[0001] Die Erfindung betrifft eine Ölwanne für eine Brennkraftmaschine und ein an die Brennkraftmaschine
angeflanschtes Getriebe, wobei die Ölwanne sowohl an der Brennkraftmaschine als auch
am Getriebe befestigt ist und hierfür einen ersten Befestigungsabschnitt für die Befestigung
an der Brennkraftmaschine und einen zweiten Befestigungsabschnitt für die Befestigung
am Getriebe aufweist, und die beiden Befestigungsabschnitte einteilig ausgebildet
sind. Die Erfindung betrifft auch ein zugehöriges Herstellungsverfahren.
[0002] Ölwannen, insbesondere für Brennkraftmaschinen, sind hinreichend bekannt. Brennkraftmaschinen
werden nicht nur für Personenkraftfahrzeuge sondern auch für Nutzfahrzeuge, z.B. Busse,
Lastkraftwagen usw., sowie für Züge verwendet. Die Ölwanne dient primär dazu, Schmieröl,
welches zur Schmierung von Lagerungen der Brennkraftmaschine verwendet wird, zu sammeln
und für eine oder mehrere Ölpumpen
[0003] bereitzustellen. Außerdem dient die Ölwanne zur Aufnahme von Zusatzaggregaten, z.B.
von eines Ölsaugrohres, Wärmetauschers, Filters usw., die in oder an der Ölwanne vorgesehen
sind. Außerdem befinden sich in der Ölwanne Schwallbleche oder -platten zur Beruhigung
des darin enthaltenen Schmieröls.
[0004] Aus der
EP 1 591 633 A2 ist eine Ölwannenanordnung bekannt geworden, welche sowohl an der Unterseite der
Brennkraftmaschine, als auch an einer Stirnseite des an der Brennkraftmaschine angeflanschten
Getriebes befestigt ist. Hierfür weist die Ölwannenanordnung zwei Befestigungsabschnitte
auf, wobei der eine Befestigungsabschnitt an der Unterseite der Brennkraftmaschine
und der andere Befestigungsabschnitt an der in Fahrtrichtung vorderen Stirnseite des
Getriebes angeschraubt ist. Die Ölwannenanordnung besteht üblicherweise aus Metall,
insbesondere aus Aluminium oder einem Eisenmetall, bevorzugt aus Blech, wie Stahlblech
oder dergleichen, wobei die Ölwannenanordnung aber auch aus Kunststoff bestehen kann.
[0005] Bei einer aus Kunststoff bestehenden Ölwanne wird jedoch als nachteilig angesehen,
dass diese mit einer Vielzahl von am Befestigungsrand der Befestigungsabschnitte vorgesehenen
eingesetzten Büchsen versehen ist, wodurch sich die Kosten der Ölwanne aufgrund der
Vielzahl der zusätzlichen Bauteile erhöhen. Zudem erhöhen die Buchsen und die zugehörigen
Schrauben das Gesamtgewicht der Ölwanne. Bei aus Metall bestehenden Ölwannen kann
zwar auf Buchsen verzichtet werden, jedoch weisen diese von sich aus ein höheres Gewicht
auf.
[0006] Eine rein aus Kunststoff bestehende Ölwanne besitzt zwar den Vorteil, dass sie relativ
leicht ist. Ein gravierender Nachteil besteht aber darin, dass die Ölwanne keine Kräfte
von der Brennkraftmaschine und vom Getriebe aufnehmen und abstützen kann.
[0007] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Ölwanne der eingangs genannten
Art bereitzustellen, welche einerseits ein geringeres Gewicht besitzt, andererseits
hohe Kräfte seitens der Brennkraftmaschine und/oder des Getriebes aufnehmen kann.
[0008] Diese Aufgabe wird bei einer Ölwanne der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch
gelöst, dass die beiden Befestigungsabschnitte von einem Rahmenträger gebildet werden,
der Rahmenträger aus Metall besteht und am Rahmenträger der Sammeltopf der Ölwanne
unlösbar befestigt ist, wobei der Sammeltopf aus Kunststoff und der Rahmenträger insbesondere
aus Aluminium, einer Aluminiumlegierung, Magnesium oder Stahl besteht.
[0009] Bei der erfindungsgemäßen Ölwanne werden somit wenigstens zwei Bauteile verwendet,
nämlich ein Rahmenträger aus Metall sowie ein Sammeltopf aus Kunststoff. Der Rahmenträger
dient dazu, die Ölwanne sowohl an der Brennkraftmaschine als auch am Getriebe zu befestigen,
wobei der Sammeltopf seinerseits am Rahmenträger montiert hängt.
[0010] Da der Rahmenträger aus Metall besteht, kann er relativ hohe Kräfte aufnehmen und
zwar sowohl Zug- und Druckkräfte seitens der Brennkraftmaschine, als auch seitens
des Getriebes. Außerdem kann am Rahmenträger ein relativ hohes Gewicht des Sammeltopfes,
des darin enthaltenen Schmierstoff als auch der darin verbauten Aggregate hängen.
Der Rahmenträger dient also nicht nur zur Versteifung des Sammeltopfes sondern auch
zur Versteifung der Brennkraftmaschine gegenüber des Getriebes und umgekehrt. Bei
der Verwendung von Aluminium können vom Rahmenträger einerseits hohe Kräfte verwendet
werden, andererseits weist der Rahmenträger im Gegensatz zu aus Stahl bestehenden
Rahmenträgern ein geringeres Gewicht auf.
[0011] Die Verwendung eines Sammeltanks aus Kunststoff besitzt den wesentlichen Vorteil,
dass mit diesem das Gesamtgewicht der Ölwanne gegenüber einer Ölwanne aus Stahlblech
oder Aluminium reduziert wird. Außerdem wird die Formgebung sowie die Integration
von Anbauelementen für ein- oder anzubauende Aggregate wesentlich erleichtert, da
diese gegenüber Ölwannen aus Metall bereits in den Spritzgieß-oder Tiefziehprozess
integriert werden können.
[0012] Die Befestigung des Sammeltopfs am Rahmenträger erfolgt dadurch, dass der Rahmenträger
einen Topfabschnitt aufweist, an welchem der Sammeltopf befestigt ist und der Sammeltopf
und der Rahmenträger, insbesondere dessen Topfabschnitt, nicht verschraubt sondern
miteinander verschweißt, insbesondere ultraschallverschweißt oder laserverschweißt,
verklebt oder mittels Reibschweißen, Infrarotschweißen, Heißgasschweißen oder eines
Heizelements verbunden sind. Eine derartige Ölwanne ist als integrales Bauelement
ausgebildet und kann bei der Montage quasi wie eine aus Metall, insbesondere aus Stahl
bestehende Ölwanne verwendet werden. Vor allem sind keine zusätzlichen Bauelemente
erforderlich, die zur Befestigung des Sammeltopfes am Rahmenträger notwendig sind,
die das Gewicht der Ölwanne erhöhen würden. Da der Rahmenträger relativ steif ist,
wird der Sammeltopf von der Brennkraftmaschine und vom Getriebe in nur unbedeutendem
Maße verwunden.
[0013] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung verläuft der Topfabschnitt im
Wesentlichen entlang der beiden Befestigungsabschnitte und liegt diesen gegenüber,
d.h. auf der von der Brennkraftmaschine und dessen Getriebes abgewandten Seite. Der
Topfabschnitt verläuft stetig und in einer allmählichen Krümmung zunächst entlang
des ersten Befestigungsabschnitts und geht dann in Richtung des zweiten Befestigungsabschnitts
über. Hierdurch kann der als Kunststoff ausgebildete Sammeltopf auf einfache Weise
am Rahmenträger insbesondere laserverschweißt werden. Eine Verklebung, Ultraschallverschweißung
oder eine Befestigung mittels Reibschweißen, Infrarotschweißen, Heißgasschweißen oder
Heizelement ist jedoch ebenfalls denkbar.
[0014] Mit Vorzug verläuft der Topfabschnitt entlang der Außenkontur des Rahmenträgers,
wobei die Außenkontur von der Brennkraftmaschine und dem Getriebe abgewandt ist und
Krümmungsradien von größer 50 mm aufweist. Insbesondere sind die Krümmungsradien größer
100 mm und bevorzugt größer 200 mm. Diese relativ großen Krümmungsradien besitzen
den Vorteil, dass die von der Brennkraftmaschine und dem Getriebe in den Rahmenträger
eingeleiteten Kräfte zwar auf den Sammeltopf übertragen werden können, jedoch keine
abrupten Richtungsänderungen eingeleitet werden. Der Verlauf der Außenkontur des Topfabschnittes
ist dabei so gewählt, dass die aus dem Spiel der Brennkraftmaschine und dem Getriebe
hergeleiteten Kräfte so optimiert werden, dass keine oder nur geringe Scherkräfte
zwischen dem Rahmenträger und dem Sammeltopf entstehen. Die Kräfte wirken demnach
im Wesentlichen senkrecht auf die Außenkontur des Topfabschnittes. Es sei noch angemerkt,
dass der Rahmenträger auf den Sammeltopf aufgesetzt oder in diesen integriert sein
kann, wobei der Rahmenträger dann sowohl mit seiner Umfangsfläche als auch mit seiner
dem Sammeltopf zugewandten Seite an diesem anliegt.
[0015] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform dient der Rahmenträger als Energieaufnahmeelement
und nimmt Kräfte der Brennkraftmaschine und des Getriebes auf, wobei diese jeweils
an das andere Bauelement weitergeleitet werden können. Hierdurch können nicht nur
Schwingungen der Brennkraftmaschine und des Getriebes aufgenommen und zum Teil eliminiert
sondern vom einen Bauteil auf das andere übertrage werden, so dass auch hierdurch
die Schwingungen zum Teil eliminiert werden können. Andererseits werden die Brennkraftmaschine
und das Getriebe miteinander versteift und ein eventuelles gegenseitiges Spiel vermindert
oder zumindest stark reduziert.
[0016] Eine Weiterbildung an der Erfindung sieht vor, dass die beiden Befestigungsabschnitte
des Rahmenträgers in einer Ebene liegen. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn
die Brennkraftmaschine und das Getriebe eine gleiche Abschlussebene besitzen, an welcher
die Ölwanne befestigt wird.
[0017] Eine andere Variante der Erfindung sieht vor, dass die beiden Befestigungsabschnitte
des Rahmenträgers winkelig zueinander liegen, insbesondere einen Winkel von 90° zueinander
aufweisen. Bei dieser Variante überragt das untere Ende des Getriebes das untere Ende
der Brennkraftmaschine und die Ölwanne kann sich somit in den Bereich unterhalb der
Brennkraftmaschine schmiegen, ohne dass sie das Getriebe nach unten überragt oder
sie überragt dieses nur unwesentlich. Außerdem können auf diese Weise sowohl horizontale
als auch vertikale Kräfte abgestützt werden.
[0018] Bei einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Rahmenträger der Ölwanne
einen dritten Befestigungsabschnitt aufweist, der an der Unterseite des Getriebes
befestigt ist. Die Füllwanne ist somit nicht nur an der Unterseite der Brennkraftmaschine
sondern auch an der Unterseite des Getriebes sowie an der vorderen Stirnseite des
Getriebes angeflanscht. Hierdurch können optimal Schwingungskräfte abgestützt werden
und das Getriebe wird zudem über die Ölwanne mit der Brennkraftmaschine verschraubt.
Dabei können der erste und der dritte Befestigungsabschnitt des Rahmenträgers zueinander
versetzte Ebenen aufweisen.
[0019] Erfindungsgemäß ist zwischen den Rahmenträger und den Sammeltopf ein Absorberelement
zwischengeschaltet, das als Schwingungsabsorber dient und ist dem Rahmenträger und
dem Sammeltopf ultraschallverschweißt, verklebt oder laserverschweißt oder mittels
eines Heizelements verbunden ist. Dieser Schwingungsabsorber dient dazu, die hauptsächlich
von der Brennkraftmaschine erzeugten Schwingungen, jedoch auch diejenigen des Getriebes
aufzunehmen und weitestgehend zu absorbieren, so dass der Sammeltopf im Wesentlichen
schwingungsarm ist.
[0020] Dabei kann gemäß der Erfindung das Absorberelement aus Metall, insbesondere aus Blech,
oder aus Kunststoff, insbesondere aus einem vom Kunststoff des Sammeltopfes verschiedenen
Kunststoff bestehen. Das Absorberelement und der Sammeltopf bilden bevorzugt ein 2K-Bauelement,
wobei der Sammeltopf aus einem Kunststoff, insbesondere einem glasfaserverstärkten
Thermoplast besteht, wohingegen das Absorberelement aus einem Elastomer besteht und
der Sammeltopf an das Absorberelement angespritzt ist. Hierdurch entsteht im Übergangsbereich
vom Absorberelement zum Sammeltopf eine innige Kunststoffmischung aus Thermoplast
und Elastomer.
[0021] Die eingangs genannte Aufgabe wird auch durch ein erfindungsgemäßes Herstellungsverfahren
gelöst.
[0022] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen
sowie der nachfolgenden Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnung eine
besonders bevorzugte Ausführungsform beschrieben ist. Dabei können die in der Zeichnung
dargestellten sowie in der Beschreibung und in den Ansprüchen erwähnten Merkmale jeweils
einzeln für sich oder in beliebiger Kombination erfindungswesentlich sein.
[0023] In der Zeichnung zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Darstellung einer Brennkraftmaschine mit einem daran angeflanschten
Getriebe sowie einer anhängenden Ölwanne;
- Figur 2
- eine perspektivische Ansicht einer Variante der Ölwanne;
- Figur 3
- eine Seitenansicht der Ölwanne in zwei unterschiedlichen Variationen; und
- Figur 4
- eine vergrößerte Wiedergabe eines Ausschnitts der Verbindungsstelle zwischen dem Rahmenträger
und dem daran befestigten Kunststoffelement.
[0024] Die Figur 1 zeigt in schematischer Ansicht eine insgesamt mit 10 bezeichnete Brennkraftmaschine,
an welche ein Getriebe 12 angeflanscht ist. Dieses Getriebe 12 versetzt eine Antriebswelle
14 in Drehung. Unterhalb der Brennkraftmaschine 10 befindet sich eine insgesamt mit
16 bezeichnete Ölwanne, die sowohl mit der Unterseite der Brennkraftmaschine 10 als
auch mit der vorderen Stirnseite des Getriebes 12 verschraubt ist. Außerdem kann sich
die Ölwanne 16 auch an der Unterseite des Getriebes 12 abstützen, was z.B. über eine
Verschraubung erfolgt, was aber nicht zwingend erforderlich ist. Ferner ist erkennbar,
dass Kräfte in der Brennkraftmaschine 10 in Richtung des Pfeils 18 auf das Getriebe
12 und Kräfte vom Getriebe 12 in Richtung des Pfeils 20 auf die Brennkraftmaschine
10 wirken. Außerdem wirken Kräfte von der Brennkraftmaschine 10 in Richtung des Pfeils
22 auf die Ölwanne 16 sowie umgekehrt, was mit dem Pfeil 24 angedeutet ist. Gleichermaßen
wirken Kräfte vom Getriebe 12 in Richtung des Pfeils 26 in Richtung auf die Ölwanne
16 und umgekehrt, was mit dem Pfeil 28 angedeutet ist. Dabei wirken die Kräfte in
Richtung der Pfeile 18 und 20 sowie 26 und 28 in horizontaler und die Kräfte in Richtung
der Pfeile 22 und 24 in vertikaler Richtung.
[0025] Schließlich ist in Figur 1 andeutungsweise wiedergegeben, dass die Ölwanne 18 einen
Rahmenträger 30 sowie einen Sammeltopf 32 aufweist. Der Rahmenträger 30 stützt sich
direkt an der Brennkraftmaschine 10 sowie am Getriebe 12 ab, wohingegen sich der Sammeltopf
32 am Rahmenträger 30 abstützt, bzw. mitdiesem verbunden ist.
[0026] Die Figur 2 zeigt eine perspektivische Ansicht der Ölwanne 16, in welche von oben
eingesehen werden kann. In dieser Ölwanne 16, insbesondere im Sammeltopf 32 befinden
sich nicht näher dargestellte und nur exemplarisch gezeigte Schwallwände 34, welche
von ebenfalls nicht dargestelltem Schmieröl umflossen sind. Ferner ist ein Ölsaugrohr
36, über dessen Ansaugstutzen Schmieröl mittels einer Ölpumpe angesaugt wird, dargestellt.
Das Ölsaugrohr 36 ragt in die Unterseite der Brennkraftmaschine 10 hinein.
[0027] Der Rahmenträger 30 besteht aus Metall, insbesondere aus Aluminium und weist an seiner
in der Figur 2 erkennbaren Oberseite, welche der Unterseite der Brennkraftmaschine
10 zugewandt ist, einen Befestigungsabschnitt 38 auf, der mit einer Vielzahl von Befestigungsöffnungen
40 versehen ist. Im rechten Winkel zum Befestigungsabschnitt 38 steht ein zweiter
Befestigungsabschnitt 42, in welchem ebenfalls Befestigungsöffnungen 44 vorgesehen
sind. Dieser Rahmenträger 30 wird mittels mehrerer Schrauben (nicht dargestellt) starr
an der Unterseite der Brennkraftmaschine 10 sowie an der Vorderseite des Getriebes
12 verschraubt. Den beiden Befestigungsabschnitten 38 und 42 gegenüberliegend weist
der Rahmenträger 30 einen Topfabschnitt 46 auf, deren Außenkontur im Wesentlichen
den beiden Befestigungsabschnitten 38 und 42 folgt. Dabei ist der Topfabschnitt 46
bzw. dessen Außenkontur derart gekrümmt, dass die Krümmungsradien 48 nicht zu klein
sind, d.h. mehr als 50 mm, insbesondere 100 mm und bevorzugt 200 mm betragen.
[0028] An den Topfabschnitt 48 schließt sich der Sammeltopf 32 an, welcher aus Kunststoff
besteht. Die Verbindung erfolgt über eine Laserverschweißung, so dass keine zusätzlichen
Bauteile wie Schrauben, Dichtungen und dergleichen erforderlich sind. Außerdem können
von der Brennkraftmaschine 10 und vom Getriebe 12 eingeleitete Kräfte vom Rahmenträger
30 auch in den Sammeltopf 32 übertragen werden und umgekehrt.
[0029] In der Figur 3 befindet sich zwischen dem Rahmenträger 30 und dem Sammeltopf 32 ein
Absorberelement 50, welches Schwingungen vom Rahmenträger 30 in Richtung des Sammeltopfes
32 und umgekehrt dämpft und absorbiert. Das Absorberelement 50 ist mit dem Rahmenträger
30 ebenfalls laserverschweißt und einteilig mit dem Sammeltopf 32 ausgebildet. Dabei
bestehen der Sammeltopf 32 und das Absorberelement 50 beide aus Kunststoff, sind jedoch
als 2K-Element ausgebildet. Dabei kann bei der Herstellung des Sammeltopfes 32 das
Absorberelement 50 in das Spritzgusswerkzeug eingelegt werden, wodurch eine innige
Verbindung der beiden Bauteile entsteht. Bei tiefgezogenem Sammeltopf 32 ist das Absorberelement
50 z.B. ebenfalls mit diesem laserverschweißt. Die beiden Bauteile können aus unterschiedlichen
Thermoplasten bestehen, die ggf. auch faserverstärkt sind. Es besteht auch die Möglichkeit,
dass das Absorberelement 50 aus einem Elastomer besteht.
[0030] Schließlich ist aus der Figur 3 noch eine Variante erkennbar, bei welcher der Topfabschnitt
46a nicht gekrümmt sondern gerade verläuft. Hierdurch erhöht sich zwar der Metallanteil
des Rahmenträgers 30, jedoch können höhere Kräfte von diesem an den Sammeltopf 32,
der eben am Rahmenträger 30 anliegt, übertragen werden. Bei einem gekrümmten Topfabschnitt
46, bei welchem die Radien 48 größer als 50 mm sind, werden optimal Druck- und Schwerkräfte
übertragen.
[0031] Die erfindungsgemäße Ölwanne 16 besitzt den wesentlichen Vorteil, dass sie relativ
steif ist und Kräfte bezüglich der Brennkraftmaschine 10 und des Getriebes 16 übertragen
kann, jedoch ein relativ geringes Gewicht aufweist.
[0032] Die Figur 4 zeigt ein erfindungsgemäßes Fügeverfahren zur Abbindung des Rahmenträgers
30. Dargestellt ist ein Abschnitt IV gemäß Figur 2 des Rahmenträgers 30, der an seiner
dem Sammeltopf 32 oder dem Absorberelement 50 zugewandten Seite, also im Topfabschnitt
46 (im Übergang vom Metall zum Kunststoff), eine gezahnte Oberfläche aufweist, die
mit einer Vielzahl von widerhakenartigen Zähnen 52 versehen ist. Der aus Kunststoff
bestehende Sammeltopf 32 oder das aus Kunstsoff bestehende Absorberelement 50 wird
entweder bei der Herstellung des Bauteils in die Zwischenräume der Zähne 52 gedrückt
oder das Einbringen erfolgt beim Fügeprozess, bei welchem der Rahmenträger 30 und
der Sammeltopf 32 bzw. das Absorberelement 50 miteinander verbunden werden. Dabei
wird der Kunststoff z.B. mittels Heißgas, eines Lasers, Infrarot oder dergleichen
plastifiziert und zwischen die Zähne 52 gepresst. Hierdurch entsteht eine innige Verbindung.
Es besteht auch die Möglichkeit, dass die Zähne 52 erwärmt werden und dann auf die
Oberfläche des Kunststoffs aufgepresst werden, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme eines
Lasers, Heißgases, Infrarot usw.
1. Ölwanne (16) für eine Brennkraftmaschine (10) und für ein an die Brennkraftmaschine
(10) angeflanschtes Getriebe (12), wobei die Ölwanne (12) sowohl an der Brennkraftmaschine
(10) als auch am Getriebe (12) befestigbar ist und hierfür einen ersten Befestigungsabschnitt
(38) für die Befestigung an der Brennkraftmaschine (10) und einen zweiten Befestigungsabschnitt
(42) für die Befestigung am Getriebe (12) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Befestigungsabschnitte (38, 42) einteilig ausgebildet sind und von einem
Rahmenträger (30) gebildet werden, wobei der Rahmenträger (30) aus Metall, insbesondere
aus Aluminium, einer Aluminiumlegierung, Magnesium oder Stahl besteht und am Rahmenträger
(30) der Sammeltopf (32) der Ölwanne (16) unlösbar befestigt ist, wobei der Sammeltopf
(32) aus Kunststoff besteht.
2. Ölwanne nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmenträger (30) einen Topfabschnitt (46) aufweist, an welchem der Sammeltopf
(32) befestigt ist und der Sammeltopf (32) und der Rahmenträger (30) miteinander verschweißt,
insbesondere ultraschallverschweißt, mittels Reibschweißen, Infrarotschweißen, Heißgas
oder Heizelement verbunden, verklebt oder laserverschweißt sind.
3. Ölwanne nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Topfabschnitt (46) im Wesentlichen entlang der beiden Befestigungsabschnitte
(38, 42) verläuft und diesen gegenüberliegt.
4. Ölwanne nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Topfabschnitt (46) entlang der Außenkontur des Rahmenträgers (30) verläuft, welche
der Brennkraftmaschine (10) und dem Getriebe (12) zugewandt ist, und Krümmungsradien
(48) von größer 50 mm, insbesondere 100 mm, bevorzugt 200 mm aufweist.
5. Ölwanne nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Topfabschnitt (46) gerade ist und/ oder in einer Ebene liegt.
6. Ölwanne nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmenträger (30) als Energieaufnahmeelement dient und Kräfte der Brennkraftmaschine
(10) und des Getriebes (12) aufnimmt und jeweils an das andere Bauelement weiterleiten
kann.
7. Ölwanne nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Befestigungsabschnitte (38, 42) des Rahmenträgers (30) in einer Ebene
liegen.
8. Ölwanne nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Befestigungsabschnitte (38, 42) des Rahmenträgers (30) winkelig zueinander
liegen, insbesondere einen Winkel von 90° zueinander aufweisen.
9. Ölwanne nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmenträger (30) einen dritten Befestigungsabschnitt aufweist, der am Getriebe
(12) zu befestigen ist.
10. Ölwanne nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Befestigungsabschnitt (38) und der dritte Befestigungsabschnitt des Rahmenträgers
(30) zueinander versetzte Ebenen aufweisen.
11. Ölwanne nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmenträger (30) mittels Buchsen oder buchsenfrei an der Brennkraftmaschine
(10) und am Getriebe (12) verschraubt ist.
12. Ölwanne nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Rahmenträger (30) und dem Sammeltopf (32) ein Absorberelement (50) zwischengeschaltet
ist.
13. Ölwanne nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Absorberelement (50) als Schwingungsabsorber dient und am Rahmenträger (30) und
dem Sammeltopf (32) angeschraubt, ultraschallverschweißt, mittels Reibschweißen, Infrarotschweißen,
Heißgasschweißen oder Heizelement verbunden, verklebt oder laserverschweißt ist.
14. Ölwanne nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Absorberelement (50) aus Metall, insbesondere aus Blech, oder aus Kunststoff,
insbesondere einem vom Kunststoff des Sammeltopfes verschiedenen Kunststoff besteht.
15. Ölwanne nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmenträger (30) einen Topfabschnitt (46) aufweist, an welchem der Sammeltopf
(32) befestigt ist, wobei der Topfabschnitt (46), eine gezahnte Oberfläche aufweist,
die mit einer Vielzahl von widerhakenartigen Zähnen (52) versehen ist, wobei der Sammeltopf
(32) beim Fügeprozess in die Zwischenräume der Zähne 52 gedrückt wird, wobei entweder
der Kunststoff erwärmt bzw. plastifiziert und zwischen die Zähne 52 gepresst wird,
oder die Zähne 52 erwärmt werden und dann auf die Oberfläche des Kunststoffs aufgepresst
werden.
16. Verfahren zur Herstellung einer Ölwanne nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
der Rahmenträger (30) einen Topfabschnitt (46) aufweist, an welchem der Sammeltopf
(32) befestigt ist, wobei der Topfabschnitt (46) eine gezahnte Oberfläche aufweist,
die mit einer Vielzahl von widerhakenartigen Zähnen (52) versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Sammeltopf (32) beim Fügeprozess in die Zwischenräume der Zähne 52 gedrückt wird,
wobei entweder der Kunststoff erwärmt bzw. plastifiziert und zwischen die Zähne 52
gepresst wird, oder die Zähne 52 erwärmt werden und dann auf die Oberfläche des Kunststoffs
aufgepresst werden.