[0001] Die Erfindung betrifft eine Anbringvorrichtung für ein Tragelement an einer Tragsäule
sowie Tragsäule nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie ein Möbel.
Um in einem Möbel einen vergleichsweise schwer erreichbaren Bereich als Stauraum nutzbar
zu machen, ist es bekannt innerhalb des Möbels eine insbesondere senkrecht aufragende
Tragsäule anzuordnen und an dieser mit einer Anbringvorrichtung ein Tragelement, z.B.
einen Tragboden, anzubringen, das beispielsweise an der Anbringvorrichtung ausfahrbar
oder auch z.B. herausnehmbar gelagert ist.
Die
DE 20 2010 002 230 U1 offenbart einen Beschlag für einen Eckschrank, wobei der Beschlag über eine Befestigungsvorrichtung
an der Tragsäule befestigbar ist. Die Befestigungsvorrichtung weist ein Klemmstück
auf, mit Klemmmitteln, die zwischen einer den Beschlag an der Tragsäule in gewünschter
Höhenlage relativ zur Tragsäule unverschieblich festklemmende Klemmstellung und einer
eine stufenlose Höhenverstellung des Beschlags entlang der Tragsäule ermöglichen Lösestellung
verstellbar sind. Die Klemmmittel umfassen zwei relativ zueinander bewegliche Klemmbacken
zur Festklemmung an der Tragsäule. Eine der Klemmbacken besitzt zwei aufeinander zu
oder voneinander weg bewegbare Backenglieder, die einerseits mit Klemmflächen zum
Kontakt mit der Tragsäule und andererseits mit Führungsschrägen ausgestattet sind.
[0002] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde eine Anbringvorrichtung bereitzustellen,
die vergleichsweise kostengünstig herstellbar ist.
[0003] Die Aufgabe wird durch eine Anbringvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1
gelöst. Bevorzugte und vorteilhafte Ausführungen der Erfindung sind in den abhängigen
Ansprüchen angegeben.
[0004] Die Erfindung geht von einer Vorrichtung für ein Tragelement an einer Tragsäule sowie
Tragsäule aus, die mit Arretiermitteln versehen ist, mit denn sich das Tragelement
an der aufragenden Tragsäule festsetzen lässt. Der Kern der Erfindung besteht darin,
dass die Anbringvorrichtung einen Grundkörper aufweist, an dem zwei getrennte Aufnahmeabschnitte
von einem Verbindungsabschnitt seitlich abstehend vorhanden sind, dass von jedem Aufnahmeabschnitt
eine Aufnahmeöffnung für die Tragsäule ausgestanzt ist, wobei die Aufnahmeöffnungen
derart zueinander angeordnet sind, dass die Tragsäule durch die beiden Aufnahmeöffnungen
zugleich durchsteckbar ist, dass die Arretiermittel einen Klemmkörper und eine am
Grundkörper ausgebildete Abstützeinrichtung umfassen, wobei der Klemmkörper mit der
Abstützeinrichtung derart an der durch beide Aufnahmeöffnungen gesteckten Tragsäule
andrückbar ist, dass die Tragsäule an der Anbringvorrichtung zwischen den Aufnahmeabschnitten
und dem Klemmkörper eingespannt und reibkraftschlüssig festgesetzt ist, wobei die
Abstützeinrichtung ein Stützelement mit einer Stützfläche umfasst, die zur Längsachse
der durchgesteckten Tragsäule in einem flachen Winkel derart angeordnet ist, dass
die Stützfläche in einem ersten Stützflächenbereich einen größeren Abstand zur Tragsäule,
als einem Durchmesser des Klemmkörpers entspricht, und in einem zweiten Stützflächenbereich
einen kleineren Abstand zur Tragsäule, als einem Durchmesser des Klemmkörpers entspricht,
aufweist, wobei der Klemmkörper rotationssymmetrisch geformt ist und entlang der Rotationssymmetrieachse
einen Abschnitt mit einem verringerten Durchmesser aufweist, der an einen Querschnitt
der Tragsäule angepasst ist.
[0005] Die Anbringvorrichtung und insbesondere der Grundkörper kann dadurch zu einem Großteil
und gegebenenfalls vollständig als Blechteil aus einem Metallblech ausgestanzt und
gebogen sein. Dabei lässt sich die Anbringvorrichtung vorteilhaft kostengünstig insbesondere
in großer Stückzahl herstellen. Um z.B. eine erhöhte Stabilität zu erreichen, weist
die Anbringvorrichtung vorzugsweise mehrere insbesondere zwei Verbindungsabschnitte
auf. Dabei können beispielsweise zwei Verbindungsabschnitte von einem der Aufnahmeabschnitte
abgebogen sein. Des Weiteren kann ein z.B. zusätzlicher Verbindungsabschnitt in Form
eines separaten Blechteils an den Aufnahmeabschnitten insbesondere fest angebracht
sein. Zumindest eine der Aufnahmeöffnungen ist vorzugsweise an einem äußeren Querschnitt
der Tragsäule angepasst. Für eine vergleichsweise einfache und schnelle Montage ist
zumindest eine der Aufnahmeöffnungen hakenförmig ausgebildet und offen zugänglich.
Des Weiteren kann zumindest eine der Aufnahmeöffnungen geschlossen sein und nur durch
Einstecken für die Tragsäule erreichbar sein. Dadurch lässt sich eine Position der
Anbringvorrichtung an der Tragsäule leichter verändern, wenn die Tragsäule mit der
Anbringvorrichtung in einem Möbel bereits installiert ist.
[0006] Der Klemmkörper kann z.B. ein Zylinder und insbesondere ein Hohlzylinder sein.
[0007] Die Abstützeinrichtung umfasst ein Stützelement mit einer Stützfläche, die zur Längsachse
der durchgesteckten Tragsäule in einem flachen Winkel derart angeordnet ist, dass
die Stützfläche in einem ersten Stützflächenbereich einen größeren Abstand zur Tragsäule
als einem Durchmesser des Klemmkörpers entspricht, und in einem zweiten Stützflächenbereich
einen kleineren Abstand zur Tragsäule als einem Durchmesser des Klemmkörpers entspricht,
aufweist. Vorzugsweise gehen der erste und der zweite Stützflächenbereich stufenlos
ineinander über. Prinzipiell kann jedoch auch eine Stufe ausgebildet sein um die Anbringvorrichtung
beispielsweise sowohl für eine Tragsäule mit einem vergleichsweise kleinen Querschnitt
als auch für eine Tragsäule mit einem größeren Durchmesser einsetzen zu können. Des
Weitern kann die Anbringvorrichtung mehrere verschiedene Klemmkörper umfassen um hinsichtlich
einer gegebenen Tragsäule mit einem vorgegebenen Durchmesser einen für eine Befestigung
geeigneten Klemmkörper zur Auswahlbereitzustellen.
[0008] Eine mögliche Ausführung der Erfindung besteht darin, dass das Stützelement am Grundkörper
derart angebracht ist, dass die Stützfläche elastisch nachgiebig ist. Damit ist eine
genauere Einstellbarkeit der Haltekräfte erreichbar, durch die sich eine Überlastung
z.B. der Tragsäule durch Klemmkräfte vermeiden lässt.
[0009] Der Klemmkörper weist entlang der Rotationssymmetrieachse einen Abschnitt mit einem
verringerten Durchmesser auf, der an einen Querschnitt der Tragsäule angepasst ist.
Dadurch ist ein Kontaktbereich für eine Klemmwirkung vorteilhaft vergrößert.
[0010] Des Weiteren kann der Klemmkörper ein Gewinde aufweisen, in das sich eine Schraube
senkrecht zur Rotationssymmetrieachse des Klemmkörpers einschrauben lässt, um den
Klemmkörper in einer Klemmposition am Grundkörper zu fixieren. Dadurch ist ein Klemmkörper
in einer Klemmposition sicher festgehalten.
[0011] Für eine besonders kostengünstige Herstellung ist der Grundkörper vorzugsweise aus
einem Metallblech ausgestanzt.
[0012] Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels erläutert
und mit Hilfe der Zeichnungen näher beschrieben. Die Zeichnungen sind nicht maßstäblich.
Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische perspektivische Ansicht einer montierten erfindungsgemäßen Anbringvorrichtung,
- Figur 2
- eine schematische Seitenansicht einer Stirnseite der Anbringvorrichtung,
- Figur 3
- eine schematische Aufsicht auf die Anbringvorrichtung,
- Figur 4
- eine schematische Seitenansicht der Anbringvorrichtung,
- Figur 5
- eine schematische Seitenansicht der Anbringvorrichtung,
- Figur 6
- eine schematische Seitenansicht der Anbringvorrichtung,
- Figur 7
- eine schematische Seitenansicht einer zweiten nicht zur Erfindung gehörenden Anbringvorrichtung,
- Figur 8
- eine schematische Seitenansicht einer Stirnseite der zweiten Anbringvorrichtung,
- Figur 9
- eine schematische Aufsicht der zweiten Anbringvorrichtung.
[0013] Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Anbringvorrichtung 1
ist in Figur 1 gezeigt. Die Anbringvorrichtung 1 ist dabei an einer Tragsäule 2 befestigt.
An der Anbringvorrichtung 1 ist ein Tragarm 3 schwenkbar angebracht, mit dem sich
ein insbesondere bewegbarer Tragboden (nicht gezeigt) unterstützen lässt.
[0014] Die Anbringvorrichtung 1 weist einen Grundkörper 4 auf, der vorzugsweise aus einem
Metallblech ausgestanzt ist. Der Grundkörper 4 umfasst einen mittleren Verbindungsabschnitt
5 an dem ein oberer Aufnahmeabschnitt 6 und ein unterer Aufnahmeabschnitt 8 rechtwinklig
zum Verbindungsabschnitt 5, z.B. mittels einer Abkantpresse, abgebogen sind. Die Aufnahmeabschnitte
6 und 8 sowie der Verbindungsabschnitt 5 sind dabei im Wesentlichen plattenförmig
und insbesondere eben ausgebildet. Dabei bilden die Aufnahmeabschnitte 6 und 8 zusammen
mit dem Verbindungsabschnitt 5 ein rechtwinkliges U-Profil.
[0015] An einer dem Verbindungsabschnitt 5 gegenüberliegenden Seite des Grundkörpers 4 ist
ein streifenförmiges, ebenes Blechteil 10 abgebracht, wodurch der Grundkörper 4 und
das Blechteil 10 abschnittsweise ein geschlossenes, rechteckiges Hohlprofil bilden.
Das Blechteil 10 weist zum Befestigen am Grundkörper 4 Ausstanzungen 10a auf, die
für ein Eingreifen ausgestanzter Vorsprünge 6b und 8b der Aufnahmeabschnitten 6 und
8 vorgesehen sind.
[0016] Am plattenförmigen Aufnahmeabschnitt 6 ist eine erste Aufnahmeöffnung 7 ausgebildet,
wobei der Aufnahmeabschnitt 6 mit einem hakenförmigen Abschnitt 6a einen Teil des
Umfangs der Tragsäule 2 umgreifen kann. Des Weiteren ist am Aufnahmeabschnitt 8 eine
weitere Aufnahmeöffnung 9 ausgebildet, wobei ein hakenförmiger Abschnitt 8a des Aufnahmeabschnitts
8 ebenfalls einen Teil eines äußeren Umfangs der Tragsäule 2 umgreifen kann. Entlang
einer zu den Aufnahmeabschnitten 6 und 8 senkrechten gedachten Geraden ist am Aufnahmeabschnitt
8 eine zweite Aufnahmeöffnung 9 fluchtend zur Aufnahmeöffnung 7 des Aufnahmeabschnitts
6 ausgebildet. Dadurch lässt sich eine Tragsäule 2 senkrecht durch die Aufnahmeabschnitte
6 und 8 hindurchführen. Vorzugsweise sind die Aufnahmeöffnungen 7 und 9 in einer Form
ausgestanzt, durch die ein äußerer, kreisbogenförmiger Bereich 2b (Fig.3) des Querschnitts
der Tragsäule 2 an den Aufnahmeabschnitten 6 und 8 und insbesondere an den hakenförmigen
Abschnitten 6a und 8a zum Großteil in Kontakt sein kann. Dadurch lässt sich ein Bewegungsspiel
der an der Tragsäule 2 angebrachten Anbringvorrichtung 1 verringern oder vermeiden,
wenn eine Schwenkstellung des Tragarms 3 verändert wird.
[0017] Da beide Aufnahmeöffnungen 7 und 9 an einer vom Verbindungsabschnitt 5 abgewandten
Seite offen ausgebildet sind, ist die Tragsäule 2 an jedem der Aufnahmeabschnitte
6 und 8 nur von drei Seiten her umgeben. Daher lässt sich die Anbringvorrichtung 1
durch eine seitliche Bewegung parallel zu den Ebenen der plattenförmigen Aufnahmeabschnitte
6 und 8 an die Tragsäule 2 derart heranführen, dass dabei die Tragsäule in beide Aufnahmeöffnungen
7 und 9 eingeführt wird. Weil damit ein Hindurchstecken der Tragsäule durch die Aufnahmeöffnungen
7 und 9 nicht erforderlich ist, lässt sich die Anbringvorrichtung 1 dadurch an einer
in einem Möbel (nicht gezeigt) eingebauten Tragsäule 2 nachträglich anbringen.
[0018] In vertikaler Richtung zwischen den Aufnahmeabschnitten 6 und 8 und in horizontaler
Richtung zwischen dem Verbindungsabschnitt 5 und dem Blechteil 10 ist eine Klemmplatte
11 angeordnet. Die Klemmplatte 11 ist mit Vorsprüngen 11a am Verbindungsabschnitt
5 und am Blechteil 10 befestigt, an denen die Vorsprünge 11a in Ausstanzungen 5a sowie
10b eingreifen und in die die Vorsprünge 11a z.B. eingepresst sind.
[0019] Die Klemmplatte 11 ist bezüglich einer zu den Aufnahmeabschnitten 6 und 8 senkrecht
stehenden Ebene an einem Abschnitt 11b derart geneigt, dass zwischen der eingefügten
Tragsäule 2 und der Klemmplatte 11 ein sich nach oben verengender Zwischenraum ausgebildet
ist.
[0020] Zwischen den Aufnahmeabschnitten 6 und 8 ist ein Klemmkörper 12 angeordnet, der sich
bezüglich der Aufnahmeöffnungen 7 und 9 an einer entgegengesetzten Seite zu den hakenförmigen
Abschnitten 6a und 8a der Aufnahmeabschnitte 6 und 8 befindet. Der Klemmkörper 12
ist zylindrisch geformt, wodurch der Klemmkörper 12 jedem Neigungswinkel zwischen
der Tragsäule 2 und der Klemmplatte 11 angepasst ist. Vorzugsweise weist der Klemmkörper
12 mehrere zylindrische Abschnitte 12a und 12b mit unterschiedlichen Durchmessern
auf, mit denen der Klemmkörper 12 auf einen abgeflachten Bereich 2a des Querschnitts
der Tragsäule 2 abgestimmt sein kann. Zwischen den Abschnitten 12a und 12b kann jeweils
ein z.B. konisch geformter Übergangsabschnitt 12c angeordnet sein, dessen vorzugsweise
drehsymmetrische Mantelfläche insbesondere einen Übergang zwischen den unterschiedlichen
Durchmessern der zylindrischen Abschnitte 12a und 12b bildet.
[0021] In den Klemmkörper 12 reicht - wie in Fig. 2 und Fig. 4 gezeigt - eine Fixierschraube
13 hinein, mit der sich der Klemmkörper 12 in einer klemmenden Position an der Tragsäule
2 fixieren lässt. Die Fixierschraube ist in eine Stecköffnung 6d des Aufnahmeabschnitts
6 eingesteckt. Dabei ist vorzugsweise ein Durchmesser der Stecköffnung 6d derart ausgebildet,
dass ein Schraubenkopf 13a der Fixierschraube 13 an der Stecköffnung zurückgehalten
und am Aufnahmeabschnitt 6 abgestützt ist.
[0022] Die Anbringvorrichtung 1 ist an der Tragsäule 2 dadurch anbringbar, dass sich die
Tragsäule 2 durch eine klemmende Fixierung des Klemmkörpers 12 mittels der Fixierschraube
13 zwischen den hakenförmigen Abschnitten 6a und 8a der Aufnahmeabschnitte 6 und 8
einerseits und dem Klemmkörper 12 andererseits einspannen lässt.
[0023] In Fig. 6 ist die Anbringvorrichtung 1 in einem an der Tragsäule 2 verschiebbaren
und von der Tragsäule 2 abnehmbaren Zustand gezeigt, wobei die Fixierschraube 13 nur
so weit in den Klemmkörper 12 hineingeschraubt ist, dass der Klemmkörper 12 mit der
Anbringvorrichtung 1 verbunden bleiben kann.
[0024] Die Fig. 5 zeigt die Anbringvorrichtung 1 in eine an der Tragsäule fixierten Zustand.
Dabei ist die Fixierschraube so weit in den Klemmkörper 12 eingeschraubt, dass der
Klemmkörper 12 zwischen der Tragsäule 2 und der Klemmplatte 11 festsitzend eingeklemmt
sein kann, wobei die Tragsäule 2 in den Aufnahmeöffnungen 7 und 9 gegen die hakenförmigen
Abschnitte 6a und 8a der Aufnahmeabschnitte 6 und 8 gedrückt ist. Die Tragsäule 2
ist somit zwischen dem Klemmkörper 12 einerseits und den hakenförmigen Abschnitten
6a und 8a andererseits eingespannt, so dass sich die Anbringvorrichtung 1 mit festem
Sitz an der Tragsäule 2 lösbar befestigen lässt.
[0025] In den Figuren 7 bis 9 ist ein zweites nicht zur Erfindung gehörendes Ausführungsbeispiel
einer Anbringvorrichtung 1 gezeigt. Die Anbringvorrichtung 1 weist einen Grundkörper
4 mit zwei Aufnahmeabschnitten 6 und 8 und eine Verbindungsabschnitt 5 auf, die zusammen
ein rechtwinkliges, U-förmiges Profil bilden. An einer von Verbindungsabschnitt 5
abgewandten Seite sind die Aufnahmeabschnitte 6 und 8 zusätzlich mit einem streifen-förmigen
ebenen Blechteil 10 miteinander verbunden. Beide Aufnahmeabschnitte 6, 8 weisen Aufnahmeöffnungen
7 und 9 auf, die jeweils teilweise von einem hakenförmigen Abschnitt 6a, 8a umgeben
sind. Der Grundkörper 4 und das Blechteil 10 stimmen zum Großteil mit den entsprechenden
Teilen des ersten Ausführungsbeispiels überein, weshalb nachfolgend nur auf abweichende
Einzelheiten des zweiten Ausführungsbeispiels ein-gegangen wird.
[0026] Die Anbringvorrichtung 1 weist einen zylindrischen Klemmkörper 12 auf, der dazu vorgesehen
ist, eine in den Aufnahmeöffnungen 7 und 9 angeordnete Tragsäule 2 gegen die hakenförmigen
Abschnitte 6a und 8a zu drücken, um die Anbringvorrichtung 1 an der Tragsäule 2 lösbar
zu befestigen. Am Blechteil 5 ist eine Lageröffnung 5b ausgebildet, in der der Klemmkörper
12 drehbar gelagert ist. Vorzugsweise ist am Klemmkörper 12 ein Lagerzapfen 12e ausgebildet,
der an einer Stirnseite des Klemmkörpers 12 hervorsteht. Am Lagerzapfen 12e kann zusätzlich
ein Antriebzapfen 12f hervorstehend angebracht sein, der einen z.B. polygonalen -
hier z.B. quadratischen - Querschnitt zur Übertragung eines Drehmoments aufweist.
Dadurch ist ein Stellhebel 15 am Antriebszapfen 12f z.B. dauerhaft oder z.B. vorübergehend
anbringbar, mit dem der Klemmkörper 12 um eine von den Drehzapfen 12e vorgegebene
Drehachse in eine klemmende Stellung zu schwenken oder aus einem klemmenden Zustand
zu lösen.
[0027] An einer der Lageröffnung 5b gegenüberliegenden Position ist am Blechteil 10 ebenfalls
eine Lageröffnung 10c ausgebildet, die zur drehbaren Lagerung des Klemmkörpers 12
mit einem Drehzapfen 12e vorgesehen ist.
[0028] Die Drehzapfen 12e des Klemmkörpers 12 sind an den Stirnseiten des zylindrisch geformten
Klemmkörpers 12 exzentrisch zu einer Symmetrieachse des Klemmkörpers 12 angeordnet.
[0029] Um ein selbstständiges Lösen des Klemmkörpers aus einer klemmenden und dadurch befestigenden
Stellung zu erschweren, ist in einer Stecköffnung 8d des Aufnahmeabschnitts 8 ein
z.B. zylindrischer Druckbolzen 16 eingesteckt, der an einem Ende einen verbreiterten
Kopf 16a aufweist. Zwischen dem Kopf 16a und dem Aufnahmeabschnitt 8 an der Stecköffnung
8d ist eine Schraubenfeder 17 angeordnet, mit der eine Druckkraft auf den Kopf 16a
bereitgestellt wird. Folglich drückt der Kopf 16a mit der Druckkraft gegen den Klemmkörper
12 in eine Richtung, die ein Lösen des Klemmkörpers 12 aus einer klemmenden Stellung
verhindert.
Bezugszeichenliste:
[0030]
- 1
- Anbringvorrichtung
- 2
- Tragsäule
- 2a
- Bereich
- 2b
- Bereich
- 3
- Tragarm
- 4
- Grundkörper
- 5
- Verbindungsabschnitt
- 5a
- Ausstanzungen
- 5b
- Lageröffnung
- 6
- Aufnahmeabschnitt
- 6a
- Abschnitt
- 6b
- Vorsprung
- 6c
- Lageröffnung
- 6d
- Stecköffnung
- 7
- Aufnahmeöffnung
- 8
- Aufnahmeabschnitt
- 8a
- Abschnitt
- 8b
- Vorsprung
- 8c
- Lageröffnung
- 8d
- Stecköffnung
- 9
- Aufnahmeöffnung
- 10
- Blechteil
- 10a
- Ausstanzung
- 10b
- Ausstanzung
- 10c
- Lageröffnung
- 11
- Klemmplatte
- 11a
- Vorsprung
- 11b
- Abschnitt
- 12
- Klemmkörper
- 12a
- Abschnitt
- 12b
- Abschnitt
- 12c
- Übergangsabschnitt
- 12d
- Gewindebohrung
- 12e
- Drehlagerzapfen
- 12f
- Antriebszapfen
- 13
- Fixierschraube
- 13a
- Schraubenkopf
- 15
- Stellhebel
- 16
- Druckbolzen
- 16a
- Kopf
- 17
- Schraubenfeder
1. Anbringvorrichtung (1) für ein Tragelement (3) an einer Tragsäule (2) sowie Tragsäule
(2), wobei die Anbringvorrichtung (1) Arretiermittel (11, 12, 13, 15) aufweist, mit
denen sich das Tragelement (3) an der aufragenden Tragsäule (2) festsetzen lässt,
wobei die Anbringvorrichtung (1) einen Grundkörper (4) aufweist, an dem zwei getrennte
Aufnahmeabschnitte (6, 8) von einem Verbindungsabschnitt (5, 10) seitlich abstehend
vorhanden sind, dass an jedem Aufnahmeabschnitt (6, 8) eine Aufnahmeöffnung (7, 9)
für die Tragsäule (2) ausgestanzt ist, wobei die Aufnahmeöffnungen (7, 9) derart zueinander
angeordnet sind, dass die Tragsäule (2) durch beide Aufnahmeöffnungen (7, 9) zugleich
durchsteckbar ist, dass die Arretiermittel (11, 12, 13, 15) einen Klemmkörper (12)
und eine am Grundkörper (4) ausgebildete Abstützeinrichtung (11) umfassen, wobei der
Klemmkörper (12) mit der Abstützeinrichtung (11) derart an der durch beide Aufnahmeöffnungen
(7, 9) gesteckten Tragsäule (2) andrückbar ist, dass die Tragsäule (2) an der Anbringvorrichtung
(1) zwischen den Aufnahmeabschnitten (6, 8) und dem Klemmkörper (12) eingespannt und
reibkraftschlüssig festgesetzt ist, wobei die Abstützeinrichtung ein Stützelement
(11) mit einer Stützfläche umfasst, die zur Längsachse der durchgesteckten Tragsäule
(2) in einem flachen Winkel derart angeordnet ist, dass die Stützfläche in einem ersten
Stützflächenbereich einen größeren Abstand zur Tragsäule (2), als einem Durchmesser
des Klemmkörpers (12) entspricht, und in einem zweiten Stützflächenbereich einen kleineren
Abstand zur Tragsäule, als einem Durchmesser des Klemmkörpers (12) entspricht, aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass der Klemmkörper (12) rotationssymmetrisch geformt ist und entlang der Rotationssymmetrieachse
einen Abschnitt (12b) mit einem verringerten Durchmesser aufweist, der an einen Querschnitt
der Tragsäule (2) angepasst ist.
2. Anbringvorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützelement (11) am Grundkörper (4) derart angebracht ist, dass die Stützfläche
elastisch nachgiebig ist.
3. Anbringvorrichtung (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Tragelement (3) am Grundkörper (4) schwenkbar anbringbar ist.
4. Anbringvorrichtung (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in ein Gewinde (12d) des Klemmkörpers (12) eine Schraube (13) senkrecht zur Rotationssymmetrieachse
eingreift, mit der der Klemmkörper (12) in einer Klemmposition am Grundkörper (4)
fixierbar ist.
5. Möbel mit einer Anbringvorrichtung (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche.
1. Attaching fixture (1) for a support element (3) on a support column (2), together
with a support column (2), wherein the attaching fixture (1) has locking means (11,
12, 13, 15) by which the support element (3) may be fixed to the upwards-extending
support column (2), wherein the attaching fixture (1) has a base body (4) on which
are provided two separate locating sections (6, 8) extending sideways from a connecting
section (5, 10), with a locating hole (7, 9) for the support column (2) punched out
on each locating section (6, 8), wherein the locating holes (7, 9) are so arranged
relative to one another that it is possible to insert through the support column (2)
using both locating holes (7, 9) at the same time, that the locking means (11, 12,
13, 15) include a clamping body (12) and a support fixture (11) formed on the base
body (4), wherein the clamping body (12) may be pressed with the support fixture (11)
in such a way on the support column (2) inserted through both locating holes (7, 9)
that the support column (2) is clamped to the attaching fixture (1) between the locating
sections (6, 8) and the clamping body (12) and is fixed with frictional locking, wherein
the support fixture includes a support element (11) with a support face which is so
arranged in a flat angle to the longitudinal axis of the inserted support column (2)
that the support face in a first support face area has a greater clearance from the
support column (2) than a diameter of the clamping body (12), and in a second support
face area has a smaller clearance from the support column than a diameter of the clamping
body (12), characterised in that the clamping body (12) is formed with rotation symmetry and has along the axis of
rotation symmetry a section (12b) with a reduced diameter, which is matched to a cross-section
of the support column (2).
2. Attaching fixture (1) according to claim 1, characterised in that the support element (11) is so attached to the base body (4) that the support face
is elastically flexible.
3. Attaching fixture (1) according to any of the preceding claims, characterised in that the support element (3) is attached pivotably to the base body (4).
4. Attaching fixture (1) according to any of the preceding claims, characterised in that a thread (12d) of the clamping body (12) engages a screw (13) perpendicular to the
axis of rotation symmetry, with which the clamping body (12) may be fixed in a clamping
position on the base body (4).
5. Piece of furniture with an attaching fixture (1) according to any of the preceding
claims.
1. Dispositif de montage (1) pour un élément support (3) sur une colonne porteuse (2)
ainsi que colonne porteuse (2), dans lequel le dispositif de montage (1) présente
des moyens de blocage (11, 12, 13, 15), avec lesquels l'élément support (3) peut être
fixé sur la colonne porteuse (2) dressée, dans lequel le dispositif de montage (1)
présente un corps de base (4), au niveau duquel deux sections de réception (6, 8)
séparées sont présentes de manière écartée latéralement depuis une section de raccordement
(5, 10), de sorte qu'au niveau de chaque section de réception (6, 8), une ouverture
de réception (7, 9) est découpée pour la colonne porteuse (2), dans lequel les ouvertures
de réception (7, 9) sont agencées l'une par rapport à l'autre de telle sorte que la
colonne porteuse (2) peut être insérée à la fois à travers les deux ouvertures de
réception (7, 9), que les moyens de blocage (11, 12, 13, 15) comprennent un corps
de serrage (12) et un dispositif d'appui (11) réalisé au niveau du corps de base (4),
dans lequel le corps de serrage (12) peut être appuyé avec le dispositif d'appui (11)
sur la colonne porteuse (2) enfoncée à travers les deux ouvertures de réception (7,
9), de telle sorte que la colonne porteuse (2) est serrée et fixée par friction au
niveau du dispositif de montage (1) entre les sections de réception (6, 8) et le corps
de serrage (12), dans lequel le dispositif d'appui comprend un élément d'appui (11)
avec une surface d'appui qui est agencée selon un angle plat par rapport à l'axe longitudinal
de la colonne porteuse (2) insérée, de telle sorte que la surface d'appui présente
dans une première zone de surface d'appui une distance par rapport à la colonne porteuse
(2) supérieure à celle correspondant à un diamètre du corps de serrage (12), et dans
une seconde zone de surface d'appui une distance par rapport à la colonne porteuse
inférieure à celle correspondant à un diamètre du corps de serrage (12), caractérisé en ce que le corps de serrage (12) est formé de manière symétrique en rotation et présente
le long de l'axe de symétrie en rotation une section (12b) avec un diamètre réduit,
qui est adapté à une section transversale de la colonne porteuse (2).
2. Dispositif de montage (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément d'appui (11) est monté sur le corps de base (4) de telle sorte que la surface
d'appui est flexible de manière élastique.
3. Dispositif de montage (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément support (3) peut être monté de manière pivotante sur le corps de base (4).
4. Dispositif de montage (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que, dans un filetage (12d) du corps de serrage (12), vient en prise une vis (13) de
manière perpendiculaire à l'axe de symétrie en rotation, avec laquelle le corps de
serrage (12) peut être fixé dans une position de serrage au niveau du corps de base
(4).
5. Meuble avec un dispositif de montage (1) selon l'une quelconque des revendications
précédentes.