[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Reinigungsmittel für harte Oberflächen mit
einer verbesserten Reinigungswirkung gegenüber stärkehaltigen Anschmutzungen. Bei
dem Reinigungsmittel handelt es sich insbesondere um ein Geschirrspülmittel zur maschinellen
Reinigung von Geschirr.
[0002] Flüssige Reinigungsmittel zur Reinigung von harten Oberflächen umfassen üblicherweise
unterschiedliche Tensidmischungen zur Entfernung von Schmutz und Flecken. So beschreibt
beispielsweise
EP 0 916 717 A1 ein Reinigungsmittel, welches ein nicht ionisches Tensid sowie C
9 bis C
15 Oxoalkohol-EO-Addukte in einem bestimmten Gewichtsverhältnis umfassen.
[0003] WO 2011/051416 A1 offenbart ein maschinelles Reinigungsverfahren unter Einsatz einer bleichmittelfreien
Reinigungsmittel-Angebotsform. Diese umfasst unterschiedliche flüssige Reinigungsmittelzubereitungen,
welche während des maschinellen Verfahrens zeitversetzt dosiert werden können.
[0005] Die genannten Reinigungsmittel ermöglichen üblicherweise die Entfernung aller Arten
von Anschmutzungen von festen Oberflächen, insbesondere von Geschirr. Gerade bei der
Reinigung von Geschirr nimmt die maschinelle Reinigung mit Geschirrspülmaschinen zunehmend
an Bedeutung. Auch wenn hier die Reinigungsleistung mit modernen Produkten gesteigert
werden kann, so besteht dennoch häufig das Problem, dass hartnäckige, eingetrocknete
Anschmutzungen vor der Reinigung des Geschirrs in einer Geschirrspülmaschine vorbehandelt
werden. Bei der manuellen Reinigung von Geschirr wird dieses in solchen Fällen nicht
nur einmal sondern mehrfach gespült. Dies führt zum einen zu einem höheren Wasserverbrauch
und auch zu einer höheren Konzentration an benötigtem Reinigungsmittel.
[0006] Gleichzeitig ist, im Rahmen einer ökologischen Reinigung von Geschirr, ein Trend
dahin zu erkennen, dass das Geschirr insbesondere in Geschirrspülmaschinen bei geringeren
Temperaturen im Bereich von 40°C bis 50°C gereinigt wird. Der Verbraucher erwartet
jedoch auch bei diesen geringeren Temperaturen, dass die Reinigungsleistung ausreichend
ist.
[0007] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht nun darin, ein Reinigungsmittel für
harte Oberflächen bereitzustellen, welches hartnäckige, eingetrocknete Anschmutzungen,
insbesondere stärkehaltige Anschmutzungen, auch bei Temperaturen im Bereich von 40°C
bis 50°C entfernt. Insbesondere besteht die Aufgabe in der Bereitstellung eines Reinigungsmittels
für Geschirr, insbesondere für ein Reinigungsmittel zur maschinellen Reinigung von
Geschirr. Überraschenderweise hat sich gezeigt, dass der Einsatz von Hydroxamsäure
und/oder deren Salze zu einer Steigerung der Reinigungsleistung an hartnäckigen, stärkehaltigen
Anschmutzungen führt.
[0008] Die der vorliegenden Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird daher gelöst durch ein
Reinigungsmittel für harte Oberflächen umfassend eines oder mehrere Tenside ausgewählt
aus der Gruppe der anionischen, nichtionischen und kationischen Tenside, wenigstens
eine reinigungsaktive Enzymzubereitung sowie Hydroxamsäure und/oder deren Salze.
[0009] Überraschenderweise hat sich gezeigt, dass die Verwendung von Hydroxamsäure und/oder
Hydroxamaten in dem Reinigungsmittel zu einer Verbesserung der Entfernung an hartnäckigen
Stärkeanschmutzungen führt, welche von einer Enzymzubereitung allein nicht entfernt
werden können. Als Hydroxamate werden die Salze der Hydroxamsäure bezeichnet.
[0010] Aus
EP 2 441 823 A1 und
WO 2010/069957 A1 ist der Einsatz von Hydroxamsäure und/oder deren Salze in Waschmitteln zur Reinigung
von Textilien beschrieben. Dass Hydroxamsäure oder Hydroxamate zu einer Verbesserung
der Entfernung von hartnäckigen Stärkeanschmutzungen an harten Oberflächen, insbesondere
an Geschirr, führt, war hier jedoch nicht zu erwarten.
[0011] Die reinigungsaktive Enzymzubereitung, welche Bestandteil des erfindungsgemäßen Reinigungsmittels
ist, ist insbesondere eine Zubereitung aus Proteasen, Amylasen, Lipasen, Hemicellulasen,
Cellulasen, Perhydrolasen oder Oxidoreduktasen sowie deren Gemische, vorzugsweise
eine Amylasenzubereitung. Amylasen arbeiten, wie alle Enzyme, in einem bestimmten
pH-Wertbereich von etwa 3,5 bis 9. Das Optimum der Aktivität hängt von der Herkunft
der Amylasen ab: Amylasen, die aus Pilzkulturen gewonnen wurden, haben ihr Optimum
bei pH 5,7, tierische und aus Bakterienkulturen gewonnene Amylasen weisen die höchste
Aktivität eher im neutralen bis alkalischen Bereich auf. Das Temperaturoptimum der
Amylasenaktivität liegt bei etwa 45 °C.
[0012] Beispiele für erfindungsgemäß einsetzbare Amylasen sind die α-Amylasen aus
Bacillus licheniformis, aus
B.
amyloliquefaciens, aus
B.
stearothermophilus, aus
Aspergillus niger und
A.
oryzae sowie die für den Einsatz in Reinigungsmitteln verbesserten Weiterentwicklungen der
vorgenannten Amylasen. Desweiteren sind für diesen Zweck die α-Amylase aus
Bacillus sp. A7-7 (DSM 12368) und die Cyclodextrin-Glucanotransferase (CG Tase) aus
B.
agaradherens (DSM 9948) hervorzuheben.
[0013] Reinigungsaktive Enzyme werden in der Regel nicht in Form des reinen Proteins sondern
vielmehr in Form stabilisierter, lager- und transportfähiger Zubereitungen bereitgestellt.
Zu diesen vorkonfektionierten Zubereitungen zählen beispielsweise die durch Granulatin,
Extrusion oder Lyophilisierung erhaltenen festen Präparationen oder, insbesondere
bei flüssigen oder gelförmigen Mitteln, Lösungen der Enzyme, vorteilhafterweise möglichst
konzentriert, wasserarm und/oder mit Stabilisatoren oder weiteren Hilfsmitteln versetzt.
[0014] Die Enzyme können sowohl für eine feste als auch für eine flüssige Darreichungsform
verkapselt werden, beispielsweise durch Sprühtrocknung oder Extrusion der Enzymlösung
zusammen mit einem vorzugsweise natürlichen Polymer oder in Form von Kapseln, beispielsweise
solchen, bei denen die Enzyme wie in einem erstarrten Gel eingeschlossen sind oder
in solchen vom Kern-Schale-Typ, bei dem ein enzymhaltiger Kern mit einer Wasser-,
Luft- und/oder Chemikalien-undurchlässigen Schutzschicht überzogen ist. In aufgelagerten
Schichten können zusätzlich weitere Wirkstoffe, beispielsweise Stabilisatoren, Emulgatoren,
Pigmente, Bleich- oder Farbstoffe aufgebracht werden. Derartige Kapseln werden nach
an sich bekannten Methoden, beispielsweise durch Schüttel- oder Rollgranulation oder
in Fluid-bed-Prozessen aufgebracht. Vorteilhafterweise sind derartige Granulate, beispielsweise
durch Aufbringen polymerer Filmbildner, staubarm und aufgrund der Beschichtung lagerstabil.
[0015] Weiterhin ist es möglich, zwei oder mehrere Enzyme zusammen zu konfektionieren, so
dass ein einzelnes Granulat mehrere Enzymaktivitäten aufweist.
[0016] Die Enzymzubereitung ist in dem erfindungsgemäßen Reinigungsmittel vorzugsweise in
einem Anteil von 0,05 bis 2,5 Gew.-%, insbesondere von 0,1 bis 2 Gew.-% besonders
von 0,1 bis 1,5 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht des Reinigungsmittels enthalten.
Das Gesamtgewicht des Reinigungsmittels entspricht dabei 100 Gew.-%. Es hat sich gezeigt,
dass dieser Anteil ausreichend ist, um Verschmutzungen von harten Oberflächen, insbesondere
von Geschirr, zu entfernen. Ein höherer Gewichtsanteil führt zu keiner Verbesserung
der Reinigungsleistung. Liegt der Anteil der Enzymzubereitung, insbesondere der Amylasenzubereitung,
unterhalb von 0,05, beziehungsweise unterhalb von 0,1 Gew.-%, so ist die Reinigungswirkung
der ansonsten im Reinigungsmittel enthaltenden Tenside nicht verbessert. Die Proteinkonzentration,
also die Enzymkonzentration kann mit Hilfe bekannter Methoden, zum Beispiel dem BCA-Verfahren
oder dem Biuret-Verfahren bestimmt werden. Der angegebene Gehalt bezieht sich hier
auf den Anteil an Enzym in dem Reinigungsmittel.
[0017] Das erfindungsgemäße Reinigungsmittel umfasst weiterhin Hydroxamsäure und/oder deren
Salze. Dabei kann das Reinigungsmittel ausschließlich Hydroxamsäure oder ausschließlich
Hydroxamate, also Salze der Hydroxamsäure, enthalten. Es ist erfindungsgemäß auch
möglich, dass das Reinigungsmittel sowohl Hydroxamsäure als auch Hydroxamate umfasst.
Vorzugsweise entspricht die Hydroxamsäure der folgenden allgemeinen Formel (I)

[0018] In der allgemeinen Formel (I) entspricht der Rest R einem linearen oder verzweigten,
gesättigten oder einfach ungesättigten oder mehrfach gesättigten Kohlenwasserstoffrest
mit 4 bis 20 Kohlenstoffatomen (C-Atomen).
[0019] Umfasst das erfindungsgemäße Reinigungsmittel Hydroxamate, so handelt es sich vorzugsweise
um das Kalium-, Natrium- und/oder Ammoniumsalz der Hydroxamsäure. Dabei kann das Reinigungsmittel
nur ein Salz oder Mischungen unterschiedlicher Salze der Hydroxamsäure enthalten.
Ungeachtet dessen, ob das Reinigungsmittel ausschließlich Hydroxamsäure oder ausschließlich
Hydroxamate oder sowohl Hydroxamsäure als auch Hydroxamate umfasst, liegt der Gesamtanteil
an Hydroxamsäure und/oder deren Salze bei 0,1 bis 10 Gew.-%, insbesondere 0,2 bis
8 Gew.-%, besonders 0,25 bis 5 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht des Reinigungsmittels.
[0020] Bei dem erfindungsgemäßen Reinigungsmittel handelt es sich vorzugsweise um ein Geschirrspülmittel,
insbesondere ein Geschirrspülmittel zum maschinellen Reinigung von Geschirr. Geschirrspülmittel
zur maschinellen Reinigung von Geschirr liegen heutzutage häufig in Form von Tabletten
vor. Hierbei handelt es sich um pulverförmige Reinigungsmittel, welche mittels Druck
in eine bestimmte Form gebracht wurden. Der Einsatz von Tabletten ermöglicht die Dosierung
von aktiven Substanzen im Reinigungsmittel passend für einen Reinigungsdurchgang.
Alternativ kann ein Reinigungsmittel für Geschirrspülmaschinen in Form eines Pulvers
oder als Flüssigkeit vorliegen. Zusammen mit einer vorgegebenen Dosierungsanleitung,
beispielsweise in Form eines Messlöffels, können auch hier Angaben über die Konzentration
an aktiven Substanzen je Reinigungsdurchgang gemacht werden. Es können hier jedoch
starke Schwankungen in der Dosierung auftreten, da jeder Verbraucher eine individuelle
Menge an Reinigungsmitteln einsetzt und auch jeder Konsument nicht immer konstant
dieselbe Menge an Reinigungsmitteln verwendet.
[0021] Umfasst ein erfindungsgemäßes Reinigungsmittel Hydroxamsäure und/oder deren Salze
in einem Bereich von 0,1 bis 10 Gew.-%, so entspricht dies einem Anteil von 0,02 bis
2 g je Reinigungsdurchgang in einer Geschirrspülmaschine, ausgehend von einer üblichen
Dosierung in einer Reinigungstablette beziehungsweise der Empfehlung auf einem pulverförmigen
oder flüssigen Reinigungsmittel, welches vom Verbraucher selbst dosiert werden kann.
Bevorzugt liegt der Anteil an Hydroxamsäure und/oder deren Salze bei 0,05 bis 1 g
pro Reinigungsdurchgang in einer Geschirrspülmaschine. Ein Anteil von 1 g, welcher
5 Gew.-% bezogen auf das Gesamtgewicht des Reinigungsmittels beträgt, kann sehr gut
in bekannte Formulierungen von Reinigungsmitteln eingearbeitet werden. Beträgt der
Anteil an Hydroxamsäure und/oder Hydroxamat mehr als 10 Gew.-% bezogen auf das Gesamtgewicht
des Reinigungsmittels, entsprechend 2 g je Reinigungsdurchgang, so ist eine Einarbeitbarkeit
nur noch sehr schwer möglich. Zudem kann die Reinigungsleistung nicht weiter gesteigert
werden. Es ist jedoch ein Mindestanteil von 0,1 Gew.-% und insbesondere von 0,25 Gew.-%
an Hydroxamsäure und/oder deren Salze notwendig, um eine verbesserte Reinigungswirkung
zu erzielen. Dies entspricht einer Menge von Hydroxamsäure und/oder deren Salze von
0,02 g beziehungsweise von 0,05 g bezogen auf einen Reinigungsdurchgang in einer Geschirrspülmaschine.
[0022] Bei dem erfindungsgemäßen Reinigungsmittel handelt es sich vorzugsweise um ein festes
Geschirrspülmittel. Unter einem "festen Geschirrspülmittel" ist dabei ein solches
Geschirrspülmittel zu verstehen, das bei 25 °C und einem Druck von 1 bar in festem
Aggregatzustand vorliegt. Das feste Geschirrspülmittel liegt in einer bevorzugten
Ausführungsform in Gestalt eines Formkörpers, insbesondere eines Kompaktats, vor allem
einer Tablette vor.
[0023] Ein erfindungsgemäßes Reinigungsmittel umfasst weiterhin wenigstens ein Tensid. Dieses
Tensid ist ausgewählt aus der Gruppe der anionischen, nichtionischen und kationischen
Tenside. Das erfindungsgemäße Reinigungsmittel kann auch Mischungen aus mehreren Tensiden,
die aus derselben Gruppe ausgewählt sind, enthalten.
[0024] In einer bevorzugten Ausführungsform enthält das erfindungsgemäße Geschirrspülmittel
mindestens ein nichtionisches Tensid. Als nichtionische Tenside können alle dem Fachmann
bekannten nichtionischen Tenside eingesetzt werden. Als nichtionische Tenside eignen
sich beispielsweise Alkylglykoside der allgemeinen Formel RO(G)
x in der R einem primären geradkettigen oder methylverzweigten, insbesondere in 2-Stellung
methylverzweigten aliphatischen Rest mit 8 bis 22, vorzugsweise 12 bis 18 C-Atomen
entspricht und G das Symbol ist, das für eine Glykoseeinheit mit 5 oder 6 C-Atomen,
vorzugsweise für Glucose, steht. Der Oligomerisierungsgrad x, der die Verteilung von
Monoglykosiden und Oligoglykosiden angibt, ist eine beliebige Zahl zwischen 1 und
10; vorzugsweise liegt x bei 1,2 bis 1,4.
[0025] Eine weitere Klasse bevorzugt eingesetzter nichtionischer Tenside, die entweder als
alleiniges nichtionisches Tensid oder in Kombination mit anderen nichtionischen Tensiden
eingesetzt werden, sind alkoxylierte, vorzugsweise ethoxylierte oder ethoxylierte
und propoxylierte Fettsäurealkylester, vorzugsweise mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen
in der Alkylkette.
[0026] Auch nichtionische Tenside vom Typ der Aminoxide, beispielsweise N-Kokosalkyl-N,N-dimethylaminoxid
und N-Talgalkyl-N,N-dihydroxyethylaminoxid, und der Fettsäurealkanolamide können geeignet
sein. Die Menge dieser nichtionischen Tenside beträgt vorzugsweise nicht mehr als
die der ethoxylierten Fettalkohole, insbesondere nicht mehr als die Hälfte davon.
[0027] Weitere geeignete Tenside sind Polyhydroxyfettsäureamide der Formel,

in der R für einen aliphatischen Acylrest mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen, R
1 für Wasserstoff, einen Alkyl- oder Hydroxyalkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen
und [Z] für einen linearen oder verzweigten Polyhydroxyalkylrest mit 3 bis 10 Kohlenstoffatomen
und 3 bis 10 Hydroxylgruppen steht. Bei den Polyhydroxyfettsäureamiden handelt es
sich um bekannte Stoffe, die üblicherweise durch reduktive Aminierung eines reduzierenden
Zuckers mit Ammoniak, einem Alkylamin oder einem Alkanolamin und nachfolgende Acylierung
mit einer Fettsäure, einem Fettsäurealkylester oder einem Fettsäurechlorid erhalten
werden können. Zur Gruppe der Polyhydroxyfettsäureamide gehören auch Verbindungen
der Formel

in der R für einen linearen oder verzweigten Alkyl- oder Alkenylrest mit 7 bis 12
Kohlenstoffatomen, R
1 für einen linearen, verzweigten oder zyklischen Alkylrest oder einen Arylrest mit
2 bis 8 Kohlenstoffatomen und R
2 für einen linearen, verzweigten oder zyklischen Alkylrest oder einen Arylrest oder
einen Oxy-Alkylrest mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen steht, wobei C
1-4-Alkyl- oder Phenylreste bevorzugt sind und [Z] für einen linearen Polyhydroxyalkylrest
steht, dessen Alkylkette mit mindestens zwei Hydroxylgruppen substituiert ist, oder
alkoxylierte, vorzugsweise ethoxylierte oder propoxylierte Derivate dieses Restes.
[0028] [Z] wird vorzugsweise durch reduktive Aminierung eines reduzierten Zuckers erhalten,
beispielsweise Glucose, Fructose, Maltose, Lactose, Galactose, Mannose oder Xylose.
Die N-Alkoxy- oder N-Aryloxy-substituierten Verbindungen können durch Umsetzung mit
Fettsäuremethylestern in Gegenwart eines Alkoxids als Katalysator in die gewünschten
Polyhydroxyfettsäureamide überführt werden.
[0029] Als bevorzugte Tenside werden schwachschäumende nichtionische Tenside eingesetzt.
Mit besonderem Vorzug enthalten die erfindungsgemäßen Reinigungsmittel, insbesondere
Reinigungsmittel für das maschinelle Geschirrspülen, nichtionische Tenside aus der
Gruppe der alkoxylierten Alkohole. Als nichtionische Tenside werden vorzugsweise alkoxylierte,
vorteilhafterweise ethoxylierte, insbesondere primäre Alkohole mit vorzugsweise 8
bis 18 C-Atomen und durchschnittlich 1 bis 12 Mol Ethylenoxid (EO) pro Mol Alkohol
eingesetzt, in denen der Alkoholrest linear oder bevorzugt in 2-Stellung methylverzweigt
sein kann beziehungsweise lineare und methylverzweigte Reste im Gemisch enthalten
kann, so wie sie üblicherweise in Oxoalkoholresten vorliegen. Insbesondere sind jedoch
Alkoholethoxylate mit linearen Resten aus Alkoholen nativen Ursprungs mit 12 bis 18
C-Atomen, zum Beispielaus Kokos-, Palm-, Talgfett- oder Oleylalkohol, und durchschnittlich
2 bis 8 Mol EO pro Mol Alkohol bevorzugt. Zu den bevorzugten ethoxylierten Alkoholen
gehören beispielsweise C
12-14-Alkohole mit 3 EO oder 4 EO, C
8-11-Alkohol mit 7 EO, C
13-15-Alkohole mit 3 EO, 5 EO, 7 EO oder 8 EO, C
12-18-Alkohole mit 3 EO, 5 EO oder 7 EO und Mischungen aus diesen, wie Mischungen aus C
12-14-Alkohol mit 3 EO und C
12-18-Alkohol mit 5 EO. Die angegebenen Ethoxylierungsgrade stellen statistische Mittelwerte
dar, die für ein spezielles Produkt einer ganzen oder einer gebrochenen Zahl entsprechen
können. Bevorzugte Alkoholethoxylate weisen eine eingeengte Homologenverteilung auf
(narrow range ethoxylates, NRE). Zusätzlich zu diesen nichtionischen Tensiden können
auch Fettalkohole mit mehr als 12 EO eingesetzt werden. Beispiele hierfür sind Talgfettalkohol
mit 14 EO, 25 EO, 30 EO oder 40 EO.
[0030] Mit besonderem Vorzug werden daher ethoxylierte Niotenside, die aus C
6-20-Monohydroxyalkanolen oder C
6-20-Alkylphenolen oder C
16-20-Fettalkoholen und mehr als 12 Mol, vorzugsweise mehr als 15 Mol und insbesondere
mehr als 20 Mol Ethylenoxid pro Mol Alkohol gewonnen wurden, eingesetzt. Ein besonders
bevorzugtes Niotensid wird aus einem geradkettigen Fettalkohol mit 16 bis 20 Kohlenstoffatomen
(C
16-20-Alkohol), vorzugsweise einem C
18-Alkohol und mindestens 12 Mol, vorzugsweise mindestens 15 Mol und insbesondere mindestens
20 Mol Ethylenoxid gewonnen. Hierunter sind die sogenannten "narrow range ethoxylates"
besonders bevorzugt.
[0031] Insbesondere bevorzugt sind nichtionische Tenside, die einen Schmelzpunkt oberhalb
Raumtemperatur aufweisen. Nichtionische(s) Tensid(e) mit einem Schmelzpunkt oberhalb
von 20°C, vorzugsweise oberhalb von 25°C, besonders bevorzugt zwischen 25 und 60°C
und insbesondere zwischen 26,6 und 43,3°C, ist/sind besonders bevorzugt.
[0032] Geeignete nichtionische Tenside, die Schmelz- beziehungsweise Erweichungspunkte im
genannten Temperaturbereich aufweisen, sind beispielsweise schwachschäumende nichtionische
Tenside, die bei Raumtemperatur fest oder hochviskos sein können. Werden Niotenside
eingesetzt, die bei Raumtemperatur hochviskos sind, so ist bevorzugt, dass diese eine
Viskosität oberhalb von 20 Pa•s, vorzugsweise oberhalb von 35 Pa•s und insbesondere
oberhalb 40 Pa•s aufweisen. Auch Niotenside, die bei Raumtemperatur wachsartige Konsistenz
besitzen, sind bevorzugt.
[0033] Niotenside aus der Gruppe der alkoxylierten Alkohole, besonders bevorzugt aus der
Gruppe der gemischt alkoxylierten Alkohole und insbesondere aus der Gruppe der EO-AO-EO-Niotenside,
werden ebenfalls mit besonderem Vorzug eingesetzt.
[0034] Das bei Raumtemperatur feste Niotensid besitzt vorzugsweise Propylenoxideinheiten
(PO) im Molekül. Vorzugsweise machen solche PO-Einheiten bis zu 25 Gew.-%, besonders
bevorzugt bis zu 20 Gew.-% und insbesondere bis zu 15 Gew.-% der gesamten Molmasse
des nichtionischen Tensids aus. Besonders bevorzugte nichtionische Tenside sind ethoxylierte
Monohydroxyalkanole oder Alkylphenole, die zusätzlich Polyoxyethylen-Polyoxypropylen
Blockcopolymereinheiten aufweisen. Der Alkohol- beziehungsweise Alkylphenolteil solcher
Niotensidmoleküle macht dabei vorzugsweise mehr als 30 Gew.-%, besonders bevorzugt
mehr als 50 Gew.-% und insbesondere mehr als 70 Gew.-% der gesamten Molmasse solcher
Niotenside aus. Bevorzugte Mittel sind dadurch gekennzeichnet, dass sie ethoxylierte
und propoxylierte Niotenside enthalten, bei denen die Propylenoxideinheiten im Molekül
bis zu 25 Gew.-%, bevorzugt bis zu 20 Gew.-% und insbesondere bis zu 15 Gew.-% der
gesamten Molmasse des nichtionischen Tensids ausmachen.
[0035] Bevorzugt einzusetzende Tenside stammen aus den Gruppen der alkoxylierten Niotenside,
insbesondere der ethoxylierten primären Alkohole und Mischungen dieser Tenside mit
strukturell komplizierter aufgebauten Tensiden wie Polyoxypropylen/Polyoxyethylen/Polyoxypropylen
((PO/EO/PO)-Tenside). Solche (PO/EO/PO)-Niotenside zeichnen sich darüber hinaus durch
gute Schaumkontrolle aus.
[0036] Weitere besonders bevorzugt einzusetzende Niotenside mit Schmelzpunkten oberhalb
Raumtemperatur enthalten 40 bis 70% eines Polyoxypropylen/Polyoxyethylen/Polyoxypropylen-Blockpolymerblends,
der 75 Gew.-% eines umgekehrten Block-Copolymers von Polyoxyethylen und Polyoxypropylen
mit 17 Mol Ethylenoxid und 44 Mol Propylenoxid und 25 Gew.-% eines Block-Copolymers
von Polyoxyethylen und Polyoxypropylen, initiiert mit Trimethylolpropan und enthaltend
24 Mol Ethylenoxid und 99 Mol Propylenoxid pro Mol Trimethylolpropan, enthält.
[0037] Als besonders bevorzugte Niotenside haben sich im Rahmen der vorliegenden Erfindung
schwachschäumende Niotenside erwiesen, welche alternierende Ethylenoxid- und Alkylenoxideinheiten
aufweisen. Unter diesen sind wiederum Tenside mit EO-AO-EO-AO-Blöcken bevorzugt, wobei
jeweils eine bis zehn EO- beziehungsweise AO-Gruppen aneinander gebunden sind, bevor
ein Block aus den jeweils anderen Gruppen folgt. Hier sind nichtionisches Tenside
der allgemeinen Formel

bevorzugt, in der R
1 für einen geradkettigen oder verzweigten, gesättigten oder ein-beziehungsweise mehrfach
ungesättigten C
6-24-Alkyl- oder -Alkenylrest steht; jede Gruppe R
2 beziehungsweise R
3 unabhängig voneinander ausgewählt ist aus -CH
3, -CH
2CH
3,-CH
2CH
2-CH
3, CH(CH
3)
2 und die Indizes w, x, y, z unabhängig voneinander für ganze Zahlen von 1 bis 6 stehen.
[0038] Die bevorzugten Niotenside der vorstehenden Formel lassen sich durch bekannte Methoden
aus den entsprechenden Alkoholen R
1-OH und Ethylen- beziehungsweise Alkylenoxid herstellen. Der Rest R
1 in der vorstehenden Formel kann je nach Herkunft des Alkohols variieren. Werden native
Quellen genutzt, weist der Rest R
1 eine gerade Anzahl von Kohlenstoffatomen auf und ist in der Regel unverzweigt, wobei
die linearen Reste aus Alkoholen nativen Ursprungs mit 12 bis 18 C-Atomen, zum Beispielaus
Kokos-, Palm-, Talgfett- oder Oleylalkohol, bevorzugt sind. Aus synthetischen Quellen
zugängliche Alkohole sind beispielsweise die Guerbetalkohole oder in 2-Stellung methylverzweigte
beziehungsweise lineare und methylverzweigte Reste im Gemisch, so wie sie üblicherweise
in Oxoalkoholresten vorliegen. Unabhängig von der Art des zur Herstellung der in den
Mitteln enthaltenen Niotenside eingesetzten Alkohols sind Niotenside bevorzugt, bei
denen R
1 in der vorstehenden Formel für einen Alkylrest mit 6 bis 24, vorzugsweise 8 bis 20,
besonders bevorzugt 9 bis 15 und insbesondere 9 bis 11 Kohlenstoffatomen steht.
[0039] Als Alkylenoxideinheit, die alternierend zur Ethylenoxideinheit in den bevorzugten
Niotensiden enthalten ist, kommt neben Propylenoxid insbesondere Butylenoxid in Betracht.
Aber auch weitere Alkylenoxide, bei denen R
2 beziehungsweise R
3 unabhängig voneinander ausgewählt sind aus -CH
2CH
2-CH
3 beziehungsweise -CH(CH
3)
2 sind geeignet. Bevorzugt werden Niotenside der vorstehenden Formel eingesetzt, bei
denen R
2 beziehungsweise R
3 für einen Rest -CH
3, w und x unabhängig voneinander für Werte von 3 oder 4 und y und z unabhängig voneinander
für Werte von 1 oder 2 stehen.
[0040] Zusammenfassend sind insbesondere nichtionische Tenside bevorzugt, die einen C
9-15-Alkylrest mit 1 bis 4 Ethylenoxideinheiten, gefolgt von 1 bis 4 Propylenoxideinheiten,
gefolgt von 1 bis 4 Ethylenoxideinheiten, gefolgt von 1 bis 4 Propylenoxideinheiten
aufweisen. Diese Tenside weisen in wässriger Lösung die erforderliche niedrige Viskosität
auf und sind erfindungsgemäß mit besonderem Vorzug einsetzbar.
Tenside der allgemeinen Formel
[0041]
R
1-CH(OH)CH
20-(AO)
w-(A'O)
x-(A"O)
y-(A'"O)
z-R
2,
in der R
1 und R
2 unabhängig voneinander für einen geradkettigen oder verzweigten, gesättigten oder
ein-beziehungsweise mehrfach ungesättigten C
2-40-Alkyl- oder -Alkenylrest steht; A, A', A" und A"' unabhängig voneinander für einen
Rest aus der Gruppe -CH
2CH
2, -CH
2CH
2-CH
2, -CH
2-CH(CH
3), -CH
2-CH
2-CH
2-CH
2, -CH
2-CH(CH
3)-CH
2-, -CH
2-CH(CH
2-CH
3) steht; und w, x, y und z für Werte zwischen 0,5 und 90 stehen, wobei x, y und/oder
z auch 0 sein können, sind erfindungsgemäß besonders bevorzugt.
[0042] Ganz besonders bevorzugt sind hierbei nichtionische Tenside der allgemeinen Formel
R
1O[CH
2CH(CH
3)O]
x[CH
2CH
2O]
y[CH
2CH(CH
3)O]
zCH
2CH(OH)R
2, in der R
1 für einen linearen oder verzweigten aliphatischen Kohlenwasserstoffrest mit 4 bis
22, insbesondere 6 bis 18, Kohlenstoffatomen oder Mischungen hieraus steht, R
2 einen linearen oder verzweigten Kohlenwasserstoffrest mit 2 bis 26, insbesondere
4 bis 20, Kohlenstoffatomen oder Mischungen hieraus bezeichnet und x und z für Werte
zwischen 0 und 40 und y für einen Wert von mindestens 15, vorzugsweise von 15 bis
120, besonders bevorzugt von 20 bis 80, steht.
[0043] In einer bevorzugten Ausführungsform enthält das maschinelle Geschirrspülmittel,
bezogen auf sein Gesamtgewicht, nichtionisches Tensid der allgemeinen Formel R
1O[CH
2CH(CH
3)O]
x[CH
2CH
2O]
y[CH
2CH(CH
3)O]
zCH
2CH(OH)R
2 in Mengen von 0,1 bis 15 Gew.-%, vorzugsweise von 0,2 bis 10 Gew.-%, besonders bevorzugt
von 0,5 bis 8 Gew.-% und insbesondere von 1,0 bis 6 Gew.-%.
[0044] Bevorzugt sind insbesondere solche endgruppenverschlossene poly(oxyalkylierten) Niotenside
gemäß der Formel R
1O[CH
2CH
2O]
yCH
2CH(OH)R
2, in der R
1 für einen linearen oder verzweigten aliphatischen Kohlenwasserstoffrest mit 4 bis
22, insbesondere mit 6 bis 16, Kohlenstoffatomen oder Mischungen hieraus steht, R
2 einen linearen oder verzweigten Kohlenwasserstoffrest mit 2 bis 26, insbesondere
mit 4 bis 20, Kohlenstoffatomen oder Mischungen hieraus bezeichnet und y für einen
Wert zwischen 15 und 120 vorzugsweise 20 bis 100, insbesondere 20 bis 80 steht. Zur
Gruppe dieser nichtionischen Tenside zählen beispielsweise Hydroxymischether der allgemeinen
Formel C
6-22-CH(OH)CH
2O(EO)
20-120-C
2-26, zum Beispiel die C
8-12 Fettalkohol-(EO)
22-2-hydroxydecylether und die C
4-22 Fettalkohol-(EO)
40-80-2-hydroxyalkylether.
[0045] Ein erfindungsgemäß bevorzugtes maschinelles Geschirrspülmittel ist insbesondere
dadurch gekennzeichnet, dass als schwachschäumendes nichtionisches Tensid ein Tensid
der allgemeinen Formel R
1CH(OH)CH
2O-(CH
2CH
2O)
20-120- R
2 eingesetzt wird, wobei R
1 und R
2 unabhängig voneinander für einen linearen oder verzweigten aliphatischen Kohlenwasserstoffrest
mit 2 bis 20, insbesondere 4 bis 16, Kohlenstoffatomen stehen.
[0046] Bevorzugt sind weiterhin Tenside der Formel R
1O[CH
2CH(CH
3)O]
x[CH
2CH
2O]
yCH
2CH(OH)R
2, in der R
1 für einen linearen oder verzweigten aliphatischen Kohlenwasserstoffrest mit 4 bis
22 Kohlenstoffatomen oder Mischungen hieraus steht, R
2 einen linearen oder verzweigten Kohlenwasserstoffrest mit 2 bis 26 Kohlenstoffatomen
oder Mischungen hieraus bezeichnet und x für Werte zwischen 0,5 und 4, vorzugsweise
0,5 bis 1,5, und y für einen Wert von mindestens 15 steht.
[0047] Erfindungsgemäß sind weiterhin auch Tenside der allgemeinen Formel R
1O[CH
2CH(CH
3)O]
x[CH
2CH
2O]
yCH
2CH(OH)R
2 bevorzugt, in der R
1 für einen linearen oder verzweigten aliphatischen Kohlenwasserstoffrest mit 4 bis
22 Kohlenstoffatomen oder Mischungen hieraus steht, R
2 einen linearen oder verzweigten Kohlenwasserstoffrest mit 2 bis 26 Kohlenstoffatomen
oder Mischungen hieraus bezeichnet und x für einen Wert zwischen 1 und 40 und y für
einen Wert zwischen 15 und 40 steht, wobei die Alkyleneinheiten [CH
2CH(CH
3)O] und [CH
2CH
2O] randomisiert, das heißt in Form einer statistischen, zufälligen Verteilung vorliegen.
[0048] Zur Gruppe der bevorzugten endgruppenverschlossenen poly(oxyalkylierten) Niotenside
zählen auch Niotenside der Formel
R
1O[CH
2CH
2O]
x[CH
2CH(R
3)O]
yCH
2CH(OH)R
2,
in der R
1 und R
2 unabhängig voneinander für einen linearen oder verzweigten, gesättigten oder ein-
beziehungsweise mehrfach ungesättigten Kohlenwasserstoffrest mit 2 bis 26 Kohlenstoffatomen
steht, R
3 unabhängig voneinander ausgewählt ist aus -CH
3, -CH
2CH
3,-CH
2CH
2-CH
3, -CH(CH
3)
2, vorzugsweise jedoch für -CH
3 steht, und x und y unabhängig voneinander für Werte zwischen 1 und 32 stehen, wobei
Niotenside mit R
3 = -CH
3 und Werten für x von 15 bis 32 und y von 0,5 und 1,5 ganz besonders bevorzugt sind.
[0049] Weitere bevorzugt einsetzbare Niotenside sind die endgruppenverschlossenen poly(oxyalkylierten)
Niotenside der Formel
R
1O[CH
2CH(R
3)O]
x[CH
2]
kCH(OH)[CH
2]
jOR
2,
in der R
1 und R
2 für lineare oder verzweigte, gesättigte oder ungesättigte, aliphatische oder aromatische
Kohlenwasserstoffreste mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen stehen, R
3 für H oder einen Methyl-, Ethyl-, n-Propyl-, iso-Propyl, n-Butyl-, 2-Butyl- oder
2-Methyl-2-Butylrest steht,
[0050] x für Werte zwischen 1 und 30, k und j für Werte zwischen 1 und 12, vorzugsweise
zwischen 1 und 5 stehen. Wenn der Wert x 2 ist, kann jedes R
3 in der obenstehenden Formel R
1O[CH
2CH(R
3)O]
x[CH
2]
kCH(OH)[CH
2]
jOR
2 unterschiedlich sein. R
1 und R
2 sind vorzugsweise lineare oder verzweigte, gesättigte oder ungesättigte, aliphatische
oder aromatische Kohlenwasserstoffreste mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen, wobei Reste
mit 8 bis 18 C-Atomen besonders bevorzugt sind. Für den Rest R
3 sind H, -CH
3 oder -CH
2CH
3 besonders bevorzugt. Besonders bevorzugte Werte für x liegen im Bereich von 1 bis
20, insbesondere von 6 bis 15.
[0051] Wie vorstehend beschrieben, kann jedes R
3 in der obenstehenden Formel unterschiedlich sein, falls x 2 ist. Hierdurch kann die
Alkylenoxideinheit in der eckigen Klammer variiert werden. Steht x beispielsweise
für 3, kann der Rest R
3 ausgewählt werden, um Ethylenoxid-(R
3 = H) oder Propylenoxid- (R
3 = CH
3) Einheiten zu bilden, die in jedweder Reihenfolge aneinandergefügt sein können, beispielsweise
(EO)(PO)(EO), (EO)(EO)(PO), (EO)(EO)(EO), (PO)(EO)(PO), (PO)(PO)(EO) und (PO)(PO)(PO).
Der Wert 3 für x ist hierbei beispielhaft gewählt worden und kann durchaus größer
sein, wobei die Variationsbreite mit steigenden x-Werten zunimmt und beispielsweise
eine große Anzahl (EO)-Gruppen, kombiniert mit einer geringen Anzahl (PO)-Gruppen
einschließt, oder umgekehrt.
[0052] Besonders bevorzugte endgruppenverschlossene poly(oxyalkylierte) Alkohole der obenstehenden
Formel weisen Werte von k = 1 und j = 1 auf, so dass sich die vorstehende Formel zu
R
1O[CH
2CH(R
3)O]
x(CH
2CH(OH)CH
2OR
2 vereinfacht. In der letztgenannten Formel sind R
1, R
2 und R
3 wie oben definiert und x steht für Zahlen von 1 bis 30, vorzugsweise von 1 bis 20
und insbesondere von 6 bis 18. Besonders bevorzugt sind Tenside, bei denen die Reste
R
1 und R
2 9 bis 14 C-Atome aufweisen, R
3 für H steht und x Werte von 6 bis 15 annimmt.
[0053] Weitere bevorzugt eingesetzte nichtionische Tenside sind nichtionische Tenside der
allgemeinen Formel R
1O(AlkO)
xM(OAlk)
yOR
2, wobei
R1 und R2 unabhängig voneinander für einen verzweigten oder unverzweigten, gesättigten oder
ungesättigten, gegebenenfalls hydroxylierten Alkylrest mit 4 bis 22 Kohlenstoffatomen
stehen;
Alk für einen verzweigten oder unverzweigten Alkylrest mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen
steht; x und y unabhängig voneinander für Werte zwischen 1 und 70 stehen; und
M für einen Alkylrest aus der Gruppe CH2, CHR3, CR3R4, CH2CHR3 und CHR3CHR4 steht, wobei R3 und R4 unabhängig voneinander für einen verzweigten oder unverzweigten, gesättigten oder
ungesättigten Alkylrest mit 1 bis 18 Kohlenstoffatomen stehen.
[0054] Bevorzugt sind hierbei nichtionische Tenside der allgemeinen Formel
R
1-CH(OH)CH
2-O(CH
2CH
2O)
xCH
2CHR(OCH
2CH
2)
y-CH
2CH(OH)-R
2,
wobei R, R
1 und R
2 unabhängig voneinander für einen Alkylrest oder Alkenylrest mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen;
x und y unabhängig voneinander für Werte zwischen 1 und 40 stehen
[0055] Bevorzugt sind hierbei insbesondere Verbindungen der allgemeinen Formel
R
1-CH(OH)CH
2-O(CH
2CH
2O)
xCH
2CHR(OCH
2CH
2)
yO-CH
2CH(OH)-R
2,
in denen R für einen linearen, gesättigten Alkylrest mit 8 bis 16 Kohlenstoffatomen,
vorzugsweise 10 bis 14 Kohlenstoffatomen steht und n und m unabhängig voneinander
Werte von 20 bis 30 aufweisen. Entsprechende Verbindungen können beispielsweise durch
Umsetzung von Alkyldiolen HO-CHR-CH
2-OH mit Ethylenoxid erhalten werden, wobei im Anschluss eine Umsetzung mit einem Alkylepoxid
zum Verschluss der freien OH-Funktionen unter Ausbildung eines Dihydroxyethers erfolgt.
[0056] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das nichtionische Tensid ausgewählt
aus nichtionischen Tensiden der allgemeinen Formel
R
1-O(CH
2CH
2O)
xCR
3R
4(OCH
2CH
2)
yO-R
2,
in der R
1 und R
2 unabhängig voneinander für einen Alkylrest oder Alkenylrest mit 4 bis 22 Kohlenstoffatomen;
R
3 und R
4 unabhängig voneinander für H oder für einen Alkylrest oder Alkenylrest mit 1 bis
18 Kohlenstoffatomen und
x und y unabhängig voneinander für Werte zwischen 1 und 40 stehen.
[0057] Bevorzugt sind hierbei insbesondere Verbindungen der allgemeinen Formel
R
1-O(CH
2CH
2O)
xCR
3R
4(OCH
2CH
2)
yO-R
2,
in der R
3 und R
4 für H stehen und die Indices x und y unabhängig voneinander Werte von 1 bis 40, vorzugsweise
von 1 bis 15 annehmen.
[0058] Besonders bevorzugt sind insbesondere Verbindungen der allgemeinen Formel
R
1-O(CH
2CH
2O)
xCR
3R
4(OCH
2CH
2)
yO-R
2,
in der die Reste R
1 und R
2 unabhängig voneinander gesättigte Alkylreste mit 4 bis 14 Kohlenstoffatome darstellen
und die Indices x und y unabhängig voneinander Werte von 1 bis 15 und insbesondere
von 1 bis 12 annehmen.
[0059] Weiterhin bevorzugt sind solche Verbindungen der allgemeinen Formel
R
1-O(CH
2CH
2O)
xCR
3R
4(OCH
2CH
2)
yO-R
2,
in der einer der Reste R
1 und R
2 verzweigt ist.
[0060] Ganz besonders bevorzugt sind Verbindungen der allgemeinen Formel
R
1-O(CH
2CH
2O)
xCR
3R
4(OCH
2CH
2)
yO-R
2,
in der die Indices x und y unabhängig voneinander Werte von 8 bis 12 annehmen.
[0061] Die angegebenen C-Kettenlängen sowie Ethoxylierungsgrade beziehungsweise Alkoxylierungsgrade
der vorgenannten Niotenside stellen statistische Mittelwerte dar, die für ein spezielles
Produkt eine ganze oder eine gebrochene Zahl sein können. Aufgrund der Herstellverfahren
bestehen Handelsprodukte der genannten Formeln zumeist nicht aus einem individuellen
Vertreter, sondern aus Gemischen, wodurch sich sowohl für die C-Kettenlängen als auch
für die Ethoxylierungsgrade beziehungsweise Alkoxylierungsgrade Mittelwerte und daraus
folgend gebrochene Zahlen ergeben können.
[0062] Selbstverständlich können die vorgenannten nichtionischen Tenside nicht nur als Einzelsubstanzen,
sondern auch als Tensidgemische aus zwei, drei, vier oder mehr Tensiden eingesetzt
werden. Als Tensidgemische werden dabei nicht Mischungen nichtionischer Tenside bezeichnet,
die in ihrer Gesamtheit unter eine der oben genannten allgemeinen Formeln fallen,
sondern vielmehr solche Mischungen, die zwei, drei, vier oder mehr nichtionische Tenside
enthalten, die durch unterschiedliche der vorgenannten allgemeinen Formeln beschrieben
werden können.
[0063] Insbesondere bevorzugt sind solche nichtionische Tenside, die einen Schmelzpunkt
oberhalb Raumtemperatur aufweisen. Nichtionische(s) Tensid(e) mit einem Schmelzpunkt
oberhalb von 20°C, vorzugsweise oberhalb von 25°C, besonders bevorzugt zwischen 25
und 60°C und insbesondere zwischen 26,6 und 43,3°C, ist/sind besonders bevorzugt.
[0064] Der Gewichtsanteil des nichtionischen Tensids am Gesamtgewicht des erfindungsgemäßen
Reinigungsmittels beträgt in einer bevorzugten Ausführungsform von 0,1 bis 20 Gew.-%,
besonders bevorzugt von 0,5 bis 15 Gew.-%, insbesondere von 2,5 bis 10 Gew.-%.
[0065] Bevorzugte Reinigungsmittel sind weiterhin dadurch gekennzeichnet, dass sie weniger
als 1,0 Gew.-% und insbesondere kein anionisches Tensid enthalten, da der Zusatz anionischer
Tenside sich im Hinblick auf die Tabletten(phasen)eigenschaften, insbesondere deren
Härte, Friabilität und Nachhärteverhalten als nachteilig erwiesen hat.
[0066] Stoffe, die auch als Inhaltsstoffe von kosmetischen Mitteln dienen, werden nachfolgend
gegebenenfalls gemäß der International Nomenclature Cosmetic Ingredient (INCI) Nomenklatur
bezeichnet. Chemische Verbindungen tragen eine INCI Bezeichnung in englischer Sprache.
Die INCI Bezeichnung sind dem "International Cosmetic Ingredient Dictionary and Handbook,
7th Edition (1997)" zu entnehmen, das von The Cosmetic, Toiletry and Fragrance Association
(CTFA), Washington D.C. (USA) herausgegeben wird. Die Angabe CAS bedeutet, dass es
sich bei der nachfolgenden Zahlenfolge um eine Bezeichnung des Chemical Abstracts
Service handelt.
[0067] Der Einsatz von Buildersubstanzen wie Silikaten, Aluminiumsilikaten (insbesondere
Zeolithen), Salze organischer Di- und Polycarbonsäuren sowie Mischungen dieser Stoffe,
vorzugsweise wasserlöslicher Buildersubstanzen, kann von Vorteil sein. Organische
Buildersubstanzen, welche in dem erfindungsgemäßen Reinigungsmittel vorhanden sein
können, sind beispielsweise die in Form ihrer Natriumsalze einsetzbaren Polycarbonsäuren,
wobei unter Polycarbonsäuren solche Carbonsäuren verstanden werden, die mehr als eine
Säurefunktion tragen. Beispielsweise sind dies Citronensäure, Adipinsäure, Bernsteinsäure,
Glutarsäure, Äpfelsäure, Weinsäure, Maleinsäure, Fumarsäure, Zuckersäuren, Aminocarbonsäuren,
Nitrilotriessigsäure (NTA), Methylglycindiessigsäure (MGDA) und deren Abkömmlinge
sowie Mischungen aus diesen. Bevorzugte Salze sind die Salze der Polycarbonsäuren
wie Citronensäure, Adipinsäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure, Weinsäure, Zuckersäuren
und Mischungen aus diesen. Besonders bevorzugte erfindungsgemäße Reinigungsmittel,
insbesondere maschinelle Geschirrspülmittel enthalten als eines ihrer wesentlichen
Gerüststoffe ein oder mehrere Salze der Citronensäure, also Citrate. Diese sind vorzugsweise
in einem Anteil von 2 bis 40 Gew.-%, insbesondere von 5 bis 30 Gew.-%, besonders von
7 bis 20 Gew.-% bezogen auf das Gesamtgewicht des Geschirrspülmittels von 100 Gew.-%
enthalten. Citrate werden bevorzugt in Kombination mit Carbonaten und/oder Hydroxycarbonaten
eingesetzt. Besonders bevorzugt ist der Einsatz von Carbonat(en) und/oder Hydrogencarbonat(en),
vorzugsweise Alkalicarbonat(en), besonders bevorzugt Natriumcarbonat, in Mengen von
2 bis 30 Gew.-%, vorzugsweise von 4 bis 28 Gew.-% und insbesondere von 8 bis 24 Gew.-%,
jeweils bezogen auf das Gewicht des maschinellen Geschirrspülmittels. Bevorzugte maschinelle
Geschirrspülmittelsind daher durch eine Gerüststoffkombination aus Citrat und Carbonat
und/oder Hydrogencarbonat gekennzeichnet.
[0068] Besonders bevorzugte Reinigungsmittel sind dadurch gekennzeichnet, dass das Geschirrspülmittel
neben Citrat und (Hydrogen-)Carbonat mindestens einen weiteren phosphorfreien Gerüststoff
enthält, wobei der weitere phosphorfreie Gerüststoff vorzugsweise ausgewählt ist aus
Methylglycindiessigsäure (MGDA), Glutaminsäurediacetat (GLDA), Asparaginsäurediacetat
(ASDA), Hydroxyethyliminodiacetat (HEIDA), Iminodisuccinat (IDS) und Ethylendiamindisuccinat
(EDDS), besonders bevorzugt aus MGDA und GLDA, wobei der Gewichtsanteil der Gerüststoffe,
bezogen auf das Gesamtgewicht des Reinigungsmittels, bevorzugt 5 bis 80 Gew.-%, vorzugsweise
15 bis 75 Gew.-% und insbesondere 30 bis 70 Gew.-% beträgt. Der Gew.-%-Anteil des
(Hydrogen-)Carbonats und Citrats beträgt hierbei vorzugsweise wie zuvor angegeben.
Der Gew.-%-Anteil des weiteren phosphorfreien Gerüststoffs, insbesondere des MGDA
und/oder GLDA, beträgt vorzugsweise 2 bis 40 Gew.-%, insbesondere 5 bis 30 Gew.-%,
vor allem 7 bis 20 Gew.-%. Die Kombination von mindestens drei Gerüststoffen aus der
oben genannten Gruppe hat sich für die Reinigungs- und Klarspülleistung erfindungsgemäßer
Reinigungsmittel, insbesondere maschineller Geschirrspülmittel als vorteilhaft erwiesen.
[0069] Als Gerüststoffe, welche ebenfalls im erfindungsgemäßen Reinigungsmittel enthalten
sein können, sind weiterhin polymere Polycarboxylate geeignet. Dies sind beispielsweise
die Alkalimetallsalze der Polyacrylsäure oder der Polymethacrylsäure, zum Beispiel
solche mit einer relativen Molekülmasse von 600 bis 750.000 g/mol. Geeignete Polymere
sind insbesondere Polyacrylate, die bevorzugt eine Molekülmasse von 1.000 bis 15.000
g/mol aufweisen. Aufgrund ihrer überlegenen Löslichkeit können aus dieser Gruppe wiederum
die kurzkettigen Polyacrylate, die Molmassen von 1.000 bis 10.000 g / mol, und besonders
bevorzugt von 1.000 bis 5.000 g/mol, aufweisen, bevorzugt sein.
[0070] Geeignet sind weiterhin copolymere Polycarboxylate, insbesondere solche der Acrylsäure
mit Methacrylsäure und der Acrylsäure oder Methacrylsäure mit Maleinsäure. Zur Verbesserung
der Wasserlöslichkeit können die Polymere auch Allylsulfonsäuren, wie Allyloxybenzolsulfonsäure
und Methallylsulfonsäure, als Monomer enthalten.
[0071] Bevorzugt werden lösliche Gerüststoffe, wie beispielsweise Citronensäure, oder Acrylpolymere
mit einer Molmasse von 1.000 bis 5.000 g/mol in flüssigen Reinigungsmitteln eingesetzt.
[0072] Der Gehalt der an (homo)polymeren Polycarboxylaten beträgt vorzugsweise 0,5 bis 20
Gew.-% und insbesondere 3 bis 10 Gew.-%.
[0073] Erfindungsgemäße Reinigungsmittel können als Gerüststoff weiterhin kristalline schichtförmige
Silikate der allgemeinen Formel NaMSix02x+1 • H
2O, worin M Natrium oder Wasserstoff darstellt, x eine Zahl von 1,9 bis 22, vorzugsweise
von 1,9 bis 4, wobei besonders bevorzugte Werte für x 2, 3 oder 4 sind, und y für
eine Zahl von 0 bis 33, vorzugsweise von 0 bis 20 steht. Einsetzbar sind auch amorphe
Natriumsilikate mit einem Modul Na
2O : SiO
2 von 1:2 bis 1:3,3, vorzugsweise von 1:2 bis 1:2,8 und insbesondere von 1:2 bis 1:2,6,
welche vorzugsweise löseverzögert sind und Sekundärwascheigenschaften aufweisen.
[0074] In bevorzugten erfindungsgemäßen maschinellen Geschirrspülmitteln wird der Gehalt
an Silikaten, bezogen auf das Gesamtgewicht des Reinigungsmittels, auf Mengen unterhalb
10 Gew.-%, vorzugsweise unterhalb 5 Gew.-% und insbesondere unterhalb 2 Gew.-% begrenzt.
Besonders bevorzugte erfindungsgemäße maschinelle Geschirrspülmittel sind silikatfrei.
[0075] In Ergänzung zu den vorgenannten Gerüststoffen können die erfindungsgemäßen Mittel
Alkalimetallhydroxide enthalten. Diese Alkaliträger werden in den Reinigungsmitteln
bevorzugt nur in geringen Mengen, vorzugsweise in Mengen unterhalb 10 Gew.-%, bevorzugt
unterhalb 6 Gew.-%, vorzugsweise unterhalb 5 Gew.-%, besonders bevorzugt zwischen
0,1 und 5 Gew.-% und insbesondere zwischen 0,5 und 5 Gew.-%, jeweils bezogen auf das
Gesamtgewicht des Reinigungsmittels eingesetzt. Alternative Reinigungsmittel sind
frei von Alkalimetallhydroxiden.
[0076] Erfindungsgemäße Mittel können weiterhin Phosphonat(e) als Gerüststoff enthalten.
Erfindungsgemäß einsetzbare Phosphonate sind vorzugsweise ausgewählt aus Aminotrimethylenphosphonsäure
(ATMP); Ethylendiamintetra(methylenphosphonsäure) (EDTMP); Diethylentriaminpen-ta(methylenphosphonsäure)
(DTPMP); 1-Hydroxyethan-1,1-diphosphonsäure (HEDP); 2-Phosphonobutan-1,2,4-tricarbonsäure
(PBTC); Hexamethylendiamintetra(methylenphosphonsäure) (HDTMP) und Nitrilotri(methylenphosphonsäure)
(NTMP), wobei mit besonderem Vorzug 1-Hydroxyethan-1,1-diphosphonsäure (HEDP) und
Diethylentriaminpenta(methylenphosphonsäure) (DTPMP) eingesetzt werden. Phosphonat(e)
werden in erfindungsgemäßen Mitteln vorzugsweise in Mengen von 0,5 bis 20 Gew.-%,
insbesondere von 0,5 bis 10 Gew.-% und vor allem von 0,5 bis 8 Gew.-% eingesetzt.
[0077] Neben den bisher genannten Komponenten können die erfindungsgemäßen Mittel weitere
Inhaltsstoffe enthalten. Hierzu zählen beispielsweise weitere Tenside, Additive zur
Verbesserung des Ablauf- und Trocknungsverhaltens, zur Einstellung der Viskosität,
zur Stabilisierung sowie weitere in Handgeschirrspülmitteln übliche Hilfs- und Zusatzstoffe,
etwa UV-Stabilisatoren, Parfüm, Perlglanzmittel, Farbstoffe, Korrosionsinhibitoren,
Konservierungsmittel, organische Salze, Desinfektionsmittel, Enzyme, pH-Stellmittel
sowie Hautgefühl-verbessernde oder pflegende Additive.
[0078] Als Additive geeignete Polymere sind insbesondere Maleinsäure-Acrylsäure-Copolymer-Na-Salz
(beispielsweise Sokalan
® CP 5 der Firma BASF, Ludwigshafen (Deutschland)), modifiziertes Polyacrylsäure-Na-Salz
(beispielsweise Sokalan
® CP 10 der Firma BASF, Ludwigshafen (Deutschland)), modifiziertes Polycarboxylat-Na-Salz
(beispielsweise Sokalan
® HP 25 der Firma BASF, Ludwigshafen (Deutschland)), Polyalkylenoxid, modifiziertes
Heptamethyltrisiloxan (beispielsweise Silwet
® L-77 der Firma BASF, Ludwigshafen (Deutschland)), Polyalkylenoxid, modifiziertes
Heptamethyltrisiloxan (beispielsweise Silwet
® L-7608 der Firma BASF, Ludwigshafen (Deutschland)) sowie Polyethersiloxane (Copolymere
von Polymethylsiloxanen mit Ethylenoxid-/Propylenoxidsegmenten (Polyetherblöcken)),
vorzugsweise wasserlösliche lineare Polyethersiloxane mit terminalen Polyetherblöcken
wie Tegopren
® 5840, Tegopren
® 5843, Tegopren
® 5847, Tegopren
® 5851, Tegopren
® 5863 oder Tegopren
® 5878 der Firma Evonik, Essen (Deutschland). Als Additive geeignete Buildersubstanzen
sind insbesondere Polyasparaginsäure-Na-Salz, Ethylendiamintriacetatkokosalkylacetamid
(beispielsweise Rewopol
® CHT 12 der Firma Evonik, Essen (Deutschland)), Methylglycindiessigsäure-Tri-Na-Salz
und Acetophosphonsäure. Mischungen mit tensidischen oder polymeren Additiven zeigen
im Falle von Tegopren
® 5843 und Tegopren
® 5863 Synergismen. Der Einsatz der Tegopren-Typen 5843 und 5863 ist jedoch bei der
Anwendung auf harte Oberflächen aus Glas, insbesondere Glasgeschirr, weniger bevorzugt,
da diese Silikontenside auf Glas aufziehen können. In einer besonderen Ausführungsform
der Erfindung wird auf die genannten Additive verzichtet.
[0079] Ein bevorzugtes Reinigungsmittel, insbesondere Geschirrspülmittel, umfasst weiterhin
ein Bleichmittel, insbesondere ein Sauerstoffbleichmittel sowie gegebenenfalls einen
Bleichaktivator und/oder Bleichkatalysator. Als bevorzugtes Belichmittel enthalten
erfindungsgemäße Reinigungsmittel ein Sauerstoffbleichmittel aus der Gruppe Natriumpercarbonat,
Natriumperborattetrahydrat und Natriumperboratmonohydrat. Weitere brauchbare Bleichmittel
sind beispielsweise Peroxypyrophosphate, Citratperhydrate sowie H
2O
2 liefernde persaure Salze oder Persäuren, wie Perbenzoate, Peroxophthalate, Diperazelainsäure,
Phthaloiminopersäure oder Diperdodecandisäure. Weiterhin können auch Bleichmittel
aus der Gruppe der organischen Bleichmittel eingesetzt werden. Typische organische
Bleichmittel sind die Diacylperoxide, wie zum Beispiel Dibenzoylperoxid. Weitere typische
organische Bleichmittel sind die Peroxysäuren, wobei als Beispiele besonders die Alkylperoxysäuren
und die Arylperoxysäuren genannt werden. Wegen seiner guten Bleichleistung wird das
Natriumpercarbonat besonders bevorzugt. Ein besonders bevorzugtes Sauerstoffbleichmittel
ist Natriumpercarbonat.
[0080] Als Bleichaktivatoren können Verbindungen, die unter Perhydrolysebedingungen aliphatische
Peroxocarbonsäuren mit vorzugsweise 1 bis 10 C-Atomen, insbesondere 2 bis 4 C-Atomen,
und/oder gegebenenfalls substituierte Perbenzoesäure ergeben, eingesetzt werden. Geeignet
sind Substanzen, die 0- und/oder N-Acylgruppen der genannten C-Atomzahl und/oder gegebenenfalls
substituierte Benzoylgruppen tragen. Bevorzugt werden mehrfach acylierte Alkylendiamine,
wobei sich Tetraacetylethylendiamin (TAED) als besonders geeignet erwiesen hat.
[0081] Bei den Bleichkatalysatoren handelt es sich um bleichverstärkende Übergangsmetallsalze
beziehungsweise Übergangsmetallkomplexe wie beispielsweise Mn-, Fe-, Co-, Ru - oder
Mo-Salenkomplexe oder - carbonylkomplexe. Auch Mn-, Fe-, Co-, Ru-, Mo-, Ti-, V- und
Cu-Komplexe mit N-haltigen Tripod-Liganden sowie Co-, Fe- Cu- und Ru-Amminkomplexe
sind als Bleichkatalysatoren verwendbar. Mit besonderem Vorzug werden Komplexe des
Mangans in der Oxidationsstufe II, III, IV oder IV eingesetzt, die vorzugsweise einen
oder mehrere makrocyclische(n) Ligand(en) mit den Donorfunktionen N, NR, PR, O und/oder
S enthalten. Vorzugsweise werden Liganden eingesetzt, die Stickstoff-Donorfunktionen
aufweisen. Dabei ist es besonders bevorzugt, Bleichkatalysator(en) in den erfindungsgemäßen
Mitteln einzusetzen, welche als makromolekularen Liganden 1,4,7-Trimethyl-1,4,7-triazacyclononan
(Me-TACN), 1,4,7-Triazacyclononan (TACN), 1,5,9-Trimethyl-1,5,9-triazacyclododecan
(Me-TACD), 2-Methyl-1-1,4,7-trimethyl-1,4,7-triazacyclononan (Me/Me-TACN) und/oder
2-Methyl-1,4,7-triazacyclononan (Me/TACN) enthalten. Geeignete Mangankomplexe sind
beispielsweise [Mn
III2(µ-O)
1(µ-OAc)
2(TACN)
2](ClO
4)
2, [Mn
IIIMn
IV(µ-O)
2(µ-OAc)
1(TACN)
2](BPh
4)
2, [Mn
IV4(µ-O)
6(TACN)
4](ClO
4)
4, [Mn
III2(µ-O)
1(µ-OAc)
2(Me-TACN)
2](ClO
4)
2, [Mn
IIIMn
IV(µ-O)
1(µ-OAc)
2(Me-TACN)
2](ClO
4)
3, [Mn
IV2(µ-O)
3(Me-TACN)
2](PF
6)
2 und [Mn
IV2(µ-O)
3(Me/Me-TACN)
2](PF
6)
2(mit OAc = OC(O)CH
3).
[0082] Daneben können noch ein oder mehrere weitere übliche Hilfs- und Zusatzstoffe, insbesondere
UV-Stabilisatoren, Parfüm, Perlglanzmittel (INCI Opacifying Agents; beispielsweise
Glykoldistearat, beispielsweise Cutina
® AGS der Fa. Cognis, beziehungsweise dieses enthaltende Mischungen, beispielsweise
die Euperlane
® der Fa. Cognis), Farbstoffe, Korrosionsinhibitoren, Konservierungsmittel (beispielsweise
das technische auch als Bronopol bezeichnete 2-Brom-2-nitropropan-1,3-diol (CAS 52-51-7),
das beispielsweise als Myacide
® BT oder als Boots Bronopol BT von der Firma Boots gewerblich erhältlich ist), Desinfektionsmittel,
pH-Stellmittel sowie Hautgefühl-verbessernde oder pflegende Additive (beispielsweise
dermatologisch wirksame Substanzen wie Vitamin A, Vitamin B2, Vitamin B12, Vitamin
C, Vitamin E, D-Panthenol, Sericerin, Collagen-Partial-Hydrolysat, verschiedene pflanzliche
Protein-Partial-Hydrolysate, Proteinhydrolysat-Fettsäure-Kondensate, Liposome, Cholesterin,
pflanzliche und tierische Öle wie beispielsweise Lecithin, Sojaöl, usw., Pflanzenextrakte
wie beispielsweise Aloe Vera, Azulen, Hamamelisextrakte, Algenextrakte, usw., Allantoin,
A.H.A.-Komplexe), in Mengen von üblicherweise nicht mehr als 5 Gew.-% enthalten sein.
[0083] Beim Einsatz von Benzoesäure, Salicylsäure oder Milchsäure als pH-Regulatoren und/oder
PufferSubstanzen können diese Verbindungen die antibakterielle Wirkung des Silbers
und/oder der Silberverbindung unterstützen beziehungsweise verstärken.
[0084] Erfindungsgemäße Geschirrspülmittel enthalten in einer bevorzugten Ausführungsform
als weiteren Bestandteil mindestens ein Zinksalz. Bei dem Zinksalz kann es sich hierbei
um ein anorganisches oder organisches Zinksalz handeln. Das erfindungsgemäß einzusetzende
Zinksalz hat vorzugsweise in Wasser eine Löslichkeit oberhalb 100 mg/l, vorzugsweise
oberhalb 500 mg/l, besonders bevorzugt oberhalb 1 g/l und insbesondere oberhalb 5
g/l (alle Löslichkeiten bei 20°C Wassertemperatur). Das anorganische Zinksalz ist
vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Zinkbromid, Zinkchlorid, Zinkiodid,
Zinknitrat und Zinksulfat. Das organische Zinksalz ist vorzugsweise ausgewählt aus
der Gruppe bestehend aus Zinksalzen monomerer oder polymerer organischer Säuren, insbesondere
aus der Gruppe Zinkacetat, Zinkacetylacetonat, Zinkbenzoat, Zinkformiat, Zinklactat,
Zinkgluconat, Zinkricinoleat, Zinkabietat, Zinkvalerat und Zink-p-toluolsulfonat.
In einer erfindungsgemäß besonders bevorzugten Ausführungsform wird als Zinksalz Zinkacetat
eingesetzt.
[0085] Das Zinksalz ist in erfindungsgemäßen Geschirrspülmitteln vorzugsweise in einer Menge
von 0,01 bis 3 Gew.-%, besonders bevorzugt in einer Menge von 0,05 bis 2 Gew.-%, insbesondere
in einer Menge von 0,1 bis 1 Gew.-%, enthalten.
[0086] Die vorliegende Anmeldung hat in einer bevorzugten Ausführungsform maschinelle Geschirrspülmittel
zum Gegenstand. Als maschinelle Geschirrspülmittel werden nach Maßgabe dieser Anmeldung
Zusammensetzungen bezeichnet, die zur Reinigung verschmutzten Geschirrs in einem maschinellen
Geschirrspülverfahren eingesetzt werden können. Damit unterscheiden sich die erfindungsgemäßen
maschinellen Geschirrspülmittel beispielsweise von den maschinellen Klarspülmitteln,
die stets in Kombination mit maschinellen Geschirrspülmitteln eingesetzt werden und
keine eigene Reinigungswirkung entfalten.
[0087] Die erfindungsgemäßen Reinigungsmittel, insbesondere maschinelle Geschirrspülmittel
liegen vorzugsweise in Form eines Formkörpers, insbesondere eines Kompaktats, vor
allem einer Tablette, vor. Sie können jedoch auch in Kombination mit anderen Angebotsformen,
insbesondere in Kombination mit festen Angebotsformen wie Pulver, Granulaten oder
Extrudaten oder in Kombination mit flüssigen Angebotsformen auf Basis von Wasser und/oder
organischen Lösungsmitteln vorliegen. Bei dem Formkörper kann es sich beispielsweise
auch um ein Granulat handeln, das in einem Beutel oder einer Gießform enthalten ist.
[0088] Erfindungsgemäße Mittel können als einphasige oder mehrphasige Produkte konfektioniert
werden. Bevorzugt sind insbesondere maschinelle Geschirrspülmittel mit einer, zwei,
drei oder vier Phasen. Maschinelle Geschirrspülmittel, dadurch gekennzeichnet, dass
sie in Form einer vorgefertigten Dosiereinheit mit zwei oder mehr Phasen vorliegen,
sind besonders bevorzugt. Besonders bevorzugt sind insbesondere zwei- oder mehrphasige
Tabletten, beispielsweise Zweischichttabletten, insbesondere Zweischichttabletten
mit Mulde und einem in der Mulde befindlichen Formkörper.
[0089] Erfindungsgemäße Reinigungsmittel werden vorzugsweise zu Dosiereinheiten vorkonfektioniert.
Diese Dosiereinheiten umfassen vorzugsweise die für einen Reinigungsgang notwendige
Menge an wasch- oder reinigungsaktiven Substanzen. Bevorzugte Dosiereinheiten weisen
ein Gewicht zwischen 12 und 30 g, bevorzugt zwischen 14 und 26 g und insbesondere
zwischen 15 und 22 g auf. Das Volumen der vorgenannten Dosiereinheiten sowie deren
Raumform sind mit besonderem Vorzug so gewählt, dass eine Dosierbarkeit der vorkonfektionierten
Einheiten über die Dosierkammer einer Geschirrspülmaschine gewährleistet ist. Das
Volumen der Dosiereinheit beträgt daher bevorzugt zwischen 10 und 35 ml, vorzugsweise
zwischen 12 und 30 ml und insbesondere zwischen 15 und 25 ml.
[0090] Die erfindungsgemäßen Reinigungsmittel, insbesondere die vorgefertigten Dosiereinheiten,
weisen in einer bevorzugten Ausführungsform eine wasserlösliche Umhüllung auf.
[0091] In einer weiteren Ausführungsform wird die der vorliegenden Erfindung zugrundeliegende
Aufgabe gelöst durch ein Verfahren zum Reinigen von harten Oberflächen, insbesondere
von Geschirr, in welchem die Oberfläche in an sich bekannter Weise unter Verwendung
eines zuvor beschriebenen Reinigungsmittels bearbeitet wird. Insbesondere erfolgt
die Reinigung mit einer Reinigungsmaschine, besonders mit einer Geschirrspülmaschine.
[0092] Vorzugsweise erfolgt die Reinigung bei einer Temperatur im Bereich von 30 °C bis
70 °C, insbesondere von 35 °C bis 60 °C, besonders von 40 °C bis 50 °C. In diesem
Temperaturbereich sind die in der Enzymzubereitung enthaltenden Enzyme, insbesondere
die Amylase, sehr aktiv und können so eine gute Reinigung von harten Oberflächen,
insbesondere von Geschirr ermöglichen.
[0093] In einer weiteren Ausführungsform betrifft die vorliegende Erfindung die Verwendung
eines erfindungsgemäßen Reinigungsmittels zur Reinigung von harten Oberflächen, insbesondere
zur Entfernung stärkehaltiger Anschmutzungen. Bei den harten Oberflächen handelt es
sich vorzugsweise um Geschirr. Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung die
Verwendung eines zuvor beschriebenen Reinigungsmittels zur Reinigung von Geschirr
in einer Geschirrspülmaschine.
[0094] Weiterhin betrifft die vorliegende Erfindung die Verwendung von Hydroxamsäure und/oder
deren Salze zur Verbesserung der Reinigungsleistung von Reinigungsmitteln für harte
Oberflächen, insbesondere zur Entfernung stärkehaltiger Anschmutzungen.
Ausführungsbeispiel:
[0095] Es wurde ein festes Reinigungsmittel mit der folgenden Zusammensetzung hergestellt:
Phosphat |
18 |
bis |
45 Gew.-% |
Natrium-Citrat/Citronensäure |
0 |
bis |
10 Gew.-% |
Phosphonat |
0 |
bis |
2 Gew.-% |
Silikat |
0 |
bis |
6 Gew.-% |
Soda |
12 |
bis |
20 Gew.-% |
Natrium-Percarbonat Ecox C® 0,7 |
10 |
bis |
16 Gew.-% |
Bleichkatalysator |
0,01 |
bis |
0,10 Gew.-% |
TAED |
1 |
bis |
2,7 Gew.-% |
Nichtionische Tenside (20 bis 40 EO) |
2 |
bis |
8 Gew.-% |
Polyacrylat |
0 |
bis |
5 Gew.-% |
Copolymer Acrylat und AMPS |
5 |
bis |
10 Gew.-% |
Copolymer Acrylat und DADMAC |
0 |
bis |
5 Gew.-% |
PEG 4000 (Pulver) |
0 |
bis |
2 Gew.-% |
Sokalan® HP 11 |
0 |
bis |
1,3 Gew.-% |
Protease |
0,5 |
bis |
7 Gew.-% |
Amylase |
0,1 |
bis |
2,5 Gew.-% |
Benzotriazol |
0,2 |
bis |
0,5 Gew.-% |
Parfüm |
0,05 |
bis |
0,2 Gew.-% |
Farbstoff |
0,5 |
bis |
2 Gew.-% |
Zinkacetat (wasserfrei) |
0,15 |
bis |
0,35 Gew.-% |
Natriumsulfat |
0 |
bis |
10 Gew.-% |
TAED: Tetraacetylethylendiamin
AMPS: 2-Acrylamido-2-methylpropansulfonsäure
DADMAC: Diallyldimethylammoniumchlorid
Sokalan® wurde von der Firma BASF SE (Ludwigshafen, Deutschland) bezogen, Ecox-C® von der Firma Kemira Iberica S.A. (Barcelona, Spanien). |
Bestimmung der Reinigungsleistung:
[0096] Die Reinigungsleistung wurde in einer Miele
® GSL im 50° Programm bestimmt nach der IKW Methode. Hierfür wurden wässrige Lösungen
von Mais-, Kartoffel-, Weizen- und Reis-Stärke (Gesamtkonzentration an Stärke: 0,65
Gew.-%) hergestellt. Hierfür wurden jeweils 1,625 g jeder Stärke in insgesamt 993,5
g Wasser gelöst. 26,5 g dieser Lösung wurden auf Teller gegeben und auf der Oberfläche
verteilt. Die Teller wurden vor ihrem Einsatz gewogen. Nach dem Antrocknen der Stärkelösung
(bei Raumtemperatur, über Nacht) wurden die Teller bei 80 °C in einem Trockenschrank
für eine Dauer von 4 Stunden getrocknet. Anschließend kühlten die Teller auf Raumtemperatur
ab und wurden gewogen.
[0097] Die so präparierten Teller wurden dann in einer Miele
® GSL Geschirrspülmaschine im 50° Programm gereinigt. Nach der Reinigung wurden die
Teller erneut bei 80 °C in einem Trockenschrank für eine Stunde getrocknet. Nachdem
die Teller auf Raumtemperatur abgekühlt waren, wurden sie erneut gewogen. Die Reinigungsleistung
ergibt sich aus dem Verhältnis von eingewogener Stärke (bestimmt durch die Wägung
nach dem Eintrocknen) und den Stärkeresten nach der Reinigung.
[0099] Zusätzlich wurden als hartnäckige Anschmutzung Spaghetti und Creme Brûlée hinzugenommen.
Diese wurden ebenfalls auf Tellern verteilt und bei 80 °C für 4 Stunden im Trockenofen
eingetrocknet, bevor die Teller in einer Geschirrspülmaschine gereinigt wurden. Das
Vorgehen entsprach dem der IKW-Methode.
[0100] Alle Versuche (Stärkemischung, Spaghetti, Creme Brûlée) wurden jeweils drei Mal durchgeführt.
Aus allen Versuchen wurde ein Mittelwert bestimmt, der in der nachfolgenden Tabelle
dargestellt ist:
Versuch: |
Reinigungsmittel: |
Reinigungsleistung: |
V1 (Vergleichsbeispiel) |
Reinigungsmittel 1 |
7,4 |
E2 (erfindungsgemäß) |
Reinigungsmittel 1 + 1 g AM28A |
7,7 |
E3( erfindungsgemäß) |
Reinigungsmittel 1 + 1 g AM2A |
8,8 |
[0101] Das Reinigungsmittel 1 entsprach der oben genannten Zusammensetzung. Es enthielt
als aktive Substanz zum Entfernen von Stärke eine Enzymzubereitung. Versuch V1 stellt
somit das Vergleichsbeispiel dar.
[0102] In den Versuchen E2 und E3 wurde jeweils 1 g eines Hydroxamats in das Reinigungsmittel
aus V1 eingearbeitet. Bei dem Hydroxamat AM28A, welches in Versuch E2 eingesetzt wurde,
handelt es sich um ein Kaliumsalz einer linearen Hydroxamsäure mit einer C
8-Kette, welche von der Firma Axis House bezogen wurde. Bei dem Hydroxamat AM2A handelt
es sich ebenfalls um ein Kaliumsalz einer linearen Hydroxamsäure mit einem C
8/C
10-Kohlenstoffrest. Auch dieses wurde von der Firma Axis House bezogen.
[0103] Wie aus der beigefügten Tabelle zu erkennen ist, führt die Verwendung von Hydroxamaten
zu einer Besserung an hartnäckigen Stärkeanschmutzungen, die von in dem kommerziell
erhältlichen Reinigungsmittel enthaltenen Enzymzubereitung allein nicht besser entfernt
werden können. Die verbesserte Reinigungsleistung des längerkettigen Hydraxamats AM2A
lässt sich möglicherweise auf den gegenüber AM28A längeren hydrophoben Rest R zurückführen,
wodurch das Hydroxamat besser mit der hydrophoben Stärkeanschmutzung interagieren
und diese somit entfernen kann.