[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Verteilen einer Masse
auf einem Untergrund.
[0002] Zum Verteilen von Massen auf einem Untergrund sind Walzen verschiedener Ausführungen
gebräuchlich, die häufig eine um einen Haltegriff drehbare Rolle aufweisen. Die Walze
wird auf der zu verteilenden Masse und dem Untergrund abgerollt und die zu verteilende
Masse auf dem Untergrund verteilt. Die Walze kann aus unterschiedlichen Materialien
wie Plastik, Metall oder Schaumstoff gefertigt sein. Die Oberflächenstruktur der Walze
kann variieren und beispielsweise fellartig oder mit Noppen besetzt sein.
[0003] DE 102 09 565 A1 offenbart eine Auftragswalze, deren Drehrichtung mittels einer ratschenartigen Verzahnung
festgelegt und so die weitere Rotation verhindert wird, um die aufzutragende Masse
zufriedenstellend zu glätten. Eine solche Verzahnung an der Auftragswalze ist aufwändig
in der Konstruktion sowie in der Herstellung und kann insbesondere aufgrund von Verunreinigungen
störanfällig sein. Außerdem kann eine Handhabung durch die richtungsabhängige Funktion
der Walze besonders in Randbereichen der zu bearbeitenden Fläche erschwert sein. Diese
Walze stellt erhöhte Anforderungen an den Benutzer.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Verteilen einer
Masse auf einem Untergrund zu schaffen, die demgegenüber zumindest in einem Aspekt
verbessert ist. Vorzugsweise soll die Vorrichtung bzw. das Verfahren einfacher ausgestaltet
und handhabbar bzw. durchführbar sein. Zudem sollen mit dieser Verwendung bzw. diesem
Verfahren möglichst gute Erfolge bei der Verteilung der Masse erzielt werden.
[0005] Die erfindungsgemäße Aufgabe wird durch den Gegenstand der unabhängigen Patentansprüche
1 und 10 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand jeweiliger Unteransprüche.
[0006] Kerngedanke der Erfindung ist es, an einem Zentralkörper mit einer Verteilungsfläche
drehbar mindestens einen Abstandshalter anzuordnen, der gegenüber der Verteilungsfläche
zumindest teilweise übersteht. Der Überstand des Abstandshalters kann quer zur Verteilungsfläche
oder quer zu einem Teilabschnitt der Verteilungsfläche ausgebildet sein; insbesondere
kann der Überstand im Wesentlichen parallel zu einer Flächennormalen eines Teilabschnitts
der Verteilungsfläche verlaufen. Der Überstand kann dadurch gebildet werden, dass
der Abstand zwischen der Drehachse des Abstandshalters und dem Rand des Abstandshalters
größer ist als der Abstand zwischen der Drehachse des Abstandshalters und der Verteilungsfläche
in dem betrachteten Bereich. Durch diesen Überstand des Abstandshalters gegenüber
der Verteilungsfläche kann ein Abstand eingestellt werden zwischen der Verteilungsfläche
des Zentralkörpers und dem Untergrund, auf dem die Masse verteilt werden soll. Auf
diese Weise kann die Masse auf dem Untergrund mit einer Höhe, die im Wesentlichen
dem Überstand des Abstandshalters zur Verteilungsfläche entspricht, durch Bewegung
des Zentralkörpers mit der Verteilungsfläche über den Untergrund verteilt werden.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung stellt somit eine gegenüber dem Stand der Technik
verbesserte Auftragsvorrichtung dar.
[0007] Die Bezeichnung "an einem Zentralkörper angeordnet" umfasst erfindungsgemäß eine
räumliche Benachbarung des Abstandshalters zum Zentralkörper. In einer bevorzugten
Ausführungsform ist der Abstandshalter indirekt über am Zentralkörper befestigte Achsen
drehbar mit dem Zentralkörper verbunden.
[0008] Der drehbare Abstandshalter rollt beim Führen des Zentralkörpers über den Untergrund
ab. Durch den Abstandshalter kann eine Zwangsführung der Verteilungsfläche in einem
vorbestimmten Abstand über dem Untergrund und in einer festgelegten Richtung und Orientierung
im Raum erreicht werden. Der Nutzer kann den Zentralkörper mit der Verteilungsfläche
leicht und einfach über den Untergrund führen, ohne spezielle Übung oder Erfahrung
zu haben.
[0009] Der Abstandshalter kann sich gegenüber der Verteilungsfläche bewegen und auf dem
Untergrund rollen, während die Verteilungsfläche keine rotatorische Bewegung durchführen
muss. Der Begriff "Abstandshalter" im Sinne der Erfindung umfasst insbesondere ein
gegenüber dem Zentralkörper drehbares Element, dessen Außenumfang bei der Drehung
einen im Wesentlichen konstanten Überstand gegenüber der Verteilungsfläche aufweist.
Die Verteilungsfläche kann eine rein translatorische Bewegung über dem Untergrund
durchführen. Die Bewegung der Verteilungsfläche kann auch aufgrund der Führung durch
den Nutzer in geringfügigem Maße Schwenkbewegungen über einen kleinen Winkelbereich
ausführen; die Schwenkbewegung kann dabei vorzugsweise entgegengesetzt der Drehbewegung
des Abstandshalters sein. In einer bevorzugten Ausführungsform kann die rotatorische
Bewegung des Abstandshalters mittels eines Wälzlagers erleichtert werden. Das Wälzlager
kann Teil des Abstandshalters sein. Ein Innenring des Wälzlagers kann nicht-drehend
ausgestaltet sein, während sich ein Außenring des Abstandshalters am Außenring des
Wälzlagers bewegen kann. Das Wälzlager kann gekapselt sein.
[0010] Es ist auch möglich, das die rotatorische Bewegung des Abstandshalters mittels eines
Schleiflagers realisiert wird.
[0011] In einer ganz besonders bevorzugten Ausführungsform können zwei oder mehr Abstandshalter
am Zentralkörper angeordnet sein. Diese Ausführungsform hat den besonderen Vorteil,
dass die Führung des Zentralkörpers vereinfacht und stabilisiert wird. Außerdem wird
damit der Auftrag der Masse vereinheitlicht.
[0012] Im Falle von mehr als einem Abstandshalter können diese demnach so zueinander derart
beabstandet angeordnet sein, dass die Verteilungsfläche stabil über den Untergrund
geführt werden kann, ohne zu verkippen. Beispielsweise können genau zwei Abstandshalter
seitlich an der Verteilungsfläche angeordnet sein. Die Drehachsen der mindestens zwei
Abstandshalter können im Wesentlichen parallel zueinander verlaufen; bevorzugt sind
die Drehachsen zweier Abstandshalter im Wesentlichen auf einer gleichen Raumachse
angeordnet. Die Drehachsen des oder der Abstandshalter(s) kann starr zur Verteilungsfläche
angeordnet sein, wodurch ein Nutzer die Verteilungsfläche in einer vorbestimmten Richtung
und/oder Orientierung über den Untergrund führen muss, damit der oder die Abstandshalter
drehen kann/können.
[0013] Der Begriff "Verteilung" im Sinne der Erfindung umfasst zum einen das Verteilen einer
auf einem Untergrund örtlich begrenzt vorhandenen Masse auf einen bisher davon unbedeckten
Bereich des Untergrunds, und zum anderen eine Verteilung der Masse auf einem bereits
bedeckten Untergrund unter Veränderung und/oder Vergleichmäßigung der Dicke der auf
dem Untergrund aufliegenden Masse. Mittels des Abstandshalters kann eine gleichmäßige
Dicke der zu verteilenden Masse auf dem Untergrund erreicht werden. Mithilfe des Abstandshalters
kann es zu einer Zwangsführung der Vorrichtung über den Untergrund kommen, die sowohl
in der Höhe, als auch in der Richtung und Orientierung durch die Abstandshalter festgelegt
sein kann. Die Zwangsführung geschieht mit einfachen Mitteln und ist einfach handhabbar.
Insbesondere mit zwei oder mehr Abstandshaltern in einer bevorzugten Ausführungsform
kann eine stabile Zwangsführung und eine gleichmäßige Schichtdicke der Masse erreicht
werden.
[0014] Der Begriff "Masse" im Sinne der Erfindung umfasst jede Art von verteilbaren Massen.
Die Massen können insbesondere
viskose, zähflüssige und/
oder pastöse Flüssigkeiten sein. Die Masse kann auch ein Pulver oder ein anderes Streugut sein.
Insbesondere kann die Masse eine chemische Zusammensetzung sein, die als Bodenbeschichtung,
Flächenabdichtung oder Versiegelung oder ähnliches auf einen Untergrund verteilt wird.
Die zu verteilende Masse kann insbesondere ein Flüssigharzprodukt sein. Die zu verteilende
Masse kann z.B. Monomere und/oder Polymere oder Copolymere enthalten bzw. bilden,
z.B. Polyurethan, Polyurea, Vinylester, Polymethylmethacrylat, Polyester, Epoxid,
Polyacrylat oder Styrol-Butadien-Kautschuk oder eine Mischung aus diesen. Die Masse
kann auch eine Polymerisationsharz-Beschichtungsmasse enthaltend Acrylat und/oder
Methylmathacrylat sein mit Monomeren vorzugsweise 2-Ethylhexylacrylat, Tetraethylenglycoldimethacrylat,
2-Methoxy-1-Methylethylacetat und/oder Butylacrylat. Neben dem Polymer kann die Polymerisationsharz-Beschichtungsmasse
noch weitere Bestandteile umfassen, wie z. B. Füllstoffe wie Carbonate, beispielsweise
Calciumcarbonat, Quarzmehle, Siliciumdioxid Bariumsulfat, Aluminiumhydroxid, Kreide,
Talkum oder Calciumsulfat. Die zu verteilende Masse kann mit oder ohne Füllstoffe
versetzt sein. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist auf keine Art von Beschichtungsmasse
beschränkt.
[0015] Der Begriff "Untergrund" umfasst jede Oberfläche, auf die eine Masse aufgetragen
werden kann. Es kann z.B. ein mineralischer oder bituminöser Untergrund sein, oder
auch ein Untergrund mit einer polymeren Beschichtungsmasse. Die Oberfläche kann horizontal
oder geneigt ausgerichtete Flächenabschnitte aufweisen. In einer bevorzugten Ausführungsform
ist der Untergrund ein Parkhausboden, ein Terrassenboden, ein Garagendach oder eine
Fahrbahn.
[0016] Der Begriff "Zentralkörper" umfasst im Sinne der Erfindung ein strukturelles Element
der Vorrichtung, welches sich in drei zueinander senkrechte Raumrichtungen erstreckt.
[0017] Der Zentralkörper mit der Verteilungsfläche kann vorzugsweise zylinderförmig sein.
Der Zentralkörper kann walzenförmig und die Verteilungsfläche mittels eines Teilabschnitts
der Außenfläche des walzenförmigen Zentralkörpers gebildet sein. Eine Außenfläche
des Zentralkörpers kann als Verteilungsfläche dienen, die in Kontakt mit der zu verteilenden
Masse stehen kann. Erfindungsgemäß umfasst der Betriff "Zylinder" einen allgemeinen
Zylinder, der eine gewölbte Fläche aufweist. Ein zylinderförmiger Körper bietet den
Vorteil einer einfach herstellbaren Verteilungsfläche. Insbesondere kann die Zylinderform
eine - zumindest in Teilabschnitten - ellipsenförmige oder kreisförmige Grundfläche
aufweisen. Der Zentralkörper kann als Vollmaterial ausgestaltet sein. Das Material
kann z. B. Kunststoff und/oder Metall aufweisen oder daraus bestehen. Das Metall kann
insbesondere Edelstahl sein. Ein hohes Eigengewicht des Zentralkörpers kann ein Aufschwimmen
desselben beim Verteilen der Masse verhindern.
[0018] Der Begriff "Verteilungsfläche" im Sinne der Erfindung umfasst eine Fläche, die in
Kontakt mit der zu verteilenden Masse bringbar ist. Die Verteilungsfläche kann eine
äußere Oberfläche des Zentralkörpers sein oder als Oberfläche eines mit dem Zentralkörper
verbundenen Abschnitts ausgestaltet sein. In einer bevorzugten Ausführungsform ist
die Verteilungsfläche im Wesentlichen glatt ausgestaltet. Die Verteilungsfläche kann
über die Breite parallel zu der Drehachse des Abstandshalters gleich bzw. ohne Veränderung
ausgebildet sein. Die Verteilungsfläche kann in Richtung einer Führung, die sich aus
dem Abrollen der drehbaren Abstandshalter zwangsweise ergeben kann, ein oder mehrere
gekrümmte Oberflächen aufweisen, die gleiche oder unterschiedliche Krümmungsradien
sowie unterschiedliche oder gleich Krümmungsrichtungen haben können. Die Verteilungsfläche
kann insbesondere Material wie Metall oder Kunststoff aufweisen oder daraus bestehen.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Metall Edelstahl.
[0019] Der zylinderförmige Zentralkörper kann mit seiner Längsachse im Wesentlichen parallel
zum Untergrund mittels des mindestens einen Abstandshalters mit möglichst gleichbleibendem
Abstand geführt werden. Der zylinderförmige Zentralkörper wird vorzugsweise quer zu
seiner Längsachse über den Untergrund geführt. Eine zumindest in Teilabschnitten kreisförmige
oder ellipsenförmige Grundfläche bietet den Vorteil eines Einlaufs von zu verteilender
Masse mit stetiger Verringerung der Dicke. Der Zentralkörper kann aber auch in einer
anderen geometrischen Form ausgestaltet sein, beispielsweise in Form eines Quaders.
Die Oberfläche der Verteilungsfläche ist vorzugsweise glatt, um eine glatte Oberfläche
der mit der Verteilungsfläche verstrichenen Masse erzeugen zu können. Die Größe der
Verteilungsfläche kann variieren.
[0020] Der Zentralkörper kann in unterschiedlicher Länge und/oder unterschiedlich großem
Umfang eingesetzt werden. Kürzere Verteilungsflächen können für schmalere zu bearbeitende
Flächen hilfreich sein, wohingegen eine breite Verteilungsfläche weniger Aufwand bei
großen zu bearbeitenden Flächen bedeutet. Der Zentralkörper kann eine Länge von 190
mm - 350 mm aufweisen, bevorzugt 250 mm - 290 mm, besonders bevorzugt 270 mm. Der
Durchmesser des Zentralkörpers kann 33 mm - 51 mm groß, bevorzugt 39 mm - 45 mm groß,
besonders bevorzugt 42 mm groß sein.
[0021] Der drehbare Abstandshalter kann zahnkranzartig ausgebildet sein. Der Begriff "Zahnkranz"
im Sinne der Erfindung umfasst ein rundes, insbesondere kreisförmiges konstruktives
Element, insbesondere eine Scheibe, die insbesondere in regelmäßig angeordneten Abständen
Aussparungen am Umfang aufweist, wodurch der Abstandshalter zahnartige Vorsprünge
aufweist. Die Außenkanten der Vorsprünge liegen vorzugsweise auf einem gemeinsamen
Kreisumfang und können in Kontakt mit dem Untergrund kommen.
[0022] Der Abstand der zahnartigen Vorsprünge voneinander ist bevorzugt nur so groß, dass
sich der Abstand der Verteilungsfläche zum Untergrund nicht wesentlich ändert bei
Rotation des Zahnkranzes. Durch den regelmäßigen, aber nicht durchgehenden Kontakt
des Zahnkranzes mit dem Untergrund entstehen in der zu verteilenden Masse Löcherreihen
im Vergleich zu durchgehenden Furchen bei ungezahnten Scheiben. Einzelne Löcher können
weniger Volumen aufweisen als durchgehende Furchen. Die einzelnen Löcher können je
nach Viskosität der Masse durch Verfließen wieder gefüllt werden. Je weniger Raum
durch Verfließen gefüllt werden muss, desto weniger wird die Gleichmäßigkeit der Schichtdicke
der Masse gestört.
[0023] Der Abstandshalter kann Materialien wie z. B. Kunststoff oder Metall enthalten oder
daraus bestehen. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist der Abstandshalter
aus gehärtetem Stahl. Der Abstandshalter kann sowohl im Umfang als auch in der Ausgestaltung
der zahnartigen Vorsprünge variabel sein. Ein größerer Umfang des Abstandshalters
kann bei gleichbleibendem Umfang des Zentralkörpers mit der Verteilungsfläche weiter
überstehen, und dadurch einen größeren Abstand zwischen der Verteilungsfläche und
dem Untergrund erzeugen. Ebenso kann in seinem Umfang ein kleinerer Abstandshalter
bei gleichbleibendem Zentralkörper mit Verteilungsfläche weniger überstehen, und es
kann daher ein geringerer Abstand entstehen. In einer Ausführungsform beträgt der
Durchmesser des Abstandshalters 41 mm - 59 mm, bevorzugt 47 mm - 53 mm, besonders
bevorzugt 50 mm. Die zahnartigen Vorsprünge können sich in ihrer Anzahl, in ihrer
Höhe und in ihrer Länge der Auflagefläche unterscheiden. Ihre Ausgestaltung kann Rückstände
in der verteilten Masse beeinflussen. Die zahnartigen Vorsprünge können quaderförmig,
konusförmig oder zylinderförmig sein. In einer bevorzugten Ausführungsform sind die
zahnartigen Vorsprünge pyramidenförmig und besonders bevorzugt von allen Seiten spitz
zulaufend. Bei zwei oder mehr am Zentralkörper angeordneten Abstandshaltern können
gleichzeitig verwendete Abstandshalter für ein ebenmäßiges Verteilungsergebnis identisch
sein.
[0024] Der Zentralkörper kann an einer Seite oder beidseitig eine Achse aufweisen, um die
der Abstandshalter drehen kann. Die Achse kann einstückig mit dem Zentralkörper oder
mit diesem verbunden sein. Die Verbindung kann lösbar sein, und beispielsweise Steck-
oder Schraubverbindungen enthalten. Die Verbindung kann auch nicht lösbar sein, und
beispielsweise eine stoffschlüssige Verbindung sein. In einer bevorzugten Ausführungsform
ist beidseitig des Zentralkörpers je eine Achse konzentrisch zum Zentralkörper angebracht.
Die Verbindung der Achsen ist in einer bevorzugten Ausführungsform eine stoffschlüssige
Verbindung und daher nicht lösbar. Die Achse kann für weitere Verbindungsmöglichkeiten
mit Zusatzmodulen ein Innen- oder Außengewinde aufweisen. In einer bevorzugten Ausführungsform
weist der Zentralkörper beidseitig je eine Achse auf, von denen eine ein Innengewinde
und die andere ein Außengewinde aufweist. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform
weist der Zentralkörper beidseitig je eine Achse mit einem Innengewinde auf.
[0025] An den Abstandshalter kann sich auf der der Verteilungsfläche gegenüberliegenden
Seite bezogen auf den Abstandshalter ein Zusatzmodul anschließen, so dass der Abstandshalter
vorzugsweise zwischen Verteilungsfläche und Zusatzmodul angeordnet ist. Die Oberfläche
des Zusatzmoduls oder Teile davon kann/können als Verteilungsfläche dienen. Die Verteilungsfläche
kann sich so beidseitig des Abstandshalters erstrecken. Die Verteilungsfläche des
Zentralkörpers kann somit ergänzt werden. Bei zwei oder mehr am Zentralkörper angeordneten
Abstandshaltern können zu beiden Seiten des Zentralkörpers Zusatzmodule neben den
Abstandshaltern angeordnet sein.
[0026] Das Zusatzmodul kann an den am Zentralkörper angeordneten Achsen befestigt sein,
was in Form einer lösbaren, beispielsweise einer Steck- und/oder Schraubvorrichtung
oder in Form einer unlösbaren Verbindung, beispielsweise einer Schweißung und/oder
Nietverbindung, vorgesehen sein kann. Für eine mögliche Schraubverbindung kann das
Zusatzmodul ein Außengewinde oder ein Innengewinde aufweisen. Für eine mögliche Steckverbindung
kann das Zusatzmodul eine in ihrem Umfang kleine Achse und/oder eine Bohrung aufweisen.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform weist das Zusatzmodul ein an das Innengewinde
der Achse am Zentralkörper angepasstes Außengewinde auf. Durch die Fortsetzung der
Verteilungsfläche durch das Zusatzmodul kann besonders die Verteilung von Massen bis
ganz an den Rand des Untergrunds gewährleistet werden.
[0027] Vorzugsweise weist der Zentralkörper mindestens zwei Zusatzmodule auf, nämlich an
jeder Seite eins.
[0028] Das Zusatzmodul kann an die Verteilungsfläche angepasst sein. Das Zusatzmodul kann
in gleichem Maße in unterschiedlichen Formen und Umfängen verwendet werden wie der
Zentralkörper mit der Verteilungsfläche, was die Verteilungsfläche und/oder den Abstand
der Verteilungsfläche zum Untergrund beeinflussen kann. Das Zusatzmodul kann beispielsweise
zylinderförmig sein. Ein großer Umfang des Zusatzmoduls kann zu einem kleineren Abstand
der Verteilungsfläche zum Untergrund führen bei gleichbleibendem Abstandshalter, der
daher weniger zur Verteilungsfläche des Zusatzmoduls überstehen kann. Ebenso kann
ein kleinerer Umfang des Zusatzmoduls bei gleichbleibendem Abstandshalter in einem
größeren Abstand resultieren. Das Zusatzmodul kann aus Vollmaterial gearbeitet sein.
Das Zusatzmodul kann Materialien wie Kunststoff oder Metall enthalten oder daraus
bestehen. In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Metall Edelstahl. Das Zusatzmodul
kann eine Bohrung aufweisen, in die ein Stab eingesetzt werden kann, um eine Hebelfunktion
ausüben zu können, mit der beispielsweise das Lösen einer Schraubverbindung des Zusatzmoduls
mit der Achse erleichtert werden kann. Die Tiefe der Bohrung kann 10 mm - 18 mm, bevorzugt
12 mm - 16 mm, besonders bevorzugt 14 mm betragen.
[0029] Für eine ebenmäßige Verteilungsfläche und damit eine ebenmäßige Verteilung der Masse
ist die Verwendung gleicher geometrischer Form und gleichen Umfangs des Zusatzmoduls
wie die des Zentralkörpers bevorzugt. Zusätzlich können unterschiedlichen Längen verwendet
werden. Längere Zusatzmodule können die Verteilungsfläche des Zentralkörpers in der
Breite vergrößern, während kürzere Zusatzmodule die Verteilungsfläche des Zentralkörpers
im Hinblick auf einen flächenmäßig kleinen Untergrund nur wenig ergänzen. In einer
Ausführungsform beträgt die Breite des Zusatzmoduls 40 mm - 74 mm, bevorzugt 50 mm
- 64 mm, besonders bevorzugt 57 mm. Der Durchmesser des Zusatzmoduls ist bevorzugt
33 mm - 51 mm groß, weiter bevorzugt 39 mm - 45 mm groß, am meisten bevorzugt 42 mm
groß. Zwei gleichzeitig verwendete Zusatzmodule können gleiche oder unterschiedliche
Längen aufweisen, woraufhin sich die Verteilungsfläche von den Abstandshaltern der
Vorrichtung aus unterschiedlich weit zu beiden Seiten erstreckt. In einer besonders
bevorzugten Ausführungsform ist an beiden Seiten des Zentralkörpers je ein Zusatzmodul
mittels einer Schraubverbindung angebracht.
[0030] In einer bevorzugten Ausführungsform können seitlich des Zentralkörpers und/oder
eines möglichen Zusatzmoduls Vorsprünge enthalten oder angebracht sein. Die Vorsprünge
können Scheiben oder scheibenförmig ausgestaltet sein. Diese können in ihrem Umfang
kleiner ausgestaltet sein als der Zentralkörper bzw. das Zusatzmodul. Die Scheibe
bzw. der scheibenförmige Vorsprung kann einen Abstand zwischen Zentralkörper bzw.
Zusatzmodul und dem drehbaren Abstandshalter einstellen. Ein Abstand kann dem Vermindern
von Reibung bei Rotation des Abstandshalters zwischen diesem und dem benachbarten
Zentralkörper bzw. Zusatzmodul dienen. Insbesondere wenn ein Wälzlager am Abstandshalter
vorgesehen ist können Scheiben bzw. scheibenförmige Vorsprünge angebracht bzw. ausgebildet
sein, die sich zwischen dem nicht rotierenden Innenring und dem Zentralkörper und/oder
dem Zusatzmodul befinden können. Das rotierende Element des Abstandshalters kann sich
daraufhin mit einem Abstand zu dem/den benachbarten Körper/n drehen, ohne an diesem/n
Reibung zu erzeugen.
[0031] Der Zentralkörper kann mit einem Haltegriff verbunden sein. Diese Verbindung kann
eine lösbare Verbindung, beispielsweise eine Schraub- und/oder Steckvorrichtung, aufweisen,
oder eine unlösbare Verbindung sein, beispielsweise eine Nietverbindung oder eine
Schweißung. Es kann ein Gelenk enthalten sein. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform
weist der Haltegriff ein Innengewinde auf, welches mit einem Außengewinde am Zentralkörper
dieser Ausführungsform verbunden werden kann. Ein Haltegriff kann eine Führung der
Vorrichtung über den Untergrund vereinfachen. Mit unterschiedlichen Längen kann der
Haltegriff den Ansprüchen und dem Benutzer angepasst werden. Ein langer Haltegriff
kann zum Beispiel weitreichend sein und bei großen zu bearbeitenden Flächen Bewegungsaufwand
ersparen. Ein kürzerer Haltegriff kann beispielsweise kleineren Personen die Anwendung
vereinfachen. Der Haltegriff kann teleskopartig ausgebildet sein.
[0032] In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Haltegriff starr mit dem Zentralkörper,
an dem die Verteilungsfläche ausgebildet ist, verbunden. Ferner kann der Zentralkörper
starr mit mindestens einem Zusatzmodul verbunden sein. Insbesondere rotatorische Bewegungen
des Zentralkörpers können unmittelbar an ein Zusatzmodul übertragen werden. Die Verteilungsfläche
kann mittels der starren Verbindung über den Untergrund geführt werden, ohne über
den Untergrund abrollen zu müssen.
[0033] Durch eine starre Verbindung des Haltegriffs mit dem Zentralkörper kann der Zentralkörper
mit der Verteilungsfläche auf einfache Weise an einer Rotation gehindert werden. Bei
fehlender Rotation kann die Verteilungsfläche über die Masse gezogen/geschoben werden
und ein Abrollen und dabei Ablösen der Verteilungsfläche von der Masse kann dabei
verhindert werden. So kann eine besonders glatte Oberfläche der verteilten Masse erreicht
werden, da ein "Orangenhaut-Effekt", entstehend durch das Ablösen der Verteilungsfläche,
vermieden werden kann. Zudem kann die Handhabung der Vorrichtung durch eine verhinderte
Rotation für den Benutzer vereinfacht werden, da die Vorrichtung sowohl vorwärts als
auch rückwärts mit dem gleichen Resultat bewegbar sein kann.
[0034] Der Zentralkörper, der bzw. die Abstandshalter, mögliche Zusatzmodule und ein möglicher
Griff können in einer bevorzugten Ausführungsform von dem Benutzer einfach voneinander
gelöst werden. Das kann durch lösbare Verbindungen, beispielsweise in Form von Schraub-
oder Steckverbindungen, ermöglicht werden und zum Beispiel dem Reinigen oder dem Austausch
von Einzelteilen dienen. Der Austausch kann beispielsweise aufgrund von Verschleiß
gewünscht sein, was insbesondere den Abstandshalter betreffen kann, der in Kontakt
mit dem Untergrund steht und daher eine höhere Abnutzung erfahren kann, als der Zentralkörper
mit der Verteilungsfläche, das Zusatzmodul und der Haltegriff. Außerdem können auf
diese Weise unterschiedliche Ausführungen des Zentralkörpers mit der Verteilungsfläche,
des Abstandshalters, des Zusatzmoduls und des Haltegriffs ausgetauscht und kombiniert
werden. Es kann flexibel auf unterschiedliche Anforderungen reagiert werden.
[0035] Die unterschiedlichen Ausführungen des Zentralkörpers mit der Verteilungsfläche und
des Zusatzmoduls mit Verteilungsfläche können sich in Material, Länge, Umfang, geometrischer
Form und Oberfläche unterscheiden. Die Ausführungsformen des Abstandshalters können
in Material, Umfang, Breite und Ausgestaltung der zahnartigen Vorsprünge variieren,
die wiederum in ihrer Form, ihrer Anzahl, ihrer Höhe und in der äußeren Auflagefläche
unterschiedlich sein können. Die Haltegriffe können sich in ihrer Länge, in ihrem
Umfang und in ihrer Form unterscheiden. Diese unterschiedlichen Ausführungsformen
können beliebig miteinander kombinierbar sein. So können sich auch gleichzeitig verwendete
Abstandshalter voneinander unterscheiden, ebenso wie gleichzeitig verwendete Zusatzmodule.
Neben den unterschiedlichen Ausführungsformen der Einzelteile kann auch die Anzahl
der verschiedenen Einzelteile variiert werden. Es können beispielsweise zwei oder
mehr Zentralkörper miteinander kombiniert werden. Diese können zum Beispiel mit zusätzlichen
Abstandshaltern zwischen ihnen stabilisiert werden. Es kann ein System entstehen,
bei dem durch Kombinationsmöglichkeiten der unterschiedlichen Ausführungen, der Anzahlen
und Anordnungen der Einzelteile unterschiedliche anwendungsbezogene Vorrichtungen
möglich sind.
[0036] Die Vorrichtung kann durch einen Antrieb bewegt werden. Dieser Antrieb kann ein Motor
sein. Der Motor kann beispielsweise über eine Welle ein Zahnrad antreiben, welches
in die Zähne eines oder mehrerer als Zahnkranz ausgebildeter Abstandshalter greifen
kann. Auf diese Weise können der bzw. die Abstandshalter, die in Kontakt mit dem Untergrund
stehen, gedreht werden, was zu einer Fortbewegung des Zentralkörpers relativ zum Untergrund
führen kann. Ein manuelles Führen ist nicht notwendig.
[0037] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform liegt ein zylinderförmiger Zentralkörper
mit kreisförmiger Grundfläche mit seiner Längsachse parallel zum Untergrund der zu
verteilenden Masse. Die mit der Masse in Kontakt stehende Oberfläche des Zentralkörpers
dient als Verteilungsfläche. Insbesondere kann die Verteilungsfläche im Wesentlichen
aus Edelstahl bestehen. Die Oberfläche des Körpers kann somit glatt sein. Der Zentralkörper
wird beidseitig von Abstandshaltern flankiert, die drehbar auf am Zentralkörper befestigten
Achsen lagern. Die Drehachsen der beiden Abstandshalter sind im Wesentlichen auf einer
gleichen Raumachse angeordnet. Die räumliche Erstreckung der Abstandshalter von ihrer
Drehachse in Richtung der Verteilungsfläche (Abstand zwischen Drehachse und Rand des
Abstandshalters) ist größer als der Abstand zwischen den Drehachsen der Abstandshalter
und der Verteilungsfläche. Die Abstandshalter stehen daher gegenüber der Verteilungsfläche
über. Dadurch kann ein Abstand zwischen der Verteilungsfläche und dem Untergrund bei
auf dem Untergrund aufstehender Vorrichtung entstehen. Seitlich der Abstandshalter
befinden sich Zusatzmodule, die in Form und Umfang mit dem Zentralkörper übereinstimmen.
Die Zusatzmodule sind starr an den Achsen befestigt und nicht drehbar. Mittig des
Zentralkörpers ist ein Haltegriff starr angebracht.
[0038] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert.
[0039] In der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1
- ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung auf einem Untergrund
mit zu verteilender Masse in einer isometrischen Darstellung,
- Fig. 2
- das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 in einer schematischen Explosionsdarstellung
und teilweise geschnitten,
- Fig. 3
- ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung mit zu verteilender
Masse auf einem Untergrund in isometrischer Darstellung und
- Fig. 4
- ein drittes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung mit zu verteilender
Masse auf einem Untergrund in isometrischer Darstellung,
- Fig. 5
- ein viertes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung in einer schematischen
und teilweise geschnittenen Darstellung in einer Frontansicht.
[0040] In Fig. 1 ist eine erfindungsgemäße Vorrichtung dargestellt. Auf einem Untergrund
1 ist eine zu verteilende Masse 2, die eine viskose Flüssigkeit ist, teilweise aufgebracht.
Die Vorrichtung weist einen zylinderförmigen Zentralkörper 3 auf, mit dem die Masse
2 auf dem Untergrund 1 verteilt werden kann. Die mit der Masse 2 in Kontakt stehende
Fläche des Zentralkörpers 3 dient als Verteilungsfläche 5. Die Verteilungsfläche 5
kann über den Untergrund 1 geführt werden.
[0041] Der zylinderförmige Zentralkörper 3 weist beidseitig kurze Achsen 4 auf. Die Achsen
4 und der Zentralkörper 3 sind konzentrisch. Der Zentralkörper 3 ist beidseitig von
identischen Abstandshaltern 6 flankiert, die drehbar auf den Achsen 4 sitzen. Aufgrund
eines größeren Radius stehen die Abstandshalter 6 gegenüber der Verteilungsfläche
5 über. Sie stehen daher in Kontakt mit dem Untergrund 1. Die Verteilungsfläche 5
wird mit einem Abstand über den Untergrund 1 in Richtung der Drehbewegung der Abstandshalter
6 zwangsgeführt. Da die Abstandshalter 6 einen zu jeder Seite identischen Radius haben
und mit dem Zentralkörper 3 und den Achsen 4 konzentrisch sind, ist der Überstand
gegenüber der Verteilungsfläche zu allen Seiten gleich groß. Die Abstandshalter 6
sind zahnradartig ausgearbeitet, der äußere Umfang weist Aussparungen auf. Die Vorsprünge
bieten eine nicht durchgehende Standfläche auf dem Untergrund 1. Die Vorsprünge der
zahnradartigen Abstandshalter 6, die auf dem Untergrund 1 stehen, halten die Verteilungsfläche
5 des Zentralkörpers 3 in einem Abstand zum Untergrund 1, der der Größe ihres Überstandes
gegenüber der Verteilungsfläche 5 entspricht. Da die Abstandshalter 6 identisch sind
und in gleichem Maße gegenüber der Verteilungsfläche 5 überstehen, ist der Abstand
der Verteilungsfläche 5 zum Untergrund 1 an jeder Stelle gleich groß. Die Verteilungsfläche
5 liegt parallel zum Untergrund 1.
[0042] Bei Bewegung des Zentralkörpers 3 über den Untergrund 1 mit der Masse 2 streicht
die Verteilungsfläche 5 über die Masse 2 und ist für ihre Höhe begrenzend. Überschüssige
Flüssigkeit wird von der Verteilungsfläche 5 weiter geschoben und somit auf dem Untergrund
1 verteilt.
[0043] Der Zentralkörper 3 ist in Zusatzmodulen 7 zu beiden Seiten der Abstandshalter 6
fortgeführt. Die Zusatzmodule 7 sind mit einem Schraubverschluss an den Achsen 4 angebracht.
Sie weisen die gleiche geometrische Form des Zylinders mit einem gleichen Umfang auf
wie der Zentralkörper 3. Die Zusatzmodule 7 sind kürzer als der Zentralkörper 3. Die
mit der Masse 2 in Kontakt stehende Fläche der Zusatzmodule 7 dient ebenfalls als
Verteilungsfläche 5, welche dadurch im Ganzen verbreitert wird. Es kann ein größerer
Bereich des Untergrunds 1 zugleich mit der Masse 2 bestrichen werden. Die Masse kann
beidseits der Abstandshalter 6 verteilt werden. Durch die Zusatzmodule 7 kann die
Verteilungsfläche 5 an den äußersten Rand des Untergrunds 1 reichen, und die Masse
2 kann auch im Randbereich des Untergrunds verstrichen werden.
[0044] Ein Haltegriff 8 ist mit einer Schraubvorrichtung starr und mittig am Zentralkörper
3 befestigt. Der gerade Haltegriff 8 ist in einer Länge vorgesehen, die es ermöglicht,
die Vorrichtung in einer aufrechten Position eines Nutzers zu bedienen. Die Breite
des Haltegriffs 8 ermöglicht ein Umfassen mit einer Hand. Aufgrund der starren Schraubvorrichtung
ist der Zentralkörper 3 nicht drehbar. Bei einer Bewegung über die Masse 2 auf dem
Untergrund 1 kann der Zentralkörper 3 nicht abrollen und die Verteilungsfläche 5 streicht
in der durch die Abstandshalter 6 definierten Höhe über die Masse 2.
[0045] In diesem Ausführungsbeispiel sind der Zentralkörper 3 und die Zusatzmodule 7 vollmetallisch
aus Edelstahl, und der Abstandshalter 6 aus gehärtetem Stahl gefertigt.
[0046] In Fig. 2 ist die erfindungsgemäße Vorrichtung gemäß Fig. 1 schematisch in einer
teilweise geschnittenen Explosionsdarstellung dargestellt. Die Nummerierung gleicher
Elemente wird beibehalten. Der dargestellte zylinderförmige Zentralkörper 3 weist
beidseitig je eine Achse 4 mit einem Innengewinde auf. Die Achsen 4 sind stoffschlüssig
am Zentralkörper 3 befestigt. Die Achsen 4 sind konzentrisch mit dem Zentralkörper
3, ebenfalls zylinderförmig und haben einen deutlich geringeren Umfang als der Zentralkörper
3. An den Achsen 4 ist je ein kreisförmiger Abstandshalter 6 konzentrisch angeordnet.
Die Abstandshalter 6 weisen Wälzlager für eine erleichterte Rotation auf. Da die Abstandshalter
6 und der Zentralkörper 3 konzentrisch angeordnet sind, und der Umfang der Abstandshalter
6 größer als der des Zentralkörpers 3 ist, stehen die Abstandshalter 6 zu jeder Seite
des Zentralkörpers 3 in gleichem Maße über. Die Abstandshalter 6 weisen am Umfang
pyramidenartige Vorsprünge auf. Seitlich der Abstandshalter 6 befindet sich je ein
Zusatzmodul 7, welches mit einem Außengewinde mit dem Innengewinde der Achsen 4 verschraubt
werden kann. Die Zusatzmodule 7 sind ebenfalls zylinderförmig und weisen den gleichen
Umfang auf wie der Zentralkörper 3. Somit stehen die Abstandshalter 6 auch gegenüber
den Zusatzmodulen 7 über. Die Zusatzmodule 7 weisen eine Bohrung 10 auf, die in Verbindung
mit einem eingesteckten Stab als Hebel fungieren kann, um beispielsweise die vorgesehene
Schraubverbindung zu lösen.
[0047] Sowohl die Zusatzmodule 7 als auch der Zentralkörper 3 weisen seitlich einen in ihrem
Umfang kleineren scheibenförmigen Vorsprung 9 auf. Diese scheibenförmigen Vorsprünge
9 können nach Zusammenfügen der Einzelteile der Vorrichtung in Kontakt mit dem Wälzlager,
jedoch nicht mit dem rotierenden Element des Abstandshalters 6 stehen. Dadurch wird
ein Abstand eingestellt zwischen den Körpern und dem rotierenden Element des Abstandshalters
6, wodurch sich dieses frei und ohne Reibung drehen kann. Mittig des Zentralkörpers
3 ist stoffschlüssig ein Außengewinde angeordnet. An diesem kann der Haltegriff 8
(in dieser Darstellung nicht gezeigt) mit einem Innengewinde befestigt werden.
[0048] Fig. 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung nach Fig.
1, das sich dahingehend von dieser unterscheidet, dass kürzere Zusatzmodule 7 verwendet
werden. Die Nummerierung gleicher Elemente wird beibehalten. Im Vergleich zu der Vorrichtung
in Fig. 1 sind die Zusatzmodule 7 kürzer ausgebildet. Damit ist auch die Verteilungsfläche
5, die Fläche des gesamten zylindrischen Körpers, die mit der zu verteilenden Masse
2 in Kontakt steht und diese bei Streichbewegungen verteilt, in ihrer Größe verringert.
Dies kann beispielsweise bei schmaleren Untergründen vorteilhaft sein.
[0049] Fig. 4 zeigt ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung nach Fig.
1, das sich in der Größe der Abstandselemente von dem Ausführungsbeispiel 1 unterscheidet.
Die Nummerierung gleicher Elemente wird beibehalten. Die Abstandshalter 6 weisen in
diesem Ausführungsbeispiel einen deutlich größeren Radius als die Abstandshalter in
Fig. 1 auf. Dadurch stehen sie gegenüber der Verteilungsfläche 5 mehr über. Das hat
einen größeren Abstand der Verteilungsfläche 5 zum Untergrund 1 zur Folge. Die durch
die Verteilungsfläche 5 begrenzte Schichtdicke der Masse 2 kann also aufgrund der
größeren Abstandshalter 6 dicker sein. Außerdem ist die zahnartige Ausbildung der
Abstandshalter 6 in diesem Ausführungsbeispiel dahingehend verändert, dass die Aussparungen
an den Außenkanten der Abstandshalter breiter sind. Die überstehenden Zähne sind daher
schmaler und bieten eine geringere Standfläche auf dem Untergrund. Im Falle von pastösen
Massen, die kaum verfließen, bleibt nach Bewegung der Vorrichtung mit den Abstandshaltern
über die zu verteilende Masse bei schmaleren Überständen der Abstandshalter ein kleineres
Loch in der verteilten Schicht zurück.
[0050] Fig. 5 zeigt ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung nach Fig.
1, das sich dahingehend von dieser unterscheidet, dass zwei Zentralkörper 3 und drei
Abstandshalter 6 verwendet werden. Die Nummerierung gleicher Elemente wird beibehalten.
Im Vergleich zu der Vorrichtung in Fig. 1 ist seitlich neben dem von Abstandshaltern
6 flankierten Zentralkörper 3.1 ein weiterer Zentralkörper 3.2 angebracht. Dieser
weist an einer Seite ein Außengewinde auf und ist daher mit dem Innengewinde der Achse
4 des ersten Zentralkörpers 3.1 über eine Schraubverbindung verbindbar. Die andere
Seite des zweiten Zentralkörpers 3.2 weist wie der erste Zentralkörper 3.1 eine Achse
4 mit einem Innengewinde auf. Sowohl auf der Achse 4, über die die Zentralkörper 3.1
und 3.2 miteinander verbunden sind, als auch auf den beiden außen liegenden Achsen
4 der beiden Zentralkörper 3.1 und 3.2, an welchen Zusatzmodule 7 befestigt sind,
sitzt je ein Abstandshalter 6. Insgesamt ist die Verteilungsfläche 5 aufgrund der
zwei verwendeten Zentralkörper 3.1 und 3.2 mit zwei Zusatzmodulen 7 deutlich verlängert.
Dies kann beispielsweise bei großen zu bearbeitenden Untergründen vorteilhaft sein.
Die drei Abstandshalter 6 können den verlängerten Körper stabilisieren und ihn auf
der gesamten Länge in einem gleichmäßigen Abstand zu einem Untergrund halten.
[0051] Die Merkmale der unterschiedlichen Ausführungsformen der Fig. 1 bis 5 können miteinander
kombiniert werden. Kürzere Zusatzmodule (Fig. 3) können beispielsweise auch mit Abstandshaltern
mit langen, schmalen zahnartigen Vorsprünge (Fig. 4) kombiniert werden. Ebenso können
auch die beiden Zusatzmodule innerhalb einer Vorrichtung in ihrer Länge variieren.
An einer Seite kann ein langes Zusatzmodul angebracht sein, während an der gegenüberliegenden
Seite ein kurzes Zusatzmodul verwendet wird. Diese Kombinationen können wiederum sowohl
mit großen als auch mit kleinen Abstandshaltern kombiniert werden. Auch die Abstandshalter
können untereinander kombiniert werden. Bei unterschiedlichen Radien gleichzeitig
verwendeter Abstandshalter stehen diese unterschiedlich weit gegenüber der Verteilungsfläche
über, und generieren einen unterschiedlichen Abstand der Verteilungsfläche zum Untergrund,
auf dem sich die Abstandshalter befinden können. Die Verteilungsfläche befindet sich
damit nicht in einem einheitlichen Abstand und damit nicht in einer Parallelen zum
Untergrund. Dies kann beispielsweise für eine sich über eine Fläche verringernde Schichtdicke
gewünscht sein. Die unterschiedlichen Möglichkeiten können ebenfalls mit einer variablen
Anzahl der Zentralkörper und der Abstandshalter (Fig. 5) kombiniert werden.
1. Vorrichtung zum Verteilen einer Masse auf einem Untergrund, umfassend einen Zentralkörper
(3) mit einer Verteilungsfläche (5), dadurch gekennzeichnet, dass am Zentralkörper (3) mindestens ein Abstandshalter (6) drehbar angeordnet ist, der
zumindest teilweise gegenüber der Verteilungsfläche übersteht.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass am Zentralkörper (3) zwei oder mehr Abstandshalter (6) drehbar angeordnet sind, die
gegenüber der Verteilungsfläche (5) überstehen.
3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verteilungsfläche (5) ein Abschnitt eines zumindest teilweise zylinderförmig
ausgebildeten Zentralkörpers (3) ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstandshalter (6) ein Zahnkranz ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Verteilungsfläche (5) beidseits eines Abstandshalters (6) erstreckt.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche der Verteilungsfläche (5) glatt ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Zentralkörper (3) mit der Verteilungsfläche (5) starr mit einem Haltegriff (8)
verbunden ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Zentralkörper (3), der Abstandshalter (6) und/oder ein die Verteilungsfläche
(5) zumindest abschnittsweise bildendes Zusatzmodul (7) trennbar miteinander verbunden
und austauschbar sind.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Antrieb zum Bewegen der Vorrichtung vorhanden ist.
10. Verfahren zum Verteilen einer Masse auf einem Untergrund umfassend ein Verteilen mittels
einer Verteilungsfläche (5), gekennzeichnet durch Führen der Verteilungsfläche (5) über den Untergrund in einem mittels einem gegenüber
der Verteilungsfläche drehbaren Abstandshalter (6) vorbestimmten Abstand.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Verteilungsfläche (5) translatorisch über den Untergrund geführt wird.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Zentralkörper (3) starr an einem Haltegriff (8) befestigt ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Zentralkörper (3) starr mit einem oder mehreren Zentralmodulen (7) verbunden
ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, 12 und 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Verteilungsfläche (5) starr mit einem Haltegriff (8) verbunden ist.
15. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, gekennzeichnet durch Führen der Verteilungsfläche (5) mittels eines starr mit der Verteilungsfläche (5)
verbundenen Haltegriffs (8).