[0001] Die Erfindung betrifft eine Verkehrssicherungseinrichtung für den Straßenverkehr
mit einer Aufpralldämpfeinrichtung, wobei die Aufpralldämpfeinrichtung an ein Fahrzeug
anbringbar ist oder angebracht ist, oder wenigstens als ein Teil eines Fahrzeuganhängers
vorgesehen ist.
[0002] Im Straßenverkehr ist es zeitweise notwendig, Spuren abzusichern oder Baustellen
abzusichern. Dies geschieht üblicherweise mit einer Verkehrssicherungseinrichtung,
beispielsweise einem Fahrzeug, an dem ein Hinweisschild angebracht ist. Leider kommt
es immer wieder zu Unfällen von auffahrenden Kraftfahrzeugen bei solchen Verkehrssicherungseinrichtungen.
Um diese Personenschäden zu vermeiden, sind Aufpralldämpfeinrichtungen vorgesehen,
die die kinetische Energie der auffahrenden Fahrzeuge kompensiert, und zwar dergestalt,
dass vorgebbare Grenzwerte an negative Beschleunigung des auffahrenden Fahrzeuges
nicht überschritten werden.
[0003] So ist beispielsweise aus
PT 1001091 E eine Aufpralldämpfeinrichtung bekannt, die an einen Lastwagen anbringbar ist. Ferner
ist aus
US 2006/0151986 A1 ein Fahrzeuganhänger bekannt, der als Aufpralldämpfeinrichtung ausgebildet ist. Beim
Aufprall eines Fahrzeugs an dem hinteren Teil des Fahrzeuganhängers werden Stangen
des Fahrzeuganhängers, die in Fahrtrichtung längsaxial angeordnet sind, aufgeschnitten.
Die kinetische Energie wird somit in eine Energie zum mechanischen Verändern der Stangen
aufgewendet.
[0004] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine sichere Verkehrssicherungseinrichtung
anzugeben, die das Risiko einer Verletzung einer am Straßenverkehr teilnehmenden Person
weiter minimiert.
[0005] Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Verkehrssicherungseinrichtung für den Straßenverkehr
mit einer Aufpralldämpfeinrichtung, wobei die Aufpralldämpfeinrichtung an ein Fahrzeug
anbringbar ist oder angebracht ist oder wenigstens als ein Teil eines Fahrzeuganhängers
vorgesehen ist, wobei wenigstens drei nebeneinander angeordnete Stangen vorgesehen
sind, wobei eine Aufprallvorrichtung vorgesehen ist, die relativ zu den Stangen entlang
der Längsachse der Stangen bewegbar ist, wobei zu jeder Stange eine relativ zu der
Aufprallvorrichtung fixierte bei einer Bewegung in der Längsachse der jeweiligen Stange
die jeweilige Stange mechanisch verändernde Bewegungsenergiekonversionsvorrichtung
vorgesehen ist.
[0006] Durch die wenigstens drei nebeneinander angeordneten Stangen können auch Fahrzeuge
mit einer sehr hohen kinetischen Energie relativ sanft bei einem Aufprall abgebremst
werden. Zudem wird durch die Verwendung von wenigstens drei nebeneinander angeordneten
Stangen effektiv die Gefahr eines Ausbrechens der Stangen aus der längsaxialen Richtung
verringert. Die Stangen könnten auch als Aufprallenergiekonversionsstangen bezeichnet
werden. Durch Verändern der Form und/oder des Gefüges der jeweiligen Stange wird nämlich
Bewegungsenergie in mechanische oder Wärmeenergie umgewandelt.
[0007] Im Rahmen der Erfindung ist eine Stange oder sind die Stangen als Hohlkörper ausgebildet.
Vorzugsweise sind die Stangen im Querschnitt rechteckig.
[0008] Die Bewegungsenergiekonversionsvorrichtung kann ausgebildet sein, die jeweilige Stange
aufzuschneiden, wie dieses im Stand der Technik bekannt ist. Bevorzugt ist es allerdings,
wenn die Bewegungsenergiekonversionsvorrichtung ausgebildet ist, bei einer Bewegung
in Richtung der Längsachse der Stange, die Stange in einer Richtung quer zur Längsachse
zusammen zu drücken.
[0009] Hierzu ist beispielsweise vorgesehen, dass die Bewegungsenergiekonversionsvorrichtung
so ausgestaltet ist, dass ein Ende der Stange aufnehmbar ist. Wenigstens eine Wand
der Bewegungsenergiekonversionsvorrichtung ist konisch zu einer gegenüberliegenden
Wand verjüngend ausgebildet. Beim Aufprall eines Fahrzeugs auf die Aufprallvorrichtung
wird die Bewegungsenergiekonversionsvorrichtung dann weiter auf die jeweilige Stange
in Richtung der Längsachse der Stange gedrückt, wobei die Stange dann in dem Bereich
der konischen Wandung zusammengedrückt wird, wodurch kinetische Energie in die Verformung
der Stange übergeht.
[0010] Vorzugsweise sind die Stangen parallel zueinander angeordnet.
[0011] Vorzugsweise umschließt die Bewegungsenergiekonversionsvorrichtung die Stange. Durch
diese Maßnahme wird verhindert, dass die Stange zu einer Seite ausbrechen kann.
[0012] Vorzugsweise weist die Bewegungsenergiekonversionsvorrichtung auf einer Seite, die
insbesondere quer zur Längsachse der Stange angeordnet ist, eine Öffnung auf, durch
die die mechanisch veränderte Stange hindurch tritt bzw. treten kann. Hierdurch wird
verhindert, dass die mechanisch veränderte Stange Personen in auffahrenden Fahrzeugen
verletzen kann.
[0013] Die Stange weist vorzugsweise einen rechteckigen, insbesondere vorzugsweise einen
quadratischen Querschnitt auf. Die die Stange umgebende Bewegungsenergiekonversionsvorrichtung
weist demgemäß vorzugsweise auch eine Rechteckform bzw. insbesondere vorzugsweise
eine quadratische Form auf.
[0014] Vorzugsweise ist an dem Eingangsbereich der Bewegungsenergiekonversionsvorrichtung
eine Gleithülse, beispielsweise aus einem Kunststoffmaterial, vorgesehen. Die Bewegungsenergiekonversionsvorrichtung
ist vorzugsweise aus einem Stahl ausgebildet, vorzugsweise aus einer festen Stahllegierung.
Die jeweilige Stange ist vorzugsweise aus Stahl ausgebildet.
[0015] Vorzugsweise ist die Stabilität der jeweiligen Stange in Längsrichtung variiert.
Hierdurch kann vorgegeben werden, welche negative Beschleunigung ein auffahrendes
Fahrzeug im Verlauf des Auffahrens bzw. im Verlauf des Bewegens der Bewegungsenergiekonversionsvorrichtung
auf der jeweiligen Stange in Fahrtrichtung des Fahrzeugs bzw. in Richtung der Längsachse
der jeweiligen Stange ausgeübt wird. Beispielsweise kann die Wandung der Stange variiert
sein. Es kann auch vorgesehen sein, Aussparungen bzw. Löcher in der jeweiligen Stange
vorzusehen.
[0016] Vorzugsweise ist wenigstens eine mit einer Stange verbundene Vorrichtung, insbesondere
eine Halterung für Verkehrssignale, ein Unterfahrschutz, eine Radachse, ein Radkasten
und/oder ein Hydraulikzylinder, an der Verbindungsstelle zur Stange mit einem Abscherkörper
versehen bzw. weist einen Abscherkörper auf, der zum Abscheren von der Stange in Wirkverbindung
mit der Bewegungsenergiekonversionsvorrichtung bringbar ist oder gebracht wird. Der
Abscherkörper kann hierzu beispielsweise eine Lasche aufweisen oder einen Bolzen,
der in Verbindung mit der Bewegungsenergiekonversionsvorrichtung kommt, wodurch eine
Kraft auf die jeweilige mit der Stange verbundene Vorrichtung ausgeübt wird, die beispielsweise
eine Schweißnaht oder eine Schraubverbindung abbricht.
[0017] Vorzugsweise weist die Bewegungsenergiekonversionsvorrichtung ein Scherblech 30 auf,
das vorzugsweise in Bewegungsrichtung der Bewegungsenergiekonversionsvorrichtung gefast
bzw. angeschrägt ist.
[0018] Da die Stangen aufgrund der Menge an aufzunehmender kinetischer Energie relativ lang
auszubilden sind, ist es für entsprechende mit einer Aufpralldämpfeinrichtung bzw.
Verkehrssicherungseinrichtung versehene Kraftfahrzeuge beim Fahren des Kraftfahrzeuges
bevorzugt, wenn jede Stange ein Scharnier aufweist, mittels dessen ein Teil der Aufpralldämpfeinrichtung
hoch klappbar ist. Hierdurch verkürzt sich die Länge der Verkehrssicherungseinrichtung
bzw. des Fahrzeuges, das die Verkehrssicherungseinrichtung bzw. die Aufpralldämpfeinrichtung
aufweist.
[0019] Vorzugsweise ist auch das Scharnier ausgebildet, um durch die Bewegungsenergiekonversionsvorrichtung
abscherbar zu sein. Das Scharnier ist so angeordnet, dass es bei einer Bewegung der
Bewegungsenergiekonversionsvorrichtung relativ zu der jeweiligen Stange in den Wirkbereich
des Scharniers kommt, so dass dieses abgeschert wird.
[0020] Sehr effizient und einfach ist der hochklappbare Teil der Aufpralldämpfeinrichtung
hochzuklappen, wenn zum Bewegen des hochklappbaren Teils der Aufpralldämpfeinrichtung
wenigstens ein Hydraulikzylinder, insbesondere jeweils ein an den äußeren Stangen
angebrachter Hydraulikzylinder, vorgesehen ist.
[0021] Vorzugsweise dient zur Fixierung des hochklappbaren Teils der Aufpralldämpfeinrichtung
wenigstens ein hydraulischer Gleichlaufzylinder, vorzugsweise zwei oder drei hydraulische
Gleichlaufzylinder. Dieser kann sehr hohe Kräfte, die insbesondere beim Transport
von einer hochgeklappten Aufpralldämpfeinrichtung auftreten können, kompensieren bzw.
aushalten. Der oder die hydraulischen Gleichlaufzylinder sind so ausgestaltet, dass
diese bei offenem Ventil ausgelängt oder zusammengedrückt werden können, und zwar
ohne großen Kraftaufwand, so dass die hydraulischen Gleichlaufzylinder die Bewegung
der Hydraulikzylinder, die als Aktuatoren vorgesehen sind, um den hochklappbaren Teil
der Aufpralldämpfeinrichtung hochzuklappen bzw. herunterzufahren, mitmachen. Sobald
eine Endstellung beispielsweise die hochgeklappte Endstellung der Aufpralldämpfeinrichtung
erreicht ist, wird das Ventil geschlossen, wodurch die Längenausdehnung des oder der
Gleichlaufzylinder sich nicht mehr ändert und ohne dass die Hydraulikzylinder weiterhin
betätigt werden müssen, der hochklappbare Teil der Aufpralldämpfeinrichtung hochgeklappt
bleibt.
[0022] Vorzugsweise weist die Aufprallvorrichtung stirnseitig ein Kontaktfixierungselement
auf. Hierdurch wird verhindert, dass ein auffahrendes Fahrzeug seitlich oder nach
oben oder unten beim Aufprall von der Aufprallvorrichtung abrutscht und so undefinierte
Abbremsvorgänge hervorgerufen werden.
[0023] Weitere Merkmale der Erfindung werden aus der Beschreibung erfindungsgemäßer Ausführungsformen
zusammen mit den Ansprüchen und den beigefügten Zeichnungen ersichtlich. Erfindungsgemäße
Ausführungsformen können einzelne Merkmale oder eine Kombination mehrerer Merkmale
erfüllen.
[0024] Die Erfindung wird nachstehend ohne Beschränkung des allgemeinen Erfindungsgedankens
anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben,
wobei bezüglich aller im Text nicht näher erläuterten erfindungsgemäßen Einzelheiten
ausdrücklich auf die Zeichnungen verwiesen wird. Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische dreidimensionale Darstellung eines Fahrzeuganhängers mit erfindungsgemäßer
Verkehrssicherungseinrichtung,
- Figur 2
- eine schematische Ausschnittsdarstellung eines Teils der Figur 1 aus einer anderen
Perspektive,
- Figur 3
- eine schematische Ausschnittsdarstellung aus Figur 1 aus einer anderen Perspektive,
- Figur 4
- eine Bewegungsenergiekonversionsvorrichtung gemäß der Erfindung,
- Figur 5
- eine schematische Seitenansicht einer Aufpralldämpfeinrichtung in einer anderen Ausführungsform,
- Figur 6
- eine schematische dreidimensionale Darstellung der Aufpralldämpfeinrichtung aus Figur
5,
- Figur 7
- eine schematische Draufsicht der Aufpralldämpfeinrichtung aus Figur 5 und
- Figur 8
- eine schematische Seitenansicht der Aufpralldämpfeinrichtung aus Figur 5 im hochgeklappten
Zustand.
[0025] In den Zeichnungen sind jeweils gleiche oder gleichartige Elemente und/oder Teile
mit denselben Bezugsziffern versehen, so dass von einer erneuten Vorstellung jeweils
abgesehen wird.
[0026] Figur 1 zeigt schematisch einen Anhänger 11, der als Verkehrssicherungseinrichtung
1 ausgebildet ist. Auf dem Anhänger ist ein Verkehrssignal 19 dargestellt, das teilweise
nach unten geklappt ist. Dies ist der Zustand, in dem die Verkehrssicherungseinrichtung
1 an einem Zugfahrzeug angekoppelt ist und zu seinem Einsatzort gefahren wird. Am
Einsatzort dient der Fahrzeuganhänger 11 als Verkehrssicherungseinrichtung 1. Das
Zugfahrzeug hat dann eine Masse, die ausreichend groß ist, um einem Aufprall standzuhalten.
Alternativ kann auf dem Fahrzeuganhänger eine entsprechend hohe Masse bzw. ein Betonelement
aufgebracht sein.
[0027] Die Verkehrssicherungseinrichtung 1 weist eine Aufpralldämpfeinrichtung 10 auf. Die
Aufpralldämpfeinrichtung 10 hat eine Aufprallplatte 13, auf die Fahrzeuge aufprallen
können. Bei einem Aufprall eines Fahrzeugs auf die Aufprallplatte 13 verschiebt sich
die Aufprallplatte 13 zusammen mit den Quetschvorrichtungen, 14, 14', 14", die allgemein
als Bewegungsenergiekonversionsvorrichtung bezeichnet werden, in Längsrichtung bzw.
in Richtung der Längsachse 15 der Stangen 12, 12', 12". Hierbei ist jeweils eine Quetschvorrichtung
14, 14', 14" in Wirkverbindung mit einer Stange 12, 12', 12". Hierbei werden die Stangen
12, 12',12", die beispielsweise je einen rechteckigen Querschnitt aufweisen können,
in der jeweiligen Quetschvorrichtung 14, 14', 14" zusammengequetscht, wodurch kinetische
Energie des Fahrzeuges in die mechanische Veränderung der Stangen 12, 12', 12" umgewandelt
wird, also beispielsweise in potentielle Energie und Wärme umgewandelt wird.
[0028] Der Fahrzeuganhänger 11 weist zudem noch einen seitlichen Unterfahrschutz 20 auf,
der jeweils unter anderem an den äußeren Stangen 12 und 12" befestigt ist, beispielsweise
angenietet oder angeschraubt. Zudem ist eine Achse 21 vorgesehen, an denen Räder mit
einer Radaufhängung 22 vorgesehen sind.
[0029] Figur 2 zeigt eine schematische dreidimensionale vergrößerte Darstellung eines Teils
aus Figur 1 aus einer anderen Perspektive. Es ist deutlicher die Quetschvorrichtung
14 dargestellt, in der die Stange 12 gelagert ist. Um ein effizientes Einbringen der
Stange 12 in die Quetschvorrichtung 14 vorzusehen, ist eine Gleithülse 31 beispielsweise
aus einem Kunststoff vorgesehen. Es ist zudem eine gekrümmte Wand 32 dargestellt,
die dazu dient, die zusammengequetschte Stange 12 in eine Richtung abzulenken, so
dass die mechanisch veränderte Stange nicht in den Bereich des auffahrenden Fahrzeugs
gelangt, so dass durch die mechanisch veränderte Stange 12 keine Person verletzt werden
kann. Beispielsweise ist vorgesehen, dass die mechanisch veränderte Stange 12 nach
unten abgeleitet wird oder zu einer Seite hin.
[0030] In Figur 2 ist noch ein Scherblech 30 dargestellt, das dazu dient, beispielsweise
den Unterfahrschutz 20 und den Radkasten 22 sowie die Radachse 21 abzuscheren, falls
ein Fahrzeug auf die Aufprallplatte 13 auffährt.
[0031] In Figur 3 ist schematisch eine weitere vergrößerte dreidimensionale Darstellung
aus Figur 1 aus einer anderen Perspektive gezeigt. Hier sind insbesondere Laschen
25 gezeigt, die in Eingriff mit dem Scherblech 30 gelangen können, so dass die entsprechenden
hiermit verbundenen Elemente wie in Figur 3 der Unterfahrschutz 20, der Radkasten
22 und die Radachse 21 abgeschert werden können. Hierdurch wird die Unfallgefahr von
Personen weiter verringert.
[0032] Figur 4 zeigt eine erfindungsgemäße Bewegungsenergiekonversionsvorrichtung 14, die
als Quetschvorrichtung 14 ausgebildet ist. Auf der linken Seite ist die Gleithülse
31 gezeigt, in die die jeweilige Stange einbringbar ist. Im Inneren der Quetschvorrichtung
14 ist wenigstens eine Wand schräg nach innen ausgebildet, bevorzugter Weise sind
zwei gegenüberliegende Wände schräg nach innen ausgebildet, und zwar die Wände, die
in Verlängerung der gekrümmten Wände 32, 32' sind. Hierdurch wird effizient die jeweilige
Stange beim Auffahrunfall zusammengedrückt, so dass diese anschließend nach Passieren
der gekrümmten Wände 32, 32' durch die Öffnung 16 austreten kann.
[0033] Die Stabilisationswände 33, 33', 33" dienen zur sicheren Verbindung mit der Aufprallplatte
13, und zwar dem hinteren Teil der Aufprallplatte 13.
[0034] Die Aufprallplatte 13 selbst kann mit Schaum ausgefüllte Kammern aus vorzugsweise
Stahl aufweisen. Auf der Stirnseite sind vorzugsweise Kontaktfixierungselemente 34
vorgesehen, die dafür sorgen, dass, wenn ein Fahrzeug aufgefahren ist, dieses weder
zur Seite noch nach oben oder unten abrutschen kann. Die Kontaktfixierungselemente
sind beispielsweise auch aus Stahl. Diese krallen sich bei einem Auffahrunfall in
das auffahrende Fahrzeug.
[0035] Figur 5 zeigt eine schematische Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Verkehrssicherungseinrichtung
1 mit einer Aufpralldämpfeinrichtung 10. Die Aufpralldämpfeinrichtung 10 wird über
eine Andockvorrichtung 36 an ein Fahrzeug angebracht. Das in Fig. 5 nicht dargestellte
Fahrzeug ist in Figur 5 links von der Andockvorrichtung 36 angeordnet. Um dieses effizient
vornehmen zu können, sind beispielsweise Gabelöffnungen 41, 41' vorgesehen, die dazu
dienen, die Gabel eines Gabelstaplers aufnehmen zu können.
[0036] Es sind Scharniere 40, 40', 40" vorgesehen, mittels derer die Stangen 14, 14', 14"
über Aktuatoren, nämlich in diesem Ausführungsbeispiel Hydraulikzylinder 23, 23' hochgeklappt
werden können. Die Scharniere sind gut in Fig. 6 zu erkennen. Die Scharniere 40, 40',
40" sind vorzugsweise an den Stangen 12, 12', 12" angeschraubt, wobei insbesondere
in Längsrichtung der Stangen 12, 12', 12" mehrere Schrauben vorgesehen sind, die nacheinander
abgeschert werden können.
[0037] Die Aktuatoren 23, 23' bzw. die Hydraulikzylinder 23, 23' sind an entsprechenden
Hebeln angelenkt, um mit einem nicht zu großen Kraftaufwand den hinteren Teil der
Aufpralldämpfeinrichtung 10, die in Figur 5 rechts angeordnet ist, hochklappen zu
können. In der hochgeklappten Stellung, die schematisch in Figur 8 in einer Seitenansicht
dargestellt ist, wird die Position durch Verwendung eines Gleichlaufzylinders 24 fixiert.
Vorzugsweise sind zwei oder drei Gleichlaufzylinder 24 vorgesehen. In den Figuren
ist allerdings nur ein Gleichlaufzylinder 24 dargestellt.
[0038] Zudem ist in Figur 5 noch eine Halterung 18 erkennbar, die ein Verkehrssignal 19
hält. Das Verkehrssignal 19 ist in dem heruntergefahrenen Zustand nach unten zeigend
und im aufgeklappten Zustand nach hinten zeigend und kann zudem auch als Unterfahrschutz
dienen.
[0039] In Figur 6 ist schematisch eine dreidimensionale Darstellung der Aufpralldämpfeinrichtung
10 aus Figur 5 dargestellt. In Figur 7 ist die gleiche Aufpralldämpfeinrichtung 10
in einer schematischen Draufsicht dargestellt. Die Halterung 18 und das Verkehrssignal
19 sind über Bolzen 26 an den äußeren Stangen 12, 12" befestigt. Diese Bolzen 26 können
auch entsprechend durch die Quetschvorrichtung bzw. an einem entsprechenden Scherblech
30 der jeweiligen Quetschvorrichtung 14, 14', 14" abgeschert werden. Entsprechend
können die Scharniere 40, 40', 40" auch über die Quetschvorrichtungen 14, 14', 14"
bzw. die daran angeordneten Scherbleche 30 abgeschert werden.
[0040] Der Gleichlaufzylinder 24 ist über eine Stange 35, die weiter in Richtung der Aufprallplatte
13 reicht, als die Scharniere 40, 40', 40" angelenkt. Im vorderen Teil der Aufpralldämpfeinrichtung
10, d.h. in Figur 7 im linken Bereich, ist der Gleichlaufzylinder 24 so mit der Andockvorrichtung
36 verbunden, dass der Gleichlaufzylinder 24 bei entsprechender Kraftausübung in Richtung
der Andockvorrichtung 36 aus einer entsprechenden Lasche heraustreten kann. Entsprechendes
gilt bei Verwendung von zwei oder drei Gleichlaufzylindern.
[0041] Die Andockvorrichtung 36 dient nicht nur zum Andocken an ein Fahrzeug, sondern auch
beispielsweise zur Aufnahme von Akkumulatoren, um entsprechende Verkehrszeichen mit
elektrischer Energie zu versorgen.
[0042] Alle genannten Merkmale, auch die den Zeichnungen allein zu entnehmenden sowie auch
einzelne Merkmale, die in Kombination mit anderen Merkmalen offenbart sind, werden
allein und in Kombination als erfindungswesentlich angesehen. Erfindungsgemäße Ausführungsformen
können durch einzelne Merkmale oder eine Kombination mehrerer Merkmale erfüllt sein.
Im Rahmen der Erfindung sind Merkmale, die mit "insbesondere" oder "vorzugsweise"
gekennzeichnet sind, als fakultative Merkmale zu verstehen.
Bezugszeichenliste
[0043]
- 1
- Verkehrssicherungseinrichtung
- 10
- Aufpralldämpfeinrichtung
- 11
- Anhänger
- 12, 12', 12"
- Stange
- 13
- Aufprallplatte
- 14, 14', 14"
- Quetschvorrichtung
- 15
- Längsachse
- 16
- Öffnung
- 18
- Halterung
- 19
- Verkehrssignal
- 20
- Unterfahrschutz
- 21
- Radachse
- 22
- Radkasten
- 23, 23'
- Hydraulikzylinder
- 24
- Gleichlaufzylinder
- 25
- Lasche
- 26
- Bolzen
- 30
- Scherblech
- 31
- Gleithülse
- 32, 32'
- gekrümmte Wand
- 33, 33', 33"
- Stabilisationswand
- 34
- Kontaktfixierungselement
- 35
- Querstange
- 36
- Andockvorrichtung
- 40, 40', 40"
- Scharnier
- 41, 41'
- Gabelöffnung
1. Verkehrssicherungseinrichtung (1) für den Straßenverkehr mit einer Aufpralldämpfeinrichtung
(10), wobei die Aufpralldämpfeinrichtung (10) an ein Fahrzeug anbringbar ist oder
angebracht ist oder wenigstens als ein Teil eines Fahrzeuganhängers (11) vorgesehen
ist, wobei wenigstens drei nebeneinander angeordnete Stangen (12, 12', 12") vorgesehen
sind, wobei eine Aufprallvorrichtung (13, 14, 14', 14") vorgesehen ist, die relativ
zu den Stangen (12, 12', 12") entlang der Längsachse (15) der Stangen (12, 12', 12")
bewegbar ist, wobei zu jeder Stange (12, 12', 12") eine relativ zu der Aufprallvorrichtung
(13, 14, 14', 14") fixierte bei einer Bewegung in der Längsachse (15) der jeweiligen
Stange (12, 12', 12") die jeweilige Stange (12, 12', 12") mechanisch verändernde Bewegungsenergiekonversionsvorrichtung
(14, 14', 14") vorgesehen ist.
2. Verkehrssicherungseinrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungsenergiekonversionsvorrichtung (14, 14', 14") ausgebildet ist, bei einer
Bewegung in Richtung der Längsachse (15) der Stange (12, 12', 12"), die Stange (12,
12', 12") in einer Richtung quer zur Längsachse (15) zusammen zu drücken.
3. Verkehrssicherungseinrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungsenergiekonversionsvorrichtung (14, 14', 14") die Stange (12, 12', 12")
umschließt.
4. Verkehrssicherungseinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungsenergiekonversionsvorrichtung (14, 14', 14") auf einer Seite eine Öffnung
(16) aufweist, durch die die mechanisch veränderte Stange (12, 12', 12") hindurch
tritt.
5. Verkehrssicherungseinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Stabilität der jeweiligen Stange (12, 12', 12") in Längsrichtung (15) variiert
ist.
6. Verkehrssicherungseinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine mit einer Stange (12, 12', 12") verbundene Vorrichtung, insbesondere
eine Halterung (18) für Verkehrssignale (19), ein Unterfahrschutz (20), eine Radachse
(21), ein Radkasten (22) und/oder ein Hydraulikzylinder (23, 23', 24), an der Verbindungsstelle
zur Stange (12, 12', 12") einen Abscherkörper (25, 26) aufweist, der zum Abscheren
von der Stange (12, 12', 12") in Wirkverbindung mit der Bewegungsenergiekonversionsvorrichtung
(14, 14', 14") bringbar ist oder gebracht wird.
7. Verkehrssicherungseinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass jede Stange (12, 12', 12") ein Scharnier (40, 40'. 40") aufweist, mittels dessen
ein Teil der Aufpralldämpfeinrichtung (10) hochklappbar ist.
8. Verkehrssicherungseinrichtung (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Scharnier (40, 40', 40") ausgebildet ist, um durch die Bewegungsenergiekonversionsvorrichtung
(14, 14', 14") abscherbar zu sein.
9. Verkehrssicherungseinrichtung (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass zum Bewegen des hochklappbaren Teils der Aufpralldämpfeinrichtung (10) wenigstens
ein Hydraulikzylinder (23, 23'), insbesondere jeweils ein an den äußeren Stangen (12,
12") angebrachter Hydraulikzylinder (23, 23'), vorgesehen ist.
10. Verkehrssicherungseinrichtung (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass zur Fixierung des hochklappbaren Teils der Aufpralldämpfeinrichtung (10) wenigstens
ein hydraulischer Gleichlaufzylinder (24) vorgesehen ist.
11. Verkehrssicherungseinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufprallvorrichtung (13, 14, 14', 14") stirnseitig ein Kontaktfixierungselement
(34) aufweist.