| (19) |
 |
|
(11) |
EP 2 964 506 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
25.01.2017 Patentblatt 2017/04 |
| (22) |
Anmeldetag: 26.02.2014 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/EP2014/053735 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 2014/135416 (12.09.2014 Gazette 2014/37) |
|
| (54) |
FAHRWERK FÜR SCHIENENFAHRZEUGE
RUNNING CHASSIS FOR RAIL VEHICLES
CHASSIS POUR VEHICLE DE CHEMIN DE FER
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
06.03.2013 AT 501522013
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
13.01.2016 Patentblatt 2016/02 |
| (73) |
Patentinhaber: Siemens AG Österreich |
|
1210 Wien (AT) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- KREUZWEGER, David
8010 Graz (AT)
- KÖRNER, Olaf
90469 Nürnberg (DE)
- KÜTER, Christian
8046 Stattegg (AT)
- TEICHMANN, Martin
8045 Graz (AT)
- HAIGERMOSER, Andreas
8455 Oberhaag (AT)
- RACKL, Hugo
8046 Stattegg (AT)
- SCHAEFER-ENKELER, Andreas
91341 Röttenbach (DE)
- SEITZ, Peter
91224 Pommelsbrunn (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Maier, Daniel Oliver |
|
Siemens AG
Postfach 22 16 34 80506 München 80506 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 979 190 DE-A1- 19 531 355 GB-A- 124 941
|
EP-A2- 0 444 016 DE-B- 1 181 728 US-A- 1 460 170
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Fahrwerk für Schienenfahrzeuge, insbesondere mit innengelagerten
Radsätzen, bei welchen in einem Fahrwerksrahmen zwei Radsätze mit einer aus Fahrmotor,
Getriebe bzw. Kupplung bestehenden Antriebseinheit gelagert sind, wobei zumindestens
Teile der Antriebseinheit über Federvorrichtungen quer zur Fahrrichtung elastisch
beweglich gelagert sind (siehe z.B.
EP 0 444 016 A2, dem Oberbegriff entsprechend).
[0002] Bei Schienenfahrzeugen führt ein Fahrwerk im Bezug zum Fahrzeug seitliche Translationsbewegungen
und Drehbewegungen aus. Die dynamischen Reaktionen der Fahrwerke zufolge einer Störung
des Gleises wird zufolge der konischen Laufflächen der Räder mit zunehmender Geschwindigkeit
heftiger. Diese dynamische Reaktion, in Form einer Schlingerbewegung begründet eine
kritische Geschwindigkeit, über welcher ein Fahrzeug nicht mehr betrieben werden darf.
Auf diese kritische Geschwindigkeit haben viele Fahrwerksparameter Einfluss, neben
Konizität der Laufflächen der Räder, Steifigkeit der Radsatzführung, Raddurchmesser,
..., auch die an den Radsatz gekoppelten Massen. Dabei ist sowohl die Masse als auch
die Steifigkeit und Dämpfung wichtig.
[0003] Aus der o.g.
EP 0 444 016 B1 ist ein Fahrwerk der eingangs angeführten Art bekannt, bei dem der Antriebsmotor
an seinem einen in der Fahrtrichtung gelegenen Ende am Fahrwerksrahmen schwenkbar
gelagert ist, wobei am gegenüberliegenden Ende der Motor mit dem Fahrwerkrahmen über
lotrecht verlaufende Blattfedern verbunden ist. Die Blattfedern sind mit ihren Enden
zwischen dem Motor und dem Fahrwerkrahmen eingespannt. Dadurch ist der Antriebsmotor
elastisch aufgehängt und kann elastisch quer zur Fahrtrichtung schwingen.
[0004] Aus der
EP 0979190 B1 ist gleichfalls ein Fahrwerk für elektrische Lokomotiven bekannt, bei dem der Antriebsmotor
quer zur Fahrtrichtung des Fahrzeuges translatorisch beweglich ist, um die Rolle eines
Trägheitsdämpfers zu spielen. Dabei ist der Antriebsmotor auf der Seite der Achse
mit Hilfe eines Lenkers und auf der Seite des Motors durch zwei Lenker am Fahrwerksrahmen
aufgehängt.
[0005] Bei diesen bekannten Fahrwerken sind die Federvorrichtungen stets direkt am Fahrwerksrahmen
abgestützt. Dies hat den Nachteil, dass die Federwege relativ groß sind, typischerweise
liegen sie zwischen Fahrwerksrahmen und Radsatz im Bereich der Antriebe bei 25 bis
50mm vertikale Einfederung und bei 15 bis 35mm Ausfederung. In Querrichtung benötigt
man zu den Antriebsbewegungen noch zusätzlich etwa +/- 10mm. Diese Federwege sind
nicht durch die Auslegung der Antriebe sondern durch die Fahrwerkskonstruktion gegeben,
und können daher auch nicht auf die Antriebe optimiert werden, so dass auf Grund der
relativ großen Schwingamplituden das Raumangebot innerhalb des Fahrwerksrahmens für
die Antriebseinheit vermindert wird und Antriebsmotore mit höherer Leistung nur schwer
unterzubringen sind.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, diese Nachteile bekannter Fahrwerke zu beseitigen.
Dies wird erfindungsgemäß durch die Maßnahme nach dem kennzeichnenden Teil des Patentanspruches
1 erreicht.
[0007] Dadurch werden die Federwege stark verkürzt. Der Federweg der Antriebsaufhängung
kann in der erfindungsgemäßen Anordnung auf die Erfordernisse des Antriebes ausgelegt
werden und kann typisch vertikal auf +/- 10mm verkürzt werden. In Querrichtung muß
nur mehr der vom Antrieb benötigte Federweg in der Antriebskupplung und nicht auch
der zusätzliche Federweg des Fahrwerksrahmen aufgenommen werden. Das Raumangebot innerhalb
des Fahrwerksrahmens wird vergrößert, so dass nicht nur die kritische Geschwindigkeit
erhöht sondern auch Antriebseinheiten höherer Leistung innerhalb des Fahrwerksrahmens
untergebracht werden können.
[0008] Durch die Maßnahmen der Patentansprüche 2 und 3 kann eine maximale Tilgerwirkung
mit einer optimalen Abstimmung in Bezug auf Quersteifigkeit und Querdämpfung insbesondere
in einem Frequenzbereich von etwa 1 bis 10 Hz erreicht werden.
[0009] Ein besonders einfacher und vorteilhafter Aufbau der Federvorrichtung ergibt sich
gemäß den Maßnahmen nach den Ansprüchen 4 bis 6, wobei die Bewegung der Antriebseinheit
elastisch sowohl in vertikaler Richtung als auch quer zur Fahrtrichtung begrenzt wird.
[0010] Durch die Maßnahmen nach den Patentansprüchen 7 und 8 wird eine konstruktiv besonders
einfache Bauart einer erfindungsgemäßen Federvorrichtung erhalten.
[0011] In manchen Anwendungsfällen ist es gemäß Patentanspruch 9 vorteilhaft die Antriebseinheit
zusätzlich über eine Motorstützlager als Drehmomentenstütze am Fahrwerksrahmen zu
befestigen.
[0012] Durch die unterschiedliche Anordnung der flanschartigen Laschen gemäß den Ansprüchen
10 bis 12 können Antriebseinheiten unterschiedlicher Leistung und Bauart optimal innerhalb
des Fahrwerksrahmens angeordnet werden.
KURZE BESCHREIBUNG DER FIGUREN
[0013] In der nachfolgenden Beschreibung wird die Erfindung anhand einiger Ausführungsbeispiele
unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert.
[0014] In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- einen Schrägriss eines Seitenteils eines erfindungsgemäßen Fahrwerks mit innengelagerten
Radsätzen,
- Fig. 2a bis 2d
- eine Draufsicht auf ein Fahrwerks mit vier Ausführungsbeispielen bezüglich der Anordnung
der federnden Abstützung der Antriebseinheit des erfindungsgemässen Fahrwerks,
- Fig. 3
- eine Schnittansicht durch eine Ausführungsform einer Federvorrichtung eines erfindungegemässen
Fahrwerks,
- Fig. 4 bis 6
- Ansichten einer weiteren Ausführungsform der Erfindung mit unterschiedlichen Anordnungen
der Federvorrichtung am Gehäuse des Radsatzlagers,
- Fig. 7
- eine Teilansicht im Schnitt auf ein Radsatzlager mit einer weiteren Ausführungsform
einer Federvorrichung des Fahrwerks gemäß der Erfindung, und
- Fig. 8
- eine Vorderansicht längs der Linien A-A in Fig. 7.
WEGE ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG
[0015] In den Fig. 1 und 2a ist ein Seitenteil eines erfindungsgemäßen Fahrwerks im Schrägriss
bzw. in Draufsicht dargestellt. Mit 1 ist der Fahrwerksrahmen bezeichnet. Die Radsatzwelle
6 mit den beiden Rädern 7 ist in Radsatzlagern 13 gelagert. Die auf einem Träger 15
ruhenden Radsatzlager 13 sind über Federn 8 und den Stoßdämpfern 9 mit dem Fahrwerksrahmen
1 verbunden. Innerhalb des Fahrwerksrahmens 1 ist die Antriebseinheit 2, bestehend
aus Elektromotor 3, Getriebe 4 und Kupplung 5 angeordnet. Die Antriebseinheit 2 ist
an drei Punkten aufgehängt und besitzt zu diesem Zweck drei flanschartige Laschen
16, 17, 18, welche fest mit der Antriebseinheit 2 verbunden sind. Die Lasche 18 ist
über ein als Drehmomentenstütze dienendes Lager 12 mit dem Fahrwerksrahmenteil 11
verbunden. Das Lager 12 ermöglicht eine Beweglichkeit der Antriebseinheit 2 um eine
horizontale Achse und gestattet auch eine Seitendrehbewegung der Antriebseinheit 2.
Die beiden anderen Laschen 16, 17 sind mit erfindungsgemäßen am Radsatzlager 13 befestigten
Federvorrichtungen 14 verbunden. Die Federvorrichtungen 14, welche später unter Bezugnahme
auf Fig. 3 und 7 näher beschrieben werden, ermöglichen eine Bewegung der Antriebseinheit
2 seitlich quer zur Fahrtrichtung und in vertikaler Richtung. Zwischen der Antriebseinheit
2 und dem Fahrwerksrahmen 1 ist noch ein Dämpferelement 10 angeordnet, welches seitliche
Bewegungen dämpft.
[0016] Das Dämpferelement 10 dient in optimaler Abstimmung mit der Federungsvorrichtung
und der Antriebsmasse als Tilger für die dynamische Reaktion der Fahrwerke in Querrichtung.
Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausführungsform ist das Dämpferelement 10 zwischen
dem Gehäuse 19 des Radsatzlagers 13 und der Antriebseinheit 2 eingespannt.
[0017] Aus der Fig.1 und 2a ist ersichtlich, dass der Raum innerhalb des Fahrwerksrahmens
1 im Gegensatz zum Stand der Technik zur Gänze für die Antriebseinheit 2 zur Verfügung
steht, so dass Elektromotore mit hoher Leistung untergebracht werden können. Weiters
ist aus der Ausführungsform nach Fig. 2a ersichtlich, dass die Seitenbeweglichkeit
der Antriebseinheit 2 auf Grund der kurzen Federwege der auf den Radsatzlagern 13
ruhenden Federvorrichtungen 14 mit Festanschlägen eingeschränkt ist.
[0018] In den Fig. 2b bis 2d sind weitere Ausführungsformen gezeigt, bei denen die Laschen
16, 17 mit den dazugehörigen Federvorrichtungen 14 an unterschiedlichen Positionen
angeordnet sind.
[0019] Bei den Fig. 2b bis 2d werden für gleiche Fahrwerksteile die gleichen Bezugszeichen
wie in den Fig. 1 und 2a verwendet.
[0020] Bei der Ausführungsform nach Fig. 2b sind die Laschen 16, 17 und die dazugehörigen
Federvorrichtungen 14 zu beiden Seiten der Radsatzwelle 6 schräg gegenüberliegend
angeordnet.
[0021] Bei der Fig. 2c sind die Laschen 16, 17 und die Federvorrichtungen 14 auf der Höhe
der Radsatzwelle 6 einander gegenüberliegend angeordnet, wobei die Lasche 17 in einem
schrägen Winkel zur Radsatzwelle 6 verläuft.
[0022] Bei der Ausführungsform nach Fig.2d sind die Laschen 16, 17 und die dazugehörigen
Federvorrichtungen 14 auf der linken Seite der Radsatzwelle 6 und einander gegenüberliegend
angeordnet.
[0023] Durch die unterschiedliche Positionierung der Laschen 16, 17 und der dazugehörigen
Federvorrichtungen 14 gemäß den Ausführungsformen nach den Fig. 2a bis 2d können unterschiedlich
aufgebaute Antriebseinheiten 2 innerhalb des Rahmens 1 angeordnet werden, wobei auch
deren Schwingverhalten individuell angepasst werden kann.
[0024] Die Federvorrichtung 14 nach Fig.3 ist fest mit dem Radsatzlagergehäuse 19 verschraubt.
Die mit einer Bohrung 34 versehene flanschartige Lasche ist mit 16 bezeichnet. Die
Lasche 16 ist zwischen zwei flachen elastischen Körper, vorzugsweise ringförmige Körpern
26,27 eingespannt. Das Radsatzlagergehäuse 19 besitzt einen Abschnitt 20 mit einer
Auflagefläche 21. Im Abschnitt 20 ist eine Bohrung 22 vorgesehen, welche sich in einer
Gewindebohrung 23 fortsetzt. Eine Stahlhülse 24 mit einem am oberen Ende angeordneten
Ring 28 wird durch eine gelochte Anpressplatte 25, den oberen elastischen Ringkörper
26, die Bohrung der Lasche 16 und durch den unteren elastischen Körper 27 in die Bohrung
22 eingesetzt. Eine Schraube 27 mit einem im unteren Bereich vorgesehenen Außengewinde
28 ist durch die Stahlhülse 24 bis zur Gewindebohrung 23 geführt. Durch Anziehen der
Schraube 27 werden die Körper 26, 27 mit einer Vorspannung beaufschlagt. Die Lasche
16 ist weiters an der oberen und unteren Seite mit einer ringförmigen an den Ringkörpern
26, 27 anliegenden Abstufung 29, 30 versehen, so dass die elastischen Körper 26, 27
auch Kräfte in horizontaler, d.h. quer zur Fahrtrichtung aufnehmen können. Weiters
ist am Lagergehäuse 13 eine Stufe mit Anschlagflächen 32, 33 vorgesehen. Die von der
Antriebseinheit 2 über die Lasche 16 ausgeübten Kräfte werden in vertikaler Richtung
durch die Anschlagfläche 33 und in Querrichtung durch die Anschlagfläche 32 begrenzt.
[0025] Durch Auswahl des Materials der elastischen Körper 26,27 und durch Einstellung der
durch die Schraube 27 aufgebrachte Vorspannung kann das Schwingverhalten der Antriebseinheit
2 in einem großen Bereich gesteuert werden. Aus der Ausführungsform nach Fig.3 ist
auch ersichtlich, dass die Federwege relativ kurz und durch Anschlagflächen 32, 33
begrenzt sind.
[0026] In den Fig. 4, 5 und 6 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Fahrwerks dargestellt. Für gleiche Fahrwerksteile werden die gleichen Bezugszeichen
wie in den Fig. 1 und 2a verwendet. Bei dieser Ausführungsform wird auf eine am Fahrgestellteil
11 befestigte und als Drehmomentenstütze dienende Lasche 18 (Fig.2a) verzichtet.
[0027] Stattdessen sind vier seitlich zu beiden Seiten der Radsatzwelle 6 angeordnete, mit
der Antriebseinheit 2 verbundene Laschen (16, 17, 16a, 17a) vorgesehen, welche elastisch
mit vier am Radsatzlagergehäuse 19 angeordneten Federvorrichtungen 14 verbunden sind.
Die Anordnung und die Befestigung der Federvorrichtungen 14 zu beiden Seiten der Radsatzwelle
6 am Lagergehäuse 19 ist aus Fig. 6 ersichtlich. Obwohl eine Dreipunktlagerung der
Antriebseinheit 2 auch ohne am Fahrgestellteil 11 angeordnete Drehmomentenstütze ausreicht,
hat sich die Vierpunktlagerung der Antriebseinheit 2 gemäß der Ausführungsform nach
den Fig. 4 bis 6 als besonders vorteilhaft erwiesen.
[0028] In den Fig. 7 und 8 ist eine weitere Ausführungsform einer Federvorrichtung eines
erfindungegemässen Fahrwerks dargestellt, wobei für gleiche Fahrwerksteile die gleichen
Bezugszeichen wie in den Fig. 1 und 2a verwendet werden.
[0029] Das Gehäuse 19 des Radsatzlagers 13 besitzt eine horizontale Bohrung 35, in welcher
eine Buchse 36 eingesetzt ist. Die an der Antriebseinheit 2 befestigten Laschen sind
als ein in eine Hülse 37 eingeführter Bolzen 16b ausgeführt. Die Hülse 37 ist zwischen
einer Stufe 38 des Bolzens 16 b und einer Abdeckscheibe 39 durch Anziehen der Schraube
40 eingespannt. Zwischen der Hülse 37 und der Buchse 36 ist ein elastischer Körper
26a unter Vorspannung eingesetzt.
1. Fahrwerk für ein Schienenfahrzeug mit in Radsatzlagern (13) gelagerten, insbesondere
innengelagerten Radsätzen, bei welchem in einem Fahrwerkrahmen (1) die Radsätze und
deren Antriebseinheit (2), bestehend aus Elektromotor (3), Getriebe(4) und Kupplung(5)
federnd gelagert sind, und die Radsatzlager (13) jeweils ein Gehäuse (19) aufweisen,
wobei zumindest Teile der Antriebseinheit (2) über Federvorrichtungen (14,14a) quer
zur Fahrtrichtung elastisch beweglich im Fahrwerkrahmen (1) gelagert sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Federvorrichtung (14, 14a) am Gehäuse (19) zumindest eines der Radsatzlager (13)
befestigt ist.
2. Fahrwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Dämpferelement (10) zwischen dem Gehäuse (19) des Radsatzlagers (13) und der
Antriebseinheit (2) befestigt ist.
3. Fahrwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Dämpferelement(10) zwischen dem Fahrwerkrahmen (1) und der Antriebseinheit (2)
befestigt ist.
4. Fahrwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Federvorrichtung (14,14a) zusätzlich zu querelastischen Seitenbewegungen auch
vertikal abgefederte Bewegungen zulässt.
5. Fahrwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Federvorrichtung (14) eine vertikal am Gehäuse (19) des Radlagers (13) befestigte
Stütze (24) aufweist, an welcher elastische Körper (26,27) angeordnet sind, gegen
die sich die mit der Antriebseinheit (2) verbundenen flanschartige Laschen (16,17)
seitlich abstützen.
6. Fahrwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Stütze aus einer an einer Auflagefläche (20) des Gehäuses (19)des Radsatzlagers
(13) befestigten Stahlhülse (24) besteht und die Laschen (16,17) eine zur Aufnahme
der Stahlhülse (24) dienende Bohrung (34) und im Bereich der Bohrung (34) an der Unter-
und Oberseite Anschlagflächen (29,30) aufweisen, wobei die Laschen (16,17) im Bereich
der Bohrung (34)zwischen zwei ringförmigen aus elastischen Material bestehenden Körpern
(26,27) eingespannt sind und diese elastischen Körper (26,27) seitlich an den Anschlagflächen
(29,30) anliegen, so dass die Antriebseinheit (2) über die Laschen (16,17) elastische
seitliche Quer- und Vertikalbewegungen durchführen kann.
7. Fahrwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Federvorrichtung (14a) aus einer in einer im wesentlichen horizontal angeordneten
Bohrung (35) des Gehäuses (19) des Radsatzlagers (13) befestigten Buchse (36) besteht,
in welcher die von der Antriebseinheit (2) abstehenden als Bolzen (16b) ausgeführten
Laschen zwischen elastischen Körpern (26a)angeordnet sind.
8. Fahrwerk nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die als Bolzen (16b) ausgeführten Laschen der Antriebseinheit (2) zu beiden Seiten
der Radsatzwelle (6) und vertikal im Abstand angeordnet sind.
9. Fahrwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinheit (2)über ein Motorstützlager (12)als Drehmomentenstütze am Fahrwerksrahmen
(1) befestigt ist.
10. Fahrwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Laschen (16,17)der Antriebseinheit (2) einander gegenüberliegend parallel auf
der Höhe der Radwelle (6) oder seitlich versetzt zu beiden Seiten der Radsatzwelle
(6)angeordnet sind.
11. Fahrwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass zumindestens eine Lasche (17) der Antriebseinheit (2) in einem Winkel zur Radsatzwelle
(6) verläuft.
12. Fahrwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass zu beiden Seiten der Radsatzwelle (6)seitlich an der Antriebseinheit (2) je zwei
Laschen (16,16a,17,17b) befestigt sind, welche über die Federvorrichtung (14) mit
dem Gehäuse (19) des Radsatzlagers (13) verbunden sind.
1. Chassis for a rail vehicle with, in particular, inside-supported wheelsets supported
in wheelset bearings (13), in which the wheelsets and their drive unit (2) consisting
of electric motor (3), gearbox (4) and clutch (5), are elastically supported in a
chassis frame (1), and the wheelset bearings (13) each have a housing (19), wherein
at least parts of the drive unit (2) are moveably elastically supported transversely
to the travel direction by means of spring devices (14, 14a), characterised in that the spring device (14, 14a) is fastened to the housing (19) of at least one of the
wheelset bearings (13).
2. Chassis according to claim 1, characterized in that a damper element (10) is fastened between the housing (19) of the wheelset bearing
(13) and the drive unit (2).
3. Chassis according to claim 1, characterized in that a damper element (10) is fastened between the chassis frame (1) and the drive unit
(2).
4. Chassis according to one of claims 1 to 3, characterized in that the spring device (14, 14a) also allows vertically absorbed movements in addition
to transverse elastic lateral movements.
5. Chassis according to one of claims 1 to 4, characterised in that the spring device (14) comprises a vertical support (24) fastened to the housing
(19) of the wheel bearing (13), on which elastic elements (26, 27) are arranged, against
which the flange-type lugs (16, 17) connected to the drive unit (2) laterally abut.
6. Chassis according to one of claims 1 to 5, characterised in that the support consists of a steel sleeve (24) fastened to a support surface (20) of
the housing (19) of the wheelset bearing (13) and the lugs (16, 17) have a hole (34)
used to receive the steel sleeve (24) and stop surfaces (29, 30) in the region of
the hole (34) on the bottom and top sides, wherein the lugs (16, 17) are clamped in
the region of the hole (34) between two annular elements (26, 27) consisting of elastic
material and these elastic elements (26, 27) rest laterally on the stop surfaces (29,
30), so that the drive unit (2) can implement elastically lateral transverse and vertical
movements by way of the lugs (16, 17).
7. Chassis according to one of claims 1 to 4, characterised in that the spring device (14a) consists of a connector (36) fastened in an essentially horizontally
arranged hole (35) of the housing (19) of the wheelset bearing (13), in which connector
the lugs embodied as bolts (16b) and protruding from the drive unit (2) are arranged
between elastic elements (26a).
8. Chassis according to claim 7, characterised in that the lugs of the drive unit (2) embodied as bolts (16b) are arranged on both sides
of the wheelset shaft (6) and vertically at a distance.
9. Chassis according to one of claims 1 to 8, characterised in that the drive unit (2) is fastened to the chassis frame (1) via motor support bearings
(12) as a torque support.
10. Chassis according to one of claims 1 to 9, characterised in that two lugs (16, 17) of the drive unit (2) are arranged parallel opposite to one another
at the height of the wheel shaft (6) or laterally offset with respect to both sides
of the wheelset shaft (6).
11. Chassis according to one of claims 1 to 10, characterised in that at least one lug (17) of the drive unit (2) runs at an angle to the wheelset shaft
(6).
12. Chassis according to one of claims 1 to 11, characterised in that two lugs (16, 16a, 17, 17b) are fastened laterally on the drive unit (2) on both
sides of the wheelset shaft (6), said lugs being connected to the housing (19) of
the wheelset bearing (13) by way of the spring device (14).
1. Châssis pour véhicule ferroviaire avec des essieux montés notamment à l'intérieur
dans des boîtes d'essieux (13), dans lequel, dans un cadre de châssis (1), les essieux
et leur unité d'entraînement (2), composée d'un moteur électrique (3), d'une transmission
(4) et d'un embrayage (5), sont montés sur ressorts et les boîtes d'essieux (13) sont
munies chacune d'un carter (19), sachant qu'au moins des parties de l'unité d'entraînement
(2) sont montées de façon élastiquement mobile transversalement au sens de marche
dans le cadre de châssis (1) au moyen de dispositifs à ressort (14, 14a), caractérisé en ce que le dispositif à ressort (14, 14a) est fixé au carter (19) d'au moins une des boîtes
d'essieux (13).
2. Châssis selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un élément amortisseur (10) est fixé entre le carter (19) de la boîte d'essieu (13)
et l'unité d'entrainement (2).
3. Châssis selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un élément amortisseur (10) est fixé entre le cadre de châssis (1) et l'unité d'entrainement
(2).
4. Châssis selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le dispositif à ressort (14, 14a) autorise, en plus de mouvements latéraux élastiques
transversaux, également des mouvements élastiques verticaux.
5. Châssis selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le dispositif à ressort (14) comporte un support (24) fixé verticalement au carter
(19) de la boîte d'essieu (13) et sur lequel sont montés des corps élastiques (26,
27) contre lesquels s'appuient latéralement des attaches (16, 17) en forme de bride
reliées à l'unité d'entrainement (2).
6. Châssis selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le support est constitué d'une douille d'acier (24) fixée sur une surface d'appui
(20) du carter (19) de la boîte d'essieu (13), et les attaches (16, 17) comportent
un alésage (34) servant à recevoir la douille d'acier (24) et au niveau dudit alésage
(34), sur les parties inférieure et supérieure, des surfaces de butée (29, 30), lesdites
attaches (16, 17), au niveau de l'alésage (34), étant enserrées entre deux corps (26,
27) de forme annulaire en matériau élastique et ces corps (26, 27) élastiques s'appliquant
latéralement contre les surfaces de butée (29, 30), permettant ainsi à l'unité d'entraînement
(2) d'effectuer grâce aux attaches (16, 17) des mouvements latéraux élastiques transversaux
et verticaux.
7. Châssis selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le dispositif à ressort (14a) est constitué d'une douille (36) fixée dans un alésage
(35) sensiblement horizontal du carter (19) de la boîte d'essieu (13) et dans laquelle
les attaches partant de l'unité d'entraînement (2) et réalisées sous forme de boulons
(16b) sont disposées entre des corps élastiques (26a).
8. Châssis selon la revendication 7, caractérisé en ce que les attaches réalisées sous forme de boulons (16b) de l'unité d'entraînement (2)
sont disposées de part et d'autre de l'arbre d'essieu (6) et de manière verticalement
espacée.
9. Châssis selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que l'unité d'entraînement (2) est fixée au moyen d'un palier de support de moteur (12)
en tant que support de couples de rotation au cadre de châssis (1).
10. Châssis selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que deux attaches (16, 17) de l'unité d'entraînement (2) sont disposées l'une en face
de l'autre parallèlement au niveau de l'arbre d'essieu (6) ou de manière décalée de
part et d'autre de l'arbre d'essieu (6).
11. Châssis selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce qu'au moins une attache (17) de l'unité d'entraînement (2) s'étend selon un angle par
rapport à l'arbre d'essieu (6).
12. Châssis selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que de part et d'autre de l'arbre d'essieu (6), deux languettes (16, 16a, 17, 17a) sont
fixées latéralement à l'unité d'entraînement (2), lesquelles languettes sont reliées
au carter (19) de la boîte d'essieu (13) au moyen du dispositif à ressort (14).
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente