[0001] Die Erfindung betrifft einen Vorlegeeinsatz für einen flexiblen Schüttgutbehälter
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Des Weiteren betrifft die Erfindung einen flexiblen
Schüttgutbehälter gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 13.
[0002] Flexible Schüttgutbehälter dienen zur Lagerung und zum Transport von eingefülltem
Material. Es handelt sich dabei in aller Regel um festes, vorzugsweise granuläres
Material, also Materialien unterschiedlichster Korngröße. Solche flexiblen Schüttgutbehälter
werden beispielsweise schlicht als "große Säcke" oder als "flexibles mittleres Behältnis
für Massengüter" entsprechend dem englischen "Flexible Intermediate Bulk Container"
oder auch kurz als FIBC bezeichnet.
[0003] In aller Regel umfasst ein flexibler Schüttgutbehälter der hier angesprochenen Art
etwa ein Volumen von rund 1.000 Litern, allgemein in etwa zwischen 500 Litern und
2.000 Litern. Es lassen sich aber auch deutlich größere oder kleinere Behälter herstellen.
Die hier angesprochenen flexiblen Schüttgutbehälter sind in der Regel aus einem stabilen
Kunststoffgewebe, insbesondere aus Polypropylen (PP), oder einem Material mit vergleichbaren
Eigenschaften gebildet. Solche gewebeartige Materialien weisen eine hohe Strapazierfähigkeit
und Reißfestigkeit auf. Außerdem sind die Behälter im unbefüllten Zustand platzsparend
zusammenfaltbar. Um einen einfachen Transport der gefüllten Säcke zu ermöglichen,
sind typischerweise Schlaufen am Schüttgutbehälter angeordnet, beispielsweise im Bereich
der Ecken beziehungsweise an den Seitenflächen. Diese können beispielsweise durch
einen Kran oder ähnliches ergriffen werden.
[0004] Um besonders feine oder empfindliche Materialien aufnehmen zu können, weisen die
flexiblen Schüttgutbehälter häufig eine Innenverkleidung auf, einen sogenannten Einsatz
oder "Inliner". Dieser ist im Wesentlichen der Form des flexiblen Schüttgutbehälters
entsprechend ausgebildet und in diesen eingesetzt. Ein solcher ist typischerweise
aus einer Folie gebildet und wird dementsprechend auch als Folieneinsatz bezeichnet.
Er weist zumindest einen Boden und eine umlaufende Wandung auf, die entsprechend der
Innenform des Schüttgutbehälters in der Regel mit quaderförmiger Grundform ausgebildet
ist. Gegebenenfalls kann neben einem Boden zusätzlich ein Deckel als Oberseite vorgesehen
sein. Zum Einfüllen des Materials ist dann häufig in der Oberseite eine Einfüllöffnung
oder ein Einfüllstutzen angeordnet, die beziehungsweise der insbesondere verschließbar
ist.
[0005] Damit der Folieneinsatz und damit der flexible Schüttgutbehälter beim Einfüllen eines
granulären, also mehr oder weniger feinkörnigen Materials zumindest im Wesentlichen
seine Form beibehält, weist der Folieneinsatz im Innern verlaufende, flexible Versteifungselemente
auf. Diese dienen zur Stabilisierung der Form der Wandung. Dabei ist jedes der Versteifungselemente
mit jeweils zwei benachbarten oder auch mit zwei anderen, sich zum Beispiel gegenüberliegenden
Wandabschnitten der Wandung verbunden. Die Versteifungselemente können beispielsweise
zwei benachbarte Wandabschnitte über Eck stabilisieren oder eben gegenüber liegende
Wandabschnitte. Im letzteren Fall ist dann in aller Regel noch ein problematischer
Kreuzungsbereich der Versteifungselemente vorhanden.
[0006] Als Versteifungselemente werden beispielsweise Folienabschnitte oder auch flexible
Gitter, beispielsweise aus Kunststoff, eingesetzt. Um diese mit der Wandung zu verbinden,
werden in der Regel Nähte oder auch punktuelle Schweißungen vorgenommen.
[0007] Nachteilig an diesen Lösungen aus dem Stand der Technik ist, dass Folien in der Regel
nicht stabil genug sind. Bei Gittern aus stabilem Kunststoff kommt es aufgrund einer
Verbindung unterschiedlicher Materialien lokal zu starken Materialbeanspruchungen
und regelmäßig zur Ausbildung kleiner Beschädigungen und Löcher. Damit kann beispielsweise
Material austreten oder auch eine Zerstörung der Außenhaut beziehungsweise Wandung
des Folieneinsatzes die Folge sein.
[0008] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht daher darin, einen Folieneinsatz für
einen flexiblen Schüttgutbehälter anzugeben, bei dem Versteifungselemente dauerhaft
stabil und insbesondere ohne Gefahr einer Beschädigung der äußeren Wandung befestigt
werden können.
[0009] Ein Folieneinsatz mit den Merkmalen des Anspruchs 1 löst diese Aufgabe. Demnach ist
das wenigstens ein Versteifungselement mit den Wandabschnitten mittels je eines Zwischenstücks
verbunden. Damit kann eine Verbindung mit dem Zwischenstück und dem Versteifungselement
einerseits und zwischen dem Zwischenstück und der Wandung andererseits hergestellt
werden. Somit können verschiedene Verbindungsverfahren verwendet werden und es kann
auf unterschiedliche Materialeigenschaften Rücksicht genommen werden.
[0010] Das Zwischenstück ist dabei insbesondere aus demselben Material wie die Wandung gebildet.
Dies bietet den Vorteil, dass eine stoffschlüssige Verbindung zwischen dem Zwischenstück
und der Wandung herstellbar ist. Schwachstellen aufgrund unterschiedlicher Materialien
werden vermieden.
[0011] Insbesondere sind die Wandung und das Zwischenstück dauerhaft miteinander verbunden.
Es handelt sich dabei um eine stoffschlüssige Verbindung. Die Verbindung ist insbesondre
als im Wesentlichen durchgängige Verbindung ausgebildet, besonders bevorzugt mit wenigen
langen Teilabschnitten. Weiter bevorzugt ist eine durchgängige beziehungsweise unterbrechungsfreie
Verbindung über die gesamte Längserstreckung des Zwischenstücks vorgesehen. Vorzugsweise
wird hierzu eine Schweißnaht und/oder eine Klebung zwischen der Wandung und dem Zwischenstück
vorgesehen. Beispielsweise kann als dauerhafte Verbindung eine durchgängige Schweißnaht
ausgebildet sein. Eine Schweißnaht oder auch Klebung zwischen zwei gleichen Materialien
sorgt für eine besonders belastungsarme und stabile Befestigung.
[0012] Besonders bevorzugt sind das Zwischenstück und das Versteifungselement dauerhaft
miteinander verbunden. Vorzugsweise dient hierzu wenigstens eine Schweißnaht und/oder
eine Verklebung. Das Zwischenstück und das Versteifungselement sind dabei insbesondere
aus unterschiedlichen Materialien gebildet. Da das Zwischenstück und das Versteifungselement
aber nicht im Bereich der Wandung des Folieneinsatzes miteinander verbunden sind,
sorgt dies nicht für eine Schwächung derselben. Diese Verbindung befindet sich im
Innern des Folieneinsatzes.
[0013] Das Zwischenstück ist insbesondere mehrlagig, vorzugsweise zweilagig ausgebildet.
Besonders bevorzugt ist das Versteifungselement zwischen zwei der Lagen des Zwischenstücks
eingebracht. Vorzugsweise ist das Versteifungselement zwischen zwei der Lagen des
Zwischenstücks befestigt, insbesondere dauerhaft. Damit ist eine feste Verbindung
zwischen dem Zwischenstück und dem Versteifungselement vorgesehen. Indem das Versteifungselement
zwischen zwei der Lagen des Zwischenstücks angebracht ist, können die Lagen des Zwischenstücks
zumindest abschnittsweise miteinander verbunden sein.
[0014] Das Zwischenstück ist insbesondere einstückig ausgebildet, vorzugsweise durch Zusammenfalten
mehrerer Lagen, insbesondere zwei Lagen. Dies bedeutet, dass das Zwischenstück aus
einem Stück gebildet sein kann. Diese kann beispielsweise halb zusammengefaltet ist.
Hierdurch wird erreicht, dass zwei Lagen des Zwischenstücks aufeinander liegen. In
diese beiden Lagen kann insbesondere das Versteifungselement eingebracht sein.
[0015] Bevorzugt kann das Zwischenstück aus separaten Materialstücken zusammengesetzt sein,
insbesondere desselben Materials. Vorzugsweise können zwei oder mehr separate Lagen
vorgesehen sein. Mehrere Lagen des Materials werden dazu vorzugsweise aufeinander
positioniert und geeignet miteinander verbunden.
[0016] Die Lagen des Zwischenstücks sind insbesondere dauerhaft miteinander verbunden, vorzugsweise
zumindest abschnittsweise, besonders bevorzugt über die gesamte Längserstreckung,
insbesondere zumindest teilweise unterbrechungsfrei. Hierzu dient bevorzugt eine stoffschlüssige
Verbindung, wie beispielsweise eine Schweißnaht und/oder eine Klebung. Damit ist eine
sichere und materialschonende Verbindungsart vorgesehen.
[0017] Das Verbindungselement ist insbesondere als Gitternetz und/oder Fadensystem oder
auch Fadennetz ausgebildet. Einem Wandabschnitt zugeordnete Endbereiche des Verbindungselements
sind dabei insbesondere in eines der Zwischenstücke eingebettet. Die gegenüberliegenden
Endbereiche eines der Verbindungselemente sind dabei in unterschiedliche beziehungsweise
separate Stücke eingebettet. Damit kann eine separate Befestigung der Endbereiche
des Verbindungselements an den jeweiligen Wandabschnitten erfolgen. Hierzu ist jeweils
ein separates Zwischenstück vorgesehen.
[0018] Die Lagen des Zwischenstücks sind insbesondere durch stoffschlüssige Verbindungen
verbunden, insbesondere durch Schweißnähte und/oder Klebungen. Diese stoffschlüssigen
Verbindungen verlaufen bevorzugt in Aussparungen des Versteifungselements, beispielsweise
in Bereichen zwischen Gitterstreben des Gitternetzes und/oder Fäden des Fadensystems.
Dies bedeutet, dass zwischen zwei Gitterstreben des Gitternetzes beziehungsweise zwischen
zwei Fäden des Fadennetzes ein Abschnitt einer stoffschlüssigen Verbindung beziehungsweise
einer Schweißnaht verläuft. Damit wird eine Fixierung des Versteifungselements ermöglicht.
Da die unterbrochenen, stoffschlüssigen Verbindungen beziehungsweise Schweißnähte
im Innern des Folieneinsatzes verlaufen, kommt es zu keiner Beschädigung der Wandung
des Folieneinsatzes.
[0019] Bevorzugt weist das Fadensystem, insbesondere Fadennetz, eine Vielzahl Fäden auf.
Die Fäden sind im Wesentlichen nebeneinander und/oder parallel zueinander angeordnet.
Damit wird ermöglicht, dass Material zwischen den Fäden des Fadensystems hindurchtreten
kann im Innern des Folieneinsatzes. Durch eine Vielzahl Fäden wird eine hinreichende
Stabilität der Versteifungselemente ermöglicht. Die Fäden können dabei insbesondere
sowohl linienartig parallel als auch gitterartig angeordnet sein.
[0020] Die Fäden des Fadensystems sind an ihren Endbereichen miteinander verbunden. Hierzu
dient insbesondere jeweils wenigstens ein langgestreckter, vorzugsweise textiler Verbindungssteg.
Beispielsweise können die Fadenenden hierzu miteinander verwebt beziehungsweise vernäht
sein, oder auch auf andere Weise dauerhaft verbunden. Weiter bevorzugt ist jeder Verbindungssteg
in wenigstens ein Zwischenstück eingebettet. Die Fäden sind dabei aus dem Zwischenstück
herausgeführt. Vorzugsweise verlaufen die dauerhaften Verbindungen des Zwischenstücks,
insbesondere die Schweißnähte, jeweils in den freien Bereichen zwischen den einzelnen
Fäden. Durch die Verbindungsstege wird ein Durchrutschen der Fäden verhindert. Die
Verbindungsstege werden durch die Schweißnähte in den Zwischenstücken gehalten.
[0021] Die oben beschrieben Aufgabe wird außerdem gelöst durch einen flexiblen Schüttgutbehälter
gemäß Anspruch 13. Dabei ist insbesondere der erfindungsgemäße Folieneinsatz gemäß
den obigen Beschreibungen in den Schüttgutbehälter eingesetzt. Der Folieneinsatz ist
dabei vorzugsweise gerade den inneren Abmessungen des Schüttgutbehälters entsprechend
ausgebildet. Somit liegen Wandung und Boden des Folieneinsatzes innen an denjenigen
des flexiblen Schüttgutbehälters an. Aufgrund der Versteifungselemente behält der
Folieneinsatz auch bei Einfüllen von Material zumindest im Wesentlichen seine äußere
Form bei. Damit kann auch der umgebende flexible Schüttgutbehälter im Wesentlichen
seine äußere Form beibehalten.
[0022] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand der Zeichnungen näher
beschrieben. In diesen zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines flexiblem Schüttgutbehälters,
- Fig. 2
- einen erfindungsgemäßen Folieneinsatz für einen flexiblen Schüttgutbehälter,
- Fig. 3
- eine horizontale Schnittansicht des Folieneinsatzes gemäß Fig. 2,
- Fig. 4
- eine horizontale Schnittansicht eines in einen flexiblen Schüttgutbehälter eingestellten
erfindungsgemäßen Folieneinsatzes,
- Fig. 5
- ein Fadensystem mit Verbindungsstegen,
- Fig. 6
- eine Detailansicht des Farbensystems der Figur 4 mit Zwischenstücken,
- Fig. 7
- eine weitere Detailansicht eines Verbindungsstegs mit Zwischenstück gemäß Fig. 6,
- Fig. 8
- eine alternative Ausführungsform eines den Verbindungssteg der Fig. 6 umgebenden Zwischenstücks,
und
- Fig. 9
- eine Detaildarstellung eines Zwischenstücks gemäß der Ansicht der Fig. 3.
[0023] In Fig. 1 ist eine perspektivische Ansicht eines flexiblen Schüttgutbehälters 10
dargestellt. Ein solcher Schüttgutbehälter weist eine Wandung 11 auf, die im vorliegenden
Ausführungsbeispiel aus vier Wandabschnitten 12, 13, 14, 15 gebildet ist.
[0024] Der Bereich zwischen den oberen Seitenkanten 16 der Wandung 11 ist zum Befüllen des
flexiblen Schüttgutbehälters 10 als Öffnung 17 vorgesehen. In einer alternativen Ausführung
kann auch ein dauerhaft oder lösbar befestigter, hier nicht dargestellter Deckel vorgesehen
sein, um den flexiblen Schüttgutbehälter 10 verschließbar zu gestalten. Ein solcher
Deckel kann beispielsweise auch eine einfach oder mehrfach verschließbare Einfüllöffnung
wie beispielsweise einen Einfüllstutzen aufweisen.
[0025] Ein Boden 18 komplettiert die Wandung 11 im Bereich zwischen den unteren Seitenkanten
19 der Wandung 11 unterseitig. Dieser Boden 18 ist in der Fig. 1 nicht explizit dargestellt,
aber beispielsweise in der Fig. 4 als bodenseitige Fläche 18 zu sehen. Die Wandabschnitte
12, 13, 14, 15 der Wandung 11 und der Boden 18 bilden damit den befüllbaren Schüttgutbehälter
10.
[0026] Für einen einfachen Transport und eine einfache Handhabung weist der flexible Schüttgutbehälter
10 vier Hebeschlaufen 20 auf. Diese sind an den Eckbereichen zwischen jeweils zwei
der Wandabschnitte 12, 13, 14, 15 angeordnet. Die Hebeschlaufen 20 sind hier über
vertikale Nähte 21 dauerhaft mit der Wandung 11 verbunden. Mittels der Hebeschlaufen
20 kann der flexible Schüttgutbehälter 10 beispielsweise per Kran angehoben und umgesetzt
werden.
[0027] In der Fig. 2 ist ein erfindungsgemäßer Folieneinsatz 30 dargestellt. Dieser Folieneinsatz
30 dient dazu, beispielsweise in den flexiblen Schüttgutbehälter 10 eingestellt zu
werden. Dies ist beispielsweise in Fig. 4 gezeigt.
[0028] Der Folieneinsatz 30 weist ebenfalls eine Wandung 31 auf, die hier auch vier Wandabschnitte
32, 33, 34 und 35 beinhaltet. Die Oberseite 37 ist im vorliegenden Fall ebenso wie
der Boden 38 zwischen den unteren Seitenkanten 39 im Wesentlichen geschlossen ausgebildet.
[0029] Sowohl oben als auch unten sind hier allerdings Einfüllstutzen 40 beziehungsweise
41 vorgesehen. Diese dienen zur Befüllung beziehungsweise zum Entleeren des Folieneinsatzes
30. Um in diesem Fall eine Entleerung durch den unteren Einfüllstutzen 41 zu ermöglichen,
muss auch der zugeordnete flexible Schuttgutbehälter 10 eine entsprechende bodenseitige
Öffnung aufweisen.
[0030] Damit der Folieneinsatz 30 und damit der diesen beinhaltende flexible Schüttgutbehälter
10 auch bei Einfüllung von Material seine Form im Wesentlichen beibehält, sind Versteifungselemente
42, 43, 44 und 45 vorgesehen. Die Versteifungselemente 42, 43, 44, 45 verbinden im
vorliegenden Fall jeweils zwei benachbarte Wandabschnitte 32, 33, 34, 35 über Eck.
Hierzu sind die Versteifungselemente 42 43, 44 beziehungsweise 45 jeweils mit einer
Seitenkante 46 mit einem der Wandabschnitte 32, 33, 34, 35 und mit einer gegenüberliegenden
Seitenkante 47 mit einem weiteren, hier benachbarten Wandabschnitt 32, 33, 34, 35
dauerhaft verbunden.
[0031] Die Versteifungselemente 42, 43, 44, 45 sind im vorliegenden Fall als Fadensystem
48 ausgebildet. Ein solches ist beispielhaft in der Fig. 5 dargestellt. Es weist eine
Vielzahl Fäden 49 auf, die an ihren Endbereichen in Verbindungsstegen 50 beziehungsweise
51 endseitig miteinander verbunden sind. Bei diesen Verbindungsstegen 50 und 51 kann
es sich beispielsweise um gewebte, textile Elemente handeln, die als Seitenkanten
46 und 47 eines jeweiligen Versteifungselements 42, 43, 44, 45 dienen können.
[0032] Die Verbindungsstege 50 und 51 bilden zwei langgestreckte Halterung für die dazwischen
verlaufenden Fäden 49. Indem die Verbindungsstege 50 und 51 jeweils an einem Wandabschnitt
32, 33, 34, 35 befestigt werden, lässt sich die Wandung 31 gegen Ausbeulen des Folieneinsatzes
30 bei Befüllung sichern. Das Fadensystem 48 nimmt dazu die über Eck einwirkenden
Zugkräfte auf.
[0033] Zur Befestigung des Fadensystems 48 an der Wandung 31 als eines der Versteifungselemente
42, 43, 44, 45 werden Verbindungselemente beziehungsweise Zwischenstücke 52 verwendet.
Es handelt sich bei den Zwischenstücken 52 hier um Folienabschnitte aus demselben
Material wie die Wandung 31 des Folieneinsatzes 30. Dadurch sind die Zwischenstücke
52 einwandfrei mit der Wandung 31 verbindbar, beispielsweise durch Verschweißen. Die
entsprechenden Schweißnähte zwischen Zwischenstück 52 und Wandung 31 des Folieneinsatzes
30 verlaufen hier jeweils durchgängig und unterbrechungsfrei entlang der gesamten
Längserstreckung des Zwischenstücks 52.
[0034] Die Zwischenstücke 52 sind insbesondere in den Fig. 6 bis Fig. 8 gut erkennbar. In
Fig. 6 und Fig. 7 sind die Zwischenstücke 52 als erstes Ausführungsbeispiel jeweils
aus einem Materialstück beziehungsweise Folienstück hergestellt. Dazu ist jeweils
ein Folienstreifen vorgesehen, dessen Länge in etwa derjenigen des zu verbindenden
Verbindungsstegs 50, 51 entspricht.
[0035] Das Material des Zwischenstücks 52 wird mit einer Hälfte 53 beispielsweise unter
dem Verbindungssteg 50, 51 positioniert. Dann wird es der Länge nach derart umgeschlagen
beziehungsweise gefaltet, dass eine zweite Hälfte 54 auf dem Verbindungssteg 50, 51
zu liegen kommt. Somit liegen die beiden zusammengefalteten Hälften 53 und 54 flächendeckend
aufeinander. Der jeweilige Verbindungssteg 50 beziehungsweise 51 liegt dann dazwischen.
[0036] Beispielsweise durch Verschweißen oder Verkleben der beiden Hälften 53 und 54 miteinander
werden diese dauerhaft verbunden. Hierbei wird insbesondere wenigstens eine Schweißnaht
55 gebildet, die der Länge des Zwischenstücks 52 nach verläuft. Zur Verstärkung sind
hier zwei parallele Schweißnähte 55 jeweils auf einer Seite des Verbindungsstegs 50,
51 gebildet.
[0037] Im zweiten Ausführungsbeispiel der Fig. 8 werden zwei Hälften 53 und 54 als separate,
vor dem Verschweißen nicht miteinander verbundene Materialstücke ebenfalls zumindest
teilweise flächendeckend aufeinandergelegt. Durch Verschweißen werden sie ebenfalls
miteinander verbunden. Je nach Anwendung kann eine der beiden Hälften 53 oder 54 auch
deutlich länger als die andere ausgebildet sein, um ein Verschweißen nur dieser mit
der Wandung 31 zu ermöglichen.
[0038] Durch die Verbindungsstege 50, 51 oder auch eventuelle Gitterknoten beziehungsweise
Querstreben eines Netzes wird jeweils ein vollständiges Durchrutschen der Fäden 49
und damit Lösen des jeweiligen Versteifungselements 52, 53, 54, 55 verhindert. Die
Verbindungsstege 50, 51 oder auch die Gitterknoten werden durch die Schweißnähte 55
in den Zwischenstücken 52 festgehalten, obwohl sie teilweise unterbrochen sind.
[0039] In jedem Fall dient der auf der von den Fäden 49 abgewandten Seite ausgebildete Überstand
56 des Zwischenstücks 52 dazu, mit der Wandung 31 des Folieneinsatzes 30 verbunden
zu werden. Aufgrund der Materialgleichheit oder zumindest Materialähnlichkeit kann
eine dauerhafte Verbindung erfolgen, insbesondere durch Verschweißen. Diese Befestigung
ist im Detail in Fig. 9 dargestellt.
Bezugszeichenliste:
| 10 |
flexibler Schüttgutbehälter |
44 |
Versteifungselement |
| 11 |
Wandung |
45 |
Versteifungselement |
| 12 |
Wandabschnitt |
46 |
Seitenkante |
| 13 |
Wandabschnitt |
47 |
Seitenkante |
| 14 |
Wandabschnitt |
48 |
Fadensystem |
| 15 |
Wandabschnitt |
49 |
Faden |
| 16 |
Seitenkante |
50 |
Verbindungssteg |
| 17 |
Öffnung |
51 |
Verbindungssteg |
| 18 |
Boden |
52 |
Zwischenstück |
| 19 |
Seitenkante |
53 |
Hälfte |
| 20 |
Hebeschlaufe |
54 |
Hälfte |
| 21 |
Naht |
55 |
Schweißnaht |
| 30 |
Folieneinsatz |
56 |
Überstand |
| 31 |
Wandung |
|
|
| 32 |
Wandabschnitt |
|
|
| 33 |
Wandabschnitt |
|
|
| 34 |
Wandabschnitt |
|
|
| 35 |
Wandabschnitt |
|
|
| 36 |
Seitenkante |
|
|
| 37 |
Oberseite |
|
|
| 38 |
Boden |
|
|
| 39 |
Seitenkante |
|
|
| 40 |
Einfüllstutzen |
|
|
| 41 |
Einfüllstutzen |
|
|
| 42 |
Versteifungselement |
|
|
| 43 |
Versteifungselement |
|
|
1. Folieneinsatz für einen flexibler Schüttgutbehälter (10) zur Lagerung und Transport
von eingefülltem festen, vorzugsweise granulären Material, mit einem Boden (38) und
einer Wandung (31) mit mehreren, vorzugsweise vier Wandabschnitten (32, 33, 34, 35),
mit einer vorzugsweise mit quaderförmiger Grundform, wobei Boden (38) und Wandung
(31) vorzugsweise aus demselben Material gebildet sind und wobei Boden (38) und Wandung
(31) dauerhaft miteinander verbunden sind, vorzugsweise durch wenigstens eine Schweißnaht
und/oder Klebung, und mit wenigstens einem, innen verlaufenden, flexiblen Versteifungselement
(42, 43, 44, 45) zur Stabilisierung der Form der Wandung (31), wobei das Versteifungselement
(42, 43, 44, 45) mit zwei benachbarten Wandabschnitten (32, 33, 34, 35) verbunden
ist, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Versteifungselement (42, 43, 44, 45) mit den Wandabschnitten
(32, 33, 34, 35) mittels je eines Zwischenstücks (52) verbunden ist.
2. Folieneinsatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischenstück (52) aus demselben Material wie die Wandung (11) gebildet ist
3. Folieneinsatz nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass Wandung (31) und Zwischenstück (52) dauerhaft miteinander verbunden sind, vorzugsweise
durch wenigstens eine Schweißnaht und/oder Verklebung, insbesondere stoffschlüssig,
wobei die stoffschlüssige Verbindung insbesondere durchgängig ohne Unterbrechung ausgebildet
ist.
4. Folieneinsatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischenstück (52) und das Versteifungselement (42, 43, 44, 45) dauerhaft miteinander
verbunden sind, vorzugsweise durch wenigstens eine Schweißnaht und/oder Verklebung,
wobei Zwischenstück (52) und Versteifungselement (42, 43, 44, 45) insbesondere aus
unterschiedlichen Materialien gebildet sind.
5. Folieneinsatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischenstück (52) mehrlagig, insbesondere zweilagig, ausgebildet ist, wobei
das Versteifungselement (42, 43, 44, 45) zwischen zwei der Lagen eingebracht ist.
6. Folieneinsatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischenstück (52) einstückig ausgebildet ist, vorzugsweise durch Zusammenfalten
mehrerer Lagen, insbesondere zwei Lagen.
7. Folieneinsatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischenstück (52) aus mehreren Stücken insbesondere desselben Materials zusammengesetzt
ist.
8. Folieneinsatz nach Anspruch 5, 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagen des Zwischenstücks (52) dauerhaft miteinander verbunden sind, vorzugsweise
durch wenigstens eine Schweißnaht (55) und/oder Verklebung.
9. Folieneinsatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Versteifungselement (42, 43, 44, 45) als Gitternetz und/oder Fadensystem (48),
insbesondere Fadennetz, ausgebildet ist, wobei gegenüberliegende und einem Wandabschnitt
(32, 33, 34, 35) zugeordnete Endbereiche oder Seitenkanten (46, 47) des Versteifungselements
(42, 43, 44, 45) jeweils in eines der Zwischenstücke (52) eingebettet sind.
10. Folieneinsatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagen des Zwischenstücks (52) durch Schweißnähte (55) verbunden sind, die in
Aussparungen des Versteifungselements (42, 43, 44, 45) verlaufen, vorzugsweise in
Bereichen zwischen Gitterstreben des Gitternetzes und/oder Fäden (49) des Fadensystems
(48).
11. Folieneinsatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Fadennetz (48) eine Vielzahl Fäden (49) aufweist, wobei die Fäden (49) im Wesentlichen
nebeneinander und/oder parallel angeordnet sind.
12. Folieneinsatz nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Fäden (49) des Fadensystems (48) an ihren Endbereichen miteinander verbunden
sind, insbesondere durch jeweils einen langgestreckten textilen Verbindungssteg (50,
51), wobei vorzugsweise jeder der Verbindungsstege (50, 51) in das Versteifungselement
(42, 43, 44, 45) eingebettet ist und insbesondere die Fäden (49) herausgeführt sind.
13. Flexibler Schüttgutbehälter mit einem Folieneinsatz (30) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche.