[0001] Die Erfindung betrifft eine als Startvorrichtung von Hängegleitern, Gleitschirmen
oder ähnlichen antriebslosen Luftsportgeräten ausgeführte Schleppwinde mit zumindest
einer durch einen elektrischen Antrieb antreibbaren Seiltrommel und mit einer Steuerungseinrichtung
zur Erfassung der Zugkraft eines Schleppseiles mittels eines Sensors. Weiterhin betrifft
die Erfindung ein Verfahren zum Betrieb einer solchen Schleppwinde.
[0002] Bei einem Windenstart wird ein Hängegleiter, beispielsweise ein Drachen oder ein
Gleitschirm, durch Aufwickeln des Schleppseiles auf eine optimale Höhe und Geschwindigkeit
gezogen, um nach Lösen der Seilzugverbindung zwischen dem Luftsportgerät und dem Schleppseil
einen Weiterflug zu ermöglichen. Auf diese Weise ist auch ein Flugbetrieb im Flachland
möglich.
[0003] Die Schleppwinde ist üblicherweise mobil, indem sie auf einem Fahrzeug oder Anhänger
montiert ist. Beim Start wickelt die motorgetriebene Seiltrommel der Schleppwinde
das zuvor ausgelegte Schleppseil auf. Zur Erhöhung der Effizienz von Pilotenstarts
sind oftmals mehrere Seiltrommeln derselben Schleppwinde auf einem Fahrzeug bzw. Anhänger
nebeneinander angeordnet.
[0004] Eine gattungsgemäße transportable Schleppwinde für den Windenstart von Luftsportgeräten,
insbesondere von Segelflugzeugen, ist beispielsweise Gegenstand der
DE 10 2006 033 859 A1. Dabei ist der elektrische Antrieb unmittelbar an der Drehachse der Seiltrommel angeordnet.
Dadurch soll auf eine komplexe Antriebsmechanik verzichtet werden. Die Drehzahl oder
das Drehmoment des elektrischen Antriebes ist vorzugsweise regelbar. Weiterhin weist
die Steuerungseinrichtung der Schleppwinde Mittel zur Regelung der Zugkraft der Schleppwinde
auf.
[0005] Demgegenüber wird in der Praxis üblicherweise eine beispielsweise aus der
DE 82 33 987 U1 bekannte Schleppwinde eingesetzt, die eine von einem Verbrennungsmotor angetriebene
Seiltrommel und eine Steuerungseinrichtung für die Seil-Zugkraft aufweist. Der Windenfahrer
steuert durch Gasspiel an der Drosselklappe des Verbrennungsmotors den Zug am Schleppseil
vom Start bis zum Ausklinken des Luftsportgerätes durch den Piloten in maximaler Höhe.
[0006] Zwischen dem Verbrennungsmotor, meist ein PKW-Viertaktmotor, und der Seiltrommel
ist üblicherweise ein automatisches Hydraulikgetriebe geschaltet, um eine stufenlose
ruckfreie und gleitende Zugkraftsteuerung zu realisieren. Auch das Automatikgetriebe
kann ein speziell für einen Windenstart angepasstes handelsübliches Getriebe sein.
Die Seiltrommeln sitzen beispielsweise auf umgebauten PKW- oder LKW-Hinterachsen.
Zur seitlichen und höhenmäßigen Führung des Schleppseiles sind Führungsrollen vorgesehen.
[0007] Die Steuerung der Zugkraft wird, wie bereits oben beschrieben, bei durch einen Verbrennungsmotor
angetriebenen Seiltrommeln vom Windenfahrer übernommen. Er muss die vorgegebene Schleppgeschwindigkeit,
die Steiggeschwindigkeit, den Seildurchhang, die momentane Fluglage, die Windgeschwindigkeit,
die Windrichtung, die Kommunikation mit dem Piloten, außerdem plötzliche Böen, unverhoffte
Zugkraftspitzen und gefährliche Übersteuerungsmanöver seitens des Piloten beachten.
[0008] Solche Schleppwinden sind deshalb üblicherweise mit einer mechanischen Zugkraftbegrenzungseinrichtung
ausgestattet. Eine Seilkappeinrichtung sichert im Falle eines abnormen Flugmanövers
eine Trennung des Luftsportgerätes vom Seil.
[0009] Der
DE 20 2010 015 097 U1 liegt die Aufgabe zugrunde, eine kostengünstige und genaue Zugkraftanzeigevorrichtung
für mit einem Verbrennungsmotor angetriebene Schleppwinden zu entwickeln, die dem
Windenfahrer die gleichzeitige Beobachtung sowohl des Piloten als auch der Zugkraftanzeige
ermöglicht. Hierzu hat die Schleppwinde eine Zugkraftanzeige. Indem der Windenfahrer
die momentane Zugkraft am Schleppseil mit einem Blick auf einen Monitor erfassen kann,
ohne dabei den Piloten aus dem Blickfeld zu verlieren, kann er extrem schnell und
sicher auf notwendige Steuermanöver reagieren. Die Zugkraft kann mittels eines Dehnungsmessstreifens
erfasst werden, der zwischen einem Festanschlag der Schleppwinde und ihrer Zugkraftbegrenzereinrichtung
angeordnet ist. Gemäß einer Ausgestaltungsform sendet die Zugkraftmesseinrichtung
Messsignale an das Motormanagement zwecks dessen Regelung.
[0010] Ferner ist es aus der
DE 20 2011 107 711 U1 bekannt, das Schleppseil beim Start des Piloten mit einem Umlenkrollensystem um 180°
umzulenken, sodass dieser direkt in unmittelbarer Nähe und im Sichtfeld des Windenfahrers
neben der Winde starten kann. Das Umlenkrollensystem ist mit diversen vorgeschriebenen
Sicherheitssystemen ausgestattet.
[0011] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine wesentlich verbesserte Möglichkeit
für einen sicheren und komfortablen Schleppbetrieb zu schaffen.
[0012] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einer Vorrichtung und einem Verfahren gemäß
den Merkmalen der Ansprüche 1 und 16 gelöst. Die weitere Ausgestaltung der Erfindung
ist den Unteransprüchen zu entnehmen.
[0013] Erfindungsgemäß ist also eine Vorrichtung vorgesehen, bei der die Winde eine Seilführung
mit einer Umlenkrolle aufweist, durch die das Schleppseil geführt und umgelenkt wird,
wobei die Seilrolle an einem um einen Drehpunkt schwenkbeweglichen, als Hebelarm ausgeführten
Träger gehalten ist, der mit seinem freien Ende gegenüber einer stationären Stützfläche
anliegt, sodass der Sensor die Anlagekraft des Trägers gegenüber der Stützfläche erfasst,
wobei der Träger mittels eines Stellmittels der Seilführung mit einer einstellbaren
Kraft gegenüber der Stützfläche anlegbar oder vorspannbar ist. Hierdurch wird in überraschend
einfacher Weise eine zuverlässige Erfassung der Zugkraft des Schleppseiles ermöglicht,
bei der die Messung im stationären Betrieb der Seilführung, insbesondere also ohne
eine relative Verlagerung der Seilführung durchgeführt wird. Hierzu ist zwar der Träger
grundsätzlich um seinen Drehpunkt schwenkbeweglich, jedoch bildet die tatsächlich
im Betrieb auftretende Auslenkung des Hebelarmes eine zu vernachlässigende Größe.
Dadurch sind unerwünschte Rückwirkungen bei einer plötzlich auftretenden Änderung
der Seilzugkraft auf die Seillänge ausgeschlossen. Erfindungsgemäß ist hierzu der
Hebelarm mittels des Stellmittels derart gegen den Sensor vorgespannt, dass lediglich
Veränderungen in der Vorspannkraft aufgrund der Zugkraftbelastung des Schleppseiles
erfasst werden. Insbesondere kann also auch eine negative Vorspannung als Ausgangsgröße
eingestellt werden, sodass selbst hohe Krafteinwirkungen nicht zu einem Abheben des
Hebelarmes von der Stützfläche führen. Dabei bildet die Messung der aktuellen Zugkraft
am Schleppseil insbesondere in Verbindung mit Messwerten der Geschwindigkeit und der
Drehrichtung die Basis für die rechnergestützte Regelung der Schleppwinde. Zu diesem
Zweck eignet sich bevorzugt ein Umschlingungswinkel des Schleppseiles auf der Umlenkrolle
von mehr als 90°, insbesondere ca. 180°, um eine zuverlässige Messwerterfassung auch
unter unterschiedlichen Schleppsituationen und Höhenwinkeln zu erreichen.
[0014] Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung wird dabei auch dadurch
erreicht, dass das Stellmittel entgegen der Rückstellkraft eines Federelementes vorgespannt
ist. Der Träger stützt sich so an dem Sensor ab und wird über einen mittels des Federelementes
gespannten Stift derart vorgespannt, dass stets eine definierte, spielfreie konstante
Auflagekraft des Trägers gegenüber dem Sensor nach dem Prinzip einer elektronischen
Zugkraftwaage gewährleistet ist. Der Sensor kann dabei an der Stützfläche oder an
dem Träger fixiert sein.
[0015] Grundsätzlich kann ein beliebiger, insbesondere auch handelsüblicher Sensor zur Erfassung
der Zugkraft genutzt werden. Besonders Erfolg versprechend ist hingegen eine Variante,
bei welcher der Sensor einen Kraftsensor, insbesondere einen Drucksensor aufweist.
[0016] Bei einer anderen, ebenfalls besonders sinnvollen Ausführungsform der Erfindung weist
die Schleppwinde einen beispielsweise als ein Inkrementalgeber ausgeführten Sensor
zur Erfassung der Drehzahl, Drehgeschwindigkeit oder der Drehrichtung der Umlenkrolle
auf, um auf diese Weise die ausgegebene Seillänge des Schleppseiles zu erfassen. Beispielsweise
verfügt die Schleppwinde hierzu über zwei oder mehr an dem Träger der Umlenkrolle
oder einer sonstigen Seilrolle angebrachte induktive Sensoren, welche vorzugsweise
eine Messscheibe abtasten. Die je nach Geschwindigkeit und Laufrichtung erzeugten
Impulse werden von der Steuerungseinrichtung ausgewertet. Daraus werden auch die Längeninformationen
über das Schleppseil berechnet und mittels einer Anzeige, beispielsweise eines Grafikdisplays,
dargestellt. Zudem werden wesentliche Daten des gesamten Startvorganges sowie gegebenenfalls
von Umgebungsbedingungen gespeichert und mittels einer Schnittstelle bereitgestellt.
[0017] Vorzugsweise ist die erfindungsgemäße Schleppwinde darüber hinaus noch mit einem
Sensor zur Erfassung eines mit einer metallischen Einlage versehenen Abschnittes,
insbesondere eines Endabschnittes des Schleppseiles ausgestattet, um so die jeweils
ausgegebene Seillänge zuverlässig erfassen zu können. Diese beispielsweise als eine
Metalllitze ausgeführte metallische bzw. mittels eines Metalldetektors detektierbare
Einlage definiert somit einen eindeutigen Messpunkt in Richtung der Haupterstreckung
des Schleppseiles. Dieser Messpunkt wird durch die Einlage, die hierzu vorzugsweise
in einem dem Luftsportgerät zugewandten Endabschnitt des Schleppseiles angeordnet
ist, zunächst beim Abwickeln bzw. Ausziehen während der Vorbereitung für den Start
detektiert, sodass in Verbindung mit dem Sensor zur Erfassung der Drehzahl bzw. Drehgeschwindigkeit
die tatsächliche Auszugslänge zuverlässig bestimmt werden kann. Demgegenüber wird
beim Stand der Technik oftmals noch die Anzahl der Umdrehungen der Seiltrommel zugrundegelegt,
was jedoch mit erheblichen Fehlereinflüssen behaftet ist. Somit kann erfindungsgemäß
erstmals die Auszugslänge und darüber hinaus jederzeit während der Startphase der
genaue Abstand des Luftsportgerätes von der Schleppwinde ermittelt werden. Darüber
hinaus wird die Einlage beim Aufwickeln des Schleppseiles erneut erfasst und somit
das Erreichen der aufgewickelten Endposition zuverlässig erkannt.
[0018] Zur Vermeidung von Fehlereinflüssen, wie beispielsweise durch metallische Anhaftungen
an dem Schleppseil, wird das Schleppseil mittels des Sensors nicht nur einmal erfasst,
sondern entweder während einer bestimmten Dauer kontinuierlich oder aber zyklisch
mehrfach erfasst, um so über die Längserstreckung der Einlage mehrfach ein eindeutiges
Signal zu generieren. Auf diese Weise wird also eine zuverlässige Erkennung des Seilanfangs
oder des Seilendes erreicht.
[0019] Dabei hat es sich bereits als besonders praxisgerecht erwiesen, wenn die Steuerungseinrichtung
einen Micro-Controller sowie ein Motorsteuergerät aufweist, um so die erfassten Messwerte
in optimaler Weise zur Steuerung des elektrischen Antriebes bereitstellen zu können.
[0020] Dabei werden auch Messwerte bezüglich des Neigungswinkels des Schleppseiles erfasst,
indem die Schleppwinde ein mittels eines Hebelarmes schwenkbewegliches Führungsrollenpaar
zur Erfassung der Neigung des Schleppseiles gegenüber der Horizontalen mittels eines
Elevationssensors aufweist. Hierzu sind die Führungsrollen an einer Schwenkvorrichtung
gemeinsam schwenkbeweglich angeordnet, wobei die relative Orientierung und der Abstand
der Führungsrollen untereinander im Betrieb unveränderlich ist. Die Schwenkvorrichtung
kann sich in einem Schwenkbereich von bis zu 200° bewegen, wobei die jeweiligen Endstellungen
durch feste Anschläge begrenzt sind. Selbstverständlich kann auch der Kontakt der
Schwenkvorrichtung an einem dieser Anschläge mittels eines Sensors erfasst werden,
um so insbesondere ungewöhnliche Schleppsituationen schnell erkennen und gegebenenfalls
ein Signal für den Windenführer auslösen zu können. Mittels des Führungsrollenpaares
wird im Betrieb eine einfache und zuverlässige Winkelmessung der Elevation mit dem
Elevationssensor ermöglicht. Die durch den Elevationssensor erzeugten Signale werden
zusammen mit der aktuellen Länge des Schleppseiles von der Steuerung verarbeitet und
stehen dann in einer Anzeige, beispielsweise auf einem Grafikdisplay, als Höheninformation
zur Verfügung. Selbstverständlich kann auch eine grafische Darstellung erzeugt werden,
um dem Windenführer in einer schnell erfassbaren Weise mögliche Abweichungen von einem
Sollverlauf visualisieren zu können. Weiterhin kann die aktuelle Steigrate in Metern
pro Sekunde berechnet und angezeigt werden.
[0021] Die Schwenkvorrichtung ist um ein im Wesentlichen horizontales Schwenklager beweglich
angeordnet, wobei zudem auch ein zusätzlicher Freiheitsgrad durch ein weiteres Schwenklager
erreicht werden kann, welches um eine im Wesentlichen vertikale Achse schwenkbeweglich
ist.
[0022] Eine weitere, ebenfalls besonders Erfolg versprechende Ausgestaltung der Erfindung
wird auch dadurch realisiert, dass der Seiltrommel eine Wickelführung mit einer Kulissenführung
zugeordnet ist, um so ein gleichmäßiges Wickelbild des Schleppseiles auf der Seiltrommel
zu erreichen. Hierzu wird der Wickelvorgang mit einer in Bezug auf die Wickelachse
der Seiltrommel koaxialen reversierenden Hubbewegung überlagert. Beispielsweise kann
hierzu aufgrund der Drehbewegung der Antriebseinheit mechanisch eine Hubbewegung erzeugt
werden, indem ein Riementrieb die Drehbewegung der Antriebseinheit auf die Wickelführung
überträgt. Die reversierende Hubbewegung wird dadurch realisiert, dass die Kulissenführung
eine auch als Kurvenrolle bezeichnete Trommel mit einer in die Mantelfläche eingearbeiteten,
umlaufenden Nut aufweist. In diese Nut greift ein Mitnehmer ein, welcher so aufgrund
einer Drehbewegung der Trommel in Achsrichtung der Seiltrommel bewegt wird. Die Hubbewegung
wird mittels eines Rollenlagers und einer Hubplatte in die gewünschte Hubbewegung
mit dem geforderten Bewegungsprofil umgesetzt, wobei die Hubplatte durch rollengelagerte
Linearführungen in Hubrichtung beweglich ist. Bei jeder Umdrehung der Kurvenrolle
wird vorzugsweise eine komplette Hubbewegung mit Hin- und Rückhub einer Seilführung
der Wickelführung für das Schleppseil ausgeführt und so das gewünschte gleichmäßige
Wickelbild des Schleppseiles erreicht.
[0023] Vorzugsweise dient ein innerhalb der Kurvenrolle angeordnetes Planetenradgetriebe
der Reduzierung der von dem Zahnriemen übertragenen Drehzahl und der dementsprechenden
Erhöhung des Drehmomentes. Dieses Planetenradgetriebe ist mit seinem Gehäuseflansch
fest mit der Kurvenrolle verbunden. Als Folge dreht sich die zylindrische Kurvenrolle
in Bezug auf die Antriebseinheit in einem langsameren festen Drehzahlverhältnis.
[0024] Selbstverständlich könnte die reversierende, sinusförmige Hubbewegung auch durch
eine Kurbelstange erzeugt werden. Besonders praxisgerecht ist es hingegen, wenn die
helixförmige Ausformung in den den Stirnseiten zugewandten Endbereichen eine gegenüber
einem von den Endbereichen eingeschlossenen mittleren Bereich abweichende Steigung
aufweist, sodass die Steigung, also der Betrag der axialen Bewegung im Verhältnis
zu der Drehbewegung, in einfacher Weise durch den Verlauf der Ausformung bestimmt
und entsprechend unterschiedlich gestaltet sein kann. Indem nämlich die Steigung in
den axialen Endbereichen größer ist als in den übrigen Bereichen, wird die Hubgeschwindigkeit
der Seilführung in den Endbereichen ebenfalls erhöht und so die nach dem Stand der
Technik unvermeidliche Anhäufung des Schleppseiles im Bereich der stirnseitigen Begrenzungsflächen
der Seiltrommel vermieden. Vielmehr gelingt es erfindungsgemäß, die Anzahl der Windungen
der Wicklung über die gesamte axiale Erstreckung der Seiltrommel nahezu konstant zu
halten. Durch die bevorzugte unharmonische Hubbewegung wird so ein gleichförmiges
Wickelbild ohne unerwünschte Seilanhäufungen erreicht.
[0025] Eine andere, ebenfalls besonders zweckmäßige Ausgestaltung der Erfindung wird dadurch
realisiert, dass die Seiltrommel mit dem Antrieb mittels einer Überlast-Reibkupplung
verbunden ist, durch welche die Bauteile des Wickeltriebes vor einer übermäßigen Belastung
geschützt werden. Dadurch wird bei Überschreiten einer gegebenenfalls auch einstellbaren
maximalen Belastung die Drehzahl des Wickeltriebes vermindert oder der Antrieb vorübergehend
unterbrochen. Ein elektronischer Sensor dient zur Überwachung der Überlast-Reibkupplung.
Sobald die Steuerung eine unverhältnismäßig große Abweichung in der Impulszahl feststellt,
wird dazu eine Fehlermeldung im Grafikdisplay angezeigt.
[0026] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung weist die Schleppwinde eine zum
Trennen des Schleppseiles bestimmte Seilkappvorrichtung mit einem Messerrad und mit
zumindest einem am Umfang des Messerrades angeordneten Schneidmesser und mit einer
Rolle als Auflage für das Schleppseil und Widerlager für die beim Schneiden auftretenden
Kräfte auf. Die Seilkappvorrichtung dient der schnellen Trennung des Flugsportgerätes
von der Schleppwinde durch Kappen des Schleppseiles in Notsituationen. Das Schleppseil
wird hierzu durch die Seilkappvorrichtung geleitet. Während des gewöhnlichen Betriebes
befindet sich das drehbar gelagerte Messerrad in einer mechanisch verriegelten Position,
sodass das Schleppseil ohne Berührung des Messerrades an der Seilkappvorrichtung vorbeigeführt
wird. Der Antrieb des Messerrades erfolgt durch ein Reibrad mittels eines Zahnradgetriebes
derart, dass das Messerrad und das Reibrad mit derselben Drehrichtung und vorzugsweise
übereinstimmender Drehzahl angetrieben werden. Aufgrund einer manuellen oder durch
die Steuereinrichtung vorbereiteten Auslösung werden Reibrad und Messerrad gemeinsam
entriegelt. Dadurch sind das Reibrad und das Messerrad drehbar und zugleich wird das
Reibrad durch die Vorspannkraft eines Federelementes gegenüber dem Schleppseil unter
Zuhilfenahme einer Druckrolle als Widerlager vorgespannt. Die Bewegung des Schleppseiles
wird dadurch auf das Reibrad übertragen und so zugleich das Messerrad angetrieben.
Sobald eines der am Messerrad befindlichen Schneidmesser das Schleppseil berührt,
beginnt der Schneidvorgang. Das Messer drückt dabei das Schleppseil gegen die Rolle
als Widerlager, bis das Schleppseil vollständig getrennt ist. Bedingt durch die definierte
Schneidauflage des Schneidmessers gegen die Rolle ist der Messerverschleiß dabei sehr
gering. Der Schneidvorgang wird entweder rein mechanisch durch Betätigung eines Handgriffes
oder elektrisch durch einen Fahrhebel ausgelöst. Indem allein die Zugkraft des Schleppseiles
für den Trennvorgang genutzt wird, ist die Seilkappvorrichtung auch bei einem Ausfall
der elektrischen Energieversorgung jederzeit voll funktionsfähig. Das Schleppseil
kann dabei gleichermaßen beim Aufwickeln oder Abwickeln getrennt werden. Vorzugsweise
ist das Messerrad mit zwei am Umfang radial vorspringenden Schneidmessern ausgestattet,
die zudem auch austauschbar an dem Messerrad angeordnet sein können. Falls der Trennvorgang
durch das erste Schneidmesser nicht vollständig ausgeführt wurde, greift das zweite
Schneidmesser in das Schleppseil ein. In dem völlig abwegigen Fall, dass auch dies
nicht erfolgreich zum Trennen des Schleppseiles geführt hat, werden die verbliebenen
Fasern des Schleppseiles durch den erneuten Eingriff der Schneidmesser in kurzer Zeit
getrennt.
[0027] Vorzugsweise kann der Schleppbetrieb der Schleppwinde nur mit vorhandener und funktionsbereiter
Seilkappvorrichtung aufgenommen werden. Mittels Sensoren wird das Auslösen zumindest
einer Seilkappvorrichtung erfasst und dem Windenführer auf einem Display visualisiert.
[0028] Eine andere, ebenfalls besonders vorteilhafte Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung
wird dadurch erreicht, dass die Schleppwinde als eine insbesondere mobile Einheit
mit einem elektrischen Energiespeicher und/oder einem elektrischen Generator ausgestattet
ist. Darüber hinaus ist die Schleppwinde vorzugsweise mit einem Stromanschluss ausgestattet,
welcher vorrangig der Zuführung von Energie in den elektrischen Energiespeicher dient.
Solange der Ladezustand der Speicherbatterien ausreichend ist, kann die Schleppwinde
dadurch unabhängig von einem Stromanschluss betrieben werden. Die Zuführung der Ladung
in die Batterien erfolgt automatisch über die eingebauten Ladegeräte. Alternativ oder
ergänzend kann auch ein elektrischer Generator, beispielsweise ein Stromerzeuger mit
Verbrennungsmotor, zur Stromversorgung genutzt werden. Denkbar ist auch die Versorgung
durch ein Elektro- oder Hybridfahrzeug. In diesem Sinne ist die Schleppwinde vorzugsweise
für den mobilen Einsatz konzipiert, sodass diese als eine beispielsweise auf einer
Ladefläche eines Kraftfahrzeuges transportable Baueinheit ausgeführt ist und beispielsweise
auch mit einem Fahrwerk, beispielsweise für einen Anhängerbetrieb, ausgestattet sein
kann. Besonders Erfolg versprechend ist dabei eine Variante der Erfindung, bei welcher
die Schleppwinde zur Erzeugung elektrischer Energie aufgrund der von dem Zugseil auf
die Seiltrommel übertragenen Zugkraft ausgeführt ist. Hierzu kann die Schleppwinde
beispielsweise mit einem zusätzlichen Generator ausgestattet sein oder der elektrische
Antrieb ermöglicht einen Generatorbetrieb. Auf diese Weise kann die beim Abwickeln
des Schleppseiles zum Zweck der Startvorbereitung auf das Zugseil übertragene Zugkraft
in elektrische Energie umgewandelt und durch Rekuperation genutzt werden. Aber auch
während des Schleppvorganges beim Starten des Luftsportgerätes könnte beispielsweise
bei plötzlich zunehmender Windstärke ein kontrolliertes Abwickeln des Schleppseiles
erforderlich werden, welches ebenfalls einen kurzzeitigen Generatorbetrieb gestattet.
[0029] Wenn gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltungsform die Schleppwinde eine
Seilführung mit seitlich überstehenden Bordscheiben aufweist, die mit einer Führungsrolle
einen Ringspalt einschließt, der wesentlich geringer als der Durchmesser des Schleppseiles
ausgeführt ist, wird die Schleppleine besonders schonend und somit verschleißarm innerhalb
der Schleppwinde geführt. Seitliche Berührungen oder Reibung werden dadurch wesentlich
verringert oder ausgeschlossen. Jede der vorzugsweise mehreren Führungsrollen wird
seitlich durch zwei überstehende Bordscheiben mit einem sehr kleinen Ringspalt begrenzt.
Das Seil gleitet dadurch, selbst wenn es vorübergehend spannungsfrei auf der Seilführung
aufliegt, bei einer erneut wirkenden Zugkraft zuverlässig in die gewünschte Sollposition
in der Seilrolle, die zusätzlich eine V-förmige Führungsrille am Umfang aufweisen
kann. Der Auflagebereich der Schleppleine kann mit einer Rundung versehen sein, sodass
die Schleppleine auch unter großer Zugbelastung ihren kreisförmigen Querschnitt behält
und nicht verformt wird.
[0030] Die Erfindung lässt verschiedene Ausführungsformen zu. Zur weiteren Verdeutlichung
ihres Grundprinzips ist eine davon in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend
beschrieben. Diese zeigt in
- Fig. 1
- eine erfindungsgemäße Schleppwinde in einer Seitenansicht;
- Fig. 2
- eine Seilführung mit einer Umlenkrolle für ein Schleppseil einer Schleppwinde;
- Fig. 3
- eine Wickelführung mit einer Kulissenführung;
- Fig. 4
- ein Führungsrollenpaar zur Erfassung der Neigung des Schleppseiles;
- Fig. 5
- das in Figur 4 gezeigte Führungsrollenpaar in einer vergrößerten Darstellung;
- Fig. 6
- eine Führungsrolle mit seitlich überstehenden Bordscheiben;
- Fig. 7
- eine Seilkappvorrichtung zum Trennen des Schleppseiles in einer Ruheposition;
- Fig. 8
- die in Figur 7 gezeigte Seilkappvorrichtung in einer Bereitschaftsposition;
- Fig. 9
- die in den Figuren 7 und 8 gezeigte Seilkappvorrichtung in einer Schneidposition;
- Fig. 10
- einen Sensor zur Erfassung eines Seilabschnittes des Schleppseiles.
[0031] Die Erfindung betrifft eine als Startvorrichtung von nicht dargestellten Gleitschirmen
oder ähnlichen antriebslosen Luftsportgeräten ausgeführte Schleppwinde mit zumindest
einer durch einen elektrischen Antriebsmotor antreibbaren Seiltrommel 18, die in Figur
1 in einer Seitenansicht zu erkennen ist. Während der Startphase des Luftsportgerätes
wird das in an sich bekannter Weise zuvor abgewickelte und in möglichst direkter Verbindung
mit dem Luftsportgerät bzw. dem Piloten ausgelegte Schleppseil 1 aufgewickelt und
dadurch die Startphase realisiert. Zu diesem Zweck ist die Schleppwinde mit einer
Steuerungseinrichtung zur Erfassung der Zugkraft eines Schleppseiles 1 mittels verschiedener
Sensoren 6, 29 ausgestattet.
[0032] Wie in den Figuren 1 und 2 zu erkennen, weist die Schleppwinde eine Seilführung 2
mit einer Umlenkrolle 3 auf, durch die das Schleppseil 1 geführt und umgelenkt wird.
Dabei ist die Umlenkrolle 3 an einem um einen Drehpunkt 4 schwenkbeweglichen Hebelarm
5 gehalten. Ein als Drucksensor ausgeführter Sensor 6 dient dabei der Erfassung der
Anlagekraft F
A des Hebelarmes 5 gegenüber einer Stützfläche 7. Darüber hinaus hat der Hebelarm 5
ein mit einer Kraft beaufschlagbares Stellmittel 8, durch das der Hebelarm 5 mit einer
einstellbaren, beispielsweise auch negativen Vorspannkraft F
V gegenüber der Stützfläche 7 vorgespannt ist. Selbst hohe Krafteinwirkungen auf das
Schleppseil 1 und dadurch auf die Umlenkrolle 3 führen nicht zu einer unerwünschten
Unterbrechung des Kontaktes des Hebelarmes 5 und der Stützfläche 7.
[0033] In Figur 3 ist eine Wickelführung 9 für das Schleppseil 1 dargestellt, die mit einer
Kulissenführung 10 ausgestattet ist. Die Wickelführung 9 hat hierzu eine drehbeweglich
antreibbare Trommel 11 mit einer helix- oder schneckenförmigen, nutenförmigen Ausformung
12. Indem die eine Seilführung 13 für das Schleppseil 1 bewegende Kulissenführung
10 einen durch einen Vorsprung realisierten Mitnehmer 14 aufweist, welcher in die
nutenförmige Ausformung 12 eingreift, wird durch die Drehbewegung 15 der Trommel 11
die Seilführung 13 in Pfeilrichtung 16 parallel zu einer Rotationsachse 17 der lediglich
andeutungsweise dargestellten Seiltrommel 18 reversierend translatorisch angetrieben.
Auf diese Weise wird ein gleichmäßiges Wickelbild des Schleppseiles 1 auf der Seiltrommel
18 erreicht.
[0034] Ein zur Erfassung der Neigung des Schleppseiles 1 gegenüber der Horizontalen bestimmtes
Führungsrollenpaar wird anhand der Figuren 4 und 5 nachstehend näher erläutert. Zwei
Führungsrollen 19 dienen der Erfassung eines Neigungswinkels α des Schleppseiles 1
gegenüber der Horizontalen. Hierzu sind die in ihrer relativen Position unveränderlichen
Führungsrollen 19 mittels einer Schwenkvorrichtung 20 gemeinsam schwenkbeweglich angeordnet.
Die Schwenkvorrichtung 20 ermöglicht einen Schwenkwinkel β von ca. 190°. Hierdurch
wird im Betrieb eine einfache und zuverlässige Winkelmessung der Elevation ermöglicht,
aus der in Verbindung mit der Auszugslänge des Schleppseiles 1 die Höhe berechnet
werden kann.
[0035] Ergänzend ist in Figur 6 noch eine Seilführung 31 mittels einer als Umlenkrolle ausgeführten
Führungsrolle mit seitlich überstehenden Bordscheiben 32 dargestellt, die mit der
Führungsrolle einen Ringspalt s einschließt, der wesentlich geringer als der Durchmesser
des Schleppseiles 1 ausgeführt ist. Seitliche Berührungen oder Reibung werden dadurch
wesentlich verringert oder ausgeschlossen. Das Schleppseil 1 gleitet dadurch, selbst
wenn es vorübergehend spannungsfrei auf der Seilführung aufliegt, bei einer erneut
wirkenden Zugkraft zuverlässig in die gewünschte Sollposition in der Seilrolle, die
hierzu zusätzlich eine V-förmige Führungsrille 33 am Umfang hat, wobei der als Auflagebereich
dienende Nutengrund eine kreisbogenförmige Form hat, sodass das Schleppseil 1 auch
unter großer Zugbelastung ihren kreisförmigen Querschnitt behält.
[0036] Um in Notsituationen die Verbindung zwischen dem Luftsportgerät bzw. dem Piloten
und der Schleppwinde schnell unterbrechen zu können, ist diese mit einer Seilkappvorrichtung
21 ausgestattet, deren Funktionsweise anhand der Figuren 7 bis 8 näher verdeutlicht
wird. Ausgehend von der in Figur 7 gezeigten Ruheposition werden aufgrund einer manuellen
oder elektrischen Betätigung der Seilkappvorrichtung 21 die in Figur 8 gezeigte Bereitschaftsposition
und anschließend die in Figur 9 gezeigte Schneidposition erreicht. Wie in Figur 7
zu erkennen, wird das Schleppseil 1 unter gewöhnlichen Betriebsumständen berührungslos
durch die Seilkappvorrichtung 21 geführt. Der grundsätzliche konstruktive Aufbau umfasst
vier paarweise angeordnete Rollen, von denen ein erstes, durch ein Reibrad 22 und
eine Druckrolle 23 gebildetes Rollenpaar zur Erzeugung einer Antriebsleistung für
ein Messerrad 24 dient, welches gemeinsam mit einer ein Widerlager beim Schneidvorgang
bildenden Rolle 25 ein zweites Rollenpaar bildet. Sobald die in Figur 8 dargestellte
Bereitschaftsposition durch Entriegelung einer Sperrklinke 26 erreicht ist, wird das
Schleppseil 1 zwischen dem Reibrad 22 und der Druckrolle 23 mit einer Vorspannkraft
F
R eingespannt, sodass aufgrund einer Bewegung des Schleppseiles 1 ein Drehmoment auf
das Reibrad 22 und von dort mittels eines Zahnradgetriebes 27 auf das Messerrad 24
übertragen wird. Sobald eines der am Umfang des Messerrades 24 radial vorspringend
angebrachten Schneidmesser 28 das Schleppseil 1 berührt, beginnt infolge der Drehbewegung
der Schneidvorgang, wie dies in Figur 9 erkennbar ist. Das Schneidmesser 28 drückt
dabei das Schleppseil 1 gegen die Rolle 25, bis das Schleppseil 1 vollständig getrennt
ist.
[0037] Abschließend ist in Figur 10 ein Sensor 29 der Schleppwinde zur Erfassung eines Seilabschnittes
des Schleppseiles 1 gezeigt, um die jeweils abgewickelte Seillänge sowie einen bestimmten
Seilabschnitt des Schleppseiles 1 zuverlässig erfassen zu können. Diese beispielsweise
als eine Metalllitze ausgeführte metallische bzw. mittels eines Metalldetektors detektierbare
Einlage 30 definiert somit einen eindeutigen Messpunkt in Richtung der Haupterstreckung
des Schleppseiles 1. Dieser Messpunkt wird durch die Einlage 30 mittels des als Ringsensor
das Schleppseil 1 umfangsseitig einschließenden Sensors 29 eindeutig lokalisiert.
Somit kann die Auszugslänge und daraus der Abstand des Luftsportgerätes von der Schleppwinde
und seine Höhe bestimmt werden. Zur Vermeidung von Fehlereinflüssen, wie beispielsweise
durch metallische Anhaftungen an dem Schleppseil 1, wird das Schleppseil 1 mittels
des Sensors 29 nicht nur einmal, sondern entweder während einer bestimmten Dauer kontinuierlich
oder aber zyklisch mehrfach erfasst. Dadurch kann beispielsweise die genaue Länge
der Einlage 30 oder zumindest eine Mindestlänge L erfasst werden, um so eine fehlerhafte
Aktivierung eines Signals zuverlässig auszuschließen. Zudem können so auch verschiedene
Seilabschnitte aufgrund ihrer unterschiedlichen Länge zuverlässig unterschieden werden.
1. Eine als Startvorrichtung von Hängegleitern, Gleitschirmen oder ähnlichen antriebslosen
Luftsportgeräten ausgeführte Schleppwinde mit zumindest einer durch einen insbesondere
elektrischen Antrieb antreibbaren Seiltrommel (18) und mit einer Steuerungseinrichtung
zur Erfassung der Zugkraft eines Schleppseiles (1), dadurch gekennzeichnet, dass die Schleppwinde eine Seilführung (2, 13) mit einer Umlenkrolle (3) aufweist, durch
die das Schleppseil (1) geführt und umgelenkt wird, wobei die Umlenkrolle (3) an einem
um einen Drehpunkt (4) schwenkbeweglichen Träger (5) gehalten ist und an einem der
Umlenkrolle (3) abgewandten Bereich gegenüber einer stationären Stützfläche (7) anliegt,
wobei ein Sensor (6) zur Erfassung der Anlagekraft (FA) des Trägers (5) gegenüber der Stützfläche (7) ausgeführt ist, und dass die Seilführung
(2, 13) ein Stellmittel (8) aufweist, durch das der Träger (5) mit einer einstellbaren
Kraft (FR) gegenüber der Stützfläche (7) anlegbar oder vorspannbar ist.
2. Schleppwinde nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellmittel (8) entgegen der Rückstellkraft eines Federelementes vorgespannt
ist.
3. Schleppwinde nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (6) einen Kraftsensor, insbesondere einen Drucksensor aufweist.
4. Schleppwinde nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleppwinde einen Sensor (6) zur Erfassung der Drehzahl, Drehgeschwindigkeit
und/oder der Drehrichtung der Umlenkrolle (3) aufweist.
5. Schleppwinde nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleppwinde mit einem Sensor (29) zur Erfassung eines mit einer metallischen
Einlage (30) versehenen Abschnittes, insbesondere eines Endabschnittes des Schleppseiles
(1) ausgestattet ist.
6. Schleppwinde nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungseinrichtung einen Micro-Controller sowie ein Motorsteuergerät aufweist.
7. Schleppwinde nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleppwinde an einer Schwenkvorrichtung (20) paarweise angeordnete Führungsrollen
(19) zur Erfassung der Neigung (α) des Schleppseiles (1) gegenüber der Horizontalen
aufweist.
8. Schleppwinde nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Seiltrommel (18) eine Wickelführung (9) mit einer Kulissenführung (10) zugeordnet
ist.
9. Schleppwinde nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Wickelführung (9) eine Trommel (11) mit einer helixförmigen Ausformung (12) und
die Kulissenführung (10) eine Seilführung (2) für das Schleppseil (1) aufweist, wobei
ein Mitnehmer (14) der Seilführung (2) mit der Ausformung (12) verbunden ist und durch
die Drehbewegung der Trommel (11) parallel zur Rotationsachse (17) der Seiltrommel
(18) reversierend translatorisch beweglich ist.
10. Schleppwinde nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die helixförmige Ausformung (12) in den den Stirnseiten zugewandten Endbereichen
eine gegenüber einem von den Endbereichen eingeschlossenen mittleren Bereich abweichende
Steigung aufweist.
11. Schleppwinde nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Seiltrommel (18) mit dem Antrieb mittels einer Überlast-Reibkupplung verbunden
ist.
12. Schleppwinde nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleppwinde eine zum Trennen des Schleppseiles (1) bestimmte Seilkappvorrichtung
(21) mit einem Messerrad (24), das zumindest ein am Umfang des Messerrades (24) angeordnetes
Schneidmesser (28) trägt, und mit einer Rolle (25) als Widerlager für die beim Trennen
des Schleppseiles (1) auftretenden Kräfte aufweist.
13. Schleppwinde nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleppwinde als eine insbesondere mobile Einheit mit einem elektrischen Energiespeicher
und/oder einem elektrischen Generator zur Erzeugung elektrischer Energie aufgrund
der von dem Zugseil (1) auf die Seiltrommel (18) übertragenen Zugkraft ausgestattet
ist.
14. Schleppwinde nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleppwinde eine Seilführung (31) mit seitlich überstehenden Bordscheiben (32)
aufweist, die mit einer Führungsrolle einen Ringspalt (s) einschließt, der wesentlich
geringer als der Durchmesser des Schleppseiles (1) ausgeführt ist.
15. Verfahren zum Betrieb einer als Startvorrichtung von Hängegleitern, Gleitschirmen
oder ähnlichen antriebslosen Luftsportgeräten ausgeführte Schleppwinde mit zumindest
einer durch einen insbesondere elektrischen Antrieb antreibbaren Seiltrommel (18),
bei dem mit einer Steuerungseinrichtung die Zugkraft eines Schleppseiles (1) erfasst
wird, dadurch gekennzeichnet, dass aufgrund der erfassten Messwerte die Zugkraft des Schleppseiles (1) geregelt, insbesondere
eine konstante Zugkraft eingestellt wird.