[0001] Die Erfindung betrifft einen Beleuchtungskörper für die Anbringung an einer Gebäudestruktur,
mit einem Befestigungselement, das dazu bestimmt ist, fest an der Gebäudestruktur
angebracht zu werden, einem Kupplungsstück, das lösbar auf dem Befestigungselement
anbringbar ist und einem fest mit dem Kupplungsstück verbundenen Träger für die Aufnahme
von mindestens einem Leuchtmittel, wobei das Befestigungselement erste Kontakte zur
Übertragung von elektrischem Strom aufweist, die in zusammengebautem Zustand mit zweiten
Kontakten in Verbindung stehen, die am Kupplungsstück angebracht sind, um das Leuchtmittel
mit Strom zu versorgen, wobei das Befestigungselement mindestens einen im Wesentlichen
zapfenförmig ausgebildeten Vorsprung aufweist, und wobei der Koppelteil eine Ausnehmung
aufweist, die zur Aufnahme des Vorsprungs ausgebildet ist, und wobei die ersten Kontakte
in einer Öffnung eines zapfenförmig ausgebildeten Vorsprungs angeordnet sind und die
zweiten Kontakte auf einer Zunge angeordnet sind, die in der Ausnehmung des Koppelteils
vorgesehen ist.
[0002] Als Gebäudestruktur wird im obigen Sinn beispielsweise eine Hauswand oder eine Geschoßdecke
eines Gebäudes verstanden. Ein erfindungsgemäßer Beleuchtungskörper kann aber auch
beispielsweise an Möbelstücken angebracht werden.
[0003] Bei herkömmlichen Beleuchtungskörpern ist es üblich, das Austauschen der Leuchtmittel
in situ vorzunehmen. Dies bedingt einerseits gewisse konstruktive Einschränkungen,
da ein entsprechender Zugang zu den Leuchtmitteln sichergestellt werden muss und andererseits
Schwierigkeiten beim Austausch, wenn der Beleuchtungskörper exponiert angebracht ist.
[0004] Um diese Nachteile zu vermeiden, kann vorgesehen sein, den Beleuchtungskörper abnehmbar
auszubilden. Abnehmbar in diesem Sinn soll bedeuten, dass kein aufwendiger Montagevorgang
erforderlich ist, der beispielsweise das Herstellen oder Unterbrechen einer Stromverbindung
über Lusterklemmen umfasst. Die Befestigung erfolgt dann beispielsweise über Schnapp-,
Schraub- oder Bajonettverbindungen, wobei sowohl die mechanischen Kräfte als auch
der elektrische Strom übertragen werden. Solche Verbindungen sind beispielsweise in
der
DE202012002831 U oder der
EP2509171A beschrieben. Wartungsvorgänge, wie etwa das Austauschen von Leuchtmitteln, können
so bequem bei demontiertem Beleuchtungskörper vorgenommen werden. Nachteilig ist dabei
jedoch, dass die Verbindung aufwendig ist und speziell auf die jeweilige Lampe oder
den Beleuchtungskörper abgestimmt ist, sodass bei einem Austausch in der Regel wieder
ein herkömmlicher Montagevorgang erforderlich ist.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, diese Nachteile zu vermeiden und eine
Lösung anzugeben, die es ermöglicht, Beleuchtungskörper mit einfachem Aufbau darzustellen,
die sicher und einfach montierbar und demontierbar sind und die gegebenenfalls bei
der Montage leicht justierbar sind.
[0006] Erfindungsgemäß werden diese Aufgaben dadurch gelöst, dass das Kupplungsstück aus
einem Koppelteil und einem in Axialrichtung relativ zum Koppelteil beweglichen Betätigungsteil
besteht.
[0007] Besteht das Kupplungsstück aus einem Koppelteil und einem in Axialrichtung relativ
zum Koppelteil beweglichen Betätigungsteil, kann eine besonders einfache Betätigung
in der Art einer handelsüblichen Kupplung für Schlauchverbindungen, beispielsweise
auch unter Schnellkupplungen bekannt, erreicht werden. Durch das Bewegen des Betätigungsteils
können Rastelemente, beispielsweise Eingriffskrallen, Rastkugel, Raststangen, oder
andere Rastelemente, die auch verschiebbar im Kupplungsstück gelagert sein können,
betätigt werden. Damit kann die lösbare mechanische Verbindung zwischen Kupplungsstück
und Befestigungselement entriegelt werden. Mit dem Betätigungsteil kann daher die
lösbare Anbringung des Kupplungsstücks auf dem Befestigungselement gelöst werden.
[0008] Ein wichtiger Aspekt ist, dass der Beleuchtungskörper schnell und problemlos befestigt
oder abgenommen werden kann, wobei auf die elektrische Kontaktierung vom Anwender
keine Rücksicht genommen werden muss.
[0009] Durch die besondere Ausbildung der erfindungsgemäßen Lösung wird eine universelle
Anwendbarkeit erreicht, die eine weitgehende Standardisierung ermöglicht. Dadurch
kann auch bei einem Wechsel des Beleuchtungskörpers das fest montierte Befestigungselement
verbleiben, da es kompatibel zum neuen Beleuchtungskörper ist.
[0010] Wesentlich an der vorliegenden Erfindung ist auch, dass eine vollständige Berührungssicherheit
gegenüber den elektrischen Kontakten gegeben ist, sodass der Beleuchtungskörper auch
für Netzspannung von 230 V problemlos und ungefährlich ist.
[0011] Der erfindungsgemäße Beleuchtungskörper ist daher gegenüber dem Stand der Technik
nicht nur einfach handhabbar und vergleichsweise konstruktiv einfach aufgebaut, sondern
kann auch höchsten Sicherheitsstandards beispielsweise zur Vermeidung von Elektrounfällen
genügen.
[0012] Gemäß einer ersten bevorzugten Ausführungsvariante der vorliegenden Erfindung ist
der Träger fest mit dem Koppelteil verbunden. Dadurch wird eine besonders stabile
Befestigung erreicht.
[0013] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsvariante der vorliegenden Erfindung ist
der Träger fest mit dem Betätigungsteil verbunden. Dadurch kann eine vereinfachte
Konstruktion erzielt werden, bei der es insbesondere möglich ist, durch entsprechende
Aufbringung einer Kraft auf den Beleuchtungskörper diesen von der Gebäudestruktur
zu lösen.
[0014] Konstruktiv günstig ist es dabei, wenn die ersten Kontakte koaxial zueinander rotationssymmetrisch
ausgebildet sind. Dadurch ist die elektrische Verbindung unabhängig von der Winkellage
des Beleuchtungskörpers. Dies ist von besonderem Vorteil, wenn der zapfenförmige Vorsprung
im Wesentlichen rotationssymmetrisch aufgebaut ist.
[0015] Eine besonders begünstigte Ausführungsvariante der Erfindung sieht vor, dass der
Träger für die Aufnahme mehrerer Leuchtmittel ausgebildet ist.
[0016] Von besonderem Vorteil ist es, wenn der Betätigungsteil in Bezug auf den Koppelteil
in Axialrichtung beweglich ist. Dadurch wird eine besonders einfache Betätigung in
der Art einer handelsüblichen Kupplung für Schlauchverbindungen erreicht. Dabei ist
der Koppelteil vorzugsweise durch eine Schnappverbindung bzw. Rastverbindung am Befestigungselement
festlegbar und der Koppelteil weist Eingriffskrallen auf, die durch den Betätigungsteil
entriegelbar sind. Andere Rastelemente sind weiter denkbar, eine lösbare Verbindung
zu ermöglichen.
[0017] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass der Betätigungsteil den Koppelteil in zusammengebautem
Zustand völlig abdeckt. Insbesondere bei hängenden Beleuchtungskörpern besteht das
ästhetische Problem, die Stelle der Befestigung an der Gebäudestruktur abzudecken,
was oft durch Schiebehülsen o. dgl. gelöst wird. Bei der erfindungsgemäßen Lösung
besteht die elegante Möglichkeit, diese Abdeckung durch das Betätigungselement zu
realisieren.
[0018] In der Folge wird die vorliegende Erfindung beispielsweise anhand der in Figuren
dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen schematisch:
- Fig. 1
- eine erste Ausführungsvariante der Erfindung im Längsschnitt;
- Fig. 2
- eine alternative Ausführungsvariante in einer Darstellung entsprechend Fig. 1;
- Fig. 3
- eine weitere Ausführungsvariante der Erfindung in einer Darstellung entsprechend Fig.
1;
- Fig. 4
- wesentliche Teile der Ausführungsvariante von Fig. 1 in zusammengefügtem Zustand;
und
- Fig. 5
- die Teile von Fig. 4 in getrenntem Zustand.
[0019] Der Beleuchtungskörper von Fig. 1 ist an einer Gebäudestruktur 1, beispielsweise
einer Wand oder Decke angebracht. Dazu ist ein Befestigungselement 2 in herkömmlicher
Weise, etwa über hier nicht dargestellte Schrauben und Dübel, fest an der Gebäudestruktur
1 befestigt. Ebenso erfolgt die elektrische Kontaktierung wie üblich beispielsweise
über Lusterklemmen 11. Senkrecht zur Gebäudestruktur 1 ragt von einem Flansch 12 ein
einstückig am Befestigungselement 2 angeformter, zapfenförmiger Vorsprung 2a vor,
der standardisiert und rotationssymmetrisch ausgebildet ist.
[0020] Auf dem zapfenförmigen Vorsprung 2a ist ein Kupplungsstück 3 lösbar befestigt, das
aus einem Koppelteil 3a und einem relativ zum Koppelteil 3a beweglichen Betätigungsteil
3b besteht. Hierzu ist zwischen diesen Koppelteil 3a und Betätigungsteil 3b eine nicht
näher dargestellte Längsführung vorgesehen. Im Allgemeinen ist denkbar, dass das Kupplungsstück
3 zur Lösung seiner funktionellen Aufgabe auch weitere konstruktive Bestandteile als
ein Koppelteil 3a und ein Betätigungsteil 3b aufweist. Der Koppelteil 3a wird vom
Betätigungsteil 3b teilweise oder völlig abgedeckt. Am Koppelteil 3a ist einstückig
ein Träger 4 für die Aufnahme von zwei Leuchtmitteln 5 angebracht.
[0021] Ein zylindrischer Abschnitt 10 des Koppelteils 3a nimmt dabei in einer Ausnehmung
6 den zapfenförmigen Vorsprung 2a auf und wird durch diesen gehalten. In eine Öffnung
9 des zapfenförmigen Vorsprungs 2a ragt eine Zunge 7 des Koppelteils 3a, um die elektrische
Kontaktierung herzustellen. Dazu sind auf einem Einsatz 13 im Inneren des zapfenförmigen
Vorsprungs 2a erste elektrische Kontakte 14a, 14b für Phase und Nullleiter angebracht,
die mit entsprechenden zweiten Kontakten 15a, 15b auf der Zunge zusammenwirken.
[0022] Das Kupplungsstück 3 wird von dem zapfenförmigen Vorsprung 2a gelöst, indem der Betätigungsteil
3b in der Richtung des Pfeils 8 bewegt wird. Damit kann der Beleuchtungskörper von
der Gebäudestruktur 1 getrennt werden. Dies kann beispielsweise in der Fig. 1 daran
erkannt werden, dass durch Ziehen des Betätigungsteils 3b in der Richtung des Pfeils
8 die Druckfeder 22 des Koppelteils 3a zusammengedrückt wird, was die Verrastung des
Rastelements, das als Raststange 23 des Koppelteils 3a ausgeführt ist, mit der Ausnehmung
6 löst, indem sich die Raststange 23 von der Ausnehmung 6 in das Koppelteil 3a zurückbewegt
bzw. zurückverlagert wird. Damit ist eine einfach handhabbare lösbare Verbindung zwischen
Kupplungsstück 3 und Befestigungselement 2 geschaffen, die in der Art einer Rast-
oder Schnappverbindung ausgeführt ist. Anstatt der Raststange 23 ist auch vorstellbar,
dass das Koppelteil 3a als Rastelement Eingriffskrallen aufweist, was nicht näher
dargestellt worden ist.
[0023] Die Ausführungsvariante von Fig. 2 unterscheidet sich von der der Fig. 1 dadurch,
dass Leuchtmittel 5 am beweglichen Betätigungsteil 3b bzw. an dem über Schrauben 16
mit diesem fest verbunden angebracht sind. Über eine beschränkt bewegliche Verdrahtung
17 wird der geringfügig veränderliche Abstand zum Koppelteil 3a überbrückt. Ansonsten
ist die Ausführung analog. Diese Ausführungsvariante ist für leichte Lampen geeignet,
deren Gewicht deutlich kleiner ist als die Betätigungskraft, die zum Trennen der Bauteile
3a, 3b erforderlich ist.
[0024] Die Ausführungsvariante von Fig. 3 entspricht funktionell der von Fig. 1, mit dem
Unterschied, dass das Befestigungselement 2 und das Kupplungsstück 3 im Innenraum
20 einer Dose 18 angeordnet sind, die versenkt in der Gebäudestruktur 1 angeordnet
ist. Die Dose 18 ist durch einen Deckel 19 verschlossen, der fest an dem Betätigungsteil
3b angebracht ist. Der Träger 4 für das Leuchtmittel 5 tritt durch eine Öffnung 21
in der Dose 18.
[0025] Die Demontage der Lampe erfolgt bei dieser Ausführungsvariante dadurch, dass mit
einem entsprechenden Hilfsmittel der Deckel 19 abgehoben wird, wodurch auch der Betätigungsteil
3b in die Löse-Stellung gebracht wird.
[0026] Fig. 4 und Fig. 5 zeigen die wesentlichen Teile der Ausführungsvariante von Fig.
1 in verbundenem bzw. getrenntem Zustand, um die Funktion zu verdeutlichen.
[0027] Die vorliegende Erfindung ermöglicht es, einen Beleuchtungskörper so auszubilden,
dass er ohne Zuhilfenahme von Werkzeug leicht und sicher für Reinigungs- oder Wartungszwecke
demontiert werden kann oder durch einen anderen erfindungsgemäß ausgebildeten Beleuchtungskörper
ersetzt werden kann.
1. Beleuchtungskörper für die Anbringung an einer Gebäudestruktur (1), mit einem Befestigungselement
(2), das dazu bestimmt ist, fest an der Gebäudestruktur (1) angebracht zu werden,
mit einem Kupplungsstück (3), das lösbar auf dem Befestigungselement (2) anbringbar
ist und ein Koppelteil (3a) aufweist, und mit einem fest mit dem Kupplungsstück (3)
verbundenen Träger (4) für die Aufnahme von mindestens einem Leuchtmittel (5), wobei
das Befestigungselement (2) erste Kontakte (14a, 14b) zur Übertragung von elektrischem
Strom aufweist, die in zusammengebautem Zustand mit zweiten Kontakten (15a, 15b) in
Verbindung stehen, die am Kupplungsstück (3) angebracht sind, um das Leuchtmittel
(5) mit Strom zu versorgen, wobei das Befestigungselement (2) mindestens einen im
Wesentlichen zapfenförmig ausgebildeten Vorsprung (2a) aufweist, wobei das Koppelteil
(3a) eine Ausnehmung (6) aufweist, die zur Aufnahme des Vorsprungs (2a) ausgebildet
ist, und wobei die ersten Kontakte (14a, 14b) in einer Öffnung des zapfenförmig ausgebildeten
Vorsprungs (2a) angeordnet sind und die zweiten Kontakte (15a, 15b) auf einer Zunge
(7) angeordnet sind, die in der Ausnehmung (6) des Koppelteils (3a) vorgesehen ist,
dadurch gekennzeichnet, dass das Kupplungsstück (3) aus dem Koppelteil (3a) und einem in Axialrichtung relativ
zum Koppelteil (3a) beweglichen Betätigungsteil (3b) besteht.
2. Beleuchtungskörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (4) fest mit dem Koppelteil (3a) verbunden ist.
3. Beleuchtungskörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (4) fest mit dem Betätigungsteil (3b) verbunden ist.
4. Beleuchtungskörper nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Kontakte (14a, 14b) rotationssymmetrisch ausgebildet und koaxial zueinander
angeordnet sind.
5. Beleuchtungskörper nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der zapfenförmige Vorsprung (2a) im Wesentlichen rotationssymmetrisch aufgebaut ist.
6. Beleuchtungskörper nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (4) für die Aufnahme mehrerer Leuchtmittel (5) ausgebildet ist.
7. Beleuchtungskörper nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Koppelteil (3a) durch eine Schnappverbindung am Befestigungselement (2) festlegbar
ist.
8. Beleuchtungskörper nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Koppelteil (3a) Eingriffskrallen aufweist, die durch den Betätigungsteil (3b)
entriegelbar sind.
9. Beleuchtungskörper nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Betätigungsteil (3b) den Koppelteil (3a) in zusammengebautem Zustand völlig abdeckt.