[0001] Die Erfindung betrifft eine Anbringvorrichtung für ein Tragelement an einer Tragsäule
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie ein Möbel.
[0002] Um in einem Möbel einen vergleichsweise schwer erreichbaren Bereich als Stauraum
nutzbar zu machen, ist es bekannt innerhalb des Möbels eine insbesondere senkrecht
aufragende Tragsäule anzuordnen und an dieser mit einer Anbringvorrichtung ein Tragelement,
z.B. einen Tragboden, anzubringen, das beispielsweise an der Anbringvorrichtung ausfahrbar
oder auch z.B. herausnehmbar gelagert ist.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde eine Anbringvorrichtung bereitzustellen,
die vergleichsweise kostengünstig herstellbar ist.
[0004] Die Aufgabe wird durch eine Anbringvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1
gelöst. Bevorzugte und vorteilhafte Ausführungen der Erfindung sind in den abhängigen
Ansprüchen angegeben.
[0005] Die Erfindung geht von einer Vorrichtung für ein Tragelement an einer Tragsäule aus,
die mit Arretiermitteln versehen ist, mit denn sich das Tragelement an der aufragenden
Tragsäule festsetzen lässt. Der Kern der Erfindung besteht darin, dass die Anbringvorrichtung
einen Grundkörper aufweist, an dem zwei getrennte Aufnahmeabschnitte von einem Verbindungsabschnitt
seitlich abstehend vorhanden sind, dass von jedem Aufnahmeabschnitt eine Aufnahmeöffnung
für die Tragsäule ausgestanzt ist, wobei die Aufnahmeöffnungen derart zueinander angeordnet
sind, dass die Tragsäule durch die beiden Aufnahmeöffnungen zugleich durchsteckbar
ist, dass die Arretiermittel einen Klemmkörper und eine am Grundkörper ausgebildete
Abstützeinrichtung umfassen, wobei der Klemmkörper mit der Abstützeinrichtung derart
an der durch beide Aufnahmeöffnungen gesteckten Tragsäule andrückbar ist, dass die
Tragsäule an der Anbringvorrichtung zwischen den Aufnahmeabschnitten und dem Klemmkörper
eingespannt und Reibkraftschlüssig festgesetzt ist. Die Anbringvorrichtung und insbesondere
der Grundkörper kann dadurch zu einem Großteil und gegebenenfalls vollständig als
Blechteil aus einem Metallblech ausgestanzt und gebogen sein. Dabei lässt sich die
Anbringvorrichtung vorteilhaft kostengünstig insbesondere in großer Stückzahl herstellen.
Um z.B. eine erhöhte Stabilität zu erreichen, weist die Anbringvorrichtung vorzugsweise
mehrere insbesondere zwei Verbindungsabschnitte auf. Dabei können beispielsweise zwei
Verbindungsabschnitte von einem der Aufnahmeabschnitte abgebogen sein. Des Weiteren
kann ein z.B. zusätzlicher Verbindungsabschnitt in Form eines separaten Blechteils
an den Aufnahmeabschnitten insbesondere fest angebracht sein. Zumindest eine der Aufnahmeöffnungen
ist vorzugsweise an einem äußeren Querschnitt der Tragsäule angepasst. Für eine vergleichsweise
einfache und schnelle Montage ist zumindest eine der Aufnahmeöffnungen hakenförmig
ausgebildet und offen zugänglich. Des Weiteren kann zumindest eine der Aufnahmeöffnungen
geschlossen sein und nur durch Einstecken für die Tragsäule erreichbar sein. Dadurch
lässt sich eine Position der Anbringvorrichtung an der Tragsäule leichter verändern,
wenn die Tragsäule mit der Anbringvorrichtung in einem Möbel bereits installiert ist.
[0006] Der Klemmkörper kann z.B. ein Zylinder und insbesondere ein Hohlzylinder sein. Vorzugsweise
ist der Klemmkörper rotationssymmetrisch geformt.
[0007] Eine bevorzugte Ausführung der Erfindung besteht darin, dass die Abstützeinrichtung
eine Stützelement mit einer Stützfläche umfasst, die zur Längsachse der durchgesteckten
Tragsäule in einem flachen Winkel derart angeordnet ist, dass die Stützfläche in einem
ersten Stützflächenbereich einen größeren Abstand als einem Durchmesser des Klemmkörpers
entspricht, und in einem zweiten Stützflächenbereich einen kleineren Abstand als einem
Durchmesser des Klemmkörpers entspricht, aufweist. Vorzugsweise gehen der erste und
der zweite Stützflächenbereich stufenlos ineinander über. Prinzipiell kann jedoch
auch eine Stufe ausgebildet sein um die Anbringvorrichtung beispielsweise sowohl für
eine Tragsäule mit einem vergleichsweise kleinen Querschnitt als auch für eine Tragsäule
mit einem größeren Durchmesser einsetzen zu können. Des Weitern kann die Anbringvorrichtung
mehrere verschiedene Klemmkörper umfassen um hinsichtlich einer gegebenen Tragsäule
mit einem vorgegebenen Durchmesser einen für eine Befestigung geeigneten Klemmkörper
zur Auswahl bereitzustellen.
[0008] Eine mögliche Ausführung der Erfindung besteht darin, dass das Stützelement am Grundkörper
derart angebracht ist, dass die Stützfläche elastisch nachgiebig ist. Damit ist eine
genauere Einstellbarkeit der Haltekräfte erreichbar, durch die sich eine Überlastung
z.B. der Tragsäule durch Klemmkräfte vermeiden lässt.
[0009] Des Weiteren ist es bevorzugt, dass der Klemmkörper um eine Drehachse, die parallel
und exzentrisch zur Rotationssymmetrieachse des Klemmkörpers verläuft, drehbar am
Grundkörper gelagert ist. Durch eine drehbare Lagerung lässt sich der Klemmkörper
am Grundkörper z.B. derart anbringen, dass sich ein Verlust des Klemmkörpers vermeiden
lässt.
[0010] Für eine Ausführung der Erfindung mit relativ wenigen Einzelteilen kann der Klemmkörper
z.B. an einer Stirnseite einen exzentrisch angeordneten Drehlagerzapfen aufweisen,
der in den Verbindungsabschnitt des Grundkörpers eingreift. Vorzugsweise ist der Klemmkörper
beidseitig mit Drehlagerzapfen am Grundkörper, insbesondere an dessen Verbindungsabschnitten
abgestützt.
[0011] Eine weitere bevorzugte Ausführung der Erfindung besteht darin, dass das Tragelement
am Grundkörper bewegbar angebracht ist. Vorzugsweise ist das Tragelement am Grundkörper
derart schwenkbar angebracht, dass sich das Tragelement mittels der Anbringvorrichtung
z.B. um die Längsachse der Tragsäule schwenken lässt. Dadurch lässt sich die Anbringvorrichtung
vorteilhaft z.B. in einer Tragsäule in einem Eckschrankmöbel verwenden, um einen Fachboden
des Schranks in eine zugängliche Position schwenkbar, z.B. herausschwenkbar anzubringen.
[0012] Des Weiteren ist es bevorzugt, dass der Klemmkörper entlang der Rotationssymmetrieachse
einen Abschnitt mit einem verringerten Durchmesser aufweist, der an einen Querschnitt
der Tragsäule angepasst ist. Dadurch ist ein Kontaktbereich für eine Klemmwirkung
vorteilhaft vergrößert.
[0013] Des Weiteren kann der Klemmkörper ein Gewinde aufweisen, in das sich eine Schraube
senkrecht zur Rotationssymmetrieachse des Klemmkörpers einschrauben lässt, um den
Klemmkörper in einer Klemmposition am Grundkörper zu fixieren. Dadurch ist ein Klemmkörper
in einer Klemmposition sicher festgehalten.
[0014] Bei einer weiteren Ausführung der Erfindung ist vorgesehen, dass ein beweglich gelagertes
Druckelement derart mit einer Federkraft beaufschlagt ist, dass das Druckelement den
Klemmkörper in einer klemmenden Position hält. Dies bietet den Vorteil, dass sich
das Druckelement selbsttätig mit Hilfe der Federkraft bei einer Bewegung des Klemmkörpers
nachführt, wenn sich der Klemmkörper in eine stärker klemmendende Position bewegt.
[0015] Beispielsweise kann in einer Klemmverbindung ein Bewegungsspiel auftreten, wobei
das Druckelement in dafür sorgt, dass der Klemmkörper in Richtung eines klemmenden
Sitzes zwischen der Tragsäule und dem Grundkörper bewegt wird. Für eine besonders
kostengünstige Herstellung ist der Grundkörper vorzugsweise aus einem Metallblech
ausgestanzt.
[0016] Des Weiteren ist es bevorzugt, dass der Klemmkörper mit der Abstützeinrichtung derart
an der durch beide Aufnahmeöffnungen gesteckten Tragsäule andrückbar ist, dass die
Tragsäule an der Anbringvorrichtung zwischen den Aufnahmeabschnitten und dem Klemmkörper
Reibkraftschlüssig festgesetzt ist. Dadurch ist eine stufenlose Einstellbarkeit der
vertikalen Position der Anbringvorrichtung an der Tragsäule vergleichsweise einfach
erreichbar.
[0017] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen erläutert und mit
Hilfe der Zeichnungen näher beschrieben. Die Zeichnungen sind nicht maßstäblich. Es
zeigen:
- Figur 1
- eine schematische perspektivische Ansicht einer montierten erfindungsgemäßen Anbringvorrichtung,
- Figur 2
- eine schematische Seitenansicht einer Stirnseite der Anbringvorrichtung,
- Figur 3
- eine schematische Aufsicht auf die Anbringvorrichtung,
- Figur 4
- eine schematische Seitenansicht der Anbringvorrichtung,
- Figur 5
- eine schematische Seitenansicht der Anbringvorrichtung,
- Figur 6
- eine schematische Seitenansicht der Anbringvorrichtung,
- Figur 7
- eine schematische Seitenansicht einer zweiten erfindungsgemäßen Anbringvorrichtung,
- Figur 8
- eine schematische Seitenansicht einer Stirnseite der zweiten Anbringvorrichtung,
- Figur 9
- eine schematische Aufsicht der zweiten Anbringvorrichtung.
[0018] Ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Anbringvorrichtung 1 ist in
Figur 1 gezeigt. Die Anbringvorrichtung 1 ist dabei an einer Tragsäule 2 befestigt.
An der Anbringvorrichtung 1 ist ein Tragarm 3 schwenkbar angebracht, mit dem sich
ein insbesondere bewegbarer Tragboden (nicht gezeigt) unterstützen lässt.
[0019] Die Anbringvorrichtung 1 weist einen Grundkörper 4 auf, der vorzugsweise aus einem
Metallblech ausgestanzt ist. Der Grundkörper 4 umfasst einen mittleren Verbindungsabschnitt
5 an dem ein oberer Aufnahmeabschnitt 6 und ein unterer Aufnahmeabschnitt 8 rechtwinklig
zum Verbindungsabschnitt 5, z.B. mittels einer Abkantpresse, abgebogen sind. Die Aufnahmeabschnitte
6 und 8 sowie der Verbindungsabschnitt 5 sind dabei im Wesentlichen plattenförmig
und insbesondere eben ausgebildet. Dabei bilden die Aufnahmeabschnitte 6 und 8 zusammen
mit dem Verbindungsabschnitt 5 ein rechtwinkliges U-Profil.
[0020] An einer dem Verbindungsabschnitt 5 gegenüberliegenden Seite des Grundkörpers 4 ist
ein streifenförmiges, ebenes Blechteil 10 abgebracht, wodurch der Grundkörper 4 und
das Blechteil 10 abschnittsweise ein geschlossenes, rechteckiges Hohlprofil bilden.
Das Blechteil 10 weist zum Befestigen am Grundkörper 4 Ausstanzungen 10a auf, die
für ein Eingreifen ausgestanzter Vorsprünge 6b und 8b der Aufnahmeabschnitten 6 und
8 vorgesehen sind.
[0021] Am plattenförmigen Aufnahmeabschnitt 6 ist eine erste Aufnahmeöffnung 7 ausgebildet,
wobei der Aufnahmeabschnitt 6 mit einem hakenförmigen Abschnitt 6a einen Teil des
Umfangs der Tragsäule 2 umgreifen kann. Des Weiteren ist am Aufnahmeabschnitt 8 eine
weitere Aufnahmeöffnung 9 ausgebildet, wobei ein hakenförmiger Abschnitt 8a des Aufnahmeabschnitts
8 ebenfalls einen Teil eines äußeren Umfangs der Tragsäule 2 umgreifen kann. Entlang
einer zu den Aufnahmeabschnitten 6 und 8 senkrechten gedachten Geraden ist am Aufnahmeabschnitt
8 eine zweite Aufnahmeöffnung 9 fluchtend zur Aufnahmeöffnung 7 des Aufnahmeabschnitts
6 ausgebildet. Dadurch lässt sich eine Tragsäule 2 senkrecht durch die Aufnahmeabschnitte
6 und 8 hindurchführen. Vorzugsweise sind die Aufnahmeöffnungen 7 und 9 in einer Form
ausgestanzt, durch die ein äußerer, kreisbogenförmiger Bereich 2b (Fig.3) des Querschnitts
der Tragsäule 2 an den Aufnahmeabschnitten 6 und 8 und insbesondere an den hakenförmigen
Abschnitten 6a und 8a zum Großteil in Kontakt sein kann. Dadurch lässt sich ein Bewegungsspiel
der an der Tragsäule 2 angebrachten Anbringvorrichtung 1 verringern oder vermeiden,
wenn eine Schwenkstellung des Tragarms 3 verändert wird.
[0022] Da beide Aufnahmeöffnungen 7 und 9 an einer vom Verbindungsabschnitt 5 abgewandten
Seite offen ausgebildet sind, ist die Tragsäule 2 an jedem der Aufnahmeabschnitte
6 und 8 nur von drei Seiten her umgeben. Daher lässt sich die Anbringvorrichtung 1
durch eine seitliche Bewegung parallel zu den Ebenen der plattenförmigen Aufnahmeabschnitte
6 und 8 an die Tragsäule 2 derart heranführen, dass dabei die Tragsäule in beide Aufnahmeöffnungen
7 und 9 eingeführt wird. Weil damit ein Hindurchstecken der Tragsäule durch die Aufnahmeöffnungen
7 und 9 nicht erforderlich ist, lässt sich die Anbringvorrichtung 1 dadurch an einer
in einem Möbel (nicht gezeigt) eingebauten Tragsäule 2 nachträglich anbringen.
[0023] In vertikaler Richtung zwischen den Aufnahmeabschnitten 6 und 8 und in horizontaler
Richtung zwischen dem Verbindungsabschnitt 5 und dem Blechteil 10 ist eine Klemmplatte
11 angeordnet. Die Klemmplatte 11 ist mit Vorsprüngen 11a am Verbindungsabschnitt
5 und am Blechteil 10 befestigt, an denen die Vorsprünge 11a in Ausstanzungen 5a sowie
10b eingreifen und in die die Vorsprünge 11a z.B. eingepresst sind.
[0024] Die Klemmplatte 11 ist bezüglich einer zu den Aufnahmeabschnitten 6 und 8 senkrecht
stehenden Ebene an einem Abschnitt 11b derart geneigt, dass zwischen der eingefügten
Tragsäule 2 und der Klemmplatte 11 ein sich nach oben verengender Zwischenraum ausgebildet
ist.
[0025] Zwischen den Aufnahmeabschnitten 6 und 8 ist ein Klemmkörper 12 angeordnet, der sich
bezüglich der Aufnahmeöffnungen 7 und 9 an einer entgegengesetzten Seite zu den hakenförmigen
Abschnitten 6a und 8a der Aufnahmeabschnitte 6 und 8 befindet. Der Klemmkörper 12
ist zylindrisch geformt, wodurch der Klemmkörper 12 jedem Neigungswinkel zwischen
der Tragsäule 2 und der Klemmplatte 11 angepasst ist. Vorzugsweise weist der Klemmkörper
12 mehrere zylindrische Abschnitte 12a und 12b mit unterschiedlichen Durchmessern
auf, mit denen der Klemmkörper 12 auf einen abgeflachten Bereich 2a des Querschnitts
der Tragsäule 2 abgestimmt sein kann. Zwischen den Abschnitten 12a und 12b kann jeweils
ein z.B. konisch geformter Übergangsabschnitt 12c angeordnet sein, dessen vorzugsweise
drehsymmetrische Mantelfläche insbesondere einen Übergang zwischen den unterschiedlichen
Durchmessern der zylindrischen Abschnitte 12a und 12b bildet.
[0026] In den Klemmkörper 12 reicht - wie in Fig. 2 und Fig. 4 gezeigt - eine Fixierschraube
13 hinein, mit der sich der Klemmkörper 12 in einer klemmenden Position an der Tragsäule
2 fixieren lässt. Die Fixierschraube ist in eine Stecköffnung 6d des Aufnahmeabschnitts
6 eingesteckt. Dabei ist vorzugsweise ein Durchmesser der Stecköffnung 6d derart ausgebildet,
dass ein Schraubenkopf 13a der Fixierschraube 13 an der Stecköffnung zurückgehalten
und am Aufnahmeabschnitt 6 abgestützt ist.
[0027] Die Anbringvorrichtung 1 ist an der Tragsäule 2 dadurch anbringbar, dass sich die
Tragsäule 2 durch eine klemmende Fixierung des Klemmkörpers 12 mittels der Fixierschraube
13 zwischen den hakenförmigen Abschnitten 6a und 8a der Aufnahmeabschnitte 6 und 8
einerseits und dem Klemmkörper 12 andererseits einspannen lässt.
[0028] In Fig. 6 ist die Anbringvorrichtung 1 in einem an der Tragsäule 2 verschiebbaren
und von der Tragsäule 2 abnehmbaren Zustand gezeigt, wobei die Fixierschraube 13 nur
so weit in den Klemmkörper 12 hineingeschraubt ist, dass der Klemmkörper 12 mit der
Anbringvorrichtung 1 verbunden bleiben kann.
[0029] Die Fig. 5 zeigt die Anbringvorrichtung 1 in eine an der Tragsäule fixierten Zustand.
Dabei ist die Fixierschraube so weit in den Klemmkörper 12 eingeschraubt, dass der
Klemmkörper 12 zwischen der Tragsäule 2 und der Klemmplatte 11 festsitzend eingeklemmt
sein kann, wobei die Tragsäule 2 in den Aufnahmeöffnungen 7 und 9 gegen die hakenförmigen
Abschnitte 6a und 8a der Aufnahmeabschnitte 6 und 8 gedrückt ist. Die Tragsäule 2
ist somit zwischen dem Klemmkörper 12 einerseits und den hakenförmigen Abschnitten
6a und 8a andererseits eingespannt, so dass sich die Anbringvorrichtung 1 mit festem
Sitz an der Tragsäule 2 lösbar befestigen lässt.
[0030] In den Figuren 7 bis 9 ist ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Anbringvorrichtung 1 gezeigt. Die Anbringvorrichtung 1 weist einen Grundkörper 4 mit
zwei Aufnahmeabschnitten 6 und 8 und eine Verbindungsabschnitt 5 auf, die zusammen
ein rechtwinkliges, U-förmiges Profil bilden. An einer von Verbindungsabschnitt 5
abgewandten Seite sind die Aufnahmeabschnitte 6 und 8 zusätzlich mit einem streifenförmigen
ebenen Blechteil 10 miteinander verbunden. Beide Aufnahmeabschnitte 6, 8 weisen Aufnahmeöffnungen
7 und 9 auf, die jeweils teilweise von einem hakenförmigen Abschnitt 6a, 8a umgeben
sind. Der Grundkörper 4 und das Blechteil 10 stimmen zum Großteil mit den entsprechenden
Teilen des ersten Ausführungsbeispiels überein, weshalb nachfolgend nur auf abweichende
Einzelheiten des zweiten Ausführungsbeispiels eingegangen wird.
[0031] Die Anbringvorrichtung 1 weist einen zylindrischen Klemmkörper 12 auf, der dazu vorgesehen
ist, eine in den Aufnahmeöffnungen 7 und 9 angeordnete Tragsäule 2 gegen die hakenförmigen
Abschnitte 6a und 8a zu drücken, um die Anbringvorrichtung 1 an der Tragsäule 2 lösbar
zu befestigen. Am Blechteil 5 ist eine Lageröffnung 5b ausgebildet, in der der Klemmkörper
12 drehbar gelagert ist. Vorzugsweise ist am Klemmkörper 12 ein Lagerzapfen 12e ausgebildet,
der an einer Stirnseite des Klemmkörpers 12 hervorsteht. Am Lagerzapfen 12e kann zusätzlich
ein Antriebzapfen 12f hervorstehend angebracht sein, der einen z.B. polygonalen -
hier z.B. quadratischen - Querschnitt zur Übertragung eines Drehmoments aufweist.
Dadurch ist ein Stellhebel 15 am Antriebszapfen 12f z.B. dauerhaft oder z.B. vorübergehend
anbringbar, mit dem der Klemmkörper 12 um eine von den Drehzapfen 12e vorgegebene
Drehachse in eine klemmende Stellung zu schwenken oder aus einem klemmenden Zustand
zu lösen.
[0032] An einer der Lageröffnung 5b gegenüberliegenden Position ist am Blechteil 10 ebenfalls
eine Lageröffnung 10c ausgebildet, die zur drehbaren Lagerung des Klemmkörpers 12
mit einem Drehzapfen 12e vorgesehen ist.
[0033] Die Drehzapfen 12e des Klemmkörpers 12 sind an den Stirnseiten des zylindrisch geformten
Klemmkörpers 12 exzentrisch zu einer Symmetrieachse des Klemmkörpers 12 angeordnet.
[0034] Um ein selbstständiges Lösen des Klemmkörpers aus einer klemmenden und dadurch befestigenden
Stellung zu erschweren, ist in einer Stecköffnung 8d des Aufnahmeabschnitts 8 ein
z.B. zylindrischer Druckbolzen 16 eingesteckt, der an einem Ende einen verbreiterten
Kopf 16a aufweist. Zwischen dem Kopf 16a und dem Aufnahmeabschnitt 8 an der Stecköffnung
8d ist eine Schraubenfeder 17 angeordnet, mit der eine Druckkraft auf den Kopf 16a
bereitgestellt wird. Folglich drückt der Kopf 16a mit der Druckkraft gegen den Klemmkörper
12 in eine Richtung, die ein Lösen des Klemmkörpers 12 aus einer klemmenden Stellung
verhindert.
Bezugszeichenliste:
[0035]
- 1
- Anbringvorrichtung
- 2
- Tragsäule
- 2a
- Bereich
- 2b
- Bereich
- 3
- Tragarm
- 4
- Grundkörper
- 5
- Verbindungsabschnitt
- 5a
- Ausstanzungen
- 5b
- Lageröffnung
- 6
- Aufnahmeabschnitt
- 6a
- Abschnitt
- 6b
- Vorsprung
- 6c
- Lageröffnung
- 6d
- Stecköffnung
- 7
- Aufnahmeöffnung
- 8
- Aufnahmeabschnitt
- 8a
- Abschnitt
- 8b
- Vorsprung
- 8c
- Lageröffnung
- 8d
- Stecköffnung
- 9
- Aufnahmeöffnung
- 10
- Blechteil
- 10a
- Ausstanzung
- 10b
- Ausstanzung
- 10c
- Lageröffnung
- 11
- Klemmplatte
- 11a
- Vorsprung
- 11b
- Abschnitt
- 12
- Klemmkörper
- 12a
- Abschnitt
- 12b
- Abschnitt
- 12c
- Übergangsabschnitt
- 12d
- Gewindebohrung
- 12e
- Drehlagerzapfen
- 12f
- Antriebszapfen
- 13
- Fixierschraube
- 13a
- Schraubenkopf
- 15
- Stellhebel
- 16
- Druckbolzen
- 16a
- Kopf
- 17
- Schraubenfeder
1. Anbringvorrichtung (1) für ein Tragelement (3) an einer Tragsäule (2), mit Arretiermitteln
(11, 12, 13, 15), mit denen sich das Tragelement (3) an der aufragenden Tragsäule
(2) festsetzen lässt,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Anbringvorrichtung (1) einen Grundkörper (4) aufweist, an dem zwei getrennte
Aufnahmeabschnitte (6, 8) von einem Verbindungsabschnitt (5, 10) seitlich abstehend
vorhanden sind,
dass an jedem Aufnahmeabschnitt (6, 8) eine Aufnahmeöffnung (7, 9) für die Tragsäule (2)
ausgestanzt ist, wobei die Aufnahmeöffnungen (7, 9) derart zueinander angeordnet sind,
dass die Tragsäule (2) durch beide Aufnahmeöffnungen (7, 9) zugleich durchsteckbar
ist, dass die Arretiermittel (11, 12, 13, 15) einen Klemmkörper (12) und eine am Grundkörper
(4) ausgebildete Abstützeinrichtung (11) umfassen, wobei der Klemmkörper (12) mit
der Abstützeinrichtung (11) derart an der durch beide Aufnahmeöffnungen (7, 9) gesteckten
Tragsäule (2) andrückbar ist, dass die Tragsäule (2) an der Anbringvorrichtung (1)
zwischen den Aufnahmeabschnitten (6, 8) und dem Klemmkörper (12) eingespannt und reibkraftschlüssig
festgesetzt ist.
2. Anbringvorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstützeinrichtung ein Stützelement (11) mit einer Stützfläche umfasst, die zur
Längsachse der durchgesteckten Tragsäule (2) in einem flachen Winkel derart angeordnet
ist, dass die Stützfläche in einem ersten Stützflächenbereich einen größeren Abstand,
als einem Durchmesser des Klemmkörpers (12) entspricht, und in einem zweiten Stützflächenbereich
einen kleineren Abstand, als einem Durchmesser des Klemmkörpers (12) entspricht, aufweist.
3. Anbringvorrichtung (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützelement (11) am Grundkörper (4) derart angebracht ist, dass die Stützfläche
elastisch nachgiebig ist.
4. Anbringvorrichtung (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Klemmkörper (12) um eine Drehachse, die parallel und exzentrisch zur Rotationssymmetrieachse
des Klemmkörpers verläuft, drehbar am Grundkörper (4) gelagert ist.
5. Anbringvorrichtung (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Klemmkörper (12) an einer Stirnseite einen exzentrisch angeordneten Drehlagerzapfen
(12e) aufweist, der in den Verbindungsabschnitt (5, 10) des Grundkörpers (4) eingreift.
6. Anbringvorrichtung (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Tragelement (3) am Grundkörper (4) schwenkbar angebracht ist.
7. Anbringvorrichtung (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Klemmkörper (12) entlang der Rotationssymmetrieachse einen Abschnitt (12b) mit
einem verringerten Durchmesser aufweist, der an einen Querschnitt der Tragsäule (2)
angepasst ist.
8. Anbringvorrichtung (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in ein Gewinde (12d) des Klemmkörpers (12) eine Schraube (13) senkrecht zur Rotationssymmetrieachse
eingreift, mit der der Klemmkörper (12) in einer Klemmposition am Grundkörper (4)
fixierbar ist.
9. Anbringvorrichtung (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein beweglich gelagertes Druckelement (16) derart mit einer Federkraft beaufschlagt
ist, dass das Druckelement (16) den Klemmkörper (12) in einer klemmenden Position
hält.
10. Anbringvorrichtung (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (4) aus einem Metallblech ausgestanzt ist.
11. Anbringvorrichtung (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Klemmkörper (12) mit der Abstützeinrichtung (11) derart an der durch beide Aufnahmeöffnungen
(7, 9) gesteckten Tragsäule (2) andrückbar ist, dass die Tragsäule (2) an der Anbringvorrichtung
(1) zwischen den Aufnahmeabschnitten (6, 8) und dem Klemmkörper (12) reibkraftschlüssig
festgesetzt ist.
12. Möbel mit einer Anbringvorrichtung (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche.