Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft ein System zum energiesparenden Betrieb von nicht durchgehend
aktiv genutzten Wärmetauschern für Flüssigkeiten, bei dem die Flüssigkeit, welche
die Wärmeenergie zum Wärmetauschen bereit stellt, nicht permanent zum Wärmetauscher
strömen braucht und der Wärmetauscher trotzdem jederzeit spontan aktiviert werden
und daraufhin durchgehend, gleichmäßig und hinreichend Wärmeenergie übertragen kann,
ohne Nachteile oder Einschränkungen für den Nutzer. Durch das nicht permanente Strömen
der Flüssigkeit welche die Wärmeenergie zum Wärmetauschen liefert, werden große Wärmeenergieverluste
in der Zuleitung zum Wärmetauscher vermieden. Das erfindungsgemäße System kann auch
vorteilhaft bei Kühlsystemen zum Einsatz gebracht werden.
Stand der Technik
[0002] Die Versorgung mit warmem Trinkwasser wird kostengünstig üblicherweise mit Hilfe
von zentralen Wassererwärmungsvorrichtungen erreicht. Dafür werden wenigstens eine
Kaltwasserleitung und eine Warmwasserleitung benötigt. Möchte man warmes Wasser zirkulieren
lassen, damit an der Warmwasserentnahmestelle rasch warmes Wasser zur Verfügung steht,
so benötigt man zusätzlich eine Zirkulationsleitung. Besonders in großen Gebäuden,
hier insbesondere bei Bestandsbauten, mit langen Wasserleitungswegen kommt es dabei
häufig zu thermischen, und in der Folge auch zu hygienischen Problemen aufgrund von
Legionellenbildung.
[0003] Um diese Probleme zu vermeiden, werden oftmals Wärmetauscherstationen in den Wohnungen
oder unmittelbar bei den Wohnungen installiert. Bei diesen Wärmetauscherstationen
wird mit Hilfe von permanent zirkulierendem Heizungswasser dessen Wärmeenergie auf
das zu erwärmende Trinkwasser übertragen. Durch räumliche Nähe dieser Wärmetauscherstationen
zu den Warmwasserentnahmestellen und der damit einhergehenden kürzeren Leitungswege
kann man so hygienische Probleme besser vermeiden. Außerdem sind bis zu den Wärmetauscherstationen
nur Kaltwasserleitungen für das Trinkwasser notwendig.
[0004] Nachteilig ist aber u.a., dass außerhalb der Heizperiode durch das permanente Zirkulieren
des warmen Heizungswassers sehr viel Wärmeenergie verschwendet. Zudem muss die Heizungsanlage
ganzjährig und mit hohen Heizungswassertemperaturen betrieben werden. Während der
Heizperiode muss nicht nur der für die Heizkörper notwendige Teil der Heizungsleitungen
bedarfsgerecht mit warmem Heizungswasser durchströmt werden, sondern auch permanent
die gesamten Zu- und Ableitungen zu den Wärmetauscherstationen. Denn eine zeitliche
Verzögerung bei der Zuführung der Wärmeenergie, so wie es bei den Heizkörpern möglich
ist, würde bei den Wärmetauscherstationen zu einer extrem verzögerten Bereitstellung
von warmem Trinkwasser führen. Würde die Zuführung an Wärmeenergie also erst einsetzen
wenn warmes Trinkwasser benötigt wird, so würde es sehr lange dauern bis an der Warmwasserentnahmestelle
auch warmes Trinkwasser ankommt, was unkomfortabel und wasserverschwendend wäre.
[0005] Es gibt Systeme mit Wärmetauscherstationen, welche außerhalb der Heizperiode das
Trinkwasser aus oben genannten Gründen elektrisch erwärmen. Das hat aber den Nachteil,
dass die direkte Wassererwärmung mittels Strom außerordentlich kostspielig ist. Je
nach verwendetem System der Zentralheizung, z.B. Öl, Gas, Wärmepumpe, etc., ist die
direkte Wassererwärmung mittels Strom etwa dreimal bis fünfmal teurer. Da aufgrund
zunehmend besserer Hausisolierungen die Heizperioden immer kürzer werden, kommt dieser
Nachteil über immer längere Zeiträume zum Tragen.
[0006] Wird das warme Wasser ganzjährig durch direkte Erwärmung mittels Strom bereit gestellt,
z.B. mit Hilfe von Durchlauferhitzern, so kommt dieser Nachteil der deutlich höheren
Kosten sogar ganzjährig zum Tragen. Elektrische Durchlauferhitzer haben weitere Nachteile,
wie beispielsweise einen notwendigen Mindestdurchsatz, einen begrenzten Maximaldurchsatz
und die Notwendigkeit eines Starkstromanschlusses.
[0007] In dem Patent
EP1517097, der europäischen Anmeldung
EP12159873.4 und den deutschen Anmeldungen AZ102012011042.1, AZ102013008991.3 und AZ102014006539.1
sind besonders vorteilhafte Systeme offenbart, bei denen an den Warmwasserentnahmestellen
rasch warmes Wasser zur Verfügung steht und trotzdem keine Wärmeverluste durch in
der Warmwasserleitung stehendes oder zirkulierendes Wasser auftreten. Außerdem gibt
es bei diesen Systemen nur kurze Pumpenlaufzeiten, wodurch zusätzlich Energie gespart
wird. Für diese Systeme sind aber wenigstens eine Kaltwasserleitung und eine Warmwasserleitung
notwendig, was nicht in allen Gebäuden gegeben ist.
[0008] Ferner trifft die Problematik der Energieverschwendung nicht nur auf solche Systeme
zur Trinkwasserversorgung mit Hilfe von Wärmetauschern und warmem Heizungswasser zu,
sondern auf alle vergleichbar arbeitende Systeme, sowohl zum Erwärmen, aber auch zum
Herunterkühlen einer Flüssigkeit mit Hilfe von Wärmetauschern/Wärmeübertragungsvorrichtungen
und einer Hilfsflüssigkeit, jedenfalls dann, wenn die Umgebungstemperatur des Leitungssystems
nicht mit der Temperatur der Hilfsflüssigkeit identisch ist und kein permanenter Bedarf
an der herunter zu kühlenden oder zu erwärmenden Flüssigkeit besteht, oder auch, wenn
zwar ein permanenter Bedarf besteht, die zu tauschende Wärmeenergiemenge aber im Verhältnis
zur permanent von der Hilfsflüssigkeit bereit gestellten Wärmeenergiemenge sehr gering
ist.
[0009] Somit bestehen bei vielen verschiedenen Systemanwendungen mit Wärmetauschern/Wärmeübertragungsvorrichtungen
die genannten Probleme.
Darstellung der Erfindung
[0010] Es war daher Aufgabe der Erfindung, ein System zum energiesparenden Betrieb von nicht
permanent aktiv genutzten oder nicht permanent voll ausgelasteten Wärmetauschern/
Wärmeübertragungsvorrichtungen zur Verfügung zu stellen, bei dem nicht permanent eine
Hilfsflüssigkeit mit einer Temperaturdifferenz zur Umgebungstemperatur durch ein Leitungssystem
zirkulieren muss, wodurch viel Wärmeenergie verschwendet würde. Dabei soll aber nicht
auf die Vorteile von bisher üblichen Systemen mit Wärmeübertragungsvorrichtung verzichtet
werden.
[0011] Diese Aufgaben werden durch ein System mit den Merkmalen der Ansprüche 1, 2, 5 und
6 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung finden sich in den jeweils abhängigen
Ansprüchen.
[0012] Es wird hierbei ein System zur Übertragung von Wärmeenergie von einer Hilfsflüssigkeit
als Wärmeenergieabgeber auf eine kältere, zu erwärmende Flüssigkeit als Wärmeenergieaufnehmer
mit Hilfe wenigstens einer Wärmeübertragungsvorrichtung in einem Leitungssystem zur
Bereitstellung erwärmter Flüssigkeit zur Verfügung gestellt, bei dem die in der Wärmeübertragungsvorrichtung
erwärmte Flüssigkeit bei einem einsetzenden Bedarf an dieser jederzeit rasch, vorzugsweise
sofort, und durchgehend, vorzugsweise ohne Temperaturschwankungen, bereit gestellt
wird, gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale, dass
a) während einer Zeitspanne ohne Bedarf an in der Wärmeübertragungsvorrichtung erwärmter
Flüssigkeit kein permanentes Strömen der als Wärmeenergieabgeber dienenden Hilfsflüssigkeit
zur Wärmeübertragungsvorrichtung stattfinden braucht,
b) vor oder mit Beginn einer Zeitspanne ohne Bedarf an in der Wärmeübertragungsvorrichtung
erwärmter Flüssigkeit eine Wärmeenergiemenge durch die als Wärmeenergieabgeber dienende
Hilfsflüssigkeit bereit gestellt und zur Bevorratung gespeichert wird, vorzugsweise
in der Nähe der Wärmeübertragungsvorrichtung,
c) ein Nachschub an Wärmeenergie durch die als Wärmeenergieabgeber dienende Hilfsflüssigkeit
so rechtzeitig einsetzt, vorzugsweise aber erst nach einsetzendem Bedarf an erwärmter
Flüssigkeit, dass hinreichend schnell Wärmeenergie bei der Wärmeübertragungsvorrichtung
ankommt, bevor ein Verbrauchen des Wärmeenergievorrates zu einer nicht hinreichenden
Erwärmung der zu erwärmenden Flüssigkeit führt.
[0013] Entsprechend mit umgekehrter Zielsetzung kann ein solches System auch zum Kühlen,
also zum Abtransport von Wärmeenergie eingesetzt werden, was in Anspruch 2 formuliert
ist.
[0014] Eine notwendige Menge an entsprechend richtig temperierter Flüssigkeit kann dabei
sowohl durch die Bevorratung von der Flüssigkeit gewährleistet werden, welche in der
Wärmeübertragungsvorrichtung Wärmeenergie aufnimmt, als auch von der Flüssigkeit,
welche in der Wärmeübertragungsvorrichtung Wärmeenergie abgibt.
[0015] Das System ist geeignet, ab Bedarfsbeginn - unmittelbar und rasch - sowohl eine langandauernde
oder dauerhafte, als auch kurzfristige oder nur vorübergehende Wärmeübertragung zu
gewährleisten, ohne dass es zu unzureichende temperierter Flüssigkeit kommt. Die erfindungsgemäßen
Systeme können demnach auch Temperaturschwankungen in der zu temperierenden Flüssigkeit
kompensieren, also die gesamte Flüssigkeitsmenge auf ein bestimmtes, gewünschtes Temperaturniveau
bringen. Dieses Temperaturniveau kann auf Wunsch auch veränderbar sein. Die Regulierung
des gewünschten Temperaturniveaus wird entweder durch
- die Steuerung/Mengensteuerung der Hilfsflüssigkeit, welche durch den Wärmetauscher
16 strömt, vorzugsweise abhängig von dessen Temperatur, oder
- mit Hilfe geregelter Mischung, vorzugsweise mittels thermostatischer Mischer 15, der
zu temperierenden Flüssigkeit, welche der Leitung einerseits vor und andererseits
hinter dem Wärmetauscher 16 entnommen wird, oder
- mit Hilfe geregelter Mischung, vorzugsweise mittels thermostatischer Mischer 15, von
warmer und kalter Hilfsflüssigkeit auf das notwendige/gewünschte Temperaturniveau
am Zulauf des Wärmetauschers 16, oder
- aus geeigneter Kombinationsauswahl der zuvor genannten Regulierungsmöglichkeiten erreicht.
[0016] Bezogen auf die Trinkwasserversorgung war es daher Aufgabe der Erfindung, ein System
zum energiesparenden Betrieb von nicht permanent aktiv genutzten Wärmetauschern 16
zur Verfügung zu stellen, bei dem nicht permanent warmes Heizungswasser durch ein
Leitungssystem zirkulieren muss, wodurch ansonsten viel Wärmeenergie verschwendet
würde. Dabei soll aber nicht auf die Vorteile von bisher üblichen Wärmetauscherstationen
verzichtet werden.
[0017] Diese Aufgaben werden durch ein System mit den Merkmalen der Ansprüche 1, 2, 5 und
6 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung finden sich in den jeweils abhängigen
Ansprüchen.
[0018] Es wird hierbei ein System zur Erwärmung von Trinkwasser mittels Wärmetauscherstation
zur Verfügung gestellt, welche Wärmetauscher als Wärmeübertragungsvorrichtung nutzen
und welche vorzugsweise nahe einer Warmwasserentnahmestelle angeordnet sind, bei denen
kaltes Trinkwasser durch warmes Heizungswasser, als Hilfsflüssigkeit, erwärmt werden
kann, wobei durch hinreichende Bevorratung warmen Trinkwassers oder warmen Heizungswassers
bei der Wärmetauscherstation und entnahmegesteuert rechtzeitiges Ankommen von hinreichend
viel Wärmeenergie in Form von warmem Heizungswasser bei der Wärmetauscherstation eine
durchgehende und jederzeitige Bereitstellung warmen Trinkwassers gewährleistet ist,
auch ohne permanentes Zirkulieren warmen Heizungswassers in den Arbeitsphasen, in
denen kein warmes Trinkwasser benötigt wird.
[0019] Durch Aufbau und Arbeitsweise des erfindungsgemäßen Systems ist es somit nicht notwendig,
dass permanent warmes Heizungswasser zur Wärmetauscherstation des erfindungsgemäßen
Systems strömt. Durch einen Vorrat an Wärmeenergie, vorzugsweise unmittelbar in oder
bei der Wärmetauscherstation oder - beispielsweise aus Platzgründen - in deren Nähe,
braucht ein Nachschub an warmem Heizungswasser als Wärmeenergienachschub erst dann
einsetzen, wenn von der Wärmetauscherstation warmes Trinkwasser geliefert wird.
[0020] Die Bevorratung der notwendigen oder gewünschten Wärmeenergiemenge kann in Form von
warmem Heizungswasser in einem Behälter 5, oder in einem zusätzlichen oder einem einzigen
besonders großen Wärmetauscher, oder in beidem zusammen kombiniert stattfinden. Außerdem
können entsprechende Behälter 5 im Trinkwasserbereich eingesetzt werden, wie weiter
unten erwähnt und in den weiter unten genannten Patentanmeldungen bereits gezeigt.
Die Bevorratung von Wärmeenergie gem. des erfindungsgemäßen Systems und auf der Trinkwasserseite
gem. den unten aufgeführten Patentanmeldungen können auch nahezu beliebig kombiniert
werden.
[0021] Ein erfindungsgemäßes System ist geeignet, ab Bedarfbeginn an warmem Trinkwasser
- unmittelbar oder rasch - sowohl eine langandauernde oder dauerhafte, als auch kurzfristige
oder nur vorübergehende Wärmeübertragung vom warmem Heizungswasser auf das kalte Trinkwasser
zu gewährleisten, ohne dass es zu unzureichend temperiertem Trinkwasser kommt. Die
bereitstellbare Wärmeenergiemenge im warmen Heizungswasser ist dabei das einzig Limitierende,
bei für den Einsatzzweck hinreichender starker Auslegung der Komponenten des erfindungsgemäßen
Systems.
[0022] Das erfindungsgemäße System kann natürlich sowohl kaltes Trinkwasser aus der Kaltwasserleitung
3, als auch aus der Warmwasserleitung erwärmen; dies beispielsweise, um in der Warmwasserleitung
stehendes kaltes Wasser zu erwärmen bis warmes Wasser von der Zentralheizung 14 bei
der Wärmetauscherstation 11 ankommt. In den Figuren ist aber einfachheitshalber immer
die Variante mit angeschlossener Kaltwasserleitung 3 dargestellt, da dies die übliche
Anschlussvariante sein wird. Auch kann das erfindungsgemäße System genutzt werden,
um Temperaturschwankungen auszugleichen. Die gewünschte Warmwassertemperatur kann
auch veränderbar/einstellbar sein.
[0023] Die Regelung der gewünschten Temperatur des warmen Trinkwassers wird - bei gegebener
Heizungswassertemperatur - entweder durch
- die Steuerung/Mengensteuerung des Heizungswassers, welches durch den Wärmetauscher
strömt, vorzugsweise abhängig von dessen Temperatur, oder
- mit Hilfe geregelter Mischung, vorzugsweise mit thermostatischen Mischern, von Trinkwasser,
welches der Leitung einerseits vor und andererseits hinter dem Wärmetauscher entnommen
wird, oder
- mit Hilfe geregelter Mischung, vorzugsweise mit thermostatischen Mischern, von warmem
und kaltem Heizungswasser auf das notwendige/gewünschte Temperaturniveau, oder
- aus geeigneter Kombination der zuvor genannten Regulierungsmöglichkeiten erreicht.
[0024] In Figur 6 ist beispielhaft der Einsatz eines thermostatischen Mischers gezeigt und
erläutert. Zur besseren Übersichtlichkeit ist dieser bei den anderen Figuren nicht
eingezeichnet. Ein solcher thermostatischer Mischer kann aber ggf. bei nahezu allen
erfindungsgemäßen System entsprechend vorteilhaft angeordnet werden, und zwar sowohl
zum Mischen einer kühleren, als auch einer wärmeren Flüssigkeit. Der thermostatische
Mischer greift dazu auf die Flüssigkeit vor dem Wärmetauscher und hinter dem Wärmetauscher
zu. Insbesondere bei Nutzung latenter Wärmespeicher können thermostatische Mischer
mögliche Temperaturschwankungen ausgleichen.
[0025] Bei bisher üblichen Wärmetauscherstationen muss teilweise mit sehr hohen Heizungswassertemperaturen
gearbeitet werden, um das Trinkwasser auf eine entsprechend hinreichende Temperatur
zu bringen. Durch den Einsatz einer Pumpe bei den erfindungsgemäßen Wärmetauscherstationen
ist, bei Anordnung einer hinreichend starken Pumpe, ggf. eine niedrigere Heizungswassertemperatur
bei der Zentralheizung einstellbar, welche aber nicht unter der gewünschten Trinkwassertemperatur
liegen darf. Durch einen entsprechend höheren Heizungswasserdurchsatz kann die niedrigere
Temperatur ggf. kompensiert werden, vorzugsweise bei der Wärmetauscherstation gezielt
gesteuert, vorzugsweise sogar stufenlos. Die bei den Wärmetauschern der Wärmetauscherstation
angeordneten Temperaturfühler befähigen die Steuerungseinheit dazu, bei entsprechender
Programmierung. Oder die Leistungsfähigkeit des Wärmetauschers kann nach unten optimiert
werden. Eine niedrigere Heizungswassertemperatur verursacht im System geringere Wärmeenergieverluste.
[0026] Zirkuliert in einem erfindungsgemäßen System während einer Heizperiode warmes Heizungswasser
permanent, weil damit auch die Heizkörper versorgt werden müssen, so kann eine Pumpe
bei einer Wärmetauscherstation für ein beschleunigtes Zirkulieren des Heizungswassers
durch die Wärmetauscherstation sorgen, vorzugsweise aber nur bei einsetzendem Bedarf
an warmem Trinkwasser. Dadurch kann, auch abhängig von der Leistungsfähigkeit der
Wärmetauscher, das Heizungswasser ggf. mit einer niedrigeren Temperatur genutzt werden,
welche aber noch über der gewünschten Temperatur für warmes Trinkwasser liegt. Durch
diese somit ermöglichte niedrigere Heizungswassertemperatur kann die gesamte Heizungsanlage
auf einem energetisch günstigeren, niedrigeren Temperaturniveau betrieben werden.
[0027] Die erfindungsgemäßen Systeme bieten grundsätzlich die Möglichkeit das Temperaturniveau
des Heizungswassers niedrig zu halten, so lange nur Heizkörper damit versorgt werden
müssen. Wenn einer entsprechenden Ventil- und Mischeranordnung bei der Zentralheizung
ein Bedarf an heißerem Heizungswasser für wenigstens einen Trinkwasserwärmetauscher
signalisiert wird, so kann diese Ventil- und Mischeranordnung gezielt nur für diesen
Fall und für diese Zeiträume deutlich heißeres Heizungswasser in den Heizungsvorlauf
1 leiten. Der Wärmeenergievorrat bei den Wärmetauschern 16, bzw. den Wärmetauscherstationen
11, kann - da auf das Heizleitungssystem abgestimmt - die Zeit bis zur Ankunft des
heißeren Heizungswassers bei den Wärmetauschern 16 überbrücken. Die erfindungsgemäßen
Systeme können
- auf einen Betrieb mit unterschiedlichen Heizungswassertemperatur für die Trinkwasserbereitung
und für die Heizkörper abgestimmt und dafür vorgesehen werden, oder
- auf einen Wechselbetrieb von kaltem Heizungsvorlauf 1 für den Sommer und warmem Heizungsvorlauf
1 für den Winter abgestimmt und dafür vorgesehen werden, oder
- auf eine Kombination der beiden zuvor genannten Betriebszustände abgestimmt und dafür
vorgesehen werden, oder
- auf den Betrieb mit nur einem einheitlichen Temperaturniveau des Heizungswassers abgestimmt
und dafür vorgesehen werden.
[0028] Eine weitere Möglichkeit das Temperaturniveau auf der Heizungswasserseite möglichst
gering zu halten ist der Einsatz von zusätzlichen Heizelementen, vorzugsweise auf
der Trinkwasserseite. Bei einer nicht hinreichend hohen Temperatur des Heizungswassers
erreicht das Trinkwasser im Wärmetauscher nicht die erwünschte Temperatur. Diese Temperaturdifferenz
zur gewünschten Trinkwassertemperatur kann durch ein Heizelement ausgeglichen werden.
Dieses wirkt wie ein Durchlauferhitzer und soll hinter dem Wärmetauscher angeordnet
werden. Da nur eine relativ geringe Temperaturdifferenz ausgeglichen werden braucht,
wird in der Regel ein 220V-Anschluss hinreichend sein. Dieses zusätzliche Heizelement
arbeitet vorzugsweise natürlich nur, wenn auch Trinkwasser entnommen wird und der
Wärmetauscher alleine die gewünschte Temperatur nicht erreicht. Der Einsatz ein so
angeordneten und arbeitenden Heizelementes lässt sich vorteilhaft mit dem beschleunigten
Arbeiten der Pumpe bei der Wärmetauscherstation kombinieren. So kann im Wärmetauscher
eine große Trinkwassermenge mit einer erhöhten Temperatur bereitgestellt werden und
der letzte Rest an Temperaturerhöhung wird dann noch mit dem Heizelement erreicht.
Heizelemente sind außerdem geeignet, das in Ruhephasen in der Wärmetauscherstation
stehende warme Trinkwasser so zu erwärmen, dass es auch in langen Ruhephasen nicht
zu einer Legionellenvermehrung kommt. Ein zusätzlich dahinter angeordneter thermostatischer
Mischer kann bei einer einsetzenden Entnahme ggf. ein mögliches Verbrühen des Nutzers
verhindern.
[0029] Hat man eine größere als die Mindestmenge an Wärmeenergie für die Wärmetauscherstation
bevorratet, so verfügt die Wärmetauscherstation über eine sogenannte Puffermenge.
Erst wenn diese Puffermenge aufgebraucht ist wird ein Nachschub an Wärmeenergie, bei
Gebäuden in Form von warmem Heizungswasser, notwendig. Durch diese Puffermenge wird
ermöglicht, dass nicht bereits bei kleinen Warmwasserentnahmen ein Nachschub an warmem
Heizungswasser notwendig wird. Auch erfindungsgemäße Systeme zum Herunterkühlen einer
Flüssigkeit können, entsprechend ihrer Arbeitsweise, vorteilhaft eine Puffermenge
bevorraten.
[0030] Eine Puffermenge an Wärmeenergie kann durch größere Behälter 5, durch den Einsatz
von zwei Wärmetauschern 16 oder aber durch Wärmetauscher erreicht werden, welche leistungsstärker
ausgelegt sind als es für erfindungsgemäße Systeme ohne Puffermenge notwendig wäre.
Die Arbeitsweisen sind zu den Figuren beispielhaft erläutert. Beim Einsatz von zwei
hintereinander angeordneten Wärmetauschern 16 stellt ein Wärmetauscher 16 die entsprechende
Puffermenge zu Verfügung.
[0031] Beim Einsatz nur eines, dafür aber leistungsstärkeren Wärmetauschers sollte der Temperaturfühler
17 so am oder im Wärmetauscher 16 positioniert und eingestellt werden, dass der Nachschub
an Wärmeenergie erst unterhalb eines eingestellten Temperaturniveaus eingeleitet wird.
Denn vor dem Einsetzen der Entnahme an der Entnahmestelle ist im gesamten Wärmetauscher
16 die gleiche oder nahezu die gleiche Flüssigkeitstemperatur, da auch keine Flüssigkeit
diesen zu diesem Zeitpunkt durchströmt; die thermische Isolierung 23 und das Heizelement
7 sorgen mit Hilfe der Steuerungseinheit 13 für eine gleichmäßige Temperaturverteilung.
Setzt eine Entnahme an der Warmwasserentnahmestelle 12 ein, so strömt kaltes Wasser
aus der Kaltwasserleitung 3 in den Wärmetauscher 16. Dadurch wird ein Wärmetransfer
von der einen auf die andere Seite im Wärmetauscher 16 eingeleitet. Die Temperatur
im Wärmetauscher 16 sinkt zuerst von dessen Anschluss an die Kaltwasserleitung 3 ausgehend.
Der Bereich innerhalb des Wärmetauschers 16, in den noch kein kaltes Wasser geströmt
ist, hat kurzzeitig sowohl auf der Trinkwasserseite 25, als auch auf der Heizungswasserseite
24 die gleiche hohe Temperatur wie vor dem Einsetzen der Entnahme. Ist der Temperaturfühler
17 nun innerhalb des abgekühlten Bereiches des Wärmetauschers 16 angeordnet, so kann
eine zu dessen Position passende Flüssigkeitstemperatur, bzw. Flüssigkeitstemperaturabnahme,
zur indirekten Bestimmung des aktuellen Puffermengenverbrauches herangezogen werden.
Diese Ausführungsform hat den Vorteil, dass baugleiche Wärmetauscher 16 flexibel für
unterschiedliche Puffermengen und unterschiedlich große Heizungsvorlaufleitungen 1
genutzt werden können.
[0032] Besonders vorteilhaft ist diese Ausführungsform bei erfindungsgemäßen Wärmetauscherstationen
11 mit Pfuffermengenbevorratung in einem Wärmetauscher, aber ohne Bevorratung warmen
Heizungswassers in einem Behälter 5. So können solche Ausführungsformen von Wärmetauscher
16 und Temperaturfühler 17 auch an sich ändernde Volumina kalter Flüssigkeit aus dem
Heizungsvorlauf, oder auch auf Temperaturänderungen des warmen Heizungswassers, angepasst
werden. Dies kann sogar ggf. von der Steuerungseinheit 13 selbsterlernend durchgeführt
werden. Das Volumen des kalten Heizungswassers kann sich beispielsweise ändern, wenn
in der Heizperiode große Teile der Heizungsleitungen permanent mit warmem Heizungswasser
durchströmt werden. Dann kommt bei einsetzendem Heizungswassernachschub weniger kaltes
Heizungswasser an, bevor warmes Heizungswasser die Anlage erreicht. Entsprechend steht
bei gleicher Größe des Wärmetauschers eine größere Puffermenge zur Verfügung.
[0033] Ist die gewünsche Puffermenge immer gleich, so kann der Temperaturfühler 17 im Wärmetauscher
16 an der Stelle angeordnet werden, an der bei einsetzender Temperaturabnahme die
Puffermenge aufgebraucht ist.
[0034] Wird die Puffermenge nicht vollständig aufgebraucht, so gleichen sich die Temperaturen
der Flüssigkeiten im gesamten Wärmetauscher mittelfristig wieder aus. Von der Steuerungseinheit
13 mit Hilfe des Temperaturfühlers 17 geregelt, führt das Heizelement 7 dem Wärmetauscher
16 die zum Erreichen der Ausgangslage notwendige Wärmeenergiemenge wieder zu. Durch
diese Zuführung der fehlenden Wärmeenergiemenge steigt das Volumen der aktuell zur
Verfügung stehenden Puffermenge wieder an, bis die vollständige Puffermenge erreicht
wird, also im gesamten Wärmetauscher 16 die gleiche und gewünschte Flüssigkeitstemperatur
gegeben ist. Durch die Größenauslegung des Wärmetauschers 16, die Leistungsfähigkeit
der thermischen Isolierung 23, die Anordnung und Leistungsfähigkeit des Heizelementes
7, und die Anordnung und Einstellung des Temperaturfühlers 17 wird so immer eine durchgehende
Entnahme hinreichend warmen Wassers ermöglicht. Dabei ist vorzugsweise auch zu beachten,
dass die Wärmeenergiezuführung im noch warmen Bereich des Wärmetauschers 16 wenigstens
so rasch stattfindet wie der Wärmeübertritt vom warmen in den kalten Bereich des Wärmetauschers
16.
[0035] Vorteilhaft können auch hier solche Ausführungen sein, bei denen zwischen Wärmetauscher
16 und Warmwasserentnahmestelle 12 ein thermostatischer Mischer angeordnet ist. Dieser
kann, wenn die gewünschte Warmwassertemperatur unter der Temperatur im Wärmetauscher
liegt, Temperaturschwankungen durch Beimischung kalten Wassers aus der Kaltwasserleitung
3 ausgleichen. Zu Figur 10 ist weiterhin beispielhaft ein System mit Temperaturfühler
17 innerhalb des Wärmetauschers 16 erläutert. Dessen Arbeitsweise ist aber auf andere
Systeme sinngemäß übertragbar.
[0036] Im obigen Text wird die Arbeitsweise anhand von Wärmetauschern für die Versorgung
mit warmem Trinkwasser und dem Heizungswasser als Hilfsflüssigkeit erläutert. Die
Arbeitsweise ist aber ganz allgemein auf andere Systeme mit Wärmetauschern übertragbar,
und zwar sowohl auf Systeme zur Wärmezuführung, als auch auf Systeme zur Wärmeabführung.
Und auch ganz allgemein auf Systeme mit Flüssigkeiten und Wärmetauschern, welche nicht
permanent oder nicht permanent unter Volllast arbeiten. Statt Heizelementen kommen
ggf. entsprechende Kühlelemente zum Einsatz.
[0037] Durch einen Flüssigkeitsvorrat, und insbesondere durch einen Flüssigkeitsvorrat mit
Puffermenge, können auch solche erfindungsgemäßen Systeme energiesparend betrieben
werden, die zwar einen permanenten, dafür aber einen sehr geringen Bedarf an erwärmter
oder heruntergekühlter Flüssigkeit haben. Bei solchen Systemen wird der Flüssigkeitsvorrat
mit der richtigen Temperatur durch ein kurzes, aber intensives Strömen der Hilfsflüssigkeit
- bei Systemen zur Trinkwasserversorgung also des warmen Heizungswassers - in die
Nähe des Wärmetauschers gebracht, wo er, aufgrund des geringen Bedarfs, für lange
Zeit ausreicht.
[0038] Die im ersten und zweiten Leitungsabschitt als Leitung für die Hilfsflüssigkeit,
also beispielsweise der Heizungswasserleitung, stehende Hilfsflüssigkeit kann grundsätzlich
vorzugsweise durch eine Flüssigkeit ohne Temperaturdifferenz zur Umgebung der Leitungen
ersetzt werden. Durch eine solche Arbeitsweise werden im Leitungssystem fast keine
Wärmeenergieverluste generiert. Selbst die an die Leitungswand abgegebene Wärmeenergie
wird dieser anschließend wieder entzogen und einem Vorrat der Hilfsflüssigkeit zugeführt
werden, wo er thermisch gut isoliert lagert. Für erfindungsgemäße Systeme zum Kühlen
gilt dies entsprechend.
[0039] Da das erfindungsgemäße System auch zum energiesparenden Betrieb zum Herunterkühlen
von nicht permanent und nicht in - vom Wärmetauscher - maximal bereitstellbarer Menge
benötigter Flüssigkeit eingesetzt werden kann, bietet sich für solche Kühlsysteme
der Einsatz von Peltierelementen an. Diese können helfen die entsprechenden Komponenten
und Flüssigkeiten auf einem niedrigen Temperaturniveau zu halten. Durch ein, im Vergleich
zu Flüssigkeitsleitungen, günstigeres Oberflächen-Volumen-Verhältnis ist für diese,
vorzugsweise auch thermisch isolierten Komponenten, keine große Energiemenge zum Kühlen
erforderlich.
[0040] Aber auch bei Systemen zum Erwärmen von Flüssigkeiten können Peltierelementen vorteilhaft
eingesetzt werden. Wenn nämlich der Puffermengenvorrat eines Behälters 5 nur teilweise
aufgebraucht wurde, so steht der noch bevorrateten warmen Flüssigkeitsmenge eine entsprechende
kalte Differenzmenge gegenüber, welche der bisher verbrauchten Puffermenge entspricht.
Durch unerwünschten, aber kaum vollständig auszuschließende, Wärmeübertritt nähert
sich die Temperatur dieser Differenzmenge im Laufe der Zeit ggf. der Temperatur der
noch vorhandenen Puffermenge an warmem Wasser. Ist die Temperaturdifferenz aber gering,
so arbeiten Peltierelemente viel wirtschaftlicher als bei hohen Temperaturdifferenzen,
was deren Einsatz auch zum Heizen ggf. sinnvoll macht. Bei Systemen mit zu kühlender
Puffermenge ist es ähnlich. Die Peltierelemente können ggf. wirtschaftlicher eingesetzt
werden wenn sie beim Kühlen die auf ihrer anderen Seite abzugebende Wärmeenergie nicht
an die Umgebung abgeben, sondern an eine Differenzmenge der Puffermenge, die kühler
ist als die Temperatur der Umgebung.
[0041] Die zu bevorratende Wärmeenergiemenge kann auch in anderen Medien gespeichert und
bevorratet werden. Besonders vorteilhaft kann dabei der Einsatz von latenten Wärmespeichern
sein, die im Ruhezustand keine Wärmeenergie verlieren, bei Bedarf und Aktivierung
diese aber rasch abgeben können. Heizelemente können helfen, dass die latenten Wärmespeicher
den Agregatzustand mit Speicherung der Wärmeenergie leicht erreichen oder leichter
erreichen, ohne dass das Heizungswasser auf ein besonders hohes Temperaturniveau gebracht
werden muss. Nach dieser zusätzlichen Zuführung an Wärmeenergie, welche zunächst einen
Mehrverbrauch generiert, folgt ein Wechsel des Agregatzustandes und ggf. lange Zeit
keinerlei Wärmeverluste.
[0042] Vorteilhaft kann beim erfindungsgemäßen System der Einsatz von UV-C-Licht zur Deaktivierung
von Keimen sein. Hier ist insbesondere der Einsatz von LEDs zu bevorzugen. Diese liefern
sofort nach dem Einschalten ihre volle Leistung. Dadurch können sie bei einsetzender
Wasserentnahme und ggf. zusätzlich sporadisch aktiviert werden. Dies spart viel Energie
und erhöht die Haltbarkeit auf einen sehr langen Zeitraum.
[0043] Der oder die Wärmetauscher der Wärmetauscherstation und, wenn vorhanden, der Behälter
in oder bei der Wärmetauscherstation, welcher warmes Wasser bevorratet, werden vorzugsweise
wärmeisoliert angeordnet, und zusätzlich vorzugsweise kompakt zusammen/nebeneinander.
So kann ein günstiges Oberflächen/Volumenverhältnis erreicht werden. Wenn durch Aufbau
und Arbeitsweise bedingt diese ein unterschiedliches Temperaturniveau haben sollen,
so wird dies hingegen bei der Entfernung zueinander und ggf. einer thermischen Isolierung
dazwischen berücksichtigt. Mit Hilfe wenigstens eines Heizelementes können die warm
zu haltenden Bestandteile der Wärmetauscherstation auf einem bestimmten Temperaturniveau
gehalten werden. Wird die Wärmetauscherstation aber hinreichend mit warmem Heizungswasser
versorgt, so kann das elektrische Heizelement abgeschaltet werden, da direkte elektrische
Beheizung kostenintensiver ist als die von Zentralheizungen bereit gestellte Wärmeenergie.
Die notwendige elektrische Energie für Heizelemente der Wärmetauscherstationen wird
nur zur Temperaturerhaltung benötigt. Kommt es im Kaltwasserreservoir eines Behälters
5 zu einer unerwünschten Erwärmung des kalten Wassers durch Wärmeübertritt, wenn der
Behälter 5 beispielsweise lange nicht genutzt wurde, so kann durch die Anordnung eines
Thermoventils, vorzugsweise unmittelbar im Kolben zwischen Kaltwasserreservoir und
Warmwasserreservoir, diese Wärmeenergie genutzt werden und geht somit nicht vollständig
verloren. Wenn die Wassertemperatur im Kaltwasserreservoir über einen eingestellten
Wert steigt, so öffnet dieses Thermoventil eine Verbindung in Richtung Warmwasserreservoir.
Wird Wasser aus dem Warmwasserreservoir befördert, so strömt dann so lange Wasser
aus dem Kaltwasserreservoir durch das Thermoventil und einen Rückflussverhinderer
in das Warmwasserreservoir, bis die Temperatur des aus dem Kaltwasserreservoir ins
Warmwasserreservoir strömenden Wassers wieder unter einen eingestellten Wert sinkt.
[0044] Durch die gute thermische Isolierung und die kleine und kompakte Bauweise der betreffenden
Komponenten ist der Stromverbrauch der erfindungsgemäßen Systeme sehr gering. Auch
wirken sich höhere Temperaturdifferenzen zur Umgebung nicht gravierend aus. Es können
ggf. auch Niedervoltheizelemente zum Einsatz kommen. Im Gegenzug zirkuliert während
des Betriebes des Heizelementes kein warmes Heizungswasser im Heizungsvorlauf und
Heizungsrücklauf und kann somit auch keine große Menge an Wärmeenergie verlieren.
Dieser Wärmeverlust aus den Heizungsleitungen läge, wenn der Wärmetauscher nicht aktiv
genutzt wird, für eine Stunde bis über 10Wh pro laufendem Meter Heizungsvorlauf plus
laufendem Meter Heizungsrücklauf. Aufgrund dieses Vorteils des erfindungsgemäßen Systems
spielt bei diesem die Länge des Heizungsvorlaufs bis zur Wärmetauscherstation aus
energetischer Sicht nahezu keine Rolle. Aus diesem Grund und wegen der kompakten Bauweise
eignet sich das erfindungsgemäße System insbesondere für eine Anordnung nahe der Warmwasserentnahmestelle(n).
[0045] Der Pumpenbetrieb ist bei den erfindungsgemäßen Systemen auf die tatsächlichen Bedarfszeiten
beschränkt. Dadurch wird für den Pumpenbetrieb ebenfalls nur wenig Energie/Strom verbraucht,
nur ein Bruchteil vom Stromverbrauch bisher üblicher Wärmetauscherstationen mit Pumpe.
[0046] Wie bei bisher üblichen Wärmetauscherstationen für die Warmwasserversorgung wird
auch bei dem erfindungsgemäßen System bis zur Wärmetauscherstation keine Warmwasserleitung
benötigt. Dies macht die Nachrüstung in Bestandsbauten ohne separate Warmwasserleitung
besonders einfach, da die ebenfalls notwendigen Heizungsleitungen in der Regel nahezu
überall erreichbar sind.
[0047] Sobald bei erfindungsgemäßen Wärmetauscherstationen ein Bedarf an warmem Heizungswassernachschub
festgestellt wird, strömt, wie zuvor erwähnt, warmes Heizungswasser zur betreffenden
Wärmetauscherstation. Bevor das warme Heizungswasser bei der Wärmetauscherstation
ankommt, kommt aber der Leitungsinhalt des Heizungsvorlaufs, in der Regel in Form
kalte Heizungswassers, bei der Wärmetauscherstation an. Der Grund dafür ist das nicht
permanente Zirkulieren des Heizungswassers, wodurch sich kein warmes Heizungswasser
in der Leitung befindet. Während der Heizperiode befindet sich hingegen warmes Heizungswasser
in den Teilen der Heizungsleitungen, die auch zu aktiv genutzten Heizkörpern führen,
aber wiederum nicht in dem Leitungsstück, welches nur zur Wärmetauscherstation führt.
Dieses kalte Heizungswasser darf nicht in den Wärmetauscher geleitet werden, da es
ansonsten vorübergehend zu starken Temperaturschwankungen des warmen Trinkwassers
kommen würde, ggf. bis hin zu kaltem Trinkwasser an der Warmwasserentnahmestelle.
Deshalb ist die Anordnung einer Thermoweiche bei den Wärmetauscherstationen von großer
Bedeutung. Diese Thermoweiche ist in den Figuren einfachheitshalber immer als ein
einfaches Bauteil dargestellt. Die Thermoweiche kann aber grundsätzlich hydraulisch,
mechanisch oder elektrisch betrieben werden. Die hydraulische Thermoweiche ist besonders
leicht realisierbar, da man für diesen Zweck bereits auf dem Markt befindliche thermostatische
Mischer verwenden kann, die lediglich in umgekehrter Fließrichtung betrieben werden.
Diese thermostatischen Mischer leiten ankommendes kaltes Wasser zum ursprünglichen
Warmwassereingang des Mischers und warmes Wasser zum ursprünglichen Kaltwassereingang
des Mischers. Als elektronische Ausführungsform würden Elektroventile nach der detektierten
Temperatur eines Temperaturfühlers geregelt werden. In der Figur 6 ist eine Thermoweiche
gezeigt, welche das kalte Heizungswasser unmittelbar in den Heizungsrücklauf leitet.
In den Figuren 1 bis 5, 10 und 11 ist gezeigt, wie die Thermoweiche 19 das kalte Heizungswasser
auch in das Kaltwasserreservoir, bzw. in den Kaltwasserbereich, eines Behälters 5
leitet. Bei erfindungsgemäßen Systemen mit hoher Pumpenleistung, entweder mit gleichzeitig
arbeitenden Pumpen bei der Zentralheizung 14 und beim Wärmetauscher 16, oder einer
besonders starken Pumpe 4 beim Wärmetauscher 16, kann erreicht werden, dass gleichzeitig
kaltes Heizungswasser in das Kaltwasserreservoir des Behälters 5 und in den Heizungsrücklauf
geleitet wird.
[0048] Diese Behälter mit der Bezugziffer 5 weisen ein Kaltwasserreservoir und ein Warmwasserreservoir
auf. Kaltwasserreservoir und Warmwasserreservoir sind vorzugsweise thermisch voneinander
isoliert, nicht aber druckmäßig. D.h. in Kaltwasserreservoir und Warmwasserreservoir
herrscht der gleiche oder nahezu der gleiche Druck. In den Figuren ist diese Trennvorrichtung
immer als Kolben dargestellt. Grundsätzlich können aber auch andere Trennvorrichtungen
wie Membranen oder eine Gasmenge zur Isolierung verwendet werden. Inbesondere bei
den Ausführungen mit Behälter 5, bei denen durch/im Behälter keine Puffermenge an
warmem Heizungswasser bevorratet wird oder werden braucht, kommt es nur sehr kurzzeitig
vor, dass sowohl im Warmwasserreservoir 20, als auch im Kaltwasserreservoir 21 Wasser
steht. Durch die Kürze dieser Zeitspanne kann es nicht zu wesentlichen Wärmeenergieverlusten
vom warmem Heizungswasser zum kalten Heizungswasser kommen. Dadurch sind die Anforderungen
an die Trennvorrichtungen 6 bezüglich der thermischen Isolierung in diesen Fällen
nicht hoch. Dies macht den Aufbau besonders einfach, da beispielsweise auch einfache
Membranen diese Aufgabe zufriedenstellend erfüllen.
[0049] Alternativ kann das Heizungswasser, oder eine sonstige Hilfsflüssigkeit zum Wärmetransport,
im Behälter 5 auch thermisch geschichtet bevorratet und diesen entsprechend zugeführt
werden, also ohne thermische Trennvorrichtung 6 zwischen der kalten und der warmen
Flüssigkeit. Füllt man diese als Schichtenspeicher ausgelegten Behälter 5 mit geeignetem
Vlies - oder anderem porösen Material - aus, so kommt es trotz der geringen Größe
der Behälter 5 nur zu geringer Durchmischung von kalter und warmer Flüssigkeit, beispielsweise
Heizungswasser, auch ohne Kolben, Membran oder anderer Trennvorrichtung 6.
[0050] Eine solche Bevorratung in thermischen Schichten für solche Behälter 5 kann sich
insbesondere dann eignen, wenn eine zusätzliche Wärmeenergiemenge nicht in Form von
entsprechend großer Flüssigkeitsmenge bevorratet wird, sondern in Form einer geringeren
Menge mit entsprechend höherer Temperatur; dies gilt besonders für die sogenannte
Puffermenge. Wird wegen einer nur geringen Entnahme aus dem Wärmetauscher 16 eine
Puffermenge nicht vollständig aufgebraucht, so kommt es im Laufe der daran anschließenden
Zeit mit Hilfe des Heizelementes (oder des Kühlelementes bei zu kühlenden Flüssigkeiten)
wieder zu einer Temperaturanpassung der Gesamtmenge. Eine Anordnung des Heizelementes
im kalten Bereich ist dabei vorteilhaft. Wird eine größere Flüssigkeitsmenge aus dem
Wärmetauscher 16 entnommen, so dass die Puffermenge vollständig aufgebraucht wird,
wird vom erfindungsgemäßen System der Nachschub an warmem Heizungswasser eingeleitet.
Aus diesem Nachschub wird auch der Vorrat an warmem Heizungswasser bei der Wärmetauscherstation
11 bereit gestellt. Ist die Puffermenge durch eine entsprechend höhere Temperatur
des Heizungswassers - also nicht durch eine größere Flüssigkeitsmenge, sondern durch
eine größere Wärmeenergiemenge - vorgesehen, so wird in der Folge das Heizelement
7 die Temperatur des Heizungswasservorrats wieder erhöhen. Bei erfindungsgemäßen Systemen,
in denen das Heizungswasser nach der Lieferung des Heizungswassernachschubs im Heizungsvorlauf
1 stehen bleibt und dort dann auskühlt, sind erfindungsgemäße Systeme mit zuvor erläuterter
Erhöhung der Heizungswasservorratstemperatur und weiter oben erwähnter Mischung der
Hilfsflüssigkeit - also beispielsweise des Heizungswassers - auf das gewünschte und
notwendige Temperaturniveau besonders vorteilhaft. Insbesondere wenn das Heizelement
7 die Temperatur des Heizungswasservorrats hinreichend schnell erhöht, so kann - wenn
bereits wieder ein Bedarf an warmem Heizungswasser notwendig wird bevor das im Heizungsvorlauf
1 stehende Heizungswasser vollständig ausgekühlt ist - die im Heizungswasser des Heizungsvorlaufs
1 enthaltene Wärmeenergie ggf. noch vollständig genutzt werden. Eine thermische Mischvorrichtung,
also beispielsweise ein thermostatischer Mischer 15, kann in diesem Fall das Heizungswasser
aus dem Heizungsvorlauf 1 als kaltes Wasser und das inzwischen deutlich wärmere Heizungswasser
aus dem Heizungswasservorrat als sehr warmes Wasser nutzen um im Ergebnis die für
den Wärmetauscher 16 notwendige und somit gewünschte, dazwischen liegende Wassertemperatur
zu erreichen. Je wärmer das Heizungswasser aus dem Heizungsvorlauf 1 noch ist, desto
weniger wird von dem wärmeren Heizungswasservorrat benötigt um die für den Wärmetauscher
16 erforderliche Wassertemperatur zu erreichen. In diesem Fall ist der Einsatz von
Schichtenspeichern als Behälter 5 besonders vorteilhaft, denn die dem Behälter 5 entnommene
sehr warme Heizungswassermenge kann durch das nicht vollständig ausgekühlte Heizungswasser
aus dem Heizungsvorlauf 1 kompensiert werden.
[0051] Steht kein Heizungswasser mit Restwärmeenergie im Heizungsvorlauf, beispielsweise
weil es bereits vollständig abgekühlt ist, so ist auch der Vorrat an sehr warmem Heizungswasser
mit Hilfe des Heizelementes 7 auf einem entsprechend hohen Temperaturniveau. Es kann
somit wieder eine Puffermenge in Form von Wärmeenergie zur Verfügung stehen. Da der
thermostatische Mischer 15 für das Heizungswasser - bei einer erneuten Entnahme an
Trinkwasser - innerhalb der Puffermengennutzung auch kühleres Heizungswasser benötigt
um für den Wärmetauscher 16 richtig temperiertes Heizungswasser zu mischen, kann das
kühlere Heizungswasser hinter dem Wärmetauscher 16 dafür genutzt werden. Das nicht
zum Mischen benötigte Heizungswasser hinter dem Wärmetauscher 16 entspricht dann zwangsweise
genau der Menge an sehr warmem Heizungswasser aus dem Heizungswasservorrat. Heizungswasser
aus dem Heizungsvorlauf 1 strömt noch nicht nach, entsprechend der noch nicht aufgebrauchten
Puffermenge. Dieser Einsatz thermostatischer Mischer 15 für das Heizungswasser für
den Wärmetauscher 16 bietet die Möglichkeit einer sehr gleichmäßigen Temperatur des
bereitgestellten Heizungswasser. Alternativ kann die Zufuhr an sehr warmem Heizungswasser
in den Wärmetauscher 16 entsprechend mengenmäßig gedrosselt werden.
[0052] Neben der Verwendung der Behälter 5 unmittelbar bei den Wärmetauscherstationen, ist
in den Figuren 8 und 9 auch gezeigt, wie solche Behälter 5 vorteilhaft an den Heizungsleitungen
zwischen Zentralheizung und Wärmetauscherstation(en) angeordnet werden können, vorzugsweise
wieder thermisch gut isoliert. Wie die Behälter 5 bei den Wärmetauscherstationen bevorraten
diese Behälter 5 an den Heizungsleitungen eine bestimmte Menge an warmem Heizungswasser.
Diese Warmwassermenge wird bei Bedarf in den dahinter liegenden Heizungsvorlauf abgegeben
und überbrückt die Menge oder Zeit, bis warmes Wasser bei dem betreffenden Behälter
5, bzw. dessen Thermoweiche, von dem unmittelbar davor angeordneten Behälter 5 oder
der unmittelbar davor angeordneten Zentralheizung ankommt. Somit können - bei erfindungsgemäßen
Systemen mit solchen zusätzlichen Behältern 5 zwischen der Zentralheizung und der
Wärmetauscherstation - je nach Ausführung des erfindungsgemäßen Systems, der Behälter
5 der Wärmetauscherstation und/oder der Wärmetauscher selbst kleiner ausgelegt werden.
Alternativ kann auch die weiter oben erläuterte Puffermenge größer ausgelegt werden,
bzw. steht eine größere Puffermenge zur Verfügung. Neben Heizelementen können bei
den Behältern 5 auch Thermoventile zum Einsatz kommen die dafür sorgen, dass zu sehr
abgekühltes Heizungswasser vom Warmwasserreservoir in den Heizungsrücklauf gelangt
und durch einen Nachschub an warmem Heizungswasser aus dem Heizungsvorlauf ersetzt
wird. Durch das gute Oberflächen/Volumen-Verhältnis der Warmwasserreservoirs 20 dieser
Behälter 5 werden auch in diesem Fall im Vergleich zu einem permanent zirkulierendem
System die Wärmeenergieverluste stark reduziert. Zu der Figur 9 wird die Arbeitsweise
beispielhaft näher erläutert. Diese Version der Behälter 5 mit Thermoventil kann grundsätzlich
auch bei den Wärmetauscherstationen zum Einsatz kommen. Bei den Figuren ist aber immer
die Ausführungsform mit elektrischen Heizelementen dargestellt.
[0053] Bei Behältern mit angeordneten Ventilen, beispielsweise Rückschlagventile oder Elektroventile,
lassen sich diese platzsparend, kostengünstig und thermisch vorteilhaft in die Behälterhülle
integrieren. So können diese beispielsweise mit den Zu- und Ableitungen zum Behälter
in einen wenige Zentimeter dicken Kunststoffdeckel eingearbeitet sein, an den dann
die Leitungen angeschlossen werden. So kann der Deckel bei Bedarf auch wieder entfernt
und ausgetauscht oder an einem günstigeren Ort bearbeitet oder repariert werden.
[0054] Solche Systeme mit Behälter mit Warmwasserreservoir und Kaltwasserreservoir, welche
thermisch, nicht aber druckmäßig voneinander isoliert angeordnet sind, sind aus dem
Patent
EP1517097, der Anmeldung
EP12159873.4 und den deutschen Anmeldungen mit den Aktenzeichen AZ102012011042.1, AZ102013008991.3
und AZ102014006539.1 bekannt. Dort kommen sie insbesondere unmittelbar im Bereich
der Trinkwasserleitungen zur energiesparenden und hygienischen Versorgung mit warmem
Trinkwasser zum Einsatz. In oben genannten Anmeldungen werden zahlreiche Anordnungsmöglichkeiten
und Arbeitsweisen solcher Behälter 5, bzw. mit solchen Behältern 5, aufgezeigt, die
grundsätzlich auch bei den erfindungsgemäßen Systemen hier, sinngemäß verwendet und
sinnvoll angepasst, angewendet werden können. Insbesondere dass mit der Füllung der
Warmwasserreservoirs der Behälter 5 das warme Heizungswasser in den Heizungswasserleitungen
durch kaltes Heizungswasser, vorwärts oder rückwärts strömend, ersetzt wird sei an
dieser Stelle ebenso erwähnt wie die Möglichkeit, dass nach - vorzugsweise vollständiger
- Füllung der Warmwasserreservoirs das warme Heizungswasser rückwärts zirkulierend
in die Zentralheizung oder einen separaten Behälter bei der Zentralheizung befördert
wird. Auch lassen sich die Arbeitsweisen so darstellen und kombinieren, dass immer
nur der Teil des Leitungssystems warm gefüllt bleibt, der gerade aktiv genutzt wird
oder kurz zuvor noch aktiv genutzt wurde; in den anderen Abschnitten ersetzt - ggf.
rückwärts strömend - kaltes Wasser das warme Wasser, was mögliche Wärmeverluste verhindert.
In diesen Fällen kommt es nicht zu in den Heizungsleitungen stehendem, dort rasch
abkühlenden Mengen an warmem Heizungswasser. Grundsätzlich kann und sollte vorzugsweise
- bei allen erfindungsgemäßen Systemen, auch solche zum Herunterkühlen - Hilfsflüssigkeit
mit einer Temperaturdifferenz zur Umgebung durch Hilfsflüssigkeit mit geringer, oder
vorzugsweise keiner, Temperaturdifferenz zur Umgebung ersetzt werden.
[0055] Außerdem können solche Behälter 5, wie in den oben genannten Anmeldungen zu Trinkwasserleitungen
gezeigt, vorteilhaft auch an Verzweigungen des Heizungswasserhauptstrangs angeordnet
werden.
[0056] Ferner sind Systeme gem. der oben genannten Patentanmeldungen mit Behälter 5 im Trinkwasserbereich
mit Systemen gem. dieses erfindungsgemäßen Systems hier, ggf. auch mit Behältern im
Heizungswasserbereich, vorteilhaft kombinierbar.
[0057] Wie in den oben genannten Patentanmeldungen auch bereits gezeigt, so wird auch bei
den meisten Figuren der erfindungsgemäßen Systeme auf die Notwendigkeit einer direkten
Kommunikation zwischen den dezentralen Systembestandteilen, in dieser Anmeldung hier
die Wärmetauscherstationen und die Behälter 5 in den Heizungsleitungen, und den Systembestandteilen
bei der Zentralheizung verzichtet. Dies macht den nachträglichen Einbau in Bestandsbauten
noch einfacher.
[0058] Bei einigen beispielhaften Figuren des erfindungsgemäßen Systems gibt die Pumpe bei
der Wärmetauscherstation durch ihr Arbeiten ein Strömungssignal an den Bedarfssensor
bei der Zentralheizung, wodurch die Steuerungseinheit bei der Zentralheizung wiederum
die Pumpe bei der Zentralheizung aktiviert. Für die Aktivierung der Pumpe bei der
Zentralheizung ist es nicht ausschlaggebend, welche Pumpe welcher Wärmetauscherstation
das Strömungssignal gegeben hat.
[0059] Insbesondere bei Neubauten kann aber ein erfindungsgemäßes System mit Kommunikationsverbindungen
zwischen diesen Bestandteilen vorteilhaft sein, da beispielsweise eine Kabelverlegung
einfach durchgeführt werden kann und dadurch ggf. alles von einer zentralen Steuerungseinheit
gesteuert werden kann.
[0060] Anders als in den Figuren gezeigt, kann auch eine solche Pumpe bei den Wärmetauscherstationen
vorteilhaft sein, welche durch die Entnahme der einen Flüssigkeit angetrieben wird
und dadurch die andere Flüssigkeit ins Strömen versetzt. Im Beispiel der Versorgung
mit warmem Trinkwasser würde also die Entnahme an warmem Trinkwasser das warme Heizungswasser
durch den Wärmetauscher pumpen oder zu der Wärmetauscherstation befördern. Eine passende
Übersetzung zwischen Antriebsteil und Förderteil ergibt sich dann aus der Auslegung
von Wärmetauscher, Heizungswassertemperatur und gewünschter Trinkwassertemperatur.
[0061] Erfindungsgemäße Systeme, beispielsweise gem. der Figuren mit mehreren an einem Heizungshauptstrang
angeordneten Nebensträngen zu den Wärmetauscherstationen, sind nahezu beliebig erweiterbar.
So können nicht nur, wie in den Figuren 7, 8 und 9 gezeigt, die Systeme gem. der Figuren
2, 4, 5 und 6 bei solchen komplexeren Systemen zur Anwendung kommen, sondern auch
Systeme gem. der Figuren 1, 3, 10 und 11. Ferner sind die Offenbarungen der oben genannten
Patentanmeldungen für den Trinkwasserbereich nicht nur, wie zuvor erläutert, für den
Heizungswasserhauptstrang anwendbar, sondern auch für die verschiedensten Arbeitsweisen
und Anordnungen von Heizungswasserhauptstrang zu Wärmetauscherstation.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
[0062] Weitere Ziele, Merkmale, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten des erfindungsgemäßen
Systems ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung mehrerer Ausführungsbeispiele
anhand der Zeichnungen. Dabei bilden alle beschriebenen und/oder bildlich dargestellten
Merkmale für sich oder in beliebiger Kombination den Gegenstand der Erfindung, unabhängig
von der Zusammenfassung in einzelnen Ansprüchen oder deren Rückbeziehung.
[0063] Die in den Figuren angeordneten Warmwasserentnahmestellen 12 sind nur schematisch
stellvertretend für Warmwasserentnahmestellen 12 dargestellt. Dies können auch meherere
Warmwasserentnahmestellen 12 sein oder ganz allgemein eine Warmwasserleitung - ggf.
auch verzweigt - mit wenigstens einer angeordneten Warmwasserentnahmestelle 12.
[0064] Bei den Heizelementen 7 an den Behältern 5 und den Wärmetauschern 16 sind zur besseren
Übersichtlichkeit in den Figuren keine separaten Temperaturfühler 17 zur Temperatursteuerung
eingezeichnet. Gleichwohl ist für die Heizelemente 7 eine temperaturabhängige Steuerung
für alle erfindungsgemäßen Systeme und die Figuren als gegeben zu unterstellen. Die
bei den Wärmetauschern 16 eingezeichneten Temperaturfühler 17, die gem. den Erläuterungen
zu den Figuren, dem Zweck der Pumpensteuerung dienen, können aber grundsätzlich auch
zur Steuerung der Heizelemente genutzt werden. Prinzipiell kann ein Heizelement 7
auch ohne steuernden Temperaturfühler auskommen, wenn es bezüglich Leistung und Heizdauer/Taktung
passend ausgelegt ist, vorzugsweise aber auch nur dann, wenn die Wärmetauscherstation
mit einem thermostatischen Mischer 15 ausgestattet ist. Denn dadurch kann es nicht
zu zu heißem Wasser an der Warmwasserentnahmestelle 12 kommen.
[0065] In den Zeichnungen zeigen Fig. 1 bis Fig. 11 schematische Darstellungen von jeweils
unterschiedlichen Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Systems.
Ausführung der Erfindung
[0066] In
Figur 1 ist eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Systems gezeigt. Im Bereitsschaftszustand
befördert die Pumpe 4 kein Heizungswasser aus der Zentralheizung 14 durch den Heizungsvorlauf
1 und Heizungsrücklauf 2. Im Behälter 5 wird in dessen Warmwasserreservoir 20 hinreichend
viel und hinreichend warmes Wasser bevorratet. Ein Heizelement 7 sorgt für eine Aufrechterhaltung
der notwendigen Wassertemperatur. In dieser Figur 1 wird sowohl das Warmwasserreservoir
20 des Behälter 5, als auch der Wärmetauscher 16 mit Hilfe des Heizelementes 7 beheizt.
Als Wärmetauscher 16 eignen sich beispielsweise insbesondere Plattenwärmetauscher.
Aufgrund der guten und kompakten thermischen Isolierung 23, die vorzugsweise den Wärmetauscher
16 und den Behälter 5 umfasst und hier ebenfalls nur schematisch gezeigt wird, ist
nur eine geringe Zuführung an Wärmeenergie notwendig. In dieser Ausführung der Figur
1 werden sowohl der gesamte Wärmetauscher 16, als auch das Warmwasserreservoir 20
von einem einzigen Heizelement 7 auf der gleichen, hinreichend hohen Temperatur gehalten.
So ist auch nur ein Temperaturfühler 17 notwendig, mit dessen Hilfe die elektrische
Steuerungseinheit 13 den Heizer 7 steuert. Die kompakte Anordnung von Wärmetauscher
16, Behälter 5, Temperaturfühler 17 und Heizelement 7 innerhalb einer thermischen
Isolierung 23 sorgt im Bereitsschaftszustand für eine gleichmäßige Temperatur der
Komponenten innerhalb dieser thermischen Isolierung.
[0067] Natürlich können Anordnungen mit separaten Temperaturfühlern 17 und separaten Heizelementen
7 für den Wärmetauscher 16 und den Behälter 5 vorteilhaft sein. Dies insbesondere
dann, wenn das Warmwasserreservoir 20 und der Wärmetauscher 16 auf unterschiedlichen
Temperaturniveaus gehalten werden sollen, was wiederum von den gewünschten Warmwassertemperaturen
an den Warmwasserentnahmestellen 12, der Temperatur des Heizungswassers und den Größenverhältnissen
oder Leistungsfähigkeiten von Wärmetauscher 16 und Warmwasserreservoir 20 abhängt.
[0068] Im Bereitsschaftszustand, wenn also z.Z. an der Warmwasserentnahmestelle 12 kein
warmes Wasser entnommen wird, ist der Kolben 6 vorzugsweise ganz links. Das Kaltwasserreservoir
21 ist demnach leer und das Warmwasserreservoir 20 mit warmem Wasser gefüllt. Im Wärmetauscher
16 sind beide Seiten, die Heizungswasserseite 24 und die Trinkwasserseite 25, warm.
Die Pumpe 4 ruht. Durch den Widerstand der Rückflussverhinderer 8 zwischen Heizungsvorlauf
1 und dem Wärmetauscher 16 kommt es auch nicht zu einer Schwerkraftzirkulation des
Heizungswassers aus der Zentralheizung 14.
[0069] Somit sind Heizungsvorlauf 1 und Heizungsrücklauf 2 kalt und verlieren keine Wärmeenergie.
[0070] Sobald an der Warmwasserentnahmestelle 12 Wasser entnommen wird, spricht der Bedarfssensor
18, was beispielsweise ein Fließsensor sein kann, an. Zeitgleich strömt kaltes Wasser
durch die Kaltwasserleitung 3 in den Wärmetauscher 16 nach, wodurch auch das Wasser
auf der Heizungswasserseite 24 des Wärmetauschers 16 am Ausgang, also beim Temperaturfühler
17, sofort abkühlt. Dies kann der elektrischen Steuerungseinheit 13 zusätzlich oder
alternativ zum Bedarfssensor 18 als Signal für eine einsetzende Wasserentnahme an
der Warmwasserentnahmestelle 12 dienen. Bei rasch wirkendem Temperaturfühler 17 und
passenden Warmwasserbevorratungen kann so ggf. sogar auf den gezeigten Bedarfssensor
18 verzichtet werden. Sobald eine Wasserentnahme bei der Warmwasserentnahmestelle
12 festgestellt wird, startet die Pumpe 4 mit der Förderrichtung von der Zentralheizung
14 zur Thermoweiche 19. Das zunächst aus dem Heizungsvorlauf 1 bei der Thermoweiche
19 ankommende kalte Wasser wird nach links in das Kaltwasserreservoir 21 geleitet.
Dadurch füllt sich das Kaltwasserreservoir 21 und das warme Wasser aus dem Warmwasserreservoir
20 strömt in den Wärmetauscher 16, dort in dessen Heizungswasserseite 24. Heizungswasser
und Trinkwasser kommen im Wärmetauscher 16 nicht in direkten Kontakt miteinander.
Es findet lediglich ein Wärmeenergieübergang statt. Auf der Trinkwasserseite 25 des
Wärmetauschers 16 strömt kaltes Wasser aus der Kaltwasserleitung 3 in diesen, und
es verlässt warmes Trinkwasser diesen in Richtung Warmwasserentnahmestelle 12. Um
diesen Vorgang so aufrecht zu erhalten strömt warmes Wasser in entgegengesetzter Richtung
aus dem Warmwasserreservoir 20 des Behälters 5 auf der Heizungswasserseite 24 des
Wärmetauschers 16 in diesen, und es verlässt kaltes Heizungswasser diesen über den
Heizungsrücklauf 2 in Richtung Zentralheizung 14. Die Wärmeenergie des Heizungswassers
wird somit und dabei auf das Trinkwasser übertragen, ohne dass die beiden Wassermengen
unmittelbar miteinander in Kontakt kommen. Wenn warmes Heizungswasser aus der Zentralheizung
14 über den Heizungsvorlauf 1 bei der Thermoweiche 19 ankommt, ist das Warmwasserreservoir
20 gerade entleert, da die Leitungsinhalte und die Größe des Warmwasserreservoirs
20, bzw. des Behälters 5, aufeinander abgestimmt sind. Das Warmwasserreservoir 20
muss mindestens den Leitungsinhalt des Heizungsvorlaufs 1 bevorraten. Das nun ankommende
warme Heizungswasser wird von der Thermoweiche 19 nach rechts unmittelbar zum Wärmetauscher
16 geleitet und kann dort durchgehend Wärmeenergie an das Trinkwasser übertragen.
Das dadurch im Wärmetauscher 16 abgekühlte Heizungswasser zirkuliert durch den Heizungsrücklauf
2 zurück zur Zentralheizung 14. Die Geschwindigkeit des Zirkulierens kann von der
elektrischen Steuerungseinheit 13 mit Hilfe der Pumpe 4 und des Temperaturfühlers
17 ggf. auch moduliert werden. Wird wenig warmes Trinkwasser pro Zeiteinheit benötigt,
so kühlt das warme Heizungswasser im Wärmetauscher 16 weniger stark ab. Entsprechend
langsamer braucht warmes Heizungswasser zum Wärmetauscher 16 strömen.
[0071] Vorzugsweise eine eingestellte Zeitspanne länger als an der Warmwasserentnahmestelle
12 Wasser entnommen wird lässt die Pumpe 4 Heizungswasser zirkulieren. Wenn aber während
dieser eingestellten Zeitspanne kein Wasser mehr an der Warmwasserentnahmestelle 12
entnommen wurde, so stoppt die Pumpe 4 und startet mit umgekehrter Förderrichtung.
Dadurch strömt das zu diesem Zeitpunkt noch warme Heizungswasser aus dem Heizungsrücklauf
2 in den Wärmetauscher 16. Aus der Zentralheizung 14 hingegen strömt Wasser in den
Heizungsrücklauf 2, welches aufgrund der Leitungsanordnung des Heizungsrücklaufs 2
an der Zentralheizung 14, im unteren, kälteren Bereich der Heizungswasserbevorratung,
nur kalt oder lauwarm ist. Das warme Wasser der Heizungswasserseite 24 des Wärmetauschers
16 strömt in das Warmwasserreservoir 20, der Kolben 6 gleitet nach links, das Kaltwasserreservoir
21 entleert sich in den Heizungsvorlauf 1 und schiebt das bis zu diesem Zeitpunkt
im Heizungsvorlauf 1 befindliche warme Wasser in die Zentralheizung 14. Das Rückwärtszirkulieren
stoppt, wenn beim Temperaturfühler 17 lauwarmes statt warmes Wasser aus dem Heizungsrücklauf
2 ankommt. Alternativ kann dies auch mit Hilfe eines zusätzlichen Sensors und einer
damit ermittelten Füllung des Warmwasserreservoirs 20 gesteuert werden. Das Rückwärtszirkulieren
kann auch mit Hilfe von Ventilen und einer Pumpe 4 mit nur einer Förderrichtung erreicht
werden. Ebenso ist auch der Einsatz von zwei Pumpen mit entgegengesetzten Förderrichtungen
möglich.
[0072] Nach diesem Vorgang ist das Warmwasserreservoir 20 mit warmem Wasser gefüllt, ebenso
der Wärmetauscher 16. Aufgrund der guten Isolierung verliert es dort wenig seiner
Wärmeenergie. Diese geringen Wärmeenergieverluste aus Wärmetauscher 16 und Behälter
5 werden erneut durch das Heizelement 7 kompensiert. Während des Zirkulierens des
Heizungswassers durch den Heizungsvorlauf 1, Wärmetauscher 16, Heizungsrücklauf 2
und Zentralheizung 14 wird das Heizelement 7 nicht benötigt und abgeschaltet. Würde
es weiterhin heizen, würde, je nach Anordnung des Heizelements 7 am Behälter 5, das
Wasser im Kaltwasserreservoir 21 ggf. sinnlos erwärmt. Im Heizungsvorlauf 1 befindet
sich kaltes Wasser, was somit auch keine Wärmeverluste verursacht. Auch das Wasser
im Heizungsrücklauf 2 ist nahezu kalt oder höchstens lauwarm, wodurch ebenfalls höchstens
kurzfristig geringe Wärmeenergieverluste verursacht werden. Die Pumpe 4 läuft auch
nur sehr kurz, was wiederum den Stromverbrauch im Vergleich zu einer ständig oder
zumindest täglich lange laufenden Zirkulationspumpe stark reduziert.
[0073] Setzt während der Rückwärtszirkulation erneut eine Wasserentnahme an der Warmwasserentnahmestelle
12 ein, was der Bedarfssensor 18 sofort feststellt, so wird die Rückwärtszirkulation
auch sofort gestoppt und es setzt eine Vorwärtszirkulation ein.
[0074] Die wenigstens eine Pumpe 4 kann auch vorteilhaft an anderer Stelle im Heizungsvorlauf
1 oder Heizungsrücklauf 2 angeordnet werden, beispielsweise bei der Zentralheizung
14. Allerdings ist in diesem Fall eine längere Kommunikationverbindung zwischen der
Steuerungseinheit 13 und der Pumpe 4, oder den Pumpen 4, notwendig.
[0075] In dieser
Figur 2 ist eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Systems gezeigt. Anders
als in Figur 1 hat dieses System zwei Wärmetauscher 16a und 16b, hier zusammen mit
dem Behälter 5 innerhalb der gleichen thermischen Isolierung 23. Dabei stellt der
Wärmetauscher 16a eine gewünschte Puffermenge an warmem Trinkwasser zur Verfügung.
Der Wärmetauscher 16b ist hinreichend leistungsfähig, um wie bei Figur 1 das Trinkwasser
für die Warmwasserentnahmestelle 12 mit Hilfe zirkulierenden Heizungswassers auf die
gewünschte Temperatur zu erwärmen.
[0076] In der Ausgangslage befindet sich kaltes Wasser im Heizungsvorlauf 1 und Heizungsrücklauf
2. Die Wärmetauscher 16a und 16b sind mit warmem Trinkwasser und warmem Heizungswasser
gefüllt. Die Pumpe 4 ruht, das Warmwasserreservoir 20 ist gefüllt und das Kaltwasserreservoir
21 leer, der Kolben 6 somit ganz links.
[0077] Beginnt eine Warmwasserentnahme an der Warmwasserentnahmestelle 12, so startet die
Pumpe 4 aber nicht sofort. Vielmehr startet die Pumpe 4 erst, wenn beim Temperaturfühler
17b eine zu kühle Temperatur des Trinkwassers festgestellt wird. Dann ist der Wärmeenergievorrat
im Wärmetauscher 16a aufgebraucht.
[0078] Das hat den Vorteil, dass nicht bei jeder noch so kleinen Wasserentnahme an der Warmwasserentnahmestelle
12 der gesamte Zirkulationsvorgang angestoßen wird. Vielmehr wartet das System, bis
ein Nachschub an Wärmeenergie durch das Heizungswasser wirklich notwendig wird.
[0079] Anstelle zweier Wärmetauscher 16a und 16b ist es auch möglich einen einzigen, aber
entsprechend größeren Wärmetauscher zu verwenden und den Temperaturfühler 17b an passender
Stelle des Wärmetauschers anzuordnen. Der weitere Ablauf ist zunächst wie zu Figur
1 erläutert. Das warme Heizungswasser aus dem Warmwasserreservoir 20 hilft also die
Zeit zu überbrücken, bis warmes Heizungswasser aus der Zentralheizung 14 durch den
Heizungsvorlauf 1 beim Wärmetauscher 16b ankommt. Es ist somit auch bei dieser Figur
2 eine durchgehende Warmwasserentnahme möglich.
[0080] Durch die einsetzende Vorwärtszirkulation werden beide Wärmetauscher 16a und 16b
vollständig erwärmt, so dass auch wieder eine entsprechende Warmwassermenge als Puffermenge
im Wärmetauscher 16a bevorratet wird. Darüber hinaus wird noch eine Warmwassermenge
in den Heizungsrücklauf 2 befördert, wie es dem Volumen des Behälter 5 entspricht.
[0081] Bei der, wie zu Figur 1 erläuterten, Rückwärtszirkulation wird dann die Heizungswassertemperatur
durch den Temperaturfühler 17a als Signal zum Stoppen der Pumpe 4 genutzt. So ist
auch bei dieser Figur 2 nach dem Ende der Rückwärtszirkulation der Heizungsrücklauf
2 mit höchstens lauwarmem Wasser und der Heizungsvorlauf 1 mit kaltem Wasser gefüllt.
Beide Wärmetauscher 16a und 16b sind vollständig mit warmem Wasser gefüllt, ebenso
wie das Warmwasserreservoir 20.
[0082] Die weiteren Erläuterungen, Hinweise und Alternativanordnungen aus den Erläuterungen
zu Figur 1 gelten auch für diese Figur 2.
[0083] Mit der Bezugsziffer 11.2 ist schematisch dargestellt, welche bei den Wärmetauschern
16a und 16b angeordneten Bestandteile des Systems wenigstens unter den Begriff der
"Wärmetauscherstation" gem. dieser Figur 2 fallen.
[0084] In
Figur 3 ist eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Systems gezeigt. Das System
entspricht größtenteils dem System gem. Figur 1. Es ist allerdings um das normal geschlossene
Ventil 9, das normal offene Ventil 10 und um den Differenzpegel 27 ergänzt. Der Vorteil
ist, dass in dieser Figur 3 der Heizungsrücklauf 2 nicht in etwa dem Heizungsvorlauf
1 bezüglich des Leitungsinhalts entsprechen muss.
[0085] Die Arbeitsweise entspricht zunächst der zu Figur 1 erläuterten. Ein System gem.
Figur 3 ist aber insbesondere geeignet, wenn der Inhalt des Heizungsrücklaufs 2 kleiner
ist als der Inhalt des Heizungsvorlaufs 1. Die Arbeitsweise unterscheidet sich zu
der Arbeitsweise zu Figur 1 allerdings nur durch die Befüllung des Warmwasserreservoirs
20. Während noch die Vorwärtszirkulation stattfindet wird, wenn zu diesem Zeitpunkt
der Bedarfssensor 18 keine Wasserentnahme an der Warmwasserentnahmestelle 12 detektiert,
das Ventil 9 geöffnet und das Ventil 10 geschlossen, aber nur, bis das Warmwasserreservoir
20 bis zum Differenzpegel 27 gefüllt ist. Dieser Differenzpegel 27 ist nach der Differenz
des Leitungsinhalts des Heizungvorlaufs 1 und des Heizungsrücklaufs 2 bestimmt. Ist
der Leitungsinhalt des Heizungsrücklaufs 2 kleiner als der Leitungsinhalt des Heizungsvorlaufs
1, so würde ohne diese Füllung des Warmwasserreservoirs 20 bis zu diesem Differenzpegel
27 das Warmwasserreservoir 20 bei der Rückwärtszirkulation nicht vollständig gefüllt.
[0086] In dieser Figur 3 wird zur Rückwärtszirkulation das Ventil 9 wieder geschlossen und
das Ventil 10 wieder geöffnet. Dadurch wird, zusammen mit der vorherigen Teilfüllung
des Warmwasserreservoirs 20 bis zum Differenzpegel 27, das Warmwasserreservoir 20
vollständig mit warmem Heizungswasser gefüllt, der Heizungsrücklauf 2 ist mit höchstens
lauwarmem Wasser und der Heizungsvorlauf 1 mit kaltem Wasser gefüllt.
[0087] Wann der Kolben 6 den Differenzpegel 27 erreicht kann mit einem Füllstandssensor
29, beispielsweise einem Reedsensor, festgestellt werden, was die Pumpen- und Ventilsteuerung
der Steuerungseinheit 13 zum entsprechenden Steuern befähigt.
[0088] Eine entsprechende Modifizierung des Systems gem. Figur 1 hin zu diesem System gem.
Figur 3 ist auch auf Figur 2 übertragbar. Das ist insbesondere dann notwendig oder
vorteilhaft, wenn auch bei einem System gem. Figur 2 der Heizungsrücklauf 2 einen
kleineren Leitungsinhalt als der Heizungsvorlauf 1 hat.
[0089] In
Figur 4 ist eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Systems gezeigt. Anders
als in den vorherigen Figuren bevorratet in dieser Figur 4 der Behälter 5 in dessen
Warmwasserreservoir 20, in der Ausgangslage eine größere Warmwassermenge. Dadurch
ergibt sich die Möglichkeit, bei einsetzender Wasserentnahme an der Warmwasserentnahmestelle
12 nicht sofort warmes Wasser aus der Zentralheizung 14 in den Heizungsvorlauf 1 strömen
lassen zu müssen. Wie bei einem System gem. Figur 2 wird somit eine gewisse Puffermenge
an warmem Wasser bereit gestellt. Ist diese Puffermenge an warmem Wasser bei Systemen
gem. Figur 2 im Wärmetauscher 16 bevorratet, so befindet sich bei dieser Figur 4 diese
Puffermenge im Behälter 5, bzw. dessen Warmwasserreservoir 20.
[0090] In der Ausgangslage sind Heizungsvorlauf 1 und Heizungsrücklauf 2 kalt, das Warmwasserreservoir
20 ist vollständig mit warmem Wasser gefüllt, das Kaltwasserreservoir 21 somit leer
und der Kolben 6 ganz links, und der Wärmetauscher 16 ist auf beiden Seiten vollständig
mit warmem Wasser gefüllt. Setzt nun eine Wasserentnahme an der Warmwasserentnahmestelle
12 ein, so spricht der Bedarfssensor 18 an. Auch der Temperaturfühler 17 stellt daraufhin
eine Temperaturreduzierung unter einen notwendigen Wert fest. Die Pumpe 4 startet
und befördert warmes Wasser aus dem Warmwasserreservoir 20 durch die geöffneten Ventile
10a und 10b in den Wärmetauscher 16. Wird die erforderliche Temperatur am Temperaturfühler
17 erreicht, so stoppt die Pumpe 4 oder reduziert ihre Förderleistung. Da das Ventil
9a ebenfalls noch geschlossen ist, strömt das abgekühlte Wasser aus dem Wärmetauscher
16 durch Ventil 10c in das Kaltwasserreservoir 21. Das System arbeitet in dieser Art
so lange und oft, bis der Kolben 6 den Pufferpegel 28 passiert, was der Füllstandssensor
29b feststellt. Die bis zu diesem Zeitpunkt dem Warmwasserreservoir 20 entnommene
Warmwassermenge ist eine so genannte Puffermenge. Der große Vorteil einer Puffermenge
ist, dass nicht sofort bei jeder kleinen Wasserentnahme an der Warmwasserentnahmestelle
12 der gesamte Heizungsvorlauf 1 mit warmem Wasser gefüllt werden muss, mit den entsprechenden
Wärmeverlusten.
[0091] Wurde dem Warmwasserreservoir 20 über den Pufferpegel 28 hinaus warmes Wasser entnommen,
ist also die Puffermenge aufgebraucht, so öffnet das Ventil 9a und das Ventil 10c
schließt. Die Pumpe 4 befördert weiterhin warmes Wasser aus dem Warmwasserreservoir
20 in den Wärmetauscher 16, wobei nun kaltes Wasser aus dem Heizungsvorlauf 1, durch
die Thermoweiche 19 geleitet, in das Kaltwasserreservoir 21 strömt. Wenn das Warmwasserreservoir
20 vollständig entleert ist, ist auslegungsbedingt auch bereits warmes Wasser aus
dem Heizungsvorlauf 1 bei der Thermoweiche 19 angekommen. Diese leitet das nun warme
Wasser nach rechts unmittelbar zur Pumpe 4, welche dies weiterhin in den Wärmetauscher
16 befördert. Dieses Fördern wird auf jeden Fall so lange durchgeführt, wie der Bedarfssensor
18 anspricht oder kurz nacheinander anspricht.
[0092] Spricht der Bedarfssensor 18 nicht mehr an, so öffnen die Ventile 9b und 10c, weshalb
das warme Heizungswasser von der Pumpe 4 nun in das Warmwasserreservoir 20 befördert
wird und das Wasser aus dem Kaltwasserreservoir 21 durch den Heizungsrücklauf 2 zur
Zentralheizung 14 strömt. Aber auch dieser Fördervorgang wird nur so lange durchgeführt,
bis der Kolben 6 den sogenannten Differenzpegel 27 erreicht. Dieser Differenzpegel
27 ist bereits zu Figur 3 erläutert worden. Er kompensiert dort einen, im Vergleich
zum Heizungsvorlauf 1, kleineren Leitungsinhalt des Heizungsrücklaufs 2. In dieser
Figur 4 kommt bei der Bestimmung des Differenzpegels 27 zusätzlich die Kompensation
der zuvor entnommenen Puffermenge hinzu.
[0093] Nach einer eingestellten Zeit befördert die Pumpe 4 zunächst erneut eine Zeit lang
warmes Wasser durch den Wärmetauscher 16 und die geöffneten Ventile 10b und 9a. Die
Ventile 9b, 10a und 10c sind dabei geschlossen. Dadurch wird der Heizungsrücklauf
2 mit warmem Wasser gefüllt, oder wieder gefüllt, und das kalte Wasser aus dem Kaltwasserreservoir
21 und dem Heizungsrücklauf 2 gelangt in dei Zentralheizung.
[0094] Anschließend befördert die Pumpe 4 das Heizungswasser nun in entgegengesetzter Richtung,
wobei das Ventil 10c geschlossen bleibt und die Ventile 9c und 10a öffnen. Dadurch
gelangt das im Heizungsrücklauf 2 befindliche warme Wasser, von nahezu kaltem Wasser
aus dem unteren Teil der Zentralheizung 14 verdrängt, in den Wärmetauscher 16, das
warme Wasser daraus in das Warmwasserreservoir 20, das kalte Wasser aus dem Kaltwasserreservoir
21 in den Heizungsvorlauf 1 und das warme Wasser daraus in die Zentralheizung 14.
Lässt sich die Zentralheizung 14 nicht rückwärts durchströmen, so kann ein externer
Auffangbehälter das zurückströmende warme Wasser auffangen und zwischenlagern, und
auch kaltes Wasser rückwärts in den Heizungsrücklauf 2 strömen lassen. Entsprechende
"ZR-Auffangbehälter" sind aus der deutschen Anmeldung AZ
102013008991.3 bekannt, wobei diese dort im Trinkwasserbereich zur Anwendung kommen.
[0095] Die Ausgangslage ist wieder erreicht. Heizungsvorlauf 1 ist mit kaltem Wasser gefüllt,
Heizungsrücklauf 2 mit, wie zu den vorherigen Figuren erläutert, lauwarmem oder kaltem
Wasser aus der Zentralheizung 14, das Warmwasserreservoir 20 des Behälters 5 und der
Wärmetauscher 16 sind mit warmem Wasser gefüllt.
[0096] Im Kolben 6 befinden sich ein ein Rückflussverhinderer und ein Thermoventil 22. Das
Thermoventil 22 lässt nur dann Wasser aus dem Kaltwasserreservoir 21 in das Warmwasserreservoir
20, wenn das Wasser im Kaltwasserreservoir 21 eine entsprechend hohe Temperatur hat.
Dies ist beispielsweise denkbar, wenn nur ein kleiner Teil der möglichen Puffermenge
genutzt wird und danach lange keine weitere Wasserentnahme an der Warmwasserentnahmestelle
12 stattfindet. Im Laufe der Zeit erwärmt sich dann auch das Wasser im Kaltwasserreservoir
21 durch die aus dem Warmwasserreservoir 20 übertretende Wärmeenergie. Alternativ
können Peltierelemente diese Erwärmung des Wassers im Kaltwasserreservoir 21 verhindern
und die Wärmeenergie zurück ins Warmwasserreservoir 20 oder den Wärmetauscher 16 leiten.
Aufgrund der ungünstigen thermischen Effizienz von Peltierelementen und der nicht
vorhandenen Gefahr von Legionellenbildung im Heizungswasserbereich des Systems ist
aber der Einsatz von Thermoelement und Rückflussverhinderer meist vorteilhaft.
[0097] Statt einer Pumpe 4 mit zwei Förderrichtungen können auch zwei Pumpen mit entgegengesetzten
Förderrichtungen angeordnet werden.
[0098] Mit der Bezugsziffer 11.4 ist schematisch dargestellt, welche bei dem Wärmetauscher
16 angeordneten
[0099] Bestandteile des Systems wenigstens unter den Begriff der "Wärmetauscherstation"
gem. dieser Figur 4 fallen.
[0100] In
Figur 5 ist eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Systems gezeigt. Dieses
System ist ähnlich einem System gem. Figur 4. Anders als in den vorherigen Figuren
benötigt die Pumpe 4 nur eine mögliche Förderrichtung, bzw. es ist nur eine Pumpe
4 notwendig. Ferner wird bei einem System gem. dieser Figur 5 warmes Wasser des Heizungsvorlaufs
1 nicht durch kaltes Wasser ersetzt. Dafür ist der Aufbau und der Betrieb des Systems
einfacher gehalten.
[0101] In der Ausgangslage sind Heizungsvorlauf 1 und Heizungsrücklauf 2 mit kaltem Heizungswasser
gefüllt. Der Kolben 6 ist im Behälter 5 ganz links, das Kaltwasserreservoir 21 ist
somit leer und das Warmwasserreservoir 20 somit vollständig gefüllt. Sobald der Bedarfssensor
18 anspricht, startet die Pumpe 4. Beide Ventile 9a und 9b sind in ihrem Ruhezustand,
also geschlossen, und die Ventile 10a und 10b sind ebenfalls in ihrem Ruhezustand,
also geöffnet. Dadurch befördert die Pumpe 4 warmes Heizungswasser aus dem Warmwasserreservoir
20 in den Wärmetauscher 16, genauer gesagt in dessen Heizungswasserseite 24. Der Temperaturfühler
17 kann, wie bei Figur 4, feststellen, ob genügend warmes Heizungswasser durch den
Wärmetauscher 16 strömt um das Trinkwasser hinreichend zu erwärmen, bzw. kann über
die elektronische Steuerungseinheit 13 bei geringerem Wärmeenergiebedarf im Wärmetauscher
16 die Pumpenförderleistung herunter regeln lassen. Das im Wärmetauscher 16 abgekühlte
Heizungswasser strömt wieder in den Behälter 5, diesmal aber in das Kaltwasserreservoir
21. Durch diesen Vorgang, bzw. durch diese Vorgänge, füllt sich das Kaltwasserreservoir
21 und das Warmwasserreservoir 20 leert sich, der Kolben 6 wandert also nach rechts.
Sobald der Füllstandsensor 29a das Erreichen des Pufferpegels 28 detektiert, öffnet
Ventil 9a und Ventil 10a schließt. Das zunächst bei der Thermoweiche 19 ankommende
kalte Wasser aus dem Heizungsvorlauf 1 wird nach links ins Kaltwasserreservoir 21
geleitet. Sobald warmes Heizungswasser aus der Zentralheizung 14 bei der Thermoweiche
19 ankommt strömt dieses nach rechts durch die Pumpe 4 unmittelbar in den Wärmetauscher
16. Mit Hilfe des Temperaturfühlers 17 kann die Pumpe 4 auch dieses Strömen warmen
Heizungswassers regulieren, vorzugsweise stufenlos.
[0102] Wenn und der Bedarfssensor 18 keine Warmwasserentnahme mehr feststellt, schließt
Ventil 10b und Ventil 10a bleibt geschlossen, und Ventil 9b öffnet und Ventil 9a bleibt
geöffnet. Die Pumpe 4 befördert weiterhin mit der gleichen Förderrichtung warmes Heizungswasser,
jetzt aber aus dem Heizungsvorlauf 1 in das Warmwasserreservoir 20. Das Warmwasserreservoir
20 füllt und das Kaltwasserreservoir 21 leert sich vollständig, der Kolben 6 gleitet
demnach wieder ganz nach links. Eine zwischendurch einsetzende Wasserentnahme an der
Warmwasserentnahmestelle 12 würde den Bedarfssensor 18 ansprechen lassen, wodurch
sofort der Wärmetauscher 16 wieder mit warmem Heizungswasser in hinreichender Menge
versorgt würde.
[0103] Sobald der Füllstandsensor 29b die vollständige Füllung des Warmwasserreservoirs
20 detektiert, stoppt die Pumpe 4 und alle Ventile nehmen wieder ihren Ruhezustand
ein. In den Heizungsrücklauf 2 ist nur kaltes oder nahezu kaltes Wasser gelangt. Im
Heizungsvorlauf 1 steht zunächst warmes Heizungswasser. Setzt kurz darauf wieder eine
Warmwasserentnahme ein, so kann dieses warme Heizungswasser ggf. genutzt werden. Andernfalls
kühlt es im Heizungsvorlauf 1 stehend ab.
[0104] Die Funktion des Thermoventils 22 und des Rückflussverhinderers im Kolben 6 ist so
wie zu Figur 4 erläutert.
[0105] Mit der Bezugsziffer 11.5 ist schematisch dargestellt, welche bei dem Wärmetauscher
16 angeordneten Bestandteile des Systems wenigstens unter den Begriff der "Wärmetauscherstation"
gem. dieser Figur 5 fallen.
[0106] In
Figur 6 ist eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Systems gezeigt. Wie in
Figur 2 hat das System in der Nähe der Warmwasserentnahmestelle 12 zwei hintereinander
angeordnete Wärmetauscher 16a und 16b. Im Wärmetauscher 16a wird auch hier die sogenannte
Puffermenge bevorratet. Die bevorratete Wärmeenergiemenge in Wärmetauscher 16b hingegen
ist so bemessen, dass bei einem einsetzenden Nachschub an Heizungswasser aus der Zentralheizung
14 durch den Heizungsvorlauf 1 und die Thermoweiche 19 bis zum Wärmetauscher 16b trotzdem
noch eine durchgehende Warmwasserentnahme an der Warmwasserentnahmestelle 12 gewährleistet
ist. Zu diesem
[0107] Zweck muss der Wärmetauscher 16b entsprechend größer sein als der Wärmetauscher 16b
in Figur 2. Alternativ könnten auch zwei Wärmetauscher die Aufgabe des großen Wärmetauschers
16b übernehmen. Dabei würde davon der eine die Aufgabe übernehmen, die Wärmeenergiemenge
bereit zu stellen die notwendig ist, bis warmes Heizungswasser bei dem anderen Wärmetauscher
ankommt. Dieser andere Wärmetauscher würde somit weder auf seiner Trink-, noch auf
seiner Heizungswasserseite jemals kaltes Wasser bevorraten.
[0108] In der Ausgangslage sind bei einem System gem. dieser Figur 6 der Heizungsvorlauf
1 und der Heizungsrücklauf 2 mit kaltem Heizungswasser gefüllt. Die Pumpe 4 ruht.
Die beiden Wärmetauscher 16a und 16b sind jeweils vollständig mit warmem Wasser gefüllt.
Sie sind in einer thermischen Hülle angeordnet und werden mit Hilfe des Heizelementes
7, der Temperaturfühler 17a und 17b durch die Steuerungseinheit 13 auf der nötigen
Temperatur gehalten. Durch die kompakte Anordnung ist deren Wärmeverlust aber gering.
[0109] In dieser Figur 6 ist zusätzlich ein thermostatischer Mischer 15 angeordnet. Zur
besseren Übersichtlichkeit ist dieser nicht bei allen Figuren eingezeichnet, kann
aber bei allen Systemen vorteilhaft angeordnet und eingesetzt werden. Mit Hilfe dieses
thermostatischen Mischers 15 kann die Warmwassertemperatur besonders konstant gehalten
werden. Wärmetauscher 16, Pumpenförderleistung und Heizungswassertemperatur werden
so eingestellt und dimensioniert, dass deren thermisch mögliche Trinkwassertemperatur
über der am thermostatischen Mischer 15 eingestellten Temperatur liegt. Der thermostatische
Mischer 15 nutzt dann kaltes Trinkwasser um die gewünschte Wassertemperatur an der
Warmwasserentnahmestelle 12 zu erreichen.
[0110] Setzt eine Wasserentnahme an der Warmwasserentnahmestelle 12 ein, so strömt warmes
Trinkwasser aus dem Wärmetauscher 16a in den Wärmetauscher 16b. Sobald der Temperaturfühler
17b einen Temperaturabfall feststellt wird die Pumpe 4 gestartet. Der Bedarfssensor
18 kann helfen eine einsetzende starke Warmwasserentnahme zu detektieren und die Pumpe
4 sofort, ggf. mit voller Leistung, zu starten, ggf. auch schon bevor der Temperaturfühler
17b zu kaltes Trinkwasser detektiert. Die Pumpe 4 könnte auch vorteilhaft an anderer
Stelle im Heizungsvorlauf 1 oder Heizungsrücklauf 2 angeordnet sein, wobei dann eine
längere Kommunikationsverbindung zwischen der Steuerungseinheit 13 und der Pumpe 4
notwendig wäre. Das zunächst kalte Heizungswasser aus dem Heizungsvorlauf 1 wird von
der Thermoweiche 19 nach links über den Heizungsrücklauf 2 zur Zentralheizung geleitet.
Dieser Vorgang könnte vorteilhaft durch eine weitere, ggf. starke, Pumpe 4 in der
Nähe der Zentralheizung 14 unterstützt werden; dies gilt auch für die anderen erfindungsgemäßen
Systeme. Sobald warmes Heizungswasser bei der Thermoweiche 19 ankommt, wird dies zu
den Wärmetauschern 16b und 16a geleitet, wo es zuerst in den Wärmetauscher 16b strömt.
Der Wärmetauscher 16b ist zu diesem Zeitpunkt bereits zum Teil mit zu kaltem Trinkwasser
gefüllt, in dieser Figur 6 auf der Seite zum Wärmetauscher 16a. Das zu diesem Zeitpunkt
aber noch im Wärmetauscher 16b, vorzugsweise einem Plattenwärmetauscher, vorhandene
warme Heizungs- und Trinkwasser, in dieser Figur 6 auf der Seite zum thermostatischen
Mischer 15, ist aber hinreichend viel und hinreichend warm, um mit dem gerade ankommenden
warmen Heizungswasser eine durchgehende Warmwasserentnahme zu gewährleisten. Die Pumpe
4 fördert so lange weiteres warmes Heizungswasser durch die Wärmetauscher 16b und
16a, bis der Temperaturfühler 17a hinreichend warmes Heizungswasser detektiert. Vorteilhaft
wäre eine stufenlose Steuerung der Pumpe 4.
[0111] Die Pumpe 4 kommt also wieder zum Stehen, wenn kein warmes Wasser mehr entnommen
wird und die Wärmetauscher 16a und 16b vollständig mit warmem Wasser gefüllt sind.
Das Wasser im Heizungsrücklauf 2 bleibt immer kalt oder nahezu kalt, verliert somit
auch keine Wärmeenergie. Der Heizungsvorlauf 1 wird mit warmem Heizungswasser gefüllt,
was darin stehend abkühlt. Dies ist aber ein Vorgang der selten stattfindet, da kleine
Warmwasserentnahmen an der Warmwasserentnahmestelle 12 wegen der bereitstehenden Puffermenge
nicht jedesmal zu einem Nachströmen warmen Heizungswassers führen. Somit sind diese
Wärmeverluste des Heizungsvorlaufs 1 gegenüber Wärmeverlusten von Zirkulationssystemen
sehr deutlich reduziert.
[0112] Anstelle der zwei separaten Wärmetauscher 16a und 16b, bzw. der sogar im Text erwähnten
drei separaten Wärmetauscher, kann auch ein großer Wärmetauscher angeordnet werden.
Die Temperaturfühler 17a und 17b werden dann an geeigneter Stelle an, bzw. in dem
Wärmetauscher angeordnet.
[0113] Mit der Bezugsziffer 11.6 ist schematisch dargestellt, welche bei den Wärmetauschern
16a und 16b angeordneten Bestandteile des Systems wenigstens unter den Begriff der
"Wärmetauscherstation" gem. dieser Figur 6 fallen.
[0114] In
Figur 7 ist eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Systems gezeigt. In dieser
Figur 7 wird gezeigt, wie mehr als eine Warmwasserentnahmestelle 12 mit angeordneten
erfindungsgemäßen Wärmetauschern 16 von einer Zentralheizung 14 mit warmem Wasser
versorgt werden können. Im Heizungsvorlauf 1c und im Heizungsrücklauf 2c zirkuliert
in dieser Figur 7 permanent warmes Heizungswasser. Heizungsvorlauf 1c und Heizungsrücklauf
2c stellen somit in dieser Figur 7 zusammen mit der Zentralheizung 14 den Teil des
Systems zur Bereitstellung warmen Heizungswassers dar, welcher in den vorherigen Figuren
durch die Zentralheizung 14 alleine ermöglicht wurde. Die erfindungsgemäße Wärmetauschereinheit
bei der Warmwasserentnahmestelle 12a entspricht in Aufbau und Arbeitsweise dem System
gem. Figur 6, zur besseren Übersichtlichkeit ohne thermostatischem Mischer, und die
erfindungsgemäße Wärmetauschereinheit bei der Warmwasserentnahmestelle 12b entspricht
in Aufbau und Arbeitsweise dem System gem. Figur 5. Dadurch soll stellvertretend gezeigt
werden, dass auch unterschiedliche erfindungsgemäße Systeme als Teil eines Gesamtsystems
nebeneinander arbeiten können. Auch können entsprechende erfindungsgemäße Systeme
an den Heizungsvorlauf 1c und Heizungsrücklauf 2c angeschlossen werden, obgleich andere
Warmwasserentnahmestellen 12, wie in dieser Figur 7 die Warmwasserentnahmestelle 12c
mit dem Wärmetauscher 16d, als Unterzirkulationssysteme von diesen abzweigen. Damit
wird für die Praxis eines Mehrfamilienhauses gezeigt, dass auch einzelne Parteien
ein energiesparendes System für die Versorgung ihrer Wohnung an ein zentrales Zirkulationssystem
anschließen können.
[0115] Ein solches System gem. dieser Figur 7 könnte außerdem auch nahezu beliebig viele
Warmwasserentnahmestellen 12 mit entsprechenden Systemen versorgen.
[0116] Der Hauptteil des Zirkulationssystems, bestehend aus dem Heizungsvorlauf 1c und Heizungsrücklauf
2c, ist in den betreffenden Gebäuden üblicherweise verhältnismäßig kurz, da nur die
Geschosshöhen überwunden werden müssen. Allerdings addieren sich die von den Hauptleitungen
abgehenden Leitungen der Untersysteme zu einer gewaltigen Länge an Warmwasserleitungen,
mit den entsprechenden Wärmeenergieverlusten. Und dort setzen die erfindungsgemäßen
Systeme an und wirken entsprechend energiesparend.
[0117] Durch das relativ geringe Volumen der von den Hauptleitungen abgehenden Unterleitungen
sind auch relativ geringe Volumina für die Wärmetauscher 16 und Behälter 5 notwendig.
[0118] Es sind auch Anordnungen vergleichbar mit dieser gem. Figur 7 möglich, bei denen
eine Pumpe bei der Zentralheizung immer nur im Bedarfsfall startet. Dabei kann diese
Pumpe nur zur Unterstützung der Förderleistung der Pumpen bei den Wärmetauscherstationen
aktiviert werden, oder aber auch als alleinige Förderpumpe. Eine kleine Druckdifferenz
zwischen Heizungsvorlauf und Heizungsrücklauf in Phasen völliger Inaktivität kann
beispielsweise helfen mit einfachen Mitteln einen Bedarfsfall festzustellen, beispielsweise
mit Hilfe von Drucksensoren.
[0119] In
Figur 8 ist eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Systems gezeigt. Dieses
System zeigt beispielhaft die Anordnung der Behälter 5a, 5b und 5c am Hauptstrang
des Heizungsvorlaufs 1e, bestehend aus den Unterabschnitten 1ea, 1eb, 1ec und 1ed.
Diese Behälter 5a bis 5c bevorraten warmes Heizungswasser in ihren Warmwasserreservoirs
20a bis 20c. Aus diesen Warmwasserreservoirs 20a bis 20c beziehen die jeweils dazugehörigen
Wärmetauscherstationen 11.5a bis 11.5c zunächst ggf. notwendiges warmes Heizungswasser.
Dadurch brauchen die Wärmetauscherstationen 11.5a bis 11.5c bei einsetzendem Bedarf
an warmem Heizungswasser nur den jeweilen dazugehörigen Heizungsvorlauf 1a bis 1c
überbrücken, weshalb deren Vorrat an warmem Heizungswasser kleiner ausgelegt werden
kann. In dieser Figur 11 ist jedem Behälter 5a bis 5c nur jeweils eine Wärmetauscherstation
11.5a bis 11.5c nachgeordnet, aber nur aufgrund der besseren Übersichtlichkeit. Grundsätzlich
können jedem Behälter 5 nahezu beliebig viele Wärmetauscherstationen nachgeordnet
oder bei diesen angeordnet werden. Denn der Vorrat an warmem Heizungswasser in den
Warmwasserreservoirs 20 der Behälter 5 sind zur Überbrückung des davor - und nicht
des dahinter - angeordneten Heizungsvorlaufs 1 notwendig und dafür ausgelegt. So muss
das Warmwasserreservoir 20a den Leitungsinhalt an kaltem Heizungswasser des Heizungsvorlaufs
1ea überbrücken können, das Warmwasserreservoir 20b den Leitungsinhalt an kaltem Heizungswasser
des Heizungsvorlaufs 1eb und das Warmwasserreservoir 20c den Leitungsinhalt an kaltem
Heizungswasser des Heizungsvorlaufs 1ec plus 1ed. Die Wärmetauscherstationen 11.5a
bis 11.5c entsprechen in Aufbau und Arbeitsweise der Wärmetauscherstation 11.5 gem.
Figur 5. Da der detailierte Aufbau und die Arbeitsweise in/zu Figur 5 gezeigt und
erläutert werden, wird hier zur besseren Übersichtlichkeit darauf verzichtet. Die
Wärmetauscherstation 11.5a muss den Leitungsinhalt an kaltem Heizungswasser aus dem
Heizungsvorlauf 1a überbrücken können, die Wärmetauscherstation 11.5b muss den Leitungsinhalt
an kaltem Heizungswasser aus dem Heizungsvorlauf 1b überbrücken können, etc.. Für
die Wärmetauscherstation 11.5d kann auf einen vorgeordneten Behälter 5 verzichtet
werden, da sie nahe bei der Zentralheizung 14 angeordnet ist.
[0120] In der Ausgangslage sind alle Heizungsvorläufe 1 und alle Heizungsrücklaufe 2 mit
kaltem Heizungswasser gefüllt, alle Warmwasserreservoirs 20 - am Hauptstrang und in
den Wärmetauscherstationen 11.5 - mit warmem Wasser gefüllt und alle Pumpen, also
die Pumpe 4 und die Pumpen der Wärmetauscherstationen 11.5 ruhen.
[0121] Wird beispielsweise an der Warmwasserentnahmestelle 12c warmes Wasser entnommen,
so nutzt die Wärmetauscherstation 11.5c ggf. zunächst ihre eigene Puffermenge an Wärmeenergie/an
warmem Wasser, wie zu Figur 5 erläutert. Erst wenn diese aufgebraucht ist befördert
die Pumpe der Wärmetauscherstation 11.5c das warme Wasser aus dem Warmwasserreservoir
20c in den Heizungsvorlauf 1c, und zwar so zügig, dass das warme Heizungswasser rechtzeitig
ankommt, damit eine ununterbrochene Warmwasserentnahme gewährleistet ist. Das kalte
Heizungswasser der Wärmetauscherstation 11.5c befördert sie dabei in den Heizungsrücklauf
2c. Durch diesen Pumpevorgang strömt das kalte Heizungswasser aus dem Heizungsrücklauf
2c in den Heizungsrücklauf 2e, weiter durch die Pumpe 4 in die Zentralheizung 14 und
warmes Heizungswasser aus der Zentralheizung 14 in den Heizungsvorlauf 1ed und 1ec;
das zuvor darin befindliche kalte Heizungswasser strömt vor dem warmem Heizungswasser,
durch die Thermoweiche 19c geleitet, in das Kaltwasserreservoir 21c. Das Kaltwasserreservoir
21c füllt sich und das Warmwasserreservoir 20c leert sich, der Kolben 6c gleitet also
nach rechts. Bevor das Warmwasserreservoir 20c vollständig entleert ist, ist auch
das warme Heizungswasser aus der Zentralheizung 14 bei der Thermoweiche 19c angekommen,
da die Größe des Warmwasserreservoirs 20c auf den Leitungsinhalt des Heizungsvorlaufs
1ec plus 1ed abgestimmt ist, wie oben erläutert.
[0122] Durch diesen Pumpevorgang der Pumpe der Wärmetauscherstation 11.5c spricht der Bedarfssensor
18 an und die Steuerungseinheit 13 startet die Pumpe 4. Somit wird die Beförderung
des warmen Heizungswassers zur Wärmetauscherstation 11.5c noch beschleunigt, bzw.
unterstützt. So braucht die Pumpe der Wärmetauscherstation 11.5c nicht so stark ausgelegt
werden, was die Verwendung kleiner und leiser Pumpen begünstigt. Bei der Zentralheizung
14 gibt es in der Regel kein Platz- und Lärmproblem. Bei Verwendung einer besonders
leistungsstarken Pumpe 4 ergibt sich ein weiterer Vorteil. Da die Wärmetauscherstation,
hier beispielhaft die Wärmetauscherstation 11.5c, nur kaltes Heizungswasser in den
Heizungsrücklauf 2c durchlässt - die zu Figur 5 erläuterte Steuerung kann ggf. über
die Pumpensteuerung hinaus durch Ventilsteuerungen entsprechend regulierend eingreifen
- strömt ggf. mehr warmes Heizungswasser aus der Zentralheizung 14 in den Heizungsvorlauf
1ed und 1ec, als zur Wärmetauscherstation 11.5c durchgelassen, also von dieser benötigt,
wird. Durch den Einsatz einer entsprechend starken Pumpe 4 können kleinere Behälter
5 zum Einsatz kommen, da schneller warmes Heizungswasser bei den Behältern 5 ankommt.
[0123] Die überschüssige Warmwassermenge füllt, durch die Pumpe 4 befördert, das Warmwasserreservoir
20c. Das Kaltwasserreservoir 21c leert sich über den Heizungsrücklauf 2e und die Pumpe
4 in die Zentralheizung 14. Sobald das Kaltwasserreservoir 21c vollständig entleert
ist, verschließt der ganz links angekommene Kolben 6c den Wasserausgang vom Kaltwasserreservoir
21c in den Heizungsrücklauf 2e. So versucht das warme Heizungswasser nicht am Kolben
6c vorbei in das Kaltwasserreservoir 21c zu strömen. Noch wichtiger ist dieser Vorgang
des Verschließens des Wasserausgangs vom Kaltwasserreservoir zum Heizungsrücklauf
aber für die nachgeordneten und gleichartigen Behälter 5. Denn ein, wie zuvor erläutert,
durch die Pumpe 4 verursachte Überschuss an warmem Heizungswasser kann so nicht ungewollt
aus dem Warmwasserreservoir 20c über den Heizungsvorlauf 1eb zu dem nachgeordneten
Behälter 5b strömen. Es bleibt somit, wenn nur aus dem Warmwasserreservoir 20c warmes
Heizungswasser entnommen wurde, bei dem Verbleib von kaltem Heizungswasser im Heizungsvorlauf
1eb, wodurch dort keine unerwünschten Wärmeverluste generiert werden.
[0124] Spricht der Bedarfssensor 18 nicht mehr an, weil sowohl das Warmwasserreservoir 20c
vollständig gefüllt ist, als auch die Wärmetauscherstation 11.5c kein warmes Heizungswasser
mehr benötigt, so stoppt die Pumpe 4 wieder. Das warme Heizungswasser in den Heizungsvorläufen
1ed, 1ec und 1c bleibt dort stehen und kühlt aus.
[0125] Die dadurch verursachten Wärmeverluste sind aber deutlich geringer als die Wärmeverluste
von permanent zirkulierenden Heizungswassersystemen, was insbesondere außerhalb der
Heizperiode zum Tragen kommt.
[0126] Der Behälter 5c und der Behälter der Wärmetauscherstation 11.5c sind vollständig
mit warmem Heizungswasser gefüllt, wodurch auch wieder eine vollständige Puffermenge
bereit steht. Kommt es nach kurzer Zeit wieder zu einer Warmwasserentnahme bei der
Warmwasserentnahmestelle 12c, so kann das noch nicht zu sehr ausgekühlt warme Heizungswasser
in den Heizungsvorläufen noch genutzt werden. Die Heizungsrücklaufe ec und 2e wurden
nie mit warmem Heizungswasser gefüllt, können demnach auch keine Wärmeenergie verlieren.
[0127] Wird bei einem der nachgeordneten Warmwasserreservoirs 20b oder 20a warmes Heizungswasser
entnommen, so strömt automatisch und zeitgleich warmes Heizungswasser aus allen jeweils
vorgeordneten Warmwasserreservoirs und der Zentralheizung in den diesen nachgeordneten
Abschnitt des Heizungsvorlaufs 1e. Auch dadurch spricht wieder der Bedarfssensor 18
an, wodurch die Steuerungseinheit 13 wieder die Pumpe 4 startet, wie bereits zuvor
erläutert. Da nun bei allen Behältern 5a am Hauptstrang, bei denen warmes Heizungswasser
aus dem Warmwasserreservoir 20 entnommen wurde, die Kaltwasserreservoirs 21 nicht
mehr ganz leer und die jeweiligen Kolben 6 deshalb nicht mehr ganz links am Anschlag
sind, kann bei diesen Behältern 5 auch kaltes Wasser aus dem Kaltwasserreservoir 21
in den Heizungsrücklauf 2e strömen. Denn die Kolben 6 dieser Behälter 5 verschließen
nun nicht mehr den Ausgang vom Kaltwasserreservoir 21 zum Heizungsrücklauf 2e, wie
bereits zuvor erläutert. Somit kann kaltes Wasser aus dem jeweiligen davor angeordneten
Abschnitt des Heizungsvorlaufs 1e durch das Kaltwasserreservoir 21 in den Heizungsrücklauf
2e strömen und dadurch das Nachströmen von warmem Heizungswasser uneingeschränkt ermöglichen.
Kommt in der Folge warmes Wasser durch den Heizungsvorlauf 1e bei den Thermoweichen
19 der betroffenen Behälter 5 an, so kann dieses, von der Thermoweiche 19 ins Warmwasserreservoir
20 geleitet, weiter in den nachgeordneten Heizungsvorlauf 1e strömen. Dies ist somit
aber nur bis zum letzten Behälter 5 am Heizungsvorlauf 1e möglich, aus dessen Warmwasserreservoir
20 zuvor warmes Wasser entnommen wurde. Dadurch wird auch nur der Teil des Heizungsvorlaufs
1e mit warmem Heizungswasser gefüllt, der zur Versorgung einer entsprechenden Wärmetauscherstation
11.5 notwendigerweise auch mit warmem Wasser gefüllt werden muss. Wurde beispielsweise
an der Wärmetauscherstation 11.5b wegen einer Warmwasserentnahme über die Puffermenge
hinaus Wärmeenergie benötigt, so werden nur die Heizungsvorlaufabschnitte 1ed, 1ec
1eb und 1b vollständig mit warmem Heizungswasser durchströmt. Die Warmwasserreservoirs
20c und 20b und der Heizungswasservorrat in der Wärmetauscherstation 11.5b werden
dann vollständig mit warmem Heizungswasser gefüllt.
[0128] In dieser Figur 11 sind lediglich drei Behälter 5 angeordnet. Grundsätzlich können
aber nahezu beliebig viele Behälter 5 in entsprechender Weise angeordnet werden, mit
nahezu beliebig vielen an diese angeordnete Wärmetauscherstationen. Ferner sind in
dieser Figur 11 nur Wärmetauscherstationen 11.5, also gem. Figur 5, angeordnet. Es
können aber auch andere, in Arbeitsweise und Aufbau zu Aufbau und Arbeitsweise dieser
Behälter 5 passende Wärmetauscherstationen an die Behälter 5 angeordnet werden, wie
beispielsweise Wärmetauscherstationen 11.6 gem. Figur 6. Auch können grundsätzlich
anders arbeitende Wärmetauscherstationen, wie beispielsweise die Wärmetauscherstationen
11.2 oder 11.4 mit anders arbeitenden und anders aufgebauten Behältern 5 mit Anbauteilen
kombiniert werden. Die Möglichkeiten sind so zahlreich und sich aus dem Gesamtzusammenhang
ergebend, dass auf detailierte Darstellung aller Möglichkeiten verzichtet wird und
nur diese Figur 11 beispielhaft näher erläutert wird. Die Heizelemente 7a bis 7c halten
im Ruhezustand die Warmwasserreservoirs 20a bis 20c auf der notwendigen Temperatur,
vorzugsweise temperaturabhängig gesteuert, worauf hier zur besseren Übersichtlichkeit
verzichtet wurde.
[0129] Werden in der Heizperiode der Heizungsvorlauf und der Heizungsrücklauf zwecks Versorgung
von Heizkörpern permanent oder zeitweise, ganz oder teilweise, mit warmem Heizungswasser
durchströmt, so hat dies aber keine negative Auswirkungen auf das System. Ggf. werden
die Warmwasserreservoirs 20a bis 20c permanent mit warmem Heizungswasser durchströmt,
so dass die Heizelemente 7a bis 7c nicht zugeschaltet werden brauchen. Wenn an den
Heizungsvorläufen 1a bis 1d kein Heizkörper betrieben wird, so bleiben diese kalt
und verlieren auch keine Wärmeenergie. Werden an diesen Heizungsvorläufen 1a bis 1d
angeordnete Heizkörper betrieben, so werden auch nur wieder diese dafür notwendigen
Teile dieser Heizungsvorläufe permanent oder zeitweise mit warmem Wasser durchströmt.
Der Rest kann wiederum kalt bleiben. Wird der gesamte Heizungsvorlauf 1 bis zu einer
Wärmetauscherstation 11.5 warm durchströmt, so braucht zu diesen Zeiten in der Wärmetauscherstation
kein Heizelement zugeschaltet werden.
[0130] Die Pumpe in den Wärmetauscherstationen kann aber, ggf. zusammen mit der Pumpe 4,
den Heizungswasserdurchsatz bei Bedarf zu erhöhen helfen, wodurch das gesamte Heizungssystem
ggf. vorzugsweise mit einer niedrigeren Temperatur betrieben werden kann, was auch
wiederum hilft Energie zu sparen.
[0131] In
Figur 9 ist eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Systems gezeigt. Die Arbeitsweise
und der Aufbau entsprechen in weiten Teilen dem System gem. Figur 8. In dieser Figur
9 sind bei den Behältern 5a bis 5c aber keine Heizelemente angeordnet, welche das
warme Wasser in den Warmwasserreservoirs 20a bis 20c auf der gewünschten und notwendigen
Temperatur halten. Stattdessen sind Thermoventile 22a bis 22c angeordnet, welche dann
öffnen, wenn die Temperatur im dazugehörigen Warmwasserreservoir 20 unter eine bestimmte
Temperatur fällt. Dadurch kann das Wasser aus dem Warmwasserreservoir ins Kaltwasserreservoir,
bzw. direkt in den Heizungsrücklauf 2e strömen. Umgekehrt kann aber kein Wasser aus
dem Kaltwasserreservoir durch dieses Thermoventil ins Warmwasserreservoir strömen.
Dieses Strömen wird ggf. bereits durch eine dann einsetzende Schwerkraftzirkulation
oder aber durch regelmäßige sehr kurze Pumpversuche der Pumpe 4 in kurzen Abständen
erreicht. Ist beispielsweise die Temperatur im Warmwasserreservoir 20b unter den gewünschten
und eingestellten Wert gesunken, so kann dieses Wasser durch das geöffnete Thermoventil
22b zum Heizungsrücklauf 2e strömen. Dadurch strömt kaltes Wasser - das Wasser im
Heizungsvorlauf kühlt deutlich schneller ab als das Wasser im thermisch gut isolierten
Warmwasserreservoir - aus dem Heizungsvorlauf 1eb in das Kaltwasserreservoir 21b.
Entweder strömt es dort, abhängig von der genauen Position des Kolbens 6b, direkt
weiter in den Heizungsrücklauf 2e, oder aber der Kolben 6b wandert zuerst minimal
nach rechts, eine minimale Wassermenge aus dem Warmwasserreservoir 20b strömt durch
das Thermoventil 22b in den Heizungsrücklauf 2e und erst dann kann das kalte Wasser
direkt in den Heizungsrücklauf strömen. Warmes Wasser aus dem Warmwasserreservoir
20c strömt in den Heizungsvorlauf 1eb, wodurch der Kolben 6c ebenfalls nach rechts
gleitet. Aus der Zentralheizung 14 strömt dadurch wiederum warmes Wasser durch den
Heizungsvorlauf 1ed und 1ec zum Behälter 5c. Wenn alle Heizungsvorlaufabschnitte 1ed,
1ec und 1eb mit warmem Wasser gefüllt sind, werden durch den Warmwassernachschub die
Warmwasserreservoirs 20b und 20c vollständig mit warmem Wasser gefüllt, welches nun
wieder hinreichend warm ist, denn das Thermoventil 22b schließt ja erst wieder, wenn
das ankommende warme Heizungswasser die notwendige Temperatur aufweist. In der Regel
wird dadurch das komplette Wasser aus dem Warmwasserreservoir 20b in den Heizungsrücklauf
2e geleitet. Wenn das Wasser im Warmwasserreservoir 20c zuvor auch fast zu kalt war,
so wird es nun ebenfalls in den Heizungsrücklauf 2e strömen, egal ob es von der Thermoweiche
19b ins Kaltwasserreservoir 21b oder ins Warmwasserreservoir 20b geleitet wurde. Denn
diese Wassermenge ist diejenige, welche zuerst bei dem Behälter 5b ankommt und auf
ihrem Weg in und durch den Heizungsvorlauf 1eb zusätzlich abgekühlt wurde.
[0132] Solche Anordnungen ohne Heizelement aber mit Thermoventil eignen sich besonders,
wenn bei den Behältern 5a bis 5c keine Stromversorgung darstellbar oder nicht gewünscht
ist. Außerdem kann eine solche Anordnung bei kurzen Heizungsvorlaufabschnitten 1ea
bis 1ed vorteilhaft sein.
[0133] Ferner können beide Arten von Behälter 5, mit Heizelement 7 und mit Thermoventil
22, in einem System angeordnet werden. Die Pumpe 4 muss dann entsprechende Pumpversuche
für die Behälter 5 ohne Heizelement 7 starten.
[0134] In dieser
Figur 10 ist eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Systems gezeigt. In der
Ausgangslage ist das Warmwasserreservoir 20 vollständig mit warmem Wasser gefüllt,
das Kaltwasserreservoir 21 ist leer, die Trennvorrichtung 6 ist entsprechend ganz
links, die Pumpe 4 ruht und die Ventile 9a und 9b sind geschlossen. Sowohl im Heizungsvorlauf
1, als auch im Heizungsrücklauf 2 steht kaltes Heizungswasser. Dadurch kommt es bei
diesen Leitungen nicht zu den bekannten Wärmeenergieverlusten herkömmlicher Wärmetauscherstationen.
[0135] Wird an der Warmwasserentnahmestelle 12 warmes Wasser entnommen, so sinkt durch nachfließendes
kaltes Wasser aus Kaltwasserleitung 3 und dem dadurch ausgelösten Wärmetransfer von
der Heizungswasserseite 24 in die Trinkwasserseite 25 auch die Wassertemperatur auf
der Heizungswasserseite 24 des Wärmetauschers 16, und zwar zuerst nahe des Zulaufs
des kalten Wassers aus der Kaltwasserleitung 3 in den Wärmetauscher 16. Wenn der Temperaturfühler
17 einen entsprechenden Temperaturabfall detektiert, so startet die Steuerungseinheit
13 die Pumpe 4 und öffnet das Ventil 9b. Ist der Wärmetauscher 16 leistungsfähiger
ausgelegt als er mindestens sein muss, so kann die Steuerungseinheit 13 damit aber
auch warten, bis ein festgelegtes Temperaturniveau unterschritten wird. Dadurch könnte
erreicht werden, dass die Steuerungseinheit 13 den Pumpenstart und somit den Heizungswassernachschub
nicht bereits bei sehr kleinen Warmwasserentnahmen startet. Alternativ zu einem leistungsfähigen
Wärmetauscher 16 können, wie in anderen Figuren bereits gezeigt, auch zwei Wärmetauscher
hintereinander angeordnet werden. Der Temperaturfühler 17 könnte dann beispielsweise
zwischen den Wärmetauschern angeordnet werden.
[0136] Wurde nur eine kleine Warmwassermenge an der Warmwasserentnahmestelle 12 entnommen
und deshalb durch die Steuerungseinheit 13 noch kein Nachschub warmen Heizungswassers
eingeleitet, so würde mit Hilfe des Heizelementes 7 innerhalb der thermischen Isolierung
23 wieder das gewünschte und eingestellte Temperaturniveau erreicht werden. Kommt
es aber nach sehr kurzer Zeit zu einer weiteren Warmwasserentnahme, so wird das Temperaturniveau
beim Temperaturfühler 17 schneller unterschritten und der Nachschub an warmem Heizungswasser
setzt nun doch ein.
[0137] Wenn die Steuerungseinheit 13 die Pumpe 4 gestartet und das Ventil 9b geöffnet hat,
strömt das zunächst kalte Heizungswasser aus dem Heizungsvorlauf 1, durch die Thermoweiche
19 geleitet, in das Kaltwasserreservoir 21 des Behälters 5 und warmes Wasser aus dem
Warmwasserreservoir 20 des Behälters 5 in die Heizungswasserseite 24 des Wärmetauschers
16. Die Trennvorrichtung 6 zwischen warmem und kaltem Wasser im Behälter 5 bewegt
sich entsprechend. Sobald hinreichend warmes Heizungswasser durch den Heizungsvorlauf
1 bei der Thermoweiche 19 ankommt schaltet diese um und leitet, da Ventil 9b geöffnet
und Ventil 9a geschlossen ist, dieses warme Heizungswasser direkt in Richtung Wärmetauscher
16 um. Das Volumen des Warmwasserreservoirs 20 ist auf den Leitungsinhalt des Heizungsvorlaufs
1 bezüglich Mindestgröße abgestimmt. Somit ist eine durchgehende Versorgung des Wärmetauschers
16 mit hinreichend warmem Heizungswasser gegeben, wodurch wiederum eine durchgehende
Entnahme von warmem Wasser an der Warmwasserentnahmestelle 12 gewährleistet wird.
[0138] Findet keine Entnahme von warmem Wasser an der Warmwasserentnahmestelle 12 mehr statt,
so erreicht die Heizungswassertemperatur beim Temperaturfühler 17 schnell wieder den
eingestellten Sollwert. Wird dieser Sollwert erreicht, so schließt die Steuerungseinheit
13 das Ventil 9b und öffnet Ventil 9a. Das warme Heizungswasser wird nun ins Warmwasserreservoir
20 geleitet und drückt das kalte Wasser aus dem Kaltwasserreservoir 21 in den Heizungsrücklauf
2. Die Trennvorrichtung 6 wandert wieder entsprechend. Ist das Kaltwasserreservoir
21 vollständig entleert, so schließt auch Ventil 9a und die Pumpe 4 stoppt. Dies stellt
der Fließsensor 18 für die Steuerungseinheit 13 sehr schnell fest, da die Pumpe 4
arbeitet ohne das der Fließsensor 18 anspricht. Es wird keine weitere Wärmeenergie
in Form warmem Heizungswassers in Richtung Wärmetauscher 16 oder Behälter 5 befördert.
Die Pumpe 4 ruht und verbraucht somit ebenfalls keine Energie.
[0139] Wird an der Warmwasserentnahmestelle 12 zwar über einen längeren Zeitraum aber mit
geringem Volumenstrom warmes Wasser entnommen, so schaltet die Steuerungseinheit 13
bereits während die Entnahme noch stattfindet die Ventile 9a und 9b in vergleichbarer
Weise. Wird im Wärmetauscher 16 mehr warmes Wasser benötigt so öffnet das Ventil 9b;
wenn nicht, so nutzt die Steuerungseinheit 13 diese Zeit um das Warmwasserreservoir
20 wieder vollständig zu füllen. Zusätzlich kann optional die Fördermenge der Pumpe
4 ggf. noch gesteuert werden.
[0140] Durch die Arbeitsweise gem. dieser Figur 13 bleibt nach dem Arbeitszyklus warmes
Heizungswasser im Heizungsvorlauf 1 stehen. Durch die bereit gestellte Puffermenge
findet der Arbeitszyklus aber nur selten statt. Zudem sind Aufbau und Arbeitsweise
sehr einfach gehalten, was die Herstellung oder die Nachrüstbarkeit an bestehende
Wärmetauscher sehr einfach macht. Gem. beschriebener Arbeitsweise und gezeigtem Aufbau
bleiben nie sowohl kaltes als auch warmes Heizungswasser im Behälter 5 nur durch die
Trennvorrichtung 6 getrennt stehen. Somit ist auch keine technisch anspruchsvolle
Trennvorrichtung 6 notwendig. Eine einfache Membran ohne besondere thermische Isoliereigenschaften
ist vollkommen hinreichend, wodurch auch die Pumpe 4 wiederum mit bereits geringen
Drücken arbeiten kann.
[0141] Auch diese Ausführung gem. Fig. 10 kann, wie andere Ausführungen gem. anderer Figuren
auch, entsprechend kombiniert und in Reihe arbeitend angeordnet werden. Eine System
mit mehreren solchen Anordnungen gem. dieser Fig. 10, welche von einem in Heizperioden
permanent zirkulierendem Heizungshauptstrang abgehen, wird insbesondere in großen
Gebäuden vorteilhaft einsetzbar sein. Wenn der Behälter 5 auf den Fall eines nicht
zirkulierenden Heizungshauptstrangs ausgelegt ist, so wird er während der Heizperiode
entsprechend weniger entleert.
[0142] In
Figur 11 ist eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Systems gezeigt. Auch wenn
sich die Ausführungen zu dieser Figur 11 auf eine Wärmetauscherstation zur Trinkwassererwärmung
in Gebäuden beziehen, so ist ein solches System ganz allgemein auf nicht permanent
voll ausgelastete Systeme zur Übertragung von Wärmeenergie von einer Flüssigkeit auf
eine andere Flüssigkeit anwendbar. Also ist ein solches System sowohl zur Wärmeenergiezuführung,
als auch zum Wärmeenergieabtransport einsetzbar. Ggf. muss der Behälter 5 anders herum
angeordnet werden, da sich die wärmere Flüssigkeit aufgrund der geringeren Dichte
im Behälter 5 oben anlagert.
[0143] In dieser Figur 11 ist ein Behälter 5 bei dem Wärmetauscher 16 angeordnet, der allerdings
keine feste Trennvorrichtung zwischen der warmen und kalten Flüssigkeit aufweist,
also keinen Kolben, keine Membran oder ähnliches. Das kalte Heizungswasser befindet
sich unten und das warme Heizungswasser befindet sich oben im Behälter 5. Es handelt
sich bei diesem also um einen Schichtenspeicher, wie er in großer Ausführung bei Heizungssystemen
eingesetzt wird. Ferner zeichnet sich das erfindungsgemäße System in dieser Figur
11 durch einen thermostatischen Mischer 15 im Heizungswasserbereich aus. Dieser sorgt,
wie in der allgemeinen Beschreibung bereits erläutert, dafür, dass immer Heizungswasser
mit der gleichen Temperatur in den Wärmetauscher 16 gelangt. Der Behälter 5 bevorratet
mehr Wärmeenergie in Form einer größeren Menge warmen Heizungswassers, als es im Heizungsvorlauf
1 maximal dauern kann, bis warmes Heizungswasser aus der Zentralheizung 14 bei der
Wärmetauscherstation so warm ankommt, dass der Wärmetauscher 16 durchgehend mit hinreichend
warmem Heizungswasser versorgt wird. Dadurch kann der Behälter 5 eine Puffermenge
an Wärmeenergie bereit stellen.
[0144] Ein erfindungsgemäßes System gem. dieser Figur 11 stellt aber auch ohne eine zusätzliche
Puffermenge im Behälter 5 durchgehend warmes Trinkwasser zur Verfügung.
[0145] Die beiden zuvor genannten besonderen Merkmale in dieser Figur 11 - Schichtenspeicher
und thermostatischer Mischer für das Heizungswasser - sind aber funktional unabhängig
voneinander. Es könnte auch bei Einsatz eines thermostatischen Mischers 15 für das
Heizungswasser ein Behälter 5 mit einer Trennvorrichtung eingesetzt werden. Ebenso
könnte ein Behälter 5 als Schichtenspeicher zum Einsatz kommen, obgleich kein thermostatischer
Mischer für das Heizungswasser vorhanden ist. Ferner könnte auch bei dieser Figur
11 ein thermostatischer Mischer für das Trinkwasser zum Einsatz kommen. Eine solche
Ausführungsform gem. dieser Figur 11 ist ebenfalls in komplexe erfindungsgemäße Systeme
mit zahlreichen Wärmetauscherstationen und auch in erfindungsgemäße Systeme mit permanent
zirkulierendem Heizungshauptstrang einsetzbar.
[0146] In der Ausgangslage ist der Behälter 5 vollständig mit warmem Heizungswasser gefüllt.
Im Heizungsvorlauf 1, im Heizungsrücklauf 2 und in der Kaltwasserleitung 3 steht jeweils
kaltes Wasser. Die Pumpe 4b ruht. Die Ventile 9a und 9b sind geschlossen und das Ventil
10 ist geöffnet. Sobald an der Warmwasserentnahmestelle 12 Wasser entnommen wird,
stellt der Temperaturfühler 17a einen Temperaturabfall fest, woraufhin die Steuerungseinheit
13 die Pumpe 4b startet. Das Heizungswasser im Behälter 5 und aus der Zentralheizung
14 ist vorzugsweise etwas wärmer als die beim thermostatischen Mischer 15 eingestellte
Mindesttemperatur des Heizungswassers für den Wärmetauscher 16, wodurch auch geringe
Temperaturschwankungen in der Heizungswasserversorgung ausgeglichen werden können.
Das kühlere Heizungswasser welches den Wärmetauscher 16 verlässt, wird von der Pumpe
4b nun durch das geöffnete Ventile 10 in den Behälter 5 befördert, welcher mit Hilfe
der für Schichtenspeicher bekannten Vorrichtungen eine Durchmischung von kaltem und
warmem Heizungswasser auf ein Minimum reduziert oder vorzugsweise ganz verhindert.
So bleibt das kalte Wasser unten und das warme Wasser oben. Das warme Wasser aus dem
oberen Teil des Behälters 5 strömt nun zum thermostatischen Mischer 15. Vom thermostatischen
Mischer 15 zusätzlich benötigtes kälteres Wasser wird von der Pumpe 4b ebenfalls durch
einen Rückflussverhinderer zum Kaltwassereingang des thermostatischen Mischers befördert.
Sobald/falls der Temperaturfühler 17a wieder die normale warme Temperatur detektiert,
stoppt bzw. unterbricht die Pumpe 4b diesen Fördervorgang. Vorzugsweise kann eine
von der Steuerungseinheit 13 - vorzugsweise stufenlos - regulierbare Pumpe als Pumpe
4b angeordnet werden. Sobald auch der Temperaturfühler 17b nun unter ein bestimmtes
Temperaturniveau fällt ist die Puffermenge - also der zusätzliche Wärmeenergievorrat
im Behälter 5 - aufgebraucht. Nun muss warmes Heizungswasser von der Zentralheizung
14 in Richtung Wärmetauscher 16 befördert werden. Das Ventil 10 wird nun geschlossen
und das Ventil 9a geöffnet. Eine Pumpe 4a bei der Zentralheizung 14, beispielsweise
die üblicherweise bei Zentralheizungen angeordnete Heizungsumwälzpumpe, unterstützt
ggf. die Pumpe 4b und beschleunigt das Strömen von warmem Heizungswasser durch den
Heizungsvorlauf 1 zum Wärmetauscher 16. Solange noch kaltes Wasser an der Thermoweiche
19 ankommt, wird dieses in den unteren, kälteren Bereich des Behälters 5 geleitet.
So strömt weiterhin warmes Heizungswasser aus dem Behälter 5 durch den thermostatischen
Mischer 15 in den Wärmetauscher 16. Wenn warmes Heizungswasser bei der Thermoweiche
19 ankommt, ist das warme Wasser im Behälter 5 noch nicht vollständig aufgebraucht.
Die Thermoweiche 19 schaltet um und leitet nun das warme Heizungswasser direkt zum
thermostatischen Mischer 15. So ist eine durchgehende und gleichmäßige Versorgung
des Wärmetauschers 16 mit warmem Heizungswasser gewährleistet. Ggf. für den thermostatischen
Mischer 15 noch benötigtes kälteres Heizungswasser erhält dieser, durch die Pumpe
4a befördert, immer noch vom den Wärmetauschers 16 kühler verlassenden Heizungswasser.
Wie zuvor erläutert, stoppt die Pumpe 4b - oder es wird dessen Fördermenge hinreichend
reduziert - auch jetzt noch immer dann, wenn der Temperaturfühler 17a warmes Heizungswasser
detektiert; ggf. muss auch das Ventil 9a vorzugsweise geschlossen werden, damit kein
warmes Heizungswasser in den Heizungsrücklauf 2 gelangt. Wenn dies der Fall ist, so
kann in diesen Phasen, oder aber spätestens nach dem Ende der Warmwasserentnahme an
der Warmwasserentnahmestelle 12, durch Öffnung von Venil 9b der Behälter 5 von oben
nach unten mit warmem Heizungswasser gefüllt werden. Die Steuerungseinheit 13 stellt
mit Hilfe des Temperaturfühlers 17c die vollständige Füllung des Behälter 5 mit warmem
Heizungswasser fest und schließt das Ventil 9b. Dieser Vorgang kann mit Unterstützung
der Pumpe 4a geschehen, oder aber allein aufgrund von Schweikraftzirkulation. Denn
das schwerere kalte Heizungswasser im Heizungsrücklauf 2 sinkt in Richtung Zentralheizung
14 und das warme Heizungswasser im Heizungsvorlauf 1 steigt in Richtung Behälter 5.
Bei der reinen Füllung des Behälters 5 ist aber zu beachten, dass dieser Vorgang nicht
durch einen zu hohen Fließwiderstand des geöffneten Ventils 9b verhindert oder zu
sehr erschwert wird.
[0147] Die Ausgangslage ist wieder hergestellt, aber mit dem Unterschied, dass kurzzeitig
warmes Heizungswasser im Heizungsvorlauf 1 steht. Mit einem weiteren Temperaturfühler
könnte die Heizungswassertemperatur im Heizungsvorlauf 1 ggf. festgestellt werden.
Ist diese beim Einsetzen der nächsten Warmwasserentnahme noch hoch genug, so würde
die Steuerungseinheit 13 die Pumpe 4b und die Venile wieder so, wie es zu dem Zustand
nach dem Aufbrauchen der Puffermenge oben bereits erläutert wurde, steuern.
[0148] Um diesen Energieverlust des im Heizungsvorlauf 1 stehenden und dort auskühlenden
Wassers zu verhindern, kann auch bei einem erfindungsgemäßes System gem. dieser Figur
14 - wie schon zu anderen Figuren gezeigt - um die Fähigkeit erweitert werden, dass
das warme Heizungswasser im Heizungsvorlauf 1 durch kaltes Heizungswasser ersetzt
wird. Das warme Heizungswasser kann dann beispielsweise im Behälter 5 im Zusammenhang
mit dessen erneuter Füllung aufgefangen werden.
Liste der Bezugsziffern
[0149]
- 1
- Heizungsvorlauf
- 1a -1e, 1ea -1ed
- Heizungsvorlaufabschnitt
- 2
- Heizungsrücklauf
- 2a - 2e
- Heizungsrücklaufabschnitt
- 3
- Kaltwasserleitung
- 4, 4a - 4c
- Pumpe
- 5, 5a - 5c
- Behälter, mit 20 und 21
- 6, 6a - 6c
- Kolben, Trennvorrichtung
- 7, 7a - 7b
- Heizelement
- 8
- Rückflussverhinderer
- 9, 9a - 9d
- Elektroventil, stromlos geschlossen (NC)
- 10, 10a - 10c
- Elektroventil, stromlos geöffnet (NO)
- 11.
- Wärmetauscherstation mit 16, Wärmeenergiebevorratung und weiteren Komponenten
- 11.2
- Wärmetauscherstation gem. Figur 2
- 11.4
- Wärmetauscherstation gem. Figur 4
- 11.5, 11.5a -11.5d
- Wärmetauscherstation gem. Figur 5
- 11.6
- Wärmetauscherstation gem. Figur 6
- 11.10
- Wärmetauscherstation gem. Figur 10
- 12, 12a - 12d
- Warmwasserentnahmestelle
- 13, 13a - 13c
- Steuerungseinheit
- 14
- Zentralheizung
- 15
- thermostatischer Mischer
- 16, 16a - 16d
- Wärmetauscher, Wärmeübertragungsvorrichtung
- 17, 17a - 17c
- Temperaturfühler
- 18, 18a - 18c
- Bedarfssensor; z.B. Fließsensor
- 19, 19a - 19c
- Thermoweiche
- 20, 20a - 20c
- Warmwasserreservoir/ Reservoir für warme Flüssigkeit
- 21, 21a- 21c
- Kaltwasserreservoir/ Reservoir für kalte Flüssigkeit
- 22, 22a - 22c
- Thermoventil
- 23, 23a, 23b
- thermische Isolierung
- 24, 24a - 24d
- Heizungswasserseite des Wärmetauschers
- 25, 25a - 25d
- Trinkwasserseite des Wärmetauschers
- 26, 26a - 26c
- elektrische Kabelverbindung
- 27
- Differenzpegel
- 28
- Pufferpegel
- 29, 29a, 29b
- Füllstandsensor
1. System zur Übertragung von Wärmeenergie von einer Hilfsflüssigkeit als Wärmeenergieabgeber
auf eine kältere, zu erwärmende Flüssigkeit als Wärmeenergieaufnehmer mit Hilfe wenigstens
einer Wärmeübertragungsvorrichtung (16) in einem Leitungssystem zur Bereitstellung
erwärmter Flüssigkeit, bei dem die in der Wärmeübertragungsvorrichtung (16) erwärmte
Flüssigkeit bei einem einsetzenden Bedarf an dieser rasch, vorzugsweise sofort, und
durchgehend, vorzugsweise ohne Temperaturschwankungen, bereit gestellt wird,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) während einer Zeitspanne ohne Bedarf an in der Wärmeübertragungsvorrichtung (16)
erwärmten Flüssigkeit braucht kein permanentes Strömen der als Wärmeenergieabgeber
dienenden Hilfsflüssigkeit zur Wärmeübertragungsvorrichtung (16) stattfinden,
b) eine Wärmeenergiemenge wird durch die als Wärmeenergieabgeber dienende Hilfsflüssigkeit bereit gestellt und zur Bevorratung
gespeichert, vorzugsweise in oder in der Nähe der Wärmeübertragungsvorrichtung (16),
c) ein Nachschub an Wärmeenergie durch die als Wärmeenergieabgeber dienende Hilfsflüssigkeit setzt so rechtzeitig und so
schnell ein, vorzugsweise aber erst nach einsetzendem Bedarf an erwärmter Flüssigkeit,
dass hinreichend schnell Wärmeenergie bei der Wärmeübertragungsvorrichtung (16) ankommt,
bevor ein Verbrauchen des Wärmeenergievorrates zu einer nicht hinreichenden Erwärmung
der zu erwärmenden Flüssigkeit führt.
2. System zur Übertragung von Wärmeenergie von einer herunter zu kühlenden Flüssigkeit
auf eine kältere Wärmeenergieabtransportflüssigkeit als Hilfsflüssigkeit mit Hilfe
wenigstens einer Wärmeübertragungsvorrichtung (16) in einem Leitungssystem zur Bereitstellung
dieser so heruntergekühlten Flüssigkeit, bei dem die in der Wärmeübertragungsvorrichtung
(16) heruntergekühlte Flüssigkeit bei einem einsetzenden Bedarf an dieser rasch, vorzugsweise
sofort, und durchgehend, vorzugsweise ohne Temperaturschwankungen, bereit gestellt
wird,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) während einer Zeitspanne ohne Bedarf an dieser in der Wärmeübertragungsvorrichtung
(16) heruntergekühlten Flüssigkeit braucht kein permanentes Strömen der kälteren Wärmeenergieabtransportflüssigkeit
zur Wärmeübertragungsvorrichtung (16) stattfinden,
b) eine Wärmeenergieaufnahmemöglichkeit wird durch die Wärmeenergieabtransportflüssigkeit bereit gestellt und zur Bevorratung gespeichert,
vorzugsweise in oder in der Nähe der Wärmeübertragungsvorrichtung (16),
c) ein Abtransport an Wärmeenergie durch die Wärmeenergieabtransportflüssigkeit als Hilfsflüssigkeit setzt rechtzeitig und
schnell genug ein, vorzugsweise aber erst nach einsetzendem Bedarf an heruntergekühlter
Flüssigkeit, bevor ein Erschöpfen der Bevorratung an Wärmeenergieaufnahmemöglichkeit
zu einer nicht hinreichenden Herunterkühlung der herunter zu kühlenden Flüssigkeit
führt.
3. System nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Bevorratung in Form von Bevorratung einer Menge der Flüssigkeit ermöglicht wird,
die in der Wärmeübertragungsvorrichtung (16) dem Abgeben von Wärmeenergie dient.
4. System nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Bevorratung in Form von Bevorratung einer Menge der Flüssigkeit ermöglicht wird,
die in der Wärmeübertragungsvorrichtung (16) dem Aufnehmen von Wärmeenergie dient.
5. System zur Erwärmung von Trinkwasser in einer Wärmetauscherstation (11), welche Wärmetauscher
(16) als Wärmeübertragungsvorrichtung (16) nutzen und welche vorzugsweise nahe einer
Warmwasserentnahmestelle (12) angeordnet sind, bei denen kaltes Trinkwasser durch
warmes Heizungswasser als Hilfsflüssigkeit erwärmt werden kann,
dadurch gekennzeichnet, dass
durch hinreichende Bevorratung warmen Trinkwassers bei der Wärmetauscherstation (11)
und, vorzugsweise bedarfsgesteuert, rechtzeitiges Ankommen von hinreichend viel Wärmeenergie
in Form von warmem Heizungswasser bei der Wärmetauscherstation (11) eine durchgehende
und jederzeitige Bereitstellung warmen Trinkwassers gewährleistet ist, auch ohne permanentes
Zirkulieren warmen Heizungswassers insbesondere in den Zeitspannen, in denen kein
Bedarf an warmem Trinkwasser besteht, aber jederzeit einsetzen kann.
6. System zur Erwärmung von Trinkwasser mittels Wärmetauscherstationen (11), welche Wärmetauscher
(16) als Wärmeübertragungsvorrichtung (16) nutzen und welche vorzugsweise nahe einer
Warmwasserentnahmestelle (12) angeordnet sind, bei denen kaltes Trinkwasser durch
warmes Heizungswasser als Hilfsflüssigkeit erwärmt werden kann,
dadurch gekennzeichnet, dass
durch hinreichende Bevorratung von Wärmeenergie mit Hilfe warmen Heizungswassers bei
der Wärmetauscherstation (11) und, vorzugsweise bedarfsgesteuert, rechtzeitiges Ankommen
von hinreichend viel Wärmeenergie in Form von warmem Heizungswasser bei der Wärmetauscherstation
(11) eine durchgehende und jederzeitige Bereitstellung warmen Trinkwassers gewährleistet
ist, auch ohne permanentes Zirkulieren warmen Heizungswassers insbesondere in den
Zeitspannen, in denen kein Bedarf an warmem Trinkwasser besteht, aber jederzeit einsetzen
kann.
7. System nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Wärmeenergievorrat in Form eines Flüssigkeitsvorrates in einer Wärmeübertragungsvorrichtung
(16) bevorratet wird.
8. System nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) der Wärmeenergievorrat wird in Form eines Flüssigkeitsvorrates in einem separaten
Behälter (5) bevorratet,
b) dieser Behälter (5) weist ein Reservoir für warme Flüssigkeit (20) und vorzugsweise
ein Reservoir für kalte Flüssigkeit (21) auf oder bevorratet die Flüssigkeit thermisch
durch Schichtung differenziert,
c) der Vorrat an warmer Flüssigkeit (20) wird thermisch getrennt, vorzugsweise isoliert,
bevorratet,
d) das Reservoir für kalte Flüssigkeit (21) ist druckmäßig/hydraulisch nicht vom Reservoir
für warme Flüssigkeit (20) isoliert angeordnet.
9. System nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die in der Wärmeübertragungsvorrichtung (16) und die für die Wärmeübertragungsvorrichtung
(16) bevorrateten Flüssigkeitsmengen mit Hilfe von bei Bedarf aktiv die Flüssigkeitstemperatur
beeinflussenden Komponenten - Heizelemente (7) oder Kühlelemente - auf einem passenden
Temperaturniveau gehalten werden.
10. System nach einem oder mehreren der Anspüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
wenigstens eine Pumpe (4) Hilfsflüssigkeit zur Wärmeübertragungsvorrichtung (16) befördert,
vorzugsweise abhängig von der Arbeitsphase einer Wärmetauscherstation (11).
11. System nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Hilfsflüssigkeit auch dann durch Teile des Leitungssystems strömt, wenn gerade
keine Wärmeübertragungsvorrichtung (16) Wärmeenergie überträgt.
12. System nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
mehr als eine Wärmeübertragungsvorrichtung (16), bzw. Wärmetauscherstation (11), im
System angeordnet ist.
13. System nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
Behälter (5) zur Bevorratung von Hilfsflüssigkeit in Reihe angeordnet sind.
14. System nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
Flüssigkeit im Leitungssystem - oder Teilen des Leitungssystems - mit einer Temperaturdifferenz
zur Umgebungstemperatur so rechtzeitig durch Flüssigkeit mit einer ähnlichen, vorzugsweise
gleichen, Temperatur wie die Umgebungstemperatur ersetzt wird, dass ein Wärmeenergieausgleich
zwischen Flüssigkeit und Umgebung der betreffenden Leitung gering ist, vorzugsweise
nicht stattfindet.
15. System nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
durch Volumenstromsteuerung oder Temperatursteuerung oder einer Kombination aus Volumenstrom-
und Temperatursteuerung - bei wenigstens einer der beiden den Wärmetauscher (16) durchströmenden
Flüssigkeiten - die in dem Wärmetauscher (16) zu temperierende Flüssigkeit mit der
gewünschten Temperatur bereit gestellt wird.