[0001] Die Erfindung betrifft eine Befestigungsvorrichtung zum Befestigen von Dachaufbauten
an einem Steildach mit einem Schraubendurchstecköffnungen zum Durchstecken von Befestigungsschrauben
aufweisenden Anschraubabschnitt.
[0002] Die
DE 20 2007 015 887 U1 beschreibt eine Befestigungsvorrichtung zum Befestigen von Dachaufbauten an einem
Steildach. Eine einen Anschraubabschnitt ausbildende Anschraubplatte ist mittels Distanzhülsen
durchgreifende Befestigungsschrauben an einem Dachsparren befestigbar, wobei die Distanzhülsen
eine Aufsparrendämmung durchgreifen. An der Anschraubplatte ist ein Haken zur Befestigung
eines Dachaufbaus befestigt. Mittels einer Winkelplatte kann eine Befestigungsschraube
schräg zur Erstreckungsrichtung des Dachsparrens ausgerichtet werden.
[0003] Die
DE 10 2009 022161 A1 beschreibt ein Befestigungselement für Dachaufbauten mit einem Befestigungskörper.
Der Befestigungskörper besitzt Schraubendurchstecköffnungen, die ein Einstecken einer
Befestigungsschraube in spitzwinkliger Ausrichtung zu einem unterhalb des Befestigungselementes
angeordneten Dachsparren erzwingt.
[0004] Eine Befestigungsvorrichtung, die sich auf die nach außen weisenden Seite einer Aufsparrendämmung
abstützt und mit die Aufsparrendämmung durchgreifenden Befestigungsschrauben am Sparren
befestigt ist, beschreibt die
DE 10 2010 037 831 A1.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Befestigungsvorrichtung
montagetechnisch einfach und hinsichtlich der Kraftübertragung in den Sparren günstig
vorzuschlagen.
[0006] Gelöst wird die Aufgabe durch die in den Ansprüchen angegebene Erfindung. Zunächst
und im Wesentlichen schlägt der Anspruch 1 Seitenteile vor, die von Längsrändern des
Anschraubabschnitts abragen. Zwischen den Seitenteilen verbleibt ein Aufnahmeraum
zur Aufnahme einer Konterlatte. Die erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung kann
somit auf eine Konterlatte aufgesetzt werden, die parallel zum Sparren auf der Außenseite
der Dämmung verläuft. Bei einer Aufsparrendämmung werden die in der Regel druckbelastbaren
Aufsparrendämmelemente auf die zwischen First und Traufe verlaufenden Dachsparren
aufgebracht. Parallel zu den Sparren werden auf den Außenseiten der Dämmelemente Konterlatten
aufgebracht, unterhalb derer die Sparren verlaufen. Die Konterlatten bieten somit
Orientierungen für den Verlauf der Dachsparren, wenn die Aufsparrendämmung verlegt
worden ist. Quer zu den Konterlatten verlaufen die Dachlatten, die die Dachhaut tragen.
Erfindungsgemäß können die Befestigungsvorrichtungen auf die Konterlatten aufgelegt
werden, wobei sich die Konterlatten durch den Aufnahmeraum erstrecken. Der freie Querschnitt
des Aufnahmeraums entspricht der Querschnittsfläche einer Konterlatte, sodass die
Innenflächen der Seitenteile an den Seitenflächen der Konterlatte anliegen. Die Unterseite
der Befestigungszone, die bevorzugt von einer Befestigungsplatte ausgebildet ist,
kann auf der Oberseite der Konterlatte aufliegen. Bevorzugt bilden die Seitenteile
aufeinander zugerichtete Druckzonen, sodass die Befestigungsvorrichtung klemmend auf
der Konterlatte aufsitzt. Zur Montage der Befestigungsvorrichtung müssen die Seitenteile
geringfügig voneinander weggebogen werden. Die dabei erzeugte Verspannung bewirkt
eine Klemmkraft. Der Aufnahmerraum besitzt bevorzugt einen U-förmigen Querschnitt,
wobei der U-Steg von der Unterseite des Befestigungsabschnittes und die U-Schenkel
von den beiden Seitenteilen ausgebildet wird. Die freien Enden der Seitenteile können
geringer voneinander beabstandet sein, als die Bereiche der Seitenteile, mit denen
die Seitenteile an den Längsrändern des Befestigungsabschnittes wurzeln. Es ergibt
sich dadurch ein leicht trapezförmiger Querschnitt. Bevorzugt besitzt zumindest eine
Schraubendurchstecköffnung einen schrägen Verlauf. Die Schraubendurchstecköffnung
erzwingt dadurch das Einstecken einer Befestigungsschraube in einer spitzwinkligen
Ausrichtung zum Sparren. Hierzu ist der Anschraubabschnitt etwas ausgewölbt. Bevorzugt
besitzt die Befestigungsvorrichtung lediglich zwei Schraubendurchstecköffnungen. Beide
Schraubendurchstecköffnungen sind dem Befestigungsabschnitt zugeordnet, der sich über
die Breitseitenfläche der Konterlatte erstreckt. Die Schraubendurchstecköffnungen
befinden sich etwa mittig zwischen den beiden Längsrändern und einer Richtung parallel
zu den Längsrändern voneinander beabstandet. Indem die Konterlatten formausfüllend
im Aufnahmeraum einliegen, werden beim Durchschrauben der Befestigungsschrauben durch
die Konterlatte entstehende Querkräfte von den Seitenteilen aufgefangen. Dies unterdrückt
ein Splittern der Konterlatte, sodass durch die Schraubendurchtrittsöffnungen und
die Konterlatte lange und durchmessergroße Befestigungsschrauben eingedreht werden
können, die durch die Dämmung hindurch bis in den Sparren hineintreten, wo sie sich
ihre Gewindegänge haltend eindrehen. Die Durchmesser der Befestigungsschrauben können
8 mm und mehr betragen. Eine optimale Befestigung der Befestigungsvorrichtung erfolgt
mittels schräg verlaufender Schraubendurchtrittsöffnungen. Die beiden Schraubendurchtrittsöffnungen
können in einem 45-Grad-Winkel zur Erstreckungsrichtungrichtung des Anschraubabschnittes
bzw. des Aufnahmeraumes bzw. der Konterlatte oder des Sparrens ausgerichtet sein.
Die Schraubendurchtrittsöffnungen erlauben das Einschrauben zweier Befestigungsschrauben
in Erstreckungsrichtung der Konterlatte schräg voneinander weggerichteter Richtung.
Es ergibt sich dann eine trapezförmige Befestigungsstruktur, wobei die beiden Befestigungsschrauben
entlang der Trapezschenkel verlaufen. In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung
bilden die Seitenteile zwei Flügel und/oder vier Stützfüße aus. Die vier Stützfüße
bilden jeweils zwei Stützfußpaare. Mit den Stützfüßen stützen sich die Seitenteile
auf der Wärmedämmung ab. Zur Verminderung der Flächenpressung können von den freien
Enden der Seitenteile Flügel abragen. Die Flügel ragen jeweils vom Aufnahmeraum weg.
Bevorzugt liegen die Flügel in einer gemeinsamen Ebene und können sich gemeinsam an
der Oberseite der Dämmung abstützen. Das Befestigungssystem kann somit auf eine Konterlatte,
die ein typisches Maß von 40 x 60 mm aufweist, aufgeklemmt werden. Im Bereich der
freien Enden der Seitenwände ist die lichte Weite geringer als die Dicke der Konterlatte.
Auf diese Weise weitet sich der U-förmige Querschnitt eines so ausgebildeten Blechsattels
beim Aufschieben auf die Konterlatte auf. Die dabei entstehende Rückstellkraft führt
dazu, dass die Seitenwände fest an das Holz der Konterlatte angepresst werden. Dadurch
ergibt sich ein fester Sitz der sattelförmigen Befestigungsvorrichtung auf der Konterlatte,
sodass ein Zersplittern der Konterlatte beim Eindrehen der Schrauben verhindert wird.
Die Befestigungsvorrichtung kann von einem aus Blech bestehenden Stanzbiegeteil oder
aus einem aus Metall bestehenden Gussteil ausgebildet werden. Wird die Befestigungsvorrichtung
als Stanzbiegeteil ausgebildet, so sind bevorzugt jeweils zwei Seitenteile an den
beiden Enden des Anschraubabschnitts vorgesehen. Im Bereich dieser Enden des Anschraubabschnittes
befinden sich auch die beiden Schraubendurchtrittsöffnungen mit voneinander weg gerichteten
Neigungen. Zwischen den so ausgebildeten Seitenteilpaaren befindet sich ein Freischnitt.
Ein Blechabschnitt bildet dort eine Befestigungseinrichtung für einen Teil eines Dachaufbaus
oder eines Bretts. Die Befestigungseinrichtung kann quer nach oben abragende Seitenwände
aufweisen zur Befestigung an einem quer zu den Konterlatten verlaufenden Brett. Die
Befestigungseinrichtung kann seitlich von der Anschraubplatte abragen. Es können zwei
Befestigungseinrichtungen, die jeweils eine U-Form aufweisen vorgesehen sein, die
jeweils an einer Längsrandkante des Befestigungsabschnitts befestigt sind. Es ist
aber auch vorgesehen, dass die Befestigungseinrichtungen lediglich Winkelstücke sind,
die an den Längsrändern des Anschraubabschnittes befestigt sind. Bevorzugt sind die
Befestigungseinrichtungen materialeinheitlich an dem Anschraubabschnitt befestigt.
Eine als Gussteil ausgebildete Befestigungsvorrichtung kann Flügel aufweisen, die
sich über die gesamte Länge des Anschraubabschnitts erstrecken. Die Befestigungseinrichtung
kann ein Haken sein, der dem Anschraubabschnitt örtlich zugeordnet ist. In einer bevorzugten
Weiterbildung der Erfindung ist ein Adapter vorgesehen. Es handelt sich um einen länglichen,
im Querschnitt U-förmigen Körper, der in den Aufnahmeraum eingesetzt werden kann,
um die lichte Weite des Aufnahmeraumes zur Verwendung der Vorrichtung an querschnittskleineren
Konterlatten zu ermöglichen. Der Adapter kann aus Kunststoff bestehen. Er kann an
seiner Außenwandung eine Vielzahl von Rippen, insbesondere kreuzweise angeordnete
Rippen aufweisen, die sich an die Innenseite der Seitenteile bzw. an die Unterseite
der von dem Anschraubabschnitt ausgebildeten Anschraubplatte anliegen. Zur Fixierung
des Adapters im Aufnahmeraum können von der Seitenwand des Adapters Vorsprünge abragen,
die in entsprechende Öffnungen des Aufnahmeraums, die den Seitenteilen zugeordnet
sind, einrasten.
[0007] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand beigefügter Zeichnungen
erläutert. Es zeigen:
- Figur 1:
- In einer perspektivischen Darstellung ein erstes Ausführungsbeispiel der Erfindung,
- Figur 2:
- das erste Ausführungsbeispiel in der Draufsicht,
- Figur 3:
- das erste Ausführungsbeispiel in der Ansicht,
- Figur 4:
- das erste Ausführungsbeispiel in der Seitenansicht,
- Figur 5:
- das erste Ausführungsbeispiel in einer Darstellung gemäß Figur 4, jedoch in einer
an einer Dachunterkonstruktion befestigten Stellung,
- Figur 6:
- die auf eine Konterlatte aufgesetzte Befestigungsvorrichtung des ersten Ausführungsbeispiels
in einer Ansicht gemäß Pfeil IV in Figur 5,
- Figur 7:
- die Draufsicht auf die an dem Dach befestigte Befestigungsvorrichtung,
- Figur 8:
- eine Darstellung gemäß Figur 1 eines zweiten Ausführungsbeispiels,
- Figur 9:
- eine Darstellung gemäß Figur 2 des zweiten Ausführungsbeispiels,
- Figur 10:
- eine Darstellung gemäß Figur 3 des zweiten Ausführungsbeispiels,
- Figur 11:
- eine Darstellung gemäß Figur 4 des zweiten Ausführungsbeispiels,
- Figur 12:
- eine Darstellung gemäß Figur 5 des zweiten Ausführungsbeispiels,
- Figur 13:
- eine Darstellung gemäß Figur 6 des zweiten Ausführungsbeispiels,
- Figur 14:
- eine Darstellung gemäß Figur 7 des zweiten Ausführungsbeispiels,
- Figur 15:
- eine Darstellung gemäß Figur 1 eines dritten Ausführungsbeispiels,
- Figur 16:
- eine Darstellung gemäß Figur 2 des dritten Ausführungsbeispiels,
- Figur 17:
- eine Darstellung gemäß Figur 3 des dritten Ausführungsbeispiels,
- Figur 18:
- eine Darstellung gemäß Figur 4 des dritten Ausführungsbeispiels,
- Figur 19:
- eine Darstellung gemäß Figur 5 des dritten Ausführungsbeispiels,
- Figur 20:
- eine Darstellung gemäß Figur 6 des dritten Ausführungsbeispiels,
- Figur 21:
- eine Darstellung gemäß Figur 7 des dritten Ausführungsbeispiels,
- Figur 22:
- eine perspektivische Darstellung eines Adapters,
- Figur 23:
- eine Draufsicht auf den Adapter gemäß Figur 22,
- Figur 24:
- eine Seitenansicht auf den Adapter gemäß Figur 22,
- Figur 25:
- eine Seitenansicht des Adapters gemäß Figur 22 und
- Figur 26:
- in einem Schnitt einen in einer Befestigungsvorrichtung gemäß der Figuren 15 bis 21
eingesetzten Adapter gemäß der Figuren 22 bis 25.
[0008] Bei den beiden in den Figuren 1 bis 7 bzw. 8 bis 14 dargestellten Ausführungsbeispielen
handelt es sich um Stanzbiegeteile, die aus einem Blechteil bestehen. Durch Ausstanzen
und anschließendes Biegen sind die nachfolgend beschriebenen Befestigungsvorrichtungen
gefertigt.
[0009] Ein mittlerer langgestreckter, einen rechteckigen Grundriss aufweisender Anschraubabschnitt
1 bildet eine Anschraubplatte. Von den beiden voneinander weg weisenden Endbereichen
ragen von den Längsrändern 5 jeweils paarweise Seitenteile 2 ab. Der Abstand der Innenwände
der Seitenteile 2 beträgt im Bereich ihrer Wurzeln, also unmittelbar im Bereich der
Längsränder 5 etwa 60 mm. Im Bereich ihrer freien Enden 2' ist der Abstand der Innenwände
der Seitenteile 2 voneinander etwas geringer, sodass der sich zwischen den Seitenteilen
2 ausbildende Aufnahmeraum 6 einen leicht trapezförmigen Querschnitt besitzt. Die
Höhe der Seitenteile 2 beträgt etwa 40 mm.
[0010] Von den freien Enden 2' der Seitenteile 2 ragen voneinander weg gerichtete Flügel
7 ab. Die Flügel 7 erstrecken sich in etwa in einer gemeinsamen Ebene.
[0011] Zwischen den beiden paarweise angeordneten Seitenteilen 2 bzw. den paarweise angeordneten
Flügeln 7 erstreckt sich ein Freischnitt 8. Der dort freigeschnittene Abschnitt der
Seitenteile 2 bildet einen sich parallel zur Erstreckungsebene der Flügel 7 erstreckender
Fortsatz 9, der eine Befestigungseinrichtung zur Befestigung eines Dachaufbaus ausbildet.
Von dem streifenförmigen Fortsatz 9 ragen quer zur Erstreckungsrichtung des Aufnahmeraumes
6 Seitenwände 10 senkrecht nach oben, sodass die Befestigungseinrichtungen 9 jeweils
eine U-förmige Struktur ausbilden. Die Seitenwände 10 besitzen Öffnungen 11 zum Durchtritt
von Nägeln oder Schrauben, mit denen ein in den U-Strukturen 10,11 liegendes Brett
an der Befestigungsvorrichtung befestigt werden kann. Die beiden U-förmigen Befestigungsstrukturen
9,10 sind durch die Breite des Anschraubabschnittes 1 voneinander beabstandet. Die
Fortsätze 9, die von den beiden Seiten des Anschraubabschnittes 1 abragen liegen etwa
in einer gemeinsamen Ebene. Die davon abragenden Seitenwände 10 liegen ebenfalls in
einer gemeinsamen Ebene, die allerdings quer zur Ebene der Fortsätze 9 verläuft.
[0012] Im Bereich der freien Enden des Anschraubabschnittes 1, also zwischen den Flügeln
7 befinden sich Öffnungen in dem Anschraubabschnitt 1. Es handelt sich um Schraubendurchtrittsöffnungen
3. Die Schraubendurchtrittsöffnungen sind im Bereich von Ausprägungen angeordnet,
sodass sie das Einstecken von Befestigungsschrauben 4 in etwa in einem 45-Grad-Winkel
zur Anschraubplatte 1 erzwingen.
[0013] Die Figuren 5 bis 7 zeigen eine an einer Dachunterkonstruktion befestigte Befestigungsvorrichtung.
Die Dachunterkonstruktion besteht aus Sparren 24, die zwischen Traufe und First verlaufen.
Eine Vielzahl parallel zueinander verlaufende Sparren 24 tragen Dämmelemente 23. Parallel
zu den Sparren 24 und auf Höhe der Sparren 24 erstrecken sich auf den Dämmelementen
23 Konterlatten 22, die typischerweise ein Querschnittsmaß von 60 mm mal 40 mm aufweisen.
Auf einer Konterlatte 22 ist eine Befestigungsvorrichtung aufgesetzt. Da der lichte
Abstand der beiden Seitenteile 2 im Bereich ihrer freien Enden 2' etwas geringer ist,
als die Breite der Konterlatte müssen die Seitenteile 2 geringfügig voneinander weg
gebogen werden, damit die Befestigungsvorrichtung wie in den Figuren 5 bis 7 gezeigt,
auf die Konterlatte 22 aufgesetzt werden kann. Im aufgesetzten Zustand liegen die
Seitenteile 2 klemmend an den Seitenwänden der Konterlatte. In der Figur 6 verlaufen
die beiden Seitenteile 2 spitzwinklig zueinander. Die Seitenteile 2 können aber auch
derart an den Seitenwänden einer Konterlatte anliegen, dass sie parallel zueinander
verlaufen.
[0014] Die Befestigung der Befestigungsvorrichtung am Sparren erfolgt mit langen, mindestens
8 mm dicken Vollgewinde-Befestigungsschrauben. Diese Werden durch die schräg verlaufenden
Schraubendurchtrittsöffnungen 3 zunächst durch die Konterlatten 22 und dann durch
die Dämmung 23 hindurchgeschraubt, bis sich ihr Spitzenbereich im Sparren 24 verankert.
Der Figur 5 ist zu entnehmen, dass die Befestigungsschrauben 5 entlang der Schenkel
eines Trapezes verlaufen. Sie greifen in Gegenrichtung geneigt, schräg in die Sparren
24 ein.
[0015] Die Befestigungseinrichtung 9 dient zur Aufnahme eines Teils eines Dachaufbaus. Im
Ausführungsbeispiel trägt die Befestigungseinrichtung 9 ein Brett 25, welches sich
an einer Seitenwand 10 abstützt. Es können Bretter mit verschiedener Breite zwischen
den beiden Seitenwänden 10 angeordnet werden.
[0016] Die Flügel 7 liegen auf der Oberseite der Dämmung 23 auf. Hierdurch werden Druckkräfte
mit verminderter Flächenpressung in die Dämmung 23 eingeleitet. Da sich die Flügel
7 auf beiden Seiten der Konterlatte 22 erstrecken, sind sie auch in der Lage, eventuelle
auf die Befestigungsvorrichtung bezogen auf die Erstreckungsrichtung der Konterlatte
22 aufgebrachte Drehmomente in die Dämmung 23 einzuleiten. Es wird somit eine Torsion
der Konterlatte 22 weitestgehend vermieden.
[0017] Das in den Figuren 11 bis 14 dargestellte zweite Ausführungsbeispiel entspricht in
wesentlichen Teilen dem ersten Ausführungsbeispiel. Der Freischnitt 8 ist hier etwas
kürzer ausgebildet, sodass die Flügel 7 eine etwas größere Länge besitzen. Die Ausklinkungen
aus dem Freischnitt 8 sind hier senkrecht nach oben gebogen und bilden somit gewissermaßen
Verlängerungen der Seitenteile 2. Von diesen Befestigungseinrichtungen 9 ragen Seitenwände
10 ab, die in einer gemeinsamen Ebene liegen. Die Seitenwände 10 bilden Stützwände
zum Abstützen bspw. eines Bretts 25. Die Figuren 12 bis 14 zeigen, dass das zweite
Ausführungsbeispiel in ähnlicher Weise wie das erste Ausführungsbeispiel an einer
Konterlatte montiert wird. Es wird deshalb auf die obigen Ausführungen Bezug genommen.
[0018] Das in den Figuren 15 bis 21 dargestellte Ausführungsbeispiel besteht aus Metall.
Es handelt sich hier um ein Gussbauteil. Das Gussbauteil bildet einen Anschraubabschnitt
1 aus, der die Form eines länglichen Rechtecks ausbildet. Von den Längsrändern 5 ragen
quer zur Erstreckungsebene des Anschraubabschnittes 1 über die gesamte Länge des Anschraubabschnitts
jeweils Seitenteile 2 ab. Zwischen den Seitenteilen bildet sich ein Aufnahmeraum 6
aus zur Aufnahme einer Konterlatte 22. Auch hier sind die beiden freien Enden 2' der
Seitenteile 2 geringer voneinander beabstandet als die Breite der Konterlatte, sodass
die Befestigungsvorrichtung im Klemmsitz auf die Konterlatte aufsetzbar ist.
[0019] Von den freien Ende 2' der Seitenteile 2 ragen Flügel 7 ab. Die Flügel erstrecken
sich hier über die gesamte Länge der Befestigungsvorrichtung und stützen sich im montierten
Zustand auf der Oberseite einer Aufsparrendämmung ab.
[0020] Eine erste Befestigungsöffnung 3 wird von einer schrägen Bohrung ausgebildet, die
einer durch die Schraubendurchtrittsöffnung 3 gesteckte Befestigungsschraube eine
Neigungsrichtung bezogen auf die Erstreckungsebene des Anschraubabschnittes 1 verleiht.
[0021] Ein zweite Schraubendurchtrittsöffnung 3' erstreckt sich quer Erstreckungsebene des
Anschraubabschnittes 1, sodass eine durch diese Schraubendurchtrittsöffnung 3 hindurchtretende
Befestigungsschraube senkrecht in einen Dachsparren 24 eingeschraubt wird.
[0022] Von der Oberseite des Anschraubabschnittes 1 ragt eine Seitenwand 11 ab. Diese wird
rückwärtig durch Versteifungselemente 13 versteift. Von der Seitenwand 10 ragt eine
Hakenplatte 12 ab, die sich in etwa parallel zum Anschraubabschnitt 1 erstreckt. In
den dadurch gebildeten Haken kann ein Brett 25 eingelegt werden, wie es die Figuren
19 bis 21 zeigen. Diese Figuren zeigen darüber hinaus, dass die durch die Schraubendurchtrittsöffnung
3' hindurchgesteckte Schraube quer zu seiner Erstreckungsrichtung in den Dachsparren
24 eingedreht ist, während eine zweite Befestigungsschraube 4, die durch die Schraubendurchtrittsöffnung
3 hindurchgesteckt ist, in einem 45-Grad-Winkel in den Dachsparren 24 eingeschraubt
worden ist.
[0023] Die Figuren 22 bis 25 zeigen ein Adapterstück. Es handelt sich um einen U-förmigen
Kunststoffkörper, der einen U-Steg 16 und U-Schenkel 17 aufweist. Von den Außenwänden
des U-Stegs 16 bzw. den Außenwänden der U-Schenkel 17 ragen kreuzweise verlaufende
Stege 18,19 ab. Es handelt sich dabei um Distanzstege. Im U-Steg 16 befinden sich
darüber hinaus zwei Längsschlitze 21.
[0024] Von den U-Schenkeln 17 ragen seitliche Vorsprünge 20 ab, die Rastvorsprünge ausbilden.
Der Zwischenraum zwischen den U-Schenkeln 17 bzw. dem U-Steg 16 hat eine Querschnittsfläche
für die querschnittskleiner Konterlatten.
[0025] Die Figur 26 zeigt die Verwendung des Adapters 15. Er wird in den Aufnahmeraum 6
einer der zuvor beschriebenen Befestigungsvorrichtungen und insbesondere in den Aufnahmeraum
6 des dritten Ausführungsbeispiels eingesetzt. Dabei rasten die Rastvorsprünge 20
in Rastausnehmungen 14 der Seitenteile 2 ein. Der Adapter ist dann formschlüssig in
dem Aufnahmeraum 6 gefesselt. Die Rippen 18,19 stützen sich an den Innenwänden der
Seitenteile 2 bzw. der Unterseite der Anschraubplatte 1 ab.
[0026] Die vorstehenden Ausführungen dienen der Erläuterung der von der Anmeldung insgesamt
erfassten Erfindungen, die den Stand der Technik zumindest durch die folgenden Merkmalskombinationen
jeweils eigenständig weiterbilden, nämlich:
[0027] Eine Vorrichtung, die gekennzeichnet ist durch einen zwischen von Längsrändern 5
des Anschraubabschnitts 1 abragenden Seitenteilen 2 angeordneten Aufnahmeraum 6 zur
Aufnahme einer Konterlatte 22;
[0028] Eine Vorrichtung, die dadurch gekennzeichnet ist, dass die quer vom Anschraubabschnitt
1 abragenden Seitenteile 2 aufeinanderzugerichtete Druckzonen ausbilden, zur berührenden
Anlage an den Seitenwänden der Konterlatte 22;
[0029] Eine Vorrichtung, die dadurch gekennzeichnet ist, dass der Aufnahmeraum 6 einen U-förmigen
Querschnitt aufweist, wobei die U-Schenkel im Bereich ihrer freien Enden 2' geringer
voneinander beabstandet sind, als im Bereich ihrer an den Anschraubabschnitt 1 angrenzenden
Enden;
[0030] Eine Vorrichtung, die dadurch gekennzeichnet ist, dass zumindest eine der Schraubendurchstecköffnungen
3 das Einschrauben einer Befestigungsschraube 4 in einer spitzwinkligen Ausrichtung
in einen unterhalb der Konterlatte angeordneten Dachsparren 24 erzwingt;
[0031] Eine Vorrichtung, die dadurch gekennzeichnet ist, dass zwei Schraubendurchstecköffnungen
3 zum Einschrauben in Erstreckungsrichtung der Konterlatte 22 schräg voneinander weggerichteter
Schrauben 4 vorgesehen sind;
[0032] Eine Vorrichtung, die dadurch gekennzeichnet ist, dass von den freien Enden 2' der
Seitenteile 2 in Richtung weg vom Aufnahmeraum 6 Flügel 7 abragen, wobei sich die
Flügel 7 insbesondere in einer gemeinsamen Ebene erstrecken zur Auflage auf einer
zwischen Konterlatte 22 und Sparren 24 vorgesehenen Aufsparrendämmung 23 vorgesehen
sind;
[0033] Eine Vorrichtung, die dadurch gekennzeichnet ist, dass jeweils zwei Seitenteile 2
jeweils an den Enden des Anschraubabschnitts vorgesehen sind;
[0034] Eine Vorrichtung, die dadurch gekennzeichnet ist, dass der Anschraubabschnitt 1 eine
Anschraubplatte ist, die Trägerin einer Befestigungseinrichtung 9 für zumindest einen
Teil des Dachaufbaus 25 ist;
[0035] Eine Vorrichtung, die gekennzeichnet ist durch einen in den Aufnahmeraum 6 einsetzbaren
Adapter 15 zur Verminderung der lichten Weite des Aufnahmeraums 6.
[0036] Alle offenbarten Merkmale sind (für sich, aber auch in Kombination untereinander)
erfindungswesentlich. In die Offenbarung der Anmeldung wird hiermit auch der Offenbarungsinhalt
der zugehörigen/beigefügten Prioritätsunterlagen (Abschrift der Voranmeldung) vollinhaltlich
mit einbezogen, auch zu dem Zweck, Merkmale dieser Unterlagen in Ansprüche vorliegender
Anmeldung mit aufzunehmen. Die Unteransprüche charakterisieren mit ihren Merkmalen
eigenständige erfinderische Weiterbildungen des Standes der Technik, insbesondere
um auf Basis dieser Ansprüche Teilanmeldungen vorzunehmen.
Bezugszeichenliste:
| 1 |
Anschraubabschnitt -platte |
25 |
Teil eines Dachaufbaus, Brett |
| 2 |
Seitenteil |
|
|
| 2' |
Freies Ende |
|
|
| 3 |
Schraubendurchtrittsöffnung |
|
|
| 3' |
Schraubendurchtrittsöffnung |
|
|
| 4 |
Befestigungsschraube |
|
|
| 5 |
Längsrand |
|
|
| 6 |
Aufnahmeraum |
|
|
| 7 |
Flügel |
|
|
| 8 |
Freischnitt |
|
|
| 9 |
Befestigungseinrichtung |
|
|
| 10 |
Seitenwand |
|
|
| 11 |
Öffnung |
|
|
| 12 |
Haken |
|
|
| 13 |
Versteifung |
|
|
| 14 |
Öffnung |
|
|
| 15 |
Adapter |
|
|
| 16 |
U-Steg |
|
|
| 17 |
U-Schenkel |
|
|
| 18 |
Rippe |
|
|
| 19 |
Rippe |
|
|
| 20 |
Vorsprung |
|
|
| 21 |
Längsschlitz |
|
|
| 22 |
Konterlatte |
|
|
| 23 |
Dämmung + Sparren |
|
|
| 24 |
Sparren |
|
|
1. Befestigungsvorrichtung zum Befestigen von Dachaufbauten an einem Steildach mit einem
Schraubendurchstecköffnungen (3) zum Durchstecken von Befestigungsschrauben (4) aufweisenden
Anschraubabschnitt (1), gekennzeichnet durch einen zwischen von Längsrändern (5) des Anschraubabschnitts (1) abragenden Seitenteilen
(2) angeordneten Aufnahmeraum (6) zur Aufnahme einer Konterlatte (22).
2. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die quer vom Anschraubabschnitt (1) abragenden Seitenteile (2) aufeinanderzugerichtete
Druckzonen ausbilden, zur berührenden Anlage an den Seitenwänden der Konterlatte (22).
3. Befestigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmeraum (6) einen U-förmigen Querschnitt aufweist, wobei die U-Schenkel
im Bereich ihrer freien Enden (2') geringer voneinander beabstandet sind, als im Bereich
ihrer an den Anschraubabschnitt (1) angrenzenden Enden.
4. Befestigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der Schraubendurchstecköffnungen (3) das Einschrauben einer Befestigungsschraube
(4) in einer spitzwinkligen Ausrichtung in einen unterhalb der Konterlatte angeordneten
Dachsparren (24) erzwingt.
5. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Schraubendurchstecköffnungen (3) zum Einschrauben in Erstreckungsrichtung der
Konterlatte (22) schräg voneinander weggerichteter Schrauben (4) vorgesehen sind.
6. Befestigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass von den freien Enden (2') der Seitenteile (2) in Richtung weg vom Aufnahmeraum (6)
Flügel (7) abragen, wobei sich die Flügel (7) insbesondere in einer gemeinsamen Ebene
erstrecken zur Auflage auf einer zwischen Konterlatte (22) und Sparren (24) vorgesehenen
Aufsparrendämmung (23) vorgesehen sind.
7. Befestigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils zwei Seitenteile (2) jeweils an den Enden des Anschraubabschnitts vorgesehen
sind.
8. Befestigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschraubabschnitt (1) eine Anschraubplatte ist, die Trägerin einer Befestigungseinrichtung
(9) für zumindest einen Teil des Dachaufbaus (25) ist.
9. Befestigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen in den Aufnahmeraum (6) einsetzbaren Adapter (15) zur Verminderung der lichten
Weite des Aufnahmeraums (6).
10. Vorrichtung, gekennzeichnet durch eines oder mehrere der kennzeichnenden Merkmale eines der vorhergehenden Ansprüche.