[0001] Die Erfindung betrifft ein modulares Schalungssystem zur Bildung einer Schalung für
die Herstellung von Ringankern, Ringbalken oder Stürzen aus Beton, aufweisend wenigstens
ein erstes Schalhaut-Halterungselement und eine Schalhaut.
[0002] Eine bekannte Schalung ist in der
DE 202 12 134 U1 beschrieben, welche die Schalung mittels zweier Randplatten umfasst, die durch angeschraubte
U-Bügel aus Stahlblech miteinander verbunden sind und die auf das Mauerwerk aufsetzbar
oder ansetzbar sind, wobei zusätzliche Stabilisierungsbügel vorgesehen sein können,
die beim Eingießen des Betons in den durch die Randplatten gebildeten Schalungsraum
ein Aufspreizen der Randplatten verhindern. Es sind Fußleisten vorgesehen, auf welchen
U-Bügel als Schubbewehrungen aufsitzen, wobei zusätzlich erreicht wird, dass die Bewehrung
auf den U-Bügeln aufliegen kann, so dass eine genaue Höhe der Bewehrung sichergestellt
ist.
[0003] Bekannte Schalungen und bzw. Bewehrungsmaßnahrnen sind aus diversen Teilen aufgebaut
und durch Handarbeit üblicherweise vor Ort auf der Baustelle hergestellt. Insbesondere
die Abstandshalter der Schalungsplatten sind auf die jeweilige Mauerbreite hin zu
konfektionieren und zu montieren. Ähnliche Probleme ergeben sich bezüglich der Bügelbewehrung
- auch sie sind mauerbreitenabhängig und müssen in verschiedenen Abmessungen bereitgestellt
bzw. vor Ort angepasst werden.
[0004] Werden Kombinationen von Bügel- und Längsbewehrungen als Bauelement in Form von geflochtenen
Bewehrungskörben ausgeführt, wird die Konfektionierung der Bewehrungshalbzeuge vor
Ort noch aufwändiger, häufig ist eine Verbindungsherstellung z.B. durch verrödeln
mit Bindedraht erforderlich. Werden Bewehrungskörbe als einbaufertige Einheit vorproduziert
müssen diese mit den geforderten Abmessungen speziell für das Bauvorhaben gefertigt
werden, zusätzlich kann sich der Transport infolge der Abmessungen schwierig oder
zumindest kostenintensiv gestalten. Aufgrund des erheblichen Montage- und Einbauaufwandes
der bekannten Schalungen mit herkömmlicher Bewehrung in Form von Bewehrungskörben
sind diese teuer und zeitintensiv herzustellen.
[0005] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein Schalungssystem sowie ein Verfahren zur Schalung
für Ringankern, Ringbalken oder Stürzen aus Beton bereitzustellen, dass die schnelle
und einfache Montage sowohl der Schalung als auch der Bewehrung vor Ort auf der Baustelle
unterstützt. Das Schalungssystem soll gut und kostengünstig transportierbar sein und
geringe Lagerhaltungskosten verursachen.
[0006] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch ein modulares Schalungssystem für
Betonteile, insbesondere Ringanker bzw. Ringbalken einschließlich Sturzüberdeckungen
als oberer Abschluss eines Mauerwerkes, welches Schalungsmodule in Form von wenigstens
einem ersten Halterungselement umfasst, die sowohl eine wirtschaftliche Herstellung
der Schalungshaut auf der Baustelle als auch die Halterung der Bewehrungen unterstützt.
[0007] Je nach Schalungsaufgabe und geometrischen Randbedingungen des herzustellenden Betonöbjektes
besteht das Schalungssystem aus wenigstens einem ersten Schalungsmodul, üblicherweise
dem unteren Schalhaut-Halterungselement. Es können weitere Schalungsmodule in Form
geeigneter Halterungselemente zum Einsatz kommen, die aus oberem und, oder Bügelbewehrungs-Halterungselement
gebildet sind.
[0008] Die Schalungsmodule können als reine Schalhaut-Halterungselemente oder als kombinierten
Schalhaut- und Bewehrungs-Halterungselementen oder als reine Bewehrungs-Halterungselemente
ausgeführt sein. Dabei können die Schalungsmodule, die als kombinierten Schalhaut-
und Bewehrungs-Halterungselementen oder als reine Bewehrungs-Halterungselemente ausgeführt
sind sowohl als Halterungselemente für die Längsbewehrung, als auch für die Bügelbewehrung
ausgeführt sein.
[0009] Die Halterungselemente des modularen Schalungssystems können auf oder an einem angrenzenden
Mauerwerk festlegbar, insbesondere aufsteckbar sein.
[0010] Die Schalhaut-Halterungselemente können Verrichtungen zur Fixierung einer unteren
Schalhaut zur Überdeckung von Öffnungen mit lösbarer oder unlösbarer Verbindungstechnik
besitzen.
[0011] Die Halterungselemente sind bevorzugt aus Kunststoff hergestellt. Aufgrund der vergleichsweise
geringen mechanischen Anforderungen an die Halterungselemente können praktisch alle
Werkstoffe Verwendung finden, die eine Formgebung der Halterungselemente unterstützen.
Beispielsweise können harzgebundene Grünlinge, Kunststoffrecyclingmaterial beliebiger
Dichte oder Kunststoffe mit eingelagerten Resten aus Holz- oder Papiermaterialien
(praktisch gesehen gestreckter Kunststoff), anderen Kompositmaterialien oder Metall
bzw. Edelstahl eingesetzt werden. Denkbar sind auch Halterungselemente, die basierend
auf gepresstem (Alt-) Papier unter Zugabe eine Binders hergestellt sind, wobei eine
zumindest temporäre Widerstandsfähigkeit gegenüber Flüssigkeit gegeben sein muss.
[0012] Erfindungsgemäßer Grundgedanke ist die Realisierung eines Schalungssystems durch
einen modularen Aufbau der Halterungselemente, die sowohl Halterungsaufgaben für die
eigentliche Schalhaut als auch für die Bewehrung realisieren. Erfindungsgemäß ist
auch die Bewehrung modular aufgebaut, d.h. die Bewehrungselemente für die Längs- und
die Schubbewehrung werden nicht einteilig durch einen Bewehrungskorb gebildet, sondern
als separate Elemente auf der Baustelle in die Halterungselemente eingesteckt.
[0013] Die Schalhaut kann gebildet sein aus EPS-, PUR- oder anderen Dämmplatten, Faserzementplatten
oder Verbundplatten, beispielsweise aus Faserzement und Dämmstoffen. Auch Holzwerkstoffe
oder Kunststoffe sind geeignet. Auf deren Außen- und/oder Innenseite können Betongrundierungen
vorgesehen sein, um einen besseren Verbund (innen) zum Beton bzw. (außen zum) Putz
zu gewährleisten wenn die Schalhaut als verlorene Schalhaut konzipiert ist und nach
dem Aushärten des Betons im Bauteil verbleiben soll.
[0014] Es ist auch eine Variante vorgesehen, bei der die Schalhaut als konventionelle Schalhaut
ausgeführt wird, die nach dem Aushärten des Betons dann wieder ausgeschalt wird und
wiederverwendet werden kann. Diese Variante besitzt neben dem Einsparpotential den
weiteren Vorteil, dass der Tragwerksplaner mit einer größeren statischen Höhe rechnen
kann.
[0015] Die erfindungsgemäße Ausgestaltung des Schalungssystems eröffnet eine Vielzahl von
technischen und wirtschaftlichen Vorteilen. Kostenvorteile erwachsen aus der vereinfachten
Produktionsmöglichkeit als Massenware einfachen Aufbaus, (die nicht in der Fabrik
zu Teilfertigerzeugnissen montiert werden müssen). Transport- und Lagerungskosten
sind im Vergleich zu bestehenden Schalungssystemen reduziert und die Vorort-Montage
bzw. Einbau der Bewehrung auf der Baustelle ist zeitlich weniger aufwändig und dadurch
weniger lohnintensiv.
[0016] Durch die enthaltenen Fixierungen für die einzubauenden, als Einzelelemente ausgestalteten
Bewehrungselemente entfällt das im Stand der Technik erforderliche, zeitaufwendige
und kostenintensive Flechten von Bewehrungskörben und der Einbau von Abstandshaltern
zur Einhaltung der notwendigen Betondeckung. Durch den modularen Aufbau ist es lediglich
erforderlich, die oberen und unteren Halterungselemente sowie die optionalen Bodenteile
als untere Schalungshaut zur Überbrückung von Öffnungen, wie z.B. einen Sturz, für
die unterschiedlichen Wandstärken herzustellen, zu transportieren und vorzuhalten.
Es ist auch denkbar die oberen und unteren Halterungselemente zweiteilig herzustellen
in der Art, als dass sie dann zusammensteckbar sind und Einrastungsvorkehrungen für
die verschiedenen (Mauerwerks-) Breiten aufweisen. So wäre es dann noch nicht einmal
mehr notwendig die oberen und unteren Halterungselemente für jede einzelne (Mauerwerks-)
Breite herzustellen, zu transportieren und vorzuhalten.
[0017] Die seitliche Schalhaut und die Halterungselemente zur Fixierung der Bügelbewehrungen
sind unabhängig von der Wandstärke des herzustellenden Betonteils und müssen daher
nicht für jede Wandstärke gesondert hergestellt, transportiert und vorgehalten werden.
Auch das aufwändige und kostenintensive werkseitige Herstellen der verschiedenen werkseitig
vormontierten U-Schalungen für die unterschiedlichen Wändstärken, sowie deren kostenintensiver
Transport, Vorhaltung und Lagerung entfällt.
[0018] Zur Herstellung einer Schalung beispielsweise für einen Ringanker als oberer Abschluss
eines Mauerwerkes werden zunächst die unteren Halterungselemente auf die Mauerkrone
aufgesetzt. Die unteren Halterungselemente sind für die Montage auf der Mauerkante
u-förmig gestaltet, sodass eine klammerartige Situation vorliegt, welche mit der Mauerbreite
korrespondiert. Die Schenkel der u-förmigen Komponente des unteren Halterungselementes
liegen nach dem Aufstecken auf das Mauerwerk an den seitlichen Mauerwänden jeweils
gegenüber an und fixieren auf diese Weise das untere Halterungselement.
[0019] Es können Bohrungen an der Unterseite in den unteren Halterungselementen vorgesehen
sein, um eine zusätzliche oder unabhängig von der Festlegung durch die Schenkel alternative
Befestigung z.B. durch Stahlnägel, Schrauben oder Schlagdübel zu ermöglichen, wenn
beispielsweise hohe mechanische Anforderungen an die Verbindung von unterem Halterungselement
zum Mauerwerk vorliegen. Gleiches gilt für eine raue Unterseite der dem Mauerwerk
zugewandten Fläche des unteren Halterungselementes, welche ein Verkleben unterstützen
kann.
[0020] Der Abstand von einem ersten unteren Halterungselement zu weiteren unteren Halterungselementen
beträgt in Abhängigkeit der geometrischen Verhältnisse des Betonteils und der Größe
der zu verwendenden Schalungsplatten i. d. R. etwa 50 cm oder mehr. Die unteren Halterungselemente
können Aufnahmen bzw. Bohrungen für eine Schablone zum exakten Positionieren der unteren
Halterungselemente untereinander zu unterstützen.
[0021] Die unteren Halterungselemente verfügen über Aufnahmen zur Fixierung der Elemente
der Längsbewehrung, die üblicherweise durch Betonstabstahl BSt500S nach DIN 488 gebildet
werden, die die geforderte Betondeckung gewährleisten.
[0022] Im zweiten Schritt werden die Seitenschalungen eingesetzt, welche die Schalhaut bilden.
Die Seitenschalungen werden durch die Schalungsplatten z. B. aus Faserzement realisiert
und sind i. d. R. 25 cm hoch oder höher.
[0023] Falls eine Bügelbewehrung erforderlich ist, werden anschließend innenseitig der Schalhaut
die Bügelbewehrungs-Halterungselemente auf die Schalungsplatten (Seitenschalung) durch
beidseitiges Aufstecken auf die seitliche Schalhaut festgelegt. Durch einen ebenfalls
klammerartigen und u-förmigen Bereich der Bügelbewehrungs-Halterungselemente werden
Schalhautaufnahmen gebildet, sodass die Befestigung durch Einschieben der Schalhautaufnahme
auf die Schalhaut möglich ist. Die Bügelbewehrungs-Halterungselemente dienen zur Fixierung
und Positionierung der Bügelbewehrung, welche als u-förmige Elemente bestehend aus
einem Betonstabstahl BSt500S vornehmlich der Stärke von 8 mm ausgebildet sind und
in verschiedenen, vorzugsweise zwei Orientierungen in das Schalungssystem eingebaut
werden. Die u-förmigen Bewehrungselemente werden in einem ersten Schritt mit den Querschenkeln
nach unten in die dafür vorgesehenen Aufnahmen an den Bügelbewehrungs-Halterungselementen
eingesetzt, sodass die geschlossenen Seiten der u-förmigen Elemente in Richtung der
unteren Halterungselemente liegen.
[0024] Nach dem Einbau der Bügelbewehrungs-Halterungselemente in Verbindung mit der Bügelbewehrung
wird in die Aufnahmen der unteren Halterungselemente die Längsbewehrung eingesetzt.
Anschließender Montageschritt ist der Einbau der oberen Halterungselemente.
[0025] Die oberen Halterungselemente können an der oberen Kante der Schalhaut festgelegt
werden. Dazu kann das obere Halterungselement geometrisch so mit der seitlichen Schalhaut
korrespondieren, dass das obere Halterungselement mit seiner Schalhautaufnahme auf
die seitliche Schalhaut aufsteckbar ist.
[0026] Die oberen Halterungselemente verfügen über Aufnahmen für die obere Längsbewehrung,
die ebenfalls montiert wird. Ein jeweils zweites Bügelbewehrungselement wird dann,
falls eine Bügelbewehrung erforderlich ist, benachbart zu dem jeweils ersten Bügelbewehrungselement
ebenfalls in dafür vorgesehenen Aufnahmen der Bügelbewehrungs-Halterungselemente eingesetzt,
wobei die offene Seite des u-förmigen Bügels des zweiten Bügelbewehrungselementes
nach unten weist.
[0027] Durch die paarweise Anordnung der u-förmigen Bügelbewehrungselemente mit unterschiedlicher
Orientierung der offenen u-förmigen Bügel kann auch ohne Verbindungstechnik der Elemente
zueinander und damit erheblich reduziertem Arbeitsaufwand die erforderliche Bügelbewehrung
erreicht werden.
[0028] Nach der Durchführung der obigen Montageschritte kann der Beton in den eingeschalten
Raum eingefüllt werden. Nachdem der Beton ausgehärtet ist, können über die Außenkanten
des betonierten Bauteils hinwegstehende Bereiche der Halterungselemente unter Verwendung
von Sollbruchstellen entfernt werden. Die übrigen Bereiche der Halterungselemente
verbleiben als "verlorene Elemente" im Betonbauteil.
[0029] Je nach realisierter Schalung kann die Schalhaut nach der Demontage erneut verwendet
werden oder sie verbleibt am Betonteil, als sogenannte verlorene Schalung. Ist die
Schalhaut mit ihrer Innenkante bündig zur Außenkante des Mauerwerks realisiert worden,
kann die Schalhaut nach dem Betonieren entfernt und wiederverwendet werden. Ist die
Schalhaut mit ihrer Außenkante bündig zur Außenkante des Mauerwerks realisiert worden,
verbleibt sie als "verlorene Schalung" am Betonbauteil.
[0030] Alle Halterungselemente des erfindungsgemäßen Schalungssystems sind bezüglich der
relativen Lagepositionierungsmittel der Bewehrungen derart ausgeführt, dass die geforderte
Betondeckung in allen Montagesituationen und geometrischen Verhältnissen des herzustellenden
Betonbauteils zuverlässig erreicht wird.
[0031] In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch dargestellt.
Es zeigen:
- Figur 1
- eine Vorderansicht des unteren Halterungselementes (10),
- Figur 2
- eine Vorderansicht des oberen Halterungselementes (20),
- Figur 3
- eine Seitenansicht (in Achsrichtung des Betonbauteils) des Bügelbewehrungs-Halterungselementes
(30) mit Schnittdarstellungen und
- Figur 4
- eine Vorderansicht (quer zur Achsrichtung des Betonbauteils) eines Bügelbewehrungs-Halterungselementes
(30) mit mehreren Sollbruchstellen an denen das Bügelbewehrungs-Halterungselement
jeweils zwischen den Aufnahmen für die Bügelbewehrungselementepaare in Achsrichtung
des Betonbauteils gekürzt werden kann.
[0032] Figur 1 zeigt eine Vorderansicht des unteren Halterungselementes (10). Die in dem
Schalungssystem vorzugsweise mehrfach verbauten unteren Halterungselemente (10) fixieren
zum einen die im Wesentlichen aus Schalungsplatten bestehende seitliche Schalhaut
(rechts und links der Achsrichtung des Betonbauteils) entweder als herkömmliche Schalhaut
(Innenkante Schalungshaut bündig mit Außenkante Mauerwerk, nicht dargestellt), die
nach dem Betonieren entfernt wird, oder als verlorene Schalung (Außenkante Schalungshaut
bündig mit der Außenkante Mauerwerk, Fig. 1 zeigt diese Situation), die im Betonteil
verbleibt.
[0033] Zum anderen sind in den unteren Halterungselementen (10) Aufnahmen (11, 11') zum
Fixieren der unteren Längsbewehrung in der Position vorgesehen, dass die geforderte
Betondeckung eingehalten wird. Um die Übergreifungslänge der Längsbewehrung bei Bewehrungsstößen
zu ermöglichen, besitzen die unteren Halterungselemente (10) beidseitig jeweils Aufnahmen
(11, 11') für zwei Bewehrungselemente. Unter Übergreifungslänge wird das Überlappungsmaß
der Betonstabstähle, welche die Längsbewehrungselemente bilden, verstanden. Würden
diese Elemente nur stirnseitig aneinandergelegt, wäre an diesen Stellen keine Zugkraftübertragung
möglich, sodass eine Überlappung realisiert wird, um dies zu verhindern.
[0034] Die unteren Halterungselemente (10) werden auf das Mauerwerk, auf dem das Betonteil
z.B. als Ringanker bzw. Ringbalken aufbetoniert werden soll, von oben aufgesteckt.
Um das Aufstecken der unteren Halterungselemente (10) auf das darunterliegende Mauerwerk
zu unterstützen, können die unteren Laschen (12) im unteren Bereich mit einer Einfädelschräge
(13) ausgestattet sein. Im Knickbereich können die Laschen (12) mit einer Aufdickung
(14) als Werkzeugangriffsfläche ausgestattet sein, um so zum Ausschalen ein Abbrechen
der über das fertige Betonbauteil (100) überstehenden Teile an den möglichen Sollbruchstellen
der unteren Halterungselemente (10) nach erhärten des Betons durch Verdrehen bzw.
Abschlagen zu ermöglichen.
[0035] Die unteren Halterungselemente (10) können an der Unterseite (15) Befestigungspunkte
wie z.B. Bohrungen besitzen, durch die sie bei Bedarf mit Stahlnägeln oder Schlagdübeln
o. ä. zusätzlich oder alternativ zu der Festlegung infolge der Laschen (12) auf dem
Mauerwerk fixiert werden können. Die Unterseite (15) der unteren Halterungselemente
(10) kann oberflächenrauh ausgeführt sein, um ein Verkleben der unteren Halterungselemente
(10) auf dem Mauerwerk mit beispielsweise Fliesen- oder PU-Kleber oder anderen Klebstoffen
zu ermöglichen.
[0036] Die unteren Halterungselemente (10) besitzen beidseitig in dem unteren Bereich, der
auf das bestehende Mauerwerk aufgesteckt wird, außen, seitlich, ca. in Höhe des Übergangs
vom Mauerwerk zum zu betonierenden Ringbalken beidseitig Auskragungen (16) mit jeweils
wenigstens einer Bohrung (17). Durch diese Bohrung (17) kann mit Hilfe einer Schablone,
z. B. eines zum "u" gebogenen Bewehrungseisens, der exakte Abstand der einzelnen unteren
Halterungselemente (10) zueinander eingestellt werden, so dass die Aufnahmen für die
Schubbewehrung exakt zwischen die unteren Halterungselemente (10) passen und so der
geforderte Abstand der Schubbewehrung in Form von u-förmigen Elementen (nicht dargestellt)
voneinander sichergestellt ist.
[0037] Die Auskragungen (16) können auch zum Abschlagen der über das fertige Betonbauteil
(100) überstehenden Teile (12, 12', 13, 13', 14, 14', 16, 17) der unteren Halterungselemente
(10) durch Bereitstellung einer Werkzeugangreiffläche dienen. Um das Abbrechen zu
unterstützen, können die unteren Halterungselemente (10) im Bereich unterhalb der
einzusteckenden seitlichen Schalungshaut entsprechende Sollbruchstellen (18) besitzen.
[0038] Zur Verwendung der unteren Halterungselemente (10) als Sturzschalung können diese
beidseitig in dem unteren Bereich (der bei Verwendung der unteren Halterungselemente
(10) zum Einschalen von Ringankern oder Ringbalken über das darunterliegende Mauerwerk
gesteckt wird) Sollbruchstellen (18') unterhalb der seitlichen Auskragungen (16) besitzen.
Durch die Bohrung (17) in den äußeren Auskragungen (16) kann mit herkömmlichen Bolzen
oder Schrauben oder einer beliebigen, lösbaren oder unlösbaren Verbindungstechnik
z. B. eine mit entsprechenden Bohrungen versehene Dachlatte als Lagesicherung der
die Öffnung überdeckenden unteren Schalhaut befestigt werden. Bei der unteren Schalhaut
handelt es sich um eine herkömmliche Schalhaut, die nach dem Erhärten des Betons wieder
entfernt wird. Sie dient zur Einschalung eines Sturzes. Die untere Schalhaut, die
als Überdeckung der zu überschalenden Öffnung dient kann dann vor dem Betonieren mit
Brettern, Kanthölzern Stützen o. ä. nach unten abgestützt werden.
[0039] Nach dem Einbau der unteren Halterungselemente (10) werden die Schalungsplatten,
welche im Wesentlichen die Schalhaut bilden, in die Schalhautaufnahmen (19) eingeschoben.
Um das Einschieben der Schalhaut in die Schalhautaufnahmen (19) der unteren Halterungselemente
(10) zu vereinfachen, können die Laschen (12') im oberen Bereich mit Einfädelschrägen
(13') ausgestattet sein.
[0040] Im Knickbereich der Einfädelschräge (13') können die Laschen (12') mit einer Aufdickung
(14') ausgestattet sein, um so zum Ausschalen ein Abbrechen der über das fertige Betonbauteil
(100) überstehenden Teile der unteren Halterungselemente (10) durch Verdrehen bzw.
Abschlagen durch Bereitstellung einer Werkzeugangreiffläche zu ermöglichen. Die Aufdickungen
(14, 14') werden erfindungsgemäß in zweierlei Hinsicht funktionell genutzt - zum einen
wird durch sie eine Angriffsfläche für Werkzeuge bereitgestellt und zum anderen werden
diese Bereiche mechanisch verstärkt, sodass das gewünschte Bauteilversagen an den
Sollbruchstellen (18, 18', 18') unterstützt wird.
[0041] Figur 2 zeigt eine Vorderansicht des oberen Halterungselementes (20). Die oberen
Halterungselemente (20) werden mit den Schalhautaufnahmen (19) auf die Schalhaut aufgeschoben
und fixieren zum einen die im Wesentlichen aus Schalungsplatten bestehende Schalhaut
entweder als herkömmliche Schalhaut (Innenkante Schalhaut bündig mit Außenkante Mauerwerk,
nicht dargestellt), die nach dem Betonieren entfernt wird, oder als verlorene Schalung
(Außenkante Schalhaut bündig mit der Außenkante Mauerwerk), die im Betonteil verbleibt.
Zum anderen sind in den oberen Halterungselementen (20) Aufnahmen (11, 11') zum Fixieren
der oberen Längsbewehrung in der Position vorgesehen, dass die geforderte Betondeckung
eingehalten wird. Um die Übergreifungslänge der Längsbewehrung bei Bewehrungsstößen
zu ermöglichen, besitzen die Klammern beidseitig jeweils Aufnahmen (11, 11') für zwei
Bewehrungseisen.
[0042] Um das Aufschieben der oberen Halterungselemente (20) auf die Schalhaut zu vereinfachen,
können die Laschen (12') im unteren Bereich mit Einfädelschrägen (13') ausgestattet
sein. Im Knickbereich der Einfädelschräge (13') können die Laschen (12') mit einer
Aufdickung (14') ausgestattet sein, um so zum Ausschalen ein Abbrechen der über das
fertige Betonbauteil (100) überstehenden Teile der oberen Halterungselemente (20)
durch Verdrehen bzw. Abschlagen durch Bereitstellung einer Werkzeugangreiffläche zu
ermöglichen.
[0043] Im oberen äußeren Eckbereich können die Schalhautaufnahmen (19) der oberen Halterungselemente
(20) ebenfalls Aufdickungen (14") und im oberen inneren Eckbereich Sollbruchstellen
(18) aufweisen, um so zum Ausschalen ein Abbrechen der über das fertige Betonbauteil
(100) überstehenden Teile (12', 13', 14', 14") der oberen Halterungselemente (20)
durch Verdrehen bzw. Abschlagen zu ermöglichen. Die funktionelle Doppelwirkung der
Aufdickungen (14', 14") ist wie zu Figur 1 beschrieben vorliegend.
[0044] Figur 3 zeigt die Seitenansicht (in Achsrichtung des Betonbauteils) des Bügelbewehrungs-Halterungselementes
(30) mit Schnittdarstellungen.
[0045] Die Bügelbewehrungs-Halterungselemente (30) dienen primär zur Fixierung der Bügelbewehrung
und werden zwischen die zueinander beabstandet montierten oberen Halterungselemente
(20) mit den Schalhautaufnahmen (19) auf die seitliche Schalhaut derart aufgeschoben,
dass die Aufnahmen (31, 32) für die Schubbewehrung mit der notwendigen Betondeckung
innenseitig der Schalungshaut anliegt.
[0046] Um das Aufschieben der Bügelbewehrungs-Halterungselemente (30) mit den Schalhautaufnahmen
(19) auf die Schalhaut zu vereinfachen, können die Laschen (12') im unteren Bereich
mit Einfädelschrägen (13') ausgestattet sein. Im Knickbereich der Einfädelschräge
(13') können die Laschen (12') mit einer Aufdickung (14') ausgestattet sein, um so
zum Ausschalen ein Abbrechen der über das fertige Betonbauteil (100) überstehenden
Teile der oberen Halterungselemente (20) durch Verdrehen bzw. Abschlagen durch Bereitstellung
einer Werkzeugangreiffläche zu ermöglichen.
[0047] Im oberen äußeren Eckbereich können die Schalhautaufnahmen (19) der Bügelbewehrungs-Halterungselemente
(30) ebenfalls Aufdickungen (14") und im oberen inneren Eckbereich Sollbruchstellen
(18) aufweisen, um so zum Ausschalen ein Abbrechen der über das fertige Betonbauteil
(100) überstehenden Teile (12', 13', 14', 14") der Bügelbewehrungs-Halterungselemente
(30) durch Verdrehen bzw. Abschlagen durch Bereitstellung einer Werkzeugangreiffläche
zu ermöglichen. Die funktionelle Doppelwirkung der Aufdickungen (14', 14") ist wie
zu Figur 1 beschrieben vorliegend.
[0048] Herkömmliche Bügelbewehrung wird in Form von geschlossenen Bügeln in quadratischer
oder rechteckiger Form verbaut. Das erfindungsgemäße Schalungssystem sieht stattdessen
vor, dass jeweils ein Bügelbewehrungselementepaar durch zwei nebeneinander liegende,
einseitig offene u-förmige Schubbewehrungselemente in bügelartiger Form und in entgegengesetzter
Orientierung verbaut wird.
[0049] Das erste einseitig offene u-förmige Bügelbewehrungselement wird mit seiner Öffnung
nach oben gerichtet eingebaut indem es in die an dem Bügelbewehrungs-Halterungselement
(30) vorgesehenen Aufnahmen für die Bügelbewehrung (31) eingesteckt wird. Benachbart
dazu und somit jeweils ein Paar von Bügelbewehrungselementen bildend wird das zweite
einseitig offene u-förmige Bügelbewehrungselement mit seiner Öffnung nach unten gerichtet
eingebaut und indem es in die an dem Bügelbewehrungs-Halterungselement (30) vorgesehenen
Aufnahmen für die Bügelbewehrung (32) eingesteckt wird.
[0050] Die Aufnahmen für die Bügelbewehrung (31, 32) sind durch u-förmige Führungen gebildet
und können mit klammerartigen Aufnahmen zur Fixierung ergänzt sein, um die Fixierung
der Bügelbewehrungselemente zu gewährleisten. Die Aufnahmen für die Bügelbewehrung
(31, 32) sind aufgrund der einzuhaltenden Betondeckung im dafür erforderlichen Abstand
von den Betonteilaußenkanten und vorzugsweise vertikal angeordnet.
[0051] Die endseitig des Bügelbewehrungs-Halterungselementes (30) angeordnete Aufnahme für
die Bügelbewehrung (32) mit der Orientierung der Öffnung nach unten ist taschenförmig
ausgebildet, sodass das Bügelbewehrungselement stirnseitig eine Anlagefläche erhält
und horizontal und vertikal derart fixiert ist, um die geforderte Betondeckung sicherzustellen.
Die endseitig des Bügelbewehrungs-Halterungselementes (30) angeordnete Aufnahme (31)
für die Bügelbewehrung mit der Orientierung der Öffnung nach oben ist klammerförmig
ausgebildet, sodass das Bügelbewehrungselement mit seinem Querbügel aufnehmbar und
dadurch horizontal und vertikal derart fixiert ist, um die geforderte Betondeckung
sicherzustellen.
[0052] Figur 4 zeigt eine Vorderansicht eines (quer zur Achsrichtung des Betonbauteils)
Bügelbewehrungs-Halterungselementes (30) mit 4 Sollbruchstellen an denen das Bügelbewehrungs-Halterungselement
in Achsrichtung des Betonbauteils gekürzt werden kann. Erfindungsgemäß ist es möglich,
mehrere Bügelbewehrungs-Halterungselemente (30) paarweise oder registerartig anzuordnen,
um eine Mehrzahl von paarweise angeordneten Bügelbewehrungselementen zu realisieren.
Entweder werden zu diesem Zweck zwei oder mehrere Bügelbewehrungs-Halterungselemente
(30) nebeneinander auf die Schalhaut aufgeschoben, oder es sind die Bügelbewehrungs-Halterungselemente
(30) in einer Mehrfachanordnung hergestellt um eine Einbaueinheit bereitzustellen.
Im zweitgenannten Fall können die dem Raum (100) für das Betonbauteil zugewandten
Seiten der Bügelbewehrungs-Halterungselemente (30) mit Aussparungen (33) versehen
sein, um zum Einen Material einzusparen und zum Anderen um einen besseren Verbund
des Betons mit der Schalhaut zu gewährleisten, insbesondere wenn eine verlorene Schalung
realisiert wird.
[0053] Es können Sollbruchstellen (34) zwischen den in einer Ausgestaltungsvariante jeweils
paarweise oder registerartig angeordneten Bügelbewehrungs-Halterungselementen (30)
für die Bügelbewehrung vorgesehen sein, um wahlweise die Mehrfachanordnung oder nach
entsprechendem Einkürzen die einzelne oder paarweise Verwendung der inneren Halterungselemente
(30) zu unterstützen.
[0054] Eine Variante der Erfindung besteht darin, wenigstens eine erste Schalungsmodul eine
Vorrichtung (16, 17) zur Fixierung einer Unteren Schalhaut zur Überdeckung von Öffnungen
mit lösbarer oder unlösbarer Verbindungstechnik besitzt.
[0055] Eine Variante der Erfindung besteht darin, wenigstens eine Auskragung (16) derart
ausgebildet ist, dass durch eine mit der wenigstens einen Bohrung (17) der Auskragung
(16) korrespondierenden, Abstandshalter der Abstand der Schalungsmodule untereinander
fixierbar ist.
[0056] Eine Variante der Erfindung besteht darin, das modulare Schalungssystem ein weiteres
Schalungsmodul in Form eines oberen Halterungselementes (20) besitzt, das die obere
Kante der Schalhaut fixiert.
[0057] Eine Variante der Erfindung besteht darin, das obere Halterungselement (20) derart
geometrisch mit der seitlichen Schalhaut korrespondiert, dass das obere Halterungselement
(20) mit seiner Schalhautaufnahme (19) auf wenigstens eine seitliche Schalhaut aufsteckbar
ist.
[0058] Eine Variante der Erfindung besteht darin, das die Möglichkeit über wenigstens eine
Aufnahme (11, 11') zur Fixierung wenigstens eines Bewehrungselementes verfügt, sodass
wenigstens ein Bewehrungselement innerhalb des Raumes für das Betonteil (100) an einer
definierten Stelle festlegbar ist, sodass die geforderte Betondeckung (z. B. gem.
DIN 1045-1) unterstützt ist.
[0059] Eine Variante der Erfindung besteht darin, die Aufnahmen (31) für die Schubbewehrung
des Schubbewehrungs-Halterungselementes (30) durch u-förmige Führungen gebildet sind,
die mit endseitig des Schubbewehrungs-Halterungselementes (30) angeordneten klammerartigen
Aufnahmen zur Fixierung zusammenwirken, sodass ein u-förmiges Schubbewehrungselement
mit einer Orientierung der Öffnung nach oben fixiert und gehaltert ist.
[0060] Eine Variante der Erfindung besteht darin, die Aufnahmen (32) für die Schubbewehrung
des Schubbewehrungs-Halterungselementes (30) durch u-förmige Führungen gebildet sind,
die mit endseitig des Schubbewehrungs-Halterungselementes (30) angeordneten taschenförmigen
Aufnahmen zur Fixierung zusammenwirken, sodass ein u-förmiges Schubbewehrungselement
mit einer Orientierung der Öffnung nach unten fixiert und gehaltert ist.
[0061] Eine Variante der Erfindung besteht darin, die Aufnahmen (31, 32) für die Schubbewehrung
des Schubbewehrungs-Halterungselementes (30) in einer Mehrfachanordnung ausgebildet
sind, sodass eine paarweise oder registerartige Anordnung der Schubbewehrungselemente
unterstützt ist.
[0062] Eine Variante der Erfindung besteht darin, zwischen den Aufnahmen (31, 32) für die
Schubbewehrung des Schubbewehrungs-Halterungselementes (30) in einer Mehrfachanordnung
Sollbruchstellen (34) vorgesehen sind, sodass eine Einkürzung des Schubbewehrungs-Halterungselementes
(30) unterstützt ist.
[0063] Eine Variante der Erfindung besteht darin, die wenigstens eine Aufnahme (11, 11')
zur Fixierung eines Bewehrungs-Elementes derart ausgebildet ist, dass zwei BewehrungsElemente
in der Aufnahme (11, 11') halterbar sind, sodass bei Bewehrungsstößen eine Übergreifungslänge
der Bewehrung bei einem Bewehrungsstoß (z. B. gem. DIN 1045-1) unterstützt ist.
[0064] Eine Variante der Erfindung besteht darin, die Schalungsmodule (10, 20, 30) aus Kunststoff,
harzgebundenen Grünlingen, Kunststoffrecyclingmaterial beliebiger Dichte, Kunststoffen
mit eingelagerten Resten aus Holz- oder Papiermaterialien, Kompositmaterialien, gepresstem
(Alt-)Papier unter Zugabe eine Binders oder Metall bzw. Edelstahl bestehen.
[0065] Eine Variante der Erfindung besteht darin, die Schalhaut aus EPS-, PUR- oder anderen
Dämmplatten, Faserzementplatten oder Verbundplatten aus Faserzement und Dämmstoffen,
Holzwerkstoffen oder Kunststoffen besteht.
[0066] Eine Variante der Erfindung besteht darin, die Schalhaut wenigstens einseitig mit
einer Betongrundierung behandelt ist.
[0067] Eine Variante der Erfindung besteht darin, das herzustellende Bauteil als Ringanker,
als Ringbalken oder als Sturz (Überdeckung einer Öffnung) ausgebildet ist.
1. Modulares Schalungssystem zur Bildung einer Schalung für die Herstellung von Ringankern,
Ringbalken oder Stürzen aus Beton (100), aufweisend wenigstens ein erstes Schalhaut-Halterungselement
(10) und eine Schalhaut, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine erste Schalhaut-Halterungselement (10) über wenigstens eine Schalhautaufnahme
(19) verfügt, sodass eine Schalhaut an einer definierten Stelle festlegbar ist.
2. Modulares Schalungssystem nach Anspruch 1 mit der Möglichkeit das wenigstens eine
Schalhaut-Halterungselement (10) durch Mittel (12, 15) auf einem angrenzenden Mauerwerk
aufsteckbar ist.
3. Modulares Schalungssystem nach Anspruch 1, das über wenigstens eine Aufnahme (11,
11') zur Fixierung wenigstens eines Bewehrungselementes verfügt, sodass wenigstens
ein erstes Bewehrungselement innerhalb des Raumes für das Betonteil (100) an einer
definierten Stelle festlegbar ist, sodass die geforderte Betondeckung (z. B. gem.
DIN 1045-1) unterstützt ist.
4. Modulares Schalungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das modulare Schalungssystem ein weiteres Schalungsmodul in Form eines Bügelbewehrungs-Halterungselementes
(30) umfasst, sodass die Bügelbewehrung innerhalb des Raumes für das Betonteil (100)
an einer definierten Stelle festlegbar ist, sodass die geforderte Betondeckung (z.
B. gem. DIN 1045-1) unterstützt ist.
5. Modulares Schalungssystem nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Bügelbewehrungs-Halterungselement (30) derart geometrisch mit der seitlichen
Schalhaut korrespondiert, dass das Bügelbewehrungs-Halterungselement (30) mit seiner
Schalhautaufnahme (19) auf wenigstens eine seitliche Schalhaut aufsteckbar ist.
6. Modulares Schalungssystem nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Bügelbewehrungs-Halterungselement (30) über Aufnahmen (31, 32) zur Halterung
von Bügelbewehrungselemente in bügelartiger Form verfügt.
7. Modulares Schalungssystem nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Sollbruchstellen (18) derart vorgesehen sind, dass die über das herzustellende Bauteil
vorstehenden Teile (12, 12', 13, 13', 14, 14', 14") an der jeweiligen Sollbruchstelle
(18) abtrennbar sind.
8. Modulares Schalungssystem nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eines der Schalungsmodule (10, 20, 30) aus zwei zusammensteckbaren Einzelteilen
besteht.
9. Modulares Schalungssystem nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine der Schalungsmodule (10, 20, 30) in der Art zusammensteckbar
ist, als dass es wenigstens eine Einrastungsmöglichkeit aufweist so dass das eingerastete
Schalungsmodul wenigstens eine festgelegte Breite (z. B. eine der standardmäßigen
Wandstärken) aufweist.
10. Verfahren zur Herstellung einer Schalung für die Herstellung von Betonteilen (100)
unter Verwendung eines modularen Schalungssystems nach einem der vorangegangenen Ansprüche
aufweisend die Arbeitsschritte:
a. Festlegen des wenigstens einen ersten Schalhaut-Halterungselementes (10) an einer
definierten Stelle,
b. seitliche Schalhaut beidseitig in die Schalhaut-Aufnahmen (19) der wenigstens einen
ersten Schalhaut-Halterungselemente (10) einstecken,
c. Falls Bügelbewehrung erforderlich: Bügelbewehrungs-Halterungselemente (30) mit
den Schalhautaufnahmen (19) auf die seitliche Schalhaut aufstecken,
d. Falls Bügelbewehrung erforderlich: jeweils erste u-förmige Bügelbewehrungselemente
mit deren Öffnung nach oben in die Aufnahmen (31) für die Bügelbewehrung der Bügelbewehrungs-Halterungselemente
(30) einbringen,
e. die stabförmigen Elemente für die Längsbewehrung in die Aufnahmen (11, 11') der
wenigstens einen ersten Schalhaut-Halterungselemente (10) einbringen,
f. obere Halterungselemente (20) mit den Schalhautaufnahmen (19) auf die seitliche
Schalhaut aufstecken,
g. die stabförmigen Elemente für die Längsbewehrung in die Aufnahme (11, 11') der
wenigstens einen oberen Halterungselemente (20) einbringen,
h. Falls Bügelbewehrung erforderlich: jeweils zweite u-förmige Bügelbewehrungselemente
mit deren Öffnung nach unten in die Aufnahmen (32) für die Bügelbewehrung der Bügelbewehrungs-Halterungselemente
(30) einbringen,
i. Betonteil (100) durch Einfüllen von fließfähigem Beton in den durch das modulare
Schalungssystem gebildeten Raum herstellen,
j. überstehende Teile (12, 12', 13, 13', 14, 14', 14") an der jeweiligen Sollbruchstelle
(18) abtrennen.