[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Staubabscheidung im Rohluftbereich einer
Motorluftansaugung eines Fahrzeugs, insbesondere eines Nutzfahrzeugs, nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1. Weiter betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Betätigung einer
Vorrichtung zur Staubabscheidung im Rohluftbereich einer Motorluftansaugung eines
Fahrzeugs, insbesondere eines Nutzfahrzeugs nach dem Oberbegriff des Anspruchs 12
sowie ein Fahrzeug, insbesondere ein Nutzfahrzeug, nach Anspruch 13.
[0002] Die zum Betrieb einer Brennkraftmaschine eines Fahrzeugs angesaugte Frischluft wird
üblicherweise mit einem Staubfilter gereinigt. Insbesondere bei Nutzfahrzeugen für
einen staubintensiven Einsatz werden dazu aufwendige Vorrichtungen als sogenannte
Grobstaubvorabscheider eingesetzt. Ein solcher allgemein bekannter Grobstaubvorabscheider
als Multizyklon weist an seinem Eingang eine Mehrzahl von Drallelementen auf, die
einströmende Frischluft in Rotation versetzten. Durch die damit entstehenden Zentrifugalkräfte
werden Staubpartikel an umgebenden Wänden abgeschieden. Die abgeschiedenen Staubpartikel
fallen nach unten in einen Staubbunker, der an seiner Unterseite ein Staubaustragventil
aufweist. Nach den Drallelementen wird die vorgereinigte Motorfrischluft durch Tauchrohre
in einen gemeinsamen Ansaugkanal geleitet und als vorgereinigte, entstaubte Motorfrischluft
über den Staub- bzw. Hauptfilter der Brennkraftmaschine zugeführt.
[0003] Die durch den Staubvorabscheider angesaugte Frischluft kann je nach den Gegebenheiten
und Fahrzeugeinsätzen zusätzlich zum Staub auch Wasser enthalten, welches zusammen
mit dem Staub abgeschieden wird. Dies kann zu einem Verkleben des abgeschiedenen Wasser-Staubgemisches
führen, wodurch das Staubaustragventil verklebt und deaktiviert wird. Dies führt zu
einem stetigen Füllen des Staubbunkers und nach Erreichen des vollen Füllvermögens
reduziert sich der Abscheidegrad unzulässig auf Null.
[0004] Es ist daher erforderlich, die Anweisung des Fahrzeugherstellers zu befolgen und
das Staubaustragventil in geeigneten Zeitabständen, beispielsweise bei einem staubintensiven
Einsatz einmal am Tag, manuell durch Betätigen eines Schließelements zu öffnen, wodurch
das Staubaustragventil bei evtl. Verklebungen und Verklumpungen wieder in seiner Funktion
aktiviert wird. Eine solche manuelle Betätigung des Staubaustragventils wird von Fahrzeugfahrern
teils aus Vergesslichkeit, teils aus Bequemlichkeit oft unterlassen oder zu spät durchgeführt,
so dass damit die Staubabscheidung praktisch wirkungslos ist. Dadurch kann nicht entstaubte
Frischluft in den Staub- bzw. Hauptfilter gelangen und dadurch die Staub- bzw. Hauptfilterstandzeit
erheblich reduzieren.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es daher, mit einfachen und kostengünstigen Maßnahmen die
Funktion der Vorrichtung zur Staubabscheidung im Rohluftbereich der Motorluftansaugung
sicherzustellen.
[0006] Diese Aufgabe wird gelöst mit den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche. Vorteilhafte
Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0007] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass das Staubaustragventil eine Auslassöffnung aufweist
und der betriebsmäßig abgeschiedene Staub zumindest teilweise in einem Staubsammelbereich
vor der Auslassöffnung gesammelt wird. Weiter weist das Staubaustragventil ein Schließelement
auf, das in Auslassrichtung öffenbar an der Auslassöffnung angeordnet ist und diese
beim Motorbetrieb durch eine Schließkraft geschlossen hält. Das Staubaustragventil
ist zudem mittels einer Öffnungs- und/oder Freiblaseinrichtung gesteuert und/oder
automatisiert öffenbar und/oder freiblasbar, so dass keine umständliche manuelle Betätigung
des Staubaustragsventils mehr erforderlich ist.
[0008] Bevorzugt ist das Staubaustragventil mit einer auf die Auslassöffnung hin gerichteten
steuerbaren Ausblaseinrichtung als Öffnungs- und/oder Freiblaseinrichtung ausgerüstet,
mit deren Ausblasdruck das Schließelement öffenbar und im Staubsammelbereich angesammelter
Staub aus dem Staubaustragventil in geeigneten Zeitabständen ausblasbar ist.
[0009] Damit wird vorteilhaft zu definierten Zeiten und/oder in definierten Zeitintervallen
das Staubaustragventil automatisch geöffnet und freigeblasen. Der Ausblasdruck, die
Ausblaszeit und die verwendete Luftmenge ist den jeweiligen Gegebenheiten so anzupassen,
dass ein sicheres Öffnen und Ausblasen angesammelten Staubs aus dem Staubaustragventil
auch bei kritischen Bedingungen mit hohem Staub und Wasseranfall gewährleistet ist.
[0010] Mit einem so automatisierten Staubaustragventil ist eine manuelle Bedienung mit der
Möglichkeit von Unterlassungen und Fehlbedienungen nicht mehr erforderlich und eine
gute Funktion der Staubabscheidung ist sichergestellt.
[0011] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform weist die Ausblaseinrichtung eine
Ausblasdüse auf, die vor der Auslassöffnung vor dem Staubsammelbereich angeordnet
und auf diesen hin gerichtet ist. Die Ausblasdüse kann dabei etwa mittig in einem
rohrförmigen Ventilkörper angeordnet sein. Eine solche Ausblasdüse ist bevorzugt mit
einer Ausblas- bzw. Pneumatikleitung mit einer steuerbaren, vorzugsweise pneumatischen,
Druckquelle verbunden. Insbesondere pneumatische Druckquellen als Druckspeicher sind
in Fahrzeugen, und hier insbesondere in Nutzfahrzeugen, regelmäßig ohnehin vorhanden,
so dass eine solche Ausblasvorrichtung einfach und kostengünstig realisiert werden
kann.
[0012] Zweckmäßig wird eine solche Ausblas- bzw. Pneumatikleitung über ein Steuerventil
mit der, zum Beispiel pneumatischen, Druckquelle des Fahrzeugs verbunden. Ein solches
Steuerventil kann je nach den Gegebenheiten und nach Bedarf nach vorgegebenen Zeitzyklen
und/oder bei vorgegebenen Betriebsbedingungen für einen Ausblasvorgang angesteuert
und kurzzeitig geöffnet werden. Beispielsweise kann das Steuerventil uhrzeitgesteuert
einmal oder mehrmals am Tag oder zündschlossgesteuert bei jedem Startvorgang für die
Ausblasfunktion kurzzeitig geöffnet werden.
[0013] Eine besonders einfach und kostengünstig zu realisierende Ausführungsform wird erreicht,
wenn die Ausblas- bzw. Pneumatikleistung eine Entlüftungsleitung von einem Handbremssteuerventil
ist, welche bei jedem Einlegen einer pneumatischen Feststellbremse Luft abbläst.
[0014] Das vorstehende Staubaustragventil mit der automatisierten Staubaustragfunktion kann
vorteilhaft in Verbindung mit bekannten, serienmäßig verbauten Staubabscheidern verwendet
werden, ohne dass dort Änderungen vorgenommen werden müssen. Insbesondere kann ein
solches Staubaustragventil weiterhin in Hochachsenrichtung gesehen vertikal unten
am Staubbunker angeschlossen werden, wobei dann vorzugsweise der am Staubbunker angeschlossene
Ventilkörperbereich mit einer definiert vorgegebenen Krümmung in den die Ausblasöffnung
aufweisenden Staubsammelbereich übergeht. Beispielsweise kann der rohrförmige Ventilkörper
hier schräg nach unten, insbesondere mit einem Winkel von ca. 120°, zur Auslassöffnung
hin verlaufen. Mit einem solchen Schrägbereich kann dort die Staubansammlung für die
Ausblasfunktion begünstigt werden. Je nach den konkreten Ausgestaltungen und Gegebenheiten
kann beim Ausblasvorgang auch noch Staub aus dem vorgelagerten Staubbunker nachfallen
und mit ausgeblasen werden.
[0015] Als Schließelement können unterschiedliche, an sich bekannte Elemente, beispielsweise
Lippen aus Elastomermaterial verwendet werden. Als gut geeignetes und einfaches Schließelement
wird eine scharnierartig an einem Rand der Auslassöffnung angelenkte und in Auslassrichtung
öffenbare Klappe vorgeschlagen. Für die Funktion der Staubabscheidung während des
Motorbetriebs ist es erforderlich, dass das Staubaustragventil und damit die öffenbare
Klappe sicher geschlossen ist. Die Schließkraft für diese Klappe kann zum Beispiel
durch einen betriebsmäßigen Unterdruck in der Staubabscheidung vor dem Staubaustragventil
gegeben sein. Zudem oder auch alternativ kann eine Vorspannkraft, beispielsweise durch
ein Filmscharnier, auf die Klappe für einen luftdichten Verschluss bei einem Motorbetrieb
aufgebracht werden. Eine solche Schließkraft ist jedenfalls so in Verbindung mit der
Dimensionierung der Ausblasvorrichtung einzustellen, dass durch den Ausblasdruck die
Schließkraft überdrückbar und die Klappe öffenbar ist.
[0016] Die sich mit dem erfindungsgemäßen Verfahren und dem erfindungsgemäßen Fahrzeug ergebenden
Vorteile sind identisch zu den vorstehend genannten Vorteilen; insofern wird zur Vermeidung
von Wiederholungen auf die vorstehend gemachten Ausführungen verwiesen.
[0017] Anhand einer Zeichnung wird die Erfindung beispielhaft näher erläutert.
[0018] Es zeigen:
- Fig. 1
- einen vertikalen Schnitt durch einen Teil eines Grobstaubabscheiders mit einem erfindungsgemäßen
Staubaustragventil,
- Fig. 2
- eine vergrößerte Darstellung des unteren Bereichs aus Fig. 1 mit einem Teil-Querschnitt
durch das Staubaustragventil,
- Fig. 3
- eine vergrößerte, perspektivische Darstellung des Staubaustragventils, und
- Fig. 4
- das Staubaustragventil nach Fig. 3 in einer gedrehten Ansicht.
[0019] In Fig. 1 ist ein Grobstaubvorabscheider 1 in einem Vertikalschnitt dargestellt,
wie er bei Nutzfahrzeugen für staubintensive Einsätze verwendet wird. Dieser Grobstaubvorabscheider
1 ist mit einem erfindungsgemäß automatisierten Staubaustragventil 2 ausgerüstet.
[0020] Der Grobstaubvorabscheider 1 weist an Eingangsöffnungen 3 für die Ansaugung staubversetzter
Frischluft (Pfeile 4) jeweils Drallelemente 5 auf, welche in den übereinander angeordneten
Ansaugrohren 6 die staubversetzte einströmende Frischluft in Rotation versetzt an
(dargestellt durch Pfeile 7). Durch die damit erzeugte Zentrifugalkraft werden die
in der Frischluft enthaltenen Staubpartikel 8 an der Innenwand der Ansaugrohre 6 abgeschieden
und gelangen von dort nach unten in einen Staubbunker 9. Die vorgereinigte entstaubte
Motorfrischluft (Pfeile 10) gelangt durch von hinten mit kleineren Außendurchmesser
in die Ansaugrohre 6 eingesteckte Tauchrohre 11 in einen gemeinsamen Frischluftkanal
12, wo ein gemeinsamer vorgereinigter und entstaubter Motorfrischluftstrom (Pfeil
13) von der Brennkraftmaschine angesaugt wird.
[0021] Unten am Staubbunker 9 ist das Staubaustragventil 2 angeschlossen, das weiter im
Detail anhand der Fig. 2 bis 4 erläutert wird:
Wie aus den Fig. 3 und 4 ersichtlich, ist das Staubaustragventil 2 in der Art eines
Rohrbogens ausgebildet mit einem Muffenteil 14 für einen vertikalen dichten Anschluss
an die Unterseite des Staubbunkers 9. Vom Muffenteil 14 verläuft der rohrförmige Ventilkörper
15 bogenförmig schräg nach unten hin zu einer Auslassöffnung 16. Die Schräge weist
hier beispielhaft einen Winkel 17 von 120° auf. Durch diese an sich beliebig vorgebbare
Schrägstellung wird hier im unteren Bereich im Ventilkörper 15 vor der Auslassöffnung
16 ein Staubsammelbereich 18 gebildet, wie dies insbesondere in Figur 2 aus dem teilweisen
Querschnitt des Staubaustragventils 2 ersichtlich ist.
[0022] Die Auslassöffnung 16 ist hier durch ein horizontal verlaufendes flaches, mit dem
Ventilkörper 15 fest verbundenes Lippenteil 19 und eine um eine Klappachse 20 aufklappbare
(Pfeil 21) Klappe 22 gebildet, wobei die Klappe 22 ebenfalls ein flaches vorderes
Lippenteil 23 aufweist. Im dargestellten geschlossenen Zustand des Staubaustragventils
2 liegen die beiden Lippenteile 19 und 23 dicht aufeinander, wobei der geschlossene
Zustand betriebsmäßig durch einen Ansaugunterdruck im Grobstaubvorabscheider 1 gehalten
wird.
[0023] Wie aus der Schnittdarstellung in Fig. 2 ersichtlich, weist das Staubaustragventil
2 zudem zentral eine Ausblasdüse 24 auf, die vor dem Staubsammelbereich 18 und der
Auslassöffnung 16 zentral im Ventilkörper 15 angeordnet und mit ihrer Düsenöffnung
zur Auslassöffnung 16 hin gerichtet ist. Die Ausblasdüse 24 ist mit einer Pneumatikleitung
25 als Entlüftungsleitung an ein (nicht dargestelltes) Handbremssteuerventil einer
pneumatischen Feststellbremse angeschlossen über die bei jedem Einlegen der Feststellbremse
kurz Luft zur Entlüftung und zum Druckabbau im Federspeicher des Steuerventils abgeblasen
wird. In den Fig. 3 und 4 sind Anschlussnippel 26 für die Pneumatikleitung 25 dargestellt.
[0024] Die dargestellte Vorrichtung zur Staubabscheidung hat folgende Funktion: bei jedem
Einlegen der Feststellbremse wird ein kurzer Luftstoß in der Pneumatikleitung 25 und
der Ausblasdüse 24 erzeugt, durch den die Klappe 22 geöffnet und Staub aus dem Staubsammelbereich
18 ausgeblasen wird. Die so ausgebildete Ausblasvorrichtung funktioniert sicher und
einfach ohne zusätzliche Magnetventile und Steuerungen.
Bezugszeichenliste
[0025]
- 1
- Grobstaubvorabscheider
- 2
- Staubaustragventil
- 3
- Eingangsöffnungen
- 4
- Pfeile
- 5
- Drallelemente
- 6
- Ansaugrohre
- 7
- Pfeile
- 8
- Staubpartikel
- 9
- Staubbunker
- 10
- Pfeile
- 11
- Tauchrohre
- 12
- Frischluftkanal
- 13
- Pfeil
- 14
- Muffenteil
- 15
- Ventilkörper
- 16
- Auslassöffnung
- 17
- Winkel
- 18
- Staubsammelbereich
- 19
- Lippenteil
- 20
- Klappachse
- 21
- Pfeil
- 22
- Klappe
- 23
- Lippenteil
- 24
- Ausblasdüse
- 25
- Pneumatikleitung
- 26
- Anschlussnippel
1. Vorrichtung zur Staubabscheidung im Rohluftbereich einer Motorluftansaugung eines
Fahrzeugs, insbesondere eines Nutzfahrzeugs, wobei die Vorrichtung ausgangsseitig
ein Staubaustragventil (2) aufweist, dadurch gekennzeichnet,
dass das Staubaustragventil (2) eine Auslassöffnung (16) aufweist und sich der betriebsmäßig
abgeschiedene Staub zumindest teilweise unmittelbar in einem Staubsammelbereich (18)
vor der Auslassöffnung (16) ansammelt,
dass das Staubaustragventil (2) ein Schließelement (22) aufweist, das in Auslassrichtung
nach Außen öffenbar an der Auslassöffnung (16) angeordnet ist und das beim Motorbetrieb
durch eine Schließkraft geschlossen ist, und
dass das Staubaustragventil (2) mittels einer Öffnungs- und/oder Freiblaseinrichtung gesteuert
und/oder automatisiert öffenbar und/oder freiblasbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Staubaustragventil (2) im Innenbereich eine auf die Auslassöffnung (16) hin gerichtete
Ausblaseinrichtung (24, 25) aufweist, mit deren Ausblasdruck das Schließelement (22)
öffenbar ist und im Staubsammelbereich (18) angesammelter Staub aus dem Staubaustragventil
(2) ausblasbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausblaseinrichtung eine Ausblasdüse (24) aufweist, die vor der Auslassöffnung
(16) vor dem Staubsammelbereich (18) angeordnet und auf die Auslassöffnung (16) hin
gerichtet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausblasdüse (24) mittels einer Ausblasleitung (25) mit einer steuerbaren Druckquelle,
insbesondere mit einer steuerbaren pneumatischen Druckquelle, verbunden ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
dass die Ausblasleitung (25) über ein Steuerventil mit der Druckquelle des Fahrzeugs verbunden
ist, und
dass das Steuerventil nach vorgegebenen Zeitzyklen und/oder bei vorgegebenen Betriebsbedingungen
für einen Ausblasvorgang ansteuerbar und öffenbar ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausblasleitung (25) eine Entlüftungsleitung von einem Handbremssteuerventil des
Fahrzeugs ist, welche bei jedem Einlegen einer pneumatischen Feststellbremse Luft
abbläst.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass das Staubaustragventil (2) an einem vorgelagerten Staubbunker (9) in Hochachsenrichtung
gesehen unten an der Staubabscheidevorrichtung (1) angeordnet ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass das Staubaustragventil (2) mit einem, vorzugsweise in etwa vertikal ausgerichteten,
Ventilkörperbereich eines rohrförmigen Ventilkörpers (15) in Hochachsenrichtung gesehen
unten am Staubbunker (9) angeschlossen ist, und
dass der am Staubbunker (9) angeschlossene Ventilkörperbereich mit einer definiert vorgegebenen
Krümmung in den die Ausblasöffnung (16) aufweisenden Staubsammelbereich (18) übergeht.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Staubsammelbereich (18) und damit die Ausblasöffnung (16) in Hochachsenrichtung
gesehen nach schräg unten geneigt ist.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass das Schließelement eine scharnierartig an einem Rand der Auslassöffnung angelenkte
und in Auslassrichtung öffenbare Klappe (22) ist, die mit einer, vorzugsweise durch
einen betriebsmäßigen Unterdruck vor dem Staubaustragventil (2) und/oder durch eine
Vorspannkraft bewirkten, definierten Schließkraft die Auslassöffnung (16) beim Motorbetrieb
luftdicht geschlossen hält, und
dass die Klappe (22) so ausgelegt ist, dass eine vorhandene Schließkraft durch den Ausblasdruck
überdrückbar und damit die Klappe (22) öffenbar ist.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zur Staubabscheidung vor dem Staubaustragventil (2) und/oder vor
einem gegebenenfalls vorgelagerten Staubbunker (9) einen Grobstaubvorabscheider (1)
als Multizyklon mit einer Wirkungsweise über eine Drallerzeugung aufweist.
12. Verfahren zur Betätigung einer Vorrichtung zur Staubabscheidung im Rohluftbereich
einer Motorluftansaugung eines Fahrzeugs, insbesondere eines Nutzfahrzeugs, wobei
die ausgangsseitig ein Staubaustragventil (2) aufweist, insbesondere zur Betätigung
einer Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass das Staubaustragventil (2) eine Auslassöffnung (16) aufweist und sich der betriebsmäßig
abgeschiedene Staub zumindest teilweise unmittelbar in einem Staubsammelbereich (18)
vor der Auslassöffnung (16) ansammelt,
dass das Staubaustragventil (2) ein Schließelement (22) aufweist, das in Auslassrichtung
nach Außen öffenbar an der Auslassöffnung (16) angeordnet ist und das beim Motorbetrieb
durch eine Schließkraft geschlossen ist, und
dass das Staubaustragventil (2) mittels einer Öffnungs- und/oder Freiblaseinrichtung zu
definierten Zeiten und/oder in definierten Zeitintervallen gesteuert und/oder automatisiert
geöffnet und/oder freigeblasen wird, insbesondere im Innenbereich eine auf die Auslassöffnung
(16) hin gerichtete Ausblaseinrichtung (24, 25) vorgesehen ist, mit deren Ausblasdruck
das Schließelement (22) zu definierten Zeiten und/oder in definierten Zeitintervallen
geöffnet und im Staubsammelbereich (18) angesammelter Staub aus dem Staubaustragventil
(2) ausgeblasen wird.
13. Fahrzeug, insbesondere Nutzfahrzeug, mit einer Vorrichtung zur Staubabscheidung nach
einem der vorstehenden Ansprüche.