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EP 2 962 944 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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30.11.2016 Patentblatt 2016/48 |
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Anmeldetag: 04.07.2014 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Verfahren zum Befüllen einer Blisterbahn mit Tabletten
Method for filling a blister web with tablets
Procédé de remplissage de comprimés dans une bande d'emballage transparent
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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06.01.2016 Patentblatt 2016/01 |
| (73) |
Patentinhaber: UHLMANN PAC-SYSTEME GmbH & Co. KG |
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88471 Laupheim (DE) |
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Erfinder: |
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- Mauz, Harald
89584 Ehingen (DE)
- Rodi, Wolfgang
88471 Baustetten (DE)
- Kostyrko, Dmytro
88471 Laupheim (DE)
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Vertreter: Wächter, Jochen et al |
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Kroher-Strobel
Rechts- und Patentanwälte PartmbB
Bavariaring 20 80336 München 80336 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 224 017 EP-A1- 2 181 927 WO-A1-2014/013310 DE-A1-102010 028 568
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EP-A1- 1 647 487 WO-A1-2009/115445 DE-A1- 2 262 951 DE-U1-202005 008 656
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Befüllen einer Blisterbahn mit
Tabletten.
[0002] Für die Verpackung von medizinischen oder pharmazeutischen Produkten werden häufig
Blisterverpackungen verwendet, die in Faltschachteln aufbewahrt werden. Bei der Herstellung
der Blisterverpackungen in einer Blistermaschine werden zunächst Näpfe zur Aufnahme
der medizinischen oder pharmazeutischen Produkte in eine Formfolienbahn geformt, um
so eine Blisterbahn zu erzeugen. Die Produkte werden in diese Näpfe gefüllt, bevor
die die Näpfe aufweisende Blisterbahn mit einer Deckfolie versiegelt wird und die
einzelnen Blisterverpackungen aus der Blisterbahn ausgestanzt werden. Mit einem Übergabesystem
werden die ausgestanzten Blisterverpackungen von der Blistermaschine an eine nachgeschaltete
Kartoniermaschine übergeben. In dieser werden Stapel von Blisterverpackungen gebildet
und in Faltschachteln, oft gemeinsam mit einem Beipackzettel, eingeschoben.
[0003] Eine entsprechende Vorrichtung zur Zuführung und Übergabe von Tabletten in eine Blisterbahn
ist beispielsweise aus
WO 2014/013310 A1 bekannt. Diese umfasst ein endlos umlaufendes Füllband mit Durchgangsöffnungen zur
Aufnahme der Tabletten und eine unbewegte Abstützplatte, auf der die in den Durchgangsöffnungen
befindlichen Tabletten aufliegen und vom Füllband entlang gezogen werden. Das Füllband
und die Blisterbahn bewegen sich in einem Übergabebereich parallel zueinander in eine
gleiche Förderrichtung. An einem Ende der Abstützplatte weist diese eine Abwurfkante
auf, über die die Tabletten vom Füllband geschoben werden und dadurch in die Näpfe
der Blisterbahn fallen.
[0004] Das Zuführen und Schieben der Tabletten über eine ortsfeste Abwurfkante in die Näpfe
der Blisterbahn kann allerdings zu verschiedenen Problemen führen. Insbesondere ist
man an der fest definierten Übergabestelle darauf angewiesen, dass genau dort die
Durchgangsöffnungen mit den Näpfen der Blisterbahn fluchten. Schon bei kleinen Abweichungen
aufgrund von produktionsspezifischen Besonderheiten kann es notwendig sein, die gesamte
Vorrichtung neu zu justieren.
[0005] Ein weiteres Problem ergibt sich durch das Schieben der Tabletten über die Abwurfkante.
Dabei kippen insbesondere manche längliche Formen von Tabletten mit einem in Förder-10348
P 1231 EP richtung vorderen Ende zuerst in den Napf der Blisterbahn, während der hintere
Teil der Tablette erst kurze Zeit später nachrutscht. Dadurch kommen manche Tabletten
nicht sauber in den Näpfen zu liegen, was zu Siegelfehlern und schließlich zu fehlerhaften
Blisterverpackungen und zum Maschinenstopp führen kann.
[0006] EP 0 224 017 A1 und
EP 1 647 487 A1 offenbaren jeweils ein Verfahren zur Befüllung einer Blisterbahn mit Tabletten. Die
hierzu verwendeten Zuführvorrichtungen umfassen Lochplatten mit mehreren darin ausgebildeten
Durchgangsöffnungen zur Aufnahme von Tabletten. Die Lochplatten werden mit Tabletten
befüllt und senkrecht zur Förderrichtung der Blisterbahn über flache Abstützelemente
mit darin ausgebildeten Durchgangsöffnungen bewegt. Die Abstützelemente sind über
der jeweiligen Blisterbahn angeordnet. Die Lochplatten und die Abstützelemente werden
anschließend derart relativ zueinander bewegt, dass die Durchgangsöffnungen in den
Lochplatten und in den Abstützelementen fluchten, so dass die Tabletten in die darunter
befindlichen Näpfe der Blisterbahn fallen. Die Abstützelemente werden dabei in Förderrichtung
der Blisterbahn bewegt.
[0007] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Befüllen
einer Blisterbahn mit Tabletten anzugeben, mit dem eine Anpassung der Übergabestelle
an produktionsbedingte Einflüsse möglich ist.
[0008] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0009] Gemäß der Erfindung umfasst das Verfahren zum Befüllen einer Blisterbahn mit Tabletten
folgende Schritte:
- Befüllen einer Zuführvorrichtung mit Tabletten, wobei die Tabletten einzeln in Ausnehmungen
der Zuführvorrichtung aufgenommen werden;
- Fördern der Tabletten in der Zuführvorrichtung entlang einer ersten Förderrichtung
mit einer ersten Geschwindigkeit, wobei die Tabletten zumindest teilweise durch ein
Abstützelement abgestützt werden;
- Fördern einer Blisterbahn entlang einer zweiten Förderrichtung mit einer zweiten Geschwindigkeit;
und
- Übergeben der Tabletten aus der Zuführvorrichtung in Näpfe der Blisterbahn an einer
Übergabestelle, an der Ausnehmungen der Zuführvorrichtung mit Näpfen der Blisterbahn
fluchten und die Tabletten über eine Abwurfkante des Abstützelements geschoben sind.
[0010] Dabei wird vor dem Übergeben der Tabletten aus der Zuführvorrichtung in die Näpfe
der Blisterbahn die Abwurfkante des Abstützelements zur Verschiebung der Übergabestelle
in oder entgegen der ersten Förderrichtung bewegt, wobei die Bewegung der Abwurfkante
in Abhängigkeit von mindestens einem Produktionsparameter erfolgt. Der mindestens
eine Produktionsparameter umfasst eine Schrumpfung der Blisterbahn in der zweiten
Förderrichtung.
[0011] Auf diese Weise ist es möglich, die Übergabestelle und somit den Übergabezeitpunkt
derart anzupassen, dass auch bei geänderten Rahmenbedingungen eine korrekte Übergabe
erfolgen kann, ohne beispielsweise die Geschwindigkeit der Zuführvorrichtung verändern
zu müssen.
[0012] Der mindestens eine Produktionsparameter umfasst dabei vorzugsweise noch mindestens
einen Parameter aus folgender Auswahl: einen Abstand zwischen einzelnen Reihen von
Ausnehmungen der Zuführvorrichtung in der ersten Förderrichtung, die erste Geschwindigkeit
der Zuführvorrichtung, einen Abstand zwischen einzelnen Reihen von Näpfen in der Blisterbahn
in der zweiten Förderrichtung, die zweite Geschwindigkeit der Blisterbahn, eine Abmessung
der Tabletten in der ersten Förderrichtung, eine Abmessung der Ausnehmungen der Zuführvorrichtung
in der ersten Förderrichtung, eine Abmessung der Näpfe der Blisterbahn in der zweiten
Förderrichtung. Kombinationen von mehreren dieser Parameter können ebenfalls als Basis
für die Bewegung der Abwurfkante verwendet werden. Dabei können voreingestellte, unveränderte
Parameter ebenso als Ausgangspunkt dienen wie sich während des Prozesses ändernde
Parameter.
[0013] Ein besonderer Fall eines sich ändernden Parameters ist jedoch die Schrumpfung der
Blisterbahn in der zweiten Förderrichtung. Durch das Warmumformen der Formfolienbahn
zu einer Blisterbahn weist die Blisterbahn nach der Formstation eine erhöhte Temperatur
auf. Im weiteren Verlauf der Produktionslinie kühlt die Blisterbahn aus, wodurch sie
schrumpft. Im Bereich der Abwurfkante, an der die Tabletten von der Zuführvorrichtung
an die Blisterbahn übergeben werden, ist es aber notwendig, dass die Ausnehmungen
der Zuführvorrichtung mit den Näpfen der Blisterbahn fluchten, um eine fehler- und
störungsfreie Übergabe zu gewährleisten. Durch den Schrumpf verschiebt sich die Position
der Näpfe der Blisterbahn jedoch in Richtung eines Fixpunktes, z.B. einer nachgeordneten
Siegelvorrichtung, wodurch die Ausnehmungen des Förderbandes und die Näpfe der Blisterbahn
unter Umständen nicht mehr synchron sind und ein Versatz entsteht. Beim Schieben der
Tabletten über die Abwurfkante durch die Zuführvorrichtung kann es deshalb dazu kommen,
dass die Tabletten nicht richtig in den Näpfen der Blisterbahn zu liegen kommen und
im Folgenden beispielsweise zwischen der Blisterbahn und der Zuführvorrichtung oder
zwischen der Blisterbahn und einer Siegelfolie eingeklemmt werden. Dies führt im weiteren
Füllprozess beispielsweise zu Folienriss, beschädigten Tabletten oder einem geringen
Folienfüllgrad. Dieser schrumpfungsbedingte Versatz lässt sich durch eine Verschiebung
der Übergabestelle ausgleichen, gegebenenfalls kombiniert mit anderen Maßnahmen wie
einer Änderung der ersten Geschwindigkeit der Zuführvorrichtung.
[0014] Dieses Phänomen der Schrumpfung tritt im laufenden Betrieb auf, erst Recht aber bei
einem zwischenzeitlichen Maschinenstillstand. Dann kühlt die Blisterbahn im Bereich
zwischen der Formstation und den nachgeordneten Stationen stärker ab als im regulären
Förderbetrieb. Dies hat eine größere Schrumpfung der Blisterbahn in diesem Bereich
zur Folge. Beim Wiederanfahren der Produktion ist deshalb die Verschiebung der Übergabestelle
ebenfalls relevant.
[0015] Vorzugsweise wird die Bewegung der Abwurfkante über einen Regelkreis geregelt. Dadurch
wird die exakte und ausreichend schnelle Anpassung der Bewegung der Abwurfkante an
sich ändernde Produktionsparameter ermöglicht.
[0016] In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst die Bewegung der Abwurfkante folgende
Schritte:
- Ermitteln eines Durchlaufzeitpunkts von Näpfen der Blisterbahn an einem der Übergabestelle
vorgelagerten, vorbestimmten Ort mit einem Sensor;
- Berechnen einer Abweichung der Position, an der die Näpfe der Blisterbahn mit zugehörigen
Ausnehmungen der Zuführvorrichtung fluchten, von der bisherigen Position der Übergabestelle
auf Basis zumindest des ermittelten Durchlaufzeitpunkts und der zweiten Geschwindigkeit;
und
- Bewegen der Abwurfkante in eine geänderte Position gemäß der berechneten Abweichung.
[0017] Dadurch ist eine besonders genaue und zuverlässige Anpassung der Übergabestelle an
veränderte Produktionsparameter möglich, insbesondere beim oben erwähnten Vorgang
der Schrumpfung der Blisterbahn.
[0018] In bevorzugten Ausführungsformen ist die bewegte Zuführvorrichtung als Füllband,
Füllwalze, Lochplatte oder Lochscheibe ausgebildet. Diese eignen sich in besonderem
Maße zur Zuführung und zum Transport der Tabletten zur Abwurfkante.
[0019] In einer weiteren Ausführungsform ist die erste Geschwindigkeit der Zuführvorrichtung
gleich der zweiten Geschwindigkeit der Blisterbahn. In diesem Fall ist es möglich,
dass die Ausnehmungen der Zuführvorrichtung dieselbe Teilung aufweisen wie die Näpfe
der Blisterbahn.
[0020] Vorzugsweise ist die erste Geschwindigkeit der Zuführvorrichtung verschieden von
der zweiten Geschwindigkeit der Blisterbahn, mehr bevorzugt langsamer als die zweite
Geschwindigkeit der Blisterbahn. Dadurch wird das Befüllen der Zuführvorrichtung mit
Tabletten vereinfacht und ist aufgrund der geringeren Geschwindigkeit der Zuführvorrichtung
weniger fehleranfällig.
[0021] In einer bevorzugten Ausführungsform wird das Abstützelement zur Bewegung der Abwurfkante
motorisch angetrieben. Dadurch ist diese besonders gut geeignet für eine schnelle
und genau geregelte Bewegung.
[0022] Vorzugsweise wird die Abwurfkante linear bewegt. In diesem Fall kann das Abstützelement
als Schieberplatte ausgebildet sein.
[0023] Alternativ kann die Abwurfkante rotativ bewegt werden. Dadurch ist die Anpassung
des Abstützelements an eine rotativ bewegte Zuführvorrichtung, z.B. eine Füllwalze
möglich.
[0024] Besonders bevorzugt ist es, wenn zumindest im Bereich der Übergabestelle die erste
Förderrichtung der Zuführvorrichtung parallel zur zweiten Förderrichtung der Blisterbahn
ist. Auf diese Weise ist eine einfache und zuverlässige Übergabe mit geringer Fehleranfälligkeit
möglich.
[0025] Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen.
- Fig. 1
- zeigt die Übergabe der Tabletten aus der Zuführvorrichtung in die Näpfe der Blisterbahn
an der Übergabestelle im regulären Betrieb (oben) und bei Verschiebung der Abwurfkante
(unten) in einer schematischen Schnittansicht;
- Fig. 2
- zeigt die Zuführvorrichtung in Form einer Füllwalze, das Abstützelement und die Blisterbahn
in einer schematischen Perspektivansicht; und
- Fig. 3
- zeigt einen vergrößerten Ausschnitt des Übergabebereichs der Füllwalze nach Fig. 2
in einer schematischen Schnittansicht.
[0026] Fig. 1 zeigt die Zuführung von Tabletten 2 in einer Zuführvorrichtung 10 und die
Übergabe der Tabletten 2 in die Näpfe 4 der Blisterbahn 1. Die Zuführvorrichtung 10
ist in dieser Ausführungsform als Füllband oder Lochplatte mit Ausnehmungen 12 zur
einzelnen Aufnahme der Tabletten 2 ausgebildet. Es sind dem Fachmann allerdings auch
weitere geeignete Zuführvorrichtungen 10 bekannt, wie z.B. Füllwalzen oder drehbare
Lochscheiben, die die Tabletten 2 jeweils in entsprechenden Ausnehmungen 12 aufnehmen.
[0027] Als Stichmaß wird im Folgenden der Abstand der Mittellinien zweier benachbarter Näpfe
4 bzw. Ausnehmungen 12 bezeichnet.
[0028] Die Näpfe 4 der Blisterbahn 1 weisen ein Stichmaß S1 auf, das ungleich dem Stichmaß
S2 der Ausnehmungen 12 der Zuführvorrichtung 10 sein kann. Vorzugsweise ist das Stichmaß
S2 kleiner als das Stichmaß S1, in einer alternativen Ausführungsform kann das Stichmaß
S1 aber auch gleich dem Stichmaß S2 sein. Ist das Stichmaß S1 der Blisterbahn 1 größer
als das Stichmaß S2 der Zuführvorrichtung 10, kann die Geschwindigkeit V1 der Zuführvorrichtung
10 geringer gewählt werden als die Geschwindigkeit V2 der Blisterbahn 1, wodurch der
Einfüllvorgang der Tabletten 2 in die Zuführvorrichtung 10 vereinfacht wird bzw. stabiler
und mit weniger Störungen abläuft, da mehr Zeit zur Befüllung der Zuführvorrichtung
10 mit Tabletten 2 zur Verfügung steht.
[0029] In der Zuführvorrichtung 10 werden die Tabletten 2 in den Ausnehmungen 12 zumindest
im Bereich vor der Übergabestelle 30 durch ein Abstützelement 20 abgestützt, bis sie
durch die Zuführvorrichtung 10 über die Abwurfkante 22 des Abstützelements 20 geschoben
werden. Das Abstützelement 20 ist in diesem Fall als Schieberplatte ausgebildet. Alternative
Abstützelemente 20 sind denkbar, deren Geometrie beispielsweise kurvenförmig an die
Kontur einer Füllwalze angepasst ist. In jedem Fall ist das Abstützelement 20 derart
zu gestalten, dass eine zuverlässige Abstützung der Tabletten 2 in der Zuführvorrichtung
10 gewährleistet ist.
[0030] An der Übergabestelle 30 fluchten die Ausnehmungen 12 der Zuführvorrichtung 10 mit
den Näpfen 4 der Blisterbahn 1 und die Tabletten 2 sind über die Abwurfkante 22 geschoben.
Zumindest im Bereich dieser Übergabestelle 30 sind die erste Förderrichtung F1 der
Zuführvorrichtung 10 und die zweite Förderrichtung F2 der Blisterbahn 1 parallel zueinander.
[0031] Wenn sich nun ein Produktionsparameter ändert, beispielsweise die Schrumpfung der
Blisterbahn 1, kann dies durch eine Verschiebung der Übergabestelle 30 ausgeglichen
werden. Im dargestellten Beispielsfall wurde die Blisterbahn 1 durch stärkere Schrumpfung
in Richtung eines Fixpunkts, z.B. der nachgeschalteten Siegelstation, nach rechts
gezogen, wodurch sich ein Versatz der Position der Näpfe 4 der Blisterbahn 1 zur Position
ergibt, die bei unveränderten Rahmenbedingungen vorliegen würde. Dieser schrumpfungsbedingte
Versatz ist in Fig. 1 durch den Abstand δ1 zwischen der Übergabestelle 30a im regulären
Betrieb (oben) und der Übergabestelle 30b bei geändertem Produktionsparameter (unten)
gekennzeichnet.
[0032] Um weiterhin ein fehlerfreies Ablegen der Tabletten 2 in die Näpfe 4 der Blisterbahn
1 zu gewährleisten, wird erfindungsgemäß der Ort und somit der Zeitpunkt des Ablegens
der Tabletten 2 verändert. Durch die Verschiebung des Abstützelements 20 und somit
der Abwurfkante 22 in Richtung des Versatzes δ1 wird die Übergabestelle 30 und somit
der Übergabezeitpunkt an den schrumpfungsbedingten Versatz δ1 der Näpfe 4 der Blisterbahn
1 angepasst, sodass die Tablette 2 dann abgelegt werden kann, wenn die Position der
Ausnehmungen 12 der Zuführvorrichtung 10 optimal zur Position der Näpfe 4 der Blisterbahn
1 ist. Vorzugsweise muss hierbei noch nicht einmal die Geschwindigkeit V1 der Zuführvorrichtung
10 geändert werden.
[0033] Die neue Übergabestelle 30 wird vorzugsweise folgendermaßen ermittelt: Regelmäßig
wird ein Durchlaufzeitpunkt jeder Querreihe von Näpfen 4 der Blisterbahn 1 an einem
der Übergabestelle 30 vorgelagerten, vorbestimmten Ort mit einem Sensor 40 (Fig. 2)
ermittelt und ein entsprechendes Signal an die Steuerung weitergegeben. Der Sensor
40 ist vorzugsweise als Lichtschranke ausgebildet. Anschließend wird die Abweichung
der Position, an der die Näpfe 4 der Blisterbahn 1 mit zugehörigen Ausnehmungen 12
der Zuführvorrichtung 10 fluchten, von der bisherigen Position der Übergabestelle
30 auf Basis zumindest des ermittelten Durchlaufzeitpunkts und der zweiten Geschwindigkeit
V2 berechnet. Nun muss die Abwurfkante 22 nur noch in die geänderte Position gemäß
der berechneten Abweichung gebracht werden.
[0034] Die Schrumpfung kann im Laufe der Befüllung auch wieder auf ein Normalmaß zurückgehen,
sodass die Übergabestelle 30 wieder zurück wandert. Grundsätzlich sind Verschiebungen
der Übergabestelle in beide Richtungen möglich. Ausgangspunkt für die Verschiebung
der Übergabestelle 30 können auch andere Produktionsparameter sein. Als relevante
Produktionsparameter kommen beispielsweise in Frage der Abstand zwischen einzelnen
Reihen von Ausnehmungen 12 der Zuführvorrichtung 10 in der ersten Förderrichtung F1,
die erste Geschwindigkeit V1 der Zuführvorrichtung 10, ein Abstand zwischen einzelnen
Reihen von Näpfen 4 in der Blisterbahn 1 in der zweiten Förderrichtung F2, die zweite
Geschwindigkeit V2 der Blisterbahn 1, eine Abmessung der Tabletten 2 in der ersten
Förderrichtung F1, eine Abmessung der Ausnehmungen 12 der Zuführvorrichtung 10 in
der ersten Förderrichtung F1, eine Abmessung der Näpfe 4 der Blisterbahn 1 in der
zweiten Förderrichtung F2. Kombinationen von mehreren dieser Parameter können ebenfalls
als Basis für die Bewegung der Abwurfkante 22 verwendet werden. Dabei können voreingestellte,
unveränderte Parameter ebenso als Ausgangspunkt dienen wie sich während des Prozesses
ändernde Parameter.
[0035] Fig. 2 zeigt eine für das erfindungsgemäße Verfahren geeignete Vorrichtung, in der
die Zuführvorrichtung 10 als Füllwalze ausgebildet ist und das Abstützelement 20 mit
der Abwurfkante 22 entsprechend an den Umfang der Füllwalze angepasst ist. Die Zuführvorrichtung
10 (Füllwalze) wird in diesem Fall in einem oberen Bereich befüllt, wobei die Tabletten
2 bei der Bewegung entlang der Förderrichtung F1 in der Füllwalze durch das Abstützelement
20 unterstützt werden.
[0036] Eine detaillierte, schematische Schnittansicht des Übergabebereichs der Ausführungsform
nach Fig. 2 ist in Fig. 3 dargestellt. Die Tablette 2 befindet sich dabei noch in
der Ausnehmung 12 der Zuführvorrichtung 10. Das Stichmaß der Ausnehmungen 12 in der
Zuführvorrichtung 10 ist vorzugsweise kleiner als das Stichmaß der Näpfe 4 in der
Blisterbahn 1. Bedingt durch die Schwerkraft wird die Tablette 2 auf dem Abstützelement
20 abgestützt und von der Ausnehmung 12 der Zuführvorrichtung 10 auf diesem weitergeschoben.
Am Ende des Abstützelements 20 wird die Tablette 2 über die Abwurfkante 22 in den
Napf 4 der Blisterbahn 1 geschoben. Durch ein Verschieben der Abwurfkante 22 wird
der Abwurfzeitpunkt bei konstanten Geschwindigkeiten V1 und V2 der Zuführvorrichtung
10 und der Blisterbahn 1 verändert, um z.B. einen schrumpfbedingten Versatz auszugleichen.
[0037] Grundsätzlich kann die Abwurfkante 22 linear oder rotativ verschoben werden. Die
Geschwindigkeiten V1 und V2 der Zuführvorrichtung 10 der Blisterbahn 1 können gleich
oder verschieden voneinander sein.
[0038] Die bewegliche Abwurfkante 22 wird in den verschiedenen Ausführungsformen motorisch
angetrieben, wobei ihre Position vorzugsweise über einen Regelkreis geregelt wird.
Die Steuerung der Position der Abwurfkante 22 kann mechanisch oder elektronisch erfolgen.
1. Verfahren zum Befüllen einer Blisterbahn (1) mit Tabletten (2), mit folgenden Schritten:
- Befüllen einer Zuführvorrichtung (10) mit Tabletten (2), wobei die Tabletten (2)
einzeln in Ausnehmungen (12) der Zuführvorrichtung (10) aufgenommen werden,
- Fördern der Tabletten (2) in der Zuführvorrichtung (10) entlang einer ersten Förderrichtung
(F1) mit einer ersten Geschwindigkeit (V1), wobei die Tabletten (2) zumindest teilweise
durch ein Abstützelement (20) abgestützt werden,
- Fördern einer Blisterbahn (1) entlang einer zweiten Förderrichtung (F2) mit einer
zweiten Geschwindigkeit (V2), und
- Übergeben der Tabletten (2) aus der Zuführvorrichtung (10) in Näpfe (4) der Blisterbahn
(1) an einer Übergabestelle (30), an der Ausnehmungen (12) der Zuführvorrichtung (10)
mit Näpfen (4) der Blisterbahn (1) fluchten und die Tabletten (2) über eine Abwurfkante
(22) des Abstützelements (20) geschoben sind,
wobei zur Verschiebung der Übergabestelle (30) die Abwurfkante (22) des Abstützelements
(22) in oder entgegen der ersten Förderrichtung (F1) bewegt wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
vordem Übergeben der Tabletten (2) aus der Zuführvorrichtung (10) in die Näpfe (4)
der Blisterbahn (1) die Abwurfkante (22) des Abstützelements (20) zur Verschiebung
der Übergabestelle (30) in Abhängigkeit von mindestens einem Produktionsparameter
bewegt wird, und
der mindestens eine Produktionsparameter eine Schrumpfung der Blisterbahn (1) in der
zweiten Förderrichtung (F2) umfasst.
2. Verfahren zum Befüllen einer Blisterbahn (1) mit Tabletten (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Produktionsparameter mindestens einen Parameter aus folgender
Auswahl umfasst: einen Abstand zwischen einzelnen Reihen von Ausnehmungen (12) der
Zuführvorrichtung (10) in der ersten Förderrichtung (F1), die erste Geschwindigkeit
(V1) der Zuführvorrichtung (10), einen Abstand zwischen einzelnen Reihen von Näpfen
(4) in der Blisterbahn (1) in der zweiten Förderrichtung (F2), die zweite Geschwindigkeit
(V2) der Blisterbahn (1), eine Abmessung der Tabletten (2) in der ersten Förderrichtung
(F1), eine Abmessung der Ausnehmungen (12) der Zuführvorrichtung (10) in der ersten
Förderrichtung (F1), eine Abmessung der Näpfe (4) der Blisterbahn (1) in der zweiten
Förderrichtung (F2).
3. Verfahren zum Befüllen einer Blisterbahn (1) mit Tabletten (2) nach einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung der Abwurfkante (22) über einen Regelkreis geregelt wird.
4. Verfahren zum Befüllen einer Blisterbahn (1) mit Tabletten (2) nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die geregelte Bewegung der Abwurfkante (22) folgende Schritte umfasst:
- Ermitteln eines Durchlaufzeitpunkts von Näpfen (4) der Blisterbahn (1) an einem
der Übergabestelle (30) vorgelagerten, vorbestimmten Ort mit einem Sensor (40);
- Berechnen einer Abweichung der Position, an der die Näpfe (4) der Blisterbahn (1)
mit zugehörigen Ausnehmungen (12) der Zuführvorrichtung (10) fluchten, von der bisherigen
Position der Übergabestelle (30) auf Basis mindestens des ermittelten Durchlaufzeitpunkts
und der zweiten Geschwindigkeit (V2); und
- Bewegen der Abwurfkante (22) in eine geänderte Position gemäß der berechneten Abweichung.
5. Verfahren zum Befüllen einer Blisterbahn (1) mit Tabletten (2) nach einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführvorrichtung (10) als Füllband, Füllwalze, Lochplatte oder Lochscheibe ausgebildet
ist.
6. Verfahren zum Befüllen einer Blisterbahn (1) mit Tabletten (2) nach einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Abstützelement (20) als Schieberplatte ausgebildet ist.
7. Verfahren zum Befüllen einer Blisterbahn (1) mit Tabletten (2) nach einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Geschwindigkeit (V1) der Zuführvorrichtung (10) gleich der zweiten Geschwindigkeit
(V2) der Blisterbahn (1) ist.
8. Verfahren zum Befüllen einer Blisterbahn (1) mit Tabletten (2) nach einem der Ansprüche
1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Geschwindigkeit (V1) der Zuführvorrichtung (10) verschieden von der zweiten
Geschwindigkeit (V2) der Blisterbahn (1) ist, bevorzugt langsamer als die zweite Geschwindigkeit
(V2) der Blisterbahn (1) ist.
9. Verfahren zum Befüllen einer Blisterbahn (1) mit Tabletten (2) nach einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Abstützelement (20) zur Bewegung der Abwurfkante (22) motorisch angetrieben ist.
10. Verfahren zum Befüllen einer Blisterbahn (1) mit Tabletten (2) nach einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abwurfkante (22) linear bewegt wird.
11. Verfahren zum Befüllen einer Blisterbahn (1) mit Tabletten (2) nach einem der Ansprüche
1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Abwurfkante (22) rotativ bewegt wird.
12. Verfahren zum Befüllen einer Blisterbahn (1) mit Tabletten (2) nach einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest im Bereich der Übergabestelle (30) die erste Förderrichtung (F1) der Zuführvorrichtung
(10) parallel zur zweiten Förderrichtung (F2) der Blisterbahn (1) ist.
1. Method for filling a blister web (1) with tablets (2), with the following steps:
- filling a supply device (10) with tablets (2) wherein the tablets (2) are received
individually in recesses (12) of the supply device (10);
- conveying the tablets (2) in the supply device (10) along a first conveying direction
(F1) at a first speed (V1), wherein the tablets (2) are supported at least in part
by a supporting element (20);
- conveying a blister web (1) along a second conveying direction (F2) at a second
speed (V2), and
- transferring the tablets (2) from the supply device (10) into cups (4) of the blister
web (1) at a transfer point (30) at which the recesses (12) of the supply device (10)
align with the cups (4) of the blister web (1) and the tablets (2) are pushed over
a discharge edge (22) of the supporting element (20),
wherein in order to displace the transfer point (30) the discharge edge (22) of the
supporting element (20) is moved in or against the first conveying direction (F1),
characterised in that prior to transferring the tablets (2) from the supply device (10) into the cups (4)
of the blister web (1) the discharge edge (22) of the supporting element (20) is moved
for displacing the transfer point (30) in dependence on at least one production parameter,
and
the at least one production parameter comprises a contraction of the blister web (1)
in the second conveying direction (F2).
2. Method for filling a blister web (1) with tablets (2) according to claim 1, characterised in that the at least one production parameter comprises at least one parameter from the following
selection: a distance between individual rows of recesses (12) of the supply device
(10) in the first conveying direction (F1), the first speed (V1) of the supply device
(10), a distance between individual rows of cups (4) in the blister web (1) in the
second conveying device (F2), the second speed (V2) of the blister web (1), a dimension
of the tablets (2) in the first conveying direction (F1), a dimension of the recesses
(12) of the supply device (10) in the first conveying direction (F1, a dimension of
the cups (4) of the blister web (1) in the second conveying direction (F2).
3. Method for filling a blister web (1) with tablets (2) according to one of the preceding
claims, characterised in that the movement of the discharge edge (22) is regulated via a control circuit.
4. Method for filing a blister web (1) with tablets (2) according to claim 3,
characterised in that the regulated movement of the discharge edge (22) comprises the following steps:
- determining a run-through time of the cups (4) of the blister web (1) at a predetermined
spot in front of the transfer point (30) by a sensor (40);
- calculating a deviation of the position, at which the cups (4) of the blister web
(1) align with the associated recesses (12) of the supply device, from the previous
position of the transfer point (30) on the basis of at least the determined run-through
time and the second speed (V2); and
- moving the discharge edge (22) into a modified position according to the calculated
deviation.
5. Method for filling a blister web (1) with tablets (2) according to one of the preceding
claims, characterised in that the supply device (10) is designed as a filling belt, filling roller, perforated
plate or perforated disc.
6. Method for filling a blister web (1) with tablets (2) according to one of the preceding
claims, characterised in that the supporting element (20) is designed as a sliding plate.
7. Method for filling a blister web (1) with tablets (2) according to one of the preceding
claims characterised in that the first speed (V1) of the supply device (10) is equal to the second speed (V2)
of the blister web (1).
8. Method for filling a blister web (1) with tablets (2) according to one of the claims
1 to 6 characterised in that the first speed (V1) of the supply device (10) is different from the second speed
(V2) of the blister web (1), preferably is slower than the second speed (V2) of the
blister web (1).
9. Method for filling a blister web (1) with tablets (2) according to one of the preceding
claims characterised in that the supporting element (20) is driven by a motor for moving the discharge edge (22).
10. Method for filling a blister web (1) with tablets (2) according to one of the preceding
claims, characterised in that the discharge edge (22) is moved linearly.
11. Method for filling a blister web (1) with tablets (2) according to one of claims 1
to 9 characterised in that the discharge edge (22) is moved rotationally.
12. Method for filling a blister web (1) with tablets (2) according to one of the preceding
claims characterised in that at least in the region of the transfer point (30) the first conveying direction (F1)
of the supply device (10) is parallel to the second conveying direction (F2) of the
blister web (1).
1. Procédé servant à remplir une bande blister (1) avec des comprimés (2), comprenant
les étapes suivantes :
- le remplissage d'un dispositif d'amenée (10) avec des comprimés (2), dans lequel
les comprimés (2) sont logés individuellement dans des évidements (12) du dispositif
d'amenée (10),
- le transport des comprimés (2) dans le dispositif d'amenée (10) le long d'une première
direction de transport (F1) à une première vitesse (V1), dans lequel les comprimés
(2) sont soutenus au moins en partie par un élément de soutien (20),
- le transport d'une bande blister (1) le long d'une deuxième direction de transport
(F2) à une deuxième vitesse (V2), et
- le transfert des comprimés (2) depuis le dispositif d'amenée (10) dans des cavités
(4) de la bande blister (1) à un poste de transfert (30), au niveau duquel des évidements
(12) du dispositif d'amenée (10) sont alignés avec des cavités (4) de la bande blister
(1) et les comprimés (2) sont glissés par l'intermédiaire d'un bord déverseur (22)
de l'élément de soutien (20),
dans lequel le bord déverseur (22) de l'élément de soutien (20) est déplacé dans la
première direction de transport (F1) ou dans le sens inverse afin de déplacer par
coulissement le poste de transfert (30),
caractérisé en ce
qu'avant le transfert des comprimés (2) depuis le dispositif d'amenée (10) dans les cavités
(4) de la bande blister (1), le bord déverseur (22) de l'élément de soutien (20) est
déplacé afin de déplacer par coulissement le poste de transfert (30) en fonction d'au
moins un paramètre de production, et
que l'au moins un paramètre de production comprend un rétrécissement de la bande blister
(1) dans la deuxième direction de transport (F2).
2. Procédé servant à remplir une bande blister (1) avec des comprimés (2) selon la revendication
1, caractérisé en ce que l'au moins un paramètre de production comprend au moins un paramètre issu de la sélection
qui suit : une distance entre diverses rangées d'évidement (12) du dispositif d'amenée
(10) dans la première direction de transport (F1), la première vitesse (V1) du dispositif
d'amenée (10), une distance entre diverses rangées de cavités (4) dans la bande blister
(1) dans la deuxième direction de transport (F2), la deuxième vitesse (V2) de la bande
blister (1), une dimension des comprimés (2) dans la première direction de transport
(F1), une dimension des évidements (12) du dispositif d'amenée (10) dans la première
direction de transport (F1), une dimension des cavités (4) de la bande blister (1)
dans la deuxième direction de transport (F2).
3. Procédé servant à remplir une bande blister (1) avec des comprimés (2) selon l'une
quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le déplacement du bord déverseur (22) est réglé par l'intermédiaire d'un circuit
de réglage.
4. Procédé servant à remplir une bande blister (1) avec des comprimés (2) selon la revendication
3,
caractérisé en ce que le déplacement réglé du bord déverseur (22) comprend les étapes suivantes :
- la détermination à l'aide d'un capteur (40) d'un moment de passage des cavités (4)
de la bande blister (1) au niveau d'un emplacement prédéfini installé en amont du
poste de transfert (30) ;
- le calcul d'une divergence de la position, au niveau de laquelle les cavités (4)
de la bande blister (1) sont alignées avec des évidements (12) associés du dispositif
d'amenée (10), par rapport à la position adoptée jusqu'à présent du poste de transfert
(30) sur la base au moins du moment de passage déterminé et de la deuxième vitesse
(V2) ; et
- le déplacement du bord déverseur (22) dans une position modifiée selon la divergence
calculée.
5. Procédé servant à remplir une bande blister (1) avec des comprimés (2) selon l'une
quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif d'amenée (10) est réalisé sous la forme d'une bande de remplissage,
d'un cylindre de remplissage, d'une plaque perforée ou d'un disque perforé.
6. Procédé servant à remplir une bande blister (1) avec des comprimés (2) selon l'une
quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément de soutien (20) est réalisé sous la forme d'une plaque coulissante.
7. Procédé servant à remplir une bande blister (1) avec des comprimés (2) selon l'une
quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la première vitesse (V1) du dispositif d'amenée (10) est identique à la deuxième
vitesse (V2) de la bande blister (1).
8. Procédé servant à remplir une bande blister (1) avec des comprimés (2) selon l'une
quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la première vitesse (V1) du dispositif d'amenée (10) est différente de la deuxième
vitesse (V2) de la bande blister (1), de préférence est plus lente que la deuxième
vitesse (V2) de la bande blister (1).
9. Procédé servant à remplir une bande blister (1) avec des comprimés (2) selon l'une
quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément de soutien (20) est entraîné par un moteur afin de déplacer le bord déverseur
(22).
10. Procédé servant à remplir une bande blister (1) avec des comprimés (2) selon l'une
quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le bord déverseur (22) est déplacé de manière linéaire.
11. Procédé servant à remplir une bande blister (1) avec des comprimés (2) selon l'une
quelconque des revendications précédentes 1 à 9, caractérisé en ce que le bord déverseur (22) est déplacé par rotation.
12. Procédé servant à remplir une bande blister (1) avec des comprimés (2) selon l'une
quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins dans la zone du poste de transfert (30), la première direction de transport
(F1) du dispositif d'amenée (10) est parallèle à la deuxième direction de transport
(F2) de la bande blister (1).
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