(19)
(11) EP 2 965 640 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
13.01.2016  Patentblatt  2016/02

(21) Anmeldenummer: 15174753.2

(22) Anmeldetag:  01.07.2015
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A24C 5/34(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME
Benannte Validierungsstaaten:
MA

(30) Priorität: 08.07.2014 DE 102014213244

(71) Anmelder: HAUNI Maschinenbau AG
21033 Hamburg (DE)

(72) Erfinder:
  • BARON, Denis
    22457 Hamburg (DE)
  • LEIFELS, Tobias
    20535 Hamburg (DE)
  • HOHENSTEIN, Norbert
    21481 Lauenburg (DE)

(74) Vertreter: Seemann & Partner 
Raboisen 6
20095 Hamburg
20095 Hamburg (DE)

   


(54) PRÜFUNG VON STABFÖRMIGEN ARTIKELN, INSBESONDERE FILTERZIGARETTEN


(57) Die Erfindung betrifft unter anderem Trommelanordnung einer Maschine der Tabak verarbeitenden Industrie, insbesondere Trommelanordnung einer Filteransetzmaschine, zum queraxialen Fördern von stabförmigen Artikeln (50.1, 50.2) der Tabak verarbeitenden Industrie, insbesondere Filterzigaretten, mit einer rotierbaren Fördertrommel (35) für die stabförmigen Artikel (50.1, 50.2), wobei die Fördertrommel (35) in Umfangsrichtung eine Reihe von hintereinander angeordneten Aufnahmemulden (38.1, 38.2) für eine Reihe von stabförmigen Artikeln (50.1, 50.2) oder zwei nebeneinander angeordnete Reihen von hintereinander angeordneten Aufnahmemulden (38.1, 38.2) für jeweils eine Reihe von stabförmigen Artikeln (50.1, 50.2) aufweist, wobei die Fördertrommel (35) eingerichtet ist, stabförmige Artikel (50.1, 50.2), die in einer Reihe jeweils queraxial hintereinander angeordnet in Aufnahmemulden aufgenommen sind oder die in zwei Reihen nebeneinander und jeweils queraxial hintereinander angeordnet in Aufnahmemulden (38.1, 38.2) aufgenommen sind, bei Rotation der Fördertrommel (35) in queraxialer Richtung zu fördern, wobei für die eine Reihe oder für jede Reihe von Aufnahmemulden (38.1, 38.2) eine oder jeweils eine, vorzugsweise stationäre, Messvorrichtung (60, 60.1, 60.2) mit einem einseitig offenen Durchtrittskanal (62, 62.1, 62.2) für Abschnitte der stabförmigen Artikel (50.1, 50.2) vorgesehen ist.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft eine Trommelanordnung einer Maschine der Tabak verarbeitenden Industrie, insbesondere Trommelanordnung einer Filteransetzmaschine, zum queraxialen Fördern von stabförmigen Artikeln der Tabak verarbeitenden Industrie, insbesondere Filterzigaretten, mit einer rotierbaren Fördertrommel für die stabförmigen Artikel.

[0002] Ferner betrifft die Erfindung eine Maschine der Tabak verarbeitenden Industrie, insbesondere Filteransetzmaschine, zur Herstellung von stabförmigen Artikeln, insbesondere Filterzigaretten.

[0003] Außerdem betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Überprüfen von queraxial geförderten stabförmigen Artikeln der Tabak verarbeitenden Industrie, insbesondere zur Überprüfung von flüssigkeitsgefüllten Kapseln in Filterabschnitten von Filterzigaretten.

[0004] Unter der Bezeichnung "MAX" ist eine Filteransetzmaschine der HAUNI Maschinenbau AG bekannt.

[0005] Als Filteransetzmaschine wird eine Vorrichtung bzw. Maschine zur Herstellung von Filterzigaretten verstanden mit Mitteln zur Aufnahme von Tabakstöcken doppelter Länge mit Mitteln zum Schneiden dieser doppeltlangen Tabakstöcke in Tabakstöcke einfacher Länge, mit Mitteln zum Einbringen von Filterstopfen doppelter Länge zwischen die Tabakstöcke einfacher Länge, mit Mitteln zum Verbinden des doppeltlangen Filterstopfens mit den beiden Tabakstöcken einfacher Länge durch Umhüllen mit einem Belagpapierblättchen, das mittels einer Schneideinrichtung von einem zugeführten Belagpapierstreifen abgetrennt wird, mit Mitteln zum nachfolgenden Ausführen eines Trennschnitts durch den doppeltlangen Filterstopfen, so dass Filterzigaretten normaler Gebrauchslänge entstehen.

[0006] Nach der Herstellung der Filterzigaretten werden eine Dichtigkeitsprüfung und/oder mindestens eine Kopfendenprüfung und/oder eine Ventilationsgrad-Prüfung und/oder mindestens eine optische Prüfung der Zigaretten in der Filteransetzmaschine ausgeführt. Bei der Dichtigkeitsprüfung wird auf einer Prüftrommel jede einzelne Zigarette mit Prüfluft beaufschlagt.

[0007] Darüber hinaus werden an einer Filteransetzmaschine die Produkte bzw. hergestellten stabförmigen Artikel bzw. Filterzigaretten durch optische Prüfeinrichtungen untersucht. Bei einer optischen Prüfung werden üblicherweise Qualitätsmerkmale an den Produkten der Tabak verarbeitenden Industrie detektiert wie Löcher, Dimensionen, Objektidentifizierung, Stempel, Leimauftrag, Flecken, das Vorhandensein von Filterelementen, Beschädigung und dergleichen. Unter Produkten der Tabak verarbeitenden Industrie werden im Rahmen der vorliegenden Patentanmeldung insbesondere stabförmige Artikel bzw. Objekte wie Zigaretten, Filterstäbe, Multisegmentfilterstäbe und dergleichen verstanden.

[0008] Beispielsweise ist aus DE-A-10 2004 040 912 eine Einrichtung zur optischen Kontrolle von Produkten der Tabak verarbeitenden Industrie bekannt, die eine Bilderfassungsvorrichtung umfasst, wobei Gradientenindexlinsen verwendet werden, um den Abstand zwischen der Bilderfassungsvorrichtung und den zu kontrollierenden Produkten zu verringern.

[0009] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, die Qualität bei der Herstellung von stabförmigen Artikeln der Tabak verarbeitenden Industrie an einer Maschine, z.B. bei der Herstellung von Filterzigaretten an einer Filteransetzmaschine, sicherzustellen.

[0010] Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Trommelanordnung einer Maschine der Tabak verarbeitenden Industrie, insbesondere Trommelanordnung einer Filteransetzmaschine, zum queraxialen Fördern von stabförmigen Artikeln der Tabak verarbeitenden Industrie, insbesondere Filterzigaretten, mit einer rotierbaren Fördertrommel für die stabförmigen Artikel, wobei die Fördertrommel in Umfangsrichtung eine Reihe von hintereinander angeordneten Aufnahmemulden für eine Reihe von stabförmigen Artikeln oder zwei nebeneinander angeordnete Reihen von hintereinander angeordneten Aufnahmemulden für jeweils eine Reihe von stabförmigen Artikeln aufweist, wobei die Fördertrommel eingerichtet ist, stabförmige Artikel, die in einer Reihe queraxial hintereinander angeordnet in Aufnahmemulden der Fördertrommel oder die in zwei Reihen nebeneinander und jeweils queraxial hintereinander angeordnet in Aufnahmemulden der Fördertrommel aufgenommen sind, bei Rotation der Fördertrommel in queraxialer Richtung zu fördern, wobei für die eine Reihe oder für jede Reihe von Aufnahmemulden eine oder jeweils eine, vorzugsweise stationäre, Messvorrichtung mit einem einseitig offenen Durchtrittskanal für Abschnitte der stabförmigen Artikel vorgesehen ist und im Durchtrittskanal der oder jeder Messvorrichtung die, vorzugsweise von den jeweiligen Aufnahmemulden seitlich überstehenden, im Durchtrittskanal befindlichen Abschnitte der stabförmigen Artikel bei Durchquerung des einseitig offenen Durchtrittskanals der Messvorrichtung oder jeweils bei Durchquerung der einseitig offenen Durchtrittskanäle der Messvorrichtungen jeweils mit elektromagnetischen Wellen eines Messfeldes der Messvorrichtung beaufschlagbar sind oder beaufschlagt werden.

[0011] Die Erfindung beruht auf dem Gedanken, dass eine Maschine der Tabak verarbeitenden Industrie, insbesondere Filteransetzmaschine, eine Trommelanordnung mit mehreren Fördertrommeln aufweist, wobei an einer Fördertrommel der Trommelanordnung eine Messvorrichtung zur Überprüfung von Abschnitten der stabförmigen Artikel bzw. von Filterzigaretten vorgesehen ist. Hierbei werden mittels der Messvorrichtung beispielsweise flüssigkeitsgefüllte Kapseln in Filterstopfen der queraxial geförderten Filterzigaretten an einer Filteransetzmaschine nach deren Herstellung an der Filteransetzmaschine überprüft.

[0012] Hierbei ist in einer Ausgestaltung für eine einreihige Bahn von queraxial hintereinander angeordneten stabförmigen Artikeln eine (einzige) Messvorrichtung mit einem Durchtrittskanal für die Abschnitte der stabförmigen Artikel vorgesehen.

[0013] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung ist bei zwei Bahnen von jeweils queraxial hintereinander angeordneten stabförmigen Artikeln jeweils eine Messvorrichtung mit jeweils einem Durchtrittskanal für die Abschnitte der stabförmigen Artikel einer Reihe vorgesehen.

[0014] Hierbei ist insbesondere vorgesehen, dass beispielsweise nach einer optischen Prüfung der hergestellten Filterzigaretten und nach einer Prüfung des Ventilationsgrads der Filterzigaretten und vor der Abgabe der einfach langen, gebrauchsfertigen Filterzigaretten an eine nachfolgende Massenstromtransporteinrichtung mit mehrlagigen Filterzigaretten, die Filter bzw. Filterstopfen der Filterzigaretten überprüft werden. Insbesondere werden hierbei Filter oder Filterabschnitte, die mit flüssigkeitsgefüllten Kapseln versehen sind, überprüft.

[0015] Dazu ist beispielsweise vorgesehen, dass eine Prüfvorrichtung in Form einer Mikrowellenmessvorrichtung mit einem Mikrowellenresonator für die zu prüfenden Abschnitte bzw. Filter der Filterzigaretten vorgesehen ist, wobei hierbei die stabförmigen Artikel mit den jeweils zu prüfenden Abschnitten durch einen einseitig offenen seitlichen Durchtrittskanal bei Rotation der Fördertrommel geführt werden und den Durchtrittskanal der Messvorrichtung durchqueren, so dass die in den Durchtrittskanal eingebrachten Abschnitte, insbesondere Filterabschnitte der Filterzigaretten, auf ihrem Förderweg durch den Durchtrittskanal, z.B. ein Mikrowellenmessfeld, in wenigstens einem Mikrowellenresonator der Messvorrichtung durchqueren.

[0016] Hierbei wird erreicht, dass die stabförmigen Artikel bzw. Filterzigaretten queraxial seitlich in die Mikrowellenmessvorrichtung bzw. einen Mikrowellenresonator eintauchen und dort das darin angeregte Messfeld bzw. resonante Mikrowellenmessfeld durchlaufen. Unter Verwendung einer Mikrowellenmessvorrichtung treten die zu prüfenden Abschnitte bzw. Filterabschnitte vollständig in ein Mikrowellenmessfeld ein, das im Resonator eine hohe Feldstärke aufweist.

[0017] Mit dem längserstreckten oder quererstreckten, einseitig offenen seitlichen Durchtrittskanal sind die Messvorrichtungen außerdem für diesen queraxial geförderten seitlichen Durchtritt speziell ausgestaltet, um den entsprechenden Durchtritt durch den Mikrowellenresonator zu ermöglichen. Hierbei wird bei der Herstellung von Filterzigaretten an einer Filteransetzmaschine vor der Abgabe des einlagigen Massenstroms an Filterzigaretten an eine Massenstromtransporteinrichtung mit mehreren Lagen aus Filterzigaretten die Qualität der Filterzigaretten überwacht, wobei in Abhängigkeit der Messergebnisse Filterzigaretten mit defekten Kapseln in Filterabschnitten aus dem weiteren Produktionsprozess ausgeschleust werden.

[0018] Gemäß der Erfindung werden hierbei an einer doppeltbahnigen Filteransetzmaschine die Abschnitte von Filterzigaretten, von zwei nebeneinander, einlagigen Einzelströmen mit queraxial hintereinander jeweils in einer Reihe angeordneten Filterzigaretten erfasst. Dadurch, dass bei der doppeltbahnigen Filterzigarette jeweils eine Messvorrichtung für eine Bahn oder eine Reihe mit einem einlagigen Massenstrom von Filterzigaretten geprüft werden, wird die Güte des Herstellungsprozesses der Filterzigaretten an der Filteransetzmaschine signifikant erhöht, da nach Herstellung der fertigen Filterzigaretten geprüft wird, ob Kapseln in den Zigarettenfiltern intakt sind.

[0019] Im Rahmen der Erfindung ist dabei vorgesehen, dass vor der Abgabe der Filterzigaretten von der Filteransetzmaschine an einen nachfolgenden Massenstromförderer Abschnitte der stabförmigen Artikel, d.h. der Filterzigaretten, mit elektromagnetischen Strahlen des jeweiligen Messfeldes beaufschlagt werden, wobei hierfür die zu prüfenden Abschnitte der Filterzigaretten mit elektromagnetischen Wellen zur Prüfung der Abschnitte im jeweiligen Durchtrittskanal beaufschlagt werden.

[0020] Die Messvorrichtung für eine Reihe oder für jede Reihe von Filterzigaretten oder stabförmigen Artikeln ist erfindungsgemäß jeweils mit einem längserstreckten, einseitig offenen und insbesondere U-förmigen Durchtrittskanal für die zu prüfenden Abschnitte der stabförmigen Artikel ausgebildet, wobei zur Durchführung der Prüfung die Filterzigaretten einseitig auf einem mit Saugluft beaufschlagten Halter mit einer Aufnahmemulde für die Filterzigaretten gehalten werden, so dass die zu prüfenden Abschnitte in die gabelförmig ausgebildete Messvorrichtung mit dem offenen Durchtrittskanal jeweils eingebracht werden. Insbesondere werden dabei an der doppeltbahnigen Filteransetzmaschine gleichzeitig die paarweise geförderten Filterzigaretten beider Reihen überprüft. Insbesondere sind dabei die paarweise angeordneten Filterzigaretten für die Prüfung längsaxial voneinander beabstandet.

[0021] Im Rahmen der Erfindung weist die Trommelanordnung der Maschine der Tabak verarbeitenden Industrie zur Herstellung von stabförmigen Artikeln, insbesondere Filterzigaretten, eine Prüfvorrichtung mit jeweils einer Messvorrichtung für die doppeltbahnig geführten und hergestellten Filterzigaretten auf, so dass jeweils eine Messvorrichtung für jeweils eine Reihe mit queraxial hintereinander angeordneten Filterzigaretten vorgesehen ist.

[0022] Eine Weiterbildung der Trommelanordnung zeichnet sich dadurch aus, dass die Messvorrichtungen für die Abschnitte der stabförmigen Artikel der beiden Reihen zwischen den beiden Reihen der Aufnahmemulden der Fördertrommel für die stabförmigen Artikel angeordnet sind.

[0023] Dadurch, dass die Messvorrichtungen zwischen den zu prüfenden Abschnitten der stabförmigen Artikel der beiden Reihen und somit zwischen den Aufnahmemulden für die stabförmigen Artikel angeordnet sind, wird erreicht, dass die zu prüfenden Abschnitte der stabförmigen Artikel der beiden Reihen einander zugewandt sind. Insbesondere sind die zu prüfenden Filterabschnitte der Filterzigaretten einander paarweise auf der Fördertrommel angeordnet.

[0024] Vorzugsweise sind die Messvorrichtung für eine Reihe von stabförmigen Artikeln oder jede Messvorrichtung für die beiden Reihen von stabförmigen Artikeln derart eingerichtet, um zu prüfende Abschnitte der stabförmigen Artikel bei einer Durchquerung des Durchtrittskanals jeder oder der Messvorrichtung jeweils mit elektromagnetischen Wellen im Bereich zwischen 300 MHz (300 × 106 Hz) und 30 EHz (30 × 1018 Hz) zu beaufschlagen.

[0025] Hierbei ist es im Rahmen der Erfindung vorgesehen, dass die Messvorrichtung als Sensoren geeignet sind, um je nach Anwendungsbereich die zu prüfenden Abschnitte der stabförmigen Artikel mit elektromagnetischen Wellen im Hochfrequenzbereich bis in den Bereich von Röntgenstrahlen beaufschlagen zu können.

[0026] Insbesondere werden für die Prüfung von flüssigkeitsbefüllten Kapseln in Filterstäben Mikrowellensensoren als Messvorrichtung bevorzugt. Allerdings ist es im Rahmen der Erfindung auch möglich, für die Überprüfung der stabförmigen Artikel bzw. deren Abschnitte beispielsweise kapazitive Hochfrequenzmessvorrichtungen einzusetzen.

[0027] Darüber hinaus ist es im Rahmen der Erfindung ebenfalls möglich, die zu prüfenden Abschnitte mit Strahlung aus dem nahen Infrarotbereich oder mit Licht, insbesondere Laserlicht, im Längenwellenbereich von 500 bis 1.500 nm zu beaufschlagen. Hierzu eignen sich insbesondere Diodenlaser oder Feststofflaser.

[0028] So ist es weiterhin im Rahmen der Erfindung denkbar, Röntgenstahllaser und entsprechende Fotoempfänger für die Messvorrichtung für die zu prüfenden Abschnitte einzusetzen.

[0029] Dazu ist insbesondere vorzusehen, dass die Messvorrichtung für eine Reihe von stabförmigen Artikeln oder jede Messvorrichtung für die beiden Reihen von stabförmigen Artikeln derart eingerichtet sind, um zu prüfende Abschnitte der stabförmigen Artikel bei einer Durchquerung des Durchtrittskanals jeder oder der Messvorrichtung mit elektromagnetischen Wellen im Bereich zwischen 1 GHz (1 × 109 Hz) und 20 GHz (20 × 109 Hz) oder im Bereich zwischen 10 MHz (10 × 106 Hz) und 300 MHz (300 × 106 Hz) oder im Bereich zwischen 300 GHz (300 × 109 Hz) und 300 THz (300 × 1012 Hz) zu beaufschlagen.

[0030] Außerdem zeichnet sich eine vorteilhafte Trommelanordnung dadurch aus, dass die Aufnahmemulden für die Durchquerung der Abschnitte der stabförmigen Artikel im Bereich der Durchtrittskanäle der Messvorrichtungen dem jeweiligen Durchtrittskanal gegenüberliegend ausgebildet sind.

[0031] Vorzugsweise weist die Fördertrommel einen, vorzugsweise äußeren, Trommelkörper auf, wobei die Aufnahmemulden der einen Reihe oder der beiden Reihen gegenüber der Umfangsfläche des Trommelkörpers der Fördertrommel in radialer Richtung nach außen versetzt ausgebildet sind. Hierbei sind die Aufnahmemulden für die stabförmigen Artikel gegenüber dem Trommelkörper der Fördertrommel mit einer Erhöhung in radialer Richtung angeordnet, wodurch es ermöglicht ist, dass die freien Enden der zu prüfenden Abschnitte der stabförmigen Artikel bei Rotation der Fördertrommel in den Durchtrittskanal eingebracht werden.

[0032] Hierbei sind insbesondere die geförderten stabförmigen Artikel einseitig in einem vorbestimmten Abschnitt der stabförmigen Artikel in den verkürzten Aufnahmemulden angeordnet, wobei der Abschnitt der stabförmigen Artikel, die in den dafür vorgesehenen Aufnahmemulden mit Unterdruck beaufschlagt werden, um die stabförmigen Artikel während der Förderung auf der Fördertrommel mittels Unterdruck zu halten.

[0033] Hierzu ist in einer Weiterbildung der Trommelanordnung weiterhin vorgesehen, das die Aufnahmemulden der beiden Reihen in oder auf radial nach außen sich erstreckenden, insbesondere scheibenförmigen, Ringkörpern oder in oder auf radial nach außen sich erstreckenden Ärmchen ausgebildet sind. Dadurch wird eine radiale Erhöhung der Aufnahmemulden gegenüber dem Trommelkörper erreicht. Vorzugsweise beträgt der Abstand, der auch als Überstand bezeichnet ist, zwischen dem Muldengrund der Aufnahmemulden und dem Trommelkörper bzw. dem Umfang des Trommelkörpers zwischen 15 mm und 60 mm, insbesondere zwischen 20 mm und 50 mm.

[0034] Dazu ist weiter vorgesehen, dass die Länge der Aufnahmemulden der einen Reihe oder die Länge der Aufnahmemulden der beiden Reihen für die stabförmigen Artikel jeweils zwischen 15 mm und 40 mm, insbesondere zwischen 15 mm und 35 mm oder 30 mm, beträgt oder dass die Breite der Ringkörper oder die Breite der Ärmchen für die stabförmigen Artikel jeweils zwischen 15 mm und 40 mm, insbesondere zwischen 15 mm und 35 mm oder 30 mm , beträgt. Insbesondere ist die Länge der Aufnahmemulden für die stabförmigen Artikel derart bemessen oder ausgebildet, dass die Länge der Aufnahmemulden beispielsweise zwischen 1/6 und 2/5 der Länge der zu fördernden stabförmigen Artikel beträgt.

[0035] Insbesondere weisen in einer Ausgestaltung die Aufnahmemulden für die stabförmigen Artikel jeweils seitliche Stützkörper für die in den Durchtrittskanälen zu prüfenden Artikel auf, wobei die Stützkörper aus einem nicht-metallischen Material, insbesondere Kunststoff, hergestellt sind und die Stützkörper bei Rotation der Fördertrommel zusammen mit den zu prüfenden Abschnitten der stabförmigen Artikel in die Durchtrittskanäle der Messvorrichtung einbringbar sind und diese durchqueren. Dadurch, dass die Aufnahmemulden seitliche und vorspringende Stützkörper für die stabförmigen Artikel bzw. für die zu prüfenden Abschnitte der stabförmigen Artikel aufweist, wird erreicht, dass zwischen dem äußeren Trommelkörper der Fördertrommel und den Stützkörpern in radialer Richtung ein Freiraum ist, wodurch die seitlich an den Aufnahmemulden angeordneten Stützkörper zusammen mit den darauf angeordneten Abschnitten der stabförmigen Artikel in den Durchtrittskanal der Messvorrichtung einbringbar sind, ohne dass der Stützkörper die Messung mittels der Messvorrichtung beeinflusst.

[0036] Die seitlichen Stützkörper an den Aufnahmemulden bilden dabei eine Art Verlängerung der Aufnahmemulden, wobei hierbei das Material bzw. der Kunststoff für die Stützkörper derart gewählt ist, dass der Kunststoff eine möglichst geringe Dielektrizitätskonstante aufweist, wodurch ein ausreichender Kontrast zwischen dem Stützkörper und beispielsweise der mittels der Messvorrichtung erfassten Kapsel in einem Filterabschnitt erreicht wird.

[0037] Darüber hinaus ist im Rahmen der Erfindung vorgesehen, dass Maßnahmen gegen Umwelteinflüsse oder aus der Umgebung einer Maschine der Tabak verarbeitenden Industrie, insbesondere Filteransetzmaschine, realisiert werden. Beispielsweise ist es im Rahmen der Erfindung möglich, dass entsprechende Blaseinrichtungen oder Heizeinrichtungen im Bereich der Fördertrommel oder an der Fördertrommel oder im Bereich der Durchtrittskanäle vorgesehen sind, um die Umgebung der Messvorrichtungen von störenden Partikeln freizuhalten oder eine vorbestimmte Feuchte bei der Durchführung der Messungen und/oder eine konstante Temperatur hierfür bereitzustellen.

[0038] Darüber hinaus wird die Aufgabe gelöst durch eine Maschine der Tabak verarbeitenden Industrie, insbesondere Filteransetzmaschine, zur Herstellung von stabförmigen Artikeln, insbesondere Filterzigaretten, die mit einer voranstehenden Trommelanordnung ausgebildet ist. Zur Vermeidung von Wiederholungen wird auf die voranstehenden obigen Ausführungen ausdrücklich verwiesen.

[0039] Ferner wird die Aufgabe gelöst durch ein Verfahren zum Überprüfen von queraxial geförderten stabförmigen Artikeln der Tabak verarbeitenden Industrie, insbesondere zur Überprüfung von flüssigkeitsgefüllten Kapseln in Filterabschnitten von Filterzigaretten, insbesondere unter Verwendung einer voranstehend beschriebenen Trommelanordnung zum queraxialen Fördern von stabförmigen Artikeln, wobei die stabförmigen Artikel in einer Reihe queraxial hintereinander in jeweils einer Reihe von Aufnahmemulden einer Muldenfördereinrichtung, insbesondere Fördertrommel, aufgenommen sind oder wobei die stabförmigen Artikel in zwei Reihen nebeneinander und jeweils in jeder Reihe queraxial hintereinander in jeweils einer Reihe von Aufnahmemulden einer Muldenfördereinrichtung, insbesondere Fördertrommel, aufgenommen sind und in queraxialer Richtung gefördert werden, wobei für die eine oder für jede Reihe von Aufnahmemulden jeweils eine, vorzugsweise stationäre, Messvorrichtung mit einem, vorzugsweise längserstreckten oder quererstreckten, einseitig offenen Durchtrittskanal für Abschnitte der stabförmigen Artikel vorgesehen ist, wobei während der queraxialen Förderung der stabförmigen Artikel Abschnitte der stabförmigen Artikel jeweils auf ihrem Förderweg den einseitig offenen Durchtrittskanal der oder jeweils einer Messvorrichtung für die Abschnitte durchqueren und die Abschnitte der stabförmigen Artikel jeder Reihe während ihrer Förderung durch den Durchtrittskanal jeweils ein elektromagnetische Wellen aufweisendes Messfeld der jeweiligen Messvorrichtung durchqueren.

[0040] Hierbei ist im Rahmen der Erfindung vorgesehen, dass das beanspruchte Verfahren an einer entsprechenden Trommelanordnung einer Ansetzmaschine, z.B. einer Filteransetzmaschine, durchgeführt wird.

[0041] Des Weiteren zeichnet sich das Verfahren dadurch aus, dass die stabförmigen Artikel in den Aufnahmemulden der einen Reihe oder in den Aufnahmemulden jeder Reihe jeweils mit seitlich von den Aufnahmemulden überstehenden Abschnitten, insbesondere Filterabschnitten, in einem Förderbereich angeordnet sind und/oder dass die stabförmigen Artikel der beiden Reihen paarweise und längsaxial voneinander beabstandet in den Aufnahmemulden der Muldenfördereinrichtung, insbesondere Fördertrommel, gefördert werden. Dadurch ist es möglich, dass die Messvorrichtungen zwischen den beiden Reihen der stabförmigen Artikel angeordnet sind oder werden.

[0042] Des Weiteren ist es bei einer Ausgestaltung des Verfahrens vorteilhaft, dass die stabförmigen Artikel der beiden Reihen auf der Muldenfördereinrichtung derart angeordnet sind oder werden, dass die für die Messvorrichtungen vorgesehenen und zu prüfenden Abschnitte der stabförmigen Artikel der beiden Reihen einander zugewandt sind und wobei die Messvorrichtungen für die Abschnitte der stabförmigen Artikel der beiden Reihen zwischen den beiden geförderten Reihen der stabförmigen Artikel angeordnet sind.

[0043] Insbesondere wird im Rahmen der Erfindung als Muldenfördereinrichtung auch sowie vor allem eine Fördertrommel verstanden.

[0044] Ferner ist es gemäß einer alternativen Ausführungsform des Verfahrens vorgesehen, dass die stabförmigen Artikel der beiden Reihen auf der Muldenfördereinrichtung derart angeordnet sind oder werden, dass die für die Messvorrichtungen vorgesehenen und zu prüfenden Abschnitte der stabförmigen Artikel der beiden Reihen voneinander abgewandt sind und wobei die Messvorrichtungen für die Abschnitte der stabförmigen Artikel der beiden Reihen außenseitig an den beiden geförderten Reihen der stabförmigen Artikel angeordnet sind.

[0045] Des Weiteren zeichnet sich eine Weiterbildung des Verfahrens dadurch aus, dass zu prüfende Abschnitte der stabförmigen Artikel bei einer Durchquerung des Durchtrittskanals jeder oder der Messvorrichtung jeweils mit elektromagnetischen Wellen im Bereich zwischen 300 MHz (300 × 106 Hz) und 30 EHz (30 × 1018 Hz), insbesondere im Bereich zwischen 1 GHz (1 × 109 Hz) und 20 GHz (20 × 109 Hz) oder im Bereich zwischen 10 MHz (10 × 106 Hz) und 300 MHz (300 × 106 Hz) oder im Bereich zwischen 300 GHz (300 × 109 Hz) und 300 THz (300 × 1012 Hz), beaufschlagt werden.

[0046] Insbesondere ist die Muldenfördereinrichtung als Fördertrommel der voranstehend beschriebenen Trommelanordnung einer Maschine der Tabak verarbeitenden Industrie, insbesondere Filteransetzmaschine, ausgebildet, wobei zur Vermeidung von Wiederholungen auf die obigen Ausführungen entsprechend verwiesen wird.

[0047] Außerdem ist es im Rahmen der Erfindung vorgesehen, dass in Abhängigkeit der Messergebnisse nach der Prüfung der Abschnitte der stabförmigen Artikel, insbesondere der kapselbefüllten Filterabschnitte der Filterzigaretten, Filterzigaretten mit einer defekten Kapsel oder einer nicht vorhandenen Kapsel im Filter aus dem Produktionsprozess an einer Filteransetzmaschine ausgeschleust werden.

[0048] Weitere Merkmale der Erfindung werden aus der Beschreibung erfindungsgemäßer Ausführungsformen zusammen mit den Ansprüchen und den beigefügten Zeichnungen ersichtlich. Erfindungsgemäße Ausführungsformen können einzelne Merkmale oder eine Kombination mehrerer Merkmale erfüllen.

[0049] Die Erfindung wird nachstehend ohne Beschränkung des allgemeinen Erfindungsgedankens anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben, wobei bezüglich aller im Text nicht näher erläuterten erfindungsgemäßen Einzelheiten ausdrücklich auf die Zeichnungen verwiesen wird. Es zeigen:
Fig. 1
schematisch eine Filteransetzmaschine in einer Vorderansicht,
Fig. 2
im Ausschnitt schematisch eine Querschnittsansicht einer Fördertrommel einer Filteransetzmaschine mit zwei Mikrowellenresonatorvorrichtungen für Filterzigaretten;
Fig. 3
eine schematische perspektivische Darstellung von Teilen eines Ausführungsbeispiels einer Anordnung mit einer Mikrowellenmessvorrichtung,
Fig. 4a), b)
schematische perspektivische Schnittdarstellungen durch ein Ausführungsbeispiel einer weiteren Mikrowellenmessvorrichtung,
Fig. 5a), b)
verschiedene perspektivische schematische Darstellungen und Schnittdarstellungen einer Mikrowellenmessvorrichtung,
Fig. 6
eine schematische Ansicht eines als Mikrowellenmessvorrichtung ausgebildeten Helix-Mikrowellenresonators,
Fig. 7a), b)
schematische Schnittdarstellungen durch ein Ausführungsbeispiel einer Mikrowellenmessvorrichtung mit Mikrowellenmessfeldern in einem beladenen Zustand,
Fig. 8a), b), c)
Detailansichten und schematische Schnittdarstellungen durch einen Messkondensator.


[0050] In den Zeichnungen sind jeweils gleiche oder gleichartige Elemente und/oder Teile mit denselben Bezugsziffern versehen, so dass von einer erneuten Vorstellung jeweils abgesehen wird.

[0051] In Fig. 1 ist eine Filteransetzmaschine in einer Vorderansicht ausschnittsweise dargestellt, wobei die Filteransetzmaschine über eine Trommelanordnung T zur Zuführung von Tabakstöcken von einer schematisch eingezeichneten Zigarettenstrangmaschine P Tabakstöcke doppelter Gebrauchslänge empfängt. Eine Zigarettenstrangmaschine ist unter der Bezeichnung "PROTOS" der Patentanmelderin bekannt.

[0052] Auf ihrem Förderweg zu einer Zusammenstelltrommel 21 werden die Tabakstöcke doppelter Gebrauchslänge geschnitten und längsaxial gespreizt. Auf der Zusammenstelltrommel 21 werden über eine weitere Trommelanordnung M doppeltlange Filterstopfen transportiert, die jeweils zwischen zwei längsaxial beabstandete Tabakstöcke eingefügt werden. Hierdurch wird auf der Zusammenstelltrommel 21 eine Folge von queraxial hintereinander angeordneten Tabakstock-Filterstopfen-Tabakstock-Gruppen gebildet. Als Filterstopfen werden dabei auch Filter bzw. Filterstopfen zwischen die beabstandeten Tabakstockpaare eingelegt, die flüssigkeitsgefüllte Kapseln aufweisen.

[0053] Die zusammengestellten Artikelgruppen werden von der Zusammenstelltrommel 21 an eine Fördertrommel 22 übergeben und zu einem Belagapparat 10 die zusammengestellten Tabakstock-Filterstopfen-Tabakstock-Gruppen transportiert. In DE-C-39 18 137 ist ausführlich ein Belagapparat beschrieben, der vollumfänglich in den Inhalt der vorliegenden Anmeldung aufgenommen wird.

[0054] Ein beleimter und geförderter Belagpapierstreifen 11 wird im Belagapparat 10 auf einer Schneidtrommel 12 von den Messern einer Messerwalze 13 in Belagblättchen bzw. Verbindungsblättchen geschnitten. Die geschnittenen Verbindungsblättchen werden jeweils an die Artikelgruppen bzw. Tabakstock-Filterstopfen-Tabakstock-Gruppen auf der Fördertrommel 22 übergeben bzw. angeheftet.

[0055] Nach dem Anheften der geschnittenen und der einzelnen Verbindungsblättchen an jeweils eine Artikelgruppe werden die Artikelgruppen weiter zu einer nachfolgenden Rolltrommel 26 und einer Rolleinrichtung 27 transportiert, mittels der die Verbindungsblättchen vollständig um die Tabakstock-Filterstopfen-Tabakstock-Gruppen herumgewickelt werden. Die Rolleinrichtung 27 besteht in einer Ausgestaltung aus einem Stegrad, einer Rollhand mit einer Rollfläche und ausgangsseitig einer Rollwalze, wobei die Rollfläche und die Rolltrommel 26 einen Rollkanal bilden, in dem Artikelgruppen mit den Verbindungsblättchen umwickelt werden, womit doppeltlange Filterzigaretten gebildet werden.

[0056] Die doppeltlangen Filterzigaretten werden nachfolgend an eine Fördertrommel 28 und weiter nachfolgend an eine weitere Fördertrommel 29 übergeben und für den weiteren Bearbeitungsprozess an einer Filteransetzmaschine bereitgestellt.

[0057] Von der Fördertrommel 29 werden die doppeltlangen Filterzigaretten über eine Fördertrommel 30 zu einer Schneidtrommel 31 gefördert, an der ein Schneidmesser 32 angeordnet ist, welches aus den doppeltlangen Filterzigaretten durch einen mittigen Trennschnitt Filterzigaretten einfacher Gebrauchslänge herstellt.

[0058] Die Filterzigaretten werden anschließend von der Schneidtrommel 31 an eine Spreiztrommel 33 übergeben. Auf der Spreiztrommel 33 werden die Filterzigarettenpaare längsaxial voneinander beabstandet, so dass zwei (einlagige) Reihen mit queraxial hintereinander angeordneten Filterzigaretten gebildet werden. Anschließend werden die Filterzigaretten beider längsaxial beabstandeter Reihen, d.h. die längsaxial beanstandeten Filterzigaretten an eine Prüftrommel 34 übergeben. Die Filterzigaretten beider Reihen sind jeweils mit einem Filterstopfen versehen, die jeweils wenigstens eine flüssigkeitsgefüllte Kapsel aufweisen.

[0059] An der Prüftrommel 34 ist ein Prüforgan 44 angeordnet, welches die Filterzigaretten einer Prüfung, z.B. einer Kopfendenprüfung, unterzieht.

[0060] Im Rahmen der Erfindung ist es möglich, dass die hergestellten Filterzigaretten an dem Prüforgan 44 einer Dichtigkeitsprüfung und/oder einer Kopfendenprüfung und/oder einer Ventilationsprüfung unterzogen werden. Darüber hinaus ist es im Rahmen der Erfindung möglich, dass mittels des Prüforgans 44 oder eines weiteren Prüforgans eine optische Prüfung der Zigaretten auf der Prüftrommel 34 durchgeführt wird.

[0061] Anschließend werden die Zigaretten von der Prüftrommel 34 an eine nachfolgende Fördertrommel 35 übergeben, an der ein schematisch dargestelltes Prüforgan 45 mit Mikrowellenresonatorvorrichtungen (vgl. Fig. 2) für die zwei voneinander beabstandeten, einlagigen Reihen mit Filterzigaretten angeordnet ist, um die hergestellten Filterzigaretten einer weiteren Qualitätsprüfung zu unterziehen und um die Zustände der flüssigkeitsgefüllten Kapseln in den einzelnen Filterstopfen oder in den Filterabschnitten der an der Filteransetzmaschine hergestellten Filterzigaretten zu erfassen, bevor die hergestellten Filterzigaretten von der Filteransetzmaschine an eine nachfolgende (hier nicht dargestellte) Massenstromtransporteinrichtung für die Filterzigaretten übergeben werden.

[0062] In Fig. 2 ist ein schematischer Ausschnitt der Fördertrommel 35 der Filteransetzmaschine (vgl. Fig. 1) im Querschnitt mit einem Prüforgan 45 für die flüssigkeitsbefüllten Kapseln in den Filterstopfen der auf der Fördertrommel 35 queraxial geförderten Filterzigaretten gezeigt. Die Fördertrommel 35 ist dabei Bestandteil einer Trommelanordnung einer Filteransetzmaschine zum queraxialen Fördern von stabförmigen Artikeln, insbesondere von Filterzigaretten und/oder deren Komponenten, wobei die Trommelanordnung mehrere Fördertrommel aufweist.

[0063] Die Fördertrommel 35 weist einen Trommelkörper 36 auf, auf dessen Außenseite zwei voneinander beabstandete Ringkörper 37.1, 37.2 angeordnet sind, die jeweils Aufnahmemulden 38.1, 38.2 für die an der Filteransetzmaschine hergestellten Filterzigaretten 50.1, 50.2 aufweisen. Die in Fig. 2 gezeigten einzelnen Filterzigaretten 50.1, 50.2 sind jeweils Teil einer Reihe an Filterzigaretten, wobei die beiden Reihen mit Filterzigaretten 50.1, 50.2 längsaxial voneinander beabstandet sind. Die Filterzigaretten 50.1, 50.2 weisen jeweils einen Tabakstock 51.1, 51.2 und einen Filterstopfen 52.1, 52.2 auf, wobei im Inneren der Filterstopfen 52.1, 52.2 jeweils eine flüssigkeitsbefüllte Kapsel 55 eingebracht ist.

[0064] Die Länge der Aufnahmemulden 38.1, 38.2 ist kleiner als die Länge der Filterzigaretten 50.1, 50.2. Typischerweise beträgt die Länge der Aufnahmemulden 38.1, 38.2 zwischen 15 mm und 40 mm, insbesondere zwischen 15 mm und 30mm. Die symmetrisch zueinander angeordneten Filterzigaretten 50.1, 50.2 sind jeweils auf den Aufnahmemulden 38.1, 38.2 asymmetrisch angeordnet, wobei der Tabakstock 51.1, 51.2 mittels eines bereitgestellten Unterdrucks mit einem Haltevakuum beaufschlagt ist und in den Aufnahmemulden 38.1, 38.2 gehalten wird.

[0065] Dadurch, dass ein schmaler Ringkörper 37.1, 37.2 jeweils für eine Reihe mit Filterzigaretten 50.1, 50.2 vorgesehen ist und ein Abschnitt der Tabakstöcke 51.1, 51.2 der Filterzigaretten 50.1, 50.2 Kontakt mit den schmalen Aufnahmemulden 38.1, 38.2 hat, werden die Filterzigaretten 50.1, 50.2 einseitig auf der Fördertrommel 35 gehalten und angeordnet, so dass ein Freiraum zwischen den freien, ungestützten Abschnitten der Filterzigaretten 50.1, 50.2 mit dem jeweiligen Filterstopfen 52.1, 52.2 und der Außenseite des Trommelkörpers 36 entsteht bzw. ausgebildet ist.

[0066] Das in Fig. 2 dargestellte Prüforgan 45 weist zwei Mikrowellenmessvorrichtungen 60.1, 60.2 auf, die jeweils einen Durchtrittskanal 62.1, 62.2 für die freien Abschnitte der Filterzigaretten 50.1, 50.2 mit den ungestützten, freien Filterstopfen 52.1, 52.2 aufweisen. Die Durchtrittskanäle 62.1 62.2 sind derart dimensioniert, dass die freien Abschnitte mit den einander zugewandten Filterstopfen 52.1, 52.2 jeweils ein elektromagnetische Wellen aufweisendes Messfeld, insbesondere im Mikrowellenmessfeld, der zwei Mikrowellenmessvorrichtungen 60.1, 60.2 durchqueren, so dass der Zustand der flüssigkeitsbefüllten Kapseln 55 in den Filterstopfen 52.1, 52.2 einzeln und gleichzeitig überprüft bzw. überwacht wird.

[0067] Die Messergebnisse der Mikrowellenmessvorrichtungen 60.1, 60.2 werden jeweils an eine Auswerteeinrichtung 56, z.B. Maschinensteuerung, übermittelt, so dass mittels der Auswerteeinrichtung 56 die Filterzigaretten mit einer defekten Kapsel 55 nach deren Erkennung aus dem weiteren Produktionsprozess an einer entsprechenden Stelle beispielsweise an der Filteransetzmaschine entfernt werden.

[0068] Die U-förmigen Mikrowellenmessvorrichtungen 60.1, 60.2 sind zwischen den beiden Ringkörpern 37.1, 37.2 der Fördertrommel 35 angeordnet, so dass die Durchtrittskanäle 62.1, 62.2 nach außen gerichtet sind, wodurch bei Rotation der Fördertrommel 35 die Abschnitte der Filterzigaretten 50.1, 50.2 mit den jeweils eine Kapsel 55 aufweisenden Filterstopfen 52.1, 52.2 durch die Durchtrittskanäle 62.1, 62.2 gefördert werden.

[0069] Im Rahmen der Erfindung ist es in einer (hier nicht dargestellten) Ausführungsform vorgesehen, dass an den Ringkörper 37.1, 37.2 seitliche, vorzugsweise langgestreckte oder zungenartige, Stützkörper oder dergleichen für die Abschnitte der Filterzigaretten 50.1, 50.2, die in die Durchtrittskanäle 62.1, 62.2 eingebracht werden, vorgesehen sind, wobei zwischen der Unterseite der Stützkörper und der Außenseite des Trommelkörpers 36 ein Freiraum stets vorhanden bzw. ausgebildet ist.

[0070] In den nachfolgenden Figuren werden verschiedene Ausführungsformen für die an der Fördertrommel 35 in Fig.2 schematisch dargestellten Mikrowellenmessvorrichtungen 60.1, 60.2 näher erläutert.

[0071] Fig. 3 zeigt eine schematische perspektivische Darstellung von Teilen eines Ausführungsbeispiels einer Anordnung mit einer Mikrowellenmessvorrichtung 60, die an einer Fördertrommel einer Filteransetzmaschine angeordnet ist. Aus Gründen der Übersichtlichkeit wurde von der Einzeichnung der Fördertrommel abgesehen.

[0072] Die Anordnung umfasst eine Mikrowellenmessvorrichtung 60 mit einem Gehäuse 72, das einen Reflexionsresonator 74 mit einer Mikrowelleneinkopplung 80 umfasst. Eine Blende 84 ist gestrichelt angedeutet und trennt den Mikrowelleneinkopplungshohlraum 80 vom Reflexionsresonator 74 ab. Im oberen Bereich ist der Reflexionsresonator 74 durchbrochen von einem Durchtrittskanal 62, der gabelförmig ausgebildet ist. Dieser umfasst eine erste Wandung 64 und eine zweite Wandung 66 und ist mittels einer Abschlusswand 68 seitlich abgeschlossen. Damit ist der Durchtrittskanal 62 im Querschnitt "U"-förmig. Dadurch wird verhindert, dass das Mikrowellenfeld im Inneren des Resonators in größerem Maße austritt. Dazu trägt bei, dass die erste Wandung 64 und die zweite Wandung 66 deutlich über den Resonatorhohlraum hinausragen.

[0073] Durch den Durchtrittskanal 62 verläuft ein Förderweg 100 von stabförmigen Artikeln, in diesem Fall Filterzigaretten 50, die einen Tabakstock 51, der nur teilweise dargestellt ist, sowie Filterstopfen 52 mit Kapseln 55 umfassen.

[0074] Der Resonatorhohlraum selbst ist mittels Schutzblenden 326, 327, die aus einem für Mikrowellen durchlässigen Material bestehen, beispielsweise PEEK (Polyetheretherketon), abgedeckt. Dies verhindert, dass Schmutz in den Mikrowellenresonator eindringt. Durch die Schutzblenden 326, 327 ist der Reflexionsresonator 74 in drei Resonatorhohlraumabschnitte 325, 325', 325" aufgeteilt.

[0075] Fig. 4a) und 4b) zeigen schematische perspektivische Schnittdarstellungen durch ein Ausführungsbeispiel einer Mikrowellenmessvorrichtung 60. Es handelt sich jeweils um Schnittdarstellungen durch die Mikrowellenmessvorrichtung 60, und zwar in einer Schnittebene, die längs durch den Filterstopfen 52 mit der Kapsel 55 verläuft, die mittig auf ihrem Förderweg 100 in dem Durchtrittskanal 62 angeordnet ist in Fig. 4a), und in einem Schnitt, der quer zur Längserstreckung des Filterstopfens 52 verläuft, in Fig. 4b).

[0076] Die Mikrowellenmessvorrichtung 60 umfasst mehrere Teile. Die Mikrowellen werden in einer Mikrowelleneinkopplung eingekoppelt, die einen Mikrowelleneinkopplungshohlraum 330 und eine Antenne 336 umfasst, die sowohl als Einkopplungsantenne als auch als Auskopplungsantenne betrieben wird. Hierdurch wird auch Bauraum eingespart. Der Mikrowelleneinkopplungshohlraum 330 wird begrenzt durch eine Wand mit einer kreisförmigen oder ovalen Blende 84, durch die Mikrowellen in den Resonatorhohlraum 124 eindringen. Die Blendenöffnung kann auch andere Formen haben, oder es sind mehrere Blendenöffnungen möglich, wobei diese beispielsweise entsprechend der einzuspeisenden Mode des Mikrowellenfeldes wählbar sein kann.

[0077] Der Resonatorhohlraum 124 ist durch den Durchtrittskanal 62 in zwei separate Teile bzw. Resonatorhohlraumabschnitte 325, 325' geteilt. Die Fortsetzung des Resonatorhohlraums 124 im Durchtrittskanal 62 selbst kann als weiterer Resonatorhohlraumabschnitt 325" angesehen werden. Die Schutzblenden 326, 327, die diese Resonatorhohlraumabschnitte 325, 325' des Resonatorhohlraums 124 vom Durchtrittskanal 62 trennen, sind für Mikrowellen durchlässig, so dass sich ein gemeinsamer Resonatorhohlraum 124 mit zwei bzw. drei Teilen bzw. Teilräumen, den Resonatorhohlraumabschnitten 325, 325', 325" ergibt. Der mittlere Resonatorhohlraumabschnitt 325" ist dabei derjenige, der im Durchtrittskanal 62 liegt, während die beiden anderen durch mikrowellendurchlässige Schutzblenden 326, 327 vor Verschmutzung geschützt sind, so dass eine gleichbleibend hohe Güte des Reflexionsresonators 121 gewährleistet ist.

[0078] Der Resonatorhohlraum 124 ist durch eine Reflexionsfläche 332, die der Blende 84 gegenüberliegt, abgeschlossen. Mikrowellen, die durch die Blende 84 in den Resonatorhohlraum 124 gelangen, werden an der Reflexionsfläche 332 reflektiert und gelangen zurück durch die Blende 84 zur Antenne 336. Dabei durchlaufen sie zweifach den Durchtrittskanal 62 mit gegebenenfalls darin positionierten Filterstopfen 52 und Kapseln 55.

[0079] In dem in Fig. 4a) und 4b) dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Ausdehnung des Resonatorhohlraums 124 im Querschnitt in Längsrichtung des stabförmigen Artikels kleiner als in Querrichtung dazu. Damit wird eine gute Auflösung in der Längserstreckung des stabförmigen Artikels erzielt. Dies ist auch in der Form und Anordnung der Schutzblenden 326, 327 erkennbar, die nur den Abschnitt rund um die Soll-Position von Kapseln 55 im Filterstopfen 52 der Filterzigaretten 50 bedecken. Es ist auch möglich, die Längen- und Breitenverhältnisse umzukehren, so dass der queraxial geförderte stabförmige Artikel auf die Breitseite des Querschnitts des Resonatorhohlraums 124 trifft. Hiermit lässt sich eine gute Ortsauflösung quer zur Längserstreckung des stabförmigen Artikels erreichen. Es können auch mehrere gleichartige Mikrowellenmessvorrichtungen 60 des zuerst genannten Typs gestaffelt hintereinander angeordnet werden, um die gesamte Länge beispielsweise eines Filterstopfens 52 einer Filterzigarette 50 abzutasten.

[0080] Bei der in Fig. 4a) und 4b) gezeigten Anordnung wird das Mikrowellenmessfeld im Resonatorhohlraum 124 durch die seitlich überragenden Wandungen 64, 66 sowie die Abschlusswand 68 wirksam daran gehindert, nach außen auszutreten.

[0081] Die Einkopplungsantenne 336 im Mikrowelleneinkopplungshohlraum 330 ist in Fig. 4a) und 4b) seitlich in der langen Seite angeordnet. Die Öffnung der Blende 84 ist oval ausgebildet.

[0082] In Fig. 5 sind in den Teilfiguren a) und b) zwei unterschiedliche Ansichten eines entsprechenden Hohlleiterresonators 134 gezeigt. Fig. 5a) zeigt dabei einen Schnitt quer durch den Resonator 134 und die Gabel 137, der die Förderbahn der nicht dargestellten queraxial geförderten Artikel umfasst. Dabei sind auch die nicht leitenden Fenster 142 erkennbar, die den Durchtrittskanal 62 von den Teilräumen 136, 136' des Hohlleiterresonators 134 trennen und vor Eindringen von Staub schützen.

[0083] Fig. 5b) zeigt eine weitere perspektivische Ansicht des Hohlleiterresonators 134 mit Gabel 137, wobei in den Durchtrittskanal 62 hineingesehen wird. Es ist erkennbar, ebenso wie in dem Schnitt der Fig. 5a), dass der Duchtrittskanal 62 einen Bogenabschnitt beschreibt, entsprechend dem Förderweg auf einer Muldentrommel bzw. Fördertrommel.

[0084] Fig. 6 zeigt eine schematische Querschnittsdarstellung einer Mikrowellenmessvorrichtung 60 mit dem Helix-Mikrowellenresonator 250 in einer Schnittebene, die in Längsrichtung durch eine queraxial geförderte Zigarette mit Tabakstock 51 und überstehendem Abschnitt, einem Filterstopfen 52 mit einer Kapsel 55, verläuft. Diese wird queraxial durch einen Durchtrittskanal 62 des Gehäuses 260 der Messvorrichtung gefördert. Dabei wird sie durch den Messbereich des Helix-Mikrowellenresonators 250 gefördert, der einen ringförmig-zylindrischen Resonatorraum 252 aufweist, in dessen Zentrum eine zentrale Säule 254 angeordnet ist, ähnlich einem offenen Koaxialresonator. Zusätzlich weist der Helix-Mikrowellenresonator 250 eine helixförmige Wendel 256 auf, die zu einer starken Erhöhung des Gütefaktors des Mikrowellenresonators führt. Der Resonatorraum 252 ist mit einer Schutzkappe 258 aus einem für Mikrowellen durchlässigen Material, vorzugsweise einem Kunststoff, abgedeckt, so dass der Resonatorraum 252 während des Betriebes nicht verschmutzt. Der Filterstopfen 52 befindet sich in der nächsten Annäherung zum Helix-Mikrowellenresonator 250.

[0085] Die dargestellte Konfiguration kann beispielsweise bei einer Mikrowellenfrequenz von 5,58 GHz betrieben werden.

[0086] Eine weitere Mikrowellenmessvorrichtung 60 ist in Fig. 7 im Detail schematisch dargestellt. Die Mikrowellenmessvorrichtung 60 umfasst ein Resonatorgehäuse 432, das einen Mikrowellenresonator 434 umschließt. Der Mikrowellenresonator 434 ist ein Hohlraum, der von elektrisch leitenden Wänden des Resonatorgehäuses 432 umschlossen ist und in dem sich ein Mikrowellenmessfeld ausbilden kann. Zur Ein- und Auskoppelung des Mikrowellenmessfelds sind Antennen 436, 436' vorgesehen, die von der Seite her in den Mikrowellenresonator 434 hineinragen.

[0087] In den Fig. 7a) und 7c) sind außerdem Teile eines Koordinatensystems mit einer x-Achse, einer y-Achse und einer z-Achse dargestellt. Die x-Achse verläuft in Richtung der Längserstreckung der stabförmigen Artikel 50 bzw. Zigaretten 50, die z-Richtung verläuft in Förderrichtung der stabförmigen Artikel 50, während die y-Richtung senkrecht dazu steht. In Fig. 7a) ist daher ein Schnitt in einer x-y-Ebene dieses Koordinatensystems dargestellt.

[0088] In der y-Richtung weist das Resonatorgehäuse 432 zentral eine seitliche Öffnung auf, die als Durchtrittskanal 62 für die Zigaretten 50 fungiert. Dieser Durchtrittskanal 62 erstreckt sich in z-Richtung, die in Fig. 7a) in die Zeichenebene hinein verläuft. Der Durchtrittskanal 62 ist von dem Innenraum des Mikrowellenresonators 434 durch ein nichtleitendes Fenster 442, das den Durchtrittskanal 62 an drei Seiten umschließt, getrennt, so dass kein Staub und keine Verunreinigung aus dem Durchtrittskanal 62 beispielsweise von den Zigaretten 50 in den Mikrowellenresonator 434 eindringen können.

[0089] In Fig. 7b) unterhalb von Fig. 7a) ist der Verlauf eines typischen Mikrowellenresonanzfeldes in Abhängigkeit von der x-Richtung gezeigt. Das E-Feld 450, dessen elektrisches Feld Ez in z-Richtung orientiert ist, weist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel dabei in x-Richtung zwei Wellenbäuche und einen mittigen Wellenknoten auf. In diesem Fall sind die beiden Antennen 436, 436' in x-Richtung an einer x-Position eines der beiden Wellenbäuche angeordnet, so dass eine ideale Ein- und Auskopplung des Mikrowellenmessfeldes durch die beiden Antennen 436, 436' erfolgt. Alternativ sind auch andere Einkopplungsorte sowie beispielsweise eine magnetische Einkopplung möglich. Der andere Wellenbauch befindet sich in x-Richtung an einer Soll-Position der Kapsel 55 im Filter 52 der Zigaretten 50. Kapseln, die im Bereich des Wellenbauches angeordnet sind, erzeugen daher ein großes Signal bezüglich der Veränderung des resonanten Mikrowellenmessfeldes, so dass deren Befüllung und Qualität sehr genau messbar sind.

[0090] In einer alternativen Ausbildung könnte auch diese Position der Kapsel 55 an eine Stelle gesetzt sein, an der das Mikrowellenmessfeld einen Wellenknoten aufweist. In diesem Fall ergibt sich eine Änderung des Mikrowellenmessfeldes nur, falls die Kapsel 55 diese Sollposition nicht einnimmt und somit ein elektrisches Feld verspürt, das nicht gleich Null ist, also nicht die verschwindende Feldstärke des Wellenknotens aufweist. Dabei wird eine Differenz zu einer Signaländerung betrachtet, die von Filtermaterial ohnehin verursacht wird.

[0091] Fig. 7c) zeigt einen Querschnitt durch die Mikrowellenmessvorrichtung 60 in einer y-z-Ebene. Es ist zu erkennen, dass der Mikrowellenresonator 434 im zentralen Bereich verjüngt ist. Die Durchschneidung des Mikrowellenresonators 434 durch den Durchtrittskanal 62 ist in dieser Ansicht gut erkennbar. Ebenfalls ist erkennbar, dass der Durchtrittskanal 62 entsprechend der Krümmung des Förderwegs der Zigaretten 50 auf einer Muldentrommel gekrümmt verläuft.

[0092] Im oberen Bereich ist zu erkennen, dass eine Antenne 436 durch einen nicht leitenden Abschnitt der Resonatorwand 440 hindurchgeführt ist und mit einer Elektronik 438 in Kontakt steht, die dafür in das Resonatorgehäuse eingelassen ist. Diese Elektronik 438 kann beispielsweise eine Sendeelektronik sein, die das Mikrowellenmessfeld erzeugt und durch die Antenne 436 in den Mikrowellenresonator 434 einkoppelt. Im unteren Bildbereich ist zu erkennen, dass in einer gleichartigen Konfiguration die Antenne 436' ebenfalls mit einer Elektronik 438' außerhalb des Mikrowellenresonators 434 verbunden ist. Hierbei kann es sich um eine Mess- und Auswerteelektronik 438' handeln, die Änderungen des Messfelds registriert und auswertet. Bei der Antenne 436' handelt es sich somit um eine Auskoppelantenne.

[0093] In Fig. 7d) ist dargestellt, wie das elektrische Feld 452 (Ez) sich in y-Richtung erstreckt. In dieser Richtung handelt es sich um die Null-Mode, die nur einen Wellenbauch aufweist und Schwingungsknoten an den äußeren Wänden. Auch in diesem Fall verläuft somit die Trajektorie der Kapseln 55 hinsichtlich ihrer Sollposition durch einen Wellenbauch des E-Felds.

[0094] Wie den Fig. 7b) und 7d) zu entnehmen ist, handelt es sich somit bereits um eine Oberschwingung der Grundmode, da in x-Richtung zwei Wellenbäuche und in y-Richtung ein Wellenbauch vorhanden sind.

[0095] Auch in y-Richtung könnte das Mikrowellenmessfeld mit einer höheren Mode gewählt werden, so dass die Trajektorie der Kapsel 55 an ihrer Sollposition durch einen Schwingungsknoten verlaufen könnte, um eine Ortsauflösung für Abweichungen von der Sollposition zu erreichen.

[0096] In Fig. 8 sind in den Teilen a) bis c) verschiedene Details und Ansichten einer erfindungsgemäßen kapazitiven HF-Messvorrichtung 60 dargestellt. Fig. 8a) zeigt einen Querschnitt, der senkrecht durch die Fördertrajektorie 519 einer queraxial geförderten Zigarette 50 mit Filter 52 und Kapsel 55 mittig im Filter 52 verläuft. An dieser Stelle wird die Zigarette 50 mit ihrem überstehenden Abschnitt durch einen Durchtrittskanal 62 der kapazitiven HF-Messvorrichtung 60 gefördert. Die in Fig. 8a) oben gezeigte Wandfläche besteht aus einer elektrisch leitenden Elektrodenfläche 538, die mittels einer Isolierung 537 vom ebenfalls metallischen Grundkörper 536 der HF-Messvorrichtung 60 isoliert ist. Durch die Isolierung 537 verläuft eine Zuleitung 539, über die die Elektrodenfläche 538 mit einem harmonischen HF-Signal beaufschlagt ist.

[0097] Der in Fig. 8a) unterhalb der Zigarette 50 dargestellte Teil der kapazitiven HF-Messvorrichtung 60 umfasst als Unterseite des Durchtrittskanals 62 bzw. der gegenüberliegenden Seite den elektrisch leitenden Grundkörper 536, der auf einem Massepotenzial gehalten wird, sowie zwei Kondensatorelektroden 542, 542', die mittels einer Isolierung 543, 543' gegenüber dem Grundkörper 536 elektrisch isoliert sind und über Zuleitungen 544, 544' mit einer elektrischen Schaltung verbunden sind. Diese Kondensatorelektroden 542, 542' werden auf einer virtuellen Masse gehalten. Da sich das Potenzial zwischen der virtuellen Masse und der Masse, auf der der Grundkörper 536 liegt, nur um bis zu ca. 1 mV unterscheiden, stellt sich im gesamten Durchtrittskanal 62 zwischen der mit einem HF-Messsignal beaufschlagten Elektrode 538 und der gegenüberliegenden Fläche, die auf Masse bzw. virtueller Masse liegt, ein sehr homogenes HF-Messfeld aus.

[0098] In Fig. 8b ist die gleiche kapazitive HF-Messvorrichtung 60 im Ausschnitt in einem Schnitt dargestellt, die die Fördertrajektorie 519 der Zigarette 60 bzw. des Filters 52 mit der Kapsel 55 beinhaltet. Da diese in einer Mulde auf einer Muldentrommel im Ausführungsbeispiel gefördert wird, hat der Durchtrittskanal 62 in diesem Bereich eine ringabschnittförmige Ausgestaltung bzw. beschreibt eine Kurve, deren Krümmungsradius dem Radius der Muldentrommel entspricht.

[0099] Fig. 8c) zeigt eine Draufsicht auf die untere Fläche des Durchtrittskanals 62, also die auf Masse gehaltene Seite der kapazitiven HF-Messvorrichtung 60. Ein Großteil der Fläche dieser Elektrode besteht aus der Oberfläche des auf Massepotenzial gehaltenen Grundkörpers 536. Zentral entlang der Trajektorie 519 einer Kapsel 55 sind zwei Kondensatorelektroden 542, 542' angeordnet, die auf virtueller Masse gehalten werden. Die Kondensatorelektroden 542, 542' werden durch eine umfängliche Isolierung 543 von dem Grundkörper 536 isoliert. Die tatsächliche Potenzialdifferenz beträgt jedoch nur bis zu einem oder wenigen mV. Die Kondensatorelektroden 542, 542' sind links und rechts der Trajektorie 519 angeordnet, so dass eine Fehlpositionierung einer Kapsel durch eine Asymmetrie in den Messsignalen der Kondensatorelektroden 542, 542' erkennbar wird.

[0100] Alle genannten Merkmale, auch die den Zeichnungen allein zu entnehmenden sowie auch einzelne Merkmale, die in Kombination mit anderen Merkmalen offenbart sind, werden allein und in Kombination als erfindungswesentlich angesehen. Erfindungsgemäße Ausführungsformen können durch einzelne Merkmale oder eine Kombination mehrerer Merkmale erfüllt sein. Im Rahmen der Erfindung sind Merkmale, die mit "insbesondere" oder "vorzugsweise" gekennzeichnet sind, als fakultative Merkmale zu verstehen.

Bezugszeichenliste



[0101] 
10
Belagapparat
11
Belagpapierstreifen
12
Schneidtrommel
13
Messerwalze
21
Zusammenstelltrommel
22
Fördertrommel
26
Rolltrommel
27
Rolleinrichtung
28
Trommel
29
Trommel
30
Fördertrommel
31
Schneidtrommel
32
Schneidmesser
33
Spreiztrommel
34
Prüftrommel
35
Fördertrommel
36
Trommelkörper
37.1, 37.2
Ringkörper
38.1, 38.2
Aufnahmemulde
44
Prüforgan
45
Prüforgan
50, 50.1, 50.2
Filterzigarette
51, 51.1, 51.2
Tabakstock
52, 52.1, 52.2
Filterstopfen
55
Kapsel
56
Auswerteeinrichtung
60, 60.1, 60.2
Mikrowellenmessvorrichtung
62, 62.1, 62.2
Durchtrittskanal
64
Wandung
66
Wandung
68
Abschlusswand
72
Gehäuse
74
Reflexionsresonator
80
Mikrowelleneinkopplung
84
Blende
100
Förderweg
121
Reflexionsresonator
124
Resonatorhohlraum
134
Hohlleiterresonator
136, 136'
Teilraum
137
Gabel
142
Fenster
250
Helix-Mikrowellenresonator
252
Resonatorraum
254
Säule
256
Wendel
258
Schutzkappe
260
Gehäuse
325, 325', 325"
Resonatorhohlraumabschnitt
326, 327
Schutzblende
330
Mikrowelleneinkopplungshohlraum
332
Reflexionsfläche
336
Antenne
432
Resonatorgehäuse
434
Mikrowellenresonator
436, 436'
Antenne
438, 438'
Elektronik
440
Resonatorwand
450
E-Feld
452
elektrisches Feld
519
Fördertraktorie
536
Grundkörper
537
Isolierung
538
Elektrodenfläche
539
Zuleitung
542, 542'
Kondensatorelektrode
543, 543'
Isolierung
544, 544'
Zuleitung
M
Trommelanordnung (Filterstopfen)
T
Trommelanordnung (Tabakstöcke)
S
Saugluftanschluss
P
Zigarettenstrangmaschine



Ansprüche

1. Trommelanordnung einer Maschine der Tabak verarbeitenden Industrie, insbesondere Trommelanordnung einer Filteransetzmaschine, zum queraxialen Fördern von stabförmigen Artikeln (50.1, 50.2) der Tabak verarbeitenden Industrie, insbesondere Filterzigaretten, mit einer rotierbaren Fördertrommel (35) für die stabförmigen Artikel (50.1, 50.2), wobei die Fördertrommel (35) in Umfangsrichtung eine Reihe von hintereinander angeordneten Aufnahmemulden (38.1, 38.2) für eine Reihe von stabförmigen Artikeln (50.1, 50.2) oder zwei nebeneinander angeordnete Reihen von hintereinander angeordneten Aufnahmemulden (38.1, 38.2) für jeweils eine Reihe von stabförmigen Artikeln (50.1, 50.2) aufweist, wobei die Fördertrommel (35) eingerichtet ist, stabförmige Artikel (50.1, 50.2), die in einer Reihe jeweils queraxial hintereinander angeordnet in Aufnahmemulden aufgenommen sind oder die in zwei Reihen nebeneinander und jeweils queraxial hintereinander angeordnet in Aufnahmemulden (38.1, 38.2) aufgenommen sind, bei Rotation der Fördertrommel (35) in queraxialer Richtung zu fördern, wobei für die eine Reihe oder für jede Reihe von Aufnahmemulden (38.1, 38.2) eine oder jeweils eine, vorzugsweise stationäre, Messvorrichtung (60, 60.1, 60.2) mit einem einseitig offenen Durchtrittskanal (62, 62.1, 62.2) für Abschnitte der stabförmigen Artikel (50.1, 50.2) vorgesehen ist und im Durchtrittskanal (62, 62.1, 62.2) der oder jeder Messvorrichtung (60, 60.1, 60.2) die, vorzugsweise von den jeweiligen Aufnahmemulden (38.1, 38.2) seitlich überstehenden, im Durchtrittskanal (62, 62.1, 62.2) befindlichen Abschnitte der stabförmigen Artikel (50.1, 50.2) bei Durchquerung des einseitig offenen Durchtrittskanals der Messvorrichtung oder bei Durchquerung der einseitig offenen Durchtrittskanäle (62, 62.1, 62.2) der Messvorrichtungen (60, 60.1, 60.2) jeweils mit elektromagnetischen Wellen eines Messfeldes der Messvorrichtung (60, 60.1, 60.2) beaufschlagbar sind oder beaufschlagt werden.
 
2. Trommelanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Messvorrichtungen (60, 60.1, 60.2) für die Abschnitte der stabförmigen Artikel (50.1, 50.2) der beiden Reihen zwischen den beiden Reihen der Aufnahmemulden (38.1, 38.2) für die stabförmigen Artikel (50.1, 50.2) angeordnet sind.
 
3. Trommelanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Messvorrichtung für eine Reihe von stabförmigen Artikeln oder jede Messvorrichtung (60, 60.1, 60.2) für die beiden Reihen von stabförmigen Artikeln (50.1; 50.2) derart eingerichtet sind, um zu prüfende Abschnitte der stabförmigen Artikel (50.1, 50.2) bei einer Durchquerung des Durchtrittskanals (62, 62.1, 62.2) jeder Messvorrichtung (60, 60.1, 60.2) jeweils mit elektromagnetischen Wellen im Bereich zwischen 300 MHz (300 × 106 Hz) und 30 EHz (30 × 1018 Hz) zu beaufschlagen.
 
4. Trommelanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Messvorrichtung für eine Reihe von stabförmigen Artikeln oder jede Messvorrichtung (60, 60.1, 60.2) für die beiden Reihen von stabförmigen Artikeln (50.1; 50.2) derart eingerichtet sind, um zu prüfende Abschnitte der stabförmigen Artikel (50.1, 50.2) bei einer Durchquerung des Durchtrittskanals (62, 62.1, 62.2) jeder Messvorrichtung (60, 60.1, 60.2) mit elektromagnetischen Wellen im Bereich zwischen 1 GHz (1 × 109 Hz) und 20 GHz (20 × 109 Hz) oder im Bereich zwischen 10 MHz (10 × 106 Hz) und 300 MHz (300 × 106 Hz) oder im Bereich zwischen 300 GHz (300 × 109 Hz) und 300 THz (300 × 1012 Hz) zu beaufschlagen.
 
5. Trommelanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmemulden (38.1, 38.2) für die Durchquerung der Abschnitte der stabförmigen Artikel (50.1, 50.2) im Bereich der Durchtrittskanäle (62, 62.1, 62.2) der Messvorrichtungen (60, 60.1, 60.2) dem jeweiligen Durchtrittskanal (62, 62.1, 62.2) gegenüberliegend ausgebildet sind.
 
6. Trommelanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördertrommel (35) einen, vorzugsweise äußeren, Trommelkörper aufweist, wobei die Aufnahmemulden (38.1, 38.2) der einen Reihe oder der beiden Reihen gegenüber der Umfangsfläche des Trommelkörpers der Fördertrommel (35) in radialer Richtung nach außen versetzt ausgebildet sind.
 
7. Trommelanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmemulden (38.1, 38.2) der einen Reihe oder der beiden Reihen in oder auf radial nach außen sich erstreckenden, insbesondere scheibenförmigen, Ringkörpern oder in oder auf radial nach außen sich erstreckenden Ärmchen ausgebildet sind.
 
8. Trommelanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge der Aufnahmemulden (38.1, 38.2) der einen Reihe oder die Länge der Aufnahmemulden (38.1, 38.2) der beiden Reihen für die stabförmigen Artikel (50.1, 50.2) jeweils zwischen 15 mm und 40 mm, insbesondere zwischen 15 mm und 35 mm, beträgt oder dass die Breite der Ringkörper oder die Breite der Ärmchen für die stabförmigen Artikel (50.1, 50.2) jeweils zwischen 15 mm und 40 mm, insbesondere zwischen 15 mm und 35 mm, beträgt.
 
9. Trommelanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmemulden (38.1, 38.2) für die stabförmigen Artikel (50.1, 50.2) jeweils seitliche Stützkörper für die in den Durchtrittskanälen (62, 62.1, 62.2) zu prüfenden Artikel (50.1, 50.2) aufweisen, wobei die Stützkörper aus einem nicht-metallischen Material, insbesondere Kunststoff, hergestellt sind und die Stützkörper bei Rotation der Fördertrommel (35) zusammen mit den zu prüfenden Abschnitten der stabförmigen Artikel (50.1, 50.2) in die Durchtrittskanäle (62, 62.1, 62.2) der Messvorrichtungen (60, 60.1, 60.2) einbringbar sind und diese durchqueren.
 
10. Maschine der Tabak verarbeitenden Industrie, insbesondere Filteransetzmaschine, zur Herstellung von stabförmigen Artikeln (50.1, 50.2), insbesondere Filterzigaretten, mit einer Trommelanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9.
 
11. Verfahren zum Überprüfen von queraxial geförderten stabförmigen Artikeln (50.1, 50.2) der Tabak verarbeitenden Industrie, insbesondere zur Überprüfung von flüssigkeitsgefüllten Kapseln in Filterabschnitten von Filterzigaretten, insbesondere unter Verwendung einer Trommelanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei die stabförmigen Artikel (50.1, 50.2) in einer Reihe queraxial hintereinander in einer Reihe von Aufnahmemulden (38.1, 38.2) einer Muldenfördereinrichtung, insbesondere Fördertrommel (35), aufgenommen sind oder wobei die stabförmigen Artikel (50.1, 50.2) in zwei Reihen nebeneinander und jeweils in jeder Reihe queraxial hintereinander in jeweils einer Reihe von Aufnahmemulden (38.1, 38.2) einer Muldenfördereinrichtung, insbesondere Fördertrommel (35), aufgenommen sind und in queraxialer Richtung gefördert werden, wobei für die eine oder jede Reihe von Aufnahmemulden (38.1, 38.2) jeweils eine, vorzugsweise stationäre, Messvorrichtung (60, 60.1, 60.2) mit einem einseitig offenen Durchtrittskanal (62, 62.1, 62.2) für Abschnitte der stabförmigen Artikel (50.1, 50.2) vorgesehen ist, wobei während der queraxialen Förderung der stabförmigen Artikel (50.1, 50.2) Abschnitte der stabförmigen Artikel (50.1, 50.2) jeweils auf ihrem Förderweg den einseitig offenen Durchtrittskanal (62, 62.1, 62.2) der oder jeweils einer Messvorrichtung (60, 60.1, 60.2) für die Abschnitte durchqueren und die Abschnitte der stabförmigen Artikel (50.1, 50.2) der oder jeder Reihe während ihrer Förderung durch den Durchtrittskanal (62, 62.1, 62.2) jeweils ein elektromagnetische Wellen aufweisendes Messfeld der jeweiligen Messvorrichtung (60, 60.1, 60.2) durchqueren.
 
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die stabförmigen Artikel (50.1, 50.2) in den Aufnahmemulden (38.1, 38.2) der einen Reihe oder in den Aufnahmemulden (38.1, 38.2) jeder Reihe jeweils mit einem seitlich von den Aufnahmemulden (38.1, 38.2) überstehenden Abschnitten, insbesondere Filterabschnitten, in einem Förderbereich angeordnet sind und/oder dass die stabförmigen Artikel (50.1, 50.2) der beiden Reihen paarweise und längsaxial voneinander beabstandet in den Aufnahmemulden (38.1, 38.2) der Muldenfördereinrichtung, insbesondere Fördertrommel (35), gefördert werden.
 
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die stabförmigen Artikel (50.1, 50.2) der beiden Reihen auf der Muldenfördereinrichtung derart angeordnet sind oder werden, dass die für die Messvorrichtungen (60, 60.1, 60.2) vorgesehenen und zu prüfenden Abschnitte der stabförmigen Artikel (50.1, 50.2) der beiden Reihen einander zugewandt sind und wobei die Messvorrichtungen (60, 60.1, 60.2) für die Abschnitte der stabförmigen Artikel (50.1, 50.2) der beiden Reihen zwischen den beiden geförderten Reihen der stabförmigen Artikel (50.1, 50.2) angeordnet sind.
 
14. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die stabförmigen Artikel (50.1, 50.2) der beiden Reihen auf der Muldenfördereinrichtung derart angeordnet sind oder werden, dass die für die Messvorrichtungen (60, 60.1, 60.2) vorgesehenen und zu prüfenden Abschnitte der stabförmigen Artikel (50.1, 50.2) der beiden Reihen voneinander abgewandt sind und wobei die Messvorrichtungen (60, 60.1, 60.2) für die Abschnitte der stabförmigen Artikel (50.1, 50.2) der beiden Reihen außenseitig an den beiden geförderten Reihen der stabförmigen Artikel (50.1, 50.2) angeordnet sind.
 
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass zu prüfende Abschnitte der stabförmigen Artikel (50.1, 50.2) bei einer Durchquerung des Durchtrittskanals (62, 62.1, 62.2) jeder oder der Messvorrichtung (60, 60.1, 60.2) jeweils mit elektromagnetischen Wellen im Bereich zwischen 300 MHz (300 × 106 Hz) und 30 EHz (30 × 1018 Hz), insbesondere im Bereich zwischen 1 GHz (1 × 109 Hz) und 20 GHz (20 × 109 Hz) oder im Bereich zwischen 10 MHz (10 × 106 Hz) und 300 MHz (300 × 106 Hz) oder im Bereich zwischen 300 GHz (300 × 109 Hz) und 300 THz (300 × 1012 Hz), beaufschlagt werden.
 




Zeichnung






















Recherchenbericht









Recherchenbericht




Angeführte Verweise

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