[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Badewanne mit Längsseitenwänden, die an einem
Ende in ein eine Rücklehne bildendes Kopfteil und am anderen Ende in ein Fußteil übergehen,
wobei Längsseitenwände, Kopfteil und Fußteil die Wannengrundform aufspannen, die bodenseitig
von einem Wannenboden abgeschlossen ist und wobei einem Fußraum der Wanne wenigstens
eine mit Abstand zum Fußteil angeordnete Fußstütze zugeordnet ist.
[0002] Badewannen gibt es bekannterweise in den unterschiedlichsten Ausgestaltungsformen,
wobei körperlange Badewannen mit ovaler Wannengrundform wohl am weitesten verbreitet
sind. Ein die Rückenlehne bildendes Kopfteil ist dabei üblicherweise bogenförmig ausgebildet
und geht in die Seitenwände über, die sich zum Fußteil hin gegebenenfalls annähern,
um das Füllvolumen der Wanne und somit den Wasserverbrauch je Wannenfüllung zu begrenzen.
Neben besagten körperlangen Badewannen gibt es u. a. auch Sitzbadewannen, Eckbadewannen
mit beispielsweise rechteckförmiger bzw. ovaler Wannengrundform. Ebenfalls gibt es
Eckbadewannen bzw. diverse Raumsparformen.
[0003] Badewannen für Menschen mit großer Körperlänge weisen eine lichte Länge des Wanneninnenraums
im Bodenbereich von um die 1300 mm auf. Ist die Benutzung derartiger Wannen durch
Menschen mit geringerer Körpergröße, gegebenenfalls durch heranwachsende Kinder, vorgesehen,
so ist für diese ein entspanntes Liegen in der Wanne wegen der mangelnden Fußabstützung
praktisch nicht möglich. Deswegen wurde es bereits vorgeschlagen (
EP 0 460 410 A1), dass die den Wanneninnenraum begrenzende, das Fußteil bildende Stirnwand mit wenigstens
einer Stufe in Wannenlängsrichtung in den Wanneninnenraum vorragt und einen in Badewannenlängsrichtung
abgestuften Fußteil bildet. Damit wird eine Badewannenkonstruktion geschaffen, die
es einerseits Personen mit größeren Körperlängen gestattet bequem zu liegen, als auch
Personen mit kleineren Körpergrößen eine entsprechende Abstützung gibt, um ein Einsinken
in die Badewanne beim Liegen zu vermeiden. Ein wesentlicher Nachteil dieser Ausgestaltungsform
ist allerdings, dass der Fußraum der Badewanne erheblich beschränkt wird, womit ein
bequemes gemeinsames Baden zweier Personen aufgrund der beengten Verhältnisse im Fußraum
praktisch nicht mehr möglich ist. Eine ähnliche Badewanne offenbart beispielsweise
die
DE 7610690 U und die
GB 490251 A. Alle diese Druckschriften offenbaren in den Wannenraum vorspringende, den Baderaum
verkleinernde Fußstützen.
[0004] Ausgehend von einem Stand der Technik der vorgeschilderten Art liegt der Erfindung
die Aufgabe zugrunde, eine Badewanne derart auszugestalten, dass sie in gleicher Weise
für große wie auch für kleinere Personen geeignet ist und dabei kleineren Personen
eine Fußabstützung bereitstellt, ohne den Baderaum zu verkleinern.
[0005] Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass die wenigstens eine Fußstütze
von einer die Wannengrundform nach außen durchbrechende Ausbauchung in der Längsseitenwand
gebildet ist.
[0006] Die Fußstützen ragen somit nicht in den von der Wannengrundform aufgespannten Wannenraum
vor und behindern somit ein gleichzeitiges Baden von beispielsweise zwei Personen
nicht. So kann eine Person problemlos im Bereich des Kopfteils und die andere Person
im Bereich des Fußteils Platz nehmen. Dies wird durch das Versenken der Fußstützen
in der Seitenwand ermöglicht. Dazu weist die Seitenwand im Bereich der Fußstützenebenen
entsprechende Ausbauchungen auf. Diese Ausbauchungen können insbesondere derart ausgebildet
sein dass die Längsseitenwand bzw. die Längsseitenwände wellenförmig ausgebildet sind,
also gegebenenfalls rippenförmige Stege vorgesehen sind, welche die Wannengrundform
aufspannen und die Ausbauchungen dazwischen, also zwischen den Rippen, vorgesehen
sind.
[0007] Vorteilhaft ist es insbesondere, wenn jeder der beiden Längsseitenwände wenigstens
eine Fußstütze, vorzugsweise mehrere Fußstützen, insbesondere vorzugsweise drei bis
vier Fußstützen, zugeordnet ist bzw. sind. Damit kann die Sitzposition in der Wanne
frei gewählt werden bzw. kann die Abstützung im Zuge der Körperreinigung problemlos
gewechselt werden.
[0008] Um Personen mit unterschiedlichen Körpergrößen gleichermaßen guten Halt bzw. eine
gute Abstützung geben zu können, empfiehlt es sich, wenn die den verschiedenen Längsseiten
zugeordneten Fußstützen zueinander versetzt angeordnet sind. Dieser Versatz erfolgt
insbesondere stufenförmig bzw. auf Lücke versetzt, womit im Idealfall eine mit heranwachsenden
Personen "mitwachsende" Badewanne geschaffen wird, die für Personen mit einer Körperlänge
von bis zu über 190cm gleichermaßen geeignet ist. Dadurch, dass die einzelnen Fußstützen
zueinander versetzt angeordnet sind, weisen die Fußstützen unterschiedliche Abstände
zum Fußteil auf, und somit auch zum Kopfteil auf.
[0009] Besonders vorteilhafte Konstruktionsverhältnisse ergeben sich, wenn die sich zum
Wannenboden hin verjüngende Wanne im Bereich des oberen Wannenrandes die Wannengrundform
aufweist, wobei die Längsseitenwand in Richtung Wannenboden verlaufen, die vorzugsweise
stetig größer werdende Ausbauchung ausbildet und schließlich in den Wannenboden übergeht.
Die Wanne weist dabei vorzugsweise im Bereich des oberen Wannenrandes dieselbe Wannengrundform
und somit lichte Weite wie eine Standardbadewanne ohne Fußstützen auf. Badewannen
verjüngen sich üblicherweise sowohl im Längsschnitt als auch im Querschnitt zum Badewannenboden
hin. Eben um dieses Maß der Verjüngung kann die Ausbauchung beispielsweise problemlos
in den Seitenwandteil eingearbeitet sein und aus der Wannengrundform nach außen ausgebaucht
sein, ohne eine Montage der Badewanne zu behindern.
[0010] Die Wanne ist außenseitig vorzugsweise isoliert, beispielsweise eingeschäumt. Zudem
kann eine Kopfstütze im Bereich der Rückenlehne vorgesehen sein, die gegebenenfalls
mit Saugnäpfen an der Rücklehne befestigbar ist.
[0011] Um gegebenenfalls nicht die gesamte Wanne mit Wasser für ein Bad füllen zu müssen,
also um Wasser zu sparen, kann eine Trennwand vorgesehen sein, die in Fußstützen gegenüberliegender
Längsseitenwände einsetzbar ist. Die Trennwand kann an der gewünschten Stelle, insbesondere
in Abhängigkeit des Badewannennutzers, eingesetzt werden und nach Gebrauch wieder
entnommen werden. Die Fußstützen sorgen für einen sicheren Halt und für eine ordentliche
Führung der Trennwand. Zur einwandfreien Abschottung des Badebereiches der Wanne vom
nicht mit Wasser gefüllten Bereich empfiehlt es sich, wenn die Trennwand wenigstens
im Kontaktbereich mit der Wanne mit einer Dichtung ausgestattet ist. Im Bedarfsfall
wird die die Trennwand mit Aussteifungen ausgestattet sein, um ein Ausknicken der
Trennwand durch den Wasserdruck, bzw. bei Abstützung mit den Füßen auf ihr beim Baden,
zu vermeiden. Enden diese Aussteifungen mit Abstand von den Seitenrändern der Trennwand,
so können diese Aussteifungen auch als mit den Seitenwänden der Badewanne zusammenwirkenden
Anschlägen dienen und damit die Trennwand zwischen den Seitenwänden der Badewanne
gegen ein Verschieben halten. Zudem kann die Trennwand unter Ausbildung eines Wellenbrechers
oberseitig in Richtung des Badebereiches vorspringen. Damit können beim Badevorgang
hervorgerufene Wellen am Überschwappen in den nicht mit Wasser gefüllten Bereich behindert
und gegebenenfalls in den Badebereich zurückgeworfen werden.
[0012] In der Zeichnung ist die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels dargestellt.
beispielsweise dargestellt. Es zeigen
Fig. 1 eine Badewanne mit versetzten Fußstützen in Draufsicht,
Fig. 2 eine Badewanne mit unversetzten Fußstützen in Draufsicht,
Fig. 3 die Badewanne aus Fig. 2 mit eingesetzter Trennwand und
Fig. 4 u. 5 die Trennwand aus Fig. 3 in Vorder- und in Seitenansicht.
[0013] Eine Badewanne 1 umfasst u. a. Längsseitenwände 2, die an einem Ende in ein eine
Rückenlehne bildendes Kopfteil 3 und am anderen Ende in ein Fußteil 4 übergehen. Die
Längsseitenwände 2, das Kopfteil 3 und das Fußteil 4 spannen die im Ausführungsbeispiel
ovalförmige, ergonomische Wannengrundform 5 auf, die bodenseitig von einem Wannenboden
6 abgeschlossen ist.
[0014] Einem Fußraum 7 der Wanne 1 sind mehrere mit Abstand zum Fußteil 4 angeordnete Fußstützen
8 zugeordnet. Diese Fußstützen 8 sind von die Wannengrundform 5 nach außen durchbrechenden
Ausbauchungen 9 gebildet. Die Wannengrundform 5 ist im Bereich des oberen Wannenrandes
mit dem Bezugszeichen 5 und im Bereich des unteren Wannenrandes mit dem Bezugszeichen
5' bezeichnet, wobei die Ausbauchung 9 von der Wannengrundform 5' im Bereich der strichpunktierte
Linie 5' der Wannengrundform, im Bereich des Wannenbodens 6, angedeutet ist.
[0015] Jeder der beiden Längsseitenwände 2 sind im dargestellten Ausführungsbeispiel drei
Fußstützen 8 zugeordnet, wobei die den verschiedenen Längsseitenwänden 2 zugeordneten
Fußstützen 8 zueinander auf Lücke versetzt sind und wobei jede der vier den einzelnen
Längsseitenwänden 2 zugeordneten Fußstützen 8 einen unterschiedlichen Abstand zum
Fußteil 4 aufweist.
[0016] Des Weiteren ist in der Figur angedeutet, dass sich die zum Wannenboden 6 hin verjüngende
Wanne 1 im Bereich des oberen Wannenrandes die Wannengrundform 5 aufweist, wobei die
Längsseitenwände 2 in Richtung zum Wannenboden 6 abfallen und vorzugsweise stetig
tiefer werdende Ausbauchungen 9 ausbilden.
[0017] Um gegebenenfalls nicht die gesamte Wanne mit Wasser für ein Bad füllen zu müssen,
also um Wasser zu sparen, kann eine Trennwand 10 vorgesehen sein, die in einander
gegenüberliegende Fußstützen 8 der in den Längsseitenwände 2 eingesetzt werden kann.
Diese Trennwand 10 kann mit Aussteifungen 11 ausgestattet sein, um ein Ausknicken
der Trennwand 10 zu vermeiden. Außerdem springt die Trennwand 10 unter Ausbildung
eines Wellenbrechers 12 auf der Oberseite in Richtung des Badebereichs vor. Durch
eine Dichtung 13 an der Trennwand 10 entlang des Wannenbodens 6 und entlang der Längsseitenwände
2 kann ein wasserdichter Abschluss durch die Trennwand 10 gewährleistet werden.
[0018] Bei der Anordnung mehrerer Ausbauchungen 9 in Wannenlängsrichtung hintereinander
werden die Ausbauchungen 9 auch in Wannenlängsrichtung tiefer, um bei sich im Fußbereich
verjüngenden Längsseitenwänden 2 eine Trennwand 10 für alle Ausbauchungen 9 vorsehen
zu können.
1. Badewanne (1) mit Längsseitenwänden (2), die an einem Ende in ein eine Rücklehne bildendes
Kopfteil (3) und am anderen Ende in ein Fußteil (4) übergehen, wobei Längsseitenwände
(2), Kopfteil (3) und Fußteil (4) die Wannengrundform (5) aufspannen, die bodenseitig
von einem Wannenboden (6) abgeschlossen ist und wobei einem Fußraum (7) der Wanne
(1) wenigstens eine mit Abstand zum Fußteil (4) angeordnete Fußstütze (8) zugeordnet
ist, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Fußstütze (8) von einer die Wannengrundform (5) nach außen durchbrechende
Ausbauchung (9) in der Längsseitenwand gebildet ist.
2. Badewanne nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeder der beiden Längsseitenwände (2) wenigstens eine Fußstütze (8), vorzugsweise
mehrere Fußstützen (8), insbesondere vorzugsweise drei bis vier Fußstützen (8), zugeordnet
ist/sind.
3. Badewanne nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die den verschiedenen Längsseitenwänden (2) zugeordneten Fußstützen (8) zueinander
versetzt sind.
4. Badewanne nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die den verschiedenen Längsseitenwänden (2) zugeordneten Fußstützen (8) unterschiedliche
Abstände vom Fußteil aufweisen.
5. Badewanne nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die sich zum Wannenboden (6) hin verjüngende Wanne im Bereich des oberen Wannenrandes
die Wannengrundform (5) aufweist, wobei die Längsseitenwand (2) in Richtung Wannenboden
(6) verlaufend, die vorzugsweise stetig größer werdende Ausbauchung (9) ausbildet
und schließlich in den Wannenboden (6) übergeht.
6. Badewanne nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein Trennwand (10) vorgesehen ist, die in Fußstützen (8) gegenüberliegender Längsseitenwände
(2) einsetzbar ist.
7. Badewanne nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennwand (10) wenigstens im Kontaktbereich mit der Wanne (1) mit einer Dichtung
(13) ausgestattet ist.
8. Badewanne nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennwand (10) mit Aussteifungen (11) ausgestattet ist.
9. Badewanne nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennwand (10) unter Ausbildung eines Wellenbrechers (12) oberseitig in Richtung
des Badebereiches vorspringt.