[0001] Die Erfindung betrifft eine Pumpenanordnung insbesondere für Wasser führende Reinigungsgeräte
umfassend ein Antriebsmodul mit einem Stator, mit einem drehbar in Bezug zu dem Stator
an einer Welle des Antriebsmoduls gehaltenen Rotor und mit einem den Stator jedenfalls
abschnittsweise mantelseitig umgreifenden Gehäuse, umfassend ein an der Welle gehaltenes
Pumpenrad zum Fördern von Flüssigkeit und umfassend eine Hydraulikeinheit mit einem
Saugstutzen, über den die Flüssigkeit zu dem Pumpenrad zuführbar ist.
[0002] In Wasser führenden Reinigungsgeräten wie Geschirrspülern und Waschmaschinen werden
zum Umwälzen von mit Reinigungsmittel versetztem Wasser Pumpenanordnungen vorgesehen.
Die Reinigungswirkung basiert darauf, dass das zu reinigende Gut, beispielsweise Wäsche
oder Geschirr, mit dem Wasser und dem darin vorgesehenen Reinigungsmittel benetzt
und unter Einwirkung des Reinigungsmittels gesäubert wird. Weiter können Schmutz und
Verunreinigungen durch die druckbeaufschlagte Flüssigkeit aus Wasser und Reinigungsmittel
mechanisch entfernt werden. Darüber hinaus wird zur Verbesserung der Reinigungswirkung
die Flüssigkeit erhitzt. Zu diesem Zweck sind in den Reinigungsgeräten Heizungen vorgesehen,
welche üblicherweise elektrisch betrieben werden.
[0003] Es ist hierbei bekannt, die Umwälzpumpe getrennt von der Heizung zu realisieren und
in dem Reinigungsgerät separat vorzusehen. Bekannt ist ebenfalls, die Heizung und
die Pumpenanordnung zu integrieren. Die Heizung ist dabei in einem Pumpengehäuse vorgesehen
und demzufolge Bestandteil eines strömungsbildenden hydraulischen Teils der Pumpe.
Ein von einem Elektromotor angetriebenes Pumpenrad baut den zur Förderung der Flüssigkeit
notwendigen hydraulischen Druck auf. Die Flüssigkeit strömt an einer mit der Heizung
zusammenwirkenden Oberfläche vorbei und wird erwärmt. Insbesondere aufgrund einer
relativ hohen Turbulenz in der Flüssigkeit ergibt sich hierbei ein vergleichsweise
guter Wärmeübergang. Insofern kann beim Integrieren der Heizung in die Pumpenanordnung
zum einen die Heizung klein und die Wärme übertragende Oberfläche kompakt dimensioniert
werden. Zum anderen ergeben sich gute energetische Werte für die in die Pumpenanordnung
integrierte Heizung.
[0004] Parallel ist zu beobachten, dass aufgrund der steigenden Anforderungen an die Energieeffizienz
von Reinigungsgeräten moderne Pumpenanordnungen bevorzugt durch Synchronmotoren angetrieben
sind. Vormals verwendete Asynchronmotoren erfüllen die energetischen Anforderungen
aufgrund ihres mitunter begrenzten Wirkungsgrads nur unzureichend. Ein weiterer Vorteil
der Synchronmotoren ist, dass ein magnetischer Luftspalt zwischen einem Stator des
Synchronmotors und einem drehbar in Bezug zu demselben an einer Welle gehaltenen Rotor
vergleichsweise groß ausgeführt werden kann. Es kann daher zwischen dem Stator und
dem Rotor insofern ein Spaltrohr vorgesehen werden. Der Rotor ist in einem Spaltrohrtopf
angeordnet und von der Flüssigkeit umgeben. Vorteilhaft entfällt hierbei die Notwendigkeit
einer dynamischen Dichtung zwischen dem Antriebsmodul einerseits und der Hydraulikeinheit
andererseits. Die Hydraulikeinheit kann als Baugruppe vorgefertigt und als Ganzes
montiert beziehungsweise mit dem Antriebsmodul verbunden werden.
[0005] Aus der
DE 10 2004 011 365 A1 ist eine Hydraulikeinheit für eine Pumpenanordnung bekannt, bei der die Heizung an
einem stirnseitigen Ende eines im Wesentlichen zylindrischen Pumpenraums benachbart
zu einem Saugstutzen vorgesehen ist, über den die Flüssigkeit in den Pumpenraum gelangt
und dem Pumpenrad zugeführt wird. Die Wandungen des Pumpenraums sind als Teil der
Hydraulikeinheit aus einem thermoplasten Kunststoff hergestellt. Die Heizung besteht
im Wesentlichen aus einem tellerförmig geformten Edelstahlblech, in das ein elektrisch
betätigbares Heizelement eingebettet ist. Die Wandungen der Hydraulikeinheit umfassen
ferner eine Leitspirale für die Flüssigkeit. Die Leitspirale ist so geformt, dass
ein Strömungsquerschnitt in Richtung eines zum Abfördern der Flüssigkeit vorgesehenen
Druckstutzens der Hydraulikeinheit zunimmt. Das Pumpengehäuse und die Heizung bilden
insofern eine strömungstechnische Einheit, welche in hohem Maße funktional und räumlich
integriert ausgebildet ist.
[0006] Aus der
EP 2 384 685 A1 ist eine Pumpenanordnung mit einer integrierten Heizung bekannt, bei der die Heizung
im Wesentlichen zylinder- beziehungsweise rohrförmig ausgebildet ist und das in dem
Pumpenraum vorgesehene Pumpenrad mantelseitig umgibt. Zum Betätigen des Pumpenrads
ist ein Synchronmotor vorgesehen. Zwischen dem Stator und dem Rotor des Synchronmotors
ist ein Spaltrohr zur hermetischen Trennung vorgesehen. Die das Pumpenrad mantelseitig
umgebende Heizung ist mit einem Spaltrohrflansch dichtend verbunden. Stirnseitig ist
der Pumpenraum durch eine Pumpenabdeckung aus einem thermoplasten Kunststoff verschlossen.
Der Saugstutzen und der Druckstutzen der Hydraulikeinheit sind dabei integrale Bestandteile
der Abdeckung. Aufgrund der Orientierung der Stutzen ist jedoch eine Umlenkung der
Flüssigkeit um 180° erforderlich mit der Folge, dass der hydraulische Wirkungsgrad
der Pumpenanordnung vergleichsweise gering ist.
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Pumpenanordnung derart weiterzubilden,
dass in einfacher Weise, flexibel und bedarfsgerecht eine Heizung in die Pumpenanordnung
integrierbar ist und dass zugleich eine hohe strömungstechnische Güte und ein guter
Wirkungsgrad für die Pumpenanordnung realisiert sind.
[0008] Zur Lösung der Aufgabe ist die Erfindung in Verbindung mit dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1 dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Antriebsmodul und der Hydraulikeinheit
ein Adapter vorgesehen ist, welcher mit dem Antriebsmodul einerseits und der Hydraulikeinheit
andererseits verbunden ist, welcher einen Spaltrohrtopf aufweist, der sich zwischen
dem Rotor und dem Stator des Antriebsmoduls erstreckt und den Rotor auf einer dem
Pumpenrad abgewandten Stirnseite umgreift, welcher einen sich auf einer dem Pumpenrad
zugewandten Seite an dem Spaltrohrtopf anschließenden Spaltrohrflansch aufweist, wobei
der Spaltrohrflansch jedenfalls abschnittsweise radial nach außen von dem Spaltrohrtopf
abragt, welcher einen das Pumpenrad wenigstens teilweise mantelseitig umgreifenden
und einen das Pumpenrad aufnehmenden Pumpenraum begrenzenden Rohrabschnitt aufweist
und welcher einen an dem Rohrabschnitt angeformten Druckstutzen aufweist zum Abfördern
der Flüssigkeit aus dem Pumpenraum.
[0009] Der besondere Vorteil der Erfindung besteht darin, dass durch das Vorsehen des Adapters
zwischen der Hydraulikeinheit und dem Antriebsmodul die bisher nach dem Stand der
Technik realisierte strömungstechnische Einheit aufgetrennt wird. Insbesondere ist
der Saugstutzen als Teil der Hydraulikeinheit realisiert, während der Druckstutzen
an dem Adapter angeformt ist. Infolge der Separation ergibt sich zugleich eine räumliche
Trennung, welche die flexible Integration der Heizung in die Pumpenanordnung begünstigt.
Insbesondere ergeben sich vielfältige Möglichkeiten zur Integration der Heizung, sodass
bedarfsgerecht ein geeignetes Heizkonzept gewählt und die Heizung leistungsgerecht
ausgelegt und applikationsspezifisch positioniert werden kann.
[0010] Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Pumpenanordnung modular
ausgebildet. Es ist insofern vorgesehen, dass wahlweise eine erste Hydraulikeinheit
oder wenigstens eine weitere Hydraulikeinheit der Pumpenanordnung an den Adapter angebaut
werden kann. Wenigstens die erste Hydraulikeinheit oder die wenigstens eine weitere
Hydraulikeinheit weisen eine Heizung zum Erwärmen der Flüssigkeit auf. Vorteilhaft
ergeben sich durch den modularen Aufbau der Pumpenanordnung weitere geometrische und
funktionale Variationsmöglichkeiten, welche die Integration der gleichen Pumpenanordnung
in unterschiedliche Wasser führende Reinigungsgeräte begünstigen. Es kann insofern
durch das Vorsehen eines Baukastensystems für die Pumpenanordnung die Verwendung von
Gleichteilen begünstigt und die Stückzahl bei der Herstellung der Gleichteile erhöht
werden. Durch die Steigerung der Fertigungsstückzahl verbessert sich die Wirtschaftlichkeit
der erfindungsgemäßen Pumpenanordnung gegenüber heutigen Konzepten signifikant. Zugleich
bietet sich die Möglichkeit, allein durch den Austausch der Hydraulikeinheit flexibel
auf applikationsspezifische Besonderheiten oder kundenindividuelle Wünsche und Vorgaben
einzugehen.
[0011] Wenigstens eine und bevorzugt zwei oder mehr Hydraulikeinheiten weisen die Heizung
zum Erwärmen der Flüssigkeit auf. Die Heizung kann beispielsweise dem Saugstutzen
mantelseitig zugeordnet sein und die Flüssigkeit beim Zuströmen zu dem das Pumpenrad
aufnehmenden Pumpenraum erwärmen. Beispielsweise kann die Heizung zwischen einer dem
Pumpenrad stirnseitig zugewandten Gehäusekomponente der Hydraulikeinheit und dem Adapter
vorgesehen sein und das Pumpenrad mantelseitig umgreifen. Applikationsspezifisch kann
zudem eine Hydraulikeinheit ohne Heizung an dem Adapter angesetzt werden. Die Pumpenanordnung
sieht dann gleichwohl das gleiche Antriebsmodul und den gleichen Adapter vor. Der
Adapter und das Antriebsmodul definieren insofern Gleichteile der modularen Pumpenanordnung,
wohingegen applikationsspezifisch oder kundenspezifisch unterschiedliche Hydraulikeinheiten
verwendet werden und mit dem Adapter verbunden sind.
[0012] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist der Saugstutzen an der ersten Hydraulikeinheit
und an der wenigstens einen weiteren Hydraulikeinheit koaxial zu der Welle vorgesehen.
Vorteilhaft ergibt sich durch die gleiche relative Positionierung des Saugstutzens
an den verschiedenen Hydraulikeinheiten eine gleiche oder ähnliche Strömungssituation
für die gesamte Pumpenanordnung unabhängig davon, welche Hydraulikeinheit an den Adapter
angebaut ist. Insofern kann die Pumpenanordnung in Kenntnis der stets gleichen Lage
des Saugstutzens strömungstechnisch optimiert werden. Es ergeben sich so trotz der
Verwendung unterschiedlicher Hydraulikeinheiten eine günstige Strömung und ein guter
hydraulischer Wirkungsgrad für die Pumpenanordnung.
[0013] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ragt der Druckstutzen im Bereich des Rohrabschnitts
radial beziehungsweise tangential ab. Vorteilhaft wird hierdurch der hydraulische
Wirkungsgrad weiter begünstigt, wenn die Flüssigkeit aufgrund der relativen Zuordnung
von Druckstutzen und Saugstutzen lediglich um 90° umgelenkt wird.
[0014] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist im Bereich des Spaltrohrflanschs eine
Leitspirale für die Flüssigkeit ausgebildet. Ebenso kann vorgesehen sein, dass der
Adapter im Bereich des Rohrabschnitts spiralförmig ausgebildet ist. Jeweils begünstigt
die Geometrie den hydraulischen Wirkungsgrad der Pumpenanordnung. Da die konstruktiven
Maßnahmen im Bereich des Adapters vorgesehen sind, ergibt sich unabhängig von der
verwendeten Hydraulikeinheit eine günstige strömungstechnische Gestaltung und ein
hoher hydraulischer Wirkungsgrad. Die konstruktiven Maßnahmen, welche Einfluss auf
die Strömungsform nehmen, sind insofern anders als bisher üblich nicht als Teil der
einheitlich zu montierenden Hydraulikeinheit, sondern vielmehr als Teil des neu vorgesehenen
Adapters realisiert.
[0015] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist die Heizung für die Flüssigkeit in die
Stirnwandung der Hydraulikeinheit integriert realisiert. Vorteilhaft ergibt sich durch
die Integration der Heizung in die Stirnwandung ein guter Wirkungsgrad bei der Wärmeübertragung.
Eine große Kontaktfläche und eine hohe Turbulenz der Strömung in dem Pumpenraum begünstigen
hierbei den Wärmeübergang. Zugleich hat sich gezeigt, dass die Bauraumsituation für
viele verschiedene Applikationen eine Integration der Heizung in die Stirnwandung
erlaubt.
[0016] Nach einer Weiterbildung der Erfindung sind an dem Adapter Befestigungsmittel vorgesehen.
Ebenfalls sind an der ersten Hydraulikeinheit und an der wenigstens einen weiteren
Hydraulikeinheit Gegenbefestigungsmittel vorgesehen, welche so ausgebildet sind, dass
sie an die Befestigungsmittel des Adapters angesetzt werden können zum lösbaren oder
unlösbaren Verbinden der Komponenten. Wahlweise kann insofern die erste Hydraulikeinheit
oder die zweite Hydraulikeinheit an den Adapter angesetzt werden. Die Befestigungsmittel
des Adapters und die Gegenbefestigungsmittel, welche an den Hydraulikeinheiten vorgesehen
sind, bilden insofern eine genormte geometrische Schnittstelle. Konstruktionsanpassungen
an dem Adapter sind für den Austausch der Hydraulikeinheit nicht notwendig und konstruktive
Anpassungen im Bereich des Adapters können vermieden werden.
[0017] Aus den weiteren Unteransprüchen und der nachfolgenden Beschreibung sind weitere
Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung zu entnehmen. Dort erwähnte Merkmale
können jeweils einzeln für sich oder auch in beliebiger Kombination erfindungswesentlich
sein. Die Zeichnungen dienen lediglich beispielhaft der Klarstellung der Erfindung
und haben keinen einschränkenden Charakter.
[0018] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand von Zeichnungen näher
erläutert.
[0019] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Schnittdarstellung einer erfindungsgemäßen Pumpenanordnung umfassend ein Antriebsmodul
und eine erste Hydraulikeinheit sowie einen Adapter, der zwischen dem Antriebsmodul
und der ersten Hydraulikeinheit vorgesehen ist,
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht der Pumpenanordnung nach Fig. 1,
- Fig. 3
- die erfindungsgemäße Pumpenanordnung mit einer an dem Adapter festgelegten zweiten
Hydraulikeinheit,
- Fig. 4
- eine perspektivische Ansicht der Pumpenanordnung nach Fig. 3,
- Fig. 5
- die erfindungsgemäße Pumpenanordnung mit einer an dem Adapter festgelegten dritten
Hydraulikeinheit und
- Fig. 6
- eine perspektivische Ansicht der Pumpenanordnung nach Fig. 5.
[0020] Eine erfindungsgemäße Pumpenanordnung für Wasser führende Reinigungsgeräte nach den
Fig. 1 und 2 umfasst ein Antriebsmodul 1, eine erste Hydraulikeinheit 2 sowie einen
Adapter 3, welcher zwischen dem Antriebsmodul 1 und der ersten Hydraulikeinheit 2
vorgesehen und mit beiden verbunden ist. Die erfindungsgemäße Pumpenanordnung ist
beispielsweise als Umwälzpumpe für eine Waschmaschine oder einen Geschirrspüler konzipiert
und im gewerblichen wie privaten Umfeld einsetzbar.
[0021] Das Antriebsmodul 1 sieht einen Stator 4, einen drehbar in Bezug zu dem Stator 4
an einer Welle 5 des Antriebsmoduls 1 gehaltenen Rotor 6 und ein den Stator 4 mantelseitig
abschnittsweise umgreifendes Gehäuse 7 vor. Zum Stützen der Welle 5 sind zwei Gleitlager
8, 9 vorgesehen. Das Antriebsmodul 1 wirkt insbesondere nach Art eines Synchronmotors.
Ein zwischen dem Stator 4 und dem Rotor 6 vorgesehener Luftspalt 10 kann demzufolge
vergleichsweise groß ausgeführt sein.
[0022] Das Antriebsmodul 1 ist mit dem Adapter 3 verbunden. Der Adapter 3 weist einen den
Rotor 6 im Bereich des Luftspalts 10 mantelseitig und auf einer dem Pumpenrad 11 abgewandten
Stirnseite umgreifenden Spaltrohrtopf 12, einen sich an den Spaltrohrtopf 12 auf einer
dem Pumpenrad 11 zugewandten Seite anschließenden Spaltrohrflansch 13 sowie einen
im Wesentlichen zylindrisch erstreckten Rohrabschnitt 14 auf. Der Rohrabschnitt 14
umgreift das Pumpenrad 11 mantelseitig. Von dem Rohrabschnitt 14 ragt radial ein Druckstutzen
15 ab, welcher zum Abfördern der von der Pumpenanordnung 1 umgewälzten Flüssigkeit
vorgesehen ist. Als Flüssigkeit ist üblicherweise reines Wasser oder mit Reinigungsmittel
versetztes Wasser vorgesehen.
[0023] Der Adapter 3 ist einstückig ausgeführt. Der Spaltrohrtopf 12, der Spaltrohrflansch
13, der Rohrabschnitt 14 und der Druckstutzen 15 sind vorliegend als ein gemeinsames
Kunststoffbauteil hergestellt. Auf einer dem Pumpenrad 11 abgewandten Seite stützt
sich die Welle 5 über das Gleitlager 9 an dem Spaltrohrtopf 12 ab. Das zweite Gleitlager
8 stützt sich über einen Lagerträger 16 an dem Spaltrohrflansch 13 ab. Der Rotor 6
des Antriebsmoduls 1 ist insofern als ein Nassläufer-Rotor realisiert. Die von der
Pumpenanordnung zu fördernde Flüssigkeit füllt demzufolge den Spaltrohrtopf 12 des
Adapters 3. Durch die mittels des Spaltrohrtopfs 12 und des Spaltrohrflanschs 13 hergestellte
hermetische Dichtung kann auf eine dynamische Dichtung beziehungsweise Trennung zwischen
zueinander relativbewegten Komponenten der Pumpenanordnung verzichtet werden.
[0024] Die an den Adapter 3 angeschlossene erste Hydraulikeinheit 2 sieht einen koaxial
zu der Welle 5 angeordneten Saugstutzen 17 und eine radial hierzu erstreckte Stirnwandung
18 vor. Der Saugstutzen 17 ist zweiteilig ausgeführt. Er umfasst einen ersten rohrförmigen
Teil 19 und einen zweiten rohrförmigen Teil 20. Die rohrförmigen Teile 19, 20 des
Saugstutzens 17 sind aneinander angesetzt und formschlüssig miteinander verbunden.
Eine axial vorgespannte Dichtung 21 ist zwischen dem Saugstutzen 17 und der Stirnseite
18 vorgesehen. In die Stirnwandung 18 integriert ist eine elektrisch betriebene Heizung
32, welche dazu dient, die mittels der Pumpenanordnung geförderte Flüssigkeit zu erwärmen.
Die Heizung 32 ist im Wesentlichen tellerartig ausgebildet.
[0025] Zum Verbinden der ersten Hydraulikeinheit 2 mit dem Adapter 3 sind an dem Adapter
3 Befestigungsmittel 33 vorgesehen. Korrespondierend sieht die erste Hydraulikeinheit
2 Gegenbefestigungsmittel 34 vor, welche an die Befestigungsmittel 33 ansetzbar sind.
Die Verbindung wird vorliegend über einen Rastverschluss realisiert. Optional kann
beispielsweise eine Bajonettverbindung oder Ähnliches realisiert werden. Zum Dichten
der Pumpenanordnung ist eine Dichtung 22 zwischen der Hydraulikeinheit 2 und dem Adapter
3 vorgesehen.
[0026] Im Betrieb wird die Flüssigkeit über den Saugstutzen 17 in einer Förderrichtung 23
einen das Pumpenrad 11 aufnehmenden Pumpenraum 24 zugeführt. Der Pumpenraum 24 ist
mantelseitig durch den Rohrabschnitt 14 des Adapters 3 und stirnseitig zum einen durch
die Stirnwandung 18 der ersten Hydraulikeinheit 2 und zum anderen durch den Spaltrohrtopf
12 und den Spaltrohrflansch 13 des Adapters 3 begrenzt. Nach der Druckbeaufschlagung
wird die Flüssigkeit über den Druckstutzen 15, welcher als integraler Bestandteil
des Adapters 3 realisiert ist, abgefördert.
[0027] Die erfindungsgemäße Pumpenanordnung ist nach Art einer modularen Pumpenanordnung
realisiert. Die Fig. 3 und 4 zeigen die erfindungsgemäße Pumpenanordnung mit dem Antriebsmodul
1 und dem Adapter 3. An dem Adapter 3 ist dem modularen Gedanken folgend statt der
ersten Hydraulikeinheit 2 nunmehr ein zweite Hydraulikeinheit 25 angeschlossen. Die
zweite Hydraulikeinheit 25 verzichtet auf eine integrierte Heizung. Es sieht eine
im Wesentlichen radial erstreckte, ebene Stirnwandung 26 und einen hieran angespritzten
Saugstutzen 27 vor. Der Saugstutzen 27 ist im Bereich einer äußeren Mantelfläche 28
ausgebildet zur Anlage einer nicht dargestellten rohrförmigen Heizung, über die die
über den Saugstutzen 27 zugeführte Flüssigkeit vor dem Eintritt in den Pumpenraum
24 der Pumpenanordnung erwärmt wird. Wie gehabt werden der Adapter 3 und die zweite
Hydraulikeinheit 25 über die Befestigungsmittel 33 und die Gegenbefestigungsmittel
34 lösbar miteinander verbunden. Zwischen dem Adapter 3 und der zweiten Hydraulikeinheit
25 ist wie zuvor die Dichtung 22 vorgesehen.
[0028] Eine dritte Konfiguration der erfindungsgemäßen Pumpenanordnung nach den Fig. 5 und
6 sieht eine mit dem Adapter 3 verbundene dritte Hydraulikeinheit 29 vor. Die dritte
Hydraulikeinheit 29 ist ohne Heizung realisiert. Ein Saugstutzen 30 und eine radial
hiervon nach außen abragende Stirnwandung 31 sind mit den Gegenbefestigungsmitteln
34 einstückig ausgebildet. Ansonsten sind der verwendete Adapter 3 und das Antriebsmodul
1 identisch zu den vorgezeigten Konfigurationen der erfindungsgemäßen Pumpenanordnung.
[0029] Das Vorsehen eines einzigen Antriebsmoduls 1 und eines stets identischen Adapters
3 sowie der Mehrzahl der Hydraulikeinheiten 2, 25, 29 erlaubt es, die erfindungsgemäße
Pumpenanordnung sehr individuell und bedarfsgerecht an verschiedene Applikationen
beziehungsweise kundenspezifische Vorgaben und Wünsche anzupassen. Das stets baugleiche
Antriebsmodul 1 und das stets baugleich realisierte Adapter 3 können in großer Stückzahl
hergestellt werden. Eine applikationsspezifische Anpassung wird dann im Bereich der
Hydraulikeinheit 2, 25, 29 durchgeführt. Durch die Modifikationen im Bereich der Hydraulikeinheit
2, 25, 29 kann die Pumpenanordnung den individuellen räumlichen Gegebenheiten angepasst
werden. Indem wesentliche strömungstechnische Komponenten, beispielsweise die Lage
und Anordnung des Druckstutzens 15, von der Hydraulikeinheit 2, 25, 29, getrennt im
Bereich des Adapters 3 realisiert sind, entfällt eine umfangreiche hydraulische Dimensionierung,
Bewertung und Erprobung der applikationsspezifisch entwickelten Hydraulikeinheiten
2, 25, 29 in weiten Teilen. Die strömungstechnischen Eigenschaften der Pumpenanordnung
werden demzufolge in wesentlichen Teilen durch die Geometrie des Adapters 3 definiert
und sind in weiten Teilen unabhängig von der konstruktiven Gestaltung der Hydraulikeinheiten
2, 25, 29.
[0030] Zur Optimierung des hydraulischen Wirkungsgrads kann an dem Adapter 3 eine Leitspirale
für die Flüssigkeit im Bereich des Spaltrohrflanschs 13 realisiert sein. Ebenfalls
kann der Adapter 3 im Bereich des Rohrabschnitts 14 spiralförmig ausgebildet sein,
wobei ein Strömungsquerschnitt in Richtung des Druckstutzens 15 zunimmt.
[0031] Gleiche Bauteile und Bauteilfunktionen sind durch gleiche Bezugszeichen gekennzeichnet.
1. Pumpenanordnung insbesondere für Wasser führende Reinigungsgeräte umfassend ein Antriebsmodul
(1) mit einem Stator (4), mit einem drehbar in Bezug zu dem Stator (4) an einer Welle
(5) des Antriebsmoduls (1) gehaltenen Rotor (6) und mit einem den Stator (4) jedenfalls
abschnittsweise mantelseitig umgreifenden Gehäuse (7), umfassend ein an der Welle
(5) gehaltenes Pumpenrad (11) zum Fördern von Flüssigkeit und umfassend eine Hydraulikeinheit
(2, 25, 29) mit einem Saugstutzen (17, 27, 30), über den die Flüssigkeit zu dem Pumpenrad
(11) zuführbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Antriebsmodul (1) und der Hydraulikeinheit (2, 25, 29) ein Adapter (3)
vorgesehen ist, welcher mit dem Antriebsmodul (1) einerseits und der Hydraulikeinheit
(2, 25, 29) andererseits verbunden ist und welcher
- einen Spaltrohrtopf (12) aufweist, der sich zwischen dem Rotor (6) und dem Stator
(4) des Antriebsmoduls (1) erstreckt und den Rotor (6) auf einer dem Pumpenrad (11)
abgewandten Stirnseite umgreift,
- einen sich auf einer dem Pumpenrad (11) zugewandten Seite an dem Spaltrohrtopf (12)
anschließenden Spaltrohrflansch (13) aufweist, wobei der Spaltrohrflansch (13) jedenfalls
abschnittsweise radial nach außen von dem Spaltrohrtopf (12) abragt,
- einen das Pumpenrad (11) wenigstens teilweise mantelseitig umgreifenden und einen
das Pumpenrad (11) aufnehmenden Pumpenraum (24) begrenzenden Rohrabschnitt (14) aufweist
und
- einen an dem Rohrabschnitt (14) angeformten Druckstutzen (15) aufweist zum Abfördern
der Flüssigkeit aus dem Pumpenraum (24).
2. Pumpenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Pumpenanordnung nach Art einer modularen Pumpenanordnung ausgebildet ist und
eine erste Hydraulikeinheit (2) sowie wenigstens eine weitere Hydraulikeinheit (25,
29) vorsieht, wobei wahlweise die erste Hydraulikeinheit (2) oder die wenigstens eine
weitere Hydraulikeinheit (25, 29) auf einer dem Antriebsmodul (1) gegenüberliegenden
Seite an den Adapter (3) angebaut ist, und dass wenigstens die erste Hydraulikeinheit
(2) oder die wenigstens eine weitere Hydraulikeinheit (25) eine Heizung (32) aufweist
zum Erwärmen der Flüssigkeit.
3. Pumpenanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Saugstutzen (17) an der ersten Hydraulikeinheit (2) und der Saugstutzen (27,
30) an der wenigstens einen weiteren Hydraulikeinheit (25, 29) koaxial zu der Welle
(5) vorgesehen sind.
4. Pumpenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Hydraulikeinheit (2, 25, 29) eine den Saugstutzen (17, 27, 30) radial umgreifende
Stirnwandung (18, 26, 31) vorsieht, welche zusammen mit dem Rohrabschnitt (14) des
Adapters (3), dem Spaltrohrtopf (12) und dem Spaltrohrflansch (13) den Pumpenraum
(24) begrenzt.
5. Pumpenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des Spaltrohrflanschs (13) eine Leitspirale für die Flüssigkeit ausgebildet
ist.
6. Pumpenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Saugstutzen (17) mehrteilig ausgebildet ist, wobei ein erstes rohrförmiges Teil
(19) des Saugstutzens (17) und ein zweites rohrförmiges Teil (20) des Saugstutzens
(17) ineinander eingesetzt und miteinander verrastet sind und wobei eine axiale Dichtung
(21) zwischen den zwei rohrförmigen Teilen (19, 20) und/oder zwischen einen rohrförmigen
Teil (20) und der Stirnwandung (18) der Hydraulikeinheit (2) verspannt vorgesehen
ist.
7. Pumpenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizung (32) für die Flüssigkeit in die Stirnwandung (18) der Hydraulikeinheit
(2) integriert vorgesehen ist.
8. Pumpenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizung nach Art einer rohrförmigen Heizung ausgebildet ist und dass die rohrförmigen
Heizung zwischen der Stirnwand der Hydraulikeinheit und dem Rohrabschnitt (14) des
Adapters (3) oder im Bereich des Saugstutzens (27) strömungsaufwärts an der Hydraulikeinheit
(25) oder in dem Pumpenraum (24) benachbart zu einer Innenmantelfläche des Rohrabschnitts
(14) zwischen dem Spaltrohrflansch (13) des Adapters (2) und der Stirnwandung der
Hydraulikeinheit vorgesehen ist.
9. Pumpenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckstutzen (15) von dem Rohrabschnitt (14) radial und/oder tangential abragt.
10. Pumpenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Adapter (3) im Bereich des Rohrabschnitts (14) spiralförmig ausgebildet ist.
11. Pumpenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass zum lösbaren Verbinden des Adapters (3) mit einer beliebigen Hydraulikeinheit (2,
25, 29) an dem Adapter (3) Befestigungsmittel (33) vorgesehen sind und dass an der
ersten Hydraulikeinheit (2) und an der wenigstens einen weiteren Hydraulikeinheit
(25, 29) ein Gegenbefestigungsmittel (34) vorgesehen ist derart, dass das Gegenbefestigungsmittel
(34) der ersten Hydraulikeinheit (2) und das Gegenbefestigungsmittel (34) der wenigstens
einen weiteren Hydraulikeinheit (25, 29) an das Befestigungsmittel (33) des Adapters
(3) ansetzbar sind.