| (19) |
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(11) |
EP 2 963 218 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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05.07.2017 Patentblatt 2017/27 |
| (22) |
Anmeldetag: 21.04.2015 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (54) |
BLOCKIEREINRICHTUNG FÜR EINE SCHLIESSFOLGEREGELUNGSVORRICHTUNG EINER ZWEIFLÜGELIGEN
DREHTÜRANLAGE
BLOCKING DEVICE OF A LOCKING SEQUENCE CONTROLLING DEVICE OF A TWO-LEAF ROTATING DOOR
ASSEMBLY
DISPOSITIF DE BLOCAGE POUR UN DISPOSITIF DE COMMANDE DE SÉQUENCE DE FERMETURE D'UNE
INSTALLATION DE PORTE PIVOTANTE À DEUX BATTANTS
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
30.06.2014 DE 102014212570
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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06.01.2016 Patentblatt 2016/01 |
| (73) |
Patentinhaber: GEZE GmbH |
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71229 Leonberg (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Augenstein, Joachim
75223 Niefern-Öschelbronn (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 1 870 551 DE-B3-102013 212 649
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DE-A1-102012 219 739 FR-A1- 2 270 193
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Blockiereinrichtung für eine Schließfolgeregelungsvorrichtung
einer zweiflügeligen Drehtüranlage nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Aus der
DE 10 2006 028 875 B3 ist eine Vorrichtung zur Regelung der Schließfolge einer zweiflügeligen Drehtüranlage
bekannt, welche einen überschlagenden Gangflügel und einen unterschlagenden Standflügel
aufweist. Der Gangflügel und der Standflügel sind jeweils mit einer Abtriebswelle
einer Antriebseinrichtung wirkverbunden. Ferner ist eine Blockiereinrichtung vorhanden,
durch welche der Gangflügel abhängig von der Position des Standflügels blockier- bzw.
freigebbar ist, indem sie einen Ankopplungspunkt für ein mechanisches Übertragungselement
aufweist. Die Blockiereinrichtung wirkt auf ein bewegliches Bauteil der Antriebseinrichtung
des Gangflügels ein, indem sie eine mit dem beweglichen Bauteil über ein Freilauflager
gekoppelte Bremstrommel aufweist. Die Bremstrommel wird von einem einstückigen Bremsbelag
umgriffen, welcher gegen die Bremstrommel federbeaufschlagt ist. Das Verschwenken
eines Spreizelements lüftet den Bremsbelag von der Bremstrommel.
[0003] Aus der
EP 1 870 551 A2, die die Merkmale des Oberbegriffs des Anspruchs 1 offenbart, ist eine Blockiereinrichtung
für eine Schließfolgeregelungsvorrichtung einer zweiflügeligen Drehtüranlage bekannt,
welche einen Gangflügel abhängig von der Position eines Standflügels blockiert oder
freigibt, indem sie auf eine Motorwelle eines Antriebsmotors der Antriebseinrichtung
des Gangflügels einwirkt. Die Betätigungseinrichtung ist als Kippelement ausgebildet
und wird durch ein Übertragungselement bewegt. Eine Überlastsicherung ist hier nicht
integriert.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine betriebssichere und bei Verschleiß
selbstnachstellende Blockiereinrichtung für eine Schließfolgeregelungsvorrichtung
einer zweiflügeligen Drehtüranlage zu schaffen.
[0005] Die Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
[0006] Die Unteransprüche bilden vorteilhafte Ausgestaltungsmöglichkeiten der Erfindung.
[0007] Die Blockiereinrichtung weist erfindungsgemäß ein als Bremskonus ausgeführtes erstes
Bremselement auf, auf welches mindestens ein Bremssegment eines drehbaren und axial
verschiebbaren Andruckteils wirkt, welches im Blockadezustand von einer Andruckfeder
axial in Richtung Bremskonus gedrückt ist und eine Drehbewegung der Motorwelle in
Schließrichtung blockiert, wobei das mechanische Übertragungselement in der Freigabestellung
das Andruckteil gegen die Kraft der Andruckfeder axial vom Bremskonus wegbewegt, so
dass das mindestens eine Bremssegment vom Bremskonus abhebt und die Drehbewegung der
Motorwelle in Schließrichtung freigibt. Hierdurch wird ein äußerst betriebssicherer
Aufbau erreicht, wobei die Blockiereinrichtung bei Verschleiß selbstnachstellend ist.
[0008] Bei Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Blockiereinrichtung für eine Schließfolgeregelungsvorrichtung
einer zweiflügeligen Drehtüranlage beinhaltet der Bremskonus auf der Motorwelle den
Freilauf und wird je nach Drehrichtung entsprechend auf die Motorwelle aufgesteckt.
Erfindungsgemäß wird eine Überlastsicherung durch eine Verdrehung des Andruckteils
unter Last ausgelöst, indem ein am Andruckteil angeordneter Auflaufsteg auf eine ortsfeste
Auflauframpe aufläuft, wenn ein vorgegebener Drehmomentschwellwert erreicht ist, so
dass das mindestens eine Bremssegment vom Bremskonus abhebt und die Drehbewegung der
Motorwelle in Schließrichtung freigibt. Das Auslösemoment der Überlastsicherung kann
durch Einstellen einer Vorspannung einer Auslösefeder eingestellt werden, welche in
Wirkverbindung mit dem Andruckteil und einem ortsfesten Anschlagsteg steht. Hierbei
kann das Andruckteil gegen die Kraft der Auslösefeder verdreht werden. Durch die Überlastsicherung
können in vorteilhafter Weise Beschädigungen an der Drehtüranlage verhindert werden.
[0009] In einer weiteren vorteilhaften Ausführung kann das Andruckteil über eine Führungshülse
in einer Führungsöffnung eines Basisteils drehbar und axial verschiebbar gelagert
werden, wobei der Ankoppelpunkt für das mechanische Übertragungselement am Boden der
Führungshülse angeordnet ist. Die Andruckfeder kann beispielsweise als Schraubendruckfeder
ausgebildet werden, welche sich einerends am Boden der Führungshülse und anderenends
am Boden der Führungsöffnung abstützt, durch welchen das mechanische Übertragungselement
geführt ist.
[0010] In einer weiteren vorteilhaften Ausführung kann das Andruckteil symmetrisch zur Hochachse
ausgeführt werden und zwei Bremssegmente aufweisen, welche einander gegenüberliegend
angeordnet sind und jeweils auf ein Winkelsegment des Bremskonus wirken, welches kleiner
als 90° ist.
[0011] In einer weiteren vorteilhaften Ausführung kann eine elektrische Bremseinrichtung
mit einem Hubmagneten und einem drehbaren und axial verschiebbaren Bremsblock vorgesehen
werden, welcher mindestens ein Bremssegment aufweist. Hierbei kann der Hubmagnet im
bestromten Bremszustand den Bremsblock über einen Betätigungsstößel gegen die Kraft
einer Rückstellefeder axial in Richtung Bremskonus drücken und eine Drehbewegung der
Motorwelle in Schließrichtung blockieren, wobei die Rückstellfeder den Bremsblock
im unbestromten Zustand des Hubmagneten axial vom Bremskonus wegbewegen kann, so dass
das mindestens eine Bremssegment vom Bremskonus abhebt und die Drehbewegung der Motorwelle
in Schließrichtung freigibt. Dies ermöglicht in vorteilhafter Weise eine modular aufgebaute
Blockiereinrichtung mit einer elektrischen Bremsfunktion. So kann beispielsweise auf
einen am Elektromotor angebauten Anschlussflansch ein Basisteil angeordnet werden,
über welches die Blockiereinrichtung für die integrierte Schließfolgeregelung (IS)
und die elektrische Bremse modular angebaut werden können. Auf die auf der Motorwelle
gelagerte konusförmige Reibscheibe, welche einen Hülsenfreilauf zur Bremsrichtungsbestimmung
beinhaltet, drückt entweder die integrierte Schließfolgeregelung (IS) über die Blockiereinrichtung
oder die elektrische Bremse.
[0012] In einer weiteren vorteilhaften Ausführung kann der Bremsblock über eine abgerundete
Aussparung auf einer abgerundeten Führungsfläche des Basisteils drehbar und axial
verschiebbar gelagert werden, wobei der Betätigungsstößel auf eine Betätigungsplatte
des Bremsblocks wirken kann.
[0013] In einer weiteren vorteilhaften Ausführung kann der Bremsblock symmetrisch zur Hochachse
ausgeführt werden und zwei Bremssegmente aufweisen, welche einander gegenüberliegend
angeordnet sind und jeweils auf ein Winkelsegment des Bremskonus wirken, welches kleiner
als 90° ist. Der Bremsblock und das Andruckteil können so angeordnet werden, dass
sich am Umfang des Bremskonus die Bremssegmente des Andruckteils und die Bremssegmente
des Bremsblocks abwechseln. Dies ermöglicht einen besonders kompakten Aufbau der Blockiereinrichtung
mit integrierter elektrischer Bremse.
[0014] In einer weiteren vorteilhaften Ausführung kann die Überlastsicherung durch eine
Verdrehung des Bremsblocks unter Last ausgelöst werden, indem der Bremsblock auf das
Andruckteil wirkt und dieses verdreht, wenn ein vorgegebener Drehmomentschwellwert
erreicht ist. Hierbei kann das verdrehte Andruckteil einen Mikroschalter betätigen,
welcher eine Stromzufuhr zum Haftmagneten unterbricht, so dass die Rückstellfeder
den Bremsblock im unbestromten Zustand des Haftmagneten axial vom Bremskonus wegbewegen
kann, so dass das mindestens eine Bremssegment des Bremsblocks vom Bremskonus abheben
und die Drehbewegung der Motorwelle in Schließrichtung freigeben kann.
[0015] Ausführungsformen der Erfindung ermöglichen in vorteilhafter Weise eine modular aufgebaute
Blockiereinrichtung mit einer elektrischen Bremse. Hierbei kann das Überlastmoment
sowohl für die elektrische Bremse als auch für die Blockiereinrichtung der integrierten
Schließfolgeregelung (IS) eingestellt werden. Dadurch kann Beschädigungen vorgebeugt
bzw. ein sicherer Betrieb des Türsystems ermöglicht werden. Die Blockiereinrichtung
der integrierten Schließfolgeregelung (IS) kann entweder durch das mechanische Übertragungselement
oder durch die Auflauframpen abgehoben bzw. gelöst werden. Die elektrische Bremse
stützt sich auf der integrierten Schließfolgeregelung (IS) mit ab und nutzt dadurch
deren Drehmomenteinstellung zur Aufhebung der Bremswirkung im Überlastfall über die
Mikroschalter.
[0016] Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand von zeichnerischen Darstellungen
näher erläutert. In den Zeichnungen bezeichnen gleiche Bezugszeichen Komponenten bzw.
Elemente, die gleiche bzw. analoge Funktionen ausführen.
[0017] Dabei zeigen:
- Fig. 1
- eine zweiflügelige Drehtüranlage mit einer Schließfolgeregelungsvorrichtung in Frontansicht;
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht eines ersten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen
Blockiereinrichtung für die Schließfolgeregelungsvorrichtung einer zweiflügeligen
Drehtüranlage aus Fig. 1;
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf das erste Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Blockiereinrichtung
aus Fig. 2;
- Fig. 4
- eine Frontansicht des ersten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Blockiereinrichtung
aus Fig. 2 oder 3;
- Fig. 5
- eine Schnittdarstellung des ersten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Blockiereinrichtung
entlang der Schnittlinie V-V in Fig. 4;
- Fig. 6
- eine perspektivische Ansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen
Blockiereinrichtung für die Schließfolgeregelungsvorrichtung einer zweiflügeligen
Drehtüranlage aus Fig. 1;
- Fig. 7
- eine Draufsicht auf das zweite Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Blockiereinrichtung
aus Fig. 6;
- Fig. 8
- eine Frontansicht des zweiten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Blockiereinrichtung
aus Fig. 6 oder 7; und
- Fig. 9
- eine Schnittdarstellung des zweiten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Blockiereinrichtung
entlang der Schnittlinie IX-IX in Fig. 8.
[0018] Die Fig. 1 zeigt eine zweiflügelige Drehtüranlage 1 mit einem überschlagenden Gangflügel
2 und einem unterschlagenden Standflügel 3, welche über scharnierartige Beschläge
4 um jeweils eine vertikale Drehachse drehbar an einem ortsfesten Türrahmen 5 gelagert
sind. Der Gangflügel 2 und der Standflügel 3 sind jeweils mit einer als Drehtürantrieb
ausgebildeten Antriebseinrichtung 6, 7 wirkverbunden, welche im dargestellten Ausführungsbeispiel
im oberen horizontalen Bereich des Türrahmens 5 montiert sind.
[0019] In den Gehäusen 8, 9 der Antriebseinrichtungen 6, 7 sind jeweils als Abtriebswelle
10, 11 mit vertikalen Drehachsen ausgebildete Abtriebsglieder gelagert, wobei die
Enden der Abtriebswellen 10, 11 aus den Gehäusen 8, 9 jeweils herausragen. An dem
unteren, d.h. dem Gangflügel 2 bzw. dem Standflügel 3 zugewandten Ende der Abtriebswellen
10, 11 sind jeweils als Gleitarm 12, 13 ausgebildete Kraftübertragungselemente drehfest
montiert. Das andere Ende des Gleitarms 12, 13 ist jeweils mittels eines Gleiters
in jeweils einer im Bereich der oberen horizontalen Kante des Gangflügels 2 bzw. des
Standflügels 3 montierten Gleitschiene 14, 15 linear verschiebbar geführt. Eine Drehbewegung
der Abtriebswelle 10, 11 der Antriebseinrichtung 6, 7 bewirkt, dass der Gleitarm 12,
13 verschwenkt wird und über den in der Gleitschiene 14, 15 geführten Gleiter den
Gangflügel 2 bzw. den Standflügel 3 bewegt.
[0020] Die Antriebseinrichtungen 6, 7 weisen jeweils eine hier nicht dargestellte Steuerungseinrichtung
auf, welche den Bewegungsablauf der Antriebseinrichtungen 6, 7 steuert, z.B. abhängig
von Sensorsignalen und/oder manuellen Schalthandlungen. Die Steuerungseinrichtung
kann eine Speichereinrichtung umfassen, in welcher die zum Betrieb der Antriebseinrichtungen
6, 7 erforderlichen Parameter nichtflüchtig speicherbar sind.
[0021] Eine Vorrichtung zur Regelung der Schließfolge bewirkt, dass bei nicht in seiner
Schließlage befindlichem Standflügel 3 der Gangflügel 2 nicht in Schließrichtung bewegt
werden kann, sondern solange in zumindest teilgeöffneter Stellung verbleibt, bis der
Standflügel 3 seine Geschlossenlage erreicht hat. Hierzu ist in der Antriebseinrichtung
6 des Gangflügels eine Blockiereinrichtung 20, 20A vorgesehen, welche nachfolgend
unter Bezugnahme auf Fig. 2 bis 9 näher beschrieben wird. Die Antriebseinrichtung
6 weist einen elektrischen Antriebsmotor 16 auf, dessen Motorwelle 17 auf beiden Seiten
aus dem Antriebsmotor 16 heraussteht. Auf einer Seite kann der Antriebsmotor 16 mit
einem nicht näher dargestellten Getriebe zusammenwirken. Das Getriebe wirkt mit der
Abtriebswelle 10 der Antriebseinrichtung 6 zusammen, so dass eine Drehbewegung der
Motorwelle 17 eine durch das Getriebe untersetzte Drehbewegung der Abtriebswelle 10
bewirkt. Zudem ist eine Schließfeder vorgesehen, welche durch den in Öffnungsrichtung
betätigten Antriebsmotor 16 vorgespannt wird. Wenn die Bestromung des Antriebsmotors
16 beendet wird, entspannt sich die Schließerfeder sodann wieder und bewirkt eine
Drehbewegung der Abtriebswelle 10 der Antriebseinrichtung 2 in Schließrichtung.
[0022] Prinzipiell ist eine Feststellung der Abtriebswelle 10 der Antriebseinrichtung 6
bei zumindest teilweise geöffneter Position des angeschlossenen Flügels allein durch
den Antriebsmotor 16 möglich, indem der Antriebsmotor 16 nach Erreichen dieser Position
der Abtriebswelle 10 dauerbestromt bleibt und somit eine die Kraft der Schließerfeder
kompensierende Gegenkraft erzeugt. Hierdurch würden jedoch ein hoher Stromverbrauch
und gegebenenfalls auch eine störende Geräuschemission durch den stillstehend dauerbestromten
Antriebsmotor 16 anfallen.
[0023] Um diesen Nachteil zu vermeiden, ist stirnseitig an den Antriebsmotor 16 anschließend
eine Blockiereinrichtung 20, 20A vorgesehen, welche mit der Motorwelle 17 des Antriebsmotors
16 zusammenwirkt. Wie aus Fig. 2 bis 9 weiter ersichtlich ist, blockieren die dargestellten
Ausführungsbespiele der erfindungsgemäßen Blockiereinrichtung 20, 20A für eine Schließfolgeregelungsvorrichtung
einer zweiflügeligen Drehtüranlage 1 den Gangflügel 2 abhängig von der Position des
Standflügels 3 oder geben ihn frei, indem sie jeweils einen Ankopplungspunkt 21 für
ein mechanisches Übertragungselement 18 aufweisen und auf die Motorwelle 17 des Antriebsmotors
16 der Antriebseinrichtung 6 des Gangflügels 2 einwirken, indem sie eine mit der Motorwelle
17 über ein Freilauflager 19.1 gekoppeltes erstes Bremselement 19 aufweisen. Erfindungsgemäß
ist das erste Bremselement als Bremskonus 19 ausgeführt, auf welchen mindestens ein
Bremssegment 35, 36 eines drehbaren und axial verschiebbaren Andruckteils 30 wirkt,
welches im Blockadezustand von einer Andruckfeder 39 axial in Richtung Bremskonus
19 gedrückt ist und eine Drehbewegung der Motorwelle 17 in Schließrichtung blockiert.
Hierbei bewegt das mechanische Übertragungselement 18 in der Freigabestellung das
Andruckteil 30 gegen die Kraft der Andruckfeder 39 axial vom Bremskonus 19 weg, so
dass das mindestens eine Bremssegment 35, 36 vom Bremskonus 19 abhebt und die Drehbewegung
der Motorwelle 17 in Schließrichtung freigibt.
[0024] Das hier nur abschnittsweise dargestellte Übertragungselement 18, welches als Schubglied,
beispielsweise als Schubstange oder Bowdenzug ausgebildet sein kann, ist, wie auch
die Blockiereinrichtung 20, 20A, ein Bestandteil der Vorrichtung zur Regelung der
Schließfolge und erstreckt sich zum Standflügel 3, insbesondere zu einem mit dem Standflügel
3 bewegungsgekoppelten Bauteil der Antriebseinrichtung 7 des Standflügels 3. In der
gezeigten Stellung des Andruckteils 30 ist die Blockiereinrichtung 20, 20A in ihrem
die Bewegung der Motorwelle 17 blockierenden Zustand. Das Erreichen der Schließlage
des Standflügels 3 führt zu einer Verlagerung des Übertragungselements 18 und somit
zu einem axialen Verschieben des Andruckteils 30, wodurch die Blockiereinrichtung
20, 20A die Bewegung der Motorwelle 17 freigibt und der Gangflügel 2 sodann unter
Entspannung der Schließerfeder geschlossen werden kann.
[0025] Fig. 2 bis 5 zeigen ein erstes Ausführungsbeispiel der Blockiereinrichtung 20, wobei
von der Antriebseinrichtung 6 des Gangflügels 2, der Übersichtlichkeit halber hier
nur der Antriebsmotor 16 mit der Motorwelle 17 dargestellt ist. Ein Anschlussflansch
22, welcher die Komponenten der Blockiereinrichtung 20 trägt, dient zum Anschluss
der Blockiereinrichtung 20 an den Antriebsmotor 16. Im dargestellten Ausführungsbeispiel
weist der Anschlussflansch 22 eine L-Form auf, wobei der Anschlussflansch 22 an einem
ersten Schenkel mit dem Antriebsmotor 16 verbunden ist. An einem zweiten Schenkel,
welcher senkrecht zum ersten Schenkel steht, weist der Anschlussflansch 22 ein Basisteil
24 mit einer Führungsöffnung 25 auf, in welcher das Andruckteil 30 über eine Führungshülse
38 drehbar und axial verschiebbar gelagert ist. Der Ankoppelpunkt 21 für das mechanische
Übertragungselement 18 ist am Boden der Führungshülse 38 angeordnet. Die Andruckfeder
39 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel als Schraubendruckfeder ausgebildet und
stützt sich einerends am Boden der Führungshülse 38 und anderenends am Boden der Führungsöffnung
25 ab, durch welchen das mechanische Übertragungselement 18 geführt ist. Zudem ist
das Andruckteil 30 symmetrisch zur Hochachse z ausgeführt und weist zwei Bremssegmente
35, 36 auf, welche einander gegenüberliegend angeordnet sind und jeweils auf ein Winkelsegment
des Bremskonus 19 wirken, welches kleiner als 90° ist. Die Bremssegmente 35, 36 weisen
dem Bremskonus 19 zugewandte abgeschrägte Bremsflächen auf und sind über abgewinkelte
Verbindungselemente mit der Führungshülse 38 verbunden.
[0026] Wie aus Fig. 2 bis 5 weiter ersichtlich ist, ist eine Überlastsicherung durch eine
Verdrehung des Andruckteils 30 unter Last auslösbar, indem ein am Andruckteil 30 angeordneter
Auflaufsteg 37 auf eine ortsfeste Auflauframpe 28 aufläuft, wenn ein vorgegebener
Drehmomentschwellwert erreicht ist, so dass das mindestens eine Bremssegment 35, 36
vom Bremskonus 19 abhebt und die Drehbewegung der Motorwelle 17 in Schließrichtung
freigibt. Die Auflauframpe 28 ist am ersten Schenkel des Anschlussflansches 22 ausgebildet
und steht im Wesentlichen senkrecht vom ersten Schenkel des Anschlussflansches 22
ab. Damit die Überlastsicherung in beide Drehrichtungen des Andruckteils 30 wirksam
ist, weist das Andruckteil 30 zwei Auflaufstege 37 auf, welche jeweils mit einer am
ersten Schenkel des Anschlussflansches 22 angeordneten Auflauframpe 28 zusammenwirken.
Ein Auslösemoment der Überlastsicherung ist durch Einstellen einer Vorspannung einer
Auslösefeder 34 einstellbar, welche in einer Aufnahmebohrung 32 eines Einstellblocks
31 angeordnet ist. Die Auslösefeder 34 steht über eine Einstellschraube 33 und den
Einstellblock 31 in Wirkverbindung mit dem Andruckteil 30 und über einen ortsfesten
Anschlagsteg 26, welcher im Wesentlichen senkrecht vom ersten Schenkel des Anschlussflansches
22 absteht, in Wirkverbindung mit dem Anschlussflansch 22. Die Vorspannung der Auslösefeder
34 ist über die Einstellschraube 33 einstellbar, welche in ein Innengewinde der Aufnahmebohrung
eingeschraubt ist. Das Andruckteil 30 ist gegen die Kraft der Auslösefeder 34 verdrehbar.
Damit die Überlastsicherung in beide Drehrichtungen wirksam ist, weist das Andruckteil
30 zwei Einstellblöcke 31 mit entsprechenden Aufnahmebohrungen, Auslösefedern 34 und
Einstellschrauben 33 auf, wobei der Anschlagsteg 22 so zwischen den beiden Einstellblöcken
31 angeordnet ist, dass sich die Auslösefedern 34 jeweils an einer Seitenfläche des
Anschlagstegs 22 abstützen können.
[0027] Fig. 6 bis 9 zeigen ein zweites Ausführungsbeispiel der Blockiereinrichtung 20A,
wobei auch hier, der Übersichtlichkeit halber, von der Antriebseinrichtung 6 des Gangflügels
2 nur der Antriebsmotor 16 mit der Motorwelle 17 dargestellt ist. Zusätzlich zu den
unter Bezugnahme auf Fig. 2 bis 5 bereits beschriebenen Komponenten weist die Blockiereinrichtung
20A im dargestellten zweiten Ausführungsbeispiel eine elektrische Bremseinrichtung
40 mit einem Hubmagneten 41 und einem drehbaren und axial verschiebbaren Bremsblock
44 auf, welcher mindestens ein Bremssegment 45, 46 aufweist. Die elektrische Bremseinrichtung
40 ist zur Feststellung des Gangflügels 2 vorgesehen, wenn die integrierte Schließfolgeregelung
(IS) aufgrund der Stellung des Standflügels 3 eine Bewegung des Gangflügels 2 freigibt,
d.h. wenn das mechanische Übertragungselement 18 in der Freigabestellung das Andruckteil
30 gegen die Kraft der Andruckfeder 39 axial vom Bremskonus 19 wegbewegt, so dass
das mindestens eine Bremssegment 35, 36 vom Bremskonus 19 abgehoben ist und die Drehbewegung
der Motorwelle 17 in Schließrichtung freigeben ist. Der Hubmagnet 41 drückt im bestromten
Bremszustand den Bremsblock 44 über einen Betätigungsstößel 42 gegen die Kraft einer
Rückstellefeder 43 axial in Richtung Bremskonus 19 und blockiert eine Drehbewegung
der Motorwelle 17 in Schließrichtung. Im unbestromten Zustand des Hubmagneten 41 bewegt
die Rückstellfeder 43 den Bremsblock 44 axial vom Bremskonus 19 weg, so dass das mindestens
eine Bremssegment 45, 46 vom Bremskonus 19 abhebt und die Drehbewegung der Motorwelle
17 in Schließrichtung freigibt.
[0028] Analog zum ersten Ausführungsbeispiel trägt der Anschlussflansch 22 die Komponenten
der Blockiereinrichtung 20A und dient zum Anschluss der Blockiereinrichtung 20A an
den Antriebsmotor 16. Im dargestellten zweiten Ausführungsbeispiel weist der Anschlussflansch
22 eine L-Form auf, wobei der Anschlussflansch 22 am ersten Schenkel mit dem Antriebsmotor
16 verbunden ist und am zweiten Schenkel das Basisteil 24 mit der Führungsöffnung
25 aufweist, in welcher das Andruckteil 30 über eine Führungshülse 38 drehbar und
axial verschiebbar gelagert ist. Wie aus Fig. 6 bis 9 weiter ersichtlich ist, ist
zusätzlich zum Andruckteil 30 der Bremsblock 44 über eine abgerundete Aussparung 44.1
auf einer abgerundeten Führungsfläche 24.1 des Basisteils 24 drehbar und axial verschiebbar
gelagert, wobei der Betätigungsstößel 42 auf eine Betätigungsplatte 47 des Bremsblocks
44 wirkt. Die Betätigungsplatte 47 stützt sich auf einer Abflachung des Basisteils
24 ab und ist in z-Richtung oberhalb der Aussparung 44.1 angeordnet, so dass der Bremsblock
44 die axiale Schiebebewegung ausführten kann. Der Hubmagnet 41 mit Betätigungsstößel
42 und Rückstellfeder 43 ist auf einer abgeflachten Oberseite des Basisteils 24 angeordnet.
Auch der Bremsblock 44 ist symmetrisch zur Hochachse z ausgeführt und weist zwei Bremssegmente
45, 46 auf, welche einander gegenüberliegend angeordnet sind und welche dem Bremskonus
19 zugewandte abgeschrägte Bremsflächen aufweisen. Die Bremsflächen wirken jeweils
auf ein Winkelsegment des Bremskonus 19, welches kleiner als 90° ist. Wie aus Fig.
6 bis 9 weiter ersichtlich ist, sind der Bremsblock 44 und das Andruckteil 30 so angeordnet,
dass sich am Umfang des Bremskonus 19 die Bremssegmente 35, 36 des Andruckteils 30
und die Bremssegmente 45, 46 des Bremsblocks 44 abwechseln.
[0029] Wie aus Fig. 6 bis 9 weiter ersichtlich ist, verwendet die elektrische Bremseinrichtung
40 die Überlastsicherung des Andruckteils 30 mit. Das bedeutet, dass die Überlastsicherung
durch eine Verdrehung des Bremsblocks 44 unter Last auslösbar ist, indem der Bremsblock
44 auf das Andruckteil 30 wirkt und dieses verdreht, wenn ein vorgegebener Drehmomentschwellwert
erreicht ist. Das verdrehte Andruckteil 30 betätigt einen Mikroschalter 48, 49, welcher
eine Stromzufuhr zum Haftmagneten 41 unterbricht, so dass die Rückstellfeder 43 den
Bremsblock 44 im unbestromten Zustand des Haftmagneten 41 axial vom Bremskonus 19
wegbewegt, so dass das mindestens eine Bremssegment 45, 46 des Bremsblocks 44 vom
Bremskonus 19 abhebt und die Drehbewegung der Motorwelle 17 in Schließrichtung freigibt.
Damit die Überlastsicherung auch im zweiten Ausführungsbeispiel der Blockiereinrichtung
20A in beide Drehrichtungen wirksam ist, weist das Andruckteil 30 auch hier zwei Einstellblöcke
31 mit entsprechenden Aufnahmebohrungen, Auslösefedern 34 und Einstellschrauben 33
auf, wobei der Anschlagsteg 22 so zwischen den beiden Einstellblöcken 31 angeordnet
ist, dass sich die Auslösefedern 34 jeweils an einer Seitenfläche des Anschlagstegs
22 abstützen können. Zudem sind zwei am Andruckteil 30 zwei Mikroschalter 48, 49 angeordnet,
deren Betätigungselemente durch eine entsprechende Drehbewegung in Richtung Anschlagsteg
22 ausgelöst werden.
[0030] Das zweite Ausführungsbespiel stellt eine kombinierte, modular aufgebaute Blockiereinrichtung
20A mit einer elektrischen Bremseinrichtung 40 für eine Schließfolgeregelungsvorrichtung
einer zweiflügeligen Drehtüranlage 1 zur Verfügung, die dadurch ausgezeichnet ist,
dass das Überlastmoment sowohl für die elektrische Bremseinrichtung 40 als auch für
die integrierte Schließfolgeregelung (IS) einstellbar ist und somit Beschädigungen
vorbeugt bzw. betriebssicher ist.
[0031] Auf den an den Antriebsmotor 16 angebauten Anschlussflansch 22 mit dem Basisteil
24 werden modular das Andruckteil 30 der integrierten Schließfolgeregelung (IS) und
die elektrische Bremseinrichtung 40 angebaut. Durch die auf der Motorwelle 17 gelagerte
konusförmige Reibscheibe 19, welche den Hülsenfreilauf 19.1 zur Bremsrichtungsbestimmung
beinhaltet, drückt entweder das Andruckteil 30 der integrierten Schließfolgeregelung
(IS) oder der Bremsblock 44 der elektrischen Bremseinrichtung 40. Die integrierte
Schließfolgeregelung (IS) kann entweder durch das mechanische Übertragungselement
18 oder durch die Auflauframpen 28 abgehoben bzw. gelöst werden. Der Bremsblock 44
der elektrischen Bremseinrichtung 40 stützt sich auf dem Andruckteil 30 der integrierten
Schließfolgeregelung (IS) mit ab und nutzt dadurch deren Drehmomenteinstellung zur
Aufhebung der Bremswirkung im Überlastfall über die Mikroschalter 48, 49.
Bezugszeichenliste
| 1 |
Drehtüranlage |
26 |
Anschlagsteg |
| 2 |
Gangflügel |
28 |
Auflauframpe |
| 3 |
Standflügel |
30 |
Andruckteil |
| 4 |
Beschlag |
31 |
Einstellblock |
| 5 |
Türrahmen |
32 |
Aufnahmebohrung |
| 6 |
Antriebseinrichtung |
33 |
Einstellschraube |
| 7 |
Antriebseinrichtung |
34 |
Auslösefeder |
| 8 |
Gehäuse |
35, 36 |
Bremssegment |
| 9 |
Gehäuse |
37 |
Auflaufsteg |
| 10 |
Abtriebswelle |
38 |
Führungshülse |
| 11 |
Abtriebswelle |
39 |
Andruckfeder |
| 12 |
Gleitarm |
40 |
elektrische Bremseinrichtung |
| 13 |
Gleitarm |
41 |
Hubmagnet |
| 14 |
Gleitschiene |
42 |
Betätigungsstößel |
| 15 |
Gleitschiene |
43 |
Rückstellfeder |
| 16 |
Antriebsmotor |
44 |
Bremsblock |
| 17 |
Motorwelle |
44.1 |
Aussparung |
| 18 |
Übertragungselement |
45, 46 |
Bremssegment |
| 19 |
Bremskonus |
47 |
Betätigungsplatte |
| 19.1 |
Freilauf |
48, 49 |
Mikroschalter |
| 20, 20A |
Blockiereinrichtung |
|
|
| 21 |
Ankoppelpunkt |
|
|
| 22 |
Anschlussflansch |
|
|
| 24.1 |
Führungsfläche |
|
|
| 25 |
Führungsöffnung |
|
|
1. Blockiereinrichtung (20, 20A) für eine Schließfolgeregelungsvorrichtung einer zweiflügligen
Drehtüranlage (1), weiche einen überschlagenden Gangflügel (2) und einen unterschlagenden
Standflügel (3) aufweist, welche jeweils mit einer Abtriebswelle (10, 11) einer Antriebseinrichtung
(6, 7) wirkverbunden sind, wobei die Blockiereinrichtung (20, 20A) den Gangflügel
(2) abhängig von der Position des Standflügels (3) blockiert oder freigibt, indem
sie einen Ankopplungspunkt (21) für ein mechanisches Übertragungselement (18) aufweist
und auf eine Motorwelle (17) eines Antriebsmotors (16) der Antriebseinrichtung (6)
des Gangflügels (2) einwirkt, indem sie eine mit der Motorwelle (17) über ein Freilauflager
(19.1) der Blockiereinrichtung (20; 20A) gekoppeltes erstes Bremselement (19), ein
Andruckteil (30) und eine Andruckfeder (39) aufweist, wobei das erste Bremselement
als Bremskonus (19) ausgeführt ist, auf welchen mindestens ein Bremssegment (35, 36)
des drehbaren und axial verschiebbaren Andruckteils (30) wirkt, welches im Blockadezustand
von der Andruckfeder (39) axial in Richtung Bremskonus (19) gedrückt ist und eine
Drehbewegung der Motorwelle (17) in Schließrichtung blockiert, wobei das mechanische
Übertragungselement (18) in der Freigabestellung das Andruckteil (30) gegen die Kraft
der Andruckfeder (39) axial vom Bremskonus (19) wegbewegt, so dass das mindestens
eine Bremssegment (35, 36) vom Bremskonus (19) abhebt und die Drehbewegung der Motorwelle
(17) in Schließrichtung freigibt, dadurch gekennzeichnet, dass die Blockiereinrichtung (20, 20A) eine Überlastsicherung mit einem Auflaufsteg (37)
und einer ortsfesten Auflauframpe (28) aufweist, welche Überlastsicherung durch eine
Verdrehung des Andruckteils (30) unter Last auslösbar ist, indem der am Andruckteil
(30) angeordnete Auflaufsteg (37) auf die ortsfeste Auflauframpe (28) aufläuft, wenn
ein vorgegebener Drehmomentschwellwert erreicht ist, so dass das mindestens eine Bremssegment
(35, 36) vom Bremskonus (19) abhebt und die Drehbewegung der Motorwelle (17) in Schließrichtung
freigibt.
2. Blockiereinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass ein Auslösemoment der Überlastsicherung durch Einstellen einer Vorspannung einer
Auslösefeder (34) einstellbar ist, wobei die Auslösefeder (34) in Wirkverbindung mit
dem Andruckteil (30) und einem ortsfesten Anschlagsteg (26) steht, wobei das Andruckteil
(30) gegen die Kraft der Auslösefeder (34) verdrehbar ist.
3. Blockiereinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Andruckteil (30) über eine Führungshülse (38) in einer Führungsöffnung (25) eines
Basisteils (24) drehbar und axial verschiebbar gelagert ist, wobei der Ankoppelpunkt
(21) für das mechanische Übertragungselement (18) am Boden der Führungshülse (38)
angeordnet ist.
4. Blockiereinrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die Andruckfeder (39) als Schraubendruckfeder ausgebildet ist, welche sich einerends
am Boden der Führungshülse (38) und anderenends am Boden der Führungsöffnung (25)
abstützt, durch welchen das mechanische Übertragungselement (18) geführt ist.
5. Blockiereinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Andruckteil (30) symmetrisch zur Hochachse (z) ausgeführt ist und zwei Bremssegmente
(35, 36) aufweist, welche einander gegenüberliegend angeordnet sind und jeweils auf
ein Winkelsegment des Bremskonus (19) wirken, weiches kleiner als 90° ist.
6. Blockiereinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass eine elektrische Bremseinrichtung (40) mit einem Hubmagneten (41) und einem drehbaren
und axial verschiebbaren Bremsblock (44) vorgesehen ist, welcher mindestens ein Bremssegment
(45, 46) aufweist, wobei der Hubmagnet (41) im bestromten Bremszustand den Bremsblock
(44) über einen Betätigungsstößel (42) gegen die Kraft einer Rückstellefeder (43)
axial in Richtung Bremskonus (19) drückt und eine Drehbewegung der Motorwelle (17)
in Schließrichtung blockiert, und wobei die Rückstellfeder (43) den Bremsblock (44)
im unbestromten Zustand des Hubmagneten (41) axial vom Bremskonus (19) wegbewegt,
so dass das mindestens eine Bremssegment (45, 46) vom Bremskonus (19) abhebt und die
Drehbewegung der Motorwelle (17) in Schließrichtung freigibt.
7. Blockiereinrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass der Bremsblocks (44) über eine abgerundete Aussparung (44.1) auf einer abgerundeten
Führungsfläche (24.1) des Basisteils (24) drehbar und axial verschiebbar gelagert
ist, wobei der Betätigungsstößel (42) auf eine Betätigungsplatte (47) des Bremsblocks
(44) wirkt.
8. Blockiereinrichtung nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet, dass der Bremsblock (44) symmetrisch zur Hochachse (z) ausgeführt ist und zwei Bremssegmente
(45, 46) aufweist, welche einander gegenüberliegend angeordnet sind und jeweils auf
ein Winkelsegment des Bremskonus (19) wirken, welches kleiner als 90° ist.
9. Blockiereinrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass der Bremsblock (44) und das Andruckteil (30) so angeordnet sind, dass sich am Umfang
des Bremskonus (19) die Bremssegmente (35, 36) des Andruckteils (30) und die Bremssegmente
(45, 46) des Bremsblocks (44) abwechseln.
10. Blockiereinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 6 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass die Überlastsicherung durch eine Verdrehung des Bremsblocks (44) unter Last auslösbar
ist, indem der Bremsblock (44) auf das Andruckteil (30) wirkt und dieses verdreht,
wenn ein vorgegebener Drehmomentschwellwert erreicht ist, wobei das verdrehte Andruckteil
(30) einen Mikroschalter (48, 49) auslöst, welcher eine Stromzufuhr zum Haftmagneten
(41) unterbricht, so dass die Rückstellfeder (43) den Bremsblock (44) im unbestromten
Zustand des Haftmagneten (419 axial vom Bremskonus (19) wegbewegt, so dass das mindestens
eine Bremssegment (45, 46) des Bremsblocks (44) vom Bremskonus (19) abhebt und die
Drehbewegung der Motorwelle (17) in Schließrichtung freigibt.
1. Blocking device (20, 20A) for a closing sequence control apparatus of a two-leaf revolving
door system (1) which has an overstriking active leaf (2) and an understriking passive
leaf (3) which are each operatively connected to an output shaft (10, 11) of a drive
device (6, 7), wherein the blocking device (20, 20A) blocks or releases the active
leaf (2) depending on the position of the passive leaf (3) by the said blocking device
having a coupling point (21) for a mechanical transmission element (18), and acts
on a motor shaft (17) of a drive motor (16) of the drive device (6) of the active
leaf (2) by the said blocking device having a first brake element (19) which is coupled
to the motor shaft (17) by means of a freewheeling bearing (19.1) of the blocking
device (20; 20A), a contact-pressure part (30) and a contact-pressure spring (39),
wherein the first brake element is designed as a brake cone (19) on which at least
one brake segment (35, 36) of the rotatable and axially displaceable contact-pressure
part (30) acts, which contact-pressure part, in the blocking state of the contact-pressure
spring (39), is pushed axially in the direction of the brake cone (19) and blocks
a rotary movement of the motor shaft (17) in the closing direction, wherein the mechanical
transmission element (18), in the release position, moves the contact-pressure part
(30) axially away from the brake cone (19) against the force of the contact-pressure
spring (39), so that the at least one brake segment (35, 36) lifts away from the brake
cone (19) and releases the rotary movement of the motor shaft (17) in the closing
direction, characterized in that the blocking device (20, 20A) has an overload protection means with a run-on web
(37) and a stationary run-on ramp (28), which overload protection means can be tripped
by rotation of the contact-pressure part (30) under load by the run-on web (37) which
is arranged on the contact-pressure part (30) running onto the stationary run-on ramp
(28) when a prespecified torque threshold value is reached, so that the at least one
brake segment (35, 36) lifts away from the brake cone (19) and releases the rotary
movement of the motor shaft (17) in the closing direction.
2. Blocking device according to Claim 1, characterized in that a tripping torque of the overload protection means can be set by setting a prestress
of a tripping spring (34), wherein the tripping spring (34) is operatively connected
to the contact-pressure part (30) and a stationary stop web (26), wherein the contact-pressure
part (30) can be rotated against the force of the tripping spring (34).
3. Blocking device according to one of the preceding claims, characterized in that the contact-pressure part (30) is rotatably and axially displaceably mounted in a
guide opening (25) in a base part (24) by means of a guide sleeve (38), wherein the
coupling point (21) for the mechanical transmission element (18) is arranged on the
base of the guide sleeve (38).
4. Blocking device according to Claim 3, characterized in that the contact-pressure spring (39) is in the form of a helical compression spring which
is supported on the base of the guide sleeve (38) at one end and on the base of the
guide opening (25) at the other end, the mechanical transmission element (18) being
passed through the said base of the guide opening.
5. Blocking device according to one of the preceding claims, characterized in that the contact-pressure part (30) is designed symmetrically in relation to the vertical
axis (z) and has two brake segments (35, 36) which are arranged opposite one another
and each act on an angular segment of the brake cone (19) which is smaller than 90°.
6. Blocking device according to one of the preceding claims, characterized in that an electrical brake device (40) is provided with a lifting magnet (41) and a rotatable
and axially displaceable brake block (44) which has at least one brake segment (45,
46), wherein the lifting magnet (41), in the energized brake state, presses the brake
block (44) axially in the direction of the brake cone (19) against the force of a
return spring (43) by means of an operating tappet (42) and blocks a rotary movement
of the motor shaft (17) in the closing direction, and wherein the return spring (43)
moves the brake block (44) axially away from the brake cone (19) in the de-energized
state of the lifting magnet (41), so that the at least one brake segment (45, 46)
lifts away from the brake cone (19) and releases the rotary movement of the motor
shaft (17) in the closing direction.
7. Blocking device according to Claim 6, characterized in that the brake block (44) is rotatably and axially displaceably mounted on a rounded guide
face (24.1) of the base part (24) by means of a rounded cutout (44.1), wherein the
operating tappet (42) acts on an operating plate (47) of the brake block (44).
8. Blocking device according to Claim 6 or 7, characterized in that the brake block (44) is designed symmetrically in relation to the vertical axis (z)
and has two brake segments (45, 46) which are arranged opposite one another and each
act on an angular segment of the brake cone (19) which is smaller than 90°.
9. Blocking device according to Claim 8, characterized in that the brake block (44) and the contact-pressure part (30) are arranged such that the
brake segments (35, 36) of the contact-pressure part (30) and the brake segments (45,
46) of the brake block (44) alternate over the circumference of the brake cone (19).
10. Blocking device according to one of the preceding Claims 6 to 9, characterized in that the overload protection means can be tripped by rotation of the brake block (44)
under load by the brake block (44) acting on the contact-pressure part (30) and rotating
the said contact-pressure part when a prespecified torque threshold value is reached,
wherein the rotated contact-pressure part (30) trips a microswitch (48, 49) which
interrupts a current supply to the holding magnet (41), so that the return spring
(43) moves the brake block (44) axially away from the brake cone (19) in the de-energized
state of the holding magnet (419, so that the at least one brake segment (45, 46)
of the brake block (44) lifts away from the brake cone (19) and releases the rotary
movement of the motor shaft (17) in the closing direction.
1. Dispositif de blocage (20, 20A) destiné à un dispositif de commande de séquence de
fermeture d'une installation de porte pivotante (1) à deux battants, comportant un
vantail actif (2) recouvrant et un vantail inactif (3) recouvert, lesquels vantaux
sont respectivement fonctionnellement reliés par un arbre entraîné (10, 11) d'un dispositif
d'entraînement (6, 7), dans lequel le dispositif de blocage (20, 20A) bloque le vantail
actif (2) en fonction de la position du vantail inactif (3) ou en le libérant en raison
du fait qu'il présente un point d'accouplement (21) destiné à un élément de transmission
mécanique (18) et agit sur un arbre moteur (17) d'un moteur d'entraînement (16) du
dispositif d'entraînement (6) du vantail actif (2), en raison du fait qu'il comporte
un premier élément de freinage (19) couplé à l'arbre moteur (17) par l'intermédiaire
d'un palier à roue libre (19.1) du dispositif de blocage (20 ; 20A), une partie d'application
de pression (30) et un ressort d'application de pression (39), dans lequel le premier
élément de freinage est réalisé sous la forme d'un cône de freinage (19) sur lequel
agit au moins un segment de freinage (35, 36) de la partie d'application de pression
(30) rotative et pouvant être déplacée, qui est soumis axialement à une pression à
l'état bloqué du ressort d'application de pression (39) dans la direction du cône
de freinage (19) et bloque un mouvement de rotation de l'arbre moteur (17) dans la
direction de fermeture, dans lequel l'élément de transmission mécanique (18), à la
position de libération, écarte axialement du cône de freinage (19) la partie d'application
de pression (30) en s'opposant à la force du ressort d'application de pression (39)
de manière à ce que l'au moins un segment de freinage (35, 36) se sépare du cône de
freinage (19) et libère un mouvement de rotation de l'arbre moteur (17) dans la direction
de fermeture, caractérisé en ce que le dispositif de blocage (20, 20A) comporte une sécurité de surcharge munie d'une
glissière (37) et d'une rampe de coulissement (28) fixe, laquelle sécurité de surcharge
peut être déclenchée par une mise en rotation de la partie d'application de pression
(30) soumise à une charge en raison du fait que la glissière (37) disposée sur la
partie d'application de pression (30) coulisse sur la rampe de coulissement (28) fixe
lorsqu'une valeur de seuil prédéterminée du couple de rotation est atteinte, afin
que l'au moins un segment de freinage (35, 36) se sépare du cône de freinage (19)
et libère le mouvement de rotation de l'arbre moteur (17) dans la direction de fermeture.
2. Dispositif de blocage selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'un couple de déclenchement de la sécurité de surcharge peut être réglé par réglage
d'une précontrainte d'un ressort de déclenchement (34), dans lequel le ressort de
déclenchement (34) est en liaison fonctionnelle avec la partie d'application de pression
(30) et une barrette de butée (26) fixe, dans lequel la partie d'application de pression
(30) peut être mise en rotation en s'opposant à la force du ressort de déclenchement
(34).
3. Dispositif de blocage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la partie d'application de pression (30) peut être mise en rotation par l'intermédiaire
d'un manchon de guidage (38) dans une ouverture de guidage (25) d'une partie de base
(24) et est montée de manière à être coulissante axialement, dans lequel le point
d'accouplement (21) de l'élément de transmission mécanique (18) est disposé dans la
partie inférieure du manchon de guidage (38).
4. Dispositif de blocage selon la revendication 3,
caractérisé en ce que le ressort d'application de pression (39) est réalisé sous la forme d'un ressort
hélicoïdal qui est supporté à une extrémité, au niveau de la partie inférieure du
manchon de guidage (38), et à l'autre extrémité, au niveau de la partie inférieure
de l'ouverture de guidage (25), au moyen duquel l'élément de transmission mécanique
(18) est guidé.
5. Dispositif de blocage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la partie d'application de pression (30) est réalisée de manière symétrique par rapport
à l'axe vertical (z) et comporte deux segments de freinage (35, 36) qui sont disposés
de manière opposée l'un à l'autre et agissent respectivement sur un segment angulaire,
qui est inférieur à 90°, du cône de freinage (19).
6. Dispositif de blocage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'il est prévu un dispositif de freinage électrique (40) comportant un électroaimant
de levage (41) et un bloc de freinage (44) rotatif et pouvant être déplacé axialement,
qui comporte au moins un segment de freinage (45, 46), dans lequel l'électroaimant
de levage (41) exerce une pression axialement dans la direction du cône de freinage
(19), à l'état de freinage alimenté en courant du bloc de freinage (44) par l'intermédiaire
d'un poussoir d'actionnement (42) en s'opposant à la force d'un ressort de rappel
(43) et bloque un mouvement de rotation de l'arbre moteur (17) dans la direction de
fermeture, et dans lequel le ressort de rappel (43) écarte axialement par rapport
au cône de freinage (19) le bloc de freinage (44) à l'état non alimenté en courant
de l'électroaimant de levage (41) de manière à ce que l'au moins un segment de freinage
(45, 46) s'écarte du cône de freinage (19) et libère le mouvement de rotation de l'arbre
moteur (17) dans la direction de fermeture.
7. Dispositif de blocage selon la revendication 6,
caractérisé en ce que le bloc de freinage (44) peut être mis en rotation par l'intermédiaire d'un évidement
arrondi (44.1) sur une surface de guidage arrondie (24.1) de la partie de base (24)
et est monté de manière à pouvoir se déplacer axialement, dans lequel le poussoir
d'actionnement (42) agit sur une plaque d'actionnement (47) du bloc de freinage (44).
8. Dispositif de blocage selon la revendication 6 ou 7,
caractérisé en ce que le bloc de freinage (44) est réalisé de manière symétrique par rapport à l'axe vertical
(z) et comporte deux segments de freinage (45, 46) qui sont disposés de manière opposée
l'un à l'autre et agissent respectivement sur un segment angulaire du cône de freinage
(19), qui est inférieur à 90°.
9. Dispositif de blocage selon la revendication 8,
caractérisé en ce que le bloc de freinage (44) et la pièce d'application de pression (30) sont disposés
de manière à ce que les segments de freinage (35, 36) de la pièce d'application de
pression (30) et les segments de freinage (45, 46) du bloc de freinage (44) alternent
à la circonférence du cône de freinage (19).
10. Dispositif de blocage selon l'une quelconque des revendications 6 à 9,
caractérisé en ce que la sécurité de surcharge peut être déclenchée par une mise en rotation du bloc cde
freinage (44) soumis à une charge en raison du fait que le bloc de freinage (44) agit
sur la partie d'application de pression (30) et met cette dernière en rotation lorsqu'une
valeur de seuil prédéterminée du couple de rotation est atteinte, dans lequel la partie
d'application de pression (30) mise en rotation déclenche un micro-commutateur (48,
49) qui interrompt l'alimentation en courant de l'électroaimant (41) de manière à
ce que le ressort de rappel (43) écarte axialement le bloc de freinage (44), à l'état
non alimenté en courant de l'électroaimant (419, par rapport au cône de freinage (19),
afin que l'au moins un segment de freinage (45, 46) du bloc de freinage (44) se sépare
du cône de freinage (19) et libère le mouvement de rotation de l'arbre moteur (17)
dans la direction de fermeture.
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