture, ladite porte (2) pouvant être amenée à une position de ventilation
dans laquelle ladite porte (2) réserve uniquement une fente de ventilation au niveau
de la baie du bâtiment, sachant que, dans ladite position de ventilation et/ou dans
ladite position de fermeture, ladite porte (2) est arrêtée à l'encontre d'une ouverture
manuelle du fait qu'un élément de verrouillage (16) bloque l'entraînement électrique,
ledit élément de verrouillage (16) pouvant être mû entre une position de déverrouillage
et une position de verrouillage, lequel élément de verrouillage (16) bloque ledit
entraînement électrique uniquement dans ladite position de verrouillage, caractérisé par le fait
que l'entraînement électrique est bloqué du fait que l'élément de verrouillage (16) est
en applique, dans sa position de verrouillage, contre une butée reliée au rotor dudit
entraînement électrique.
2. Système d'entraînement selon la revendication 1, caractérisé par le fait que le déplacement de la porte (2), entre la position de fermeture et la position de
ventilation, a lieu en fonction des signaux de détection d'un capteur (10) mesurant
l'humidité régnant dans le bâtiment.
3. Système d'entraînement selon la revendication 2, caractérisé par le fait que l'entraînement électrique est disposé sur un chariot (5) qui est couplé à la porte
(2) et peut être déplacé sur un rail de guidage (3), en vue de la fermeture et de
l'ouverture, le capteur (10) étant implanté sur ledit chariot (5).
4. Système d'entraînement selon l'une des revendications 2 ou 3, caractérisé par le fait que la porte (2) est déplacée de la position de ventilation à la position de fermeture
lorsque l'humidité, mesurée par le capteur (10), dépasse négativement une valeur de
seuil.
5. Système d'entraînement selon la revendication 4, caractérisé par le fait que la porte (2), déplacée à la position de ventilation, est ramenée à la position de
fermeture lorsqu'un accroissement supplémentaire de l'humidité, au-delà de la valeur
de seuil pour un temps déterminé, ou d'une seconde valeur limite supplémentaire excédant
ladite valeur de seuil, est enregistré par le capteur (10) ; et par le fait que ladite porte (2) est ramenée à ladite position de ventilation à l'expiration d'une
durée préétablie.
6. Système d'entraînement selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé par le fait que la butée est formée par un disque d'arrêt (14) tournant conjointement au rotor de
l'entraînement électrique.
7. Système d'entraînement selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé par le fait que l'élément de verrouillage (16) comporte un aimant de levage (17).
8. Système d'entraînement selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé par le fait que ledit système est doté d'au moins un élément émetteur qui émet des rayonnements directionnels
visibles (12), au moyen duquel est indiqué au moins un emplacement de consigne affecté
à au moins un objet devant être positionné dans le bâtiment.
9. Système d'entraînement selon la revendication 8, caractérisé par le fait que l'élément, ou chaque élément émetteur est formé d'une diode laser (11).
10. Système d'entraînement selon l'une des revendications 8 ou 9, caractérisé par le fait que l'élément, ou chaque élément émetteur est disposé sur le chariot (5) avec déplacement
conjoint.
11. Système d'entraînement selon la revendication 10, caractérisé par le fait que l'élément, ou chaque élément émetteur est commandé par une unité électronique dans
le chariot (5).
12. Système d'entraînement selon la revendication 11, caractérisé par le fait que l'élément, ou chaque élément émetteur est activé, par l'intermédiaire de l'unité
électronique, uniquement au cours de l'ouverture de la porte (2), et indique l'emplacement
de consigne, dans la position d'ouverture, au moyen des rayonnements directionnels
(12).
13. Système d'entraînement selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisé par le fait que la porte (2) d'un garage est actionnée à l'aide dudit système ; et par le fait que l'emplacement de stationnement d'un véhicule automobile (13) est indiqué, en tant
qu'emplacement de consigne, par les rayonnements directionnels (12) de l'élément ou
d'un élément émetteur.