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(11) |
EP 2 965 017 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.06.2018 Patentblatt 2018/24 |
| (22) |
Anmeldetag: 07.03.2014 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/IB2014/000262 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2014/135959 (12.09.2014 Gazette 2014/37) |
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| (54) |
LUFTVERTEILEINRICHTUNG
AIR-DISTRIBUTING DEVICE
DISPOSITIF DE DISTRIBUTION D'AIR
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
07.03.2013 DE 202013100986 U
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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13.01.2016 Patentblatt 2016/02 |
| (73) |
Patentinhaber: Zehnder Group International AG |
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5722 Gränichen (CH) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- KLUG, Peter
77933 Lahr (DE)
- WESCHLE, Hans-Peter
77743 Neuried (DE)
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| (74) |
Vertreter: Rausch Wanischeck-Bergmann Brinkmann |
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Partnerschaft mbB Patentanwälte
Am Seestern 8 40547 Düsseldorf 40547 Düsseldorf (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 1 959 208 HU-B- 183 857 US-A1- 2010 112 928
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FR-A1- 2 942 531 US-A1- 2002 197 948
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Luftverteileinrichtung für eine Belüftungsanlage eines
Gebäudes.
[0002] Belüftungsanlagen für Gebäude sind aus dem Stand der Technik bekannt. Sie dienen
dazu, Gebäude oder deren Teile zu belüften, das heißt einerseits Frischluft zuzuführen
und andererseits verbrauchte Abluft abzuführen. Es kommen zu diesem Zweck Luftführungskanäle
zum Einsatz, durch die hindurch die Gebäudezuluft beziehungsweise die Gebäudeabluft
in voneinander getrennten Einzelkanälen geführt sind.
[0003] Zur Verteilung von Frischluft beziehungsweise Abluft auf unterschiedliche Luftführungskanäle
der Belüftungsanlage kommen Luftverteileinrichtungen zum Einsatz. Dabei sind je nach
Anzahl und Ausrichtung der miteinander strömungstechnisch zu kombinierenden Luftführungskanäle
entsprechend ausgebildete Luftverteileinrichtungen vorgesehen.
[0004] Obgleich sich die aus dem Stand der Technik bekannten Luftverteileinrichtungen im
alltäglichen Praxiseinsatz bewährt haben, besteht Verbesserungsbedarf, insbesondere
mit Blick auf eine vereinfachte Handhabung insbesondere zu Montage- beziehungsweise
Demontagezwecken.
[0005] HU183857 offenbart eine Luftverteileinrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Es ist
deshalb die
Aufgabe der Erfindung, eine neuartige Luftverteileinrichtung vorzuschlagen, die es dank ihres
konzeptionellen Aufbaus gestattet, eine vereinfachte Montage beziehungsweise Demontage
zu gewährleisten.
[0006] Zur
Lösung dieser Aufgabe wird mit der Erfindung vorgeschlagen eine Luftverteileinrichtung für
eine Belüftungsanlage eines Gebäudes, mit einem Gehäuse, das gehäuseaußenseitig zwei,
vorzugsweise drei, mehr bevorzugt vier Doppelanschlüsse für die strömungstechnische
Anbindung jeweils eines Luftführungskanals und/oder -rohrs aufweist, wobei das Gehäuse
in seinem Inneren Luftverteilkanäle bereitstellt, die strömungstechnisch voneinander
getrennt jeweils sämtliche erste und sämtliche zweite Einzelanschlüsse der Doppelanschlüsse
strömungstechnisch miteinander verbinden.
[0007] Die Luftverteileinrichtung nach der Erfindung verfügt über ein Gehäuse. Dieses stellt
gehäuseaußenseitig Doppelanschlüsse bereit, wobei je Doppelanschluss zwei Einzelanschlüsse
vorgesehen sind. Dabei ist ein erster Einzelanschluss je Doppelanschluss für ein erstes
Medium und ein zweiter Einzelanschluss je Doppelanschluss für ein zweites Medium vorgesehen.
Bei dem ersten Medium kann es sich beispielsweise um Frischluft und bei dem zweiten
Medium um Abluft handeln.
[0008] Das Gehäuse der erfindungsgemäßen Luftverteileinrichtung verfügt über wenigstens
zwei solcher Doppelanschlüsse, womit es gestattet ist, zwei Luftführungskanäle an
das Gehäuse anzuschließen, wobei je Luftführungskanal zwei Einzelkanäle vorgesehen
sind, nämlich ein Frischluftkanal einerseits und ein Abluftkanal andererseits. Bevorzugterweise
verfügt das Gehäuse indes über drei oder mehr, beispielsweise vier Doppelanschlüsse,
womit entsprechend der Anzahl der Doppelanschlüsse entsprechend viele Luftführungskanäle
an das Gehäuse der erfindungsgemäßen Luftverteileinrichtung angeschlossen werden können.
Im Falle von bevorzugterweise vier vorgesehenen Doppelanschlüssen können vier Luftführungskanäle
mit dem Gehäuse der erfindungsgemäßen Luftverteileinrichtung strömungstechnisch gekoppelt
werden.
[0009] Das Gehäuse stellt im Inneren Luftverteilkanäle bereit. Diese sind strömungstechnisch
voneinander getrennt ausgebildet und verbinden jeweils sämtliche erste und sämtliche
zweite Einzelanschlüsse der Doppelanschlüsse strömungstechnisch miteinander. Damit
sind sämtliche erste Einzelanschlüsse der Doppelanschlüsse über einen ersten Luftverteilkanal
und sämtliche zweite Einzelanschlüsse der Doppelanschlüsse über einen zweiten Luftverteilkanal
strömungstechnisch miteinander gekoppelt, wobei der erste und der zweite Luftverteilkanal
ihrerseits strömungstechnisch voneinander entkoppelt sind, es also keine strömungstechnische
Verbindung zwischen erstem und zweitem Luftverteilkanal gibt.
[0010] Die vorbeschriebene Konstruktion gestattet es in vorteilhafter Weise, die Luftverteileinrichtung
universell einsetzen zu können. Es können nach Art und Ausrichtung unterschiedliche
Luftführungskanäle an das Gehäuse der Luftverteileinrichtung angeschlossen werden,
so dass es im Unterschied zum Stand der Technik nicht weiter erforderlich ist, je
nach Anschlusskonstellation eine eigens hierfür vorgesehene Luftverteileinrichtung
vorzuhalten. Die erfindungsgemäße Luftverteileinrichtung kann vielmehr für die im
Anwendungsfall auftretenden Anschlusskonstellationen gleichermaßen eingesetzt werden,
was Montage- beziehungsweise Demontagearbeiten erheblich vereinfacht. Darüber hinaus
müssen im Unterschied zum Stand der Technik nicht eine Vielzahl unterschiedlich ausgebildeter
Luftverteileinrichtungen vorgehalten werden. Die Lagerhaltung und Bereitstellung wird
so ebenfalls vereinfacht.
[0011] Die erfindungsgemäße Luftverteileinrichtung gestattet es, ein oder zwei Luftströme
gleichzeitig in mehrere Richtungen umzulenken und zwar entsprechend der jeweiligen
Einbausituation vor Ort. Bei bevorzugterweise vier Doppelanschlüssen kann eine Luftstromumlenkung
in vier Richtungen stattfinden, wobei eine Umlenkung von gleichzeitig zwei Luftströmen
stattfinden kann. Folgende Luftstromumlenkungen sind beispielsweise denkbar:
- horizontal → horizontal nach rechts
- horizontal → horizontal nach links
- horizontal → vertikal nach oben
- horizontal → vertikal nach unten
- vertikal → vertikal
- vertikal → horizontal nach rechts
- vertikal → horizontal nach links
[0012] Es ist in diesem Zusammenhang gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung bevorzugterweise
vorgesehen, dass das Gehäuse quaderförmig ausgebildet ist und sechs Gehäuseaußenseiten
aufweist, von denen zwei Seiten, vorzugsweise drei Seiten, mehr bevorzugt vier Seiten
jeweils einen Doppelanschluss bereitstellen. Dabei sind bevorzugterweise zwei horizontal
ausgerichtete Gehäuseaußenseiten sowie zwei vertikal ausgerichtete Gehäuseaußenseiten
jeweils mit einem Doppelanschluss ausgerüstet.
[0013] Die Luftverteileinrichtung zeichnet sich gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung
durch einen Verschlussstopfen aus, der dem luftdichten Verschluss eines Einzelanschlusses
oder eines Doppelanschlusses dient. Ein solcher Verschlussstopfen kommt dann zum Einsatz,
wenn im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall nicht sämtliche Einzel- beziehungsweise
Doppelanschlüsse der Luftverteileinrichtung an einen Luftführungskanal angeschlossen
sind. Die insoweit nicht genutzten Einzelbeziehungsweise Doppelanschlüsse sind dann
mittels entsprechender Verschlussstopfen luftdicht zu verschließen.
[0014] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist ein Adapterelement vorgesehen. Dies
dient dem Anschluss eines ansonsten nicht anschlusskompatiblen Luftführungsrohrs an
einen Einzelanschluss oder an einen Doppelanschluss. Das Adapterelement dient dabei
insbesondere dazu, anstelle eines Luftführungskanals auch im Querschnitt runde Luftführungsrohre
oder -leitungen in funktionstüchtiger Weise mit einer erfindungsgemäßen Luftverteileinrichtung
strömungstechnisch koppeln zu können. In vorteilhafter Weise ist die erfindungsgemäße
Luftverteileinrichtung damit nicht auf die Verwendung in Kombination mit Luftführungskanälen
beschränkt. Insbesondere im Falle einer möglichen Nachrüstung bestehender Belüftungsanlagen
ist diese Ausgestaltung von Vorteil.
[0015] Mit der Erfindung wird ferner vorgeschlagen ein Kanalsystem für die Luftführung in
einem Gebäude mit einer Vielzahl von nach dem Baukastensystem miteinander zu einem
[0016] Luftführungskanal kombinierbaren Kanalabschnitten und einer Luftverteileinrichtung
der vorstehend beschriebenen Art, wobei die Kanalabschnitte und die Luftverteileinrichtung
strömungstechnisch miteinander verbindbar ausgebildet sind.
[0017] Das Kanalsystem nach der Erfindung verfügt über Kanalabschnitte einerseits und Luftverteileinrichtungen
der vorbeschriebenen Art andererseits. Diese können nach dem Baukastenprinzip miteinander
zu einem Kanalsystem miteinander strömungstechnisch verbunden werden. Dabei bilden
im endmontierten Zustand eine Mehrzahl von Kanalabschnitten einen Luftführungskanal
aus. Diese lassen sich über eine Luftverteileinrichtung der vorbeschrieben Art strömungstechnisch
miteinander kombinieren, wobei es die Luftverteileinrichtung der erfindungsgemäßen
Art gestattet, bis zu vier Luftführungskanäle in einem Kreuzungspunkt strömungstechnisch
miteinander zu koppeln. Ausgehend von einem Luftführungskanal kann so eine Luftverteilung
auf drei weiterführende Luftführungskanäle vorgesehen sein.
[0018] Die Kanalabschnitte stellen jeweils zwei Einzelkanäle bereit. Dabei dient einer der
Einzelkanäle der Führung vorzugsweise von Frischluft und der andere Einzelkanal der
Führung vorzugsweise von Abluft. Die Luftführungseinrichtung nach der Erfindung stellt
gehäuseinnenseitig voneinander getrennte Luftverteilkanäle bereit, so dass eine getrennte
Umlenkung von Frischluft einerseits und Abluft andererseits sicher gewährleistet ist.
Eine ungewollte Durchmischung vom Frischluft einerseits und Abluft andererseits innerhalb
der erfindungsgemäßen Luftverteileinrichtung ist sicher ausgeschlossen.
[0019] "Baukastensystem" im Sinne der Erfindung meint im Übrigen, dass die einzelnen zum
System gehörenden Bauteile, wie zum Beispiel die Kanalabschnitte und/oder die Luftverteileinrichtungen
wahlweise und in Abhängigkeit von den Einbaubedingungen vor Ort miteinander zu einer
Belüftungsanlage kombiniert werden können.
[0020] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass das Kanalsystem Verschlussstopfen
umfasst, die korrespondierend zu von der Luftverteileinrichtung bereitgestellten Einzelanschlüssen
oder Doppelanschlüssen ausgebildet sind. Mittels dieser Verschlussstopfen können die
im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall nicht benötigten Einzelanschlüsse oder Doppelanschlüsse
strömungstechnisch abgedichtet, das heißt verschlossen werden.
[0021] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung verfügt das System ferner über Anschlussadapter.
Diese Anschlussadapter dienen dazu, anstelle der Kanalabschnitte in ihrer geometrischen
Ausgestaltung auch andersartig ausgebildete Luftführungsrohre oder -leitungen an die
Luftverteileinrichtung strömungstechnisch anschließen zu können.
[0022] Im Übrigen ergeben sich die schon vorstehend anhand der erfindungsgemäßen Luftverteileinrichtung
erläuterten Vorteile in gleichem Maße auch für das mit der Erfindung vorgeschlagene
Kanalsystem.
[0023] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
anhand der Figuren. Dabei zeigen:
- Fig. 1
- in einer schematischen Perspektivdarstellung eine Luftverteileinrichtung nach der
Erfindung;
- Fig. 2
- in einer geschnitten Ansicht die Luftverteileinrichtung nach Fig. 1 gemäß Schnittebene
II nach Fig. 1;
- Fig. 3
- in einer geschnitten Ansicht die Luftverteileinrichtung nach Fig. 1 gemäß Schnittebene
III nach Fig. 1;
- Fig. 4a bis Fig. 4e
- in schematisch-perspektivischer Darstellung die erfindungsgemäße Luftverteileinrichtung
in jeweils unterschiedlichen Anwendungskonstellationen;
- Fig. 5
- in schematisch-perspektivischer Darstellung eine mit Verschlussstopfen ausgerüstete
Luftverteileinrichtung nach der Erfindung;
- Fig. 6
- in einer Detailansicht die Anordnung eines Verschlussstopfens und
- Fig. 7
- in einer schematischen Darstellung ein Kanalsystem nach der Erfindung.
[0024] Fig. 1 lässt in schematisch-perspektivischer Ansicht eine Luftverteileinrichtung
1 nach der Erfindung erkennen. Diese verfügt über ein Gehäuse 2, das quaderförmig
ausgebildet ist und über insgesamt sechs Gehäuseaußenflächen verfügt.
[0025] Das Gehäuse 2 stellt gehäuseaußenseitig insgesamt vier Doppelanschlüsse 3 bereit,
die jeweils der strömungstechnischen Anbindung eines Luftführungskanals 11 und/oder
eines Luftführungsrohrs 14 dienen. Ein jeder der vier Doppelanschlüsse 3 verfügt jeweils
über zwei Einzelanschlüsse 4 und 5.
[0026] Wie die Schnittdarstellungen nach den Figuren 2 und 3 erkennen lassen, stellt das
Gehäuse Luftverteilkanäle 6 und 7 bereit. Diese sind im Inneren des Gehäuses 2 ausgebildet.
[0027] Die Luftverteilkanäle 6 und 7 sind strömungstechnisch voneinander getrennt ausgebildet.
Sie verbinden jeweils sämtliche erste und sämtliche zweite Einzelanschlüsse 4 und
5 der Doppelanschlüsse 3 strömungstechnisch miteinander. Dabei ist gemäß dem gezeigten
Ausführungsbeispiel vorgesehen, dass die Einzelanschlüsse 4 der Doppelanschlüsse 3
mittels des Luftverteilkanals 6 miteinander strömungstechnisch gekoppelt sind, während
die Einzelanschlüsse 5 der Doppelanschlüsse 3 über den Luftverteilkanal 7 strömungstechnisch
miteinander verbunden sind.
[0028] Im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall verbindet die erfindungsgemäße Luftverteileinrichtung
1 wenigstens zwei Luftführungskanäle 11 miteinander, wobei je Luftführungskanal zwei
Einzelkanäle vorgesehen sind. Diese Einzelkanäle sind über die je Doppelanschluss
3 vorgesehenen Einzelanschlüsse 4 und 5 miteinander verbunden. Dabei dient der eine
Einzelkanal beispielsweise der Luftzuführung und der andere Einzelkanal der Luftabführung.
[0029] Die erfindungsgemäße Luftverteileinrichtung kann universell eingesetzt werden, das
heißt für eine Mehrzahl unterschiedlicher Anschlusskonstellationen. Dies ergibt sich
aus einer Zusammenschau der Figuren 4a bis 4e, die jeweils unterschiedliche Anschlusskonstellationen
bezüglich des Anschlusses zweier in den Figuren nicht näher dargestellter Luftführungskanäle
11 darstellen. Dabei ist durch die jeweils eingezeichneten Pfeile die Strömung eines
ersten Mediums I (beispielsweise Zuluft) und eines zweiten Mediums II (beispielsweise
Abluft) dargestellte. Im Einzelnen zeigen die Figuren:
- Fig. 4a) horizontale Umlenkung nach links beziehungsweise rechts
- Fig. 4b) vertikale Umlenkung nach oben
- Fig. 4c) vertikale Umlenkung nach unten
- Fig. 4d) vertikale Umlenkung nach oben aus horizontal rechts
- Fig. 4e) vertikale Umlenkung nach unten aus horizontal rechts.
[0030] Die Figuren 4a bis 4e zeigen nur beispielhafte Konstellationen. Es sind selbstredend
weitere Anschlusskonstellationen möglich, die in den Figuren nicht dargestellt sind.
Von erfindungswesentlicher Bedeutung ist indes, dass sich die erfindungsgemäße Luftverteileinrichtung
aufgrund ihrer konstruktiven Ausgestaltung dazu eignet, eine Mehrzahl unterschiedlicher
Anschlusskonstellationen zu gestatten, so dass es im Unterschied zum Stand der Technik
in vorteilhafter Weise nicht mehr erforderlich ist, je Anschlusskonstellation eine
eigene Luftverteileinrichtung vorzusehen.
[0031] Im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall nicht an einen Luftführungskanal 11 angeschlossene
Einzel- oder Doppelanschlüsse der Luftverteileinrichtung 1 sind luftdicht zu verschließen,
zu welchem Zweck entsprechende Verschlussstopfen 8 zum Einsatz kommen, wie in Fig.
5 dargestellt. Die Verschlussstopfen 8 sind in Richtung der Pfeile 9 in die jeweils
zugehörigen Einzelanschlüsse 4 und 5 einzubringen, wobei im verrasteten Zustand, wie
er in Fig. 6 gemäß einer Detailansicht dargestellt ist, ein luftdichter Verschluss
der jeweiligen Anschlüsse 4 und 5 erreicht ist. Es ist dabei bevorzugt, dass die Einzelanschlüsse
4 und 5 jeweils identisch zueinander ausgebildet sind, womit auch die Verschlussstopfen
8 unabhängig vom jeweiligen Einzelanschluss 4 beziehungsweise 5 in identischer Weise
ausgebildet sein könnend
[0032] Für einen luftdichten Verschluss eines Einzelanschlusses 4 beziehungsweise 5 ist
ein jeder Verschlussstopfen 8 mit einem Dichtring 10 ausgerüstet, wobei es bevorzugt
ist, je Verschlussstopfen 8 drei solcher Dichtringe 10 vorzusehen, die in Höhenrichtung
beabstandet unterschiedlichen Verbindungsabsätzen des Verschlussstopfens 8 zugeordnet
sind, wie sich insbesondere aus der Darstellung nach Fig. 6 ergibt.
[0033] Fig. 7 lässt ein erfindungsgemäßes Kanalsystem erkennen. Dies verfügt über eine Mehrzahl
von Kanalabschnitten 12, die im endmontierten Zustand einen Luftführungskanal 11 ausbilden.
Einzelne Luftführungskanäle 11 können über eine erfindungsgemäße Luftverteileinrichtung
in der schon vorbeschriebenen Weise strömungstechnisch miteinander kombiniert werden.
Dabei gestattet die erfindungsgemäße Luftverteileinrichtung 1 auch den Anschluss von
beispielsweise Luftführungsrohren 14, zu welchem Zweck Adapterelemente 13 zum Einsatz
kommen, die einerseits korrespondierend zu den Einzelanschlüssen 4 und 5 einer Luftverteileinrichtung
1 und andererseits korrespondierend zu den Luftführungsrohren 14 ausgebildet sind.
Im endmontierten Zustand sind die Luftführungskanäle 11 an ein Belüftungssystem 15
angeschlossen, über das Frischluft in die einzelnen Luftführungskanäle 11 eingeleitet
beziehungsweise Abluft aus den Luftführungskanälen 11 abgefördert werden kann.
Bezugszeichenliste
[0034]
- 1
- Luftverteileinrichtung
- 2
- Gehäuse
- 3
- Doppelanschluss
- 4
- Einzelanschluss
- 5
- Einzelanschluss
- 6
- Luftverteilkanal
- 7
- Luftverteilkanal
- 8
- Verschlussstopfen
- 9
- Pfeil
- 10
- Dichtung
- 11
- Luftführungskanal
- 12
- Kanalabschnitt
- 13
- Adapterelement
- 14
- Luftführungsrohr
- 15
- Belüftungssystem
- I
- Zuluft
- II
- Abluft
1. Luftverteileinrichtung für eine Belüftungsanlage eines Gebäudes, mit einem Gehäuse
(2), das gehäuseaußenseitig zwei, vorzugsweise drei, mehr bevorzugt vier Doppelanschlüsse
(3) für die strömungstechnische Anbindung jeweils eines Luftführungskanals (11) und/oder
-rohrs (14) aufweist, wobei das Gehäuse (2) quaderförmig ausgebildet ist und sechs
Gehäuseseiten aufweist, von denen zwei, vorzugsweise drei, mehr bevorzugt vier jeweils
einen Doppelanschluss (3) bereitstellen dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (2) in seinem Inneren Luftverteilkanäle (6, 7) bereitstellt, die strömungstechnisch
voneinander getrennt jeweils sämtliche erste und sämtliche zweite Einzelanschlüsse
(4, 5) der Doppelanschlüsse (3) strömungstechnisch miteinander verbinden.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Verschlussstopfen (8) für den jeweils luftdichten Verschluss eines Einzelanschlusses
(4, 5) oder eines Doppelanschlusses (3).
3. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein Adapterelement (13) für den Anschluss eines ansonsten nicht anschlusskompatiblen
Luftführungsrohrs (14) an einen Einzelanschluss (4, 5) oder an einen Doppelanschluss
(3).
4. Kanalsystem für die Luftführung in einem Gebäude, mit einer Vielzahl von nach dem
Baukastensystem miteinander zu einem Luftführungskanal (11) kombinierbaren Kanalabschnitten
(12) und einer Luftverteileinrichtung (1), wobei die Kanalabschnitte (12) und die
Luftverteileinrichtung (1) strömungstechnisch miteinander verbindbar ausgebildet sind,
wobei die Luftverteileinrichtung (1) aus einem Gehäuse (2) besteht, das gehäuseaußenseitig
zwei, vorzugsweise drei, mehr bevorzugt vier Doppelanschlüsse (3) für die strömungstechnische
Anbindung jeweils eines Luftführungskanals (11) und/oder -rohrs (14) aufweist, wobei
das Gehäuse (2) quaderförmig ausgebildet ist und sechs Gehäuseseiten aufweist, von
denen zwei, vorzugsweise drei, mehr bevorzugt vier jeweils einen Doppelanschluss (3)
bereitstellen und in seinem Inneren Luftverteilkanäle (6, 7) bereitstellt, die strömungstechnisch
voneinander getrennt jeweils sämtliche erste und sämtliche zweite Einzelanschlüsse
(4, 5) der Doppelanschlüsse (3) strömungstechnisch miteinander verbinden.
5. System nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch Verschlussstopfen (8), die korrespondierend zu von der Luftverteileinrichtung (1)
bereitgestellten Einzelanschlüssen (4, 5) oder Doppelanschlüssen (3) ausgebildet sind.
6. System nach Anspruch 4 oder 5, gekennzeichnet durch Adapterelemente (13) für den Anschluss an von der Luftverteileinrichtung (1) bereitgestellte
Einzelanschlüsse (4, 5) oder Doppelanschlüsse (3).
7. System nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Kanalabschnitte (12) quaderförmig ausgebildet sind.
1. An air-distributing device for a ventilation system of a building, comprising a housing
(2) which comprises two, preferably three, most preferably four double connections
(3) on the housing outside for the fluidic connection of respectively one air duct
(11) and/or air tube (14), wherein the housing (2) has a cuboid design and comprises
six housing faces, of which two, preferably three, most preferably four respectively
provide a double connection (3), characterized in that the housing (2) provides air-distributing channels (6, 7) in the interior thereof,
which channels are fluidically separated from each other and respectively connect
all first and all second single connections (4, 5) of the double connections (3) fluidically
to each other.
2. A device according to claim 1, characterized by a sealing plug (8) for the respectively air-tight sealing of a single connection
(4, 5) or a double connection (3).
3. A device according to one of the preceding claims, characterized by an adapter element (13) for the connection of an otherwise not connection-compatible
air duct (14) to a single connection (4, 5) or to a double connection (3).
4. A channel system for the air routing in a building, comprising a plurality of channel
sections (12) which can be combined with each other in a modular manner for forming
an air duct (11) and an air-distributing device (1), wherein the channel sections
(12) and the air-distributing device (1) can be fluidically connected to each other,
wherein the air-distributing device (1) is composed of a housing (2) which comprises
two, preferably three, most preferably four double connections (3) on the housing
outside for the fluidic connection of respectively one air duct (11) and/or air tube
(14), wherein the housing (2) has a cuboid design and comprises six housing faces,
of which two, preferably three, most preferably four respectively provide a double
connection (3) and provides air-distributing channels (6, 7) in the interior thereof,
which channels are fluidically separated from each other and respectively connect
all first and all second single connections (4, 5) of the double connections (3) fluidically
to each other.
5. A system according to claim 4, characterized by sealing plugs (8) which are designed correspondingly to the single connections (4,
5) or double connections (3) provided by the air-distributing device (1).
6. A system according to claim 4 or 5, characterized by adapter elements (13) for the connection to single connections (4, 5) or double connections
(3) provided by the air-distributing device (1).
7. A system according to one of the claims 4 through 6, characterized in that the channel sections (12) are designed in a cuboid shape.
1. Dispositif de distribution d'air destiné à un système de ventilation d'un édifice,
comprenant un boîtier (2), qui comprend deux, de préférence trois, de préférence particulière
quatre raccords doubles (3) sur la face extérieure de boîtier pour le raccordement
fluidique de respectivement un canal d'amenée d'air (11) et/ou un tube d'amenée d'air
(14), le boîtier (2) étant en forme de parallélépipède et comprenant six faces de
boîtier, dont deux, de préférence trois, de préférence particulière quatre fournissent
chacune un raccord double (3), caractérisé en ce que le boîtier fournit des conduits de distribution d'air (6, 7) dans son intérieur,
lesquels sont fluidiquement séparés l'un de l'autre et relient chacun tous les premiers
et tous les seconds raccords uniques (4, 5) des raccords doubles (3) de manière fluidique.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé par un bouchon de fermeture (8) pour respectivement fermer hermétiquement un raccord
unique (4, 5) ou un raccord double (3).
3. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par un élément adaptateur (13) destiné au raccordement d'un tube de conduit d'air (14),
qui ne serait autrement pas compatible par rapport au raccordement, à un raccord unique
(4, 5) ou à un raccord double (3).
4. Système de canaux destiné au guidage d'air dans un édifice, comprenant une pluralité
de sections de canal (12) susceptibles d'être combinées les unes avec les autres de
manière modulaire pour former un canal d'amenée d'air (11) et un dispositif de distribution
d'air (1), les sections de canal (12) et le dispositif de distribution d'air (1) étant
configurés de sorte qu'ils peuvent être reliés les uns aux autres de manière fluidique,
le dispositif de distribution d'air (1) étant constitué d'un boîtier (2), qui comprend
deux, de préférence trois, de préférence particulière quatre raccords doubles (3)
sur la face extérieure de boîtier pour le raccordement fluidique de respectivement
un canal d'amenée d'air (11) et/ou un tube d'amenée d'air (14), le boîtier (2) étant
en forme de parallélépipède et comprenant six faces de boîtier, dont deux, de préférence
trois, de préférence particulière quatre fournissent chacune un raccord double (3)
et il fournit des conduits de distribution d'air (6, 7) dans son intérieur, lesquels
sont fluidiquement séparés l'un de l'autre et relient chacun tous les premiers et
tous les seconds raccords uniques (4, 5) des raccords doubles (3) de manière fluidique.
5. Système selon la revendication 4, caractérisé par des bouchons de fermeture (8), qui sont configurés de manière correspondante aux
raccords uniques (4, 5) ou aux raccords doubles (3) fournis par le dispositif de distribution
d'air (1).
6. Système selon la revendication 4 ou la revendication 5, caractérisé par des éléments adaptateurs (13) pour le raccordement à des raccords uniques (3, 5)
ou à des raccords doubles (3) fournis par le dispositif de distribution d'air (1).
7. Système selon l'une des revendications 4 à 6, caractérisé en ce que les sections de canal (12) sont en forme parallélépipédique.
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